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Dierk Rainhorst

Da steckt was drin

SAGA Egmont

Da steckt was drin

Copyright © 1986, 2018 Dierk Rainhorst und Verlag

All rights reserved

ISBN: 9788711977200

1. Ebook-Auflage, 2018

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach

Absprache mit dem Verlag gestattet.

Der Onkel

von Dierk Rainhorst

Hallo!“ sagte der Mann an der Tür überrascht. „Das kann doch nicht wahr sein. Sag’ bloß, du bist die kleine Janette!“

Befremdet trat das Mädchen einen Schritt zurück und musterte den Fremden mißbilligend. „Janette schon, aber nicht klein! Und wer sind Sie?“

Über das sympathische Gesicht des Fremden huschte ein Schatten. „Ja, kennst du mich denn nicht mehr?“

„Nicht, daß ich wüßte.“ Erneut studierte Janette die Gesichtszüge des Mannes und stellte fest, daß sie ihr irgendwie vertraut schienen. Doch sie konnte sich nicht erinnern. Es mußte schon sehr lange her sein.

„Nein …“ dehnte sie.

„Bernhard“, kam es zögernd und irgendwie fragend. „Onkel Bernhard!“

Da fiel es dem Mädchen plötzlich wie Schuppen von den Augen, und mit einem freudigen Jauchzer fiel Janette dem überraschenden Besucher um den Hals. Alle die Jahre der Entwicklung zum heranwachsenden Mädchen verflogen, und für Sekunden war sie wieder das kleine, linkische Kind, das oft stundenlang voller Begeisterung und Verehrung auf den Knien des großen Freundes ritt. Auch die alte Liebe kehrte wieder zurück. Die kindliche Liebe, die noch nicht gestorben war. „Onkel Bernhard!“

Tränen traten Janette in die Augen, ohne daß sie es bemerkte. „Daß ich dich noch einmal sehen darf! Oh Gott, daß du uns noch einmal besuchst! Es muß ja schon eine Ewigkeit her sein. Ich dachte, du bist damals nach Australien gegangen? So hat man mir jedenfalls erzählt. Mit deiner jungen Frau …“

„Ja, natürlich“, bestätigte der Mann. Den Schatten auf seinem Gesicht sah das Mädchen nicht. „Aber jetzt bin ich wieder zurück.“

Es dauerte eine ganze Weile, bis sich das Mädchen beruhigte. Die Freude des Wiedersehens war zu groß. Doch schließlich löste es sich von dem Mann und packte ihn am Arm. „Komm herein! Mein Gott, wir stehen ja immer noch an der Tür!“

Als sie das Wohnzimmer betraten, schaute sich der Mann um. „Hübsch, wirklich hübsch. Es hat sich viel geändert. Und wo sind deine Eltern?“

„Setz’ dich doch!“ Janette warf sich auf die Couch. „Bitte tu nicht so, als wärst du hier fremd. Jahrelang warst du hier zu Hause. – Meine Eltern sind nicht da. Papa muß arbeiten, das weißt du ja, und Mama ist beim Friseur. Das dauert immer eine Weile. Wir sind ganz allein.“

Ein wenig unschlüssig ließ sich der Mann in einem Sessel nieder. Jetzt, da er in der Wohnung war, hatte ihn viel von seinem Schwung und Elan verlassen. „Ich weiß nicht recht“, murmelte er plötzich unschlüssig. „Vielleicht sollte ich erst wiederkommen, wenn deine Mutter zurück ist …“

Janette begehrte auf. „Das kommt gar nicht in Frage!“

Dann rückte sie näher. „Hast du Angst, mit mir allein zu sein?“ neckte sie mit glitzernden Augen. Onkel Bernhard, mein Gott! Das war ein alter Freund der Familie. Mit ihm konnte man so sprechen. Und Janette freute sich, daß sie kein Kind mehr war.

„Jetzt sag’ bloß“, lästerte sie weiter, „daß du befürchtest, ich könnte dich verführen? – Herrlich! Und was würde deine junge Frau dazu sagen?“

Es war Spott. Es war nichts anderes als ein Spiel, das die heranwachsende Janette mit ihrem väterlichen Freund trieb. Sie konnte sich noch gut erinnern, wie er sie früher immer hochgenommen hatte. Manchmal war sie vor Wut, Scham und kindlicher Verzweiflung heulend davongelaufen. Und nun saß ihr der väterliche Freund erneut gegenüber, und sie hatte endlich die Möglichkeit, ihm einen Teil zurückzugeben.

Gespannt wartete Janette auf eine ebenso spitze Antwort und stellte plötzlich fest, daß sich das Gesicht von Onkel Bernhard verfinsterte. Er konnte sie doch nicht mißverstanden haben.

„Meine Frau ist tot“, sagte er leise.

„Oh!“ schluckte Janette ernüchtert. „Das konnte ich nicht wissen. Es tut mir leid. – Ist es schon lange her?“ Der Mann senkte den Kopf. „Fast ein Jahr.“ Dann blickte er wieder auf.

