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Ruth Broucq

Unersättlich - Einer ist nicht genug

Ticken Freier anders?

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Unersättlich- Einer ist nicht genug

Pralle Eichel

Macho-Kerle

Sahnebällchen

Die Anfrage erreichte mich gegen Mittag. Ich betrachtete sein Profil, welches im Großen und Ganzen wenig aussagte. Durchschnitts-Mann: 45 Jahre -1,78 m- 74 kg- 18/4- blond- blaue Augen- Single- vom Niederrheinischen Wesel.

Joachim

Liebeskasper

Eintagsfliegen

Alpha-Männchen

Deck-Hengste

Blender

Toy-Boys

Impressum neobooks

Unersättlich- Einer ist nicht genug

Unersättlich – Einer ist nicht genug

(ticken Freier anders?)

10 Geschichten über die verschiedenen

Sex-Praktiken der Männer.

Impressum

Copyright by:…. Ruth Broucq

42699 Solingen

Autorin3@gmail.com

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig.

Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Einleitung:

Der Reiz des Unbekannten

Über meine Beweggründe brauche ich mir keine Gedanken zu machen, das war in erster Linie das Geld, weil ich nun mal zu meinem schmalen Einkommen hinzuverdienen musste um auch nur halbwegs an den gewohnten Lebensstandart heran zu kommen. Und als zweites das Körperliche. Seit ich mich von meinem letzten Lebensabschnitts- Gefährten getrennt hatte, wollte ich erst einmal alles nachholen, was ich in den acht Jahren mit ihm vermisst hatte: sexuelle Befriedigung. Denn mit meinen Ex hatte es nur langweiligen Rein- Raus- Fertig- Sex gegeben, weil er lecken für unanständig hielt, nur zwei verschiedenen Stellungen bevorzugte, weder mit seinen Händen und dem weiblichen Körper etwas anzufangen wusste, ja nicht einmal küssen konnte. Wegen dieser Blümchen- oder Girlfriend- Sex- Zeit wollte ich endlich geilen, versauten, endlos dauernden Abenteuer-Sex genießen und das am liebsten täglich. Ergo wirklich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Sicher kam auch noch hinzu, dass ich im Kampf gegen die ungewohnte Einsamkeit und meinem Liebeshunger auf jeden Fall meinen neu auftretenden Egoismus entdeckt hatte und auch ausleben wollte. Vielleicht war es auch Sex-Schluss-Panik?

Allerdings muss ich im Nachhinein zugeben dass es noch einen Punkt gab, der mich sehr faszinierte: der Reiz des Neuen, Fremden, Unbekannten, der das ganz spezielle Kribbeln verursachte. Neue Männer kennen zu lernen, unbekannte Haut zu berühren, Zungen die mich bedienten, Schwänze die mich erhitzten, Hände die mich erforschten. Einfach Kerle die mich begehrten.

Weniger die Münder, die mich verschlangen. Denn die meisten Kerle haben keinen angenehmen Mundgeruch und nur wenige können küssen. Scheint ein männliches Defizit zu sein. Wenn sie beim Küssen sabberten oder den Mund zu weit aufrissen, hätte ich am liebsten gesagt, dass ich mir das Gesicht schon gewaschen hatte.

Dabei konnten die meisten Männer mit der Zunge durchaus umgehen, zumindest im weiblichen Genitalbereich. Selten dass mal einer den Punkt nicht kannte oder nicht fand. Entweder sie hatten es von einer oder mehreren Frauen beigebracht bekommen oder sie hatten sich durch dementsprechende Literatur oder Filmchen kundig gemacht. Zu 95 % konnte ich die Gier der Freier auf Muschi lecken mit Freude genießen. Aber wie sie die Zunge beim Kuss einzusetzen hatten, wussten die wenigsten. Leider.

Dummerweise hatten ausgerechnet die Raucher die Macke, dass sie gerne küssten! Aber wer küsst schon gerne einen Aschenbecher? Ich als empfindliche Nichtraucherin sicher nicht. Und noch ein kurioses Phänomen entdeckte ich: dass die Kerle mit den größten Schwänzen als Lieblingssex Analverkehr bevorzugten. Hallo? Wie brutal ist das denn? Hilfe!

Obwohl ich feststellen musste, dass die Geschlechter nicht in allen Dingen kompatibel sind, habe ich ausreichend erfahren dass die meisten Männer sehr umgänglich und leicht zufrieden zu stellen sind, wenn die Frau nur liebevoll mit ihnen umgeht. Und dass sie sich dann auch Mühe geben, die Wünsche der Frau zu berücksichtigen. Aber am glücklichsten ist das starke Geschlecht, wenn sie sehen, dass sie das schwache Geschlecht befriedigt und unterworfen haben.

Der Tag hatte erschreckend ruhig angefangen, sodass ich schon befürchtete, er werde genau so erfolglos werden wie der erste Tag dieser Woche. Überhaupt waren die letzten vier Monate von so mäßigem Ergebnis gewesen, dass ich langsam annehmen musste, dass meine Freundin Esther mit ihrer Unkerei recht behalten würde. Denn sie hatte mir schon Ende des Vorjahres prophezeit, dass eine sehr schlechte Zeit auch auf mich zukäme. Genauso kam es dann auch, und auch die erste Hälfte des >Wonnemonats Mai< war kläglich vorbei gegangen.

Aber dann kam mittags als erstes ein Anruf bei dem eine sympathische Männerstimme fragte: „Hast du gleich noch einen Termin frei?“

Obwohl ich bei solchen Anfragen eigentlich mit sturer Ablehnung verneinte, und den unbekannten Anrufer auf den schriftlichen Weg über die Sex-Seite hinwies, hätte ich in diesem Moment am liebsten geantwortet: >Einen? Mehr als mir lieb ist!<

Deshalb ließ ich mich auf ein kurzes klärendes Gespräch ein und stimmte ausnahmsweise, ohne die sonst übliche Rückversicherung, zu, ihn kurzfristig zu empfangen.

13.00 Uhr: Der geile Theo: Anfang 40, von guter männlicher Größe und normaler Figur, mit wenig Hüftspeck, Glatzköpfig, 3 Tage –Bart, rundes freundlich- nettes Gesicht, ein Sonnenschein- Typ, locker, flott, extrovertiert, ein Vertreter- Typ oder Leiter einer Drückerkolonne, auf jeden Fall aber Außendienstler (vermutete ich).

Theo war auf den ersten Blick sympathisch, gepflegt und wohlriechend, sowie lustig offen und zutraulich. Er ging anschmiegsam und griffig auf Tuchfühlung indem er mich zur Begrüßung an sich zog, knutschte und mein Gesäß begrabschte.

Zwar enttäuschte mich, dass er als erster Kunde mein neues günstiges Halb-Stunden-Angebot in Anspruch nahm, welches ich aus der engen Finanzlage und der geringen Nachfrage eingerichtet hatte. Auch dass sein Penis etwas unterentwickelt war, was so gar nicht zu seiner Figur passte, bedauerte ich etwas. Aber diese Nachteile macht er mit seinem einfühlsamen sexuellen Geschick schnell wieder wett. Theo kannte sich mit den sensiblen Körperstellen einer Frau bestens aus und verstand es meisterlich, die erogenen Punkte in der richtigen Stärke samt Rhythmus zu stimulieren. Er küsste sehr gut und dank seines charmanten mitreißenden Wesens war ich ein wenig traurig, dass die halbe Stunde so schnell vorüber war. Der eigentliche Akt war kurz und heftig, deshalb nicht der Rede wert gewesen, dafür sein Vorspiel ein genussvoller Knaller.

„Es war sehr schön. Leider zu schnell vorbei, dabei hätte ich noch einmal gekonnt.“ bedauerte er als ich ihn verabschiedete.

„Das lag ja nicht an mir,“ gab ich zurück, „dann buchst du vielleicht beim nächsten Mal besser eine ganze Stunde?“ wies ich ihn auf die Ausdehnungs-Möglichkeit hin.

„Bestimmt! Dann machen wir aber mehrmals.“ prahlte er bevor er ging.

Der nette Theo entpuppte sich als Arschloch! Wochenlang schrieb er mir fast täglich mehrere Mails und nervte mich mit ausführlichen Beschreibungen seiner sexuellen Tagträume, worauf ich immer so knapp als möglich antwortete, nur um den Kunden bei Laune zu halten. Als er dann endlich die Zeit fand den nächsten Termin zu vereinbaren, schien seine Geilheit einen Hochstand erreicht zu haben, denn er bestand auf mindestens 3maligem Sex innerhalb einer Stunde, was ich ihm schon aufgrund seines kleinen Schwänzchens zusagte. Denn das kurze Gerammel würde selbst mehrmals sicher keine übermäßige Anstrengung bedeuten. Zugegebenermaßen hatte ich mich allerdings auf seine geschickten Hände und seine gefühlvolle Zunge gefreut. Aber nach seinem ersten abspritzen brachte er keine Energie mehr auf und zog sich nach nur zwanzig Minuten wieder an. Deshalb stimmte ich sofort zu als er erklärte: „Ich kann nicht mehr- hab mich wohl überschätzt. Wenn ich jetzt gehe, hab ich aber was gut bei dir, okay?“

„Ja, selbstverständlich Theo, versprochen! Tut mir leid wenn es jetzt nicht mehr geht. Ist sicher die Hitze. Dann holen wir das beim nächsten Mal nach. Gratis natürlich!“ gab ich ihm mein Wort.

Nach drei Tagen erhielt ich eine Mail von dem netten Theo. Er schrieb: >ich fühle mich von dir abgezockt<

Fassungslos starrte ich auf die wenigen Worte. Welch ein Arsch!

Zwar hatte ich schon um 16 Uhr eine Anmeldung, trotzdem war ich sofort bereit als ein Kunde anrief, der angeblich gleich nur auf eine halbe Stunde reinkommen wollte, weil er nicht länger Zeit hatte, aber ich sagte einschränkend: „Ja, bei mir geht das zeitlich, aber das ändert nichts an dem Preis. Ich mache normalerweise keine Quickies!“

Das sei okay, das Geld spiele keine Rolle, nur zeitlich sei es halt eng bei ihm, aber er sei so scharf auf mich, deshalb müsse er mich jetzt sofort vernaschen, erwiderte er hektisch. Das war mir gerade recht,

denn ich roch die Knete und lockte ihn mit sanftem Gurren: „Dann komm schnell, du heißer Hengst und beglücke mich!“

15.00 Uhr: Der scharfe Klaus: Der schmächtige Mann, Ende 50, eher klein, mit Brille, schütterem grauen Haar, Anzugträger, Bürohengst, nervöser Geschäftsmann, der sicher nach langjähriger Ehe immer notgeil war weil seine Holde ihn nicht mehr ran ließ, strahlte mir freudig entgegen.

Meine Sympathie für ihn hielt sich in Grenzen, obwohl er mich bereits zum zweiten Mal besuchte. Zwar erinnerte ich mich nicht an den genauen Ablauf des ersten Besuches, dazu war es entweder zu lange her oder ich ahnte unterbewusst dass diese Begegnung nicht angenehm verlaufen war, denn schon der übliche Willkommenskuss widerstrebte mir bereits.

Als er mir bei der Begrüßung seinen üblen Mundgeruch ins Gesicht schleuderte, wusste ich sofort den Grund meiner Abneigung. Bei seiner innigen Umarmung drehte ich gekonnt den Kopf zur Seite, hüstelte absichtlich und hielt dabei die Hand vor den Mund und Nase, so dass ich dem faulen Gestank entging. Scheinheilig entschuldigte ich mich mit Erkältung.

Wie sag ich’s ihm? Überlegte ich angestrengt, denn das könnte ich auf gar keinen Fall eine Stunde aushalten und seinem Kussbedürfnis auf die Dauer zu entgehen würde mir sicher nicht gelingen.

Als er mir die Scheine in den Ausschnitt steckte und dabei mit seinem Mund verdächtig näher kam, um den entgangenen Kussgenuss nachzuholen, wich ich erschrocken zurück und fragte: „Wow, Klaus, hast du Knoblauch gegessen? Heftig! Da musst du aber mal mit dem Mundwasser gründlich spülen, sonst wird mir schlecht. Dann ist küssen gestrichen. Darauf willst du doch sicher nicht verzichten, oder? Also geh bitte ins Bad und mach das!“ versuchte ich eine liebevolle bittende Miene aufzusetzen, obwohl ich eher befohlen als gebeten hatte.

Beleidigt, aber widerspruchslos, schob er ab ins Bad um meinem Wunsch nachzukommen. Ich nutzte die Gelegenheit die Kohle in Sicherheit zu bringen und mir ein neues Eukalyptus-Bonbon in den Mund zu schieben. So gewappnet konnte der Tanz beginnen.

Wie ich schon geahnt hatte leckte und lutschte er an den falschen Stellen rum und fingerte so ungeschickt an meinen beiden Löchern, dass ich staubtrocken war und ich ihn öfter ermahnen musste, etwas vorsichtiger zu sein. Meine Abneigung stieg von Minute zu Minute. Er stellte meine Geduld auf eine harte Probe und ich musste mich stark zusammen nehmen, ihn nicht grob von mir zu stoßen.

Ein ungeschicktes Trampel, dachte ich genervt, und bedauerte mich wieder einmal selbst, auf diese Scheiß-Kerle angewiesen zu sein. Käme doch endlich mal wieder ein Netter, der mich für die Unangenehmen entschädigte, wünschte ich mir in solchen Momenten sehnlich.

„Hast du eine geile Fotze, die fick ich jetzt richtig kräftig durch! Du bist das geilste Weib, das mir jemals untergekommen ist. Guck dir meinen harten Prengel an, willst du ihn spüren? Dann gib mir das verdammte Gummi, damit ich es dir richtig besorgen kann, du heiße Fick-Fotze.“ hechelte das Kerlchen plötzlich und es klang fast wie eine Drohung.

Mein Blick nach unten bestätigte mir, dass ich nichts zu befürchten hatte, deshalb überlegte ich laut während ich die London-Verpackung aufriss: „Hoffentlich passt der auch.“

Der Freier starrte mich mit gierigem Blick an und zischte: „Dann musst du ein größeres Gummi nehmen. Wenn du meine Größe nicht hast, fick ich dich blank!“

„Da träumst du wohl von? Nee, nee mein Lieber. Wir müssen halt ein wenig vorsichtig zu Werke gehen.“ Schränkte ich ein und hätte am liebsten laut los gelacht und gesagt:

>Größer? Nein- kleines Klausilein- Dein Schwänzchen ist zu klein!<

Während seines kurzen heftigen Gerubbel versuchte ich krampfhaft den Scheidenmuskel zusammen zu pressen, hielt dabei eine Hand unter das Geschehen und sicherte sanft mit zwei Fingern das Kondom, damit es nicht abrutschte.

War es Scham seines Versagens wegen oder wirklich nur Eile? Wie auch immer, verließ mich Klaus der Prahler nach kaum 30 Minuten glücklich und mit zufriedener Miene. Der Abschiedskuss roch faulig.

Kaum hatte ich ausgiebig geduscht, mich neu gestylt und noch einen Kaffee gemacht, als der Vorangemeldete Kunde klingelte. Der fehlt mir jetzt auch noch, dachte ich, aber der Hunni kommt wie gerufen.

16.00 Uhr: Der alberne Kurt: für seine 61 Jahre eine relativ stramme Statur, mit nur kleinem Bauchansatz, leicht rötlicher Schnapsnase, Halbglatze mit grauem kurzen Haarkranz und ständigem Grinsen im Gesicht. Am schlimmsten war sein seltsames Kichern in den unmöglichsten Momenten, vermutlich aus Unsicherheit und Verlegenheit. Aber beim zweiten Besuch fand ich es schon nervig, wie bei einem unreifen Bengel, der seine unerfahrene Dummheit damit zu vertuschen versuchte. Er war eigentlich über die von mir gesetzte Alterseingrenzung 30 bis 60 Jahre um 1 Jahr hinaus, doch er gehörte zu den wenigen Ausnahmen. Bei ein paar jungen Freiern unter 30 hatte sich meine Entscheidung als sexuellen sowie finanziellen Gewinn erwiesen, während ich bei den beiden älteren Kunden in der Meinung schwankte. Als Kurt mir Dreisterweise 25 Euro zu wenig gab und meinte, er wolle mich schließlich öfter besuchen, mehr könne er sich dann nicht leisten, bereute ich meine Zusage zutiefst. Ich war so perplex dass ich kurz überlegte, ob ich die Knete annehmen oder ihn abweisen sollte, entschied mich dann doch für das Geld.

Trotzdem war Kurt ein gepflegter Mann, der auch noch den Fehler hatte, dass er verzweifelt eine feste Beziehung suchte. Allerdings auf dem falschen Weg, denn diesen Wunsch hatte er gleich beim ersten Besuch zur Hauptsache erklärt. Und das nervte mich enorm. Hinzu kam, dass er nicht nur ein Kinder-Pimmelchen hatte, auch noch ein total unbeholfener Mensch war. Von der Lust und Leidenschaft fehlte ihm jegliche Ahnung, ganz zu schweigen von seiner albernen Kicherei, wenn er versuchte die weiblichen Gelüste zu bedienen und ihm selbst auffiel, dass er weder Gefühl noch Geschick dafür hatte. Ihm gelang nichts!

Stattdessen versuchte er sich mit massieren Vorteile zu verschaffen, was jedoch zu einer matschigen Öl-Schmiererei ausuferte und mit wirklicher Massage absolut nichts zu tun hatte. Schon beim ersten Mal hatte ich ihn entsetzt ermahnt nicht mein ganzes Bett einzuölen, als er mit Schwung fast die halbe Flasche über meinem Schamhügel ausleerte. Nur meiner schnellen Reaktion war es zu verdanken, dass ich mit raschem Griff das schlimmste verhinderte und das meiste Öl mit dem Badetuch auffangen konnte. Kurt fand es lustig, er kicherte. Ich fand das gar nicht witzig, denn im Gegensatz zu ihm durfte ich seinen Genitalbereich nicht anfassen, weil sein kleines Stippelchen sonst sofort abspritzen würde, was er natürlich nicht wollte. Also lag ich auf dem Rücken, Kurt hockte vor mir und begrabschte mich unbeholfen ohne zu wissen was er machen sollte, sodass ich nur hoffte, dass die Zeit schnell vorbei sei. Natürlich wollte auch ich die Stunde um die gekürzten 25 Prozent reduzieren, deshalb mahnte ich den Freier nach 40 Minuten zum Ende zu kommen. Er überhörte es zuerst einfach, gab sich stur und uneinsichtig, trotzt meiner netten Art ihm meinen Standpunkt zu erläutern. Bewusst zögerte Kurt die Zeit hinaus, in dem er quatschte und fummelte und immer wieder meine Hand weg schob, wenn ich nach seinem Kleinen greifen wollte.

„So mein lieber Kurt, entweder wir kommen jetzt langsam aber sicher zum Eigentlichen, oder du gehst unbefriedigt nach Hause. Okay? Denn nun hast du es geschafft, dass die Stunde fast vorbei ist.“ Wurde ich letztendlich ärgerlich, als meine Geduld erschöpft war und richtete mich mit einem Ruck auf.

„Sei doch nicht so kleinlich, oder läuft dir was weg?“ fragte er unwirsch.

„Nein, aber dafür dass du einfach bestimmst wie viel du zahlst, kannst du nicht auch noch die Zeit verlängern. Was denkst du dir dabei? Bin ich deine Dienstmagd, oder wie? Also, Schluss jetzt. Willst du abspritzen oder nicht?“ wurde ich ganz deutlich.

„Ja, schon gut. Dann blas mal erst ein bisschen. Aber schön langsam und nicht gleich fertig machen, ich will auch noch poppen.“ Verlangte er uneinsichtig und legte sich parat.

Dir werde ich helfen, dachte ich, hockte mich neben ihn, beugte mich vor als wolle ich seinem Wunsch nachkommen, verdeckte ihm dabei die Sicht und nahm meine noch eingeölte rechte Hand, griff seinen kleinen Harten und rubbelte so heftig und schnell, das ich mich rasant zur Seite drehen musste, als er sich sofort explosionsartig ergoss.

„Oh, so schnell hatte ich nicht damit gerechnet.“ Bedauerte ich scheinheilig und grinste ihn dabei schadenfroh an.

Als Revanche nahm er sich viel Zeit und es dauerte noch fast 15 Minuten bis der Kerl endlich angezogen und zur Tür hinaus war.

„Bis demnächst.“ Verabschiedete sich der Kunde und forderte frech: „Das nächste Mal machst du das aber nicht so schnell. Okay?“

Es wird kein nächstes Mal geben, dich drei Mal zu ertragen ist mehr als genug, dachte ich stumm und grinste nur verächtlich.

Dass meine Stimmung nach so einem hektischen unerfreulichen Tag im Keller war, könnte sicher jede Frau mit ähnlichen Erfahrungen verstehen, die zwar anlehnungsbedürftig und gefühlvoll war, aber dank unfähigem Bettgefährten unbefriedigt und frustriert zurück blieb. Wen wunderte es da, dass eine solch deprimierte Frau sich sehnlich wünschte endlich einen kuscheligen, gut bestückten Schmusekater mit Erfahrung und sexueller Ausdauer in den Armen zu halten?

Die Rettung nahte auf verrückte ungewöhnliche Art durch Frank mit seinem >Pelztaxi<.

Einige Stunden hatte ich mich ausgeruht, mit fernsehen abgelenkt und zwischendurch auch mal in meine Sex-Profil-Seiten reingeschaut, zwar wollte ich entspannen aber schließlich auch nichts verpassen, denn präsent sein und am Ball bleiben war wichtig.

Als ich sah, dass bei vögeln.de ein lang vergessener Interessent meine Seite besucht hatte, schrieb ich ihn sofort kurz an:

>Hallo- auch mal wieder im Netz? Lange nicht gesehen- hoffe – es geht dir gut? Bussi < Noch ein Kuss- Smilie angehängt und an >Pelztaxi< gesendet. Fertig.

Seine erfreute Antwort kam umgehend und ganz gegen meine Gewohnheit entstand aus reiner Langeweile eine lustig, launige Mail-Unterhaltung, bei der ich einige Details erfuhr. Dass er wöchentlich in einem Pelz-Transporter des Öfteren an meiner Gegend vorbei fuhr, aber mit seinem 40Tonner schlecht von der Autobahn abfahren konnte, obwohl er mich gerne besuchen würde und eigentlich Zeit genug hätte. Spontan bot ich ihm schließlich an, ihn von dem nahen Rastparkplatz abzuholen. Sofort rief er mich an und erklärte, dass es aber Mitternacht werden könne, bevor er die Autobahn-Raststätte nahe meinem Wohnort erreicht hätte, dennoch blieb ich bei meinem Angebot.

Erfreut stimmte er zu, fragte aber: „Erstens müsste ich aber erst bei dir duschen und zweitens müsstest du mich danach aber auch wieder zurück bringen. Geht das?“

Gut gelaunt erwiderte ich: „Erstens, ja klar. Zweitens, nein, zurück musst du laufen. Hi hi hi.“

„Okay,“ verstand er den Spaß und lachte : „ich melde mich sobald ich in der Nähe bin. Freue mich! Bis später!“

Bin ich total verrückt geworden? Dachte ich nachher. War der Tag nicht beschissen genug? Drei Freier, das war schon heftig genug, noch dazu 2 so schleimige unsympathische alte Kerle, die zwar nicht anstrengend aber leider total unfähig waren. Das turnte ja noch mehr ab, als hätten sie mir wenigstens Freude bereitet. Zwar war der Tagesanfang nicht übel, zumindest von Theos Leistung her, aber wirklich genießen konnte ich nichts von alledem. Aber drei Freier an einem Tag blieb dennoch nicht in den Kleidern hängen, schließlich bin ich kein Teenie mehr. Die alten Knochen knackten nach solchen Turnübungen schon bedenklich. Und dann noch den vierten und so spät? Nachtschicht?

Egal, die Kohle mitnehmen beschloss ich und vielleicht ist der Frank auch endlich mal ein kuscheliger netter Kerl mit einem normal großen Männer-Schwanz, der mir zum Tagesabschluss noch einen schönen Orgasmus beschert, hoffte ich in Gedanken.

Seltsamerweise war ich topfit als der Brummi- Fahrer anrief um mir zu sagen, dass er in 15 Minuten den Rastplatz erreichen würde.

„Ok- ich fahre gleich los, aber erwarte bitte keine Strapse und High Heels, damit kann ich nicht Auto fahren. Ich komme im Traini.“ Wies ich ihn auf mein steriles Outfit hin.

„Kein Problem, du sollst ja nicht den ganzen Fuhrpark aufgeilen, und nachher ziehst du ja eh alles wieder aus.“ erwiderte er belustigt.

Natürlich hatte ich mich schon geduscht, geschminkt und gestylt, zog mir schnell einen durchsichtigen schwarzen Spitzen-Body unter den Trainingsanzug, schlüpfte in die Turnschuhe, stellte mir noch die Pumps für später parat, fertig. Zufrieden betrachtete ich das intim beleuchtete, wie üblich vorbereitete Schlafzimmer, dann sauste ich los.

Völlig irre, da fahre ich tatsächlich mitten in der Nacht zur Raststätte um einen wildfremden Freier abzuholen, dachte ich und schüttelte über mich selbst den Kopf. Das darf man wirklich keinem erzählen, was für abenteuerliche Sachen ich altes Huhn veranstalte, kicherte ich amüsiert vor mich hin und musste mir eingestehen, dass ich es spannend fand.

