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IMPRESSUM

360 KANADA-TRÄUME

Tipps für eine unvergessliche Reise im Land des Ahorns

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der deutschen Nationalbibliografie.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über dnb.ddb.de abrufbar

© 2018 360° medien gbr mettmann | Marie-Curie-Straße 31 | 40822 Mettmann www.360grad-medien.de

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung sowie Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Der Inhalt des Werkes wurde sorgfältig recherchiert, ist jedoch teilweise der Subjektivität unterworfen und bleibt ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.

Redaktion und Lektorat: Christine Walter

Satz und Layout: Serpil Sevim-Haase

Gedruckt und gebunden:

Himmer GmbH Druckerei & Verlag | Steinerne Furt 95 | 86167 Augsburg

www.himmer.de

ISBN: 978-3-947164-28-8

Hergestellt in Deutschland

www.360grad-medien.de

Christian Dose

360 KANADA–TRÄUME

Tipps für eine unvergessliche Reise im Land des Ahorns


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Über dieses Buch

Unsere Jury

Kanada – Land der Superlative


Natur & Outdoor

Kartenübersicht

Nationalparks

Tierbeobachtungen

Seen

Wasserfälle

Strände

Wanderungen


Städte & Regionen

Kartenübersicht

British Columbia

Vancouver

Vancouver Island

Alberta

Calgary

Icefields Parkway

Northwest Territories und Nunavut

Yukon Territory

Alaska

Manitoba und Saskatchewan

Ontario

Toronto

Ottawa

Québec

Québec (Stadt)

Montréal

Newfoundland & Labrador

New Brunswick und Prince Edward Island

Nova Scotia


Reisen & Übernachten

Kartenübersicht

Traumstraßen

First Nations

Abenteuer

Unterkünfte

Campingplätze

Erlebnisse im Winter

Rundflüge – Kanada von oben


Kultur & Lebensart

Kulinarisches

Persönlichkeiten

Bücher & Filme

Festivals

Anhang

Stichwortverzeichnis

Danksagung

Vorwort

Blockhaus am See, Abenteuer, Freiheit, Wildlife und weite Landschaften sind Stichworte, wenn wir an Kanada denken. Und natürlich an Once-in-a-Lifetime-Momente. Der unvergessliche Augenblick kommt meist völlig unerwartet, umso größer ist dann die Freude. Es passiert beispielsweise auf einem großen Parkplatz an einer der beliebtesten Attraktionen in den Rocky Mountains. Doch völlig unbeeindruckt von lärmenden Autos und fotografierenden Touristen bahnt sich ein ausgewachsener Bär den Weg über die Grasflächen, dabei immer wieder seinen fortwährenden Hunger stillend. Für den Urlauber auf seiner ersten Kanadatour ist es schwer zu entscheiden, ob es sich um Schwarz- oder Braunbären handelt. Ist auch egal – die Freude zählt!

Sehnsuchtsziel Kanada

Bären, Elche und Karibus zählen zu den Stars der kanadischen Wildnis, gepaart mit eindrucksvollen Landschaften und liebenswerten Städten. Wer es geschickt anstellt, kann an einem Tag morgens noch auf der Skipiste stehen und nachmittags Orcas im Pazifik beobachten. Hinzu kommt die beeindruckende Historie der First Nations, den indigenen Völkern wie den Inuit im hohen Norden. Kanada ist ein Sehnsuchtsziel par excellence. Nahezu jeder Besucher lässt sich vom Ahornland-Virus infizieren. Und so kehren viele Reisende meist nicht nur einmal in das weite Land zwischen Atlantik im Osten und Pazifik im Westen zurück. So traf ich im Algonquin Provincial Park in Ontario eine Norddeutsche, die auf bald 20 Reisen nach Kanada zurückblicken konnte. Dabei verriet sie mir ihren haushohen Favoriten: Der Jasper National Park in den Rocky Mountains sei ihr absoluter Lieblingsort, den sie schon viele Male besucht hatte.

360 Top-Ziele für einen perfekten Urlaub

Wer jedoch das erstmals das zweitgrößte Land unserer Erde ansteuert, steht vor der sprichwörtlichen Qual der Wahl: Ost- oder Westküste? Oder lieber in den hohen Norden? Und wo sind besten Orte, um Tiere zu beobachten oder zu wandern? Dieser neuartige Reiseführer stellt Ihnen die 360 schönsten Orte im Ahornland vor. Wir möchten Sie inspirieren und Ihnen gute Orientierung bei Ihrer Reiseplanung bieten.

Das neue Werk zeigt jeweils die Top 10 in 36 Kategorien aus den Rubriken Natur & Outdoor, Städte & Regionen, Reisen & Übernachten sowie Kultur & Lebensart. Mit dem Buch erhalten Sie einen einzigartig breiten Erfahrungsschatz. Jede Kategorie enthält Tipps, die von Kanada-Experten und der Redaktion des renommierten Reisemagazins 360° Kanada sowie deren Facebook-Fans ausgewählt und empfohlen worden sind. Sehr viel einfacher lässt sich eine Reise nicht planen, die im Durchschnitt 18 Tage dauert. Mit unseren 360 Reiseträumen von Kanada haben Sie einen Anhaltspunkt ganz nach Ihren Interessen – ob Wandern oder Abenteuer.

Und welches ist nun der schönste Ort Kanadas? Die Pazifik-Metropole Vancouver und der Moraine Lake in den Rocky Mountains sind die beiden Highlights schlechthin. Passend zu den Kontrasten zwischen pulsierender City und anmutiger Natur sind eine Stadt und ein Bergsee im Jasper National Park die Favoriten unser Jury aus Reisenden und Touristikprofis: Dies ergab unsere große Befragung am Ende, nachdem die Favoriten in 36 Einzelkategorien ermittelt wurden. Mehr zur Entstehung des Buches finden Sie auf Seite 8.

Mit diesen Tipps können Sie Ihre Reise besser planen – egal, ob es die erste, zweite oder dritte Tour ist. Denn Kanada ist zu groß und zu attraktiv, um es bei einer einzigen Reise zu belassen. Wer die Rocky Mountains und Vancouver gesehen hat, sollte sich die lieblichen Atlantik-Provinzen Nova Scotia und Prince Edward Island nicht entgehen lassen. Tierliebhaber und Fotofreunde finden ihr Glück auf Erden wohl auf Vancouver Island und an der entlegenen Hudson Bay unweit des Polarkreises: Dort lassen sich Eisbären und Belugawale in freier Wildbahn an nur einem Tag beobachten, wie ich es selbst im Sommer 2017 erleben durfte! Doch nicht nur mit Natur und Wildlife punktet das Land. Neben bekannten Metropolen wie Québec oder Ottawa locken viele kleine liebenswerte Örtchen wie beispielsweise Tofino auf Vancouver Island, Jasper in den Rocky Mountains, die Goldgräberstadt Dawson City oder Lunenburg in Nova Scotia.

Wichtig ist uns, dass wir neuen wie erfahrenen Fernreisenden ebenso praktische wie persönliche Impulse zu Kanada bieten. Enthalten sind daher auch elf kurzweilige Lese- und Reisegeschichten von Kanada-Kennern – gedacht als Liebeserklärungen an das zweitgrößte Land der Welt. Überdies vermitteln rund 400 hochwertige Fotos erste Impressionen, während Karten und ungezählte Link-Tipps bei der konkreten Reiseplanung helfen.

Das ganze Team wünscht Ihnen eine sehnsuchtsvolle Lektüre mit 360 inspirierenden Reiseträumen für die perfekte Planung – sowie hoffentlich bald auch eine gute Reise!

Christian Dose, im Mai 2018

Über dieses Buch

Dieser Reiseführer soll Ihnen die Orientierung bei der Reiseplanung erleichtern und Ihnen quasi als Kompass durch Kanada dienen. Wir stellen Ihnen 360 Reiseträume in 36 Kategorien vor: die schönsten Plätze des Landes, romantische Strände, unvergessliche Wanderungen, beste Orte für Tierbeobachtungen und vieles mehr – also 360 Tipps für einen perfekten Urlaub.

Mit diesem Buch navigieren Sie durch das Land und lernen es bestens kennen.

1.Im ersten Kapitel „Natur & Outdoor" erhalten Sie einen Überblick über die schönsten Nationalparks, Strände und Wanderwege sowie beispielsweise die besten Plätze zur Tierbeobachtung.

2.Im zweiten Kapitel „Städte & Regionen" folgen Portraits der Metropolen und Regionen. Manche Provinzen wie Alberta sind aufgrund der Fülle von Orten in mehrere Kategorien unterteilt.

3.Kapitel 3 „Reisen & Übernachten" umfasst Empfehlungen beispielsweise für Panoramastraßen und Campingplätze.

4.Im vierten Kapitel „Kultur & Lebensart" lernen Sie den kanadischen Lifestyle, kulinarische Köstlichkeiten und die wichtigsten Persönlichkeiten des Landes kennen.

So wurden die 360 Reiseträume für Kanada ermittelt

•In einem Zeitraum von zwölf Monaten haben die mittlerweile mehr als 3600 Mitglieder der Facebook-Gruppe „360° Kanada" in 36 nicht-repräsentativen Umfragen ihre Favoriten gekürt.

•Im Anschluss nannte eine fachkundige Jury aus professionellen Reiseexperten wiederum ihre Lieblingsorte (Portraits der Jury ab Seite 10).

•Auf dieser Basis wählte der Autor nach bestem Wissen und Gewissen schließlich die 360 wichtigsten Ziele aus den ursprünglich mehr als 1000 Vorschlägen für eine Traumreise nach Kanada aus.

Jede der 36 Kategorien besteht aus jeweils zehn Empfehlungen. Die zwei beliebtesten Tipps sind jeweils ausführlich auf zwei Seiten dargestellt, weitere zwei Empfehlungen auf je einer Seite und abschließend sechs weitere Tipps in kompakter Form. Link-Tipps und Landkarten helfen bei der Planung.

•Am Ende fand eine zusätzliche Umfrage bei Reise-Fans und Reise-Profis statt, um aus einer Vorauswahl auf Basis der vorherigen Auswertungen den schönsten Ort Kanadas zu ermitteln.

•Elf „Liebeserklärungen" und „Lieblingsorte" von ausgewiesenen Kanada-Kennern ergänzen die 360 Reisetipps für eine unvergessliche Reise ins zweitgrößte Land der Erde.

Überblick zu den 360 Reiseträumen Kanada


Platz 1Vancouver
Platz 1Moraine Lake
Platz 3Banff National Park
Platz 4Jasper National Park
Platz 5Lake Louise
Platz 6Emerald Lake
Platz 7Yoho National Park
Platz 8Mount Robson
Platz 9Waterton Lakes National Park
Platz 10Yukon River
Top2 TierbeobachtungenOrcas: Telegraph Cove, Victoria; Grizzlys: Knight Inlet
Top2 TageswanderungenLake Agnes, Sunshine Meadows Loop
Top2 SträndeLong Beach, Cavendish Beach
Top2 TraumstraßenDempster Highway, Icefields Parkway
Top2 SpezialitätenWildlachs, Ahornsirup

Quelle: Umfragen unter Kanada-Fans und Reiseprofis

Unsere Jury

Barbara Ackermann


… hat Kanada durch ihre langjährige Erfahrung als Pressesprecherin für das Land zu ihrer zweiten Heimat gemacht, zu der es sie fünf Mal im Jahr zieht. Das Ahornland hat sie dermaßen in den Bann gezogen, dass sie direkt einen Kanadier geheiratet hat. Die PR-Arbeit für die Olympischen Winterspiele 2010 gehört für sie zu den schönsten Arbeitserfahrungen. In ihrer Freizeit zieht es sie in die freie Natur – doch zu einer interessanten Unterhaltung am Kamin bei einem guten Wein sagt sie auch nicht nein. ∙www.destination-office.com

Tobias Barth


... lebt seit Januar 2017 im Yukon und gründete vor über zehn Jahren den Kanada-Blog www.faszination-kanada.com sowie im Februar 2016 den Kanada-Shop www.mein-kanada-shop.com. Er ist zudem als Reiseführer für Ruby Range Adventure (www.rubyrange.com) in West-Kanada und Alaska unterwegs. Durch zahlreiche Reisen durch Kanada seit 1997 kennt er (fast) jede Ecke in Kanada. Bisher hat er alle zehn Provinzen und bis auf Nunavut auch die Territorien besucht und bereist.

Christian Dose


… hat Kanada auf zahlreichen Reisen erkundet. Das Buch 360 Kanada Träume folgt auf den 2017 erschienen Band 360 Neuseeland-Träume, ebenfalls aus seiner Feder. Der gebürtige Berliner ist erfahrener Journalist und Kommunikationsberater sowie Reisevortragsreferent und Dozent. Er erkundete die Welt seit seinem 20. Lebensjahr auf rund 40 Fernreisen beispielsweise nach Nordamerika, Australien und Neuseeland. Hauptberuflich ist er als Berater für Public und Investor Relations tätig. Er ist Absolvent der Berliner Journalisten-Schule; seit 2012 arbeitet er nebenberuflich als Reisejournalist, vornehmlich für 360° medien zu den Ländern Australien, Neuseeland und Kanada sowie als Chefredakteur des Reisemagazin 360° USA. ∙ www.cd-reisen.de, www.traumziele-von-oben.de

Jörg Ehrlich


… ist nur noch selten ohne Kamera unterwegs, seit er vor 25 Jahren seine erste Expedition zu den 7000ern des Pamir fotografisch dokumentierte. Der begeisterte Natur- und Reisefotograf ist Autor und Initiator zahlreicher Vorträge, Filme und Reisereportagen. Als Mitgründer des Reiseveranstalters DIAMIR Erlebnisreisen erkundet der studierte Elektroingenieur viele Wochen im Jahr neue Reiseziele in aller Welt, wobei einer seiner Schwerpunkte auf polaren Regionen liegt. Er leitet außerdem spezielle Fotoreisen, unter anderem nach Churchill, und führt kleine Gruppen von Reiselustigen in die schönsten Regionen der Erde. Seine besondere Leidenschaft gilt der Tierbeobachtung und der Wildlife-Fotografie. ∙ www.diamir.de, www.joerg-ehrlich.de

Martin Gutsch


… ist Vorstandsmitglied bei der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft sowie seit 2009 Mitmoderator und Webmaster der KANADATREFF Community. 1998 flog er zum ersten Mal nach Kanada. Es war ein Kurztrip mit Canada 3000 nach Toronto. Vom Kanada-Virus gefesselt, war es um ihn geschehen. Es folgten seitdem auch Reisen in die Provinzen Québec (Montréal ist seine Lieblingsstadt) und Nova Scotia. Martin ist Kenner der kanadischen Weingeschichte und der Weinszene. Vorträge auf deutsch und englisch hielt er bereits mehrfach. Die persönlichen Begegnungen von Canada Lovers und Canadians stehen bei ihm im Vordergrund. ∙ www.dkg-online.de

Frank Hartung


… ist vor rund sechs Jahren über verschiedenen Positionen im Verkauf bei Fluggesellschaften aus ganz unterschiedlichen Regionen der Welt (u.a. Air Mauritius und Icelandair) bei Air Canada gelandet. Dort ist er als Sales Manager verantwortlich für den touristischen Verkauf in Deutschland. Das umfasst die Zusammenarbeit mit Reisebüros und Reiseveranstaltern, aber auch mit den Tourismusvertretungen Kanadas in Deutschland und verschiedenen Partnern in Kanada. Viele Dienstreisen und private Touren haben ihn in den letzten Jahren sehr häufig in sehr viele Ecken und Gegenden Kanadas geführt und seine Leidenschaft für dieses besondere Land entfacht. www.aircanada.com

Holger Howind


… reiste vor 30 Jahren das erste Mal über den großen Teich, und die Faszination für Nordamerika ließ ihn fortan nicht mehr los. Regelmäßig erkundet er seitdem Kanada, die USA und Mexiko. Dabei hat er fast alle Ecken des Kontinents persönlich kennengelernt. Seine Leidenschaft ist auch sein Beruf. Nach einer Ausbildung in der Touristik machte er Station bei verschiedenen Reiseveranstaltern und ist heute als Produktmanager für Kanada und die USA beim Reiseveranstalters DIAMIR Erlebnisreisen tätig. Seine auf mittlerweile drei Länder verteilte Familie stellt sicher, dass er auch weiterhin viel unterwegs sein wird.