„Lassen wir das, Janette. Ich bin schon fast darüber hinweg, und dich geht es nichts an. Laß’ uns lieber über erfreulichere Dinge sprechen. Wir haben uns so lang nicht gesehen, und ich habe leider die ganzen Jahre deiner Entwicklung verpaßt. Als ich Deutschland verließ, warst du noch ein Kind, und jetzt bist du ein ganz reizender Teenager. Reden wir über das, was dazwischen lag.“ Der Blick des Mannes glitt dabei zum ersten Mal ganz bewußt über den Körper des Mädchens und tastete ihn ab. Auf dem kleinen, festen Busen verweilte er sekundenlang.

Janette zuckte die Schultern. „Was dazwischenlag? Oh Gott!“ Sie spürte den Blick des alten Freundes auf ihrem Körper und reckte sich. Wie jedes Mädchen ihres Alters, so war auch sie stolz auf die deutlich sichtbaren Beulen, die den Unterschied zwischen Kind und Frau ausmachten. „Da gibt es nicht viel zu erzählen.“

„Aber, aber!“ Jetzt lächelte Onkel Berhard wieder. „Nur keine falsche Bescheidenheit. Du bist hübsch geworden, Janette, und sicher hast du einen ganzen Stall voller Freunde. Wie ist es damit?“

„Nun ja“, murmelte sie.

„Erinnerst du dich noch“, fuhr er fort, und dabei war er darauf bedacht, die alten Vertraulichkeiten neu aufleben zu lassen, „daß du früher immer gesagt hast, du wolltest nur mich heiraten, wenn du groß bist? Jetzt hast du den Sprung geschafft, und wie es der Zufall will, bin auch ich frei. Wie sieht es jetzt aus?“

Es sollte ein Scherz sein, und so hatte er es auch gesagt, doch das Mädchen faßte es ganz anders auf. Eine hauchfeine Röte überzog Janettes Gesicht, und sie senkte den Blick. Doch bevor der Mann einlenken konnte, hatte sie ich bereits wieder gefaßt.

Mit einem leichten Beben in der Stimme sagte sie: „Ich würde mich freuen.“

Da war es wieder, das kleine Mädchen. Die kleine, verliebte Janette, die alles dafür hergab, nur um auf den Knien des großen Freundes reiten zu dürfen. Zwar war aus dem einstigen Kind jetzt fast eine Frau geworden, doch die Liebe und Verehrung war geblieben. Genau genommen war sie sogar stärker geworden, denn sie schloß außer seelischen Empfindungen auch eindeutige körperliche Wünsche ein.

Ein wenig verlegen, aber doch erwartungsvoll, schaute Janette den alten Freund des Hauses an, und dieser spürte den besonderen Reiz der Situation. Für einen Mann in seinen Jahren war es ein großes Kompliment, von einem Teenager angehimmelt zu werden. „Gut“, gab er zurück und hoffte, den richtigen Ton gefunden zu haben. „Wir wären also einig, wie wollen wir es nun deinen Eltern beibringen?“

Jetzt mußte sie lachen. Auch das gehörte zu dem Spiel, das sie trieben, und der Mann wartete regelrecht darauf. Doch Janette reagierte ganz anders. Ehe der Mann begriff, daß seine kleine Janette die ganze Zeit weit davon entfernt war, Scherze zu machen, hatte sie sich plötzlich entschlossen erhoben und auf seinen Schoß gesetzt. Sie legte ihm die Arme um und schaute ihm ernst in die Augen.

„Ich bin überzeugt, daß es nicht so schwer sein wird!“

„Aber …“ Er unterbrach sich heiser – – –

„Meine Eltern hätten sicher nichts dagegen.“ Das Mädchen war weggetreten. Ein paar Worte, eine scherzhafte Andeutung hatten Janette jedes klaren Gedankens beraubt.

„Aber wir können sie natürlich nicht gleich damit überfallen. Wir müssen ihnen Zeit lassen, sich daran zu gewöhnen, daß du wieder zurückgekehrt bist.“

Dem Mann hatte es die Sprache verschlagen. Wenn er mit allem gerechnet hatte, aber damit nicht. Er fühlte sich in die Enge gedrängt und wußte keinen Ausweg. Ihm war nur klar, daß er jetzt auf gar keinen Fall sagen konnte, daß alles nur ein Scherz sein sollte. Wie konnte er auch die Empfindsamkeit der jungen Mädchen übersehen!

Kochend heiß stieg es ihm auf. die warme, hautnahe Berührung des Mädchens auf seinem Schoß benebelte ihn. Es war schon verdammt lange her, daß er so ein junges Ding hatte festhalten dürfen.

Sein Atem ging schwerer, und seine Gedanken jagten sich. Er war so verwirrt, daß es Janette bemerkte.

„Was ist mit dir? Du sagst gar nichts“, flüsterte sie. Dann schmiegte sie ihr Gesicht gegen das seine. „Oh Onkel Bernhard, ich bin so froh, daß ich dich wiederhabe. Sicher geht es dir genauso. Es kommt mir vor, als hätte es die vergangenen Jahre gar nicht gegeben. Als seist du nie weggewesen. Und jetzt gehören wir zusammen. Für immer!“

„Ja“, keuchte er. Was sollte er anderes sagen?

Plötzlich preßte Janette entschlossen ihre Lippen auf seinen Mund und nahm ihm wieder alle Argumente. Früher hatten sie sich öfter geküßt. Schnäbeln hatten sie es genannt. Es war rein freundschaftlich gewesen, ohne jeden Hintergedanken. Doch jetzt war alles anders. Aus dem Kind war ein erregendes weibliches Wesen geworden, und ihn durchlief ein unbeschreiblicher Schauer.

