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KONKRETE LITURGIE

herausgegeben von Guido Fuchs

HELMUT SCHLEGEL OFM

Mitten unter euch …

Kreativ Gottesdienst feiern

in der Advents- und Weihnachtszeit


Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

© 2020 Verlag Friedrich Pustet, Regensburg

Gutenbergstraße 8 | 93051 Regensburg

Tel. 0941/920220 | verlag@pustet.de

ISBN 978-3-7917-3207-7

Reihen-/Umschlaggestaltung und Layout: Martin Veicht, Regensburg

Umschlagbild: Jürgen Heegmann

Satz: Medienbüro Monika Fuchs, Hildesheim

Druck und Bindung: Friedrich Pustet, Regensburg

Printed in Germany 2020

eISBN 978-3-7917-6190-9 (epub)

Unser gesamtes Programm finden Sie im Webshop unter www.verlag-pustet.de und unter www.liturgie-konkrekt.de

INHALT

VORWORT

MEDITATIVE GOTTESDIENSTE IM ADVENT

WIE WEIHRAUCH STEIGE MEIN GEBET VOR DIR AUF

Erster Adventssonntag

JEMAND MUSS ZUHAUSE SEIN, WENN DU KOMMST

Gottesdienst im Advent

DEN TRÄUMEN TRAUEN

An einem Adventsabend

DAS GESICHT DER BARMHERZIGKEIT

Gottesdienst im Advent

BARBARA, LUCIA, NIKOLAUS

Adventlicher Stationenweg

WAS ALLES MÖGLICH IST

Stationenweg mit zwei Propheten

MITTEN UNTER EUCH STEHT DER, DEN IHR NICHT KENNT

Eucharistiefeier mit Lichterlabyrinth

MEDITATIVE GOTTESDIENSTE AM HOCHFEST DER GEBURT DES HERRN

NICHT MEHR ALLEIN

In der Heiligen Nacht

ROTER FADEN SEHNSUCHT

Weihnachten – Am Abend

VON TRAUMENGELN UND ENGELTRÄUMEN

Weihnachten – Am Abend

YOU LIGHT UP MY LIFE

Weihnachten – Am Abend

MEDITATIVE GOTTESDIENSTE IN DER DER WEIHNACHTSZEIT

STEINE VERWANDELN

Fest des Heiligen Stephanus

WARUM HABT IHR MICH GESUCHT?

Fest der Heiligen Familie

NIX BÖSES UND VIEL GUTES

Silvester oder Neujahr

BRICH AUF, MEIN HERZ, UND WANDRE!

Fest der Erscheinung des Herrn

STERNZEICHEN UND SEGENSSTERN

Fest der Erscheinung des Herrn

EINGETAUCHT IN DAS LEBEN

Fest der Taufe Jesu

LICHT, DAS DIE VÖLKER ERLEUCHTET

Fest der Darstellung des Herrn

QUELLENNACHWEIS

VORWORT

Liturgie ist eine bewegende Erfahrung. Menschen bewegen ihr Leben, bringen es vor Gott in allen seinen Farben und Spielarten, alles kommt vor und alles hat Raum. Gewiss hat gute Liturgie auch eine Statik: Verlässliche Formen, vertraute Lieder, gewohnte Gebete. Sie tun gut, um sich daheim zu fühlen. Aber nie darf Liturgie zum starren Ritual werden.

Liturgie ist auch eine bewegte Erfahrung: Es ist die heilende und heilige Geistkraft, die bewegt. Darum ist Liturgie mehr warten als machen, mehr hören als reden, mehr Passion als Aktion.

Die Liturgiemodelle in diesem Buch haben sowohl meditative als auch kreative Elemente: Sie wollen einladen, mit allen Sinnen zu feiern: schauend, hörend, riechend, schmeckend, spürend. Sie wollen zur Stille anregen, um Gott aus der Tiefe sprechen zu hören. Die kreativen Elemente sind dazu keine Gegensätze. Im schöpferischen Tun und Erfahren, im Probieren und Experimentieren haben wir Menschen teil an der schaffenden Geistkraft Gottes, werden wir mehr und mehr zum Bild des schaffenden Gottes.

Gerade die Advents- und Weihnachtszeit lädt zu meditativ-kreativen Gottesdiensten ein. Sie können ein befreiender Gegenpol in einer Zeit werden, in der wir uns selbst oft so sehr unter Druck setzen. Und keine andere Zeit hält eine so große Fülle an Bildern, Symbolen und Zeichenhandlungen bereit wie diese.