∙ www.diamir.de

Timo Kohlenberg


…ist bekannt als der Innovative unter den deutschen Reiseveranstaltern. Sein Unternehmen America Unlimited GmbH hat sich zu einem der führenden Veranstalter für USA- & Kanada-Reisen auf dem Markt etabliert. Seine Partner lieben ihn für seine innovativen Werbeideen -beispielsweise Glasboxen, die das Klima Floridas simulieren. Von Kanada wurde er bereits mehrfach mit dem beliebten „Signature Experiences Award" ausgezeichnet, und auch sonst heimst er einen Award nach dem anderen ein. Unter der Luxusmarke Feinreisen baut er unter großem medialem Interesse derzeit das wachsende Luxussegment aus. Egal ob RTL, Die Zeit, das Handelsblatt oder dem Social Media Magazin - alle haben Timo Kohlenberg bereits portraitiert. ∙ www.america-unlimited.de

Karl-Heinz Limberg


… hat die Reisedestination Kanada über 25 Jahre in Deutschland vertreten - viele Jahre davon als Leiter des Deutschland-Büros der Canadian Tourism Commission und in den letzten Jahren als Account Director bei Travelmarketing Romberg, der deutschen Agentur von Destination Canada. Limberg hat das Land mehr als 100 Mal bereist und war in fast allen Provinzen und Territorien. Seit 2015 bloggt er auf khllifestyle.de und berichtet natürlich viel über „seine" Destination. Dabei kommen auch die grandiosen Städte Kanadas nicht zu kurz, die zumeist die herrliche Natur vor der Haustür haben. ∙ www.khllifestyle.de

Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard


… ist promovierte Chemikerin und war jahrelang unter anderem als Executive Director R&D in der freien Wirtschaft tätig, bis sie ihrer Passion - der Begeisterung für Sprache und Worte - folgte und sich 2008 als freie Fachjournalistin, Autorin, Texterin, Redaktionsverantwortliche und Lektorin selbstständig machte. Seitdem ist sie als Freiberuflerin erfolgreich. Als leidenschaftliche Reisejournalistin, Wanderin und Beobachterin ist sie seit 2001 regelmäßig in Kanada unterwegs und dabei immer auf der Suche nach neuen Geschichten und Plätzen dieses großartigen Landes. Neben Kanada ist sie zudem auf Neuseeland spezialisiert. ∙ www.kopfwortewelt.de

Nina Meuter


… arbeitet seit 2011 als Travel Trade Manager für Destination Canada in Deutschland und ist Ansprechpartner für Reiseveranstalter und Reisebüros bei allen touristischen Fragen rund um Kanada. Die Begeisterung für das Land packte sie jedoch schon vier Jahre zuvor, als sie während ihres Studiums ein Praktikum in Toronto absolvierte. Seitdem hat sie auf etwa 30 Reisen Teile fast aller Provinzen und Territorien Kanadas kennenlernen können. Als großer Kanada-Fan gibt es auf ihrer Liste dennoch zahlreiche Plätze und Aktivitäten, die sie in diesem vielfältigen Land noch entdecken und erleben möchte. ∙ csp.canada.travel


Kanada – Land der Superlative

Nur Russland ist größer, kein Land hat mehr Küstenlinie, über sechs Zeitzonen erstreckt sich die Nation von Ost nach West, Temperaturen im Winter unterhalb von minus 30 Grad sind nicht selten, während im Hochsommer auch mehr als 30 Grad erreicht werden, dazu das größte Eisfeld der Erde außerhalb der Pole: Kanada ist das Land der Extreme. Von Nord nach Süd sind es 4634 Kilometer, von Ost nach West sogar 5514 Kilometer – und so groß das Land ist, so vielfältig ist es auch. Innerhalb von zwei Stunden Buckelwale und Schwarzbären sehen? Auf Vancouver Island kein Problem. Ebenso wenig, wie morgens in 365 Meter Höhe im Freien auf der Aussichtsplattform EdgeWalk des CN Tower in Toronto zu stehen und nachmittags durch die ruhige, liebliche Insellandschaft im Sankt-Lorenz-Strom zu paddeln. Und wer Geduld und Glück mitbringt, kann beim Goldwaschen am Yukon die Urlaubskasse aufbessern (oder gar zum Millionär werden). Diese Vielfalt macht Reisen nach Kanada so reizvoll und lässt viele Besucher immer wieder zurückkehren ins Land des Ahornblatts.

Kanada, mit 9.984.670 Quadratkilometern fast so wie groß wie ganz Europa, bedeckt rund 40 Prozent der gesamten Fläche des Kontinents Nordamerika. 36,64 Millionen Einwohner verteilen sich auf 13 Provinzen und Territorien. Die Hauptstadt Ottawa liegt an der Grenze zwischen den Provinzen Ontario und Québec, größte Stadt ist Toronto. Knapp fünf Prozent der Einwohner sind der indigenen Bevölkerung wie beispielsweise den Inuit zuzurechnen, wobei der Anteil je nach Region stark schwankt. Mehr als drei Millionen Kanadier haben nach eigenen Angaben deutsche Wurzeln.

Kanada gilt als liberales und zukunftsorientiertes Land. International genießt es hohes Ansehen und zählte zu den Mitbegründern der Vereinten Nationen (UNO) sowie der NATO. Das Land zählt zu den zehn wirtschaftlich stärksten Nationen. Die Rohstoffindustrie spielt eine finanziell bedeutende Rolle, auch wenn die Auswirkungen auf die Umwelt heftig umstritten sind. Bekannt wurde das Land auch als Austragungsort populärer Veranstaltungen, beispielsweise mit den Weltausstellungen 1967 in Montréal oder 1986 in Vancouver. Auch Olympia war gleich mehrfach zu Gast: 1976 in Montréal, 1988 in Calgary und zuletzt im Jahr 2010 in Vancouver.

Seinen 150. Geburtstag feierte der Staat Kanada im Jahr 2017. Landesweit lockten zahlreiche Festlichkeiten, der Eintritt in die Nationalparks war kostenlos. Entsprechend reisten mit rund 389.000 Deutschen so viele Bundesbürger wie nie zuvor in Ahornland. Auch für die Zukunft wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Insgesamt zählt das Land im Jubiläumsjahr rund 20,8 Millionen Besucher aus aller Welt.

Kanada und Deutschland im Vergleich


KanadaDeutschland
Einwohner36,5 Mio.82,5 Mio.
Lebenserwartung81,57 Jahre80,89 Jahre
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf44.550 USD45.077 USD
Fläche9.984.670 Quadratkilometer357.376 Quadratkilometer
Bevölkerungsdichte3,6 Einwohner pro Quadratkilometer231 Einwohner pro Quadratkilometer
Küstenlinie202.080 Kilometer2389 Kilometer
Höchster BergMount Logan (Yukon Territory) –5959 MeterZugspitze – 2962 Meter
Nationalfeiertag1. Juli3. Oktober
UNESCO-Welterbestätten1842

Quelle: Statista, www.laenderdaten.de u.a.

Stolze First Nations

Die ersten Bewohner des weiten Landes erreichten Kanada wohl schon vor rund 30.000 Jahren. Erste Spuren menschlicher Besiedlung datieren auf die Zeit vor etwa 16.000 Jahren und wurden auf dem Gebiet des heutigen Yukon Territory entdeckt. Daher bezeichnen sich die indigenen Völker wie beispielsweise Indianer und Inuit stolz selbst als „First Nations". Schließlich besiedelten sie das Land schon lange vor den Europäern, die erst viel später nach Kanada kamen. Mutmaßlich gebührt den Wikingern der Titel der „ersten Europäer", die rund um das Jahr 1000 nach Christi im heutigen Newfoundland siedelten.

Fest dokumentiert ist hingegen die Ankunft von Engländern und Franzosen im 16. Jahrhundert. Als „Entdecker Nordamerikas" gilt der italienische Seefahrer Giovanni Caboto (John Cabot), der 1497 das heutige Kanada betrat. Die Ansiedlung St. John’s auf Newfoundland wurde 1583 zur britischen Kolonie und ist damit sogar die älteste Stadt Nordamerikas. Französische Kolonialisten wiederum gründeten 1608 einen Handelsposten im heutigen Québec, so dass die frühe Geschichte des Landes geprägt ist von Kriegen zwischen den beiden Kolonialmächten. Am Ende behielten die Briten die Oberhand, 1763 zog sich Frankreich offiziell zurück. Aber der französische Einfluss ist bis heute spürbar. Fest verankert sind frankophone Kultur und Lebensart natürlich in den Provinzen Québec und New Brunswick, wo Besucher zuweilen mit Englisch nicht weit kommen, aber auch in anderen Städten. So gilt Winnipeg, Hauptstadt der Provinz Manitoba, als größte französische Gemeinde außerhalb von Québec. Ohnehin ist Französisch neben Englisch offizielle Amtssprache, so dass Formulare und Schilder im Regelfall zweisprachig sind.


Als offizielle Gründungsdatum de Nation gilt der 1. Juli 1867, als sich New Brunswick, Nova Scotia, Ontario und Québec zum Dominion of Canada zusammenschlossen – bis heute wird dieser Tag als „Canada Day" landesweit gefeiert. Das Land ist eine Parlamentarische Demokratie (unter konstitutioneller Monarchie). Zwar unabhängig von Großbritannien, gehört Kanada dennoch weiter zum Commonwealth, so dass Queen Elizabeth II als Königin von Kanada offizielles Staatsoberhaupt der Kanadier ist.

Beliebtes Einwanderungsland

So wie schon in Anfangsjahren die Europäer das Land besiedelten, ist Kanada bis heute eines der beliebten Ziele zum Auswandern. Schon früh machten sich Menschen beispielsweise aus Deutschland, Irland und der heutigen Ukraine auf, um jenseits des Atlantiks ein neues Leben zu starten – in der Hoffnung, dort ihr persönliches Glück zu finden.

Die Sehnsucht nach Abenteuer und Natur sowie vielleicht auch nach „ein wenig heiler Welt" treibt bis heute Menschen aus den westlichen Industriestaaten. Die größten Einwanderergruppen indes stammen heute aber aus wirtschaftlich schwächeren beziehungsweise politisch instabilen Ländern. Gerade aus dem Nahen und Fernen Osten zieht es viele Menschen nach Kanada, das als weltoffen und tolerant gilt. So sind viele Reisende immer wieder überrascht vom hohen Anteil asiatischer Passagiere auf Flügen nach Kanada. Doch so gut das Image des Landes ist, so streng sind die Regelungen, tatsächlich einwandern zu dürfen.

Pulsierende Metropolen und …

Kanadas Städte sind so vielfältig wie das Land groß ist: An der Spitze, gemessen an der Einwohnerzahl, steht die Ostküsten-Großstadt Toronto. Malerisch am Lake Ontario gelegen, fühlen sich in Downtown Toronto viele Besucher an New York erinnert. Kein Wunder, dass der legendäre Schauspieler Peter Ustinov einst schwärmte: „Toronto ist New York – aber von Schweizern geführt." Montréal und von allem Québec (Stadt) punkten mit französischem Flair, während die Hauptstadt Ottawa nicht nur politisches, sondern zunehmend auch kulturelles Zentrum der Nation ist. Halifax in Nova Scotia und St. John’s auf Newfoundland sind nicht nur Ausgangspunkte für Rundreisen durch die maritimen Provinzen, sondern auch lebendige, liebenswerte Städtchen mit ausgeprägtem Nachtleben.


Als „Perle der Prärie" präsentiert sich Winnipeg, Hauptstadt von Manitoba – mit einem Museum der Extraklasse, dem Museum for Human Rights, und einer vielfältigen Kunst- und Foodszene. Die Olympiastadt von 1988, Calgary, verwandelt sich alljährlich zur Westernstadt, wenn mit der Calgary Stampede das wohl größte Rodeo lockt. Und schließlich Vancouver am Pazifik, das regelmäßig zu den schönsten Städten der Welt gewählt wird: Pulsierendes Stadtleben trifft auf nahe Natur – Skifahren auf dem Hausberg Grouse Mountain inklusive.

… anmutige Natur

So aufregend die Städte auch sind, vor allem sind es Flora und Fauna, die Besucher anziehen. Eine Reise nach Kanada, vor allem in die weniger bevölkerten Regionen wie im Yukon, den Northwest Territories oder Newfoundland, hat bis heute etwas Abenteuerliches an sich. Weite Landschaften lassen einen außerhalb der touristischen Hotspots etwa an den Niagara Falls, der Panoramastraße Icefields Parkway oder auf Vancouver Island schnell zur Ruhe kommen und eins mit der fabelhaften Natur werden. Für Aufregung sorgt dann nur – und das meist heiß ersehnt – die kanadische Tierwelt: Wer möchte nicht einmal Wale, Bären oder Elche aus nächster Nähe sehen? Gerade Vancouver Island und das entlegene Churchill an der Hudson Bay sind für Wildlife-Beobachtungen prädestiniert. Doch überall im Land stehen die Chancen gut, Tiere in freier Wildbahn zu sehen - auch in den stark besuchten Rocky Mountains.


Ohnehin ist es meist nicht weit, um den nächsten Nationalpark oder andere Schutzgebiete zu besuchen. Parks Canada als so etwas wie die oberste Naturschutzbehörde betreibt 47 Nationalparks, mit dem Banff National Park als Favoriten der Reisenden, sowie 171 National Historic Sites und 4 Marine Conservation Areas. Hinzu kommen zahlreiche Provinzparks wie etwa der bekannte Algonquin Provinical Park in Ontario. Zwar bietet sich ein erster Eindruck schon vom Auto aus. Doch erst Wanderungen wie beispielsweise zu Agnes Teahouse am Lake Louise oder Kanu- bzw. Kajaktouren unterschiedlicher Länge – sehr zu empfehlen auf dem Yukon River oder einem der zahlreichen Seen – lassen Besucher die Faszination Natur so richtig erleben.

Und ob in den Metropolen, in kleinen Dörfern oder im Nationalpark: Die weltoffenen und sympathischen Kanadier, stets hilfsbereit und interessiert, machen einen Urlaub in Kanada unvergesslich. Spätestens beim Gespräch – gern bei Bier oder Wein zu Livemusik – dürfte jeden Reisenden der viel zitierte Kanada-Virus ereilen.

Wichtige Links


Destination Canada (dt.)de-keepexploring.canada.travel
Destination Canada (engl.)in-keepexploring.canada.travel
Visit Canadawww.visit-canada.com
ETAwww.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/apply-de.html
Government of Canadawww.canada.ca/en.html
Auswärtiges Amtwww.auswaertiges-amt.de/de/kanadasicherheit/204874
Parks Canadawww.pc.gc.ca/en
Canadian Automobile Associationwww.caa.ca
360° Kanadawww.360grad-kanada.de

Natur & Outdoor


Unberührte Landschaften und viel Wildlife: Kanadas Natur weckt Sehnsucht.

Nationalparks

Tierbeobachtungen

Seen

Wasserfälle

Strände

Wanderungen


Nationalparks


Blick über Banff National Park und Lake Louise

Smaragdgrüne Bergseen, scheinbar unendliche Gletscher oder gefühlt Bären hinter jedem Baum: Kanada steht vor allem für unvergessliche Momente in der Natur, gepaart mit einem Schuss Abenteuer und teils atemberaubenden Beobachtungen der famosen Tierwelt. Die überbordende Vielfalt der Flora und Fauna weckt große Sehnsucht und zeigt uns zugleich, wie verletzlich unser Ökosystem ist. Doch 47 Nationalparks sowie zahlreiche weitere Schutzgebiete sollen die Schönheit der Natur im zweitgrößten Land unseres Planeten bewahren und künftigen Generationen näherbringen. Reisende kommen in den Nationalparks der schöpferischen Kraft von Mutter Erde besonders nah. Allein die kanadischen Nationalparks schützen eine Fläche, die größer ist als die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Sie warten nur darauf, dass Reisende die Natur entdecken und sich an der Schönheit des Landes berauschen.

