Читать книгу: «Stark, gelassen, stabil»

Шрифт:

Michael Elies
Stark, gelassen, stabil
Naturheilkunde für das Immunsystem


Inhaltsverzeichnis

  Einleitung

  Das Immunsystem Unspezifisch und spezifisch Die Immunantwort des Körpers Ein stabiles Immunsystem

  Bewegung Bewegung an der frischen Luft Moderates Ausdauertraining Gymnastik

  Ernährung Regional und saisonal Stärkende Mahlzeiten morgens und mittags Honig und Apfelessig zum Start in den Tag Haferflocken zum Frühstück Zwischendurch: Apfel, Birne, Quitte Nüsse als Snack Lebensmittel für die Hauptmahlzeiten Stärkende Kraftbrühe Der vitaminreiche Kohl Zwiebel und Knoblauch als natürliche Antibiotika Vitamin- und nährstoffreiche „Superfoods“ Sanddorn Hagebutte Johannisbeere Cranberry Ingwer – wärmend und vitaminreich Heilsame Öle Heilsame Kräuter und Gewürze Vitamine und Schwefelverbindungen Ätherische Öle Nahrungsergänzungsmittel Zink Vitamin E, Selen, Vitamin D Vitaminreiche Lebensmittel – Übersicht

  Entspannung, Wohlbefinden, guter Schlaf Gelassenheit Umgang mit Angst Autosuggestion Entspannungstechniken Aromatherapie Guter Schlaf Mittagspause Nachtschlaf

  Naturheilkundliche Selbsthilfe Anwendungen mit Wasser Kalter Gesichtsguss Tau- und Wassertreten in kaltem Wasser Kalter Knieguss Kalte Waschung Warmes Fußbad Sauna

  Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung von Infekten Hausmittel Ölziehen oder Ölkauen Nasenspülung Arzneimittel und Heilpflanzen Spenglersan Emser Pastillen Zistrose Meerrettich und Kresse Klosterfrau-Melissengeist Konzentrat Das Waldbad

  Zusammenfassung oder Die 12 Punkte für ein stabiles Immunsystem

  Literatur und Quellen Bücher aus dem KVC Verlag Beiträge aus Zeitschriften, Onlinemedien

  Der Autor

  Anhang Reife- und Erntezeit von heimischen Lebensmitteln

Wer stark ist, kann gelassen sein

Das Coronavirus COVID-19 und die Angst vor Ansteckung und Krankheit stecken uns allen wohl immer noch in den Knochen. Also möchten wir uns bestmöglich für die kommende Erkältungs- und Grippesaison wappnen. Denn darin sind sich alle Experten einig: Ein stabiles Immunsystem ist die beste Vorbeugung!

In dieser Situation kam der KVC Verlag mit der Idee auf mich zu, eine Art „Best of“ meiner langjährigen praktischen Erfahrungen zu schreiben, denn die Naturheilkunde bietet ein reiches Repertoire an einfachen, aber wirkungsvollen Selbsthilfemaßnahmen für die kalte und nasse Jahreszeit mit ihren drohenden Infekten.

Danken möchte ich an dieser Stelle Frau Wefelmeier und Frau Frühwald vom KVC Verlag für die Zusammenstellung und Gestaltung des Textes. Ich gestehe, ich war selber ein wenig überrascht, wie viele meiner Tipps und Tricks aus den letzten 30 Jahren sie gesammelt haben, die wir jetzt gerne an Sie, liebe Leser*innen, weitergeben.

Bleiben Sie (damit) gesund!

Michael Elies

Einleitung

Im Sommer schöpft unser Körper Sonne und Kraft. Wir bewegen uns viel im Freien, genießen frisches Obst und Gemüse, sind gesellig, entspannt und in der Regel gesund! Mit den kürzer werdenden Tagen und den sinkenden Temperaturen im Herbst verändert sich alles langsam.

