Читать книгу: «Leichte Wanderungen Schwäbische Alb»

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Die schönsten Wege

Leichte

Wanderungen

Schwäbische Alb

50 Touren auf der West- und Ostalb

MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD

unter: gps.bruckmann.de


Inhalt

Tourenüberblick

Vorwort

Zum Wandern mit diesem Führer

Im westlichen Teil der Schwäbischen Alb

1Viel Natur am Rand von Reutlingen

Bäche und Seeidylle

2Rund um den Urselhochberg

Landschaft mit fast alpinen Eindrücken

3Aussichtsreich bei Gomaringen unterwegs

Durch Wald- und Streuobstwiesen

4Von der Nebelhöhle zur Unterhose

In die Tiefe, auf die Höhe

5Um und auf den Roßbergturm

Prächtige Natur und Aussicht

6Nebelhöhle und Schloss Lichtenstein

Zum schwäbischen Märchenschloss

7Hinauf zur Salmendinger Kapelle

Eines der Wahrzeichen der Alb

8Auf oder um den Neuban

Wacholderheide und Aussicht

9Über die Albhochfläche bei Trochtelfingen

Fachwerkstadt und fromme Zeichen

10Premiumwandern auf dem Raichberg

Auf dem »Wintermärchen« durchs Schneeparadies

11Vom Zollersteighof hinauf zum Raichberg

Mit Zollernblick zum Hangenden Stein

12Von Meßstetten zum Tiergehege

Ausflugsziel für Jung und Alt

13Durchs Donautal von Beuron zum Knopfmacherfelsen

Kloster und Aussicht

14Viel Natur im geschichtsreichen Inzigkofen

Residenz der Fürstin

Mittlere Alb – von Metzingen bis ins Große Lautertal

15Rundtour ab dem Freilichtmuseum Beuren

Streuobstwiesen, Aussicht und Bauernhäuser

16Torfmoor und Randecker Maar

Vulkane auf der Schwäbischen Alb

17Erkenbrechtsweiler, die Felsen und der Heidengraben

Aussicht und Erinnerungen an die Kelten

18Vom Burrenhof zum Hohenneuffen

Geologie, Kelten und eine Burgruine

19Vom Bahnhöfle zum Heimenstein

Wo der Riese Heim zum Reußenstein schaute

20Über die Höllenlöcher zum Buckleter Kapf

Blick in die Tiefe und in die Ferne

21Zu den Highlights von Bad Urach

Wasserfall und Burgruine

22Hohenwittlingen und Sirchinger Wasserfall

Über die Ruine zum Wasserfall

23Über den Truppenübungsplatz bei Trailfingen

Manchmal wirkt’s wie in Afrika

24Über den Beutenlay bei Münsingen

Eine Landschaft wie im Park

25Von Buttenhausen zur Ruine Bichishausen

Geschichtsträchtig durch’s Große Lautertal

26Premiumwandern bei Gundelfingen

Vom Großen Lautertal zum Aussichtspunkt

27Zwiefalten und Wimsener Höhle

Vom Kloster zur Höhle

Im westlichen Teil der Ostalb

28Über den Muckensee hinauf zum Wäscherschlössle

Auch die Staufer waren hier

29Kurztour über Donzdorf

Beste Aussicht vom Messelstein

30Über den Tegelberg

Aussichtsreicher Traufweg über dem Filstal

31Ruine Helfenstein und Eybtal

Burgruine und wildes Felsental

32Wandern über Geislingen an der Steige

Aussichtspunkte und das Ostlandkreuz

33Rund um den Michelsberg

Ein Aussichtspunkt nach dem anderen

34Natursehenswürdigkeiten über Bad Überkingen

Märzenbecher und Autalwasserfall

35Über Ave Maria zur Buschelkapelle

Wallfahrtskirche und Aussicht ins Filstal

36Am Albtrauf über Bad Ditzenbach

Aussicht ins Filstal

37Zur Ruine Hiltenburg

Hinauf in den Wald

38Zum Tierstein und zum Badfels

Wiesen, Wald und Aussicht

39Von Wiesensteig zum Filsursprung

Entlang des Baches zur Quelle

40Zur Laichinger Tiefenhöhle

Über die Alb, dann hinab in die Höhle

41Von Blaubeuren zum Rusenschloss

Durch und über dem idyllischen Blautal

Ostalb – ganz im Osten

42Um und auf den Ipf

Geschichte und Aussicht

43Zur interessanten Kapfenburg

Große Burg und dunkler Wald

44Über die Burg Katzenstein zum Härtsfeldsee

Stauferburg und Badesee

45Über das Franz-Keller-Haus zur Reiterleskapelle

Auf das Kalte Feld

46Von Gerstetten zu den Wettertannen

Fritz-Vogel-Rundweg: zum Mäderwirt

47Zum Heldenfinger Kliff

Hier rauschte einst ein Meer

48Von Herbrechtingen durch das Eselsburger Tal

Zu den Steinernen Jungfrauen

49Von Lonsee über Luizhausen zum Lonesee

Durch Wacholderheiden ins Lonetal

50Vogelherdhöhle – Hohlenstein – Bocksteinhöhle

Urzeitfeeling: drei Höhlen auf einen Streich

Register

Impressum

Piktogramme erleichtern den Überblick


leicht
mittel
schwierig
Gehzeit
Höhenunterschied
Weglänge

Zeichenerklärung zu den Tourenkarten


Tour
Tourenvariante
Richtungspfeil
Ausgangs-/ Endpunkt der Tour
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Autofähre
Personenfähre
Flugplatz
Kirche
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste

Die Top 10 von Dieter Buck

4: »Unterhose« und Wackerstein Zweimal prächtige Aussichten: von einem der merkwürdigsten Aussichtstürme und von einem kreuzgekrönten Aussichtsfels.

6: Schloss Lichtenstein Eine Wanderung um das schwäbische »Märchenschloss« Schloss Lichtenstein nebst Besichtigung muss man einfach gemacht haben.

10: Premium-Winterwanderweg über den Raichberg Schöner kann Winter nicht sein. Mit Traumblick zur Burg Hohenzollern.

12: Im Naturpark Obere Donau Eine der schönsten Wanderungen führt vom Kloster Beuron zum aussichtsreichen Knopfmacherfels.

16: Torfmoor und Randecker Maar Moor und Aussicht: Wanderung zu zwei überresten des ehemaligen Schwäbischen Vulkans.

