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Das Buch

Warum musste die Menschheit den langen Weg durch die Evolution gehen? Was beabsichtigt das Göttliche mit der irdischen Schöpfung? Das zweite, ausnahmslos gechannelte Buch von Jürgen Majewski erklärt die karmischen Ursachen des Aufstiegs und Untergangs ganzer Menschheits-Epochen und Kulturen ebenso präzise wie die geistige Entwicklung vom Neandertaler bis zum „modernen“ Menschen des 21. Jahrhunderts.

Die hoffnungsvolle Vision der Botschaften: Die Menschheit wird im jetzt anbrechenden Neuen Zeitalter ihr jahrtausendealtes Karma überwinden. Eine epochale Transformation des menschlichen Bewusstseins in das universelle Bewusstsein wird stattfinden und damit die Überwindung von Materie, Krankheit und Tod – das Ende des menschlichen Karmas!

Der Autor

Jürgen Majewski, geboren 1958, arbeitete ursprünglich als Landschaftsgärtner und ist seit 1983 auf dem spirituellen Weg. Nach 22 Jahren innerer Entwicklung stellten sich bei ihm überraschend mediale Fähigkeiten ein. Die geistige Welt forderte ihn auf, dieses Buch zu empfangen und aufzuschreiben. Jürgen Majewski bietet heute Menschen im gesamten deutschsprachigen Raum seine geistige Unterstützung an. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Bern in der Schweiz.

Jürgen Majewski

Die Überwindung des Karmas

Die geistige Evolution der Menschheit

Ihre Entstehung – ihr Fall – ihr Aufstieg


Inhaltsverzeichnis

Umschlag

Das Buch / Der Autor

Titel

Inhaltsverzeichnis

Widmung

Vorwort

Einleitung

1 Die Schöpfungsgeschichte des Menschen

Der Schöpfungsakt des irdischen Planeten

Die Riesen und Einäugigen

Warum der Affe sich zum Menschen entwickeln wollte

Die Anfänge des menschlichen Lebens

2 Die ersten Zeitalter

Die Neandertaler und die Homo Sapiens

Wie das Karma der Riesen und Einäugigen die Ausrottung der Neandertaler beeinflusst hat

Die Sintflut

Lemurien (Lemuria)

Atlantis

3 Die großen Kulturen und ihr Karma

Ägypten – Die Kultur der Pharaonen

Persien

Babylon

Süd- und Mittelamerika (Inkas, Mayas)

Die amerikanische Konföderation (Nordamerika)

Der Fall der nordamerikanischen Indianer

Afrika

Die Mongolen

China

Der Taoismus

Indien

Die Entstehung des Buddhismus in Indien und die Entstehung Tibets

Die 12 Aspekte Buddhas

4 Das frühe Europa

Kelten und Wikinger

Das Mysterium von Avalon

Griechenland

Das Römische Reich

5 Das neue Europa

Der Zarenhof in Russland und die kommunistische Revolution

Der Erste Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg

Die geistigen Freiheitsbestrebungen in der westlichen Welt

Europa und seine karmische Beziehung zu Afrika

6 Die Vervollkommnung der Menschheit in der Evolution

Geistige Aufgaben für jeden Kontinent im Neuen Zeitalter

Die Reiche der Finsternis

Das geistige Prinzip der irdischen Evolution

Die weiße Bruderschaft

Die Inkarnationen ausserirdischer Wesen unter den Menschen

Indigo-Kinder und solche mit dem Down-Syndrom

Der Impuls für die Verkörperung von Seelen in die Evolution

Die Überwindung von Alter und Tod

Der Wendepunkt

Ausblick ins nächste Jahrtausend

Der Durchbruch ins universelle Sein

Kontakt zum Autor

Impressum



Alle Menschen, alle Wesen sind eins.

Im Bewusstsein der universellen Einheit und der allumfassenden Liebe wird es möglich sein, die Folgen aller jemals stattgefundenen Aufspaltungen in der Menschheitsgeschichte, das alte Karma der Menschheit, zu überwinden. Dann ist der Weg ins goldene Neue Zeitalter frei.

Vorwort

och vor der Veröffentlichung meines ersten gechannelten Buches »Die Welt im Wandel« wurde ich aufgefordert, die Arbeit an diesem Buch zu beginnen. Der Inhalt geht zurück bis zu den Ursprüngen der Menschheitsgeschichte, sogar bis an den Anfang der irdischen Entwicklung. Die wissenschaftliche Evolutionstheorie und die religiöse Schöpfungsgeschichte werden miteinander verflochten. In der Vergangenheit standen diese beiden Schöpfungs-Theorien im Widerspruch zueinander, was bisher als unüberwindbar galt. Zum Teil decken sich die Botschaften mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, zum Teil tun sie es nicht, beziehungsweise noch nicht. Doch darum brauche ich mich nicht zu kümmern, was mir immer wieder als eine große Herausforderung erscheint. Wie auf alles, was mir aus den geistigen Welten durchgegeben wird, habe ich keinen Einfluss auf die Inhalte der Botschaften.

In den jetzigen Zeiten wird einerseits das kritische Bewusstsein bei den Menschen betont und gefördert, andererseits flüchten sich die Menschen in die Gleichgültigkeit, da sie die immer größer werdende Meinungsvielfalt nicht mehr ertragen. Doch nun steht für die Menschen kollektiv der Schritt an, den Verstand zu überlisten. Er ist in der äußeren Lebensbewältigung ein wichtiger Partner, kann sich aber in der inneren Betrachtung des Lebens störend auswirken. Das nun entstehende Einheitsbewusstsein fördert das Verstehen mehr, als es in den Aufsplitterungen des menschlichen Verstandes bisher möglich war.

Sowohl in der von mir angebotenen medialen Einzelarbeit als auch in der Arbeit für die Buchprojekte erfahre ich immer wieder, dass im Einheitsbewusstsein und im Angesicht der bedingungslosen Liebe sich ein übergeordnetes Wissen einstellen kann, das unsere bisherigen, oft unvollkommenen Ansichten übersteigt. Deshalb bitte ich den Leser, die Worte des Buches möglichst innerlich zu erfassen, um es in seiner Ganzheit verstehen zu können. In der Einfachheit des Denkens können die hinter den Worten liegenden geistigen Lernschritte besser erfasst werden.

Ich danke meiner geistigen Führung, die täglich in vielen erhabenen Augenblicken für mich da ist. Es wird mir dadurch gezeigt, dass wir Menschen im Angesicht des Höchsten nicht machtlos sind, sondern aus unserer Vergangenheit, unseren Fehlern und unseren Unzulänglichkeiten lernen können. Damit zeigen sich mir Wege auf, auf denen wir unser Karma wirklich überwinden können. Daraus schöpfe ich immer wieder Mut. Diesen Mut wünsche ich dem Leser ebenfalls durch die Lektüre dieses Buches.


Jürgen Majewski

Einleitung

ls sich das universelle Licht aus der Ewigkeit ins Stoffliche ausdehnen wollte, tat es dieses durch die Aufspaltung in Licht und Finsternis. Dadurch wurde es möglich, dass das universelle Sein, das ewig und absolut ist, auch vergänglich und begrenzt sein konnte. Das Göttliche begab sich in die Dualität, um sich damit auch im Stofflichen ausdrücken zu können.

In langen Schöpfungsprozessen wurde schließlich der Teil des Universums geschaffen, in dem sich heute der verhältnismäßig junge Planet Erde befindet. Da die stofflichen Evolutionen des gesamten Universums den Begrenzungen der Zeit unterworfen sind, vergingen sehr große Zeiträume, in denen sich der irdische Planet mit seinen vielfältigen Manifestationsmöglichkeiten erschaffen hat. Die Erde entstand aus verdichtetem Licht, das sich in die Elemente Feuer und Wasser aufspaltete. Die vielfältigen irdischen Schöpfungsprozesse in den Kreisläufen von Geburt und Tod begannen.

Obwohl sich die irdischen Schöpfungen mit den dazugehörigen Bewusstseinsstufen sehr langsam durch Aufspaltungsprozesse gebildet haben, waren doch von Anfang an alle Möglichkeiten der irdischen Vollkommenheit in ihnen vorhanden. In den irdischen Evolutionsabläufen konnten dann nach langer Zeit geistig befähigte Menschen entstehen, deren Seelenbewusstsein sich aus verschiedenen lichtvollen geistigen Ebenen auf die Erde begeben hat. Da wurde erstmals die erhabene Zukunft der Erde sichtbar. Ihr ist es letztendlich beschieden, eine ganz bestimmte Absicht des Göttlichen zu verwirklichen: Die Erde soll sich mitsamt allen Lebens- und Bewusstseinsformen in vollständig erleuchtete und damit absolut vollkommene Prozesse des Stofflichen und Geistigen hinein entwickeln.

Es geht nun – und dieser Schritt steht kollektiv für die Menschheit an – um die Überwindung von Schuld, von Schuldbewusstsein und damit auch um die Überwindung von all dem Leid, das daraus entstanden ist. Im Angesicht des universellen Bewusstseins existieren all die menschlichen Fehler nicht, die die Menschen in ihrer langen Geschichte um des scheinbaren Überlebens willen gemacht haben. Im Angesicht der universellen Liebe gibt es die Realitäten nicht, die aus menschlichem Unverständnis und Konkurrenzdenken entstehen. Sie sind vergängliche Illusionen, die auf dem irdischen Weg in die universelle Perfektion vorübergehend stattfinden. Die Aufspaltungen in Licht und Finsternis waren auf der Erde zeitweise sehr groß. Doch die daraus entstandenen Folgen werden bald endgültig überwunden sein, da die Menschheit bald kollektiv in ein geistiges Energiefeld eintreten wird, das das universelle Bewusstsein in einer sehr viel größeren Konzentration in sich trägt. Nichts und niemand wird diese hoffnungsvolle Transformation auf der Erde aufhalten können.

1
Die Schöpfungsgeschichte des Menschen

n der Ewigkeit, in den geistigen Welten, ist alles eins. Es gibt keine Trennung, keine Aufspaltungen, keinen Mangel, keine Krankheit und keinen Tod. Stattdessen gibt es allumfassende grenzenlose Liebe, reines unendliches Leben in einer absoluten Freude, in Fülle und einer immerwährenden Ekstase. In diesen erhabenen Realitäten gibt es bereits die verwirklichte Einheit des Lebens, absolut und in Ewigkeit. Das sind die Zustände des Seins in ihrer wirklichsten Form. Dieser Seinszustand ist der innerste Kern und Urzustand allen Lebens in allen Welten. In diesen geistigen Realitäten, die unzerstörbar, untilgbar sind, gibt es eine Ausdehnung des Göttlichen, die, je tiefer sie in den innersten Kern des Seins dringt, noch grenzenloser, noch umfassender und noch ewiger ist. Dieser Zustand ist für die Menschen in der noch gefallenen Schöpfung des Planeten Erde nicht in Worten auszudrücken. Es ist mit den derzeitigen Begriffen der menschlichen Sprachen nicht möglich.