Eine große Zahl der hier vorliegenden Liturgien ist im Frankfurter Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität entstanden und erprobt worden. Darum sage ich an dieser Stelle den Kolleginnen Dank, mit denen ich 12 Jahre in diesem Projekt arbeiten durfte: Sr. Beate Glania MMS, Sr. Kristina Wolf MMS, Sr. Mary Pullattu MMS, Ricarda Moufang und Andrea Maschke.


Juni 2020 Helmut Schlegel OFM

MEDITATIVE GOTTESDIENSTE IM ADVENT

WIE WEIHRAUCH STEIGE MEIN GEBET VOR DIR AUF

ERSTER ADVENTSSONNTAG

Vorbereiten

An verschiedenen Stellen des Raumes sind aufgestellt:

eine Mülltonne mit Inhalt,

der Adventskranz, umgeben von wohlduftenden Kräutern, Gewürzen, Früchten u. a.

einige Schalen mit Sand und Kohlen sowie

verschiedene Weihrauchsorten mit Namensschildchen.

Gebetszettel mit Weihrauchgebet nach Ps 141 für alle Teilnehmer*innen

Instrumentalmusik
Einstimmen

Herzlich begrüßen wir Sie zu diesem Gottesdienst am ersten Advent. Mit diesem Sonntag beginnt eine erfüllte und heitere Zeit. Advent ist eine Zeit voller Düfte: Bratäpfel, wohlriechende Kerzen, Tannenduft, Gewürze für die Weihnachtsbäckerei.

Da mutet es eigenartig an, dass in den biblischen Texten an den Geruch von Pech und Schwefel, an Gestirne, die vom Himmel fallen, und an angsterfüllte Menschen, die aus ihren Häusern fliehen, erinnert wird. Es sind apokalyptische Bilder, die wir nicht aus dem Advent verdrängen können. Wie viele Menschen leiden unter Angst und Gewalt! Sie warten auf unser Mitgefühl, unsere Solidarität und nicht zuletzt auf unser Gebet.

Sie haben es schon erraten: Es wird in diesem Gottesdienst um Gerüche gehen. Wir laden Sie auf eine Entdeckungsreise mit der Nase ein.

Zu Beginn zeichnen wir ein Kreuz über uns und die Welt. Wir beginnen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

STATION 1: ES STINKT ZUM HIMMEL

Jemand bringt eine Mülltonne und öffnet sie.

Impuls

Eine offene Mülltonne – wer näher hingeht, riecht es schnell: Es müffelt nicht ein bisschen, nein, es stinkt. Fäulnis, Moder, Verdorbenes.

In Wirklichkeit gibt es noch schlimmere Gerüche. Etwa in den Krankenhäusern und Altenheimen: Desinfektionsmittel und Wundgeruch, Urin und volle Windeln, der sterile Plastikgeruch der Schläuche … In seiner drastischen Sprache lässt der Prophet Amos Gott sprechen:

Hören

„Den Gestank eures Heerlagers ließ ich euch in die Nase steigen. Und dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir – Spruch des HERRN.“ (Amos 4,10b)

Es stinkt Gott gewaltig, wie Menschen mit seiner Schöpfung und miteinander umgehen. Und Amos fährt fort:

„Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen. Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe kein Gefallen an euren Gaben und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen. Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören, sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ (Amos 5,21–24)

Jesus spricht im Evangelium eine ähnliche Sprache: „Sofort nach den Tagen der großen Drangsal wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde wehklagen und man wird den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ (Mt 24,29 f.)

Bei Gestank wenden wir uns schnell ab. Der Advent will uns mahnen, uns abzuwenden von Egoismus, Gier und Gewalt. Das ist die eine Seite. Die andere werden wir gleich kennenlernen.

Jemand deckt die Mülltonne wieder zu.

STATION 2: ES DUFTET NACH LEBEN

Alle gehen zur zweiten Station und stellen sich um den Adventskranz, der in der Mitte des Raumes steht. Dieser ist garniert mit diversen Früchten, Gewürzen, Duftstoffen u. a. Wir lassen Zeit zu schauen …

Impuls

Orangen, Zimt, Nelken, Feigen, Rosmarin, Lavendel, Duftkerzen, Früchte, Gewürze.

Da freut sich nicht nur die Nase, das tut auch unserer Seele gut.

