Читать книгу: «Die ultimative Synology NAS Bibel»

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© 2019 by Markt+Technik Verlag GmbH

Espenpark 1a

90559 Burgthann

Produktmanagement: Christian Braun, Burkhardt Lühr

Herstellung: Jutta Brunemann

Korrektorat: Alexandra Müller

Covergestaltung: David Haberkamp

Coverfotos © Synology; Bnenin – adobe.stock.com

Network Attached Storage oder kurz NAS – ein komplizierter Name für ein simples Konzept: Eine kleine Box mit Festplatten ist ans lokale Netzwerk angeschlossen und stellt den Speicherplatz allen Benutzern und Geräten zur Verfügung.

Allerdings bietet alleine diese Kernfunktion einige Fallstricke, von der Auswahl des optimalen Modells über die beste Konfiguration der internen Festplatten bis hin zur sicheren Nutzung des Gerätes. Richtig spannend wird es, wenn man entdeckt, dass ein NAS ein eigenständiger kleiner Rechner ist, der viel mehr sein kann als nur ein Dateiserver. Medienserver, persönliche Cloud, Überwachungszentrale, Mailserver, Download-Dienst – und das nicht nur lokal, sondern per Web oder App jederzeit von überall aus erreichbar.

Synology ist ein führender Anbieter von NAS-Systemen mit großer Auswahl von günstigen Einsteigermodellen bis zu Profigeräten für den Unternehmenseinsatz. Diese Systeme zeichnen sich durch eine durchdachte Benutzeroberfläche sowie eine große Auswahl an optionalen Zusatzfunktionen aus, mit denen jeder Benutzer sein NAS genau an seine Bedürfnisse anpassen kann.

Dieses Buch begleitet Sie von Anfang an durch das Abenteuer NAS. Wer noch kein Gerät hat, bekommt Entscheidungshilfen für den Kauf und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung durch den Installationsvorgang. Wer sein NAS schon eingerichtet hat, findet viele Tipps und Anleitungen für die optimale und sichere Konfiguration der Dienste. Das Installieren und Einrichten wichtiger Zusatzfunktionen wird ausführlich vorgestellt. Und auch die Systemwartung kommt nicht zu kurz, damit Sie lange ungetrübte Freude an Ihrem NAS haben.

In meinem Blog unter www.gieseke-buch.de informiere ich über aktuelle Entwicklungen und stelle spannende neue Anwendungsmöglichkeiten vor. Es dient als ständige Aktualisierung und Ergänzung meiner Bücher. Ebenso können Sie hier mit mir in Kontakt treten, um Ihre Fragen oder Anregungen loszuwerden.

Jetzt wünsche ich Ihnen aber erst mal viel Spaß und viele hilfreiche Erkenntnisse beim Lesen dieses Buches und beim Entdecken der Möglichkeiten Ihres Synology NAS.


Wolfram Gieseke

Inhaltsverzeichnis

1. Kaufberatung: die richtige Hardware für Ihre Ansprüche

1.1 Das optimale NAS-Modell wählen

Entscheidungskriterien
Das bedeuten die Modellbezeichnungen
Die J-Serie für Einsteiger
Die Value-Serie für Alltagsaufgaben
Die Plus-Serie für gehobene Ansprüche
Geräte für den professionellen Einsatz
Die Unterschiede in der Praxis

1.2 Der perfekte Speichermodus für Ihre Zwecke

Einzelne Festplatte im Standardmodus
JBOD – Just a Bunch of Discs
RAID – Redundant Array of Independent Discs
Synology Hybrid RAID (SHR)
Welche Platte mit welchem Modus? – der RAID-Rechner

1.3 Die richtigen Festplatten für das NAS

Desktop-Festplatten vs. NAS-Festplatten
Die optimale Größe der Festplatten

2. Installation des NAS

2.1 Der optimale Aufstellort für Ihr NAS

Wo sollte das NAS nicht stehen?
Netzwerkanschluss mit optimaler Geschwindigkeit

2.2 Festplatten ins NAS einbauen

HotSwap-Modelle ohne Schrauben
Modelle mit Schrauben

2.3 Aufstellen und Anschließen

Netzwerkanschluss
Stromversorgung

2.4 Erster Start und Grundeinrichtung

Das NAS im Netzwerk finden
Die aktuelle Systemsoftware installieren
Wichtige Einstellungen und Checks nach dem Installieren

2.5 Die RAID-Konfiguration verändern

Speicherpool entfernen
Einen neuen Speicherpool erstellen

3. DiskStation Manager: die Synology-­Weboberfläche beherrschen

3.1 Die Elemente der Benutzeroberfläche

Die Symbolleiste
Das Hauptmenü
Symbole auf dem Desktop ablegen
Anwendungen als Fenster auf dem Desktop
Widgets für schnellen Überblick
Benachrichtigungen durch die Systemsoftware
Den DSM individuell gestalten
Tastenkürzel für den DSM-Desktop

3.2 Das NAS mit der Systemsteuerung einstellen

Die erweiterte Ansicht
Einstellungen schnell finden

4. Benutzer und Gruppen einrichten

4.1 Die Standardbenutzer Ihres NAS

4.2 Eigene Benutzerprofile einrichten

4.3 Gruppen als dynamische Vorlagen

Die Standardgruppen
Eine eigene Gruppe erstellen
Gruppenmitglieder bestimmen

4.4 Quoten, Bandbreite und Anwendungsrechte

Benutzerkontingente (Quoten)
Drosselung der Bandbreite
Zugriff auf Anwendungen verhindern

5. Zentrale Dateiverwaltung mit File ­Station

5.1 Einen gemeinsamen Freigabeordner erstellen

5.2 Eigene Ordner anlegen

5.3 Zugriffsrechte für Ordner und Dateien festlegen

Die effektiven Zugriffsrechte überprüfen
Ererbte Berechtigungen ändern oder blockieren

5.4 Dateien auf das NAS hochladen

Upload per Auswahldialog
Upload per Drag-and-drop

5.5 Dateien vom NAS herunterladen

5.6 Dateien auf dem NAS verwalten

Dateien und Ordner auswählen
Aktion- und Kontextmenü
Die Darstellung der Dateien anpassen

5.7 Externe Speichermedien einbinden

USB-Medien am NAS verwenden
eSATA-Festplatten anschließen
Onlinespeicherdienste einbinden
Andere Netzwerkspeicher als Ordner verbinden

5.8 Dateien suchen

Dateien anhand des Namens filtern
Weitere Kriterien für die Suche
Dateiinhalte für Volltextsuche indizieren
Platzhalter und Suchoperatoren

5.9 Dateien aus dem Papierkorb retten

Den Papierkorb aktivieren
Dateien aus dem Papierkorb holen
Den Papierkorb ausleeren

6. Lokaler und mobiler Zugriff auf ­Dateien

6.1 Vom PC auf das NAS zugreifen

NAS-Ordner im Windows-Explorer anzeigen
NAS-Dateien direkt aus Anwendungen öffnen
NAS außerhalb der Arbeitsgruppe öffnen
Freigegebene Ordner als Netzlaufwerke einbinden
NAS-Ordner bei Macs einbinden
Zugang per FTP

6.2 Zugang per Tablet und Smartphone

Zugang zum NAS einrichten
Dateien per App nutzen und verwalten
Dateien offline auf dem Mobilgerät speichern
Dateien an andere weitergeben

6.3 Mobiler Zugriff von unterwegs

Schnell und einfach per QuickConnect
NAS-Zugriffe per dynamischem DNS
Datenübertragungen verschlüsseln und zertifizieren
Zugang zum NAS per VPN

7. Softwarepakete für zusätzliche ­Funktionen

7.1 Die Paketverwaltung Ihres NAS

Pakete suchen

7.2 Software vom Paket-Zentrum installieren

7.3 Weitere Paketquellen hinzufügen

7.4 Pakete manuell installieren

7.5 Pakete auf dem aktuellen Stand halten

7.6 Pakete deinstallieren

8. Backup-Zentrale für Ihre Geräte

8.1 Cloud Station Backup für Windows, macOS und Linux

Sicherungsaufträge einrichten
Auf gesicherte Dateien zugreifen
Frühere Dateiversionen wiederherstellen

8.2 NAS als Ziel für Dateiversionsverlauf oder Time Machine

Freigabeordner für Sicherungen einrichten
Benutzer für Sicherungen einrichten
Sicherungsziel im Dateiversionsverlauf einstellen
Das NAS für Time Machine konfigurieren
Sicherungsziel in Time Machine einstellen

8.3 Die Daten des NAS sichern

Datensicherungsaufgaben erstellen
Weitere Sicherungsziele

8.4 Sicherungen wiederherstellen

Sicherung wiederherstellen
Einzelne Elemente aus einer Sicherung entnehmen
Der HyperBackupExplorer

8.5 Automatisch Snapshots des NAS-Inhalts erstellen

Snapshots erstellen
Schnappschüsse wiederherstellen

9. NAS und Geräte per Cloud ­synchronisieren

9.1 Dateien mit Drive synchronisieren

Den Drive-Server einrichten
Nur bestimmte Arten von Dateien synchronisieren
Drive für PC und Notebook
Apps für Dateiabruf mit Mobilgeräten

9.2 Kontakte synchronisieren

Geräte mit dem Kontakteserver verbinden
Adressen im NAS bearbeiten
Termine synchronisieren
Kalender mit Geräten synchronisieren

10. Musik, Bilder und Filme im NAS ­speichern und abspielen

10.1 Mediendateien auf dem NAS speichern

Weitere Ordner als Medien indizieren lassen

10.2 Medien-Webanwendungen für Benutzer freigeben

Zugriff auf Anwendungen freigeben
Webanwendung direkt im Browser öffnen

10.3 Audio Station als Musikarchiv

Musik in der Sammlung finden
Eigene Wiedergabeliste anlegen
Lieblingsmusik anpinnen
Internetradio einbinden
Zugriff auf die Musiksammlung per Mobil-App

10.4 Musik ins lokale Netzwerk streamen

Auf den Medienserver zugreifen

10.5 Bilder mit Photo Station zentral sammeln und organisieren

Fotos auf dem NAS speichern
Fotos vom Mobilgerät automatisch aufs NAS laden
Die Bildersammlung verwalten und abrufen
DS photo für Smartphone und Tablet

10.6 Photo Station Uploader für den PC

Ein Verbindungsprofil erstellen

10.7 Filme mit Video Station streamen

Videosammlung auf dem NAS anlegen
Informationen zu Filmen und Serien
Lieblingsfilme schnell finden
Videos ins lokale Netzwerk streamen
Kindersicherung für ungeeignete Inhalte

11. Weitere spannende Funktionen für Ihr NAS

11.1 Datei-Downloads automatisieren

Download Station installieren und einrichten
Downloads vom NAS ausführen lassen

11.2 Das NAS als kleiner Office-Server

Dokumente in Office öffnen
Dokumente bearbeiten
Neue Dokumente erstellen
Zusammenarbeit mit anderen Benutzern

11.3 Videoüberwachung per NAS

Surveillance Station installieren
Überwachungskameras einrichten
Alle Kameras im Blick
Aufzeichnungen in der Chronik kontrollieren
Automatische Aufnahme bei Bewegung
Bei Ereignissen benachrichtigen lassen
Überwachung mit dem Home-Modus steuern

11.4 Eigener Mailserver im NAS

Mail Station für POP3-Abruf einstellen
Externe Postfächer in Mail Station anlegen
Mails mit Anwendungen und Apps empfangen und senden

12. Sicherheit und Systemwartung

12.1 Virenschutz auf dem NAS

Virensignaturen aktualisieren
Virenscans bei Bedarf durchführen
Regelmäßige Scans einrichten
Mit Virenfunden umgehen

12.2 Sichere Kennwörter für alle Benutzer

12.3 Das unsichere SMB1 deaktivieren

12.4 Die Systemsoftware aktuell halten

Das Installieren von Updates automatisieren
Update manuell einspielen

12.5 Die Konfiguration des NAS sichern

Konfigurationssicherungen wieder einspielen

12.6 Energiesparende Einstellungen

Festplatten bei Nichtnutzung schlafen lassen
Das NAS in Ruhezeiten herunterfahren

12.7 Bei wichtigen Ereignissen benachrichtigen lassen

E-Mail-Benachrichtigungen
SMS
Push-Benachrichtigungen
Wann soll wer benachrichtigt werden?

12.8 Die internen Festplatten überwachen

Das bedeuten die S.M.A.R.T-Informationen

12.9 Festplatten im NAS ersetzen

Was passiert bei einem Festplattendefekt?
Vorhandene Festplatte durch neue oder größere austauschen

12.10 Weitere Informationen im Internet

Informationen von Synology
Foren zu NAS und Synology

Stichwortverzeichnis

1. Kaufberatung: die richtige Hardware für Ihre Ansprüche

Ich gehe davon aus, dass die meisten Leser dieses Buches bereits über ein Synology-­Gerät verfügen. Aber vielleicht stehen Sie noch vor dieser Entscheidung, oder eventuell reicht Ihnen die Leistung Ihres NAS nicht mehr aus, und Sie denken darüber nach, in ein neueres und leistungsfähigeres Modell zu investieren? Und auch für alle, die sich schon immer gefragt haben, warum es so viele verschiedene Modelle gibt und worin diese sich unterscheiden, möchte ich in diesem Kapitel kurz auf die grundlegenden Unterschiede eingehen. Wer möchte, kann es auch gerne als Entscheidungshilfe für zukünftige Investitionen verwenden.

1.1 Das optimale NAS-Modell wählen

»Wie Sand am Meer« wäre etwas übertrieben, aber tatsächlich gibt es eine große Auswahl an Netzwerkspeichergeräten. Alleine Synology bietet gut drei Dutzend verschiedene Varianten an. Das Preisspektrum reicht dabei von knapp dreistellig bis zum Gegenwert eines Kleinwagens. Wenn Geld keine Rolle spielt, können Sie einfach das teuerste Gerät kaufen und machen nichts falsch. Andererseits müssen Sie ja nicht mehr Geld ausgeben, als unbedingt nötig wäre, um Ihren eigenen Ansprüchen an ein NAS gerecht zu werden.

Entscheidungskriterien

Um das passende Modell für die eigenen Ansprüche zu finden, müssen Sie sich zunächst darüber klar werden, was Sie erwarten und welche Aufgaben das NAS übernehmen soll. Deshalb stelle ich im Folgenden einige wesentliche Kriterien vor, von denen Sie sich bei Ihrer Kaufentscheidung leiten lassen sollten.

Netzwerkanschluss

Eine einfache, aber ganz grundlegende Frage ist die Art des Netzwerkanschlusses. Gigabit-Ethernet ist heute Standard und wird von allen aktuellen NAS unterstützt. Die Zukunft gehört allerdings 10 Gigabit Ethernet (10GbE). Wenn Ihr Netzwerk ­bereits 10-Gigabit-Anschlüsse unterstützt oder Sie planen, in absehbarer Zeit auf 10 Gigabit umzusteigen, dann sollten Sie ein NAS kaufen, das dies auch unterstützt. Das ist bislang zwar den teureren Modellen vorbehalten, erspart Ihnen aber später eine Neuinvestition.

Sie können Geräte mit 1-Gigabit-Anschluss zwar auch in einem 10GbE-Netz weiter einsetzen, aber gerade ein NAS sollte stets die höchste verfügbare Geschwindigkeit nutzen.

Speicherkapazität

Ein weiteres grundlegendes Kriterium ist die Speicherkapazität, also wie viel Speichervolumen das NAS jetzt und auch in absehbarer Zukunft bereitstellen soll. Dazu können Sie eine kritische Analyse des vorhandenen Datenbestands durchführen – die Menge der regelmäßig zu sichernden Daten, die Anzahl der Sicherungsgenerationen, der Umfang der Medienbibliothek etc. Runden Sie die so ermittelte Menge großzügig auf, und suchen Sie dann ein NAS, das eine solche Menge gewährleisten kann. Da die Speicherkapazität der einzelnen Festplatten begrenzt ist, kann es z. B. sein, dass Modelle mit nur zwei Einbauschächten an dieser Stelle schon ausscheiden. Berücksichtigen Sie bei der Anzahl der Einbauschächte ggf. auch Ihren Bedarf an Redundanz (mehr darüber erfahren Sie im Folgenden).

