Читать книгу: «Wanderführer Franken: Das Wanderbuch Franken. 53 Wanderungen in Ober-, Mittel- und Unterfranken.»
Die schönsten Wanderungen
Das Wanderbuch
Franken
53 Wanderungen in Ober-, Mittel- und Unterfranken
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.j-berg.de

Inhalt
Tourenüberblick
Ein Wort zuvor
Wichtige Tipps zu den Touren in diesem Buch
Spessart, Rhön und Fränkisches Weinland
Lebensader Main
1 Von Heigenbrücken ins Aubachtal
Angelparadies Aubachseen
2 Zum Forsthaus Engländer
Gemütliche Rast
3 Auf dem Eselsweg
Wo einst Salzkarawanen unterwegs waren
4 Zum Hohe-Wart-Haus
Einkehr über dem Elsavatal
5 Von Mespelbrunn zum Echterspfahl
Sagenumwobener Grenzpfahl
6 Von Rieneck nach Gemünden
Zwischen fränkischer Saale und Sinn
7 Auf dem Abt-Degen-Steig
Steile Weinbergtreppen und Trockenmauern
8 Durch die Rücker Weinberge
Über dem Elsavatal
9 Von Retzbach nach Karlstadt
Lehrpfade und ein Kreuzweg
10 Auf dem Mainwanderweg nach Lohr
Zum Geburtsort von Schneewittchen
11 Über die Vogelsburg zum Kreuzberg
Ein Meer aus Wein
12 Über Maria im Weingarten nach Gaibach
Wallfahrtskirche, Schloss und die Verfassung
13 Von Hammelburg auf den Ofenthaler Berg
Zu den Geheimnisvollen Figuren
14 Von Bad Kissingen nach Aura
Über die Wichtelhöhlen zur Kirchenruine
15 Rund um den Kreuzberg
Wallfahrt, Wirtshaus und weite Sicht
16 Von Oberelsbach zum Steinernen Haus
Zu den Basaltsäulen
17 Durch die Kaskadenschlucht auf den Heidelstein
Zum Schwabenhimmel
Fränkische Schweiz, Frankenwald, Fichtelgebirge
Hügelige Paradiese
18 Zur Lillachquelle
Imposante Sinterstufen
19 Durch das Trubachtal
Ein Bach wächst zu einem Fluss
20 Auf das Walberla
Von der Keltenburg zur christlichen Wallfahrt
21 Auf dem Kirschenweg
Naschen am Wegesrand
22 Vom Kreuzstein zur Heroldsmühle
Durch das liebliche Leinleitertal
23 Von Streitberg zur Binghöhle
Faszinierende Unterwelt
24 Höhlentour bei der Riesenburg
Auf dem Romantischen Rundweg
25 Der Promenadenweg im Ahorntal
Spektakuläre Naturkompositionen
26 Durch das Kainachtal
Auf dem Hollfelder Gedächtnisweg
27 Von Vierzehnheiligen auf den Staffelberg
Was für ein Berg!
28 Durch das Klumpertal
Fränkische Schweiz abseits der großen Straßen
29 Durch das Püttlachtal
Über die Himmelsleiter ins Tal
30 Über dem Weiherbachstal
Aussichtsreicher Höhenweg
31 Zur Weißen Marter
Ein sehenswerter Bildstock
32 Im Veldensteiner Forst um Plech
Höhlenromantik pur
33 Im Höllental
Malerische Felsgebilde
34 Von Bad Steben zur Frankenwarte
Schöne Aussichten genießen
35 Über den Haidberg zur Saalequelle
Alexander von Humboldt war auch schon hier
36 Zum Großen Waldstein
Zeugen der Erdgeschichte
37 Auf den Ochsenkopf
Quellen und Aussichten
Mittelfranken mit Steigerwald, Frankenalb und Altmühltal
Landschaftliche Vielfalt
38 Altmühlquelle und Wildbad
An der europäischen Wasserscheide
39 Von Füttersee nach Ilmenau
Der gewaltige Eichbaum
40 Um Zell am Ebersberg
Über den Schlangenweg zum Schlossberg
41 Im Karst bei Neuhaus an der Pegnitz
Auf geologischen Spuren
42 Von Schnaittach nach Velden
Märzenbecher und Kletterfelsen
43 Von Rupprechtstegen nach Neuhaus
Auf Höhlentour in der Frankenalb
44 Von Vorra nach Hersbruck
Über dem Pegnitzknie
45 Auf dem Fränkischen Gebirgsweg
Genusstour Frankenalb
46 Um den Altmühlsee
Badefreuden im Vogelparadies
47 Im Spalter Hopfenland
Von allem etwas
48 Von Thalmässing zum Geschichtsdorf
Wanderung zu den alten Kelten
49 Zum Karlsgraben
Erinnerung an Karl den Großen
50 Die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn
Naturwunder aus Kalktuff
51 Zu den Zwölf Aposteln
Aussichtsreiche Wanderung
52 Im Wellheimer Trockental
Wo einst die Donau floss
53 Über die Arnsberger Leite
Zwischen Blütenpracht und Schmetterlingen
Zugabe
Register
Impressum

27 Von Vierzehnheiligen auf den Staffelberg

16 Von Oberelsbach zum Steinernen Haus

18 Zur Lillachquelle

47 Im Spalter Hopfenland

15 Rund um den Kreuzberg

23 Von Streitberg zur Binghöhle
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwierig |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
| Einkehr |
| Sehenswürdigkeit |
| wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher Schatten |
| kindergeeignet |
| Bademöglichkeit |
| mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Wandertour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Tourenüberblick


| Leicht |
| Mittel |
| Schwer |
| Länge in km |
| Höhenunterschied in m |
| Gehzeit in Std. |
| Einkehr |
| kindergeeignet |
| Sehenswürdigkeit |
| wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher Schatten |
| Bademöglichkeit |
| mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar |
Ein Wort zuvor
»Wohlauf, die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt muss rosten, den allerschönsten Sonnenschein lässt uns der Himmel kosten …« – kein Franke, der bei diesen Worten nicht an sein Heimatland denkt. Diese Verse, die Victor von Scheffel vor knapp 150 Jahren geschrieben hat, haben bis heute nichts von ihrer Aussagekraft verloren. Ganz im Gegenteil, gerade in Zeiten, in denen wir immer länger im Büro sitzen müssen, sind wir voller Freude über einen Tag, den wir in herrlicher Natur an der frischen Luft verbringen können.
Und dazu bietet sich Franken bestens an. In diesem Buch finden sich 53 Wanderungen von Panoramawegen über Bachwanderungen, von Höhentouren bis hin zu schmalen Gipfelsteigen, von kurzen Touren, die gut für Einsteiger oder am Tag der Anreise sind, bis hin zu tagesfüllenden Wanderungen mit sportlichem Charakter. Für jeden ist etwas dabei.
Die einzelnen Wanderungen haben wir in vier Rubriken aufgeteilt: »Wanderhighlights«, »Geheimtipps«, »Familienwanderungen« und »Stille Touren«, eine Einstufung, die natürlich stark von unserem persönlichen Erleben abhängt.