21: Uracher Wasserfall Er ist nicht nur der größte Wasserfall, sondern eines der beliebtesten Ziele der Alb.

26: Großes Lautertal Die Tour führt durch eines der beliebtesten Täler der Schwäbischen Alb.

34: Märzenbecher und romantischer Wasserfall Besonders interessant im Frühling: Dann blühen die Märzenbecher und der Wasserfall führt das meiste Wasser.

41: Blautopf Hier werden die Sehenswürdigkeiten von Blaubeuren besucht: der berühmte Blautopf und die Ruine Rusenschloss.

42: Ipf Vor einer Rundwanderung steigt man auf den Ipf. Er ist nicht nur historisch interessant, sondern besitzt auch eine der seltsamsten Formen der Alb.

Tourenüberblick




Leicht Länge in km
Mittel Höhenunterschied in m
Schwer Gehzeit in Std.
Einkehr viel Sonne
kindergeeignet eher schattig
Sehenswürdigkeit Bademöglichkeitl
wintergeeignet öffentliche Verkehrsmitte

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit diesem Führer erobern Sie eines der schönsten Mittelgebirge Deutschlands, die Schwäbische Alb, die sich quer durch Baden-Württemberg zieht. Sie beginnen mit der Westalb, wo die Berge die Tausendergrenze überschreiten, besuchen den mittleren Teil, der oft eher liebliche Abschnitte zeigt, und erleben den östlichen und nordöstlichen Teil dieses Wandergebietes, das mit manchmal eher karg wirkenden Landschaften für nachhaltige Eindrücke und schöne Erinnerungen sorgt.


Der berühmteste Blick auf Schloss Lichtenstein

Die Wanderungen dieses Buches sind vom Charakter her eher technisch einfach und kürzer gehalten, sodass Sie die Naturschönheiten umso intensiver und ausgiebiger genießen können. Und Sie sehen viel, was die Natur auf »der Alb« bereithält – Aussichten, prächtige Wälder, Weidbäume und andere markante Baummethusaleme, Wacholderheiden, Felsen, Wasserfälle und vieles mehr.

Ein einleitendes Kapitel führt Sie in die Geheimnisse des Wanderns ein, erklärt aber auch manches, was Sie im Text wiederfinden und beantwortet somit die eine oder andere Frage. Ich wünsche Ihnen wunderschöne, erholsame Wanderungen, allzeit schönes Wetter und viele angenehme Begegnungen.


Blick vom Amalienfelsen auf die Donau bei Inzigkofen

Dieter Buck

Zum Wandern mit diesem Führer

Ausrüstung

Was brauchen wir für eine Wanderung auf der Schwäbischen Alb? Vorab einmal: eigentlich nichts Besonderes – wandergeeignete Kleidung, die stabil ist, etwas aushält und auch mal schmutzig werden darf. Je nach Jahreszeit sollte sie mehr oder weniger wärmend oder kühlend sein. Wenn ein Anorak wasserdicht oder wasserabweisend ist, umso besser. Textilien, die auf -tex enden, sorgen dafür, dass Regen nicht durchdringt, Schwitzwasser aber nach außen entweichen kann. Sie sind aber teuer. Für den Anfänger oder für Menschen, die eher selten wandern, bieten sich auch preisgünstigere Anoraks an, die man mit einer wasserdichten Überjacke – es gibt auch passende Hosen dazu – kombinieren kann.

Bei Hosen sind Jeans eher ungeeignet, denn Jeansstoff saugt sich schnell mit Wasser voll und trocknet langsam. Besser sind Hosen aus Kunstfasergewebe, das zwar auch nass wird, aber nach dem Regen schnell wieder trocknet.

Da man manchmal auch auf schmalen Pfaden wandert, in die stachelige und dornige Zweige ragen können, ist es empfehlenswert, dass der Hosenstoff fest ist und auch mal einen »Angriff« einer Brombeere aushält. Im Fachhandel findet man ein großes Angebot an wandergeeigneter Kleidung.


Blick ins Neidlinger Tal

Für besonders wichtig halte ich Schuhe. Sie sollten knöchelhoch und mit einer Sohle versehen sein, mit der man problemlos über Wurzeln und Steine steigen kann. Sind sie wasserdicht, umso besser. Dann kann man einfach durch Pfützen oder einen flachen Bach gehen, ohne diese mühselig umgehen zu müssen. Bei Schuhen sollte man vor allem an Kinder denken. Unbezahlbar ist beim Schuhkauf die Beratung durch geschultes Personal in einem gut sortierten Fachgeschäft.

Für nützlich halte ich Teleskopwanderstöcke, insbesondere auf wackeligen Pfaden, an Steilstücken oder sonst gefährlichen Strecken und im Winter. Sie bieten grundsätzlich einen guten Halt, vermeiden oft Stolperer, vereinfachen einen Aufstieg, weil man einen Teil der Kraft auf die Arme verlagert und entlasten beim Bergabgehen die Kniegelenke, die sonst übermäßig belastet und gefordert werden.

Nicht ganz so wichtig, aber »nice to have« sind verschiedene Kleinigkeiten wie ein Taschenmesser, eine Schnur oder eine Tüte für den Abfall, aber auch zum Sammeln irgendwelcher Fundstücke – vor allem wenn man Kinder dabeihat.

Essen, Trinken und Pflaster

Grundsätzlich sollte man, wenn man nicht nur eine ganz kurze Tour unternimmt, auch an Verpflegung denken. Etwas zu trinken dabeizuhaben ist vor allem an heißen Sommertagen immer empfehlenswert. Essen ist nicht ganz so wichtig, vor allem bei kurzen Touren nicht – es ist noch niemand verhungert, der mal ein paar Stunden nichts gegessen hat. Aber wenn man immer ein paar Nüsse etc. dabeihat, wiegt das nicht schwer, beruhigt und erfreut immer.

Verletzungen sind immer möglich. Gegen Risse, Kratzer u. Ä. sind ein paar Pflaster im Rucksack, vielleicht kombiniert mit einem Desinfektionsmittel, nützlich. Schlimmer ist es aber, wenn man sich einen Fuß übertreten hat. Hat man eine elastische Binde dabei, kann man evtl. noch den Weg zurück zum Ausgangspunkt schaffen.