Aus diesem erhabenen Zustand, aus diesem absoluten Sein heraus hat sich jede seelische Substanz, die es in den Universen gibt, in die Dualität der verschiedenen materiellen Schöpfungen hineinbegeben. Der ursprünglich grenzenlose, erleuchtete und vollkommene Seinszustand, der allem Leben zugrunde liegt, hat es in sich, dass er sich ständig in jede erdenkliche Richtung ausbreiten und erweitern will. Da es das ewige Leben selbst ist, auch wenn es in den Welten des Vergänglichen noch begrenzt ist, erschafft es sich ständig von innen nach außen in einer ewig pulsierenden unbegrenzten Liebe in immer neue Dimensionen des Seins hinein.

Als vor sehr, sehr langer Zeit die Absichten aller materiellen Schöpfungen und stofflichen Welten definiert wurden, in deren Folge all die verschiedenen Evolutionen des Lebens eingeleitet werden sollten, war es notwendig, diese Schöpfungen aufzuspalten, also eine Ur-Teilung herbeizuführen. Die Ebenen des Lichts, die sich in den Raum hinein vervielfältigen wollten, mussten diesen Raum zunächst erschaffen. Da das göttliche Sein in sich absolut unbegrenzt, absolut allumfassend ist und jede erdenkliche Möglichkeit in sich hat, spaltete sich das Licht in Licht und Finsternis, um diesen Raum zu schaffen. Dieses war der Urzeugungsakt der Materie.

Das Licht spaltete sich also in zwei Teile auf, die in sich absolut gegensätzlich waren: Nun existierte das absolute Sein des Lichts – war aber gleichzeitig auch absolutes Nichts. Dadurch konnte ein Raum sein, der begrenzt ist. Dieser Raum bestand nun gleichzeitig aus Sein und Nichtsein. In ihm entstanden die Voraussetzungen, dass stoffliches Leben entstehen und wieder vergehen konnte. Nun konnte alles, was zu diesen Realitäten dazugehören sollte, ebenfalls erschaffen werden.

Die Geburten der materiellen Welten und der Universen wurden jetzt durch die Wechselwirkungen von Licht und Finsternis eingeleitet. Diese neuen Schöpfungen des Lebens waren einem Zustand unterworfen, der in den Realitäten des Lichts eigentlich nicht existierte: nämlich Zeit und Vergänglichkeit. Weil es jetzt den Tod gab, gab es nun auch all die Möglichkeiten des Irrtums in der Materie und damit die Krankheiten und das dazugehörige Leid. All diese, aus menschlicher Sicht, unzulänglichen Realitätsmöglichkeiten sind aus dieser Ur-Zeugung entstanden, wo sich für die Schaffung der materiellen Welten das absolute Licht in die Begrenzungen von Licht und Finsternis zweigeteilt hatte. So war die Dualität als Voraussetzung für die materiellen Schöpfungsprozesse geboren. In dieser Dualität konnte nun die Erschaffung des unendlichen Raumes aller möglichen materiellen Welten eingeleitet werden.

In sehr großen Schöpfungsmanifestationen, hervorgerufen durch die Gesetzmäßigkeiten der Polarität von Licht und Finsternis, also durch das schöpferische Aufeinanderprallen von Licht und Finsternis, entstanden riesige, gewaltige materielle Schöpfungen.

Aus einer ewig pulsierenden Schöpfungsabsicht heraus, die sich in immer perfektere Dimensionen hinein entwickeln will, entstanden vor vielen, vielen Jahrmillionen die Universen. Das Pulsieren des Göttlichen sollte in alle möglichen Bereiche des Lebens gebracht werden, um alles Sein mit den unbegrenzten Möglichkeiten des Göttlichen zu durchdringen.

Dafür fand vor vielen, vielen Jahrmillionen der gewaltige Schöpfungsakt statt. Die irdische Mathematik ist nicht in der Lage, die Zeiträume zu beziffern, in denen es stattfand.

Diese Schöpfungsprozesse finden in den stofflichen Möglichkeiten statt, in denen sich das Universum befindet. Dieses Universum ist nur eines unter vielen Universen, die wiederum eingebettet sind in Universen, die wiederum Teile von anderen Universen sind, usw. usw.

Das göttliche Bewusstsein breitet sich in seiner Absicht, die Vollkommenheit und die Liebe zu mehren, ständig aus, da es eine Begrenztheit in der Vollkommenheit nicht gibt. Je weiter sich das Universum in der göttlichen Absicht ausbreiten kann, desto unendlicher wird der geistige Kern, der allem zugrunde liegt. Desto pulsierender, desto gigantischer kann die universelle Liebe werden, die in allem enthalten ist.

Alle verkörperten Seelen, die sich frei für die Einheit des geistigen Seins in die der Dualität unterworfenen Vielfalt der materiellen Schöpfungen entschieden haben, haben dieses getan, um ihren Beitrag zu leisten, damit sich die materielle Schöpfung in die All-Einheit transformieren kann. Dieses Ziel ist der Evolutionsweg der gesamten materiellen Schöpfung und der Kern aller materiellen Schöpfungen.

Letztendlich sollen alle Universen, alle Planeten in allen Sonnensystemen in der göttlichen Einheit aufgehen, wodurch die absolute Einheit des Göttlichen immer größere, intensivere Lichtstufen erreicht. Das Leben wird sich dadurch auch im Stofflichen in immer erhabeneren Formen erschaffen können.

Aus dem allumfassenden Sein, also aus der Einheit heraus, aus dem alles Bewusstsein stammt, sollte sich über die vielfältigen Wege und Aufspaltungen die universelle Einheit auch in die materiellen Welten ausbreiten können. Bewusstseinsentwicklungen hätten sonst in den materiellen Welten nicht linear stattfinden können. Dadurch wurden Schöpfungen ausgelöst, die gewaltige Lichtmanifestationen aus den ewigen Lichtwelten in den durch Teilung geschaffenen materiellen Raum hinein verdichteten, die in ihren ersten Manifestationsstufen in Licht und Finsternis zweigeteilt waren: In das Leben und das, was dem Leben entgegensteht.

In diesem anfänglich zweigeteilten Raum, in der Urmaterie, fanden gewaltige Lichtmanifestationen explosiver Art statt, die Lichtgrundkörper schufen, die sich zu gewaltigen Lichtschöpfungen verdichteten. Daraus entstanden sehr heiße kosmische Lichtfeuer, die sich immer weiter verdichteten und sich gleichzeitig lebensgebärend und lebenserhaltend verhielten. Es entstanden aus diesem pulsierenden gewaltigen Lichtspektakel heraus schließlich die Sonnen als lebensnährende Elemente in den verschiedenen Universen mit gewaltigen und auf sehr lange Zeiträume ausgelegten lebenspendenden Schöpfungskräften. Dadurch konnten sich schließlich vielschichtig und auf sehr verschiedenen materiellen Grundlagen die Universen bilden.

Die Absichten des universellen Seins wurden nun in eine sich ständig vervielfältigende und in neue Möglichkeiten entwickelnde Vielfalt des Lebens hineinprojiziert. So entstanden unzählige in sich abgeschlossene Universen mit in sich abgeschlossenen Zeit-, Licht- und Finsternisrealitäten und den dazugehörigen Schöpfungsprozessen. In diesen genau abgesteckten Räumen konnten nun die verschiedensten Schöpfungsprozesse stattfinden, die letztendlich Absichten der Ausdehnung und der Ausweitung des Göttlichen sind. Es sind auch Absichten der Bewusstseinserweiterung in immer höhere Sphären für alle nur erdenklichen Schöpfungsmanifestationen, die aus menschlicher Sicht mehr als unendlich sind.

Diese Absichten sind für die Menschen schwer zu beschreiben. Die Menschen wissen auch sehr wenig davon, dass sich parallel zu den Realitäten des Lichts und der universellen Liebe Reiche der Finsternis gebildet hatten. Dadurch war der Schöpfungsprozess der materiellen Welten in der Dualität eingeleitet. Es entstanden riesige Universen, die aus menschlicher Sicht unendlich, unübersichtlich und unergründlich sind. Durch die Entstehung der Sonnen, die starke lebensbildende Impulse in sich haben, wurde dieser unendliche Raum nun auch mit Leben gefüllt. Es entstanden Sterne, es entstanden Sternensysteme. Es bildete sich Leben auf den Sternen.

Es fingen verschiedenartige Evolutionen des Lebens an, die in den verschiedenen Universen sehr verschiedenartige Schöpfungsmanifestationen hervorgebracht haben oder noch hervorbringen werden. In dem Teil des Sonnensystems, in dem sich der Planet Erde befindet, entstanden verschiedene Planeten, die eine ganz bestimmte Evolution des Lebens in sich haben. Die Erde ist einer der jüngeren Planeten, auf denen eine Evolution des Lebens in die Vollkommenheit stattfinden soll.

Das Universum ist aus der Idee entstanden, dass sich die universelle Einheit durch die Aufspaltung in die Vielfalt und der erneuten und bewussten Rückkehr in die Einheit in immer größere Vollkommenheitsstufen auch in den materiellen Welten verwirklichen lässt. Doch in den verlangsamten Schwingungsrealitäten der materiellen Welten ist dieses nicht unmittelbar möglich und deshalb der Zeit unterworfen. In anderen ewigen Realitäten des Göttlichen geschehen diese Schöpfungsprozesse aber in einem einzigen Augenblick. In den materiellen Welten, mit all ihren Schattierungen, mit all den verschiedenen Zeitstufen und den entsprechenden unterschiedlichen Perfektionsstufen ist diese Entwicklung begrenzten Zeiträumen unterworfen, die aus irdischer Sicht trotzdem sehr lang – teilweise sogar fast unendlich – sein können.