Schöner kann wandern im Frühjahr bei Pottenstein kaum sein …
Freuen wir uns einfach auf Franken! Auf die wunderbare Natur, die unberührten Wälder, die herrlichen Aussichten, die stillen Seen und die weiten Moore. Beginnen wir im Frühjahr, wenn um das Walberla die Kirschbäume blühen, im Sommer, wenn wir bei unseren Wanderungen immer wieder in den Schatten kühler Wälder eintauchen dürfen oder schließlich im Herbst, wenn die Farben der Laubbäume selbst den berühmten Indian Summer verblassen lassen. Und natürlich freuen wir uns darauf, den Wandertag in einer Heckenwirtschaft bei einem Glaserl Wein und einer fränkische Brotzeit ausklingen zu lassen. Zu dieser passt aber nicht nur ein Schluck Wein, sondern auch das fränkische Bier. Vor allem in Oberfranken gibt es noch kleine Brauereien, die ihren Bieren einen unvergleichlichen Geschmack verpassen. In Franken fühlt man sich einfach rundum wohl!
Viel Freude und Vergnügen bei den Wanderungen wünschen
Tassilo Wengel und Lisa und Wilfried Bahnmüller
Wichtige Tipps zu den Touren in diesem Buch
Ausrüstung
Der erfahrene Wanderer weiß: Feste Wanderstiefel oder Trekkingschuhe sind Grundvoraussetzung für sicheres Wandern. Falsches Schuhwerk (Halbschuhe, Sandalen, Badeschuhe etc.) bieten niemals genügend Halt und sind Auslöser für viele Unfälle. Teleskopstöcke sind vor allem beim Abstieg bequem und entlasten die Gelenke. Gut, wenn sie klein und leicht sind und an den Rucksack gebunden werden können. Sonnen- und Regenschutz sollte man immer dabeihaben. Antimückenmittel war uns gerade in den Hochmoorwanderungen und entlang der Flüsse und Bäche sehr hilfreich. Vernünftig ist ein winziges Erste-Hilfe-Täschchen mit Rettungsfolie (im Fachhandel erhältlich), das gut im Rucksack liegt und nicht viel Platz wegnimmt.

Schlauchboot-Spaß auf dem Heiligenstädter See mit Blick auf Burg Greifenstein
Bequeme Wanderkleidung aus technischem Funktionsmaterial ist praktisch und spart Ersatzwäsche. Besonders im Herbst sollte man unbedingt eine wärmende Jacke oder sogar Mütze dabeihaben, denn spätestens ab Mitte September kann der Wind auf den Höhen bitterlich kalt pfeifen.
Weniger wichtig, aber praktisch und schön sind Fotokamera sowie Bestimmungsbücher für Flora und Fauna, die es mittlerweile übrigens auch schon für Smartphones in digitaler Form gibt.
Sicherheit
Bereits bei der Auswahl der Touren sollte man seine eigene Leistungsfähigkeit – und auch die der Begleiter – kritisch in die Überlegungen einbeziehen. Viele Unfälle passieren aufgrund mangelnder Erfahrung und Selbstüberschätzung. Alleine wandern sollte man eigentlich nie. Falls etwas passiert, kann die Begleitung Hilfe holen. Sinnvoll ist die Mitnahme eines Handys. Das Empfangsnetz ist fast überall zuverlässig und flächendeckend. Wenn die moderne Technik nichts mehr nützt, gibt es immer noch das alte, aber bewährte Notsignal. Es besteht aus sechs optischen oder akustischen Signalen (alle zehn Sekunden) in der Minute (Rufen, Pfeifen oder Winken), dann folgen drei Minuten Pause vor einer Wiederholung. Antwort: dreimal pro Minute ein Signal.

Aussicht vom Kreuzberg nach Süden auf Sandberg und das Tal der fränkischen Saale
Wichtig für die Tourenplanung ist auch die Wettervorhersage. Unvorhersehbare Wetterumschwünge sind gerade in den Sommermonaten nicht selten. Da muss man dann mit Gewittern rechnen, die sich besonders am Nachmittag zusammenbrauen. Wer von einem Gewitter überrascht wird, sollte exponierte Wegstellen unbedingt meiden. Alleinstehende Bäume, Gipfel und deren Kreuze stellen tödliche Gefahrenquellen dar. Am besten wird die Tour unverzüglich abgebrochen oder man sucht Schutz in einem sicheren Gebäude. Falls keines in der Nähe ist, bleibt man in einer zusammengekauerten Haltung in Senken oder Mulden.
Gehzeiten und Höhenangaben
Wir haben uns um genaue Zeit- und Höhenangaben bemüht. Aber auch unsere Schwierigkeitseinstufungen sind nicht immer objektiv, sondern hängen von unserem persönlichen Empfinden sowie der Tagesverfassung ab. Die erste Tour in jeder neuen Saison ist immer die schwerste! Alle aufgeführten Zeiten verstehen sich als reine Gehzeit. Deshalb sollte man bei der Tourenplanung immer noch genügend Zeit für Pausen, Rast oder Besichtigungen einplanen. Vor allem brauchen wir auch ein ausreichendes Zeitfenster für Unvorhersehbares wie Wetteränderung, Wegsperrungen, Verlaufen oder ungeplante Umwege. So kommen wir sicher vor Einbruch der Dunkelheit zurück. Unsere Höhenangaben entnehmen wir den GPS-Geräten, aber auch diese arbeiten nicht immer punktgenau. Zwischen der Differenz des Ausgangspunktes und des höchsten Wanderzieles liegen eben auch immer wieder zusätzliche An- und Abstiege, vor allem in den hügeligen Mittelgebirgen.
Wanderkarten
Die Karten im Buch zusammen mit der Beschreibung im Text sind eigentlich ausreichend. Wer eine Tour aber verlängern oder abkürzen will, nimmt eine zusätzliche Wanderkarte zur Orientierung mit. Wir haben zu jeder Tour eine Karte aufgeführt, die das entsprechende Gebiet abdeckt.

Bildsäule am Haus eines Winzers in Escherndorf bei Volkach
Einkehr und Verpflegung
Zu einer richtigen Wanderung gehört eine leckere Brotzeit. Aber nicht jede Wanderung führt an einem Gasthaus oder einer bewirtschafteten Berghütte vorbei. Dafür gibt es zahllose wunderschöne Picknick- und Raststellen entlang der Wege, die man nicht vergisst. Am besten deckt man sich vorher mit Brotzeit und reichlich Getränken ein. Hierfür bieten sich die viele Dorfmetzgereien und Bäckereien an, in denen es beste fränkische Spezialitäten gibt. Wenn es unterwegs Einkehrmöglichkeiten gibt, haben wir sie im Text erwähnt. Aber Achtung: Auch Gasthäuser haben Ruhetage oder mal Betriebsferien.

In der Kaskadenschlucht bei Sandberg
Anfahrt
Viele Ausgangsorte der Touren lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Aber einige der Startplätze werden gerade am Wochenende nicht mit dem öffentlichen Bussystem angefahren. Viele der kleinen Weiler und Dörfer sind nämlich nur mit Schulbussen an die nächstgrößeren Orte angebunden. Manchmal muss man dann einen alternativen Startpunkt wählen und ein wenig mehr Wanderzeit einkalkulieren.
Spessart, Rhön und Fränkisches Weinland

Ausblick auf Bischofsheim, Wasserkuppe und Heidelstein vom Rundweg um den Kreuzberg