Statt einen riesigen Umweg über die nächste Autobahn-Auffahrt zu machen, nahm ich die verbotene Zufahrt die nur für Versorgungs-Fahrzeuge gedacht war.

Da stand ich nun, sah mächtig viele Lkws in Parkposition stehen und wusste nicht ob das >Pelztaxi< schon angekommen war, kannte weder die Farbe des Trucks noch das Kennzeichen. Wie unüberlegt ich war.

Per Handy lotste der Trucker mich zu seinem riesigen weißen 40zig-Tonner, neben dem ein großer stabiler Mann stand.

00.15 Uhr: Der kuschelige Frank, 41 Jahre, 1,90 m groß und 105 kg schwer, der LKW-Driver war ein blonder, gutmütiger Teddybär, den so leicht nichts aus seiner Ruhe bringen konnte, anpassungsfähig, liebevoll, geduldig und gemütlich, ein Mann zu dem eine Frau sofort Vertrauen fasste.

Als sich der blonde Hüne auf meinem Beifahrersitz niederließ, mir lachend die Hand reichte, war ich angenehm überrascht.

„Hallo Julia, schön dass du da bist, ich bin der Frank!“ sagte er gut gelaunt und das breite Grinsen auf seinem 3Tage-Bart-Gesicht wirkte anziehend, freundlich und vertrauenswürdig.

Während der 10minütigen Fahrt zu meiner Wohnung erfuhr ich dass sein >Pelztaxi< tatsächlich ein Transport für Tierfelle war, mit dem er oft sogar zweimal täglich an meiner Gegend vorbei fuhr.

„Ja und heute ist das schon meine zweite Tour. Aber sag mal, hast du denn so spät noch wirklich Lust auf Sex?“ wollte Frank unvermittelt wissen.

Ich lachte und erwiderte: „Ich bin eine Nachteule und Lust habe ich immer oder zumindest meistens, mein Lieber. Aber heute besonders. Und frag jetzt nicht warum!“

„Warum?“ schmunzelte er, dabei sah ich ihm an, dass er mich flachste. Er hatte wohl keine Antwort erwartet, denn er erzählte locker von seinen Erfahrungen mit einigen Damen die er unterwegs während seiner Job –Pausen besucht hatte und die waren nicht gerade positiv. Aber Frank schien eine Frohnatur zu sein, denn wie er darüber berichtete klang keineswegs negativ, eher belustigt: „Meistens bin ich auf die Nase gefallen, weil die Mädels schlechte Schauspielerinnen sind, an deren Gestöhne man gleich merkt, dass sie wenig Lust haben und nur an der Kohle interessiert sind. Und wenn ich mal eine gefunden hatte, die kein Geld dafür wollte, war das auch ein Reinfall, weil das real entweder dicke oder hässliche Weiber waren, die normal keinen Stecher mehr abkriegen würden. Aber was will man machen, wenn man ständig auf Achse ist und auch mal ein Weib vernaschen will? Da was Nettes zu finden, ist halt nicht einfach.“

Als wir vor meiner Haustür hielten deutete ich an, dass er leise sein möge indem ich meinen Finger auf den Mund legte. Er nickte verständnisvoll, war sich der Nachtzeit bewusst. Leise schlichen wir durchs Treppenhaus.

Oben angekommen konnte ich in der Flurbeleuchtung den gewaltigen Größenunterschied zwischen dem blonden Hünen und mir feststellen, als mich der gutmütige Riese in seine Arme nahm und zur Begrüßung küsste. Dank Turnschuhen reichte ich dem Mann bis kurz unter seine breite Brust, an der ich es recht gemütlich fand.

Wenigstens küssen kann er, dachte ich, sagte aber laut: „So, mein Lieber, hier ist das Bad und dort auf dem Sessel kannst du deine Sachen ablegen, und während du duscht richte ich das Zimmer her. Okay?“ dabei schaltete ich die Badbeleuchtung ein. „Handtücher findest du im Bad-Regal, aber zieh dich erst aus. Bis gleich.“

Während Frank duschte holte ich die Getränke aus dem Kühlschrank und zog ich die Sportkleidung aus. Dann schaltete ich die Musik leise ein und schlüpfte in meine Heels. Auf den Kimono verzichtete ich, sah mich noch einmal im Schlafzimmer um, Beleuchtung stimmte, Bett war gerichtet und Kondome lagen bereit. Fertig.

Gut gelaunt tanzte ich durch den Raum, der dicke Teppich dämpfte alle Geräusche.

Als der stabile Mann nackt, mit ausgefahrenem Glied aus dem Bad kam, betrachtete ich den blonden Teddybär mit genüsslicher Vorfreude. Denn sein Kuss war schon vielversprechend gewesen und sein Schwanz passte zu seiner Körpergröße, groß dick und standfest.

Frank hielt was sein Anblick versprach. Er war geübt darin, mit Händen, Mund und Zunge die empfindsamen Zonen einer Frau zum vibrieren zu bringen. Er streichelte mich vom Hals bis zu den Füßen, tastete sich vorsichtig zwischen den Schamlippen vor bis zur Scheide, während er mit der Zunge über meine Brustwarzen leckte, bis diese ganz hart wurden und er kräftig daran saugte. Ich stöhnte vor Wonne: „Ja, das ist gut. Du bist gut. Oh ja.“

Frank verlangte nichts für sich, schien nur darauf aus zu sein, mir Genuss zu bereiten und ich ließ es mir gerne gefallen, genoss es von dem gefühlvollen Mann verwöhnt zu werden. Seine Zunge erkundete meine intimsten Regionen und seine Ausdauer und Geschick brachten mich von einem Höhepunkt zum nächsten, so dass ich völlig zerlief.

Ich verlor jegliches Zeitgefühl und irgendwann kam auch ich dazu, dem liebevollen Mann etwas zurückzugeben, lutschte und saugte an seinem prallen Schwanz, und hörte an seinem leisen grummeln, dass es ihm gut tat.

Dann gab er mir plötzlich ein Zeichen aufzuhören, griff ein Kondom, riss das Papier auf, stülpte das Gummi über, während er zärtlich murmelte: „Ich weiß ich nicht wie lange ich durchhalte, aber ich kann nicht länger warten, ich muss dich jetzt ficken. Komm- leg dich hin.“

Ohne mich mit seinem schweren Körper zu belasten drang er ganz langsam und vorsichtig in mich ein, füllte mich aus und fragte liebevoll: „Geht es dir gut? Ich tu dir doch nicht weh? Sag was, du süße Frau.“

Ich schüttelte den Kopf, hob das Becken ein wenig an und stöhnte erregt: „Nein- es ist gut. Sehr gut! Du bist gut. Komm fest, stoß mich fest, tief, ja schnell- schneller. Oh ja!“

Sein Rhythmus wurde heftig und schnell, bis er nach kurzer Zeit keuchte: „So geht es nicht lange, dann komme ich gleich, oder wir müssen die Stellung wechseln. Schnell, sag was du willst.“

„Nein, nicht stoppen. Komm, jetzt, zusammen. Spritz, lass es raus!“ feuerte ich ihn an und spürte Sekunden später das Zucken seines Gliedes im Orgasmus.

Als er sich aus mir zurückzog gebot ich ihm: „Leg dich hin, Frank. Ruh dich aus, ich mache alles andere.“ Dabei richtete ich mich auf, griff nach der Papierrolle und entfernte das gefüllte Kondom. Sorgfältig wickelte ich sein Glied in ein Stück Papier ein und stand auf.

„Bleib ruhig noch einen Augenblick liegen, ich gehe nur schnell die Hände waschen.“ Erklärte ich und verließ samt Abfall den Raum. Schnell hatte ich mich des Mülls entledigt, die Hände gewaschen und als ich zurückkam hatte der liebe ermattete Riese die Augen geschlossen. Er schlief.

Ich ließ den müden Driver schlafen, ging hinaus, machte mich frisch, zog mir einen Bademantel drüber und machte mir in der Küche einen Kaffee. Dann setzte ich mich neben den Schlafenden auf das Bett und trank das heiße köstliche Gesöff.

Das Kaffee-Aroma hatte ihn wohl geweckt, denn der müde Krieger fragte plötzlich mit geschlossenen Augen: „So spät noch Kaffee? Kannst du dann gleich noch schlafen?“

„Klar! Das macht mir nichts.“ Lachte ich und fragte: „Willst du auch Einen zum munter werden? Oder was anderes? Wasser, Apfelschorle, Eistee oder Orangensaft?“

Frank schüttelte den Kopf, blinzelte mich an und lehnte sanft ab: „Nein, danke. Lieb gemeint aber zu viel Flüssigkeit für mich. Ich muss noch eine Stunde fahren, dann drückt Kaffee auf die Blase. Und jetzt muss ich auch langsam mal los. Mach mich aber noch schnell frisch, wenn ich darf?“

„Klar!“ genehmigte ich: „ist doch selbstverständlich. Kannst auch noch mal duschen.“

„Nein, so wach will ich nun auch nicht werden. Ich fahre nur noch über den Rhein zum nächsten großen Rastplatz und dann schlaf ich erst mal ein paar Stunden. Ich muss erst am frühen Morgen da sein.“ Erläuterte er seine Route.

Kurz danach brachte ich den Mann zu seinem Truck auf dem Rastplatz. Beim Abschied sagte er: „Danke, schöne Frau. Es war sehr schön. Bei dir war ich zum ersten Mal wirklich zufrieden. Bleib so!“ danach küsste er mich und stieg aus.

Resümee:

Als ich in meinem Bett lag war es kurz vor 2 Uhr in der Nacht und ich war verwundert über den Tag und mich selbst, denn einen solch konfusen, anstrengenden Marathon-Tag hatte ich nie zuvor gehabt. Wie die Profi-Huren das schaffen, jeden Tag so viele Schwänze zu verarbeiten und so viele Hände an und Körper auf sich zu fühlen, war mir ein Rätsel. Ganz zu schweigen von den Gerüchen die sie ertragen mussten, die bei den meisten Kerlen nicht immer angenehm waren, das war in meinen Augen ein harter Job. Zu beneiden waren die sicher nicht und ich fand es auch verständlich, dass der Sex den Frauen keinen Spaß machen konnte. Da hatte ich es ja viel besser. Als Hobby-Hure hatte ich die Wahl und am liebsten dabei auch noch echtes Vergnügen, was aber leider nicht immer klappte.

Eigentlich fand ich es schade, dass der Großteil der Freier nur gebundene, sexuell vernachlässigte (Ehe)- Männer waren, die sich ausgehungert nach Lust und Zuwendung ihre Ersatzbefriedigung erkaufen mussten. Die meiner Meinung nach aber auch an ihrem Elend selbst schuld waren. Nicht nur weil sie in der unbefriedigenden Beziehung ausharrten, aus finanziellen Interessen, weil sie nicht teilen oder keinen Unterhalt zahlen wollten. Oder auch aus Bequemlichkeit, weil sie zu faul waren, neben ihrem Beruf noch die eigene Verpflegung und Versorgung zu bewältigen. Aus diesem gemütlichen Leben entstand dann meist noch das prächtige Übergewicht, was den Männern von ihren klugen Ehefrauen angefüttert wurde, die Kerle aber viel zu dick und völlig unattraktiv für andere Frauen machte. Dahinter lag vermutlich eine hintergründige Absicht der gut kochenden, um das leibliche Wohl des lieben Gatten besorgten, Ehefrauen.

War es da noch ein Wunder, wenn die bezahlten Gespielinnen keine wirkliche Lust empfanden, weil der aus der Übung geratene, viel zu fette, deshalb unbewegliche Kunde, keine echten Gelüste hervorlocken konnte? Dass die Damen froh waren, wenn der Kerl schnell fertig war? Nein!

Ich dagegen war über jeden angenehmen gut riechenden Freier, der auch noch ansehnlich, gepflegt, figürlich fit, sowie ausdauernd und geschickt war erfreut und ließ mich gerne zu Höhen der Lust führen.

Aber 4 Freier an einem Tag, Jeder auf seine Art eine andere Persönlichkeit mit unterschiedlichen, spezielle Vorstellungen und Wünschen, das war mächtig. Und nur bei dem letzten Kunden hatte ich mich echt wohl gefühlt und ich war wirklich befriedigt gewesen. Der Tag hatte sich trotzdem gelohnt. Nicht unbedingt finanziell, denn 2 Kunden hatten einen geringeren Kostenbeitrag eingebracht als normal. Aber dafür war die lehrreiche Erfahrung dieses Tages der ideelle Gewinn für mich.

Aber die Liebe fehlt.

Kurz vor dem Einschlafen kam mir noch die lustige Idee, die Freier mal mit Noten(von 1- 6 wie die Zeugnis-Noten in der Schule) zu bewerten. Nach Ausdauer - Gefühl –Geruch und Leistung.

Also fing ich in mich hinein grinsend an:

Der geile Theo:

Ausdauer = 5 (mangelhaft )

Gefühl = 2 (gut )

Geruch = 2 ( gut )

Leistung = 3 (befriedigend )

Der scharfe Klaus:

Ausdauer = 6 ( ungenügend )

Gefühl = 5 (mangelhaft )

Geruch = 5 ( mangelhaft )

Leistung = 5 (mangelhaft )

Der alberne Kurt:

Ausdauer = 5 (mangelhaft )

Gefühl = 6 (ungenügend )

Geruch = 3 (befriedigend )

Leistung = 6 (ungenügend )

Der kuschelige Frank:

Ausdauer = 2 (gut )

Gefühl = 2 (gut)

Geruch = 2 ( gut )

Leistung = 2 ( gut)

Pralle Eichel

Einleitung:

Die sexuellen und menschlichen Erlebnisse mit den unterschiedlichsten Männern von vielen verschiedenen Gesellschafts- Schichten machten mir in den meisten Fällen Spaß und verleiteten mich dazu die Herren zu bewerten.

Die Mail des Freiers war einfach zu versponnen, nur von sexuellen Fantasien geprägt, so dass ich es als Realitätsfern ansah und nach flüchtigem Überfliegen nur knapp mit einem Smilie und kurzem ok beantwortete. Dass der Kerl über 100 km fahren würde um seine Träume in einem Stündchen zu befriedigen war zwar möglich aber doch eher unglaubwürdig. Trotzdem hinderte mich die Erfahrung, daran, dass sich tatsächlich mal ein Kunde aus der gleichen Gegend den weiten Weg gemacht hatte, den Mail-Kontakt gleich abzuwürgen.

Aber die Ausführungen des Kerls, der sich mit dem Nicknamen >Pralle Eichel< in dem Sex-Forum angemeldet hatte, genauer zu lesen, war mir zuwider. Denn speziell diese Art Mails hasste ich wie die Pest. Ich hatte mittlerweile die globale Erfahrung erworben, dass kurze, höfliche Anfragen, also normale Termin-Vereinbarungen, am zuverlässigsten waren, wenn man bei den Kerlen überhaupt von zuverlässig reden konnte. Die Spanner und Spinner, schrieben ihre sexuellen Fantasien und Wünsche, die sie niemals verwirklichen konnten und auch nicht wollten. Sie vertrieben sich so ihre Langeweile oder geierten nach Anregung um sich selbst zu befriedigen. Vermutlich hatten manche beim Schreiben schon startbereit ihren Steifen in der Hand, um es sich selbst zu besorgen.

Und solchen Geiern dabei behilflich zu sein, in dem ich auf deren Geschmier einging und sie anheizte und vielleicht sogar bis zum Abgang begleitete, fiel mir im Traum nicht ein.

Datum: 0:14

Betreff: Mal ganz ehrlich

war jetzt schon einige Male auf deinem Profil und denke,

dass es ja mal Zeit wird zu schreiben

Deinen/ unseren Vorlieben nach gibt es eigentlich keinen Zweifel,

dass wir zwei uns mal miteinander beschäftigen sollten.

Der Gedanke, dass du 17 Jahre älter bist und auf jüngere stehst,

trifft sich schon mal mit meiner Vorliebe für ältere Frauen

Bei dem Gedanken an deine Erfahrung und deine Lust,

bekomme ich ne wunderbare Schwellung - und da du Beschnitten

sexy findest , hast du bestimmt deine wahre Freude, wenn du meinen

Schwanz in deinen Händen hast und wir uns zusammen darum kümmern, ihn für dich immer härter und praller werden zu lassen - und während du ihn mit deinen beiden Händen feste umgreifst und mir das geile Gefühl bereitest ihn dir mit pochender glänzender Eichel zur freien Verfügung anzubieten - können wir das liebend gerne mit facesitting verbinden - würde mir sooooooooooooooooooo

gerne mal lecker glatt rasierte Schamlippen mit ordentlich Druck

übers Gesicht Schieben lassen - und je länger mein Schwanz schön hart ist umso lieber - das geile pralle Gefühl ist irgendwie umso geiler umso länger es anhält - bis es dann irgendwann im Spermazucken langsam nachlässt -

Wann ich komme ? Gute Frage am liebsten natürlich sofort

Gruß aus Koblenz

Als nach meiner lapidaren Antwort dann weitere Mails in ähnlichem Jargon kamen, begutachtete ich den Verfasser auf seinen Fotos und musste mit widerstrebender Bewunderung zugeben, dass der Typ sicher eine künstlerische Ader hatte. Es waren zwei sehr interessante ungewöhnliche Aufnahmen, von der Perspektive bis zum Style, auf denen der Betrachter allerdings sofort sehen konnte, dass der Kerl Mut zur Hässlichkeit hatte. Weil ich weiterhin an der Verwirklichung seiner Idee zweifelte, war mir letztlich seine äußere Erscheinung egal. Aber er gab keine Ruhe mehr, schrieb mir mehrmals täglich seine schwülstigen Gedanken und Auswüchse.

Ich blieb bei meinen kurzen Antworten, die sich auf eine schwammige Entgegnungen beschränkten, wie: gerne- heute geht leider nicht- okay mach das- schön, vielleicht bis bald- in den nächsten Tagen?

Es schien ihm aufzufallen, dass ich ihn nicht ernst nahm, denn er wurde deutlicher.

RE: RE: JA , ich will ein geiles Date

Du... das ist mir eigentlich sogar ganz recht !

Habe nämlich etwas wenig geschlafen und muss oder würde gerne heute Abend was arbeiten um das fertig zu bekommen -

Es geht da um die Gestaltung und Bemalung einer Zahnarztpraxis.

und der Zahnarzt würde gerne noch vor Pfingsten die Rechnung bekommen und bezahlen. Wir beide können das auch an jedem anderen Tag diese Woche machen – und mir ist es recht, wenn ich mich da ein bisschen nach dir richte

Am besten dann, wenn du am Geilsten bist

Der Kerl hatte den letzten Knall nicht gehört. Welch ein Ansinnen. Als ob ich mit einem Thermometer meine Geilheit ablesen könne wie den Grad meiner Körperwärme. Maler? Ein ganz primitiver Anstreicher? Oder ein überdrehter Künstler? In seiner Gegend schienen die Zahnärzte auch bescheuert zu sein, oder weshalb drängte dieser Zahnklempner sich danach seine Knete so schnell los zu werden? So ein Blödsinn! Und was ging mich das an? War ich am Gewinn beteiligt ohne es zu wissen? Gerne doch, mein Junge- schaff ran die Flocken, amüsierte mich sein Geschmiere zunehmend mehr.

RE: RE: JA , ich will ein geiles Date

Du solltest wissen, dass ich seit über einem Jahr sehr selten

Sex hatte und die wenigen Male waren auch nicht an.

Da kommt es jetzt auf ein zwei Tage nicht an :)

Brauche keinen Sex weil ich notgeil bin

Ich will Sex, weil ich Lust habe und ich will guten

und geil versauten Sex

Erzähl weiter mein Öpferchen, vielleicht interessiert mich das auch nicht, ob du guten oder schlechten oder gar keinen Sex hast. Wenn du mich besteigen willst, musst du nur tief genug ins Futter greifen, dann bin ich so geil du mich haben willst. Wenn die Kasse stimmt werde ich auch geil bei dem hässlichsten Kerl unter der Sonne. Nur sauber muss er sein, die Kohle dafür rausrücken und wenn er dann noch weiß was er tun muss, könnte es auch noch zu meiner Befriedigung führen. Nicht übel, wärmte mich die Vorstellung langsam an.

Er schwärmte nicht nur von sexuellen Erfahrungen und Praktiken, er schien auch noch ein außergewöhnliches Erlebnis bei mir zu suchen und prahlte mit seiner Individualität. Nun gut, er sollte die Gelegenheit bekommen, oder Farbe bekennen falls er nur geschätzt hatte. Also schlug ich den nächsten Nachmittag vor, ohne von seinem Erscheinen überzeugt zu sein. Wenn ich geglaubt hatte, damit meine Ruhe zu haben, irrte ich mich gewaltig. Seine zustimmende Antwort kam umgehend.

RE: RE: RE: RE: JA , ich will ein gei...

Morgen ist gut - Ich will auch -

Will glattrasierte und geil geschwollene Schamlippen vor meinem Gesicht und lecken - .besser noch ich will, dass ich sie lecken soll

und du sie mir in mein Gesicht drückst

bis ich nur noch will deine geil zuckende Vagina

im ganzen Gesicht zu spüren

Schon wieder einer der gerne gesiebte Luft aus der Grotte einsaugt? Okay mein Junge, ich werde auf dir sitzen bis du um Gnade bettelst, weil du sonst in meinem Saft ersäufst. Da hoff ich nur, dass du ein Kellerkind bist und dich mit feuchten Gebieten auskennst, und nicht an der falschen Stelle rumnuckelst. Denn du kannst sicher sein, dass ich dich fest zwischen meine Schenkel klemme, als lägest du in einem Schraubstock, so dass du das Vibrieren jedes einzelnen meiner Nerven spüren wirst. Wenn du es schaffst, mich echt zu mehren Höhen zu führen, wirst du Orkanartige Ergüsse erdulden müssen, ja Erdbeben erleben können.

Ich versprach ihm gedanklich Himmel und Hölle zugleich.

Es wurde mir trotzdem zu langatmig, ich ließ ihn dennoch weiter schreiben, schickte ihm immer nur ein Smilie, als Bestätigung für den Empfang seiner geistigen Ergüsse.

: JA , ich will ein geiles Date

Auch sehr geil wäre es, wenn wir uns zu Beginn ne Flasche Sekt aufmachen und uns einfach noch mal mit etwas Schaum gegenseitig gründlich rasieren bis wir kein einziges Härchen mehr spüren. Mag ich - find ich geil - macht geil - und wird uns beim Lutschen bestimmt gefallen wenn alles glatt und lecker ist.

Du hast ja keine schlechten Ideen, mein Kleiner. Aber ich werde dir weder das Eine noch das Andere Werkzeug in die Hand geben, dass du damit an mir rumbasteln kannst. Aus dem Doktor-Spiele-Alter sind wir schließlich schon länger raus. Außerdem ist mir das viel zu gefährlich. Ich gebe doch keinem Freier ein Mordwerkzeug in die Hand und lege auch noch mich parat hin, zum sezieren. Aber träume nur weiter, vielleicht geilst du dich schon vorab daran auf. Solange das alles nur Fantasien sind, kannst du mir schreiben woran du Spaß hast. Falls du mir irgendwann in die Hände gerätst, wirst du sowieso nach meiner Pfeife tanzen. Nicht so wie du willst, ganz sicher nicht! Hier, bei mir bestimme ich wohin und wie weit die Story geht. Dachte ich nur und schrieb ihm global: schaun wir mal.

RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE...JA...

Na gut - die Stiefel und darüber ein Hemd wär doch gut. Das könntest du ganz einfach von dir gleiten lassen oder im Sitzen einfach vorne aufmachen um mir deine Schamlippen zu zeigen und mir zum Lecken anzubieten.

Der Kerl schien nichts anderes zu tun zu haben, als von mir zu träumen und sich immer neue sexuelle Varianten auszudenken. Wenn er wirklich einer geregelten Arbeit nach ging, wann malerte er denn mal bei dem Zahnarzt? Angeblich nachts? Malte er gar die obszönen Bildchen seines Kopfkinos an die Praxiswände? Eine verworrene Geschichte. Vermutlich war er im realen Leben arbeitslos und vertrieb sich sein langweiliges Dasein mit diesen Schmierereien. Musste denn ausgerechnet ich das Opfer seine sexuellen Obsessionen sein? Warum? Wie kam ein so entfernt lebender Freier denn nur auf mich? Schließlich war ich dann doch noch auf den Verrückten eingegangen, und hatte ihm geschrieben, dass ich ihm nicht halb angezogen die Tür öffnen könne, er deshalb anfangs auf die Stiefel verzichten müsse.

RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: JA , ...

War nur so eine Idee -

schlimm fänd ich das sicher nicht - aber mach du das mal, wie du denkst - Du bist die Gastgeberin ,die Ältere und darfst daher gerne auch ein bisschen dominant sein - auch wenn ich nicht

wirklich devot bin! Aber ich bin nicht so der Macho, der dich direkt nimmt, und den Schwanz reinschiebt.

Dann hatte mich nach seinem Namen erkundigt. Sein Name war Ronald, wenigstens kein alltäglicher Name. So schrieb ich ihn erstmals persönlich bezogen an: > mein lieber Ronald, dein Interesse an mir in allen Ehren- obwohl ich anbetracht der nicht eben geringen Entfernung doch meine Zweifel habe- aber es ist jetzt wirklich an der Zeit klar Schiff zu machen- denn ich habe keinen Bock auf endlose Mailerei- mach einen Termin- Komm morgen- oder lass es sein- Bussi

RE: RE: RE: RE: JA , ich will ein gei...