Doch die Zeit ist nicht so festgelegt und immer gleich, wie die Menschen sie wahrnehmen. Aus diesem Grunde können sie technisch keine größeren Entfernungen im Universum zurücklegen. Die Menschen kämen in andere Zeitzonen und Zeitrealitäten, die nicht mit der irdischen Zeitzone kompatibel sind. Es würde den Tod der Menschen bedeuten. Albert Einstein hat im letzten Jahrhundert diese Grenzen erstmals ausgedrückt. Er kam zu erstaunlichen Schlüssen über die Realitäten und Begrenzungen der Zeit. Aus irdischer Sicht, bzw. aus Sicht der Menschen, sind sie durchaus logisch. Doch sie stimmen nur innerhalb der Begrenzungen des irdischen Planeten.

Es gibt bereits Universen mit vollständig anderen Zeitdimensionen und mit sehr erhabenen Manifestationen des Lebens. Sie sind für die Menschen unvorstellbar. Wüssten die Menschen auf der Erde davon, würde es in ihnen eine unstillbare Sehnsucht auslösen, in diesen Zuständen zu verweilen.

Der Schöpfungsakt des irdischen Planeten

In diesem kosmischen Pulsieren gab es vor vielen Millionen Jahren eine Verdichtung in einen bestimmten Teil des Universums, der die Schöpfung des irdischen Planeten und des dazugehörigen Lebens einleitete. Nach einem gewaltigen ekstatischen Schöpfungsakt formte sich ein Energieentwurf des Lebens, der sich zum irdischen Planeten verdichtete, was wiederum Jahrmillionen dauerte. Der irdische Planet, der der kosmischen Farbe Blau zugeordnet ist, sollte die kosmische Aufgabe übernehmen, einem ganz bestimmten göttlichen Bewusstseinsstrang Evolutionsmöglichkeiten in der Materie zu ermöglichen.

Es ist die Absicht des irdischen Planeten, allen Seelen, die sich aus der universellen Einheit freiwillig in die materielle Schöpfungsvielfalt begeben hatten, einen Raum zu geben. Sie sind aus ganzheitlichen ewigen göttlichen Realitäten in die langsamer schwingenden irdischen Realitäten hinabgestiegen, die der Zeit unterworfen sind. Alle Seelen sollen Entwicklungen in höhere geistige Realitäten in der Materie durchlaufen können. Die Struktur des Göttlichen und der Lichtwelten soll dadurch ebenfalls materielle Prozesse durchdringen können.

Verschiedene Hilfsplaneten, die nun den sich neu bildenden irdischen Planeten umkreisten, unterstützten diesen Schöpfungsakt. Der Planet Erde leitete mit Unterstützung dieser Hilfsplaneten – wozu zu Urzeiten auch der Mars gehörte – mit geistiger Unterstützung ausgehend vom Saturn – eine Entwicklung mit dem Ziel ein, menschliches Bewusstsein aufnehmen zu können. Von diesen Hilfsplaneten ist nur der Mond übriggeblieben, der auch heute noch für die Gezeiten, für das Pflanzenwachstum und die Einbindung der verschiedenen Ruhezeiten aller Lebewesen auf der Erde zuständig ist. Alle anderen damaligen Hilfsplaneten verließen die irdische Umlaufbahn wieder, als ihre Mission, die Bildung der Elemente zu unterstützen, erfüllt war.

Im Anfangsstadium der irdischen Entwicklung gab es lediglich vier Grundrichtungen, die sich in vier Richtungen aufspalteten, dann wiederum teilten usw. Deshalb gibt es heute immer noch 4 Jahreszeiten, 4 Elemente, 4 Himmelsrichtungen usw. Die Zahl 4 liegt immer noch vielem zugrunde. Die Wissenschaft des Mittelalters, die aus heutiger Sicht widerlegt ist, da sie mit dem Verstand nicht abzugleichen ist, war diesen Gesetzmäßigkeiten näher als das heutige intellektuelle Verständnis der Menschen.

In den Jahrmillionen, in denen sich der junge Planet Erde anfing zu bilden – er sollte später Leben hervorbringen und aufnehmen –, fanden zunächst in einer sehr großen pulsierenden Hitze durch unaufhörliche Zellteilung und Vervielfältigung neue lebendige Lebensprozesse statt. Es entstand heiß und dadurch kalt. Das Leben befruchtete sich in einer sich ständig bildenden Gegensätzlichkeit. In dieser Gegensätzlichkeit konnte sich das Leben polar aufbauen. Demzufolge waren die ersten Jahrmillionen ein ständiges Aufflammen kosmischer Feuer, die im Gegenzug riesige Wassermassen aus dem Universum banden. Die irdischen Feuer-Wassermassen mit den dazugehörigen Gasen bildeten aber eine Einheit, um sich nicht im Universum zu verströmen.

Mit der Zeit zogen sich die irdischen Feuerwalzen, die aus lebendigen Lebensimpulsen bestanden, nämlich aus Licht, aber auch aus Bestandteilen aus den Reichen der Finsternis, in Richtung des Erdkerns zurück. Sie hinterließen verdichtete Masse, die nun vom Wasser vereinnahmt werden sollte, was aber immer noch sehr stark pulsierende und in einer hohen Temperatur Wasser verdampfende Lebensbildungsprozesse waren.

In dieser Alchemie des Lebens fanden die ersten Schöpfungsakte statt, in denen Elemente aus den erhabenen Reichen des Lichts und den gegensätzlichen Reichen der Finsternis miteinander in Verbindung traten. Erstmals wurde ein lebendiger Planet gebildet und nicht nur ein Hilfsplanet, der andere Planeten lediglich in einer Funktion unterstützen sollte, wie z. B. der heute zur Erde gehörige Mond. Es vergingen sehr große Zeiträume, in denen sich diese anfänglich sehr gegensätzlichen Schöpfungsakte in immer neue Dimensionen begeben haben.

Schließlich kam der Zeitpunkt, an dem sich die ersten Hartschichten um den jungen Planeten bildeten. Sie waren mit großen nebelförmigen Wasserschwaden umzogen, da sich das Wasser in einem gasförmigen Zustand in riesigen Dimensionen um den jungen Planeten positioniert hatte. Dieses ähnelte einem Schmetterling, der noch in der Wachstumsphase des Kokons ist. Riesige Mengen von Nährflüssigkeit hatten sich um den Planeten bis weit hinaus in das Universum positioniert. Diese Wassergase nahmen gewaltige Räume im Universum ein und nährten das sich bildende Leben auf dem jungen irdischen Planeten. Die sich bildenden Lebensprozesse fanden immer noch in einer sehr großen Hitze statt. Es konnten aber nur die Lebensprozesse stattfinden, die diesem Element des Feuers in ihrer Struktur entsprachen. Diese in einer lebenspendenden Schwingung pulsierenden Feuerströme zogen sich mit der Zeit immer mehr in Richtung des Erdkernes zurück, wodurch die Erkaltung und letztendliche Verdichtung der Erdoberfläche stattfinden konnte.

Das führte dazu, dass die riesigen nebelartigen Wassergase, die sich um den noch heißen Planeten gebildet hatten und die auch das Sonnenlicht zum größten Teil noch nicht auf die Erde ließen, in bestimmte Regionen gezogen wurden. So entstanden die ersten Ozeane, die noch sehr warm waren und deshalb wiederum sehr viel Wasserdampf in diesen riesigen Kokon hineinspeisten. Dadurch konnte eine Wechselwirkung des Lebens mit diesem sehr großen gasförmigen Lebensumfeld des jungen irdischen Planeten über sehr lange Zeiträume stattfinden. In den jungen Ozeanen formten sich, da der gesamte Lebensbildungsprozess auf dem irdischen Planeten ständig Leben erzeugte, die ersten Meeresbewohner. Sie wuchsen ebenfalls durch das Prinzip der Zellteilung, ausgehend von der Zahl 4.

Es entstanden Lebewesen, die noch heute in vielen Fabeln und verschlüsselten Mythen als feuerspeiende Drachen und blitzspeiende Fabelwesen beschrieben werden. Diese ersten Lebewesen des Planeten Erde verkörperten sich vor allem, um Spannungsprozesse, auch elektrischer Art, auszudrücken, die unweigerlich entstehen, wenn die gegensätzlichen Welten des Lichts und der Finsternis in so extremer Weise aufeinanderstoßen, um neues Leben zu gebären. Doch davon wissen die Menschen nicht viel, da es vor sehr, sehr vielen Jahrmillionen zu Anfang des irdischen Schöpfungsprozesses stattgefunden hat. Da aber alles Wissen der irdischen Geschichte abrufbar ist, ist es in verschlüsselter Form vorhanden und findet sich vor allem in den Fabeln und Mythen der Menschen wieder.

Jetzt war die Spirale der irdischen Evolution eingeleitet. Die verdichtete übriggebliebene Masse des kosmischen Feuers, die verdichtete Masse der wasserstofflichen Gase ergaben die Grundlagen für Erde und Wasser. Im Wechselspiel zwischen Licht und Finsternis konnten sich nun lebendige Prozesse bilden, die sich in Richtung Perfektion bewegten und in immer neue Schöpfungsakte zueinander traten. Die irdische Evolution hatte begonnen. Sie fand anfänglich in den noch warmen Ozeanen des jungen irdischen Planeten statt, bis sie auch die festen Bereiche des Planeten, das Land, erreichten. Nach vielen Jahrmillionen der ersten irdischen Schöpfungsakte gab es sowohl Leben in den Ozeanen als auch auf dem Land. Der irdische Planet fing an, sich abzukühlen, bis es immer mehr Grundlagen für neues Leben in erträglicheren Temperaturen gab.

Der erste vorläufige Höhepunkt der irdischen Schöpfung, bzw. des Zeitalters der feuerspeienden Drachen und gigantischen Feuerwesen, wurde schließlich durch eine sehr lange Eiszeit, die durch die extreme Gegensätzlichkeit der Lebensbildungsprozesse des jungen Planeten ebenfalls stattfinden musste, beendet.

Viele der damaligen Urwesen, die feuerspeienden Drachen und blitzspeienden Fabelwesen zogen sich in Richtung des Erdkernes, ins Erdinnere, zurück. Dort leben sie noch heute, da es ihre Elemente sind. Auf der Oberfläche des Planeten Erde, wo sich mittlerweile Ozeane und fruchtbare Landstriche mit dem dazugehörigen Klima gebildet hatten, entstand das Leben in immer vielfältigeren und neuen Formen.