Zur Orientierung: In diesem Kapitel porträtieren wir die zehn schönsten Nationalparks, wie sie von Lesern des Reisemagazins 360° Kanada und einer Fachjury gekürt wurden. Ausführliche Informationen sind teilweise auch in weiteren Abschnitten verfügbar, in denen die verschiedenen Regionen Kanadas einzeln vorgestellt werden.

∙www.pc.gc.ca/en/index

∙de-keepexploring.canada.travel/what-to-do/natural-wonders

∙www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article/national-parks-of-canada

1 Banff National Park – Wo Träume wahr werden

Ob Grizzlys oder Elche, Wanderungen zu eindrucksvollen Wasserfällen oder pittoresken Gletscherseen: Im Banff National Park dürfte kein Wunsch in der Natur unerfüllt bleiben. Der älteste und beliebteste Nationalpark des Landes vereint wohl das Beste, was Kanada zu bieten hat (siehe „Icefields Parkway", Seite 154).

Als Top-Attraktion des Parks gilt der beliebte Lake Louise: Der türkisfarbene See mit dem dahinterliegenden Victoria Glacier und dem legendären Fairmont Hotel Chateau ist eines der Symbole sowohl für die Rocky Mountains als auch die gesamte Nation. Trotz aller Besuchermassen lässt sich hier die Magie der Berge spüren. Doch neben diesem Hotspot der Natur und des Tourismus lohnen viele weitere Plätze im Park. Deutlich weniger überlaufen sind beispielsweise die Vermillion Lakes und der Lake Minnewanka, beide unweit der Kleinstadt Banff, dem größten Ort des Parks. Der Park ist Ausgangspunkt für die legendäre Panoramastraße Icefields Parkway (siehe „Icefields Parkway", Seite 154).


Mehr als 20 mächtige Gipfel, alle über 3000 Meter hoch und bis zu 120 Millionen Jahre alt, bilden den perfekten Rahmen für den Nationalpark. Höchster Gipfel ist mit 3612 Metern Mount Forbes. Das Schutzgebiet ist Heimat vieler einheimischer Tiere. Elche, Wapitis, Schwarz- und Braunbären und Wölfe sowie rund 250 Vogelarten lassen sich regelmäßig beobachten, vor allem entlang des Bow Valley Drive. Auch Bisons wurden mittlerweile wieder ausgewildert, nachdem sie im 19. Jahrhundert in dieser Region ausgerottet wurden.

Die ersten Expeditionen in die damals unbekannten Rocky Mountains starteten mit dem Bau der Eisenbahn. Als Meilenstein gilt das Jahr 1883, als Arbeiter eine natürliche heiße Quelle entdeckten. Seitdem wurde das touristische Potenzial der Region systematisch ausgeschöpft, nachdem Indianer hier schon seit rund 11.000 Jahren lebten. Um die facettenreiche Fauna und Flora mit ihren blühenden Bergblumen und teils noch immer dichten Nadelwäldern zu schützen, wurde das Gebiet 1885 als erster Nationalpark des Landes ausgewiesen – nach dem Yellowstone National Park der zweitälteste in Nordamerika.

Heute profitieren Urlauber im ganzjährig lohenden Reiseziel von einer perfekten Infrastruktur. Dazu zählen dutzende von Hotels, 13 Campingplätze und drei Skigebiete.

∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ab/banff

2 Jasper National Park – Ikone der Natur

Der größte Nationalpark der Rocky Mountains ist nicht minder schön als der angrenzende Banff National Park, aber dafür weit weniger überlaufen. Zusammen mit dem Kootenay und Yoho National Park bilden die beiden Schutzgebiete den Canadian Rocky Mountains Park, der 1984 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Wichtigste Attraktionen im Jasper National Park sind das Columbia Icefield und der Maligne Lake samt Maligne Canyon (siehe „Icefields Parkway", Seite 154, und „Winter", Seite 352) sowie die zahlreichen Wasserfälle und Seen rund um den Ort Jasper. Der selbst im Hochsommer verschlafen wirkende Bergort ist Start- oder Ausgangspunkt für die 232 Kilometer lange Fahrt über die Traumstraße Icefields Parkway.

Den schönsten Blick auf den Jasper National Park genießen Reisende vom 2285 Meter hohen Whistlers Mountain. Die 1964 mit deutschem Know-how gebaute Jasper Sky Tram überbrückt die 1000 Meter Höhenunterschied zwischen Tal- und Bergstation in knapp acht Minuten. Bei guter Sicht ist von oben aus sogar der gut 50 Kilometer entfernte Mount Robson, mit knapp 4000 Metern der höchste Gipfel der kanadischen Rocky Mountains, zu sehen. Unvergesslich bleibt in jedem Fall der Blick auf die zahlreichen Seen, etwa den Beauvert Lake sowie Patricia und Pyramid Lake, inmitten der gigantischen Berglandschaft.

Zu den beliebtesten Ausflügen im Park – neben der Bootstour auf dem Maligne Lake und der Busfahrt auf das Columbia Icefield – zählt überdies der Abstecher zum Mount Edith Cavell. Vom Astoria Valley Viewpoint (nur im Sommer erreichbar) bietet sich ebenfalls ein schöner Ausblick, zugleich Startpunkt für Wanderwege wie den Path of the Glacier Loop. Populär sind Raftingtouren auf dem Athabasca River oder Kanufahrten auf den Seen.


Wie auch der Banff National Park ist der Jasper National Park ein Ganzjahresziel. Das hiesige Marmot Ski Resort ist jedoch kleiner und somit weniger überlaufen. Dafür sind im Maligne Canyon und auf der Maligne Lake Road einzigartige Erlebnisse möglich, wie sie im benachbarten Schutzgebiet nicht zu finden sind – beispielsweise Klettern im vereisten Canyon.

Schönste Unterkunft ist die Fairmont Jasper Lodge, ebenso legendär wie die Schwesterhotels in Banff und am Lake Louise. Der große Campingplatz in Jasper ist wiederum für seine Wapitis bekannt.

Gut zu wissen: Der Nationalpark ist dank seiner abgelegenen Lage und wenigen künstlichen Lichtquellen als Dark Sky Reserve ausgewiesen. Damit bestehen besondere gute Chancen, den Sternenhimmel, die Milchstraße und zuweilen Polarlichter (Northern Lights) zu beobachten.

∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ab/jasper

∙www.jasperskytram.com

∙www.fairmont.de/jasper

3 Kluane National Park – Größtes Eisfeld der Welt

Landschaft der Giganten in der Natur: Im Kluane National Park treffen das größte Eisfeld außerhalb der Polarkappen und der Mount Logan als höchster Berg des Landes aufeinander. Das viertgrößte Schutzgebiet Kanadas ist das Topziel im Yukon (siehe „Yukon", Seite 174).

Keine hunderttausend Besucher zählt der Park, kein Vergleich zu den Besuchermassen im Banff National Park. Somit bietet der Kluane National Park beste Chancen auf eindrückliche Momente in der Natur. Dazu zählen in erster Linie Wildlife-Beobachtungen – Grizzlys, Schneehasen, Wölfe und Elche genießen hier beste Lebensbedingungen. Gerade auf längeren Wanderungen in Hinterland (Backcountry-Touren) bestehen gut Chance, die einheimische Tierwelt zu erleben. Beliebt sind auch Kanutouren auf den zahlreichen Seen.

Wer einen Blick auf den 5959 Meter hohen Mount Logan erhaschen und einen noch besseren Überblick auf das riesige Eisfeld erleben möchte, muss in die Luft gehen. Denn während viele Gletscher auch vom Boden zu sehen sind, versteckt sich der namensgebende Gipfel in den weißen Weiten. Touren starten regelmäßig beispielsweise von Haines Junction.

Der Nationalpark ist am besten von Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon, aus erreichbar. Alternativ lässt sich ein Besuch gut in eine große Alaska-Yukon-Reise ab Anchorage integrieren. Wichtigster Ort im Schutzgebiet ist Haines Junction mit Besucherzentrum, Hotels und Restaurants sowie Tankstellen und Supermarkt.

∙www.pc.gc.ca/eng/pn-np/yt/kluane/index.aspx

4 Pacific Rim National Park – Wilde Küste


Wildromantisch mit starkem Wellengang an naturbelassenen Stränden und mit dichtem Regenwald präsentiert sich der Pacific National Park an der Westseite von Vancouver Island (siehe „Vancouver Island", Seite 124 und „Strände", Seite 66). Ein Besuch hier gehört für viele Reisende ebenso zum gefühlten Pflichtprogramm wie eine Tour in den Banff National Park.Long Beach ist die beliebteste Zone im Park. Bis zu 20 Kilommeter lange Strände laden zu gemütlichen Spaziergängen ein, während versierte Surfer dank der steten Brandung beste Bedingungen zum Wellenreiten vorfinden. Alternativ lohnen Wanderungen in den borealen, teils verwunschen wirkenden Regenwald, in denen die bis zu 800 Jahre alten Riesenlebensbäume umgeben von großen Farnen die Hauptattraktion sind. Von den beiden kleinen Fischerorten wie aus dem Bilderbuch - Tofino im Norden und Ucluelet im Süden - starten regelmäßig Bootstouren, wie sie unter schiedlicher nicht sein können: entweder zum Whale Watching auf dem wilden Pazifik oder gemütliche Fahrten im Clayoquot Sound, um Schwarzbären bei Ebbe zu beobachten.Der Pacific Rim National Park ist zudem ein Topziel für Trekking-Fans: Der 75 Kilometer lange West Coast Trail ist eine der schönsten Trekkingtouren. Rund eine Woche dauert das Abenteuer in der Natur.∙www.pc.gc.ca/eng/pn-np/bc/pacificrim/visit.aspx

5 Yoho National Park


Im Vergleich zu den viel besuchten Schutzgebieten in seiner unmittelbaren Nähe - Banff und Jasper National Park - ist der Yoho National Park schon fast ein beschauliches Plätzchen in den Rocky Mountains (siehe „British Columbia", Seite 104). Ein Spaziergang um den Emerald Lake lässt einem die Natur näherkommen, ebenso eine Wanderung zum Lake O’Hara. Imposant sind die die Takakkaw Falls.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/yoho

6 Cape Breton Highlands National Park


Mit seiner zerfurchten hügligen Küstenlandschaft ist der Cape Breton Highlands National Park so etwas wie das Aushängeschild von Nova Scotia (siehe „Nova Scotia", Seite 284). Viele Reisende fühlen sich an die schottischen Highlands erinnert. Der Skyline Trail an der Westküste zählt zu den schönsten Wanderungen des Landes. Abends finden geführte Touren mit Erzählungen der Ranger statt.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ns/cbreton

7 Kootenay National Park


Ebenfalls in den Rocky Mountains liegt der Kootenay National Park. Sehenswert ist vor allem der 35 Meter tiefe Marble Canyon. Zu den berühmtesten heißen Quellen des Landes zählen die Radium Hot Springs am südlichen Parkende. An einem Tag lässt sich der 1920 gegründete Park gut erkunden. Wichtig: Entlang des Kootenay Park Highway gibt es keine Tankstelle.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/kootenay

8 Gros Morne National Park



9 Glacier National Park


Einer der schönsten subalpinen Bergpässe des Landes liegt im Glacier National Park in British Columbia. Bis auf 1130 Meter schraubt sich der Trans-Canada Highway am Rogers Pass in die Höhe. Berühmt ist der Park vor allem für seine blühenden Wiesen im Frühjahr und Sommer. Im Winter ist der Glacier National Park ein beliebtes Skigebiet und eine gute Alternative zu den Pisten rund um Banff.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/glacier

10 Kejimkujik National Park


Der zweigeteilte Kejimkujik National Park ist mit seiner Inlandssektion ein Paradies für Kanu-Freunde. Vom Boot aus können Fauna und Flora besser erkundet werden als zu Fuß. Der Park ist auch für seine mehr als 500 Petroglyphen, teils 4000 Jahre alt, bekannt - mehr Felszeichnungen der indigenen Bevölkerung finden sich nirgends sonst in Nordamerika.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ns/kejimkujik

Tierbeobachtungen


Eisbären sind die „Könige der Arktis” und eines der Sehnsuchts-Motive überhaupt.

Grizzly, Orca und Co. sind wohl die Höhepunkte schlechthin einer jeden Kanada-Reise. Im zweitgrößten Land der Erde erleben Reisende eine einzigartige und vielfältige Tierwelt. Und nicht selten sind Beobachtungen direkt von der Straße oder vom Strand aus möglich.

Wow-Momente in der Natur sind im ganzen Land quasi vorprogrammiert. So lassen sich beispielsweise Schwarzbären, Elche und Karibus selbst in stark besuchten Regionen wie dem Banff oder Jasper National Park individuell erleben. Noch bessere Chancen zum Wildlife Spotting hat derjenige, der spezielle Touren bucht. Die Auswahl an Ausflügen ist scheinbar grenzenlos, das Limit gibt wohl nur die persönliche Reisekasse vor. Zu den preiswerten Angeboten zählen Bootsfahrten rund um Vancouver Island zu Walen, Orcas und Schwarzbären. Deutlich teurer hingegen sind etwa Aufenthalte in speziellen Lodges, um Grizzlys im Great Bear Forest zu erleben. Ultimatives Erlebnis und entsprechend hochpreisig sind Reisen zu Eisbären in ihrem natürlichen Lebensraum, zum Beispiel in Churchill an der Hudson Bay.

Wichtig fürs Wildlife Spotting: Immer vom sicheren Auto aus die Tiere beobachten – niemals aussteigen. Und wer sie in der freien Wildbahn trifft, sollte bei Bären und Elchen mindestens 100 Meter Sicherheitsabstand wahren, bei Hirschen, Rehen und Schafen immerhin 30 Meter. Tiere zu füttern ist strengstens verboten und widerspricht dem Naturschutzgedanken!

Hinweis: Hier werden die beliebtesten Plätze für Tierbeobachtungen vorgestellt. Weitere Informationen und zusätzliche Links zu den beschriebenen Orten finden sich auch in Kapiteln zu den jeweiligen Regionen in der Sektion „Städte & Regionen“.

∙caen-keepexploring.canada.travel/things-to-do/exp/wildlife-viewing-canada#/?galleryItemId=200010178

∙de-keepexploring.canada.travel/what-to-do/natural-wonders

∙www.travelalberta.com/ca/things-to-do/nature-wildlife/wildlife-viewing

∙www.hellobc.com/british-columbia/things-to-do/parks-wildlife/bear-watching.aspx

11 Telegraph Cove & Victoria – Orcas im Blick

Sie sind so berühmt wie berüchtigt: Schwertwale gelten als die gefürchtesten, aber auch schnellsten und elegantesten Jäger des Meeres. Orcas, wie sie oft auch genannt werden, sind eine Wal-Art und stammen aus der Familie der Delfine. Die bis zu zehn Meter langen Tiere leben bevorzugt an Küsten in kühleren Regionen.


Und so bestehen rund um Vancouver Island besonders gute Chancen, Orcas zu beobachten. Angst braucht dabei kein Reisender zu haben: Der Begriff „Killerwal“ zielt auf seine brutal erscheinenden Jagdmethoden ab, nicht hingegen auf Angriffe auf Menschen. Ganz im Gegenteil: Bislang sind keine derartigen Vorfälle bekannt geworden. Daher entspricht das Klischee aus dem Kinofilm Free Willy eher der Realität als der Mythos des „Killerwals“.

Rund um Vancouver Island finden sich gleich mehrere Populationen, was die Erfolgschancen erhöht: Orcas sind ausgesprochen gesellige Tiere und leben in Familienverbänden von bis zu 150 Artgenossen. Dabei haben sie eine Lebenserwartung von durchschnittlich 30 Jahren, wobei Orcas bei guten Lebensbedingungen bis zu 60 Jahre alt werden können. Zu ihrem berühmt-berüchtigten Image trägt neben dem Jagdverhalten wohl auch ihr Beuteschema bei: Orcas greifen auch Delfine, Wale und sogar Haie an – meist mit Erfolg, da sie keine natürlichen Feinde haben und somit in der Nahrungskette ganz oben stehen. Zudem attackieren sie ihre Beute meist im Rudel und erhöhen so ihre Erfolgswahrscheinlichkeit.