JA !!!!!!!!!!!!!!!!!!! Will auch keinen abgangslosen Mailverkehr! Hättest du gesagt Komm, hätten wir gerne in 2-3 Stunden

aneinander rumlutschen können. Aber dann machen wir dem ebenen Morgen nachmittags?

In der Annahme nun einen neuen Fisch an der Angel zu haben, kam mir plötzlich die Erinnerung an Jens, den Pharma-Berater aus Koblenz, Nickname Fisch 001, die eigentlich recht angenehm war. Jens hatte mich 2-mal beehrt, und das obwohl er hier keinen beruflichen Kontakt hatte. Er kam extra meinetwegen, um mich zu befriedigen. Wenn sein Penis nicht so niedlich gewesen wäre, hätte er das sogar schaffen können, denn die Vorarbeit war sehr anregend, nur das Finale etwas verkrampft. Bei seinem kleinen Kinderpimmelchen hatte ich krampfhaft den Vaginal-Muskel zusammenkneifen müssen, damit ich wenigstens etwas von seinem verzweifelten Gerammel spürte, das nicht einmal eine Minute dauerte. Dennoch bekam er einen so ausgeprägten, lang andauernden Erguss dass er sich himmelhoch jauchzend bedankte und mich tatsächlich ein zweites Mal besuchte. Leider war die Rammelei für mich ohne genüssliches Endergebnis.

Als Ronald mir dann auch noch mitteilte, er käme mit der Bundesbahn, sich nach der Entfernung von unserem Bahnhof zu mir erkundigte, war ich so genervt, dass ich ihm am liebsten abgesagt hätte. Ich befahl ihm, mich vor Abfahrt anzurufen und hakte ihn gedanklich endgültig ab.

Umso mehr überraschte mich sein Anruf am nächsten Mittag. Er sei gegen 14 Uhr bei mir, sagten er und die Hintergrund- Geräusche vorbeifahrender Züge bestätigten sein Vorhaben. Tatsächlich schien der versponnene Maler mit der kuriosen Sex- Fantasie Wort zu halten und schon unterwegs zu mir zu sein.

Nun war ich endgültig gespannt auf seine Pracht-Eichel. Er pries sein Genital schließlich in seinem Profil sowie in seinen Ankündigungen und Versprechungen als wahres Wunderwerk der Natur an, als habe er bei der Größen-Verteilung eine Riesen-Portion Schwanz, mit einem gewaltigen Kolben als Krönung, mitbekommen.

Wenn die Größenangaben in seinem Steckbrief richtig waren und der Knabe bei 1,70 m Körpergröße und 65 kg Gewicht einen 20Zentimeter - Phallus mit sich herum trug, war das sicher ein gewaltiger Luststab. Vorausgesetzt er konnte damit umgehen. Die Angaben über seine sexuellen Vorlieben lasen sich für mich zu sehr nach Sado-Maso, womit er bei mir auf energischen Widerstand stoßen würde. Augen verbinden, Fesselspiele und FFM kämen für mich absolut nicht in Frage. Niemand könnte mich dazu bringen mich fesseln zu lassen oder meine Augen zu verbinden, wehrlos zu sein war nicht bezahlbar. Wobei der Dreier mit einer zweiten Frau noch das harmloseste war, was er bevorzugte, ich aber ebenfalls ablehnte, weil ich keinen Bock auf Pflaume lecken und Titten lutschen hatte. Bi musste man dafür sein, und das bin ich absolut nicht. Für Sex brauchte ich einen Mann- oder vielleicht auch mal zwei? Keinesfalls ne Tussi!

Allerdings sahen die restlichen Neigungen schon annehmbarer aus. Denn außer Facesitting –Schamlippen, Oral und Vorspiel mochte Ronald auch noch Tantra-Massagen. Das sah doch entgegenkommend aus. Aber Hallo? Wo stand den poppen? Tatsächlich nirgendwo! Was? Das war aber gegen meine Vorstellung von gutem zufrieden stellendem Sex. Ohne Ficken? Nee- nee? Das gehörte als krönender Abschluss dazu, sonst könnte ich ja gleich mit nem Weib fummeln. Nein- ohne vögeln nur in Ausnahme-Fällen. Wenn der Kerl zu unbeweglich war, weil er zu fett war, sich deshalb auf den Rücken legte und ich mir beim rammeln die Gelenke verrenken würde. Oder wenn er mir stank- manchmal im wahrsten Sinne des Wortes. Dann verzichtete ich gerne auf den schweißtreibenden Abschluss, und rubbelte ihn mit der Hand.

Na das würde ich mit dem Pracht-Knaben aber mal gleich klären. Schließlich ging es nicht nur nach des Freiers Nase, auch wenn ich darin geübt war, ihm diesen Eindruck zu vermitteln.

Ronald stand auf ältere Frauen, obwohl er sich über die Größe unseres Altersunterschiedes von 27 Jahren nicht bewusst war, was ihm aber letztendlich vermutlich noch reizvoller erschienen wäre. Denn er war Künstler und entpuppte sich als schrulliger – wahrhaft überdrehter unruhiger Geist, auf ständiger Suche nach dem Besonderen. Für einen Mann sehr klein und schmal in zerrissenen Jeans und knautschigem Flattershirt, ausgetretenen alten Turnschuhen und mit einem vollgestopftem Rucksack auf dem Rücken sah er aus wie ein müder schmuddeliger Tramper auf dem Jakobsweg, oder einem Clochard der die Nacht unter der Brücke gepennt hatte. Als er mich mit wässrig-blauen Augen ansah dachte ich: bei der Verteilung der Schönheit hat das Männlein leider vergessen sich zu melden. Aber unwichtig, ich wollte ihn schließlich nicht heiraten und beim Sex machte ich eh meist die Augen zu, schaltete das berühmte „Kopfkino“ ein und verzog mich in meine eigene Fantasie-Welt, die je nach Feingefühl und Sachkenntnis des Freiers erfolgreich schön oder fade und langweilig sein konnte.

„Kommst du von der Arbeit?“ konnte ich mir nicht verkneifen ihn mit Ironie zu empfangen, anstatt meiner sonstigen entgegenkommenden –vertraulichen Umarmung mit Kuss-Begrüßung, damit die Befremdung sofort vorbei war.

Meine Mimik hatte er wohl richtig gedeutet, denn er ging etwas auf Abstand als er erwiderte: „Klar, ich hab die ganze Nacht, bis elf heute morgen durchgearbeitet, sonst hätte ich nicht kommen können. Hatte ich dir doch geschrieben, dass ich die Arbeit fertig machen musste. Aber keine Panik- Süße, du hast doch ne Dusche, oder?“ grinste er und ging einfach an mir vorbei ins Schlafzimmer. „Ich habe alles dabei“, sagte er, stellte seinen Rucksack auf den Boden und packte eine Kulturtasche aus. „ Sogar ein Handtuch. Wo ist das Bad? Ach da ist es ja. Ich darf doch mal? Bis gleich!“ grinste der freche Kerl und zog die Badezimmertür hinter sich zu.

Ich war sprachlos, völlig perplex. Sachen gibt’s, unmöglich, dachte ich und setzte mich aufs Bett mit Blickrichtung Bad. Was blieb mir übrig? Ich wartete.

Als er nach gut zehn Minuten im Slip mit nassen Haaren die Tür öffnete, sah er zwar frisch aus, aber schöner war er dadurch keineswegs. Mit dem kleinen Kopf, den lichten feuchten Strähnen seiner blonden Haare und der leichten Hakennase glich er einem nassen Vogel. Ein Habicht nach nem kräftigem Regenguss, dachte ich belustigt und mein Ärger war verflogen.

Durch die Türöffnung sah ich seine restliche Kleidung ordentlich zusammen gelegt auf einer Badematte liegen. Seinen Kulturbeutel hielt er in der einen und eine Sektflasche in der anderen Hand, stellte beides auf meiner Kommode ab und befahl: „Bin soweit, hol mal Gläser. Ich muss mal erst was trinken.“

Ich erwachte aus meiner Lethargie, baute mich vor ihm auf, so dass ich ihn mit den hohen Pumps überragte und forderte gelassen: „Gib mal erst die Kohle mein Schatzi. Dann kannst du Forderungen stellen. Wo sind wir denn hier?“

Er lachte amüsiert, der Ton schien ihm zu gefallen, dann holte er zwei Hunderter aus der Tasche und fragte gelassen: „Ist doch genug für 2 bis 3 Stunden?“

„Das glaubst du nicht im Ernst mein Lieber? Ich komme dir zwar entgegen, das ist klar, aber so doch nicht. Da leg mal schön noch was zu. Duschen kostet auch, heißes Wasser ist teuer, also geh mal etwas tiefer ins Futter.“ Widersprach ich energisch und dachte an die lange Dauer mit Abneigung. Wie sollte ich bloß 3 Stunden mit diesem Verrückten ertragen? Ich mochte zwar keine Quickies, weil ich mich ungern beim Sex auf die Uhr konzentrierte und auch keinen schnellen Durchlauf hier im Haus haben wollte, aber mehr als eine Stunde mit einem Freier verbringen zu müssen, empfand ich als Tortur. Aber die Knete war das beste Argument.

„Okay, ist kein Problem Baby. Hier, noch ein Fuffi, dann ist aber gut, sonst reicht mein Bares nicht mehr für meine Heimfahrt. Also, nun mach und hol die Gläser. Ich hab Durst!“ gab er sich schmunzelnd großzügig.

Irgendwie fühlte ich mich nicht ernst genommen, trollte mich aber trotzdem widerspruchslos in die Küche, wo ich erst schnell die Scheine in Sicherheit brachte und dann das Öl erwärmte.

Als ich ins Schlafzimmer zurück gehen wollte, öffnete sich die Küchentür und hätte mir fast die Nase platt gedrückt.

„Hey du, was soll das? Sei nicht so frech! Hier ist mein Privatbereich. Eingang verboten! Oder was denkst du warum die Tür geschlossen ist?“ schimpfte ich erbost und schob ihn zurück in die Diele, dabei schloss ich den verbotenen Zugang wieder.

„Gott oh Gott, top secret? Stell dich mal nicht so an, ich wollte nur die Gläser holen. Ich verdurste. Hab schon nen trockenen Hals.“ Maulte er, ging aber zügig zur Kommode zurück.

Natürlich war er auch noch zu ungeschickt den Sekt zu öffnen.

„Mann, Ronald, pass mal ein bisschen auf, so geht der Sekt doch hoch!“ mahnte ich Kopfschüttelnd als ich sah wie grob er an dem Korken rubbelte und griff nach der Flasche. „Gib mal her, da muss die Fachfrau ran. So viel Schampus-Pullen, wie ich schon aufgemacht habe kannst du nicht mehr trinken. Der ist ja Pipiwarm. So kann man den doch nicht trinken.“ War ich mir sicher, als ich die Flasche vorsichtig öffnen wollte.

„Ist doch kein Problem“, widersprach der komisch nasse Vogel, hielt mir sein Glas hin und sah mir gespannt zu wie ich den Korken vorsichtig hin und her ruckelte.

„Wird man doch gleich besoffen! Warmer Sekt, igitt!“ schüttelte ich mich angewidert. „Den sollten wir mal besser ne Weile kalt stellen.“

Trotzig bestand der Durstige auf seinem Recht: „Nein, brauch ich nicht. Mach endlich auf- du Fachfrau. Ich trink den auch so, der muss nicht eiskalt sein.“

Dieser Mensch machte mir mein ganzes System kaputt mit seinem dämlichen schlabberig warmen Gesöff. Eigentlich kann ich doch froh sein, dass er sich mit dem sauren Saft beschäftigt, hab ich noch Pause dachte ich.

Deshalb goss ich sein Glas voll und hätte gerne auf das Getränk verzichtet, aber er bestand darauf: „Nix da- drücken gibt’s nicht. Wenigstens ein kleines Glas musst du mittrinken. Stell dich nicht so an.“ Sagte er, nahm mir die Flasche aus der Hand und füllte mein Glas.

Noch mit der Flasche in einer Hand schüttete Ronald das Zeug mit einem Zug runter, während ich nur vorsichtig an dem lauwarmen Sekt nippte. Bah, pfui, billiger trockener Sekt, der war mir viel zu bitter, für meinen sachkundigen, verwöhnten Gaumen, ekelhaft! Der Durstige füllte sein Glas sofort wieder. Ihm schien es zu schmecken. Sicher war er nichts Gutes gewöhnt.

Dieser Mann hatte es spielend geschafft mein normales Konzept abzuwürgen und das gefiel mir nicht besonders. Irgendwie hatte er die Führungsrolle übernommen, so dass mir nichts anderes übrig blieb als abzuwarten wie es weitergehen würde. Ich setzte mich auf den Rand meines Bettes und betrachtete das dünne Kerlchen. Schon rein optisch war er absolut nicht mein Fall. Das Kerlchen war zu klein und zu mager, da bestand beim Poppen Verletzungsgefahr, durch die spitzen Hüftknochen. Durch seine bunte locker sitzende kleine Unterhose sah ich nichts von dem angeblichen Riesen-Lümmel, auf den ich eigentlich gespannt gewesen war. In diesem Augenblick war meine Neugierde alleine deshalb total verschwunden, weil die ganze Anfangsphase so völlig aus dem Ruder gelaufen war.

Schon bei seinem Anblick war ich so enttäuscht, dass ich ihm am liebsten den Zutritt verweigert hätte und deshalb die normale Begrüßung einfach fallen gelassen hatte. Ich hatte zwar keine Schönheit erwartet, das ging nicht aus seinen Profilfotos hervor, aber die zerrissene, verschlissene Optik seiner Bekleidung, die dünnen Haare, durch die seine Schädeldecke leuchtete, das runzelige Gesicht mit den eingefallenen Wangen und die Raubvogel-Nase, hatten mich zur Abwehr verleitet. Der verschleierte Blick aus seinen großen wasserblauen Augen setzte meiner Ablehnung die Krone auf. Woran erinnerte mich dieser Ausdruck in seinen Augen?

Die Bewegung neben mir ließ mich zusammen zucken. Ronald hatte sich neben mir aufs Bett geworfen, mit dem halb vollen Glas in der Hand. „So, Baby, leg mal los!“ forderte er grinsend.

„Was? Womit soll ich loslegen?“ fragte ich verständnislos.

„Na, mit der Show! Du preist doch deine Leistungen bei vögeln so hoch an, als wärest du die heißeste Braut auf unserem Planeten. Lets go, leg mal nen geilen Strip hin, come on, Babe!” lachte er und rekelte sich so genüsslich, dass die warme Brühe im Glas überschwappte.

„Hey, du Spinner! Pass auf! Mann, bist du schon von den paar Tropfen so besoffen, dass du mir das Bett bekleckerst?“ maulte ich aufgebracht.

Ronald winkte ab, wischte sich über den Bauch und flachste: „Bleib cool, Honey, alles okay. Mein Bauch wollte auch ein Schlückchen.“ Grinste er breit, dabei leckte er seine Finger ab.

Als ich seinen glasigen Blick sah, ging mir ein Licht auf, erbost warf ich dem Verrückten vor: „Du bist zugekifft! Jetzt weiß ich’s endlich, was mich direkt an deinem Augenausdruck so gestört hat. Das glaub ich ja jetzt nicht! Kommst hier hin, voll auf Drugs? Deshalb bist du auch so kess. Nein frech bist du. Nee mein Lieber, nicht mit mir! Du kannst dich mal gleich wieder anziehen, ich ruf dir ein Taxi und das war es dann mit uns beiden. Da hab ich gar keinen Bock drauf, mit nem Kiffer zu vögeln. Nee, die Sache ist gelaufen, bevor sie begonnen hat!“ Wollte ich energisch die Sitzung abbrechen.

Ganz geknickt richtete sich der Beschuldigte auf und bat demütig: „Ich wollte doch nicht frech sein, Julia. Sorry, wenn das so rüber kam. Nur ein bisschen locker und lustig wollte ich mit dir umgehen. Aber ich habe echt nur letzte Nacht ein klein wenig genommen, weil ich doch die Malerarbeit fertig kriegen musste. Die letzten zwei Wochen habe ich deswegen kaum geschlafen. Weil der Zahnarzt nicht schließen wollte habe ich die Arbeit bei Nacht gemacht. Und gestern wurde es besonders lang, bis heute morgen um 7 Uhr. 12 Stunden habe ich durchgemacht, weil ich doch deinetwegen die Kohle haben brauchte. Komm, gib mir ne Chance, ich bin auch ganz brav!“ bettelte er, dabei stellte er sein Glas vorsichtig auf den Nachtschrank.

Widerwillig schmunzelte ich über seinen komisch- betretenen Gesichtsausdruck, konnte mich aber nicht so schnell geschlagen geben. Ich wollte nicht nachgeben, aber auch das Geld nicht wieder rausrücken wollte, was er sicher verlangt hätte. Während ich noch überlegte sah Ronald wohl seine Chance, er schmeichelte mir: „Ehrlich Julia, das war wirklich gestern vor der Arbeit. Und das liegt jetzt schon fast 20 Stunden zurück. Die Wirkung ist längst verflogen. Ich finde dich so toll, deshalb habe ich doch extra den weiten Weg gemacht, jetzt schick mich nicht weg. Bitte! Mir geht es nicht um die Kohle, die schenk ich dir, egal wie du dich entscheidest, aber ich wollte dich so gerne verwöhnen. Gönn mir das doch, bitte!“

Mein Blick streifte die Glas- Uhr auf der Kommode, es waren schon 40 Minuten von seiner Zeit um. Dieser Vorteil stimmte mich milde. Aber hauptsächlich seine Großzügigkeit, dass er keine Rückzahlung wollte beeindruckte mich am meisten. Nein, sie beschämte mich, deshalb gab ich mich gnädig: „Okay, ich will dir mal glauben. Ich will dich nicht abzocken. Also, leg dich, mach es dir wieder bequem.“ Erlaubte ich ihm dann in meiner unendlichen Güte.

Dann ging ich gelassen zum Radio, schaltete die Musik ein und ließ langsam den Kimono von den Schultern gleiten, während ich mich rhythmisch zu der Schmusemusik bewegte.

>Lady in red< erklang der sanfte Song, in dem von Rotlicht durchfluteten Zimmer, während ich mich Zentimeterweise im Takt entkleidete.

Die Blicke des Beobachters fraßen mich förmlich auf, was mich wieder versöhnte und gleichzeitig meinem Ego sehr gut tat.

Plötzlich bemerkte ich dass sich Ronalds Schlabber- Unterhose verdächtig bewegte, sich im Genitalbereich zu einem kleinen Zelt steil aufrichtete.

Ich grinste zufrieden, zog genüsslich das schwarze Spitzenhemdchen runter und beförderte es mit elegantem Schwung mit dem Fuß in Richtung Stuhl. Dann drehte ich dem gespannten Zuschauer meine Rückseite zu und streifte mit aufreizend langsamer Geste und wiegendem Hinterteil meinen kleinen Slip runter, wobei ich mich tief bücken musste. Nachdem ich das Mini-Höschen ebenfalls dem Hemdchen hinterher geworfen hatte, drehte ich mich mit süffisantem Lächeln wieder dem Mann zu und leckte provokant über meine Lippen. Nur noch mit schwarzen halterlosen Strümpfen und den schwarzen High Heels bekleidet, blieb ich breitbeinig auf der Stelle stehen und bewegte meinen Unterleib in verführerischen Bewegungen, wobei ich sanft über meine Brüste streichelte.

Seine Augen hefteten sich auf das kleine Tattoo auf meinen Schamhügel und ich hatte den Eindruck, dass er fast vor Geilheit sabberte. Sein Atem ging deutlich schneller, als er mit belegter Stimme sagte: „Komm her, du geiles Luder. Jetzt hast du mich heiß genug gemacht. Mein Schwanz steht wie ne eins. Komm, pack ihn aus, bevor er den Stoff zerreißt, er wird dir gefallen!“

„Wirst du schon wieder übermütig, mein Kleiner? Oder was sind das wieder für große Töne? Aber okay, dann zeig mir doch mal dein prachtvolles Super- Teil, was du so angepriesen hast.“ Forderte ich den Angeber auf, bewegte mich mit einem Schritt zum Bett und griff nach seinem stramm gespannten Slip.

Wir zogen beide gleichzeitig den überflüssigen Stoff nach unten. Ronald von hinten, ich von vorne und was sich mir präsentierte war nichts Besonderes. Ich hatte schon größere, dickere, mächtigere Schwänze gesehen, war aber nicht überrascht, weil ich mir schon gedacht hatte, dass der kleine Mann gerne maßlos übertrieb. Immerhin war sein Penis beschnitten, von normaler Größe und der Kopf etwas dicker, so dass sein Glied für seine geringe Körpergröße nicht gerade winzig wirkte. Aber von Pracht- Eichel und Super-Phallus konnte wirklich keine Rede sein.

Ich blieb human, wollte ihn nicht kränken, deshalb sagte ich mit Bewunderung in der Stimme: „Donner und Doria, der ist ja wirklich nicht zu verachten. Lecker!“

Das war ein Fehler, denn Ronald nahm mich wörtlich und verlangte: „Ja? Findest du? Dann probier ihn doch gleich mal. Lutsch mal dran!“

„Hey- du, mal langsam mit den jungen Pferden!“ widersprach ich sofort grinsend. „Hattest du nicht selbst eine ganz andere Reihenfolge vorgesehen? Mir was von leicht devoten Ambitionen geschrieben? Wolltest du dich nicht nach meinen Wünschen richten? Also, bleib mal bei den Versprechen, mit denen du mich tagelang zugetextet hast. Und leg dich jetzt hin.“ Befahl ich streng.

Er verzog schmollend den Mund und erwiderte zögernd: „Ja, ja, ist schon in Ordnung. Das Facesitting. Klar, will ich auch, aber ich muss erst noch mal was trinken. Dauert ja nur nen Moment, und ich dachte in der Zeit könntest du ja schon mal ein bisschen um meinen Schwanz kümmern. Ja, ist schon gut, guck mich nicht so böse an, ich sag ja schon nix mehr. Du bist die Hausherrin, du bestimmst.“

Der Kerl nervt echt, dachte ich und sah ihm beim trinken zu. Aber kann mir ja nur recht sein, so lange er nur ans saufen denkt und nicht an mir rum macht, vergeht seine Zeit ohne dass er mich belästigt.

Schwungvoll stellte der Trinker das geleerte Glas auf die Glasplatte des Teewagens, so dass ich deren Bruch befürchten musste.

„Mann oh Mann, Ronald- sei mal nicht so hektisch. Du ruinierst mir noch meine schöne Einrichtung.“ Tadelte ich den Grobian ärgerlich.

„Schön?“ lachte er auf und meinte verächtlich. „Geht so! Schön liegt im Auge des Betrachters. Für mein Künstler-Auge ist das nicht ganz stimmig, eher zusammengewürfelt.“

„Danke! Sehr freundlich.“ Fühlte ich mich beleidigt. „Da bist du aber der Erste, dem mein Schlafzimmer nicht gefällt. Eigentlich dürftest du doch nicht auf Null acht fünfzehn Einrichtungen stehen. Ausgerechnet als Künstler. Kaum zu glauben.“ Schüttelte ich den Kopf.

„Nee, für Karo einfach hab ich nichts übrig, ich bin Maler. Aber hier passt halt einiges nicht zusammen. Dein Style ist schon individuell und neu und alt gemischt ist zwar modern, aber zum Beispiel diese schrecklichen Kleiderschränke, nee, die sind alles andere, nur nicht schön.“ Zerstörte er den Rest meiner Sympathie, die für ihn noch übrig war.

Auf dem Rücken lang ausgestreckt verlangte der Frechdachs dann: „So, dann klettere mal hier rauf, Mutter. Schieb mal schön deine geilen Schamlippen über mein Gesicht. Ich leck dich wund, bis du um Gnade flehst!“ Dabei rieb er an seinem Penis und sah mich mit gierigem Blick an.

Ironisch grinsend dachte ich, wenn du wüsstest, wie recht du hast. maßregelte ihn aber streng: „Hallo? Mutter? Sei froh, dass ich die nicht bin. Ich hätte dir öfter mal die Hosen stramm gezogen. Dann sähest du jetzt anders aus.“

„Geil!“ flachste er. „Wäre mein Schwanz dann noch unempfindlicher gegen Reibung, weil du ihn so oft an deinem Knie gescheuert hast?“

Dem unverschämten Kerl war nicht beizukommen: „Musst du eigentlich immer das letzte Wort haben, du Lümmel?“ fragte ich und wusste nicht ob er mich mehr amüsierte oder ärgerte. „Also komm, beim Facesitting wird dir endlich mal der freche Mund gestopft!“ versprach ich mehr mir selbst und kletterte über ihn mit dem Gesicht zur Wand.

„Nee, doch nicht so!“ protestierte der Maler sofort. „Dreh dich anders herum, damit du an meinem Schwanz lutschen kannst.“

Energisch widersprach ich: „Also nun ist es gut, Ronald! Wenn du willst dass ich blase, dann ändern wir die Reihenfolge. Mann oh Mann, du nervst aber wirklich. Hast du nicht eben noch gesagt dass ich bestimme? Was denn nun? Ich hasse die 69 Stellung. Das ist dann auch kein richtiges Facesitting, wenn ich dabei blasen soll. Der Reihe nach, nicht alles gleichzeitig. Wir haben doch Zeit, oder musst du deine Bahn kriegen?“ konnte ich mich nicht beherrschen dem Kerl die Marschrichtung vorzugeben.