Ruhig fließt der Main bei Obernburg (oben). Vom Streitplatz aus gibt es viele Möglichkeiten, die Region zu erkunden (unten links). Basaltsäulen bei Oberelsbach in der Rhön (unten rechts)
Lebensader Main
Spessart, Rhön und Fränkisches Weinland
Der Main bestimmt das fränkische Weinland. Es beginnt bereits im Spessart und weitet sich dann beiderseits des Mains immer stärker aus, bis es etwa bei Schweinfurt endet.
Schon der Name deutet an, dass im fränkischen Weinland allenthalben für Trinkbares gesorgt wird. Gaststätten und vor allem Heckenwirtschaften laden in jedem Ort zu einer ausgiebigen Rast ein. Der wichtigste und größte Ort ist die alte Stadt der fränkischen Fürstbischöfe Würzburg. Der Würzburger Dom, die barocke Residenz und die gewaltige Festung Marienberg sind weltbekannt.
Spessart und Rhön sind zwei Mittelgebirge, die sich vom Main aus nach Nordosten ziehen. In beiden Gebirgen herrscht der Laubwald vor. Besonders im Herbst liefern die Blätter in diesen Waldgebieten ein unglaubliches Farbenspiel. Weil die Rhön etwa 200 Meter höher als der Spessart liegt, sind viele ihrer Gipfel nicht bewaldet und bieten somit nicht nur eine weite Rundumsicht, sondern auch eine sehr abwechslungsreiche Vegetation. Ein Großteil der Rhön wurde deshalb zum Biosphärenreservat erklärt.
Zwei Orte haben die Rhön bekannt gemacht: Ihr höchster Gipfel, die hessische Wasserkuppe, ist Flugsportbegeisterten weltweit ein Begriff. Hier ist in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Segelfliegerei erfunden worden. Heute gibt es auf der Wasserkuppe ein wichtiges Flugzentrum mit allen modernen Einrichtungen für den Segelflug und dazu ein schönes Museum.
Das zweite Highlight ist der Kreuzberg, der heilige Berg der Franken. Auf ihm ist alles vereint, was einer fränkischen Seele guttut: Ein Kreuzweg führt zum Gipfel mit den drei millionenfach fotografierten Kreuzen. Etwas tiefer liegt das Kloster der Franziskaner mit seiner Wallfahrtskirche und einer berühmten Gastwirtschaft, die, wie sollte es anders sein, von der zugehörigen Klosterbrauerei mit süffigem Gerstensaft reichlich versorgt wird.
Aber auch der Spessart weist zwei berühmte Orte auf: Zum einen das »Wirtshaus im Spessart«, das den Rahmen für eine Räubergeschichte von Wilhelm Hauff gab. Durch den gleichnamigen Film aus der deutschen Nachkriegszeit wurde der Spessart schlagartig weit über Deutschland hinaus bekannt. Ein Besuchermagnet ist das Wasserschloss Mespelbrunn, in dem Fürstbischof Julius Echter, der Gründer des Juliusspitals und der Universität in Würzburg, geboren wurde.
1 Von Heigenbrücken ins Aubachtal
Angelparadies Aubachseen
Ein reizvoller Wanderweg führt über Habichsthal in das schöne Tal des Aubachs mit seinen idyllisch gelegenen Seen, die auch bei Anglern sehr beliebt sind.


Tourencharakter
Abwechslungsreiche Wanderung auf bequemen Feld- und Waldwegen
Ausgangs-/Endpunkt
Heigenbrücken, Bahnhof
Geokoordinaten
N 50.0280742 E 9.3731892
Anfahrt
Auto: A 3 bis Weibers- oder Rohrbrunn, über Rothenbuch zur B 26 und links Richtung Aschaffenburg, dann rechts nach Heigenbrücken. Bahn/Bus: Von Würzburg stündlich mit dem Zug, von Aschaffenburg mit dem Bus
Einkehr
Habichsthal, Gasthaus Zur frischen Quelle
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Spessart, Blatt Nord
Information
Tourist-Info Heigenbrücken, Hauptstraße 7, 63869 Heigenbrücken, Tel. 06020/971 00, www.heigenbruecken.de

Wir starten am Bahnhof in Heigenbrücken, gehen geradeaus zum Wegweiser »Fußweg Ortsmitte« und folgen dem Weg parallel zu den Bahngleisen in die Ortsmitte. Bei der Kirche schwenken wir nach links und treffen auf die Markierung mit dem roten Querstrich. Sie führt uns auf der Dorfstraße aus dem Ort. An der folgenden Gabelung gehen wir links in den Aschenweg und wandern nun leicht bergauf. Beim Abzweig Am Baßberg biegen wir rechts ab und halten uns dann links. Unser Weg führt auf Asphalt am Schützenhaus vorbei, wird dann zum Schotterweg. Wir treffen Am Wasen auf den Wegweiser und gehen nach rechts. Nach etwa 50 Metern schwenken wir links auf einen Waldweg und gelangen leicht bergauf zur Wegkreuzung Ledige Janka. Unser Weg führt geradeaus weiter und mit der Markierung des roten Querstrichs in den Baßgrund. Dort überqueren wir eine Forststraße und wandern auf den Sandkopf, wo wir auch einen Wegweiser nach Habichsthal sehen. Geradeaus weiter gelangen wir nach knapp zwei Kilometern nach Habichsthal, wo sich eine Rast im Gasthaus Zur frischen Quelle anbietet. Unser Weg führt an der Kirche nach rechts und auf der Straße am Gasthaus vorbei. Kurz danach verlassen wir die Straße und folgen dem asphaltierten Weg am Aubach entlang Richtung Alte Mühle. Hier gilt die Markierung »Fliegender Vogel«. Auf dem asphaltierten Weg können wir schöne Aussichten in das Aubachtal genießen, kommen an einer Kläranlage vorbei und treffen danach auf einen Sandweg. Kurz vor einer Fischerhütte halten wir uns links, weiter der Markierung »Fliegender Vogel« folgend, und überqueren den Aubach auf einer Brücke. Wir schwenken nach links und folgen dem leicht ansteigenden Weg, bis wir auf eine Straße treffen, der wir nach links wenige Meter folgen. Dann schwenken wir nach links, überqueren bei der Alten Mühle einen Steg, gehen kurz aufwärts zum Wegweiser »Dorfstraße/Steg«, biegen Die Altstadt von Heigenbrücken dort rechts ein und kommen wieder nach Habichsthal.
Im Ort gehen wir zur Kirche und auf bekanntem Weg aufwärts bis zum Sandkopf. Dort wählen wir den links abzweigenden Weg mit der Markierung eines roten Schrägstrichs und wandern auf einem breiten Waldweg zur Baßhöhe. Hier gehen wir nach rechts und folgen abwärts der Markierung M. Wir treffen auf den Wegweiser »Spitzrau« und wandern am Wildpark vorbei nach Heigenbrücken. Weiter geht es zum Wegweiser »Kleine Grotte«, wir können eine herrliche Aussicht auf Heigenbrücken genießen und gehen zur Dorfstraße hinab. Hier biegen wir schließlich links ab und gehen auf bekanntem Weg zum Bahnhof zurück.

Die Altstadt von Heigenbrücken
Die Aubachseen
Die still gelegenen Aubachseen sind ein Paradies für Angler. Zum reichen Vorkommen schmackhafter Fische gehören Aal, Forelle, Hecht, Zander und Weißfisch. Auskunft über Angelmöglichkeiten gibt der Angelsportverein Frühauf 1978, Tel. 06020/97 01 36, oder das Kur- und Verkehrsamt Heigenbrücken.
2 Zum Forsthaus Engländer
Gemütliche Rast
Das Forsthaus Engländer ist ein beliebtes Ausflugsziel, das auf schönem Waldweg erreichbar ist. Kleinod der Wanderung ist Eichenberg, ein schönes Dorf mit einer trutzigen Wehrkirche.


