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Inhaltsverzeichnis
Der tollwütige Wolf in Sandalen
Die Sati(e)rische Selbsthilfegruppe
Michael Piel
EINFÜHRUNG
Die Sati(e)rische Sozialpädagogen-Selbsthilfegruppe
Warum man mich Fuchs mag (Herr Fuchs)
Der Anfang vom Ende, darum sollten Wölfe nichts Soziales studieren (Herr Wolf)
Hannah Montana und der Omin(b)öse Wolf in Sandalen (Herr Wolf)
Mother tell your children not to walk my way… (Herr Wolf)
Die Datenkrake Anonymouse aus der 11a (Herr Wolf)
Die Wurzel allen Übels (Herr Fuchs)
Who the Fuc* is RJ Berger (Herr Wolf)
Herr Wolfs Mana (Herr Wolf)
Transzendenz können sich nur die Reichen gönnen (Herr Fuchs)
Wie der Staat Wölfe erschafft (Herr Wolf)
Auge um Auge Schwanz um Schwanz, Ente, Schwan oder Erpel (Herr Wolf)
Die Schulleitung, vormittags recht und nachmittags frei (Herr Wolf)
Die Herrin der Motten, nur anders (Frau Meise)
Wie man Dreck unter den Tisch kehrt (Frau Meise)
Ohne Dampf kein Kampf (Frau Meise)
I seh' nix, i hör nix und i woaß nix… (Frau Meise & Herr Fuchs)
Die Schülerschaft (Frau Meise & Herr Fuchs)
Freitags um eins macht jeder seins (Herr Fuchs)
Schlumpumpel „Ich war noch nie nicht wunderlich“ (Herr Fuchs)
Traumschiffe segeln sich schlecht in der Realität - Schlumpumpel die Zweite (Herr Fuchs)
So fühlen sich Schlumpumpels Drogen an „Keine Macht den Drogen“ (Herr Fuchs)
Dort wo man Geld hat für Bildung, war es auch nicht besser (Herr Wolf)
Im wilden Osten nichts Neues oder warum der Wolf gen Osten zog
Rechts ist das neue Neutral und Grauzonen gibt es nicht mehr (Herr Fuchs)
Hier könnte ihre Werbung stehen... PS: Die Stasi Schule (Frau Meise)
Da die Natur, von Haus aus we(h)r(t)los ist, kann man sie doch gerne vergewaltigen. (Frau Meise)
So viele Singlebörsen und trotzdem allein… (Frau Meise & Herr Fuchs)
Ode an die Freude(nreich) (Frau Meise)
Die Rosenstadt (Herr Fuchs)
Berufsschule und Knusper Bärchen (Herr Fuchs)
ABC ist voll okay...wie man zum Pavian wird (Herr Fuchs)
Vielleicht ist nicht alles schlecht, was Wölfe so machen (Herr Wolf)
Hipp hipp hurra alles ist super aber nicht wunderbar (Frau Meise)
Von den Stockenten und Meisen (Frau Meise)
Das Ende oder ein neuer Anfang?
Die Endlose Geschichte von den Gewissenhaften und den Gewissenlosen (Herr Fuchs)
Outtakes
Hilfe zur Selbsthilfe
Verdeckter Narzissmus und seine Charaktermerkmale
Selbstwert stärken
Danksagung
Impressum
© 2020 Michael Piel
3. Auflage
Herausgeber: Michael Piel
Autor: Michael Piel
Umschlaggestaltung, Illustration: Daniela Ziegner
Verlag & Druck: Integrität; Trift 1 in 06556 Voigtstedt
ISBN: 979-8739117496
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche
Zugänglichmachung.
© 2021 by Michael Piel
No part of this book may be reproduced, or stored in a retrieval system, or transmitted in any form or by any means, electronic, mechanical, photocopying, recording, or otherwise, without express written permission of the publisher.
ISBN: 979-8739117496
Cover design by: Daniela Ziegner
Printed in Europe

Der tollwütige Wolf in Sandalen
Die Sati(e)rische Selbsthilfegruppe
Michael Piel

EINFÜHRUNG
Liebe Leserschaft,
ich heiße Sie herzlich willkommen auf der ersten Seite dieses Meisterwerks. Aber darüber streiten sich womöglich die Geister. Was die Einen als meisterhaft empfinden, könnten die Nächsten als Schund werten. Bleiben Sie ruhig, hier schafft sich Deutschland nicht ab, so wie es andere behaupten und hier ist Deutschland auch nicht außer Rand und Band. Ein neuer Zeitgeist hat Einzug gehalten in ein marodes Wertesystem, welches nicht mehr existiert. Zumindest suggerieren uns dies die vorhergehenden Generationen, dass ihr System besser war. Ich widerspreche dem gerne, nie war es einfacher für mich, meiner Perversion unverblümt zu frönen. Nennt mich ruhig Baron Revolté.
Wie der Titel schon durchschimmern lässt, geht es hierbei nicht nur um die typischen Sozialarbeiter/innen in Birkenstocks. Nein, hierbei geht es um ein richtiges Dreckschwein, welches immer gute Miene zum bösen Spiel macht. Seine letzten großen Abenteuer erlebte er als Schulsozialarbeiter an einem Gymnasium. Bis ihn auch dort seine Vergangenheit einholte.
„Das Leben ist kein Ponyhof“, sagt der Volksmund und verschweigt dabei auch zu gerne, dass es ein Pony-Schlachthaus ist. Viele Kinder mit Potential verlieren dieses in der Maschinerie, welche wir Schule nennen.
Liebe Kritikerschaft,
dieses Buch ist nicht für euch gedacht, weshalb mich eure Rezensionen kalt lassen, so wie die meisten Dinge. Aber jene, welche Freude beim Lesen empfinden, müssen sich nicht schämen. Macht dies nicht den Menschen aus, Lust am Unlustigen zu empfinden? Schadenfreude ist halt doch die schönste Freude! „Ich bin genauso schockiert wie sie, was einer meiner Kollegen die Zeilen zuvor behauptet.“ Daher will ich ihn kurz beschreiben. Bis heute habe ich ihn nicht vergessen, diesen ersten Blick in die Augen des Wolfs, er riss mich mit und ich drohte in diesem Mahlstrom hilflos zu ertrinken, ohne dass ich mich wiederfinde. Vielleicht ist ein Mahlstrom auch ein Vergleich, der ihm nicht gerecht wird, die Gezeiten sind unter Umständen ein besserer Vergleich, für den Unwissenden wirkt eine Ebbe wenig gefährlich, bis man von der Flut überrascht wird und ertrinkt. Alles was ich bis Dato über Menschen zu wissen glaubte, sollte er in Frage stellen. Leer und kalt wirkten diese Augen, welche nicht so richtig zu diesem Wolf passen wollten. Immerhin gibt er vor, ein Philanthrop zu sein. Nur gut, dass Frau Meise auch vor Ort war, sonst hätte ich mich wohl selbst verloren. Die Ansichten solch eines Wolfes gebe ich hier ungeschönt zum Besten. Wie denkt solch ein Wesen über sich und andere, wie erklärt er sich die Welt und kann so viel Hass noch gesund sein? Da wir anfänglich noch in Kooperation an diesem Buch arbeiteten, habe ich die Möglichkeit, ihnen die ungeschönten Zuarbeiten des Wolfes zu präsentieren. Vorweg muss ich differenzieren, vieles was hier zu Papier gebracht wurde, ist den Untiefen einer menschlichen Seele entsprungen, gleichwohl teilen wir nur selten die Meinung von Herrn Wolf. Eigentlich sollte das Buch 'Die Querdenker' heißen, warum es dies nun nicht tut, dürfte offensichtlich sein. Dennoch möchte ich ihnen die Wortneuschöpfung Sierd mit auf den Weg geben, immerhin vereint es Weiblich, Männlich und Divers. Dabei stört es meinem Erachten nach weniger den Lesefluss und es kommt auch meinem Schreibfluss zu Gute.
Die Sati(e)rische Sozialpädagogen-Selbsthilfegruppe
Die Sati(e)rische Sozialpädagogen Selbsthilfegruppe auch liebevoll SSS genannt, trifft sich alle zwei Wochen zum Plausch. Einfach 10x schnell hintereinander Aufsagen, dann haben sie es verinnerlicht. Es hat aber rein gar nichts mit Sensation Seeking (Scale) zu tun, was ebenfalls mit SSS abgekürzt wird oder vielleicht doch? Es scheint ja eh gerade modern zu sein, solche Abkürzungen zu verwenden, wie bspw. FFF = Fridays For Future. Frau Meise, Herr Fuchs und Herr Wolf könnten unterschiedlicher nicht sein, in ihrer eigens gegründeten Selbsthilfegruppe versuchen sie Psychohygiene zu betreiben. Dies beinhaltet, über den Arbeitsalltag oder was auch immer jeden belastet, zu reden, da solch ein Sozialpädagogen-Alltag nicht immer nur alltägliche Dinge mit sich bringt. Natürlich geschieht dies unter der Prämisse der Schweigepflicht, an welche wir als Sozialpädagogin/Pädagoge nach § 203 StGB gebunden sind. Dabei fällt schnell auf, dass Herr Wolf mit seinen verqueren Ansichten nicht so recht in die Gruppe passen möchte. Anfänglich versuchen Frau Meise und Herr Fuchs noch diesen zu motivieren, zu helfen wo es nur geht und sein Chaos, welches er anrichtet, schön zu reden. Sie sind Menschen liebende Philanthropen, was Herr Wolf ist, wollen wir lieber nicht wissen auch wenn wir es noch erfahren. Da sein Verhalten immer grenzwertiger wird, wissen sie nicht, wie man diesen Herrn Wolf wieder loswird, ohne sich seine Wut aufzuhalsen, da man sonst schnell kopflos dasteht. Und da wir an die Schweigepflicht gebunden sind, auf welche ich noch eingehe, ist guter Rat teuer, auch wenn Generalisten eigentlich über ein sehr breites Wissen und viele Kompetenzen verfügen.
Aber was soll’s, versuchen wir es mit einem joint venture und schreiben ein Buch. Aus den Namen machen wir einfach eine Allegorie, dann kann die Leserschaft sich mehr darunter vorstellen. Gelegentlich einen joint rauchen, tut aber eigentlich nur Herr Fuchs, er ist nämlich nicht schlau wie ein Fuchs sondern er riecht lediglich wie einer. Andererseits hat halt Jeder seine eigenen Bewältigungsstrategien. Herrn Wolf geht es besser, wenn es Anderen schlecht geht. Frau Meise weiß nicht wie es ihr besser gehen könnte, sie ist einfach zu gut für diese Welt oder hat ein Helfersyndrom.