„Okay“, maulte er und blieb endlich ruhig liegen.

Genüsslich ließ ich mich auf seinem Gesicht nieder und setzte mich absichtlich fest auf seinen Mund, wobei ich darauf achtete, dass seine Nase zum atmen frei blieb. Mit siegessicherem ironischem Grinsen hockte ich auf seinem Gesicht wie eine Glucke auf ihrer Brut.

Anfänglich zart und zaghaft, aber tatsächlich genau an der richtigen Stelle, massierte seine Zunge meine Klitoris.

Es dauerte eine ganze Weile bis ich mich von dem anstrengenden, nervenden Gerangel so weit abgeregt hatte, dass ich mich auf seine nicht ungeschickte Zungen- Massage konzentrieren und dann auch genießen konnte.

Allerdings wurden bald meine Beine schwer, zitterten die Knie, weil ich ungewohnt lange in der knienden Haltung über dem Mann hockte. Seine Ausdauer war bewundernswert. Die richtige Stelle fand er leider nicht immer, so dass ich mir bald keinen Spaß mehr machte und ich mich über die unnötig verkrampfte Sitzung beschwerte: „Mensch Ronald, wie lange soll ich denn noch so knien? Ich hab gleich wunde Kniescheiben und Krämpfe in den Oberschenkeln. Komm, lass uns mal wechseln, ich muss mich mal hinlegen.“ Maulte ich genervt.

Der Künstler lachte: „Mensch Mutter, mach hier nicht auf schwaches Weib. Das bist du nicht, nee. Aber okay, lets go. Leg dich, aber was mach ich? Mich über dich hocken? Oder wie hätten es Madam denn am liebsten?“ flachste er ironisch.

„Dass du dich auf den Bauch zwischen meine Beine legst, und mir beim lecken die Brustwarzen massierst!“ verlangte ich ehrlich, direkt und energisch.

„Hm, okay, aber was ist dabei mit mir? Zu kurz kommen will ich auch nicht.“ Knurrte er.

Genervt erwiderte ich: „Nicht so ungeduldig, mein Junge. Alles der Reihe nach. Wenn es der Schönheit nach ginge wäre ich auch zuerst dran!“

Ronald lachte zustimmend: „Das stimmt. Du bist die Schönere!“ und das klang sogar ehrlich.

Da kannst du sicher sein, dachte ich nur, gegen deine verknitterte, verkaterte Gesichtshaut sieht die Meine aus wie ein Babypopo, glatt, gut durchblutet und gepflegt, und dabei bin ich so viel älter als du.

Gemütlich auf dem Rücken liegend spreizte ich die Beine und sagte: „So, jetzt hör auf zu quasseln, mach mal so wie ich es gerne hab.“ bat ich schmunzelnd, denn ich fühlte mich doch in meinem Ego bestätigt und geschmeichelt, dass der Kerl mir zustimmte.

Gehorsam begann der Maler meine Bedürfnisse mit seiner Zunge zu bedienen und auch mit den Händen versuchte er anfänglich den Reiz zu verstärken. Mit geschlossenen Augen gab ich mich der Berührung hin und schaltete mein Kopfkino ein. In Gedanken wünschte ich mir einen anderen Mann zwischen meine Oberschenkel, war bemüht das Gesicht meines Ex-Liebhabers vor mein geistiges Auge zu holen und gab mich voll und ganz meiner Sehnsucht hin. So vergaß ich völlig wer mir die schönen Gefühle verschaffte und wartete auf einen schönen entspannenden Orgasmus.

Aber ich kam nicht lange in den Genuss in meiner Lieblingsposition richtig verwöhnt zu werden, denn schon nach kurzer Zeit hielt der Zungenakrobat inne, richtete sich auf und motzte: „Nö, so hab ich aber keinen Bock! Dabei komm ich ja gar nicht auf meine Kosten. Auf dem Bauch liegend drück ich mir ja den Schwanz platt. Da kann ich mir nicht mal an selbst an meiner Nülle spielen, das gefällt mir gar nicht. Komm wir wechseln wieder. Du nach oben! Wie herum du dich drehst darfst du bestimmen, aber lieber wäre mir ja, wenn du gleichzeitig bei mir bläst. Also, lass mich wieder da liegen.“

Genervt setzte ich mich auf und stöhnte: „Oh Mann, ist ja schrecklich wie ungeduldig du bist, mit dir komm ich ja nie richtig in Stimmung. Dann lass uns erst mal was trinken, anschließend kümmre ich mich mal um dich. Okay?“ schlug ich vor und füllte mein leeres Glas mit Orangensaft.

Ronald griff zur Sektflasche, schüttete sein Glas Randvoll und hielt mir mit großzügiger Geste die Flasche hin: „Wenn du noch was davon willst, musst du es jetzt nehmen. Gleich hab ich sie geleert.“ Wollte er mir den Rest warmen Sekt in meinen Saft mischen.

Ich schüttelte ablehnend den Kopf und trank gierig mein kühles Nass, als sei zu befürchten es abgeben zu müssen.

„Wer hat eigentlich diese scheußlichen Paneele in die falsche Richtung an die Decke genagelt?“ Fragte der Maler mit einem Blick nach oben.

„Was ist los? Ach so- ja, die Holzdecke, gefällt mir auch nicht. Hab ich so übernommen. Aber ist doch wurscht. Musst dich doch nicht stören. Sag mal, hast du sonst noch was zu meckern? Oder ist dir auch mal was recht?“ ärgerte ich mich.

„Beleidigt aber mein Künstlerauge. Kann ich nicht dran vorbeisehen.“ Widersprach er stur.

Fast wäre mir rausgerutscht: und dein Äußeres beleidigt meinen Schönheitssinn. Stattdessen knurrte ich genervt: „Womit kann man dich mal zum schweigen bringen? He? Oh ich weiß es. Mach die Augen zu!“ befahl ich ihm, beugte mich über ihn und ging zum Angriff über.

Sein Schwanz stand immer noch aufgerichtet und hart, und die gut durchblutete Eichel bildete rot und prall einen Korkenartigen Abschluss des Genitales. Ich musste im Stillen zugeben dass Ronald einen appetitlich aussehenden, sauberen, gut riechenden Phallus hatte, der auch nicht sabberte, so dass ich den Penis ohne Widerwillen mit meinen Lippen umschloss und dabei seine Hoden umfasste. Mal spielte ich mit der Zunge an dem Luststab, mal biss ich zart hinein und knabberte vorsichtig an der prallen Schwanzspitze. Gleichzeitig streichelte oder massierte ich seine Eier im Wechsel zwischen ganz zärtlich und fester. Meine Hoffnung, den Mann auf diese Art zu einem schnellen Erguss zu bringen gab ich nach einiger Zeit auf. Sein Schwanz stand wie ein Zinnsoldat, stramm, fest, standhaft und unbeugsam, als sei er gemauert und nicht aus menschlichem Gewebe.

„Wird es dir nicht langweilig, so lange einseitig zu blasen? Willst du nicht lieber dabei geleckt werden? Ich denke das liebst du so?“ fragte der Kerl in einem lässigen Ton als säße er in einer Talk-Runde.

„Hm, stimmt, ist langweilig.“ Bestätigte ich frustriert. „Bis sich bei dir mal was rührt kriege ich Maulsperre. Mensch wie machst du das? Hast du kein Gefühl im Schwanz oder bin ich zu blöd zum blasen?“ ärgerte ich mich offen.

Dem Freier machte meine schnoddrige Art überhaupt nichts aus, ganz im Gegenteil schien es ihn mächtig zu amüsieren, denn er lachte glucksend: „Ha ha ha, hab ich dir doch geschrieben, ich kann mich endlos lange beherrschen, weil ich das Gefühl der Spannung mehr liebe als den kurzen Augenblick abzuspritzen. Nee, mach dir mal keine Sorgen, du bläst schon suppi, aber dabei spritz ich nicht ab. Schließlich will ich dich doch befriedigen und wenn ich das richtig gelesen habe, brauchst du den Fick dazu. Stimmts?“

„Wie auch immer, lieber Ronald, jetzt kommen wir mal langsam Richtung Finale, denn deine Zeit ist bald um. Also wie willst du es zum guten Schluss nun am liebsten?“ erklärte ich bestimmt und gab ihm das Gefühl dass ich keinen Widerspruch mehr dulden werde.

„Up to you, hab ich doch schon gesagt. Du bestimmst!“ sagte er gleichgültig.

Der Kerl nervte mich zunehmend, weil ich nicht wusste wie ich ihn zum Ende bringen konnte. „Okay- dann mach ich es noch mal so“, entschied ich und hockte mich über sein Gesicht. „Aber gib dir Mühe und massiere richtig gut deine Prachteichel bis du spritzt. Ich muss nicht unbedingt ficken, ich kann auch beim lecken geil abgehen. Also mach!“

Mit Blickrichtung auf seinen Schwanz beobachtete ich seine Tätigkeit während ich meine Schamlippen fest auf seinen Mund presste, so dass seine Zunge genau in Höhe der Klitoris rauskam.

„Ja, so, da ist es richtig. Aber fester Schatz, nicht so zaghaft. Ja, besser, viel besser. So komm ich wenn du weiter machst.“ Wies ich den Mann an. „Aha, so machst du das? Du reibst also nur die Eichel, nicht den ganzen Schwanz? Spritzt du so, Schatzi? Ich will es sehen. Spritzt du viel Sperma? Wie weit kannst du denn spritzen? Bis zum Bauch oder bis zur Brust. Zeig es mir. Ja jetzt reib mal schneller und fester, mach ihn fertig. Lass es raus. Ich komm auch gleich. Ja, du leckst mich sehr gut, aber fester, Schatzi, viel fester. Oder besser saugen, bitte einmal richtig den Kitzler ansaugen!“ versuchte ich den Kerl mit meinem reden anzuheizen.

Es war vergebliche Liebesmüh, er hatte eine Ausdauer wie ein störrischer Esel. Kein Geräusch, kein schnellerer Atem, null besondere Reaktion deutete darauf hin, dass er sich dem Höhepunkt näherte. In aller Gemütsruhe leckte und saugte er an meinem empfindlichsten Punkt und massierte dabei in Ruhe, mit gleichmäßigem Rhythmus seine Gliedspitze.

Mir wurde immer bewusster dass ich dabei auch niemals zum Orgasmus kommen konnte, dazu hatte er meine Nerven einfach zu sehr gereizt, überstrapaziert. Ich musste mich echt zusammen reißen, um nicht aus der Haut zu fahren. Mein Blick fiel auf die Uhr, die Zeit des Kunden war im Prinzip fast um und wenn ich bedachte, dass er sicher noch duschte und sich noch anziehen musste, dann würde der Freier seine Zeit auf jeden Fall überschreiten.

Ruckartig richtete ich mich so weit auf, dass er meine Scham nicht mehr berühren konnte, dabei stellte ich ihn vor die Wahl: „So Schatzi, hab keinen Bock mehr! Fertig machen, wie auch immer! Ficken oder du spritzt jetzt beim wichsen! Also? Was willst du?“

„Okay, komm wieder tiefer, ich mach fertig. Muss nicht ficken, so geht es besser, komm nur noch zwei Minuten. Aber still sein, nicht reden.“ Gab er sich kooperativ.

Tatsächlich rieb er seinen Schwanz deutlich schneller und fester, dabei hob und senkte sich sein Bauch sichtbar zitternd und selbst seine Zunge fuhr schneller, mit festem Druck über meinen Kitzler, so dass ich mit einem spitzen Schrei zum Höhepunkt kam. Oh Wunder.

Ronald hatte im gleichen Moment seinen kurzen Abgang. Da war mir klar, warum für ihn das Gefühl keine große Bedeutung hatte, denn nur drei kläglich winzige Sperma -Tröpfchen lagen auf seinem Bauch.

Aus dem Fenster sah ich ihn später ins Taxi steigen, und fühlte mich von dem anstrengenden seltsamen Besucher total gerädert.

Resümee:

Trotzt seiner seltsamen, unkonventionellen Art hatte es dieser Mann dennoch geschafft mir eine gewisse Befriedigung zu verschaffen. Sicher lag das auch daran, dass es mir irgendwie schmeichelte, dass er sich den weiten und umständlichen Weg zu mir gemacht hatte.

Es erwies sich als sehr schwierig diesen komischen Vogel nach meinem System zu bewerten, aber den Versuch wollte ich wenigstens wagen.

Denn er hatte mehr Gefühl für seinen eigenen Körper, stellte seine Bedürfnisse in den Vordergrund ohne Rücksicht darauf ob die Sexual-Partnerin damit einverstanden und zufrieden war.

Ausdauer = 1 ( sehr gut )

Gefühl = 2 ( gut )

Geruch = 2 ( gut )

Leistung = 4 (ausreichend)

Aber die Liebe fehlt.

Macho-Kerle

Einleitung:

Selbstherrlichkeit und Überlegenheit zu demonstrieren sind sicher Eigenschaften die jeder Macho-Mann sein eigen nennt. Dass Männer dieser Art in ihrer Rücksichtslosigkeit auch einer energischen, selbstbewussten Frau dominant begegnen können, wird durch diese Story deutlich. Und dass dann auch eine reife, sexuell erfahrene Frau, solchen Kerlen hilflos ausgeliefert sein und wegen des ungleichen Kräfteverhältnisses einfach überrollt werden kann, wird dann zu einer negativen Erfahrung.

Siegfried

Eigentlich wollte ich mit meiner Tochter einkaufen gehen, war schon fast fertig gestylt, als das Arbeits-Handy klingelte.

„Hallo- bin ich da richtig bei Julia?“ klang eine angenehme sehr dunkle Männerstimme an mein Ohr.

Während ich kurz antwortete: „Ja. Und wer bist du?“ ging ich mit dem Phone ins Schlafzimmer, schloss die Tür hinter mir um in Ruhe reden zu können.

„Ich bin der Siegfried. Ich will dich besuchen. Hast du Zeit?“ fragte er in bestimmtem, fast herrischem Ton.

„Halt- nicht so schnell!“ schränkte ich ein. „Siegfried sagt mir nichts, außer dass ich dich nicht kenne. Wo hast du meine Nummer denn gefunden?“ wollte ich erst nähere Angaben haben.

Etwas unwirsch erwiderte er: „Na von miete-mich. Das ist doch deine Anzeige? Oder?“

Ich schmunzelte, erklärte geduldig: „Ja, das stimmt schon. Bei mir bist du schon richtig, ich möchte nur auch was über dich wissen, bevor ich dir zusage. Also wie ist denn dein Name?“

„Siegfried! Hab ich doch gesagt. Also was ist nun, hast du gleich Zeit und wo muss ich hin kommen?“ wurde sein Ton noch ungeduldiger.

„So geht das bei mir nicht, mein Lieber. Ich will wissen welchen Profilnamen du bei miete-mich hast, damit ich einige Hintergrund-Informationen einsehen kann, bevor du zu mir kommst. Also noch einmal von vorne: wer bist du denn? Im Netz!“ sagte ich immer noch ruhig, obwohl ich schon leicht genervt war.

Siegfried hatte mich endlich verstanden, gab mir aber eine negative Antwort: „Hab ich nicht! Ich bin da nicht vertreten. Aber was soll das auch? Du siehst mich doch wenn ich vor dir stehe. Ist das nicht genug?“ kam seine dominante Ader deutlich zum Vorschein.

Ich stöhnte: „Ja, wenn du vor mir stehst sehe ich dich, aber ich weiß keine Größe- Gewicht- Alter und was mir am wichtigsten ist, wo du her kommst.“

„Kein Problem, warum sagst du das nicht gleich? Warum so kompliziert? Ich bin 52, wiege 90 Kilo und bin 1,89 m groß. Ach ja und ich bin hier nur zu Besuch, ich komme aus dem Osten der Republik. Reicht das, oder willst du jetzt noch meine Personalausweis- Nummer und ne Bankauskunft? Das wäre mir dann etwas zu viel des Guten. Also- akzeptiert, oder was?“ schien ihn die Sache nun zu amüsieren.

Ich fühlte mich nicht ernst genommen, war schon versucht, den Kerl abzulehnen, als mir einfiel, dass der Einkaufs-Trip mit meiner Tochter und der süßen Kleinen mich sicher wieder mehr kosten würde, als ich eigentlich wollte. Rabea fand immer etwas „schönes“ für die Süße oder für sich selbst, wofür ihr aber leider das Geld fehlte. Mama sprang dann schon ein, war ja immer spendabel. Hinzu kam, dass ich mir vorgenommen hatte, möglichst jeden Euro mitzunehmen, da die letzten Monate miserabel waren.

Also holte ich tief Luft und fragte milde: „Wann wolltest du mich denn besuchen?“

„Na, gleich. Ich bin ja in deiner Nähe, du musst mir nur die genaue Adresse geben.“ Erklärte er bestimmt. „Ach und sag mal schnell was du alles machst.“ Fiel ihm dann noch ein.

Der Kerl hatte meine Schmerzgrenze erreicht, deshalb erwiderte ich schnoddrig: „Siehst du, das mache ich eben nicht! Ich werde dir am Telefon keine Auskünfte über nähere Einzelheiten geben, ganz sicher nicht! Ich weiß doch gar nicht mit wem ich rede. Du kannst mir alles erzählen, aber ob du vielleicht von irgendeiner Behörde bist, kann ich nicht wissen. Hättest du ein Profil, wäre alles viel einfacher für dich und mich. Dann könnte ich dir eine ausführliche Info senden, was ich mache und was nicht und auch ein Foto von meinem Gesicht mitschicken. Aber da du kein Profil hast, musst du das Risiko eingehen, dass mein Angebot vielleicht nicht nach deinen Wünschen ist. Oder dir eine andere Anlaufstelle suchen!“ entschied ich hart und mein Tonfall duldete keinen Einwand.

„Nein- ich will dich! Akzeptiert. Wir werden schon klar kommen!“ entschied er und ich wusste nicht warum ich dabei ein unangenehmes Gefühl im Magen bekam.

„Also die Adresse?“ fragte der Mann im Befehlston.

„Du musst mir schon eine halbe Stunde Zeit geben, ich will mich wenigstens eben duschen.“ Log ich bevor ich ihm die Straße sagte. Als ich ihm aber meinen üblichen Weg erklärte, nämlich wegen der Hausnummer und dem Namen noch einmal aus der Nähe anzurufen, streikte er.

„Nein, das ist Kinderkram! Was soll der Blödsinn? Sag mir die komplette Adresse, wir sind doch nicht im Sandkastenalter.“ Verlangte er grob.

Ich kam widerspruchslos seiner Forderung nach.

„Maus ihr müsst alleine einkaufen gehen, kommt gleich Jemand.“ Erklärte ich meiner Tochter, als ich in die Küche kam.

„Jetzt? Okay, Mama, aber wir warten. Wir gehen zu uns rüber, dann können wir später zusammen einkaufen. Ist ja noch früh. Okay?“ schlug Rabea vor.

Ich versprach es und die beiden verließen umgehend meine Wohnung.

Als ich alleine war richtete ich zügig das Schlafzimmer her- Rollos runterlassen- Rotlichtlampen einschalten- Kondome bereit legen- Bett bedecken- Getränke und Gläser auf den Teewagen stellen- Getto-Bluster einschalten. Dann zog ich mir ein schwarzes Spitzenhemdchen, passenden Tanga und halterlose Strümpfe an, hing meinen Kimono in die Diele und stellte meine ganz hohen schwarzen Glitzer- Heels bereit. Schnell schminkte ich mich noch ein wenig stärker und wollte gerade ein Eukalyptus-Bonbon aus der Küche holen, als es schon klingelte.

Gerade 15 Minuten nach dem Telefonat? Ätzend- ich hasse Leute die zu früh kommen. Lieber ne Viertelstunde später als zu früh, dachte ich genervt, und damit hatte sich Siegfried schon den zweiten Minuspunkt erworben. Trotzdem drückte ich direkt auf, während ich gleichzeitig in die Pumps und den Kimono schlüpfte.

Der große dunkelhaarige Mann mit den weiß-grauen Schläfen war sicher mal ein schöner Jüngling gewesen, interessant sah er immer noch aus, obwohl er ein sehr männlich- markantes Gesicht mit einer großen Knollennase hatte. Die dunkelblauen tiefgründigen Augen und seine vollen Lippen gaben ihm eine attraktive Note. Auch seine schlanke sportliche Figur und seine tiefe Bassstimme machten aus ihm eine dominante, aber keineswegs unangenehme Erscheinung.

„Ein bisschen zu früh.“ Konnte ich mir die Rüge nicht verkneifen.

„Und? Stört dich das?“ fragte er pikiert. „Bist du nicht alleine, oder warum?“

Verwundert kam sofort meine Gegenfrage: „Wie kommst du denn darauf? Nein, es ist sonst niemand hier.“ Dabei deutete ich durch eine Handbewegung an, er möge ins Schlafzimmer gehen.

Siegfried blieb in der Diele stehen und deutete auf die geschlossene Küchentür: „Warum ist dann diese Tür zu?“ wollte er wissen.

„Weil dahinter zwei Durchgangszimmer sind und das ist mein Privat-Bereich der niemanden etwas angeht. Du wirst sicher verstehen, dass ich nicht gleich jeden Besucher durch meine Küche führen und mein ganzes Privatleben öffnen möchte. Aber zu deiner Beruhigung, mein Besuch ist gleich nach unserem Telefonat gegangen. Wir sind alleine. In Ordnung? Oder noch irgendwelche Befürchtungen?“ fragte ich leicht verärgert. Er hatte den dritten Minuspunkt geschafft.

Siegfried lachte, ging bis zu Kommode und meinte verächtlich: „Ich fürchte nichts und niemand, meine Süße. Das merke dir mal. Selbst wenn dein Zuhälter in deiner Küche säße, hätte ich keine Angst. Aber mal abzuklären was Sache ist, um sich den Rücken frei zu halten, das muss schon erlaubt sein, oder?“

„Hallo? Ich habe keinen Zuhälter! Bin ich eine Hure die anschafft? Wie? Nein! Ich bin eine ganz normale Single-Frau, die das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet und ihre körperlichen Bedürfnisse befriedigt, außerdem so das schöne Ambiente finanziert, was ich meinen Gästen biete. Ist daran etwas auszusetzen?“ belehrte ich den Unverschämten.

Er griff in seine Brusttasche, holte knisternde Scheine heraus, kam auf mich zu, und drückte mir das Geld in die Hand, während er mit der anderen Hand meinen Po umfasste: „Nein, Süße, Befriedigung ist genau das, was ich dir biete und selbst auch brauche. Deine Fotos haben mich schon aufgegeilt, aber in natura bist du noch besser und wie du dich anfühlst, macht mir direkt ne Latte. Ich werde deine Bedürfnisse befriedigen, glaub mir!“ versprach er überheblich.

Mein Gott, hat der Kerl große Hände dachte ich, da passt mein ganzer Arsch rein. Der ganze Mann ist sehr groß, seine Nase auch. Wenn das stimmt, mit der Nase eines Mannes und seinem Hannes, na dann kann ich mich aber auf was gefasst machen. Musste ich grinsen, weil die Vorstellung mich durch ein Ziehen in meinem Unterleib heiß machte.

„Danke, du kannst...... „ begann ich, wurde aber unterbrochen.

„Ich müsste mal kurz das Bad benutzen. Wo finde ich ein Handtuch?“ fiel er mir ins Wort, ließ mich los und begann dabei seine Kleidung auszuziehen, die er sorgfältig auf den Sessel legte.

„Im Bad-Regal, sortiert von klein nach groß, von unten nach oben.“ Gab ich Auskunft und vollendete: „Ich geh inzwischen kurz etwas Öl warm machen, bis du dich frisch gemacht hast. Bin in einer Minute zurück.“

Wir gingen in zwei verschiedenen Richtungen. Er ins Bad, ich in die Küche hauptsächlich um die Knete in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig kamen wir zurück ins Schlafzimmer. Siegfried schloss die Tür hinter sich, drehte sich zu mir und sah mich gierig an, als ich die Musik einschaltete und tanzend meinen Kimono ablegte. Er hatte noch seine leicht ausgebeulten Boxershorts an, die er nun fallen ließ, was meinen Blick auf seinen Unterleib zog.

Wow, dachte ich, das Teil sieht schon in schlappem Zustand nicht übel aus, nicht so mächtig wie ich dachte, aber okay, da kann man mit arbeiten. Dass er nicht übermäßig war enttäuscht mich etwas.

Als ich in rhythmischen Bewegungen dass Hemdchen runter streifte, zum Schluss mit dem Rücken zu ihm den Slip auszog, packte der Mann mich plötzlich von hinten, drehte mich um und schob mich zum Bett. Dann drückte er mich rücklings aufs Bett und fiel über mich her wie ein Hurrikan.

Er kniete vor mir spreizte meine Beine und schob mit einem Seufzer der Gier meine Schamlippen mit der Zunge auseinander. Er leckte, saugte, biss leicht in meinen Kitzler, so dass ich den Genuss bis in die letzten Spitzen meiner Nerven fühlte, während er mit seinen großen Händen meine Hüften umklammerte, als fürchte er ich könne mich wehren.

Daran dachte ich im Traum nicht. Im Gegenteil, ich war begeistert, genoss jede Bewegung seines Mundes, wollte nicht die kleinste Bewegung versäumen. Ich hob ihm noch meinen Unterleib entgegen und jauchzte: „Ja, geil, einfach geil! Mach weiter, ich komme schon fast. Oh ja- das ist gut, sehr gut. Jetzt, gleich, ich.... ach, ja.“ Und ich kam nach wenigen Minuten mit einem heftigen feuchten Schwall zum Orgasmus.