Immer wieder kommen auch Insektenstiche vor. Hierzu gibt es Geräte, mit denen man den Stachel oder das Gift entfernen kann sowie Salben, um den Juckreiz zu mildern. Lassen Sie sich dazu in Ihrer Apotheke beraten.


Vom Zeller Horn hat man den wohl bekanntesten Blick auf die Burg Hohenzollern.

Einstufung der Touren

Man darf die auch in diesem Buch vorgenommene Einstufung in leicht, mittel und schwer für die Touren nicht mit der gleichen Einordnung für alpine Unternehmungen vergleichen. Nach deren Kategorien sind alle hier beschriebenen Touren leicht. Als leicht wurden in diesem Buch solche Touren klassifiziert, die wirklich einfach sind: relativ kurz und ohne oder mit ganz wenig Höhenunterschied. Auch der Weg muss hierbei gut zu gehen sein. Ist die Wanderung etwas länger oder bringt doch einen mäßigen Höhenunterschied mit sich, wurde sie als mittel eingestuft. Als schwer eingeordnet sind die wirklich langen Touren mit den größten Höhenunterschieden, zudem wenn sie auf eher schwierig zu gehenden Pfaden verlaufen.

Sicherheit auf der Wanderung

Gut ist es immer, wenn man seine eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzt – und die der Mitwanderer natürlich! Also heißt es überlegen: Schafft man die angegebene Strecke und die Höhenmeter oder nicht? Man sollte immer auch bedenken, dass man an heißen Sommertagen schneller an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommt als an kühleren Tagen. Auf jeden Fall sollte man immer genügend zu trinken und etwas zu essen dabeihaben.

Es passiert leider oft schnell etwas, und wenn es auch »nur« ein verknackster Fuß ist, kommt man oft nicht mehr weiter. Gut ist es immer, wenn man mindestens zu zweit unterwegs ist. Dadurch kann im Unglücksfall immer einer Hilfe holen. Bei mehr als zwei Personen kann auch immer einer bei der verletzten Person bleiben – alleine lassen sollte man einen Verletzten wirklich nur, wenn es nicht anders geht. Alleinwanderer sollten immer hinterlassen wo und wie lange sie unterwegs sein werden.

Hilfe herbeirufen kann man mit dem Handy, das heute wohl jeder dabeihat. Wobei der Empfang in manchen Tälern, auf den Höhen oder in einsamen Gegenden schlecht sein kann. Lässt sich die Notrufnummer 112 nicht wählen, sollte man das Handy ausschalten und beim Wiedereinschalten, anstatt sich in sein eigenes Netz einzuwählen, gleich 112 eintippen. Mit etwas Glück sucht sich das Gerät das nächste verfügbare Netz. Oft nützt auch ein Standortwechsel.


Nach dem Anstieg: Rast an der Wasserfallhütte oberhalb des Uracher Wasserfalles

Tiere und andere Gefahren

Es gibt ein paar Tiere, vor denen man auf Wanderungen Respekt haben sollte. Das sind zuerst einmal die Zecken. Die Schwäbische Alb ist zwar nicht als ausgesprochenes Zeckengebiet bekannt, aber es ist trotzdem nicht schlecht, wenn man seinen Körper nach einer Wanderung auf Zecken absucht. Ein Zeckenbiss kann schwere Komplikationen verursachen, von Hirnhautentzündung bis hin zur Borreliose. Vermeiden kann man dies durch geschlossene Kleidung und indem man die Hosenbeine in die Schuhe stopft.

Auf der Schwäbischen Alb besteht eher die Gefahr, die vom Fuchsbandwurm ausgeht. Dieser Parasit kann auch Menschen befallen. Um dies zu vermeiden, sollte man im Wald keine Beeren essen, zumindest keine, die in Bodennähe wachsen. Hat man unterwegs die Möglichkeit, die Hände zu waschen, sollte man dies tun, spätestens aber daheim.

Eine weitere Gefahr ist das Hantavirus. Er wird durch Rötelmäuse bzw. deren Ausscheidungen übertragen. Wenn man beim Wandern zum Beispiel trockenes Laub aufwirbelt, kann man den Erreger einatmen.

Tetanus (Wundstarrkrampf) oder Blutvergiftung (Sepsis) kann man sich auch beim Wandern zuziehen. Dagegen ist man aber meist geimpft. Auch eine Blutvergiftung kann man durch eine Verletzung bekommen. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt beraten. Es droht seit einigen Jahren aber noch eine andere Gefahr: Waldbrände, die durch die zunehmende Regenarmut und Trockenheit begünstigt werden. Man sollte daher die behördlichen Grillverbote streng beachten und zwar nicht nur im Sommer – auch in den anderen Jahreszeiten können die Wälder sehr trocken und damit brandgefährdet sein.

Mit Kindern wandern

Besonders schön, erlebnisreich und von bleibender Erinnerung können Wanderungen mit Kindern sein. Damit es so ist, sollte man aber ein paar Dinge beachten. Kinder sind ja grundsätzlich gerne in der Natur, denn hier gibt es immer viel zu sehen, zu beobachten und zu spielen. Man sollte die Strecke aber auf das kindliche Leistungsvermögen abstimmen, immer genügend zu essen und zu trinken dabeihaben und sich vor allem auf das Bedürfnis und die Wünsche der Kinder konzentrieren. Eigenen Ehrgeiz sollte man dabei eher zurückstellen.

Bestimmen von Bäumen, Blumen und Tieren

Es ist ganz nützlich, wenn man das, was man um sich herum sieht, auch erkennen und bestimmen kann: Bäume, Blumen, Tiere. Das interessiert auch Kinder. Neben vielen Büchern – fragen Sie hierzu am besten Ihren Buchhändler – gibt es dazu auch zahlreiche Apps. Wer sich für Vögel interessiert, kann sie nicht nur anhand von Büchern bestimmen: Es gibt auch Apps, in denen Vogelstimmen zu hören sind, außerdem gibt es Bücher, bei denen man mithilfe eines Sticks Vogelstimmen erklingen lassen kann.

Anfahrt

Bei jeder Tour ist sowohl der passende Parkplatz aufgeführt, aber auch, wie man umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Bus und Bahn, zum Ausgangspunkt kommt. Oft verlängert sich die Wanderung durch die Strecke vom Bahnhof oder der Bushaltestelle jedoch ein wenig. Auskunft über die Verbindungen und Fahrpläne erhält man unter www.efa-bw.de, in manchen Bereichen dieses Buches aber auch unter www.naldo.de und www.vvs.de.