Unser Körper besitzt verschiedene Schutzmechanismen, um sich vor Viren, Bakterien oder Pilzen zu schützen. Doch diese hochkomplexe körpereigene Abwehr funktioniert nicht immer fehlerfrei. Gerade im Herbst und Winter können niedrige Temperaturen, Wind und Regen unser Immunsystem schwächen, zusätzlich trocknet die Heizungsluft unsere Schleimhäute aus, die eine wichtige Barrierefunktion gegen die Eindringlinge haben. Außerdem halten wir uns lieber im Haus auf, als an die frische Luft zu gehen. Und je weniger wir uns bewegen, desto weniger kommt auch unser Immunsystem in die Gänge. Krankheitserreger wie Viren lauern auf der Türklinke, der PC-Tastatur oder dem Einkaufswagen im Supermarkt. Da wir uns etwa 400 Mal am Tag bzw. alle drei bis vier Minuten ins Gesicht fassen, können sie problemlos über Nase oder Mund in unseren Körper gelangen. Damit werden wir aber nicht automatisch krank, und glücklicherweise bleiben viele Infektionen ohne Symptome. Allerdings müssen wir dazu dem Immunsystem auf die Sprünge helfen und möglichst jeden Tag etwas dafür tun, um unsere Abwehrkräfte stabil zu halten. Neben den täglichen Einheiten Bewegung, gesunder Ernährung und ausreichend Entspannung als Basis gibt es aus der Naturheilkunde viele weitere Maßnahmen, die wir nach unseren persönlichen, individuellen Bedürfnissen zur Vorbeugung nutzen können.


Das Immunsystem
Unspezifisch und spezifisch

Das Immunsystem ist ein über den ganzen Körper verteilter Verbund von Zellen und Geweben, die ständig in Bewegung und Austausch sind. Das gute Funktionieren unseres Immunsystems bei der Abwehr von Eindringlingen wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten, aber auch z.B. bei der Zerstörung von Krebszellen, ist überlebenswichtig.

Diese Abwehrfunktion unseres Körpers basiert auf zwei Grundpfeilern: dem angeborenen (unspezifischen) und dem erworbenen (spezifischen) Immunsystem. Das angeborene, unspezifische Immunsystem sitzt z.B. in den Haut- und Schleimhautzellen, dient also der direkten Abwehr und ist nicht auf einen Erreger spezialisiert. Es schützt uns sehr schnell und effektiv. Das erworbene, spezifische Immunsystem entwickelt sich erst im Laufe unseres Lebens und richtet sich dann gegen bestimmte Erreger.

Die Immunantwort des Körpers

Beide Systeme arbeiten Hand in Hand. Wenn wir zum Beispiel mit einem Erkältungsvirus in Kontakt kommen, meldet sich schnell das angeborene Immunsystem: Es reagiert zum Beispiel mit einem akuten Schnupfen, d.h. mit Triefnase und Husten. Die sind demnach ein Anzeichen dafür, dass unser Körper gerade damit beschäftigt ist, ungebetene Gäste schnell wieder loszuwerden (unspezifische Immunantwort). Hat er dies geschafft, bilden sich sogenannte Antikörper, die das Erkältungsvirus unschädlich machen können (spezifische Immunantwort), wenn der Körper erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt. Antikörper werden von den weißen Blutzellen produziert und sind komplexe Gebilde, die der Körper jederzeit aktivieren kann. Es ist im Übrigen nicht ratsam, die körpereigenen Abwehrreaktionen immer sofort durch Medikamente zu unterdrücken. Denn wenn sich keine spezifischen Antikörper bilden, haben die Viren das nächste Mal leichteres Spiel.

Ein stabiles Immunsystem

Die wichtigsten Voraussetzungen für ein starkes und einsatzbereites Immunsystem sind:

 Bewegung, am besten an der frischen Luft

 Abwechslungs- und vitaminreiche, den körperlichen Bedürfnissen angepasste Ernährung

 Entspannung und Wohlbefinden mit ausreichend gutem Schlaf

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann naturheilkundliche Maßnahmen nach seinen individuellen Vorlieben oder, noch besser, nach Beratung durch einen Therapeuten, einsetzen:

 Güsse und Wickel, Sauna und andere Verfahren aus der Kneippschen Medizin („Abhärtung“)

 Hausmittel (in der Regel unkompliziert und günstig)

 Heilpflanzen (frisch oder getrocknet, z.B. als Teezubereitungen)

 Naturheilkundliche Arzneimittel (möglichst in Absprache mit einem Therapeuten)

Diese naturheilkundlichen Maßnahmen können in stressigen Zeiten besonders sinnvoll sein, denn in Phasen seelischer Belastung braucht unser Immunsystem mehr Unterstützung.

Bewegung
Bewegung an der frischen Luft

Keine andere Therapie hat gleichzeitig eine so deutliche, ganzheitliche und gesunde Wirkung auf Seele, Geist und Körper wie die Bewegung. Viele von uns verbringen den Alltag in sitzender Position – am Rechner oder am Schreibtisch. Umso wichtiger ist es, in der Mittagspause, nachmittags oder abends ein wenig Bewegung einzuschieben. Dies kann schon ein kurzer Spaziergang sein. Die beste Art der Bewegung findet an der frischen Luft statt. Wenn Sie es schaffen, dreimal in der Woche etwa 30–45 Minuten spazierenzugehen, zu walken oder Fahrrad zu fahren, verbessern sich die Zellen des Immunsystems spürbar und nachweislich: Die Infektanfälligkeit lässt nach, das allgemeine Wohlbefinden wird deutlich gesteigert.