Erweiterbarkeit

Wenn Sie hinsichtlich der Speicherkapazität unsicher sind bzw. Zukunftssicherheit haben möchten, kommt die Erweiterbarkeit ins Spiel. Synology bietet Erweiterungen an, die per Kabel an ein NAS angeschlossen werden können und zusätzliche Ein­schübe bereitstellen. Damit lässt sich ein Modell auch später noch erweitern, wenn der Speicherbedarf steigt. Allerdings unterstützen nicht alle Modelle diese Möglichkeit. Wenn Sie Wert auf optionale Erweiterbarkeit legen, achten Sie also schon bei der Entscheidung für das NAS darauf, dass dieses später möglich ist.

Redundanz

Ein wichtiges Kriterium ist der Bedarf an Redundanz – oder einfach gesagt: Wie viele Festplatten dürfen gleichzeitig ausfallen, ohne dass Daten verloren gehen? Das wirkt sich auf den Bedarf an Festplatteneinschüben aus. Denn wenn Sie Ihre Daten mit ­Redundanz speichern möchten, benötigen Sie immer einen zusätzlichen Einschub. Für doppelte Redundanz (selbst beim Ausfall zweier Festplatten gehen keine Daten verloren) müssen es zwei zusätzliche Einschübe sein.

Bei Modellen mit einem Einschub ist deshalb auch keine Redundanz möglich. Bei ­Modellen mit zwei Einschüben kann eine Festplatte redundant sein, dadurch halbiert sich allerdings der nutzbare Speicherplatz. Wenn Sie großen Wert auf Redundanz legen, empfiehlt sich deshalb ein Modell mit vier Einschüben oder mehr. Dann können Sie eine oder auch zwei Festplatten – und zumindest relativ gesehen weniger vom nutzbaren Gesamtspeicher – als redundant auslegen. Der Abschnitt über Speichermodi in diesem Kapitel geht ausführlicher auf Redundanz und die verschiedenen ­Varianten ein.

Prozessor und Arbeitsspeicher

Die Leistungsfähigkeit eines NAS im Alltag wird primär vom verbauten Prozessor und dem Arbeitsspeicher bestimmt. Einfache Modelle verwenden ARM-Prozessoren mit niedriger Taktzahl. Diese sind preisgünstig und energieeffizient, stoßen aber an ihre Grenzen, wenn sie zu viele Aufgaben gleichzeitig erledigen sollen. Modelle für höhere Ansprüche haben deshalb höher getaktete Quad-Core-Prozessoren von ARM oder Intel eingebaut, die nicht so schnell ins Schwitzen kommen, dafür aber auch mehr Energie verbrauchen und besser gekühlt werden müssen (Lüftergeräusche).

Beim Arbeitsspeicher verhält es sich ähnlich. Einfache Modelle kommen mit 512 ­MByte Speicher aus. Bei mehreren Benutzern und parallelen Zugriffen ist der aber schnell voll. Soll das NAS Zusatzdienste ausführen und mehrere Anwender ggf. auch gleichzeitig bedienen, sollte man eher zu einem Modell mit 2 GByte Arbeitsspeicher greifen. Außerdem gibt es Modelle, die sich bei Bedarf mit zusätzlichem Arbeitsspeicher aufrüsten lassen.

Zusatzdienste und Virtualisierung

NAS-Systeme können viel mehr, als nur Datenspeicher zur Verfügung zu stellen. Auf Synology-Geräten lässt sich eine Vielzahl von Zusatzpaketen installieren, die weitere Dienste wie Mediensammlung, Mailserver, Cloud-Dienste, Download-Helfer etc. realisieren. Wenn Sie solche Zusatzdienste nutzen möchten, sollten Sie auf einen leistungsfähigen Prozessor (ARM Quad-Core oder Intel Dual-Core) und ausreichend Arbeitsspeicher (2 GByte) Wert legen. Soll das NAS außerdem virtuelle Systeme ausführen, muss es unbedingt mit einem Intel-Prozessor ausgerüstet sein, da ARM-Prozessoren die erforderlichen Virtualisierungsfunktionen fehlen.

USB-Anschlüsse

Vorhandene USB-Anschlüsse sind selten kaufentscheidend, aber wenn man regelmäßig Speichermedien anschließen möchte, können sie wichtig sein. Zum Beispiel kann man Festplatten per USB anschließen, um den Inhalt des NAS regelmäßig extern zu sichern. Dazu sollten USB-3.0-Anschlüsse vorhanden sein, sonst dauert die Sicherung ewig.

Aber es geht auch umgekehrt: Sie können USB-Sticks oder auch Speicherkarten (via USB-Leser) an Ihr NAS anschließen und so den Inhalt des Speichermediums auf den Netzwerkspeicher kopieren. Dafür kann es sinnvoll sein, dass ein USB-Anschluss an der Vorderseite des Gehäuses leicht erreichbar ist. Manche Modelle verfügen außerdem über eine Kopiertaste am Gehäuse, mit der man den Sicherungsvorgang jederzeit bequem starten kann.

Kartenleser am Gehäuse

Einige ältere Synology-Modelle haben zusätzlich einen SD-Kartenleser ins Gehäuse integriert, in den man Speicherkarten einstecken kann. Bei aktuellen Modellen wurden diese wegrationalisiert. Wer solchen Bedarf hat, kann stattdessen einen externen USB-Kartenleser für wenige Euro erwerben und an den USB-Anschlüssen verwenden.

Das bedeuten die Modellbezeichnungen

Synology benutzt für seine NAS-Modelle Bezeichnungen, die aus verschiedenen Buchstaben, Ziffern und teilweise Symbolen wie + zusammengesetzt sind. Sie wirken auf den ersten Blick willkürlich und sehen nach dem typischen Marketingsprech der IT-Branche aus. Tatsächlich folgen sie aber einem festen Schema und erlauben auf den ersten Blick eine recht genaue Einschätzung der Leistungsfähigkeit des jeweiligen Gerätes.

Nehmen wir als Beispiel das Modell DS718+. Diese Bezeichnung setzt sich aus vier verschiedenen Komponenten zusammen: DS, 7, 18 und +. Der Reihe nach:

Gehäusetyp

Die Bezeichnung beginnt mit zwei oder drei Buchstaben, die ein Kürzel für die Gehäuseform bzw. Geräteklasse sind, im Wesentlichen:

 DS – DiskStation, frei stehendes Gehäuse, das auf dem Schreibtisch oder in einem Regal stehen kann

 RS – RackStation, für den Einbau in einen Serverschrank o. Ä. vorgesehen

 FS – FlashStation, besonders leistungsfähige (und teure) Modelle für den Einsatz im professionellen Umfeld

 DX – DiskStation Expansion, Erweiterung für DS-Modelle, die ebenfalls alleine (in der Nähe einer DS) stehen kann

 RX – RackStation Expansion, Erweiterung für RS-Modelle, die ebenfalls in ein Rack montiert werden muss

 VS – VisualStation, spezielle Modelle für die Videoüberwachung mit vielen Bildquellen

Anzahl der Festplattenanschlüsse

Der erste Teil der Zahl im Namen (alles bis auf die letzten zwei Ziffern) gibt an, wie viele Festplatten man an das Gerät anschließen kann.

Vorsicht: Damit ist nicht immer gemeint, wie viele Platten im Gehäuse Platz finden. Das gilt für die einfacheren Modelle wie DS118 oder DS418, bei denen die Anzahl der Einschübe mit der Anzahl der möglichen Anschlüsse identisch ist.

Viele der leistungsfähigeren Modelle können aber mit einer Expansion erweitert werden, die noch mal Platz für weitere Laufwerke bietet. In diesem Fall berücksichtigt die Zahl im Namen die maximale Anzahl einschließlich der möglichen Erweiterung. Die DS718+ etwa hat nur zwei Einschübe im Gehäuse, kann in Kombination mit der Erweiterung DX517 aber insgesamt bis zu sieben Festplatten nutzen.

Modelljahr

Die letzten zwei Ziffern der Zahl in der Modellbezeichnung geben immer das Modelljahr an, also das Jahr, in dem das entsprechende Modell ursprünglich auf den Markt gebracht wurde. Das muss allerdings nicht bedeuten, dass ein konkretes Gerät auch in diesem Jahr hergestellt wurde.

Einsatzgebiet

Hinter der Nummer können weitere Kürzel folgen, die Hinweise auf den Einsatzzweck oder bestimmte exklusive Funktionen geben, etwa:

 J – das Gerät gehört zur J-Serie für Einsteiger.

 + – das Gerät gehört zur +-Serie für gehobene Ansprüche.

 slim – besonders kompakt und sparsam, meist können nur 2,5“-Platten eingebaut werden.

 play – das Gerät eignet sich für Videotranskodierung, kann aber im Vergleich zum Standardmodell auch Beschränkungen wie etwa einen kleineren Speicher haben.

 RP – RedundantPower, besonders ausfallsichere Geräte mit zwei separaten Netzteilen, die im laufenden Betrieb ausgetauscht werden können.

 xs – steht für ExtraStorage, also Geräte, die das Anschließen besonders vieler Laufwerke unterstützen (ggf. mit Erweiterungen).

 II – verbesserte Version des Ausgangsmodells, die z. B. über einen neueren Prozessor verfügt.

 SE – Geräte mit Minimalausstattung, die sehr preiswert sind, aber auch nur grundlegende Ansprüche erfüllen.

Die J-Serie für Einsteiger

Modelle mit einem j am Ende der Bezeichnung wie etwa DS218j richten sich an NAS-Einsteiger mit einfachen Ansprüchen. Geräte der J-Serie haben einen, zwei oder vier Einschübe und sind nicht erweiterbar.

Sie verwenden kleinere Prozessoren und weniger Speicher und sind deshalb meist kompakt, leise und sparsam. Trotzdem reichen sie aus, wenn man sich auf Grundfunktionen wie Datensicherung, Bildverwaltung, Download-Service oder Musiksammlung beschränkt.

Außerdem sollte die Anzahl der Benutzer die typische Familiengröße nicht überschreiten. Engpässe kann es bei gleichzeitigen Zugriffen oder hoch aufgelösten ­Videos geben. Auch das Installieren zusätzlicher Dienste kann unter der begrenzten Performance leiden. Zusatzfunktionen wie Überwachungskameras sind nur ein­geschränkt möglich. Generell ist die J-Serie eine gute Wahl, wenn das NAS primär ein oder zwei Aufgaben zuverlässig erledigen soll. Das Verschlüsseln der Daten auf dem NAS ist möglich, bremst die begrenzten Ressourcen aber spürbar aus. Wer auf Verschlüsselung Wert legt, sollte von J-Geräten deshalb eher Abstand nehmen.

Die Value-Serie für Alltagsaufgaben

Wer etwas vielseitigere Ansprüche an sein NAS stellt oder mehreren Benutzern den gleichzeitigen Zugriff ohne Einbußen ermöglichen will, sollte sich Modelle der Value-Serie anschauen. Diese erkennt man daran, dass ihre Modellbezeichnung eben keine Ergänzung wie j oder + trägt, also z. B. die DS418. Ausnahmen bilden Geräte mit der Ergänzung »play«, die Synology ebenfalls der Value-Serie zurechnet. Streng genommen sind es aber leicht abgespeckte Versionen der Value-Geräte, die zwischen J-Serie und Value anzusiedeln sind. Allerdings können die play-Geräte genau wie Value-Modelle bei Bedarf ein Video in HD-Qualität an Benutzer streamen.

Modelle der Value-Serie haben einen, zwei, vier oder acht Einschübe. Einzelne Modelle sind außerdem mit einer Expansionseinheit erweiterbar. Sie haben meist Quad-Core-­Prozessoren und ausreichend Speicher, um einer Vielzahl von Aufgaben gerecht zu werden. Das Verschlüsseln von Dateizugriffen bremst das System nur spürbar aus, wenn mehrere Zugriffe von verschiedenen Benutzern bzw. Geräten gleichzeitig erfolgen. Die Value-Serie empfiehlt sich, wenn wenige Benutzer mehrere Anwendungen oder mehrere Benutzer wenige Anwendungen nutzen möchten. Wenn viele Benutzer viel machen wollen und das womöglich noch gleichzeitig, stoßen die Geräte dann aber doch an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit.

Die Plus-Serie für gehobene Ansprüche

Wem die Value-Serie nicht reicht, der findet mit dem Kürzel + meist eine leistungs­fähigere Variante. Hier geht es mit zwei Einschüben los, und die Obergrenze liegt bei 12 (Desktop-Version) bzw. 16 (Rack-Version). Außerdem sind die meisten Geräte der Plus-Serie durch Expansionseinheiten erweiterbar.

Plus-Modelle sind mit mindestens 2 GByte Arbeitsspeicher ausgerüstet, und viele Geräte können mit zusätzlichem Speicher nachgerüstet werden. Außerdem verfügen sie über mehrere USB-Anschlüsse und einen eSATA-Anschluss für externe Festplatten. Die verbauten Intel-Prozessoren sorgen für ausreichend Leistung und erlauben die Nutzung virtueller Maschinen. Außerdem können sie mehrere HD-Videos in Echtzeit gleichzeitig an Benutzer streamen. Dateiverschlüsselung ist kein Problem, sodass auch größere (und damit sicherere) Schlüssellängen verwendet werden können.

Zusammengefasst: Modelle der Plus-Serie sind von Hause aus leistungsfähig genug, um Ansprüchen von ambitionierten Benutzern oder auch kleinen Firmen gerecht zu werden. Und sie lassen sich ggf. erweitern, um mit ihren Aufgaben zu wachsen.

Geräte für den professionellen Einsatz

Jenseits der Plus-Serie gibt es noch eine Reihe von Geräten für den professionellen Einsatz in Firmen. Man erkennt sie daran, dass die Modellbezeichnung entweder mit FS beginnt oder mit xs bzw. xs+ endet. Diese Modelle für den professionellen Einsatz bieten vor allem auf der Hardwareseite von allem mehr: mehr Einschübe, mehr Speicher, schnellere Prozessoren, mehr und schnellere Netzwerkanschlüsse, mehr Erweiterungsmöglichkeiten etc. Dadurch können sie (viel) mehr Benutzer schneller mit Daten beliefern.

Funktionen für Hochverfügbarkeit wie etwa redundant ausgelegte Stromversorgung, die im Störungsfall im laufenden Betrieb ausgetauscht werden kann, findet man nur in diesem Segment. Allerdings fehlen hier auch manche Funktionen, die auf typische Heimanwender abzielen, wie etwa das Streamen von HD-Videos ins Netzwerk. Auch preislich liegen diese Produkte in Regionen, in denen man sie nicht mal eben für den Einsatz in den eigenen vier Wänden kauft.

Die Unterschiede in der Praxis

Um die verschiedenen Modellbezeichnungen, Serien und Eigenschaften und deren Bedeutung noch mal ganz praktisch zu veranschaulichen, möchte ich als Beispiel das Modell DS218 wählen. Es ist mit seinen zwei Festplatteneinschüben und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bei privaten Anwendern und Kleinunternehmen sehr beliebt. Synology bietet vier verschiedene Varianten davon an.

Die folgende Tabelle zeigt wesentliche Merkmale und einige beispielhafte Funktionen der Modelle auf und macht die Unterschiede deutlich, die sich in der Bezeichnung widerspiegeln.


ModellDS218jDS128playDS218DS218+
SerieJ-SerieValueValuePlus-Serie
ProzessorMarvellArmada 385RealtekRTD1296RealtekRTD1296IntelCeleron J3355
Architektur32 Bit (ARM)64 Bit (ARM)64 Bit (ARM)64 Bit (Intel)
TaktDual-Core1,3 GHzQuad-Core1,4 GHzQuad-Core1,4 GHzDual-Core2,0 GHz
Arbeits­speicher512 MByte DDR3(nicht erweiterbar)1 GByte DDR4(nicht erweiterbar)2 GByte DDR4(nicht erweiterbar)2 GByte DDR3L(bis 6 GByte erweiterbar)
Einschübe2
max. Kapazität28 TByte (2 × 14 TByte)
HotSwap-ja
LAN-Anschluss1
USB 3.02223
USB 2.0--1-
eSATA-1
Snapshots-ja
Virtualisierung-ja
max. Nutzer105005001.000
max. Geräte100200200500

1.2 Der perfekte Speichermodus für Ihre Zwecke

Zu den wichtigsten Entscheidungen beim Einrichten eines NAS gehört die optimale Wahl des Speichermodus. Dieser spielt aber auch schon bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle, denn der gewünschte Modus muss vom Gerät unterstützt werden. Dabei geht es nicht nur um die Softwarefunktion als solche, sondern auch um die Anzahl der verwendbaren Festplatten. Denn einige der Modi erfordern eine bestimmte Anzahl an separaten Platten.

