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DER DIEB
JAN R. HOLLAND

Die in diesem Buch geschilderten Handlungen sind fiktiv.
Im verantwortungsbewussten sexuellen Umgang miteinander gelten nach wie vor die Safer-Sex-Regeln.
Loverboys 166
© 2021 Bruno Books
Salzgeber Buchverlage GmbH
Prinzessinnenstraße 29, 10969 Berlin
Die Erstausgabe von Der Dieb erschien
2013 im Männerschwarm Verlag.
Umschlagabbildung: © cockyboys.com
CockyBoys (Model: Zeke Wood)
Printed in Germany
ISBN 978-3-95985-425-2
Inhalt
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 1
Mir ist langweilig«, sagte Jean schläfrig und kratzte sich am Sack, ohne die Augen aufzuschlagen.
»Schnapp dir einen der Jungs«, gab Denis ebenso schläfrig zurück. »Da ist immer einer dabei, der Bock auf deine Monsterlatte hat.«
Sie fläzten sich nebeneinander lang hingestreckt auf Liegen am Pool. Die abendliche Mittelmeersonne wärmte ihre nackten Körper. Ihre Muskeln waren aufgepumpt vom Krafttraining, das sie vor zwanzig Minuten beendet hatten. Jeden Abend trainierten sie um die Wette. Nachdem Denis vor einem halben Jahr als Erster die Hundertzehn-Kilo-Marke überschritten hatte, wollte Jean jetzt unbedingt vor seinem Kollegen von der Elfenbeinküste die hundertzwanzig Kilo erreichen. Max, ihr Vorgesetzter, schimpfte schon:
»Das reicht jetzt langsam, ihr Muskelberge.«
Doch Max schimpfte nur, weil er neidisch war. Hauptsache, den Jungs gefiel es, wie Jean und Denis aussahen mit ihren breiten Schultern und dicken Muskelpaketen. Allein ihre hünenhafte Erscheinung reichte, jeden Einbrecher auf der Stelle in die Flucht zu schlagen. Das war ihre Aufgabe: Sie gehörten zur Wachmannschaft, sie sicherten die Villa von Monsieur Foucasse. Ein lockerer Job mit vielen Vorteilen. So fand sich immer ein Kerl unter den Bewohnern der Villa, der Lust auf eine geile Nummer hatte. Und wenn Jean und Denis ausnahmsweise einmal nicht Wache liefen, trainierten oder fickten sie und relaxten dann am Pool.
»Ist leider gerade keiner da«, sagte Jean, nachdem er sich ebenso kurz wie schläfrig umgesehen hatte. Der Pool lag verwaist, sie waren allein und Jean fügte hinzu: »Außer dir.«
Denis lachte. Seine schwarze Haut schimmerte im Licht der Abendsonne.
»Ich bin gespannt auf den Neuzugang«, sagte er, ohne auf Jeans Worte einzugehen. »In einer Stunde geht die Sonne unter, dann ist es so weit.«
»Du weißt doch, dass wir Neuzugänge nicht gleich ficken dürfen«, wandte Jean ein.
»Klar, aber ich finde es trotzdem immer wieder geil. Diese armen kleinen Verbrecher! Allein, was die für Augen machen, wenn du deinen Schwengel auspackst und ihnen damit drohst.«
»Und wenn sie dann entjungfert sind, können sie gar nicht mehr genug bekommen.« Jean grinste.
»Du übertreibst. Dein Schwanz ist ziemlich gewöhnungsbedürftig.«
»Wenn das so ist – magst du dich vielleicht ein bisschen dran gewöhnen?«
»Das hättest du wohl gern.«
»Guck mal, was passiert, wenn ich an deinen geilen Arsch denke!«
Denis seufzte. Er musste nicht hinsehen, um zu wissen, dass Jean einen Steifen hatte, aber natürlich sah er trotzdem hin. Was für ein Schwanz! Denis kannte ihn nur zu gut. Das Teil war lang wie ein Unterarm, dick wie eine Heineken-Flasche und stark geädert, so dass er wie ein knorriger Ast wirkte. Jean hatte die Vorhaut ganz zurückgezogen, und seine fette, rote Eichel glänzte im Abendlicht. Der Anblick machte Denis geil. Er spürte, wie sein Schwanz zwischen seinen Beinen anschwoll und groß und schwer wurde, und erneut seufzte er.
»Na, was ist?«, fragte Jean.
»Du willst mich ficken?«, fragte Denis und überlegte, ob ihm das gefallen würde. Er erinnerte sich noch lebhaft an das letzte Mal. Diese kraftvolle Dehnung, dieser geile Druck in der Tiefe seines Lochs! Danach hatte er seinen Eingang tagelang gespürt, als habe Jean einen Abdruck in ihm hinterlassen. Hin und wieder war das gut, aber heute … Nein, er war heute einfach nicht entspannt genug für Jeans Schwanz.
Doch als habe Jeans Ständer Locksignale in den Äther entsandt, tauchten plötzlich Martin und Jérôme auf – Martin ein feuriger Bretone, dunkelhaarig, blauäugig, Jérôme ein impulsiver Korse mit dichter Behaarung auf Brust und Bauch. Arm in Arm strebten die beiden drahtigen jungen Männer dem Pool entgegen. Sie waren nackt, und es war offensichtlich, wie sie sich die letzte Stunde vertrieben hatten, doch sie stockten, als sie sahen, dass Jean sich wichste.
»Hey«, rief Martin herüber, »was machst du da?«
»Wonach sieht es denn aus?«, antwortete Jean.
»Das kommt ja gar nicht in Frage!«
Eine Sekunde später knieten die beiden neben der Liege, drückten seine Hände beiseite und begannen, Jeans Schwanz mit Zunge und Lippen zu verwöhnen. Grinsend verschränkte Jean die Hände hinter seinem Kopf und ließ es genießerisch geschehen.
Weder Martin noch Jérôme versuchten, Jeans Latte komplett zu schlucken. Sie wussten, dass sie scheitern würden, sie hatten es schon früher versucht. Es gab nur einen unter den Jungs von Monsieur Foucasse, der das jemals zuwege gebracht hatte, aber Cedric hatte vor zwei Wochen seinen Abschied genommen; Monsieur Foucasse brauchte ihn woanders. Und selbst Cedric, der begnadete Bläser, hatte seine Probleme gehabt. Stattdessen zogen die beiden Jungs Jeans Vorhaut stramm zurück und der eine stürzte sich auf die ungeschützte, empfindliche Eichel, dass Jean geil aufstöhnte, während der andere Jeans pralle Eier ableckte und zwischen die Lippen nahm.
Denis sah dem geilen Treiben grinsend zu. Die beiden Jungs hatten sich gut in die Gemeinschaft eingepasst, fand er. Sie lebten inzwischen seit etwa einem halben Jahr bei Monsieur Foucasse, aber es war, als wären sie schon immer hier gewesen. Wie sich wohl der Neue einfügen würde?
Jeans Ständer glänzte und tropfte inzwischen feucht vom Speichel der beiden Jungs, und Martin präsentierte einen klebrigen, silbrig glänzenden Faden, der sich zwischen seiner Zungenspitze und Jeans Eichel spann. Jean grunzte wohlig. Er mochte es, fest angepackt zu werden, und er zahlte gern mit gleicher Münze zurück.
Martin erhob sich, schwang eines seiner Beine auf die andere Seite der Liege und ließ seinen schlanken, sehnigen Arsch auf die fette rote Eichel sinken. Jérôme hielt Jeans Schwanz fest, so dass er senkrecht in die Höhe stand, und verfolgte mit gierigen Blicken, wie die Eichel Martins Schließmuskel spaltete. Martin schnappte nach Luft, hob seinen Arsch noch einmal an, rotzte in die Hand und schmierte sein Loch mit Speichel ein, ehe er einen zweiten Anlauf unternahm. Er stöhnte wild auf und verdrehte die Augen, als die Eichel den Widerstand durchbrach, dann ließ er den Arsch ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter, auf Jeans Becken hinabsinken.