„Sensation Seeking beschreibt ein mehrdimensionales, relativ stabiles Persönlichkeitsmerkmal, das durch die Verhaltenstendenz charakterisiert ist, abwechslungsreiche, neue, komplexe und intensive Eindrücke (sensation engl. = ‚Sinneseindruck, Empfindung‘), Erlebnisse und Erfahrungen zu machen und Situationen aufzusuchen und hierfür oft (aber nicht notwendigerweise) physische, psychische oder soziale Herausforderungen oder Risiken auf sich zu nehmen.“
Anfänglich waren wir drei uns relativ sympathisch, was ein symbiotisches Beisammensein erleichterte. Vielleicht auch, weil man sich Selbsthilfegruppen/Supervisionsgruppen nicht immer aussuchen kann, also macht man das Beste daraus und wenn du mal nicht weiter weißt, dann bildest du einen Balint Kreis. Wie heißt es, Freunde kann man sich aussuchen, Kolleginnen und Kollegen nicht. Herr Wolf war bei unseren ersten Treffen noch motiviert, das zu verheimlichen, was sein Innerstes antreibt. Er war empathisch, herzlich sowie freundlich und wer rechnet schon damit, dass ein Mensch Sozialpädagogik aus völlig falschen Beweggründen studiert. Immerhin ist es eine Profession mit Berufsethik und dort sollten nur Profis arbeiten. Aber auch makabre Witze, können einen lustigen Beigeschmack haben. Natürlich lassen im Alter die Rezeptoren im Mundraum nach, somit ist dieser Humor nur etwas für junge Leute, die einem anderen Zeitgeist nacheifern und freie Meinungsäußerung noch schmecken können. Nur Spaß, wir Sozialpädagoginnen sind halt ein lustiges Völkchen, da wir kompensieren müssen, dass wir in einer solch makabren Welt leben, wo das Motto wenn Jeder an sich denkt, ist an Jeden gedacht, zählt.
Man(n) lernt nie aus, auch wenn man(n) Fuchs heißt. Vielleicht war es auch der Nervenkitzel, diesem Menschen an den Lippen zu kleben, da er eine völlig andere Sicht auf die Welt hat. Aus heutiger Sicht keine schöne Ansicht, jedoch eine Notwendige. Wer mag schon Autounfälle, aber wenn man einen sieht, kann man nicht wegschauen. So traurig es klingt, dennoch hat dieser Wolf in Birkenstocks meine Sicht auf die Welt verändert. Vielleicht hat er mir auch meine Naivität geraubt und ich glaube nicht mehr uneingeschränkt an das Gute in uns, da aufgrund bestimmter psychischer Erkrankungen dies fatale Folgen haben kann. Auch muss ich oft daran denken, in wie vielen anderen Berufen wohl Menschen arbeiten, die dort wenn es gut läuft, einfach nur nicht arbeiten wollen, aber ihre Arbeit trotzdem machen und leider Jene, die ihren Beruf ausüben um ihre eigenen Perversionen zu befriedigen. Eh sie jetzt oder im Verlaufe des Buches nachfragen, warum wir nicht die Polizei alarmiert haben, will ich folgenden Paragraphen kurz erläutern.
§ 203 (6) StGB Verletzung von Privatgeheimnissen oder auch Verschwiegenheitspflicht genannt, verpflichtet uns als Sozialpädagogen alle anvertrauten Geheimnisse für uns zu behalten. Wenn nicht, wird man mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe konditioniert. Ausnahmen wie bspw. Mord oder Totschlag, Völkermord, Kriegsverbrechen, Angriff auf den Luft- und Seeverkehr, Mitglied einer terroristischen Vereinigung sowie erpresserischen Menschenraub muss man aber dann doch laut § 139 StGB melden. Als MitGlied nur Männer zu zählen, wäre natürlich Quatsch, da Mitglied ein Neutrum ist und rein Garnichts mit dem männlichen Glied zu schaffen hat. Wo ich gerade so schön am Erklären bin, wissen sie eigentlich, wer selbst bei den genannten Punkten wie Mord oder Terrorismus nicht auspacken darf/muss, die Geistlichen. Sollte Ihnen also mal einer der genannten Punkte auf der Zunge liegen, mit dem Sie unbedingt angeben möchten, oder sich Absolution versprechen, erzählen Sie es dem Pfaffen. Vielleicht haben sie Glück, während sie noch denken, haha der Pfaffe fällt vom Glauben ab, erzählt ihnen dieser schon von seinen Verfehlungen und sie kotzen unbedacht in den Beichtstuhl, um danach Atheist zu werden.
Im Leben eines Fuchses ist relativ wenig Aufregendes los, weshalb ich hier die Erzählungen von Frau Meise und Herrn Wolf weiter zum Besten gebe, da diese die SSS kurz vor Fertigstellung des Buches, aus Gründen verlassen haben, die ich nicht vorwegnehmen möchte. Um die Schweigepflicht zu umgehen, habe ich uns einfach neue Namen gegeben, ich bin halt ein Fuchs. Auch das Anonymisieren von Kontextinformationen, durch die auf Personen und Orte rückgeschlossen werden kann, fielen ebenfalls dem Anonymisierungs Schema zum Opfer. Wer sich dennoch meint wiederzuerkennen, kann sich gerne Outen. Ansonsten frei nach dem Motto: „Die Personen und die Handlung des Buches sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.“ Man möchte ja keinerlei Persönlichkeitsrechte verletzen, selbst wenn es der Wahrheit entspricht. Oder kann man dies umgehen, da es sich hierbei eindeutig um Satire handelt? „Egal, jetzt lassen wir es so stehen.“
Auch möge man mir meinen unter Umständen merkwürdigen Erzählstil verzeihen, aber was ich/wir zu berichten habe/n, ist einfach zu wichtig, als dass man sich an solchen Kleinigkeiten aufhängen sollte. Es soll auch nicht so klingen, als seien alle Lehrkräfte und Fachkräfte verrückt, da hier durch Erörterung der vielen nicht so musterbeispielhaften Geschichten unter Umständen dieser Eindruck entsteht. Ein Großteil der Menschen die ich kennenlernen durfte, sind sehr engagiert und herzensgut. Um diese Menschen soll es ausnahmsweise nicht gehen, da hier das Abstrakte, Verrückte und Böswillige im Fokus steht. Hier geht es um die Wenigen, die im falschen Beruf tätig sind ohne es vielleicht zu wissen und dementsprechend verhalten sie sich auch.
Lehrkräfte verhindern, dass Kinder durch Unwissenheit in den sprichwörtlichen Brunnen fallen. Sollte doch einmal ein Kind in den Brunnen fallen, ist es an der Schulsozialarbeit, diesem dort wieder heraus zu helfen.
Warum man mich Fuchs mag (Herr Fuchs)
Vielleicht sollte ich mich an dieser Stelle zunächst kurz vorstellen, ich bin Herr Fuchs und seit knapp neun Jahren als Schulsozialarbeiter tätig. Hierbei habe ich, genauso wie die anderen beiden der Selbsthilfegruppe, viele Schulen besuchen dürfen. Da die Schulsozialarbeit häufig von einem Träger finanziert wird, hatten wir auch hier die Möglichkeit, diese und ihre Eigenarten kennenlernen zu müssen. Als ruhiger Zeitgenosse habe ich meinen eigenen Stil und die Kinder sowie Jugendlichen mögen mich einfach, warum auch immer. Jede Schule, die ich verließ, erhielt eine persönliche Geschichte von mir, wie die Nachfolgende, um den Schülerinnen und Schülern eine Freude zu machen und den Abschied leichter zu gestalten:
Die Geschichte vom Schulmaskottchen...
Es war einmal eine Schule, die hatte viele Kinder, denen oftmals langweilig war oder aber sie hatten Niemanden zum Reden. In den Pausen immer der gleiche Trott, weshalb manche Schüler/innen gerne Blödsinn machten, um sich die Langeweile zu vertreiben. Irgendwann, durch einen glücklichen Zufall, kam ein Maskottchen zu ihnen in die Schule, um etwas zu verändern, und wurde prompt ihr Schulmaskottchen. Manche Menschen bezeichneten die Schule als Assi-Schule, dennoch ließ sich das Schulmaskottchen nicht abhalten, diese Schule doch einmal genauer zu betrachten. Immerhin war das Schulmaskottchen schon ganz gespannt, ihm wurden ja sogenannte Assis versprochen und das Schulmaskottchen hatte bisher noch nie welche gesehen, sondern immer nur davon gehört. Das Schulmaskottchen sah viele verschiedene Charaktere an Menschen, aber es sah keine Assis. Es sah Menschen, die Pech im Leben hatten, jedoch keine Assis. Ihr Schulmaskottchen wurde ganz nachdenklich, können Kinder denn überhaupt Assis sein? Oder sind es nicht vielmehr die Eltern, welche früher ebenfalls Pech hatten und dieses Pech haftete nun auch an ihren Kindern? Unabsichtlich möchte ich an dieser Stelle betonen. Pech kann Jede/n treffen, nur es wieder los zu werden, ist schwerer als man denkt. Das Schulmaskottchen kennt sich aber etwas mit dem Pech aus, da es damals in der „Maskottchen Akademie“ so Einiges darüber gelernt hatte. Nun versuchte es daher, den Kindern und ihren Eltern zu helfen, dieses Pech wieder loszuwerden. Alleine ist dies nicht immer ganz einfach, manchmal hat man Pech und sieht es nicht, da kann ein weiteres paar Augen ganz nützlich sein. Immerhin hat ein Maskottchen einen anderen Blick auf die Welt.
Manchmal muss ein Maskottchen auch Schaden von der Gesellschaft abwenden, da unsere Welt nicht immer ganz rund läuft, was wohl auch damit zu tun hat, dass sie nicht ganz rund ist. Daher ist unsere Welt nicht immer gerecht, da durch die unrunde Bewegung die Rohstoffe unserer Erde nicht gerecht verteilt wurden. Darum sitzen manche Menschen auf riesigen Schätzen, welche sie mit dem Rest von uns nicht teilen wollen. Jedoch können wir gemeinsam für eine bessere Welt zusammenstehen.
Gebt euch nicht auf, macht euch nicht gegenseitig fertig, und selbst wenn man sich mit etwas Pech beschmiert, ist es kein Weltuntergang, sondern eine Erfahrung, die euch neue Perspektiven und Verständnis für eure Mitmenschen bringt. Nur runterziehen lassen solltet ihr euch nicht vom Pech, ich bin nicht mehr da um euch zu helfen, allerdings glaube ich fest an euch, sowie dass ihr euch als vernunftbegabte Wesen nicht runterziehen lassen werdet. Manchmal braucht es nur einen einzigen Menschen, der an eine/n glaubt, daher kann ich euch allen versichern, auch wenn ich nur ein Maskottchen bin, so glaube ich an euch, ihr seid unsere Zukunft! Auch wenn ich nirgends lange bin, weiß ich, dort wo ich war, verändert sich vielleicht etwas zum Guten.