Solange Sie nur eine einzelne Festplatte in Ihr NAS einbauen, brauchen Sie sich über den Speichermodus keine Gedanken zu machen. In diesem Fall kommt ohnehin nur ein Modus infrage. Schon bei zwei Festplatten gibt es aber verschiedene Varianten, durch die Sie den Schwerpunkt eher auf Kapazität, Geschwindigkeit oder Sicherheit legen können. Die Verwendung von drei oder mehr Festplatten gibt Ihnen sogar noch weitere Auswahlmöglichkeiten, durch die sich diese Schwerpunkte sogar kombinieren lassen.

Einzelne Festplatte im Standardmodus

Verwendet man nur eine einzelne Festplatte, wird diese im Standardmodus eingesetzt. Das NAS stellt den Speicher der Festplatte einfach zur Verfügung, wobei man die Speicherkapazität durchaus auf mehrere logische Laufwerke aufteilen kann. Das macht aus Sicht des NAS aber keinen Unterschied. Redundanz oder andere Funk­tionen, die ein RAID aus mehreren Platten ermöglichen würde, stehen in diesem Fall nicht zur Verfügung.

JBOD – Just a Bunch of Discs

Auf Deutsch könnte man diesen Modus etwas salopp als »nur ein Haufen Laufwerke« übersetzen. Dieser Modus kommt immer dann zum Einsatz, wenn man mehrere Festplatten ohne besondere RAID-Funktionen verwenden möchte. Er stellt die gesamte Speicherkapazität der Platten zur Verfügung. Dabei kann das NAS alle eingebauten Platten einzeln als Laufwerke anbieten oder alle vorhandenen Speichermedien zu einem einzigen großen logischen Laufwerk zusammenfassen.

In jedem Fall gilt bei JBOD, dass man stets die gesamte Speicherkapazität nutzen kann, dafür aber auch auf Vorteile wie Redundanz oder Geschwindigkeitssteigerungen verzichten muss. Was das genau bedeutet, wird vielleicht deutlicher, wenn man sich mit den im Folgenden beschriebenen RAID-Varianten und deren Vor- und Nachteilen beschäftigt.

RAID – Redundant Array of Independent Discs

RAID ist eine Technologie zur Erhöhung der Datensicherheit und/oder Performance von Festplatten, indem mehrere Festplatten zu logischen Einheiten zusammengeschaltet werden. RAID kann je nach Variante (auch als RAID-Level bezeichnet) die Verfügbarkeit und Sicherheit von gespeicherten Daten dadurch verbessern, dass die Daten redundant auf mehreren Festplatten parallel gespeichert werden. Beim Ausfall einer Platte können alle Daten aus den Informationen der restlichen Platte(n) rekonstruiert werden (und die defekte kann ausgetauscht werden). Bestimmte logische Verschaltungen bzw. RAID-Level ermöglichen als Alternative eine Geschwindigkeitssteigerung (v. a. beim Lesen) oder eine Kombination von Redundanz und Geschwindigkeitssteigerung.

Die kleinste gemeinsame Festplatte

Eine wesentliche Eigenheit von RAID sollten Sie bei der Planung beachten: Die Speicherkapazität Ihres RAID-Verbundes wird im Wesentlichen von der kleinsten Festplatte im Verbund vorgegeben. Egal, ob es um das Spiegeln in RAID 1 oder die Redundanz in RAID 5 geht: Es herrscht immer eine Symmetrie zwischen den beteiligten Platten. Dadurch können selbst größere Festplatten nicht mehr Daten aufnehmen als die kleinste im Verbund. Es ist deshalb nicht sinnvoll, in einem RAID-Verbund Festplatten verschiedener Kapazität zu mischen. Zwar ist es möglich, aber der Extraplatz auf den größeren Speichermedien bleibt dann ungenutzt.

RAID 0: schneller und riskanter

Bei RAID 0 werden die Daten abwechselnd auf alle vorhandenen Festplatten geschrieben. Das führt vor allem beim Lesen der Daten zu einer Steigerung der Geschwindigkeit zwischen 30 und 80 %, da die zeitaufwendigen Plattenzugriffe zeitlich von mehreren Festplatten durchgeführt werden. Die Speicherkapazität leidet darunter nicht, weil sich z. B. zwei 1-TByte-Festplatten zu einem logischen 2-TByte-Laufwerk addieren.

Kritisch bei RAID 0 ist allerdings das erhöhte Risiko eines Datenverlusts durch einen Festplattenfehler. Denn fällt eine der beiden Festplatten aus, sind durch die Verzahnung auch die Daten auf der anderen verloren. Man sollte RAID 0 daher niemals ohne zusätzliches Backup der wichtigen Daten verwenden.

RAID 0 empfiehlt sich deshalb nur, wenn es darauf ankommt, die Zugriffsgeschwindigkeit auf die im NAS gespeicherten Daten zu maximieren, und die Sicherheit dieser Daten irrelevant bzw. anderweitig abgesichert ist. In der Praxis wird der Geschwindigkeitsgewinn auch nur in bestimmten datenintensiven Anwendungsszenarien spürbar sein, wenn etwa wie bei der Videobearbeitung regelmäßig größere Datenmengen transferiert werden müssen.

RAID 1: Sicherheit durch Redundanz

Wem es vor allem um den Schutz seiner Daten vor Festplattendefekten geht, für den ist RAID 1 interessant. Dabei werden üblicherweise zwei Festplatten zu einem redundanten logischen Laufwerk zusammengeschaltet. Dabei werden alle Daten jeweils auf beiden Laufwerken abgelegt, sodass ein Laufwerk eine Kopie des anderen ist. Kommt es bei einem der beiden Laufwerke zu einem Defekt, finden sich die Daten also weiterhin auf dem anderen. Außerdem kann man das defekte Laufwerk jederzeit ausbauen und durch ein neues ersetzen. Das NAS sorgt dafür, dass die vorhandenen Daten wieder auf das neue Laufwerk gespiegelt werden. Nach kurzer Zeit hat man also wieder einen voll redundanten Datenspeicher.

Der Preis für diese Sicherheit ist, dass dabei die Gesamtspeicherkapazität auf die Hälfte reduziert wird. Zwei 1-TByte-Platten ergeben also – anders als bei RAID 0 – nicht 2, sondern nur 1 TByte nutzbaren Gesamtspeicher.

RAID 5: Geschwindigkeit und Redundanz

RAID 5 kombiniert die Vorteile von RAID 0 und RAID 1 auf eine relativ kostengünstige Weise. Dabei werden immer mindestens drei Festplatten zusammengeschaltet und die Daten gleichmäßig auf diese verteilt, was in den meisten Situationen schnelle Zugriffe ermöglicht. Redundanz wird dadurch erreicht, dass ein Datenblock nicht auf alle physikalischen Platten verteilt wird, sondern auf einer Platte stattdessen Paritätsdaten dieses Datenblocks gespeichert werden. Sollte eine der Festplatten ausfallen, können die so verlorenen Teile von Datenblöcken anhand dieser Paritätsdaten von den anderen Festplatten rekonstruiert werden.

Genau wie bei RAID 1 kann man also eine defekte Festplatte einfach ersetzen, und das NAS sorgt dafür, dass die Integrität der Daten dann automatisch wiederhergestellt wird. Auch hier ist der Preis, dass sich die Speicherkapazität der beteiligten Festplatten nicht addiert. Stattdessen berechnet sich die Gesamtkapazität nach folgender Formel:

(Anzahl aller Festplatten – 1) × (Kapazität der kleinsten Festplatte)

Konkret: Bei drei 1-TByte-Festplatten erhält man mit RAID 5 effektiv 2 TByte nutzbaren Speicherplatz. Das ist aber selbst in der kleinsten Variante mit drei Festplatten noch effektiver als RAID 1, wo ja grundsätzlich nur die Hälfte der physikalischen Kapazität bereitsteht. Je mehr Festplatten man in einem RAID-5-Verbund einsetzt, desto größer wird der nutzbare Speicher in Relation zum Gesamtspeicher: Von fünf 1-TByte-Platten etwa kann man 4 TByte effektiv nutzen.

Plattenwechsel im Fall einer Störung

Wenn es zu einem Defekt einer Festplatte kommt, informiert Sie das NAS darüber z. B. per LED-Blinken, E-Mail etc. In einem solchen Fall ersetzen Sie die defekte Festplatte. Es muss sich nicht um ein baugleiches Modell handeln, aber sie sollte dieselbe Kapazität wie die ausgebaute haben, keinesfalls weniger, notfalls geht aber mehr. Abhängig vom NAS-Modell muss dieses für den Wechsel ausgeschaltet werden, oder der Tausch kann sogar im laufenden Betrieb erfolgen (HotSwap). Sicherer ist es aber immer, das NAS vorher herunterzufahren. Beim Neustart bemerkt das System, dass eine neue Festplatte eingebaut wurde. Es beginnt dann automatisch, die Daten zu rekonstruieren (außer bei RAID 0). Je nach Speicherkapazität kann dieser Vorgang aber einige Stunden dauern. Die Leistungsfähigkeit des NAS ist solange eingeschränkt.

RAID 6: noch mehr Sicherheit

Ab vier Festplatten im Verbund kann man mit RAID 6 zusätzliche Sicherheit schaffen. Das Prinzip ist das gleiche wie bei RAID 5, allerdings werden die Paritätsinformationen für die Wiederherstellung jeweils auf zwei verschiedene Platten geschrieben. Dadurch bleiben die Daten selbst beim gleichzeitigen Ausfall zweier Festplatten erhalten. Das zielt vor allem auf den Wiederherstellungsprozess nach dem Austausch einer defekten Festplatte. Bei großen Datenträgern kann dieser einige Zeit dauern. Währenddessen sind die Daten sehr gefährdet, denn kommt es zu einem weiteren Defekt, bevor dieser Vorgang abgeschlossen ist, wären alle Daten verloren. Ein RAID 6 könnte auch einen solchen doppelten Ausfall verkraften.

Der Preis dafür ist allerdings auch ein geringeres nutzbares Speichervolumen in Bezug zur Gesamtkapazität:

(Anzahl aller Festplatten – 2) × (Kapazität der kleinsten Festplatte)

Konkret: Bei vier 1-TByte-Festplatten erhält man mit RAID 6 effektiv 2 TByte nutz­baren Speicherplatz. Besser wird die Quote, je mehr Festplatten man einsetzt: Bei fünf ­1-TByte-Platten etwa kann man 3 TByte effektiv nutzen, bei sechs 1-TByte-Platten 4 TByte etc.

RAID 10

Ein RAID 10 ist ein RAID 0 (also das Verteilen der Datenblöcke auf mehrere Laufwerke), bei dem diese Laufwerke jeweils aus einem RAID 1 (also zwei gespiegelten Laufwerken) bestehen. Es kombiniert den schnellen Zugriff eines RAID 0 mit der Redundanz eines RAID 1. Das tun RAID 5 bzw. 6 zwar auch, aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Kommt es bei RAID 5 bzw. 6 zu einer Störung, muss das defekte Laufwerk ersetzt und müssen die fehlenden Daten aus den Informationen der anderen Laufwerke rekonstruiert werden. Das dauert einige Zeit, und solange stehen die Daten nicht bereit. Bei einem RAID 10 hingegen ist selbst im Falle eines Defekts immer mindestens eine Kopie der Daten verfügbar. Der Preis dafür ist allerdings recht hoch: Man benötigt mindestens vier Festplatten, es muss immer eine gerade Anzahl von Platten vorhanden sein, und die nutzbare Kapazität ist stets nur die Hälfte des gesamten Speichervolumens aller verbauten Festplatten:

(Anzahl aller Festplatten / 2) × (Kapazität der kleinsten Festplatte)

RAID F1

Bei diesem RAID-Level handelt es sich um eine neuere Variante, die vor allem bei der Verwendung von SSDs anstelle klassischer Magnetfestplatten zum Einsatz kommt. Das Prinzip ähnelt dem von RAID 5, allerdings berücksichtigt er eine Besonderheit von SSDs. Klassische Festplatten haben mechanische Bauteile, die immer einer geringen Fertigungstoleranz unterliegen. Dadurch ist es sehr unwahrscheinlich, dass selbst zwei gleiche Modelle bei der sehr symmetrischen Belastung, wie sie bei RAID 5 auftritt, zur selben Zeit ausfallen. Bei den rein elektronischen Bauteilen von SSDs sieht das ganz anders aus. Bei der sehr symmetrischen Beanspruchung in einem RAID-5-Verbund ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei baugleiche SSDs zum selben Zeitpunkt oder zumindest in einem sehr engen Zeitraum ausfallen, wesentlich höher.

RAID F1 begegnet dieser Besonderheit mit einem anderen Algorithmus beim Verteilen der Daten, der die Paritätsinformationen nicht genau symmetrisch verteilt, sondern auf eine der Platten etwas mehr Paritätsdaten schreibt als auf die anderen. Durch die abweichende Belastung würde diese Platte – wenn überhaupt – eher früher oder später als die anderen ausfallen. Der für einen RAID-5-Verbund fatale zeitgleiche Ausfall zweier Speicher wird dadurch unwahrscheinlicher. Ansonsten gelten dieselben Regeln wie bei RAID 5. Dieser Modus ist also nur interessant, wenn man SSDs in seinem NAS einsetzt.

Synology Hybrid RAID (SHR)

Neben den offiziellen RAID-Leveln bieten die meisten Synology NAS zusätzlich selbst entwickelte Synology-Hybrid-RAID-Varianten an: SHR entspricht RAID 5, kann also den Ausfall einer Festplatte kompensieren, SHR-2 entspricht RAID 6 und kann den Ausfall zweier Festplatten gleichzeitig kompensieren.

Der wesentliche Unterschied der SHR-Modi zu den klassischen RAID-Leveln ist die Einteilung des verfügbaren Speichers. Bei RAID gilt, dass die kleinste eingebaute Festplatte letztlich das nutzbare Gesamtvolumen bestimmt, weshalb es nicht sinnvoll ist, Festplatten verschiedener Größe zu kombinieren. SHR bzw. SHR-2 unterteilen die verwendeten Festplatten aber intern in kleinere Einheiten und vermeiden so »Verschnitt«. Wenn Sie z. B. 1-TByte- und 2-TByte-Festplatten kombinieren, unterteilt SHR die 2-TByte-Platten jeweils in zwei 1 TByte große Bereiche. Jeweils einer davon wird für die Redundanz mit der 1-TByte-Festplatte verwendet. Aus den beiden »übrigen« 1-TByte-Bereichen wird ein weiterer 1 TByte großer Speicher mit Redundanz gebildet.

Im Vergleich:


Platte 11 TBytePlatte 22 TBytePlatte 32 TByteeffektiv nutzbarSpeicher für Redundanzbrachliegender Speicher
RAID 51 TByte1 TByte1TByte2 TByte1 TByte2 TByte
SHR1 TByte1 + 1 TByte1 + 1 TByte3 TByte2 TByte0

Die Zielgruppe für SHR sind Benutzer, die mit Begriffen wie RAID-Leveln nichts anfangen können und ihr NAS vielleicht auch ohne langes Nachdenken und Planen schnell mit vorhandenen Festplatten bestücken und in Betrieb nehmen wollen. In solchen Fällen sind SHR oder SHR-2 gute Lösungen, da sie dem Benutzer die meisten Entscheidungen und Schritte abnehmen und die Festplatten quasi automatisch passend einrichten. Auch die spätere Erweiterbarkeit durch das Einsetzen größerer Fest­platten mit anschließender Rekonstruktion der Daten auf der neuen Festplatte spricht für SHR.

Einziger möglicher Minuspunkt: Wenn Sie Festplatten mit einem Standard-RAID-­Level verwenden, können Sie diese im Fall eines Defekts am NAS selbst in ein beliebiges anderes NAS stecken, das diesen RAID-Level unterstützt. Die Daten sind dann direkt wieder zugänglich. Wenn Sie SHR verwenden, klappt dies nur bei Geräten von Synology. NAS anderer Hersteller können mit SHR nichts anfangen und ermöglichen dementsprechend keinen Zugriff auf die gespeicherten Daten.

Welche Platte mit welchem Modus? – der RAID-Rechner

Unter https://www.synology.com/de-de/support/RAID_calculator bietet Synology einen praktischen RAID-Rechner an.


Hier kann man auswählen, welche Festplatten man zur Verfügung hat bzw. anschaffen möchte. Dazu lassen sich zwei RAID-Level gegenüberstellen, sodass man direkt erkennen kann, wie viel Speicherkapazität verfügbar wäre und ob ggf. Speicherplatz verschwendet würde.