Etwa 10 000 Gerüche können wir wahrnehmen. Unsere kleine Nase besitzt Millionen von Riechrezeptoren. Gerüche lösen Stimmungen aus, sie erreichen die letzten Winkel der Seele. Gerüche haben auch mit unseren Beziehungen zu tun: Wir können einander gut riechen – oder auch nicht. Die Liebe geht nicht nur durch den Magen, sondern auch durch die Nase. Geht der Glaube auch durch die Nase? Kann ich Gott gut riechen? Auch da finden wir einen Text aus der Bibel. Im Buch Sirach des ersten Testamentes heißt es:

Hören

„Wie Zimtstrauch und duftender Stechdorn, wie erlesene Myrrhe verströmte ich Wohlgeruch; wie Galbanum, Onyx und Stakte und wie Weihrauchduft im Zelt. Ich breitete wie eine Terebinthe meine Zweige aus und meine Zweige sind Zweige von Herrlichkeit und Anmut.“ (Sirach 24,15 f.)

Vertiefen

Wir laden Sie heute zu einem „Nasengebet“ ein. Nehmen Sie dazu ein Gewürz oder eine Frucht, die oder das Sie gerne mögen. Nehmen Sie es erst in die Hand und hören Sie.

Jede/r kann sich von einem Tablett eine Frucht oder ein Gewürz oder einen anderen Duftstoff nehmen.

Bevor du daran riechst,

gib deiner Nase ein wenig Zeit.

Schließe die Augen und atme tief.

Lass die Luft aus- und einströmen

und spüre, was sich im ganzen Körper tut.

Spüre, was sich in der Seele tut,

wenn du atmest.

Du riechst das Leben.

Rieche nun an der Frucht, an dem Gewürz oder Duftstoff.

Genieße den Wohlgeruch.

Lass ihn zu einem Gebet werden.

Instrumentalmusik
Hören

Jesus sagt im Evangelium:

„Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr das alles seht, dass das Ende der Welt nahe ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Mt 24,32–35)

Sobald es duftet nach Kerzen, Zimt, Früchten und Gewürzen, wisst ihr, dass eine heilige Zeit nahe ist. Es ist die Zeit des Advents. Christus kommt. ER selbst mahnt uns zur Wachsamkeit:

„Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. (…)

Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.“ (Mt 24,42.44)

Die erste Kerze am Adventskranz wird angezündet.

Instrumentalmusik
STATION 3: WIE WEIHRAUCH STEIGE MEIN GEBET VOR DIR AUF

Alle versammeln sich um den Altar. Auf dem Altar stehen eine Weihrauchschale und unterschiedliche Weihrauchkörner.

Beten

Weihrauch ist der Duft der Hingabe. Während er sich hier verströmt, sprechen wir gemeinsam das Weihrauchgebet nach Psalm 141:

Herr, ich rufe zu dir. Eile mir zu Hilfe; /

höre auf meine Stimme, wenn ich zu dir rufe.

Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf;

als Hingabe gelte vor dir, wenn ich meine Hände erhebe.

Herr, stell eine Wache vor meinen Mund, /

behüte das Tor meiner Lippen!

Gib, dass mein Herz sich bösen Worten nicht

zuneigt,/

dass ich nichts tue, was verwerflich ist,

zusammen mit Menschen, die Unrecht tun.

Gott, meine Augen richten sich auf dich; /

bei dir berge ich mich. Bewahre mein Leben!

Frei formuliert nach Versen aus Psalm 141

Impuls

Lassen wir uns in der Stille Zeit zum Riechen. Vergessen wir dabei die schlechten Gerüche nicht. So viele Menschen leiden unter ihnen: Menschen in Krisen und Kriegsgebieten, Menschen in den Slums oder auch jene, die in Krankenhäusern und Altenheimen leben. Mit aushalten und das Leid vor Gott tragen – auch das ist eine Art der Solidarität. Wer will, kann auch ein Gebet der Verbundenheit aufschreiben und zum Adventskranz legen.

Hier an dieser Station sind Sie eingeladen, mit verschiedenen Weihrauchsorten zu räuchern. Unser stilles Gebet mag sehr verschieden sein, so verschieden wie die Namen dieser Weihrauchkörner:

Kyrie eleison – Herr erbarme dich

Gloria Dei – Gott gebührt Ehre

Te deum – Dich, Gott, loben wir

Magnificat – Meine Seele preist Gott

Resurrexit – Christus ist auferstanden

Pax tecum –Der Friede sei mit dir.

Bitten

Gott des Lebens,

der Geruch der Zerstörung und des Todes erfüllt uns mit Angst und Schrecken. Er liegt uns in der Nase und erinnert uns an die gequälte Schöpfung. Der Duft des Lebens erfüllt uns mit Dankbarkeit für deine Gegenwart in unserer Schöpfung.

Lass uns selbst ein Wohlgeruch sein, der ein Zeichen deiner Gegenwart in der Welt ist. Lass uns wachsam und bereit durch diese Adventszeit gehen und die Ankunft Jesu, deines Sohnes, freudig erwarten.