Denis verfolgte fasziniert, wie Martin den Schwanz in sich aufnahm. Absolut konzentriert, fest entschlossen, sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Normalerweise lag die Initiative nämlich bei Jean: Er suchte sich den Arsch aus, den er ficken wollte, er bereitete ihn mit Zunge und Fingern vor und legte ihn sich zurecht, ehe es losging; er bestimmte, wo es langging. Dass Jean einmal unten lag und sich ziemlich passiv nehmen ließ, kam nur alle paar Jubelwochen vor. Mit entsprechend neidischen Blicken verfolgte Jérôme das Geschehen, doch als Martins schöner, gerader, großer Schwanz einen kleinen Sturzbach von Vorfreude auf Jeans Bauch fließen ließ, beugte er sich vor und begann, Martins Schwanz zu lutschen.
»Nicht!«, keuchte Martin und drückte Jérômes Kopf beiseite. »Ich komme sonst.«
»So schnell bist du doch sonst nicht.«
»Nein, aber das hier …«
Jean ließ seinen Schwanz in Martin zucken, und der Junge stöhnte laut auf.
»Und was ist mit mir?«, fragte Jérôme.
»Schau mal, hier«, sagte Denis und deutete lässig auf seinen Schwanz, der steif und schwer auf seinem Bauch lag. Er reichte über seinen Bauchnabel hinaus und war kaum kleiner als Jeans, wenn auch nicht so dick.
»Heute mal anders herum?«, fragte Jérôme.
»Keine lange Diskussion jetzt«, antwortete Denis und drückte ihm ein Fläschchen Gleitgel in die Hand. »Nimm ihn dir, wenn er schon in der Stimmung dazu ist.«
Denis war ein wahrer Bulle, aber normalerweise genoss er es, sich hinzugeben und einen anderen Mann in sich zu spüren. Wie oft hatten sich die Jungs schon darüber beklagt, dass er kein Ficker war. Darum ließ Jérôme sich nicht zweimal bitten. Der Schwanz stand knüppelhart – weitere Fragen waren überflüssig.
Der behaarte Korse ging über der Liege in die Knie, und seine Rosette nahm Fühlung auf. Mit interessierten Blicken verfolgte Denis, wie sein Schwanz im Arsch des ächzenden Jérôme verschwand und sich stattdessen der Knüppel in sein Blickfeld hob, mit dem Jérôme ihn erst vorgestern gefickt hatte – ein dicker, beschnittener Prügel von der Länge einer Hand, der jetzt steif und stramm stand wie ein salutierender Soldat und dem die vertauschten Rollen offenbar gut gefielen.
»Du meine Güte …«, ächzte Jérôme, »das glaub ich einfach nicht …«
»Beweg deinen Arsch!«, knurrte nebenan Jean und meinte damit eigentlich Martin, der sich anscheinend noch immer mit dem Riesenkolben in seinem Arsch anzufreunden versuchte, doch Jérôme fühlte sich ebenfalls angesprochen. Er begann, seinen Körper aus den Knien heraus anzuheben und ließ sich dann aufstöhnend auf Denis’ Lenden sinken. Schweißperlen glitzerten auf seiner Stirn, seine Augen waren geschlossen, um seine Mundwinkel lag ein angestrengter Zug. Doch als er seinen Arsch erneut anhob und wieder sinken ließ, entspannte sich sein Gesicht, und Denis spürte, dass der Junge es zu genießen begann.
Dennis kümmerte sich mit beiden Händen um die Brustwarzen des Jungen und entfachte damit Jérômes Leidenschaft. Erneut hob der Korse seinen Arsch, diesmal, bis Eichel und Rosette sich »Glückauf!« zu wispern konnten, und ließ ihn gierig und wild wieder hinabsausen. Nebenan begann Martin nun auch Jean zu reiten, als gäbe es kein Morgen mehr. Die sehnigen Körper der beiden jungen Männer spannten sich und ließen die Kolben, die in ihnen steckten, ihre Geilheit spüren. Jedes Mal, wenn ihre Ärsche in die Tiefe sanken, klatschten ihre Schwänze auf die muskulösen Bäuche von Jean und Denis.
Denis genoss es, absolut passiv dazuliegen und Jérômes Geilheit zu spüren, aber für Jean war das auf Dauer nichts, er musste irgendwann doch die Regie übernehmen. Das tat er, indem er Martin plötzlich kraftvoll leicht emporhob und ihn von unten her in den Arsch zu ficken begann. Martin stieß eine Reihe heiserer Laute aus, die von Überraschung, aber auch Geilheit kündeten, und ein weiterer Überraschungslaut folgte, als Jean sich plötzlich in einer fließenden Bewegung aus dem Liegen aufschwang und Martin dabei mit anhob. Mit breiten Beinen stand Jean über der Liege und fickte Martin im Stehen. Der Junge schlang beinahe verzweifelt die Arme um Jeans Nacken und die Beine um Jeans Arsch, während er stöhnte und schrie, und sein Schwanz rieb sich an Jeans Bauch.
Jean wurde zu einem wilden Energiebündel. Er wirbelte herum, ging in die Knie, packte Martin auf die Liege, ohne dass sein Schwanz aus dem Arsch des Jungen glitt, warf sich Martins Beine über die Schultern und begann, den Arsch mit tiefen, wilden Stößen zu bearbeiten. Martins Hände krallten sich um den Rahmen der Liege, während sich der enorme Schwanz ein ums andere Mal in ihn hineinbohrte und er seine Lust, in der auch Pein mitschwang, in den Abend brüllte. Doch Martin machte keinerlei Anzeichen, dass es ihm zu viel wurde, im Gegenteil, er zeigte sich mit jedem Stoß williger, sich dem Macho hinzugeben. Zugleich liefen ihm Tränen über das Gesicht, aber es waren Tränen der Lust, und sein Schwanz lag hart und steif auf seinem Bauch und sonderte mit leichter Verspätung nach jedem Stoß einen sanften Schwall von Vorsaft ab.
Nebenan wurde Denis von Jérômes Gier mitgerissen.
»Das … ist … sagenhaft«, jubelte der Korse, während er sich Denis’ Prügel schwungvoll einverleibte.
Denis spürte dieses Kribbeln tief in sich. Er könnte spritzen, aber es fehlte inzwischen an Reibung. Jérôme hatte sich entspannt und geweitet, die anfängliche Enge seines Lochs war verflogen. Doch das änderte sich schnell, als Denis den Korsen zu wichsen begann. Plötzlich wurde Jérômes Schließmuskel zu einem Korsett. Denis hörte sich stöhnen.
»Lass das«, keuchte Jérôme, »sonst …«
»Nimm ihn dir!«, stöhnte Denis, und nun flog der schmale Arsch des jungen Mannes an seinem Schwanz nur noch so auf und ab.
»Ich komme!«, schrie Jérôme protestierend. Denis ließ den Schwanz los, mit dem Ergebnis, dass der Kolben kräftig zuckte – und sich dann beruhigte. Nach ein paar Sekunden griff er wieder zu und feuerte den Korsen erneut an.
»Du kriegst es gleich«, keuchte er Jérôme ins Ohr. »Mach nur so weiter!«
Zugleich wichste er Jérômes Schwanz. Der Junge keuchte und ächzte und schrie, und die Schnelligkeit, mit der er seinen Arsch auf Denis’ Lenden hinabsausen ließ, erhöhte sich noch. Denis spürte, wie der Saft in ihm aufstieg. Er war ganz kurz davor, sich in Jérômes Arsch zu entladen, ganz kurz. Er fasste Jérômes Schwanz jetzt hart an. Der Korse jubelte, und mit einem letzten harten Schwung nahm er Denis’ Schwanz völlig in sich auf, während er sich über Denis’ Bauch ergoss. Im selben Moment kam Denis. Jérôme schnaufte überrascht, als er spürte, wie es in ihm zuckte und spie. Er schwitzte und zitterte am ganzen Körper, während Denis seinen heißen Samen in seinen Arsch pumpte. Die Spermalache auf Denis’ Bauch begann langsam von ihm hinunter zu tropfen.