1.3 Die richtigen Festplatten für das NAS

NAS-Geräte werden vom Hersteller prinzipiell ohne Festplatten verkauft. Es gibt zwar auf dem Markt immer auch Kombi-Angebote, bei denen NAS-Systeme schon mit Festplatten fertig bestückt angeboten werden. Aber diese stammen immer von Händlern, die die Bestückung selbst vornehmen und sich den Aufwand durch einen Preisaufschlag entlohnen lassen. Dabei sollte man außerdem unbedingt darauf achten, dass hochwertige Laufwerke eingebaut werden und nicht Schnäppchen von der Resterampe. Nicht nur das spricht allerdings gegen solche Fertiglösungen. Denn das Selbsteinbauen von Festplatten in ein NAS ist weder kompliziert noch aufwendig. Dafür gibt es Ihnen die Möglichkeit, genau die für Ihre Zwecke optimalen Platten mit genau der benötigten Anzahl und Speicherkapazität zu verwenden.

SSD im NAS?

Wer auf Geschwindigkeit großen Wert legt, wird vielleicht auf die Idee kommen, Solid-State-Drive-Laufwerke in sein NAS einzubauen. Schließlich wird das auch für PCs als ultimativer Beschleuniger empfohlen (nicht zu Unrecht). Technisch ist das ohne Weiteres möglich, aber meist nicht sinnvoll. Bei einem NAS mit 1-GBit-Ethernet-Anschluss liefern selbst klassische NAS-Festplatten die Daten schnell genug, um diesen auszulasten. Von schnelleren SSDs würde man also nur in einem 10-GBit-Netzwerk profitieren. Und selbst da wäre der deutlich höhere Preis nur für spezielle Anwendungen mit vielen nicht-sequenziellen Zugriffen wie etwa Datenbanken gerechtfertigt.

Desktop-Festplatten vs. NAS-Festplatten

Prinzipiell haben alle SATA-Festplatten dieselben Anschlüsse und Abmessungen (in zwei Standardgrößen). Technisch kann man also jede SATA-Festplatte in ein NAS einsetzen. Gerade wenn man eine große Speicherkapazität benötigt, ist es deshalb naheliegend, möglichst preisgünstige Modelle zu wählen, wie sie auch in PCs zum Einsatz kommen, sogenannte Desktop-Festplatten.

Meine Empfehlung ist allerdings, spezielle NAS-Festplatten zu verwenden, die für diesen Einsatzzweck optimiert sind. Diese sind zwar etwas teurer, haben aber wesent­liche Vorteile für diesen Verwendungszweck:

 Desktop-Festplatten sind für eine typische Einsatzzeit von 2.400 Stunden pro Jahr ausgelegt (im Schnitt 300 Arbeitstage zu acht Stunden). In einem NAS laufen die Platten aber typischerweise rund um die Uhr, also bis zu 8.760 Stunden (ohne Energiemanagement). NAS-Festplatten sind für solche Laufzeiten konstruiert.

 Ebenso sind Desktop-Festplatten für eine typische Menge an Lese-/Schreibzu­griffen ausgelegt. Der Hersteller Seagate etwa schreibt in seinen Garantiebedingungen maximal 55 TByte pro Jahr vor. Bei den NAS-Modellen erlaubt er hingegen 180 TByte bzw. für spezielle Pro-Modelle sogar 300 TByte.

 Für spezielle NAS-Modelle bieten die meisten Hersteller dementsprechend auch längere Garantiefristen bis zu fünf Jahren an.

 NAS-Festplatten bieten spezielle Funktionen wie etwa Vibrationssensoren, mit denen sie typische Störungen durch andere Festplatten in der unmittelbaren Umgebung (was in NAS üblicherweise der Fall ist) selbst erkennen und kompensieren können.

 Ebenso können NAS-Festplatten fehlerhafte Sektoren selbst erkennen und an den RAID-Controller melden, der dann darauf reagieren kann.

Es gibt also gute Gründe, sein NAS mit speziell dafür geeigneten Festplatten zu versehen. Die etwas höheren Ausgaben dürften sich in der Regel durch längere Lebensdauer und weniger Störungen rechnen. Mehrere Anbieter haben spezielle NAS-Modelle im Angebot, unter anderem:

 Seagate mit den Serien IronWolf NAS und IronWolf NAS Pro

 Western Digital (WD) mit den Serien Red bzw. Red Pro

 Toshiba mit der Serie N300NAS-Pro-FestplattenNeben den »normalen« NAS-Modellen bieten Seagate und WD jeweils noch eine Pro-Variante der Festplatte an. Diese bieten eine längere Garantie und für den Fall eines Defekts meist die kostenlose Inanspruchnahme eines Datenrettungsdienstes. Für den typischen Heimanwender sind die Mehrkosten eher nicht nötig. ­Allerdings schrumpft der Preisunterschied mit steigender Kapazität der Laufwerke immer weiter zusammen, sodass die zusätzliche Sicherheit den Aufpreis wert sein mag.

Die optimale Größe der Festplatten

Das ist die Gretchenfrage beim Planen eines NAS. Hier muss jeder für sich selbst abschätzen, wie viele Daten er auf dem Gerät auf Dauer ablegen will. Gehen Sie davon aus, dass Sie im Laufe der Zeit weitere Zusatzfunktionen einrichten werden, die zusätzlichen Speicher beanspruchen. Schlagen Sie auf Ihre Schätzung also kräftig auf, und runden Sie dann großzügig auf. Dadurch steigen zwar die Kosten, aber berücksichtigen Sie dabei folgende Überlegungen:

 Größere Festplatten sind pro GByte gerechnet günstiger als kleinere. Mit jeder Größenstufe sinkt also der relative Preisaufschlag.

 Die Speicherkapazität eines NAS lässt sich zwar nachträglich aufrüsten, aber die Kosten sind dann insgesamt immer erheblich höher, als wenn Sie es gleich mit der größeren Kapazität ausgestattet hätten. Außerdem ist das nachträgliche Ersetzen der Festplatte durch größere Modelle im laufenden Betrieb recht aufwendig.

 Größere Modelle sind oftmals besser ausgestattet und sorgen mit höherer Umdrehungsgeschwindigkeit für schnellere Zugriffe.

 Bei größeren Modellen kommt immer häufiger eine Heliumfüllung zum Einsatz, durch die Reibungsenergie verringert und damit Strom gespart wird. Im Vergleich zu einem kleineren Modell ohne Helium kann dies dazu führen, dass der Aufpreis für das größere Modell im Laufe der Zeit durch eingesparte Energiekosten sogar ausgeglichen wird.

 Wenn Sie den Preis hart kalkulieren müssen, würde ich eher größeren Festplatten den Vorzug geben und dafür z. B. einfache NAS-Festplatten anstelle der teureren Pro-Variante kaufen.

2. Installation des NAS

NAS und Festplatte sind da? Dann können Sie darangehen, das Gerät zu installieren, die grundlegende Konfiguration vorzunehmen und Ihr NAS in Betrieb zu nehmen. Ihr Netzwerkspeicher ist bereits im Einsatz? Auch dann empfehle ich Ihnen, dieses Kapitel zumindest zu überfliegen.

Auch wenn schon alles läuft, können Tipps zur optimalen Konfiguration oder zum Aufstellort hilfreich sein. Auch die Checks nach der Installation können nicht schaden. Und falls Sie feststellen, dass Sie beim Installieren etwas anders hätten machen sollen: Es ist nie zu spät, das eigene NAS ggf. anzupassen und zu optimieren.

2.1 Der optimale Aufstellort für Ihr NAS

Wo kann man ein NAS am besten platzieren? Ganz wesentlich ist dabei ein verfügbarer Netzwerkanschluss. Solange der gegeben ist, können Sie Ihr NAS überall platzieren. Ist es einmal in Betrieb genommen, erfolgen die weitere Konfiguration und Wartung per Webbrowser. Direkten Zugriff auf das Gerät benötigt man nur ganz selten. Es spricht also auch nichts dagegen, das NAS im Keller oder in der Garage aufzustellen, wo es niemanden stört. Trotzdem sollten Sie dabei ein paar Dinge beachten.

Wo sollte das NAS nicht stehen?

Ein NAS verursacht eigentlich immer Geräusche. Die meisten Modelle verfügen über einen Lüfter, der zumindest bei stärkerer Beanspruchung hörbar ist. Außerdem verursachen Magnetfestplatten bei jedem Zugriff Geräusche. Ein NAS ist also nichts fürs Schlafzimmer, und auch im Wohnzimmer könnte es stören. Im Arbeitszimmer oder im Flur sind kleinere, leisere Modelle durchaus akzeptabel, aber das ist immer Geschmackssache. Größere, leistungsstärkere Modelle sollte man aufgrund der verursachten Geräusche am besten in den Keller oder einen Abstellraum verbannen.

Auch aus Sicht des NAS gibt es einige Ausschlusskriterien: Der Raum sollte trocken, nicht zu warm (auch nicht im Sommer) und nicht zu kalt sein. Auch eine staubige Umgebung ist der Lebensdauer eher abträglich. Die Stromversorgung sollte stabil sein, da Stromausfälle bei Magnetfestplatten auf Dauer zu Störungen führen können. Falls im Keller regelmäßig die Sicherung rausfliegt, sollten Sie das Problem also beheben oder einen alternativen Standort suchen.

Netzwerkanschluss mit optimaler Geschwindigkeit

NAS-Systeme für den privaten oder semiprofessionellen Einsatz sind mindestens mit 1-Gigabit-Netzwerkanschlüssen ausgestattet. Leistungsfähigere Modelle beherrschen teilweise schon 10GbE. Auch bei PCs ist Gigabit-Ethernet schon lange Standard, und Smartphones oder Tablets klinken sich mit schnellem WLAN ins Netzwerk ein. Im Prinzip steht schnellen Datentransfers also nichts im Weg, wenn der Teufel nicht im Detail liegt: Damit man die volle Kapazität von 1 oder sogar 10 Gigabit Transferkapazität nutzen kann, müssen alle an der Verbindung beteiligten Komponenten dies auch unterstützen.

Das gilt vor allem auch für die verlegten Netzwerkkabel sowie Router und Switches, die an der Vermittlung der Daten beteiligt sind. Sobald eine Komponente nur einen älteren Standard beherrscht, schalten alle anderen beteiligten Geräte automatisch auf dessen Geschwindigkeitsstufe herunter. Die Verbindung kommt also trotzdem zustande, aber die Daten kriechen nur häppchenweise durch die Leitung. Sollte Ihr NAS also nicht die erwartete Transfergeschwindigkeit an den Tag legen, kontrollieren Sie den Weg der Daten zwischen Netzwerkspeicher und Ihrem PC oder sonstigem »Empfangsgerät«. Gerne stößt man dabei z. B. auf einen preisgünstigen Netzwerkverteiler (Switch), den man irgendwann mal eingebaut hat. Dieser lässt sich für kleines Geld durch ein aktuelles, leistungsfähigeres Modell ersetzen.

Wichtige Geräte ohne Gigabit-Ethernet?

Eventuell unterstützen zentrale Geräte in Ihrem Netzwerk kein Gigabit-Ethernet, wie etwa ein vom Anbieter bereitgestelltes Kabelmodem oder eine ältere FRITZ!Box. Wenn Sie diese nicht durch neuere Versionen austauschen können oder wollen, müssen Sie trotzdem nicht unbedingt auf ein schnelles Netzwerk verzichten. Auch hier hilft ein aktueller Switch mit schnellem Ethernet. Verbinden Sie diesen mit dem älteren Router, und schließen Sie dann alle schnellen Geräte wie NAS und PCs direkt am Switch an. So können diese Teilnehmer zumindest untereinander mit hoher Geschwindigkeit kommunizieren. Nur wenn das ältere Gerät an einer Verbindung beteiligt ist, wird das Tempo gedrosselt.

2.2 Festplatten ins NAS einbauen

In der Regel wird Ihr NAS ohne Festplatten ausgeliefert. Einige Händler bieten Pakete von NAS mit eingebauten Festplatten an, verlangen dafür aber meist auch einen Aufpreis gegenüber dem Gesamtpreis der einzelnen Komponenten. Und das Einbauen der Laufwerke ins NAS ist nicht schwierig. In den meisten Fällen wird dafür nicht mal Werkzeug benötigt. Und wenn doch, benötigen Sie dafür nur einen kleineren Kreuzschraubendreher und etwas Geschick.

Wichtig: Festplatten werden gelöscht!

In der Regel wird man ohnehin neue, leere Festplatten in ein neues NAS einbauen. Falls Sie bereits genutzte Laufwerke wiederverwenden möchten, beachten Sie bitte, dass diese vom NAS grundsätzlich neu formatiert werden. Eventuell vorhandene Daten werden dabei unwiederbringlich gelöscht. Die Idee »Ich setze die Festplatte mit meiner Fotosammlung einfach ins NAS ein, dann habe ich die schon mal drin« ist zwar gut gemeint, wird in der Praxis aber nicht funktionieren. Stellen Sie deshalb also bitte bei bereits gebrauchten Festplatten sicher, dass der Inhalt verzichtbar ist.

HotSwap-Modelle ohne Schrauben

Viele Synology-NAS-Systeme sind HotSwap-fähig. Das bedeutet, dass man die Festplatten z. B. im Falle einer Störung im laufenden Betrieb wechseln kann. Dass man dazu nichts aufschrauben sollte, ist schon aus Sicherheitsgründen naheliegend. Dementsprechend kann man die Festplatten bei diesen Modellen ohne Werkzeug einbauen (oder wechseln). Stattdessen werden die Platten in einen Rahmen gesteckt und festgeklemmt. Dieser wird dann ins NAS-Gehäuse eingeschoben. Rastet er dort ein, sind der sichere Sitz und Anschluss der Festplatte garantiert.

Sonderfall 2.5“-Laufwerke

Kleinere Laufwerke mit dem Formfaktor 2.5“ findet man vor allem bei Notebook-­Festplatten und SSDs. Beide Arten finden in NAS eher seltener Verwendung, lassen sich aber durchaus einsetzen, da der SATA-Anschluss identisch ist. Allerdings kann man sie nicht in die für 3,5“ ausgelegten Einschübe einklemmen. Stattdessen finden Sie an den Rahmen vorgebohrte Löcher, die zu entsprechenden Schraublöchern an der Unterseite der kleinen Laufwerke passen. Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Abschnitt zum Einbau von Festplatten mit Schrauben.

Die exakte Vorgehensweise unterscheidet sich bei den verschiedenen Modellen geringfügig. Insbesondere das Ent- und Verriegeln der Einschubrahmen wurde im Laufe der Modelljahre immer wieder verändert. Bei den leistungsfähigeren Geräten kommen außerdem aufwendigere und widerstandsfähigere Mechanismen zum Einsatz. Prinzipiell sind die Schritte aber immer dieselben, wie im Folgenden beschrieben.

Sollten Sie bei Ihrem Modell Zweifel haben, konsultieren Sie bitte die beigelegte ­In­stallationsanleitung. Sollte diese nicht zur Hand sein, finden Sie sie online unter www.synology.com/de-de/support/download. Wählen Sie dort Ihr konkretes Modell und dann die Rubrik Dokumente.

Keine Gewalt – keine Probleme

Wer mit Hardwarebasteleien keine Erfahrung hat, schreckt vielleicht vor Eingriffen wie dem Einbau von Festplatten zurück. Das ist aber in diesem Fall nicht nötig, denn der Hersteller hat es so einfach wie möglich gemacht. Wichtig: Alle Schritte lassen sich ohne allzu großen Kraftaufwand durchführen. Wenden Sie also keinesfalls Gewalt an. Wenn etwas mit leichtem Druck nicht dahin will, wo es soll, dann prüfen Sie bitte noch mal, ob Sie alle Schritte wie beschrieben durchgeführt haben. Wenn Sie unsicher sind, wäre mein persönlicher Tipp YouTube. Wenn Sie dort nach der Modellbezeichnung Ihres NAS suchen, finden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Unboxing-Videos u. Ä. Mit etwas Geduld werden Sie einen Clip finden, der genau das Einsetzen der Laufwerke in Ihr Modell zeigt.

Einbauschächte lokalisieren/Abdeckung entfernen

Bei den meisten Modellen werden Sie die Einbauschächte auf den ersten Blick erkennen. Sie befinden sich meist an der Vorderseite, bei einigen Modellen auch hinten. Etwas schwieriger kann es bei einigen kleineren Modellen sein, wo die Einbaurahmen wohl aus ästhetischen Gründen hinter einer Blende versteckt sind. Diese kann einfach aufgeklappt oder abgezogen werden.


