Читать книгу: «Master aus freien Stücken»
M. A. Innes
Master aus freien Stücken
Aus dem Englischen von Marcel Weyers
Impressum
© dead soft verlag, Mettingen 2021
www.deadsoft.de
© M.A. Innes, 2018, Titel der Originalausgabe „Master by Choice“ (Accidental Master 2)
Übersetzung: Marcel Weyers
Cover: Irene Repp
www.daylinart.webnode.com
Bildrechte:
©CURAphotography
1. Auflage
ISBN 978-3-96089-450-6
ISBN 978-3-96089-451-3 (epub)
Inhalt:
Es war Zufall, dass Jackson seine Jungs fand, doch alles, was darauf folgte, war seine freie Entscheidung. Nach einigen Wochen, in denen Jackson seine „Welpen“ kennenlernen konnte, kann er sich bereits eine Zukunft mit Sawyer und Cooper vorstellen. Er muss ihnen nur irgendwie beibringen, dass er ihr „Master aus freien Stücken“ ist und nichts seine Entscheidung ändern wird.
Cooper und Sawyer hatten so lange davon geträumt ihren „Master Right“ zu finden, doch als Jackson ein Teil ihres Lebens wird, weiß keiner der beiden so recht, wie Familie mit ihm zusammen aussehen soll. Doch eines ist klar, dass dies genau die Familie sein soll, die sie gewählt haben.
Kapitel 1
Cooper
»Wenn du nicht aufhörst, herumzuzappeln, werde ich dem Master sagen, dass du heute brav warst!« Sawyers Worte platzten aus ihm heraus, als er das Ende seiner Kräfte zu erreichen schien.
Ich war aufgeregt, aber nicht annähernd genug, um seinen Stresspegel in die Höhe zu treiben. Ich wäre besorgt gewesen, aber ich wusste genau, was ihm durch den Kopf ging. Ich schenkte ihm ein breites Lächeln, das ihn vor Frustration aufstöhnen ließ, und antwortete ihm honigsüß: »Wenn du das tust, werde ich ihm sagen, dass du dir heute Morgen in der Dusche einen runtergeholt hast.«
Seine Augen wurden groß, aber ich konnte das Verlangen in ihnen aufflackern sehen. »Das ist gelogen! Das habe ich nicht!«
»Es spielt keine Rolle. Es wird dir trotzdem die Strafe einhandeln, die du willst.« Ich musste lachen, als Sawyer ins Stottern kam und mir böse Blicke zuwarf. »Ich denke, er wird mir genug glauben, sodass du dich später über seinen Schoß gebeugt wiederfinden wirst.« Und obwohl ich lügen würde, könnte Sawyer es nicht überzeugend genug leugnen, weil er gespankt werden wollte. Unbedingt.
»Das ist einfach …« Sawyer schien nicht das Wort zu finden, während er fuhr.
»Perfekt? Hinterhältig? Verdammt sexy? Ich weiß.« Strahlend machte ich einen kleinen Freudentanz auf meinem Sitz. »Wenn wir nicht so ein perfektes Date hätten, würde ich sagen, ich kann es kaum erwarten, nach Hause zu Jackson zu kommen.«
Sawyer hatte sein Gehirn immer noch nicht wiedergefunden, also wechselte ich zurück zum ursprünglichen Thema.
»Der Vergnügungspark, Sawyer! Da war ich seit Jahren nicht mehr. Meinst du, die haben immer noch die Achterbahn mit dem Looping?«
Er starrte nur aus der Windschutzscheibe, also plapperte ich weiter. Das war nicht schwer. Ich war so aufgeregt, dass man mich wahrscheinlich gleich würde wiederbeleben müssen.
»Das letzte Mal, als ich da war, fand ich sie gruselig, aber ich war jung. Also war es wahrscheinlich …«
»Dir wird doch schon schlecht, wenn du auf dem Rücksitz des Autos sitzt. Ich werde dich nicht in eine Achterbahn setzen!« Sawyer versuchte, sich zu beruhigen, aber es funktionierte nicht. Er brauchte das Spanking und wollte dem Master nicht eingestehen, wie sehr er es wollte. Er seufzte und versuchte, sich zu entspannen. »Es tut mir leid.«
Ich legte eine Hand auf sein Bein. »Tief durchatmen. Wir werden einfach Spaß haben und dann zurückgehen und heißen Sex haben. Es ist ein stressfreier Tag.«
Sawyer lachte schließlich. »Du hast recht. Es sind nicht die Achterbahnen, um die ich mir Sorgen mache.«
Ach was.
Ich nickte und warf ihm einen verständnisvollen Blick zu, der total aufgesetzt war. »Es ist der heiße Sex später, nicht wahr?«
Sawyer schüttelte den Kopf und spielte das Spiel mit. »Nö.«
»Die Menge an Zucker, die ich zu mir nehmen werde?« Das war definitiv eine gute Frage.
»Nein.« Dann fing er an zu lachen. »Ich kann nicht glauben, dass er dir den ganzen Scheiß versprochen hat.«
»Der Master liebt mich. Natürlich gibt er mir Leckerlis.«
Ups.
»Cooper …«
Da ich keinen Wir-wollen-doch-nicht-zu-vorschnell-sein-Vortrag hören wollte, sprang ich ein. »Mich als Welpe spielen zu sehen? Er hat mir bald eine Überraschung versprochen.«
»Nein, aber das sollte mich wahrscheinlich beunruhigen.« Dann seufzte er und ich wusste, dass ich ihn nicht gut genug abgelenkt hatte. »Ich weiß, wie du dich fühlst, aber wir waren nur ein paarmal mit ihm verabredet.«
»Ach, was heißt schon verabredet.« Ich zuckte mit den Schultern. »Er mag meinen Welpen, und er ist der Master, und er kauft mir Pancakes zum Abendessen. Oh, und vergiss nicht den heißen Sex.« Das konnte ich nicht auslassen. Er war perfekt und ich wollte nicht nach irgendeinem Grund suchen, warum es nicht funktionieren könnte.
»Aber …«
»Nö, kein Aber.« Wir würden das nicht noch einmal durchkauen. Mein Sorgenkind. »Er mochte es, mit dir zu kuscheln, während ich spielte, und der Sex war fabelhaft. Habe ich vergessen, diesen Teil zu erwähnen? Und er mochte es, mit dir essen zu gehen. Es macht ihm nichts aus, dass wir die Dinge in unserem eigenen Tempo machen. Jackson versucht nicht, uns zu drängen.«
Jackson war der perfekte Master, auch wenn alles neu für ihn war. Er stellte gute Fragen und recherchierte verschiedene Dinge über BDSM und Puppy Play. Es war klar, dass er unsere Bedürfnisse ernst nahm und sein Bestes tat, um ein guter Master und Freund zu sein. Er war so ernst, dass es manchmal niedlich war.
Sawyer nickte, nicht in der Lage, irgendeinen meiner vollkommen vernünftigen Punkte zu bestreiten. Bis er anfing, sich Sorgen zu machen, dass ich recht haben könnte. »Aber was ist, wenn er uns nicht hetzt und ich zu langsam fahre?«
Mann, in seinem Kopf musste echt viel los sein. »Sieht es so aus, als würde er versuchen, die Dinge so langsam anzugehen, dass sie nirgendwo hinführen?« Ich fand es ein bisschen albern, aber ich wollte, dass er darüber nachdachte.
»Nein, nicht direkt.«
»Wir hatten fabelhaften Sex und waren auf Dates und er hat meinen Welpen gesehen …«
Was noch …? Was noch …?
»Wir telefonieren viel und wir haben den besten Telefonsex. Auch wenn er sagt, dass ich mich nicht anfassen darf, während er redet.« Er war perfekt, wenn es darum ging, mich mit Verlangen zu quälen.
Sawyers Kopf schnellte herum, um mich anzusehen, bevor er sich daran erinnerte, dass er am Steuer saß. »Er hat was?«
»Macht ihr das nicht auch?« Ich zuckte mit den Schultern. Offensichtlich nicht, nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen. »Er macht es, wenn ich morgens zu Hause bin, nachdem du zur Arbeit gegangen bist. Beim ersten Mal sagte er, ich sei unartig und würde versuchen, ihn mit schmutzigen Nachrichten abzulenken, und er hatte recht, aber darum geht es nicht. Warte, wie war die Frage noch mal?« Ich versuchte, meine mentalen Schritte zurückzuverfolgen, aber es war schwierig, weil ich so aufgeregt war. Jackson hatte recht … unanständige Dinge … »Oh, Dirty Talk. Ja, also, er hat mich gezwungen, mich nackt aufs Bett zu legen, und ich durfte mich nicht anfassen, während er sich einen runterholte und alle möglichen fabelhaften Dinge sagte. Besser kann man das Ganze nicht machen.«
Sawyer hörte aufmerksam zu, also senkte ich meine Stimme und versuchte, sie sexy klingen zu lassen. »Weißt du … wenn du ihm Zeichen gibst, dass es dir gefällt, dann bin ich mir sicher, dass er es auch mit dir machen wird. Er hat nicht nur über die Dinge gesprochen, die er mit mir machen will. Der Master hat mich zuhören lassen, während er beschrieben hat, was er auch mit dir machen würde.« Der beste Morgen aller Zeiten, auch wenn ich gekommen war.
»Er würde …? Ich meine, hat er?« Sawyers Gedanken schienen so abgelenkt zu sein, ich fing an zu denken, dass ich hätte fahren sollen. Aber da wir fast da waren, spielte das keine Rolle mehr.
»Oh ja. Der Master will dich nicht drängen, aber er liebt es, mir zu sagen, wie sexy du bist und wie unglaublich wir zusammen sind. Der Master will uns bei noch mehr Dingen zusehen. Ich finde es heiß. Und versuch gar nicht erst, es zu leugnen. Ich erinnere mich an jede unanständige Fantasie, die du geteilt hast.«
Sawyer wurde rot. »Ich hatte nicht vor, so etwas zu sagen.«
Oh doch, das hatte er. »Du machst dir zu viele Gedanken. Er tut sein Bestes, um uns kennenzulernen und zu zeigen, dass es ihm nicht nur um eine Affäre geht.«
Sawyers Nicken war langsam, aber er versuchte auch nicht, das zu leugnen.
Als wir von der Interstate abfuhren und in Richtung Park abbogen, schien er sich mehr zu entspannen. Schließlich begann er, von sich aus zu sprechen, ohne dass ich ihn dazu auffordern musste. »Jackson hat gesagt, er wolle später in der Woche ausgehen, wenn du länger arbeiten musst. Er sagte etwas von Sushi essen gehen oder vielleicht dieses neue Steakrestaurant ausprobieren.«
»Igitt. Das Steakhaus bitte. Komm nicht nach Fisch riechend nach Hause und erwarte Sex. Roher Fisch ist eklig.« Ein Schauder durchfuhr mich bei dem Gedanken. Es war teuer genug, sodass Sawyer es nicht so oft wollte, aber alles, woran ich mich an das eine Mal erinnern konnte, als er mich gezwungen hatte, es zu essen, war, wie das grüne Wrap-Ding zwischen meinen Zähnen gesteckt und wie sich der Fisch angefühlt hatte. »Igitt.«
Er überschlug sich vor Lachen fast, als wir auf den Parkplatz fuhren und anfingen, im Kreis zu fahren, um einen Platz zu suchen. »Ich weiß nicht, warum du es so sehr hasst. Es ist lecker.«
»Der Geschmack … das Aussehen … die Beschaffenheit … Es ist rohes, totes Zeug. Bitte, ich könnte noch weitermachen.« Er verdarb mir die gute Laune. »Kein Gerede mehr über schreckliche Dinge. Heute wird nur über Sex und Spaß geredet. Das ist die Regel.«
»Deine Regel, hm?«
Sawyers Lächeln wurde ein wenig anrüchig, als er endlich einen Parkplatz fand. Mir war es egal, wo wir parkten, aber er war einer dieser Leute, die sich darüber freuten, den besten Platz bekommen zu haben. Er war verrückt, aber ich liebte ihn trotzdem. »Ja. Ich habe die besten Regeln.« Schmunzelnd stellte er das Auto ab.