Vaterunser

gemeinsam beten

Segnen

Gott öffne seinen Himmel

und lasse den Tau des Gerechten auf uns

herabkommen.

Er tränke die Saat unserer Hoffnungen

und erfrische unseren müden Glauben.

Er wecke uns aus gleichgültiger Müdigkeit

und lass uns bereit sein für den Tag, an dem er

kommt.

Das gebe uns Gott, Vater und Mutter.

Das gebe uns Jesus Christus, Bruder und Freund.

Das gebe uns die Heilige Geistkraft, Leben und Atem.

Amen.

Singen

nach Psalm 141

Zum Himmel heb ich meine Hände

und suche, Gott, dein Angesicht.

Ich danke dir, du warst auch heute

mein Fels und meine Zuversicht.

Ich will dir frohe Lieder singen

mit Herz und Zunge lob ich dich:

Ich weiß mich bei dir aufgehoben,

in deinen Armen birgst du mich.

Leg deine Hand auf meine Lippen,

stell eine Wache an mein Ohr.

Entmachte alle dunklen Kräfte,

verschließ dem Bösen Tür und Tor.

Dein Engel steh an meinem Lager,

er nehme weg, was mich bedrückt,

freu sich mit mir an allem Guten

und bring vor dich, was mir geglückt.

Gott, sei mir in der Nacht zugegen,

gib meinem Körper Stille Ruh,

schenk meiner Seele bunte Träume,

deck mich mit deinem Frieden zu.

Helmut Schlegel | © Dehm Verlag

JEMAND MUSS ZUHAUSE SEIN, WENN DU KOMMST

GOTTESDIENST IM ADVENT

Einstimmen

Endlich – Advent. Endlich Zeit für Kerzen. Endlich, nach dem langen November, Licht im Dunkeln – jede Woche eine Kerze mehr. Endlich Adventskalender, Weihnachtsmärkte, Geschenklisten, Lichterketten.

Aber auch das ist Advent: Überfüllte Straßen, hektische Betriebsamkeit, Zeit der Ungeduld, unerfüllbare Wünsche, Druck zum Jahresende.

Warten und Wachen sind die Themen des Evangeliums. Warten auf eine Ankunft, auf Gottes Ankunft. Warten heißt: Aufmerksam hinschauen: Unter den vielen ist er, aber wo? Der geliebte Mensch, der verborgene Gott, wo? Warten ist anstrengend, es braucht meine ganze Präsenz.

Advent geht nur im Warten. Geht nur, wenn ich auch hin und wieder aussteige, das Vielerlei um mich herum loslasse. Früher war Advent eine Zeit des Fastens, eine Zeit des „Weniger-ist-mehr“. Geht das? Es ist einen Versuch wert.

Vor Gott bringen

Im Dunkel der Nacht warten wir auf das Dämmern deines Lichts. In den langen Nächten suchen wir den Himmel ab nach deiner Leuchtspur.

Wir warten auf dich, Herr, und vertrauen deiner Verheißung: Du wirst kommen. Deine Hand wird unsere Wunden heilen, und unsere Herzen werden zur Ruhe kommen in deiner Gegenwart.

Komme schnell, maranatha! Amen.

aus Indien

Singen

Du ewiges Sein,

ich finde mich ein,

dein Antlitz zu schauen

und dir zu vertrauen.

Was mein ist, wird dein,

was dein ist, wird mein.

Du ewiges Sein,

ich finde mich ein,

dein Atmen zu spüren,

dein Herz zu berühren.

Was mein ist, wird dein,

was dein ist, wird mein.

Du ewiges Sein,

ich finde mich ein,

bei dir zu verweilen,

mein Leben zu teilen.

Was mein ist, wird dein,

was dein ist, wird mein.

Du ewiges Sein,

ich finde mich ein;

lass mich von dir führen

zu himmlischen Türen.

Was mein ist, wird dein,

was dein ist, wird mein.

Du ewiges Sein,

ich finde mich ein,

in göttlicher Fülle

die Sehnsucht zu stillen.

Was mein ist, wird dein,

was dein ist, wird mein.

Helmut Schlegel | © Dehm Verlag

Hören

Mk 13,33–37

Vertiefen

Eigentlich bin ich ziemlich müde. Müde vom Novemberdunkel, müde von Nachrichten über Krieg, Flucht und Katastrophen. Und oft schlafe ich schlecht und träume wild. Mal wieder die ganze Nacht durchschlafen, wie schön wäre das! Wenn ich daran denke, tut es mir weh, dieses „Wach bleiben“.