Er machte sich frei. „Du nimmst mir dem Atem.“

„Und du küßt nicht richtig“, sagte sie leicht enttäuscht. „Dabei mußt du doch regelrecht ausgehungert sein, nachdem deine Frau …“

„Entschuldige“, unterbrach sie sich. „Es war nicht so gemeint. Aber sag’ doch mal ehrlich, – wann hast du das letzte Mal etwas mit einer Frau gehabt?“

Das schlug dem Faß den Boden aus! Augenblicklich fühlte sich der Mann ernüchtert und war nicht mehr bereit, die Komödie weiter zu spielen. Was bildete sich dieses halbgare Küken eigentlich ein?

Onkel Bernhard schob das Mädchen von seinem Schoß und erhob sich. „Jetzt langt es aber!“ knurrte er erbost. „Was geht dich eigentlich mein Intimleben an? Ich frage auch nicht nach deinen Abenteuern!“

Als er in das entgeisterte Gesicht seiner kleinen Janette schaute, tat ihm seine heftige Reaktion jedoch schon wieder leid. Es war dumm, sich so zu gebärden. Die jungen Leute dachten heute ganz anders, als er zu seiner Zeit. Sicher hatte sie es nicht böse gemeint.

Er sah eine Träne und strich Janette über das Haar. „Es tut mir leid …“

„Ich verstehe dich nicht“, sagte sie. „Du tust, als müßten wir ausgerechnet das, was uns am meisten bewegt, voreinander verheimlichen. Dabei habe ich vorhin sehr wohl bemerkt, wie du gezittert hast, als ich auf deinem Schoß saß. Ich bin nicht mehr so dumm, wie du vielleicht glaubst.

Auch in meinem Alter hat man schon ein paar Erfahrungen gesammelt. Ich hatte auch schon Jungens.“

„Jungens …?“ dehnte er.

„Nun ja, zwei oder drei!“

Erneut spürte er ein gewisses prickelndes Gefühl. Er konnte sich nicht dagegen wehren. Dabei verfluchte er sich selbst, daß er sich auf dieses Spiel eingelassen hatte. Es war verdammt gefährlich.

„Und was habt ihr gemacht?“ fragte er wie aus einem inneren Zwang. „Du und die Jungens, meine ich?“

Die Reaktion war der ganzen eigenartigen Situation und der aggresiven Laune des Mädchen angepaßt. „Gefickt!“ sagte Janette. „Was?“

„Nun ja, so sagt man doch, oder?“ Sie trat vor ihn hin und schaute zu ihm auf. „Und du willst mir weismachen, daß du es nicht nötig hast? Das glaubst du doch selbst nicht. Dein Blick und deine hungrigen Augen sprechen für sich. Also sträube dich bitte nicht gegen etwas, das wir beide wollen. Wer weiß, wann du wieder die Gelegenheit hast. Wir sind ganz allein, und niemand stört uns.“

Es war wie ein Nebel, der sich urplötzlich auf ihn herabsenkte. Er kannte es, aber es war schon Jahre her, als er es das letzte Mal erlebte. Inzwischen hatte er geglaubt, daß dieses impulsive Empfinden für immer gestorben sei. Und nun kehrte es wieder. Ausgerechnet jetzt, hier, bei der kleinen Janette.

„Wir dürfen nicht“, murmelte er und erschrak vor seiner eigenen Stimme. Was redete er da für einen Quatsch?

Das Mädchen kam näher, und der Nebel wurde dichter. Janette schmiegte sich an ihn. „Warum nicht? Ich denke, wir lieben uns?“

Das hatte er nicht gesagt! Verdammt, was war denn auf einmal los? Worauf hatte er sich da eingelassen? – Das hatte er nie gesagt, und doch stimmte es. Noch nie war er sich so sehr darüber im klaren gewesen, wie in diesem Augenblick. Ja, er hatte Janette schon immer geliebt. Schon damals, als sie noch ein Kind war. Doch das konnte niemand wissen. Das durfte niemand wissen!

Er stand stocksteif, während er die körperlichen Ausstrahlungen dieses blutjungen Geschöpfes vor sich spürte. „Du bist noch so jung.“ Seine Stimme wurde immer schwächer, und damit auch sein Widerstand. Würde er doch die Kraft aufbringen, einfach zu gehen. „Du bist fast noch ein Kind, und ich bin bald ein alter Mann.“

Das ist nicht wahr!“

Es war nur ein Hauch. „Du bist weder alt, noch bin ich ein Kind. Überzeuge dich davon, fühle mal!“

Nebel, ein Wanken und Drehen. Die Welt war ein einziger Strudel, der ihn gefangenhielt. Es wirbelte ihn herum, immer schneller und schneller. Dann griff eine kleine Hand nach der seinen und führte sie einem unbestimmten Ziel zu.

Willenlos ließ er es geschehen. Obwohl seine Augen weit offen waren, sah er doch nichts. Das Blut pochte ihm in den Schläfen, und seine Hand erreichte ihr Ziel. Erst da erwachte er sekundenlang aus der Trance. Seine Finger schlossen sich um einen kleinen, festen Hügel.

„Siehst du“, sagte die Stimme. Die Sirenenstimme der kleinen Janette. „Siehst du, daß ich kein Kind mehr bin? Spürst du es?“

War er schon zu weit gegangen? Konnte er jetzt noch zurück? Und wollte er es überhaupt?