„Das habe ich gewusst. Als ich dich im Netz gesehen habe, wusste ich, die Frau ist wirklich naturgeil. Die lässt sich gerne ficken. Ich werde es dir besorgen, du heiße Fotze, dass du mich nie wieder vergisst. Glaube mir.“ Keuchte der Kunde erregt und schob mir seinen dicken Mittelfinger in die Scheide, dabei saugte er sich an meinem Kitzler so fest, dass ich vorsichtshalber ganz still hielt.

„Schön. Ja, Schatz, das ist sehr gut. Nimm zwei Finger, ja da... oh- es ist mächtig. Oh ja. Mächtig viel aber gut“ stöhnte ich völlig begeistert, denn ich hatte das Gefühl das er mich mit seinen dicken Fingern weitete, was mir dennoch gut tat.

„Ist das gut? Gefällt es dir oder willst du es so?“ fragte der Mann und ich fühlte plötzlich einen Druck am After, als er mit dem Zeigefinger anal einzudringen versuchte.

„Oh- oh- das geht nicht, oh nein, lass es, das ist zu viel.“ hatte ich die Befürchtung.

Der Freier hörte nicht auf meinen Einwand, zog seine Finger aus der Vagina und feuchtete sie mit Spucke an.

Immer noch in kniender Position suchte sein Mund sich erneut den Weg zu meiner Klitoris während ich den nassen Finger an meinem Anus spürte. Die herrliche Reizung seiner gefühlvollen Zunge bewirkte wohl dass ich erstaunt bemerkte dass sein feuchter Finger langsam in meine anale Öffnung glitt.

„Oh, vorsichtig, langsam, ja, ach ja, das ist geil, aber nicht bewegen den Finger.“ Hechelte ich verzückt.

Siegfried schien taube Ohren zu haben, denn er ging auch noch mit seinem Mittelfinger in meine Scheide und begann plötzlich erst ganz langsam und dann immer schneller werdend beide Finger hin und her, rein und raus zu bewegen.

Der Mann war ein Genie. Seine Bewegungen machten mich so heiß, erregten mich fast bis zum Wahnsinn, dass ich dabei mehrmals zum Höhepunkt kam. Ich zerlief völlig, was er gierig schmatzend aufsaugte.

Nach endlos langer Zeit zog er sich zurück und hob mich ganz auf das Bett, kroch zu mir, drückte mich eng an sich und während er mich küsste, streichelte und meine Brustwarzen knetete, fühlte ich seinen harten Schwanz an meinem Oberschenkel. Aber als ich danach greifen wollte, schob er meine Hand beiseite und sagte leise, aber ganz hart und bestimmt: „Nein, jetzt nicht noch mehr erregen sonst kommt der beim ersten Mal zu schnell. Ich will nicht so spritzen. Ich will dich ficken. Deine Fotze ganz ausfüllen und so kräftig durchficken, dass du danach richtig satt bist. Das war es doch, was du in deinem Profil geschrieben hast, oder? Du willst von nem richtig kräftigen Kerl hart gefickt werden.“ Zur Bekräftigung seines Vorhabens biss er leicht in eine Brustwarze und schob mir ruckartig zwei Finger in die Scheide die er auch noch spreizte.

Ich stöhnte auf, teils vor Geilheit, teils vor Schmerz. „Ja. Komm, fick mich. Besorg es mir richtig.“ stöhnte ich wild.

Siegfried ließ sich nicht lange bitten, er schwang sich auf mich, drückte mir mit seinem Knie die Beine auseinander, und drang mit einem harten Stoß in mich ein. Ein riesiger, dicker Phallus füllte mich aus und begann sich kräftig hin und her zu bewegen.

„Nein- nein- doch nicht ohne Gummi. Hör auf.. ich ... ach..oh...“ keuchte ich hin und her gerissen zwischen geilem Wollen und vernünftiger Vorsicht.

Der Mann verschloss meinen Mund mit einem Kuss, hielt meine Arme fest auf das Bett gepresst und mich mit seinem schwer gewichtigen Körper unter sich gefangen, dabei stieß er seinen mächtigen Schwanz in voller Länge bis zum Anschlag in meine Scheide. Ich keuchte, schnappte nach Luft und fühlte das Blut vor Hitze im ganzen Körper pochen. Der Schweiß kroch mir am Nacken hoch bis in die Haarspitzen und verbreitete sich langsam über den ganzen Körper.

„Oh- nein- doch – ja- oh . ich weiß nicht, das darfst du nicht. Doch! Nimm mich. Fick mich – ja ist das geil- hast du einen geilen dicken Schwanz- oh tut das gut. Oh mein Gott- ja ich hasse dich und ich liebe deinen Schwanz. Ich komme schon wieder. Jaaaaaaaaaaaa.“ Hechelte, keuchte, stöhnte ich voller Lust, Wonne und Schmerzen, denn sein mächtiges Teil traf mich auch manchmal zu heftig. Aber das war mir inzwischen egal, die Geilheit der häufigen Orgasmen ließen mich den Schmerz vergessen, die Wogen der Lust auf mehr und immer mehr, beherrschten mein denken und fühlen.

Der Kerl hatte eine enorme Ausdauer und ich schon das Gefühl gleich in der Mitte durchzubrechen, aber ich ergoss mich immer und immer wieder, so dass unter mir alles schon pitschnass war, ich im eigenen Saft lag.

„Komm, ich will dich von hinten ficken.“ Befahl er plötzlich, zog sich aus mir zurück, stand auf und zog mich vom Bett runter.

„Oh Gott, das geht bestimmt nicht, dein Schwanz ist zu lang.“ Erhob ich schwachen Einspruch.

„Quatsch, du bist geil genug, komm mach die Beine breit und bück dich!“ befahl er rücksichtslos und drückte meinen Oberkörper nach unten, trat hinter mich und schob mir langsam seinen Schwanz rein. „Ja so will ich dich haben du geile Fotze. Ich fick dich wund, so lange bis du nicht mehr kannst. Erst wenn dir die Beine wegknicken und du mich anbettelst aufzuhören, dann spritze ich. Ich werde dich ausfüllen mit meinem Sperma. Keine Widerrede, ich weiß dass du das genau so willst wie ich. Komm, du süße Sau, komm lass es raus. Ich brauche das. Lass deinen Saft auf meinen Schwanz laufen. Ja so ist es gut, das brauchen wir beide.“ Keuchte er mit tiefer Überzeugung.

Jetzt war mir schon alles egal, ob mit oder ohne Kondom. Was hätte das jetzt noch bringen sollen? Und ich musste mir eingestehen, dass ich jetzt auch nichts anderes mehr wollte als von diesem Mann mit dem Riesen –Schwanz richtig gefickt zu werden. Endlich mal ein richtiger standhafter Kerl mit einem richtig guten dicken strammen Männerschwanz. Ich stöhnte, keuchte, hechelte, jammerte, aber feuerte ihn auch immer wieder an: „Ja- du bist der Beste! Das habe ich endlich mal gebraucht. Einen richtigen Kerl der mich richtig fertig macht. Oh ich komme schon wieder, ja Schatz, ja! Spritz mich voll, mir ist alles egal, nimm mich so wie du mich brauchst!“

Als er kurz darauf lautlos abspritzte, fühlte ich das nur durch die viele Feuchtigkeit, die an meinen Beinen runterlief, weil er sich kurz vor seinem Höhepunkt aus mir zurück gezogen hatte. Der Saft hing an meinen Beinen und bildete eine kleine Pfütze auf dem Boden.

„ Oh Schreck, mächtig viel.“ Sagte ich mehr aus Verlegenheit und nahm Papier von der Rolle, die er mir griffbereit hin hielt.

Siegfried tupfte den Rest Sperma von seinem Schwanz, dann wischte er den Boden auf und warf den Müll in das kleine Eimerchen neben dem Nachtschrank.

„Danke, aber das brauchst du doch nicht, das kann ich doch selbst, ich mache eh gleich sauber.“ Honorierte ich seine Fürsorge und ließ mich ermattet bäuchlings auf das Bett fallen.

„Bist du zufrieden, oder willst du noch mehr?“ fragte der Mann und sah grinsend auf mich hinab.

„Noch mehr? Nee, jetzt muss das nicht sein, meine Muschi fühlt sich jetzt noch an, als wäre dein Schwanz noch drin. Für heute reicht es!“ stöhnte ich und versuchte den Scheidenmuskel zusammen zu ziehen, was sich als schwierig und schmerzhaft erwies.

„Ich habe es dir doch versprochen, dass du den Fick nie wieder vergessen wirst. So oft wie du gekommen bist, hab ich doch alles richtig gemacht, oder?“ sagte der Freier selbstgefällig.

Ich konnte nur zustimmend nicken, sein Versprechen hatte er 100prozentig gehalten, seine dominante Ader lag mir trotzdem nicht. Aber vergessen, dessen war ich mir insgeheim sicher, würde ich diesen Macho-Kerl mit dem Riesen-Schwanz und der endlosen Ausdauer ganz bestimmt nicht, selbst wenn sich mein Körper von der Anstrengung wieder erholt hatte. „Nächste Woche muss ich meine Tante wieder bei ihren Freunden abholen, dann komm ich wieder und fick dich noch mal richtig durch.“ Versicherte er mir zum Abschied.

Völlig fertig, mit zitternden Knien und wunder Spalte, aber in totaler Zufriedenheit, kuschelte ich mich aufs Bett und schnurrte wie eine satte Katze. Die Gedanken an das Risiko schob ich einfach beiseite.

Das Versprechen mich wieder zu besuchen hielt er nicht.

Henrik

Eigentlich war er ein Junge vom Land, denn der 41 jährige Bäcker stammte aus einem kleinen Kaff an der Mosel, lebte aber seit 15 Jahren in der größten Stadt unseres schönen Nordrhein Westfalen, also quasi in der Nachbarschaft.

Als er mich über vögeln.de anschrieb fiel mir als erstes auf, dass sein schöner Nickname >Erdbeerkuss25< absolut nicht zu dem dünnen Mann auf dem Profil-Foto passte. Mager und hungrig wirkte der dunkelhaarige Kerl mit dem ernsten Ausdruck im Gesicht, so dass ich mich fragte, wie er auf so einen süßen Namen gekommen war. Auch der Hintergrund auf dem Bild sah simpel, besser gesagt geschmacklos aus. Offenbar war es die Aufnahme seines einfachen Wohnzimmers, das der billigen Einrichtung nach zu urteilen entweder der Geschmack alter Leute war, oder eine möbliert gemietete Bude darstellte, auf deren Couch er saß. Ein Mann zum Verlieben war er sicher nicht.

Aber Henrik wusste was er wollte, machte keine langen Vorreden, sondern schrieb mir gleich, dass er mich kennen lernen wollte und fragte ohne Umschweife nach dem Preis. Schnell hatten wir die Details geklärt und er wollte mich umgehend besuchen. Bravo. Das war doch mal ein schnellentschlossener Kunde. Ich stimmte erfreut zu, und schrieb ihm mein übliches Prozedere. Nur die Straße, alles weitere beim Anruf aus der Nähe. Er erhob keinen Widerspruch. Das machte den Mann sofort sympathischer.

Scheiß auf die Schönheit, dachte ich während ich mich vorbereitete.

Trotzdem wollte ich natürlich so gut wie möglich aussehen und auch größenmäßig zu ihm passen, deshalb las ich noch einmal kurz seine Daten. 1 Meter 82, 74 kg, Gott war der Kerl dünn. Das war mal ausnahmsweise Einer auf den ich schon im Voraus überhaupt nicht stand. Der so mager war, dass ich mich an dessen spitzen Hüftknochen verletzten konnte. Allerdings war ich auch nicht erpicht auf die Dicken, die in ihrem Steckbrief die Daten von 20 Jahren zuvor angaben und dann 30 kg mehr Gewicht mit sich rumschleppten. Dass die sich mit der Belastung abquälen mussten war mir ja egal, aber ich empfand das mir gegenüber als Unterschlagung unzumutbarer Zusatz-Arbeit. Denn einen dicken Mann zu vögeln bedeutete für mich meistens wirklich nur Arbeit, selten echtes Vergnügen. Weil die Dicken nämlich in der Regel auch noch sehr gemütlich waren, sich auf den Rücken legen und der Frau die Maloche überlassen wollten. Da ich aber immer schon unsportlich war, konnte ich die Beine nicht zum Spagat spreizen. Und auf Arbeit beim Sex verzichtete ich gerne, ich wollte Spiel, Spaß, Spannung, aber nicht in Form von Schokolade, sondern als männliches Überraschungs- Ei, oder auch zwei.

Am liebsten hatte ich die Griffigen in den 40ziger Jahren. Die waren kuschelig und hatten das beste Alter, um erfahren genug und dennoch jungendlich flott und noch immer neugierig und begierig zu sein. Aber leider war Wunschkonzert nur sonntags nachmittags im Radio. Nicht bei den sexhungrigen, zahlungswilligen Kerlen. Zumindest nicht mehr für ein olles Huhn wie mich. Schade. Da konnte ich leider immer nur hoffen, dass sich ein solches Sahnebällchen mal zu mir verlief.

Was stand da noch in dem Steckbrief? Penis-Maße 19/4, also ne lange dünne Latte. Ich musste laut lachen, passte ja hervorragend. Dünner Mann, dünner Schwanz. Na ja. Und Raucher, wie furchtbar. Aber das war eigentlich klar, deshalb so dürr. Aber wie erwähnt, es war halt nicht zum aussuchen. Ran an den Speck- nee in dem Fall an die Knochen.

Als Henrik dann vor mir stand, dachte ich, der Mann könnte mehr aus sich machen. Zugegeben, ein Schönling würde er nicht werden, aber die Anlagen sahen nicht so übel aus. Wie armer Leute Kind müsste er, mit dem richtigen Styling, auch nicht wirken.

Der dünne Mann war billig und geschmacklos gekleidet, noch dazu schlabberten Jeans, T-Shirt und Sommerjacke um seinen dürren Leib wie nach ner Abmagerungs-Kur oder als gehörten ihm die Klamotten nicht. In dem schmalen Gesicht mit den eingefallenen Wangen stachen seine großen tiefliegenden undefinierbaren Augen hervor. Unter der normalen geraden Nase passte der viel zu breite Mund absolut nicht in das Gesamtbild. Die struppigen dunklen Haare hätten eine Friseur-Behandlung genau so dringend brauchen können, wie sein stoppeliger ungepflegt wirkender Bart eine Rasur. Seine Haltung, der leicht gekrümmte, nach vorn gebeugte Rücken, vermittelte den Eindruck von devoter Schüchternheit, was sein ernster Gesichtsaudruck und die zusammen gezogenen Augenbrauen noch betonten.

„Hallo.“ Sagte der Freier nur, hielt mir die Hand zur Begrüßung hin und blieb dabei auf sicherem Abstand stehen.

Das vertiefte meine erste Abschätzung, dass Henrik Frauen gegenüber unsicher war. „Hallo Henrik, schön dich zu kennen zu lernen!“ sagte ich und lächelte ihn strahlend an.

Um meine Freude zu demonstrieren und ihm die erste Scheu zu nehmen, übersah ich die Hand, trat auf ihn zu und schlang meine Arme um seinen Hals. Dann küsste ich ihn ungeniert und freute mich dass er auf meine Annäherung einging. Als er jedoch seinen Mund öffnete und seine Zunge in den Meinen schob, wäre ich am liebsten ausgerückt.

Sein verqualmter Atem wäre noch eben zu ertragen gewesen, wenn er nicht zu allem Überfluss so schrecklich gesabbert hätte. Er hatte wohl einen starken Speichelfluss, dessen er sich vielleicht nicht bewusst war oder den er nicht kontrollieren konnte, auf jeden Fall lief mir die stinkende schleimige Flüssigkeit in den Hals.

Ich musste gewaltsam ein Würgen unterdrücken und um ihn nicht entsetzt wegzustoßen, zog ich mich hüstelnd zurück. Damit ich beim Husten nicht auskotzte, schluckte ich schnell den ekligen Sabber runter, wobei ich mich fast an meinem Eukalyptus-Bonbon verschluckt hätte. „Entschuldige Henrik,“ stotterte ich, immer noch würgend, mit vorgehaltener Hand. „Ich bin ein bisschen erkältet, nichts schlimmes, nur leichter Schnupfen. Meine Nase ist ein wenig verstopft, deshalb kriege ich schlecht Luft durch die Nase und ich hatte bei dem Kuss Atemnot. Außerdem will ich dich auch nicht anstecken, geht sicher auch ohne Zungenkuss, oder?“ versuchte ich mir Freiraum zu verschaffen. Dabei lächelte ich ihn lieb an und hielt ihn am Arm fest um ihm weiterhin das Gefühl der Nähe und Vertrautheit zu vermitteln.

Der Dünne nickte, schien leicht zu Händeln zu sein. Gut so.

„Komm doch bitte hier rein,“ sagte ich und führte ihn in das rot beleuchtete Schlafzimmer, „dort auf dem Sessel kannst du deine Sachen ablegen und dich dann im Bad frisch machen. Aber vorher machen wir eben das unangenehme. Bitte.“

„Klar.“ Nickte er und hielt mir ein paar Scheine hin.

„Nein, Henrik, so nicht. Das finde ich nicht schön. Hier hinein bitte.“ Säuselte ich grinsend, zog den Kimono etwas auseinander und deutete auf den Ausschnitt meines roten Hemdchens.

Gehorsam und vorsichtig schob mir der Kunde das Geld zwischen die Brüste und versuchte mit gierigem Blick mehr als nur den Ansatz meines Busens zu erhaschen.

Schmunzelnd bedankte ich mich: „So habe ich das gerne, danke schön. Also, zieh dich aus, ich mache eben ein bisschen Massage- Öl warm. Bin gleich zurück. Handtücher findest du im Bad, gleich gegenüber.“

„Brauch ich nicht. Ich komme von zu Hause. Ich habe heute schon geduscht.“ Widersprach er zum ersten Mal und das hörte sich so gar nicht schüchtern an.

Hm, der Kerl scheint widerspenstiger zu sein als ich vermutet habe, aber wenn er sich nicht wäscht ist blasen halt gestrichen. Selbst schuld, dachte ich, sagte aber laut: „Okay, dann mach es dir schon mal bequem, bin gleich wieder da.“ Schnell verschwand ich in der Küche.

Henrik saß nackt auf dem Fußende des Bettes als ich zurück kam. Er verfolgte mich mit gierigen Blicken als ich an ihm vorbei ging um das Radio einzuschalten. Als die Lady in Red erklang begann ich mich tänzelnd zu entblößen. Der Mann ließ mich nicht aus den Augen und ich sah grinsend dass sich sein Schwanz ruckartig aufrichtete, dabei stellte ich zufrieden fest, dass der überhaupt nicht dünn war.

Der Anblick meiner strammen Brüste und das langsame Herunter gleiten der roten Dessous lockten ihm einen zischenden Laut der Bewunderung hervor und als er das kleine, bunte Tattoo auf meinem Schamhügel sah stammelte er: „ Boah das ist geil, Mann oh Mann. Du siehst echt geil aus. Eyh, komm her, ich will dich ficken, bevor mein Schwanz von alleine explodiert!“

Nur noch mit Pumps bekleidet trat ich süffisant grinsend nahe an ihn heran und bevor ich mich versah lief alles ganz anders ab, als ich es geplant hatte.

Henrik packte mich hart an den Oberarmen und zog mich mit einem Ruck auf das Bett. Schon seine rauen Handflächen wirkten wie eine kalte Dusche auf mich und der Druck seiner kraftvollen Hände tat mir richtig weh, dass ich jaulte: „Au, Mann, nicht so grob. Ich bin doch nicht aus Holz. Ich bin auch kein Kerl, sondern eine Frau. Geh mal mit mir um wie es sich gehört. Liebevoll und sanft. Okay? Lass meine Arme los, sonst kriege ich blaue Flecke!“

Statt meiner Aufforderung nachzukommen zog er mich mehr in die Mitte des Bettes und hielt mich fest, wozu er ein Bein zu Hilfe nahm, indem er es über mich legte. Dann begann er meine Brustwarzen zu lecken, saugen und zu guter letzt biss er mich sogar.

„Au verdammt Henrik, doch nicht beißen. Lass das sein, sonst ist hier sofort Ende. Das mach ich nicht mit. Entweder du gehst vorsichtiger mit mir um, oder du kannst sofort gehen. Also, was willst du?“ schimpfte ich zornig.

Mein energisches Ultimatum schien ihn auf den Boden zurück zu holen, er sagte kleinlaut: „Entschuldigung. Meine Geilheit ist mit mir durchgegangen. Ich hatte so lange keine Frau mehr. Nein, ich mach das nicht mehr, ich werde vorsichtig sein. In Ordnung?“ statt dessen fummelte er unbeholfen an meiner Furche rum, die wegen meiner Missstimmung staubtrocken war, so dass meine Schamlippen förmlich zusammen klebten.

Seine ungeschickten Versuche seine Finger dazwischen zu schieben machten mich nervös und verursachten mir noch schlechtere Laune als er mich zu allem Überfluss noch küssen wollte. Weil ich rasant die Lippen zusammenpresste, damit mir seine schleimige Spucke nicht noch einmal in den Mund lief, rann mir sein Sabber übers Kinn hinunter bis zum Hals.

Während ich den Kopf zur Seite drehte, stöhnte ich genervt: „Oh Mann, oh Mann, du bist aber wirklich ein Grobian. Das merkt man wirklich, dass du lange keine Frau mehr hattest. Gab es denn keine Freundin, die dir mal gezeigt hat, wie man eine Frau stimuliert? Wenn du so weiter machst wird das nix, mein Lieber. Nee, sei mir nicht böse, aber du müsstest meine Muschi mal erst ein wenig anfeuchten, dann wird die viel geschmeidiger und auch williger.“ Am liebsten hätte ich gesagt, nimm deinen Sabber lieber für die Fotze, im Gesicht find ich den eklig!

Tatsächlich steckte der Freier sich die Finger in den Mund und strich mir damit über den Genitalbereich. Als er die Prozedur erneut wiederholte, musste ich mich beherrschen damit ich nicht laut auflachte. Aber er hatte zumindest den Erfolg, dass er Gleitfähigkeit erzeugte, so dass er einen Finger wie einen Bohrer in meine Scheide schob und genauso drehte.

Meine Güte, ist der Kerl blöd, dachte ich nur genervt und wünschte mir eine Hexe zu sein, um das Ende der Stunde herbei zaubern zu können.

„Na, so hab ich das eigentlich nicht gemeint, Schatzi.“ Knurrte ich missmutig.

Henrik stutzte, fragte erstaunt: „Warum so nicht? Wie denn anders? Ist doch jetzt nass!“

Ich unterdrückte die Abneigung, die sich immer mehr in mir ausbreitete, fragte geduldig: „Leckst du denn nicht gerne? Da stehe ich voll drauf. Das ist doch die schönere Methode. Findest du nicht?“

„Doch mach ich eigentlich auch.“ Behauptete er, schränkte aber ein: „Aber du bläst doch auch nicht. Deshalb dachte ich du hast oral nicht gerne.“

„Na ja, normal blase ich schon, aber nur wenn du dich vorher wäscht. Das hast du aber nicht. Du warst pinkeln, dann nehme ich doch deinen Schwanz nicht in den Mund wenn du dich danach nicht wäscht. Ist doch wohl verständlich oder nicht?“ konnte ich mir die ehrliche Aussage nicht verkneifen.

„Aber ich soll lecken? Hast dich doch auch nicht gewaschen. Mach ich dann auch nicht. Ist doch auch klar oder?“ konterte er trotzig.

„Mensch Junge“, stöhnte ich echt genervt: „Ich war doch erst vorhin duschen, was denkst du denn? Aber egal, lassen wir das. Also ficken wir lieber!“ sagte ich mit brutaler Deutlichkeit, denn meine Geduld war endgültig vorbei. Dabei wollte ich ein Kondom greifen, doch so weit reichte mein Arm nicht.

„Okay- gerne!“ strahlte der Kerl schwang sich auf mich und wollte in mich eindringen.

„Halt- Stopp! Bist du total verrückt geworden?“ Schrie ich entsetzt während ich es eben noch schaffte mit einem Ruck zur Seite zu rutschen. „Doch nicht ohne Gummi! Also, jetzt ist aber Schluss mit lustig, Henrik. Du spinnst wohl? Gummi drauf, sonst ist ficken auch gestrichen!“ schimpfte ich erbost.

„Die Frau nervt!“ Knurrte der Kunde, hielt aber trotzdem still, als ich mich nach dem Kondom reckte, das Papier aufriss und ihm das Gummi überzog.

Der Akt war ausdauernd, hart und brutal. Eine Vergewaltigung konnte kaum anders ablaufen. Wieder umklammerte der Mann, meine Arme wie zwei Schraubstöcke mit seinen knochigen, starken Händen und presste mich fest unter sich, dass ich mich kaum bewegen konnte. Dabei rammelte er mich wild und rücksichtslos, ohne einen Laute von sich zu geben. Ich wollte mich wehren, schimpfen, ihn auffordern mich loszulassen, aber sein ernster, verbissener Gesichtsausdruck brachte mich zum schweigen. In diesem Moment fürchtete ich mich vor ihm, zog es vor lieber still zu halten, bis er sich ausgetobt, endlich erleichtert hatte. Das dauerte allerdings wesentlich länger als ich auch nur geahnt hatte. Der Kerl ackerte wie ein Schwerarbeiter, rammelte heftig, hart und unerbittlich als müsse er einen Rekord im Ausdauer- ficken aufstellen. Die Tortur schien kein Ende zu nehmen. Ich fühlte die Stöße bis in jeden Knochen, fürchtete mein Rücken hielte das nicht durch. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das hätte ich dem mageren Kerl, trotzt seines düsteren Blickes, nicht zugetraut.