Euer Maskottchen
Ich kann nicht genau sagen, weshalb ich so vertrauenswürdig bin. Vielleicht liegt es daran, dass ich nichts erwarte. Von mir wurde immer viel erwartet, wogegen ich mich sträubte. Die meisten Lehrkräfte haben etwas an sich, was sie wenig vertrauenswürdig erscheinen lässt, sei es bewusst oder unterbewusst, kommen sie aus ihrer Haut nicht hinaus und wirken belehrend. Nun wo ich erstmals genauer darüber nachdenke, warum Menschen so problemlos mit mir kommunizieren können, muss ich gestehen, dass ich nie wirklich darüber nachdachte. Für mich ist es wie das Atmen, es ist einfach da und man denkt nicht weiter darüber nach. Erst wenn einem die Luft abgeschnürt wird, merkt man welche Bedeutung das Atmen hat. Vielleicht weil ich Ratsuchende bedingungslos als Menschen sehe, welche sich nicht grundlos an mich wenden. Und da bei mir der Groschen auch erst sehr spät gefallen ist, denke ich, dass es bei anderen Menschen nicht anders sein muss. Außerdem weiß ich, in welcher ungerechten Welt wir leben, also warum Menschen angreifen, die auch nur winzige Rädchen in einem riesigen Getriebe sind. Durch meine ernst gemeinte Bestätigung erreiche ich die Menschen, da ich keine Respektsperson sein will aber trotzdem als ehrenhaft wahrgenommen werde. Ich denke, das ist damit gemeint, dass man sich Respekt verdienen muss. So mehr man danach lechzt umso unwahrscheinlicher ist es, diesen zu erhalten, da es unaufrichtig wirkt. Ich habe auch bis heute nicht darüber nachgedacht, warum ich alle Menschen akzeptiere wie sie sind, vielleicht weil ich sie und ihre Biografien akzeptiere, da nur die Wenigsten aktiv ihr Elend erzeugten. Denn sie wissen nicht was sie tun, woher auch. Schlechte Sozialisation schafft ein sehr ungünstiges Grundgerüst. Wie könnte ich also jemanden dafür verantwortlich machen, dass er/sie schlechte Eltern hatte, welche ebenfalls schlechte Eltern hatten. Erziehung ist eigentlich kein Einmischen, sondern eher ein Vorleben durch die Eltern, welches das Kind nachäfft. Es gibt auch Menschen, welche von guten Eltern sozialisiert wurden aber aus Neugier, weil es so anders erscheint, sich mit Menschen anfreunden, die sie negativ beeinflussen. Vergleicht man es mit Star Wars, hat jeder von uns den langen Weg des Lebens vor sich, auf welchem Vieles passieren kann und man vom rechten Weg abkommt aber es nie zu spät ist, die dunkle Seite wieder zu verlassen. Manche reden sich ein, diesen Pfad eh nicht mehr verlassen zu können und hören auf, die innere Stimme, welche uns lange Zeit sicher durchs Leben führte, wahrzunehmen. Man resigniert, bleibt stehen und flüchtet sich in den Hass auf Andere, sich selbst und das Leben, da es leichter ist, Andere zu hassen, als sich selbst zu befreien. Dazu muss man aber unter Umständen zunächst erkennen, dass man sich überhaupt verlaufen hat. Und wenn man merkt, sich verlaufen zu haben, ist man dem Menschen, welche/r einen, da er sie/ihn zufällig fand und wieder auf den Weg bringt, natürlich dankbar. Vielleicht hätte man den Weg auch alleine gefunden. Zurück zu mir, ich komme nur zufällig vorbei, sehe dort Jemanden der irgendwie verloren scheint und spreche sie/ihn an und zeige mein ehrliches Interesse.
Ich bin Authentisch, weil ich zum Teil eine kindische Sicht habe und daher nie verlernte, mich für Dinge zu begeistern, die auf andere primitiv wirken. Mich dem Spielen in einer Phantasiewelt hinzugeben war für mich immer selbstverständlich. Kinder sind neugierig, manche sind auch frühreif, aber deshalb nicht pervers, da sie Menschen sind, haben sie individuelle Interessen. Je mehr man also den Kindern die eigenen Glaubenssätze aufzwingt, um so mehr entfernt man sich von Ihnen. Einfach mal reflektieren, wie man sich selbst fühlen würde, wenn Jemand die eigenen Interessen diskreditiert. Würden wir die Person ernst nehmen und wären dankbar für diese Wertung oder denken wir, um es freundlich zu formulieren, Jedem das Seine? Viele Lehrkräfte beobachten die Kinder/Jugendlichen nur aus der Entfernung, von oben herab sehen sie etwas, was ihnen missfällt ohne sich in die Person hineinversetzen zu können. Dies führt zu Spannungen, wenn ein Mensch sich wie ein Mensch verhält aber nur als dummes Kind wahrgenommen wird. Da ich wie Peter Pan bin, habe ich nie bemerkt, kein Kind mehr zu sein, weshalb ich auf die Kinder wie ein Gleichgesinnter wirkte, bei welchem es ehrlich klang, wenn er fragte wie es ihnen geht. Ich habe mich nie als Vorbild gesehen, aber doch wie Eines gewirkt, was wohl zu meiner Beliebtheit führte, die ich nie ganz verstand. In Wirklichkeit lernten sie von mir nicht, was Respekt ist, sondern mein Auftreten hat eher dazu geführt, zu hinterfragen ob jeder den Respekt verdient hat, den er für sich beansprucht. Man kann das Auftreten Anderer tolerieren, aber man muss nicht alles akzeptieren. Vielleicht haben nur die Respekt verdient, welche man akzeptieren kann.
Auch ist es wichtig, einfach nur zuzuhören, wenn ein Kind mit jemandem spricht. Viele Kinder wollen einfach nur gesehen werden, sich gleichwertig fühlen gegenüber anderen. Kinder testen aus, wo ihre Stärken liegen und buhlen um die Aufmerksamkeit der Lehrkraft, damit diese sie bestärkt. Ein Kind merkt schnell, ob es ein guter Schüler, Sportler oder aber kreativ ist. Und wenn man einen Menschen nicht beachtet, besonders ausgeprägt bei Kindern, wird Dieses einen anderen Weg finden um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Selbstsichere Kinder neigen dann dazu, den sogenannten Klassenkasper zu mimen, welcher Aufmerksamkeit durch Lacher erhält. Wieder andere haben ein ausgeprägtes Unrechtsbewusstsein, weshalb sie sich als Klassen-Sheriff sehen, aber unter Umständen als Anscheißer wahrgenommen werden. Egal wie sie wahrgenommen werden, zählt am Ende nur, dass man überhaupt wahrgenommen wird. Die Lernverweigerer sind nicht dumm, sie sind meistens introvertiert und sehen dadurch nur so eine Möglichkeit, wahrgenommen zu werden. Durch stillen Protest, verweigern sie die Mitarbeit, damit die Lehrkraft sie ermahnt, dadurch fühlen sie sich als Teil der Gemeinschaft. Menschliches Denken ist sehr komplex und viele Prozesse finden unterbewusst statt.
Der Anfang vom Ende, darum sollten Wölfe nichts Soziales studieren (Herr Wolf)
Was meine Welt im Innersten zusammenhält? Das Lustprinzip ist, was die Welt im Innersten zusammenhält. Während der menschliche Verstand versucht, sich über diese niedrigen Beweggründe zu erheben, muss er sich letztendlich jedoch eingestehen, dass er zu schwach ist, weshalb ich schon lange nicht mehr dagegen ankämpfe.
Ich streckte mich gen Himmel und versuche ihm entgegen zu springen, in der Hoffnung, doch noch ein besserer Mensch zu werden. Dabei bemerkte ich, dass meine Wurzeln bis in die Hölle reichen. „Wie soll ich ein Heiliger werden, wenn meine Wurzeln bis in die Hölle reichen?“, fragte ich mich und gab es auf, zu werden wer ich nicht bin. Ich tröstete mich mit der Erkenntnis, solange es dem Guten dient, ist nichts zu schlecht.
Sie haben bestimmt davon gehört, gelesen oder es schon immer geahnt, in unserem heutigen Zeitgeist das Abitur zu erreichen, ist scheinbar so einfach wie nie. Zumindest wird es suggeriert, wenn bspw. zur Bildungsmesse didacta im Februar 2019, in den Altersgruppen der 20-24 jährigen immerhin 58 % der Frauen und 49 % der Männer mit Fachhochschul- oder Hochschulreife aufwarten.
Dies könnte suggerieren, wir hätten uns weiterentwickelt und werden immer klüger aber leider fallen in den letzten Jahrzehnten die IQ Tests immer schlechter aus, aber trotzdem erlangen immer mehr Menschen einen Hochschulabschluss. Man muss keine große Leuchte sein, um zu erkennen, dass ein Widerspruch vorliegt.
Und die guten Eltern wollen natürlich immer das Beste für ihre Kinder, weshalb mittlerweile selbst für den Pöbel das Gymnasium zur Pflicht wird. Worüber so manche/r Professor/in ins Schwelgen gerät, wie stark doch das Niveau unserer zukünftigen Studenten nachgelassen hat, bin ich glücklich. Denn nur so kann man an einem Gymnasium Beute machen. Vor zwanzig Jahren wäre es mir noch unmöglich gewesen, diese Perversionen die ich mein Innerstes nenne, meine Gedanken und dieser unbeugsame Durst, Schlechtes zu tun unter dem Deckmantel des Guten umzusetzen. Solange es dem Guten dient ist nichts zu schlecht, solange ich also suggeriere, das Gute zu wollen, wird wohl niemand erkennen, dass ich nur das Schlechte im Sinn habe.
Aber zurück zum Zeitgeist, welcher es ermöglichte, zu werden wer ich bin. Nach fast einem Jahrzehnt treuem Dienen, für ein Land welches man nicht liebt, wurde aus einem Soziopath scheinbar ein Psychopath. Aber da Diagnosen nur Ärzte stellen dürfen und die Truppenärzte attestierten ich sei gesund, muss ich es wohl sein. Oder mein schauspielerisches Talent hat überwogen, da nur selten jemand meine Fassade durchschaute, bis es zu spät war. Ich merkte früh, dass es mir besser geht, wenn es anderen schlecht geht und ich mich an ihrem Leid ergötzen kann.