Die Monate zwischen Mai und Oktober gelten als beste Jahreszeit zum Orca Spotting. Bootstouren starten regelmäßig in zahlreichen Orten, beispielsweise in der Provinzhauptstadt Victoria und in Telegraph Cove an der Johnstone Strait (siehe „Vancouver Island“, Seite 124). Urlauber können zwischen großen Schiffen und kleinen wendigen Schlauchbooten (Zodiacs) wählen. Besonders beliebt ist auch das Orca Camp am Warden Beach. Wer es noch abenteuerlicher mag, steigt ins Kanu. Bei Ausflügen werden meist auch andere Meeresbewohner gesichtet wie Buckelwale, Delfine und Seelöwen. Um die Chancen zu erhöhen, tatsächlich Tiere zu beobachten, setzen viele Anbieter auf Unterwasser-Mikrofone, um die Orcas und Co. aufzuspüren.

∙www.ecosummer.com

∙www.stubbs-island.com

∙orcaspirit.com

∙kayakbc.ca

12 Knight Inlet – Ideal für Grizzlys

So ein Moment bleibt unvergesslich, wenn der Grizzlybär auf der Jagd einen Lachs schnappt und vertilgt. Beobachtungstouren während der Laichzeit, wenn die Lachse in die Binnengewässer zurückkehren, sind die beste und eindrucksvollste Möglichkeit, um die bis zu 700 Kilogramm schweren Könige des Waldes zu beobachten. Prädestiniert dafür ist vor allem der üppige Great Bear Forest in British Columbia. Er erstreckt sich über eine Länge von 400 Kilometern entlang der Küste.

Einst waren Grizzlybären – biologisch gesehen eine Unterart der Braunbären – in weiten Teilen Nordamerikas heimisch. Selbst in Mexiko wurden sie gesichtet. Mittlerweile sind sowohl Population als auch Verbreitung deutlich zurückgegangen. In Kanada sind sie am ehesten noch an der Küste von British Columbia sowie im westlichen Alberta und den nördlichen Landesteilen zu beobachten. Angesichts des Klimawandels mit zunehmend wärmeren Temperaturen wurden einzelne Grizzlybären sogar schon in der Subarktis rund um die Hudson Bay gesichtet, eigentlich Heimat der Eisbären. In ganz Nordamerika sollen noch etwa 50.000 Grizzlys leben.

Im Regelfall sind sie als Einzelgänger unterwegs, dabei tag- und nachtaktiv. Auch wenn die Grizzlys meist einen gemütlichen, behäbigen Eindruck vermitteln, können sie auf der Jagd bis zu 60 Stundenkilometer schnell werden. Wie die meisten Bären sind sie Allesfresser, wobei Beeren im Frühjahr und Sommer zu den wichtigsten Nahrungsquellen zählen. Zuweilen jagen sie aber auch große Säugetiere wie Elche und Bisons. Und bei küstennahen Grizzlys spielen zudem Lachse eine wichtige Rolle auf dem Speiseplan.


Zu den besten Plätzen, um Grizzlys zu beobachten, zählen die Knight Inlet Lodge und die Great Bear Lodge. Die edlen Unterkünfte liegen im Knight Inlet bzw. im Great Bear Forest und sind ausschließlich per Wasserflugzeug (ab Campbell River bzw. Port Hardy) erreichbar (siehe „Vancouver Island“, Seite 124). Hier lassen sich Grizzlys vom Boot wie auch von speziellen Aussichtsplattformen beobachten. Als Alternative zu den teuren Mehrtagestrips in die Lodge sind ab Telegraph Cove, ebenfalls auf Vancouver Island, ganztägige Bootstouren ins Knight Inlet buchbar.

∙www.hellobc.com.au/great-bear-rainforest.aspx

∙www.hellobc.de/vancouver-island/aktivitaten/naturparks-wildtiere/bear-watching.aspx

∙www.grizzlytours.com

∙grizzlycanada.com

∙www.greatbeartours.com

13 Churchill – Eisbären und Belugawale

Erst ist er für das ungeübte Auge nicht zu erkennen. Gut getarnt liegt er im Schnee, versichert der Guide nochmals und zeigt auf einen gelblichen Fleck in rund 100 Metern Entfernung. Und in der Tat hat es sich dort ein Eisbär gemütlich gemacht. Schließlich wird der etwa acht Jahre alte Eisbär aktiv und verzückt die weitgereisten Besucher umso mehr. Erst hebt das größte Raubtier an Land vorsichtig den Kopf, dann steht er auf und wandert umher. Schließlich klettert der Eisbär auf die umliegenden Felsen.

Das Städtchen Churchill an der subarktischen Hudson Bay (Manitoba) ist die selbsternannte Hauptstadt der Eisbären (siehe „Manitoba und Saskatchewan“, Seite 194). Gerade im Oktober und November bestehen gute Chancen, die Ikonen der Arktis auf organisierten Ausflügen vorzugsweise im sogenannten „Tundra Buggy“, einem speziell ausgerüsteten und geländegängigen Bus, zu beobachten.


Aber auch im Sommer ist der 800-Einwohner-Ort eine Reise wert. Neben blühender Tundra und einer (kleinen) Chance auf Eisbären sind es dann vor allem Belugawale, die Besucher beeindrucken. Das Mündungsgebiet des Churchill River in die Hudson Bay ist im August Heimat einer der weltgrößten Populationen. Bei Bootsfahrten, Kajaktouren und selbst beim Schnorcheln sind eindrucksvolle Begegnungen mit den strahlend weißen Meeresbewohnern möglich.

∙everythingchurchill.com

14 Tofino – Schwarzbären und Wale


Vancouver Island ist in erster Linie Heimat von Schwarzbären, während Grizzlys rar sind und im Regelfall nur im Great Bear Forest zu finden sind. Angesichts der großen Population bestehen gute Chancen, einen der bis zu 1,80 Meter großen Black Bears anzutreffen. Wer kein Glück hat oder viel Wert auf beeindruckende Momente legt, sollte in Tofino ins Boot steigen und den Clayoquot Sound entlang schippern (siehe „Vancouver Island“, Seite 124). Die vielen Buchten des weitverzweigten Sound mit seinen Wasserwegen gelten als eines der besten Reviere weltweit, die scheinbar so kuschligen Lebewesen zu treffen.Und bei Ebbe kommen die Schwarzbären aus dem Regenwald heraus und begeben sich auf die Suche nach Nahrung. Jetzt haben sie gute Chance, um mit ein paar Fischen und Muscheln ihren Hunger zu stillen. Wer Glück hat, kann sogar aus nur knapp 60 Metern eine Mutter mit ihrem Nachwuchs sichten. Und wenn eines der Jungen plötzlich posiert, werden dutzende Fotos geschossen. Neben Schwarzbären sind auch Seelöwen und Adler im Clayoquot Sound heimisch. Falls sich doch kein Bär zeigt, bekommen Besucher oftmals eine zweite Tour geschenkt.Wer dann noch nicht genug von Kanadas Tierwelt hat, kann von Tofino auch zum Whale Watching starten. Buckelwale kommen hier regelmäßig vorbei. Manche Veranstalter bieten auch kombinierte Trips an.∙www.jamies.com∙www.browningpass.com

15 Khutzeymateen Provincial Park



16 Maligne Lake Road


Im Sommer wie Winter ist die Stichstraße zwischen Jasper und dem Maligne Lake das perfekte Ziel für Naturfreunde. Hier bestehen gute Chancen, Elche und Wölfe sowie Wapitis zu sehen. Es mutet wie eine Safari an, wenn man zu Sonnenaufgang und -untergang immer wieder die Straße auf und abfährt. Geführte Touren mit erfahrenen Guides sind buchbar.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ab/jasper∙www.sundogtours.com

17 Red Rock Canyon


Die Schlucht inmitten des Waterton Lakes National Park im südlichen Alberta ist ohnehin einer der populärsten Plätze des Parks (siehe „Alberta“, Seite 134). Doch gerade im sehenswerten Red Rock Canyon sind die Chancen auf kanadisches Wildlife besonders hoch. Gerade Schwarzbären werden immer wieder angetroffen. Elche und Luchse sind ebenso im Park heimisch.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ab/waterton

18 Ucluelet



19 Tadoussac


Die Kleinstadt Tadoussac, 210 Kilometer nördlich von Québec Stadt, ist Ausgangspunkt für beeindruckende Bootstouren auf dem Sankt-Lorenz-Strom. Bekannt ist der Ort vor allem fürs Whale Watching. Minkwale, Blauwale und Buckelwale sind im Sommer anzutreffen. Außerdem ist eine kleine Population von Belugawalen im Parc Marin du Saguenay–Saint-Laurent heimisch.∙tadoussac.com/en

20 Witless Bay


Eines der größten Vogelschutzgebiete Kanadas liegt nur eine gute halbe Autostunde von St. Johns, der Hauptstadt von Newfoundland & Labrador, entfernt. Mehrere hunderttausende Vögel, darunter eine imposante Population Papageitaucher (Puffins), sind im Witless Bay Ecological Reserve heimisch. Wale und Eisberge lassen sich bei Bootstouren sichten.∙www.townofwitlessbay.com∙www.obriensboattours.com

Seen


Die tausenden Seen verleihen dem Land einen besonderen Charme.

Kanada ist das Land der Seen. Doch welcher ist der schönste im ganzen Land? Eher ein kleiner Bergsee wie der Lake Agnes in den Rocky Mountains oder eher der an ein Meer erinnernde Lake Ontario? Zu den Top 5 der kanadischen Gewässer zählen der Moraine Lake, Maligne Lake, Lake Louise und Peyto Lake – allesamt entlang des Icefields Parkway in den Rocky Mountains gelegen (siehe „Icefields Parkway“, Seite 154) – sowie der Emerald Lake im Yoho National Park (siehe „British Columbia“, Seite 104).

In diesem Kapitel werden daher die weiteren Favoriten der Leser des Magazins 360° Kanada sowie der Experten für dieses Buch vorgestellt. Denn im Land der Seen gibt es so viele sehenswerte Gewässer, so dass Besucher nicht unbedingt den touristischen Hotspots folgen müssen. Insgesamt sind bislang mehr als 31.000 Seen, die größer als drei Quadratkilometer sind, gelistet.

21 Bow Lake – Wenig bekannt

Nur etwa 30 Autominuten nördlich vom überaus populären Lake Louise findet sich mit dem Bow Lake ein weiterer faszinierender Bergsee. Viele Besucher schätzen die Ruhe im Vergleich zu Lake Louise und Moraine Lake sowie Peyto Lake und machen es sich an einem Tisch mit einem Picknick gemütlich. Besonders fotogen kommt der See im Mai und Juni daher, wenn erst ein Teil wieder aufgetaut ist und sich neben dem Eis der Bow Summit im türkisschimmernden Wasser spiegelt.


Bow Lake liegt auf 1920 Metern auf einer der höchsten Stellen entlang der Traumstraße Icefields Parkway (siehe „Icefields Parkway“, Seite 154). Mit einer Länge von gut drei Kilometern und eine Breite von mehr als 1000 Metern zählt er zu den größten in den Rocky Mountains. Gespeist wird der wenig bekannte See vom nahen Bow Glacier des Wapta Icefield. Gut zu wissen: Wer an der Trading Post ein Permit erwibt, darf im See angeln, zum Beispiel nach Forellen und Felchen.

Der See ist Ausgangspunkt für mehrere Touren. Wer es gemütlich mag, begnügt sich mit einem Spaziergang am Ufer. Drei bis vier Stunden über knapp zehn Kilometer dauert die Wanderung zu den Bow Glacier Falls, die kaskadenartig in die Tiefe stürzen. Auf dem Rundkurs lässt sich erleben, wie sich unterhalb der Wasserfälle ein neuer kleiner Fluss bildet. Möchten Besucher hingegen den Bow Summit Lookout erklimmen und einen fabelhaften Blick aus der Vogelperspektive genießen, müssen sie ihre Wanderung am Parkplatz vom nahegelegenen Peyto Lake starten (sechs Kilometer entfernt). Über 250 Höhenmeter auf knapp drei Kilometer steigt der Trail bis zum Aussichtspunkt an. Für die komplette Tour sind etwa zweieinhalb Stunden einzuplanen. Alternativ lässt sich der See auch vom Boot aus erkunden. Allerdings müssen Kajak oder Kanu selbst mitgebracht werden.

Mit Blick auf den Bow Lake lässt es sich auch übernachten: Nur wenige Meter vom Seeufer steht die hochpreisige Num-Ti-Jah Lodge samt Restaurant. Zimmer mit See- oder Bergblick sind buchbar. Die Lodge ist von Mitte Juni bis Oktober geöffnet und wurde schon in den 1930er-Jahre eröffnet.

∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ab/banff/visit/les10-top10

∙www.num-ti-jah.com

22 Lake O’Hara – Weitgehend ursprünglich

Eher noch in die Kategorie Geheimtipp fällt der Lake O’Hara inmitten des Yoho National Park (siehe „British Columbia“, Seite 104). „So müssen die gesamten Rocky Mountains vor vielen Jahre ausgesehen haben“, mag so mancher Besucher denken. Denn der See ist bekannt für weitgehend unberührte Natur, exzellente Wanderwege und viel Ruhe.

Sein Pluspunkt resultiert aus einem kleinen Manko: Der See ist nicht mit dem Auto erreichbar – aber dafür weit weniger überlaufen als die Seen entlang des Icefields Parkway. Wer den See bestaunen und einen der schönen Wanderwege erkunden möchte, muss die elf Kilometer lange Zufahrtstraße laufen oder einen Busshuttle (nur Mitte Juni bis Anfang Oktober angeboten) buchen, dies gleicht angesichts der hohen Nachfrage jedoch eher einem Glücksspiel. Wichtig: Der See liegt auf 2012 Meter. Somit ist auch im Hochsommer mit frischen Temperaturen und möglicherweise schnell wechselndem Wetter zu rechnen. Zudem ist die Zahl der Tagesbesucher und Übernachtungsgäste streng reguliert.

Der Lake O’Hara wurde 1887 von einem Mitarbeiter der Canadian Pacific Railway entdeckt, ehe 1890 der Ire Robert O’Hara die Region näher erkundete und so dem See seinen Namen gab. Aktuelle Informationen erhalten Besucher am Le Relais Day Shelter. Die kleine Hütte wird vom Lake O’Hara Trails Club gemeinsam mit Parks Canada und der Lake O’Hara Lodge betrieben. Sie ist außerdem für ihre guten Snacks wie beispielsweise den Carrot Cake bekannt.

Zu den beliebtesten Wanderwegen zählt der weitgehend flache Shoreline Trail, ein 2,8 Kilometer langer Rundweg, der auch die Seven Veils Falls passiert. Hoch hinaus in alpines Terrain rund um die Kontinentale Wasserscheide führt der Lake Oesa Trail (6,4 Kilometer, 240 Meter Höhenunterschied). Sehenswerte Ausblicke finden sich auch entlang des Duchesnay Basin Trail (6,4 Kilometer, 230 Meter Höhenunterschied). Daneben existieren verschiedene alpine Routen.


Am See selbst können Besucher auf einem kleinen Campingplatz (30 Stellplätze) ihr Zelt aufschlagen. Reservierungen sind zwingend erforderlich. Daneben hat im Sommer sowie im Winter die exklusive Lake O’hara Lodge geöffnet, eine der schönsten Unterkünfte in den gesamten Rocky Mountains. Außerdem können Reisende ganzjährig in der einfachen Elizabeth Parker Hut übernachten.

∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/yoho/activ/randonnee-hike/ohara

∙www.lotc.ca

∙www.lakeohara.com

∙www.alpineclubofcanada.ca/web/ACCMember/Huts/Elizabeth_Parker_Hut.aspx

23 Lake Ontario – So groß wie Rheinland-Pfalz

Zu den sogenannten „Großen Seen“ zwischen den USA und Kanada zählt der Lake Ontario. Flächenmäßig zwar der kleinste unter den fünf Great Lakes, ist er dennoch in etwa so groß wie das Bundesland Rheinland-Pfalz. Zudem dürfte er den meisten Besuchern Kanadas vertraut sein: An seinem Ufer liegt mit Toronto die größte Stadt des Landes – beim Anflug auf den Flughafen genießen Reisende lange Zeit einen schönen Blick auf den Lake Ontario. Mit vielen Stränden und rund 1500 Inseln ist der „Große See“ (aus der Sprache der Wyandot) auch ein beliebtes Erholungsziel.