Seine Finger kneteten den Busen des Mädchens, während er mit sich selbst abschloß. Es hätte nie passieren dürfen, und doch glaubte er, noch nie so glücklich gewesen zu sein. Er hatte schon immer zu kleinen Mädchen tendiert, und insbesondere zu Janette. Er genoß den Augenblick, ohne auch nur eine Sekunde an die Zukunft zu verschwenden.

„Komm!“ klang wieder die Stimme auf. „Komm!“

Sie war drängend, erregt, völlig fremd und doch so verlockend. „Komm!“

Er ließ sich treiben. Es war ja alles so egal. Auch er war nur ein Mann, und jetzt konnte er nicht mehr zurück. Eine Hand, ein ganzer Körper drängte ihn zur Couch, und automatisch setzten sich seine Füße in Bewegung. Vor der Couch verhielt er, und Janette sank hintenüber.

Zärtliche, weiche, lockende Mädchenarme streckten sich ihm entgegen. Wieder dieses Wörtchen: „Komm!“ Janettes kurzer Rock hatte sich verschoben und ließ den Blick ungehindert auf einen winzigen, fast durchsichtigen Slip fallen. Ja, es zog den Blick regelrecht an.

Sein Widerstand schmolz endgültig dahin.

Als er jetzt ganz bewußt die Hand ausstreckte und leicht bebend über den knospenden Busen des Mädchens fuhr, spürte er in sich die Manneskraft erwachen und gegen den Stoff der Hose drängen. Seine Finger fuhren von dem rechten Hügel zum linken, dann wieder zurück, und dabei meinte er schon jetzt, kurz vor einer Ejakulation zu stehen.

Herr im Himmel! War es denn so schlimm um ihn bestellt? War er wirklich so ausgehungert?

Janette hatte die Augen geschlossen. Ihr wissender, lockender Blick hatte ihn gehemmt, aber nun fühlte er sich frei. Wie von einer fremden Macht gelenkt, wanderte seine Hand an dem langgestreckten Körper abwärts und näherte sich dem Geschlecht. Auf der leichten Wölbung des Schamhügels verhielt sie.

Damals war da noch nichts, dachte er plötzlich, von Erinnerungen übermannt. Damals, als er noch vollkommen unschuldig mit seiner kleinen Freundin spielen konnte, ohne daß sie wußte, was ihn dazu trieb. Damals war diese Stelle noch kahl. Doch jetzt spürte er unter seiner Hand ganz deutlich das knisternde Schamhaar.

Der Druck seiner Hand verstärkte sich. Der Mittelfinger preßte sich in den Stoff des Slips und zeichnete den Spalt nach. Ganz deutlich spürte seine Hand die erregende Feuchtigkeit. Ja, die Zeit war nicht stehengeblieben. Janette war kein Kind mehr! „Bernhard?“ Er zuckte zusammen. Die Augen des Mädchens schauten ihn an. Zum ersten Mal hatte ihn Janette beim Vornamen genannt, ohne das Wörtchen ,Onkel‘ zu verwenden. Es wirkte irgendwie befremdend. „Zieh’ ihn aus!“ wisperte das Mädchen.

Automatisch befolgte er den Wunsch. Dabei klang in ihm das ,Bernhard‘ nach. Diese Vertraulichkeit war ihm nicht recht. Er hatte sich da auf etwas eingelassen, das ihm mehr nahm als gab. War es das wert?

Noch immer ruhte seine Hand auf dem Schamhügel des Mädchens. Fast unterbewußt zeichneten die Finger den Spalt nach, und als Janette erneut drängte, zog er den hauchdünnen Stoff über die Hüften. Die Erregung in ihm hatte keinesfalls nachgelassen, nur kehrte langsam sein Verstand wieder zurück.

Nackt und bloß lag der Unterleib des Mädchens vor ihm. Wie unschuldig er wirkte. Wie unberührt. Stimmte es wirklich, daß Janette schon gewisse Erfahrungen gesammelt hatte?

Da kehrte urplötzlich die Vernunft wieder zurück. Es war, als würde er aus einem Traum erwachen.

„Nein!“ sagte er fest. Er richtete sich auf. „Nein, Janette, es tut mir leid. Ich kann nicht! Ich …“

Es war vorbei. Für immer. Geschlagen zog er sich zurück und strebte der Tür zu. Einen letzten Blick konnte er erhaschen, der ihn ein Leben lang verfolgte. Es war der endgültige Abschied. Als er ging, als er fluchtartig die Wohnung verließ, da entfernte er sich weiter, als damals nach Australien. Diesmal hatte er sich selbst aus dem Herzen der kleinen Janette gestrichen. Ein paar Minuten der Schwäche waren das unwiderrufliche Ende.

