Читать книгу: «Ein neuer Zyklus beginnt»

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Titel der Originalausgabe:
The Mayan Ouroboros.
The Cosmic Cycles Come Full Circle.
The True Positive Mayan Prophecy is Revealed.
© 2012 by Drunvalo Melchizedek
Red Wheel/Weiser Books,
San Francisco, CA/Newburyport, MA, 2012
www.redwheelweiser.com
Deutsche Ausgabe:
© 2012 KOHA-Verlag GmbH Burgrain
Alle Rechte vorbehalten
Aus dem Englischen von Maria Müller-de Haën
Bildnachweis:
Mit freundlicher Genehmigung
von Patricia Mataru: Robert Dakota
Weitere Fotos und Grafiken: Drunvalo Melchizedek
Redaktion: Andreas Beutel
Cover: Sabine Dunst/Guter Punkt München
Gesamtherstellung: Karin Schnellbach
Ebook-Umsetzung Medialike GmbH, München
ISBN 978-3-86728-728-9
Inhalt
Einleitung
Teil I: Das Schweigen brechen
Kapitel 1: Sedona 2007
Kapitel 2: Warum der 21. Dezember 2012?
Kapitel 3: Das Herz der Maya
Kapitel 4: Die Zeremonie in Tikal
Kapitel 5: Die Zeremonien bei den Candelaria-Höhlen
Kapitel 6: Die positive Seite der Maya-Prophezeiungen
Teil II: Die Geburt einer neuen Menschheit
Kapitel 7: Die Ägypter
Kapitel 8: Carl P. Munck
Kapitel 9: Der Gedächtnisverlust von Atlantis und die russische Raumstation Mir
10. Kapitel: Pyramiden, Kristalle und menschliches Tun
11. Kapitel: Die Maya-Kodizes
Der Anfang Wie betreten wir die neue Erde?
Über den Autor
Einleitung
Dieses Buch ist die Fortsetzung meines letzten Buches – »Schlange des Lichts« – und gibt die Weisungen weiter, mit denen unsere eingeborenen Ahnen uns Orientierungshilfe leisten: die indigenen Völker, die immer noch hier auf der Erde leben und die, wie ich glaube, die Schlüssel zu unserer Zukunft in den Händen halten.
In meinen Gesprächen mit dem Ältestenrat der Itza in Yucatan, Mexiko, Anfang 2011 stellte sich heraus: Die Maya glauben, sie werden sich der Welt in den letzten Minuten vor dem Ende der jetzigen Zyklen am 21. Dezember 2012 vollständig zu erkennen geben. Sie werden dann die Geheimnisse, die sie seit Jahrtausenden gehütet haben, aufdecken, damit die Welt erfährt, was sie wissen, denn sie sind sich dessen bewusst: Wir sind sie! Und was uns geschieht, geschieht den Maya.
Nach Überzeugung der Maya sind sie mit dafür verantwortlich, der Welt die notwendige Führung zum Wandel zu geben, damit die eine Realität auf neue Weise aus dem Herzen wahrgenommen werden kann. Anders ausgedrückt: Sie wollen uns helfen, diese alte Welt hinter uns zu lassen und in eine neue einzutreten – was ihrer Meinung nach zu diesem Zeitpunkt der Geschichte unbedingt notwendig ist.
Auch ich will ganz offen die Informationen der Maya weitergeben. Ich möchte allen meinen Verwandten beim Aufstieg helfen – und wir sind alle miteinander verwandt.
Wenn die Weiße Schlange sich in den Schwanz beißt – der Uroboros – und perfekt mit den Zyklen der Erde, der Sonne und des Zentrums der Galaxie, die sich ebenso in den Schwanz beißen, abgestimmt ist, dann schließen sich die Kreise und alles ist möglich. Wird die Menschheit darauf reagieren und einen neuen Traum träumen? Alles, was sich ereignet, geschieht in göttlicher Ordnung, und im Zuge der Ereignisse werden wir alle zu Zeugen dessen, was unsere Ahnen jahrtausendelang vorbereitet haben.
Die Informationen der Urvölker sind vielleicht die Hoffnung für die Welt, denn die Alten sind hier und bereit, uns in eine alte Betrachtungsweise des Alltags einzuführen, die über das hinausgeht, was uns von der Gesellschaft, der Religion, der Regierung und der Familie gesagt wurde.
Wir befinden uns in einer Zeit schnellen Wandels, und fast jeder kann das spüren. Ich spreche von meinem Herzen zu Ihrem Herzen: Bereiten Sie sich auf unerwartete Veränderungen in Ihrer Welt vor.
In La’k’esh …
Sich öffnen
für
die Sichtweise der Maya
Das Leben vollendet sich immer durch sich selbst.
Es gibt kein anderes!
Uroboros – der Kreis schließt sich.
Nur der EINE Geist fließt durch alles Leben überall,
und alles ist lebendig.
Die heilige Geometrie beweist:
Dieses eine Universum aus Sternen und Planeten
wurde durch die Form und Proportionen
einer einfachen Kugel geschaffen
und kann ebenfalls als Kreis betrachtet werden.
Wenn du das verstehst,
verstehst du die Bedeutung von Kreisläufen.
Zeit ist kreisförmig.
Raum ist kreisförmig.
Dimensionen sind kreisförmig.
Größe ist kreisförmig.
Sogar alle Lichtwellen sind letztlich kreisförmig.
Wenn also ein Kreislauf von 25.625 Jahren zu Ende geht
und ein neuer Anfang entsteht,
sollten wir in unserem Alltag
die Heiligkeit dieses Augenblicks
sehen und erkennen.
Erinnere dich, wer DU im Tanz der Kreisläufe bist,
dann gewinnst du sofort
im Spiel des Lebens.
Welchen Preis erhältst du?
Die Einheit enthüllt sich dir
in allem um dich herum
und in dir.
Polaritäten verschwinden.
Der Tod wird überwunden.
Unsterblichkeit wird zur Realität.
Und DU schließt den Kreis,
sobald du erkennst,
dass alles um dich herum, die Natur,
auch in dir ist.
Und wisse:
Du bist mit Sternen gefüllt!
DU bist die Verbindung
zwischen dem Außen
und dem Innen.