Der bis zu 244 Meter tiefe Lake Ontario wird überwiegend aus dem Niagara River – und den Niagara Falls – gespeist. Darüber hinaus ist er auch mit den anderen „Großen Seen“ verbunden. Über den Sankt-Lorenz-Strom fließt das Wasser schließlich in den Atlantik. Der See, der teils eher an ein Meer erinnert, wird von den Gezeiten geprägt und ist im Winter zumindest an den Ufern zugefroren. Zusammen mit den anderen vier Seen, durch die jeweils auch die US-amerikanische-kanadische Grenze verläuft, bildet er das größte Süßwasser-Ökosystem der Welt.

24 Lake Minnewanka – Beliebte Bootstour



25 Medicine Lake



26 Emerald Lake


Als „Perle des Yukon“ wird der Emerald Lake am Klondike Highway gewürdigt – nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls sehenswerten gleichnamigen See im Yoho National Park. Der Emerald Lake im Norden ist bekannt für seine leuchtende grüne Farbe bei Sonnenschein. Seit der letzten Eiszeit enthält der See eine hohe Konzentration von Kalziumkarbonat, die für die Färbung sorgt. Ein Campingplatz liegt direkt am See.

27 Waterton Lake


Der zweigeteilte Waterton Lake ist das Herz des beliebten, aber nicht überlaufenen Waterton Lakes National Park im Süden von Alberta (siehe „Alberta“, Seite 134). Bootsfahrten zählen zu den populärsten Aktivitäten; die Emerald Bay gilt als gutes Schnorchel- und Tauchrevier. Der See liegt auf kanadischem und auf US-amerikanischem Gebiet.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ab/waterton/activ/experiences/nautique-lake

28 Lake Huron


Die als UNESCO-Biosphärenreservat geschützte Georgian Bay ist Teil des Lake Huron, einem der fünf Great Lakes. Zahlreiche National- und Provinzparks verteilen sich rund um den 322 Kilometer langen und 245 Kilometern breiten See. Zu den beliebtesten Ferienregionen zählen vor allem Owen und Parry Sound, Wasaga Beach sowie Manitoulin Island, die größte Binneninsel der Welt (siehe „Ontario“, Seite 204).

29 Lake Superior


Der größte Süßwassersee der Erde, Lake Superior (ebenfalls einer der Great Lakes), verfügt dank geringer Industrieansiedlung über eine hohe Wasserqualität. Schon für die First Nations, später dann die weißen Pelzhändler, war der See ein wichtiger Verkehrsweg. Heute ist der See ein geschätztes Urlaubsziel: im Sommer zum Wandern, Fischen und für Bootstouren, im Winter für Langlauf und Snowmobil-Touren.

30 Great Slave Lake


Der tiefste See Nordamerikas liegt in den Northwest Territories nahe Yellowknife: Der Great Slave Lake ist bis zu 614 Meter tief. Als Freizeitparadies ist der zweitgrößte See Kanadas Ziel für Reisende wie für Einheimische. Neben den üblichen Aktivitäten wie Paddel- oder Segeltouren lassen sich auch Hausboote mieten. Am Westufer können Bisons beobachtet werden.∙spectacularnwt.com/story/19-reasons-to-see-great-slave-lake-now

Wasserfälle


Den besten Blick auf die Niagara Falls genießen Besucher aus dem Hubschrauber.

Die Niagara Falls sind wohl das bekannteste Symbol Kanadas schlechthin. Doch das Puzzle aus Wind, Erosion, Eiszeiten und tektonischen Verschiebungen hat eine Vielzahl von imposanten Wasserfällen geschaffen. Und so haben die berühmten Niagara Falls unweit von Toronto kräftig Konkurrenz bei der Wahl zum schönsten Wasserfall des Landes. Nahezu überall lohnen Wanderungen und Fotostopps an sehenswerten Wasserspielen, und in den Northwest Territories verbindet die Panoramastraße Waterfalls Route gleich mehrere miteinander.

Hinweis: In diesem Kapitel werden die beliebtesten Wasserfälle der Leser- und Expertenjury mit Ausnahme der beliebten Niagara Falls vorgestellt, während diese Ikone Kanadas im Kapitel „Ontario“ (Seite 204) ausführlich beschrieben ist.

∙www.pc.gc.ca

31 Helmcken Falls – Schönster Wasserfall

Zum Glück der Besucher liegt der vierthöchste Wasserfall Kanadas etwas abgelegen im Wells Gray Provincial Park in British Columbia (siehe „British Columbia“, Seite 104). Ansonsten wären die Helmcken Falls wohl ähnlich vom Massentourismus überlaufen wie die berühmten Niagara Falls. Nur 90 Autominuten von Toronto entfernt, fühlen sich dort manche Reisende mittlerweile an die Glücksspielstadt Las Vegas mit angeschlossenem Wasserfall erinnert. Hier hingegen – gut sechs Autostunden nordöstlich von Vancouver – lässt sich das Rauschen der Wassermassen noch einigermaßen ungestört genießen. Als hätte ein Landschaftsarchitekt sie konzipiert, stürzen die Helmcken Falls fotogen über 141 Meter in die Tiefe. Die 1911 entdeckte Felsformation aus Basaltgestein erinnert an einen Trichter und liegt kurz vor der Mündung des Murtle River in den Clearwater River.


Einen schönen Blick finden Besucher direkt an der zentralen Aussichtsplattform. Es lohnt sich, auch den etwa zwei Kilometer langen North Rim Trail zu laufen. Von hier lässt sich ebenfalls immer wieder ein sehenswerter Ausblick erhaschen. Aber Achtung: Die Gischt ist teils so stark, dass ein Hauch von Sprühregen immer wieder für eine Erfrischung sorgt. Der Name der Fälle erinnert an den deutschsprachigen Arzt John Sebastian Helmcken. Er bekam die pittoresken Wasserfälle zwar nie zu sehen, hat aber für die Hudson’s Bay Company die Region intensiv erkundet.

Doch die Helmcken Falls sind nur einer von insgesamt 39 benannten Wasserfällen im Wells Gray Provincial Park. Ganz anders präsentieren sich die schmalen, etwa 80 Meter hohen Spahats Falls. Ebenso von der letzten Eiszeit inmitten vulkanischen Gesteins geformt, wurden die 90 Meter breiten und 15 Meter tiefen Dawson Falls geschaffen – sie sind auch als „Little Niagara Falls“ bekannt. Der Park ist im Winter ebenfalls zugänglich: Die Wasserfälle in Eis und Schnee sind sicherlich ein besonderes Naturschauspiel. Neben mehreren Campingplätzen gibt es mit der privat geführten Helmcken Falls Lodge auch eine feste Unterkunft.

∙www.env.gov.bc.ca/bcparks/explore/parkpgs/wells_gry/

∙www.helmckenfalls.com

32 Athabasca Falls – Direkt vom Gletscher

Die Wasserfälle am Icefields Parkway beeindrucken vor allem durch ihre Kraft. So gelten die Athabasca Falls als die wildesten der Rocky Mountains (siehe „Icefields Parkway“, Seite 154). Der Athabasca River quetscht sich durch zwei schmale, zusammen keine 30 Meter breiten Schluchten. Das Wasser vom 50 Kilometer entfernten Columbia Icefield hat sich hier durch Schichten aus hartem Quarzit und vergleichsweise weichem Kalkstein gegraben. Mit einer Höhe von nur 23 Meter zählen die Athabasca Falls zu den flacheren im Land.

Der Athabasca River verändert kontinuierlich seine Farbe. Je nach Menge und Art der Gesteinspartikel vom Gletscher schimmert er mal milchig-grünlich, grau oder tiefblau. Und davon abhängig wird die Sonne in unterschiedlichen Tönen reflektiert.

Die schmale, aber langgezogene Schlucht, zusammen mit einigen Potholes (Auswaschungen im Fels), wird von einem Gewirr aus Treppen und Wegen erschlossen. So ergeben sich in dem zerklüfteten Areal immer wieder schöne Fotomotive vom tosenden Wasser. Der ständige Sprühnebel zaubert zuweilen schöne Regenbögen über die Schlucht, macht die Wege aber stets rutschig. Auf Schautafeln lässt sich die geologisch spannende Geschichte der Athabasca Falls, die 1811 entdeckt wurden und Teil des Jasper National Park sind, nachlesen.

Die Athasbaca Falls finden sich am nördlichen Ende des Icefields Parkway, etwa 30 Kilometer von Jasper entfernt. Für einen Besuch sollten Reisende 60 bis 90 Minuten einplanen. Nur wenige Minuten entfernt findet sich das Hostel HI Athabasca Falls Wilderness Hostel. Ganz in der Nähe lohnen die Sunwapta Falls einen Fotostopp (Lodge vorhanden).


∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ab/jasper/activ/itineraires-itineraries/athabasca

∙hihostels.ca/en/destinations/alberta/hi-athabasca-falls

∙www.sunwapta.com

33 Waterfalls Route – Vier auf einen Streich

Auf 413 Kilometern sind über die Waterfalls Route gleich vier sehenswerte Wasserfälle erreichbar. Damit zählt die Strecke (offiziell benannt als NWT Highway 1, weiter südlich Alberta Highway 35) in den North-west Territories zu den absoluten Traumstraßen des Landes.

Besonders bekannt ist der Twin Gorge Falls Territorial Park mit den Louise Falls (35 Meter) und den Alexandra Falls (32 Meter). Ein rund drei Kilometer langer und gut ausgebauter Weg verbindet die beiden Attraktionen. An den Louise Falls führt eine einzigartige Wendeltreppe über 138 Stufen zu einer Aussichtsplattform. Der gleichnamige Campground ist sehr beliebt.

An der Abbruchkante eines urzeitlichen Riffs, das einst im Meer lag, stürzen die breiten Lady Evelyn Falls 15 Meter in die Tiefe. Nur wenige Meter trennen Campingplatz und Parkmöglichkeiten von den Wasserfällen im Lady Evelyn Falls Territorial Park.


Auch an den Sambaa Deh Falls im gleichnamigen Provinzpark liegt ein malerischer und populärer Campingplatz. Die flachen Fälle im Trout River werden von Reisenden aber durchaus aus „mickrig“ im Vergleich zu den anderen Spots an der Waterfalls Route bezeichnet.

∙nwtparks.ca/explore/waterfalls-route

∙spectacularnwt.com/attraction/twin-falls-gorge-territorial-park-0

∙nwtparks.ca/explore/waterfalls-route/lady-evelyn-falls

∙nwtparks.ca/explore/waterfalls-route/sambaa-deh-falls

34 Virginia Falls – Geheimtipp im Norden


Als ein echtes Abenteuer gestaltet sich ein Besuch der Virginia Falls im Nahanni National Park in den Northwest Territories: Sie sind nur per Flugzeug oder auf mehrwöchigen, expeditionsartigen Touren zu Fuß oder im Kanu erreichbar. Wer hierher kommt, erlebt ein echtes Juwel in ursprünglicher Natur. Die tosenden und von weit schon zu hören Wassermassen dürften ein unvergessliches Erlebnis bleiben.Kostspielige Tages-Trips mit dem Flugzeug zu den 96 Meter hohen Wasserfällen starten meist in Fort Simpson, alternativ auch in Watson Lake (Yukon) oder Muncho Lake (British Columbia). Nach einem ersten Blick aus der Vogelperspektive erkunden Besucher auf zwei kurzen Wanderwegen (30 bzw. 60 Minuten) die Virginia Falls, doppelt so hoch wie die weltbekannten Niagara Falls. Der erste Aussichtspunkt bietet einen guten Überblick von oben, während der zweite Weg ins kühle und feuchte Tal führt. Wer die Fälle und das UNESCO-Weltnaturerbe zu Fuß oder vom Wasser erkunden möchte, sollte eine organisierte Tour bei einem der örtlichen Veranstalter buchen, der die örtlichen Bedingungen besser kennt und das passende Equipment stellt.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/nt/nahanni/visit∙www.northernrockieslodge.com/nahanni

35 Takakkaw Falls – „Großartig“



36 Chute Montmorency


Ein Halbtagesausflug führt von Québec Stadt zum Wasserfall Chute Montmorency (siehe „Québec Stadt“, Seite 244). Mit 83 Metern überragt er die Niagara Falls und ist der höchste Wasserfall der Provinz. Mehrere Aussichtspunkte und ein Besucherzentrum sowie eine Seilbahn laden zum Verweilen ein. Im Winter wirken die gefrorenen Wasserfälle imposant.∙www.sepaq.com/ct/pcm/information.dot?language_id=1

37 Kinuseo Falls


Die rund 60 Meter hohen Kinuseo Falls sind eine der Topattraktionen im Monkman Provincial Park in British Columbia. Die nächstgrößere Stadt ist Prince George, auch wenn es keine direkte Straßenverbindung gibt. Vom gleichnamigen Campground sind die Kinuseo Falls über einen drei Kilometer langen Wanderweg oder per Auto zugänglich.∙www.env.gov.bc.ca/bcparks/explore/ parkpgs/monkman

38 Die Hunlen Falls



39 Wilberforce Falls


Selbst eine Briefmarke der kanadischen Post haben die 60 Meter hohen Wilberforce Falls am Hood River in Nunavut, dem neuesten Territorium Kanadas (1999 von den Northwest Territories abgetrennt), verziert. Sie sind nur zu Fuß erreichbar. Alternativ sind die Wilberforce Falls ein beliebtes Ziel zum Flightseeing. Sie zählen zu den wenigen Wasserfällen nördlich des Polarkreises und sind nur 25 Kilometer vom Nordpolarmeer entfernt.

40 Shannon Falls


Pittoresk über mehrere Stufen stürzen die Shannon Falls 335 Meter in die Tiefe. Der gleichnamige Provinzpark liegt direkt am populären Sea-to-Sky Highway (siehe „Traumstraßen“, Seite 304). Vom Parkplatz sind es gerade einmal 350 Meter bis zur Aussichtsplattform. Dank der guten Erreichbarkeit zählen die Wasserfälle zu den beliebtesten Zielen rund um Vancouver.∙www.env.gov.bc.ca/bcparks/ explore/parkpgs/shannon

Strände


Ingonish Beach auf Cape Breton Island (Nova Scotia)

Kein Land der Erde hat mehr Küste als Kanada. Mehr als 200.000 Kilometer Küste bieten mehr als genug Platz für zahllose Strände, einer schöner als der Nächste. Dabei können Urlauber wählen, ob sie einen der wilden Strände am Pazifik oder eine liebliche Bucht in den maritimen Provinzen am Atlantik bevorzugen, von weiteren Beaches an Seen und Flüssen im Binnenland ganz zu schweigen.

41 Long Beach – Perfekt im Herbst

Wenn im Herbst und Winter die wilden Wellen des Pazifiks auf die Küste zurollen, dann ist es die spektakulärste Zeit für einen Ausflug zum Long Beach an der Westküste von Vancouver Island (siehe „Vancouver Island“, Seite 124). Storm Watching nennt sich die Saison, wenn die Stürme über die Insel hinwegfegen und beeindruckende Fotos entstehen. Doch der wohl schönste Strand ist ganzjährig ein beliebtes Ziel: Wind, Wellen und Erosion haben hier an Kanadas Westküste eine abwechslungsreiche und wildromantische Küstenlandschaft geschaffen, die alljährlich mehr als 300.000 Besucher anlockt.


Eindrucksvolle Strandspaziergänge zählen zu den beliebtesten Aktivitäten. Und dank seiner zehn Kilometer Länge hat man stets das Gefühl, den goldbraunen Sand mit den kleinen, vorgelagerten Inseln und den angeschwemmten Baumstämmen allein für sich zu haben. Auch die Einheimischen zieht es regelmäßig an den Strand – zum Joggen oder Gassi gehen mit dem Hund. Doch vor allem kommen hier Surfer auf ihre Kosten: Der einzige Surfstrand von Vancouver Island gilt als bestes Revier im ganzen Land und macht das nahe Tofino zur „Hauptstadt des Surfens“. Im Ort finden sich entsprechend dazu Schulen und Shops. Allerdings sollten Surfer beachten: Die Wassertemperatur beträgt stets nur zwischen 7 und 15 Grad Celsius, ein wärmender Neoprenanzug (Wetsuit) ist daher unerlässlich. Wer sich von den frischen Temperaturen nicht vom Baden abhalten lässt, sollte angesichts der Brandung und der kleinen Felseninseln, die bei Flut nur schlecht bis gar nicht zu erkennen sind, sich vorsichtig im kalten Wasser bewegen. Je nach Jahreszeit und Strömung können Wale und Seehunde bzw. Seelöwen vom Strand aus beobachtet werden.