Orientierung ist wichtig

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) hat die Herausgabe seiner beliebten Wanderkarten im Format 1:35 000 beendet. Seit einigen Jahren gibt es Wanderkarten im Format 1:25 000, die in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein e.V. erscheinen. Diese sind allerdings noch nicht für alle Gebiete verfügbar. Sollten für eine Wanderung die neuen Karten noch nicht vorliegen, wurden in diesem Buch die Freizeitkarten im Maßstab 1:50 000 angegeben. Diese sind allerdings zum Wandern nicht sonderlich geeignet. Es empfiehlt sich deshalb, dass Sie für diese Touren bei Ihrem Buchhändler nachfragen, ob es bereits neue Karten für das Gebiet der jeweiligen Wanderung gibt. Wo vorhanden, wurden zusätzlich die ebenfalls gut geeigneten NaturNavi-Karten, auch im Maßstab 1:25 000, empfohlen.


Blick vom Tegelberg

Ratsam ist es auch, sich auf dem Smartphone geeignete Apps zur Navigation zu installieren. Wer sich die hinterlegten Tracks herunterladen möchte, braucht sie ohnehin. Hier sollte man aber darauf achten, dass man sich aus den jeweiligen Stores solche Touren herunterlädt, die danach keine Internetverbindung benötigen – die ist weit weg von Siedlungen oder in Schluchten sehr oft nicht vorhanden.

Bewährt haben sich für mich die Apps MAPS.ME und PhoneMaps. Sie zeigen auch ohne Netz meist zuverlässig an, wo man sich befindet. Oft zeigen sie auch Wege an, die auf Karten nicht verzeichnet sind. Zudem können die Karten am Gerät vergrößert werden. Auch Komoot – mit dem die hinterlegten Tracks erstellt und die Tourdaten errechnet wurden – benötigt unterwegs kein Netz und hat sich gut bewährt.

Unterwegs auf der Schwäbischen Alb


Aus dem Filstal zieht sich ein Kreuzweg hinauf zur Wallfahrtskirche Ave Maria.

1Viel Natur am Rand von Reutlingen

Bäche und Seeidylle

Wir wandern durch ein trotz der Stadtnähe recht urtümliches Waldgebiet, das mit viel Totholz interessante Waldszenen bietet, kommen an einigen Tümpeln und Bächen vorbei und können den Tag am idyllischen Breitenbachsee ausklingen lassen.



Tourencharakter: Premiumspazierwanderweg vorwiegend auf unbefestigten Wegen, aber auch auf festen Forstwegen

Ausgangs-/Endpunkt: Reutlingen, Parkplatz Rosswasen (407 m)

Höchster Punkt: Schild nördlich Hohlichterrain (458 m)

Anfahrt: Auto: B 27 und B 464 nach Reutlingen. Durch die Stadt hindurch und in der Alteburgstraße, bis es nach der Stadt rechts abgeht zum Parkplatz Hochschulen, dann neben der Straße, bis man diese queren kann. GPS 48.474210, 9.178680. Ausweichparkplätze befinden sich beim Naturtheater und direkt am Breitenbachsee. Bus & Bahn: Bahn bis Reutlingen, Bus bis Reutlingen Markwasen.

Einkehr: Restaurant Schützenhaus

Karten: Freizeitkarte F 523 Tübingen Reutlingen, 1:25 000 (LGL); Wanderkarte mit Radwegen Reutlingen Bad Urach, Blatt 52-538, 1:25 000 (NaturNavi)

Informationen:

www.hochgehberge.de, www.reutlingen.de


Am Parkplatz Rosswasen (396 m) folgen wir dem Weg, der anschließend links des Waldes weiterführt. Dabei kommen wir auch an einigen idyllischen Tümpeln vorbei, die mit Schilf bewachsen sind und, je nach Wetter, mehr oder weniger Wasser führen.

Wo vor uns der Wald beginnt, biegen wir links ab. Vorbei an Sportplätzen kommen wir zum Parkplatz Nord am Naturtheater (401 m). Hier biegen wir rechts ab und wandern auf dem Naturweg rechts des Sträßchens bis zum nächsten Parkplatz. Vor ihm steht das Schild »Am Naturtheater (403 m)«, auf seiner gegenüberliegenden Seite das Schild »Parkplatz Süd am Naturtheater (404 m)«. Hier folgen wir einem Pfad hinauf zu einer Kreuzung mit dem Schild »südlich Naturtheater (416 m)«.

Wir gehen auf dem zweiten Weg von links weiter in Richtung »Schützenhaus«. Bald überqueren wir einen breiten Weg, danach kommen wir zum Zaun des ersten Geheges, in dem man vielleicht Schafe sehen kann. Wir wandern rechts des Zaunes weiter bis zu einer Straße. Gegenüber liegt das Wildgehege Markwasen mit Damwild. Man sollte auch die prächtigen, uralten Eichen in den beiden Gehegen beachten. Rechts ginge es zum Schützenhaus, wir biegen aber links ab.

Am Ende der eingezäunten Gehege geht es zur Bushaltestelle Markwasen; von dort kommen diejenigen Wanderer, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren sind und ab hier wandern. Nun biegen wir am Wanderschild zum Markwasen-Wildgehege (423 m) links ab, kurz darauf am Schild beim Markwasen (413 m) noch einmal links. Entlang des Zaunes des ersten Geheges, dann über den bekannten festen Weg und vorbei am Carlo-Schmid-Haus kommen wir zurück zur Kreuzung mit dem Schild »südlich Naturtheater (416 m)«.


Idylle am Breitenbachsee

Nun wandern wir geradeaus weiter. Es geht hinab zu einem Bach, danach wieder hinauf. Bald überqueren wir einen Forstweg und erreichen gleich danach das Schild »südöstlich Mark (440 m)«. Hier werden wir nach rechts verwiesen. Es geht hinab zu einer Trimmdich-Station, wo wir links abbiegen. Wir wandern abwärts zu einem Bach, an der Verzweigung dahinter steigen wir auf dem linken Weg wieder hinauf. Am nächsten Querweg halten wir uns links, am darauffolgenden noch einmal und kommen zum Schild »nördlich Hohlichterrain (441 m)«.