Und wahrhaftig,
der Erste ist der Letzte,
und
der Letzte ist der Erste.

In La’k’esh
bedeutet in der Maya-Sprache:
»Du bist ein anderes Ich,
und ich bin ein anderes Du.«
Der Uroboros der Maya
21. Dezember 2012
23.11 Uhr (Chichén Itzá, Mexiko)
In diesem Augenblick
befinden sich die Erde, die Sonne
und das Zentrum unserer Galaxie
auf einer geraden Linie,
und das wird erst
in 25.625 Jahren wieder geschehen.
Wisse auf spiritueller Ebene:
In diesem Augenblick sind das Herz der Erde,
das Herz der Sonne
und das Herz unserer Galaxie
als lebendige Wesen
eng miteinander verbunden.
Geburt ist unvermeidlich.
22. Dezember 2012
12/22/2012
2222
Ein neuer Zyklus beginnt.
Das Fenster des
globalen Wandels
öffnet sich …
Teil I
1. Kapitel
Sedona 2007
Die Zivilisation der Maya lebt im Verborgenen, ist kompliziert und von uns anderen, die von außen kommen, schwer zu durchschauen. Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte sind viele Maya-Räte entstanden, und sie sind nicht immer einer Meinung – wie es bei anderen indigenen Stämmen und überhaupt auf der Welt auch der Fall ist.
Der Ältestenrat der Maya von Guatemala wurde im Jahr 2000 gegründet. Als Präsident fungiert ein Mann namens Valerio Canche Yah, der meist nicht in Erscheinung tritt, aber sehr viel Macht hat. Gemäß gesetzlichen Vorgaben beträgt die Amtszeit drei Jahre, aber er ist seit Einrichtung der Ratsversammlung im Amt.
Auch Don Alejandro Cirilo Perez ist Mitglied dieses Ältestenrates; er wurde zum Botschafter der Maya für die Welt. Don Alejandro ist ein Schamane und Priester der 13. Generation und strahlte als helles Licht auf der Erde. Er hielt weltweit Vorträge und sprach auch vor den Vereinten Nationen, um zu versuchen, seinem Volk, aber auch der ganzen Welt, zu helfen. Er war der erste indigene Maya, der als Botschafter für die Regierung von Guatemala arbeitete.
Don Pedro Pablo Chuc Pech ist ebenfalls Mitglied des Ältestenrates der Maya von Guatemala. Ich lernte ihn in Paris kennen, wo wir beide auf der Bühne vor ungefähr eintausend Menschen sprachen. Als ich ihn traf, wusste ich sofort, dass er ein großer Mann ist, und fühlte mich im Herzen mit ihm wie mit einem Bruder verbunden. Don Pedro Pablo wurde zum Vorsitzenden des Ältestenrates der Itza Maya von Yucatan in Mexiko ernannt, aber in seiner großen Bescheidenheit legt er keinen Wert auf diesen Titel. Der Ältestenrat der Itza Maya dient hauptsächlich als Schnittstelle zur industrialisierten Welt. Die Itza Maya sind der größte aller Maya-Stämme im Mayaland, welches nicht nur Mexiko, sondern auch Belize, Guatemala, Honduras, El Salvador und weitere Gebiete umfasst.
Auch Hunbatz Men bzw. Hunbatz Mena ist Mitglied der Itza-Ratsversammlung. Er lebt inzwischen meistens auf dem Lol-Be-Maya-Komplex in der Nähe des Chichén Itzá Maya-Tempels, wo die modernen Maya versuchen, sich wieder an ihr verloren gegangenes Wissen zu erinnern, das die spanischen Konquistadoren und die katholische Kirche mit voller Absicht zerstört haben. Im März 2003 lud Hunbatz Men mich und eine von mir zusammengerufene Gruppe von Weltvertretern zur Durchführung einer Zeremonie in Yucatan ein. Davon wird später noch die Rede sein. Während diese aufwendigen und ausgedehnten Zeremonien abgehalten wurden, gründeten die genannten Führer der Maya einen weiteren Rat, den Ältestenrat von Amerika, der eines Tages der Welt vielleicht von Nutzen sein wird; diesem Rat gehören etwa dreihundert Älteste aus ganz Nord-, Mittel- und Südamerika an, und zwar nicht nur Maya, denn er steht allen indigenen Stämmen offen.
Diese indigenen amerikanischen Stämme sind dem Anschein nach einfache Menschen, die tief im Dschungel und hoch im Gebirge leben; doch in ihrem Herzen bewahren sie Informationen, Wissen und Erinnerungen, die zum richtigen Augenblick für die gesamte Welt von unschätzbarem Wert und dringend nötig sein werden. Sie werden das noch zu Ihren Lebzeiten verstehen.
Wir vergessen oft, dass die Alte Welt der Urvölker nach wie vor in unserer Gesellschaft lebt und bis zum heutigen Tag mit dem Herzen von Mutter Erde, dem Herzen von Vater Sonne und dem Herzen des Universums schwingt, um unsere fragile Welt im Gleichgewicht zu halten.
Ich bin überzeugt, wir würden ohne die Maya und andere indigene Völker in einer Welt von unsagbarem Chaos leben, noch viel größer als das Chaos, das wir derzeit erleben. Durch die Maya werden wir Zeugen einer Bewusstseinsoffenbarung, die gemäß den Maya-Prophezeiungen in der Geburt einer neuen Erde und einer neuen Menschheit gipfelt.
Die Prophezeiungen der Itza Maya für die Zeit von 22. Dezember 2012 bergen sicherlich viel Hoffnung und Schönheit, aber die Maya sind auch realistisch und erkennen an, dass der alte Zyklus und die alte Lebensweise am 21. Dezember 2012 zu Ende gehen. Dieses Buch erklärt das Zeitfenster um diese Daten herum.
Um zu verstehen, wohin die Zukunft geht, müssen wir uns an unsere Vergangenheit erinnern, denn alles im Universum bewegt sich in Zyklen, und die Erinnerungen, das Wissen, die Informationen und die Weisheit, die wir für unseren Aufstieg benötigen, sitzen in der DNA unserer Ahnen. Wir können sie nicht einfach ignorieren und blindlings in die Zukunft schreiten; das würde zu einer Katastrophe führen. Wir brauchen sie, und unsere noch lebenden Ahnen brauchen uns.