Long Beach ist 17 Kilometer von Tofino und 24 Kilometer von Ucluelet entfernt. Nah zum Strand liegen der beliebte Campground Green Point (siehe „Campingplätze“, Seite 342) und das Long Beach Lodge Resort sowie das hervorragende Wickaninnish Inn am ebenfalls sehenswerten Chesterman Beach. Zusammen bilden die Strände das längste Sand- und Dünengebiet von Vancouver Island.

∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/pacificrim

∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/pacificrim/activ/visit4c

∙www.longbeachlodgeresort.com

∙www.wickinn.com

42 Cavendish Beach – Strandidylle pur

Als perfekter Strand zum Schwimmen und Relaxen gilt unter Reisenden der Cavendish Beach auf Prince Edward Island (siehe „New Brunswick und Prince Edward Island“, Seite 274). Der beliebte Strand am Sankt-Lorenz-Golf ist Teil des schmalen, langgestreckten Prince Edward Island National Park und wohl der populärste Beach der Provinz. Wichtig: Um den Strand zu besuchen, wird der Nationalparkpass benötigt.

Cavendish Beach mit seinem feinen Sand ist gerade für Familien gut geeignet, da die Strömung vergleichsweise schwach ist. Überdies sind zur Hauptsaison Lebensretter am Strand präsent, die so für sichere Sonnen- und Badeerlebnisse sorgen. Für Behinderte stehen spezielle, sandtaugliche Rollstühle zur Verfügung. Auch Surfen ist möglich. Der westliche Abschnitt ist besonders gut zum Schwimmen geeignet, während der östliche Teil mit seinen roten Sandsteinen zum Fotografieren und Anschauen motiviert. Rund um den acht Kilometer langen Strand sind mehrere Wege markiert, Schautafeln geben Auskunft über Fauna und Flora. Am Main Beach stehen Parkplätze, Duschen und Umkleiden zur Verfügung. Hier starten auch die Boardwalks zu den Dünen (Betreten verboten!). Nahe der Dünen und dem Meer liegt zudem ein großer Campingplatz unter Verwaltung von Parks Canada.

Im Urlaubsidyll selbst finden sich Unterkünfte aller Art und Preislage sowie Restaurants und Geschäfte – alles, was Urlauber benötigen. Den Ort hatten 1790 drei aus Schottland ausgewanderte Familien gegründet.

Cavendish ist aber nicht nur für seinen Strand und sein relaxtes Urlaubsfeeling bekannt geworden. Viele Besucher strömen auch wegen der Autorin Lucy Maud Montgomery (1874-1942) hierher: Sie ist Erfindern der gerade in Nordamerika beliebten Jugendbuchfigur Anne auf Green Gables. Mehrere Stätten, an denen sie gelebt oder sich hat inspirieren lassen, können besichtigt werden. Überdies findet alljährlich im Juli das Cavendish Beach Music Festival statt, das wichtigste Musikspektakel in den maritimen Provinzen.


∙www.cavendishbeachpei.com

∙welcomepei.com/beaches/cavendish-beach

∙pc.gc.ca/en/pn-np/pe/pei-ipe

∙pc.gc.ca/en/pn-np/pe/pei-ipe/activ/activ-menu/nuit-overnight/camping/cavendish

∙www.cavendishbeachmusic.com

43 Toronto Beaches – Metropole mit Urlaubsflair

Kanadas größte Stadt punktet nicht nur mit Kunst- und Kulturgenuss sowie Großstadtflair, sondern auch mit erholsamer Strandatmosphäre. Zahlreiche Strände finden sich entlang des Lake Ontario und laden zu erholsamen Stunden ein. Viele von ihnen öffnen erst im Juni, teils sind Lifeguards vor Ort und haben ein wachsames Auge auf die Badegäste (täglich zwischen 11:30 und 18:30 Uhr, wenn der Strand geöffnet ist).

Nur wenige Minuten von Downtown entfernt, liegt der Centre Island Beach auf den Toronto Islands (siehe auch „Toronto“, Seite 214). Schneller kommen an einem Sommertag wohl keine karibischen Urlaubsgefühle auf. Duschen und eine Snackbar sind vorhanden. Ebenfalls auf der kleinen Inselgruppe: Hanlan’s Point Beach mit Volleyballfeld und Ward’s Island Beach sowie Gibraltar Beach Point nah am Leuchtturm (ohne sanitäre Einrichtungen).


Mit „Blauer Flagge“ für besonders gute Wasserqualität punktet Kew-Balmy Beach. Seit 1903 gehört das Areal östlich der Innenstadt zum Balmy Beach Club. Nur wenige Minuten entfernt schließt sich der Woodbine Beach Parks an, der auch ein großes Schwimmbecken bietet. Noch weiter außerhalb des Stadtzentrums in östlicher Richtung lohnt ein Abstecher zum Bluffer's Park and Beach. Nah den weiß strahlenden Felsen unterhalb der Scarborough Bluffs ist die lärmende Großstadt ganz schnell vergessen. Am Wochenende als Urlauber besser meiden, da der Strand zu den beliebtesten Naherholungszielen der Einheimischen zählt. Westlich der Innenstadt locken der Sunnyside Park mit einem kleinen Pool für Kinder und der weit gezogene Marie Curtis Park, fast schon an der südwestlichen Stadtgrenze.

∙toronto.ca/explore-enjoy/parks-gardens-beaches/beaches/

44 Ingonish Beach – Südsee-Flair am Nordatlantik


Inmitten einer der schönsten Buchten von Nova Scotia können Urlauber an einem Strand entspannen, wie man ihn sich wohl eher in der Südsee vorstellt. Leicht säuseln die Wellen, Badegäste genießen ein Sonnenbad oder einen kühlenden Sprung ins Nass. Eine kleine Halbinsel mit der mondänen Keltic Lodge sorgt für meist ruhiges Wasser und ist zudem gleich noch ein schönes Fotomotiv. An einem warmen Sommertag ist Ingonish Beach an der Nordwest-spitze von Cape Breton Island ein echtes Urlaubsparadies. Das Erlebnis perfekt machen die Lebensretter, die im Juli und August Stellung beziehen und für sicheres Schwimmen sorgen, sowie ein Strandrestaurant.Aber am Ingonish Beach locken nicht nur die Wellen des Atlantiks – auf der anderen Seite, abgetrennt nur durch einen schmalen Landstreifen, lässt es sich im (tendenziell) wärmeren Wasser des Freshwater Lake baden. Doppeltes Badevergnügen ist somit garantiert. Und auch wer nicht den Weg ins Wasser sucht, sollte sich entspannende Minuten an diesem Strand sowie einen schönen Spaziergang rund um den Süßwassersee nicht entgehen lassen.Ohnehin gilt Ingonish am Cape Breton Highlands National Park als einer der schönsten Urlaubsorte in Nova Scotia (siehe „Nova Scotia“, Seite 284). Reisende können unter zahlreichen Unterkünften (inkl. einem Campingplatz) und Restaurants wählen.∙ingonish.com∙kelticlodge.ca

45 Singing Sands Beach



46 Cascade Ponds Beach


Zu den wenigen Bade-Spots in den Rocky Mountains gehört die Cascade Ponds Beach and Swimming Area am Lake Minnewanka bei Banff. Allerdings sind die Wassertemperaturen auch an heißen Tagen, einem Gebirgssee typisch, eher frisch. Der Strand mit Picknick-Tischen und Feuerstelle sowie einer geschützten Shelter darf nur tagsüber genutzt werden, nicht aber zum Campen. Viele Locals zieht es im Sommer an den Strand.

47 Brackley Beach


Schon seit dem 19. Jahrhundert zählt Brackley Beach zu den beliebtesten Urlaubsorten auf Prince Edward Island. Rund um den Strand lohnen viele Aktivitäten – von Kajaktouren bis hin zu Reitausflügen. Der Strand liegt am Nordrand des Prince Edward Island National Park. Zu den weiteren Attraktionen gehört das einzige Autokino der Provinz. Hotels und Restaurants befinden sich gleichnamigen Ort.∙www.brackleypei.com

48 Parlee Beach



49 Kitsilano Beach


Als einer der schönsten Plätze in Vancouver gilt der Kitsilano Beach gegenüber vom Stanley Park. Wen es nicht in den Pazifik zieht, springt in das beheizbare Meerwasserschwimmbecken oder genießt den Sonnenuntergang über dem Burrard Inlet und den Küstenbergen im Hintergrund. Zwischen Ende Mai und Anfang September sind Lifeguards vor Ort.∙vancouver.ca/parks-recreation-culture/kitsilano-beach.aspx

50 Wasaga Beach


Gut zwei Autostunden nördlich von Toronto ist die Georgian Bay ein beliebter Ferienort. Topattraktion sind die feinsandigen Strände am Lake Huron. Im Wasaga Beach Provincial Park sind mehr als 50 Kilometer an Wanderwegen angelegt. Berühmt wurde Wasaga Beach durch eine Schlacht im Britisch-Amerikanischen Krieg 1814, als der britische Schoner The Nancy hier versenkt wurde.∙wasagabeach.com

Wanderungen


Urlauber können, gerade in den Rocky Mountains, unter einer Vielzahl von Wanderwegen wählen.

Besser als bei einer Tour zu Fuß durch die Natur lassen sich Fauna und Flora Kanadas wohl nicht erleben, spüren und fühlen. Ob die gigantischen Gletscher in den Rocky Mountains oder der Regenwald von Vancouver Island, von der Tierwelt ganz zu schweigen: Die Natur im zweitgrößten Land der Erde präsentiert sich so ganz anders als in mitteleuropäischen Gefilden. Sie ist vielfältiger, ursprünglicher und unberührter als hierzulande.

Dabei kann sich der Besucher auf eine große Bandbreite freuen – von kurzen Spaziergängen bis hin zu physisch und psychisch fordernden, mehrtägigen Trails. Selbst ein kurzer Spaziergang am Lake Louise, weg von dem bekannten Luxushotel und den Touristenmassen, ermöglicht ein eindrückliches Naturerlebnis.

51 Lake Agnes – Tour zum Teehaus

Die Szenerie könnte wohl kaum traumhafter sein. Ein milchig-türkis strahlender Bergsee mit sich darin spiegelnden Berggipfeln, eng geschwungen an den Rocky Mountains, je nach Jahreszeit noch mit einigen Schneefeldern wie Puderzucker. Der Lake Agnes ist eines der beliebtesten Wanderziele in den Rocky Mountains. Wer den Aufstieg über 400 Höhenmeter geschafft hat, darf sich auf eine entspannende Rast im nicht minder berühmten Tea House direkt am See freuen. Einen halben Tag sollten Ausflügler für die Wanderung einplanen.

Ausgangspunkt der Wanderung ist Lake Louise mit seinem berühmten Hotel. Vom Parkplatz am See sind es rund zehn Minuten, am Hotel vorbei, bis zum Beginn des Trails, der rechts vom Weg am See abknickt. Von nun an geht es kontinuierlich bergauf: In Serpentinen schlängelt der gut befestigte Weg rund 3,6 Kilometer hinauf. Zwischenzeitlich sollten Wanderer aufpassen, nicht versehentlich den Abzweig zum Tea House am Plain of Six Glaciers zu nehmen. Nachdem der Weg meist inmitten von Bäumen verläuft und nur wenige Aussichtspunkte hinunter zum berühmten See bietet, ist Mirror Lake ein schöner Fotostopp, ebenso ein kleiner Wasserfall. Von hier aus sind es nur noch gut 20 Minuten bis zum Lake Agnes auf 2135 Meter Höhe. Je nach Fitnesslevel brauchen Besucher zwischen ein und zwei Stunden für den Aufstieg. Die Landschaft entschädigt für alle Mühen. Selbst bei grauem oder regnerischem Wetter lohnt die Wanderung, auch wenn dann die Farben der beiden kleinen Bergseen weniger strahlen.


Lake Agnes Tea House ist von Anfang Juni bis in den Oktober hinein täglich geöffnet (zwischen 8 und 17 Uhr). Für die Tour werden weder spezielle Fitness noch besondere Ausrüstung (keine Stiefel) benötigt. Doch gerade zu Beginn und am Ende der Saison kann das Wetter schnell umschlagen, so dass Wanderer besser Wechselkleidung in den Rucksack packen sollten. Im Juni kann zuweilen noch Schnee liegen.

Das Lake Agnes Tea House wurde 1901 als Schutzhütte für Wanderer von der Canadian Pacific Railway errichtet, Tee wird seit 1905 ausgeschenkt. Heute umfasst das Angebot mehr als 100 verschiedene Teesorten sowie weitere Heiß- und Kaltgetränke. Zusätzlich werden Suppen, Sandwiches und Kuchen angeboten.

∙www.lakeagnesteahouse.com

∙www.banfflakelouise.com/hiking/tea-houses

52 Sunshine Meadows Loop – Weg der drei Seen

Vorbei an blühenden Bergblumen, einprägsamen Aussichtspunkten und gleich drei Seen führt diese gemütliche Wanderung. Ausgangspunkt für die Sunshine Meadows Loop ist das sehenswerte Sunshine Village, das Herz des beliebten gleichnamigen Skigebiets unweit von Banff.

Die dreistündige Rundwanderung überwindet auf der gesamten Distanz von etwa elf Kilometern einen Höhenunterschied von rund 400 Metern bis zum höchsten Punkt auf 2377 Meter. Direkt am Start geht es zunächst steil hinauf bis die Kontinentale Wasserscheide erreicht wird – sie bildet zugleich die Grenze zwischen den Provinzen Alberta und British Columbia. Nach einem Stück bergab lohnt ein Fotostopp am Rock Isle Lake. Die kleine, mit einigen Bäumen bewachsene Insel ist ebenso ein Symbol für die fantastische Berglandschaft der Rocky Mountains wie Spirit Island im Maligne Lake weiter nördlich.

Vom Rock Isle Lake aus nehmen Wanderer den Grizzly-Larix Lakes Loop in Angriff. Ziel sind nun die beiden Seen Grizzly Lake mit seinem klaren Bergwasser und Larix Lake. Vom Simpson Lookout eröffnet sich ein Panoramablick, ehe ein anstrengender Aufstieg zum Mount Standish folgt. Doch die Aussicht auf die drei Seen entschädigt für die herausfordernden Minuten. Auch der Kootenay National Park ist zu sehen. Von nun an geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Wer nicht so sportlich ist oder weniger Zeit hat, kann diese Wanderung auch abkürzen. Nur rund eine Stunde dauert die Runde zum viel fotografierten Rock Isle Lake. So lässt sich zumindest diese Ikone Albertas bewundern. Diese Tour zieht sich lediglich über 1,8 Kilometer mit einem Höhenunterschied von nur rund 100 Metern.


Wichtig: Die beschriebene Wanderung startet nicht am Parkplatz des Skigebiets. Zum Sunshine Village selbst sind weitere 6,5 Kilometer zu laufen – bergauf wohlgemerkt. Alternativ fahren kostenpflichtige Shuttlebusse (auch ab Banff). Geführte Wanderungen sowie Fahrten mit der Seilbahn (Standish Chairlift) sind ebenso buchbar. Die Sunshine Mountain Lodge mit Zimmern und Restaurants liegt auf 2400 Meter Höhe und ist auch im Sommer geöffnet. Im Winter ist sie die einzige Unterkunft in der Region, die direktem Zugang zu den Skipisten bietet.