An den damaligen Erdachsen – sie verschieben sich im Laufe der irdischen Entwicklung immer wieder – bildeten sich die ersten Eiswelten. Das war der Anfang der Eiszeiten auf dem noch jungen Planeten Erde. Diese immer größer werdenden mit Eis bedeckten Pole hatten die Aufgabe, die irdischen Schöpfungen zeitlich zu begrenzen. Folglich entstanden die irdischen Zeitalter.

Die Eiszeiten, die sich von den Erdachsen aus bildeten, zogen aus den riesigen Weiten des Universums Wassergase in den irdischen Bereich hinein und verdichteten sie zum größten Teil in die festen Stoffe des Eises. Das anfängliche Feuer-Wasserdampf-Spiel kehrte sich nun um und löste ein erneutes Wechselspiel aus. Das ungehinderte Scheinen der Sonnenkraft weckte die gebundenen Lebensenergien im Wasserdampf und in den verdichteten festen Stoffen. Nun gingen die irdischen Schöpfungsakte in eine neue Dimension.

Das Licht kam jetzt auch von außen und nicht mehr nur von innen, da sich die anfänglichen Lichtmanifestationen des lebendigen Feuers, die die Schöpfungsakte der Erde überhaupt erst ausgelöst hatten, ins Erdinnere zurückgezogen hatten. Nun wurde der Planet Erde durch die ihm zugehörige Sonne zusätzlich genährt.

Es bildeten sich auf der Erde durch geistige Einflüsse in den Elementen Reaktionen des Lebens, die die Kräfte des Wassers, des Mineralreiches und des Äthers eine Synthese mit feinstofflichen, Leben einhauchenden Kräften der helfenden Lichtbereiche eingehen ließen. Wetter und Klima entstanden. Sie erstellten das materielle Gerüst für stoffliches Leben auf dem Planeten. So wurde eine immer perfektere Evolution eingeleitet, in der das Leben in immer erhabeneren Formen entstand. Diese irdischen Schöpfungsprozesse nahmen sehr lange Zeiträume in Anspruch.

Das Erwachen des Lebens vollzog sich über die Bildung der Urzelle zum Einzeller, des ersten bakteriellen Lebens in den Elementen, aus denen nach und nach das pflanzliche Leben, das Insektenreich und schließlich das tierische Leben entstand.

Es entstanden immer feinere Abläufe im Wetter und in den Elementen. Der Planet Erde brachte die erste Vegetation hervor.

Es fing ein Pflanzenwachstum an, das sich in seiner ersten Stufe über Pilze und Flechten aus dem Wasser erhob, damit sich langsam immer vielfältigere Formen des Lebens erschaffen konnten. Den Menschen ist heute noch bekannt, dass z. B. die Mistel von diesen Urgewächsen der ersten Vegetationen abstammt, die sich am Rande der ersten Ozeane bildeten. Die Möglichkeiten des Lebens konnten sich nun auf dem Planeten Erde in ungeahnte Dimensionen steigern.

Schließlich war auf dem jungen Planeten Erde eine Entwicklung entstanden, die anfing, unaufhörlich in Richtung Perfektion zu streben, auch wenn die Perfektion noch lange nicht erreicht war. Wie alles im Universum war alles durchströmt von Ein- und Ausatmen. Von Leben, das entsteht und wieder vergeht. Von materiellen Schöpfungsmanifestationen, die sich aufbauen, in ein Ungleichgewicht geraten und wieder verschwinden müssen.

Es entstanden nach und nach die ersten tierischen Gattungen, mit den dazugehörigen Raubtierpopulationen, die dafür zuständig sind, die tierischen Gattungen im Gleichgewicht zu halten. Diese irdischen Schöpfungsentwicklungen, die immer wieder beendet wurden durch vorläufige Eiszeiten, entwickelten immer perfektere Entwürfe, was aber viele Jahrmillionen dauern sollte. Es gab zu diesen Zeiten noch lange keine Menschen. Das Wachstum war immer noch von den lebenspendenden Kräften des irdischen Feuerkernes stark beeinflusst, der damals viel größer war als heute. Er war es, der mit seiner gewaltigen Lebenskraft den ursprünglichen Schöpfungsakt der Erde ausgelöst und in der jungen irdischen Evolution gigantische Manifestationen des Lebens hervorgebracht hatte.

Die Evolution auf dem irdischen Planeten vervollkommnete sich in das Zeitalter der Dinosaurier, der Mammuts und auch der Ozeanbewohner, die riesige Ausmaße hatten. Die Lebenskräfte des Planeten Erde konnten sich in riesige Dimensionen hineinbegeben, ohne dass es von irgendeiner Seite Begrenzungen gab. Nicht nur die Dinosaurier und die Mammuts wurden immer größer, auch die Pflanzen- und die dazugehörigen Insektenpopulationen nahmen riesige Dimensionen an, da die Schöpfung des Planeten Erde nicht nur direkt aus dem Erdmittelpunkt mit Lebensenergie versorgt wurde, sondern auch zusätzlich von der Sonne mit Lebenskräften genährt wurde.

Dieses enorme Wachstum aber musste abrupt beendet werden, weil es zu einem Ungleichgewicht führte, der den gesamten Planeten bedrohte. Die irdische Vegetation wuchs ständig in immer größere Dimensionen hinein, der Erdmittelpunkt, der dieses Wachstum mit versorgen musste, wurde aber kleiner, da er sich weiter ins Erdinnere zurückzog. Das Wachstum der Vegetation war an ihre Grenzen angelangt. Die Nahrung für die immer größeren und zahlreicher werdenden Lebewesen wurde knapp. Viele der mittlerweile gigantischen Erdbewohner konnten nicht mehr genügend Nahrung finden. In der Folge gingen riesige Herden von Mammuts und Dinosauriern aufeinander los.

Da das Universum in sich Schaltkreise hat, die Ungleichgewichte an jeder Stelle des Universums automatisch ausgleichen, ereignete sich schließlich ein Ausgleich schaffendes astrologisches Phänomen im Sonnensystem. Ein Asteroidennebel löste eine Sonnenfinsternis aus, wodurch ganz plötzlich eine Eiszeit entstand. Da diese Eiszeit abrupt hereinbrach, wurden viele Dinosaurier, Mammuts und andere Urwesen schnell unter riesigen Eis- und Schneemassen begraben und damit konserviert. Dieses erklärt auch, weshalb noch heute vereinzelt Überreste von Mammuts und Dinosauriern gefunden werden, nicht aber von späteren Urmenschen, die als Riesen und Einäugige bekannt sind, auf die wir später noch zurückkommen werden. Die Körper der frühen menschlichen Vorstufe, die ebenfalls aussterben musste, haben sich vor sehr langer Zeit vollständig in den Kreisläufen des irdischen Lebens zersetzt.

Doch nun zurück zum Untergang der Dinosaurier, Mammuts, der Riesenschildkröten, Rieseninsekten und der dazugehörigen riesigen Flora und Fauna. Durch den Asteroidennebel wurde eine Eiszeit ausgelöst, die fast alles irdische Leben in einen vorübergehenden Schlaf versetzte, da fast der gesamte Planet mit Eis und Schnee überzogen war. Die Lebensprozesse ruhten fast vollständig. Sie wurden lediglich vom heißen inneren Flüssigkeitskern her in ihren Entwürfen am Leben gehalten, bis die Sonne durch ihre unablässige Tätigkeit die Lebensprozesse auf dem jungen Planeten Erde wieder zum Leben erweckte. Nun konnte die irdische Evolution in eine neue Phase übergehen. Ein neues Zeitalter begann.

In diesem kommenden neuen Zeitalter entwickelte sich die irdische Evolution in kleineren Dimensionen, die aber noch vereinzelt Ungleichgewichte von zu großem Wachstum in sich bargen.

Es vergingen abermals lange Zeiträume, Jahrmillionen, in denen noch keine menschlichen Wesen auf der Erde lebten. Die Schöpfung spaltete sich aber unaufhörlich immer weiter in viele verschiedene Möglichkeiten des Seins. Das Spektrum des Lebens wurde immer vielfältiger.

Die benötigten Evolutionsentwürfe wurden mit großer, unendlicher Geduld unablässig von den verschiedenen Engeln und anderen Lichtwesen aus den helfenden Lichtbereichen in die irdische Schöpfung hineingegeben. Die Engel, Devas und Lichtwesen aller Schattierungen des Lichts hatten sich vor sehr langer Zeit freiwillig bereiterklärt, die verschiedenen Evolutionsentwürfe des Planeten zu unterstützen, zu überwachen und in die Schöpfung hineinzugeben. Dieses geistige Abkommen zwischen den feinstofflichen Wesen aus den helfenden Lichtbereichen und den Menschen besteht bis zum heutigen Tag.

Es dauerte aber noch viele Millionen Jahre, bis die Schöpfung der Erde dafür vorbereitet war, menschliches Leben aufzunehmen. Während dieser Zeit mussten immer wieder große Reinigungen stattfinden. Wenn sich eine irdische Bewusstseinsart zu stark in Richtung Ungleichgewicht bewegte, wurde zwangsläufig eine Korrektur nötig. Diese Korrekturen geschahen über Eiszeiten und Naturkatastrophen, die gigantische Ausmaße annehmen konnten. In der jeweils dann gereinigten Atmosphäre wurden Voraussetzungen geschaffen, die nach und nach die Begrenzungen der Materie so weit erweiterten, dass sie Leben der jeweils höheren Art willkommen heißen konnten. Es kam schließlich nach vielen Millionen Jahren der Zeitpunkt, wo der Planet bereit für menschliches Leben war.

In der irdischen Entwicklung mussten sich mühsam die verschiedenen Evolutionsentwürfe von der Urzelle über den Einzeller entwickeln, bis schließlich eine Gattung der Menschenaffen die Voraussetzungen für menschliches Leben geschaffen hatte.

Die Riesen und Einäugigen

Vor dem Zeitpunkt des endgültigen Menschwerdens auf der Erde gab es zunächst die menschenähnlichen Wesen der Riesen und Einäugigen, auch Zyklopen genannt. Da verzerrten sich die Möglichkeiten der vormenschlichen Evolution in nicht vorgesehene Dimensionen der Größe und einseitiger Unvollkommenheiten. Diese menschenähnlichen Wesen verfügten nur über ein äußeres Auge, das sich etwas über der Nasenwurzel befand.