Ich schaute mich um, um zu sehen, wo wir waren, und fing an, Jackson eine Nachricht zu schreiben, so schnell meine Finger es zuließen. Eine Sprachnachricht würde in diesem Fall nicht funktionieren.
Als die Antwort nach wenigen Sekunden zurückkam, wusste ich, dass er genauso aufgeregt war wie wir. »Er ist etwa drei Reihen in dieser Richtung. Solange dieses Alphabet-System, das sie haben, wirklich in ABC-Reihenfolge ist.«
»Warum sollte es nicht in der richtigen Reihenfolge sein?«
»Weil Menschen verrückt sind und Dinge überorganisieren. Erinnerst du dich nicht an den schicken Lebensmittelladen? Bohnen an ungefähr fünf verschiedenen Stellen.« Ich schüttelte den Kopf. »Und wer trennt bitte schön Gewürze danach, zu welchem Gericht sie passen?«
Als wir aus dem Auto ausstiegen, schaute ich mich um und sah Jackson mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf uns zukommen.
»Wir sind hier drüben!«
Offenbar war ich zu laut oder zu aufgeregt oder zu irgendetwas für Sawyer. Er stöhnte, und ich wusste, dass er mit den Augen rollte. »Coop …«
»Ja, du bist hier. Und nach Sawyers Gesichtsausdruck nach zu urteilen, hast du ihn in den Wahnsinn getrieben.« Jackson grinste, als er mich in seine Arme zog und mir einen innigen Kuss gab.
Als er sich endlich zurückzog und ich wieder zu Atem kommen konnte, nickte ich. »Er hat es gebraucht.«
Das Lachen erreichte seine Augen, aber ich bekam einen scharfen Blick. »Ich habe also einen Welpen, der den anderen absichtlich verrückt macht.« Dann sah er zu Sawyer. »Und ich habe noch einen, der sich über etwas Sorgen macht, aber nicht darüber reden will?«
Ich nickte und Sawyer wurde rot, leugnete es aber nicht. Jackson schüttelte den Kopf, als wären wir zwei sehr ungezogene Welpen, und mein Schwanz begann, sich zu regen und sich bemerkbar zu machen. Ich mochte diesen Blick. Jackson sah zwischen uns hin und her.
»Ich glaube, ich habe hier zwei Jungs, die später bestraft werden müssen.«
»Oh ja …« Das klang ein wenig zu eifrig, also versuchte ich es noch einmal. »Ich meine, es tut mir leid, dass wir ungezogen waren, Master. Ich verstehe, wenn wir bestraft werden müssen.«
Sawyer stöhnte und er legte seinen Kopf zurück, als würde er um Geduld beten. »Ich werde dir dieses verdammte Handy wegnehmen.«
Grinsend gab ich Jackson einen feuchten Kuss und drückte mich noch fester an ihn, da nicht viele Leute in der Nähe waren. »Ich kann es kaum erwarten, reinzugehen.«
Er lachte und seine Hüften bewegten sich nach vorn, um seinen Schwanz gegen meinen zu drücken. »Du kannst offensichtlich viele Dinge nicht erwarten.«
»Du hast recht.« Ich wollte nicht verbergen, wie sehr ich ihn wollte. »Aber ich werde im Park brav sein. Versprochen.«
Jackson schüttelte den Kopf und griff nach oben, um mein Gesicht zu streicheln. »Das glaube ich nicht eine Sekunde lang. Tu nur nichts, was sie dazu bringen könnte, uns rauszuwerfen.«
Ich machte einen Schmollmund, von dem ich wusste, dass er süß war. »Tja, das schränkt meinen Spaß ein. Aber ich bekomme trotzdem meine Leckerlis, oder?«
Sawyer lachte und kam schließlich um den hinteren Teil des Wagens herum, um sich neben Jackson zu stellen. »Wie viel Zucker hast du ihm versprochen?«
Jackson zuckte mit den Schultern, schenkte Sawyer aber ein böses Grinsen. »Gerade genug, um sicherzustellen, dass ich ihn heute Abend bestrafen kann.«
Ich wusste, dass er perfekt war. Ich streckte mich und gab ihm noch einen schnellen Kuss. »Du bist der beste Master aller Zeiten.«
Seine Hand glitt nach oben, um mein Haar zu zerzausen, und sein Ausdruck änderte sich zu etwas Süßem. »Danke, Cooper.«
Schließlich entschied ich, dass Sawyer immer noch viel zu nervös war, trat zurück und streckte die Hand aus, um seine zu ergreifen. »Beeil dich und sag dem Master Hallo, damit ich zu den Fahrgeschäften gehen kann.«
Sawyer schien sich nicht entscheiden zu können, ob er immer noch nervös war, weil ich so ernst war, ob er Angst hatte, Jackson zu enttäuschen, ob ihn der Gedanke ans Spanking erregte oder ob er von der Vorstellung überwältigt war, den ganzen Tag warten zu müssen, denn er warf Jackson einen schüchternen Blick zu und tausend Ausdrücke huschten über sein Gesicht.
Ich beschloss, zu helfen, und redete weiter. »Er ist sehr aufgeregt.«
Jackson legte eine Hand um Sawyers Taille und zog ihn dicht an sich heran, sodass sie genauso eng aneinandergedrückt waren wie wir eben. Einige Master hätten wahrscheinlich mit den Anweisungen gehadert, aber ich liebte die Art, wie Jackson meine hilfreichen kleinen Hinweise einfach so hinnahm. »Ich bin auch sehr aufgeregt. Du nicht auch?«
Als ich Jacksons sexy Stimme hörte, hatte ich das Gefühl, dass keiner der beiden über den Vergnügungspark sprach, als Sawyer nickte. Es war an der Zeit.
Jackson beugte sich langsam herunter und strich sanft mit seinen Lippen gegen Sawyers, als wären sie in einem Liebesroman oder so. Dann zog er sich zurück, und obwohl ich im falschen Winkel stand, um alles zu sehen, konnte ich erkennen, wie seine Hand nach unten glitt, um Sawyers Hintern zu streicheln. Es war ein Glück, dass wir zwischen den Autos versteckt waren, sonst wäre ich derjenige gewesen, der uns alle in Schwierigkeiten gebracht hätte. Jackson beugte sich herunter und flüsterte Sawyer etwas zu. Ich bekam nur einen Teil davon mit, eine neckische Bemerkung darüber, wie sexy er aussah, bevor Jacksons Stimme wieder leiser wurde. Wahrscheinlich war es eine Versicherung, dass sie nicht zu vorschnell agieren würden, oder eine Erinnerung daran, dass er ein Safeword hatte, um aufzuhören oder langsamer zu werden, wenn sie es brauchten, denn Sawyer nickte und lächelte. Er sah viel weniger nervös aus als eben, als wir aus dem Auto gestiegen waren.
Ein letzter Kuss, diesmal auf die Wange, und Jackson zog sich zurück. »Sind wir bereit?«
Ich war mehr als bereit … für alles. Spanking, Zuckerwatte, Achterbahnen … Na ja, vielleicht nicht für die Achterbahn. Sawyer könnte mit diesem Teil recht haben. Über beide Ohren grinsend hüpfte ich auf und ab. »Ja!«
»Er muss auf jeden Fall erst mal den Hintern versohlt bekommen.«
Sawyer meinte wahrscheinlich, weil ich so unartig war, aber ich fand es eine tolle Idee. »Ich zuerst!«
Jackson lachte nur. »Du, mein süßer Welpe, wirst ganz schön anstrengend sein.«
Ich klimperte mit den Wimpern. »Aber dieser Welpe bekommt doch trotzdem seine Zuckerwatte, oder?«
Sawyer stieß seine Schulter gegen meine. »Komm schon, kein Flirten mehr.«
»Das habe ich überhaupt nicht versprochen.« Ich hatte versprochen, dass wir nicht aus dem Park geworfen werden. Das war ein großer Unterschied.
Kapitel 2
Sawyer
»Hältst du das wirklich für eine gute Idee?« Cooper beim Essen zuzusehen, bereitete mir Bauchschmerzen, aber als er anfing, eine weitere Zuckerwatte zu beäugen, war es Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.
»Aber …« Er warf Jackson einen schmollenden Blick zu.
Jackson schüttelte den Kopf, als wären wir beide albern, und lehnte sich näher, um in Coopers Ohr zu flüstern. Was auch immer er sagte, war wahrscheinlich schmutzig, aber es hielt Cooper davon ab, nach mehr Zucker zu betteln, also war ich dankbar.
Cooper grinste nur und warf mir einen verschmitzten Blick zu, bevor er nickte. »Ja, Master.«
Jupp, schmutzig.
Jackson schien es nicht zu stören. Er lächelte Cooper an und streckte die Hand aus, um seine Wange zu streicheln. »Mach Sawyer nicht verrückt.«
Cooper machte sich nicht einmal die Mühe, zu verbergen, was er da tat. »Aber es macht sooo viel Spaß.«
Lachend warf Jackson ihm einen Blick zu, als wäre Cooper das Lustigste, was er je gesehen hatte. »Aber du bekommst heute Abend schon Spanking. Wenn du Sawyer zu weit treibst, will er später vielleicht nicht mehr mit uns spielen.«
Spielen? Als Welpe oder mit Spanking?
Cooper seufzte. »Ich habe nicht versprochen, brav zu sein. Außerdem liebt Sawyer mich.« Cooper lehnte sich in Jacksons Berührung, schaute aber zu mir und warf mir einen Kuss zu.
Es war nichts Verwerfliches an diesem Zeichen der Zuneigung in der Öffentlichkeit, aber die Dame, die neben uns stand und darauf wartete, bestellen zu können, blinzelte auffällig und ihr Mund klappte auf. Sie hatte entweder gelauscht oder eine schmutzige Fantasie, denn so böse waren wir gar nicht gewesen.
»Kommt.« Ich neigte den Kopf, um auf die neugierige Frau hinzuweisen. »Ziehen wir ihn weg, bevor ihm noch schlecht wird.«
»Das macht keinen Spaß.« Cooper richtete sich auf, begann aber, seine Zuckerwattesauerei wegzuwischen. Ich dachte, er würde sich benehmen, aber als er aufstand, lehnte er sich dicht an Jackson und küsste ihn auf die Wange. »Ich werde ein braver Junge sein.« Dann beugte sich das Luder vor und küsste meine.
Das Wort „schockiert“ beschrieb nicht einmal annähernd ihr Gesicht. Aber etwaige Schuldgefühle verschwanden, als sie, anstatt uns mit religiösem Scheiß zu beschimpfen, einfach ihr Handy herausholte und ein Foto von uns machte. Manche Menschen kannten einfach keine Grenzen.
Cooper liebte es. Er strahlte und kicherte, als wir alle aufstanden und weggingen. Ich dachte, wir hätten es jetzt hinter uns, aber dann schaute er über seine Schulter und flüsterte laut: »Es ist noch besser, als du es dir vorstellst.«
Gott.
Ich wollte ihn umbringen.
Jackson war auch nicht gerade hilfreich in dieser Situation. Er lachte und hob seine Hand, um Coopers Haare zu zerzausen, als wäre er ein frecher kleiner Sub und keine ungezogene Schlampe, die ein Spanking brauchte.