Als er mit seinem langen Schwanz plötzlich unangenehm gegen meine Blase stieß, entwich mir ein spitzer entsetzter Schmerzesschrei. „Aahhhh!“

Nur ein paar Sekunden später atmete der Rammler mit einem zischenden Laut aus und während er mir seinen Galm ins Gesicht pustete, fühlte ich das ekstatische Zucken seines Schwanzes in mir.

Ächzend ließ der Mann sich zur Seite fallen und meinte grinsend: „Na siehst du, hat doch noch richtig gut getan. Hattest wohl gedacht, ich schaff es nicht?“ schien er mit sich selbst zufrieden zu sein.

„Was?“ fragte ich verständnislos.

„Was? Na, das du doch noch nen Orgasmus hattest. Schreist du dabei immer so? Oder hab ich es dir so heftig besorgt? Ja, das war es. Klar!“ erklärte er selbstgefällig.

Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen, sprang aus dem Bett, wandte mich schnell zur Tür und rief im Hinausgehen: „Ich komm gleich zurück, wasch mir nur schnell die Hände!“ sonst hätte ich ihn wohl ausgelacht. Der Trottel hatte meinen Schmerz mit Wohlgefallen verwechselt. Welch ein Witz! Meine Nerven lagen blank.

Nachdem ich Abstand gewonnen und mich beruhigt hatte, ging ich ins Schlafzimmer zurück. Höflichkeitshalber fragte ich: „Kann ich dir etwas zu trinken anbieten? Ich habe Wasser, Apfelschorle, Eistee oder Orangensaft anzubieten.“

Der Freier schüttelte den Kopf und fragte bescheiden: „Wenn es dir nicht zu viel Mühe macht hätte ich gerne einen Kaffee. Das wäre sehr schön!“

Wie lieb er plötzlich wieder war, wie umgewandelt. Ich war sehr verwundert aber auch erfreut, also sagte ich entgegenkommend: „Klar mach ich dir einen Kaffee. Wie möchtest du den denn? Mit Milch und Zucker?“

„Nein, um Gottes willen keine Milch. Ich leide unter Laktose- Intoleranz. Deshalb bin ich auch so dünn. Bis ein Arzt die Krankheit bei mir festgestellt hat, habe ich wahnsinnig abgenommen, weil ich ständig Durchfall hatte. Nur 2 Stück Zucker bitte, wenn du so lieb sein willst!“

In der Küche dachte ich: ein seltsamer Kerl, beim Sex so brutal dass es einem Angst und Bange wird, und dann kann er so lieb, fast unterwürfig sein, als ob er eine devote Ader hätte.

Als ich ihm den Kaffee brachte, bedankte er sich ganz höflich und erzählte mir von dem Verlauf seiner Krankheit, seiner Herkunft und seinem Beruf.

„Bäcker bist du? Das ist aber komisch. Hätte ich nicht gedacht. Weil du so raue rissige Hände hast. Wie kann das denn sein? Du arbeitest doch sicher mit Handschuhen? Oder?“ konnte ich mir meine neugierige kritische Frage nicht verkneifen.

Hendrik lachte Kopfschüttelnd: „Wo denkst du hin? In der Backstube mit Handschuhen arbeiten? Das geht doch nicht! Meinst du wie manche Lebensmittel- Verkäuferinnen? Mit Plastik-Handschuhen? Nee, so ein Quatsch. Ist doch gar nicht machbar, dann würden wir ja nie fertig, oder in der Hektik blieb plötzlich ein Latex-Handschuh im Brotteig? Ha ha ha- nee, da hast du aber völlig falsche Vorstellungen. Ich arbeite in einer Groß-Bäckerei, da muss alles zügig gehen, alles von Hand geknetet, da haben wir keine Zeit für Schicki- Micki- Methoden.“

Ich betrachtete seine ungepflegt wirkenden Hände und dachte: bei den Griffeln dürfte ich nicht wissen, dass du den Teig geknetet hast, dann möchte ich das Brot nicht essen. Überhaupt habe ich mir nen Bäcker anders vorgestellt. Gepflegter. Eben anders. Na ja, du hast zwar ne Macke, aber scheinst ja ansonsten kein Schlechter zu sein. Nur von Frauen und Sex hast du entweder null Ahnung, wegen wenig Erfahrung oder mangelndes Gefühl für andere Menschen. Aber war ja eh nur ne einmalige Story. Ein Glück dass ich die Sache gut überstanden und hinter mir habe.

Ich sollte mich irren, Henrik besuchte mich noch mehrere Male, aber ich lernte ihn zu führen, hatte seine Wildheit bald im Griff. Blaue Flecke hinterließ er mir trotzdem jedes Mal, denn er war stark wie ein Bär und beim Sex unerbittlich fordernd und hart. Den Druck seiner Hände dabei zu kontrollieren fiel ihm schwer. Schon deshalb zählte Henrik nie zu meinen Lieblings-Kunden, auch wenn er nach dem Abspritzen zahm wie ein dressiertes Raubtier war.

Einmal meldete er sich nach Monaten, in denen ich Henrik auch nicht online gesehen hatte, wieder bei mir, machte wie gehabt kurzfristig einen Termin.

Bei diesem Besuch gestand er mir, dass er im Gefängnis säße, nur seinen Ausgang schnell für ein Date genutzt habe. Natürlich sei er unschuldig. Ein Justiz-Irrtum.

Zu meinem Erstaunen erzählte er mir eine seltsame Geschichte. Seine Ex-Freundin hatte ihn wegen Stalking angezeigt und ihm wegen ihren Beschuldigungen letztlich eine 1 jährige Haftstrafe eingebracht. Er war das Opfer ihres Hasses und der blinden Justiz, dabei wisse er gar nicht, warum und wodurch es so weit gekommen sei.

Eine sehr unglaubwürdige Story.

Natürlich bedauerte ich den armen Kerl, zeigte ihm meine heimlichen Zweifel an seiner Darstellung nicht, denn sein Verhalten bei unserem ersten Date zeugte von seiner brutalen Dominanz bei sexueller Erregung. Ich konnte mir durchaus vorstellen, dass dieser Macho sich mit dem Ende seiner Beziehung nicht abfinden konnte und deshalb seiner Ex nachgestellt hatte. Dass ein Gericht eine solch lange Haftstrafe auf blauen Dunst, ohne wirkliche Beweise, verhängte, fand ich sehr suspekt. Aber da er mir niemals mit Absicht weh getan hatte, interessierte mich sein Verhalten außerhalb meiner Wohnung nicht wirklich. Ich hörte ihm zu, ließ ihn sich ausquatschen.

Wirkliche Befriedigung hatte ich nie und würde ich auch bei ihm niemals erfahren, denn Henrik gehörte zu den wenigen Männern die nicht gerne leckten und deshalb auch nicht wussten wo der sensible Punkt war. Er hatte es mal versucht, war mit der Zunge kurz durch die Mitte gerutscht und fertig. Allerdings legte er auch keinen besonderen Wert auf blasen, so dass ich mir die Mühe sparen konnte.

Ein anstrengender Kunde blieb er weiterhin, denn er war ein wilder ausdauernder Rammler.

Resümee:

Eitelkeit und Selbstgefälligkeit haben bei diesen Männern zu völliger Ignoranz der wahren Tatsachen geführt, so dass sie sich noch als große starke Helden oder arme, zu Unrecht gequälte Büßer fühlten, aber in jedem Falle glaubten sie sich im Recht. Waren sie das?

Wie dem auch sei, nur eines ist für mich wichtig: dass die Begegnung mit den Macho-Kerlen ohne negative Folgen blieben.

Aber die Liebe fehlt.

Das Ergebnis meiner Bewertung ist:

Siegfried =

Ausdauer 1 ( sehr gut )

Gefühl = 3 ( befriedigend )

Geruch = 2 ( gut )

Leistung= 1 ( sehr gut )

Henrik:

Ausdauer = 2 ( gut )

Gefühl = 5 (mangelhaft )

Geruch = 4 (ausreichend )

Leistung = 5 (mangelhaft )

Sahnebällchen

Einleitung:

Es war eigentlich kein guter Tag um noch einen Freier zu empfangen, weil mein Besuch aus Ägypten schon auf der Anreise war. Denn mein Ex Lover hatte es mal wieder geschafft durch meine Vermittlung ein Visum für good Old- Germany zu ergattern, ergo würde ich ihn vom Flughafen abholen und zwei bis drei Tage beherbergen müssen. Ungern, aber ich konnte so schlecht nein sagen, schließlich hatten wir eine achtjährige Beziehung hinter uns. Andrerseits täte mir vor der unfreiwilligen Abstinenz noch eine geile Nummer finanziell wie sexuell gut.

Außerdem hatte ich noch jede Menge Zeit, denn Ramsi landete erst spät abends an diesem Feiertag den 17.Mai - an dem: Vatertag. Sicher würden ausgerechnet am Abend die besoffenen grölenden Väter oder Mitsäufer durch die Gegend ziehen, was aber am Airport hoffentlich nicht zu merken sein würde.

Carsten:

Die Anfrage erreichte mich gegen Mittag. Ich betrachtete sein Profil, welches im Großen und Ganzen wenig aussagte. Durchschnitts-Mann: 45 Jahre -1,78 m- 74 kg- 18/4- blond- blaue Augen- Single- vom Niederrheinischen Wesel.

Er bezeichnete sich als , sportlich schlank- suchte das übliche und hatte die üblichen Vorlieben, aber er schien noch nicht lange in diesem Forum vertreten zu sein, denn er hatte noch keine 50 Profil-Aufrufe, gerade erst 3 Mails geschrieben und bisher noch keine Antwort erhalten. Hm- das sah schon mal nicht übel aus, mal ausnahmsweise kein abgewichster, ausgebuffter Freier der alles poppte was bei drei nicht auf den Bäumen war, oder der sich durch versaute Mail-Schreiberein aufgeilen und dann einen runter holen wollte. Wenn sein Text auch insgesamt ne 08/15 - Beschreibung war, hatte gerade das gleichzeitig irgendwie etwas Unschuldiges, Frisches.

Neugierig machte mich auch sein Profil-Name mit dem er sich eingetragen hatte: >Tristesse< aus dem französischen für Traurigkeit. Ob er traurig war? Und wenn, warum? Da er leider kein Foto in seinem Profil hatte konnte ich es nicht sehen, also würde ich es vielleicht beurteilen können, wenn ich ihn persönlich kennen lernte.

Obwohl was interessierte mich eigentlich anderer Leute Traurigkeit? Jeder hatte schließlich sein Päckchen zu tragen.

Kurz und knapp hatte >Tristesse< geschrieben: >hallo bodytouch, würde dich gleich gerne besuchen, ist das möglich und wie ist dein Preis? Gruß Carsten<

Mit meiner üblichen Info sendete ich noch meine beiden heißesten Fotos auf denen ich lediglich mit den schwarzen Lackleder- Overknee-Stiefeln bekleidet war. Auf einem grinste ich süffisant und hielt mit einer Hand die Scham bedeckt und stützte mit der anderen mein Milchgeschäft, als habe ich die Befürchtung die mächtigen Möpse fielen sonst runter, worüber ich mir echt keine Sorgen machen musste . Das zweite Foto zeigte mich von hinten in leicht nach vorn gebeugter Haltung, breitbeinig und -armig vor einer Wand stehend, als wolle mich die Polizei durchsuchen. Diese Stellung erzeugte bei den meisten Freiern ein schweißtreibendes Kopfkino und eine ruckartige Blutzufuhr im unteren Körperbereich.

Mal sehen ob die Fotos bei Carsten die gleiche Wirkung hätten.

Sie hatten- die Antwort war kurz und knapp: >wow- das überzeugt endgültig- ist 16 Uhr okay? Dann brauche ich die Adresse- L.G.<

Guter Junge- dachte ich als ich ihm zur Bestätigung den Straßennamen schrieb, mit dem Hinweis, dass er weitere Details telefonisch bekäme.

Die wenigen Stunden bis zum Termin nutzte ich für die restlichen Hausreinigungs- sowie Restaurierungs-Arbeiten an meinem Äußeren.

Carsten war nichts besonderes, ein normaler schlanker, mittelgroßer Mann mit klaren Eisblauen Augen, schmalem ebenmäßigen Gesicht und gerader Nase über einem vollen Mund. Was mir gleich auffiel war das Grübchen in seinem Kinn und der altmodische Schnitt seiner mittelblonden Haare, die streng gescheitelt und total glatt waren, (hätte er noch ein schmales Oberlippenbärtchen wäre unser Adolf 2 fast perfekt) die aber unglaublich glänzten. Man konnte Carsten ohne Frage einen hübschen Mann nennen, der zwar kein auffälliger Typ war, aber auch nicht in der Masse untergehen würde.

Seine Mimik drückte eine seltsame Mischung von Schüchternheit, Jungenhaftigkeit, Distanz und Skepsis aus, als er mir abwartend gegenüber stand. Zum Glück mal kein dummer Spruch oder coole Geste, kein forsches Auftreten oder zitternde Nervosität, er wartete einfach ab.

„Hallo Carsten, schön dich kennen zu lernen. Hast du mich gut gefunden?“ war auch bei ihm meine übliche Frage während ich mir den überschüssigen Lipgloss abtupfte.

Sein Blick war erstaunt als er sachlich erwiderte: „Sonst wäre ich wohl nicht hier, dafür gibt es ja Navigation!“

Sarkastisch der Knabe, okay, dachte ich, ließ mich dennoch nicht aus meinem Konzept bringen. Denn ich sah auch seinen begehrlichen Blick, der über meinen Kimono hinunter bis zu den Pumps und zurück zu meinem Ausschnitt streifte. Dadurch fühlte ich mich selbstsicher und überlegen, war überzeugt, dass ich auch diese harte Nuss knacken würde. Wäre doch gelacht.

Also machte ich einen Schritt auf ihn zu, fragte süffisant: „Darf ich dich denn mal begrüßen?“ dabei hob ich die Arme und wollte ihn umarmen, aber er wich zurück und sah mich misstrauisch an.

„Sorry, Carsten, ich wollte dich nicht beißen, nur umarmen. Das finde ich persönlicher als einen Händedruck. Du nicht?“ war ich echauffiert über seine ablehnende Geste.

„Okay,“ sagte er verlegen und schmunzelte, „dann leg mal los. Ich halte still.“ Ergeben öffnete er beide Arme und senkte ein wenig den Kopf als stelle er sich einer Strafaktion.

Komischer Kerl, dachte ich. Seine Haltung verwirrte mich kurz, doch ich fing mich schnell und beschloss meinen Weg weiter zu verfolgen. Schließlich gab ich den Ton an, der Kunde war nur Gast, hatte sich nach mir zu richten, ob er wollte oder nicht. Basta.

Als mich sein Atem streifte roch ich leichten Pfefferminz-Geruch, er kaute Kaugummi. Ach ja, Raucher, erinnerte ich mich kurz. Sehr aufmerksam, der Mann hatte für guten Atem gesorgt.

Carsten schien doch schwerer zu knacken zu sein, als ich angenommen hatte, denn er nahm die Umarmung wörtlich. Während ich meine Arme um seinen Hals schlang, umfasste er leicht meine Taille wobei er der Kopf zu Seite drehte, so dass meine Stirn seine Wange berührte. Trotzdem hielt der Mann immer noch Abstand, fehlte mir die Tuchfühlung. Der Kontakt mit seiner Haut und sein fantastisch leicht-herber Duft machte mir Mut den Abstand zu verringern und mich an ihn zu schmiegen. Das Aneinanderdrücken unserer Körper empfand ich als wohlige Wärme und es erzeugte ein heißes Verlangen nach mehr.

Auch Carsten schien das zu spüren, denn er gab seine Distanz auf und streichelte sanft über meinen Rücken hinunter zum Gesäß. Sein Atem wurde schneller und lauter, dann drehte er den Kopf, sah mir prüfend in die Augen und sein Mund suchte den Meinen. Seine weichen Lippen streiften leicht über meine und als er den Mund leicht öffnete, seine Zunge sich langsam vortastete, durchfuhr mich ein magisch warmer Strom. Zärtlich strich ich über seinen Kopf und die Weichheit seines Haares fühlte sich an wie Seide, was für einen Mann sehr ungewöhnlich war. Carsten schien diese Geste zu mögen, denn seine Küsse wurden leidenschaftlicher, die Umarmung enger und fester. Seine Nähe machte mich so glücklich, dass ich die Welt hätte anhalten mögen. Er zog mich total in seinen Bann und ich versank in einem süßen Rausch der Gefühle.

Zwischen Küssen, Streicheln und Ausziehen dirigierte der Mann mich ins Schlafzimmer, Richtung Bett. Er ließ mir keinen Spielraum etwas zu tun oder zu sagen. Mit heißer Leidenschaft zog er mir den Kimono aus und entledigte er sich seiner Kleidung, die er einfach fallen ließ. Carsten schien tausend Hände zu haben, die mich überall berührten, die zaubern konnten, nur die Knöpfe seiner Jeans machten ihm Probleme. Er ruckelte ungeduldig daran herum, so dass ich ihm behilflich sein wollte, aber dann fühlte ich das Hemmnis. Seine Erektion beengte die Hose und sperrte die ohnehin eng gefassten Metallknöpfe.

Carsten holte tief Luft, streckte sich so dass wir gemeinsam die Barriere besiegten und seine Hose sich weit öffnete.

Mit einem Blick sah ich die pralle Rundung seiner Eichel vorwitzig über den Hosenbund ragen. Der Anblick seines kräftigen Phallus mit der dicken freiliegenden Prachteichel wirkte so appetitlich und aufreizend, dass ich mich hinabbeugte und seinen Schwanz mit einem zarten Kuss begrüßte.

Carsten gab keinen Laut von sich hielt aber genüsslich still, so dass ich davon ausging dass es ihm gefiel. Aber seine Lautlosigkeit reizte mich weiter zu machen, ihn aus der reservierten Haltung zu locken, zudem war sein Schwanz angenehm trocken, roch und schmeckte auch noch gut. Mich überkam eine irre Lust, ihn oral zu stimulieren, vielleicht sogar an seine Grenzen zu bringen. Ich griff sein Hosenbund, zog das überflüssige Teil mit einem Ruck ganz runter und während ich mich rücklings auf das Bett setzte, fasste ich seinen knackigen kleinen Po und zog den Mann zu mir heran. Dann umschloss ich langsam seinen hochstehenden, steifen Schwanz mit meinem Mund und begann ihn zu lecken und meinen Lippen zu massieren. Ganz schwach hörte ich ihn hecheln und seinen Atem wieder schneller werden. Ich streichelte seine kleinen kahl rasierten Eier, um gleichzeitig die Kontrolle über seine Reaktion zu haben, weil ich keinen vorzeitigen Samenabgang erzeugen wollte.

Carsten hielt nicht sehr lange durch, zog sich plötzlich vorsichtig zurück während er leise bat: „Langsam, bitte. Sonst komm ich zu schnell.“

Dann entledigte er sich eilig seiner restlichen Kleidung samt Schuhen und sank vor mir auf die Knie. Sanft küsste er mich, streifte die Träger meines schwarzen Hemdchens runter und streichelte dabei über meinen Busen. „Ach sind die schön, unglaublich schön.“ Stöhnte er erregt und liebkoste meine Brustwarzen mit seiner Zunge.

Als ich mich nach hinten auf das Bett fallen ließ und erleichtert stöhnte: „Ach ja, das ist gut. Sehr gut.“ Ging seine Zunge auf Erkundungsreise über meinen Bauch hinunter bis zu dem Schamhügel.

„Komm!“ forderte ich und kroch auf dem Bett weiter hoch um ihm mehr Platz für sein Vorhaben einzuräumen. Dann spreizte ich die Beine und es bedurfte keiner weiteren Aufforderung, Carsten kam neben mir kniend ausgiebig meinem Wunsch nach.

Sein Gefühl für die richtigen Punkte und Momente sowie den richtigen Druck zum richtigen Zeitpunkt war unglaublich schön. Ich schwebte auf Wolken, glaubte mich im Paradies. Wie magisch angezogen, als könne er meine und ich seine Gedanken lesen, liebten wir uns mit allen Sinnen.

Im Wechsel spielten wir miteinander, brachten uns gegenseitig immer wieder an den Rand der Erträglichkeit mit wahnsinnigem Genuss. Wir hatten keinerlei Hemmungen oder Scheu unsere sensiblen Gefühle und Wünsche dem anderen zu offenbaren ohne zu reden, nur mit Gesten verstanden wir uns stumm. Zwischen uns war eine Übereinstimmung die ich nie zuvor erlebt hatte. Ich hatte das Gefühl nach einer langen Reise zu Hause angekommen zu sein.

Als Carsten nach einer Stunde ging, stand ich wie gelähmt in der Diele, den Türgriff noch in der Hand und fragte mich fassungslos: was war das denn? Das gibt es doch nicht. Ist mir ja noch nie passiert. Und mich traf blitzartig die Erkenntnis: ich habe mich verliebt!

Das Piepsen meines Handys riss mich aus der Erstarrung. Eine SMS von Carsten: >wow... das war irre... zwischen uns ist mehr... wir sehen uns wieder... <

Das war der Beginn meines Liebens und Leidens.

In den nächsten Tagen blieb mir nicht die Zeit über das ungewöhnliche Erlebnis nachzudenken, mein Auslands-Gast hielt mich voll in Atem. Als wäre es noch immer selbstverständlich verlangte Ramsi nach Beschäftigung. Für alle möglichen Aktivitäten erwartete er meine Chauffeur-Dienste. Ich begleitete ihn ins Spielcasino, zum Kaffeetrinken bei der Bekannten die sein Visum ermöglicht hatte, zum Bummel auf der Kö, seiner Lieblingsstraße in Düsseldorf, was ich als Höflichkeit dem Gast gegenüber alles ertrug, weil er ja maximal drei Tage bleiben wollte. Aber seine Pläne, nach Frankreich oder in die Schweiz weiter zu reisen verschoben sich, weil seine russische Freundin nicht am vereinbarten Tag eintraf und er auf deren Finanzierung angewiesen war. So blieb er einfach, als sei das normal.

Obwohl mein Besucher bescheiden war, in meinem Wohnzimmer schlief, damit er mich nicht behinderte, störte er mich mehr und mehr.

Vor allen Dingen Ramsis ständige telefonischen Streitigkeiten mit seiner Freundin und deren Anwalt, die in zornige Schreierei ausarteten, wobei er nicht die geringste Rücksicht auf meine Gegenwart nahm, gingen mir tierisch auf die Nerven. Dabei lief er auch noch hin und her wie ein Tiger im Käfig. Er zerstörte die ruhige gemütliche Atmosphäre meiner Wohnung, dass ich meine Gutmütigkeit bitter bereute, zumal seine Belagerung mich auch noch daran hinderte, Kunden zu empfangen. Erst bat ich ihn, dann befahl ich ihm, so bald als möglich seinen Weg weiter zu gehen. Am liebsten hätte ich ihn rausgeworfen.

Als ich meinen undankbaren Besucher nach 9 Tagen endlich los war, musste ich mich erst einmal mit gründlicher Wohnungsreinigung und persönlicher Restauration abreagieren. Fußpflege, Friseur und Sonnenbank sorgten schließlich bei mir wieder für bessere Laune.

Nachdem sich meine Nerven beruhigt hatten und ich mir endlich die Zeit nehmen konnte in meine Sex-Profile zu schauen, stellte ich erschrocken fest, dass das >Tristesse< -Profil bei vögeln.de gelöscht war.

Weil sein Profil-Name einfach durchgestrichen war, gab es auch keine Erklärung dafür von wem die Löschung ausgegangen war. Was war da passiert? Hatte Carsten irgendwie gegen die Regeln verstoßen oder vielleicht selbst seine Mitgliedschaft gekündigt? Aber warum?

Spontan fragte ich Carsten per SMS nach dem Grund. Seine Antwort kam schnell und war so überraschend, dass in mir ein heißes Glücksgefühl hoch kam. Er schrieb: >hab ich gekündigt<

Kaum zwei Minuten später piepste mein Handy erneut, auch diese SMS hatte Carsten geschickt: >das brauch ich jetzt nicht mehr... aber dont worry... ich gehe dir nicht verloren... ich melde mich...<

Er hat meinetwegen sein Profil gelöscht weil er mich gefunden hat. Er erwidert meine Gefühle, dachte ich beglückt, und träumte mit offenen Augen von der großen Liebe und einem gemeinsamen Leben bis ans Ende unserer Tage.

Ab diesem Tag hatten wir fast täglich Kontakt per SMS. Meist machte Carsten den ersten Schritt, schrieb mir, er dächte ständig an unser geiles Date, fühle fast körperlich noch meine Küsse und schilderte unser nächstes Treffen in den wildesten sexuellen Fantasien.

Obwohl mir solche Mails eigentlich nicht gefielen, fühlte ich mich so zu diesem Mann hingezogen, dass mir jedes Wort schmeichelte, mich sogar anheizte. Wenn ich abends die Augen schloss sah ich sein leuchtendes Gesicht, den verzückten Ausdruck als ich mich auf ihn setzte und sein Schwanz langsam in mich hinein glitt. Die Erinnerung an seine unvergessliche Mimik, die so glücklich ausgesehen hatte, bewirkte, dass mich die Sehnsucht nach ihm förmlich zerriss.