Wir haben nur eine einzige Chance, uns wieder mit unseren Ahnen zu verbinden, die als Itza Maya und andere indigene Völker immer noch auf der Erde leben. Das geschieht in letzter Minute vor dem großen Umbruch, doch wenn wir es mit offenem Herzen tun, finden wir den Weg in die Neue Welt, und alles wird gut.
Die Schlange des Lichts geht weiter
Wir wollen mit einer Geschichte beginnen, die mir die Maya erzählt haben, damit ich sie an Sie weitergeben kann. Sie bewegt sich wie ein Fluss, der sich dreht und wendet, die Richtung ändert und doch immer Richtung Meer fließt; unser »Meer« ist der Aufstieg. Diese Geschichten werden die Kluft zwischen unserem Verständnis der Ahnen und der modernen Welt verringern und das Verständnis der modernen Welt von Sonne, Erde und unserem unglaublichen Universum verändern. Wenn Sie meine Worte mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand erfassen, werden Sie verstehen.
Was die Maya mir sagen, werde ich in die Sprache der modernen Welt übersetzen. Noch sind wir alle verschieden und haben ein unterschiedliches Verständnis. Die menschliche Sprache ist nicht vollkommen, doch ich möchte Ihr Herz erreichen, denn mit dem Herzen werden Sie mich, das spüre ich, intuitiv verstehen.
Guatemala 2007
Der Maya-Kalender ist der genaueste Kalender, der jemals auf der Erde entdeckt worden ist. Für die Menschen ist es erstaunlich, wie ein Volk unserer Urahnen genauer sein konnte als die moderne Welt mit all ihrer Technik. Selbst heute noch wissen die Maya mehr über die Zeitzyklen als die NASA und die Naturwissenschaftler aus aller Welt.
Nun blickt die Menschheit auf die Maya, um zu verstehen, was der 21. Dezember 2012 – jenes Datum, das im Maya-Kalender eine so große Rolle spielt – bedeutet, und die Maya haben uns eine Antwort gegeben.
Im Juli 2007 kamen das Oberhaupt des Volkes der Maya, Don Alejandro Cerilo Perez, und seine Frau Elizabeth nach Sedona in Arizona, wo ich lebe, und sprachen öffentlich über die Prophezeiungen der Maya. Am nächsten Tag traf ich mich mit ihnen; wir redeten über einige der Prophezeiungen der Maya. Sie baten mich, ihnen zu helfen, diese Prophezeiungen zu erfüllen.

Altar vor einer alten Maya-Pyramide, Tikal, Guatemala
Don Alejandro gab der Öffentlichkeit als Erstes zu verstehen, dass nichts, was wir über die Kultur und den Kalender der Maya gelesen, gehört oder gesehen haben, von einem Rat der Maya genehmigt oder geschrieben worden ist und deshalb auch nicht die Worte des Volkes der Maya darstellt. Alles, was wir über die Maya erfahren haben, stammt von Universitäten, Regierungen, Religionen, Archäologen und Laien wie Jose Arguëlles, von denen einige zwar Maya sind, aber auf eigene Faust arbeiten.
Wie Don Alejandro vor dreihundert Menschen sagte, hat weder der Nationale Ältestenrat der Maya von Guatemala noch irgendein anderer Rat der Maya seit 527 Jahren (bis 2007) ein einziges Wort verlauten lassen – eine sehr lange Geheimhaltung.
Im Jahr 2007 brachen die Maya ihr Schweigen – was für die Welt sehr wichtig ist. Denn die Wahrheit kann nur von den Maya selbst verkündet werden. Eine von Außenseitern konstruierte »Wahrheit«, die lediglich auf Vermutungen basiert oder von einer Bewusstseinsebene herrührt, die so gut wie nichts mit den Maya zu tun hat, kann keine Gültigkeit haben.
Die Maya lassen uns wissen: Die Welt, in der wir leben und die wir kennen, ist anders, als wir meinen. Wir modernen Menschen glauben, die Welt sei fest und real und könne nur durch äußere Geschehnisse verändert werden; wir meinen, die Welt sei etwas Festgelegtes und gehe ewig weiter, mit oder ohne uns. Doch die Maya sagen uns: Das stimmt nicht. Die Welt besteht aus Bildern, die von Bewusstsein erzeugt werden und mit Hilfe von Zeremonien auch durch Bewusstsein verändert werden können – insbesondere Bewusstsein, das direkt mit dem menschlichen Herzen verbunden ist.
Wir stehen kurz davor, eine Seinsweise zu erlangen, die nur von der Alten Welt verstanden wird; die moderne Welt hat von dem, wovon in diesem Buch die Rede sein wird, so gut wie keine Ahnung – die meisten Leute wissen rein gar nichts von ihrer Existenz. Und doch ist diese Art des Seins genau das, was wir, die moderne Welt, zu diesem Zeitpunkt der Geschichte brauchen, aber wahrscheinlich wissen Sie nichts davon. Die Situation der Menschheit ähnelt der eines Schmetterlings, der demnächst seinen Kokon verlässt. Alles bislang Bekannte wird sich verändern, und eine komplett neue Welt ist im Entstehen begriffen.
Drunvalo
Warum also rede ich als Weißer über die Maya? Um diese Frage zu beantworten, muss ich ein bisschen über mich und mein Leben erzählen. Ich werde mich dabei möglichst kurz fassen.
Wie viele Menschen auf der Erde fragte ich mich zwischen zwanzig und dreißig, warum ich eigentlich hier auf der Erde bin und worin der Sinn des Lebens besteht. Was ist dieser Planet und seine strahlende Sonne? Was dringt wirklich in unser tägliches Leben? Ich hatte viele faszinierende Fragen, und so ging ich aufs College und studierte Physik und Mathematik – allerdings nicht, um Physiker zu werden oder einen guten Job zu bekommen. Ich dachte, Physiker und Mathematiker müssten wissen, worum es sich bei diesen Sternen und Planeten handelt, und so studierte ich jahrelang, bis ich schließlich zu der Überzeugung gelangte, dass die Wissenschaftler auch nicht mehr über das Universum wussten als ich. Sie haben sich verloren und sind ebenfalls auf der Suche.