Adieu, kleine Janette. Es wird nie wieder einen Onkel Bernhard geben …

Der erste Gast

von Norbert Kalusa

„Bist du bald fertig?“ rief Sabine. In ihrer Stimme schwang eindeutig Nervosität mit. „Es ist gleich zwanzig Uhr, und wir hatten doch geschrieben, daß wir nach acht Uhr mit ihrem Besuch rechnen.“

„Ja, Schatz!“ gab ich zurück. „Sofort!“

Augenblicklich saß ich jedoch noch in meinem Arbeitszimmer hinter dem Schreibtisch und war in einen Stapel von Plänen vertieft. Ich war Architekt und konnte trotz unseres Vorhabens nicht einfach alles andere liegenlassen. Außerdem glaubte ich, ehrlich gesagt, nicht recht an den erwarteten Besuch. Es war eine Schnapsidee von uns gewesen, diese eindeutige Annonce aufzugeben. Und die folgende Korrespondenz war im Grunde nichts anderes als Schweinerei. Wer hielt daraufhin schon eine Verabredung ein!

Trotzdem half es nichts. Ich mußte zumindest so tun, als würde auch ich gespannt auf den ersten Besuch dieses Fräulein Richter warten, sonst wurde meine bessere Ehehälfte ungemütlich. Sie jedenfalls war fest davon überzeugt, daß diese Dame käme.

Amüsiert räumte ich meine Pläne zusammen, als Sabine auch schon wieder auftauchte. Sie streckte den Kopf zu meinem Zimmer herein und murrte.

„Ja“, sagte ich. „Sofort! Ich bin ja schon fertig!“

Im Wohnzimmer hatte Sabine alles auf Hochglanz gebracht. Ich will zwar nicht sagen, daß es sonst bei uns unordentlich aussah, aber heute stolperte ich direkt über die pedantische Sauberkeit. Leicht amüsiert bemerkte ich, daß sie sogar Blumen gekauft, die Deckchen ausgewechselt hatte, und auf dem Tisch unsere besten Weingläser standen. Sie selbst trug ihren raffiniertesten Hausanzug, der im Grunde mehr zeigte, als er verbarg. Alles in allem knisterte der ganze Raum vor Erwartung und Sex, und es hätte gar nicht der vagen Aussicht auf eine dritte Person bedurft, um mich auf Touren zu bringen. Ich schaute meine Frau an, sah die Knospen ihrer festen Brüste durch das Oberteil ihres Hausanzuges, den Schatten ihres Schamhaares durch die Hose, und spürte seit langem das erste Mal wieder ehrliches Begehren. Sabine mußte es bemerken, und ihr mußte es ebenso gehen. Sie schaute mich von unten herauf an.

„Ich bin so kribbelig“, sagte sie. „Ich kann es kaum erwarten.“

Grinsend ließ ich mich neben ihr auf die Couch nieder und legte den Arm um sie. Die andere, die sowieso nicht kommen würde, war mir ja so gleich. Mein Mund suchte den Hals meiner Frau und fuhr sanft über ihre rosige Haut. Was war ich doch für ein Trottel gewesen, daß ich vergessen konnte, wie herrlich jung und aufregend Sabine war. Mit ihren zweiundzwanzig Jahren wirkte sie noch wie ein Teenager.

„Ich könnte dich fressen!“ flüsterte ich.

Kichernd rückte sie ein Stück von mir ab. „Warte damit lieber, bis Marion da ist. Mich hast du ja immer und machst doch keinen Gebrauch davon. Und danach wie sie schreibt, muß sie ja nach Sex und Liebe vollkommen ausgehungert sein. Wenn ich mir nur vorstelle, wie ihr zwei euch umarmt, wie du in sie eindringst oder dich über sie beugst und sie vollspritzt, dann habe ich schon fast einen Orgasmus. Weißt du eigentlich, daß wir schon über zwei Wochen nicht mehr miteinander geschlafen haben? Du mußt doch auch kurz vor dem Platzen sein.“

War es nun die kribbelige, sexgeladene Atmosphäre, die Aussicht auf neue Erlebnisse, oder ganz einfach nur ihre aufgewühlte Phantasie, die Sabine so sprechen ließ? Ich wußte es nicht. Ich vermerkte es nur erstaunt und war sicher, daß sie sich früher nie von dieser Seite gezeigt hatte. Wenn ich mich noch recht entsann, dann war sie am Anfang unserer Ehe sogar gegen jede Art von Partnertausch und Gruppensex eingestellt. Und jetzt, nach vier Jahren Ehe diese Wandlung? Irgendwo mußte das doch bisher schon immer in ihr geschlummert haben.

„Ich erkenne dich nicht wieder“, sagte ich lächelnd. Dabei rückte ich auf der Couch das Stück nach. „Bist du denn gar nicht eifersüchtig? Oder besser: Wirst du nicht eifersüchtig, wenn du zusiehst, wie ich mit einer anderen Frau schlafe? Für dich ist das doch auch etwas Neues. Wir haben es noch nie getan?“

„Das ist ja gerade das Aufregende“, sagte sie mit begeisterter Überzeugung. „Nein, eifersüchtig werde ich bestimmt nicht. Weshalb auch? Ich bin ja dabei, und du kennst Marion genausowenig wie ich. Sie ist eine Fremde, die nichts als Sex will. Und auch wir wollen nur Sex. Bei einem Verhältnis wäre es etwas anderes, aber so … Ich bin überzeugt, daß wir alle drei auf unsere Kosten kommen.“

Ein feiner Hauch von Röte hatte ihr Gesicht überzogen und machte sie nur noch anziehender. Wenn doch diese verdammte Marion nicht wäre! dachte ich einen Moment. Ich begehrte meine Frau so stark wie noch nie zuvor.