Jetzt hätte ich den Zeitgeist fast ein drittes Mal anschneiden müssen, da ein auf den Punkt kommen nicht immer einfach ist, bei der Komplexität des menschlichen Seins. Sie merken schon beim Lesen, auch ich gehöre nicht wirklich zu Jenen, welche wohl hätten studieren sollen/dürfen. Aber Jäger und Opfer sind sich manchmal näher als man denkt. Wie schafft man es aber dass sie einem vertrauen? Wann verraten Sie ihre tiefsten Geheimnisse und machen sich somit verwundbar? Genau, ich sollte Psychologe oder Therapeut werden. Nach näherer Betrachtung dieser Idee, fiel mir auf, wie lange es doch dauert, solch ein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Sechs Jahre für ein Psychologiestudium…fuc*, wie schon erwähnt, bin ich nicht die hellste Kerze auf der Torte, wenn es um die Lernbulimie geht, welche impliziert, dass Auswendiglernen nicht unbedingt meine Stärke ist, da wenn ich die Sinnhaftigkeit hinterfragen muss, ich es nicht wissen will. Etwas trotzig halt, aber so sind wir Soziopathen, wenn es mir nicht hilft euch gefügig zu machen, ist es vermutlich nicht wichtig. So wie Mathematik, weshalb es mir wichtig war, dass diese für das angestrebte Studium unwichtig sei. Bei Sozialpädagogik/soziale Arbeit wurde ich fündig und dies sollte es dann auch werden.
Soziopathen, sie finden uns überall, am liebsten aber in Machtpositionen. Gerne auch als Pfarrer oder Chirurg. Da ich aber ein Einzelgänger bin, mied ich die anderen Soziopathen und suchte mir mein eigenes Reich, in welchem ich herrschen kann ohne zu häufig auf meinesgleichen zu treffen.
Schon am ersten Tag an dem Gymnasium fühlte ich mich bestätigt, den richtigen Weg gegangen zu sein, mein Kummerkasten vor dem Büro war schon nach vier Stunden mit einigen anzüglichen Nachrichten gefüllt, von Schülerinnen mit einem Vaterkomplex. Natürlich waren auch einige Witzbolde darunter, welche diesen heiligen Kummerkasten missbrauchten. Mit diesen Nachrichten ging ich sogleich zur Schulleitung, um einen guten Stand als rechtschaffener Mann, der seinen Beruf als staatlich anerkannter Sozialpädagoge ernst nimmt und nicht auf solche Annäherungsversuche eingeht, klarzustellen. Sie tat ganz erschrocken, was für Ferkel an ihrer Schule unterrichtet werden und ich war voller Vorfreude auf die Dinge, die da noch kommen mögen. Aber ein Weg, die Angst zu überwinden, erfordert zunächst erst einmal Mut zum ersten Schritt, sich seiner eigenen Unmündigkeit bewusst zu werden. Um zum Monster zu werden, braucht es halt nur etwas Pech im Leben. Oder aber man ist die Schulleitung, dann auch gerne mit Kalkül. Leider musste ich nun doch auf der Hut sein, da ich nicht mehr alleine war.
Vielleicht interessiert es sie, was ich im Allgemeinen von den Lehrkräften halte, immerhin habe ich über die Jahre so einige beäugen, beobachten und ausfragen können. Die Macht der Lehrer beruht nicht auf wahrer Macht, sondern auf jener, die wir ihnen zugestehen, indem wir ach zu schnell ihren Empfehlungen folgen. So endet der Übergang von der Grundschule oftmals in Einrichtungen, welche dem Kind nicht förderlich sind obwohl sie evtl. Förderschule heißen. Dabei liegt alle Entscheidungsgewalt/ Macht bei den Eltern und welches Kind zeigt schon mit 10 Jahren sein volles Potenzial. Wie viele Spätreife Menschen es doch gibt, weshalb man ja auch erst mit 21 Jahren als Erwachsen gilt. Warum also soll der komplette Lebensweg schon in der vierten Klasse vorherbestimmt werden. Auch Förderschullehrer sind Lehrer nur eben irgendwie anders.
Quereinsteiger durfte ich so einige kennenlernen, aber leider haben sich auch fast genauso Viele wieder verabschiedet. Wer kann es ihnen verübeln, von den echten Lehrern wird man ausgegrenzt und die Angst bei den Lehramts-Studenten ist groß, dass wenn sie mit studieren fertig sind, genau so jemand ihnen eine attraktive Stelle bereits weggeschnappt hat. Genauso merken einige Quereinsteiger, dass es weder so gut bezahlt ist, wie gedacht, geschweige denn die Kinder/Jugendlichen immer einfach sind. Wenn man dann noch von den vermeintlich echten Lehrern ausgegrenzt oder gemobbt wird, vergeht einem schnell die Lust.
Studie über Vorurteile von Lehrern gegenüber Schülern aufgrund von Namen sowie Hörensagen gibt es zuhauf, wenn man danach sucht. Bspw. wurden gleich starke Schüler aufgrund von Vorurteilen unterschiedlich bewertet. Wer auf der Abschussliste steht, hat es zur Prüfung schwer, egal wie begabt er ist.
Ein Lehrer muss Empathisch und reflektiert sein, um den Gedanken der Schüler/innen freie Bewegung des Geistes zu ermöglichen, da man gut lehrt, wenn man zuvor gelernt hat, was die Schüler bewegt. Im Umgang mit Lehrkräften kann ich ihnen daher nur raten, stellen sie sich dumm und sie erobern die Herzen im Sturm. Fast als würde man einen Fetisch befriedigen, lieben sie es, Dinge zu erklären. Dabei ist es fast schon egal, wie alt man ist.
Mittlerweile bin ich zu alt um jung zu sterben, halt ein Mitte 40er und dennoch belehren mich schon die Jüngsten von ihnen. Ich umgarne die Menschen ganz ungezwungen, unauffällig möchte man meinen, so dass was auch immer man mir vorwerfen mag, es als professionelle Handlung verkauft werden könnte.
Hannah Montana und der Omin(b)öse Wolf in Sandalen (Herr Wolf)
Die 18jährige Hannah, welche ratsuchend mal wieder eines ihrer Problemchen zum Besten gab, wie sie heute nur noch in dieser Art zu existieren scheinen. Germanys Next Topmodel sei Dank, saß hier mal wieder ein verunsichertes junges Ding, was meine Führung benötigte. Ich mag bestimmt nicht rechts gerichtet sein, aber Vieles was man damals so tat, um die Massen zu manipulieren, nenne auch ich so manches Mal mein Handwerkszeug. Wie sagte Hitler angeblich, schnapp sie dir so lange sie jung sind, dann kannst du sie nach deinem Willen formen. Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen recht(s) schwachen Geist aus sozial schwachem Hause. Was einen recht(en) schwachen Geist nicht ausschließt, diesen kann man sogar noch einfacher manipulieren, da sie es nicht anders kennen. Bestes Beispiel, der kleine Fascho Kurt. Seine lieben Eltern haben ihn von Anfang an immer gut beschnitten, also beschnitten am Kopf, nicht am Glied, das wäre ja jiddisch. Jedenfalls wollte dieser kleine, schlecht sozialisierte Glatzkopf seinen Müll auf meinen Schulhof werfen. Also sagte ich zu Kurt „Umweltschutz ist Heimatschutz Kamerad Marx“. Ja ernsthaft, Faschisten die Marx heißen, da wird sich der gute alte Karl wohl im Grabe umdrehen. Kurt erschrak, sonst ist er immer recht(s) widerspenstig, aber sobald es um die Heimat geht sowie dass seine Eltern erfahren könnten, er habe diese nicht genug geehrt, wird er ganz handzahm. Mit seinen großen treudoofen braunen Augen schaut er dann wie Blondi, man müsste nur noch ein paar SS Leckerlies auf die Hand legen und er würde einem aus der Hand fressen. Man könnte fast die steile These aufstellen, dass viele unserer heutigen Probleme Google und seiner Algorithmen geschuldet sind, denn sie wissen nicht wirklich was sie tun, wenn sie immer nur einseitige Kost serviert bekommen. Fast wie in Qualityland oder wer es etwas philosophischer mag, Jäger Hirten Kritiker von Precht. Vorweggenommen, Kurt war aufgeweckter als gedacht und entwickelte sich in der Pubertät zu einem regelrechten Querulanten. Er wollte anders sein als seine Eltern, er wäre bestimmt kein schlechter Rechter geworden. Andererseits die Eltern ärgern, indem man nun grün ist, bereitete ihm wohl mehr Freude und wer weiß, was für Alternativen er sich zukünftig sucht.
Keine Alternativen, aber was sind schon Alternativen, die eine für Deutschland, wäre wohl wieder die falsche Perspektive. Auch wenn ich am liebsten nur an mich und mein eigenes Wohl denke, missfällt es mir, wie die Welt sich verändert. Ich mag das Spiel, solange es etwas Herausforderndes an sich hat. Heute fühle ich mich wie ein Fischer, der mit Dynamit angelt und nun nur noch die Kadaver einsammeln muss. Klar hat auch dies seinen Vorteil, ich kann unbehelligt noch viel mehr Schabernack treiben. Schabernack, welch witziges Wort für meine Perversion.
Ich bin nicht wirklich klug, zumindest nach heutigen Standards. Wenn man bedenkt, dass die Intelligenz immer mehr abnimmt und sich unser Intelligenztest dieser Veränderung anpasst und uns dennoch mit möglichst hohen IQ dastehen lässt, ändert es nichts an der Verblendung, welche dieser Trugschluss in sich trägt. Mir hat man einen IQ von 130 mit Inselbegabung angedichtet, was mich zunächst etwas überheblich werden ließ. Und der Überhebliche neigt zu Fehlern, die er besser vermeiden sollte, um nicht wie ein Idiot dazustehen. Auch wenn sich unsere Gesellschaft verändert hat und nur noch Wenige selbst nachdenken, anstatt die ihnen vorgekaute Kost der Herrschenden herunter zu beten. Sind trotzdem Jene, die sich all dem entziehen konnten, umso gefährlicher.