Also wandte ich mich von der linken zur rechten Gehirnhälfte und studierte Kunst, Kunstgeschichte und Malerei. Zwei Jahre lang beschäftigte ich mich mit 20.000 Jahren Kunstgeschichte, von den Höhlenmenschen bis zur Moderne, und allmählich begann ich dank der weiblichen Seite des Gehirns zu ahnen, worum es im Leben geht. Doch nach wie vor war die Wahrheit äußerst schwer zu fassen.
Nach meinem College-Abschluss wandte ich mich der Meditation zu. Schon oft hatte ich gehört, dass die Antworten in uns lägen – was mir sinnvoll erschien. In meinen ersten Meditationsversuchen widmete ich mich den Hindus und lernte Mantras kennen, die Auswirkungen von Klang auf das Bewusstsein. Ihre Kraft überzeugte mich, und so beschäftigte ich mich ernsthaft mit diesem Ansatz zum Verständnis des Lebens.
Eines Tages befand ich mich in tiefer Meditation und wurde von einem unerwarteten Phänomen überrascht. Ich hatte nicht darum gebeten – es passierte einfach. Zwei strahlend helle Lichtkugeln von etwa 40 Zentimeter Durchmesser schwebten ins Zimmer zu mir, ungefähr einen Meter auf beiden Seiten von meinem Körper entfernt. Eine war wunderschön ultraviolett, die andere erstrahlte in einem ganz hellen Grün. Ich hatte keine Ahnung, was das war, aber aus irgendeinem Grund hatte ich keine Angst, so als wäre das ganz normal.
Dann hörte ich in meinem Kopf telepathisch folgende Worte: »Wir sind nicht getrennt von dir. Wir sind du auf einer anderen Existenzebene.« Ich wusste nicht, was das bedeuten sollte, aber es machte mich neugierig darauf, was es mit der Existenz einer viel fokussierteren und intensiveren Ebene auf sich hatte. Diese beiden Lichtkugeln wurden zu meinen Lehrern und Begleitern, und auch heute, vierzig Jahre später, sind sie immer noch in meinem Herzen und in meinem Leben.
Meine Kommunikation mit diesen beiden Lichtkugeln führte mich zu über siebzig spirituellen Lehrern in aller Welt. Ich studierte viele Formen der Meditation. Gleichzeitig führten die beiden Lichtkugeln mich auch in die Welt der Urvölker und zu einem Verständnis ihrer alten Lebensweisen. Beides spielt im vorliegenden Buch eine Rolle.
Schon bald offenbarten mir die beiden Lichtkugeln, sie seien »Engel«, Wesen ohne Form. Sie nehmen Form an, um den Menschen etwas zu geben, mit dem sie Verbindung aufnehmen können. Vor langer Zeit, so erzählten sie, gaben sie sich das Aussehen eines Menschen mit Flügeln, was aber in Wahrheit nicht ihre natürliche Form sei. Ich hatte nie zuvor mit einem Engel Kontakt gehabt, aber da sich ihre Essenz so warm und angenehm anfühlte, vertraute ich ihnen. Ein Vertrauen, das ich in all den Jahren nie verloren habe.
Schon zu Beginn meiner Beziehung zu den »Engeln« führten sie mich zum Stamm der Taos-Indianer in New Mexico. Vierzehn Jahre lang verbrachte ich im bzw. in der Nähe vom Taos Pueblo. Einer meiner Mentoren bei den Taos war Tellus Goodmorning. Als wir uns kennenlernten, war er schon über neunzig Jahre alt; inzwischen ist er in die nächste Welt übergegangen. Er war das Oberhaupt der Peyote-Kirche der Vereinigten Staaten und fragte mich, ob ich sein Schüler sein wolle (seltsamerweise erlaubte er mir nie, Peyote-Kaktus zu essen; er sagte, ich bräuchte das nicht).
Nach und nach enthüllten mir auch andere Mitglieder vom Taos Pueblo ihre alten Lebensweisen, darunter Juan Concha, der letzte Häuptling des Taos Pueblo, dem vom Stamm der Titel des »Kasiki« bzw. spirituellen Führers verliehen wurde.
Ich beobachtete, wie die innere Arbeit dieser amerikanischen Ureinwohner in meinem Leben zur Entfaltung kam. Vierzehn Jahre der Schulung bei den Taos veränderten mein Leben. Ich war nun bereit, in die Welt hinauszugehen und mit anderen Stämmen zu arbeiten. Laut den Taos-Indianern war das der Sinn und Zweck meines gegenwärtigen Lebens.
Anschließend führten mich die Lichtkugeln zu den Anasazi, dem alten Volk, das noch vor den Hopi, den Sioux, den Lakota, den Cheyenne und den meisten anderen uns bekannten Stämmen lebte. Durch die Anasazi lernte ich die Heiligkeit der Zeremonie kennen und verstehen. Über sie gelangte ich zu den Maya.
1985 wiesen mich die Lichtkugeln (über einen Mann namens Thot, den altägyptischen Schreiber) an, nach Yucatan in Mexiko zu gehen und dort die Kunst der Zeremonie weiterzustudieren und auszuüben. Mit Thot haben auch die Maya eine lange Geschichte, denn er war König von Atlantis, als die Maya dort lebten. Davon wird später noch die Rede sein. Thot leitete mich an, in heiligen Maya-Tempeln wie Uxmal, Labna, Kabah, Chichén Itzá, Tulum, Kohunlich, Palenque und sogar Tikal in Guatemala Zeremonien abzuhalten. Das war meine Initiation, und die Itza Maya beobachteten mich bei meinen ersten Schritten auf dieser Ebene.
Ein paar Jahre später lernte ich Hunbatz Men kennen, einen Maya-Priester und Schamanen, der in Verbindung mit dem Ältestenrat der Itza Maya steht und in Yucatan lebt. Er lehrte mich, wie die Maya die Welt wahrnehmen – ihre Wahrnehmung unterscheidet sich von jener der US-amerikanischen Stämme, die ich kannte. Ende der 1990er-Jahre bat mich Hunbatz, mit ihm Zeremonien durchzuführen, und viele Jahre lang kamen wir in verschiedenen Tempeln in Yucatan zusammen.