Moment mal. Verdammt.
So oder so hatte der Scheißer bekommen, was er wollte. Kopfschüttelnd führte ich sie weg, bevor wir als YouTube-Sensation oder, noch schlimmer, als Facebook-Meme endeten. »Ihr macht mich noch verrückt.«
Jackson streckte die Hand aus und berührte mein Gesicht, scheinbar unbekümmert über die Zurschaustellung von Zuneigung. »Er hält uns auf Trab.«
Ich war mir nicht sicher gewesen, wie alles bei unserem Date funktionieren würde. Es war nicht so sehr die Sorge, wie wir miteinander auskommen würden oder ob er die Geduld für einen aufgeregten Cooper hatte, sondern es waren die kleinen Dinge, die mich nervös machten: Zuneigung in der Öffentlichkeit; dass ich verbergen sollte, dass wir nicht nur drei Freunde waren, die miteinander abhingen; dass ich mich öffnen und um das bitten sollte, was ich wollte. Kleine Dinge. Winzige. Aber so verdammt große.
Cooper musste meine Besorgnis gespürt haben. Er griff nach meiner Hand und lächelte süß. »Lass uns noch eine Achterbahn fahren.«
»Mit vollem Magen? Auf keinen Fall. Gehen wir noch mal zum Autoscooter.« Da würde er vielleicht nicht kotzen.
Jackson lachte wieder. »Ich muss Sawyer zustimmen, Welpe. Ich nehme dich nicht noch einmal auf eine Achterbahnfahrt mit all dem Zucker in deinem Magen mit.«
Cooper begann, zu schmollen, aber ein Gähnen ruinierte den Effekt. Ich war nicht überrascht, dass er müde war. Er war seit dem Morgengrauen auf den Beinen und war den ganzen Weg zum Park gehüpft. Stundenlanges Herumwandern und von einem Fahrgeschäft zum nächsten zu rennen, hätte jeden erschöpft. »Okay, Autoscooter. Aber können wir ein anderes Mal wiederkommen und mehr Achterbahnen fahren?«
»Natürlich. Wir können uns sogar Saisonkarten holen, wenn wir wollen«, sagte Jackson, als wäre es keine große Sache, aber für mich waren die Worte bedeutsam.
»Ja!« Coopers Augen leuchteten auf und er grinste. Er konnte die langfristige Bedeutung in den Worten erkennen, und das Luder wollte eine weitere Ausrede, um sich wie ein Verrückter aufführen und mehr Zucker bekommen zu können.
»Also gut. Wir werden auf dem Weg nach draußen mit den Parkleuten darüber sprechen. Meistens bekommt man an solchen Orten einen Rabatt, wenn man im Park ein Upgrade bucht.« Er steuerte uns in Richtung unseres neuen Ziels und lachte, als Cooper vorwärtshüpfte, um sich einen Stand anzusehen, der Stofftiere verkaufte. Jackson nahm meine Hand und drückte sie, während er Cooper beobachtete. »Er ist erschöpft.«
»Er war in aller Herrgottsfrühe auf.«
»Ich wusste, ich hätte euch über Nacht bleiben lassen sollen.« Er stieß seine Schulter gegen meine.
»Zwischen seinem Job und deiner Familie wäre es schwer gewesen, das alles zu schaffen. Er wird sowieso den ganzen Weg nach Hause schlafen.«
Jackson grinste mich an und ich ging im Kopf noch mal durch, was er gesagt hatte.
Oh.
Wir wollten gleich nach dem Park zurück zu Jackson gehen. Errötend blickte ich weg, um zu sehen, wie Cooper sein Portemonnaie zückte, um zu versuchen, einen Stoffwelpen zu gewinnen, indem er Ringe auf ein sich bewegendes Band mit Glasflaschen warf.
Jackson kicherte. »Er weiß, dass die manipuliert sind, oder?«
»Ja, aber er wird fünf Dollar ausgeben, um es trotzdem zu versuchen.« Er musste es tun. Cooper hatte diesen angeborenen Glauben, dass er es nur weiter versuchen musste und dass es klappen würde. Das hatte uns durch lange Nächte gebracht, aber manchmal war es überwältigend gewesen.
»Das ist es, was Cooper einzigartig macht.« Dann lehnte sich Jackson näher und drückte mir einen Kuss auf den Kopf. »Aber wir versuchen nicht, mit ihm Schritt zu halten oder in irgendeiner Weise mit ihm zu konkurrieren. Wir machen alle Dinge in unserem eigenen Tempo. Richtig?«
Cooper hatte gepetzt. »Ja.« Aber ich mochte nicht, dass meine eigenen Sorgen mich zurückhielten. »Aber …«
Als ich den Satz nicht beenden konnte, übernahm Jackson. »Aber manchmal brauchen wir einen kleinen Schubs?«
Die Antwort war leise, aber ich war stolz darauf, nicht zu zögern. »Ja.«
»Das ist alles, was ich hören musste.« Jackson sprach selbstbewusst, als wüsste er genau, was zu tun war, und sein ruhiges Auftreten beruhigte das Durcheinander der Gefühle in mir. »Na komm. Lass uns herausfinden, wie wir ihm einen Welpen besorgen können, bevor er ein Vermögen für das Ding ausgibt.«
»Ich würde dir ja Glück wünschen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das helfen würde.« Ich schüttelte den Kopf, da Cooper sich weigerte, aufzugeben.
»Ich brauche nicht noch mehr Glück. Ich hab genug.«
Er musste meine Verwirrung gesehen haben, denn er schenkte mir ein zärtliches Lächeln. »Ich habe euch zwei gefunden, nicht wahr?«
***
Ich hatte recht behalten: Fünf Minuten nachdem wir losgefahren waren, war er eingeschlafen. Mit dem dummen Stoffhund als Kissen. Ich brauchte wirklich nicht noch mehr Zeit, um mit meinen Gedanken allein zu sein, aber die Fahrt zu Jackson gab mir genug.
Leise grummelnd, während Cooper sich bewegte und kleine Geräusche machte, versuchte ich, es mir bequem zu machen. »Es ist mir egal, wie verrückt die Zeitpläne sind, um zusammenzukommen. Das nächste Mal, wenn wir zusammen irgendwo hinfahren, nehmen wir ein Auto.«
Als ich in Jacksons Einfahrt fuhr, war ich müde, hungrig und neugierig auf den Rest unserer Nacht. Essen, das keinen Zucker als erste Zutat enthielt, war meine oberste Priorität, aber ich hatte das Gefühl, dass bei Cooper Sex ganz oben stehen würde. Ich war mir nur bei Jackson nicht sicher. Der Blick, den er Cooper zum Abschied zugeworfen hatte, war heiß und verrucht gewesen. Als er mir diese Hitze zugewandt hatte, war sie nicht verblasst, aber sie war süßer geworden, und ich hatte ein Vertrauen in seinen Augen sehen können, das nicht immer da war. Was auch immer Cooper ihm geschrieben hatte, ich war froh, dass Jackson sich dadurch besser fühlte. Ich hasste es, dass ich der Grund war, warum er sich Sorgen darüber machte, was zwischen uns passierte. Auf eine verdrehte Art und Weise fühlte ich mich aber besser. Nur zu wissen, dass er über uns und die Zukunft nachdachte, machte es mir leichter, zuzugeben, wie sehr ich an ihm hing. Cooper war mehr als anhänglich. Er war bis über beide Ohren in den Master verliebt, und das Einzige, was ihn davon abhielt, es Jackson lauthals zu verkünden, war ich. Ich konnte nicht sagen, ob er überstürzt handelte oder einfach so war. Cooper stürzte sich mit voller Geschwindigkeit in alles, und in der Liebe schien es genauso zu sein. War es bei uns auch so gewesen? Als ich von seinem Freund zu seiner Familie geworden war, war es da nicht anders gewesen? Ich hatte nie infrage gestellt, was er für mich empfand. Er hatte die Worte gesagt und ich hatte sie in seinen Augen sehen können. Rückblickend konnte ich nicht wirklich sagen, wie lange es gedauert hatte, bis er mir gesagt hatte, dass er mich liebte. Ich erinnerte mich daran, wie ich mich in dem schmuddeligen kleinen Motelzimmer an ihn geschmiegt und mich an ihm festgehalten hatte. Ich erinnerte mich daran, dass ich gewusst hatte, dass wir für immer zusammen sein würden, und dass ich ihm gesagt hatte, wie sehr ich ihn liebte, aber ich konnte nicht sagen, ob es Tage oder Wochen gewesen waren, nachdem wir zusammengezogen waren. War das wichtig? Als ich zu Cooper blickte, der sich entspannt an die Autotür gelehnt hatte, war ich mir nicht sicher, ob es so war. Ich wusste, dass er mich liebte, und ich wusste, dass wir für immer aneinander gebunden waren. Aber ich wusste auch, dass es in unserem Leben Platz für jemand anderes gab, jemanden wie Jackson. Wir brauchten keinen Dom, der uns zusammenhielt, und wir brauchten niemanden, der Entscheidungen für uns traf. Wir funktionierten verdammt gut zusammen und hatten eine Menge erreicht, seit wir das erste Mal von zu Hause weggegangen waren. Aber ihn dabeizuhaben, war auf eine Art entspannend und beruhigend, wie es sonst nichts war. Es gab nichts, worüber ich mir Sorgen machen musste, und nichts, was in meiner Verantwortung lag. Coopers Vergnügen … mein Vergnügen … Coopers Puppy Play … Bestrafungen … nichts davon lag mehr in meiner Verantwortung. Jedes Mal, wenn ich daran dachte, mich Jackson völlig zu unterwerfen, durchfuhr mich eine Welle von Verlangen und Nervosität. Ich hatte in der Highschool genug Jungs gedatet und gefickt, um zu wissen, dass ich devot war. Ich wusste, welche Arten von Dingen ich erforschen wollte, und Cooper hatte mir die Augen für noch mehr geöffnet, aber es gab einen Unterschied zwischen ein bisschen hartem Sex, der jemanden neugierig machte, und echter Unterwerfung. Was ich mit Jackson wollte, war so viel mehr, als nur zu poppen, während er mir ein paarmal auf den Hintern schlug. Aber es war dieser Wunsch nach mehr, der mich misstrauisch machte. Cooper hatte mich schon früher gespankt und er hatte mich gestreichelt, als ich ein Welpe war, und er war ein aggressiver Top, wenn es nötig war, aber das war nicht dasselbe. Oder vielleicht war es so und ich machte mir nur zu viele Sorgen, so wie Cooper es gern tat. Wenn mein Welpenname irgendwas mit Sorgen enthalten würde, würde ich ihn umbringen.
Als ich schließlich den Wagen abstellte, griff ich rüber und rieb Coopers Bein. »Coop, wir sind jetzt wieder bei Jackson.«
Er verzog das Gesicht und verengte die Augen. »Wir sind zu Hause?«
Im Grunde, ja. »Nein, wir sind bei Jackson, erinnerst du dich? Wir wollten heute Nacht hierbleiben. »
Wir waren uns alle einig, dass wir nach dem langen Tag im Park und dem Abendessen und dem Abhängen wahrscheinlich nicht die Energie haben würden, zurück zu unserer Wohnung zu fahren. Nun, das war die Ausrede gewesen, die wir benutzt hatten, um das Übernachten bei Jackson zu rechtfertigen. Nicht, dass Cooper eine gebraucht hätte. Er liebte es, bei Jackson zu übernachten, und er machte sich nicht die Mühe, den Unnahbaren zu spielen. Und ich musste zugeben, dass ich das auch nicht tat. Obwohl wir ihn erst seit Kurzem kannten, fühlte es sich natürlich an, bei ihm zu chillen, auch wenn wir nichts Sexuelles taten. Cooper sorgte jedoch dafür, dass immer etwas Sexuelles passierte. Nicht, dass wir in den zwei Wochen seit unserem ersten Treffen schon so viele Verabredungen gehabt hätten, aber Cooper tat sein Bestes, damit ich mich wohler fühlte. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich seine Version des Helfens schätzte oder nicht.