Tourencharakter
Abwechslungsreiche Wanderung auf bequemen Feld- und Waldwegen
Ausgangs-/Endpunkt
Sailauf
Geokoordinaten
N 50.0212981 E 9.2554408
Anfahrt
Auto: A 3 bis Hösbach, über Hösbach-Bahnhof nach Sailauf. Bahn/Bus: Bis Hösbach-Bahnhof, dann weiter mit Bus; Busverbindung ab Aschaffenburg
Einkehr
Eichenberg, Gasthaus Zum Hirschen, Hauptstraße 17
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Spessart, Blatt Nord
Information
Tourist-Info Spessart-Main-Odenwald, Bayernstraße 1 8, 63739 Aschaffenburg, Tel. 06021/39 42 71, www.spessart-touristinfo.de

Wir starten in Sailauf in der Engländerstraße und gehen über den Steinbachweg, den wir kurz danach verlassen, nach links in den Klingerweg. Unser Weg führt zunächst zwischen Grundstücken entlang, bis wir bald nach rechts abbiegen und bergauf gehen (Markierung rotes Andreaskreuz beachten). Zwischen Feldern, Obstbäumen und schönen Aussichten auf eine sanfte Hügellandschaft gewinnen wir an Höhe, schwenken auf einen querenden Wirtschaftsweg am Waldrand nach rechts und wandern bis zur folgenden Gabelung. An der Gabelung gilt weiterhin die Markierung rotes Andreaskreuz sowie der Wegweiser Richtung Eichenberg. Bei einem Geflügelhof treffen wir auf Das beliebte Forsthaus einen Querweg. Hier gehen wir nach rechts, dann nach links und auf einem Hohlweg zwischen Gebüschstreifen abwärts nach Eichenberg. Im Ort treffen wir auf die Hauptstraße, wenden uns nach rechts und gehen auf der Hauptstraße bis zum Ortsende. Dort sehen wir rechts einen Parkplatz mit einer Wanderwegtafel, biegen rechts ab und folgen nun der Markierung mit dem roten Andreaskreuz auf einen schönen Panoramaweg mit Blick auf Eichenberg, das von der markanten Wehrkirche überragt wird. Zunächst auf einem Pfad wandernd, treffen wir auf einen Fahrweg. Wir halten uns rechts (Wegweiser Engländerhaus) und kommen zum Bildstock »Beim Kurzen Heiligen«. Hier folgen wir dem Wegweiser zum Forsthaus Engländer. Vom Forsthaus gehen wir auf bekanntem Weg zurück zum Bildstock »Beim Kurzen Heiligen«, folgen dem Wegweiser »Eselsweg« zum Streitplatz und dort der Markierung mit dem roten Dreieck nach Laufach. Im Ort halten wir uns rechts und gelangen mit der Markierung des roten Andreaskreuzes zurück nach Sailauf. Auf einem Hügel thront die spätbarocke Kirche St. Vitus, die 1789 erbaut wurde und wahrscheinlich drei Vorgängerbauten hatte. Vom ersten Bau aus dem 11. Jahrhundert blieben der Turm und das sogenannte Bleckmaul, eine Maskenkonsole unterhalb des Helms, erhalten.

Das beliebte Forsthaus
Forsthaus Engländer
Es handelt sich hierbei um ein 1845 von König Ludwig I. errichtetes Waldhaus, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und später wieder aufgebaut wurde. Seitdem ist es bei Radfahrern und Wanderern ein sehr beliebtes Ausflugslokal. Der Legende nach wurde hier 1743 nach der Schlacht bei Dettingen ein englischer Söldner tot aufgefunden.
3 Auf dem Eselsweg
Wo einst Salzkarawanen unterwegs waren
Der Eselsweg ist ein sehr beliebter Panoramawanderweg. Er verläuft größtenteils in Höhenlagen zwischen 400 und 500 Metern, bietet schöne Aussichten und berührt nur wenige Ortschaften.


Tourencharakter
Abwechslungsreiche Wanderung, vorwiegend auf Wald- und Feldwegen, teilweise kräftige Anstiege
Ausgangs-/Endpunkt
Heigenbrücken
Geokoordinaten
N 50.0280742 E 9.3731892
Anfahrt
Auto: A 3 bis Weibers- oder Rohrbrunn, über Rothenbuch zur B 26 und links Richtung Aschaffenburg, dann rechts nach Heigenbrücken. Bahn/Bus: Von Würzburg stündlich mit dem Zug, von Aschaffenburg mit dem Bus
Einkehr
Forsthaus Engländer
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Spessart, Blatt Nord
Information
Tourist-Info Heigenbrücken, Hauptstraße 7, 63869 Heigenbrücken, Tel. 06020/971 00, www.heigenbruecken.de

Wir starten am Bahnhof in Heigenbrücken und folgen dem Spessartweg 2. Unser Weg führt links in die Werner-Wenzel-Straße zur Hauptstraße, dort nach rechts bis kurz vor das Ortsausgangsschild. Hier folgen wir der Markierung Spessartweg 2 nach links bergauf und treffen auf einen Schotterweg, den wir nach 100 Metern nach rechts verlassen. Auf einem Waldweg steigen wir recht steil auf und treffen am Parkplatz Hirschhörner auf den Eselsweg. Dabei handelt es sich um einen historischen Handelsweg. Er wurde bereits 1339 als »eßelspfadt« bezeichnet und war Teilstück einer von Thüringen kommenden Fernstraße. Berühmt wurde der Eselsweg durch die Orber Salzkarawanen, bei denen mit Salzsäcken beladene Esel einst hier langzogen. Dieser Weg leitet uns über die Eselshöhe zum Streitplatz. Wir wandern auf einem breiten Waldweg, treffen auf eine Schotterstraße und folgen dieser, bis wir sie nach links auf einem Waldweg verlassen können. Schnell erreichen wir eine Forststraße, schwenken nach rechts und kommen zum Bildstock »Beim Kurzen Heiligen«. Von hier leitet uns der Eselsweg direkt zum Forsthaus Engländer. Nach der Rast gehen wir auf bekanntem Weg zurück bis zum Streitplatz und nun folgen dem Wegweiser nach Laufach mit der Markierung rotes Dreieck. Auf einer breiten Forststraße gehen wir bergab. An einem Abzweig wechseln wir auf einen Waldweg und wandern steil bergab zum Wegweiser »Zum Luitpold«. Bald treffen wir auf ein Bildnis des Prinzregenten Luitpold. Nach einer deutlichen Linkskurve gehen wir nach rechts einige Stufen bergab und wandern am Bach entlang nach Laufach. Im Ort halten wir uns links und erreichen mit der Markierung rotes Dreieck den kleinen Ort Hain im Spessart. Hier wechseln wir auf den Spessartweg 2, der uns über den Pollasch und zurück nach Heigenbrücken führt.

Blick vom Pollasch nach Aschaffenburg
Faszination in Stein
Die Kristallstube in Heigenbrücken ist ein Privatmuseum mit mehr als 1000 Edelsteinen aus der ganzen Welt. Besonders sehenswert ist der größte Rosenquarz Deutschlands, der 7,4 Tonnen schwer ist und aus Namibia stammt. Der größte Amethyst einer privaten Sammlung Deutschlands ist 575 Kilogramm schwer und zwei Meter hoch; Tel. 06020/607.
4 Zum Hohe-Wart-Haus
Einkehr über dem Elsavatal
Auch wenn die Hohe Wart nicht so berühmt ist wie das Wasserschloss Mespelbrunn, lohnt sich auf jeden Fall ein Ausflug zu dieser schönen Ausflugsgaststätte. Beide Wanderziele lassen sich auf dieser herrlichen Wanderung gut verbinden.