Im unteren Drittel Afrikas, dem heutigen Südafrika, und auf dem Kontinent Australien, um den damals noch andere kontinentale Inselgruppen gruppiert waren, hatte sich im ersten irdischen Zeitalter dieser vormenschliche Nebenzweig gebildet. In dieser Vorstufe der erst noch kommenden menschlichen Entwicklung entstanden diese menschenähnlichen Wesen aus einer Synthese der Menschenaffen, der archaischen Erdkräfte, aus Kräften des Mineralreiches und aus den ersten unvollkommenen geistigen Entwürfen der vormenschlichen Evolution.

Diese Urmenschen waren noch nicht direkt geistig inspiriert. Sie waren lediglich auf dem Weg in die erste menschliche Perfektionsstufe. Sie waren in einer Eindimensionalität des Seins gefangen, beschränkt mit einer eindimensionalen Sicht, also noch nicht dual. Deshalb besaßen sie nur ein Auge. Diese menschenähnlichen Wesen verfügten lediglich über Instinkte des Überlebens, gepaart mit der großen Angst, überleben zu können.

Auf dieser Entwicklungsstufe hatten sie eine sehr naive Neugierde, was es mit dem Leben auf sich hat. Geistiges Bewusstsein und die menschliche Sprache aber waren noch nicht entwickelt, auch das Denken stand auf einer sehr einfachen Stufe. In ihrem Gehirn wurden nur sehr einfache eindimensionale Bilder übersetzt, wodurch sie Nahrung, Stammesangehörige und die gröbsten Gefahren erkennen konnten, denen sie instinktiv durch ein immer größeres Körperwachstum entfliehen wollten.

Die Riesen und Einäugigen kannten z. B. keine Gefühlsregungen wie Mitgefühl oder Schuldbewusstsein. Solche Regungen sind ja nicht nur negativen Eigenschaften zuzuordnen, da ein normal ausgeprägtes Schuldbewusstsein positive Lernschritte in sich birgt. Sie kannten auch nicht die Gefühle, die zwangsläufig entstehen sollten, wenn sich ein Verhalten ausbreitet, das eindeutig zu zerstörerischen Handlungen führt. Sie verfügten vor allem über primäre Instinkte, die sie einseitig zum Überleben einsetzten. Aufgrund der Potenzialität mussten diese Instinkte aber dazu führen, dass die verschiedenen Horden der Riesen und Einäugigen zunehmend untereinander feindselig wurden. Es gab regelrechte Erschütterungen, die von weither wahrzunehmen waren, wenn sie feindselig in ein Revier anderer Horden eindrangen. Ihre Instinkte waren lediglich dem bloßen Überleben angepasst und nicht im Geringsten dem Einheitsbewusstsein des Lebens unterworfen. Die irdische Evolution insgesamt war zu dem Zeitpunkt noch nicht ausreichend ins höhere Bewusstsein verbunden.

Als sich in den fruchtbaren Weiten Südafrikas aus einem kräftigen Zweig der Menschenaffen der noch sehr unbewusste vormenschliche Evolutionsentwurf der Riesen und Einäugigen gebildet hatte, waren die Kräfte der dunklen Mächte auf dem Planeten Erde noch sehr groß. Die Kräfte von Licht und Finsternis drifteten noch zu stark auseinander, da die irdische Evolution zu dem Zeitpunkt noch keine minimale Perfektionsstufe erreicht hatte. Die Kräfte des Lichts waren zu dieser Zeit nur schwach ausgebildet, deshalb musste sich dieser vormenschliche Evolutionszweig, um zu überleben, noch stark für dunkle Bewusstseinsunterstützungen entscheiden.

Deshalb entwickelten sie Überlebensstrategien, die vor allem mit Raub und dem rohen Kampf ums Überleben zu tun hatten. Ihre Evolution kam in eine gefährliche Sackgasse, da sie die Verbindung zu den Lichtkräften noch nicht im Geringsten herstellen konnten.

Diese vorläufige menschliche Rasse konnte noch nicht Mensch genannt werden, es war lediglich ein menschenähnliches Urwesen, das angefangen hatte, auf zwei Beinen zu laufen. Sie hatten eine Größe von ungefähr 3-4 Metern mit einer dazugehörigen Flora und Fauna, die ähnliche Dimensionen erreicht hatte. Auch die Tierwelt bewegte sich in ähnlichen Größenverhältnissen. In dieser weit entfernten Zeit waren viele heute besiedelte Gebiete noch mit einer großen Eisschicht bedeckt.

Die geistigen Welten legten zunächst schützend ihre Hände über diese grobstofflichen Wesen, die sich immer mehr in Fehldimensionen verirrten. So wurde versucht, die Folgen der einseitigen Größe und der daraus resultierenden Fehlwahrnehmungen abzumildern. In bestimmten Regionen führte diese wohlwollende Begleitung des Geistigen dazu, dass sich dort die Einäugigen auf eine auf zwei Augen aufgebaute duale Wahrnehmung des Lebens zurückbesinnen konnten. Dadurch wuchsen diesen menschenähnlichen Wesen wieder zwei Augen und das Gehirn wurde in zwei Hälften aufgeteilt. Das führte zu einer etwas besseren Koordination und Überlebensfähigkeit.

Diese positive Entwicklung des Urmenschen fand nur in einzelnen Regionen statt, wozu das heutige Südeuropa gehörte. Diese Regionen erstreckten sich bis in den afrikanischen Raum hinein. Nordeuropa war noch weitgehend mit einem Eismantel überzogen. Dort herrschte eine tiefe Eiszeit.

Im nördlichen Afrika, im südlichen Europa und zum Teil auch auf den amerikanischen Kontinenten war das Wachstum der ebenfalls sich dort entwickelnden Urmenschen aufgrund eines anderen Klimas nicht in so riesigen Dimensionen ausgeprägt. Es gab dort sehr große fruchtbare Gebiete, die seit dem Aussterben der Dinosaurier und der dazugehörigen Flora und Fauna über lange Zeiträume unbesiedelt blieben.

Das Überleben der Riesen und Einäugigen führte zwangsläufig in eine Sackgasse, da die Schöpfung ein immer größeres Wachstum irgendwann nicht mehr tragen konnte. Der Durchbruch ins Geistige hatte sich nicht nur vorbereitet, sondern musste sich jetzt vollziehen, damit die Spezies der Menschen, bzw. der Vorläufer der Menschen, nicht untergehen sollte. Die herrschende große Einseitigkeit bedrohte ernsthaft die gesamte Schöpfung des Planeten.

In den Gebieten, wo die positive Evolutionskorrektur der Urmenschen nicht stattgefunden hatte, mussten die immer größer werdenden Horden der Riesen und Einäugigen, die sich immer mehr bekämpften, schließlich aussterben, weil die Schöpfung sie nicht mehr ernähren konnte. Ihr effektiv zu großes Wachstum hatte die Natur mittlerweile bedrohlich erschöpft. Es gab nicht mehr genügend Nahrungsquellen. Der Lebensraum wurde knapp. Deshalb kam der Zeitpunkt, wo die tollpatschigen Riesen und Einäugigen sehr feindselig aufeinander losgingen, um ihre Territorien zu verteidigen. Mitgefühl oder Intelligenz hatten sie nicht entwickelt, um dieser Tragödie Herr zu werden. Der Untergang der Riesen und Einäugigen war endgültig besiegelt. Sie starben schließlich aus und verschwanden mitsamt allen anderen Urmenschen endgültig von der Erdoberfläche. Diese letztendlich gescheiterte Episode des ersten Versuches in der irdischen Evolution, menschliches Leben vorzubereiten, wurde durch eine erneute sehr große Eiszeit beendet.

Die Entfaltung des letztendlichen Durchbruchs des Evolutionsschrittes zum geistig entwickelten Menschen sollte sich später in klimatisch gemäßigten Gebieten vollziehen. Die Eisschichten des Planeten Erde reichten zu dieser Zeit noch bis nach Südspanien, bis tief in den Kaukasus und bis in die Mitte des italienischen Stiefels hinein.

Die Seelen dieser nun ausgestorbenen Urmenschen inkarnierten sich später wieder bei den dann immer mehr zweidimensional denkenden Neandertalern, wenn sie bewusstseinsmäßig nicht zu weit von ihnen entfernt waren. Alle anderen Seelen mussten sich im Tierreich den Evolutionsschritt zum Menschen wieder neu erarbeiten.

Warum der Affe sich zum Menschen entwickeln wollte

Nach dem Untergang der Riesen und Einäugigen leitete sich auf der Erde eine neue Eiszeit ein. Eiszeiten sind die Voraussetzung für die nötigen Ruhephasen des Lebens, damit sich das Leben für die nächste Evolutionsphase bereitmachen kann – so wie viele Lebewesen die Ruhe der Nacht suchen, um sich zu erholen. Genauso ruht auch das Leben eines vergangenen Zeitalters unter Eis und Schnee. Die Menschen wissen, dass Eis und Schnee Konservierungskräfte in sich haben. Es können noch heute an den Polkappen keimfähige Samen von uralten Pflanzen gefunden werden.

Der Untergang der Riesen und Einäugigen, der durch die Erschöpfung der Lebenskräfte ausgelöst worden war, hatte eine Eiszeit, ausgehend vom Südpol, ausgelöst, der damals noch in Richtung Australien verschoben war. Weite Teile Afrikas bis fast in den heutigen arabischen Raum hinein wurden mit Schnee und Eis bedeckt. Der Nordpol grenzte während dieser Eiszeit ebenfalls bis in den heutigen Alpenraum hinein. Das noch stattfindende Leben auf dem jungen irdischen Planeten war deshalb vorübergehend auf sehr begrenzte Gebiete beschränkt.

Der erste geeignete Evolutionsversuch des aufrecht gehenden Menschen, höher entwickelte geistige Kräfte aufzunehmen, war wegen einseitigem Wachstum in zu große Dimensionen fehlgeschlagen. Es musste ein neuer Versuch stattfinden. Dafür bildete sich ein neuer Zweig aus den Menschenaffen heraus. Diese Affen entwickelten eine unstillbare Sehnsucht, aufrecht zu gehen, ohne zu wissen, weshalb.

In der Evolution des Tierreiches waren zahlreiche riesige Herden entstanden, die einerseits durch ihre große Anzahl einen gewissen Schutz hatten, oder durch ihre Schnelligkeit überleben konnten. Die Raubtiere begrenzten und vervollkommneten indirekt die Populationen der Fluchttiere dadurch, dass sie kranken und schwachen Tieren und auch übermäßig großen Herden zusetzten. Dieses war im Prinzip ein fruchtbares Wechselspiel und hatte nicht die Grausamkeit in sich, wie die Menschen es heute wahrnehmen. Es waren einfach natürliche Grenzen, die in sich gut waren.