Jackson gab es schließlich auf, darauf zu warten, dass wir aus dem Auto stiegen, und er ging zu meiner Seite und öffnete die Tür. Er beugte sich vor und schaute hinein. »Schläft er noch?«
Ich nickte und brummte, während Cooper den Kopf schüttelte und die Augen immer noch geschlossen hatte. »Nein. Ich bin hier.«
Jackson grinste und beugte sich vor. In einem schlechten Bühnenflüsterton sprach er wieder. »Weiß er, dass hier und wach nicht dasselbe sind?«
Ich zuckte mit den Schultern und spielte mit. »Das ist eine sehr gute Frage. Ich bin mir nicht sicher. Du musst vielleicht ein paar Nachforschungen anstellen, um herauszufinden, ob er wirklich wach ist oder nur im Schlaf redet.«
Jackson versuchte, sein Lachen zu unterdrücken, lehnte sich über mich und griff durch das Auto. Er ließ seine Finger über Coopers Leiste gleiten und tat sein Bestes, um ernst zu klingen. »Ich glaube, er ist tot. Sein Schwanz ist nicht hart.«
»Jepp. Er ist immer hart. Wenn er schlaff ist, muss er den Löffel abgegeben haben. Das ist sehr traurig.« Ich gab Jackson einen kurzen Kuss. »Heißt das, ich darf seine Portion vom Nachtisch essen?«
Daraufhin beschloss Cooper, dass es vielleicht nicht mehr die beste Idee war, den Dummen zu spielen. »Nachtisch?«
Jackson und ich lachten, als Cooper zum Haus hinaufschaute. »Was hast du?«
»Nichts.« Jackson gab Coopers Schwanz eine letzte neckische Liebkosung und bewegte sich dann zurück, um aufzustehen. »Du hattest heute schon genug Süßkram.«
Cooper schmollte. »Aber, Master, ich war so brav.«
Kopfschüttelnd ignorierte Jackson den sexy Ausdruck. »Abendessen und dann werden wir uns entspannen. Sawyer, ich habe den Actionfilm besorgt, von dem du erzählt hast, also können wir sehen, ob er gut ist, wenn du willst.«
Ich freute mich, dass er sich daran erinnerte, schnallte mich ab und begann, aus dem Auto zu klettern. Ich gab Jackson noch einen Kuss und lächelte. »Danke. Ich kann es kaum erwarten, ihn zu sehen. Viele gemischte Kritiken, aber solange sie nicht alle guten Parts in den Trailern gezeigt haben, sollte er gut sein.«
Als Cooper beschloss, dass es besser war, wach zu sein, verschwendete er keine weitere Zeit und sprang aus dem Auto. »Was gibt’s zum Abendessen?«
Ich war vielleicht nicht so aufgeregt wie Cooper, aber ich war genauso neugierig. Jackson hatte gesagt, er würde uns beibringen, neue Dinge zu kochen, aber es war noch nicht genug Zeit gewesen. »Ich glaube, uns wurde etwas Leckeres versprochen.«
Cooper schaffte es, seine Aufregung genug unter Kontrolle zu bekommen, um die Tasche aus dem Kofferraum zu holen, aber dann kam er um die Seite herumgetanzt und warf sich auf Jackson. »Ich bin am Verhungern.«
Jackson schlang seine Arme um Cooper und grinste. »Wie kannst du hungrig sein? Du hast heute ungefähr jede Stunde gegessen.«
Cooper strahlte ihn an. »Ich bin einfach so.« Dann gab er Jackson einen leidenschaftlichen Kuss und zog sich atemlos zurück. »Diese ganze fabelhafte Aufregung kostet eine Menge Energie.«
»Fabelhafte Aufregung, hm?«
»Ja, und ich werde viel Energie für später brauchen.« Cooper wackelte lüstern mit den Augenbrauen.
»Ich bin mir nicht sicher, ob man viel Energie braucht, um einen Film zu sehen. Ich glaube, das ist ruhig und entspannend.« Jackson versuchte, eine neutrale Miene zu bewahren, während er das sagte, aber das Lachen in seinen Augen ruinierte sie.
Cooper ließ nicht einmal zu, sich so necken zu lassen. »Oh, nein. Mir wurde ein Spanking versprochen, wenn ich brav bin. Ich war heute so was von brav und das bedeutet Spanking und unglaublichen Sex.«
Ich schnaubte. »Du hast dem einen Paar fast einen Herzinfarkt verpasst, als du Jackson an den Hintern gefasst hast.«
Cooper streckte mir die Zunge raus. »Sie hätten nicht lästern sollen.«
Jackson verkniff sich ein Lachen. »Und was ist mit der Dame in der Schlange?«
Schulterzuckend blinzelte Cooper unschuldig. »Ich erinnere mich an keine Dame.«
»Du hast ein sehr selektives Gedächtnis, mein Junge. Kommt, gehen wir rein. Das Essen ist fast fertig.« Jackson gab Cooper einen Klaps auf den Hintern und drängte ihn ins Haus, bevor er meine Hand ergriff. »Du warst heute sehr brav, aber ich glaube, ich weiß nicht mehr, was du dir als Belohnung gewünscht hast.«
Weil ich kein Spinner war, der bestochen werden musste, um zu funktionieren, oder ein Flirter, der gern an die Grenzen ging. »Ähm, ein Leckerli?« Also das war vielleicht nicht die beste Antwort.
Jacksons Lächeln wurde zärtlich. »Wie wäre es, wenn ich dir gebe, was ich glaube, das du willst?« Er hob seine freie Hand, um meine Wange zu streicheln. »Etwas, das du brauchst, über das du aber noch nicht gesprochen hast.«
Blöde Plaudertasche.
»Ähm …«
Cooper fand das so perfekt, dass er fast mit seinem nicht vorhandenen Schwanz wedelte, als er auf der Veranda wartete. »Ja, Master! Das wäre eine großartige Idee! Sawyer war heute auch sehr brav. Er hat sich nicht einmal über mich geärgert.«
Weil Jackson da gewesen war, um das kleine Biest in Schach zu halten. Es war einfacher, sich zu entspannen, wenn es nicht meine Verantwortung war. Schade, dass mir kein guter Grund einfiel, warum Jackson mit uns einkaufen gehen sollte. Das würde uns wahrscheinlich eine Menge an Spontankäufen ersparen. Und ich hatte versucht, jede Ausrede der Welt zu finden, um nicht daran zu denken, was später passieren könnte.
»Danke, Master.« Es war nicht ganz das, was ich laut zugeben wollte, aber ich wollte weder ihn noch mich selbst anlügen. Ich holte tief Luft, trat näher und schmiegte mich an ihn. Ich schloss für einen Moment die Augen und schob die Nervosität beiseite. Ich wollte das. Ich wollte Jackson. Ich wollte sehen, wohin alles führen würde. Ich wollte die Worte hören, die eines Tages von ihm kommen würden. Ich wollte sein Gesicht aufleuchten sehen, wenn Cooper die Worte zu ihm sagte. Ich wollte so viel, dass es beängstigend war.
Kapitel 3
Jackson
Mein süßer Junge. Und mein verrückter Junge.
Cooper hüpfte scheinbar zufrieden auf der Veranda herum, also hatte ich kein schlechtes Gewissen, mich auf Sawyer zu konzentrieren. Ich widerstand dem Drang, etwas Dummes zu fragen … besonders, wenn ich die Antworten kannte. Ja, er war okay. Nein, er wollte nicht, dass ich mich zurückzog. Ja, er wollte wirklich den Hintern versohlt bekommen und sich unterwerfen. Nein, er hatte nicht vor, danach zu fragen. Ja, er kannte seine Safewords. Nein, er wollte Cooper nicht umbringen, weil er ihn verpfiffen hatte. Das Letzte war vielleicht ein bisschen weit hergeholt.
»Lass uns reingehen und dir was zu essen organisieren. Und dann machen wir es uns mit dem Film gemütlich.« Eine Zeit lang. Diesen Teil unausgesprochen zu lassen, schien Sawyers Nerven nicht zu helfen, aber sein Kopf ging an meiner Brust auf und ab, während er nickte. Ich hielt ihn fest, bis er bereit war, sich zu bewegen, und redete weiter. »Ich habe vorhin Eintopf in den Crock-Pot getan. Meinst du, er hat die Geduld, um mich Biskuits dazu machen zu lassen?«
Sawyer lachte leise und süß. »Wahrscheinlich nicht, aber ich will sie, also wird er warten müssen.«
»Oh, habe ich etwas gefunden, das dir gefällt?« Ich lernte jedes Mal mehr über sie, wenn wir miteinander sprachen oder etwas zusammen unternahmen, aber es bereitete mir immer noch Freude, wenn ich etwas Neues herausfand.
Er nickte wieder. »Wir kennen nur die aus der Dose … und das ist nicht wirklich dasselbe.«
Ich tat so, als würde ich taumeln und stöhnte. »Sag so etwas nicht zu einem alten Mann, davon bekomme ich einen Herzinfarkt. Dosenbiskuits. Das ist einfach … Mir fehlen die Worte dafür, wie entsetzlich das ist.«
Lachend zog sich Sawyer weit genug zurück, um zu mir aufzuschauen. »Also … sollte ich dir wahrscheinlich auch nicht sagen, dass wir es geschafft haben, die Außenseite zu verbrennen, aber irgendwie die Innenseite fast roh zu lassen?«
Ich spielte vor Sawyer ein dramatisches Schaudern und blickte zu Cooper, der den Kopf schüttelte, als wären wir wahnsinnig. »Cooper, du musst mich retten. Er versucht, mich umzubringen.«
Cooper seufzte. »Du kannst ihn nicht umbringen. Ich habe seit Tagen keinen Sex mehr bekommen … oder ein Spanking. Ich brauche ihn vorher noch.«
Sawyer zuzwinkernd, trat ich einen Schritt zurück. »Ich glaube, Cooper braucht Aufmerksamkeit.«
Coopers Augen weiteten sich vor Aufregung, aber Sawyer warf mir einen wissenden Blick zu. Er war eindeutig viel misstrauischer als Cooper. Ich drehte mich schnell um und schaffte es die Treppe der Veranda hinauf, bevor Cooper sich entscheiden konnte, was er tun sollte.
Sawyer lachte, als ich meine Arme um Cooper schlang, der überrascht aufquiekte. »Da ist aber jemand sehr ungezogen. Mich am Leben halten, bis ihr euren Sex gehabt habt, ja?«
»Das hat Sawyer gesagt, nicht ich.« Cooper lachte atemlos und versuchte, sich aus der Situation zu befreien, in die er sich gebracht hatte.