Dann sackte Jérôme in Denis’ Arme. Es war, als würde die Luft aus einem Ballon gelassen.
»Hammer!«, keuchte der Junge nur.
Denis streichelte ihn zärtlich und spürte dem Gefühl nach, das sein Schwanz hinterließ, als er aus Jérômes Arsch glitt.
Auf der Nachbarliege wurde ein inzwischen völlig williger Martin einer Folge harter Stöße des wild röhrenden Jean unterzogen. Der Junge reckte seinen Arsch dem Schwanz entgegen und feuerte Jean sogar noch an, während er sich mit einer Hand wichste. Jean ließ sich freien Lauf und spießte den jungen Bretonen wieder und wieder auf, dass es nur so klatschte – doch Martin genoss in vollen Zügen, wie Jean sich in ihm austobte. Noch immer liefen die Tränen. Und dann bäumte sich Jeans gewaltiger Körper auf, während er seinen Schwanz tief in Martins Arsch versenkte, er warf den Kopf in den Nacken, röhrte in den Abendhimmel und ergoss sich mit wilden Zuckungen seines Unterleibs. Martin brauchte nur ein paar Bewegungen, um sich selbst zum Höhepunkt zu bringen, und während Jean sein Bullensperma ergoss, verschoss Martin stöhnend seine heiße Ladung und überströmte seinen Bauch, seine Brust; der erste Schuss landete sogar an seinem Kinn.
Jean schwankte, als er seinen pumpenden, tropfenden Kolben aus Martins Arsch zog.
»Na, na«, machte Denis, während er Jérômes Hinterkopf streichelte. »Du wirst dich doch nicht verausgabt haben?«
»Quatsch«, keuchte Jean und ließ sich auf das Fußende der Liege sinken. »Das war genau das, was ich gebraucht habe. Es geht mir blendend.«
»Sehr gut, denn wir haben jetzt gleich noch einen Job zu erledigen.«
»Kein Problem.«
Jérôme hob erschöpft den Kopf, doch seine Augen funkelten.
»Der Neue?«
Kapitel 2
Jacques und Etienne ließen ihre Füße von der Klippe baumeln und sahen ins Abendrot. Warm und träge schwappte das Meer gegen die Felsen unter ihnen. Jacques braungebrannter, bloßer Oberkörper schimmerte wie Bronze im letzten Sonnenschein. Die beiden jungen Männer trugen nichts außer Shorts am Leib. Sie schwiegen, bis die Sonne versunken war.
»Du bist absolut sicher, dass da drüben heute Abend niemand Wache schiebt?«, fragte Jacques und blickte hinüber zu der Villa auf der Halbinsel. Er war ein hübscher Kerl mit dunkelblondem Schopf und dunkelbraunen Augen, groß und breitschultrig – und er war ein Dieb und Einbrecher, ein Straßenjunge aus dem nahen Toulon. Die Villa da drüben imponierte ihm. Doch er hatte ein komisches Gefühl. Dieses Ding schien ihm plötzlich eine Nummer zu groß. Aber Etienne war so überzeugt von der Sache, dass er sich nicht traute, jetzt noch auszusteigen. Er würde als Waschlappen dastehen.
»André hat gesagt, dass heute Abend so gut wie niemand da ist«, antwortete Etienne. »Irgendwer wird natürlich Wache schieben, aber wir werden ihn austricksen. Ich weiß einen Weg durch das Gebüsch im Park.«
André war ein Küchenjunge, der drüben in der Villa arbeitete und der Etienne mit Informationen versorgt hatte.
Etienne grinste, und eine Reihe makellos weißer Zähne blitzte in seinem dunklen Gesicht auf. Selbst im Winter hatte er noch eine erstaunlich dunkle Haut. Jetzt jedoch war sie beinahe schwarz. Nicht ganz so schwarz wie sein Haar und seine Augen, aber schwarz genug, um schon im Dämmerlicht fast mit dem Hintergrund zu verschmelzen. Zwischen den Büschen im Garten der Villa würde er so gut wie unsichtbar sein.
»Was hat André eigentlich gegen den Typen, dass er ihn bei dir verpfeift?«, fragte Jacques.
Die Villa zeichnete sich als dunkle Masse unter Palmenwedeln und subtropischen Bäumen gegen den glühenden Horizont ab.
»Foucasse hat versucht, ihn zu ficken.« Etienne lachte trocken. »Offenbar ist er einer von diesen Typen, die glauben, für Geld alles zu kriegen, jeden Jungen, den sie wollen. So ein steinreicher Sack. Und nun stell dir vor, du sollst plötzlich mit dem ins Bett steigen statt mit einer Braut und dich ficken lassen. Wie reagierst du?«
Jacques ließ ein schnaubendes Geräusch hören.
»Keine Ahnung. Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Ich bin so schwul wie ein Busch Rosmarin.«
»André geht es genauso«, sagte Etienne. »Der hat einfach einen Hass auf Monsieur Foucasse und will sich revanchieren. Deswegen hat er mir gesteckt, dass die heute alle ausgeflogen sind bis auf ein paar Typen von der Wachmannschaft. Und die sind kein Problem, sagt André.«
»Und wenn André sich irrt?«
»Dann sind wir in Nullkommanichts wieder im Wasser und tauchen unter.«
Sie hatten alles schon mehrfach durchgesprochen, aber Jacques war immer noch unsicher. Bisher hatte er sich auf kleine Brüche beschränkt, Autos, Wohnmobile, solche Sachen. Er wollte natürlich nicht für immer ein kleiner Straßendieb bleiben. Das Geschäft war mühselig. Die Villa von Monsieur Foucasse schien das ideale Objekt zu sein, um den Sprung zur großen Nummer zu schaffen, und Etienne war sich seiner Sache absolut sicher. Aber Jacques hatte trotzdem ein ungutes Gefühl.
»Wenn du mich fragst«, sagte Etienne, »ich brenne darauf, da drüben abzuräumen!«
»Mir geht es genauso«, log Jacques.
Etienne blickte prüfend hinauf zum Himmel und sah nach den Sternen, doch es war noch nicht dunkel genug.
»Hast du mal eine Frau in den Arsch gefickt?«, fragte er Jacques.
»Was denkst du!« Jacques sah ihn empört an. »Natürlich nicht. Wozu hat die wohl das andere Loch? Ich meine: das richtige? Und du?«
Etienne nickte, grinste ihn breit an und sagte:
»War gar nicht so schlecht. Schön eng. Viel enger als so eine Fotze. Das hatte was.«
Jacques sah ihn erst ungläubig an, doch dann lachte er und boxte Etienne gegen die Schulter.
»Du geile Sau!«, feixte er. »Und du bist natürlich von allein darauf gekommen?«
»Wo denkst du hin? Sie wollte das.«
Endlich war es dunkel genug. Etienne gab ein Zeichen, und die beiden jungen Männer kletterten zum Wasser hinunter. Ihr Plan war einfach: Sie wollten von der Meerseite auf das Anwesen von Monsieur Foucasse gelangen. André hatte gesagt, dass es dort keine Alarmanlagen gab, und ihnen die Standorte und Routen der Wachen beschrieben. Monsieur Foucasse schien zu glauben, dass ihm vom Meer her keine Gefahr drohte. Er verließ sich auf Überwachungs-Elektronik, die zum Land hin ausgerichtet war, und auf seine Wachleute. Angeblich beschäftigte er eine halbe Armee von Wächtern. Heute Abend jedoch waren die meisten von ihnen mit ihrem Herrn ausgeflogen. Drüben auf der Halbinsel herrschte tiefe Stille, und es brannte kein Licht.
Im Schutz der Dunkelheit ließen sich die beiden jungen Diebe, die aus dem ärmsten Viertel von Toulon stammten und den größten Teil ihrer Zeit auf der Straße verbrachten, ins Wasser gleiten. Gleichmäßig schwimmend überquerten sie die Bucht innerhalb weniger Minuten und erreichten, ohne außer Atem zu geraten, einen Steg, an dem ein paar vertäute Boote in der trägen Dünung schaukelten. Eine in den Stein gehauene Treppe führte hinauf in den Park der Villa.Als Jacques aus dem Wasser stieg, stieß er einen erstickten Schmerzenslaut aus.