Am Morgen, beim Erwachen, fragte ich mich dann ernüchtert, wie es nur möglich war, dass ein Freier einen solch starken Eindruck hinterlassen konnte. Ich musste mir die Frage nicht beantworten, mir war klar, dass ich mich Hals über Kopf in Carsten verliebt hatte, wenn ich auch nicht wusste warum und wodurch.

Dann schrieb er, dass er noch kein Geld habe, weil er auf eine Überweisung warte, aber sobald sein Konto wieder gefüllt sei, käme er sofort zu mir.

Nach einigen Tagen, die mit vielen Nachrichten und dem Bedauern gefüllt waren, dass er leider immer noch auf sein Geld wartete, fragte er ob ich ihm ein wenig entgegenkommen würde, dann könne er mich schon in ein paar Stunden besuchen. Natürlich stimmte ich zu, war meine Sehnsucht inzwischen so groß, dass mir die Kohle völlig schnuppe war.

Sofort schrieb Carsten eine SMS mit der Frage ob ich am Nachmittag Zeit für ihn hätte. Dann wollte er wissen in welchem Outfit ich ihn empfangen würde, schlug gleichzeitig die schwarzen Stiefel vor, und schwelgte in sexuellen Fantasien. Ich antwortete immer zustimmend ohne direkt darauf einzugehen, machte mich aber genau so zurecht, wie er es sich wünschte.

Von unterwegs sendete Carsten mir mehrere Nachrichten, jede mit dem Hinweis auf seine Ankunftszeit- >noch 1 Stunde-

>noch 30 kilometer-

>noch 10 Minuten bis zum Kuss-

>gleich bin ich endlich bei dir<

schrieb er und das machte mich sicher, dass er genau so verliebt war wie ich, denn es waren gerade 3 Wochen vergangen seit er zum ersten Mal bei mir war.

Als sein schwarzer Kombi vor meiner Haustür hielt, hätte ich vor Glück jauchzen können und als Carsten ausstieg begann mein Herz schneller zu schlagen. Welch ein schöner Mann, dessen Haar in der Sonne glänzte wie fein gesponnenes Gold und der kam tatsächlich zu mir. Seine ernste Miene widersprach eigentlich der Vorfreude die er in seinen Nachrichten zum Ausdruck gebracht hatte, auch seine gelassene langsame Gangart mit der er die Treppe hinauf stieg, war nicht gerade überschäumend. Aber das störte mich nicht. Hauptsache er war da!

Dann stand er mir in der Diele gegenüber und ich sah in seine strahlenden eisblauen Augen, in diesem kurzen Moment hatte ich das Gefühl als brenne die Luft.

Nur Sekunden dauerte unser gegenseitiges Betrachten, dann fielen wir uns in die Arme, küssten uns leidenschaftlich und als sich unsere Körper ganz nahe waren fielen wir übereinander her wie Verdurstende. Wir rissen uns gegenseitig die Kleider vom Leib, tasteten, streichelten und küssten unsere empfindlichsten Stellen, wälzten uns auf dem Bett miteinander verschlungen und ineinander verschmolzen.

In einem Rausch der Gefühle liebten wir uns ohne Hemmungen aber auch ohne jede Vorsichtsmaßnahme. Wir gaben uns alles was wir brauchten und wir suchten immer wieder die nackte totale Vereinigung, bei der wir kein Gefühlshemmnis haben wollten. Es war als hätten wir aufeinander gewartet, wären wir füreinander bestimmt, als würden wir uns schon ewig kennen.

Während Carsten in mir zum Samenerguss kam stammelte er: „Oh Gott, oh Gott, das gibt es doch nicht.“ Und sein glücklicher Gesichtsausdruck war wie eine Offenbarung und brannte sich tief in mein Gedächtnis und mein Herz. Das war die Liebe- Glück pur.

Normal war ich immer die erste, die nach dem Sex aufstand und ins Bad verschwand, bei Carsten nicht. Nachdem er den restlichen Samen mit einem Papiertuch trocken gewischt hatte ging er zügig ins Bad. In Minutenschnelle kam er zurück und begann sich anzuziehen. Eine ungewöhnliche Kühle ging plötzlich von ihm aus, die ich nicht verstehen konnte. Ich bot ihm etwas zu trinken an, was er dankend ablehnte, dann sah ich ihm schweigend beim anziehen zu.

Als er sich zur Tür wandte, blieb mir nicht übrig als schnell meinen Kimono über zu werfen und ihn zu verabschieden. Sein Kuss war flüchtig und distanziert. Seltsam.

Mit gemischten Gefühlen, aber überwiegend niedergeschlagen blieb ich zurück und versuchte langsam wieder klare Gedanken zu fassen. Warum war er so eilig aufgebrochen? Hatte ihm irgendetwas nicht gefallen oder ihn gestört? Ich war verwirrt.

Das Piepsen meines Handys kündigte eine SMS an. Ich sah Carstens Nummer und las: >irre... einfach unglaublich... wow... war das gut>

Ich strahlte übers ganze Gesicht, war überglücklich, so dass meine bedrückte Stimmung sofort verflogen war. Schnell antwortete ich: >ja er war fantastisch- bis zum nächsten Mal- hoffentlich bald? <

>wenn das meine Finanzen mitmachen... am liebsten jede woche... lach... aber das glaube ich kaum...schluchz...< antwortete Carsten.

Sofort fiel mir die Lösung ein, die Aussicht ihn jede Woche bei mir zu haben und von ihm beglückt zu werden, verleitete mich ihm zu schreiben: >das ist eine gute Idee- jede Woche- wenn du jede Woche kommst, brauchst du nur 1x im Monat zu bezahlen- Willst du? Bussi<

Ungläubig fragte Carsten: >ist das dein ernst...verstehe ich dich richtig...ich darf jetzt noch 3x kommen...ohne zahlen... echt???<

> ja- das hast du richtig verstanden- ich möchte dich mindestens 1x wöchentlich sehen. Ok? < antwortete ich und war sofort in heller Vorfreude. Das war mein bester Gedanke, ja, ich fand es toll.

Ich war so verliebt- ich schwebte auf Wolken- jede Realität war mir fern. Welch ein Mann, ein Sahnebällchen. Ich hatte meinen Traummann gefunden.

Von dem Tag an schrieb er mehrmals täglich, offenbar liebte Carsten diese Art Kontakt. Er berichtete wo er war, geschäftlich natürlich, und bedauerte, dass er leider aus beruflichen Gründen noch nicht zu mir kommen könne und deshalb unser Vereinbarung zeitlich nicht schaffen werde.

Dafür schrieb er mir eines späten Abends per SMS: > komm sofort in mein Hotelzimmer... und blas ihn bis er explodiert...<

Auf meine erstaunte Frage wo er denn sei, bekam ich die Auskunft: >im tiefsten Bayern... gut 700 km entfernt... leider... lieber wäre ich bei dir...würde lieber an deinen Nippeln lutschen.... deine Knospe lecken...und den süßen Honig schlecken....grins>

Unser Nachrichten –Fluss entwickelte sich wohl auch deshalb in dieser Form weiter, weil ich darauf einging.

Solche ähnlichen Nachrichten bekam ich ab diesem Tag laufend. Carsten besuchte mich zuerst nach Ablauf von 2 Wochen, dann aber in der Regel nur alle 5 bis 6 Wochen, weil er aus beruflichen Gründen in Europa umherreiste, teilte mir aber seine sexuellen Gedanken und Träume oft per SMS mit. Dabei fiel mir anfangs gar nicht unangenehm auf, dass er sich so abreagierte, es amüsierte und animierte mich.

Ab und an war unser Nachrichten-Verkehr auch mit normalen Themen gefüllt, was aber immer von mir ausging. So schrieb ich ihm eines Tages: >Eigentlich weiß ich gar nichts von dir- wer und was du bist- das könntest du mal ändern-<

Natürlich erwiderte er: >dito... lach<

Also wollte ich anfangen unser Beziehung in reale Bahnen zu lenken:

>Ich bin schon lange geschieden- habe 3 Kinder und 4 Enkelkinder- hatte mehrere längere Beziehungen- seit 2 Jahren solo- färbe mir oft die Haare- nehme manchmal Botox- habe 3 Hobbys- Sex-Schreiben und Schießen- bin eigentlich viel zu alt für dich- aber du nicht zu jung für mich- denn ich stehe auf männliches Frischfleisch- speziell auf dich<

Carsten erwiderte nur >okay... ich lebe im Trennungsjahr... bin selbständig im Maschinenbau... beruflich viel unterwegs... das mit dem Alter sehe ich anders...wie alt, egal bücken...lach<

Der Mann konnte nicht ernsthaft sein, obwohl es mir auch Spaß machte. Aber ich hatte dennoch das untergründige Gefühl, dass er nicht zu packen war, dass er mir immer wieder entglitt, wenn ich ernsthafte Themen anschnitt. Er wich mir aus.

In der Anfangszeit schob ich diese dunkle Ahnung einfach beiseite, ich war so verliebt, dass ich keine noch so kleine Störung, vor allem keine Zweifel, akzeptieren wollte. Doch schon bald musste ich einsehen, dass Carstens Interesse an mir rein sexueller Natur war, denn sein schnelles Verschwinden, nach jedem Schäferstündchen missfiel mir sehr. Mir fehlte die Nähe und Wärme, das Kuscheln und Schmusen nach dem Orgasmus. Ich hätte gerne ein zweites Liebesspiel, oder zumindest eine längere Dauer unseres viel zu seltenen Zusammenseins gehabt. Ganz zu schweigen von einer gemeinsamen Nacht oder schönem Wochenende. Schließlich war er Single, hatte sich nach niemanden zu richten, war keinem verpflichtet, falls ich seinen Worten glauben durfte. Ich wollte mehr als nur Bettgespielin zu sein, mal ausgehen, zum Essen, ins Kino, Theater oder einfach nur spazieren. Aber nicht nur blasen, ficken, lecken und auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal. Als ich ihn darauf ansprach hatte er die unglaublichsten Ausreden. Mal musste er zum Geburtstag seiner Mutter, mal war es eine geschäftliche Besprechung, oder er musste sein Patenkind zum schwimmen abholen, was ja alles möglich und teilweise auch wichtig war, aber dennoch nichts mit seiner kühlen Distanz zu tun hatte, wenn ich ihn nach seinem Erguss küssen oder streicheln wollte. Dann ging er sofort auf Abstand, verließ das Bett, das Zimmer, die Wohnung. Er war dann so in Eile, dass er sich nach dem Verkehr nicht einmal frisch machte, sagte, er mache das dann zu Hause. Es war fast wie eine Flucht.

Nur den SMS-Kontakt hielt er eisern aufrecht, das schien ihm wichtig zu sein. Allerdings nur um seine sexuellen Fantasien auszuleben, sich an den Vorstellungen zu ergötzen. Bald hatte ich den Verdacht, dass ich sein einziger sozialer Kontakt war, der ihm Halt gab. Aber auch auf diese Vermutung bekam ich nur alberne ausweichende Antworten.

Einmal hatte ich am späten Abend, in weinseliger Stimmung, das Bedürfnis seine Stimme zu hören, wollte ihn anrufen, aber er unterbrach die Verbindung sofort. In der Annahme, er habe aus Versehen auf die falsche Taste gedrückt, wählte ich seine Nummer gleich noch einmal und hörte nur seine Mailbox. Carsten wollte nicht mit mir sprechen.

Erbost schrieb ich ihm per SMS >jetzt weiß ich es - du hast mich belogen- du hast eine Andere- warum sonst willst du nicht mit mir reden? <

Erst am nächsten Tag erhielt ich seine Antwort: >es gibt durchaus Situationen... da bin ich im Kundengespräch... dann kann ich nicht turteln... deshalb musst du nicht gleich ausflippen.... mir so einen Unfug unterstellen...was soll das.. warst du betrunken? <

Die eiskalte Dusche. Vorwürfe statt Verständnis. Missfallen statt Entschuldigung. Er schob mir den schwarzen Peter zu. Ich reagierte gekränkt, hüllte mich in Schweigen.

Ein paar Tage war Funkstille zwischen uns, dann schrieb er: >und... hast du dich beruhigt... wieder klar im Kopf?

Einsicht? Nein, Ignoranz, Verdrehung von Tatsachen waren seine Spezialität. Aber sobald er merkte, dass ich nicht darauf einging, verlegte er sich auf Lockungen. Dann schrieb er von momentanen Problemen durch seine Scheidung, seine schlechte Position in der Verteilung des gemeinsamen Eigentums und stellte mir schöne Zeiten in Aussicht.

>es kommen auch bessere Zeiten Maus....wir werden noch viele schöne Dinge zusammen erleben...über Nacht... Wochenende....Wellness- Urlaub... wenn ich die Sache hinter mir habe... im Oktober ist das vorbei< versprach er mir einmal.

Natürlich hatte Carsten damit meine Stimmung sofort umgedreht und ich war hoffnungsvoll, wieder sein williges Werkzeug.

Dann offenbarte ich ihm meine Gefühle, aber er zog sich sofort zurück, holte mich distanziert und kühl, mit ganz klarer, deutlicher Ablehnung auf den Boden der Tatsachen zurück. Unmissverständlich schrieb mir mein Traummann: >ich bin momentan nicht zu einer Beziehung bereit.... lass es so wie es ist...so ist es gut... wir haben doch Spaß zusammen<

Diese Ablehnung statt Erwiderung hatte ich nicht erwartet und tat weh. Ich war so gedemütigt, dass ich ihm die gleiche Niederlage zufügen wollte. Der geplante Besuch in einem Swinger- Club, mit Freundinnen, schien das richtige Mittel zu sein. Ich sollte recht behalten, als ich ihm von diesem Vorhaben schrieb reagierte Carsten misstrauisch und ablehnend, glaubte mir nicht, dass ich mich dort auf keinen Fall sexuell betätigen würde. Sarkastisch wünschte er mir viel Vergnügen.

Fast zeitgleich machte mir ein anderer Verehrer Avancen. Stefan. Als ob er es gerochen hätte, dass ich dringend Zuspruch brauchte, reagierte Stefan sehr positiv, zweifelte nicht an mir, sondern sprach mir sein Vertrauen aus.

Es kam zur ersten Trennung, weil Carsten mir nicht glaubte, sondern sich recht abfällig äußerte. Sein Misstrauen enttäuschte und kränkte mich.

Stefan schien der bessere Partner zu sein, mir näher zu stehen und ich glaubte mit diesem Mann an meiner Seite endlich zur Ruhe kommen zu können.

Ich sah ein dass ich von Carsten nichts erhoffen konnte, also schrieb ich ihm eine SMS: >Du bist ein Meister im ausweichen und verdrehen der Tatsachen- erwartest alles und gibst nichts- Gefühle lässt du nicht zu- auf was soll ich warten? Vergiss mich- ich schließe die Liebe tief in mein Herz ein und werfe den Schlüssel weg- das ist besser für mich- lass es dir gut gehen-<

Seine erstaunte Frage war so undurchsichtig wie immer, kein Bedauern oder eine Gefühlsregung erkennbar: >warum...gibt es einen Neuen?...<

Ich antwortete in der gleichen Weise: >wieso? Gab es denn einen Alten? < dann löschte ich seine Nummer aus meinem Speicher.

Carsten versuchte noch ein paar Mal mich mit seinen Nachrichten aus der Reserve zu locken, aber ich antwortete einfach nicht mehr, wollte mich auf einen gefühlvolleren Gefährten konzentrieren.

Drei Wochen später musste ich feststellen, dass der liebevolle Stefan ein Schmetterling war, der schnell von einer Blume zur nächsten hüpfte, sobald sich ihm eine neue Blüte bot. Nach seinem Urlaub verschwand er einfach in der Versenkung. Mir war sofort klar was passiert war, ich hatte mich gründlich in ihm getäuscht.

Seltsamerweise berührte mich das kaum, es verwunderte mich nur und ich strich ihn einfach aus meinen Gedanken.

Einige Tage später erhielt ich eine SMS von Carsten, vorsichtig, lieb und nett baute er den Kontakt wieder auf. Das war der Moment an dem ich wusste, dass Stefan mir nur als Trostpflaster gedient hatte.

Als Carsten dann noch schrieb: >ich habe dich sehr vermisst... obwohl ich das gar nicht wollte...< schmolz mein Widerstand wie Schnee in der heißen Sonne.

Meine Liebe saß tief und fest nur für einen Mann, den kühlen Carsten.

Ein ständiges Auf und Ab der Gefühle begann und zog sich über mehr als 1 Jahr hin. Leider blieben seine Besuche selten in unregelmäßigen längeren Zeitabständen.

Manchmal änderte Carsten seine Taktik, fragte nett an ob er zu einem Kaffee kommen könne, dem ich zwar immer freudig zustimmte, was aber leider nicht jedes Mal klappte, weil er Termin-Probleme bekam. Aber meistens waren seine Nachrichten sexueller Natur. So kam er einmal auf den Gedanken: >ich bin so rattig... hätte mal Lust auf einen Dreier.. hab ich noch nie gemacht...das ist bestimmt sehr geil...was hältst du davon...sollen wir? <

Sofort konterte ich: >gerne- schatz- hast du denn einen netten Freund? <

>nee... so doch nicht... mit deiner Freundin...< wurde er deutlicher.

>so etwas macht die nicht< erwiderte ich leicht säuerlich, weil er den Sinn meiner Antwort nicht verstanden hatte oder nicht verstehen wollte.

<wieso das denn nicht? Ich dachte die ist so gut drauf.. und auch drunter...lach...< ließ er nicht locker.

Er verletzte mich immer mehr, deshalb erklärte ich ihm schon leicht ungeduldig: >nein- sie ist energisch- frigide und Männerfeindlich-<

>versteh ich nicht... dann nimm mich doch mal mit wenn du mit deiner Freundin in den Swinger Club gehst... da macht sie doch sicher nen Dreier mit...oder? < schlug er ernsthaft vor. Dass es sich um zwei verschiedene Freundinnen handelte, musste er nicht wissen.

Ich wurde immer saurer, der Mann hatte das Gefühl eines Krokodils. Merkte er denn gar nicht, wie weh er mir tat? Offensichtlich glaubte er mir eh nicht dass ich solche Spielchen gar nicht mochte, vielleicht sollte ich ihm ein wenig entgegen kommen? Was machte es schon dass er mal eine Abwechslung brauchte? War es nicht besser wenn ich dabei war? Dann konnte doch eigentlich nichts schief gehen, hätte ich die Kontrolle. Oder nicht? Die Vorstellung, Carsten küsse eine andere Frau oder lecke gar ihre Pflaume machte mich wahnsinnig. Nein! Niemals könnte ich dabei auch noch zusehen. Der Mann gehört mir! Sein Mund gehört mir, dachte ich entsetzt. Über den Schwanz kann man ein Gummi ziehen, die Berührung war nicht so intim wie ein Kuss oder lecken. Allein der Gedanke bereitete mir fast körperliche Schmerzen, machte mich rasend eifersüchtig.

>sei nicht so egoistisch... schließlich gehst du doch auch in den Club... kannst mir doch nicht erzählen dass du da abstinent bist... also gönn mir doch auch mal den Spaß...> schrieb er ausgerechnet in diesem quälenden Moment.

Irgendwie musste ich die Schärfe aus der Diskussion nehmen, deshalb bemühte ich mich um Entgegenkommen: >ok- natürlich kannst du mitkommen- schon damit du siehst, dass du falsche Vorstellungen hast- und wenn es sein muss machen wir einen Dreier- aber ohne Mund- ich will nicht dass dein Mund eine Andere berührt- nur ficken- da kommt eh ein Gummi drüber!< bot ich ihm eine Alternative.

Er verstand mich einfach nicht, oder war wirklich so gefühllos, denn er schrieb: >nee, nee...my lady...so haben wir nicht gewettet... du bläst andere Schwänze und ich darf nur Blümchensex machen? Nee...ich will alles... entweder ganz oder gar nicht... sonst lassen wir das Ganze einfach...<

Diese Aussage bekam ich in den falschen Hals, so dass ich verärgert reagierte: >wie konnte ich auch von dir Verständnis erwarten? Ein Elefant im Porzellan Laden hat mehr Gefühl als du- aber okay- wenn du möchtest- dann lassen wir eben alles- du brauchst mich nicht- und deine Kälte brauche ich nicht-<

Und wieder einmal kam es zu einer Auszeit.

Aber schon nach kurzer Zeit hielt ich es nicht mehr aus. Die ersten Tage hatte ich ihn wütend zum Teufel gewünscht, dann fühlte ich dumpfe Enttäuschung dass er meine Liebe nicht erwiderte. Als nächstes suhlte ich mich in Selbstmitleid so verlassen zu sein und meine Sehnsucht nahm mir fast den Atem, speziell vor dem Einschlafen. Schon kamen Zweifel in mir auf, dachte, dass ich einfach zu empfindlich und voreilig reagiert hatte, ihn vielleicht auch falsch verstanden hatte und kam zu dem Entschluss mal vorsichtig anzutesten, ob er mich tatsächlich vergessen konnte.

Ich schrieb ihm eine SMS: >Hallo Carsten, hattest du vorhin ohne Nummernkennung angerufen?<

Vermutlich durchschaute er mich, ließ mich zappeln: >nö-warum sollte ich...wie kommst du auf mich? <

Schweinepriester, willst du mich zu Kreuze kriechen sehen? Dachte ich. Noch während ich mich zierte, überlegte ob ich klein beigeben und ihm die Überhand geben wollte, kam seine nächste Nachricht: >wenn ich was von dir will, würde ich dich nicht anrufen sondern schreiben ob du einen Kaffee für mich übrig hast... hast du? Grins<

Ich musste laut lachen während mein Herz vor Freude hüpfte, der verrückte Kerl konnte nicht ernsthaft sein. Aber glücklich über sein positives Feedback schrieb ich zurück: >IMMER!!!<

Zwei Tage später stand er vor mir und Höllenhitze lag in der Luft. Seiner jungenhaft schüchternen Miene widersprach der heiße Blick seiner eisblauen Augen als er voller Geilheit über mich herfiel, mir die Strumpfhose zerriss und mich gierig abküsste während er hektisch in mich eindrang.

Wir küssten, leckten, streichelten, und liebten uns wie zwei Verdurstende die nach langer Trockenheit endlich wieder Wasser fanden und ihren Durst löschen konnten.

„Ach Carsten, ich liebe dich, ich kann es nicht ändern. Ich brauche dich.“ Stöhnte ich auf dem Höhepunkt meiner Gefühle und dabei fiel mir gar nicht auf, dass er nichts erwiderte. Ich nahm es als seine gewohnte Art das Liebesspiel mit selig glücklichem Gesichtsausdruck einfach nur zu genießen.

Plötzlich nahm er sich die Zeit für eine Unterhaltung nach dem Sex, auch wenn er dabei auf Distanz blieb, sich auf den Ohrensessel setzte und einen Orangensaft trank, ich sah es als Änderung unserer Beziehung. Ich war glücklich!

Wie üblich hörte ich wieder einige Tage nichts von ihm, dann griff er per SMS das alte leidliche Thema wieder auf, das ich schon gedanklich ins Abseits geschoben hatte.

>Na... was ist nun mit unserem Club-Besuch? nimmst du mich nun mit oder willst du mich auf dem Abstell-Gleis stehen lassen?... < schrieb er.

>Natürlich darfst du mitkommen- wenn du dich mit mir alleine zufrieden gibst< steckte ich sofort die Grenze ab.

>wenn ich gemein wäre, würde ich jetzt behaupten, das ist doch langweilig... lach... aber das wäre ja gelogen... und ich will dich auch gar nicht ärgern... aber ok... du entscheidest...bin einfach mal neugierig auf die Atmosphäre...und die Leute...grins... wann ist der beste Tag?...< ging er auf mich ein.

Ich gab ihm alle Informationen über Neros -Palace und die Homepage Adresse woraufhin er sich melden wollte wenn es bei im zeitlich passe. Es dauerte einige Wochen bis er den zweiten Freitag im September vorschlug. Begeistert stimmte ich zu, freute mich schon darauf mal einen ganzen Abend mit ihm zusammen zu sein und ihn danach sogar über Nacht bei mir zu haben. Denn ich wollte es schon so arrangieren, dass ich das Steuer übernehmen würde, was bedeutete dass Carsten sicherlich zu viel Alkohol tränke und deshalb nicht nach Hause fahren könne.

Schön geplant, aber wieder einmal zu früh gefreut. Am vereinbarten Freitag schrieb er mir schon am Mittag dass er in Frankfurt sei und er nicht sicher sei ob er rechtzeitig mit seiner Arbeit fertig werde. Allerdings wolle er sich bemühen. Ich ahnte bereits den Fall ins Wasser. Nach einigem Hin und Her, wurde ich am frühen Abend langsam kritisch, gegen 19.30 fragte ich an was nun sei und bekam die unwirsche Auskunft: >ich kann nicht zaubern... kakke hier...dräng mich nicht wegen dem blöden Club... hab gerade andere Probleme...>

Meine Nerven vibrierten, ich war kurz vor dem explodieren, dennoch versuchte ich ruhig zu antworten: >Ich will dich nicht nerven- aber wenn du jetzt noch in Frankfurt bist wird das eh zu spät- also wird es mal wieder nix mit unserem Treffen? Das könntest du mir wenigstens eben mitteilen<

>hab für solche Nichtigkeiten keine Zeit... geh alleine in den blöden Club...und lass mich jetzt arbeiten sonst krieg ich den kakk hier nie hin..< ließ er die Katze aus dem Sack.