Doch nun entwickelte sich bei einem Evolutionszweig der Affen etwas Neues. Es entstand der Drang, ihre bis dahin geltenden Begrenzungen auf eine neue Art zu überwinden. Da auf dem irdischen Planeten alles Leben einer Reinkarnationskette unterworfen ist, waren unter diesen Menschenaffen Inkarnationen, die zur Zeit der Riesen und der Einäugigen schon erste Schritte in Richtung Menschwerdung vollzogen hatten. Dieses erklärt auch das unbewusste Bedürfnis der Menschenaffen, aufrecht gehen zu wollen. Es war ihnen demzufolge ein bekanntes Bedürfnis, eine Erinnerung. Sie wollten in der Tierwelt eine führende Rolle übernehmen, was bis dahin nur den Raubtieren vorbehalten war. Es war der zweite Anlauf, diesmal in einer anderen Menschenaffengattung, den Evolutionsschritt zum Menschen zu vollziehen.

Immer mehr Affen dieser Population suchten das besondere Lebensgefühl, das entsteht, wenn sie aufrecht gingen, was anfangs etwas holprig, etwas langsam vor sich ging, aber trotzdem zu einem erhabenen Lebensgefühl führte. Der Preis dafür war eine größere Gefahr und Verletzbarkeit den Raubtieren gegenüber, wofür ein hoher Blutzoll bezahlt werden musste, da immer mehr Affen, die aus äußerlich nicht erklärbaren Gründen aufrecht gingen, den Raubtieren zum Opfer fielen.

Der menschliche Evolutionsschritt war nun eingeleitet. Das Gehirn bildete sich durch den aufrechten Gang, über die veränderte Stellung des Kopfes, nach und nach aus. Das Scheitelchakra war direkt auf die Lichtkräfte ausgerichtet. Das Gehirn fing an, sich in zwei Hälften zueinander zu schalten und die ersten, unbeholfenen Intelligenzschichten des Urmenschen konnten sich bilden. Auch war diesmal der Lernschritt enthalten, Überlebensschutz nicht durch immer größere Körperdimensionen zu suchen.

Diesmal suchten die Menschenaffen, die späteren Neandertaler, Schutz in Höhlen und auf Felsvorsprüngen, auch auf hohen Bäumen, wo sie vor den Raubtieren sicher waren. Es war der Beginn der menschlichen Intelligenz mit neuen Erfahrungen, die die bisherigen Schlussfolgerungen des Überlebens in den Tierreichen erstmals übertrafen. Diese Entwicklung löste fruchtbare Lernprozesse bei den Menschenaffen aus, die dazu führten, dass sich ein Zweig der Menschenaffen deutlich von seinen Ursprüngen entfernt hatte.

Nun gab es in der irdischen Evolution einen zweiten Zweig der Menschenaffen, die überleben konnten, weil sie aus ihren Wahrnehmungen heraus kombinieren konnten. Sie konnten überleben, obwohl sie nicht schneller oder stärker waren. Dieses veränderte das Verhältnis zwischen den Raubtieren und den Menschenaffen. Es überlebten nun Populationen der Menschenaffen aufgrund vollzogener Denkvorgänge. Damit war die Entwicklung der menschlichen Intelligenz auf einer ersten einfachen Stufe vollzogen.

Mit dieser neuen Intelligenz stellten die Menschenaffen auch Überlegungen zur Beschaffung von Nahrung, Wohnraum und des Schutzes gegen Kälte und Krankheiten an. Es entstanden jetzt nach und nach neue, immer intelligentere Verhaltensweisen, wodurch diese Menschenaffen ihren Artgenossen immer überlegener wurden. Die anderen Affen wurden immer mehr von den Menschenaffen aus ihren angestammten Gebieten, vor allem in Südeuropa, vertrieben. Der Neandertaler fing an, sich durchzusetzen.

Es gab nun die ersten Neandertaler, die anfingen, mit dem Feuer zu experimentieren, in Clans lebten, zu Jäger und Sammler geworden waren und erste geistige Denkprozesse, wenn auch noch sehr primitiver Art, vollziehen konnten. Dadurch war der Evolutionsschritt nochmals, aber anders vollzogen worden, als zur Zeit der Riesen und Einäugigen. Nun konnte das vorläufige Ziel der irdischen Evolution, nämlich die Menschwerdung, auf der Erde biologisch und geistig vonstatten gehen.

Da die Evolution des irdischen Planeten damals noch sehr langsam voranging, vergingen noch große Zeiträume, bis sich die Menschwerdung in ihrer vollen Konsequenz vollziehen konnte.

Die Anfänge des menschlichen Lebens

In der irdischen Entwicklung gibt es immer wieder Zeitpunkte, an dem ein Einvolutionsschritt vollzogen ist. Nun stand endgültig der Schritt vom Tier zum Menschen an, der als eine Art Einweihung gesehen werden kann. Die ersten Anzeichen der möglichen 7 Chakren des Menschen bildeten sich. Die ersten Menschenaffen bereiteten sich mit dieser Entwicklung darauf vor, irgendwann einmal eine Verbindung in die höheren geistigen Welten herstellen zu können.

Die eigentliche Entwicklung ins Menschsein vollzog sich dann von zwei Richtungen her: Einerseits geschah es im zweiten Anlauf über die Evolution der Affen zum Menschenaffen, denen ab einem gewissen Evolutionszeitpunkt höheres Bewusstsein eingehaucht werden konnte. Andererseits durch direkte geistige Materialisation aus höheren Spähren in das von den Menschenaffen erstellte irdische Menschenkleid. Der Schöpfungsakt zum Homo Sapiens war ein rein geistiger Prozess, der sich parallel, ergänzend zur irdischen Evolution zum Neandertaler vollzog. Auch dieses fand in einem Zeitraum von Jahrmillionen statt.

In der Dualität des irdischen Planeten war es so vorgesehen, dass die Schöpfung der Menschen dual, aus zwei Richtungen, vor sich gehen sollte. Die Perfektion des irdischen Menschen sollte nun nicht nur in der aufsteigenden irdischen Evolutionslinie der Neandertaler erfolgen, sondern auch in einer direkt aus den Lichtebenen absteigenden Evolutionslinie ermöglicht werden. Durch die andere Stellung des Kopfes, die beim neuen aufrechten Gang der Menschenaffen entstanden war, bildete sich als erstes das Scheitelchakra der später sich entwickelnden sieben menschlichen Chakren. Dadurch wurde es physisch möglich, dass sich in die irdische Schöpfung ein Wesen mit der Möglichkeit, sich direkt mit dem Göttlichen zu verbinden, inkarnieren konnte.

Als diese erste Perfektionsstufe, also die Aufrechtgehung und die Entstehung des Scheitelchakras, in der Evolution des Zweiges der Menschenaffen eingetreten war, erreichte die Evolution einen ganz besonderen Moment. Bei einzelnen Menschenaffen öffnete sich das Scheitelchakra, wodurch die ersten bescheidenen Verbindungen zu den Lichtwelten hergestellt werden konnten. Es war ein sehr erhabener Augenblick, der eine große Kraft und Inspiration in sich barg. Es war der erste Quantensprung in der irdischen Evolutionsentwicklung, wo sich die erste, wenn auch noch sehr primitive Vollkommenheitsstufe des Menschen einstellte. Die ersten Menschen an den unterschiedlichsten Orten gingen nun in die nächste Phase der Evolution. Deshalb mussten auf den verschiedenen Stufen des nun durchbrechenden Menschseins Anpassungen vorgenommen werden.

Auf ihrer primitiveren Vorstufe können Tiere nur mit anderen Tieren ihrer Gattung in eine einfache, noch nicht wirklich entwickelte Kommunikationsform treten. Jetzt wurde es aber für die Menschenaffen in der irdischen Evolution möglich, direkt eine geistige Inspiration aus den höheren Welten zu empfangen. Über die Verbindung des Scheitelchakras konnte eine Mehrdimensionalität direkt aus den geistigen Welten in die irdische Schöpfung gelangen. Es war der erstmögliche, sichtbare Aufstieg eines irdischen Wesens zu den Lichtkräften höherer Welten. Es wurden unablässig starke Schübe von den Lichtkräften auf der Erde ausgeschüttet, um diesen Evolutionssprung zu unterstützen.

Damit war nun der zweite Evolutionsversuch vorbereitet, durch den sich menschliches Bewusstsein ausbreiten sollte. Die Schöpfung des Planeten Erde funktioniert nach dem Prinzip, dass jeder Evolutionsschritt, der bereits vollzogen ist, sich an jedem Ort des Planeten in erleichterter Weise ebenfalls vollziehen kann. Deshalb war nun der Zeitpunkt erreicht, wo sich die geistige Manifestation des menschlichen Bewusstseins auch außerhalb der Evolution vom Affen zum Menschenaffen vollziehen konnte. Es war nun möglich, dass sich höheres geistiges Bewusstsein auch von außerhalb in die irdische Schöpfung begeben konnte. Der Schöpfungsakt zum Homo Sapiens konnte sich nun vollziehen. Er vollzog sich durch geistige Materialisationen, die ähnliche menschliche Wesen wie die Neandertaler hervorbrachten.

Nach langen Zeiträumen der Vorbereitung in der irdischen Evolution kam schließlich der Zeitpunkt, dass diese geistigen Kräfte physische Körper hervorbringen konnten. In den Lichtebenen wurde dieser erhabene Moment minuziös vorbereitet, damit das vom Neandertaler erstellte menschliche Erdenkleid nun höheres geistiges menschliches Bewusstsein aufnehmen konnte.

Die irdische Evolution hatte sich also so weit vervollkommnet, dass eine geistige Synthese hergestellt werden konnte. Durch die Vermählung bereits inkarnierten menschlichen Bewusstseins von höher entwickelten Planeten und noch nicht inkarniertem Bewusstsein aus dem ewigen Sein konnte sich höheres Bewusstsein in den in der irdischen Evolution bereits entwickelten Körpern verankern. Die Homo Sapiens konnten nun auf der Grundlage eines bereits auf der Erde erstellten Erdenkleides ihre Körper materialisieren. Anders wäre es nicht möglich gewesen.