Bei einigen Modellen verbergen sich die Einbauschächte hinter einer Blende, die man

einfach abziehen kann.

Wichtig: Wenn an Ihrem Modell keine Einbauschächte sichtbar sind und sich auch ­keine Blende findet, hinter der sie sich verstecken könnten, handelt es sich wahrscheinlich um ein Einsteigermodell mit einem oder zwei Festplattenschächten. Diese verbergen sich allerdings im Inneren des Gehäuses, das für den Einbau geöffnet werden muss (siehe „Speicherkapazität“).

Einschübe mit Schlüsselsicherung

Bei einigen der größeren Modelle für den professionellen Einsatz sind die Einschübe zusätzlich mit einem Schlüssel gesichert. Dadurch lässt sich sicherstellen, dass Festplatten (und damit Daten) nur durch berechtigte Personen entnommen werden können. Bei solchen Geräten können Sie (müssen aber nicht) den Einschub nach dem Einbau zusätzlich sichern, indem Sie den Schlüssel ins Schlüsselloch stecken und im Uhrzeigersinn drehen, bis die markierte Verschlussposition erreicht ist. Im Auslieferzustand sind die Schächte üblicherweise entriegelt, sodass der Schlüssel für das Inbetriebnehmen nicht unbedingt benötigt wird. Andernfalls stecken Sie den Schlüssel ein und drehen ihn gegen den Uhrzeigersinn.

Einschubrahmen entnehmen

Bei den Einschubrahmen ist der korrekte Sitz im jeweiligen Schacht wesentlich. Durch das Einstecken des Rahmens mitsamt Festplatte werden dessen Konnektoren in die entsprechenden Anschlüsse des NAS gepresst. Dadurch werden sowohl die Stromversorgung als auch die Datenverbindungen zwischen Festplatte und NAS hergestellt. Damit eine sichere und stabile Verbindung gewährleistet ist, muss deshalb ein Widerstand überwunden werden, der die richtige Position der Festplatte sicherstellt und zuverlässig beibehält. Bei den meisten Modellen rasten die Einschübe an der korrekten Position regelrecht ein.

Um einen Einbaurahmen zu entnehmen, muss dieser Widerstand jedes Mal überwunden werden. Für den genauen Mechanismus gibt es verschiedene Varianten. Aber in der Regel ist auch für Laien auf den ersten Blick erkennbar, wo man drücken oder ­ziehen muss. An dieser Stelle ist ausnahmsweise auch mal etwas mehr Druck erlaubt, da die Verbindung recht fest sitzen kann. Kaputt machen können Sie dabei auch nichts, wenn Sie folgende Punkte beachten:

 Sie benötigen auf keinen Fall Werkzeug dafür.

 Es reicht der Druck eines Fingers.

 Halten Sie das Gehäuse vorsichtshalber mit der anderen Hand fest, bis Sie ein ­Gefühl für die erforderliche Kraft haben.

Bei den Mechanismen gibt es verschiedene Varianten:

 Im einfachsten Fall befindet sich an der zugänglichen Seite des Rahmens ein Griff oder Bügel, mit dem der Rahmen direkt herausgezogen werden kann.

 Bei manchen Modellen ist der Einbaurahmen in der korrekten Position fest eingerastet. Dann finden Sie zusätzlich eine Taste, mit der Sie diese Einrastsicherung lösen und dann den Rahmen entnehmen können.

 Bei anderen Geräten ist auf den ersten Blick kein Griff oder Bügel zu sehen. In diesem Fall finden Sie eine kleine Taste, die Sie eindrücken können. Dann springt der Griffbügel hervor, und Sie können den Rahmen herausziehen.


Verschiedene Varianten für Einbaurahmen bei Synology-Geräten.

Einmal gelöst, kann der Einschubrahmen vollständig aus dem Gehäuse entnommen werden, um die Festplatte ungehindert einbauen bzw. wechseln zu können.


Die Rahmen können zum Einbauen von Festplatten vollständig entnommen werden.

Festplatte einbauen

Ist ein Einschubrahmen aus dem Gehäuse entnommen, können Sie 3,5“-Festplatten ohne Werkzeug darin einsetzen und befestigen:

1.An den beiden Längsseiten ist von außen jeweils ein Kunststoffstreifen in den Rahmen eingesetzt, den Sie einfach entnehmen können. Am einfachsten geht es am vorderen Ende, mit dem der Rahmen ins Gehäuse eingesteckt wird. Dort stehen die Streifen leicht über und können mit dem Finger nach außen gedrückt werden. Notfalls können Sie einen schmalen Schraubendreher vorsichtig zu Hilfe nehmen, um die Streifen herauszuhebeln.


2.Setzen Sie nun die Festplatte in den Rahmen ein. Dabei gehört die beschriftete Seite nach oben. Der Anschluss für Strom und Daten muss am vorderen Ende entgegengesetzt zum Griff oder Bügel sein.


Gummipuffer im Einschubrahmen

An den Einschubrahmen finden Sie bei den meisten Modellen Gummipuffer, die in die Bohrlöcher eingesetzt sind. Vielleicht erscheinen Ihnen diese lästig, weil sie das Positionieren der Festplatte und das Anbringen der Sicherungsstreifen etwas umständlicher machen. Sie erfüllen aber eine wichtige Rolle als Dämpfer, die das Übertragen von Schwingungen der Festplatte ans NAS-Gehäuse erheblich ver­ringern. Damit arbeitet das Gerät vibrationsärmer und vor allem leiser. Entfernen Sie diese Noppen also keinesfalls, und achten Sie darauf, dass sie nicht versehentlich verloren gehen.

3.Kontrollieren Sie die korrekte Ausrichtung der Festplatte, indem Sie die schmalen Seiten betrachten, wo Sie zuvor die Kunststoffstreifen für die Sicherung entnommen haben. Vorsicht: Die Festplatte liegt bislang nur locker im Rahmen, also gut festhalten!


Die Seiten weisen jeweils drei Bohrungen auf, die mit entsprechenden Löchern im Gehäuse der Festplatte übereinstimmen sollten. Wenn es noch nicht ganz passt, schieben Sie die Platte ggf. etwas, um den Sitz zu optimieren.

4.Nun montieren Sie die in Schritt 1 entnommenen Kunststoffstreifen wieder. An deren Innenseiten befinden sich jeweils drei Stifte, die exakt in die Löcher des Rahmens passen. Die beiden äußeren gehen durch den Rahmen (und den Gummipuffer) bis in die Bohrung der Festplatte. Der mittlere Stift ist kürzer und dient nur der Fixierung des Streifens im Rahmen. Am besten beginnen Sie jeweils an einem Ende und platzieren dort zunächst einen Stift in der passenden Bohrung. Dann können Sie den Rest des Streifens an den beiden anderen Stellen einpressen.


Auf beiden Seiten fest angebracht, fixieren die Streifen die Festplatte im Rahmen. Sie scheinen nicht sehr widerstandsfähig, aber wenn der Rahmen wieder im Gerät platziert ist, werden die Streifen zuverlässig an Ort und Stelle gehalten.

Wenn Ihnen die Sicherungsstreifen nicht ausreichen

Wenn Ihnen die Kunststoffstreifen nicht ausreichend erscheinen und Sie ohnehin nicht vorhaben, die Festplatten in absehbarer Zeit wieder auszubauen, können Sie auf die Streifen verzichten und stattdessen die Bohrlöcher in Rahmen und Festplatte nutzen, um die Platte mit den üblichen Einbauschrauben dauerhaft im Rahmen zu fixieren.

Einschubrahmen einstecken

Ist die Festplatte im Einschubrahmen platziert und fixiert, kann der Rahmen wieder in das NAS-Gehäuse eingeschoben werden. Auch hier können Sie wenig falsch machen, sofern Sie nichts mit Gewalt versuchen. Bei der Ausrichtung des Rahmens können Sie sich meist an anderen Rahmen orientieren, die sich noch im Gehäuse befinden. Die Rahmen lassen sich auch nur in der korrekten Ausrichtung in den Schacht einschieben.


Schieben Sie den Rahmen vorsichtig, aber auch nicht zu zaghaft in den Schacht ein. Er muss am Ende einrasten oder bei Mechanismen ohne Rastfunk­tion deutlich erkennbar am Ende ankommen.

Bei Geräten mit einer Verriegelung für den Griffbügel drücken Sie abschließend den Bügel in seine Endposition. Wenn Sie von der Seite schauen, darf der Rahmen nicht über das Gehäuse oder die anderen Rahmen überstehen.


Abdeckung anbringen

Wenn Ihr Gerät über eine Blende verfügt, die die Einbauschächte abdeckt, bringen Sie diese anschließend wieder an. Das sieht nicht nur besser aus, sondern schützt das Gehäuseinnere auch vor Staub und sorgt ggf. dafür, dass der Lüfter zur Temperaturkontrolle optimal und leiser arbeiten kann.

Modelle mit Schrauben

Bei den meisten Synology-Modellen kann man Festplatten im 3,5“-Format ohne Werkzeug in den Einschubrahmen fixieren. Ausnahmen sind einige kleinere Modelle mit ein oder zwei Einbauschächten. Außerdem müssen die kleineren 2,5“-Platten fast immer geschraubt werden. Ausnahmen sind die FS-Modelle für SSDs, in denen ausschließlich 2,5“-Platten eingesetzt werden können. Hier sind die Einschubrahmen auf die kleinere Größe angepasst, und die Platten können direkt eingesetzt und fixiert werden.

2,5“-Festplatten befestigen

Für die kleineren Platten werden dieselben Einschubrahmen wie bei 3,5“-Laufwerken verwendet. Allerdings lassen sich die kleineren Festplatten dort nicht mit den üblichen Mechanismen fixieren und müssen stattdessen angeschraubt werden.

1.Entnehmen Sie den leeren Einschubrahmen aus dem NAS.

2.Entfernen Sie an den Längsseiten die beiden Kunststoffstreifen zum Fixieren von 3,5“-Laufwerken. Diese werden nicht benötigt bzw. würden stören. Bewahren Sie sie in an einem sicheren Ort auf, falls Sie später doch größere Laufwerke verwenden möchten.


3.Auf der Grundplatte des Einschubrahmens finden Sie vier Bohrlöcher vor. Diese passen zu entsprechenden Bohrungen am Boden der 2,5“-Festplatte.

4.Legen Sie die Platte an dieser Stelle auf die Grundplatte des Rahmens. Die beschriftete Seite muss nach oben zeigen. Die SATA-Anschlüsse der Festplatte gehören an die vordere kurze Seite des Einschubrahmens, die zuerst ins Gehäuse eingeschoben wird.


5.Drehen Sie nun Rahmen und Festplatte vorsichtig um (die Platte liegt ja bislang nur lose auf!). Verschieben Sie die Platte ggf. noch ein wenig, sodass die vier Löcher im Rahmen genau über den Bohrungen der Festplatte liegen.


6.Verwenden Sie nun die beim NAS mitgelieferten Schräubchen, um die Platte am Rahmen zu befestigen. Wichtig ist dabei, dass Sie einen Kreuzschrauben­dreher mit sehr kleinem Kopf verwenden. Wenden Sie nur mäßig Kraft an, da die Schraubköpfe leicht ausleiern. Die Schrauben brauchen auch nur leicht handfest angezogen zu sein, sodass Rahmen und Festplatte fest miteinander verbunden sind und nichts wackelt.

7.Nun können Sie den Rahmen in das NAS-­Gehäuse einschieben.

Gehäuse ohne Einschubrahmen

Einige wenige Modelle von Synology verzichten auf Einschubrahmen und -schächte. Dabei handelt es sich um Einstiegsmodelle mit nur einem oder zwei Festplattenanschlüssen. Diese müssen ähnlich wie bei einem PC ins Gehäuse eingebaut werden.

Das NAS muss dazu ausgeschaltet und das Stromkabel abgezogen sein. Diese Modelle sind nicht HotSwap-fähig, sodass ein Entfernen von Platten im laufenden Betrieb zu Fehlern und Datenverlust führen kann. Außerdem muss das Gehäuse geöffnet werden, wobei schon aus Sicherheitsgründen kein Strom mehr anliegen sollte. Am besten ziehen Sie auch das Netzwerkkabel ab, um das Gerät besser handhaben zu können.

1.Entfernen Sie dazu zunächst den abnehmbaren Teil des Gehäuses. In der Regel lässt sich dazu ohne Werkzeug die eine Hälfte der Abdeckung leicht nach vorne schieben und dann ganz abnehmen. So erlangen Sie Zugang zum Gehäuse­inneren.

2.Im Gehäuse finden Sie dann ein bzw. zwei Plätze für Festplatten vor. Die Laufwerke müssen so eingesetzt werden, dass die SATA-Stecker genau in die Buchsen auf der Platine an der Rückseite der Einschübe passen. Wenden Sie etwas Druck, aber keine Gewalt an.


3.An den Seitenblechen der Halterung finden Sie jeweils zwei Löcher ggf. mit Gummipuffern vor. Diese passen genau zu Löchern an den Seiten der Festplatten. Verwenden Sie die mitgelieferten Schrauben, und ziehen Sie diese mit einem kleinen Kreuzschraubendreher nicht mehr als handfest an.


Gummipuffer als Schalldämpfer

Wenn an den Löchern Gummipuffer angebracht sind, setzen Sie die Schrauben durch diese hindurch. Die Puffer entkoppeln die Festplatten vom Gehäuse und minimieren so Vibrationen und Geräusche.

4.Ist bzw. sind die Festplatte(n) so fixiert, ist eine stabile, zuverlässige Verbindung gesichert. Setzen Sie den fehlenden Teil der Abdeckung wieder ein, um das NAS vor Staub zu schützen und die Geräuschentwicklung zu minimieren.

2.3 Aufstellen und Anschließen

Wer schon mal einen PC oder ein Smart-TV angeschlossen hat, sollte mit einem NAS keine Probleme haben. Denn solche Geräte benötigen lediglich zwei Verbindungen: einen Netzwerkanschluss und die Stromversorgung.

Netzwerkanschluss

Zum Thema Netzwerkanschluss haben Sie im Abschnitt „Netzwerkanschluss mit optimaler Geschwindigkeit“ schon einiges erfahren. Das Gerät sollte in der Nähe eines geeigneten Netzwerkanschlusses stehen, der vor allem auch die maximale Geschwindigkeit unterstützt. Den oder ggf. die Netzwerkbuchsen finden Sie an der Rückseite des NAS.

Netzwerk mit Internet

Wichtig: Zumindest beim ersten Start muss sich das NAS über die Netzwerkverbindung mit dem Internet verbinden können, um die aktuelle Firmware aufspielen zu können.

Ein entsprechendes Netzwerkkabel wird von Synology mitgeliefert. Sollte dieses nicht lang genug sein, können Sie es durch ein handelsübliches Netzwerk­kabel passender Länge ersetzen. Wenn Sie ein neues dafür kaufen, wählen Sie am besten eines mit »CAT 7« aus. Das ist ein aktueller Standard, der dank guter Abschirmung robuste und schnelle Übertragungen ermöglicht und ggf. auch für ein zukünftiges 10-Gigabit-Netz gerüstet ist. Die Stecker an beiden Enden eines Netzwerkkabels können nur in der korrekten Ausrichtung eingesteckt werden und müssen spürbar einrasten. Welches Ende Sie ins Gerät und welches in den Wandanschluss, Switch o. Ä. stecken, spielt keine Rolle.


Stromversorgung

Die Stromversorgung besteht in der Regel aus einem externen Netzteil. Stecken Sie zunächst das davon ausgehende Kabel in den Stromanschluss an der Rückseite des NAS. Dann verwenden Sie das mitgelieferte Stromkabel, um das Netzteil an eine Steckdose anzuschließen.

Folgende Aspekte sind beachtenswert und vielleicht nicht für jeden offensichtlich:

 Wählen Sie eine Steckdose, die nie für andere Zwecke benötigt wird. Ersetzen Sie dazu ggf. eine einfache durch eine Mehrfachsteckdose. Eine einfachere Lösung kann eine Verteilersteckdose sein, wobei ein hochwertiges Exemplar für problemlosen Dauerbetrieb empfehlenswert ist.