»Versuchst du jetzt, Sawyer vorzuschieben?« Bevor er antworten konnte, grub ich meine Finger in seine Seiten und begann, ihn zu kitzeln, während er vor Lachen aufschrie. »Um dich zu retten oder um ein Spanking zu bekommen?« Es war unmöglich, dass Cooper tatsächlich einen Satz bilden konnte, aber ich tat weiter so, als würde ich auf eine Antwort warten, nur um seine „Bestrafung“ zu rechtfertigen. »Du weigerst dich also, mir zu antworten, was? Sawyer vorschieben, der ganze Zucker heute und mich nur für Sex brauchen? Ja, ich glaube, ich habe hier einen Jungen, der dringend eine Bestrafung braucht.«
Cooper lachte immer noch zu sehr, um mit mehr als nur einzelnen Wörtern zu antworten, aber er nickte begeistert, während ich ihn weiter kitzelte. »Bitte … ja … ja …«
Ich drückte ihn fest an mich und hielt meine Finger lange genug zurück, damit er zu Atem kommen konnte. »Das heißt aber nicht, dass ich dich spanken werde. Das würde dir zu sehr gefallen, mein frecher Welpe.«
»Oh, aber Master …« Cooper schmollte, ruinierte aber seinen theatralischen Blick, indem er seinen Schwanz an meinem Oberschenkel rieb. »Ich brauche …«
»Sex und ein Spanking. Habe ich gehört.«
Cooper sah zu mir auf, so unschuldig und süß, und schüttelte den Kopf. »Oh, nein, Master. Ich brauche nur dich.«
Er war so süß, dass es fast perfekt war. Aber ich wusste es besser, als ihm zu glauben, zumindest das meiste davon. Die Emotionen waren echt. Ich konnte in seinen Augen sehen, wie viel ich angefangen hatte, ihm zu bedeuten, aber da war auch diese Schicht falscher Unschuld, aus der nur der freche Cooper sprach.
Sawyer wollte offenbar sichergehen, dass ich nicht darauf hereinfiel, denn er schnaubte. »Der Master ist zu schlau, um auf diese Nummer reinzufallen. Versuch es noch mal.«
Cooper drehte seinen Kopf und streckte Sawyer die Zunge heraus, dann drehte er sich wieder um und richtete diese großen, unschuldigen Augen auf mich. Er war verdammt gut in dieser Ich-bin-so-süß-Nummer. Das machte all die Dinge, die ich mit ihm machen wollte, noch verruchter.
Ich beugte mich herunter und leckte um sein Ohr, während ich flüsterte: »Wirst du so süß und unschuldig aussehen, während ich dich ficke und dir deinen sexy Arsch versohle? Willst du die Jungfrau spielen, die von dem großen, harten Bösewicht gründlich verdorben wird?«
Ich fand die Idee heiß und Cooper schmolz einfach in meinen Armen dahin. Seine Knie wurden weich, während er stöhnte. »Oooh, Master.«
Ich grinste ihn teuflisch an, als ich mich zurückzog, und küsste ihn zärtlich. »Dann denke ich, dass du mich länger behalten musst als nur für ein Spanking und Sex.«
Cooper nickte mir leicht umnebelt zu. »Ja … Oh ja …«
Über uns beide lachend, kam Sawyer schließlich auf die Veranda und schüttelte den Kopf. »Ich glaube, du hast ihn gebrochen.«
Mit den Augenbrauen wackelnd, grinste ich Sawyer an. »Das habe ich.«
»Ich werde nicht einmal fragen, was du zu ihm gesagt hast.« Kopfschüttelnd stieß Sawyer uns beide in die Seite. »Füttere mich. Mir wurde Essen versprochen.«
Ich streckte die Hand aus und zog Sawyer dicht an mich heran, wobei ich ihn mit meinem Arm festhielt. »Ich glaube, ich habe dir heute Abend alle möglichen Dinge versprochen.« Als er errötete, es aber nicht leugnete, beugte ich mich herunter und küsste ihn sanft. Als er sich zurückzog, flüsterte ich leise: »Und das Erste, was ich dir versprochen habe …«, Sawyers Ausdruck war heiß, aber nervös, als ich innehielt und die Stille in die Länge zog, »waren Biskuits.«
»Du bist schrecklich.« Er lachte, wahrscheinlich erleichtert, dass ich im Moment nicht über sein Spanking sprach.
Cooper hingegen grinste. »Biskuits? Du willst sie wirklich machen? Selbst?«
Seine Aufregung war ansteckend und lächelnd nickte ich. »Ja. Willst du lernen, wie man sie macht?«
»Ja!« Cooper hüpfte fast in meinen Armen, also gab ich ihm einen Klaps auf den Hintern und ließ ihn los.
»Also gut. Wir müssen loslegen, damit wir Sawyer füttern können. Ich kann meine Jungs nicht verhungern lassen, bevor wir zum lustigen Teil des Abends kommen.«
Sawyer wurde noch röter, aber Cooper begann, herumzutanzen und zu singen. »Ich kriege den Hintern versohlt … Ich kriege den Hintern versohlt …«
Sawyer rollte mit den Augen und warf Cooper einen frustrierten Blick zu, als ich begann, die Tür zu öffnen.
Cooper schien das gar nicht zu stören; er grinste nur noch breiter. »Komm schon, du weißt, dass du genauso aufgeregt bist.«
»Kommt, ihr zwei. Abendessen.« Um Sawyer nicht noch mehr aufzuregen, sah ich Cooper an. »Benimm dich.«
Ohne die sexy Anschuldigung zu bestätigen oder zu dementieren, ging Sawyer ins Haus. Ich führte sie in die Küche und ließ Sawyer den Eintopf verteilen, damit er abkühlen konnte, während Cooper und ich die Biskuits machten. Cooper war beim Backen der Biskuits genauso aufgeregt wie bei allem anderen und ich bekam langsam eine Vorstellung davon, wie die beiden die anderen ruiniert hatten.
Aber schon bald war das Essen fertig und wir saßen entspannt am Tisch. Eine Mehlwolke und einige klebrige Arbeitsplatten hinter sich lassend, war Cooper mit seinen Kreationen durchaus zufrieden, auch wenn sie etwas unförmig waren.
»Der hier sieht aus wie ein Schwanz … ein winziger, leicht knubbeliger. »Was Coopers Worte noch lustiger machte, war, wie ernst sein Gesichtsausdruck wurde, kurz bevor er das ganze Ding in seinen Mund steckte.
Stirnrunzelnd schüttelte ich den Kopf. »Du wirst dich noch verschlucken.«
Sawyers Antwort kam trocken und perfekt getimt. »Nicht bei einem so kleinen Schwanz.«
Cooper fand das so lustig, dass er anfing, zu lachen. Leider war er mitten im Schlucken, sodass er begann, zu würgen.
Ich war mir nicht sicher, worüber ich mir mehr Sorgen machte: über die Spritzer auf dem Tisch oder darüber, wie rot sein Gesicht wurde. Er würde atmen können, wenn er aufhörte zu lachen und das verdammte Ding einfach runterschluckte, also fühlte ich mich nicht allzu schlecht. »Wenn du daran erstickst, werde ich ‚Gestorben an einem Schwanzbiskuit’ auf deinen Grabstein schreiben.« Das war offensichtlich lustiger als Sawyers Kommentar, denn das Lachen flammte wieder auf, und sogar Sawyer stimmte mit ein.
In all dem Chaos klopfte plötzlich jemand an die Hintertür. Als ich aufstand, um nachzusehen, hörte ich Melissas Stimme über das Gelächter hinweg. »Seit wann schließt du die Tür ab?«
Ich öffnete sie und warf ihr einen Blick zu, der sagte, wie dumm diese Frage war.
Sie zuckte mit den Schultern und steckte den Kopf herein. »Sie haben was an.«
»Und was, wenn nicht? Schau nicht nur.«
»Wenn sie nackt wären, hättest du die Tür nicht aufgemacht, Dumpfbacke. Oh, Biskuits! Danke fürs Essen.«
»Ich habe es nicht angeboten.« Aber die Worte gingen unter, als die Jungs sie begrüßten und sie sich am Essen bediente.
Ich rollte mit den Augen, aber es war mir nicht wichtig genug, um sie rauszuwerfen, und ging zurück zu meinem Platz.
Melissa war in Sekundenschnelle am Tisch, mit einer großen Schüssel Eintopf in der Hand, als sie auch schon wieder zu sprechen begann. »Mom sagte, sie werde dich diese Woche anrufen. Irgendetwas über ein Abendessen bei ihnen am nächsten Sonntag.«
»Irgendetwas Besonderes?« Mir fiel kein Geburtstag oder Feiertag ein, den ich vergessen haben könnte.
»Ähm, ich denke, es ist reine Neugier.« Melissa zuckte mit den Schultern und nahm einen Bissen. »Als du erwähnt hast, dass du ein Date hast, klang das offenbar nicht zwanglos genug, also will sie eine Chance haben, dich in die Mangel zu nehmen. Allerdings höflich.«
»Mom ist immer höflich. Aber neugierig.«
Melissa zuckte mit den Schultern. »Du hast es angesprochen.«
»Weil sie kein Geheimnis sind.«
»Dann bring sie mit. Sie wird die Vorstellung lieben, dass du es endlich mit jemandem ernst meinst.« Sie hielt inne und warf einen entrückten Blick auf ihren Eintopf. »Jemandennen …? Ernst mit ihnen … Gibt es einen Plural von ‚jemandem’? Denn ‚Zwei Leute‘ ist nicht persönlich genug.«
Cooper und Sawyer beobachteten den Austausch, als wären wir eine interessante Show, aber ich war mir nicht sicher, was so seltsam war, abgesehen von ihrer dummen Frage. Ich warf ihr einen Du-machst-dich-lächerlich-Blick zu und schüttelte den Kopf. »Woher zum Teufel soll ich das wissen?«
Sie schüttelte den Kopf, als würde sie versuchen, die Spinnweben zwischen ihren Ohren zu beseitigen. »Tut mir leid, ich habe den ganzen Tag mit Schreibarbeit verbracht, und das macht einen nach einer Weile wahnsinnig.«
»Hierherzukommen, war also nur eine Ausrede, um von deinem Computer wegzukommen. Ich fühle mich geehrt.«
Sie tat so, als wäre sie beleidigt. »Hey, wenigstens habe ich dich vor dem Anruf gewarnt.«
»Du hast einen Hintergedanken. Ich habe ihn nur noch nicht herausgefunden.« Bei ihr war immer etwas anderes im Spiel.
Melissa versuchte, unschuldig auszusehen, aber Cooper lachte. »Deine Augen verraten zu viel. Das wird nie funktionieren.«
Melissa blickte zu Cooper und grinste. »Wie wäre es, wenn ich dich diese Woche zum Mittagessen einlade und du mir dann zeigst, wie es geht? Ich könnte ein paar Tipps für die Arbeit gebrauchen.«
Cooper warf mir einen kurzen Blick zu, aber ich zuckte nur mit den Schultern, also drehte er sich wieder zu Melissa um und nickte. »Klar.«
Ich war mir nicht sicher, ob Cooper es für ein zwangloses Angebot hielt oder nicht, aber er schien leicht überrascht zu sein, als sie anfing, einen Termin festzumachen. »Normalerweise mache ich zwischen eins und zwei Mittagspause, aber ich bin flexibel, falls das für dich nicht passt. An welchen Tagen hast du in der Mittagspause Zeit?«
Er schaute sie mit großen Augen an, bevor er sich räusperte. »Ähm, Mittwoch?«
Es klang eher wie eine Frage als eine Aussage, aber Melissa überspielte das einfach, als ob seine Nervosität kein Thema wäre. »Großartig. Soll ich dich abholen oder kannst du mich irgendwo treffen?«
Immer noch leicht überrascht über die Richtung, die das Gespräch genommen hatte, nahm sich Cooper einen Moment Zeit, um zu antworten. »Ähm, ich arbeite bis spät in die Nacht, also werde ich das Auto haben. Ich kann dich irgendwo treffen.«
»Toll.« Sie nahm noch einen Bissen, bevor sie ihr Verhör fortsetzte. »Wenn du lange arbeitest, bleibt Sawyer dann allein zu Hause?«
»Gott, du bist so neugierig.« Ich verdrehte die Augen. »Manchmal gehen er und ich aus, während Cooper arbeitet. Ist es das, was du wissen wolltest?«
Sie wurde hellhörig und nickte. »Ja, ich denke darüber nach, ein Buch zu schrei…«
»Wenn du diesen Satz beendest, bist du eine tote Frau. Ich werde Mom erzählen, dass du den Antrag von diesem Buchhaltungsfreak, den sie geliebt hat, abgelehnt hast, wenn du auch nur erwähnst, ein Buch über meine Familie zu schreiben.« Ich meinte es todernst, aber sie lachte nur.