Tourencharakter
Abwechslungsreiche Wanderung auf Wald- und Wiesenwegen
Ausgangs-/Endpunkt
Volkersbrunn
Geokoordinaten
N 49.895500 E 9.2758200
Anfahrt
Auto: A 3 bis Rohrbrunn, auf St 2317 bis Heimbuchenthal, dort links nach Volkersbrunn abbiegen. Bahn/Bus: Busverbindung ab Aschaffenburg
Einkehr
Hohe Wart, Heimathenhof Heimbuchenthal
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Spessart, Blatt Nord
Information
Touristikverband Elsava-Dammbachtal e. V., Hauptstraße 31, 63872 Heimbuchenthal/Spessart, Tel. 06092/15 15, www.herz-im-spessart.de

Wir starten vom Wanderparkplatz am Ortseingang von Volkersbrunn und folgen dem Spessartweg 2 (Markierung 2) in Richtung Waldaschaff. Auf einem leicht ansteigenden Asphaltweg geht es allmählich bergauf und wir können nach links den herrlichen Blick auf Volkersbrunn genießen. Im Wald überqueren wir eine Kreuzung, an einer spitzen Gabel verlassen wir den Asphaltweg und folgen weiter dem Spessartweg 2. Auf schönem Waldweg kommen wir zur Hohen Wart, auch Gaststätte Hohe Warte genannt. Sie wurde 1733 von Antonius Sator errichtet und diente zunächst als Kutschenstation zwischen den Schlössern Aschaffenburg und Mespelbrunn. Heute ist sie eine beliebte Ausflugsgaststätte mit schönem Biergarten und deftigen Speisen. Von hier folgen wir zunächst dem Spessartweg 2 weiter, bis wir zum Abzweig Spessart Räuberland RL 3 (Markierung Räuberkopf) kommen. Wir folgen dieser Markierung und gelangen bald in den Langen Grund. Hier fallen beeindruckende Trockenmauem auf, die eine Höhe von 50 Metern und eine Länge von bis zu 300 Metern haben. Damit schufen die Bewohner in diesem Hanggelände Terrassen, die sich gut bewirtschaften lassen. Auch Grenzsteine und ein Bildstock gehören zu den Sehenswürdigkeiten im Langen Grund. Unser Weg führt an einer Freizeitanlage mit Wassertretbecken vorbei nach Mespelbrunn, das wir auf der Straße Langer Grund erreichen. Wir biegen vor dem Bach rechts ab, gehen auf der Elsavastraße bis zu einer Brücke, wo wir das Schild »Fuß- und Radweg zum Schloss« sehen. Auf der Schlossallee gelangen wir zum Wasserschloss Mespelbrunn, an dem sich eine Rast mit Besichtigung lohnt. Vom Schloss gehen wir zur Gruftkapelle und folgen dort dem Weg hinab zur Straße. Gegenüber dem Wanderheim Mespelbrunn kommen wir auf die Straße nach Heimbuchental. Bei der Kirche treffen wir wieder auf den Wanderweg Spessart Räuberland RL und folgen diesem Weg zurück in Volkersbrunn.

Blühende Obstbäume bei Volkersbrunn
Der Heimathenhof
Er wurde als Hofgut der Familie Echter, zu der auch der Echter von Mespelbrunn gehört, im 14. Jahrhundert errichtet. Er liegt in der Nähe von Heimbuchenthal hoch oben am Eichberg und beeindruckt durch die reizvolle Aussicht über den Hochspessart. Als Ausflugsziel ist der Heimathenhof bei Wanderern ebenso beliebt wie als Lokal zum Festefeiern.
5 Von Mespelbrunn zum Echterspfahl
Sagenumwobener Grenzpfahl
Das Wasserschloss in Mespelbrunn gehört zu den romantischsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Von hier führt eine schöne Wanderung durch dichte Buchenwälder zum Echterspfahl, einem historisch bedeutsamen Grenzpfahl.


Tourencharakter
Schöne Waldwanderung auf bequemen Wegen, nur auf dem Rückweg kurzer Abschnitt auf holprigem Waldboden
Ausgangs-/Endpunkt
Mespelbrunn
Geokoordinaten
N 49.9167 E 9.28333
Anfahrt
Auto: A 3 bis Weibersbrunn, dann weiter Richtung Mespelbrunn. Bahn/Bus: Busverbindung ab Aschaffenburg
Einkehr
Forsthaus Echterspfahl, nur Mittwoch, Samstag, Sonntag und Feiertag geöffnet
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Spessart, Blatt Nord
Information
Tourist-Info Mespelbrunn, Hauptstraße 164, 63875 Mespelbrunn, Tel. 06092/319, www.schloss-mespelbrunn.de

Wir starten am Wasserschloss Mespelbrunn und folgen der Markierung mit dem roten Schrägstrich am Pferdestall vorbei. Auf breitem Weg kommen wir zu einem Denkmal, das aus Dankbarkeit an die »Errettung aus Lebensgefahr« zweier adliger Damen, erinnert. Wir folgen einem breiten Waldweg und erreichen eine Gabelung, halten uns hier links und folgen der Markierung weiter aufwärts. Unser Weg führt durch den Ingelheimer Grund mit herrlichem Buchenwald zum historischen Echterspfahl, einem historischen Grenzpfahl. Hier treffen wir auf die Bundesstraße 8 und das Forsthaus Echtersbrunn. Der Echterspfahl wurde 1977 erneuert und kennzeichnet das Zusammentreffen von Waldbesitz der Echters aus Mespelbrunn mit dem der Rienecker Grafen sowie der Würzburger Bischöfe. Das Forsthaus Echterspfahl ist eine beliebte Ausflugsgaststätte und wurde 1835 als Torhaus für den Königlich-Bayerischen Wildpark erbaut.
Um nach Weibersbrunn zu gelangen, folgen wir dem Eselspfad (Markierung schwarzes E auf weißem Grund) abwärts. Wir treffen auf einen Abzweig nach rechts mit der Markierung des Räuberkopfes (Symbol für Spessart Räuberland) und gelangen mit dieser Markierung nach der Unterführung der Autobahn A 3 in den Ort. Von Weibersbrunn geht es auf gleichem Weg zum Echterspfahl zurück und nach links mit der Markierung Spessart Räuberland weiter. An einer Schutzhütte bei einer Wanderwegkreuzung biegen wir nach rechts ab und folgen dem RL 3 (Spessart Räuberland 3) weiter. Nun geht es durch den Wald abwärts zurück zum Schloss Mespelbrunn.

Das idyllische Wasserschloss Mespelbrunn liegt an einem Schlossteich.
Mespelbrunn
Es wurde von den Edlen von Echter zwischen 1551 und 1569 als Wasserschloss errichtet und ist heute die berühmteste Sehenswürdigkeit im Spessart. Im Rittersaal kann man Rüstungen und Waffen bewundern und im Gobelinsaal wird ein Schwert des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn aufbewahrt.
6 Von Rieneck nach Gemünden
Zwischen fränkischer Saale und Sinn
Das Sinntal war früher wegen seiner Abgeschiedenheit gefürchtet, da hier zahlreiche Spessarträuber ihr Unwesen trieben. Heute ist es ein beliebtes Wandergebiet mit zahlreichen seltenen Tieren und Pflanzen. Als besondere Kostbarkeit findet man hier die vom Aussterben bedrohte Schachbrettblume.