Hier orientieren wir uns rechts, zweigen aber gleich darauf rechts ab auf einen Pfad. Nun geht es hinab zur Teufelsklinge. Nach dem zweiten querenden Weg geht es bergab. Dem nächsten Querweg folgen wir nach links. Er zieht bald wieder nach rechts und bringt uns zu einem breiten Weg mit dem Schild »Am Breitenbach (406 m)«. Wir überqueren den Bach, gehen geradeaus weiter, überqueren zwei Wege und kommen zum Schild nach Gugel Nord (441 m). Wir wandern weiter geradeaus und hinab zu einem breiten Querweg. Ihm folgen wir nach rechts.

Nach einer Kreuzung werden wir beim Schild »Grillstelle Jungviehweide West (407 m)« nach links verwiesen. An dem Pavillon mit der Grillstelle folgen wir dem nach rechts ziehenden Weg, der zwischen Feldern und Wiesen verläuft.

Am Schild Breitenbachsee Süd (395 m) stehen wir vor dem Breitenbachsee. Wir orientieren uns links und umrunden das idyllische Gewässer. Auf der anderen Seite des Sees steht hinter der Straße vor einem Parkplatz das Schild »Parkplatz am Breitenbachsee (409 m)«. Wir gehen durch diesen Parkplatz hindurch und wandern durch den Wald. An der Verzweigung nach einem Bach halten wir uns links und kommen zurück zum Ausgangspunkt.


Am Breitenbachsee: Am Schluss der Tour hat man eine gemütliche Rast verdient.

2Rund um den Urselhochberg

Landschaft mit fast alpinen Eindrücken

Alpine Eindrücke bei Pfullingen? Und das obwohl die hier beschriebene Tour eher einem Spaziergang als einer Wanderung gleicht? Beim Weg durch den Wiesenhang am Abhang des Urselhochberges hoch über Pfullingen bietet sich ein Ausblick wie vielleicht im Allgäu, aber auf die dicht bewaldeten Täler und Höhen der Schwäbischen Alb.



Tourencharakter: Wir wandern auf festen Wegen.

Ausgangs-/Endpunkt: Pfullingen, Urselhochberg, Parkplatz vor der Elisenhütte (676 m)

Höchster Punkt: Kurz bevor man rechts abbiegt (718 m)

Anfahrt: Auto: B 27 und B 312 bis Metzingen, dann B 313 über Reutlingen nach Pfullingen und in die Stadt hineinfahren. Bei der Stadtkirche der Beschilderung in Richtung Urselberg folgen. GPS 48.451941, 9.261887; Bus & Bahn: Keine Verbindung

Einkehr: Pfullingen

Karte: Wanderkarte W 242 Sonnenbühl, 1:25 000 (LGL und Schwäbischer Albverein e.V.)

Informationen: www.pfullingen.de


Ein Erlebnis ist bereits die Zufahrt zum Ausgangspunkt: Die Straße schraubt sich mit prächtiger Aussicht auf Reutlingen und Eningen immer höher, bis wir schließlich in den Wald kommen, wo wir bis zur Elisenhütte fahren.

Von dort aus spazieren wir auf dem Sträßchen weiter bis zu einer Linkskurve. An ihrem Beginn zweigen wir mit dem Wanderzeichen blaues Dreieck rechts ab in den Imenbergweg in Richtung Elisenhütte.

Wir bleiben an der Verzweigung auf dem rechten oberen Weg, der uns mit herrlichem Blick über die dicht bewaldeten Hänge oberhalb des Zellertales, später auch zum Schönbergturm, zum Imenberger Sättele (660 m) führt. Den hier angezeigten Abstecher zur Ruine Hochbideck können wir uns sparen, weil man von ihr ohnehin nichts sieht. Wir halten uns bei der Verzweigung an den rechten Wollenfelsweg, der uns zurück zur Elisenhütte bringt.


Weg am Imenberg


Hinter der sanft geschwungenen Landschaft erheben sich schroffe Felsen aus dem Wald.

Imenberg

Im Naturschutzgebiet am Imenberg findet man Wärme liebende Tiere wie die Glattnatter, Heuschrecken, Grashüpfer und Grillen, und im Halbtrockenrasen wachsen bedrohte Pflanzen, davon alleine 14 Orchideenarten wie Fliegen-, Bienen- und Hummelragwurz. Im Frühjahr sieht man Küchenschellen, und es gibt außer dem gefährdeten Kreuz-Enzian noch drei andere Enzianarten.

3Aussichtsreich bei Gomaringen unterwegs

Durch Wald- und Streuobstwiesen

Bei dieser kurzen Tour lernt man die Wälder und Streuobstwiesen um Gomaringen kennen, außerdem kommt man an zwei Aussichtspunkten vorbei, die einen herrlichen Ausblick über Gomaringen nach Tübingen und die Höhen des Schönbuches bieten. Am schönsten ist die Wanderung im Frühjahr zur Zeit der Baumblüte.



Tourencharakter: Leichte Tour auf festen Wegen und ohne große Höhenunterschiede. Die Tour kann ganzjährig begangen werden, da diese hauptsächlich auf breiten Forstwegen verläuft.

Ausgangs-/Endpunkt: Gomaringen, Parkplatz Buchbach (441 m)

Höchster Punkt: Nach dem Schild Buchbach (533 m)

Anfahrt: Auto: B 27 bis kurz vor Dußlingen, dann auf der Landstraße nach Gomaringen. GPS 48.444043, 9.106857; Bus & Bahn: Bahn bis Reutlingen, Bus bis Haltestelle Öschinger Straße, dann zu Fuß zum Parkplatz

Einkehr: Gomaringen

Karte: Freizeitkarte F 523 Tübingen Reutlingen, 1:50 000 (LGL)

Informationen: www.gomaringen.de


Wir gehen vom Parkplatz aus auf dem Zufahrtssträßchen kurz zurück in Richtung Gomaringen. Gleich nach dem Schild »Buchenbach (434 m)« biegen wir links ab und spazieren durch die Streuobstwiesen in den Wald. Dort folgen wir mit dem Wanderzeichen blaues Dreieck dem schmalen Pfad in vielen Windungen neben dem mäandernden Erdmannsbach.

Schließlich erreichen wir den Parkplatz Kohlgrube (463 m), wo wir links abbiegen. Wir kommen wieder in den Wald, wo wir uns an der nächsten Verzweigung links halten. Nun steigt es immer sanft an.