Moderates Ausdauertraining

Wichtig ist immer das rechte Maß. Gesundheitlich wertvoll ist das sogenannte moderate Ausdauertraining, wenn es regelmäßig durchgeführt wird. Das können die oben genannten Einheiten Spazierengehen oder Fahrradfahren sein, aber auch eine Joggingrunde oder eine Einheit auf dem Ergometer. Wichtig ist die langsame Steigerung auf 30–45 Minuten. Während der Belastung sollte die Atmung im aeroben Bereich bleiben, das heißt: Während des Sports sollte man noch einen mittellangen Satz zusammenhängend und ohne Atemnot sprechen können.

Wichtige und nachgewiesene Effekte des moderaten Ausdauertrainings sind:

 Training des Herz-Kreislaufsystems

 Flexible Blutgefäße

 Verbesserung der Lungenfunktion

 Stärkung des Wohlbefindens

 Ankurbeln des gesamten Stoffwechsels

Gymnastik

Eine gute Ergänzung zum Ausdauertraining ist Gymnastik. Durch regelmäßige Übungen werden Muskulatur, Gelenke, Bänder und Knochen gestärkt und außerdem Koordinations- und Gleichgewichtssinn verbessert, so dass es weniger Gefahr von Stürzen, Osteoporose und Muskelschwäche gibt.

Manche praktizieren Yoga oder Feldenkrais und sind daher gut versorgt. Aber auch ganz einfache Übungen tragen zur Erhaltung der Kraft und der Beweglichkeit bei. Frau Dr. Carstens empfahl zum Beispiel, täglich am offenen Fenster Kniebeugen zu machen. Es ist wichtig, sich nicht zu überanstrengen und immer auf die individuelle Belastbarkeit zu achten.

Es gibt auch Gymnastikübungen, die speziell die Atmung trainieren. Zwei kleine Übungen stellen wir Ihnen im Folgenden vor. Sie müssen dafür nicht besonders sportlich oder mobil sein und können sie in bequemer Alltagskleidung durchführen.

Gehen im Raum

Gehen Sie mehrere Minuten durch den Raum und wählen dabei nur gerade Strecken. Nicht im Kreis gehen. Achten Sie auf eine aufrechte Haltung. Lassen Sie Arme und Schultern locker. Strecken Sie dann beim Gehen die Arme hoch. Atmen Sie in Ihrem normalen Rhythmus durch die Nase ein. Senken Sie die Arme und atmen dabei durch den Mund aus. Wiederholen Sie diese Bewegung einige Male.

Atemübung

Stellen Sie sich locker hin, die Füße sind hüftbreit geöffnet. Ballen Sie die Hände zur Faust (mit dem Handrücken nach vorn), kreuzen die Unterarme und heben dann die Arme über den Kopf. Atmen Sie dabei durch die Nase ein. Drehen Sie nun die Fäuste über dem Kopf so, dass die Handrücken zueinander zeigen. Öffnen Sie die Fäuste, spreizen Sie die Finger und führen Sie die Arme mit einer fließenden Bewegung nach unten seitwärts hinter den Körper. Atmen Sie dabei kräftig und hörbar aus. Stellen Sie sich vor, dass Sie „alles hinter sich lassen“. Wiederholen Sie die Übung 5–10-mal.

(Quelle: Gymnastik für Senioren)


Ernährung

„Eure Heilmittel sollen eure Nährmittel sein und eure Nährmittel sollen eure Heilmittel sein.“

Hippokrates (etwa 460–377 v. Chr.)

Eine abwechslungsreiche, vitaminreiche und den körperlichen Bedürfnissen angepasste Ernährung ist die Grundlage von Gesundheit und trägt stark zu einer körperlichen und seelischen Ausgeglichenheit bei. Eine der Jahreszeit angepasste Ernährung mit einer Auswahl an regionalen Lebensmitteln enthält eine gesunde Mischung aus Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Versuchen Sie, Ihre Mahlzeiten nach diesen Kriterien einzunehmen. Essen Sie in Ruhe, ohne Ablenkungen, und konzentrieren Sie sich beim Essen auf die Qualität Ihres Gerichts (Geruch, Geschmack, Konsistenz, Bekömmlichkeit). Gerade die ersten Bissen, derart achtsam zu sich genommen, geben Hinweise auf die Verträglichkeit, ob Ihnen diese Speisen und Getränke auch wirklich guttun (Lebens-Mittel im doppelten Wortsinn)!