Sie sah leicht beeindruckt aus und nickte. »Das ist nicht fair. In Ordnung, ich werde nichts weiter darüber erwähnen. Aber dieses Arschloch hat mir nie einen Antrag gemacht, und das weißt du.«
»Es spielt keine Rolle. Mom hat ihn geliebt und fand ihn perfekt für dich. Also wird sie ihn jahrelang immer wieder erwähnen, und das weißt du auch.«
»Schummler.«
»Wenn es dieses Gespräch beendet, dann absolut.« Ich liebte sie, meistens, aber ich wollte mich nicht zurücklehnen, während sie ein Buch über unser Leben schrieb. Besonders, wenn alles so neu und Sawyer noch so unsicher war. Mein aufgeregter Junge schien genau zu wissen, was er fühlte. Nicht, dass er etwas gesagt hätte, aber ich konnte das Zögern in Sawyer sehen. Da war eine Angst tief im Inneren, dass sich alles, was zwischen uns wuchs, eines Tages verflüchtigen könnte. Ich konnte nicht in die Zukunft sehen, aber mir auch nicht vorstellen, meine süßen Jungs zu verlassen. Das musste ich ihm einfach zeigen. Er musste sehen, wie ernst ich die Beziehung nahm und wie sehr ich sie in meinem Leben brauchte. Es war schnell gegangen, aber ich war mir noch nie so sicher gewesen, was ich wollte.
Kapitel 4
Cooper
»Das ist so klebrig und einfach überall.« Das Aufräumen dauerte ewig. Das verdammte Zeug war wirklich überall.
»Dann fuchtle das nächste Mal nicht mit den Händen herum, wenn du rohen Teig an dir hast.« Sawyer verdrehte die Augen und widmete sich wieder dem Einräumen der Spülmaschine.
»Als ich die Biskuits gemacht habe, schien es keine so große Sauerei zu sein. Aber dieser Dreck ist wie alte Wichse. Es ist überall und klebrig.« Auf einem Stuhl balancierend, während ich Mehl und Teig von einer Schranktür abwischte, ignorierte ich Sawyers Stöhnen. Jackson hatte gekocht, also hatten wir uns freiwillig fürs Aufräumen gemeldet. Na ja, Sawyer hatte sich angeboten, weil ich so eine Sauerei mit den Biskuits gemacht hatte. Ich hatte mir allerdings nicht schnell genug ein gutes Argument einfallen lassen können, also musste ich jede Oberfläche in der Küche abwischen. »Ich bin nicht auf dieser Seite der Küche gewesen. Wieso ist da so viel Mehl?«
Sawyer sah mich nicht einmal an. »Du sprichst mit deinen Händen. Wir hatten diese Unterhaltung schon dreimal in den letzten fünf Minuten. Wisch einfach das Mehl ab. Ich bin fast fertig und du trödelst.«
Ich hatte gehofft, er würde mir helfen, wenn ich lange genug brauchte.
Was noch?
»Es ist so schwer.«
Er drehte sich um und streckte mir die Zunge raus. »Ich werde es nicht tun. Ich werde mit dem Master kuscheln gehen, während du Sperma von der Decke kratzt.«
»Fiesling.« Aber ich musste lachen, weil das Bild in meinem Kopf zu schräg war. »Was glaubst du, wie stark ich kommen müsste, um Sperma an die Decke zu kriegen?«
»Cooper.« Ich konnte hören, wie Sawyer mit den Augen rollte.
»Was? Das ist eine legitime Frage.«
»Wir werden es nicht versuchen, Kleiner. Kapiert?« Jacksons Stimme schreckte mich auf, als sie hinter dem Stuhl auftauchte. Seine Hände packten meine Hüften und hielten mich fest. »Warum stehst du auf einem Stuhl?«
»Weil ich zu klein bin, um das Mehl oben an den Türen zu erreichen?« Ich dachte, das wäre offensichtlich.
Jackson schüttelte den Kopf und nahm mir den Lappen aus der Hand. »Komm schon. Du wirst sonst nie fertig, ohne dich umzubringen.«
»Hey, du hast mich erschreckt. Mir ging es gut, bis du mich erschreckt hast.«
»Du hast an die Decke gestarrt, ohne dich an irgendetwas festzuhalten, und hast überlegt, wie angetörnt du sein musst, um da oben dranzuspritzen. Dass du fast runtergefallen wärst, war nicht meine Schuld.« Jackson half mir runter und gab mir einen Klaps auf den Hintern. »Und jetzt beeil dich. Sawyer hat recht: Da wäre ja eine Schildkröte schneller.« Dann warf er mir einen misstrauischen Blick zu. »Es sei denn, du willst nicht kuscheln und dann gespankt werden?« Er seufzte, als wäre es traurig, aber verständnisvoll. »Du musst mir nur sagen, wenn du nicht geil, bedürftig und bereit bist, gefickt zu werden. Es gibt keinen Grund, um …«
Ich reckte mich, um ihn zu küssen. »Das ist einfach nur gemein.«
»Wird es dich dazu bringen, dich zu beeilen?«
Ich seufzte und nickte. »Ja.«
»Wunderbar. Ich kümmere mich um die Oberseite der Schränke. Du fegst den Boden, und dann sollte das alles sein, denke ich.« Als er anfing, zu putzen, sah Jackson zu Sawyer. »Warum bereitest du nicht den Film vor? Wir sind in einer Minute fertig.«
Sawyer machte einen neckischen Schmollmund. »Wie kommt es, dass er Hilfe bei seinen Aufgaben bekommt?«
Das klang schmutzig. Jackson musste ähnliche Gedanken gehabt haben, denn sein Blick wurde heiß und er begann, Sawyer anzusehen, als wollte er ihm versaute Dinge antun. »Wie wäre es, wenn ich dich zur Belohnung dafür, dass du brav warst, auf meinem Schoß sitzen lasse, während wir uns den Film ansehen?«
Jacksons Stimme wurde leiser und das jagte mir einen Schauder über den Rücken. Ich liebte es, wenn er ganz der Dom war und so schmutzig wurde.
Sawyer begann, an seiner Unterlippe zu knabbern, aber er nickte. »Danke, Master.«
Ich wollte mir heute Abend den Hintern versohlen lassen, aber ich hatte das Gefühl, dass Sawyer den Anfang machen würde. Meinem Schwanz gefiel diese Idee auch; wir beide liebten es, zuzusehen.
Jackson blickte zur Tür. »Dann geh und mach dich fertig. Ich möchte dich sofort in den Arm nehmen und mit dir kuscheln. Ich habe den ganzen Tag darauf gewartet, mit dir zu kuscheln.«
Ich konnte es kaum erwarten, zu sehen, was er mit Sawyer anstellen würde, während wir den Film sahen. Die beiden waren wie ein kostenloser Live-3D-Porno, wenn sie in Fahrt kamen, und Sawyer ließ es seine Sorgen verblassen. Als ich nach unten griff, um meinen härter werdenden Schwanz vorsichtig zu richten, spürte ich Jacksons Hand auf meinem Hintern.
»Keine Spielchen mit dir selbst.«
Mein dummer Schwanz wollte wissen, was passieren würde, wenn wir nicht auf ihn hörten. Aber er war ein Schwachkopf, also hielt ich den Mund. Ich wollte kommen und gespankt werden, also benahm ich mich. »Ja, Master. Tut mir leid.«
Jacksons Hand rieb langsame Kreise an der Stelle, an der er zugeschlagen hatte, und ich wusste, dass er darüber nachdachte, was später passieren würde. Das taten wir beide. Seine raue Stimme ließ mir einen Schauder über den Rücken laufen. »Mein süßer Junge muss eindeutig bestraft werden.«
Ich verkniff mir ein Stöhnen, das entweichen wollte, und war mir nicht sicher, wie ich reagieren sollte. Bitte, ja schien nicht die beste Idee zu sein.
Zum Glück musste ich nichts sagen, denn Jackson gab mir einen Schubs. »Fegen.«
Nickend eilte ich zur Speisekammer, wo der Besen aufbewahrt wurde. Sie hatten recht: Sobald ich aufgehört hatte, zu trödeln, ging es schnell. In wenigen Minuten war die Küche sauber und wir kuschelten uns mit gedämpftem Licht auf die Couch.
Bevor Sawyer den Film anmachte, hatte ich ein paar Fragen, die mir auf der Seele brannten. Ich drückte mich an Jacksons Seite, mit Sawyers Beinen auf meinem Schoß, und lehnte meinen Kopf an Jacksons Schulter. »Es war doch okay, dass ich gesagt habe, ich werde mit Melissa zu Mittag essen, oder?« Jackson hatte mir den Eindruck vermittelt, dass es ihm so oder so egal war, aber ich hatte begonnen, das zu bezweifeln.
Jackson drückte mir einen Kuss auf die Stirn. »Ist schon gut. Wenn du nicht willst, dann sage ich ab, aber ich glaube, sie will euch einfach nur kennenlernen. Es ist ihre Art, zu versuchen, eure Freundin zu sein und wahrscheinlich einfach nur eine wissbegierige Arschgeige, die neugierig auf Dinge ist, die sie nichts angehen.«
»Mich stört der neugierige Teil nicht. Ich fühle mich wohl mit dem, wer ich bin und was ich mag, aber sie ist deine Schwester und das ist …« Ernst. Ich hatte noch nicht viel gedatet, aber selbst ich wusste, dass das Abhängen mit der Familie deines Freundes viel mehr war als einfaches Datingverhalten. Und da wir so viel mehr als nur Freunde waren, machte es die Sache in meinen Augen noch größer. Aber wie fühlte sich Jackson dabei?
»Ich möchte, dass ihr meine Familie kennenlernt.« Ich hörte, wie er Sawyer küsste, und spürte dann einen Kuss auf meiner Stirn. »Ihr Jungs seid ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich weiß, wir sind noch nicht lange … zusammen, aber das hier fühlt sich richtig an. Ich werde euch nicht verstecken. Wenn ihr Melissa kennenlernen wollt, ist das in Ordnung für mich. Wenn die verrückte Frau euch Angst macht, dann könnt ihr sie meiden. Wenn ich mich daran erinnere, die Türen abzuschließen, wird das sehr helfen.«
Ich war immer also nicht der Einzige, der daran dachte, seine Türen abzuschließen, also musste ich lachen. »Ja, das würde helfen.« Das Erste, was ich getan hatte, als wir zu seinem Haus gekommen, waren, war, sicherzustellen, dass die Türen verschlossen waren. Das war schnell zur Gewohnheit geworden, nachdem ich gesehen hatte, wie leicht sich Melissa Zutritt verschafft hatte. Beim Abendessen hereinzukommen, war eine Sache, aber wenn wir spielten oder gespankt wurden, wäre das eine andere. Und ich wollte nicht mitten im Geschehen anhalten und die Hintertür überprüfen müssen, um zu sehen, ob Jackson sie verriegelt hatte. »Okay, dann denke ich, wird das Mittagessen lustig. Ich habe keine richtigen Leute in meinem Leben außer euch, mit denen ich über den Welpenkram reden kann.« Ich hatte niemanden, mit dem ich darüber reden konnte, außer Sawyer, aber das war nicht der Punkt.