Ich streckte meine Hand aus und fuhr Sabine leicht über das Oberteil ihre durchsichtigen Hausanzuges. Augenblicklich verhärteten sich ihre Brustwarzen und richteten sich auf. Nur diese kleine Berührung genügte. Das war schon lange nicht mehr der Fall.

„Was versprichst du dir eigentlich von dieser Begegnung?“ fragte ich interessiert, obwohl ich noch immer nicht recht an Marions Besuch glaubte. „Sie ist ja schließlich eine Frau und somit mehr ein Spielzeug für mich. Ich kann mich nicht entsinnen, schon einmal eine lesbische Ader an dir entdeckt zu haben.“ Ohne jede Spur Verlegenheit lächelte sie mich an.

„Was nicht ist, kann noch werden.“

„Oh, hoppla!“ gab ich von mir.

„Man muß doch nicht unbedingt lesbisch sein oder werden, wenn man es mal mit einer anderen Frau probiert“, meinte sie nun doch erklären zu müssen. „Ein bißchen bi ist doch auch ganz schön, oder? Ich habe es noch nie getan, aber ich kann nicht bestreiten, daß es einen gewissen Reiz auf mich ausübt.“

„Na, ja“, sagte ich ein wenig betreten. „Warten wir also ab, wie sich alles entwickeln wird. Ich hoffe nur, daß es wirklich diesen positiven Einfluß auf unsere Ehe ausübt, den wir uns davon versprechen.“

Dabei schaute ich auf die Uhr und stellte fest, daß es schon nach acht war. Wenn Marion wirklich und überhaupt kam, dann hatte sie sich jetzt schon verspätet. Und das war nicht das beste Zeichen. Aber Sabine ließ mich gar nicht zum Grübeln kommen. Sie war aufgewühlt bis in die letzte Faser ihres Körpers. Und das war es wohl auch, was sie die Initiative ergreifen ließ.

„Wir sitzen da wie zwei Kinder, die auf ihren Lehrer warten“, sagte sie plötzlich. „Und dabei vergessen wir ganz, daß dieser Abend eine besondere Note hat. Er steht im Zeichen des Sex und nicht der Diskussion. Unterhalten können wir uns immer noch, wenn wir wieder allein sind. Ich sehe nicht ein, weshalb wir nicht schon ein wenig vorüben sollen.“

Damit wandte sie sich mir ganz zu und legte entschlossen ihre gepflegte Hand in meinen Schoß.

Etwas regte sich. Ich bemerkte es erstaunt. Allein die leichte Berührung löste eine Erektion aus. Ich konnte also sagen, was ich wollte: Auch ich war geladen und voller Bereitwilligkeit.

Während Sabine sanft wie ein Hauch über die wachsende Ausbuchtung meiner Hose strich, machte ich mich daran, ihr zwei Finger unter das hauchdünne Oberteil ihres Hausanzuges zu schieben. Ich ertastete ihre harten Brustwarzen und begann sie zu reiben.

Sabine stöhnte. „Das hast du schon lange nicht mehr mit mir gemacht.“ Es waren genau auch meine Gedanken.

„Und du hast schon eine Ewigkeit nicht mehr ganz allein von dir aus deine Hand zwischen meine Schenkel gelegt“, gab ich zurück.

„Ist das eine Entschuldigung?“

„Nein, natürlich nicht“, murmelte ich. „Aber …“

„Alles in allem“, zog sie ihre Rückschlüsse, „fehlte uns also die ganze Zeit nur der gewisse Anreiz, um erneut zu entflammen. Es ist nicht so, daß wir uns gar nichts mehr zu bieten haben, sondern wir sind nur faul und phlegmatisch geworden. Eigenschaften, die wohl jedes Ehepaar früher oder später annimmt, falsch interpretiert und daran zugrunde geht. Jetzt haben wir aber einen ganz bewußten Schritt unternommen, um das alles wieder aufleben zu lassen. Wir sind beide bereit, eine dritte Person in unser Sexualleben einzubeziehen. Dadurch wird es wieder neu und gewinnt seinen Reiz zurück.“

Sie holte Luft und strich etwas fester über meinen Unterleib. Dann fuhr sie fort: „Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, daß es gar nicht der dritten Person bedarf, um uns zu erregen. Allein der Gedanke daran genügt schon. Und jetzt tue ich etwas, was ich schon die ganze Zeit tun wollte.

Selbst auf die Gefahr hin, daß ich Marion damit etwas wegnehme.“

Wieder strich sie über meinen Unterleib. Dann verhielt sie abrupt und begann plötzlich meine Hose zu öffnen.

Ich zog meine Hand aus ihrem Etwas von Brustbedeckung und schaute an mir hinab. In mir war gespannte Erwartung, was sie tun würde. Natürlich wußte ich, was Sabine zu Beginn unserer Ehe in diesem Fall getan hatte und tun würde, aber jetzt? Alles lag schon so weit zurück.

Mein Glied sprang schon fast von allein ins Freie. Sabine brauchte nur noch den Slip ein wenig nach unten zu ziehen. Die Eichel war dick geschwollen und halb entblößt. Obwohl ich absolut keine exhibitionistischen Neigungen besaß, wirkte der provozierende Anblick sogar auf mich erregend. Ein Mann hatte in diesem Zustand schon etwas zu bieten. Auch Sabine mußte so empfinden, denn sie schluckte. Dann beugte sie sich entschlossen vor und stülpte ihre Lippen über die Spitze meiner Männlichkeit.