Wozu wachen? Worauf warten? Glauben Sie wirklich, dass Gott in diesem Advent kommt? Oder Jesus?

Und doch können wir ohne dieses Wachen und Warten nicht leben. Sind Sie jemals zufrieden? Gesättigt? Sind wir nicht tot, wenn wir nicht mehr geweckt werden? Sind wir nicht tot, wenn wir uns abfinden mit dem, was ist? Ist nicht jeder Atemzug ein Hoffen auf das, was kommt? Sind nicht unsere Wünsche nur die Oberfläche von Wünschen, die tiefer liegen? Wenige haben dieses innere Warten so einfühlsam beschrieben wie die Benediktinerin Silja Walter in ihrem „Gebet des Klosters am Rand der Stadt“.

Wir laden Sie ein, Auszüge aus diesem Text zu hören. Wir werden nach jeder Strophe eine Stille halten, um uns selbst besser wahrzunehmen. Bei der letzten Strophe sind Sie eingeladen, in das gesummte Lied einzustimmen und unser adventliches Warten so vor Gott zu bringen.

Die Kirche wird abgedunkelt.

Eine Kerze wird in die Mitte (oder auf den Altar)

gestellt.

Ein Gong ertönt.

Der folgende Text wird von zwei Sprecher*innen vorgetragen und nach jeder Strophe für eine besinnliche Stille unterbrochen. I spricht den Text des Gedichts von Silja Walter, II spricht meditative Gedanken zu den einzelnen Strophen.

I

Jemand muss zuhause sein,

Herr,

wenn du kommst.

Jemand muss dich erwarten,

oben auf dem Berg

vor der Stadt.

Jemand muss nach dir Ausschau halten,

Tag und Nacht.

Wer weiß denn, wann du kommst?

II

Zu Hause.

Mein Körper ist mein Zuhause.

Ich spüre jeden Schmerz, jede Lust,

jeden Nervenkitzel.

Ich freue mich am Wunder meines Leibes.

Ich leide an der Müdigkeit,

an der Krankheit, am Alter.

Meine Seele ist mein Zuhause.

Ich bewohne meine Gedanken.

Ich wärme mich am Feuer meiner Gefühle.

Mein Geist ruht in der Stille.

Zu Hause sein.

Bei mir zu Hause.

Mich aushalten.

Mich genießen.

Den Wohnraum meines Ich durchschreiten.

Zwei bis drei Minuten Stille (evtl. leise Musik)

I

Herr,

jemand muss dich kommen sehen

durch die Gitter

seines Hauses,

durch die Gitter –

durch die Gitter deiner Worte,

deiner Werke,

durch die Gitter der Geschichte,

durch die Gitter des Geschehens

immer jetzt und heute

in der Welt.

Jemand muss wachen

unten an der Brücke,

um deine Ankunft zu melden,

Herr,

du kommst ja doch in der Nacht

wie ein Dieb.

II

Ganz nahe am Fenster.

Ganz nahe zur Welt.

Mit den Augen, den Ohren, den Sinnen.

Durch meine Sinnesfenster spüre ich die Welt.

Und „die Welt ist Gottes so voll“ (Alfred Delp)

Ich sehe dich kommen,

du unsichtbar-sichtbares Licht.

Deinen Advent erwarte ich.

Ich stehe am Fenster und warte.

Auf dich.

Zwei bis drei Minuten Stille (evtl. leise Musik)

I

Und jemand muss singen,

Herr,

wenn du kommst,

das ist unser Dienst:

Dich kommen sehen und singen.

Weil du Gott bist.

Weil du die großen Werke tust,

die keiner wirkt als du.

Und weil du herrlich bist

und wunderbar wie keiner.

Komm, Maranatha!

Hinter unsern Mauern

unten am Fluss

wartet die Stadt

auf dich.

Silja Walter

II

Ich spüre, wie es singt in mir.

Geheimnisvolle Töne höre ich.

Es singen nicht Mund und Lippen.

Es singt das Herz in mir.

Mein stummes Lied

sammelt Töne und Rhythmen

und tönt in den Raum.

Mein Lied.

Für dich, Gott.

Eine*r beginnt zu summen. Andere stimmen ein. Das Summen erfasst alle. Jede*r findet seinen/ihren Ton und kann mit den Tönen spielen. Der Klangteppich kommt und geht, wird leiser und lauter, wie es sich ergibt. Wenn er langsam abebbt, spricht (oder singt in freier Melodie) jemand:

Komm, Maranatha!