»Sagt, womit ihr euch wohlfühlt, aber zieht klare Grenzen, wenn es etwas ist, das sie nichts angeht, und ihr es ihr nicht sagen wollt. Fühlt euch deswegen nicht schlecht.« Ich konnte die Besorgnis in Jacksons Stimme hören und das brachte mich zum Lächeln. Er war so süß, wenn er sich Sorgen machte.
»Ja, Sir.«
»Braver Junge.«
Sawyer sprach auch endlich. »Was ist mit dem nächsten Wochenende mit deiner Familie?«
Ich spürte, wie Jackson mit den Schultern zuckte. »Na ja, meine Mutter möchte vielleicht ein ernsthaftes Gespräch, aber ich habe darüber nachgedacht, sie zum Grillen zu überreden. Ich denke, etwas Legeres ist vielleicht einfacher. Steaks oder Burger. Was ist euch lieber?«
Ich hob meinen Kopf, um die beiden anzusehen, und versuchte nicht, mein Grinsen zu verbergen. »Ähm, ich glaube, das hat er nicht gemeint.« Es war süß, dass Jackson nur an die Pläne und das Essen dachte, aber Sawyers kaum unterdrücktes Lächeln sagte, dass es nicht das war, was er wissen wollte.
»Was hast du denn gemeint?« Seine ernste Verwirrung schien Sawyer zu entspannen, denn er rollte sich lächelnd zu Jackson.
»Ähm, ich bin eigentlich neugierig darauf, ob du wirklich willst, dass wir deine Eltern kennenlernen. Ich weiß, du hast gesagt, dass es in Ordnung sei, wenn wir mit Melissa abhängen. Und nebenbei bemerkt: Es ist gut, dass ich mich da raushalte. Sie macht mich nervös, aber ich war mir nicht sicher, ob du bereit bist, deinen Eltern zu sagen, dass du mit zwei Jungs zusammen bist.«
Jacksons Augen weiteten sich, als Sawyer sprach, und er begann, die Punkte zu verbinden. »Ich habe vor, dass ihr für eine sehr lange Zeit ein Teil meines Lebens seid, Baby. Ich werde euch nicht verstecken. Sicher, es wird Zeiten und Menschen geben, wo wir vorsichtiger mit dem sein müssen, was wir sagen, aber nicht bei meiner Familie. Also, ich habe nicht vor, das Puppy Play zu erwähnen, weil ich mit meiner Mutter nicht über mein Sexleben und solche persönlichen Dinge rede, aber ich kann es kaum erwarten, ihnen zu zeigen, was für wunderbare Menschen ihr seid.«
Ich war an der Reihe. »Und die werden sich wirklich nicht daran stören, dass wir zu zweit sind?«
Jackson zuckte wieder mit den Schultern. »Sie wird überrascht sein, aber sie hat immer gesagt, dass sie nur will, dass ich glücklich bin und mit jemandem sesshaft werde. Sobald sie den ersten Schock überwunden hat, wird sie schon klarkommen.«
Seine entschlossene Antwort, als würde er an nichts zweifeln, beruhigte meine Nerven, aber ich konnte sehen, dass Sawyer nicht ganz so entspannt war. Jacksons Eltern waren nicht ausgeflippt, als er sich geoutet hatte, und sie hatten regelmäßig mit Melissas Verrücktheiten zu tun, also dachte ich mir, solange wir nicht über das Puppy Play sprachen, würden wir im Vergleich zu ihr einigermaßen normal wirken.
Jackson gab uns beiden wieder Küsse. »Also kommt ihr nächstes Wochenende mit?«
»Ja. Ich stimme für Steaks.« Ich wusste, Jackson würde uns nicht in eine Situation bringen, die er für unangenehm hielt. »Du sagtest, du würdest mir zeigen, wie man grillt.«
Sawyer stöhnte. »Du wirst dir nur wieder die Haare verbrennen.«
»Was?« Jackson versuchte, seine Stimme ruhig zu halten, aber Überraschung und Sorge waren deutlich zu hören.
Seufzend gab ich ihm einen Klaps auf den Arm. »Es war nicht so schlimm, wie es sich angehört hat. Er ist einfach nur dramatisch.«
Sawyer kicherte. »Du hast Geburtstagskerzen ausgeblasen und deine Haare in Brand gesteckt. Ich habe ein Recht darauf, mir über echte Flammen Sorgen zu machen.«
Jacksons Kopf fiel zurück gegen die Couch.
Ich war mir nicht sicher, ob ich meine Chance mit dem Grillen verspielt hatte oder nicht. »Du zeigst mir doch noch, wie man es macht, oder?«
Er seufzte, hob aber den Kopf. »Ja, aber mit einer Menge Aufsicht. Viel Aufsicht.«
Ich zuckte mit den Schultern. Ich wusste, dass er mir sowieso nicht erlauben würde, es allein zu tun, also spielte es keine Rolle, dass er vorhatte, mich zu überwachen. Ich wollte lernen, wie man grillte. »Das wird ein Spaß. Ich kann es nicht erwarten.«
Sawyer und Jackson schauten beide unsicher, aber ich wusste, dass es aus unterschiedlichen Gründen war.
Lächelnd versuchte ich, ihnen zu zeigen, dass alles in Ordnung sein würde. Der Einzige zu sein, der sich keine Sorgen machte, war manchmal anstrengend.
Kapitel 5
Sawyer
Die ganze Diskussion um das Treffen mit Jacksons Familie und das Mittagessen mit seiner Schwester und das bevorstehende Spanking und was auch immer passieren würde machte es nicht einfach, sich auf den Film zu konzentrieren. Jacksons wandernde Finger waren auch nicht gerade hilfreich. Nicht, dass er versuchte, subtil zu sein. Wenn es nur seine Hand war, die langsame Kreise auf meiner Brust und hinunter bis knapp über meinen Schwanz rieb, war es etwas ablenkend, aber ich verpasste nicht viel vom Film. Aber als er Cooper in seinen Plan einbezog, war es fast unmöglich, daran zu denken, auf den Fernseher zu achten. Seine leichte Berührung kreiste um meine Brustwarzen und dann an meiner Brust hinunter, bevor er seine unsichtbare Spur wieder aufnahm. Jedes Mal schien er näher an meine Brustwarzen und meinen Schwanz heranzukommen, aber er überschritt diese Linie nie. Schließlich, bei einer Runde um meine Brustwarzen, rieb er mit den Fingerkuppen über die festen Spitzen. Alles in mir spannte sich an und ich wartete darauf, was er tun würde. Jackson gab ein leises Kichern von sich und spielte mit dem Nippel, während er sich den Film ansah und leise mit Cooper über alberne Dinge sprach, um ihn zu beschäftigen. Es war verdammt ablenkend.
»Warum reibst du nicht Sawyers Beine? Ich wette, sie sind müde von einem so langen Tag.« Jacksons Worte kamen vernünftig genug rüber, aber ein Blick auf Coopers Gesicht, das totale Freude zeigte, und ich wusste, dass ich etwas übersehen hatte.
»Er war heute sehr gut, Master.« Coopers sexy Unschuld ließ meinen Schwanz zucken und Jacksons leiser Ton der Zustimmung half auch nicht.
»Wie wäre es, wenn wir ihm zeigen, wie ein braver Junge belohnt wird?«
Coopers Stimme triefte vor Sex. »Ja, Master.«
Fuck.
Irgendwo zwischen einer Explosion und der nächsten bekam ich nicht mehr mit, was im Film geschah. Coopers Finger wanderten an meinen Beinen auf und ab und streichelten sie in langen, langsamen Strichen, die immer höher wanderten.
»Er ist so angespannt, Master.« Coopers Hände drückten auf meine Oberschenkel, kaum einen Zentimeter von meinem Schwanz entfernt, und es gab nichts, was ich tun konnte, um ruhig zu bleiben.
»Dann müssen wir ihm vielleicht helfen. Er war so ein braver Junge heute und wir hatten so viel Spaß im Park, dass er entspannt und glücklich sein muss, nicht wahr?« Jacksons Vorstellung von Hilfe schien zu beinhalten, den Bereich direkt über meinem Schwanz zu massieren, ohne ihn tatsächlich zu berühren.
Cooper warf Jackson einen sehr ernsten Blick zu und nickte eindeutig zustimmend in die Richtung, in die das Gespräch ging. »Er ist immer so brav, Master. Ich möchte ihn glücklich machen.«
Fuck.
»Schauen wir mal, was wir tun können, Kleiner.« Jacksons Tonfall entsprach in seiner völligen Unschuld fast dem von Cooper, aber diese Illusion wurde zerstört, als ihre Finger anfingen, über meinen Schwanz und meine Eier zu streichen.
»Oh, Master, hier ist er noch härter. Spürst du die ganze Anspannung?«
Ich spürte, wie sich Jacksons Körper anspannte, und ich wusste, dass er Cooper mit seinen großen, süßen Augen auf eine verruchte Art erotisch fand. Ihre Finger verschränkten sich über meinem Schwanz und ich musste die Augen schließen, weil das Bild ihrer gemeinsamen Hände über mir zu sexy war.
Jacksons Stimme wurde tiefer und ich konnte hören, wie das Bedürfnis auch in ihm zu wachsen begann. »Du hast recht. Ich denke, wir müssen sehen, was wir in dieser Sache tun können. Bist du bereit, mir zu helfen, damit es ihm besser geht?«
Fuck.
»Ja, Master.« Coopers Antwort war so ernst, dass sich alles in mir anspannte, während ich abwartete, was sie tun würden.
»Was meinst du, wie sollen wir ihn aufmuntern?«
»Sollen wir ihn massieren? Vielleicht fühlt er sich dann besser.« Ich konnte mir vorstellen, wie Cooper Jackson anblinzelte und sein Bestes tat, um die unanständige Idee alles andere als anrüchig erscheinen zu lassen.
»Mal sehen, ob das hilft. Wenn es das nicht tut, müssen wir vielleicht etwas anderes versuchen. Wenn Sawyer so ein braver Junge war, sollte er nicht so hart und angespannt sein.« Starke Finger begannen, meine Jeans zu öffnen, und ich wusste durch die große, gleichmäßige Berührung, dass es Jackson war.
»Oh ja, Master. Seine Haut zu reiben, ist wahrscheinlich viel entspannender.« Die Freude und Erregung in Coopers Stimme waren nicht vorgetäuscht, nur die erotische Arglosigkeit war es. Sie versuchten, mich umzubringen.
Als Jackson meinen Schwanz befreite, legten sich ihre Hände um mich und streichelten langsam meine Erektion, bis ich in Jacksons Armen stöhnte und zitterte. Eine Hand zog mich fester an seinen Körper, während die andere die sanften Berührungen fortsetzte, die mich an den Rand des Wahnsinns trieben. Ich wollte kommen. Ich wollte sie anflehen, mich härter zu wichsen und die Lust in mir explodieren zu lassen. Aber ich kannte die Regeln und ich kannte das Spiel.
»Warum versuchst du nicht, nur die Spitze zu streicheln und zu sehen, ob ihn das mehr entspannt?« Jacksons Worte ließen Cooper meinen Schaft hinaufwandern, um sich auf die empfindliche Spitze zu konzentrieren, die bei jeder Berührung Funken durch mich schickte.