Die Grundsätze der Vollwert-Ernährung geben Orientierungen, welche gesunden und stärkenden Lebensmittel zu empfehlen sind:

Vollwert-Ernährung

 Essen Sie genussvolle und bekömmliche Speisen.

 Bevorzugen Sie pflanzliche Lebensmittel (überwiegend lactovegetabile Kost).

 Bevorzugen Sie gering verarbeitete Lebensmittel – reichlich Frischkost.

Hinzu kommen ökologische und sozial nachhaltige Grundsätze. Kaufen und essen Sie:

 ökologisch erzeugte Lebensmittel,

 regionale und saisonale Erzeugnisse,

 umweltverträglich verpackte Produkte und

 fair erzeugte und gehandelte Lebensmittel.

Regional und saisonal

Regionale und saisonale Ernährung bedeutet, dass wir vorrangig Lebensmittel verzehren, die zur jeweiligen Jahreszeit heimisch wachsen. Manche Lebensmittel wie der Ingwer sind nicht heimisch, aber als Heilmittel so wertvoll, dass wir sie in den Rezepten empfehlen.

Es gibt Gemüse wie Lauch, die ganzjährig aus regionalem Anbau erhältlich sind. Dann gibt es Sorten, die wir (fast) ganzjährig frisch oder gelagert kaufen können. Dazu zählen Zwiebeln, Kohl, Rote Bete, Kartoffeln und Möhren. Schließlich gibt es auch Sorten, die nur in bestimmten Monaten wachsen. Obst und Salat lassen sich mit Ausnahme von Äpfeln nicht gut lagern. Eine Tabelle mit einer Auswahl von saisonalen Lebensmitteln finden Sie im Anhang.

Stärkende Mahlzeiten morgens und mittags
Honig und Apfelessig zum Start in den Tag

Honig ist ein vielseitig einsetzbares Lebens- und Heilmittel, das in keinem Haushalt fehlen sollte. Traditionell wird Honig gegen Erschöpfungszustände, für die Steigerung der Immunabwehr, gegen Erkältungskrankheiten und Husten sowie zur Wundheilung eingesetzt. Auch Propolis-Kuren während der dunklen Jahreszeit sind bewährt. Kaufen Sie Honig, wenn möglich, direkt beim Imker, auf jeden Fall aber aus heimischer Produktion.

Apfelessig stärkt die Immunabwehr, wirkt ausleitend (Anregung der Ausscheidungsorgane) und vitalisierend.

Der Mischung von Apfelessig und Honig wird eine positive Wirkung auf die Darmflora (wichtig für das Immunsystem) zugeschrieben. Für einen guten Start in den Tag können Sie am Morgen auf nüchternen Magen ein Honig-Apfelessig-Wasser zu sich nehmen. Dieses Morgenritual belebt und aktiviert die Ausscheidungsorgane Darm und Niere. Auch bei Erkältungsneigung ist der Trank eine gute Basismaßnahme.

Honig-Apfelessig-Wasser

 2 TL Apfelessig (Bio)

 1 TL flüssiger Honig (regional)

 Leitungswasser oder Mineralwasser

 Apfelessig und Honig in ein Glas geben, verrühren, mit Leitungs- oder Mineralwasser auffüllen.

Haferflocken zum Frühstück

Drei Esslöffel Haferflocken mit einer Tasse Wasser und einer Prise Salz kurz aufgewellt sind ein leichtes, ballaststoffreiches Frühstück. Hafer ist reich an den Vitaminen A, C und E sowie Eisen und Zink. Diese Stoffe stärken und schützen die Zellen des Immunsystems.

Über die Haferflocken können Sie einen Esslöffel Leinöl geben. Leinöl ist ein hochwertiges und gesundes Öl, das besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist. Diese Fettsäuren unterstützen nicht nur die Abwehr, sondern wirken zudem günstig auf die Hormonproduktion, den Zellstoffwechsel, Gelenke und Haut. Frisches, hochwertiges Leinöl ist im Geschmack relativ neutral bis bitter-nussig. Bitte beachten Sie: Leinöl nicht erhitzen. Es kann, wie andere Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, schnell ranzig werden. Bitte dunkel, kühl und nicht zu lange aufbewahren.

Бесплатный фрагмент закончился.

806,05 ₽
Возрастное ограничение:
0+
Объем:
60 стр. 18 иллюстраций
ISBN:
9783965620353
Правообладатель:
Bookwire
Формат скачивания:

Похожие книги