Hinter den Mauern unserer Herzen

wartet die Stadt

wartet das Land

wartet die Welt

auf dich.

Bitten

Bruder Jesus,

unsere lärmüberfluteten Ohren,

unsere zweifelnden Augen

unsere gebetsmüden Münder –

du weißt darum.

Maranatha.

Bruder Jesus,

unser Warten auf den Morgen,

unsere Spannung in den Gliedern,

unsere Sehnsucht im Herzen –

du weißt darum.

Maranatha.

Bruder Jesus,

dein Licht in unserem Dunkel,

deine Treue in unseren klopfenden Herzen,

deine Zusage auf unserem Weg –

wir wissen darum.

Maranatha.

Längere Stille

Segnen

nach Psalm 40

Stärk mir den Rücken, guter Gott,

dass ich in Würde aufrecht gehe,

zu mir und meinen Fehlern stehe.

Stärk mir den Rücken, guter Gott.

Hauch deinen Atem, guter Gott,

dass ich dein Leben in mir spüre,

und mein Vertrauen nicht verliere,

hauch deinen Atem, guter Gott.

Schärf meine Sinne, guter Gott,

dass ich mich zu entscheiden wage,

und furchtlos Recht und Wahrheit sage.

Schärf meine Sinne, guter Gott.

Sprich du mir Mut zu, guter Gott,

dass ich die Kraft in mir entdecke

und mich kein Widerstand erschrecke.

Sprich du mir Mut zu, guter Gott.

Helmut Schlegel | © Dehm Verlag

DEN TRÄUMEN TRAUEN

AN EINEM ADVENTSABEND

Vorbereiten

In der Mitte des Raumes ist eine Josefsfigur (evtl. aus der Krippe) aufgestellt.

Einstimmen

Herzlich begrüße ich Sie zu dieser Feier. Sie kommen nach einem ausgefüllten Tag hierher. Da tut es gut, ruhig zu werden und sich auf das einzustimmen, was den Advent ausmacht: die Ankunft Gottes bei uns.

Ich habe heute eine Figur mitgebracht, die zur Weihnachtskrippe dazugehört wie das Kind, die Mutter des Kindes, die Hirten und die Schafe: Josef von Nazaret. Und obwohl er ja in der Mitte der Krippe steht, direkt neben dem Kind, kennen wir ihn kaum. Er war Zimmermann von Beruf, heißt es in der Bibel. Wahrscheinlich war er ein Bauhandwerker, der mit Steinen und Holz gearbeitet hat. Ansonsten wissen wir wenig von diesem Mann. Er war still, aber keineswegs ein Duckmäuser oder Leisetreter. Josef war ein Mensch, der da war, wo er gebraucht wurde. Die Bibel beschreibt uns im Lukasevangelium, dass sich Josef mit seiner Verlobten Maria und mit dem ungeborenen Kind auf den Weg machte – von Nazaret nach Betlehem, wo das Kind geboren wurde. Das war sein Adventsweg. Wir gehen auch einen Weg durch den Advent hin zum Fest der Menschwerdung. Vielleicht kann uns da dieser Josef Begleiter sein. Vielleicht schauen wir auf ihn und fragen: Wie hast du das gemacht? Und wie können wir heute unseren Weg gehen?

Vor Gott bringen

Guter Gott,

Gerade in dieser Zeit spüren wir unsere Sehnsucht nach Frieden, Gerechtigkeit und Liebe. Wir glauben, du bist es, der uns diese Sehnsucht ins Herz gepflanzt hat, und du willst, dass sie erfüllt werde.

Auf dem Weg durch den Advent ist Josef von Nazaret für uns ein lichtvoller Wegbegleiter.

Gib uns Ohren, die hören können wie er. Dann können wir in der Stille dein Wort vernehmen.

Gib uns Hände, die zupacken können wie er. Dann können wir tun, wozu du uns berufen hast.

Gib uns Geduld, die ungelösten Fragen auszuhalten wie er. Dann können wir warten, bis du uns Antwort gibst.

Hören

Mt 1,18–25

Vertiefen

Kein einziges Wort ist uns von Josef überliefert. Auch in dem Text, den wir gerade gehört haben, sagt er nichts. Und doch spricht er bis heute mit eindringlicher Sprache.

Er spricht in einer Sprache, die heute in einer oft so geschwätzigen Zeit ganz fremd und doch ganz wichtig ist – die Sprache des Schweigens. Im Schweigen hören wir besser. Josef hat diese Sprache verstanden, darum ist sein Schweigen so wertvoll. Er zeigt mir, was wichtig ist: einmal nur zuhören, nicht sofort etwas erwidern. Auch die Kritik aushalten. Ab und zu in die Stille gehen. Den inneren Betrieb ruhen lassen.