Dass die Gegend zum Schwäbischen Streuobstparadies gehört, merkt man ihr an.

Am Schild »Buchbach (505 m)« zweigen wir rechts ab in Richtung Schützenhaus. Bald erreichen wir das Schild »Hartwald (514 m)«. Hier biegen wir mit dem Wanderzeichen blaue Raute links ab. Nach einigen Metern bergab sehen wir rechts das Schild »Heckberg (492 m)«. Hier orientieren wir uns links. Etwas später kann man nach rechts hinaus zum Aussichtspunkt Friedensbuche gehen. Hier bietet sich eine Aussicht über einen Bauernhof nach Gomaringen. Ansonsten gehen wir geradeaus weiter bis zu einem querenden Weg. Dort biegen wir mit dem Wanderzeichen rechts ab, verlassen bald den Wald und wandern, wieder mit prächtigem Blick über die Landschaft und auf Gomaringen, hinab zum Schild »Kleintierzüchterheim (430 m)«. Nach links kommen wir in wenigen Minuten zurück zum Ausgangspunkt.


Blick auf Gomaringen

4Von der Nebelhöhle zur Unterhose

In die Tiefe, auf die Höhe

Auf dieser Wanderung erwarten uns drei typische Alb-Attraktionen: eine Tropfsteinhöhle, der Aussichtsfelsen Wackerstein und der »Gefrorene Unterhose« genannte Aussichtsturm auf dem Schönberg. Auch die Freifläche des Won mit den markanten Bäumen bietet ein typisches Albbild.



Tourencharakter: Wir gehen auf festen Waldwegen und auf Pfaden.

Ausgangs-/Endpunkt: Sonnenbühl, Nebelhöhle (830 m)

Höchster Punkt: Parkplatz Nebelhöhle (830 m)

Anfahrt: Auto: B 27 und B 312 bis Metzingen, B 313 bis nach Pfullingen, dann in die Stadt und auf der Stuhlsteige/L 382 bis vor Genkingen, vor der L 230 links ab zur Nebelhöhle. GPS 48.416210, 9.221043. Ein Ausweichparkplatz ist der Wanderparkplatz Wanne unterhalb des Aussichtsturmes. Er ist allerdings über den Winter nicht anfahrbar. Bus & Bahn: Bahn bis Reutlingen, Bus bis Genkingen Haltestelle Ruoffseck und von dort zur Nebelhöhle oder zum Wackerstein wandern.

Einkehr: Nebelhöhle, evtl. Kiosk am Schönbergturm

Karte: Wanderkarte W 242 Sonnenbühl, 1:25 000 (LGL und Schwäbischer Albverein e.V.)

Informationen:

www.sonnenbuehl.de, www.pfullingen.de



Hinter dem Wackerstein erstreckt sich das flache Albvorland.

Von der Nebelhöhle oder vom oberhalb liegenden Parkplatz folgen wir dem mit dem blauen Dreieck markierten Weg in Richtung »Won Wackerstein Schönberg«. Nach einem Bergabmarsch durch den Wald kommen wir auf die Freifläche des Won. Hier sehen wir markante alte Kopfweiden, und Bänke laden zur Rast.

Auf einem schönen Wiesenweg kommen wir zum gegenüberliegenden Waldrand. Dort gehen wir zum links liegenden Waldrand, wo wir auf einen ebenfalls markierten Wanderweg treffen. An der folgenden Verzweigung halten wir uns mit dem roten Balken links in Richtung Wackerstein.


Der Wackerstein ist einer der wenigen Berge der Schwäbischen Alb mit einem Gipfelkreuz.

Dass der Aussichtsturm eine gewisse Ähnlichkeit mit einer langen Unterhose hat, sieht man auf den ersten Blick.

Gefrorene Unterhose

Der 28 Meter hohe Schönbergturm (793 m) steht auf einer nahezu ebenen Berghalbinsel und ist wohl einer der eigenartigsten Türme im Land. Das in leuchtendem Weiß verputzte Bauwerk wurde 1905/06 von Theodor Fischer aus Sichtbeton – als erstes Bauwerk seiner Art – erbaut. Er besteht aus zwei engen Turmschäften mit Einbahnregelung für den Auf- und Abstieg. Weil der Turm an eine lange Herrenunterhose erinnert, erhielt er schnell den Spitznamen »Gefrorene Unterhose«. Zum Bau wandte sich der Schwäbische Albverein auf Empfehlung des maßgeblichen Mäzens, des Pfullinger Privatiers Louis Laiblin – der auch durch eine Tafel gewürdigt wird –, an Theodor Fischer, der von 1901 bis 1908 in Stuttgart Professor für Architektur war.

Wir gehen auf einem schmalen Grat weiter durch eine Felsformation und dann auf einem kurzfristig fast alpin anmutenden Steig bergauf. Schließlich treffen wir auf eine Schutzhütte, hier geht es nach links hinaus zu einem Aussichtspunkt und zum Wackerstein (825 m).

Danach wandern wir zurück zur Schutzhütte und orientieren uns an der Beschilderung »Hinteres Sättele Schönberg«. Der rote Strich führt uns bergab, wir überqueren einen Forstweg und steigen dahinter mit dem Zeichen auf einem schmalen Steig im Zickzack hinab zum Hinteren Sättele. Dort halten wir uns links, kurz danach nehmen wir den zweiten Weg von links, der mit dem blauen Dreieck in Richtung Wanne ausgezeichnet ist.

Wir wandern auf einem schmalen Pfad relativ eben erst durch den Wald, dann über steil abfallende Wiesen bis zu einer Verzweigung, wo unser Pfad in einen breiteren Weg einmündet. Wir gehen weiter bis vor den Parkplatz in der Wanne, hier steigt der Weg nach rechts steil an. Nach kurzem Bergauf stehen wir vor dem Aussichtsturm und der lang gezogenen Wiese über den Bergrücken.


Tiefblick vom Aussichtsturm ins Echaztal

Wir wandern nun mit dem roten Strich ein Stück am Waldrand entlang, dann weist uns das Zeichen nach links in den Wald. Gleich danach an einem querenden breiteren Weg halten wir uns links und kommen vor einen anderen breiten Forstweg, dort folgen wir dem roten Strich nach rechts. Nun wandern wir auf schmalem Pfad hinab zum Hinteren Sättele. Dort folgen wir dem mit dem blauen Dreieck markierten Weg in Richtung »Won Nebelhöhle«. Wir gehen durch Wald, leicht aufwärts und vorbei an mächtigen Felsen, bis wir nach dem Wald wieder auf die Freifläche des Won stoßen. Nun wandern wir auf bekanntem Weg zurück zur Nebelhöhle, erst über die Wiesen des Won, dann im Wald.