∙www.sunshinemeadowsbanff.com

∙www.sunshinemountainlodge.com

∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ab/banff/activ/randonee-hiking/banff#moderate

53 Chilkoot Trail – Auf den Spuren der Goldsucher

Einst eine Höllenqual auf dem Weg zu vermeintlichem Reichtum, heute eine der beliebtesten Mehrtageswanderungen in Nordamerika: Wanderer auf dem Chilkoot Trail im hohen Norden folgen heute den Goldsuchern von einst. Während des Klondike Gold Rush nutzten mehr als 30.000 Menschen den Pass, um zu Fuß von der Küste Alaskas nach Whitehorse im Yukon und dann per Boot nach Dawson City zu kommen. Dabei mussten sie ihr gesamtes Proviant sowie ihre Ausrüstung mitnehmen. Manche überquerten binnen Wochen etliche Mal den 1074 Meter hohen Pass, um die eine Tonne schweren Vorräte und Ausrüstung zu transportieren. Viele, oftmals tödlich endende Dramen müssen sich hier ereignet haben – nachzulesen auch in Jack Londons Romanen „Alaska-Kid“ und „Lockruf des Goldes“.

Heute ist die 53 Kilometer lange Tour über den Chilkoot Trail eine vier- bis fünftägige Wanderung – angesichts extrem steiler Anstiege und Flussquerungen eher für erfahrene Tourengänger geeignet. Für die Nutzung der insgesamt neun Campgrounds wird ein Permit benötigt, pro Tag sind 50 Wanderer erlaubt. Ausgangspunkt ist Skagway in Alaska, für den Rückweg ab Bennet Station nutzen die Mehrheit die historische Eisenbahn der White Pass and Yukon Route Railway. Reisepass nicht vergessen!


∙www.nps.gov/klgo/planyourvisit/chilkoottrail.htm

∙wpyr.com

54 Berg Lake Trail – Höchster Gipfel der Rockys



55 Western Brook Pond



56 Lake O‘Hara


Rund um diesen legendären See im Yoho National Park ziehen sich zahlreiche Wanderwege (siehe „Seen“, Seite 46, und „British Columbia“, Seite 104). Wichtig: Lake O'Hara ist nur zu Fuß oder mit einem reservierungspflichtigen Shuttlebus über eine elf Kilometer lange Zufahrtstraße erreichbar. Daher sind die Rocky Mountains hier noch weitgehend unberührt.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/yoho/activ/randonnee-hike/ohara

57 Plain of Six Glaciers


Der Plain of Six Glacier ist eine fordernde Panoramawanderung mit traumhaften Ausblicken auf Lake Louise und Mount Victoria sowie auf sechs Gletscher. Die Tour ab Lake Louise mit über 18 Kilometern und einem Aufstieg von mehr als 900 Höhenmetern dauert rund fünf Stunden. Einen Stopp lohnt das gleichnamige Teehaus.∙www.banfflakelouise.com/hiking/lake-louise-area-trails

58 Bear‘s Hump Trail



59 West Coast Trail


Quer durch Regenwald, vorbei an rauschenden Wasserfällen und immer entlang am Pazifik führt der West Coast Trail durch den Pacific Rim National Park auf Vancouver Island. Die Tour über 75 Kilometer sollten nur geübte Wanderer angehen (6 bis 10 Tage). Reservierungen sind zwingend erforderlich. Feststehende Zelte sind buchbar.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/pacificrim/activ/activ6a∙www.westcoasttrail.com

60 Skyline Walk


Von den Aussichtspunkten am Skyline Trail im Cape Breton Highlands National Park (siehe „Nova Scotia, Seite 284) eröffnet sich ein famoser Blick auf den Cabot Trail und vor allem den Sankt-Lorenz-Strom. Oft sind Wale direkt vom Land aus zu sehen. Auf dem 6,5 bzw. 8,2 Kilometer langen Skyline Walk begegnen Wanderer oftmals Adlern, Bären und Elchen.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/ns/cbreton/activ/randonnee-hiking/skyline

KANADAFIEBER

Das Team von SK Touristik schmiedet seit mehr als 25 Jahren echte Kanada-Reiseträume. Natürlich im kanadischen Zedernholzhaus.


Das kanadische Büro-Blockhaus von SK Touristik in Senden bei Münster

Es gibt nicht viele Reiseveranstalter, die sich wirklich gut in Kanada auskennen. SK Touristik aus Senden bei Münster ist so einer. „Canada 24/7“ – das Kanadafieber ist hier schon lange chronisch. Erstmals brach es bei Firmengründer Rainer Schoof in den 80er-Jahren aus, als der damals knapp 18-Jährige mit seinen Eltern eine Wohnmobiltour durch British Columbia und Alberta unternahm. Schoof war sofort infiziert: Seitdem musste es immer wieder Kanada sein – jedes Jahr! Dafür wurde in den Semesterferien gearbeitet: als Container-Packer und Gabelstaplerfahrer.

Immer mehr Freunde wollten mit nach Kanada. Aus Freunden wurden Bekannte und später dann Unbekannte. Und zu Beginn der 90er-Jahre war es soweit: Die erste vierwöchige Campingreise – gefüllt vorwiegend mit Studenten der Uni Münster – machte sich auf den Weg nach Westkanada. Damals schon als Driver-Guide dabei: Markus Knüpp, der heutige Mit-Geschäftsführer von SK. Die „Indian Summer Tour“ war der Startschuss für die Firmengründung, aber vor allem auch der Beginn von intensiven Jahren als Westkanada-Guides für Schoof und Knüpp. Wälder, Flüsse, Seen, Tiere, Kanufahren, Wandern – immer heftiger erfasste die beiden das Kanadafieber.

Und heute? Seit mehr als 25 Jahren infizieren die beiden nun Reisende mit dem Fieber, das man nicht mehr los wird. Inzwischen bastelt ein 15-köpfiges Team an den vielen innovativen Reiseträumen im Ahornland – stilecht im natürlich aus Kanada importierten Zedern-Blockhaus. Eine treue Fangemeinde freut sich alljährlich auf das Ergebnis dieser Fieberfantasien aus dem Kanadahaus. Längst gilt das SK-Programm als Status-Referenz für wertiges Reisen im Land der Adler und Bären.


Das Gewinnerbild der SK-Kundenfotowettbewerbs 2017 (Foto: Thomas Nerstheimer)

Kanada, wie man es wirklich erlebt: Die Reiseerlebnisse werden mit eigenen Fotos oder überwiegend sogar Kundenaufnahmen bebildert. Zu bewundern auf der Webseite von SK und vor allem im eigenen Reisemagazin „Kanadafieber”, das vor einigen Jahren den 300-Seiten-Katalog ablöste und inzwischen die Plattform für spannende und selbstgeschriebene Reiseberichte bietet – gerade auch für SK-Kunden. Intensive, echte Kanada-Erlebnisse auf 84 Großformatseiten – für den Sofatisch, aber inzwischen auch online zum Blättern unter: kanadafieber.de


Kanadafieber – Das Reisemagazin von SK Touristik

Mein Kanada


Barbara Ackermann

Travelmarketing Romberg

Director PR & Media

∙www.travelmarketing.de

Eins vorab – ich liebe es, zu reisen. Mittlerweile habe ich 40 bis 50 Länder bereist und in vier unterschiedlichen Ländern gelebt. Und immer noch bin ich davon überzeugt, dass Kanada das schönste Land der Welt ist! Auch wenn ich schon über 50 Mal in Kanada war, kann ich immer noch nicht sagen, wohin ich am liebsten ziehen würde, wenn sich mein kanadischer Mann entscheiden sollte, nicht mehr in Deutschland, sondern wieder in seinem Heimatland leben zu wollen. Newfoundland? Nova Scotia? Montréal? Canmore oder doch lieber Victoria? Ich habe Kanada ausgiebig erkundet, bin von Norden nach Süden gereist und von Westen nach Osten. Viele Orte, die ich dort entdeckt habe, zählen für mich bis heute zu den schönsten Orten auf diesem Planeten.

Kanada ist ein einziger nahezu unberührter Naturschauplatz, der besonders die abenteuerlustigen Deutschen in den Bann zieht. Kanada ist zudem stolzer Rekordhalter darin, das Land mit der geringsten Bevölkerungsdichte der Welt zu sein. Das allein ist schon eine überwältigende Tatsache! Befindet man sich im Landeanflug auf Calgary und sieht unter sich die weiten Ebenen vorüberziehen, ehe man an den imposanten Rocky Mountains vorbeifliegt und zu deren Füßen ruckelnd landet, wird man den Anblick niemals vergessen. Einzigartige Momente, die man nirgendwo sonst auf der Welt finden kann, bietet Kanada reichlich. Oder wo sonst könnte man mit Belugawalen schnorcheln? Kanadas Metropolen sprudeln vor Lebendigkeit, sind weltoffen, sauber, überraschend und aufregend. Doch der wahre Schatz Kanadas liegt für mich außerhalb der Metropolen. Kanada hat einfach die atemberaubendsten Landschaften unserer Erde. Andere Länder mögen ähnlich schöne Landschaften haben, aber in dieser Vielfalt und Fülle, in Kombination mit der Ruhe, Gelassenheit und Friedlichkeit ist Kanada auf der Welt einzigartig.

Mit drei Millionen Einwohnern ist Vancouver die drittgrößte Stadt Kanadas. Doch fährt man nur eine Stunde mit dem Auto Richtung Norden, ist man schon mittendrin im wilden und ursprünglichen Küstengebirge. Schwingt man sich aufs Rad und setzt so seine Entdeckungstour durch die Natur fort, kann es passieren, dass man tagelang mehr Bären und Wale als Menschen zu Gesicht bekommt. Zu meinen Leidenschaften gehört auch das Skifahren, Abfahrtski ebenso wie Langlaufski. Kanada ist dafür der ideale Ort. Denn Kanadas Wintersport kennt keine überfüllten Pisten und keinen Trubel, sondern nur die verschneite Ruhe und Einsamkeit unberührter Winterlandschaften. Man ist bei sich und sieht nichts, außer seinen Skipartner und den Atem in der klaren Luft. Alles, was man hört, sind das Knirschen des Schnees unter den Skiern und der eigene Herzschlag. Die Stille, der Pulverschnee und die freien Pisten und Loipen sind ein Geschenk des Himmels.

Kurzum, ich liebe Kanada, das Land, für das ich arbeite. Kanada ist meine ganze Leidenschaft. Ich liebe die Menschen. Ich liebe die Landschaften. Ich liebe das Essen. Ich liebe alle Jahreszeiten. Kanada ist einer der schönsten Wohlfühlplätze und Kanada ist für mich zur zweiten Heimat geworden. Ich liebe Kanada und ich bin dankbar und glücklich, für dieses Land zu arbeiten. Meine kleinen Geheimtipps sind ganz groß: Newfoundland und der Yukon!


Mein Kanada


Tobias Barth

Geschäftsführer SITS Design & IT

Kanada – Ein Traum ging in Erfüllung

Es war im Jahre 1997, als sich meine Eltern dazu entschieden haben, einmal einen großen Urlaub zu planen. Nicht wie sonst in die Alpen oder nach Sylt, Amrum oder Föhr. Es sollte nach Kanada gehen. Warum Kanada? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Vielleicht war es die Werbung im ADAC-Magazin für einen Kanada-Wohnmobilurlaub, die meinen Vater angesprochen hatte. Jedenfalls flogen wir nach Calgary mit zwei weiteren Familien, um den Westen Kanadas mit dem Wohnmobil zu erkunden.

Camping, Lagerfeuer, Rafting, Rockies, Okanagan Valley, Whistler, Vancouver, Vancouver Island, Tofino und vieles mehr durften wir erleben. Ein unglaubliches Programm, wundervoll und sehr beeindruckend. Es waren vier Wochen, in denen wir von den schönsten Campgrounds, die weniger besucht waren, bis zu den schon damals völlig überfüllten Campingplätzen in den Rockies reisten, und die Natur und das Outdoor-Erlebnis genossen haben. In der letzten Nacht in Calgary vor unserem Rückflug nach Deutschland wurden wir von lautem Geschrei geweckt. Nordlichter! Was für ein Erlebnis.

Jedenfalls war es um mich geschehen. Ich verliebte mich in dieses unglaubliche Land, in die atemberaubende Weite, die Natur und die freundlichen Menschen.

Ab 2002 besuchte ich dann Kanada regelmäßig. 2002 wurde auch das Projekt „Faszination-Kanada.com“ ins Leben gerufen. Heute ist dieser Blog die größte deutschsprachige Internetplattform rund um das Thema Kanada. 2006 bewarb ich mich für ein Working Holiday-Visum. Leider musste ich dieses begehrte Visum kurz vor Reiseantritt wieder zurückgeben, da ich mich einer Schulter-Operation unterziehen musste. Weitere Besuche in nahezu allen Provinzen und Territorien folgten, bis ich 2015 einen weiteren Anlauf, einen letzten Anlauf unternahm, das Working Holiday-Visum für einen Kanadaaufenthalt zu nutzen. Nach einem halben Jahr voller Erlebnisse, Reiseleitertätigkeiten und vielen tollen Bekanntschaften war ich viel zu schnell wieder zurück in Deutschland. Kurz danach war es dann soweit: die Auswanderung nach Kanada, in den Yukon, in das Land meiner Träume.

Das Gefühl ist unbeschreiblich, die Freude ist nicht in Grenzen zu halten. Dieses Land, die Natur und die Menschen machen mich zu einem der glücklichsten Menschen der Welt.

Lieblingsplatz

In den letzten 20 Jahren habe ich auf meinen zahlreichen Reisen in und durch Kanada viele großartige Plätze kennen- und lieben gelernt. Zahlreiche Orte von Ost nach West könnte ich hier nennen. Aber seit ich hier im Yukon lebe, gibt es einen Platz, den keine zehn Menschen kennen geschweige denn besuchen.

Im Ibex Valley, auf dem Weg von Whitehorse nach Haines Junction, habe ich einen Platz gefunden, der mich immer und immer wieder erinnert, wie gut es mir geht, wie glücklich ich mich schätzen darf, diese großartige Möglichkeit zu haben, in Kanada, im Yukon leben zu dürfen.

Mein Lieblingsplatz ist ein Felsvorsprung nahe dem „Stoney Peak“, einem Berggipfel nördlich des Alaska Highway. Die Aussicht in das Tal, Richtung Haines Junction und dem Kluane National Park oder Whitehorse ist atemberaubend. Die Farben im Frühling, Sommer und Herbst ändern sich ständig und lassen einem nicht den Hauch einer Chance, sich nicht noch mehr in das Land und seine Natur sowie seine Menschen zu verlieben. Unendliche Natur, unendliche Freiheit. Für mich ist es das Paradies.


Städte & Regionen


Québec (Stadt) zählt zu den schönsten Orten Kanadas und bietet frankophone Lebensart.

British Columbia

Vancouver

Vancouver Island

Alberta

Calgary

Icefields Parkway

Northwest Territories und Nunavut

Yukon Territory

Alaska

Manitoba und Saskatchewan

Ontario

Toronto

Ottawa

Québec

Québec (Stadt)

Montréal

Newfoundland & Labrador

New Brunswick und Prince Edward Island

Nova Scotia





















British Columbia


Der Moraine Lake ist in den Rocky Mountains eines der beliebtesten Ziele.

Provinz der großen Gegensätze: Schroffe und großartige Landschaften wie auf Vancouver Island oder rund um den Mount Robson treffen auf die pulsierende Metropole Vancouver und pittoreske Städte wie Victoria. British Columbia, von vielen Reisenden liebevoll „BC“ abgekürzt, vereint Abenteuer in der Natur und Sightseeing auf Weltstadtniveau.

Die Provinz zählt rund 4,7 Million Einwohner, etwa die Hälfte lebt im Großraum Vancouver, und ist flächenmäßig die Nummer 3 in Kanada. British Columbia erstreckt sich vom Pazifik im Westen bis zu den Ausläufern der Rocky Mountains im Osten, von der Grenze zu den USA im Süden bis hoch im Norden an die Grenze zum Yukon. Das perfekte Setting für eindrucksvolle Erlebnisse und – jenseits der Metropole Vancouver, die viele für die schönste kanadische Stadt halten – weitgehend wenig besiedelte Landschaften wie aus dem Bilderbuch. Erster Weißer in der Provinz war der legendäre britische Entdecker James Cook 1778 mit einem Besuch auf Vancouver Island, spanische Seefahrer segelten aber schon vor ihm die Küste entlang. Und Indianer besiedelten das Land ohnehin schon seit mehr als 10.000 Jahren.