Die Bibel sagt uns, dass Josef die Sprache der Träume verstand. Immer wieder wird er im Traum auf das hingewiesen, was wirklich zählt: die Führung Gottes. Gott überrascht uns oft mit seinen Plänen – wie damals Josef. „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage.“ (Mt 2,13) Und wieder: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot.“ (Mt 2,20) – Josef ist kein Mensch des Stillsitzens. Er steht auf und geht – auf Gottes Geheiß. Er geht, ohne den Weg zu kennen. Allein die Zuversicht und der feste Glaube an Gott leiten ihn.

Gibt es nicht in jedem Leben so etwas wie Führung? Einen roten Faden, der sich durchzieht und den wir oft gar nicht sehen? Vielleicht lässt er sich in der Adventszeit entdecken.

Josef blieb. Die Treue hielt ihn. Auch dann, wenn viele und vieles dagegensprach. Er blieb bei Maria, die ein Kind erwartete, das nicht seines war. Er blieb bei diesem Kind, das schon in jungen Jahren bedroht wurde. Er wollte ihm Halt bieten und es schützen.

Bleiben. Das ist nicht sitzen bleiben, sondern treu bleiben. Zu einer Entscheidung stehen, die ich getroffen habe. Zum Wort stehen, das ich gegeben habe. Zu Menschen stehen, die ich mir vertraut gemacht habe. Braucht die Welt heute nicht gerade dieses Bleiben? Das kann anstrengend sein. Treue kostet Kraft. Aber sie ist das Fundament eines gelingenden Lebens. Sie erinnert uns daran, dass wir alle von der Treue Gottes leben.

Alternative

Dialog mit Josef

(vorgetragen von zwei Sprecher*innen)

I

Du stehst am Rand, Josef.

Von dir ist nur in Nebensätzen die Rede.

Du selbst sagst nichts.

Kein Wort ist uns von dir überliefert.

Aber heute bist du in unserem Blickfeld.

Du tust etwas.

Nicht irgendetwas.

Du tust, was der Engel dir sagt.

II

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich gelitten

habe.

Maria erwartete ein Kind.

Und ich, ihr Verlobter, wusste nicht, wer der Vater ist.

Durch das Wirken des Heiligen Geistes, sagte sie.

Aber wer kann das begreifen?

Ich war zerrissen zwischen Zweifel und Vertrauen.

Ich werde mich in aller Stille von ihr trennen,

beschloss ich.

I

Ich kann das gut nachfühlen, Josef.

Wie konntest du vertrauen, wenn alles dagegensprach?

Wie konntest du glauben, wenn solche Zweifel an

dir nagten?

Ich kenne diese Not:

Durch eine dunkle Nacht gehen, auch wenn ich kein

Licht sehe.

Das ist unendlich schwer. –

Aber du hattest einen Traum …

II

Es war in Wahrheit viel mehr als ein Traum.

Es war ein Wort, das mich nicht mehr losließ.

Es war eine Gewissheit, die in mir wuchs:

Gott ist mit mir.

Mit uns.

Mit Maria – ihr Kind ist aus Gott.

Aber auch mit mir – mein Glaube ist aus Gott.

Darum fürchte ich mich nicht mehr vor meinen Zweifeln.

Gott ist mit uns.

Auch wenn die Fragen bleiben.

Das ist mehr als ein Traum.

Bitten

Gott, du hast uns zugesagt, dass du uns treu bleibst, auch dann, wenn wir an deinem Wort zweifeln oder zu fallen drohen. Du hast uns ermutigt, mit allem, was uns bewegt, zu dir zu kommen und dich zu bitten. Es bewegt uns, dass unser Glaube ständig in Bewegung ist zwischen bleiben und aufbrechen, danken und stumm sein, Freude und Enttäuschung.

Stille

Es bewegt uns, dass Frauen und Männer, die ihr Glück mit einem Partner oder einer Partnerin gesucht haben, um einen gemeinsamen Weg ringen oder gar eines Tages vor den Trümmern ihrer Beziehung stehen.

Stille

Es bewegt uns, dass die Welt von einem existentiellen Abgrund bedroht wird, den wir beschönigend „Klimakrise“ nennen. Mehr und mehr gerät unsere Gewissheit ins Wanken, dass alles machbar ist und wir uns alles nehmen dürfen. Die ganze Welt hielt den Atem an, als der Corona-Virus über die Menschheit hereinbrach. Ob es uns eine Lehre ist?