Demzufolge fand bei der letztendlichen Menschwerdung zum Homo Sapiens eine Synthese aus 3 Bewusstseinsstufen statt: Die erste stammte von noch nicht verkörpertem Bewusstsein aus dem höheren Sein. Die zweite war bereits inkarniertem menschlichen Bewusstsein höher entwickelter Planeten entnommen und die dritte Bewusstseinsstufe hatte sich in der irdischen Evolution zum Menschen gebildet. Die Menschwerdung zum Homo Sapiens fand aber parallel zur ausschließlich irdischen Evolution zum Neandertaler statt. Sie wurde direkt aus den Lichtebenen unterstützt.

In den Gebieten der heute schon lange versunkenen Kontinente Lemurien und Atlantis strömte zuerst höheres geistiges Bewusstsein durch eine bewusste grobstoffliche Schwingungsverdichtung ein. Es floss aus den lichten, feinstofflichen Bereichen in die irdische Evolution. Dadurch bildeten sich menschliche Körper, die den Körpern der Neandertaler stark ähnelten, aber trotzdem ganz anders waren. Durch den hochgeistigen Materialisationsprozess waren ihre Körper auf einer höheren Stufe entwickelt als die der Neandertaler. Später sollte dieser erhabene Schöpfungsakt auch auf anderen Kontinenten geschehen, bis sich die Homo Sapiens zahlreich auf der Erde verkörpert hatten.

Die Vorgänge zur Erschaffung der Homo Sapiens können aus heutiger Sicht so beschrieben werden, dass hoch schwingende Bewusstseinsraumschiffe landeten, die sich ausschließlich durch die Kraft der Materialisation in menschliche Körper hinein verdichteten. Anders ausgedrückt: Höheres Bewusstsein aus verschiedenen geistigen Bereichen des Lichts verdichtete sich auf der Erde und bildete ähnliche Körper, wie sie ursprünglich von den Menschenaffen in der irdischen Evolution erstellt worden waren.

Der Schöpfungsakt des Homo Sapiens war ein rein geistiger Prozess, der sich parallel, aber doch ergänzend, zur materiellen Evolution vollzog. Dieses kann übersetzt werden mit dem Herabsteigen Gottes, um die Absicht des Göttlichen auf der Erde zu vollziehen. Diese Menschwerdungsprozesse geschahen nicht plötzlich. Es vergingen große Zeiträume, bis diese Prozesse abgeschlossen waren. In der Bibel sind sie verschlüsselt dargestellt als die Schöpfungsgeschichte. In der Dualität des Planeten Erde barg dieses eine gewisse Spannung in sich, da dieses zwei genau gegensätzliche und damit auch widersprüchliche Evolutionsabdrücke des Menschen waren. Es waren sehr verschiedene Wesen, da sie aus gänzlich anderen Bereichen stammten. Die geistigen Unterschiede waren sehr groß.

Dieser erhabene Schöpfungsakt konnte nur in der Dualität stattfinden. Deshalb musste die Dualität der bereits erstellten menschlichen Körper auf der Erde in einem richtigen Verhältnis ausgeglichen sein, damit sich der Schöpfungsakt zum Homo Sapiens überhaupt vollziehen konnte. Aus einem sehr breiten Spektrum der geistigen Lichtbereiche übersetzte sich nun höheres Bewusstsein in die menschlichen Körper. Dieser lichtvolle Schöpfungsakt ließ auch die irdische Schöpfung sich auf eine schnellere Evolutionsentwicklung einpendeln, da das Einfließen von höherem Bewusstsein in der gesamten irdischen Evolution Konsequenzen hatte. Es war nicht nur die Geburt des Menschen. Es war die Geburt des Geistigen auf der Erde. Es entstanden die ersten Anzeichen der künftigen Möglichkeiten auf dem irdischen Planeten und deren Verwirklichung: Das Göttliche auf Erden. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es auf der Erde lediglich den Äther, die Elemente, die Mineral-, Pflanzen- und Tierreiche.

Nun wurde das übergeordnete geistige Bewusstsein erstmals in einem irdischen Entwurf sichtbar. Es breiteten sich erstmals auch andere höhere geistige Entwürfe aus, denn es inkarnierten sich nun nicht nur zahlreich die verschiedenen höheren Seelen aus den Lichtbereichen im Menschenkleid, sondern auch alle dazugehörigen Helferseelen aus den verschiedensten Lichtebenen bis hinauf zum höchsten Sein. So konnte die irdische Schöpfung erstmals den Weg in die Perfektion erahnen. Ferner entstand erstmalig auf dem Planeten Erde eine kollektive Freude, die über die Zufriedenheit, die im Tierreich herrscht, hinausging.

Diese neue Wahrnehmung führte in der irdischen Dualität aber auch zur verschärften Erfahrung des Leidens. Das eine existierte nicht ohne das andere. Im Tierreich jedoch wird das Leiden nicht in der menschlichen Intensität wahrgenommen. Nun war die menschliche Wahrnehmung der Freude und des Leidens auf dem Planeten intensiver. Das höhere Bewusstsein, jetzt in der irdischen Realität verankert, suchte sich seinen Weg, um sich selbst auszudrücken. Es entstanden, früher als heute bekannt, menschliche Hochkulturen und Zivilisationen, die das höhere menschliche Bewusstsein widerspiegelten.

Die physischen Körper der Homo Sapiens ähnelten nicht nur denen der Neandertaler, sondern die Homo Sapiens hatten tatsächlich deren grobstoffliche Körper angenommen. Doch es waren gänzlich andere Wesen, da sie aus ganz anderen Bereichen stammten. Das nun widersprüchliche Verhältnis zwischen den Neandertalern und den Homo Sapiens ist verschlüsselt in der Bibel als die Geschichte von Kain und Abel dargestellt.

Der Neandertaler wurde noch lange vor allem über die Instinkte geleitet. Der Homo Sapiens, der sich direkt aus den höheren geistigen Welten auf die Erde hinunterbegeben hatte, ging durch eine ganz andere Bewusstseinsentwicklung, wodurch das Leben der Homo Sapiens in der materiellen Realität eine ganz andere Art hatte. Sie waren nun Menschenwesen, die über die Kräfte der Materialisation verfügten, weil sie Verbindungen zu den geistigen ewigen Welten bereits mitbrachten. Ihre Bewusstseinsstufen waren höher entwickelt und sie waren deshalb den anderen Mitgliedern der übrigen irdischen Schöpfung von Anfang an überlegen.

Aufgrund dieser Überlegenheit bildeten sich unmittelbar und nicht erst allmählich menschliche Zivilisationen mit hoch entwickelten Perfektionsstufen, die sich harmonisch in das irdische Manifestationsbild einfügten. Gleichzeitig existierten noch immer die Neandertaler auf der Erde, die gerade erst anfingen, in Höhlen zu leben und noch nicht über ein ausgeprägtes höheres Bewusstsein verfügten. Sie waren Jäger und Sammler und hatten keine ausgebildete Sprache. Die Unterschiede der beiden Gruppen waren demzufolge sehr groß.

Nichtsdestotrotz fingen nun auch die Neandertaler an – diesmal mit einem immer mehr entwickelten Gefühlsleben –, sich in Richtung des Menschseins zu entwickeln. Folglich konnte die irdische Evolution endgültig über den ersten fehlgeschlagenen Versuch der Menschwerdung hinauswachsen.

Da sich die Evolution des Planeten sehr lange auf diesen Zeitpunkt vorbereitet hatte, einschließlich seiner Vielfalt im Pflanzen-, Tier- und Mineralienreich, war das Leben für die zwei nun entstandenen menschlichen Zweige im ersten Zeitalter recht einfach.

2
Die ersten Zeitalter
Die Neandertaler und die Homo Sapiens

In den Randgebieten riesiger Eisgebiete und der dazugehörigen Gletscher in Südspanien, Südfrankreich, Süditalien und im Mittelmeerraum, die sich damals in erheblich kälteren Klimazonen befanden, lebten nun Clans der Neandertaler und Völker der Homo Sapiens. Die Homo Sapiens beseelten den menschlichen Körper bereits in einer weitaus größeren Perfektion als die Neandertaler.

In den ersten Völkern der Homo Sapiens wurden erhabene Städte auf einem hohen geistigen und technischen Niveau gebaut. Geistig inspirierte Bauwerke konnten sogar durch die Kraft der Materialisation erstellt werden, wobei kosmische Gesetzmäßigkeiten in der Architektur genauestens berücksichtigt wurden. Aus heutiger Sicht ist ein solch hohes Niveau menschlicher Zivilisationen vor so langer Zeit unvorstellbar. Der biblische Mythos des Garten Edens ist diesen Zeiten entnommen. Da die Homo Sapiens sich zu ungefähr einem Drittel von weit höher entwickelten Planeten als die Erde inkarniert hatten, konnten sie diese Realitäten auf dem Planeten Erde verwirklichen.

Die Priester und Gelehrten der frühen Zivilisationen der Homo Sapiens waren ständig damit beschäftigt, geistige Verbindungen in die höheren Welten, ins universelle Bewusstsein herzustellen. Diese Innenschau führte zu erhabenen Manifestationen des Universellen in Kultur, Religion, Technik und Philosophie. Auch das menschliche Kommunikationsniveau wurde ständig intensiviert. Zudem konnten Nahrungsmittel in der Natur erkannt werden, die eine höhere Schwingung beim Menschen unterstützten. Es gab auch schon sehr früh ein genaues und umfangreiches Wissen über die Reinkarnationsabfolgen der menschlichen Seelen.

Andererseits gab es, vor allem im südeuropäischen Raum, die aus der irdischen Evolution entstandenen Neandertaler, die den Durchbruch ins geistige Bewusstsein erst sehr unvollkommen vollzogen hatten. Die menschgewordenen Götter, die Homo Sapiens, hatten bereits auf der Erde auf einer sehr viel höheren Stufe als die Neandertaler geistiges Bewusstsein entwickelt. Doch während vieler Jahrtausende hatten diese beiden menschlichen Zweige keinerlei Berührungspunkte.

Noch vor dem Untergang des Kontinents Lemurien, auf den wir später zurückkommen, wanderte der Homo Sapiens in die Gegenden des Schwarzen Meeres, ins nördliche Afrika und nach Südamerika aus. Diese Völkerwanderungen brachten mit den Jahren diese beiden menschlichen Zweige, die Neandertaler und die Homo Sapiens, zunehmend in Kontakt. Da die globalen Schwingungsfelder aufgrund der derzeit bestehenden Evolutionsentwürfe des Planeten noch sehr angstbeladen waren, lösten diese Begegnungen bei den Neandertalern große Angstschübe aus. In ihren noch sehr einfachen religiösen Riten versuchten die Neandertaler dieser großen Angst Herr zu werden.