Zurück zu Hannah, dem kleinen Früchtchen, welche erstmalig Bedenken hat, ob unsere Gesellschaft ein weiteres Modell benötigt. Ich fragte sie, „Hast du etwa keine Freude mehr an der Sache, da du damit auch andere erfreust? Was definiert eigentlich die Aktfotografie? Angebot oder Nachfrage? Da ich erfreut wäre, irgendwann noch das letzte fehlende Puzzlestück von dir zu Gesicht bekommen zu dürfen, oder passiert dies nur auf Nachfrage?“ Sie verstand mal wieder kein Wort, ich werde es wohl nie lernen, mich primitiv genug auszudrücken damit mich dieses Klientel versteht. Ich begann von vorne, „Ach Hannah Montana, bist du auch schon auf dem Wreckingball geritten?“ Wieder gähnende Leere in ihrem Gesicht, die Mundwinkel hingen unverändert und sie schien zu träumen. Ich fing an zu lachen, „Du weißt, du befindest dich hier in einem geschützten Rahmen und ich bin natürlich für deine Probleme da.“ Dies verstand sie dann und ich erklärte mein zuvor Gesagtes, auch wenn man Späße nicht erklärt, da somit der Spaß daran verloren geht. Mit Hannah Montana meinte ich Miley Cyrus, welche meiner Klientin dann doch bekannt war, da sie die Zurschaustellung nackter Haut von frühester Kindheit an durch unsere tollen Medien in die Wiege gelegt bekommen hatte. Auch dass man nicht smart sein muss, solange man denn nur genug Haut zeigt, um von wichtigen Fragen durch die richtige Posse abzulenken. Als sie Miley Cyrus hörte sagte sie „Ich geh am Stock, haben sie schon auf Netflix die neue Black Mirror- Folge gesehen, da spielt sie nämlich mit“. Auch wenn ich vielleicht zu meiner Schulzeit ein fauler Schüler war, habe ich diesmal meine Hausaufgaben gemacht. Somit konnte ich ein ungefähres Gefühl bekommen, wie sich die Kids wohl fühlen müssen, wenn sie Dinge lernen sollen, die angeblich für sie wichtig sind. Ich versuchte mich also gequält zu erinnern, welche Aussage dieser Kurzfilm hatte. Ach ja, wie man junge Menschen nach seinem Willen formt und sie Geld für sich verdienen lässt. Dies hat Hannah wohl etwas zu sehr verinnerlicht, immerhin hat sie schon ihren eigenen Agenten, welcher gleichzeitig ihr Freund ist und aussieht wie ihr Vater. Gute Frage, wie sieht eigentlich Hannahs Vater aus, immerhin hat er die Familie schon früh im Stich gelassen, zumindest erzählte dies Hannah bei einem ihrer ersten Besuche bei mir. So professionell bin ich dann doch, dass ich mir Gesagtes merke, auch wenn es mich eigentlich langweilt. Ergötzen tue ich mich so richtig am Elend, da fühlt man sich gleich viel besser, immerhin hat man die Lage im Griff und wenn es mir einen Vorteil verschafft, gieße ich gerne noch Öl ins Feuer, so wie bei Hannah. Hannah hat nämlich einen Schönheitsfleck an einer Stelle wo sie ihn nicht so schön findet. Daher stellte ich mich etwas dumm und fragte ganz naiv, wo soll er denn sein und warum wäre es schlimm. Haben nicht viele bekannte Menschen Schönheitsflecken?
Jetzt fing es in meinem Innersten an zu kribbeln, da war wieder so eine Situation, wenn ich ihr Vertrauen noch weiter gewinne und es schaffe empathisch zu wirken, habe ich die Katze im Sack. Dies könnte ich gleich wieder mit einer Zweideutigkeit verbinden, Pussy Riot. Ach stimmt, da bin ich wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen, die Pussy macht nur Sinn, wenn man auch erwähnt, dass sich der Leberfleck genau über ihrem Kitzler befand. Es war auch kein Schönheitsfleck, es war einfach nur ein riesiger Leberfleck, der jede Aufmerksamkeit auf sich zog, wie bei Austin Powers, wo dieser schon Thema war, weil man einfach nicht wegschauen kann. Wirklich, ich schreibe über Austin Powers, was hat dies zu bedeuten, wenn nicht sogar das Schlimmste, auch ich konnte mich dem nicht entziehen, was Hollywood als witzig definiert. Sie werden jetzt denken, ach komm, wie hat er es geschafft diesen Leberfleck zu Gesicht zu bekommen? Ganz einfach, indem man direkt danach fragt. Früher habe ich mir noch Gedanken gemacht, wie kann ich diesen oder jenen in die von mir gewünschten Bahnen lenken. Dabei ist die Antwort heutzutage so einfach, es reicht ein Vorgespräch, in welchem man sehr professionell wirkt und diese Eigenschaft scheint mir in die Wiege gelegt worden zu sein. Danach vertraut mir jede/r dieser jungen Menschen, ich bin der Papst der Manipulation. Schlechter Vergleich, da Päpste immer manipulativ sind, um ihre Macht zu festigen.
Hannahs Sugar Daddy/ Agent war es natürlich wichtig, dass seine Errungenschaft die passende Unterwäsche trägt. Falls sie auch auf der Suche nach einem Sugar Daddy oder Sugerbabe sind und nicht wissen wie, ohne Schmarrn, auch hierfür gibt es Apps mit ansprechenden Namen wie bspw. mysugardaddy. So auch an diesem Tage, als sie vor mir saß um über ihren Leberfleck zu sprechen. Da ich Hannah nun schon seit einigen Jahren begleite, vertraut sie mir durch und durch, sie zeigt mir Bilder ihrer Castings oder schreibt mir über WhatsApp, was mich persönlich eigentlich nerven müsste, aber da mir hier nur jeder seine Probleme mitteilt, befriedigt es meine Perversion, die sich an der Schadenfreude labt. Ich bin einfach nur neugierig, missverstehen sie mich nicht, sexuell bevorzuge ich mein Alter, hier und dort mal eine Schulleiterin oder eine Lehrerin vernascht und ich bin zufrieden. Diese Leggings-Generation hat keine Geheimnisse, alles zeigen sie ganz unverblümt, wo bleibt denn da die Spannung, obwohl, eine Spannung gibt es noch, dank Wonderbra sieht eine A fast wie ein C aus und man(n) erfährt erst beim Auspacken, was sich dahinter versteckt. Ich fragte erneut, wo hast du denn nun dein Leberfleck, sie sprang auf, drehte sich um und wurschtelte etwas ihm verborgenen herum, so als würde sie Rock und Slip weit dehnen, um dann ein Foto irgendwo in dem Bereich des Bauches zu machen. Lachend drehte sie sich wieder um und zeigte mir das soeben angefertigte Selfie, ich sagte trocken, „oh da ist ja das letzte fehlende Puzzlestück, ganz ohne Nachfrage“. Natürlich hatte sie dieses erneute Aufgreifen des Themas Aktfotografie nicht verstanden, wie am Anfang des Gespräches schon nicht, also was will ich erwarten. Schnell sagte ich also mit einem Schmunzeln auf den Lippen noch hinterher „Echt, dafür drehst du dich extra um und machst ein Foto, anstatt es mir gleich zu zeigen?“ Hannah sagte nur in ihrer naiv gespielten Art: „Sonst wollen doch auch immer nur alle Fotos von meinem Schmutzplätzchen sehen, warum sollte ich bei ihnen eine Ausnahme machen“, und lachte. Ernsthaft, habe ich sie all die Jahre unterschätzt, könnte da noch mehr in ihr stecken oder war ihre Antwort reiner Zufall, den sie unreflektiert hinausblies. Bitte entschuldigen sie mein unreifes Lachen, ich denke gerade über den zuvor geschriebenen Satz nach „könnte noch mehr in ihr stecken“, freilich, allerdings würde die Erklärung den Rahmen sprengen und dies ist nicht Shades of Grey. Andererseits war ich bei Hannah schon immer etwas übervorsichtig, aufgrund der Historie von welcher ich nun berichten möchte.
Mother tell your children not to walk my way… (Herr Wolf)
Hannahs alleinerziehende Mutti war eine Hilfskraft in einem Lebensmittelbetrieb, wo sie in Schichten arbeitet um 1200€ nach Hause zu bringen. Arbeit ist Arbeit, weil Arbeit Arbeit ist. Nach abzüglich 450€ für eine 40qm Wohnung sowie dem ganzen anderen überlebenswichtigen Schnickschnack wie Steuern, Telekommunikation und GEZ, blieb nicht viel Geld übrig für schöne Dinge. Manche leben um zu arbeiten und andere arbeiten um zu (über)leben. Kein sozialer Status macht glücklich, erzeugt dieser doch nur noch mehr Stress, da man immer versucht, nicht abzusteigen. So lernte ich Hannah auch kennen, sie wurde durch die Sportlehrerin zu mir geschickt, da ihre Klassenkameradinnen anfingen sie zu mobben, da Hannah die abgetragene Unterwäsche ihrer Mutter aus dem letzten Jahrhundert trug. Eigentlich nichts Weltbewegendes, aber ich fühlte mich mal wieder besser, weil es anderen schlecht ging. Auch merkte ich schnell im Gespräch, dass Hannah etwas schlicht erschien, aber umso stolzer darüber war, ein Gymnasium zu besuchen, da es ja implizieren muss, sie sei intelligent.
Dass sie in der 7. Klasse schon erstmalig versetzungsgefährdet war, verwundert Niemanden. Auch nicht, wie energisch die Mutter mit allen Mitteln für eine Versetzung kämpfte, immerhin war es doch nur Mathematik, wo Hannah richtige Probleme hatte. Hr. Altmann war noch von der alten Schule, etwas unvorsichtig im Umgang mit diesem Klientel, aber woher hätte er es auch besser wissen sollen, immerhin ist er eine andere Generation, welche sich nicht mal in ihren kühnsten Albträumen hätten ausmalen können, wozu Menschen fähig sind. Auch wenn er eines dieser Nachkriegskinder war, dem seine Eltern immer von den Schrecken des Krieges berichteten, war es ihm nicht möglich, auch nur ansatzweise zu erahnen, dass es noch andere Grausamkeiten als Bombenkrieg und Faschismus gibt.
Da saß er nun, es war schon fast um Acht, da Hannahs Mutter erst zu dieser Zeit von der Spätschicht kommt. Hannah war wie meistens nicht zuhause, da sie als angehendes minderjähriges Modell natürlich Besseres zu tun hatte. Ich könnte jetzt schreiben, armer Hr. Altmann, aber dies wäre mal wieder unaufrichtig. Ich habe selten so gelacht, wie in diesem Fall, wenn ich nicht selbst beteiligt war am Unheil der anderen. Ehrlich geschrieben, habe ich mir schon den Kopf zerbrochen, wie ich ihm wohl einen Streich spielen kann. Sie haben es bestimmt am Rande der Medien mitbekommen, wie der arme Hr. Altmann aufs Kreuz gelegt wurde, ohne wirklich aufs Kreuz gelegt zu werden. Manchmal reicht es ja schon, wenn die Behauptung im Raum steht. Hannahs Mutter hatte mit Hängen und Würgen einen Realschulabschluss erreicht, was aber nicht bedeutet, dass es ihr an Durchtriebenheit fehlte. Außerdem würde ich fast behaupten, der Realschulabschluss aus den 90ern ist mit dem Lernpensum des heutigen Gymnasiums gleichzusetzen.