Ich war so empört über seine Art dass ich zurück schrieb: >Genau das mache ich- ich werde dich nicht weiter belästigen- vergiss mich- alles<

Dann schaltete ich mein Handy ab und machte mich ausgehfertig und packte mein Mini-Kleidchen und ein paar Dessous ein. Genau das würde ich tun, allein ins Neros gehen. Meine Stimmung war so gründlich verdorben, dass auch der Abend langweilig war, obwohl ich mich nett unterhielt. Aber mein Thekennachbar war zwar lustig, trotzdem insgesamt uninteressant weil er viel zu jung für mich war. So ein Mist, ausgerechnet heute hätte ich mich gerne mal vom nem geilen Kerl richtig kräftig durchvögeln lassen und da läuft nix gescheites hier rum, dachte ich nur frustriert. Die ganzen vier Stunden bis zu meinem Heimweg starrte ich immer zum Eingang, als hoffe ich dass mein Geliebter herein käme.

Erst später, als ich schon wieder zu Hause war, sah ich, dass Carsten mir tatsächlich noch geschrieben hatte: >sorry... bin genervt...war nicht so gemeint... fahr schon vor... ich komme nach<

Doch fünf Minuten vorher hatte ich ihm schon den Abschied verpasst.

Erneut litt ich wie ein getretener Hund, fragte mich immer wieder ob dieser Mann wirklich so kalt war und was er überhaupt von mir wollte?

Die Antwort gab mir meine Tochter, die meine Leidensmiene nicht mehr ertragen konnte: „Mensch, Mama, wie alt bist du eigentlich? Der Typ ist genau so ein Wichser wie die meisten Kerle, die du aus dem Netz kennen lernst. Der will auch nur Sex. Ist doch schön bequem, er braucht sich nur anzukündigen, dann springst du schon vor Freude in die Luft und bist zu allem bereit. Hak den Scheißkerl ab! Das ist nichts und das wird auch nichts!“ brachte sie es brutal auf den Punkt.

Obwohl ich wusste wie recht sie damit hatte, konnte ich mein Gefühl für diesen Mann nicht so einfach abschalten, als knipse ich das Licht aus. Ich gab mir Mühe, redete mir ein, dass ich auch ohne ihn glücklich sei, vergaß ihn manchmal Minutenlang, um dann umso schmerzhafter die Sehnsucht nach seinem Kuss, seiner Nähe zu spüren. Es war eine Qual, schmerzhafter als jede Krankheit.

Unser Schweigen war nicht von langer Dauer, schon nach kaum einer Woche erhielt ich eine neue SMS von Carsten: >Na du... komme auf dem Rückweg bald bei dir vorbei.... soll ich anhalten oder weiter fahren...<

Die Nachricht an diesem Freitagmittag ließ in mir das Blut heiß hochsteigen. Ohne Überlegung schrieb ich zurück: >vorbei ist falsch- reinkommen besser- wann kannst du hier sein? <

>circa... gegen 14 uhr.... outfit?... schwarze Stiefel... Mantel... nix drunter... grrrrr...tropf...< gab er gleich wieder den Ton an. Zwar störte mich der direkte Hinweis auf den einzigen Grund seines Besuches unterbewusst, aber die Freude, ihn endlich wieder zu sehen und von im beglückt zu werden, übertünchte meinen leichten Unmut.

Fertig gestylt wartete ich freudig erregt am Fenster auf den Mann meiner Träume und staunte nicht schlecht, als ein kleiner weißer Mini vor meiner Haustür hielt dem mein Carsten entstieg.

Seine gemurmelte Erklärung wegen des fremden Autos ging in unserer Begierde unter, mit der wir uns gegenseitig entkleideten. Wie ausgehungerte wilde Tiere die ihr Aas zerfleischen, begrabschten, beleckten und küssten wir den Körper des Anderen an allen empfindsamen Stellen, liebten uns zwischendurch immer wieder in verschiedenen Stellungen, atemlos und hemmungslos so lange, bis Carsten seinen Samenerguss nicht mehr zurück halten konnte.

Danach fielen wir beide außer Atem keuchend rücklings auf das Bett, unfähig zu irgendeiner Bewegung.

Natürlich war Carsten der Erste, der sich erhob und auf Abstand ging, denn als ich ihn hatte streicheln wollen, war er sofort zur Seite weg gerückt. Im Sessel sitzend trank er den Orangensaft aus der kleinen Flasche und berichtete mir von seinem geschäftlichen Problem mit einem zahlungsunwilligen Kunden. Deshalb musste er den großen Kombi abgeben und hatte sich das kleine Auto seiner Nachbarin geliehen. Ich war so glücklich, dass er nicht wieder gleich wegrannte, sondern mir sein Vertrauen zeigte seine privaten Dinge erzählte, dass ich den Haken an der Geschichte nicht bemerkte. Mir kam erst später der Gedanke, dass er mir vielleicht nicht ganz die Wahrheit gesagt hatte. Das Auto von der Nachbarin geliehen? Damit konnte er seine weit entfernten Kunden besuchen? Oder war das nicht nur die Nachbarin? Sondern seine Frau oder wenn es mit dem Trennungsjahr stimmte, seine Geliebte, Partnerin? Seine Angaben passten irgendwie nicht zusammen.

Als seine SMS kaum 5 Minuten nach seinem Weggang kam: >irre... einfach unglaublich... unglaublich gut...<

Verwarf ich vor lauter Glück alle zweifelnden Überlegungen. Nur die Liebe zählte für mich.

Bei dem schon üblichen SMS- Hin- und Her versuchte ich bald eine normale Unterhaltungs- Informations- Basis zu finden und berichtete ihm von meinen Vorhaben um gleichzeitig nach seinen privaten Dingen zu fragen, was er immer ausweichend beantwortete, niemals irgendetwas preisgab. Als mich das schließlich nervte fragte ich ganz direkt: >meinst du nicht, dass du mir mal etwas mehr von dir offenbaren könntest? Wenn dir was passieren sollte, wüsste ich nicht einmal nach wem ich wo suchen sollte. Wenn du ständig so weite Strecken fährst bist du unfallgefährdet. <

>dont worry- die Grabrede steht< flachste er.

Schon ziemlich ärgerlich wurde ich deutlicher. >Wenigstens Namen und Adresse zu wissen wäre schon angebracht. Meinst du nicht auch? <

Seine Antwort brachte mich auf die Palme: >alles zu seiner Zeit<

Dieser Mistkerl, das war doch die absolute Frechheit. Das konnte ich nicht mehr ignorieren. Nach einem halben Jahr schob er mich immer noch auf die Warteliste, nach dem Motto: du darfst alles essen aber nicht alles wissen?

Kotzsauer schrieb ich zurück: >ist klar- brauchst mir nicht noch deutlicher zu sagen, dass ich nur die Hure für dich bin- danke<

>Quatsch! Warst du nie und wirst du nie sein! Sei nicht so empfindlich... wir reden das nächste Mal... kannst mich alles fragen...<

Falls er angenommen hatte, ich sei vergesslich, sollte er sich täuschen. Tatsächlich fragte ich bei seinem nächsten Besuch nach seinem Namen.

„Carsten Schüssler, bist du nun zufrieden?“ spöttelte er.

Weil er mal wieder sehr leise und schnell geredet hatte, fragte ich noch einmal nach. Daraufhin buchstabierte er: „S c h ü s s l e r. und ich wohne nicht in Wesel sondern in Hünxe. Ich kann es dir auch noch aufschreiben, wenn du es dann besser behalten kannst.“ erwiderte er grinsend.

Seinen Spott ignorierte ich einfach, weil ich über seine plötzliche Zeit-Verlängerung, nach dem Sex noch einen Kaffee in meiner Küche zu trinken, so sehr freute, dass ich diese schöne neue Geste nicht wieder verlieren wollte. Ich sah es als Fortschritt in Richtung Gemeinsamkeit, weil er anfangs nicht einmal aus einem Glas sondern nur aus der Flasche getrunken hatte. Auch benutzte Carsten neuerdings meine Dusche, nachdem er sich anfänglich immer gleich nach dem Sex angezogen hatte. Alles Gesten des Annäherns, des Vertrauens, die doch nur darauf hinweisen konnten, dass er unsere Beziehung verändern, festigen wollte. Es machte mich glücklich gab mir Auftrieb und Hoffnung.

Aber die langen Wartezeiten zwischen seinen Besuchen blieben und Carsten kehrte auch sehr schnell zu seinen süffisanten sexuellen SMS Schreibereien zurück. Es schien seine Lieblings-Beschäftigung zu sein. Er brauchte es sicher als Ausgleich für seine einsamen Stunden in fremden Hotelzimmern. Ich fand es besser so, als wenn ich befürchten müsse, dass er seinen Ausgleich bei anderen Frauen suchte. War fest davon überzeugt, dass mein Carsten daran kein Interesse hatte.

Was mich jedoch ein wenig verunsicherte, war seine Rückkehr zum Thema Dreier. Zwischendurch deutete er mal wieder an, dass er auf solche Abenteuer Bock hatte.

Wenn wir das Bedürfnis hatten eine längere Nachricht zu schreiben wechselten wir auch schon mal auf unsere Email- Adressen, was Carsten eines Tages nutzte um mir eine erotische Fantasie zu schicken.

Was ich da las begeisterte mich nur am Anfang, dem ersten Teil der Story, die lautete:

> sie empfing ihn in einem minikleid mit bettstiefel..alles in schwarz...er wusste und hoffte das sie ausser den nahtstrümpfen keinen slip trug....als er in der küche platz nahm beobachtete er jeden schritt jede bewegung von ihr wie sie den kaffee zubereitet....als sie sich kurz mit dem rücken zu ihm gewandt bückte, sah er, das sie nichts drunter trug.. dieses geile luder dachte er sich..na warte.... sie servierte ihm den kaffee....er zündete sich eine zigarette an und sie wusste genau, das sein schwanz bereits zu tropfen begann in seiner engen hose.... sie wollte ihn diesmal richtig provozieren...bis er durchdreht und ihn rausholt und ihr sofort tief reinschiebt in ihr feuchtes fötzchen....gesagt getan... das luder setze sich auf die arbeitsplatte in der küchenecke...genau in die ecke...wie ein dreieck hatte sie so die möglichkeit ihre stiefel jeweils auf eine seite zu spreizen und festen halt zu haben...er zog gierig an der zigarette, sie sah seine beule und seine zittrigen hände....holte ihre brüste hervor und begann mit ihren nippeln zu spielen... ja, sie leckte sogar an ihren eigenen nippeln....er saß dort und schaute mit großen augen dem treiben und aufgeilen zu...eine hand an der brust, die zunge am nippel spreitzte sie nun ihre schenkel weit auseinander um mit der freien hand ihr döschen zu verwöhnen...komm!sagte sie....hol deinen schwanz raus, zeig ihn mir...ich will ihn sehen während ich hier masturbiere....

Auch wenn mir klar war, dass er sich damit aufgeilte, vielleicht sogar selbst befriedigte, stimulierte mich seine Fantasie in so fern, dass ich aus seiner Geschichte entnehmen konnte, dass ich das Objekt seiner Begierde war. Und es schien zu bestätigen, dass ich die Einzige war.

Auf mein positives Feedback kam Teil 2 sehr schnell hinterher:

> also öffnete er endlich seine enge jeans und drehte den stuhl auf dem er saß zu ihr..holte seinen prächtigen tropfenden schwanz raus und massierte ihn, langsam..denn er wollte nicht plötzlich abspritzen...sie setzte ihre show fort..mit der einen hand nahm sie ihre brust, neigte ihren kopf sodass sie an ihrem nippel saugen konnte,um mit der anderen hand in ihr döschen einzudringen...was für ein geiles miststück dachte er sich und bemerkte garnicht, das er seinen schwanz immer kräftiger zu massieren begann... es geilte aber auch sie wohl heftiger auf als gedacht..sie vergass das drumherum und ihre pussy war so nass wie nie zuvor..ich merkte das es ihr gleich kommen musste... doch plötzlich machte es:klock klock...nein es war nicht die klingel---jemand stand direkt vor der wohnungstür...was nun...? sie sprang von der anrichte...zupfte ihren minirock zurecht...schaute kurz in den spiegel...und ging zur tür..man konnte sofort sehen, das wir beide erregt und im gesicht total errötet waren...ich versuchte krampfhaft meinen prengel in die enge jeans zu stopfen und mich irgendwie so an den tisch zu setzen, das es nicht auffällt, das ich kurz vor der explosion war.... zufall hin oder her, es war ihre nachbarin, die mal wieder ihr herz ausschütten wollte....julia lies sie natürlich reinkommen...aber anstatt ins wohnzimmer unter 4 augen , wie frauen das nun mal machen eigentlich, kamen die beiden in die küche...ach du scheisse dachte ich mir...julia stellte sie mir vor...ich stand auf, vergaß dabei meine beule und gab ihr die hand....ihr blick ging direkt nach unten...ich setzte mich sofort wieder, nahm meinen kaffee und eine neue zigarette...sie setzte sich neben mich und wartete darauf, das julia ihr einen kaffee servierte....erst jetzt bemerkte sie das geile outfit von julia..ich hatte das gefühl, es macht ihr spass, zu wissen, das sie uns bei was auch immer geilem gestört hatte...wenn sie schon keinen spass hat...dann wir wohl erst recht nicht... ich war jedenfalls spitz wie der teufel , schliesslich hatte julia immer noch das outfit an und ein nasses fötzchen das kurz davor war, meinen schwanz zu verschlingen...da saßen wir nun..julia rechts vor kopf neben mir, die nachbarn links... sie begann zu erzählen von was weiß ich...jedenfalls blablabla....ich legte wie nen teenager meine hand an julias knie und hörte zu...ich bemerkte, wie ihre nylons irgendwie etwas heiss es nasses klebrig waren...bei dem spiel vorhin war sie verdammt ausgelaufen...aber noch nicht gekommen...ich merkte sofort ihre erregung...sie hörte der nachbarin auch wohl garnicht richtig zu...im gegenteil..ihre schenkel öffneten sich ein wenig, so dass ich zu ihrem dreieck kommen konnte..ich konnte ihre halzschlagader sehen, wie sie pulsierte...mein finger berührte ihren kitzler...dieser kleine harte punkt...wie gern hätte ich jetzt unterm tisch daran gesaugt...dieses luder schien auszulaufen...meine finger war pitschnass... vor lauter geilheit habe ich garnichts mehr mitgekriegt...bis plötzlich etwas gegen meinen schwanz drückte...es war aber nicht julia, und die nachbarin hatte ihre hände auch auf dem tisch...was zum teufel geht hier ab fragte ich mich...dann bemerkte ich es...die nachbarin war es...mit ihrem fuss massierte sie unterm tisch meinen schwanz...die sau...sie hatte es genau geplant uns zu stören...

Nachdem ich den zweiten Teil seiner Sex-Story gelesen hatte, war ich von der Einzigartigkeit meiner Person nicht mehr so fest überzeugt. Zeigte mir mein Geliebter doch mit seinen Fantasien ganz deutlich, dass es ihn nach Abwechslung gelüstete, ich ihm nicht mehr reichte? Der Gedanke gefiel mir nicht, zog mich sogar klar runter, dass ich ihm eine SMS schrieb: >wenn du auf eine solche Abwechslung so erpicht bist, musst du dir eben mal die Zeit nehmen um mit mir in den Club zu gehen. Kannst ja dort auch ohne mich in ner Gruppe mitmischen. Damit du endlich mal deine Wünsche ausleben kannst. Kein Problem für mich.<

Ich musste nicht lange auf die Antwort gespannt sein, sie kam umgehend: >nee... will nicht ohne dich... will mit dir... kenn doch da keinen... aber wenn du mitmachst...tropf... wäre geil... dann geh ich mit dir da hin...grrrr...<

Was hätte ich darauf antworten können? Frustriert hüllte ich mich vorerst in Schweigen. Jedes weitere Wort wäre falsch gewesen, ich war gefühlsmäßig ziemlich down.

Acht Tage hielt unser Schweigen, dann fragte Carsten an: >ignorierst du mich mal wieder? Warum? Was hab ich getan? <

Entschlossen schrieb ich ihm meine Bedenken und offenbarte ihm meinen Herzschmerz. Leider führte das zu Unverständnis bei meinem Lover, er bagatellisierte seine Fantasie-Gebilde mit coolen Sprüchen. Wie immer war er glitschig wie ein Aal, ging auf nichts wirklich ein, ließ sich zu keiner Aussage nötigen, war nicht zu fassen.

Ob es daran lag, dass zwischen uns eine bedrückte Stimmung entstanden war, oder warum auch immer, versetzte Carsten mir aus heiterem Himmel einen heftigen Schock.

Gerade hatte ich mich gewohnheitsgemäß bei vögeln.de eingeloggt und schaute durch welche Herren sich mein Profil angesehen hatten, als mich der Schlag traf. Klar und deutlich grinste mir der Nickname >Tristesse< entgegen.

Das durfte doch nicht wahr sein, Carsten hatte sein ehemaliges Profil wieder aktiviert und ganz ungeniert meine Seite besucht und war online.

>Das glaub ich jetzt nicht!!! Wie darf ich das denn verstehen? < schrieb ich ihm empört.

Wie sollte es anders sein, als dass mein Geliebter mit erstaunter Verständnislosigkeit reagierte: >wieso? Versteh die Frage nicht... hab endlich mal gesehen was du für Fotos hier eingestellt hast...<

>lenk nicht ab- was suchst du hier? Ich denke du brauchst das jetzt nicht mehr? Plötzlich doch? Brauchst du Abwechslung? Reiche ich dir nicht mehr? < ließ ich keine Ausrede zu.

>Quatsch... hab hier ne Bekannte entdeckt...wollte nur mal sehen was die hier so treibt... sonst nix...dont worry< versuchte er die Sache runter zu spielen.

Diesmal ließ ich mich nicht darauf ein, verlangte Erklärung: >wie? Was? Welche Bekannte? Schwachsinn- Warum musstest du dich wieder anmelden? Weil du was suchst- du kannst mich nicht für dumm verkaufen... wenn du eine Andere suchst, sag es ehrlich – deshalb willst du ja unbedingt mit mir in den Club- ich bin total sauer<

Erst antwortete er eine ganze Weile nicht, aber ich sah an seiner Statistik dass er noch zwei Mails mehr schrieb als die Antworten an mich, allerdings ohne darauf Antworten zu erhalten. Ich fluchte laut über mein „Scheiß Profil“ weil auch meine Möglichkeiten eingeschränkt waren, ich nicht sehen konnte an wen er geschrieben hatte. Aber er blieb lange online, schien auf etwas zu warten.

Als ich die quälende Ungewissheit nicht mehr aushielt schrieb ich: >kein Erfolg? sie antwortet also nicht? Auf was wartest du noch? Warum tust du mir das an? Willst du mich unbedingt quälen? <

Total verärgert schrieb er zurück: >.... glaubst mir eh nicht dass ich nur jemand was beweisen wollte... bevor du mich weiter nervst melde ich mich wieder ab...bist nun zufrieden? <

Minuten später erschien hinter seinem Namen der rote Punkt und der Strich durch den Nicknamen zeigte mir dass dieses Profil gelöscht wurde.

Erleichtert und zufrieden schrieb ich ihm per SMS: >danke Schatz! Das brauchst du wirklich nicht- kannst lieber mit mir in den Club gehen-<

>das glaubst du doch wohl nicht? Dass ich mit dir Eifersüchtel in den Club gehe und wenn da Eine Bock auf mich hat und mich anmacht ... dann drehst du am Rad?...nee- danke... verzichte...<

Und wieder einmal war eine lange Pause angesagt.

Der Mann brachte mich schier zur Verzweiflung.

Der Oktober, samt meinem Geburtstag, ging vorbei ohne meinen Liebsten gesehen oder etwas von ihm gehört zu haben. Keine SMS, keine Mail, kein Geburtstags-Gruß, alles schien ihm unwichtig.

Aber auch ich war stur, ignorierte ihn, obwohl es mir sehr schwer fiel und ich mich jeden Abend verzweifelt fragte, ob ich ihn endgültig verloren hatte.

„Du hattest ihn doch nie, Mama. Akzeptiere doch endlich diese Tatsache und hör auf dich selbst zu belügen.“ War die gutgemeinte, aber harte Mahnung meiner Tochter zu diesem leidlichen Thema.

Erst Anfang November sah ich den Mann meiner Sehnsüchte wieder. Als er sich angekündigt hatte, wartete ich voller Ungeduld am Fenster darauf dass er vorfuhr, stattdessen klingelte es. Gelassen stieg er die Treppe hinauf. Es verwunderte mich, dass Carsten nicht wie sonst direkt vor der Tür hielt, deshalb wollte ich ihn danach fragen, was aber in unserer heißen Begrüßung in Vergessenheit geriet.

Die lange Entbehrung – das tiefe Bedürfnis nach seiner Nähe, der Berührung seines Körpers, die aufgestaute Sehnsucht nach seinen Küssen, dem gegenseitigen Spiel mit der Stimulierung der erogenen Zonen, dann der lange ersehnte Samenerguss und seinem damit verbundenen erleichterten Aufstöhnen aus tiefstem Inneren: oh Gott, oh Gott, nahmen mich vollkommen gefangen und ließen mich, vor Glückseligkeit, alle Fragen vergessen.

Als wir nach dem Sex beim Kaffee in der Küche saßen erzählte er mir ganz nebenbei, dass er demnächst nach Norddeutschland umziehen wolle, was mich gleich erschrak. Auf meinen Einwand, dass unsere Entfernung voneinander dann noch weiter sei, meinte er, das werde an unseren Treffen nichts ändern.

Bei dem Thema fiel es mir allerdings wieder ein. „Wo hast du denn dein Auto abgestellt? Du parkst doch sonst immer gleich vor dem Haus.“ Wollte ich wissen und vermutete eine Absicht. Vielleicht hatte er etwas zu verbergen?

„Ach, die olle Karre springt so schlecht an, deshalb hab ich die um die Ecke, Bergab, geparkt.“ Murmelte er lapidar.

Das leuchtete mir ein. Zufällig sah ich ihn anschließend in einem alten Mercedes Kombi mit einer großen Firmen-Aufschrift sowie großem Foto wegfahren. Auf die Schnelle hatte ich nur etwas von Spezial-Maschinen gelesen, was ich aber nicht kannte.

Auf seine gewohnte SMS: > irre... nicht normal... wahnsinn<

Erwiderte ich: >was ist das für eine Reklame auf dem Auto- deine Firma? <

>nee... hab die Karre von einem Freund geliehen... bis ich einen neuen Wagen habe...< gab er bereitwillig Auskunft, was eigentlich ungewöhnlich für seine sonstige Verschlossenheit war.

Unser Kontakt blieb locker per SMS oder Email ohne nennenswerte Höhen oder Tiefen. Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel gingen vorüber, ohne dass Carsten diese Feste auch nur erwähnte, geschweige denn mit mir zusammen sein wollte. Bei ihm war die Zeit nur mit viel Arbeit und zwischendurch auch Krankheit, bei mir mit Einsamkeit und Sehnsucht verbunden. Es dauerte wieder fast 2 Monate bis ich ihn endlich Ende Januar wiedersah.

Wieder versteckte Carsten sein Auto, was mir dann doch sehr suspekt erschien. Warum nur? Die Frage beantwortete er mit: alte Karre hat Startprobleme. Das fand ich schon deshalb unglaubwürdig, weil er das Vehikel ja auch für seine vielen weiten Geschäftsreisen benutzen musste, denn wegen finanziellem Engpass, bedingt durch die schlechte Zahlungsmoral seiner Kunden, konnte er sich noch keinen neuen Wagen erlauben. Aber gab es denn überall abschüssige Straßen, damit er das Fahrzeug anrollen lassen konnte? Doch sicher nicht immer und überall. Im Flachland bekäme er doch dann Probleme.

Verschwieg er mir etwas? Belog er mich absichtlich? Warum?

Nein, das war sicher nicht so, ich war einfach zu misstrauisch. Also abhaken, vergessen das Thema. Unwichtig.

Nach nur 2 Wochen meldete er sich plötzlich an. Ich war überglücklich. Was war passiert? Sicher hatte er genau so große Sehnsucht wie ich. Dass er wieder tagelang vorher per SMS unser Treffen ausschmückte, sich verschiedene Situationen und Stellungen ausmalte, mir mitteilte welches „geile nuttige Outfit“ er gerne an mir sehen wollte, störte mich nur unterbewusst. Die Vorfreude auf ihn überwiegte, wie immer.

Seinen Besuch genoss ich mit allen Sinnen. Auch nach diesem Besuch schrieb er wieder die übliche begeisterte SMS: >wow... wahnsinn... was machst du bloß mit mir... wie schaffst du das nur? <

>ich liebe dich eben- das ist das ganze Geheimnis< schrieb ich voller Seligkeit zurück.

Seine Antwort holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück: <du bist verliebt... das ist alles... aber Liebe ist etwas ganz anderes! <

>kannst du mir den Unterschied erklären? < fragte ich geknickt.

>diesen Monat nicht mehr< war seine kühle Nachricht.

Carsten hatte es mal wieder geschafft meine himmelstürmenden Gefühls- Flüge zum Absturz zu bringen und mich zur Landung auf der Erde zu zwingen.

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430 стр. 1 иллюстрация
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9783753181332
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