„Ich warne dich!“ sagte ich spöttisch und doch vor Erregung bebend. „Du hast mich selbst daran erinnert, daß wir schon über zwei Wochen nicht mehr miteinander geschlafen haben. Und da ich keine Geliebte besitze, ist alles da drinnen angestaut.“

Sabine knurrte etwas, ohne sich von dem zentralen Punkt zu lösen. Jetzt war ihre Zunge in Bewegung und entlockte mir ein unkontrolliertes Zucken des Beckens.

„Mach’ nur so weiter“, keuchte ich passiv. „Du wirst schon sehen, wohin das führt. Und dabei dachte ich, du wolltest heute deine Zunge in den unergründlichen Schlund unseres Gastes tauchen.“

Ich spürte ganz genau, daß nicht viel fehlte, um mich explodieren zu lassen. Erst jetzt kam mir so richtig zu Bewußtsein, wie sehr ich das heiße Liebesleben früherer Zeiten vermißte, und daß es mein Körper brauchte. Da half auch alle Arbeit nichts und die Einbildung, das Leben fände nicht im Bett statt. Wenn es auch nicht das gesamte Leben war, aber so war doch die sexuelle Betätigung ein nicht unwichtiger Bestandteil davon.

Sabine war so erregt, daß sie mich ganz bewußt dem Höhepunkt zutrieb. Ihre Zunge war laufend in Bewegung, und dabei saugte und lutschte sie noch. Oh ja, ich wußte, daß sie früher den Oralverkehr gern gehabt hatte. Aber auch das war im Laufe der Zeit eingeschlafen. Und nun versuchte sie zu erreichen, daß ich in ihren Mund ejakulierte.

Ich sträubte mich nicht mehr dagegen. Mir war es gleich. Oder noch besser: Jetzt wollte ich es auch. Die Gedanken an unseren erwarteten Gast rückten immer weiter in den Hintergrund und machten dem allgemeinen Drängen Platz, nur noch erigierter Penis, nur noch spuckender Schwanz zu sein. Einen ganz kurzen Moment noch, und ich hatte es erreicht. Auch Sabine stöhnte schon. In diesem Moment klingelte es.

Augenblicklich brach alles in uns zusammen. Sabine hob den Kopf und starrte mich an.

„Marion!“

Es gibt Momente im Leben, wo jeder Mensch eines Mordes fähig ist. Nun war ich soweit. Ich hätte sie umbringen können.

„Gehst du oder ich?“ fragte Sabine. Doch bevor ich mich fassen und entscheiden konnte, war sie schon aufgesprungen. „Ich gehe! Mein Gott, bin ich aufgeregt. Und du bleibst so, wie du bist!“

Ich wollte protestieren. Das ging ja nun doch zu weit. Schließlich kannte ich diese Marion Richter überhaupt nicht.

Sabine beugte sich zu mir herab und strich mit einem kleinen, fast teuflischen Lächeln über meinen erigierten Penis.

„Du bleibst bitte, wie du bist“, wiederholte sie noch einmal eindringlich. „Einen besseren Empfang kann ich mir für unseren Gast gar nicht vorstellen. Wenn sie hereinkommt und dich so sieht, erübrigt sich jedes einleitende Geschwafel. Wir wollen eine Sexorgie feiern, und sie soll sehen, daß wir uns schon darauf vorbereitet haben. Also bitte!“

Damit verschwand sie, und ich starrte mit ausgesprochen gemischten Gefühlen auf meine entblößte Männlichkeit herab.

* * *

Marion Richter war ein Mädchen ganz besonderer Art. Einen Typ ihres Schlages hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht kennengelernt, und ich glaubte auch nicht daran, jemals wieder das Glück zu haben. Sie war der personifizierte Sex, wie man so schön sagt, und allein ihre Gegenwart tötete augenblicklich jeden anderen Gedanken.

Während ich reichlich unschlüssig auf der Couch saß und meinen bis zum Platzen gespannten Penis betrachtete, hörte ich Sabine die Wohnungstür öffnen und unseren verspäteten Gast begrüßen. Sie war überaus fröhlich und aufgedreht, und schon das waren Eigenschaften, die sie sonst Fremden gegenüber nicht besaß. Im Grunde ihres Wesens hatte ich meine Frau immer für etwas menschenscheu gehalten.

Man lernt eben nie aus! Bereits im Korridor hatten sich die beiden Frauen soviel zu sagen, daß die Töne, die zu mir drangen, wie ein Geschnatter klangen. Mir wurde immer unwohler in meiner Haut, wenn ich daran dachte, welchen Eindruck ich mit entblößtem Unterleib auf unseren Gast machen mußte. Sabine war ja verrückt! Sexparty hin und Orgie her, aber schließlich mußte man sich ja erst einmal beschnüffeln. Und außerdem, das war immer noch meine Meinung, lag mir gar nichts an dieser Marion.

Ausgerechnet in dem Moment, als ich mich endlich dazu durchgerungen hatte, meine Männlichkeit wieder in der Hose zu verstauen, ging die Tür auf und die beiden Frauen betraten das Zimmer. Die eine grinsend, und die andere erwartungsvoll. Und ich? Nun ja, was soll ich sagen. Ich bekam einen knallroten Kopf. Das schien Sabine nur noch mehr zu amüsieren.