»Was ist los?«, flüsterte Etienne, der schon auf dem Steg stand.
»Ich bin in irgendwas getreten. Hoffentlich kein Seeigel. Tut weh!«
»Reiß dich zusammen!«, mahnte Etienne wispernd.
»Los, weiter!«
Jacques schnaufte vor Schmerz, als er auftrat, aber dann folgte er Etienne so schnell wie möglich, bemühte sich allerdings, nicht mit dem Ballen aufzutreten. Seeigelstacheln, er könnte schwören. Das hatte ihm gefehlt!
Tropfnass und schwitzend schlugen sie sich oben in die Büsche, blieben eine Weile sitzen und horchten auf Geräusche, doch das Anwesen lag still und dunkel vor ihnen.
»Du weißt, wohin wir jetzt müssen?«, flüsterte Jacques.
Sie schlichen durch das Gebüsch, bis sie einen Kiesweg erreichten. Hier warteten sie weitere Sekunden im Dunkel, bis sie sicher waren, dass niemand in der Nähe war. Dann gingen sie gebückt weiter und tauchten in den Schatten einer Lorbeerhecke. Auch hier war alles dunkel. Jacques kam das allmählich komisch vor, es erschien ihm zu leicht. Sein Herz klopfte bis zum Hals.
»Das Toilettenfenster muss hier an der Seite sein«, flüsterte Etienne und huschte hinter der Lorbeerhecke hindurch an der Wand der Villa entlang. Jacques folgte ihm ebenso geräuschlos und leicht humpelnd.
Durch die Ritzen eines geschlossenen Fensterladens, an dem sie vorbeikamen, sickerte Licht. Jacques blieb stehen und spähte durch eine Ritze hinein. Jacques konnte nicht viel erkennen. Er sah ein zerwühltes Bett, in dem ein nackter Mann auf dem Bauch lag und schlief, das Gesicht zur Wand, einen Schenkel leicht angewinkelt. Die Wölbung seiner Arschbacken sprang Jacques geradezu ins Auge. Die Innenseiten der Backen glänzten feucht.
Jacques schüttelte den Kopf. Es schien klar, was hier geschehen war, und er fragte sich, was einen Mann dazu bewegen konnte, sich von hinten nehmen zu lassen. Das musste doch wehtun! Für Jacques war das jedenfalls nichts.
»Wo bleibst du denn?«, zischte Etienne.
»Bin schon da«, gab Jacques zurück.
Etienne wies hinauf zu einem kleinen, schmalen Fenster. Es stand offen – Andrés Werk.
»Wir müssen jetzt zusammenbleiben«, sagte er. »Bleib hinter mir. Erst im Arbeitszimmer trennen wir uns, und du kümmerst dich um den Sekretär, ich um die Verstecke im Aktenschrank.«
»Alles klar«, flüsterte Jacques.
Etienne packte den Rahmen des Toilettenfensters und wuchtete sich hinauf. Jacques folgte. Einen Moment verharrten sie und lauschten auf Geräusche im Haus. Jacques unterdrückte ein Stöhnen, weil er mit dem verletzten Teil seines Fußes aufgekommen war.
Etienne schlich auf leisen Sohlen zur Tür und öffnete sie vorsichtig einen Spaltbreit, um zu horchen. Dann huschte er hindurch. Sie schlichen einen Gang entlang, jederzeit darauf gefasst, die Flucht zu ergreifen.
Etienne öffnete eine Tür, spähte hindurch und zog Jacques schnell hinter sich her in das Zimmer. Das Arbeitszimmer von Monsieur Foucasse! Sie waren am Ziel. Im bläulichen Licht eines Aquariums, in dem einige tropisch-bunte Korallenfische schwammen, konnte Jacques einen ausladenden Schreibtisch erkennen, an der Wand seitlich einen Sekretär. In diesem Sekretär befand sich laut André die Portokasse des Monsieur Foucasse mit einigen tausend Euro darin. Und in dem massiven Regal dort drüben, in dem das Aquarium stand, würde Jacques einige wertvolle Schmuckgegenstände aus Gold und Edelsteinen finden, Dinge, die Monsieur Foucasse lieb und teuer waren.
»Hat André was von dem Aquarium gesagt?«, wisperte Jacques, den das intensive bläuliche Licht beunruhigte.
Etienne schüttelte den Kopf.
»Das muss er vergessen haben.«
»Das gefällt mir nicht«, flüsterte Jacques. »Man kann uns von draußen sehen.« Er deutete auf die großen Fenster. »Aber abschalten können wir das Licht nicht, das würde auffallen.«
»Dann müssen wir uns eben beeilen. Du den Sekretär, ich das Regal, wie besprochen. Schnell!«
Jacques schlich hinüber zu dem zierlichen Möbel, das sich unauffällig in eine Nische drückte. Das Schloss bereitete ihm nicht das geringste Problem, er hatte es im Nu geknackt. Er klappte die Schreibplatte des Sekretärs herunter. Dabei lauschte er auf die Geräusche im Haus. Von irgendwoher drang wildes, geiles Stöhnen. Das mussten die Wachmannschaften sein, dachte Jacques und widmete sich wieder dem Sekretär, indem er die obere Schublade herauszog, um an den Mechanismus für das Geheimfach zu kommen, der dahinter angebracht war.
Da flog plötzlich die Tür auf, das Deckenlicht flammte auf, und drei Männer stürmten herein, zwei große, breite Kerle mit mächtigen Muskeln in Sporthemden, einer mit Glatze, der andere schwarz, und ein dritter Mann, der ihnen lässig schlendernd folgte. Er hatte seine Haare zu einem Zopf gebunden.
In der Falle!
»Hände hoch!«
Jacques war wie gelähmt. Bewegungsunfähig starrte er dem schwarzen Riesen entgegen, der rasch auf ihn zukam und ihm den Arm auf den Rücken drehte, so dass Jacques vor Schmerz aufschrie.
»Den einen hab ich!«, rief der Schwarze.
»Ich kümmere mich um den anderen«, erwiderte der andere Muskelmann von drüben.
Jacques versuchte, sich zu wehren, aber dafür war es jetzt zu spät. Gegen den stahlharten Griff des schwarzen Riesen hatte er nicht den Hauch einer Chance. So sehr er auch zappelte und mit dem freien Ellenbogen rückwärts stieß, in die Magengrube des Riesen – der Mann zeigte sich absolut unbeeindruckt. Es war, als schlüge Jacques auf Stahlbeton ein.
Aus den Augenwinkeln sah Jacques plötzlich etwas durch die Luft fliegen. Mit gewaltigem Krach ging eine der Fensterscheiben zu Bruch, und im nächsten Moment schwang sich ein wendiger Schatten durch den leeren Rahmen und verschwand in der Nacht.
»Ich hole Hilfe!«, hörte Jacques Etienne noch rufen.
Der glatzköpfige Muskelberg sprang ihm hinterher und nahm die Verfolgung mit einer Geschwindigkeit auf, die Jacques diesem Berg aus Fleisch und Muskeln niemals zugetraut hätte.
Der dritte Mann, der Lässige mit dem Zopf, zog derweil ein Handy aus der Hosentasche.
»Wir haben einen von den beiden«, sagte er, lauschte kurz und antwortete: »Ist entkommen. Aber Jean verfolgt ihn und wird ihn fangen … Okay … Ist die Bar noch besetzt?«
Da die Antwort anscheinend zu seiner Zufriedenheit ausfiel, bestätigte er und steckte das Handy wieder weg. Stattdessen zog er nun ein Paar Handschellen aus der Hosentasche. Damit kam er grinsend auf Jacques zu. Es ratschte zweimal kurz, dann war es passiert, und Jacques war endgültig in der Hand dieser Leute.