 Stellen Sie sicher, dass niemand den Stecker versehentlich aus der Dose zieht. Ein Klassiker ist die Putzfrau, die eine Steckdose für den Staubsauger benötigt und einfach den erstbesten Stecker herauszieht. Ein plötzlicher Stromverlust ohne vorheriges Herunterfahren ist für ein NAS jedes Mal ein problematischer Vorgang mit dem Potenzial für Datenverluste und sollte auf (hoffentlich seltene) Ausfälle der regionalen Stromversorgung begrenzt bleiben.

 Verlegen Sie das Kabel ggf. mit Kabelbindern oder anderen Sicherungen, sodass es nicht im Weg ist und niemand versehentlich daran hängen bleiben kann. Auch dabei geht es nicht nur um die Gesundheit von Menschen, sondern auch um die Unversehrtheit Ihrer Daten.

Das Gerät startet nicht automatisch, wenn die Stromversorgung hergestellt wurde. Dies geschieht erst, wenn Sie den Ein-/Ausschalter drücken, was Sie – wenn sowohl Netzwerk als auch Stromversorgung angeschlossen sind – aber unmittelbar tun können.

Der Startvorgang bis zur Betriebsbereitschaft dauert jeweils eine kurze Zeit. Wenn das Gerät einmal deutlich hörbar piept und die Statusleuchte orange blinkt, ist es so weit, und Sie können fortfahren.


2.4 Erster Start und Grundeinrichtung

Wenn das NAS-Gerät aufgestellt, anschlossen und eingeschaltet ist, können Sie mit der Grundeinrichtung beginnen. Diese erfolgt per Webbrowser. Sie können dazu im Prinzip auch ein Smartphone oder Tablet im selben lokalen Netzwerk verwenden. Am praktischsten ist aber ein PC oder Notebook mit Tastatur und Maus.

Das NAS im Netzwerk finden

Die erste Aufgabe ist es, die Adresse des NAS im Netzwerk zu finden. Das ist aber in den seltensten Fällen ein echtes Problem. Von Hause aus nutzen die Geräte die automatische Namenszuteilung per DHCP. Wenn Ihr Router dies unterstützt, wird das NAS sich beim Start automatisch mit dem lokalen Netzwerk verbinden und dort erreichbar sein. Die IP-Nummer wird vom Router automatisch zugeteilt, aber Sie können das Gerät auch über seinen eigenen Namen finden. Dieser lautet abhängig vom Modell:

 bei Modellbezeichnungen mit DS...: diskstation

 bei Modellbezeichnungen mit RS...: rackstation

 bei Modellbezeichnungen mit FS...: flashstation

Das ist übrigens nur die Bezeichnung »ab Werk«. Sie können diesen Netzwerknamen später ändern und durch eine individuellere Bezeichnung ersetzen. Aber zum Auffinden sind die einheitlichen Namen erst mal recht praktisch. Dazu starten Sie einen Webbrowser und geben als Adresse http://, gefolgt vom Namen und gefolgt von :5000, ein, alles jeweils ohne Leerzeichen dazwischen. Für ein DS-Modell etwa würden Sie also eingeben:

http://diskstation:5000

Damit sollte der Browser sich mit dem NAS verbinden und die Weboberfläche des Web Assistant anzeigen. Wenn das klappt, können Sie direkt im Abschnitt „Die aktuelle Systemsoftware installieren“ weiter­machen.


So zeigt sich die Weboberfläche Ihres Synology NAS nach dem ersten Start mit neuen Festplatten.

NAS über find.synology.com finden

Sollten Sie mit dem Namensschema keinen Erfolg haben, können Sie einen Onlinedienst von Synology nutzen, um Ihr NAS zu finden. Dazu starten Sie auf einem PC, der sich im selben lokalen Netzwerk wie das NAS befindet, einen Webbrowser und rufen die Adresse find.synology.com auf. Damit starten Sie einen Onlineassistenten, der versucht, ein NAS in Ihrem lokalen Netzwerk zu lokalisieren. Das dauert in der Regel nur wenige Sekunden.


Wird der Assistent fündig, präsentiert er Ihnen eine grafische Darstellung des gefundenen Modells sowie Eckdaten zu Modellname, IP- und MAC-Adresse. Damit können Sie im Notfall (falls mehrere Synology-Geräte im Einsatz sein sollten) sicherstellen, dass es sich um das gewünschte NAS handelt.

Ein wichtiger Hinweis ist auch der Status: Nicht installiert bedeutet, dass auf diesem Gerät bislang keine Firmware installiert wurde und das Gerät (noch) nicht einsatz­bereit ist. Hat der Assistent das gewünschte NAS gefunden, klicken Sie auf Verbinden, um direkt zur Weboberfläche des NAS zu gelangen.


Der Synology-Assistent hat ein neues NAS im lokalen Netzwerk entdeckt.

Hilfe durch den Synology Assistant

Wenn auch der Onlineassistent keinen Erfolg bringt, sollten Sie sich von den Webseiten von Synology den Synology Assistant herunterladen. Sie finden ihn im Download-Zentrum unter www.synology.com/support/download. Wählen Sie im Formular Ihr Synology-Modell aus. Sie finden den Synology Assistant dann in der Rubrik Anwendungen recht weit oben. Er ist als Programm für Windows, macOS und Linux (Ubuntu) verfügbar. Laden Sie sich die passende Version in der Spalte Downloads herunter. Führen Sie das heruntergeladene Installationsprogramm anschließend aus.

Dabei gibt es zwei Schritte zu beachten:

1.Mit dem Programm wird ein eigener USB-Treiber installiert. Dies müssen Sie in einem zusätzlichen Dialog bestätigen.


2.Außerdem benötigt der Synology Assistant eine Ausnahmeregel für die Windows-­Firewall (bzw. eine andere Firewall, die Sie auf Ihrem PC installiert haben). Windows erkennt den Zugriff und bietet automatisch an, eine entsprechende Regel für das Programm dsassistant.exe einzurichten. Genehmigen Sie dies mit Zugriff zulassen. Das ist nur einmalig beim ersten Start der Anwendung erforderlich.


Wenn Sie den Synology Assistant starten, sucht er automatisch im lokalen Netzwerk nach Synology-Geräten und listet diese auf. Für jedes Gerät gibt er Name, IP-Adresse, MAC, Status, Softwareversion und Modell aus. Mit einem Doppelklick auf einen Eintrag öffnen Sie die Weboberfläche im Browser.

Neben dem Auffinden von Geräten kann der Synology Assistant auch bei weiteren Aufgaben wie dem Einbinden des Netzwerklaufwerks, dem Einrichten von Druckern am NAS oder dem Konfigurieren des automatischen Aufwachens bei Bedarf (WOL) hilfreich sein. Sie sollten ihn also auch nach erfolgreichem Finden und Einrichten Ihres NAS nicht sofort wieder deinstallieren.


Die App DS finder für Smartphones

Wenn kein PC zur Hand ist, können Sie Ihr NAS auch mit einem Smartphone oder Tablet einrichten. Synology bietet dafür die kostenlose App DS finder für Android, iOS und Windows Phone an. Diese können Sie aus dem jeweiligen App Store auf Ihrem Mobilgerät installieren und ausführen.


1.Wählen Sie nach dem Start Neuen NAS einrichten.

2.Ein Synology-Konto ist für das Einrichten nicht erforderlich und kann ggf. später noch angemeldet werden. Diesen Schritt können Sie also Überspringen.

3.Die anschließende Kurzanleitung zum Inbetriebnehmen dürften Sie ohnehin schon abgearbeitet haben. Gehen Sie also zum nächsten Schritt weiter.

4.Die App zeigt Ihnen dann die Eckdaten des gefundenen NAS und bietet Ihnen an, die Firmware mit einem Klick auf die gleichnamige Schaltfläche zu installieren.

Die IP-Nummer des NAS ermitteln

Sollte das Auffinden des NAS über seinen Namen oder die vorgestellten Assistenten nicht klappen, obwohl in Ihrem Netzwerk DHCP verwendet wird, können Sie in den Einstellungen Ihres Routers (DSL-Modem, FRITZ!Box o. Ä.) nachschauen, unter welcher IP-Nummer Ihr NAS erreichbar ist. Die exakte Vorgehensweise dazu ist bei jedem Router etwas anders.

Im Folgenden beschreibe ich die Schritte auf einem der weit­verbreiteten FRITZ!Box-Modelle:

1.Öffnen Sie die Konfigurationsoberfläche der FRITZ!Box auf einem PC im lokalen Netzwerk im Webbrowser (üblicherweise unter fritz.box erreichbar).

2.Wählen Sie in der Navigationsleiste am linken Rand die Rubrik Heimnetz/Netzwerk.

3.In der Liste rechts finden Sie im Abschnitt Aktive Verbindungen alle Geräte, die derzeit im Netzwerk aktiv sind. Hier sollte sich auch ein Eintrag mit dem Namen des NAS (z. B. DiskStation, RackStation oder FlashStation – siehe „Das NAS im Netzwerk finden“ finden.



4.Sollte dies nicht der Fall sein, suchen Sie nach Geräten mit numerischen Bezeichnungen, die Ihnen anderweitig nichts sagen. Hinweis: Wenn Sie das NAS neu angeschlossen haben, dürfte es per DHCP eine der höchsten bislang vergebenen IP-Nummern erhalten haben. Wenn Sie die Liste anhand der Spalte IP-Adresse sortieren, sollte es also recht weit oben stehen.

5.Um sicherzugehen, dass Sie das richtige Netzwerkgerät gefunden haben, klicken Sie beim jeweiligen Eintrag rechts auf das Bearbeiten-Symbol.

6.Damit öffnen Sie ein Menü, in dem Sie unter Geräteinformation die MAC-Adresse dieses Gerätes finden. Vergleichen Sie diese mit der MAC-Adresse, die auf einem Aufkleber an der Rückseite des NAS abgedruckt ist. MAC-Adressen sind für jedes Gerät einzigartig und eindeutig.



Wenn das NAS im Netzwerk nicht gefunden wird

Wenn Ihr NAS mit keiner der gerade beschriebenen Methoden gefunden wird, kann das verschiedene Ursachen haben. Im Folgenden deshalb eine kurze Checkliste, was Sie in diesem Fall kontrollieren und ausprobieren können, um das Problem zu be­heben:

 Kontrollieren Sie zunächst den Netzwerkanschluss des NAS. Beide Enden des Kabels müssen fest eingesteckt und eingerastet sein. Einige Modelle haben eine LAN-Kontrollleuchte am Gehäuse, die grün leuchtet bzw. blinkt, wenn eine Netzwerkverbindung aktiv ist. Bei anderen Modellen sitzen Kontroll-LEDs direkt am Netzwerkanschluss. Auch hier sollte die grüne LED auf der linken Seite der Buchse grün leuchten oder blinken.

 Wenn der andere Netzwerkanschluss ebenfalls über Kontrollleuchten verfügt, sollte es dort ähnlich aussehen. Schließen Sie dort ggf. ein anderes Netzwerkgerät an, um sicherzustellen, dass dieser Anschluss funktionsfähig ist.

 Vergewissern Sie sich, dass im Netzwerk DHCP aktiv ist und das automatische Vergeben von Netzwerkadressen regelt. Nur dann kann das NAS sich damit verbinden. Sollte dies nicht der Fall sein, lesen Sie im Abschnitt „Die Ersteinrichtung ohne DHCP durchführen“, wie Sie ein NAS ohne DHCP einrichten können.

 Deaktivieren Sie auf dem PC vorübergehend Antivirus-, Firewall oder ähnliche ­Sicherheitsprogramme. Wenn dann eine Verbindung gelingt, muss im Schutz­programm eine Ausnahmeregel für das NAS eingestellt werden.

 Sollte der PC über mehr als eine Netzwerkschnittstelle verfügen (z. B. Ethernet und WLAN), deaktivieren Sie alle bis auf diejenige, die für die Verbindung zum NAS benötigt wird.

 Sollten – etwa in einem Unternehmen – mehrere Netzwerke parallel laufen, stellen Sie sicher, dass die gewählte Anschlussbuchse zum richtigen Netzwerk gehört. Das NAS und der PC müssen sich im selben physikalischen und logischen Netzwerk befinden, damit der PC das NAS erreichen kann.

 Sollten – z. B. in einem Firmenumfeld – eine Hardware-Firewall oder ähnliche ­Sicherheitskomponenten im lokalen Netzwerk aktiv sein, wenden Sie sich an den Administrator, um ggf. eine Ausnahme für das NAS einrichten zu lassen.

 Lokalisieren Sie die Reset-Taste auf der Rückseite des NAS, und halten Sie diese für ca. vier Sekunden gedrückt, bis ein Piepton erfolgt. Damit setzen Sie die Netzwerkkonfiguration des NAS zurück. Hinweis: Dadurch wird auch das Kennwort des Admin-Kontos auf das Auslieferpasswort zurückgesetzt, falls Sie dieses schon geändert hatten.

 Wechseln Sie zu einem anderen PC, Netzwerk, Tablet oder Smartphone im selben Netzwerk, und versuchen Sie, damit die Weboberfläche des NAS zu erreichen.

 Tauschen Sie probeweise das Netzwerkkabel aus, um einen Kabelschaden auszuschließen.

 Schließen Sie das NAS probeweise an einem anderen Netzwerkanschluss an, von dem Sie sicher sind, dass er funktioniert.

Sollten alle diese Maßnahmen nicht helfen oder nicht zutreffend sein, können Sie das NAS auch in Betrieb nehmen, indem Sie es direkt mit einem PC verbinden, wie der folgende Abschnitt beschreibt. Dies sollte aber nur eine Notmaßnahme sein, da das grundlegende Problem dadurch meist nicht behoben wird.

Die Ersteinrichtung ohne DHCP durchführen

Die verschiedenen beschriebenen Methoden basieren allesamt darauf, dass der zen­trale Router in Ihrem Heimnetzwerk die Adresszuteilung per DHCP durchführt. Ist dies nicht der Fall, kann das NAS sich nicht automatisch mit dem Netzwerk verbinden, sondern fällt auf eine voreingestellte statische Verbindung zurück.

Wenn Sie in Ihrem Netzwerk auf DHCP verzichten und stattdessen statische, voreingestellte Adressen verwenden, erschwert dies zumindest die Ersteinrichtung des NAS. Deshalb sollten Sie überlegen, diese Ersteinrichtung ggf. in einem anderen Netzwerk mit DHCP und Internetzugang durchzuführen und dann als letzten Schritt die Netzwerkkonfiguration passend zu Ihrem Netzwerk vorzunehmen. Anschließend fahren Sie das NAS herunter, schließen es in Ihrem Netzwerk wieder an und können es dann in Betrieb nehmen.

Wenn dies nicht möglich ist, können Sie sich auch anders behelfen. Sie benötigen dazu einen PC oder ein Notebook mit Ethernet-Anschluss und ein Ethernet-Kabel. Laden Sie sich auf den PC den Synology Assistant (siehe „Hilfe durch den Synology Assistant“) herunter. Laden Sie sich bei der Gelegenheit auch gleich die aktuelle Version des DiskStation Managers (DSM) herunter. Diese enthält die Firmware für Ihr NAS. Dann gehen Sie so vor:

1.Verbinden Sie PC und NAS mit dem Netzwerkkabel. Sollte es sich um einen älteren PC handeln, benötigen Sie dafür eventuell ein spezielles Crossover-Ethernet-­Kabel. Bei neueren Geräten ist dies nicht mehr erforderlich.

2.Schalten Sie dann zunächst das NAS ein, und warten Sie, bis es betriebsbereit ist (Piepton und blinkende Status-LED).

3.Starten Sie dann den PC, und warten Sie ab, bis dieser hochgefahren ist.

4.Sollte der PC nicht für DHCP konfiguriert sein, müssen Sie ihn nun vorübergehend so konfigurieren, dass er sich automatisch eine Internetadresse per DHCP holt (die bekommt er vom NAS).

5.Starten Sie dann den zuvor installierten Synology Assistant, und lassen Sie das NAS damit finden.

Wenn das bis dahin geklappt hat, können Sie den Synology Assistant auch ver­wenden, um die zuvor heruntergeladene Firmware auf dem NAS zu installieren (siehe „Das System ohne Internetzugang installieren“). Anschließend können Sie in den Einstellungen des NAS eine feste IP-Adresse in Ihrem Netzwerk festlegen. Danach fahren Sie das NAS herunter, verbinden es mit dem lokalen Netzwerk und nehmen es in Betrieb.