Tourencharakter
Abwechslungsreiche Wanderung auf steilen Pfaden, schönen Waldwegen, anfangs Kiesweg, dann Wechsel von Wald- und Wiesenweg
Ausgangs-/Endpunkt
Rieneck
Geokoordinaten
N 50.092805 E 9.6473986
Anfahrt
Auto: A 7 bis Hammelburg, dann auf der B 27 bis Karlstadt, von dort auf der B 26 bis Gemünden und weiter nach Rieneck. Bahn: Von Würzburg mit Umsteigen in Gemünden nach Rieneck
Einkehr
Mehrere Möglichkeiten in Gemünden und Schönau
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Spessart, Blatt Nord
Information
Tourist-Info Rieneck, Schulgasse 4, 97794 Rieneck, Tel. 09354/973 30, www.sinngrundallianz.de

Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof in Rieneck und folgen dem Wegweiser »Fußweg zur Burg« in den Ort. Wir überqueren die Sinn auf der Brücke und wandern nun der Markierung mit dem gelben Winkel folgend bis nach Gemünden. Zunächst unterqueren wir die Bahnunterführung und gehen dann nach rechts. Wir wandern einen halben Kilometer an der Sinn entlang und kommen zu einer Gabelung, wo wir uns rechts halten. Nach etwa 100 Metern schwenken wir nach links auf einen Sandweg und wandern bergan. Nachdem wir etwa 200 Meter gewandert In der Gemündener Altstadt sind, biegen wir auf einen Waldweg ab. Nun führt unser Wanderweg durch den Wald. Teilweise recht steil bergauf gelangen wir auf den Harres. Dort gehen wir weiter geradeaus und wandern auf einem Forstweg allmählich bergab. Nach einem knappen Kilometer schwenkt der breite Forstweg nach rechts, wir gehen dagegen nach links und biegen nach etwa 200 Metern rechts ab. Wir wandern auf einem unbefestigten Weg, überqueren einen breiten Forstweg und gehen bergab zum nächsten Forstweg. Dort biegen wir nach rechts ab und gelangen nach 200 Metern links auf einen Pfad. Wir gehen durch die Tür eines Wildgatters und wandern dann am Waldrand entlang zu einem Feldweg, wo wir links abbiegen. Nachdem wir durch den Wald gewandert sind, überqueren wir eine Eisenbahnbrücke sowie die Saale und kommen zum Kloster Schönau. Wir gehen entlang der Mauer des Klosters und gelangen am Gasthaus Zum Alten Forsthaus vorbei zur Straße. Dort biegen wir rechts ein und schwenken kurz danach auf die Straße in Richtung Reichenbuch. Etwa 100 Meter danach wechseln wir von der Straße nach rechts auf einen Pfad und wandern auf einem Hangweg bergauf. Wir treffen auf einen Querweg, gehen nach rechts bergab zu einer Wiese und biegen links in den Wald ein. Wir wandern bergauf und überqueren einen Graben auf einer Holzbrücke. Nachdem wir ein Stück aufwärtsgegangen sind, überqueren wir einen Forstweg, gehen einen Hang hinauf und folgen einem Pfad nach rechts. Wir treffen auf den breiten Forstweg und wandern weiter aufwärts. Unser Weg führt oberhalb von Kleingemünden an einem Wasserbehälter vorbei und dann bergab zu einer Gabelung. Hier verlassen wir die Markierung mit dem gelben Winkel und wandern rechts abwärts nach Gemünden. Für die hübsche fränkische Kleinstadt nehmen wir uns etwas Zeit zum Besichtigen. Wir gehen auf der steil abwärtsführenden Straße, bis wir auf die Mühltorstraße treffen, biegen nach links ab und schwenken dann nach rechts, um auf der Saalebrücke die zweiarmige Saale zu überqueren. Nun treffen wir auf die Frankfurter Straße und kommen am Huttenschloss vorbei. In diesem Gebäude ist das Verkehrsmuseum untergebracht, das über die regionale Verkehrsgeschichte unter dem Thema Schiene, Straße und Wasser informiert sowie mit einer Dioramensammlung und Informationen zur Postgeschichte aufwarten kann.
Wir halten uns an der Gablung rechts, gehen die Häfnergasse entlang, die zum Hofweg wird, und wandern geradeaus auf einem Asphaltweg. Nachdem wir die Bahntrasse unterquert haben, gehen wir über die Sinn und wandern direkt in den Ort Schippach. Dort überqueren wir die Sinn auf einer Holzbrücke und kommen zu einem Querweg. Hier halten wir uns rechts und wandern etwa zwei Kilometer entlang der Bahnstrecke durch den Sinngrund. Wir gehen durch eine Bahnunterführung, halten uns links und kommen zum Ausgangspunkt am Bahnhof Rieneck.

In der Gemündener Altstadt

Der hl. Nepomuk wacht auf seiner Sandsteinbrücke über den Fließenbach in Rieneck.
Schachbrettblume
Im April und Mai blühen im Sinngrund die Schachbrettblumen, die feuchten Boden bevorzugen.
Die becherförmigen, hell-purpurroten Blüten hängen an einem 20-30 Zentimeter langen Stängel herab und sind mit ihrem hellen Karomuster äußerst attraktiv. Diese Zwiebelpflanze aus der Familie der Liliengewächse steht unter Naturschutz.
7 Auf dem Abt-Degen-Steig
Steile Weinbergtreppen und Trockenmauern
Verfallene Weinberge um Steinbach und Ziegelanger wurden Ende des 20. Jahrhunderts wieder instand gesetzt und bepflanzt. Es entstanden an den Steillagen kleinflächige Weinbergterrassen mit Trockenmauern, durch die eine reizvolle Wanderroute verläuft.


Tourencharakter
Vorwiegend im sonnigen Weinberggelände, nach Ziegelanger kräftiger Anstieg
Ausgangspunkt
Ebelsbach-Eltmann
Endpunkt
Zeil, Bahnhof
Geokoordinaten
N 50.011546 E 10.5922117
Anfahrt
Auto: A 70 bis Haßfurt, über Haßfurt auf der B 26 nach Ebelsbach. Bahn: Von Bamberg stündlich
Einkehr
Verschiedene Möglichkeiten in Steinbach, Ziegelanger und Zeil am Main
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Haßberge
Information
Tourist-Info Zeil am Main, Marktplatz 8, 97475 Zeil am Main, Tel. 09524/94 90, www.zeil-am-main.de

Vom Bahnhof Ebelsbach-Eltmann kommend unterqueren wir eine Brücke, gehen über eine Kreuzung und folgen der Bahnhofstraße. An der nächsten Kreuzung halten wir uns links und schwenken dann in die Parkstraße. An ihrem Ende gehen wir nach links und folgen dann rechts der Herrensteige. Wir treffen auf eine weitere Kreuzung und auf den Wegweiser »Steinbach 2 km«. Die Markierung »Hirschkäfer« leitet uns durch die Jahnstraße und Weingartenstraße sowie leicht ansteigend in die Steinbacher Weinberge. Weiter geht es dann in den kleinen Ort Steinbach. Auf den Steillagen um Steinbach gedeihen Müller-Thurgau und Silvaner, die in in der Gaststätte Hildenbrand genossen werden können. Der Weg führt in Steinbach an der Gaststätte vorbei, bevor wir einen Bach überqueren. Unser Blick fällt auf eine Wandertafel des Abt-Degen-Steigs, dem wir nun mit der Markierung »Bocksbeutel« folgen. Der Abt Degen ging als Abt des reichen Klosters Ebrach in die Weinbaugeschichte Frankens ein. Er führte um 1665 in Franken die Silvanerrebe ein, die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die Gegend dominierte und die größte Fläche einnahm.
Wir steigen die Straße Am Pfaffenberg hinauf und gelangen an einer großen Villa vorbei in das Naturschutzgebiet Pfaffenberg, wo historische Steinterrassen mit alten Winzertreppen das Bild bestimmen. Am Betriebshof des Weingutes Martin vorbei kommen wir zu einer Gabelung. Hier können wir zwischen zwei Wegen mit der Markierung »Bocksbeutel« wählen. Beide Wege führen nach Ziegelanger, wobei der rechte als Ziegelanger Steig zunächst bergauf führt und etwas weiter ist.
In Ziegelanger treffen wir auf die Bergstraße, wandern auf dieser bergauf zur Wedbergstraße und kommen zur Abt-Degen-Stube, einer kleinen Weinstube mit Gartenterrasse. Sie ist nur Freitag ab 17 Uhr, Samstag ab 15 Uhr und Sonntag ab 14 Uhr geöffnet, jedes erste Wochenende im Monat ist geschlossen. Anschließend steigen wir rechts den Hang hoch. Ein Wegweiser weist uns den Weg zur Ruine Schmachtenberg, die auf einem Pfad zu erreichen ist. Wir gehen an einem Hang entlang und folgen weiter der Markierung »Bocksbeutel«. Schön anzusehen ist auf der gegenüberliegenden Mainseite die prachtvolle Kirche Maria Limbach in der Nähe von Limbach. Nach der Ruine Schmachtenberg biegen wir nach rechts ab und gelangen an einem Feld entlang zu einer schmalen Teerstraße mit Wanderparkplatz. Hier gilt nun die Markierung »Turm«, der wir an der Hangkante entlang folgen.
Wir können herrliche Ausblicke bis zum Steigerwald genießen. bevor wir das »Zeder Käppele«, eine neogotische Bergkapelle, erreichen. Hier lädt ein Gasthaus zur Rast ein, bevor wir mit der Markierung »Turm« bergab zu einer Autostraße gelangen. Wir überqueren die Straße und kommen zum Naturfreundehaus Warme Sonne, wo man am Sonntagnachmittag Kaffee und Kuchen genießen kann. Auf einer Treppe links von der Gartenterrasse gehen wir hinab und kommen in einen Bachgrund. Mit der Markierung »Turm« wandern wir nun am Bach entlang und gelangen direkt zum Bahnhof. Überqueren wir den Bach, kommen wir bei der Brauerei Göller zur Speiersgasse, um in der Altstadt von Zeil zu verweilen. Von hier führt der Weg über Hauptstraße, Bamberger Straße und Bahnhofstraße zum Bahnhof.