Kapitel 3
Der schwarze Riese lockerte seinen Griff, hielt Jacques aber weiterhin schmerzhaft am Oberarm fest. An Flucht war nicht zu denken.
»Wen haben wir denn hier?«, fragte der Zopfträger und musterte Jacques von oben bis unten. »Einen unverschämten kleinen Dieb, wie es aussieht.«
Jacques presste die Lippen aufeinander. Er schwitzte vor Wut und Angst. Was würden sie mit ihm machen? Was hatte Etienne ihm da eingebrockt?
Hoffentlich beeilte sich Etienne damit, Hilfe zu holen. Aber welche Hilfe überhaupt? Die anderen Jungs? Von diesen Waschlappen hatte er nichts zu erwarten. Und wer sonst würde ihn vermissen? Catherine, seine Freundin? Die würde schon morgen Abend mit einem anderen rummachen. Seine Mutter? Die hatte sich noch nie um ihn gekümmert. Nein, Jacques hatte keine Hilfe zu erwarten. Er war diesen Leuten ausgeliefert, diesem Riesen ebenso wie dem Zopfträger, der sich ihm nun auf die Länge eines Unterarmes näherte und ihm stechend in die Augen blickte. Trotzig erwiderte Jacques diesen Blick.
»Ein Kind der Straße«, stellte der Kerl fest. Er ließ die Finger seiner Rechten über Jacques’ nackte Brust streichen, die nass war von Schweiß. Jacques zuckte vor der Berührung zurück und begehrte noch einmal gegen den eisernen Griff des Riesen auf, aber der Schwarze ließ ihm keine Chance.
»Einen Gossenjungen«, fuhr der Zopfträger fort und strich durch Jacques feuchtes, halblanges Haar. »Einen Straßenköter, der besprungen werden will. Einen süßen kleinen Dreckfink mit Augen wie Sternen.«
Der Mann hatte strahlend helle, blaue Augen, Lachfalten in ihren Winkeln. Darüber eine hohe Stirn, Geheimratsecken. Auffallend große Nase, schmale Lippen, kantige Kiefer, deren Muskulatur heftig arbeitete, während er Jacques von oben bis unten musterte.
»Ich heiße Max«, sagte er, »und vielleicht werde ich dir schon morgen meinen fetten Schwanz in deinen engen kleinen Straßenköterarsch schieben.«
Kalt rieselte es Jacques’ Rücken hinab. Er musste etwas unternehmen!
»Ist er nicht süß?«, fragte Max den schwarzen Riesen, der hinter Jacques stand und ihn immer noch festhielt.
»Strammer Arsch, würde ich sagen«, gab der Schwarze zurück.
»Ein strammer Arsch, der eine Weile bei uns bleiben wird«, fuhr Max fort, »zumindest so lange, bis er begreift, dass man nicht einfach von hinten in verbotene Privaträume einbricht, ohne zumindest ein bisschen Gleitgel mitzunehmen, nicht wahr?« Sie lachten. »Nun, mein Süßer, du wirst uns kennenlernen. Und zwar – wie soll ich sagen: tiefgehend.«
»Max, denk an die Regeln«, sagte der Schwarze. »Du weißt, wer da als Erster ran darf!«
»Monsieur Foucasse.« Max nickte.
»Und der ist in Nairobi.«
»Nie ist er da, wenn man ihn braucht«, seufzte Max. »Oder sollen wir …«
»Ihr Mistkerle!« schrie Jacques. »Das werdet ihr bereuen!«
»Im Gegenteil«, entgegnete Max grinsend. »Wir sind große Freunde von jungfräulichen Männerärschen.«
»Man wird mich vermissen«, brüllte Jacques. »Die Polizei wird kommen und euch alle einlochen.«
»Noch mal falsch.« Maxs’ Zeigefinger zeichnete sanfte Linien auf Jacques’ haarlose Brust rund um seine Brustwarzen. »Nicht die Polizei wird einlochen, sondern wir – und zwar bei dir.«
Seine Finger glitten zu Jacques’ Bauchnabel hinab und nahmen Kurs auf den Bund seiner feuchten Shorts, die ihm an den Beinen klebte. Jacques hörte sich empört schnaufen.
»Du glaubst doch nicht im Ernst, dass dein Kumpel zurückkommt, oder? Der ist froh, dass er abhauen konnte. Und natürlich wird er nicht zur Polizei rennen, denn dort müsste er erst mal erklären, was ihr zwei Hübschen in der Villa von Monsieur Foucasse zu suchen hattet. Weißt du, was die Bullen dann wahrscheinlich als erstes machen? Sie lochen deinen kleinen Freund ein!«
Da wusste Jacques keinen anderen Ausweg mehr, als in seiner Verzweiflung um Hilfe zu schreien.
»So ist es recht«, sagte Max, nun wieder ganz ruhig und sanft. »Schrei ruhig. Mach dir Luft! Das ist gesund.«
Und dann begann er, Jacques’ Shorts zu öffnen.
»Hör auf damit!«, brüllte Jacques, wand sich im Griff des Riesen und trat nach Max. »Hör auf der Stelle auf damit!«
»Ich mache dir nur ein bisschen Luft«, erwiderte Max.
Wie wild warf Jacques sich hin und her, aber es half nichts, Max zerrte ihm die Hose herunter. Eine Unterhose trug Jacques nicht, da er sich auf das nächtliche Bad vorbereitet hatte. Nackt stand er nun vor Max, der einen Schritt zurücktrat und ihn erneut musterte.
»Nicht übel«, sagte er zu dem Schwarzen. »Was meinst du, Denis?«
»Wie gesagt, die Rückseite gefällt mir gut.« Denis’ tiefe Stimme vibrierte.
»Und was machen wir jetzt mit unserem kleinen Dieb?«
»Was macht man schon mit Dieben?«, erwiderte Denis. »Man bringt ihnen Benehmen bei, oder?«
Er lachte, und Max stimmte ein.
»Lasst mich los!«, brüllte Jacques, den Tränen nahe. »Ihr schwulen Säue!«
Max hob den Zeigefinger und tat, als horche er auf ein fernes Echo.
»Er hat uns ›schwule Säue‹ genannt.«
»Wo er recht hat, hat er recht«, sagte Denis.
»Das bringt mich auf eine Idee.« Max fasste Jacques erneut in seinen blitzenden Blick. »Auf eine wunderbare, gute Idee.«
Er ließ sich vor Jacques auf die Knie sinken, so dass sich sein Kopf in Jacques’ Schritthöhe befand.
»Nein!«, brüllte Jacques, aber da spürte er die Pranke des Schwarzen auf seinen Lippen, und neben seinem Ohr hörte er die drohende, tiefe Stimme des Wächters:
»Niemand will dir etwas Schlimmes antun, Süßer, aber wenn du noch länger herumschreist …«
Da war Jacques lieber still. Zitternd erwartete er, was kommen sollte, und starrte gegen die Decke, um es wenigstens nicht mit ansehen zu müssen. Doch Max verzog das Gesicht, nachdem er Jacques Schwanz mit seiner Nase nähergekommen war.
»Unser Freund ist ein wirklich schmutziger kleiner Dieb«, sagte er und erhob sich wieder. »Fleurie soll sich um ihn kümmern.«
»Alles klar, Chef«, sagte Denis, packte Jacques und stieß ihn unsanft vor sich her.
Das kam zu plötzlich für Jacques. Eben noch schien alles darauf hinauszulaufen, dass sie auf der Stelle ganz furchtbare Dinge mit ihm machten, und er hatte sich schon darauf eingestellt, sich mit Klauen und Zähnen zu verteidigen. Seinen Arsch würden sie nicht bekommen – jedenfalls nicht so einfach! Wenn Max versuchte, ihm seinen Schwanz in den Arsch zu schieben, würde der Hurensohn sein blaues Wunder erleben! Und Denis ebenso. Dieser Schwarze hatte sicher einen Riesenschwanz. Leider war er auch ziemlich stark … Doch nun wurde Jacques plötzlich aus dem Zimmer getrieben, und Max schien jedes Interesse an ihm verloren zu haben. Wer war diese Fleurie? Bestimmt keine Frau. Nach allem, was Jacques über Monsieur Foucasse gehört hatte, fürchtete er das Schlimmste.