Über Jahre folgte ich immer wieder der Bitte, vor ihrem Rat zu sprechen, um meine Beziehung mit ihnen aufrechtzuerhalten und ihr altes Wissen noch besser zu verstehen. Die letzten Jahre lud mich der Ältestenrat der Itza Maya ein, ein Teil des Rates zu sein.
Im Frühjahr 2003 bat mich Hunbatz Men, nach Mexiko zu kommen, wo wir tiefergehende Zeremonien mit Stämmen aus ganz Mittel- und Südamerika durchführten. Mit meiner größeren Einsicht in die Welt der Ahnen und der immer stärkeren Nähe zur Quelle des Lebens veränderte sich auch mein Verständnis der wahren Bedeutung der Zeremonie. Erst 2007 hatte ich das Gefühl, ich würde wirklich verstehen, was Zeremonie für die Alte Welt bedeutet. Ich hatte die Zeremonien der Vergangenheit gebraucht, um an diesen Punkt zu gelangen, wo ich meine Erziehung als Weißer hinter mir lassen konnte.
Entwicklung des Bewusstseins
Wie wir wissen, entwickelt sich das menschliche Bewusstsein ständig weiter. Über lange Zeit hinweg hat die Wissenschaft diese Evolution verfolgt und aufgezeichnet. Doch in jüngster Zeit hat sich die Entwicklung des modernen Menschen auf eine Weise beschleunigt, die den meisten Menschen noch gar nicht recht klar geworden ist. Viele von uns haben das Gefühl, die Zeit laufe immer schneller; doch das gilt für die gesamte menschliche Entwicklung.
Ende der 1980er-Jahre veröffentlichten die Herausgeber der »Encyclopedia Britannica« eine wichtige Entdeckung: Nimmt man das gesammelte Wissen der Menschheit seit Beginn der Zivilisation, die vor ungefähr 6000 Jahren mit den Sumerern ihren Anfang nahm, bis zum Jahr 1900 n.Chr., dann hat sich die Menge an Wissen zwischen 1900 und 1950 verdoppelt. Im Lauf dieser 50 Jahre lernten wir, um es einmal computertechnisch auszudrücken, so viele Informations-Einheiten dazu wie in den vergangenen 6000 Jahren davor – etwas bislang Einmaliges in der Menschheitsgeschichte!
Doch damit hörte die Entwicklung nicht auf: Zwischen etwa 1950 und 1970 lernte die Menschheit erneut so viel wie in den ersten 6000 Jahren, diesmal brauchte sie dazu nur zwanzig Jahre. Der nächste, ebenso große Wissenssprung dauerte nur noch ungefähr zehn Jahre, von 1970 bis 1980. Die Beschleunigung setzte sich fort und 1986 erreichten wir die nächste Verdoppelung. Bis in die heutige Zeit wird unser Wissenszuwachs immer größer und schneller.
Während der 1980er-Jahre wurden wir mit Informationen aus dem Weltall und über die Erde so überschwemmt, dass die NASA es nicht mehr schaffte, alles in ihre Computer einzugeben, und damit acht oder neun Jahre hinterherhinkte. Sie musste warten, bis die Hardware und Software mit der menschlichen Lernfähigkeit Schritt halten konnte.

Die Wissenskurve von 1900–2012
Heute geht die Kurve immer steiler nach oben. Wir lernen alle paar Wochen so viel dazu wie in den ersten 6000 Jahren. Hört sich unmöglich an, ist aber wahr.
In den indischen »Veden«, die vor ungefähr 6000 Jahren geschrieben wurden, ist von der Zeit, in der wir jetzt leben, die Rede. Sie erzählen, wie wir Elektrizität und Magnetismus verstehen lernen; sie sprechen davon, dass wir »in Metallkisten am Himmel fliegen« – das ist ein Zitat! Und gemäß den vedischen Schriften werden wir an einem einzigen Tag alles aufgeben. Wie ein Kind, wenn es älter wird, seinen Teddybär zur Seite legt und nach Höherem strebt, wird auch die Menschheit alles loslassen. Das mag schwerer zu glauben sein als der eigentliche Aufstieg, aber das Leben ist voller Überraschungen.
Aus Maya-Sicht ist eine hoch entwickelte Technologie kein Zeichen für eine Hochkultur, sondern vielmehr ein Hinweis auf eine Zivilisation, die kurz davor steht, eine zu sein. Wozu braucht ein Volk Technologie, wenn es entdeckt, dass der menschliche Körper und das menschliche Bewusstsein zu allem fähig sind, was jetzt die Technologie erledigt, und weit, weit darüber hinaus? Würden wir die Technologie im Außen nicht aufgeben, wenn wir herausfänden, dass die innere Technologie ihr haushoch überlegen ist? Nach Überzeugung der Maya wird uns diese Erkenntnis für immer verändern.
Ein Blick zurück auf die Kulturen unserer Ahnen zeigt: Wir Menschen von heute sind ganz anders als unsere Vorfahren vor …, sagen wir einmal, 2000 Jahren. Das ist ziemlich offensichtlich, nicht nur im Hinblick auf unsere modernen Techno-Spielzeuge, sondern auch hinsichtlich unserer Wahrnehmung der uns umgebenden Realität, unserer Vorstellung von der Wirklichkeit und vom Menschen innerhalb dieser Welt. Gemäß den Lehren der Maya durchlaufen wir schon bald einen Wandel großen Ausmaßes, eine Bewusstseinsveränderung. Wir werden zu etwas völlig Neuem, zu einer neuen Spezies mit einer neuen Realitätswahrnehmung.
Darum geht es eigentlich beim 21. Dezember 2012: eine Veränderung des menschlichen Bewusstseins, den wir als Aufstieg bezeichnen. Wir werden über alle möglichen anderen Themen sprechen, aber es geht immer in diese Richtung. Das menschliche Bewusstsein nähert sich einem kritischen Zeitpunkt an, an dem die Entwicklung des Menschen sich stark beschleunigt und den Sprung auf eine neue Bewusstseinsebene schafft. Wir werden zu etwas, das größer ist als das, was wir »Mensch« nennen.