Die Kombination war unglaublich. Die zarte, gleichmäßige Liebkosung von Jacksons Hand und das fast schmerzhafte Vergnügen, das mir Coopers Hand bescherte, machten es schwer, zu verarbeiten, was geschah. Schmerz. Vergnügen. Sanft. Grob. Sachte. Überwältigend. Ich wollte kommen, wenn sie so weitermachen. Ein leises Wimmern entfuhr mir und ich musste meinen Kiefer zusammenpressen, um nicht zu flehen. Ich wollte so viel mehr, aber ich wollte nicht derjenige sein, der das Sagen hatte. Es oblag dem Master.
»Ich glaube, das funktioniert. Manchmal werden die Leute angespannter, kurz bevor sie sich völlig entspannen.« Ich war mir nicht sicher, ob Jacksons Worte bedeuteten, dass er mich höher schicken wollte, bevor ich kommen durfte, oder nicht. Aber ich hatte das ungute Gefühl, dass es das war, was diese ganz normalen Worte bedeuteten.
»Dann müssen wir ihn noch härter und steifer machen, Master?«
Ich wollte Cooper umbringen. Gleich, nachdem ich zum Orgasmus gekommen war.
»Das ist wahrscheinlich eine gute Idee.«
Ich hätte mir nie vorstellen können, wie heiß es sein würde, dazuliegen und den beiden zuzuhören, wie sie ein so unschuldiges Gespräch führten, während sie so verruchte Dinge mit mir machten.
Jackson setzte die unglaubliche Quälerei fort und steigerte sie dann auf eine andere Ebene. »Warum schiebst du nicht deine andere Hand zwischen seine Beine? Wenn du ihn dort streichelst, könnte es uns helfen, ihn noch angespannter zu machen.«
»Ja, Master.« Cooper hätte Schauspieler werden sollen.
»Heb dich für uns etwas, Sawyer. Wir werden dafür sorgen, dass du dich noch besser fühlst. Ich weiß, wie sehr du dich entspannen willst, mein Junge.« Jacksons Worte schickten Wellen des Verlangens durch mich, und obwohl ich über ihnen lag, war es fast unmöglich, meinen Körper zum Gehorchen zu bringen.
Als meine Hose unten war, ließ ich mich gegen Jackson zurücksinken und spürte Coopers Hand zwischen meine Beine gleiten. Zu wissen, was kommen würde, machte das Warten nur noch intensiver. Die Sekunden zogen sich in die Länge, während ich spürte, wie sein Finger unter meine Eier und über meinen Damm glitt. Als er dann mein Loch umkreiste, zitterte ich und klammerte mich an Jacksons Hemd.
»So ist’s brav, Cooper. Du machst einen tollen Job. Sieh dir an, wie hart du Sawyer gemacht hast.« Jacksons sexy Stimme verdeutlichte die Tatsache, dass sie jede meiner Reaktionen beobachteten.
»Danke, Master.« Coopers süße Stimme stand im völligen Widerspruch zu dem, was sein Finger tat, als er an meinem Loch rieb und es reizte. Er umkreiste und streichelte es, drückte seinen Finger gerade in mich hinein, bevor er ihn wieder herauszog und den verrückten Kreislauf von vorne begann.
Als sich die Lust weiter aufbaute und ich fast sehen konnte, wie mein Orgasmus heranrauschte, um mich zu überrollen, wurde Jacksons Hand langsamer. »Ich glaube, wir müssen einen anderen Weg finden, um Sawyer zu helfen, sich zu entspannen.«
»Was zum Beispiel?«
»Ich werde es dir zeigen, Cooper.«
Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich die Aufregung in Jacksons Stimme mochte oder ob sie mich nervös machte. Wahrscheinlich beides. Ihre Hände lösten sich von meinem Körper und ich zwang mich, die Augen zu öffnen. Jackson lächelte mich an, als hätte er die beste Idee gehabt.
Scheiße.
»Setz dich für mich auf, Sawyer. Ich weiß genau, wie ich dich noch mehr verwöhnen kann.«
Meine Arme, Beine und mein Gehirn funktionierten nicht genug, um Jacksons Anweisungen zeitnah zu befolgen, aber mit seiner Hilfe war ich bald dicht an seinen Körper geschmiegt, während Cooper sich von uns entfernte.
»Cooper, ich möchte, dass du dich zwischen meine Beine legst, mit dem Kopf zur Couch und den Füßen nach außen.«
Ich war verwirrt, als Jackson begann, die dekorativen Kissen von der Couch auf dem Boden zwischen seinen Beinen zu stapeln. Als er Coopers Kopf auf die Kissen gestützt hatte, sodass sein Gesicht direkt an Jacksons Schenkeln war, bildete sich langsam ein unanständiges Bild in meinem Kopf. Jackson bestätigte es nur, als er anfing, mich zu bewegen. Ich dachte nicht einmal daran, mein Safeword zu benutzen oder gar zu leugnen, was ich wollte, als er mich auf seinen Schoß legte, sodass mein Schwanz über Coopers Mund baumelte. Vor allem, weil er mich nicht fragte oder mich dazu brachte, zu bestätigen, was ich wollte. Er wusste es einfach und übernahm die Kontrolle. Vielleicht hätte ich irgendwann zugeben können, was ich wollte. Vielleicht hätte ich irgendwann die Worte finden können, um um das zu bitten, was ich so dringend brauchte: Befreiung und das vollkommene Vergessen, das entstand, wenn man alles dem Master überließ. Aber ich war mir nicht sicher. Zum Glück musste ich das auch nicht sein.
»In Ordnung, Cooper. Während ich ihm den Hintern versohle, um die Anspannung zu lösen, möchte ich, dass du deine Lippen benutzt, ihn küsst und ihn in den Mund nimmst. Ich denke, das wird auch helfen.« Jackson sprach, als wäre es eine Art Spiel, das er testen wollte.
Ich wusste genau, wie unglaublich es sich anfühlen würde und wie genau meine „Anspannung“ auf ihre neue Idee reagieren würde. Als Jackson zuschlug und sich die Hitze und das angenehme Gefühl in mir ausbreiteten, sackte ich auf seinem Schoß zusammen und ließ alles geschehen. Als Cooper schließlich seine Zunge herausstreckte und begann, an der Spitze meines Schwanzes zu lecken, keuchte und stöhnte ich. Die Empfindungen waren fast zu perfekt.
Jacksons Hand bewegte sich in einem beruhigenden Rhythmus, der Hitze über meinen Arsch und Verlangen durch meinen Körper verbreitete. Irgendwie war der Schmerz vom Spanking nie wirklich Schmerz. Es war Erlösung und Hingabe und Funken, die Wellen der Lust durch mich schickten.
Als Coopers Mund anfing, an meinem Schwanz zu saugen, war ich endlich in der Lage, alles abzugeben. Jede Sorge war weg; jede Angst verblasst. Die Unterwerfung legte sich um mich wie eine beruhigende Decke, die alles, was auf mich drückte, beiseiteschob und nur das Gefühl zurückließ, umsorgt, geliebt und beschützt zu werden.
Als ich mich auf Jackson entspannte und mental meine Unterwerfung anbot, änderte sich etwas bei dem Spanking. Die Wärme durchdrang mich weiter und seine Hand fiel in einem gleichmäßigen Rhythmus auf mich herab, der das Verlangen weiter ansteigen ließ, aber mit dem schönen Schmerz waren beruhigende Berührungen und leises Gemurmel darüber vermischt, wie süß und wie gut ich für ihn wäre. Liebe und Verlangen wirbelten in seiner Stimme durcheinander, bis ich sie nicht mehr auseinanderhalten konnte, und ich war mir nicht einmal sicher, warum ich das überhaupt wollte. Es war Jackson. Er war unser Geliebter, unser Master, unser Freund … unsere Familie.
Die Lust begann, wieder anzuschwellen und ich war mir nicht sicher, ob ich die Kraft hatte, sie noch länger zurückzuhalten, ob die stockenden, verwirrenden Worte, die aus mir heraussprudelten, Jackson wissen ließen, dass ich die Lust nicht länger zurückhalten konnte, oder ob er es einfach wusste, aber er schien zu verstehen, dass ich an meiner Grenze war. Seine Hand hörte auf, mich zu spanken, aber die knetenden, rauen Berührungen an meinem empfindlichen Arsch hielten das Bedürfnis auf einem fast unmöglichen Niveau. Jackson sagte etwas Leises, als er begann, mein enges Loch zu umkreisen, aber das Klopfen war so laut in meinen Ohren, dass ich nichts außer meiner eigenen Lust hören konnte.
Coopers Mund fing an, noch härter an meinem Schwanz zu arbeiten, und ich konnte endlich die Lustschreie hören, die von mir ausgingen.
Jacksons mit Spucke befeuchteter Finger drang schließlich in meinen verkrampften Muskel ein und der Hauch Schmerz, der sich mit der Lust vermischte, war perfekt.
Als sein Finger über meine Prostata strich und Wellen der Lust durch mich hindurchfluteten, nahm Cooper meinen Schwanz tief in seine Kehle auf, und alles, was ich spürte, war mein nahender Orgasmus.
»Komm.«
Jacksons Worte öffneten die Schleusen und es brach in absoluter Perfektion über mich herein. Wirbelnde Empfindungen und Lust durchströmten mich und keiner der beiden Männer war bereit, mich zurück auf die Erde zu bringen. Als es schließlich zu viel war und die rasende Flut des Verlangens abebbte, ließ Cooper meinen Schwanz los und Jackson zog sich aus mir zurück und rieb beruhigende Kreise auf meinem Rücken. Ich hörte, wie Cooper sich bewegte, und spürte dann, wie ihre beiden Hände in langen Strichen über meinen Körper streichelten. Ihre Worte rückten langsam wieder in den Fokus.
»So wunderschön … schau dich an …« Jacksons Worte waren leise und zärtlich und ich konnte hören, wie viel es ihm bedeutet hatte.
Cooper war einfach nur froh, recht gehabt zu haben. Seine Stimme war leise und süß, aber es war ein Hauch von Vergnügen darin, weil er wusste, dass er recht behalten hatte. »Habe ich dir nicht gesagt, wie gut es sich anfühlen würde? Das ist genau das, was du gebraucht hast.«
Ich wollte ihn eine kleine Göre nennen, aber das erforderte mehr Energie, als ich aufbringen wollte.
Als Jackson begann, mich in seinen Armen zu drehen, stöhnte ich auf. Ich war nicht bereit, mich zu bewegen. Er kicherte, offensichtlich nicht abgeschreckt von meiner Reaktion. »Komm. Wir werden uns jetzt ins Bett legen. Du wirst dich ausstrecken und entspannen, während ich überlege, was ich mit Cooper machen werde.«
Ich nickte schläfrig, während ich mich an Jacksons Brust schmiegte, und zwang die Worte heraus. »Ungezogen … Bestrafen … Frechdachs.«
Lachend ignorierte Jackson meine Stimme und fing an, Cooper die Anweisung zu geben, meine Hose und Schuhe auszuziehen. Als ich nackt war, schlang er seine Arme um mich und stand auf. Ich hatte nie verstanden, wie sexy und süß es war, von jemandem auf den Armen getragen zu werden, bis ich realisiert hatte, dass Jackson das konnte. Er lachte und sagte, das wäre ein guter Ansporn für ihn, in Form zu bleiben.
Es dauerte nicht lange, da lag ich auf dem Bett und mein Gehirn begann endlich, zu arbeiten, aber mein Körper machte mir klar, dass er für diese Nacht fertig war. Ich fühlte mich unglaublich. Ich wusste, dass ich steif sein würde, aber ich wollte mich einfach nur in dem leicht verschwommenen Gefühl wälzen, das mich umhüllte, und in den Empfindungen, die immer noch von meinem Hintern ausgingen. Es war perfekt.
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