Doch Fleurie war tatsächlich nicht nur eine Frau, sondern sogar eine richtige Schönheit mit langen, wilden, schwarzen Haaren, fast schwarzen Augen und einer schlanken, athletischen Figur. Sie erinnerte Jacques an eine Kickboxerin, mit der er es mal getrieben hatte, und er konnte nicht anders, als Fleurie fasziniert anzustarren. Sie saß an der Theke einer Bar im Untergeschoss der Villa und langweilte sich, ebenso wie der braungebrannte Barkeeper in Shorts und T-Shirt, der hinter der Theke stand und Gläser spülte. Er grinste, als er Jacques sah, und sagte etwas zu Fleurie, worauf sie sich zu ihm umdrehte. Auch sie musste bei seinem Anblick grinsen, denn er kam stolpernd daher, fest in Denis’ Schraubzwingengriff, und er spürte, wie sein Schwanz gegen seine Oberschenkel schlenkerte.
»Was bringst du mir denn da für einen süßen Burschen?«, fragte Fleurie. Es klang ironisch. »Einen Neuzugang?«
»Er bleibt für die nächsten zwei Jahre hier«, sagte Denis. »Als Strafe für versuchten Einbruch.«
Fleurie stand von ihrem Barhocker auf. Sie hatte eine atemberaubende Figur. Die runden, festen Brüste zeichneten sich verführerisch unter ihrer leichten Sommerbluse ab. Sie sah an Jacques hinab und stellte trocken fest:
»Er reagiert auf mich.«
Jacques wurde womöglich noch roter. Es stimmte, sein Schwanz schwoll an. Wenn er schon irgendwem ausgeliefert sein musste, dann auf jeden Fall lieber einer Frau. Aber warum grinste sie so herablassend?
Seine Erregung verflog schlagartig, als er sah, dass der Barkeeper sich beim Anblick seines Schwanzes mit der Zunge über die Lippen fuhr. Dabei sah er Jacques in die Augen.
»Eingangsbehandlung?«, fragte Fleurie. Der schwarze Riese nickte, und Fleurie sagte: »Monsieur Foucasse kann sich auf mich verlassen. Ich werde mit dem Kleinen schon fertig.«
»Ich bin ja auch noch da«, sagte der Barkeeper.
»Du«, sagte Denis mahnend, »rührst diesen Burschen nicht an. Er ist Jungfrau, verstanden? Und du weißt, was das heißt.«
Der Barkeeper nickte und machte ein enttäuschtes Gesicht.
Kapitel 4
Jacques hingegen war erleichtert. Offenbar würde ihm nichts Ernstes passieren, so lange Monsieur Foucasse nicht aus Nairobi zurückkehrte.
»Und was passiert jetzt?«, fragte er und blickte Fleurie direkt in die Augen.
»Das hast du doch gehört«, antwortete sie mit einem sonderbaren Gurren in der Stimme. »Eingangsbehandlung. Komm mit.«
Als er sich nicht gleich rührte, fügte sie hinzu:
»Du musst mir natürlich nicht freiwillig gehorchen. Aber vielleicht überlegst du es dir, wenn ich dir sage, dass Denis normalerweise nicht so zart mit kleinen Jungen umgeht.«
»Ich bin einundzwanzig!«, versetzte Jacques trotzig, kam sich aber trotzdem vor wie ein kleiner Junge, weil sie mit ihm sprach wie seine Mutter.
»Umso besser. Dann verfügst du ja schon über ein wenig Vernunft und kannst dir vielleicht vorstellen, was Denis mit dir macht, wenn ich ihn zu Hilfe holen muss.«
»Ich komme ja schon«, murrte Jacques, auch weil der Barkeeper, der ihn um einen halben Kopf überragte und keineswegs wie ein Schwächling wirkte, schräg hinter Fleurie die Arme vor der Brust verschränkte.
Fleurie ging voraus, und Jacques folgte ihr in ein geräumiges Badezimmer. Der Barkeeper folgte ihnen und schloss die Tür hinter sich. Jacques musste in die geräumige Badewanne steigen. Dabei hätte er fast das Gleichgewicht verloren, weil seine Arme ja auf dem Rücken gefesselt waren. Aber Fleurie stützte ihn wortlos, und er spürte ihre Kraft. Sie hatte einen erstaunlich harten Griff.
»Kannst du mir nicht die Handschellen abnehmen?«, fragte er vorsichtig in der Hoffnung, dass sein Beinahe-Sturz sie erweichen könnte.
»Nein!«
Die Antwort kam hart wie ein Peitschenschlag, und Jacques wagte kein weiteres Wort, zumal ihn der Barkeeper, der sich auf den heruntergelassenen Klodeckel gesetzt hatte, streng musterte. Stattdessen sah er zu, wie Fleurie Bluse und Shorts auszog. Nackt stand sie vor ihm, und auf der Stelle begann sein Blut, in seinen Schwanz zu fließen.
Fleurie lächelte, als sie das sah.
»Du hast mir noch gar nicht gesagt, wie du heißt«, sagte sie sanft.
»Jacques.«
»Jacques, willst du ein braver Junge sein?«
»Ja«, sagte er, doch in Wirklichkeit hätte er sich am liebsten auf sie gestürzt und sie gefickt. Was machte eine Frau wie Fleurie nur in diesem Haus unter lauter Typen wie dem auf dem Klodeckel? Dabei sah der Barkeeper nicht einmal schlecht aus. Er war vielleicht Ende zwanzig und hatte ein sympathisches Gesicht, eine schlanke Figur, schmale Hüften und schöne, geschwungene Lippen. Er hätte dort draußen jede Menge schöner Frauen haben können. Stattdessen schien er es lieber mit Männern zu treiben. Jacques wäre das egal, solange sie ihn in Ruhe ließen. Er musste nicht alles verstehen. Doch leider sah es so aus, als würden sie ihn eben nicht in Ruhe lassen.
Ähnlich wie zuvor Fleurie trug der Barkeeper ein weißes, kurzärmliges Hemd und eine Jeans-Shorts, die sich im Schritt deutlich ausbeulte. Jacques versuchte, den Mann zu ignorieren. Die Art, wie dessen Blicke an Jacques’ Schwanz klebten, störte ihn. Jacques versuchte, seinen Schwanz unter Kontrolle zu bekommen, indem er an etwas Ungeiles dachte, aber mit Fleuries Rundungen direkt vor seinen Augen fiel ihm nichts ein. Es war ihm zutiefst peinlich, vor dem Barkeeper mit einem fast steifen Schwanz dazustehen, aber er konnte es nicht ändern.
Fleurie stieg zu Jacques in die Badewanne, nahm den Duschkopf, ließ Wasser laufen und regulierte die Temperatur. Dann richtete sie sich wieder auf. Sie stand nur eine halbe Armlänge von Jacques entfernt, und doch konnte er sie nicht berühren. Stattdessen nahm er wie betäubt ihren eigenwilligen, intensiven Körpergeruch wahr.
»Einmal in deinem Leben sollst du ein sauberer Junge sein, süßer Jacques«, sagte sie. »Deshalb werde ich dich jetzt waschen. Am besten machst du die Augen zu und lässt es einfach geschehen.«
Er befolgte ihren Vorschlag und schloss die Augen. Das half auch dabei, sich den Barkeeper auf dem Klodeckel wegzudenken.
Die Strahlen der Dusche trafen auf seine Haut wie lauter kleine Stiche, doch dann löste sich seine Anspannung. Er hielt die Augen weiterhin geschlossen, als sie die Dusche abschaltete. Der Duft eines Duschgels stieg ihm in die Nase, und dann spürte er Fleuries Hände, die ihn von oben bis unten mit dem duftenden Zeug einseiften, ganz langsam, seine Arme, seine Achseln, seine Brust, seinen Bauch. Auch seinen Schwanz sparte sie nicht aus, im Gegenteil: Den nahm sie sich besonders gründlich vor und schäumte ihn gründlich ein. Dafür zog sie seine Vorhaut ganz zurück. Jacques erzitterte und bekam endgültig einen harten Ständer. Fleurie strich mit viel Duschgel über seine Eichel und umkreiste sie langsam. Mit der anderen Hand massierte sie seine Eier. Die Säfte stiegen in ihm auf, er spürte, wie sein Schwanz in ihrer Hand zuckte und einige Tropfen Vorsaft absonderte.