∙www.hellobc.de

∙de-keepexploring.canada.travel/places-to-go/british-columbia

∙www.env.gov.bc.ca/bcparks

61 Yoho National Park – Wie im Bilderbuch

Pittoreske Seen, mächtige Gipfel sowie die Takakkaw Falls machen den Naturpark an der Grenze zwischen British Columbia und Alberta zu einem perfekten Reiseziel. Zum Glück steht der Yoho National Park ein wenig im Schatten des benachbarten Banff National Park, und so bevölkern merklich weniger Besucher das Schutzgebiet. Zumindest „fast noch ein Geheimtipp“ ist wohl die treffende Beschreibung, denn so einsam wie etwa im Kluane oder Riding National Park ist es dann doch nicht.

Umrahmt von bis zu 3000 Meter hohen Gipfeln und dem Emerald Glacier liegt das beliebtestes Ziel im Nationalpark: der smaragdgrüne Emerald Lake. Die rund fünf Kilometer lange Runde um den See dauert zwischen 60 und 120 Minuten – diesen Spaziergang sollte sich niemand entgehen lassen. Zumal sich so die beschauliche Wirkung der Landschaft viel besser genießen lässt als nah am Parkplatz, wo viele einen Fotostopp einlegen. Wer es sportlicher mag, steigt ins Kanu. Besonders am Vormittag erstrahlt der Emerald Lake im schönsten Licht. Auf einer Halbinsel liegt die Emerald Lodge, eine der schönsten Unterkünfte in Kanada. Bereits auf dem Weg zum See wird die Natural Bridge passiert.


Anders als der See sind die rund 380 Meter hohen Takakkaw Falls nur im Hochsommer erreichbar, wenn die Schneemassen geschmolzen sind. Im Regelfall wird die Yoho Valley Road erst Mitte/Ende Juni freigegeben und meist schon Anfang Oktober wieder gesperrt. Gespeist vom Daly Glacier stürzen die Wassermassen in mehreren Stufen nach unten. Vom Parkplatz führt eine drei Stunden lange Wanderung zu den Laughing Falls – gar sechs Stunden ist unterwegs, wer auch die Twin Falls besucht.

Zu den schönsten Wanderungen zählen auch die Wege am Lake O’Hara (siehe „Seen“, Seite 46). Der See ist aber nicht mit dem Auto erreichbar, so dass eine (frühzeitige) Buchung des kostenpflichtigen Shuttlebusses empfehlenswert ist. Wunderschön gelegen, aber hochpreisig: die Lake O’Hara Lodge.

Entlang des Trans-Canada Highway, der einzigen Straße durch den Park, liegen mehrere lohnende Aussichtspunkte: Neben dem 1627 Meter hohen Kicking Horse Pass dürfte der Spiral Tunnels Viewpoint zum Pflichtprogramm zählen. Hier windet sich die Eisenbahntrasse der Canadian Railway in zwei Kurven durch den Berg. Ein eindrucksvolles Bild nicht nur für Eisenbahnfans.

∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/yoho

∙crmr.com/emerald

∙www.lakeohara.com

62 Mount Robson – Höchster Gipfel der Rockys

Glücklich darf sich schätzen, wer einen Blick auf den 3954 Meter hohen Gipfel des Mount Robson erhascht. So sehenswert der markante Gipfel auch ist, so selten ist er zu sehen. An dem höchsten Gipfel der kanadischen Rocky Mountains prallen regelmäßig die Wolken des Pazifiks ab und sorgen selbst im Sommer immer wieder für Schnee. Und für lange Gesichter bei Besuchern! Schließlich gilt die Faustregel, dass an zwei von drei Tagen Wolken den Blick auf die fantastische Bergkulisse versperren. Immerhin, die massive Südseite ist schon gut vom Highway aus zu sehen. Wenn denn die Sicht gut ist …

Der Mount Robson ist größte Attraktion und Namensgeber für den umliegenden, 2200 Quadratkilometer großen Mount Robson Provincial Park. Der zweitälteste Provinzpark von British Columbia zählt als Teil der Rocky Mountains zum UNESCO-Weltnaturerbe. Im Gegensatz zu manch anderem Park ist das Schutzgebiet an der Grenze zu Alberta bereits früh im Jahr geöffnet.

Am besten lässt sich der Park vom großen Besucherzentrum direkt am Highway 16 erkunden. Zuweilen geht bereits hier ein großer kanadischer Reisetraum in Erfüllung: Von der rückseitigen Terrasse können Besucher mit Glück Schwarzbären beobachten. Aus sicherer Entfernung und komfortabel ohne lange Wanderungen! Zudem bietet sich schon vom Visitor Centre aus ein erhabener Blick auf den Berg, der nach einem Mitarbeiter der Hudson's Bay Company benannt sein soll.

Überdies starten hier bzw. am nahen Campingplatz zahlreiche Wanderwege zu verschiedenen Highlights im Park. Wer erfahren ist, kann den Berg Lake Trail (siehe „Wanderungen“, Seite 76) wagen. Die zweitägige Wanderung zählt zu den schönsten Touren der gesamten Rocky Mountains! Der Trail schlängelt sich über 800 Höhenmeter durch die Bergwelt zum Berg Lake, der vom Robson Glacier gespeist wird – eine Tour von etwa acht Stunden (eine Strecke). Als guter Abstecher gilt die Wanderung zum Kinney Lake (neun Kilometer, hin und zurück). Eine Tour lohnt auch der Moose Lake, wo öfters Elche gesichtet wurden. Im Winter ist der Park ein beliebtes Skigebiet.


Ganz in der Nähe wartet mit den Rearguard Falls im gleichnamigen Provinical Park eine weitere Attraktion: Der Fraser River stürzt hier einige Meter in die Tiefe – für Lachse auf der Rückkehr zu ihren Laichgründen nach 1000 Kilometern das Ende ihrer Reise. Vor allem im August können die Tiere daher gut beobachtet werden.

∙www.env.gov.bc.ca/bcparks/explore/parkpgs/mt_robson

63 Wells Gray Provincial Park – Tosende Wasserfälle

Viele Besucher halten sie für bedeutend beeindruckender als die berühmten Niagara Falls im Osten des Landes: die imposanten Helmcken Falls. Über eine Höhe von rund 140 Metern fällt der Murtle River hier in einer trichterförmigen Felsformation in die Tiefe. Die Gischtwolke ist von Weitem zu sehen und zu hören – und teils als leichter Wasserfilm zu spüren. Der vierthöchste Wasserfall Kanadas ist die beliebteste Attraktion im 1939 gegründeten Wells Grey Provincial Park, der 1996 nochmals erweitert wurde. Ziel war es, neben alpiner Bergwelt und borealem Wald auch Vulkankegel und erkaltete Lavafelder zu schützen.

Auf dem Weg zu den Helmcken Falls passieren Besucher die Dawson Falls. Mit einer Breite von 90 Metern und einer Höhe von 18 Metern werden sie gern auch als „Little Niagara Falls“ angepriesen – zumindest sind sie weitaus weniger überlaufen als das Original. Sehenswert sind auch die Stromschnellen Bailey’s Chute, vor allem im August und September zur Laichwanderung der Lachse.

Wer den Wells Grey National Park nicht nur mit Fotostopps erkunden will, steigt am besten ins Kanu. Gerade der Clearwater Lake und der

Azure Lake – mit kleinen Wasserfällen am östlichen und westlichen Ende – gelten als attraktives Wassersportrevier. Zudem können Wanderfreunde unter einer Vielzahl unterschiedlich langer Wege wählen und auf gute Wildlife-Beobachtungen hoffen. Im Winter ist der Park ein Eldorado fürs Heli-Skiing sowie für Schneeschuh- und Langlauftouren – eine Alternative zu den Rocky Mountains.


∙www.env.gov.bc.ca/bcparks/explore/parkpgs/wells_gry

∙www.wellsgray.ca

64 Whistler – Paradies in den Bergen


Spätestens seit 2010 zählt der Bergort zu den weltweit bekanntesten Wintersportzielen: Bei den Olympischen Winterspielen, die offiziell in Vancouver ausgetragen wurden, fanden in Whistler zahlreiche Wettbewerbe statt. An diese Zeit, als beispielsweise Slalom-Spezialisten, Bob-Piloten und die Biathlon-Multitalente die Besten unter ihnen kürten, erinnert in der Fußgängerzone eine Skulptur mit den fünf olympischen Ringen.Doch so bekannt Whistler auch ist – so beliebt ist das kleine Städtchen auch. Kaum ein Wintersportort in ganz Nordamerika lockt so viele Besucher an und ist manch einem mittlerweile zu laut, hektisch und überlaufen. Die Infrastruktur ist zumindest bestens präpariert.Neben zahlreichen Skiliften befördern die Bergbahnen Whistler Gondola und Blackcomb Gondola die Skifahrer auf die Pisten. Und ganzjährig lohnt eine Fahrt mit der Peak 2 Peak Gondola : Über eine Länge von 4,4 Kilometer verbindet sie die jeweils auf rund 2000 Meter gelegenen Skigebiete Whistler Mountain und Blackcomb Peak miteinander – und lässt Besucher beim 360-Grad-Panorama-Blick auf die Berge und ins tiefe Tal staunen. Wintersportlern steht überdies der Snowboard Park offen. Abenteuer versprechen zudem Heli-Skiing-Touren und Fahrten mit dem Schneemobil.Im Sommer wird Whistler zum Mekka der Mountainbiker, die sich die steilen Hügel hinunterstürzen. Wildwasserbäche, Golfplätze und Wanderwege locken weitere Besucher in den lebhaften Bergort, der nur etwa 90 Minuten von Vancouver entfernt liegt.∙www.whistler.com/de∙www.whistlerblackcomb.com

65 Kootenay National Park



66 Glacier National Park


Unberührte und kaum durchdringbare alpine Landschaften mit etwa 400 Gipfeln schützt der Glacier National Park. Dank des alpinen Klimas sind selbst im Sommer Schneeschauer möglich. In den warmen Monaten des Jahres lohnen Wanderungen durch die dichten Hemlock- und Zedernwälder, im Winter das gute Skigebiet. Der Trans-Canada Highway gleicht am Rogers Pass einer Traumstraße.∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/glacier

67 Revelstoke National Park


Definitiv zur Kategorie „Geheimtipp“ zählt der Mount Revelstoke National Park nah der gleichnamigen Kleinstadt. Im Sommer führt der Park Way durch blühende Landschaft. Wildblumen in allen Farben erstrecken sich bis an die Schotterstraße. Wintersportler hingegen freuen sich über das 2008 eröffnete Revelstoke Mountain Resort.∙www.seerevelstoke.com∙www.pc.gc.ca/en/pn-np/bc/revelstoke∙www.revelstokemountainresort.com

68 Fraser Canyon



69 Osoyoos


Ungewohntes Klima erleben Reisende in dem kleinen Städtchen Osoyoos im Okanagan Valley. Das Tal, bekannt für seine Obstplantagen und Weinberge, zählt zu den wärmsten Regionen des Landes. Dank des Klimas erwärmt sich der Lake Osoyoos bis auf 24 Grad. Nördlich schließt sich Kanadas einzige Trockenwüste an. Das Osoyoos Desert Centre bietet einen guten Überblick.∙www.destinationosoyoos.com∙www.desert.org

70 Kamloops


Gefühlt in der Mitte der Provinz liegt die 90.000-Einwohner-Stadt Kamloops, mit dem Trans-Canada Highway ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Kamloops versprüht den Glanz alter Zeiten und gibt mit dem Kamloops Museum Einblicke in die Pionierzeit. Das Secwepemc Museum informiert über die First Nations. Für Eisenbahnfreunde lohnt das Kamloops Heritage Railway.∙www.tourismkamloops.com

Vancouver


Abendstimmung im Jachthafen zwischen Stanley Park und Downtown

Majestätisch liegt die Metropole zwischen den Wellen und Stränden des Pazifiks auf der einen sowie schneebedeckten Bergen auf der anderen Seite. Kein Wunder, dass Vancouver regelmäßig zu den schönsten Städten der Welt gekürt wird. Viele Besucher halten sie für die Top-Stadt Kanadas. Zur hohen Lebensqualität für Einheimische und Besucher trägt die wohl einmalige Kombination aus pulsierendem Stadtleben und idyllischer Ruhe in der Natur bei. Von wohl kaum einem Platz in der Stadt dauert es gefühlt mehr als 45 Minuten, um ins Grüne zu gelangen – und wenn es nur vom quirligen Treiben des Szene-Viertels Granville Island in den stark besuchten Regenwald an der Capilano Suspension Bridge geht. Der berühmte Stanley Park liegt ohnehin nur wenige Minuten von Downtown entfernt. Weltweit berühmt wurde die Stadt spätestens mit den Olympischen Spielen 2010, auch wenn viele Wettbewerbe im nah gelegenen Wintersportort Whistler ausgetragen wurden.

Zugleich ist Vancouver mit seinen rund 700.000 Einwohnern – im Großraum sogar rund 2,5 Millionen – Ausgangspunkt für viele beliebte Rundreisen. Vancouver Island (siehe Seite 124) ist problemlos von gleich zwei Fährhäfen oder per Linienflug, alternativ auch per Wasserflugzeug, erreichbar. Die Panoramastraße Sea-to-Sky Highway wiederum führt in rund 90 Minuten in die Berge nach Whistler, gen Osten schlängelt sich der Trans-Canada Highway durch den Fraser Canyon. Nicht zu vergessen: Vom Ankerplatz am Canada Place legen die Kreuzfahrtschiffe gen Inside Passage und Alaska ab.

∙www.tourismvancouver.com

∙www.hellobc.com/vancouver.aspx

71 Granville Island – Vielfalt aus aller Welt

Perfekte Verwandlung: Aus ehemaligen und teils verfallenen Hafen- und Fabrikanlagen entwickelte sich seit den 1970er-Jahren ein neuer, multikultureller Stadtteil. Granville Island, eine künstlich angelegte Halbinsel im False Creek, ist heute wohl das lebendigste Areal der Stadt, dynamisch und zugleich bodenständiger als Downtown mit seinen modernen Glaspalästen und Wolkenkratzern. Die alte Bausubstanz mit farbigen Schuppen und stählernen Lastenkränen wurde weitgehend erhalten und in die neue Nutzung überführt, was erheblich zu einem gemütlichen Ambiente beiträgt. Besucher vergessen so auch schnell, dass direkt über ihnen die mächtige und fast 1200 Meter lange Granville Street Bridge als Verbindungsachse über den False Creek zwischen Vancouver und Downtown Vancouver verläuft.


Bekannt ist Granville Island vor allem für seinen großen Markt: Granville Public Market ist an sieben Tagen die Woche geöffnet und bietet eine große Auswahl frischer Lebensmittel. Besucher können süße Leckereien französischer Patisserien, fangfrischen Fisch aus dem Pazifik und scharfe Gerichte aus Asien schlemmen. Geführte Touren bieten auch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen und in die Geschichte des bei Einheimischen wie Besuchern beliebten Marktes. Insgesamt können Teilnehmer der Touren an 20 Ständen probieren – ein multikulturelles Festival in zwei Stunden.

Doch Granville Island ist mehr als nur ein Markt. Mittlerweile haben sich Dutzende von Geschäften unterschiedlichster Art und Preislage angesiedelt. Dazu zählen zahlreiche Künstler, die hier ein kreatives wie kommerzielles Zuhause gefunden haben. Zumindest Zeit für einen Schaufensterbummel sollte also sein. Obendrein ist die Halbinsel Heimat gleich mehrerer Museen, darunter Ausstellungen zum Sportfischen, einer beliebten Freizeitbeschäftigung der Kanadier, und zu Modelleisenbahnen. Wer nach so viel Sightseeing Entspannung braucht, kann auf Bootstouren Vancouver vom Wasser aus erleben – oder genießt eine kulinarische Auszeit in einem der zahlreichen Restaurants. Manche von ihnen liegen direkt am Wasser und bieten einen schönen Blick auf die Stadt. Legendär ist die Granville Island Brewing : Sie gilt als erste Hausbrauerei (Microbrewery) Kanadas und wurde 1984 gegründet. Das Hefeweizen wird nach bayrischem Vorbild gebraut. Neben Bierproben sind auch Besichtigungen möglich.

∙www.granvilleisland.com

∙www.foodietours.ca/tour/granville-island-market-tour

∙www.gib.ca

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Дата выхода на Литрес:
22 декабря 2023
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600 стр. 468 иллюстраций
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9783947164691
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