Viele Informationstafeln gestalten die Wanderung sehr kurzweilig.

In Zeil am Main können wir am Ende der Wanderung noch verweilen.

Der ganze Wanderweg ist hervorragend ausgeschildert.

Das Weinberghäuschen hat einen lustigen Anstrich bekommen.
Mein Einkehrtipp
In Ziegelanger lohnt sich eine Rast im Weinhaus Zimmermann (Ziegelanger 19), wo eigene, aus ökologischem Anbau stammende Weine wie Bacchus, Silvaner oder Müller-Thurgau probiert werden können.
Zeil am Main
Die sehenswerte Altstadt von Zeil am Main wird von zahlreichen Fachwerkhäusern bestimmt. Besonders schön ist der Marktplatz mit dem Fachwerk-Rathaus. In der Hauptstraße 3 fällt ein Fachwerkhaus mit feinster Schnitzarbeit am Fachwerk auf. Sehenswert ist auch die Pfarrkirche St. Michael nördlich des Marktplatzes.
8 Durch die Rücker Weinberge
Über dem Elsavatal
Der Mündungseinschnitt des Elsavatales bei Obernburg bietet sich zu einer beschaulichen Rundwanderung an. Ein Teil der Strecke verläuft auf dem beliebten Fränkischen Rotweinwanderweg.


Tourencharakter
Aussichtsreiche Wanderung durch Wald und zwischen Weinbergen auf bequemen Wegen
Ausgangs-/Endpunkt
Obernburg
Geokoordinaten
N 49.8381779 E 9.1323585
Anfahrt
Auto: A 3 bis Stockstadt, auf der B 469 nach Obernburg. Bahn: Von Würzburg stündlich
Einkehr
Verschiedene Möglichkeiten in Obernburg, Elsenfeld und Schippach
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Spessart, Blatt Süd
Information
Tourist-Info Obernburg, Römerstraße 62-64, 63785 Obernburg, Tel. 06022/61 91 28, www.obernburg.de

Wir beginnen unsere Wanderung am Rathaus in Obernburg und folgen der Mainstraße über die Alte Mainbrücke. Beim Bahnhof Obernburg-Elsenfeld gehen wir durch die Unterführung (Markierung Rotweinkelch) und wenden uns sofort nach links. Auf der Bahnhofstraße gehen wir parallel zu den Gleisen, halten uns am Planetenweg halblinks und schwenken beim Wegweiser »Ortsmitte« nach rechts. Wir wandern zwischen Kleingärten und gelangen zur Hauptstraße, an der wir nach links abbiegen und am Heimatmuseum vorbei zur Kirche gehen. Hier schwenken wir nach rechts (Pfarrer-Rudolf-Straße) und erreichen über ein kurzes Stück der Rücker Straße die Friedhofstraße. Schließlich folgen wir dem Eichelsbacher Weg, kommen an einem Rondell vorbei und gehen im Wald nach rechts in die Einbahnstraße (Wegweiser »Schützenhaus Diana« bzw. »Gaststätte Fuchsbau«). Bei der Gaststätte Fuchsbau verlassen wir die Asphaltstraße nach rechts und wandern nun auf einem Wiesenweg, später Waldweg, bis wir die Rücker Weinberge erreichen. Hier folgen wir immer der Markierung Rotweinkelch bzw. dem Wegweiser Fränkischer Rotweinwanderweg und können die schönen Aussichten über die Weinberge in das Elsavatal genießen. Auf einem Hangweg zwischen Streu obstwiesen erreichen wir das ehemalige Kloster Himmelthal. Wir gehen durch zwei Portale und überqueren die Straße nach Rück. Auf der anderen Seite gehen wir bergauf, schwenken auf dem Teersträßchen nach rechts und genießen die Aussicht zu den Rücker Weinbergen. An einer Brücke bei den ersten Häusern in Schippach gehen wir nach links und auf der Mechenharder Straße durch Schippach bis zur Kirche St. Pius. Hier biegen wir rechts in die Waldstraße ein (Markierung R und Rotweinkelch). Am Ende der Waldstraße gehen wir nach links in den Wald und wandern auf breitem Forstweg. An einer Gabelung halten wir uns links und erreichen über die Platte den Wittersbacher Grund. Hier treffen wir auf den Mainhöhenweg (Markierung blaues M), dem wir nach rechts folgen. Beim Wanderparkplatz Am Forst treffen wir auf die Markierung mit dem roten Punkt, der wir geradeaus am Sportplatz vorbei folgen. Wir wandern an einer Benjeshecke aus zahlreichen Gehölzen entlang, die Nahrung und Unterschlupf für Vögel und andere Tiere, aber auch Windschutz bietet. In Elsenfeld wenden wir uns nach rechts, überqueren eine Kreuzung auf dem Fußweg und folgen der Markierung mit dem roten Punkt durch die Forststraße bis zur Spessartstraße. Hier wenden wir uns nach links, gehen dann rechts in die Bildstraße und kommen zur Unterführung am Bahnhof Obernburg-Elsenfeld. Über die Alte Mainbrücke gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt in Obernburg.

Weinlagen bei Rück
9 Von Retzbach nach Karlstadt
Lehrpfade und ein Kreuzweg
Der Weg hoch über dem Maintal beeindruckt mit schönen Aussichten und malerischen Sitzplätzen. Für die Bildung sorgt ein Vogellehrpfad, an Kreuzen eines Stationsweges kann man innehalten und schließlich endet die Wanderung in Karlstadt.