»Dreh dich um«, sagte Fleurie leise.
Ohne die Augen zu öffnen, tat Jacques, was sie von ihm verlangte. Von hinten griff sie zwischen seinen Beinen hindurch nach seinen Eiern, um sie sanft zu massieren. Zugleich spürte er, wie ihre rechte Hand über seinen Rücken glitt, von den Schultern hinab zu seinem Arsch. Ein Frösteln überlief ihn, als sie über seine Hinterbacken strich und ihr Daumen leichthin über seine Kimme fuhr. Er wunderte sich darüber, dass ihm diese Berührung nicht unangenehm war. Gleichzeitig streichelte sie weiterhin seine Eier. Noch lieber wäre es ihm gewesen, wenn sie anstelle seiner Eier an seinem Schwanz weitergemacht hätte, denn dann hätte er rasch abgespritzt.
Als ihre Finger an der unteren Rundung seiner Hinterbacken angekommen waren, traten sie den Rückweg an. Wieder fuhr ihr Daumen durch den Spalt zwischen seinen Backen, aber diesmal verweilte er hier. Im nächsten Moment spürte Jacques, wie ihr Finger in ihn eindrang. Unwillkürlich versteifte er sich und stieß einen Schmerzenslaut aus, weil er meinte, dass es wehtat. Doch das stimmte nicht, es tat nicht weh.
»Wenn du dich entspannst, wird es auch nicht wehtun«, sagte Fleurie und drückte ihren Daumen der ganzen Länge nach in ihn hinein. »So ist sie nun mal, unsere Eingangsbehandlung. Sei froh, dass du endlich mal richtig sauber wirst. Du hast dich bestimmt einen Monat lang nicht mehr richtig gewaschen. Immer nur Bäder im Meer, nicht wahr?«
Sie machte mit ihrem Daumen irgendwas in seinem Arsch, fuhr darin herum. Er spürte es wie ein Klopfen. Doch seine Erektion ließ deswegen nicht nach, im Gegenteil: Er spürte, wie sein Schwanz zuckte, so oft sie mit ihrem Daumen eine bestimmte Stelle in ihm berührte. Und dieses Gefühl war das Gegenteil von unangenehm.
Dann zog sie ihren Daumen wieder heraus und sagte sanft, aber bestimmt:
»Umdrehen!«
Kaum war er ihrem Befehl nachgekommen, als sie die Dusche wieder in Betrieb nahm und ihn von oben bis unten abspritzte, auch sein Gesicht. Er bekam Wasser in die Luftröhre. Hustend schlug er die Augen auf.
Das erste, was er sah, war der Barkeeper, der auf dem Klodeckel saß und hingebungsvoll seinen großen, geraden Kolben wichste. Seine Hose lag am Boden, das Hemd hatte er aufgeknöpft. Er lehnte am Wasserkasten der Spülung und verfolgte Fleuries Taten. Sein Schwanz war ein ordentliches Stück größer als Jacques’, der keineswegs klein war.
Neugierig sah Jacques hin. Er hatte bisher kaum steife Schwänze außer seinem eigenen gesehen. Nur einmal hatte er mit ein paar Freunden Geld zusammengelegt und zu viert ein Mädchen genommen, und sie hatten sich gegenseitig beim Ficken zugesehen. Aber von diesen Jungs hatte er den größten Schwanz gehabt.
Allerdings hatte er noch nie einen rasierten Schwanz und Sack gesehen. Der Barkeeper hatte nur noch ein dünnes Büschel Haare, das wie ein kleines Mützchen oberhalb der Wurzel seines Schwanzes saß. Sein Sack und sein Damm, den Jacques deutlich sehen konnte, weil der Bursche die Beine weit gespreizt hatte, waren völlig frei von Haaren. Und beschnitten war der Kerl auch. Kerzengerade war sein Teil – und groß.
Das einzige, was Jacques störte, war, dass der Kerl bei seinem Anblick wichste. Jetzt spuckte der Barkeeper sich in die Finger und glitt dann mit der befeuchteten Hand über seine Eichel, die rosa glänzte. Dabei stöhnte er leise, und als er sah, dass Jacques ihn beobachtete, zischte er geil:
»Ich möchte deinen kleinen süßen Arsch ficken! Jetzt!«
»Du musst warten, bis Monsieur Foucasse seinen Spaß mit ihm gehabt hat«, sagte Fleurie, indem sie die Eingangsbehandlung für einen Moment unterbrach. »Erst danach bist du an der Reihe.«
»Aber dann wird er sein blaues Wunder erleben!«, grunzte der Barkeeper, während er mit der Hand am Schaft seines Schwanzes hinabfuhr. »Dann werde ich ihn ficken.«
»Ich möchte dabei zusehen, wenn du ihn fickst«, sagte Fleurie. »Und nun, süßer Dieb, wie fühlst du dich als sauberer Junge?«
»Geil«, antwortete Jacques und blickte auf seinen Schwanz hinab, der stramm stand.
»Was nicht zu übersehen ist. Dann wollen wir doch mal probieren, wie du jetzt schmeckst.«
Und sie kniete sich vor Jacques nieder, näherte ihren Mund seinem Schwanz, öffnete die Lippen und klopfte mit ihrer Zunge dreimal gegen seine rotglühende Eichel, nachdem sie seine Vorhaut stramm zurückgezogen hatte. Jede einzelne Berührung ihrer Zunge spürte Jacques wie einen sanften Stromstoß. Es kribbelte, und in seinem Unterleib zog sich alles zusammen. Sie nahm seine Eichel zwischen ihre Lippen, aber nur gerade bis zur Korona. Zugleich zog sie seinen Sack mit der Hand sanft nach hinten. Die Haut seines Schwanzes spannte sich. Fleuries Zunge streichelte die Oberseite seiner Eichel, umkreiste sie, ehe sie ihre Lippen darum schloss. Jacques spürte die Wärme und Feuchtigkeit. Auf diese Weise war ihm noch nie einer geblasen worden. Die meisten Frauen, die es ihm gemacht hatten, waren viel schneller gewesen, manche sogar hektisch, weil sie keine Ahnung hatten, wie es am geilsten war, oder weil sie es hinter sich bringen wollten. Und trotzdem hatte es lange gedauert, bis er ihnen den Mund vollgespritzt hatte. Bei Fleurie aber war es ihm von Anfang an, als müsse er im nächsten Augenblick kommen. Sein Schwanz zuckte und zitterte, und er rollte stöhnend den Kopf in den Nacken und hoffte, dass er es aufhalten konnte. Dieses Gefühl wollte er genießen bis zum letzten Moment.
Langsam ließ sie seinen Schwanz der ganzen Länge nach in ihren Mund gleiten, tief hinein. Sie schluckte ihn einfach. Der Barkeeper bearbeitete seinen Schwanz mit wachsender Geschwindigkeit und spannte die Muskeln seines Waschbrettbauchs an.
Jacques’ Schwanz verschwand völlig in Fleuries Mund, und ihre Lippen kneteten seinen Stamm. So tief hatte ihn noch keine Frau in den Mund bekommen. Er stöhnte und ächzte und spürte, wie sich die Säfte sammelten, wie der wohlige Krampf sich anbahnte, den er mindestens zweimal täglich brauchte.
Langsam glitten ihre Lippen an seinem Schaft entlang, als sie den Schwanz wieder aus ihrem Mund entließ. Der Barkeeper stöhnte laut, sein Bauch zuckte. Fleurie setzte wieder an und schluckte den Schwanz nochmals, schneller diesmal. Jacques zuckte zusammen. Der Krampf, da kam er! Doch dann entließ Fleurie seinen zuckenden Schwanz aus dem Mund, ließ ihn los und stand einfach auf.