Mit diesem Verständnis kommen wir zurück auf die Aussagen der Maya hinsichtlich dessen, was wir werden. Wenn wir von der Veränderung des menschlichen Bewusstseins sprechen, beruht das auf diesem Verständnis. Zunächst einmal müssen wir uns unbedingt in Erinnerung rufen, was Zeremonie bedeutet, denn im Rahmen der Zeremonie werden wir zurückfinden zu unser Fähigkeit des Aufstiegs.
Zeremonie
In der Welt unserer Ahnen bedeutete Zeremonie weitaus mehr, als wir modernen Menschen uns überhaupt vorstellen können. Zeremonie ist die direkte Kommunikation und eine lebendige Verbindung mit dem Großen Geist, Mutter Erde, Vater Himmel und allem Leben überall. Die alten Völker glaubten, eine Zeremonie müsse ausgeführt werden, bevor in der Welt der Menschen harmonische Veränderungen stattfinden können. Durch Zeremonien wird unser Herz mit dem Herzen der Erde, der Sonne und des Universums, mit allem und jedem verbunden.
Durch Zeremonien erhielten die Völker der Alten Welt Zugang zu einer heiligen Welt unendlicher Möglichkeiten. Laut den Prophezeiungen der Maya gerät die Menschheit in den Jahren 2012 bis 2015 in ein sehr tiefes Chaos. Doch wir müssen keine Angst haben; das ist nicht das Ende, sondern vielmehr der Anfang. Ist es das Ende des Zeitzyklus und das Ende der Welt? Oder ist es der Beginn eines neuen Zyklus voller Schönheit und Hoffnung? Genau das müssen wir herausfinden.
Legen wir unseren Fokus beim Betrachten der Welt um uns herum auf das Ende, sehen wir: Alles in unserer modernen Zeit scheint auf sehr grundlegenden, umfassenden Ebenen zu degenerieren und zusammenzubrechen, genau wie es die Maya vor langer Zeit vorausgesagt haben.
Nehmen wir beispielsweise die Erderwärmung und die hohe Wahrscheinlichkeit einer sich schnell nähernden nächsten Eiszeit (bei der unsere Umwelt sich zunächst erwärmt); dadurch würde ein Großteil des Lebens auf der Erde ausgelöscht. Das weltweite Finanzsystem steht kurz vor dem totalen Kollaps – etwas, mit dem wir alle zu kämpfen haben. Krankheiten wie HIV/Aids, H5- (Vogelgrippe) und H5N1-Grippeviren sowie andere Krankheiten könnten weltweite Pandemien auslösen. Zurzeit werden auf dem Planeten über vierzig Kriege ausgefochten – außer Afghanistan und dem Arabischen Frühling gibt es weltweit viele andere Kriege, denen keine Beachtung geschenkt wird. Und was noch schlimmer ist: Ungefähr vier Milliarden Menschen leben von weniger als zwei Dollar am Tag; tagtäglich verhungern 25.000 Kinder. Die weltweite Bevölkerung von rund sieben Milliarden Menschen wächst beständig weiter und droht durch ihre bloße Existenz alles Leben auf der Erde zu zerstören.
Diese Liste ließe sich fortsetzen, doch Sie wissen im Herzen, wovon ich rede: Wir leben in unsicheren Zeiten, um es einmal milde auszudrücken. Wie die Maya sagen, wurde dieses ganze Chaos vor langer Zeit vorhergesagt. Wir nähern uns dem Ende eines sehr langen Zyklus, und gegen Ende eines Zyklus bricht immer Chaos aus. Das gehört zum Kreislauf von Leben und Tod; es ist etwas ganz Natürliches.
Die Maya sagen voraus, dass das derzeitige Chaos erst der Anfang ist. Auf der Erde wird etwas geschehen, das viel stärker und mächtiger ist als alles, was die Menschheit derzeit erlebt oder jemals erlebt hat.
Höchste Zeit, uns anzuhören, was da kommen wird, und uns innerlich zu rüsten! Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, einfach so weiterzuleben, als wäre alles ganz normal, denn das ist es eben nicht. Doch jenes, was anstelle der normalen Realität kommen wird, ist etwas viel, viel Größeres.
Obwohl die bevorstehenden Veränderungen jede Menge negativer Konsequenzen nach sich ziehen, gibt es einen positiven Aspekt, den die Maya und ich Ihnen nahebringen möchten. Ja, wahrscheinlich wird sich die Erde verändern, doch es gibt etwas viel Wichtigeres, unglaublich Schönes und Positives, worüber niemand redet und dessen sich die Wissenschaft nicht bewusst ist. Dies ist eine Botschaft großer Hoffnung!
Ob das Ende des Zyklus im Maya-Kalender der Langen Zählung nun eine Katastrophe oder ein Segen für uns ist, hängt von der Menschheit ab; das haben mir nicht nur die Maya, sondern auch andere indigene Stämme vermittelt. In Zeiten wie der unseren, in der eine Seite im Buch der Geschichte weitergeblättert und die Zivilisation in eine Krise gestürzt wird, ist es ausschlaggebend, wie die Menschheit ihre gesamten Erfahrungen, all ihr Wissen und ihre Weisheit in einer Bewusstheit zusammenführt, die die Menschen in die Zukunft führt.
Ist diese zukünftige Erfahrung nachhaltig und andauernd, werden wir überleben; ansonsten werden wir dasselbe Schicksal erleiden wie die Dinosaurier und ausgelöscht werden. Es liegt an uns. Wir haben die Macht, jetzt unsere Zukunft zu verändern, ja das Hier und Jetzt ist sogar der einzige Zeitpunkt und der einzige Ort, um diesen Wandel zu vollziehen.
Ist von diesem neuen Bewusstsein die Rede, steht dahinter ein tiefes Verständnis bzw. Geheimnis, wie dieses höhere Bewusstsein entsteht. Das lässt sich in einem einzigen Satz ausdrücken, der allerdings von den meisten Menschen nicht verstanden wird; ich äußere ihn trotzdem und komme dann darauf zurück, um ihn näher zu erläutern: Der Bewusstseinssprung kann sich nur vollziehen, wenn die Bewusstheit der Alten Welt mit der Bewusstheit der modernen Welt zusammengebracht wird.