Tourencharakter
Bequeme Wege, teilweise zwischen Weinbergen, teilweise durch Wald
Ausgangspunkt
Retzbach
Endpunkt
Karlstadt
Geokoordinaten
N 49.904722 E 9.821759
Anfahrt
Auto: A 7 bis Gramschatzer Wald und weiter Richtung Bergtheim nach Retzbach. Bahn: Von Würzburg stündlich
Einkehr
Mehrere Möglichkeiten in Retzbach und Karlstadt
Karte
Topographische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamtes 1:50 000, Würzburg und Umgebung
Information
Touristik GmbH im Würzburger Land, Erwin-Vornberger-Platz, 97209 Veitshöchheim, Tel. 0931/98 02-740, www.wuerzburgerland.de

Vom Bahnhof in Retzbach-Zellingen gelangen wir über die Bahnhofstraße zum historischen Rathaus, das 1586 erbaut wurde. Hier biegen wir in die Obere Hauptstraße links ein, schwenken bei der Sparkasse nach rechts in die Kolpingstraße und gehen bis zur Raiffeisenbank bei der Thüngener Straße. Wir können uns nun am blauen M des Mainwanderweges orientieren und wandern aufwärts zum Waldrand des Klößberges. Dort setzen wir unsere Wanderung in den Wald fort, gehen zwischen Feldern und Wald, bis wir auf einen Weinbergsweg treffen. Hier schwenken wir nach rechts und können von der Höhe die Aussicht auf Laudenbach im Westen und Himmelstadt im Süden genießen. Im Norden ist das Zementwerk von Karlstadt zu erkennen. Zwischen Weinbergen und entlang des Waldrandes gelangen wir zur Verbindungsstraße nach Stetten. Nachdem wir die Straße überquert haben, gehen wir etwa 50 Meter entlang der Straße abwärts, um dann nach rechts auf einer geteerten Straße zwischen Weinbergen zu wandern. Wieder können wir die Aussicht auf Himmelstadt und den Main genießen. Nach etwa 100 Metern biegen wir nach rechts ab und gehen auf einer schmalen Weinbergstraße bergauf. Wir gelangen zu einem Weinberghäuschen, schwenken dahinter nach rechts und wandern oberhalb der Weinberge zur Steinweinhütte mit Sitzplätzen. Weiter bergauf, gelangen wir zum Bildstock »Christus in der Kelter« sowie zu einer Tafel mit Informationen über die Stettener Weinlagen. Unser Weg führt zu einer Hecke, hier biegen wir nach links ab und wandern oberhalb von Weinbergen zu einem schönen Sitzplatz mit einem großen Steintisch. Nachdem wir die Aussicht in das Maintal genossen haben, gehen wir eine Treppe hinauf. Wir gelangen durch ein Waldstück und dann bergab zu einem Weinberg. Dort folgen wir dem obersten Weinbergweg bergauf, wechseln oben durch eine Tür auf einen Waldweg und gelangen zu einem Vogellehrpfad. Ihm folgen wir bis zu einer großen Infotafel und kommen schließlich zu einer überdachten Sitzgelegenheit, wo wir einen schönen Blick in das Maintal genießen können. Wir gehen rechts weiter zu einem Kalvarienberg mit drei Kreuzen des Stationsweges. Bergab geht es zu einer Teerstraße und wir folgen dem Stationsweg abwärts. Wir überqueren die Von-Bodelschwingh-Straße und gelangen zur Arnsteiner Straße. Hier gehen wir nach links bis unter die Brücke, steigen über Treppen auf die Brücke und gelangen so zur Innenstadt mit Marktplatz und historischem Rathaus. Über die Neue Bahnhofstraße erreichen wir schließlich den Bahnhof von Karlstadt.

Überall finden sich nette Fachwerkdetails wie hier in der Maingasse.
Karlstadt
In diesem hübschen Städtchen ist der Marktplatz mit dem Rathaus besonders sehenswert. Es wurde 1422 gebaut und ist mit einem spätgotischen Staffelgiebel geschmückt. In der teils romanischen, teils frühgotischen Pfarrkirche ist eine Steinkanzel von 1523 bemerkenswert. Sehenswert sind auch die Grabmäler der Familie von Rieneck, die aus der Riemenschneiderschule stammen.
10 Auf dem Mainwanderweg nach Lohr
Zum Geburtsort von Schneewittchen
Dichte Laubwälder bestimmen diesen Teil der Wanderung auf dem Mainwanderweg, der am Oberbecken seinen höchsten Punkt erreicht. Erst am Ende der Wanderung öffnet sich der Talkessel mit Lohr am Main und gibt den Blick auf den Main frei.


Tourencharakter
Abwechslungsreiche Wanderung mit kräftigem Anstieg zum Stausee, gegen Ende der Wanderung schöne Aussicht auf den Main
Ausgangspunkt
Gemünden, Bahnhof
Endpunkt
Lohr
Geokoordinaten
N 50.0494605 E 9.7059316
Anfahrt
Auto: A 7 bis Hammelburg, weiter auf der B 27 bis Karlstadt und auf der B 26 nach Gemünden. Bahn: Von Würzburg mit Regionalexpress
Einkehr
Mehrere Möglichkeiten in Langenprozelten und Lohr
Karte
Fritsch Wanderkarte 1:50 000, Naturpark Spessart, Blatt Süd
Information
Tourist-Info, Scherenbergstraße 4, 97737 Gemünden am Main, Tel. 09351/800170, www.stadt-gemuenden.info

Aus dem Bahnhof tretend gehen wir nach links in Richtung Innenstadt und gelangen durch die Fußgängerzone zum Marktplatz. Hier treffen wir auf die Markierung des Mainwanderweges und überqueren auf einer Fußgängerbrücke beide Saalearme. Nach der Brücke schwenken wir nach links, unterqueren die B 26 sowie die Bahnlinie und gehen zunächst auf einem Radwanderweg am Gelände des Wasser- und Schifffahrtsamtes entlang. Am Ende des Geländes folgen wir dem Mainwanderweg scharf nach links, unterqueren eine Schnellbahnbrücke und gehen auf einem Wiesenweg bis Langenprozelten (bei Frühjahrshochwasser bleibt man besser auf dem Radweg).
In Langenprozelten treffen wir auf einen Wanderwegweiser an der Jahnstraße und folgen dieser am Mainufer entlang, biegen dann nach rechts in die Jägergasse und gehen bis zur Langenprozeltener Straße. Links kommen wir zur Kirche, überqueren die Straße und die Bahnlinie auf der Zollbergstraße. Danach biegen wir nach links in die Wengertstraße, gehen einige Minuten an den Gleisen entlang und gelangen auf einer Straßenbrücke über die B26. Wir biegen links in den Rad- und Fußweg ein und wechseln vor der Straße Am Sindersbach auf einen Waldpfad. Immer links bleibend, treffen wir wieder auf eine Straße, überqueren sie und folgen nach etwa zehn Metern der Markierung des Mainwanderweges in den Wald. In stetem Aufstieg, nur von kurzen ebenen Abschnitten unterbrochen, erreichen wir schließlich das Oberbecken, einen Stausee in 534 Meter Höhe. Wir gehen auf einer Forststraße links um den See und wechseln bei der zweiten Gelegenheit auf eine Forststraße, die links in den Wald führt. An einem eingezäunten Grundstück links des Weges schwenken wir bei der ersten Ecke scharf nach rechts auf einen Waldpfad und können nun gemütlich abwärts nach Lohr wandern.
Wir treffen auf die Ruppertshüttener Straße, halten uns links und kommen zur Ostpreußenstraße. Dieser folgen wir kurz Lohr liegt direkt am Main, nach links und wandern dann rechts über die Sudeten-, Schlesier- und Pommernstraße zur Heinz-Paulisch-Straße. Dieser folgen wir an den Bahngleisen entlang und gelangen durch die Unterführung zum Bahnhof von Lohr.

Lohr liegt direkt am Main.
Das Schneewittchen von Lohr
Lohr gilt als »Geburtsstadt« von Schneewittchen, das am 19.6.1729 im Lohrer Schloss als Maria Sophia Margaretha Christina von Erthal geboren wurde. Ihre Mutter Maria Eva von Erthal starb kurz nach der Geburt ihrer Tochter und Vater Freiherr Christoph Philipp von Erthal vermählte sich wieder. Nicht belegt ist, ob die Stiefmutter Claudia Elisabeth sie wirklich töten wollte.
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