5Um und auf den Roßbergturm

Prächtige Natur und Aussicht

Vom Roßbergturm hat man nicht nur einen wunderbaren Blick, im dazugehörigen Wanderheim kann man auch einkehren – und sogar im Turm übernachten! Auch die Roßwiese vor dem Turm ist ein prächtiges Stück Natur mit seltenen Pflanzen und beeindruckenden Weidbuchen.



Tourencharakter: Wir wandern auf gut zu gehenden Naturwegen und Forstwegen. Wer den Steig zum Turm vermeiden will, nimmt das Fahrsträßchen.

Ausgangs-/Endpunkt:

Sonnenbühl-Genkingen, Wanderparkplatz Roßbergwiesen (751 m)

Höchster Punkt: Roßbergturm (869 m)

Anfahrt: Auto: B 27, dann B 464 nach Reutlingen. Auf der B 28 und der L 383 nach Gönningen. In der Lichtensteinstraße durch den Ort hindurch, danach auf der L 230 hinauf nach Genkingen. Dort rechts ab in die Öschinger Straße in Richtung Roßberg. Unterhalb des Berges, auf dem der Turm steht, gibt es Parkplätze. GPS 48.419248, 9.150471; Bus & Bahn: Keine Verbindung

Einkehr: Wanderheim des Schwäbischen Albvereines im Turm

Karte: Wanderkarte W 242 Sonnenbühl, 1:25 000 (LGL und Schwäbischer Albverein e.V.)

Informationen: www.sonnenbuehl.de, www.albverein.net


Am Wanderschild »Parkplatz Roßberg (751 m)« orientieren wir uns links in Richtung Hirschhäusle. Wir kommen in den Wald, wo es erst mal steil bergab geht. Bald treffen wir auf einen querenden Forstweg. Ihm folgen wir, rechts eines Bachlaufes, nach rechts. Nun wandern wir eben weiter.


Vor dem letzten Anstieg zum Roßbergturm


Blick vom Aussichtsturm über das flache Roßfeld

Nach einiger Zeit geht am Schild »Hirschhäusle (639 m)« ein mit dem roten Dreieck bezeichneter Wanderweg in Richtung Bolberg links ab, wir wandern aber mit der blauen Raute im Bachhaldeweg geradeaus weiter. Kurz darauf zweigen wir rechts ab in den Schembergweg. Er steigt etwas an, wir kommen an einer Wiese mit Grillstelle vorbei und erreichen nach einiger Zeit ein Bergrutschgebiet. Hier kann man gut die geschichteten Kalkbänke erkennen. Auch Aussicht haben wir von diesem Punkt: Der Blick geht nach links zu den abfallenden Albbergen und hinab nach Öschingen und ins Albvorland. Danach wandern wir wieder im Wald weiter. Rechts sehen wir bald den ehemaligen Steinbruch Kalkofen.

Vom Quenstedt-Denkmal bietet sich ein Blick hinab auf das Roßfeld.

Quenstedt-Denkmal

Das Quenstedt-Denkmal erinnert an den gebürtigen Sachsen Friedrich August von Quenstedt, der in Tübingen Professor für Mineralogie, Geologie und Paläontologie war. Von ihm stammt die Einteilung der Stufengliederung des geologischen Aufbaues der Schwäbischen Alb.

Wenig später quert ein mit der blauen Raute markierter Pfad. Auf ihm steigen wir nach rechts im Zickzack aufwärts. Auf der Hochfläche biegen wir rechts ab und folgen dem Weg über die Roßwiesen. Schließlich erreichen wir eine Verzweigung. Der aus Richtung Öschingen kommende Zweig der beiden Wege ist unserer. Hier biegen wir mit dem blauen Dreieck scharf links ab in Richtung »Gomaringen Dußlingen«. Etwas später knickt der Weg rechts ab und wir kommen zu einem Grillplatz mit Tisch und Bänken.

Danach führt uns der Weg in den Wald und bringt uns zum Aussichtspunkt Schönberger Kapf (400 m). Von hier sehen wir hinab nach Gönningen und dem dahinterliegenden Berg, links davon nach Reutlingen und der Achalm, rechts sehen wir den Schönbergturm, auch Unterhose genannt, als weißen Punkt über den Bäumen hervorblitzen. Danach gehen wir zurück zum Grillplatz und folgen weiter dem blauen Dreieck nach links. Vorbei an der bekannten Verzweigung und zwischen mächtigen Weidbuchen wandern wir auf den Roßberg mit dem Aussichtsturm zu.

Vor dem Berg, auf dem sich der Aussichtsturm und das Wanderheim befinden, nehmen wir den mit dem blauen Dreieck markierten Pfad, auf dem wir im Zickzack steil emporsteigen. Auf der Höhe erreichen wir das Quenstedt-Denkmal.

Kurz darauf sind wir am Aussichtsturm und Wanderheim. Wir sollten den Turm besteigen, außerdem kann man hier einkehren. Anschließend gehen wir auf dem mit dem blauen Dreieck markierten Wanderweg oder dem Zufahrtssträßchen – an Sonn- und Feiertagen herrscht hier Fahrverbot – hinab zum Parkplatz.

Roßbergturm

Vorgänger des heutigen Roßbergturmes war ein Holzskelettturm aus Eichenstämmen, von dem der Albvereinspräsident damals hoffte, er werde »bis in ferne Generationen dauern und der Nachwelt Kunde von schwäbischer Naturfreude« geben. Danach errichtete der Schwäbische Albverein 1913 anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums den 28 Meter hohen Turm in Stahlbetonbauweise. Man sieht bis zu den deutschen Alpen mit Zugspitze und Allgäu, zu den österreichischen Alpen in Vorarlberg und den Glarner und Berner Alpen in der Schweiz.


Auch im Aussichtsturm kann man übernachten.