Einfach ausgedrückt, leben wir gleichzeitig in der Alten und in der modernen Welt, aber das fällt uns sehr schwer. Die beiden Welten müssen sich gegenseitig verstehen und das Wissen und die Weisheit der jeweils anderen Welt in sich aufnehmen, sonst wird es weder der Alten noch der modernen Welt möglich sein, auf eine höhere Bewusstseinsstufe aufzusteigen. Dazu ist Zusammenarbeit erforderlich.
Die Alte Welt ist bereit, diesen Schritt jetzt zu tun. Fast alle indigenen Stämme weltweit sind bereit für den Wandel. Die moderne Welt hat allerdings immer noch nicht verstanden, wie wichtig die Urvölker und deren Nachfahren, die Alte Welt, für sie sind. Doch warum sind unsere Vorfahren für uns überlebenswichtig? Und warum ist unser Überleben wichtig für unsere Ahnen?
Die Maya der ewigen Zeit
Wir Menschen in der modernen Welt leben zum Großteil in einer synthetischen Realität. Damit meine ich ein Leben getrennt von der Natur: Wir leben in unseren Häusern, unseren Autos, ja sogar in unseren Schuhen.
Unsere Technologie schirmt uns von der Außenwelt und den Gefahren der Natur ab, aber auch von der essenziellen elektrischen Verbindung zu Mutter Erde, die von allen indigenen Völkern verstanden wird [ich empfehle Ihnen, sich mit der neuen Wissenschaft des Earthing vertraut zu machen, z.B. auf der Website www.earthing.com (Anm. d. Übers.: deutsche Website http://www.earthing-info.de)].
Wir sind so stolz auf unsere technologischen Errungenschaften, dass wir uns nicht vorstellen können, warum Angehörige von indigenen Stämmen, die mit den Füßen im Dreck herumlaufen und sich kaum genug Nahrung verschaffen können, tatsächlich in der Lage sein könnten, diese moderne Welt zu beeinflussen.
Ich möchte Ihnen erklären, warum die Maya und andere Urvölker so wichtig für das Überleben der Menschheit sind. Lassen Sie diese Erkenntnis in sich reifen, dann erhalten Sie Zugang zur verborgenen Welt der Maya und zu ihrer Weisheit und Lebensweise.
Die Heilige Geometrie
Ein Blick in die Natur und auf das Universum zeigt uns: Der menschliche Körper und alle bekannten Lebensformen unterliegen der sogenannten Fibonacci-Folge, einer mathematischen Zahlensequenz (darüber später mehr). Der menschliche Körper enthält diese Zahlenmuster an Milliarden von Stellen, denn jede einzelne Zelle baut darauf auf. Ebenso entsprechen die proportionalen Verhältnisse vieler Körperteile den Fibonacci-Zahlen.
Die Heilige Geometrie ist die Blaupause des Universums. Durch sie wird das ansonsten totale Chaos geordnet. Die Anordnung eines jeden einzelnen in der materiellen Wirklichkeit existierenden Objekts wird unabhängig von dessen Größe durch die geometrischen Muster der sogenannten Heiligen Geometrie in eine Ordnung gebracht. Planeten umkreisen die Sonnen mit einer Präzision nach den Regeln dieser Heiligen Geometrie.
Wie die umfassende Mathematik in allen antiken Pyramiden belegt, haben unsere Ahnen diese Zusammenhänge sehr gut verstanden; doch der modernen Welt ist dieses Grundwissen abhanden gekommen. In den letzten 500 Jahren war es im Dunklen verborgen. Jetzt hat sich die NASA an dieses uralte Wissen erinnert und bringt es mit neuen Erkenntnissen zusammen; es entsteht ein klareres Bild des Universums. Ohne dieses alte Wissen könnten wir niemals die Wahrheit der Realität erfahren.
Der Goldene Schnitt
So wie ich es begreife, stehen der Goldene Schnitt und dessen Proportionszahl Phi (
) über allen anderen Verhältniszahlen und Proportionen im Universum. Sie können eine beliebig lange gerade Linie hernehmen und an einer bestimmten Stelle teilen, um den Goldenen Schnitt zu erhalten: Der kürzere Teil dieser Linie entspricht der Zahl Eins, der längere Teil (leicht aufgerundet) der Zahl 1,6180339 – einer irrationalen Zahl, die ins Unendliche geht. Dieses Verhältnis sieht man nicht nur in Planeten, Sternen und Monden, sondern in allen Lebensformen auf der Erde, auch im menschlichen Körper.
Betrachten Sie einmal die Gelenke und Knochen Ihrer Hand: Wenn Sie die Länge des mittleren Knochens durch die Länge des Knochens mit dem Fingernagel teilen, stehen sie im Phi-Verhältnis zueinander: 1,6180339. Nimmt man dann die Länge des dritten und längsten Fingerknochens und teilt sie durch die Länge des mittleren Knochens, kommt erneut die Zahl Phi heraus. Der Goldene Schnitt steckt in allen Knochen.
Für mich ist der Goldene Schnitt unter allen anderen mathematischen Möglichkeiten ganz sicher die wichtigste Verhältniszahl. Sogar die Größe der Planeten und ihrer Monde ist kein Zufall, sondern entspricht perfekt den Regeln der Heiligen Geometrie.
Doch das Leben – ich und Sie und alles Leben überall – weiß nicht, wie es den Goldenen Schnitt hervorbringen kann. Ich glaube sogar, der Goldene Schnitt existiert von Natur aus nirgendwo im Universum. Er ist das Grundprinzip der idealen Verhältniszahl und kommt in der Natur immer nur näherungsweise vor. Das Leben weiß nicht, wie es mit unendlichen Zahlen umgehen soll.
Aber habe ich nicht eben gesagt, der Goldene Schnitt findet sich in unserem Körper? Ist das nicht ein Widerspruch? Hier ist die Erklärung:
Das Leben hat dieses fantastische Verhältnis schon zu Beginn der Schöpfung entdeckt. Wiederentdeckt wurde die Annäherung jedoch erst vor ein paar Hundert Jahren von dem italienischen Mathematiker Fibonacci. Die Fibonacci-Zahlen lauten: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144 etc. Sie sind einfach eine Zahlenfolge, bei der sich die jeweils nächste Zahl durch Addition ihrer beiden vorhergehenden Zahlen ergibt. Beginnt man also mit 8 und addiert zu dieser Zahl die davorliegende 5 dazu, erhält man als nächste Zahl 13.