Sie kam von der Spätschicht und war ganz schmutzig, weshalb sie Hr. Altmann im richtigen Winkel auf der Couch parkte, um sich nur kurz frisch machen zu gehen. Was dann kam, können sich die meisten wohl schon denken, natürlich kam Hannahs Mutter nackt herein und sagte: „Sie lassen Hannah also in Mathe bestehen, wenn sie mich nackt sehen dürfen?“ Aus der Traum von der Rente, Hr. Altmann versuchte sich noch kurz zu wehren, aber erkannte anschließend schnell, dass es ihm wohl schwer fallen dürfte zu beweisen, er sei unschuldig, als Hannahs Mutter mit gespielter Erschrockenheit ganz beiläufig offenbarte, dass Hannah mal wieder vergessen hatte den Laptop mit laufender Kamera für den Podcast auszuschalten. „Na so ein Unglück“, antwortete sie überhaupt nicht unglücklich. Man benötigt keine Zick Wendungen à la Hollywood, um jemanden hereinzulegen. Ich denke, dass sie Folgendes dachte, aber da die Gedanken frei sind, dachte sie vielleicht überhaupt nicht darüber nach. Da es ja eigentlich verboten ist, Jemanden ohne sein Wissen aufzuzeichnen, sollte man wohl am besten versehentlich eine Straftat aufzeichnen, damit diese vor Gericht zulässig ist? Immerhin ist es ein adäquates Mittel, Männer mit angeblichen sexuellen Übergriffen gefügig zu machen, um eigene Ziele voran zu treiben. Wie viele angebliche Stars, haben so nicht schon versucht, ihre nackte Haut vor der Blamage zu bewahren. Mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg, wie zuletzt auch Gina-Lisa Lohfink. Oder nicht jeder filmt sich permanent, so wie der Pizzabäcker, welcher der Vergewaltigung bezichtigt wurde, aber glücklicherweise sein Umtreiben filmte, um doch seine Unschuld zu beweisen. Man muss also ein Schwein sein in dieser Welt, was sich beim Sex filmt und eigentlich eine Straftat begeht, um freigesprochen zu werden. Aber wo führt es hin, zu absoluter Paranoia in der Gesellschaft, in welcher man sich damit noch mehr misstraut. Manchen mag es noch von früher bekannt sein, wie es ist, wenn ein Jeder Jeden bespitzelt.
Ob Hannahs Mutter die Idee aus den Medien hatte oder selbst darauf kam, darüber lässt sich streiten. Aber nennt man es nicht lernen am Modell, wenn ein Mensch einen anderen Kopiert, wenn er mit Handlungen erfolgreich ist? Was hätte Hannahs Mutter sonst für Handlungsoptionen gehabt? Natürlich hätte sie gemeinsam mit ihrer Tochter lernen können, um den Mathematikstoff besser zu bewältigen, aber Menschen gehen gerne den Weg des geringsten Widerstandes. Also wägt man ab, Nachhilfe ist zu teuer, selber Nachhilfe geben ist aufwendig/ langwierig und ob die Tochter besteht, steht in den Sternen, da man unter Umständen selbst schon Problemlagen in der Schule hatte, wenn es ums Lernen ging. Also geht man den einfachen Weg, wie er in Sitcoms oder Filmen schon ach so oft erfolgreich beschritten wurde, man diskreditiert Mitmenschen.
Warum die ganze Sache dann doch aufgeflogen war, konnten sie den Medien entnehmen, natürlich je nachdem welche Partei sie für glaubhafter hielten, wurden sie auch mit Informationen hierzu versorgt. Für Jene an denen es vorüberging, hier die kurze Zusammenfassung. Es fiel dann doch auf, dass neben den ganzen Vieren und Fünfen, eine Zwei stand, welche Hannah gerade so auf die Vier rettete. Dadurch, dass sie in Deutsch und Englisch ebenfalls auf Vier Stand, hätte sie die Fünf in Mathe nicht ausgleichen können. Natürlich sind Lehrer/innen Kameradenschweine durch und durch, wenn man Jemanden diskreditieren kann, wird nicht lange gefackelt. Also wollte Fr. Bieder, welche Hannah in Englisch unterrichtet, gerne wissen, wie es dieses Früchtchen geschafft hatte, in der Klassenarbeit eine Zwei zu erreichen. Aber was sie in dieser Arbeit las, war höchstens eine Fünf, wieso verdammt nochmal hat sie dafür eine Zwei bekommen? Eh man den betreffenden Kollegen persönlich darauf anspricht und einräumen müsste, ihn ausspioniert zu haben, sollte man sein Anliegen direkt der Schulleitung vortragen und sollte diese nicht tätig werden, gibt es ja noch das Schulamt. Hr. Altmann knickte sofort ein und erzählte reumütig die Wahrheit, zumindest jene Wahrheit, wie er sie erlebt hatte. Natürlich wollte ihm zu guter Letzt nicht einmal das Gericht so wirklich glauben, er sei völlig unschuldig in die Sache hineingeschlittert. Hannahs Mutter mittlerweile mal wieder hartz4 Empfängerin, könnte man höchstens vorwerfen, durchtrieben zu sein, aber sie weiss, wie man den Sozialstaat für sich arbeiten lässt. Vor Anwaltskosten sowie einem schlechten Ruf musste sie im Gegensatz zu Hr. Altmann keine Angst haben, wer ganz unten steht, hat nur selten etwas zu verlieren. Ich bin schon etwas neidisch auf Hannahs Mutter, muss ich leider an dieser Stelle gestehen, trotz ihrer Schlichtheit, weiss sie wie die Welt funktioniert. Vermutlich würde sie heute ähnlich wie ihre Tochter, sogar ein Gymnasium besuchen, da unsere Gesellschaft suggeriert, nur dies sei der einzig wahre Abschluss dabei hat sie die Schule des Lebens meisterhaft abgeschlossen und einem studierten Menschen das Leben ruiniert, natürlich macht mich dies heiß, hätte ich nicht solchen Respekt vor Hannahs Mutter, wie von einer Gottesanbeterin verspeist zu werden, hätte ich sie mir schon gefügig gemacht, da wir beide Heuschrecken sind ohne Heu im Titel.
Jedenfalls hat sich die ganze Angelegenheit so lange hingezogen, dass Hannah mittlerweile fast in der neunten Klasse war, als Herr Altmann verurteilt wurde. Natürlich war es somit egal, dass Hannah eigentlich die siebente Klasse hätte widerholen müssen. Auch hat es niemanden interessiert, dass Hannah von den verbliebenen Lehrkräften mit Samthandschuhen angefasst wurde, da diese verunsichert waren, ob es sich lohnt mit Hannahs Mutter in Wettstreit zu treten, weshalb die achte Klasse ein Kinderspiel war.
Hr. Altmann ist heute Trauerredner, wirklich glücklich scheint er damit nicht zu sein, vom Beamtenverhältnis kurz vor der Rente, zum Selbstständigen Trauerredner, welchen die Ehefrau verlassen hat, da auch sie ihm keinen Glauben schenkte. Daher mein Tipp am Rande, lassen sie immer ein Tonbandgerät mitlaufen, die sind nur noch so groß wie ein USB Stick und liefern klare Aufnahmen. Im Notfall kann man nur so seine Unschuld beweisen, auch wenn man sich damit strafbar macht. Oder aber auch die Schuld, wie es in meinem Falle fast geschehen wäre!
Wie die meisten Bösewichte, habe auch ich eine Schwäche, ähnlich wie ein Serienmörder, welcher Andenken vom Tatort sammelt, ging es mir ähnlich mit meinen Gesprächsaufnahmen. Warum musste ich mir auch von jedem Gespräch welches ich mitschnitt und welches für mich aufgrund meiner Perversion von Belang war, ein Best off erstellen. Ach stimmt, weil es mich befriedigt, Gesagtes nicht nur in den Gedanken zu wiederholen, sondern mir die Aufnahmen anzuhören, wie ich Dieses oder Jenes sagte und die Menschen weinten, oder dieser Moment, wenn sie kurz vor dem Zusammenbruch stehen und die Stimme schon anhand der Schwingung erahnen lässt, gleich ist es soweit. Dann möchte ich mich so manches Mal einfach in einen bequemen Sessel setzen und ähnlich wie bei einem autogenen Training, sobald die erste Träne fließt, fast wie im Takt, mich dabei entspannen. Manche Menschen haben ihre Achtsamkeitsübungen und ich habe meine Mitschnitte.
Jetzt bleiben sie doch mal ganz ruhig, ich werde schon noch zurückkehren zu Hannahs Venushügel mit dem Leberfleck, wenn es der Geschichte dienlich ist. Jenen die ungeduldig nur daran denken können, möchte ich vorweg mitteilen, dass ich als Schulsozialarbeiter wohl mehr Genitalien als Hugh Hefner und der Penthouse Typ zusammen sehen durfte/musste, ohne Geld bezahlen zu müssen oder danach zu fragen. Dies bringt unsere moderne Gesellschaft mit ihren Clouds halt so mit sich. Sobald sie 12 Jahre alt werden, scheint ein Schalter umgelegt zu werden, plötzlich schauen alle Pornos und sind dann deprimiert nicht ähnlich gebaut / bestückt zu sein. Dies ist auch die Zeit der Clouds, Jede/r muss dokumentieren wie der Körper sich entwickelt.
Die Datenkrake Anonymouse aus der 11a (Herr Wolf)
Wie sagte mal eine Schülerin zu mir: „Ich habe einen Cloud-Speicher, wo ich von allen Schülern mindestens eine Nacktaufnahme gespeichert habe.“ Sie wusste aber nicht, dass ich davon schon wusste, Nacktbilder von allen Schülern, wo hat sie die her und wie komme ich da heran, war alles woran ich dachte, als ich mit ihr sprach. Nicht aus Geilheit, ich mag es Reif und wenn man ehrlich ist, sieht man in Leggings sowieso den Kamelfuß. Mich interessierte eigentlich nur, dass ich damit genug Material habe um Blödsinn zu treiben, falls mir danach ist. Im Endeffekt war sie sehr Computerbegabt, in ihren Anfängen hat sie noch den Schulserver gehackt und lahmgelegt. Heute kümmert sie sich um Wichtigeres, wie bspw. das Sammeln von Nacktbildern, um andere um einen Gefallen zu bitten, halt die gute alte Erpressung in neuem Gewand. Was mir noch gut in Erinnerung ist, sie sagte: „Xhamster und Pornhub sind so was von 2010, ich habe was Besseres“. Wem könnte man es auch verdenken, nie war es einfacher, an die Daten zu kommen. Wenn ich es richtig verstanden habe, war es ein einfacher Trojaner, welchen sie über eine ihrer WhatsApp Gruppen in einem Link versteckte. Nicht lang und alle hatten diesen Trojaner auf dem Handy und sie musste lediglich die Früchte ihres Treibens ernten.