6Nebelhöhle und Schloss Lichtenstein

Zum schwäbischen Märchenschloss

Sowohl die Nebelhöhle wie auch Schloss Lichtenstein zählen zu den Hauptattraktionen auf der Schwäbischen Alb. Darüber hinaus bietet uns die Tour eine typische Landschaft der Albhochfläche, zudem zwischen Schloss Lichtenstein und dem Gießstein jede Menge Aussichtspunkte.



Tourencharakter: Wir wandern auf Natur- und festen Wegen. Als »hochgehberge«-Wanderung beschildert.

Ausgangs-/Endpunkt:

Sonnenbühl, Wanderparkplatz Nebelhöhle (826 m)

Höchster Punkt: Nebelhöhle (826 m)

Anfahrt: Auto: B 27 und B 312 nach Metzingen, B 313 nach Pfullingen, danach L 382 bis kurz vor Genkingen und dort nach links zur Nebelhöhle. GPS 48.416566, 9.221542. Gebührenpflichtig parken beim Schloss Lichtenstein. Kostenlos parken beim Kalkofen. GPS 48.416759, 9.222074; Bus & Bahn: Keine Verbindung

Einkehr: Lichtenstein, Altes Forsthaus, Nebelhöhle

Karten: Wanderkarte W 242 Sonnenbühl, 1:25 000 (LGL und Schwäbischer Albverein e.V.); Wanderkarte mit Radwegen Lichtenstein Trochtelfingen, Blatt 52-536, 1:25 000 (NaturNavi)

Informationen: hoehlen.sonnenbuehl.de, www.schloss-lichtenstein.de


Vom Parkplatz oberhalb der Nebelhöhle gehen wir hinab zu den Gebäuden. Beim Schild »südlich Nebelhöhle (806 m)« biegen wir links ab und folgen dem rechts der Straße verlaufenden Fußweg. Beim Schild »südwestlich Nebelhöhle (808 m)« überqueren wir die Straße.


Schloss Lichtenstein ist auch von seiner Bergseite sehenswert.

Wir gehen am Waldrand entlang bis zum Schild »nordwestlich Feldberg (814 m)«. Hier halten wir uns rechts. Am Schild »nordwestlich Alteschbühl (804 m)« biegen wir links ab. Nach dem Schild »Am Steinbruch nordwest (810 m)« wandern wir am Steinbruch vorbei. Am Schild »nordwestlich Kalkofen (803 m)« biegen wir rechts ab und folgen dem Feldweg in weiten Schwüngen aufwärts.

Beim Schild »südlich Kalkofen (826 m)« biegen wir rechts ab und kommen zum Zaun des Steinbruches. Hier halten wir uns links. Vor dem Wald zieht der Weg etwas nach rechts, dann wandern wir am Zaun entlang. Am Schild »östlich Mittlerer Teich (784 m)« knickt der Pfad scharf links ab.

Schloss Lichtenstein

Das württembergische »Märchenschloss« Lichtenstein ist auch eine der merkwürdigsten literarischen Besonderheiten des Landes. Die Stelle, an der die spärlichen Ruinen der Vorgängerburg standen, wurde bekannt durch den 1826 erschienenen Roman von Wilhelm Hauff. Das Schloss war aber nicht das reale Vorbild der Geschichte von der Vertreibung des ungeliebten Herzogs Ulrich, der sich vor seinen Verfolgern angeblich auch in der Nebelhöhle versteckt haben soll, es wurde nämlich erst 1840/1841 im Stil des Historismus erbaut. Eine erste Burg anstelle des heutigen Schlosses entstand 1100 bis 1150 durch die Herren von Lichtenstein. Ende des 14. Jahrhunderts kam sie an Württemberg. Während Alt-Lichtenstein nach 1311 in seinen Trümmern liegen blieb, wurde diese Burg erneuert. 1837 erwarb Herzog Wilhelm von Urach, Graf von Württemberg, den Besitz und ließ das heutige Schloss erbauen.


Der Weg zum Gießstein führt teilweise durch eine parkartige Landschaft.

Nach einem Stück Wald wandern wir durch weite Wiesenflächen, die mit vereinzelten Bäumen und Gebüschen fast wie ein englischer Landschaftspark wirken. Wir passieren das Schild »südwestlich Gekweid (775 m)« und wandern hinab zu einer Straße. Auf ihr gehen wir nach rechts weiter. Am Waldrand zieht die Straße vor dem Schild »Hüllhalde Südwest (756 m)« nach rechts, wir gehen aber auf dem Weg gleich dahinter im Wald nach rechts hinauf.

An einer Verzweigung beim Schild »Hüllhalde Südost (777 m)« halten wir uns rechts. Durch den Klettergarten/Abenteuerpark erreichen wir die Straße. Rechts liegt der Parkplatz von Schloss Lichtenstein. Wir halten uns rechts, dann sofort links. Gleich danach beim Schild unterhalb von Schloss Lichtenstein (798 m) zweigen wir rechts ab und spazieren zum Trauf. Am Schild »Wilhelm-Hauff-Denkmal (788 m)« machen wir nach rechts einen Abstecher zur Ruine Alt-Lichtenstein (795 m). Danach gehen wir wieder hinauf und wandern erst an der Geologischen Pyramide, danach am Denkmal für den Dichter Wilhelm Hauff vorbei zum Schlosseingang.

Nach dem Schloss gehen wir geradeaus weiter und folgen am Alten Forsthaus (809 m) dem Schild zur Nebelhöhle kurz bergab, biegen aber am Schild »Altes Forsthaus West (795 m)« rechts ab. Gleich danach am Schild »Altes Forsthaus Nord (792 m)« geht es nach links bergab zum Schild »Schlösslessteige (771 m)«. Ab jetzt geht es immer etwas bergauf und bergab bis zum Gießstein (788 m). Der Weg führt nach links weiter und bringt uns nach einer Weile zu einer Straße. Links liegt der Parkplatz Kalkofen. Wir folgen aber dem breiten Forstweg auf der anderen Straßenseite. An einer Verzweigung im Wald nehmen wir den rechten Weg. Er geht bald in einen Pfad über und bringt uns zu den Parkplätzen der Nebelhöhle.


Vom Wilhelm-Hauff-Denkmal bietet sich ein Blick über das tief eingeschnittene Echaztal zu den Traifelbergfelsen.

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Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
12 ноября 2024
Объем:
293 стр. 306 иллюстраций
ISBN:
9783862468157
Издатель:
Правообладатель:
Bookwire
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