Wenn man aber diese Zahlen jeweils durch die vorhergehende Zahl teilt und die Zahl Phi = 1,6180339 als (ungefähres) Ergebnis im Blick hat, versteht man: Teilt man 1 durch 1, ergibt sich 1, und diese Zahl liegt unter dem Maß des Goldenen Schnitts. 2 geteilt durch 1 ist 2, was über 1,6180339 liegt, aber immerhin dem Goldenen Schnitt näher kommt.
3 geteilt durch 2 ergibt 1,5; das liegt also noch näher, ist aber kleiner als das Idealmaß Phi. 5 geteilt durch 3 ist (leicht aufgerundet) 1,66667, also ein bisschen größer, aber noch näher. Je größer die zu teilende Zahl ist, die durch die vorhergehende Zahl geteilt wird, desto mehr nähert man sich dem Goldenen Schnitt mit 1,6180339. Teilt man 55 durch 34, ist man schon sehr nahe dran.

Ein Nautilusschneckenhaus
Auf dem Bild sehen wir die aufgeschnittene Schale einer Nautilusschnecke, sodass man ins Innere blicken kann. Jede Kammer entsteht auf Basis der Fibonacci-Folge. Zunächst sind die Kammern in ungleichmäßigen Abständen angeordnet und sehr seltsam, denn anfangs kommen sie nicht so nah an den Goldenen Schnitt heran. Die erste Kammer entspricht der Zahl 1; es geht weiter mit 1, dann 2, dann 5 etc. Je höher die Zahl in der Fibonacci-Folge, desto näher liegt sie an diesem perfekten Verhältnis/Maß – wie man am Haus der Nautilusschnecke sehen kann, bei der die Kammern mehr und mehr Perfektion erreichen.
Das ist der Weg des Lebens. Um die Tatsache zu umgehen, dass es solche komplexen irrationalen Zahlen nicht nutzen kann, verwendet es nur einstellige ganze Zahlen als Basis, beispielsweise 1, 2 und 3, und zwar nicht nur in unserem Körper, sondern in allem Lebendigen auf der Erde, auch in Dingen, die für uns gar nicht lebendig sind, zum Beispiel Kristallen.
Hier geht es ja darum, zu erklären, warum die Alte Welt und die moderne Welt sich gegenseitig brauchen, um die Prophezeiungen der Maya zu überleben. Das können wir anhand eines Bildes der Sumpfschafgarbe erklären einer seltsam aussehenden Pflanze, deren Wachstum aber auf der Fibonacci-Folge beruht, die sich vor unseren Augen entfaltet. Wenn sie aus der Erde hervorsprießt, wächst zunächst ein Blatt, dann noch eins, dann zwei, dann drei, dann fünf, dann acht Blätter und schließlich dreizehn Blüten.
Die Frage ist nun: Woher weiß diese Pflanze, nachdem fünf Blätter gewachsen sind, wie viele als Nächstes wachsen werden? Es sind acht Blätter, aber warum nicht zehn oder zwölf oder wie viele auch immer? Wie weiß sie das?
Indem sie auf die Vergangenheit zurückblickt – also auf die 3 – und weiß: Wenn sie die Vergangenheit zur Gegenwart – also zur 5 – addiert, liegt die Zukunft bei 8. Sie weiß genau, dass es sich um die Zahl 8 handelt.

Sumpfschafgarbe
Genau in dieser Situation befindet sich die Menschheit zurzeit. Die moderne Welt der Gegenwart entspricht der Zahl 5; sie weiß nicht, wohin sie geht, weil sie die Verbindung zu ihrer Vergangenheit vollständig verloren hat. Doch wenn und falls sie sich mit der Alten Welt rückverbindet, weiß sie genau, wohin es gehen soll. Ohne diese Rückverbindung zur Alten Welt können wir nicht wissen, in welche Richtung unser Bewusstsein sich erweitern wird. Diese Rückverbindung ist keine Wahlmöglichkeit, sondern ein Muss. Die Alte Welt ist bereit für uns.

Die Fibonacci-Sequenz der Sumpfschafgarbe
Die Alten wissen, sie brauchen uns. Nur wir wissen nicht, dass wir sie brauchen. Das ist das Problem, allerdings eines, das Sie, wie ich meine, lösen werden.
2. Kapitel
Warum der 21. Dezember 2012?
Der Maya-Kalender ist der exakteste Kalender auf der Erde; seine unglaubliche Präzision hat bei Wissenschaftlern weltweit für Überraschung gesorgt. Unter anderem auch wegen dieser hohen Genauigkeit erhoffen sich Millionen Menschen von den Ältesten der Maya eine Erklärung für den 21. Dezember 2012.
Wir ahnen, dass dieses Datum wichtig ist; aber wir wissen oft nicht, was es wirklich bedeutet. Um Licht ins Dunkel zu bringen, müssen wir über andere Zeitzyklen sprechen, die nachfolgend in der richtigen Reihenfolge erklärt werden, denn sie hängen alle miteinander zusammen.
Die Verschiebung der Magnetpole der Erde, der sogenannte Polsprung, der Schlüssel zu den Maya-Prophezeiungen, wird auch von der modernen Wissenschaft bestätigt. Falls die Maya wirklich recht haben, werden die bevorstehenden Ereignisse tatsächlich die Welt verändern. Interessiert das überhaupt jemanden?
Die Maya hoffen sehr, dass es von Interesse ist. Beim Studium des Maya-Kalenders kamen die Forscher zu dem Schluss, 2012 sei für die Menschen das Jahr des Weltuntergangs. Öffnet man sich allerdings wirklich der Perspektive der noch lebenden Maya, müsste man genauer von der Geburt einer neuen Menschheit – oder noch klarer: von der Geburt eines neuen Bewusstseins – sprechen. Doch dieser Teil der Prophezeiung ist fast der ganzen Welt verborgen geblieben – bislang!
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