Aber wie habe ich davon erfahren, natürlich wie immer, man hat es mir einfach erzählt, unter dem Deckmantel des § 203 SGB (Schweigepflicht) kann man doch nur Vertrauen fassen, immerhin sagt dieser aus, dass wenn ich über meine Klienten tratsche, ich sogar mit einer Freiheitsstrafe belangt werden kann. Aber was keiner weiß, macht Keinen heiß. Da saß er nun, ein junger schlaksiger Kerl, knapp 2 m hoch, aber dünn wie eine Bohnenstange. Kein sehr attraktiver Kerl, seine Nase sah aus wie von Pinocchio oder Buratino, je nachdem wo sie sozialisiert wurden, können sie sich einen aussuchen aber eigentlich ist er derselbe. Da saß er nun, ohne Rückgrat wirkte er noch sonderbarer, fast wie ein Katzenbuckel und ich hatte nicht wirklich ein Interesse mit ihm zu sprechen, was könnte mir diese Gestalt schon Interessantes erzählen. Ich wollte ihn auch schon wieder fast in seine Klasse zurück schicken, da er den Mund nicht aufbekommen wollte und wie schon geschrieben, ich kein wirkliches Interesse hatte, was wohl auch dem Konsum von Beruhigungsmitteln am Abend zuvor geschuldet war. Manchmal bin ich halt auch ein guter Sozialarbeiter und versuche mich in die Menschen besser hineinversetzen zu können. Dazu gehört es auch, zu probieren, was gerade so angesagt ist. Was an Legal Highs legal sein soll, versuche ich noch zu ergründen, aber zu meiner Zeit war selbst der beste Stoff, ein Witz gegen den Kram von heute, welcher in ansprechend bunter Verpackung daher kommt, um die Kids auch äußerlich anzusprechen. Früher waren Drogen noch schmutzig, man musste zu einem Dealer, bekam unter Umständen gestrecktes Zeug und je nachdem was man präferierte, gehörte es noch dazu, mit einer Nadel zu hantieren. Heute kann man einfach per Handy bestellen, ach du schöne neue Welt.
Zurück zu Anonymouse und dem schlaksigen Kerl, welcher mir erstmalig erzählte, es gäbe eine Person an der Schule, welche Schüler mit eigentlich geheimen Fotos unter Druck setzt und droht, diese zu veröffentlichen, wenn man nicht tut was sie wünscht. Sie habe sich ein regelrechtes Netzwerk aufgebaut, von einem bekommt sie Ritalin, vom nächsten etwas Dope, wieder jemand anders zahlt einen kleinen Obolus für die Verschwiegenheit von Anonymouse. Natürlich wurde er, der schlaksige Kerl auch erpresst, aber auf eine andere Art, als die anderen. Anonymouse sah aus wie jener weibliche Nerd aus den Sitcoms, dicke Brille, etwas korpulent und immer eine fettige Strähne vor den Augen. Ob sie nun so aussah weil Sitcoms diesen Style für Nerds vorgaben, oder es Zufall war, könnte fast egal sein, würde es nicht doch implizieren, dass selbst Jene, die meinen souverän zu sein, auch nur von der Gesellschaft geformt wurden?
Jedenfalls sah dieser schlaksige Kerl doch so unscheinbar aus, was sollte sie von ihm wollen? Er zeigte mir den Tränen nahe sein Handy... Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes, schoss es mir durch den Kopf, jetzt dämmerte es mir, er hatte einen Kinderarm als Schwanz, wie ich ihn nur einmal zuvor in einem Porno sah. Dort gehörte er aber einem Afroamerikaner, der arge Probleme hatte, dieses Monster steif zu bekommen. Ich fragte noch einmal nach, wenn er doch mit Anonymouse liiert sei, warum er dann ebenfalls erpresst werde? Er sagte weinerlich, wir sind nicht zusammen, sie meldet sich bei mir und dann muss ich innerhalb einer Stunde bei ihr erscheinen. Ich verstand sein Problem noch immer nicht. Okay, Anonymouse war vielleicht nicht die Attraktivste, aber wenn ich mir ihn so anschaute, ein Glücksgriff. Ich ruderte noch einmal zurück, da ich merkte, dass er mir entgleitet, wenn ich ihm diese Worte so an den Kopf knalle. Ich hatte schon so manchen Jungen hier sitzen, welcher durch seine alleinerziehende Mutter etwas verweichlicht, wenn nicht sogar weibisch wirkte. Ein Chauvinist bin ich natürlich nicht, so wie es jeder gute Chauvinist von sich behaupten würde. In meinem Wirken ist mir halt des Öfteren aufgefallen, dass Jungs/Mädchen, welche lediglich von Mutter oder Vater erzogen werden, sonderbar sind, da es nicht umsonst zwei Geschlechter gibt, wobei beide wichtig für die Erziehung sind. Jungs die nur vom Vater erzogen werden, sind oft distanziert und nicht wirklich empathiefähig, fast wie ich, da ihnen als Kind so einiges verwehrt blieb, was ihnen vielleicht gut getan hätte. Heute ist es zu spät, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr und ab einem gewissen Punkt ist es zu spät, noch positiv auf die Sozialisation einzuwirken, da sie abgeschlossen scheint.
Also bot ich ihm an, als Mediator zu fungieren, er sagte: „Ach wissen sie was, es war eine dumme Idee her zu kommen, ich bekomme das auch alleine geregelt.“ So was passiert mir nur selten, dass sich mir Jemand entziehen kann. Nun zeigte ich mein zweites Gesicht, der welcher ich eigentlich war und dem schlaksigen Kerl fror das Gesicht ein, was er wohl in dem Moment dachte? Bis vor einer Sekunde, war dieser Herr Wolf noch die Ausgeglichenheit in Person, sprach über Empathie, Vertrauen und stellte mir sogar die Wunderfrage, was passieren müsste, damit morgen die Welt wieder in Ordnung ist. Plötzlich wandelt er sich um 180 Grad, sagt zu mir, du bist 18 Jahre alt und Anonymouse nicht. So oder so ähnlich waren sicherlich seine Gedankengänge. „Hast du die Einverständniserklärung ihrer Eltern?“, unterbrach ich sein Grübeln. „Du schickst einer Minderjährigen also Schwanzfotos?“ Das Zusenden pornographischer Inhalte an Minderjährige erfüllt gleich mehrere Straftatbestände laut StGb: § 176 – Sexueller Missbrauch von Kindern, und § 184 – Verbreitung pornographischer Schriften. „Natürlich habe ich im Vorfeld kurz recherchiert.“
Aber ich sagte doch, sie hat mich gehackt und die Bilder entwendet…" sofort fiel ich ihm ins Wort: „Also alles was ich verstanden habe war, dass du ganz schön Scheiße gebaut hast, und dann versuchst du mich auch noch durch Lügen auf deine Seite zu ziehen“. Sowie, dass er sich die Schweigepflicht in die Haare schmieren kann, da was er wohl nicht wusste, diese nicht mehr greift, sollte das Kindeswohl in Gefahr sein. Und da Anonymous noch minderjährig sei, wäre der Tatbestand erfüllt. Er schluckte schwer und ich sagte: „Also an deiner Stelle würde ich hierüber kein Wort verlieren, wenn sich Anonymouse meldet, machst du weiter wie bisher auch“. Und da war sie wieder meine vorgegaukelte Empathie, schon versuchte ich seine Perspektive zu meinen Gunsten zu verändern und fragte ihn, ist es denn schlimm mit Anonymouse schlafen zu müssen? Er wusste irgendwie nicht so recht, ob er im falschen Film sei und fragte ob er gehen dürfe. „Natürlich nicht“, antwortete ich wieder leicht gereizt, um ihm zu versinnbildlichen, spiel lieber mit, sonst wird es noch unangenehmer. Er antwortete nur kurz mit einem: jap…
Die Wurzel allen Übels (Herr Fuchs)
Wir lehren die Kinder Individualität und vergessen dabei, dass diese nur schwerlich in unsere Leistungsgesellschaft passt mit ihren Teams voller Einzelkämpfer. Jeder arbeitet gegen jeden um seine Idee voranzutreiben. Ich möchte nicht mit Anderen in Konkurrenz stehen, da sobald ich sie als Konkurrenten wahrnehme, sind wir keine Mitmenschen mehr, was schnell zu Feindschaft führt. Aber auch dies ist gewollt, umso weniger man sich einig ist und um die Gunst der Vorgesetzten buhlt, haben wir lauter Einzelkämpfer, welche zu uneins sind, um auf dumme Gedanken zu kommen wie: was ist Ungerechtigkeit oder Zusammenhalt. Alles ist nur ein Spiel, welches jeder gewinnen soll, was oft dazu führt, dass man die Fähigkeit verliert, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wie bei den Schreibtischtätern, mache ich es nicht so macht es ein anderer, sei es aus Angst oder der perfiden Freude daran.