Stille

Es bewegt uns, dass Kinder ohne Liebe aufwachsen müssen und seelisch verwahrlosen. Es bewegt uns, dass wir Erwachsene oft nur unsere Welt und unsere Sorgen sehen.

Stille

Es bewegt uns, dass in unserem Land viele in Altersarmut, Obdachlosigkeit und in Angst vor Fremdenhass leben müssen, während sich viele von dieser Not nicht berühren lassen.

Stille

Es bewegt uns, dass unser Leben begrenzt ist und dass uns der Tod viele unserer Nahestehenden bereits genommen hat. Es tröstet uns die Hoffnung, dass sie bei dir ein Zuhause finden.

Stille

Lass uns das alles in ein schlichtes Gebet kleiden: Du, Gott, wirst uns tragen und niemals im Stich lassen. Darauf verlassen wir uns heute und immer und in Ewigkeit.

Singen

Ein Lied für Josef von Nazaret

Träumen gehorchen,

Stille verstehn,

warten und schweigen,

hören wie du.

Heiliger Josef, führ uns zu Jesus,

teile mit uns deinen Glauben

an ihn.

Aufbrüche wagen,

Furcht widerstehn

Zuversicht leben,

hoffen wie du.

Heiliger Josef, führ uns zu Jesus,

teile mit uns deine Hoffnung

auf ihn.

Da sein und treu sein,

gut und gerecht,

schützen und trösten

lieben wie du.

Heiliger Josef, führ uns zu Jesus,

teile mit uns deine Liebe

zu ihm.

Helmut Schlegel

(GL-Diözesananhang Freiburg/Rottenburg-Stuttgart, 907)

Segnen

Gott sende uns immer wieder einen Engel.

Einen Weck-Engel, der uns wachrüttelt,

einen Weg-Engel, der uns den Weg weist,

einen Trost-Engel, der uns auch in der Trostlosigkeit

begleitet,

einen Schutz-Engel, der uns den Rücken stärkt,

einen Segens-Engel, der uns deinen Frieden bringt.

Das gebe uns der Vater und der Sohn und der Heilige

Geist. Amen.

DAS GESICHT DER BARMHERZIGKEIT

GOTTESDIENST IM ADVENT

Vorbereiten

Ein großes Herz aus rotem Wollfaden auf dem Boden,

Stuhlkreis für das Schriftgespräch,

Adventskranz beim Taufbrunnen,

Kuverts mit „Schuldbriefen“,

Schreibmaterial,

Christus-Ikone

STATION 1: DER TAUFBRUNNEN
Einstimmen

„Viel mehr als Ziele braucht man vor sich ein Gesicht, um leben zu können“, hat der Schriftsteller Elias Canetti einmal geschrieben. „Das Gesicht der Barmherzigkeit“ heißt das Motto dieses adventlichen Gottesdienstes, zu dem wir Sie begrüßen. Wir stellen uns dabei nicht irgendein Gesicht vor, sondern ein offenes, freundliches, warmherziges Gesicht. Das tut gut.

Wir beginnen diesen Gottesdienst am Taufbrunnen. Dieser Ort mag uns daran erinnern, dass sich uns Jesus in der Taufe zugewandt hat.

Warmherzig, mit einem liebenden Herzen, mit weiter Seele, mit offenen Sinnen, ganz präsent und aufmerksam – so stelle ich mir Jesus vor. Und ich mag daran glauben, dass auch in einer verrückten und grausamen Welt, in der Menschen sich gegenseitig unterdrücken, etwas durchscheint von der Barmherzigkeit Jesu. Seine Gegenwart in dieser Welt ist sehr leise, verborgen, ja oft kaum spürbar. Umso mehr lohnt es sich, aufmerksam zu sein und um Gottes Geist zu bitten.

Jemand zündet die Kerzen des Adventskranzes an.

Vor Gott bringen

Geist Gottes,

du erfüllst uns mit deiner Gegenwart.

Du machst uns frei von inneren und äußeren

Zwängen.

Geist Gottes, du schenkst uns offene Augen und

Ohren,

Du gibst uns Mut und Kraft für die Aufgabe, dich im

Alltag zu bezeugen.

Geist Gottes, du bist in der Trockenheit unsere

Quelle

und in dunklen Stunden ein leuchtender Stern.

Alle nehmen Wasser aus dem Taufbrunnen und bezeichnen sich mit dem Kreuzzeichen.

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Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
08 сентября 2025
Объем:
92 стр. 5 иллюстраций
ISBN:
9783791761909
Издатель:
Правообладатель:
Bookwire
Формат скачивания:
Входит в серию "Konkrete Liturgie"
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