Die aktuelle Systemsoftware installieren

Wenn Sie ein fabrikneues Synology NAS in Betrieb nehmen, ist dieses zunächst nicht wirklich betriebsbereit. Von Hause aus verfügt es nur über einen kleinen Flash-Speicher, der für das vollständige Betriebssystem nicht ausreichen würde. Das eigent­liche System kann erst installiert werden, wenn Festplatten im NAS eingebaut sind, auf denen die Systemdateien gespeichert werden können. Stattdessen enthält der eingebaute Flash-Speicher den Web Assistant. Das ist ein Minimalsystem, mit dem das NAS sich mit einem Netzwerk verbindet, die aktuelle Firmware aus dem Internet ober von einem verbundenen PC herunterlädt und damit das eigentliche Betriebssystem installiert.

Die Systemsoftware per Web Assistant installieren

Wenn Ihr NAS mit einem Netzwerk verbunden ist und darüber auch Zugriff auf das Internet hat, läuft das Einrichten der Systemsoftware recht geradlinig ab. Der vorinstallierte Web Assistant kann die benötigten Daten aus dem Internet herunterladen und installieren.

1.Nachdem Sie mit einer der im Vorangegangenen beschriebenen Methoden Ihr NAS im Netzwerk lokalisiert haben, lassen Sie sich dessen Weboberfläche im Browser anzeigen.

2.Klicken Sie dort auf die Einrichten-Schaltfläche, um den Installationsvorgang zu starten.


3.Im ersten Schritt haben Sie die Möglichkeit, eine manuelle Installation vorzunehmen. Das ist aber nur nötig, wenn das NAS keinen Internetzugang hat oder falls Sie eine andere als die aktuellste Version der Systemsoftware aufspielen möchten. In den meisten Fällen können Sie aber einfach auf Jetzt installieren klicken.


4.Bestätigen Sie anschließend den Warnhinweis, dass während der Installation eventuell vorhandene Daten auf den eingebauten Festplatten entfernt werden. An der Stelle sollten Sie sich aber ruhig noch mal fragen, ob sich auf den Platten wirklich keine Daten mehr befinden, die wichtig und anderweitig unwiederbringlich sind.


5.Nun beginnt die Installation des DiskStation Managers, die einige Minuten in Anspruch nehmen wird. Schalten Sie das Gerät während dieser Zeit nicht aus. Den PC können Sie aber durchaus anders nutzen. Auch das Browserfenster muss nicht die gesamte Zeit geöffnet bleiben.


6.Zum Abschluss der Installation wird das NAS neu gestartet. Warten Sie einfach ab, bis Sie einen Piepton vom Gerät hören. Sollte der Webbrowser die ganze Zeit geöffnet gewesen sein, zeigt er automatisch den nächsten Schritt an. Andernfalls öffnen Sie die Weboberfläche des NAS erneut.

7.Nach dem Installieren der Systemsoftware müssen einige Grundeinstellungen vorgenommen werden. Legen Sie zunächst einen individuellen Servernamen für Ihr NAS (anstelle von »diskstation« o. Ä.) fest. Unter diesem Namen kann das Gerät im lokalen Netzwerk gefunden werden. Verzichten Sie auf Umlaute und spezielle Sonderzeichen, und wählen Sie am besten eine Bezeichnung, die sich leicht merken und tippen lässt.

8.Außerdem bestimmen Sie Benutzernamen und Passwort für das Administratorkonto, mit dem der Zugang zum NAS und allen Einstellungen geschützt wird. Wählen Sie ein möglichst sicheres Kennwort aus, und geben Sie es zweimal ein.


Administrator nur für administrative Aufgaben

Das Administratorkonto sollte nur genutzt werden, um das NAS zu einzustellen und Wartungsaufgaben durchzuführen. Für die eigentliche Verwendung der NAS-Funktionen können Sie weitere Benutzerkonten mit eingeschränkten Zugriffsrechten erstellen (siehe „4.2 Eigene Benutzerprofile einrichten“). Es empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen, Administratorfunktionen von Benutzerfunktionen strikt zu trennen.

9.Nun können einige grundlegende Wartungsfunktionen konfiguriert werden. Die erste betrifft das Aktualisieren der Systemsoftware (Näheres dazu erfahren Sie im Abschnitt „12.4 Die Systemsoftware aktuell halten“):

 Wer sich um nichts kümmern möchte, wählt Neueste DSM-Version automatisch installieren.

 Für etwas mehr Kontrolle bietet sich die Option Wichtige Aktualisierungen von DSM automatisch installieren an. Damit werden nur Updates automatisch in­stalliert, die für Sicherheit und Stabilität unerlässlich sind.

 Mit Mich über DSM-Aktualisierungen informieren und ich installiere sie manuell erhalten Sie grundsätzlich nur Hinweise zu verfügbaren Aktualisierungen und spielen sie dann zu einem passenden Zeitpunkt selbst ein.

 Mit den Auswahlfeldern legen Sie jeweils fest, zu welchem Zeitpunkt die gewählten Maßnahmen durchgeführt werden. Für Aktualisierungen ist ein Zeitraum ideal, zu dem das NAS üblicherweise nicht benötigt wird.


10.Mit dem S.M.A.R.T.-System stellen Festplatten automatisch verschiedene Daten zu Leistung, Verschleiß und eventuell aufgetretenen Fehlern bereit. Das NAS kann diese Informationen regelmäßig auslesen und Sie warnen, wenn es Pro­bleme gibt oder die Lebensdauer einer Platte sich dem Ende nähert. Das ist eine praktische Sache, weshalb diese Option eingeschaltet sein sollte.

11.Zusätzlich können Sie sich vom NAS darauf hinweisen lassen, wenn bei einer Platte eine bestimmte Anzahl von fehlerhaften Sektoren vorliegt (was meist ein Anzeichen für ein Problem oder bevorstehenden Ausfall ist).

12.Anschließend können Sie eine QuickConnect ID einrichten, die es Ihnen erlaubt, auch von außerhalb Ihres lokalen Netzwerks jederzeit auf die Daten Ihres NAS zuzugreifen. Wie das funktioniert, ist im Abschnitt „Schnell und einfach per QuickConnect“ ausführlich beschrieben. Deshalb sollten Sie an der Stelle auf Diesen Schritt überspringen klicken.


13.Ebenso sollten Sie das Installieren von zusätzlichen Softwarepaketen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben (siehe „7. Softwarepakete für zusätzliche ­Funktionen“), insbesondere wenn Sie noch nicht sicher sind, welche Pakete Sie überhaupt benötigen. Für den Grundbetrieb des NAS ist erst mal keines davon erforderlich.

14.Abschließend können Sie den Netzwerkstandort Ihres NAS freigeben, damit Sie es über find.synology.com jederzeit finden können. Auch das ist nicht unbedingt erforderlich. Üblicherweise gelingt mit dem in Schritt 7 festgelegten Server­namen jederzeit der Zugriff im lokalen Netzwerk.


15.Klicken Sie auf Los. Das NAS ändert nun seine Konfiguration entsprechend den gewählten Einstellungen. Der Webbrowser verliert dabei den Kontakt, wenn Sie den Servernamen geändert haben. Das ist kein Fehler, sondern ganz normal.

Der erste Start nach der Installation

Nach der Installation können Sie sich zum ersten Mal beim DiskStation Manager (DSM), der Verwaltungsoberfläche für Ihr Synology NAS, anmelden:


1.Geben Sie im Webbrowser den zuvor gewählten Servernamen, gefolgt von :5000, an, also z. B. meinnas:5000. Daraufhin lädt der Webbrowser die Anmeldeseite des NAS.

2.Melden Sie sich hier mit den Benutzerdaten des Administratorkontos an, die Sie bei der Installation in Schritt 8 festgelegt haben.

Zugangsdaten im Browser speichern?

Um sich nicht jedes Mal wieder anmelden zu müssen, können Sie im Log-in-­Dialog die Option Bleibe angemeldet aktivieren. Dann speichert die Weboberfläche des NAS ein Cookie im Webbrowser, sodass Sie Ihre Benutzerdaten nur gelegentlich neu eintippen müssen. Das ist komfortabel, aber auch nicht ohne Risiko. Denn dann kann jeder, der Zugriff zu diesem PC und Ihrem Benutzerkonto darauf hat, sich ohne Kennwort als Administrator beim NAS anmelden. Wenn Sie ausschließen können, dass das durch andere missbraucht werden kann, spricht aber nichts gegen ein wenig Komfort.

3.Synology würde gerne Diagnosedaten über die Verwendung Ihres NAS sammeln. Laut Hersteller werden diese anonym erhoben und lassen keine Identifizierung Ihrer Person oder Ihrer Daten zu. Wenn Sie das trotzdem nicht möchten, klicken Sie auf Nein, danke!


4.Anschließend folgen einige Tipps, was Sie wo in der Oberfläche des DSM finden. Das können Sie auch alles in Ruhe in diesem Buch nachlesen, also klicken Sie die Tipps einfach weg. Auch die automatisch angezeigte Onlinehilfe irritiert eher und kann direkt geschlossen werden.


5.Schließlich sollte sich die Oberfläche ungefähr wie in der Abbildung hier präsentieren. Werfen Sie einen kurzen Blick auf Systemzustand und Ressourcenmonitor. Ist hier alles im grünen Bereich, war die Installation erfolgreich. Andernfalls finden Sie Hinweise, welche Probleme ggf. vorliegen.

Wollen Sie sich vor den weiteren Schritten zunächst mit der Weboberfläche Ihres NAS vertraut machen, empfehle ich Ihnen einen Blick in das folgende Kapitel. Ansonsten sollten Sie mit den grundlegenden Einstellungen im Abschnitt „Wichtige Einstellungen und Checks nach dem Installieren“ weitermachen.

Das System ohne Internetzugang installieren

Wie bereits beschrieben, muss beim Ersteinrichten eines neuen NAS die aktuelle Firmware für das Gerät heruntergeladen und installiert werden. Wenn eine Internetverbindung besteht, führt der Web Assistant die erforderlichen Schritte durch.

Was aber, wenn das NAS z. B. aus Sicherheitsgründen keine Internetverbindung aufbauen darf oder sich in einem lokalen Netzwerk ohne Onlinezugriff befindet?

Dann können Sie die entsprechende Firmware-Datei selbst von Synology herunterladen. Besuchen Sie dazu das Download-Zentrum unter www.synology.com/support/download. Wählen Sie im Formular Ihr Synology-Modell aus. Dort finden Sie in der Rubrik Anwendungen ganz oben den aktuellen DiskStation Manager (DSM 6.2.1) für Ihr NAS-Modell. Dabei handelt es sich um eine Datei mit der Endung .pat.


Im Download-Zentrum können Sie die aktuelle Firmware zum Offlineinstallieren herunterladen.

Zusätzlich laden Sie sich an gleicher Stelle den Synology Assistant herunter. Dieses Hilfsprogramm liegt in Versionen für Windows, macOS und Ubuntu Linux vor und wird benötigt, um das NAS im Netzwerk zu finden und die Firmware aufzuspielen, wenn keine Internetverbindung besteht. Transferieren Sie beide Dateien auf den PC, den Sie für die Ersteinrichtung verwenden werden. Installieren Sie den Synology Assistant dort, und lassen Sie das NAS damit finden (siehe „Hilfe durch den Synology Assistant“).

1.Wird Ihr NAS vom Synology Assistant angezeigt, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Eintrag und wählen im Kontextmenü Installieren.


Die Bezeichnung der Systemdatei

Damit Sie sicher sein können, die richtige Datei für Ihr NAS zu wählen, hier kurz die Systematik der Dateibezeichnung: Der Name beginnt stets mit dem Kürzel DSM für DiskStation Manager. Dann folgt die Bezeichnung des NAS-Modells, für das diese Datei vorgesehen ist. Diese muss exakt mit der Bezeichnung Ihres Modells übereinstimmen. Also für z. B. für ein DS218+ benötigen Sie auch eine Datei mit DSM_DS218+..., nicht die Datei mit DSM_DS218... Hinter der Modellbezeichnung folgt die Versionsnummer der Systemdatei, die von Synology festgelegt wird (nicht zu verwechseln mit der DSM-Version). Mit der Versionsnummer können Sie sicherstellen, dass Sie die aktuellste Systemversion installieren. Die Dateiendung lautet .pat. Insgesamt also z. B. DSM_DS218+_23824.pat.

2.Bestätigen Sie die Lizenzvereinbarung, und navigieren Sie dann im Dateiauswahldialog zu der zuvor heruntergeladenen PAT-Datei.


3.Im nächsten Schritt legen Sie ein Passwort für das Konto des Systemadministrators fest und geben dies – sicherheitshalber – zweimal ein. Außerdem können Sie einen anderen Servernamen angeben, unter dem Ihr NAS im Netzwerk erreichbar sein soll.


4.Mit der Option Nach Installation ein Synology Hybrid RAID (SHR)-Volume erstellen können Sie den weiteren Ablauf vereinfachen. Wenn Sie schon sicher sind, dass sie ein solches Volume verwenden möchten (mehr dazu ab dem Abschnitt „Synology Hybrid RAID (SHR)“, können Sie ­diese Option eingestellt lassen. Andernfalls schalten Sie sie aus, um diese Entscheidung später in Ruhe treffen zu können.

5.Dann können Sie die Netzwerkkonfiguration des NAS anpassen. Wird in Ihrem Netzwerk DHCP verwendet, belassen Sie es bei Netzwerkkonfiguration automatisch erhalten (DHCP).

Ist DHCP nicht möglich oder soll das NAS eine statische Netzwerkadresse verwenden, wählen Sie Manuelle Konfiguration verwenden und geben in den Feldern da­runter die entsprechenden Daten ein.


Statische Adresse und DHCP in Kombination

Sie nutzen DHCP, aber das NAS soll eine statische IP-Adresse verwenden? Dabei müssen Sie beachten, dem NAS eine IP-Adresse zuzuweisen, die vom DHCP-Server nicht verwaltet wird. Andernfalls könnte der DHCP-Server anderen Geräten dieselbe Adresse zuweisen, was zu Netzwerkproblemen führen kann.

6.Klicken Sie schließlich unten rechts auf Fertig stellen.

7.Der anschließende Vorgang dauert einige Minuten. Sie können aber auf Ausblenden klicken und ihn im Hintergrund weiterlaufen lassen.

Sie sollten ihn aber keinesfalls abbrechen oder den PC ausschalten.


Wichtige Einstellungen und Checks nach dem Installieren

Wenn Sie die Grundinstallation wie beschrieben durchgeführt haben, ist Ihr NAS nun betriebsbereit. In der Regel hat der Installationsassistent die eingebauten Festplatten zu einem SHR-Verbund zusammengefasst (siehe „Synology Hybrid RAID (SHR)“) was in den meisten Anwendungsfällen auch eine gute Wahl ist. Falls Sie damit nicht einverstanden sind, lesen Sie im Abschnitt „2.5 Die RAID-Konfiguration verändern“, wie Sie auf eine andere RAID-Variante umstellen können. ­Andernfalls haben Sie nun ein einsatzfähiges NAS, auf dem Sie z. B. direkt Ordner für die gemeinsame Nutzung einrichten können. Meine Empfehlung ist aber, zuvor noch einige grundlegende Einstellungen zu kontrollieren bzw. entsprechend den eigenen Einstellungen vorzunehmen. So schaffen Sie potenzielle Stolperfallen für das reibungslose Verwenden Ihres NAS von Anfang an aus dem Weg.

Die folgenden Einstellungen finden Sie allesamt in der Systemsteuerung Ihres NAS. Diese erreichen Sie über das gleichnamige Symbol in der Weboberfläche oder im Hauptmenü oben links. Die folgenden Abschnitte gehen die zu überprüfenden bzw. anzupassenden Optionen von oben nach unten durch.

Alle Optionen nur in der erweiterten Ansicht

Einige der folgenden Optionen finden Sie nur, wenn Sie auf der Startseite der Systemsteuerung oben rechts die Erweiterte Ansicht aktivieren (mehr darüber erfahren Sie im Abschnitt „Die erweiterte Ansicht“.

Arbeitsgruppe für Windows-PCs anpassen

Keine Notwendigkeit, aber eine praktische Kosmetik kann das Anpassen der Arbeitsgruppe im Bereich Dateidienste und dort in der Rubrik SMB/AFP/NFS sein. Nach der Installation steht diese auf WORKGROUP, was auch der Standardwert für Windows-­Arbeitsgruppen ist. Nachprüfen können Sie dies bei jedem Windows-PC in der Systemsteuerung unter System im Bereich Einstellungen für Computernamen, Domäne und Arbeitsgruppe.