Jacques riss die Augen auf.
»Was ist?«, rief er. »Mach weiter! Bitte!«
In diesem Moment kam es dem Barkeeper. Jacques sah, wie die weiße Brühe in hohem Bogen aus seiner Nille spritzte, und fast meinte er, das leise Klatschen zu hören, mit dem sie auf seine unbehaarte, angespannte Brust traf. Der Bursche stöhnte laut auf und verdrehte die Augen. Der Schwanz zuckte in seiner Hand, und ein Spritzer nach dem anderen schoss daraus hervor, einen nach dem anderen quetschte der Barkeeper sich mit der Hand ab, so dass die Gelenke seiner Finger weiß hervortraten. Dann sackte er keuchend zusammen und rutschte beinahe vom Klodeckel.
Jacques’ Schwanz wollte ebenfalls einen Orgasmus, aber Fleurie schien kein Interesse mehr zu haben.
»Ich war so kurz davor«, sagte Jacques schmollend.
»So soll es sein«, versetzte sie. »Ich erkläre dich für sauber.«
Aus der Schublade eines kleinen Schränkchens nahm sie ein Lineal und hielt es an seinen Schwanz.
»Neunzehn Zentimeter. Nicht schlecht. Ich würde sagen, hier bei uns ist das etwa Durchschnitt.«
Der Barkeeper schlug die Augen auf, atmete tief durch und nickte.
»Aber dein herrlicher Arsch ist überdurchschnittlich geil«, sagte er. »Ich beneide Monsieur Foucasse, dass er als erster da rein darf.« Er erhob sich vom Klodeckel und streifte das Hemd ab. »Und jetzt raus aus der Badewanne! Ich muss duschen. Du siehst ja, was du angerichtet hast.«
Zu diesen Worten fuhr er sich mit der Hand über seine vollgespritzte Brust und verteilte seinen Samen so erst recht. Sein ganzer Oberkörper glänzte feucht und glitschig.
»Ich?« Empört stieg Jacques aus der Wanne.
»Wer sonst?«, entgegnete der Barkeeper grinsend und regulierte schon die Brause.
Fleurie trocknete Jacques, dem immer noch die Hände auf den Rücken gefesselt waren, gründlich ab, wobei sie natürlich auch zwischen seine Beine fuhr. Dabei berührte sie erneut seinen Schwanz, der nicht daran dachte abzuschwellen. Sie lachte glucksend.
»Armer Kerl«, sagte sie beinahe zärtlich und nahm ihn noch einmal in den Mund. Jacques krampfte alle Muskeln zusammen und drückte seinen Unterleib nach vorn, ihrem Mund entgegen, um sich einen Orgasmus abzuzwingen, aber es genügte nicht. Fleurie wiederholte die Berührung nicht, sondern rieb seinen Schwanz nun wie auch schon den Rest seines Körpers mit schnellen, groben Bewegungen trocken, während der Barkeeper sich in der Badewanne abseifte. Jacques konnte nicht anders, er musste einen Seitenblick auf den Schwanz des anderen werfen, der immer noch imposant groß war und halbsteif herabhing. Ob Fleurie diesen Schwanz wohl ebenfalls bis zum Ansatz in ihrem Mund unterbringen konnte?
»So, trocken«, verkündete Fleurie und legte das Handtuch beiseite. »Wie wäre es jetzt mit etwas zu trinken? Hast du Durst, Jacques?«
Jacques hatte wirklich Durst, ganz ungeheuren Durst sogar, und zwar schon, seit er aus dem Meer gestiegen war. Und dies wiederum erinnerte ihn an den Schmerz in seinem Fuß, den er während der Eingangsbehandlung fast vergessen hatte. Wenn er wirklich auf einen Seeigel getreten war, mussten die abgebrochenen Stachelspitzen entfernt werden, ehe sie sich entzündeten. Diese Gedanken bewirkten, dass sein Schwanz abzuschwellen begann, und der Druck ließ nach.
Sie kehrten an die Bar zurück, und Fleurie öffnete eine Flasche Bier für ihn, die sie ihm an den Mund hielt. Jacques beschloss, die Gelegenheit zu nutzen, um Fleurie ein wenig auszuforschen.
»Wer ist eigentlich dieser Monsieur Foucasse?«, fragte er.
»Ein freundlicher, sehr kultivierter und sehr reicher Mann«, antwortete sie, »der leider nur auf Jungs steht. Solche Jungs wie dich.«
Jacques schluckte den Kloß in seinem Hals fast auf der Stelle herunter. Er wollte abgebrühter wirken als er war.
»Und was wird er mit mir machen?«, wollte er wissen.
Fleurie lachte und warf ihren Kopf mit der schwarzen Mähne in den Nacken.
»Das weißt du doch längst«, antwortete sie mit besonders tiefer Stimme »Er wird dich bestrafen!«
»Wird es wehtun?«
»Wenn du dich verspannst …«
»Das heißt, er wird mich vergewaltigen?«
»Soweit ich weiß, hat er noch keinen gegen seinen Willen genommen«, sagte Fleurie und grinste wiederum, diesmal anzüglich und vielsagend.
»Meinen Willen bricht er nicht«, behauptete Jacques. »Ich lasse mich nicht umpolen.«
»Ich glaube, du wirst ihm großen Spaß machen«, meinte sie, »du wilder Bursche. Besonders gern hat er die durchtriebenen kleinen Diebe. Bist du eigentlich noch nicht müde?«
»Müde?« Nun war es an ihm zu lachen. »Erst machst du mich geil, und dann fragst du, ob ich müde bin?«
Sie zuckte mit den Schultern, während sie um die Theke herumkam und sich neben ihn auf einen Barhocker setzte. Noch immer war sie nackt, und als sie ihre Beine ein wenig öffnete, sah er, wie es dazwischen samtig-rosa glänzte. Sie gab ihm den Rest von seinem Bier zu trinken. Er konnte seine Blicke nicht von dem Ort zwischen ihren Beinen abwenden. Sie bemerkte es, ließ ihn hinsehen und verfolgte lächelnd, wie sein Schwanz wieder anschwoll.
»Es ist wirklich schon ein bisschen spät«, sagte sie, »schon Mitternacht.«
»Um Mitternacht werde ich normalerweise erst richtig wach«, versetzte Jacques. »Darf ich zu dir rein?«
»Du meinst, da hinein?«, fragte sie, öffnete ihre Schenkel noch etwas weiter und legte zwei Finger auf ihren Kitzler.
»Ja, bitte!«
»Heute nicht, mein Kleiner. Das Schlafmittel müsste jetzt langsam wirken.«
»Das Schlafmittel?«
»Kleine Jungs müssen regelmäßig schlafen, wusstest du das nicht?«
Tatsächlich spürte er, wie er plötzlich müde wurde. Trotzig schüttelte er den Kopf und behauptete:
»Solche Tricks wirken bei mir nicht.«
»Entschuldige, dass ich einen anderen Eindruck habe, mein Kleiner«, sagte Fleurie, erhob sich von ihrem Barhocker und kehrte hinter die Theke zurück. Durch die aufsteigenden Schleier vor seinen Augen bekam Jacques mit, wie sie ein Handy unter der Theke hervorzog und ein paar Worte hineinsprach, aber den Sinn dieser Worte verstand er schon nicht mehr. Gleich darauf erschienen Denis und der andere Riese, der vorhin Etienne verfolgt hatte.
»Wo ist … Etienne?«, fragte Jacques mit schwerer Zunge.
»Im Meer«, antwortete der Typ, ohne dass Jacques noch etwas begriff.
Die beiden Männer hoben ihn vom Barhocker, und Denis legte ihn sich über die Schulter, als sei er ein Leichtgewicht. Jacques hatte nicht einmal mehr die Kraft zu protestieren. Er wollte schlafen, nichts weiter als schlafen. Mit einem Schlag war er hundemüde.
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