Die Homo Sapiens erkannten schnell, dass sie den Neandertalern überlegen waren. Sie waren aufgrund ihrer geistigen Herkunft eindeutig höher entwickelt, hatten die Balance der zwei Gehirnhälften bereits perfekter entwickelt und waren deshalb in der Lebensbewältigung eindeutig schneller und intelligenter. Die Neandertaler hingegen waren gerade erst dabei, sich das Element Feuer zunutze zu machen und den ersten Schutz vor den Raubtieren zu erstellen. Sie hatten große Angst, da das Leben von ihnen nur sehr grob verstanden und bewältigt werden konnte. Die Homo Sapiens hingegen lebten bereits in Hochkulturen mit klaren geistigen Hierarchien. Sie praktizierten auf einem höheren Niveau Ackerbau und Viehzucht und lebten in Zivilisationen. Die Neandertaler dagegen organisierten sich in einfachen Horden und gingen noch mit den einfachsten Mitteln der primitiven Jagd nach. Die damals bereits eisfreien und fruchtbaren Gegenden Südeuropas waren fast vollständig bewaldet.

Trotz all der Überlegenheit hatten sich die Homo Sapiens auf die Evolutionsstufe des damaligen Menschen begeben und mussten entsprechende Kompromisse eingehen. Sie mussten wohl oder übel alle Folgen des damaligen kollektiven Feldes der irdischen Schöpfung mittragen. So sollte es immer mehr zu einer unguten Wechselbeziehung zwischen den Homo Sapiens und den Neandertalern kommen, die im Laufe der Jahrhunderte eine gefährliche Dynamik bekam. Die Neandertaler lebten vielfach noch auf einer sehr gefährdeten Zwischenstufe zwischen Tier und Mensch, die große Opfer in der gesamten materiellen irdischen Schöpfung einforderte.

Doch während sehr vieler Jahre lebten die beiden unterschiedlichen menschlichen Zweige im südeuropäischen Raum friedlich nebeneinander. Es waren aber mehr als nur verschiedene Menschenzweige, da sie unterschiedliche Bewusstseinsstufen hatten. Demzufolge waren auch die äußerlichen Unterschiede sehr groß und die jeweiligen Manifestationen des Menschseins sehr unterschiedlich. Durch diese Unterschiede kam es immer wieder zu einzelnen Konflikten. Die Homo Sapiens hatten durch ihre direkte Herkunft aus den höheren Welten Vorteile. Sie konnten sich direkt mit dem Geistigen verbinden und lebten folglich in der irdischen Materie auf eine erhabenere Weise.

Die Gesellschaften der Homo Sapiens kannten praktisch keine menschlichen Ausgrenzungen. Auch der Wohlstand konnte sich ständig mehren. Es war für alle Menschen genug da. Es gab keine Kriege, da dieses im karmischen Entwurf des Homo Sapiens noch nicht enthalten war. Bei den Neandertalern gab es hier und dort immer wieder Übergriffe unter den verschiedenen Clans, die auch tödlich endeten. Doch es waren keine Kriege größeren Ausmaßes. Es ging ums unmittelbare Überleben kleinerer Clans, es ging um den Besitz von Höhlen, es ging um den Raub von Frauen und um angestammte Jagdgebiete. Auch die Völker der Homo Sapiens breiteten sich mit der Zeit immer mehr aus, mit klaren Abgrenzungen gegenüber den Neandertalern.

Bedingt durch die geistigen Einflüsse der Homo Sapiens entwickelten auch die Neandertaler zunehmend menschliche Gefühle, die in dieser Evolutionsstufe vom Tier zum Menschen neu waren. Erstmals wurden auch schwächere Clan-Mitglieder aus Mitgefühl heraus mitgetragen. Es wurden erste Vorräte mit Nahrungsmitteln für die Winterzeit angelegt. Es gab die ersten Höhlenmalereien. Es gab sogar schon eine sehr grobe Poesie, die sie sich an ihren Feuern in ihrer noch sehr einfachen Lautsprache erzählten. Es gab die ersten Gesänge. Die ersten unbeholfenen Religionen wurden definiert. Da ging es um einen Feuergott, da sie die Kraft des Feuers sehr respektierten, verehrten, aber auch fürchteten.

Doch die Neandertaler erreichten bei weitem noch nicht die erhabenen Perfektionsstufen der Homo Sapiens. Andererseits hatten es die Neandertaler den Homo Sapiens überhaupt ermöglicht, auf diese erhabene Weise zu leben. Die Vorfahren der Neandertaler hatten in der irdischen Evolution den schweren und gefährlichen Schritt vom Vierbeiner zum Zweibeiner vollzogen. Von dieser Evolutionsanstrengung profitierte nun auch der Homo Sapiens, da er nur einen menschlichen Körper in Anspruch nehmen konnte, der in der Evolution bereits erstellt war. Eine erste Vollkommenheitsstufe, auch die Entwicklung des menschlichen Gehirns, musste in der irdischen Evolution bereits vollzogen sein, damit eine Menschwerdung aus den höheren geistigen Bereichen möglich werden konnte.

Aufgrund der großen Verschiedenheiten dieser beiden Menschenarten gab es fast keine Vermischungen. In den Zivilisationen der Homo Sapiens waren sie streng verboten, fanden aber vereinzelt statt. Auch bei den Neandertalern wurden diese Vermischungen, da sie sehr klar erkannt wurden, durch Ausschluss aus der Gemeinschaft geahndet. Dieses Ausgrenzungsverhalten gehörte noch zum archaischen Überlebensmodus, damit sich die Neandertaler in der Evolution vom Menschenaffen klar abgrenzen konnten. Dieses wurde mit einer instinktiven Unerbittlichkeit durchgezogen. Die ausgestoßenen Mischlinge konnten alleine in der Wildnis nicht überleben.

Bei den Homo Sapiens wurde auf eine ähnliche Weise gehandelt, allerdings weniger häufig, da ihre Gemeinschaften keinerlei Kontakte zu den Neandertalern hatten. Es war für die Neandertaler auch so gut wie unmöglich, die Sicherheitsschranken der Homo Sapiens zu überwinden. Deshalb konnten sich die beiden Menschenzweige in den ersten Jahrtausenden in noch unterschiedlichere Richtungen entwickeln.

Die Neandertaler hatten das Sprachzentrum im Gehirn noch nicht so weit entwickelt, das eine Kommunikationsform mit einer anspruchsvolleren Sprache ermöglichte. Sie verständigten sich durch Laute, die einfache Begriffe bezeichneten. Es gab nicht einmal hundert Laute, mit 4 Begriffs-Obergruppen, um Bedeutungen auszudrücken: 1- Gefahr, 2- Nahrung, 3- wir ziehen weiter, 4- wir feiern ein Fest. Es war noch keine richtige Sprache. Es war lediglich eine einfache Weiterentwicklung der einfachen Verständigung der Menschenaffen.

Bei den Homo Sapiens war es genau umgekehrt. Es war noch sichtbar, dass sie direkt aus den geistigen Welten oder von höher entwickelten Planeten gekommen waren, in der die Kommunikationsformen erhaben, lichtvoll und allumfassend sind. In den Gesellschaften des Homo Sapiens war die Sprache deshalb auf einem sehr hohen Niveau. Sie mussten sich trotzdem in den Realitäten des Planeten Erde mit weniger zufriedengeben, als sie es gewohnt waren.

Durch den unbedachten Umgang der Neandertaler mit dem Feuer waren die waldreichen südlichen Gegenden Europas, das heutige Südfrankreich, Spanien und Süditalien, ständig Waldbränden ausgesetzt. Die Homo Sapiens, die schon über intakte Städte mit Tempelanlagen und einer komplexen Infrastruktur verfügten, wurden immer wieder Opfer dieser ständig wiederkehrenden Feuerwalzen, die sich durch die damals riesigen Wälder Südeuropas fraßen. Dadurch bildete sich im Laufe der Jahrhunderte eine Abneigung der Homo Sapiens gegen diese primitiveren Menschen. Doch eine Verständigung war nicht möglich, weil eine gemeinsame Sprache nicht gefunden werden konnte.

Da die Konflikte zwischen den Neandertalern und den Homo Sapiens stetig zunahmen, schlich sich in das gegenseitige Nichtverstehen durch eine einschleichende Degeneration bei den Homo Sapiens eine zusätzliche Dynamik ein: Die Homo Sapiens hatten sich durch einen einschleichenden Mangel an Vertrauen, ausgelöst durch den großen Einfluss irdischer Angstfelder, zu stark an die vorläufigen irdischen Lebensentwürfe angepasst. Dadurch fielen sie zwangsläufig aus ihren mitgebrachten höheren perfekten Lebensentwürfen heraus. Durch die daraus resultierende zunehmende Degeneration wurde der menschliche Fall eingeleitet. Die ursprünglich perfekten Entwürfe in ihren Gesellschaften wurden immer mehr mit Fehlern behaftet. Der Homo Sapiens wurde aus dem Garten Eden vertrieben. Die Fähigkeit, vollkommene Realitäten des Garten Edens auf der Erde zu schaffen, ging verloren, da dieses nur in einem absoluten und vertrauensvollen Einheitsbewusstsein möglich ist.

Auf der Suche nach den Gründen dieser Degeneration meinte die Priesterschaft, den Neandertaler als den Ursprung des Übels ausfindig gemacht zu haben. Sie meinten, dass die Neandertaler durch ihre offensichtlichen Unzulänglichkeiten die gesamte Schöpfung ins Fehlerhafte hinabziehen. Diese Wahrnehmung war aber falsch. Die beginnende Degeneration des Homo Sapiens, ausgelöst durch einen Mangel an Vertrauen, war die Ursache. Die ursprünglich höheren Entwürfe in der Lebensführung der Homo Sapiens brachen deshalb immer mehr in sich zusammen.

Schließlich kam der Zeitpunkt, an dem die Homo Sapiens sich direkt vor den Neandertalern und deren Folgen ihrer unbewussten Handlungen schützen wollten. Die große Furcht der Neandertaler vor diesen gänzlich anderen Menschen wurde zunehmend genutzt, um sie aus ihren angestammten Gebieten zu vertreiben. Diese Vertreibungen waren die ersten ethnischen Säuberungen unter den Menschen. Die fruchtbaren südeuropäischen Gebiete sollten nun immer mehr den immer noch intelligenteren und fortgeschrittenen Völkern des Homo Sapiens vorbehalten sein.

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22 декабря 2023
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9783945574027
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