Wenn die Arbeitsgruppe bei Windows-PCs und dem NAS übereinstimmt, wird das NAS automatisch in der Netzwerkübersicht im Windows-Explorer angezeigt, sodass man leicht darauf zugreifen kann. Bei abweichenden Arbeitsgruppennamen kann man ebenso darauf zugreifen, aber das NAS wird eben nicht in der Übersicht aufgeführt. Wenn Sie möchten, dass Ihr NAS im Windows-Explorer angezeigt wird, sollten Sie den Arbeitsgruppennamen also angleichen. Klicken Sie dann unten rechts auf Übernehmen.


Passen Sie den Arbeitsgruppennamen an Ihre Windows-PCs an, damit diese das NAS im Netzwerk anzeigen.

Verbindungstimeout

Eventuell haben Sie es selbst schon bemerkt: Wenn man in der Weboberfläche eine Viertelstunde lang inaktiv ist, wird man automatisch abgemeldet. Das ist eine Sicherheitsfunktion, damit man das Abmelden nicht vergisst und jemand Unbefugtes eine offene Browsersitzung später übernehmen kann. Wenn Sie aber in einer sicheren Umgebung arbeiten und Sie das automatische Abmelden stört, können Sie den Timeout einfach höher setzen.

Öffnen Sie dazu in der Systemsteuerung den Bereich Sicherheit und darin die gleichnamige Rubrik. Hier finden Sie ganz oben die Einstellung Timer zum Abmelden mit der Anzahl der Minuten. Diesen Wert können Sie (fast) beliebig hochsetzen. Der Höchstwert liegt bei 65.535.


Die richtige Zeitzone einstellen

Im Bereich Regionale Optionen können Sie in der Rubrik Uhrzeit die vom NAS aktuell verwendete Uhrzeit ablesen. Sollte diese um eine Stunde verstellt sein, verwendet das System eine falsche Zeitzone, die Sie direkt darunter korrigieren können. Für Deutschland wählt man hier üblicherweise (GMT-01:00) Amsterdam, Berlin, Rome, St…. Um die Genauigkeit der Uhrzeit an sich braucht man sich normalerweise nicht zu kümmern. Das System gleicht seine interne Uhr regelmäßig mit einem Zeitserver ab, sodass selbst wenige Sekunden Abweichung eher selten sind.


Bei Störungen per E-Mail benachrichtigen

Ihr NAS kann Sie im Falle von Problemen per E-Mail in Kenntnis setzen. Dazu hinterlegen Sie die Daten Ihres E-Mail-Kontos. So haben Sie das sichere Gefühl, keine wichtigen Ereignisse zu verpassen, auch wenn Sie nicht ständig die Weboberfläche des Systems besuchen.

1.Öffnen Sie dazu im Bereich Benachrichtigung die Rubrik E-Mail, und schalten Sie die Option E-Mail-Benachrichtigung aktivieren ein.

2.Geben Sie dann die E-Mail-Adresse des Empfängers an, der die Benachrichtigungen erhalten soll, und wählen Sie ggf. ein anderes Subjekt-Präfix aus, mit dem Sie Nachrichten Ihres NAS ggf. schnell erkennen oder auch automatisch verarbeiten können.

3.Wählen Sie dann den Serviceanbieter des oben angegebenen E-Mail-Kontos aus. Ist der nicht in der Liste, wählen Sie Benutzerdefinierter SMTP-Server. Abhängig von der Wahl werden zusätzliche Felder angezeigt, die Sie ausfüllen müssen.

4.Ganz unten können Sie mit den verwendeten Daten eine Test-E-Mail senden. Klappt das, klicken Sie unten auf Übernehmen.


Verhalten nach Stromausfall

Es kommt hoffentlich nicht häufig vor, aber durch einen Stromausfall wird der Betrieb des NAS abrupt unterbrochen. Im Bereich Hardware & Energie können Sie in der Rubrik Allgemein das Verhalten nach Stromausfall festlegen.

Standardmäßig würde das NAS nach einem Stromausfall abgeschaltet bleiben, bis Sie den Ein-/Ausschalter am Gehäuse drücken. Das kann sinnvoll sein, wenn man nach einer Störung z. B. abwarten möchte, bis die Stromversorgung wirklich wieder zuverlässig funktioniert.

Möchten Sie aber, dass das NAS beim Zurückkehren der Stromversorgung automatisch wieder startet, setzen Sie das Häkchen bei Nach Stromausfall automatisch neu starten.


Lüftermodus

Eine weitere Frage, die Sie vielleicht gleich zu Beginn klären möchten, ist die Lüfterregelung. Gehen Sie dazu, wie bereits beschrieben, im Bereich Hardware & Energie/Allgemein nach unten zum Abschnitt Lüftermodus.


 Im Modus Volle Geschwindigkeit läuft der Lüfter mit maximaler Umdrehung, was optimal kühlt, aber auch viel Lärm erzeugt und mehr Energie verbraucht. Wenn das NAS häufig benutzt wird und irgendwo abgelegen steht, wo es niemanden stört, ist diese Einstellung aber nicht verkehrt.

 Im Kühlmodus ist die Lüftergeschwindigkeit reduziert, aber immer noch ausreichend, um das NAS bei typischer Belastung ausreichend zu kühlen. Wenn das NAS in Hörweite steht, sollten Sie diese Einstellung bevorzugen.

 Wer sehr geräuschempfindlich ist, das NAS nur mäßig beansprucht und es in einem Raum aufstellt, der auch im Sommer nicht übermäßig heiß ist, kann auch Stiller Modus wählen, wo der Lüfter nur mit geringer Geschwindigkeit läuft, aber eben auch weniger kühlt.

 Einige Modelle verfügen zusätzlich über den Energiesparmodus, der den Lüfter ebenfalls sehr langsam dreht und zusätzlich sogar ganz anhalten kann, solange das NAS nicht zu warm wird.Temperaturstatus überwachenSie können den Temperaturstatus Ihres NAS jederzeit in der Systemsteuerung kontrollieren. Öffnen Sie dazu im Bereich Info-Center die Rubrik Allgemein. Hier finden Sie unter anderem die Zeile Thermal-Status. Bei einem grünen Symbol ist die Temperatur in Ordnung. Sollte sie zu hoch liegen, wechselt die Farbe zu Orange. Wenn Sie den Mauszeiger über dem farbigen Symbol verharren lassen, wird die aktuelle Temperatur im Klartext angezeigt. Die Temperatur von Festplatten lesen Sie im Speicher-Manager unter HDD/SSD aus. So können Sie auch testen, wie sich Änderungen bei der Lüftergeschwindigkeit auf die interne Temperatur auswirken.

Die Lüftereinstellung ist immer ein Kompromiss zwischen Ruhe und Energiesparen einerseits und ausreichender Kühlung andererseits. Dreht der Lüfter zu langsam, könnte sich das NAS unter Last oder bei höheren Außentemperaturen zu stark aufheizen. Die Prozessortemperatur wird übrigens überwacht und das NAS automatisch heruntergefahren, wenn die CPU zu warm zu werden droht. Aber auch bei den Festplatten leidet die Lebensdauer, wenn diese permanent zu warm betrieben werden.

Ruhezustand der Festplatte

In der Rubrik Ruhezustand der Festplatte können Sie einstellen, nach welcher Zeit der Inaktivität die angeschlossenen Platten anhalten und in den Energiespar­modus wechseln sollen. Dadurch halten die Platten an, wenn das NAS einige Zeit nicht ­genutzt wird, was Energie spart, die Geräusche reduziert und die Lebensdauer der Festplatten – tendenziell – verlängert.


Diese Einstellung will gut überlegt sein, denn jedes neue Anlaufen benötigt vergleichsweise viel Energie, und eine Magnetfestplatte übersteht auch nur eine bestimmte Anzahl von »Anläufen«. Außerdem muss man bei Zugriffen immer einige ­Sekunden abwarten, bis die Festplatten auf Touren gekommen sind und das NAS ­Daten liefern kann.

Es ist also nicht sinnvoll, die Festplatte bei jeder kurzen Pause gleich schlafen zu legen. Stattdessen sollte man die Einstellung so wählen, dass der Ruhezustand in den meisten Fällen nur eintritt, wenn tatsächlich für längere Zeit keine Daten benötigt werden.

Das ist ein Kompromiss, der ganz vom individuellen Anforderungsprofil des Anwenders abhängt. Deshalb muss jeder für sich einen guten Wert herausfinden. Wenn man bei Zugriffen regelmäßig warten muss, dass das NAS »aufwacht«, sollte man den Wert höher setzen.

Stellt man umgekehrt fest, dass die Festplatten rund um die Uhr laufen, obwohl es dafür eigentlich keinen Grund gibt, sollte man mit niedrigeren Werten experimentieren (mehr zum Thema, warum die Festplatten nicht in den Ruhezustand wechseln, erfahren Sie hier: „Warum wechseln Festplatten nicht in den Energiesparmodus?“).

Pakete aktualisieren

Nach der Erstinstallation ist das Symbol Paket-Zentrum in der Weboberfläche eventuell bereits mit einem Hinweis-Symbol und einer Zahl versehen. Das bedeutet, dass ein Update für eines der ab Werk verfügbaren Pakete verfügbar ist. Selbst wenn nicht, sollten Sie die vorhandenen Pakete überprüfen.


1.Klicken Sie auf das Symbol Paket-Zentrum, und bestätigen Sie (nur beim ersten Mal) die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.

2.Wechseln Sie dann im Navigationsbereich links zum Bereich Installiert.


3.Hier finden Sie im Abschnitt Aufmerksamkeit erforderlich alle Pakete, für die Aktualisierungen vorliegen. Am besten klicken Sie oben rechts auf Alle aktualisieren.

4.Das DSM lädt dann die aktuellen Versionen der betroffenen Pakete herunter und spielt sie ein. Das erfolgt automatisch, sodass Sie nicht warten müssen.

Antivirenpaket installieren

Eine weitere sinnvolle Maßnahme zu einem recht frühen Zeitpunkt kann das Installieren eines Zusatzpakets zum Virenschutz der auf dem NAS gespeicherten Dateien sein. Im Abschnitt „12.1 Virenschutz auf dem NAS“ lesen Sie, welches Paket dafür geeignet ist und wie Sie es installieren.

2.5 Die RAID-Konfiguration verändern

Bei der Erstinstallation werden die Festplatten in Ihrem NAS üblicherweise automatisch in einem SHR-Verbund zusammengefasst. Das ist für die meisten Benutzer und in vielen Konstellationen auch eine gute Wahl, da das Synology Hybrid RAID flexibel und erweiterungsfähig ist (mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Synology Hybrid RAID (SHR)“.

Wenn Sie damit nicht zufrieden sind und eine andere RAID-Variante bevorzugen, sollten Sie zu einem möglichst frühen Zeitpunkt handeln. Denn durch das Ändern des RAID-Modus gehen die bis dahin auf den Platten gespeicherten Dateien verloren.

Speicherpool entfernen

Das NAS fasst bei der Installation die vorhandenen Festplatten in einem Speicherpool zusammen. Die RAID-Konfiguration lässt sich nur verändern, wenn man diesen Speicherpool entfernt und die Platten damit wieder freigibt. Dann kann man anschließend einen neuen Speicherpool mit dem gewünschten RAID-Verfahren einrichten.

Warnung: Alle Daten auf den Festplatten gehen verloren

Wenn Sie den Speicherpool entfernen und damit den aktuellen RAID-Verbund auflösen, gehen die auf den betroffenen Festplatten bislang gespeicherten Daten unwiederbringlich verloren.

1.Öffnen Sie im Hauptmenü der Weboberfläche (Symbol oben links) den Speicher-Manager.


2.Wechseln Sie darin in den Bereich Speicherpool. Hier wird die derzei­tige Konfiguration der Festplatten angezeigt. In der Zeile RAID-Typ sehen Sie die derzeit gewählte Verbundvariante.

3.Klicken Sie oben auf die Entfernen-Schaltfläche.


4.Bestätigen Sie den Vorgang anschließend erneut mit Entfernen, und bejahen Sie auch die Sicherheitsrückfrage.


5.Zusätzlich müssen Sie einmal das Administratorkennwort eingeben.

6.Nun beginnt das System, den Speicherpool zu entfernen. Dies dauert nur einige Sekunden. Anschließend sehen Sie im Dialog den Hinweis Im System ist kein Speicherpool vorhanden.


Einen neuen Speicherpool erstellen

Nachdem Sie den vorhandenen, standardmäßig eingerichteten Speicherpool entfernt haben, können Sie einen neuen mit einem RAID-Typ nach Wahl einrichten:

1.Öffnen Sie, wie oben beschrieben, den Speicher-Manager im Bereich Speicherpool. Hier sollte die Meldung Im System ist kein Speicherpool vorhanden angezeigt werden. Andernfalls muss der vorhandene Speicherpool erst entfernt werden (siehe vorangegangener Abschnitt).

2.Klicken Sie oben auf die Erstellen-Schaltfläche.

3.Wählen Sie anschließend den Typ des Speicherpools aus:

 Wenn Sie Festplatten gleicher Größe eingebaut haben und nur einen möglichst großen Speicherbereich nutzen möchten, wählen Sie die Option Bessere Leistung.

 Wenn Sie Festplatten unterschiedlicher Größe verwenden oder den Speicherplatz auf mehrere Speicherbereiche aufteilen möchten, wählen Sie Größere Flexibilität. Zusätzlich bietet diese Option (in Kombination mit SHR) bessere Möglichkeiten, die vorhandene Speicherkapazität nachträglich durch größere Festplatten zu erweitern.

Mit beiden Optionen stehen Ihnen anschließend dieselben RAID-Typen zur Auswahl, allerdings ermöglicht die zweite Option zusätzlich das Verwenden von Synologys eigenem SHR.


4.Im nächsten Schritt geben Sie einen eigenen Namen für den Speicherpool an und wählen dann den gewünschten RAID-Typ. Welche Typen im Menü zur Auswahl angeboten werden, hängt vom zuvor gewählten Typ des Speicherpools sowie von der Anzahl der eingebauten Festplatten ab. RAID 5 etwa ist nur verfügbar, wenn mindestens drei Festplatten vorhanden sind.


5.Anschließend können Sie ggf. festlegen, welche der eingebauten Festplatten Teil dieses Speicherpools werden sollen und welche nicht. Bestätigen Sie den Sicherheitshinweis zur Löschung der Daten.

6.Nun können Sie noch eine Festplattenüberprüfung durchführen lassen. Das empfiehlt sich, wenn Sie Platten frisch in das NAS eingebaut haben. Das soll sicherstellen, dass die Festplatten frei von Defekten sind. Wenn Sie einen neuen Speicherpool mit bereits in diesem Gerät verwendeten Platten einrichten, können Sie diesen Schritt überspringen und etwas Zeit sparen.

7.Bestätigen Sie die anschließende Zusammenfassung mit Übernehmen.


8.Das System richtet nun den neuen Speicherpool ein. Ohne Festplattenüberprüfung dauert das nur wenige Sekunden, mit ggf. etwas länger.

9.Anschließend erhalten Sie einen Hinweis zum Erstellen einen Volumes. Bestätigen Sie diesen, und wechseln Sie in den Bereich Volume.

10.Klicken Sie hier oben auf die Erstellen-Schaltfläche.

11.Ist die Option Schnell verfügbar, wählen Sie diese, um direkt ein Volume zu erstellen, das die gesamte im Speicherpool verfügbare Kapazität ausnutzt. Andernfalls wählen Sie Benutzerdefiniert.

12.Entscheiden Sie sich dann für die Option Vorhandenen Speicherpool auswählen, und wählen Sie anschließend den in der Regel einzigen Speicherpool aus.

13.Legen Sie im nächsten Schritt eine eigene Beschreibung für das Volume fest. Außerdem können Sie hier eine kleinere Größe zuweisen, falls das Volume nicht die gesamte Kapazität des Speicherpools nutzen soll und Sie Platz für weitere Volumes reservieren möchten.

Mit Max wählen Sie jeweils die maximal verfügbare Größe des Pools.


14.Als Dateisystem empfiehlt sich in den meisten Situationen das flexiblere Btrfs, das Funktionen wie Snapshots ermöglicht. ext4 ist bei bestimmten Anwendungen leistungsfähiger, sollte aber auch nur dann gewählt werden, wenn solche Anwendungen mit hoher Leistungsanforderung betrieben werden müssen.

15.Bestätigen Sie abschließend die gewählten Einstellungen, und lassen Sie das Volume mit Übernehmen erstellen. Dies dauert nur wenige Sekunden, und anschließend zeigt der Speicher-Manager das neu erstellte Volume an.

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628 стр. 498 иллюстраций
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9783959824514
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