Menschen sind nicht gleich, Jeder von uns ist anders, aber dennoch sollten alle gleichwertig behandelt werden. Ein Uli Hoeneß, der Millionen unterschlägt, wird anders bestraft, als Jemand ohne Namen, welcher nicht medial bekannt ist, obwohl vor dem Gesetz alle gleich sind. Und Minderwertigkeit entsteht nur unterschwellig durch andere, viel mehr haben wir unsere eigenen Ideale, welchen wir versuchen, gerecht zu werden. Dabei vergessen wir schnell, dass diese Ideale unter Umständen nur adoptiert sind, oder eingepflanzt durch die Medien von frühester Kindheit an. Im Kapitalismus heißt eines der Ideale Reichtum und jeder der diesen nicht hat, muss wohl versagt haben. Auch geht der Reichtum Hand in Hand mit der Macht, die daraus erwächst. Für uns, welche wir in einer Demokratie leben, heißt es immer: jede Stimme zählt. Aber zählt sie wirklich genauso viel, wie die eines Uli Hoeneß? Wer ist im Kapitalismus am stärksten, natürlich die Reichen, sie herrschen, aber können nur beherrscht werden, wenn man dem Geld den Wert aberkennt. Schwäche ist es somit, arm zu sein und wer definiert sich schon gerne als schwach, nicht man selbst, sondern das eine Prozent, was sich aufgrund des Reichtums zu den Starken gekrönt hat. Man wirft den Armen vor, es gäbe doch Chancengleichheit und wer sich genug bemüht, könnte zu dem einen % gehören. Sie haben den Rechenfehler womöglich schon bemerkt, dass eine % heißt nicht umsonst so. Willst du die Armen oben sehen, musst du die Tabelle drehen. Ist es wirklich so schwer, 99% ein gerechtes Leben zu bieten, indem sich jeder reich fühlt und nur 1% als arm gewertet werden kann. Und selbst diese Armen, sollten jederzeit die Möglichkeit haben, vom Reichtum zu profitieren, nur zwingen sollte man niemanden, wer in Askese leben möchte, kann dies völlig wertfrei umsetzen. Sie werden jetzt unter Umständen denken, so ein Scheiß-Hippie, aber woher kommt es denn, dass selbst wenn alle gleich sein könnten, andere noch immer besser sein möchten, aufgrund dessen, was sie besitzen. Was nützt einem der Reichtum, wenn man sich aufgrund dessen nicht besser fühlt, da man ihm Niemanden unter die Nase reiben kann. Vielleicht kommt irgendwann der richtige Zeitgeist, welcher es als verachtungswürdig ansieht, Reichtum nur zum eigenen Wohle einzusetzen, anstatt ihn allen zugutekommen zu lassen. Es liegt also nur an uns, uns zu holen was uns als Gesellschaft zusteht. Nach Jahrtausenden der Knechtschaft, welchen uns die Herrschenden als Gott gegeben verkauft haben, da sie diese Versprechung nichts kostete, außer unserer Freiheit. Und wieder fühle ich mich wie Jemand, der 1492 auf Haiti lebte und nicht versteht, warum manche herrschen und 99% ihre Sklaven darstellen. Auch wenn man heutzutage durch kleine Zugeständnisse versucht, dass wir uns weniger als Sklaven fühlen, sondern mehr als Werkzeug, das den Motor am Laufen hält. Ein schlecht geschmierter Motor, die Warnleuchte im Cockpit leuchtet, nur ist sie dem Fahrer egal. Treu dem Motto, geht dieser Motor kaputt, kaufe ich einfach ein neues Auto. Papst Franziskus beschreibt die „Trickle-down-Theorie“ als „Undifferenziertes, naives Vertrauen auf die Güte derer aus[drücke], die die wirtschaftliche Macht in Händen halten, wie auch auf die vergötterten Mechanismen des herrschenden Wirtschaftssystems.“ Wenn somit die Kirche, welche selbst viele Verfehlungen begangen hat, in jenem Punkt den Menschen zustimmt, wird es wohl Zeit für ein allgemeines Verständnis, dass wenn 1% der Weltbevölkerung, so viel besitzt wie die restlichen 99%, etwas sehr ungerechtes vollführt wird in dieser Welt. Eigentlich leben wir in einer Demokratie, die keine ist, da unsere gewählten Volksvertreter, Lobbyisten unterworfen sind und denen ist nur der Eigennutz wichtig. Wie soll sich also für die Zukunft etwas verbessern, wenn jeder Mensch weiß, welches Unrecht vorliegt und sich dennoch nichts ändert. Manchmal fühlt man sich, als lebe man in einem riesigen Witz, welcher nicht komisch ist, aber man dennoch den Witz sucht, ohne zu wissen, dass man diesen niemals finden wird. Aber wenigstens ist man beschäftigt, darüber nachzudenken und hat indirekt die Hoffnung, dass man doch noch was zu lachen hat, wenn man den Witz erst mal verstanden hat. Somit tröstet sich Generation für Generation durch die Weltgeschichte aber außer dem Namen ändert sich nichts. Ob man nun zu einem Hungerlohn für einen Pharao, Kaiser, Papst oder Präsidenten schuftet, das Grundmodell bleibt immer gleich. Es geht Wenigen sehr gut und vielen schlecht, dabei könnte man sich in der Mitte treffen und es ginge allen gut. Wir waren niemals wirklich frei, man suggeriert es zwar, indem man neue Modelle wie die Demokratie hervorbringt, obwohl der demokratische Grundgedanke alt wie die Welt ist. Solange aber alle Menschen absichtlich in falsche Richtungen sozialisiert werden, um auch für die Zukunft jene Idiokrasie/Idiokratie zu fördern, wird sich niemals etwas ändern, da sich ein Jeder in sein Schicksal ergibt. Bestes Beispiel jenes TTIP-Abkommen, kein normaler Mensch möchte dieses Abkommen. Jene Lobbyisten sind aber sehr motiviert, dieses mit aller Gewalt durchzusetzen. Wenn dieses so gut für die Menschen in Europa ist, wieso dürfen unsere gewählten Volksvertreter dieses nur in einem überwachten Raum einsehen, sowie keine Notizen anfertigen? Genau, wir sind wieder beim Thema, weil unsere Demokratie keine wirkliche Demokratie ist, sonst würde man sich mehr für die Belange der 99% einsetzen. Allein, wenn man diese Zahl der 99% begutachtet, kann man daraus schlussfolgern, dass wir in einer Dystopie leben, welche man uns als Utopie verkaufen will. Daher bitte ich Sie nun, werte Leserschaft, zu überdenken, ob wir nicht den falschen Weg für die Zukunft wählen. Ich für meinen Teil, möchte dieses Fazit mit einem Gedicht aus meiner Feder enden lassen.
Ungestüm schreiten die Menschen voran, mal schauen was man so zerstören kann. Alles andere ist nichts wert, warum auch schon. Menschen sind Sadisten, wusstet ihr das schon? Als Krone der Schöpfung schreiten wir vor allen Lebewesen voran, mal sehen, wie man sie am besten unterjochen kann. Wir schworen ab der Liebe, da sie scheint so fern, wir wollen nur zerstören, das haben wir gern. Brave Massenmenschen schreiten voran, weil man sie gut manipulieren kann. Von Medien konditioniert steht ihr da, wo ist der freie Wille, den habt ihr ja. Eigentlich so habt ihr ihn schon, nur aus der Unmündigkeit befreien, ist zu viel Lohn. Führer befiehl, wir folgen, so kennt man euch, blinde Massen zerstören, auch euer Haus. Habt ihr es nicht satt zu leben hier, kommt wir verschwinden, zu einem fernen Ziel. Den Elitären hörig, schreiten sie voran, Flucht oder Kampf ist das Einzige, was man da als Antwort hervorbringen kann. Gesetze wurden von Menschen gemacht, um sie zu versklaven, was für eine Pracht. Was von Menschen geschaffen, ist nichts wert, da der Eifer der Menschen sonst aufbegehrt. Drum lasset die Welt einfach wie sie ist, resignierend abwarten, bis alles zerbricht. Ein großer Scherbenhaufen war sie vorher schon, drum kehrt man zusammen und genießt seinen Lohn. Der Lohn die Sklaverei nun ist: als Arbeitssklaven führt man uns hinters Licht. Nur Wenigen geht es wirklich gut, der Rest kämpft gegen Folter, Hunger & Missmut. Unsere Welt die wird von Geld beherrscht, denn es macht glücklich, auch wenn es nichts ist wert. Die Liebe soll sein das einzig wahre Glück, von ihr nur kann man kaufen, was Fortuna schmückt. Ihr Schmuck ist das Glücklichsein, ganz ohne materialistischen Schein. Besitz kann nur versklaven, da er nur den Wert erfüllt, den wir ihm gaben. Unsere scheinheilige Moral ist verkehrt, menschenverachtender als jeder Peitschenschlag. Drum legt ab die falsche Scham, ihr seid Menschen, was manchmal ist auch wunderbar.
Who the Fuc* is RJ Berger (Herr Wolf)
Ich hatte keine Zeit zu verlieren, nachdem der Schlaksige Kerl nach für ihn gefühlten Stunden, mein Büro wieder verlassen durfte, musste ich mich absichern. Also blieb mir nichts anderes übrig, als die Flucht nach vorne und Kontakt zu Anonymouse aufzunehmen. Hier habe ich es mit einem anderen Kaliber zu schaffen, dachte ich mir, sie wird sich wohl weniger leicht geschlagen geben, aber ficke niemals einen Ficker, hieß es immer beim Bund. Und so wie sich Anonymouse vom schlaksigen Kerl mit dem Kinderarm ficken ließ, war sie womöglich eine meisterhafte Fickerin und ich sollte mir nicht umsonst Sorgen machen. Wie sich später herausstellte oder ich schon unterbewusst ahnte, Wölfe findet man überall.
Woher kam Anonymouses Aversion für die Ausstattung des schlaksigen Kerls, nachdem wir uns nun vertrauter waren, fragte ich sie danach, dass es doch für ihr Alter untypisch sei, gleich so einzusteigen, da hat man doch keine Luft mehr nach oben. Sie fing an in frühen Kindheitserinnerungen zu schwelgen und wie sie mit ihrer älteren Schwester auf MTV „The Hard Times of RJ Berger“ schaute. Ich fragte verblüfft Who the Fuc* is RJ Berger? Sie sagte nur trocken, na wenn sie den nicht kennen, müssen wir jetzt nicht weiterreden, da haben sie heute mal eine Hausaufgabe über die wir vielleicht morgen quatschen.
Ich hasse Hausaufgaben, also schaute ich zunächst auf Wikipedia und wurde nicht enttäuscht, somit blieb es mir erspart, diesen Schmarrn anschauen zu müssen. Hier der Wiki Auszug welcher mir die Erleuchtung brachte: „Dieses Leben nimmt jedoch eine plötzliche Wendung, als RJ bei einem Basketballspiel die Hose runterrutscht und der Großteil der Schülerschaft RJs ,nicht ganz so kleines Geheimnis’ sieht, seinen riesigen Penis. Durch diesen unverhofften Ruhm wird auf einmal RJs Schwarm und (zu Anfang der Serie) Freundin von Max Owens, Jenny Swanson, auf ihn aufmerksam.“ Dazu muss man kein Psychologe sein, um die offensichtliche Verbindung herzustellen. Wenn die Serie 2010 in Deutschland ausgestrahlt wurde, war Anonymouse ca. acht Jahre alt, viel zu früh um sich der unterschwellig unsinnigen Botschaft bewusst zu werden. Aber dennoch schwelte das unterschwellige Feuer über einen Schwellkörper in ihrem Geist.
Als wir am nächsten Tag darüber sprachen, sagte sie verblüfft, ich glaube sie könnten wirklich recht damit haben, als ich mich das erste Mal selbst befriedigte, tat ich es nicht mit den Fingern, sondern probierte es als erstes mit einer Deo-Spraydose von 8x4, es war unangenehm, ich spürte einen starken Druck in der Lendengegend, der so stark wurde, das er meine Arme lähmte, aber ich wollte es unbedingt, wie hätte ich sonst für RJ Berger bereit sein sollen, in Folge #* hat man doch gesehen wie es sonst endet. Eigentlich bin ich nicht wirklich leicht aus der Fassung zu bringen, aber erzählt mir dieses junge Ding echt, sie habe ihr Leben ausgerichtet anhand einer dummen Serie die nach zwei Staffeln eingestellt wurde. Solch eine Befriedigung hatte ich schon geraume Zeit nicht mehr verspürt, selbst die vermeintlich Klugen sind nicht einmal sicher vor der Manipulation durch dumme Serien, die einen anfixen um ihre Einschaltquoten zu sichern. Da bewahrheitet es sich wieder, schnapp sie dir solange sie jung sind, dann kannst du sie nach deinem Willen formen. Wofür hatte Farnsworth einst das Fernsehen erfunden, damit die Menschen Bildung erfahren und nicht raffgierige Konzerne ihren Ramsch unters Volk bringen können. Aber ich bin dankbar, sonst wären alle diese Lämmer auf meiner Schlachtbank Geschichte und ich müsste wieder alleine mit meiner Melancholie zurechtkommen.
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