„Mein Mann“, sagte sie frech, und mit einer leichten Geste zu meinem entblößten Schwanz hin: „Und das ist sein bestes Stück. Wie du siehst, hat er es schon auf Vordermann gebracht.“

„Das ist gemein!“ entfuhr es mir impulsiv.

Marion und Sabine lachten, und da war der Bann gebrochen. Kichernd wie ein kleines Mädchen, umkreiste mich Sabine und zog meine Hände von meinem zentralen Punkt weg. Mein Penis hatte noch nichts von seiner Steifheit verloren, und allein das Bewußtsein, daß ihn jetzt noch eine weitere Frau anstarrte, ließ ihn noch ein weiteres Stück wachsen. Beide registrierten es, und wieder verwunderte mich meine Frau.

„Ich habe ihm vorhin einen geblasen, kurz bevor du kamst“, sagte sie mit entwaffnender Offenheit zu Marion. „Wir sind aber nicht fertig geworden. Jetzt muß er kurz vor dem Platzen stehen. „Willst du..?“

Sie ließ den Rest des Satzes offen, aber es war auch nicht nötig, ihn auszusprechen. Jedem von uns war klar, was sie sagen wollte. Sabine drängte bewußt auf sofortige Aktivität. Doch nicht sie wollte zu Ende führen, was sie vor ein paar Minuten begann, sondern sie trat es freiwillig an unseren Gast ab.

Ich schaute zu Marion auf. Wir hatten noch kein Wort miteinander gesprochen, und wegen meiner rutschenden Hose konnte ich mich auch nicht erheben. Zweifellos konfus und bis oben hin mit zwiespältigen Gefühlen erfüllt, gab ich mir jedoch alle nur denkbare Mühe, das Mädchen so freundlich und einladend wie möglich anzugrinsen.

Mein Grinsen wurde erwidert. Und dann hörte ich zum ersten Mal die überaus sympathische Stimme dieses Fräulein Richter.

„Natürlich will ich gern das begonnene Spiel zu Ende führen. Du bist sehr großzügig, Sabine. Du glaubst gar nicht, wie glücklich ich bin, heute bei euch sein zu dürfen. Nur dein Mann scheint noch ein bißchen durcheinander zu sein. Deshalb ist es vielleicht wirklich gut, wenn ich ihm den Begrüßungskuß gebe.“

Sie zwinkerte mir zu und ging vor mir in die Knie.

Plötzlich schlug mir das Herz bis zum Hals. Nicht nur ihre unmittelbare Nähe erregte mich, sondern hauptsächlich der fiebernde Gedanke, ob sie es wirklich tun würde. Sie, die Außenseiterin, bei mir, einem ihr völlig fremden Mann.

Oh Gott, was war ich damals noch naiv. Ich hatte nicht die kleinste Vorstellung davon, wozu die routinierten Kontaktgespielinnen tatsächlich fähig waren, und was man in ihren Kreisen als Begrüßungskuß verstand. Ich war genauso wie Sabine absoluter Neuling auf dem glatten Parkett des Partnertausches, nur daß meine Frau wahrscheinlich doch schneller und besser den Anschluß fand.

Auf einmal zitterten meine Knie, und mit einem leichten Lächeln legte Marion ihre Hände darauf. Dann schlossen sich ihre Lippen um meinen Penis, und für Sekunden erstarrte ich zur Salzsäule.

Mit fiebrig glänzenden Augen schaute uns Sabine zu. Natürlich sah sie auch, daß ich innerlich völlig verkrampft war, und da kam auch schon ihr unausbleiblicher Kommentar.

„Jetzt stell’ dich nicht an, Liebling!“ flötete sie. „Ich erkenne dich nicht wieder. Wo hattest du denn bisher deine schüchterne Ader versteckt?“

Ich hätte sie umbringen können. Meine Gefühlswelt war vollkommen durcheinander. Dabei ärgerte ich mich über mich selbst. Früher hatte ich eine ganze Menge Mädchen gehabt, aber das lag halt doch schon eine Weile zurück. Jetzt brachte mich allein die Vorstellung um den Verstand, daß unser Gast mir einen blies. Und dabei hatte ich mich doch lang genug seelisch und moralisch darauf vorbereiten können. Die ganze Zeit, in der wir mit Marion nur Briefe gewechselt hatten.

„Was tust du?“ fragte ich Sabine überrascht. Sie hatte bei dem geilen Anblick, den wir beide bieten mußten, die Hand in die Hose ihres durchscheinenden Hausanzuges geschoben und führte ganz eindeutige Bewegungen aus.

„Das siehst du doch“, gab sie spöttisch zurück. „Ich helfe mir selbst.“

Soviel Schamlosigkeit ging auch an mir nicht spurlos vorüber, und irgendwie half es mir. Meine Aufregung und meine innerliche Verkrampfung lösten sich etwas, und nun spürte ich auch, was zwischen meinen Beinen geschah.

„Ich – ich komme gleich!“ stöhnte ich.

Der Gedanke, daß ich Marion bereits während der ersten Minuten unseres Kennenlernens in den Mund spritzte, und daß sie es auch noch wollte, ging mir nicht in den Kopf.

Sie hob den Blick und blinzelte mir zu. Sie hatte mich also verstanden, und doch löste sie sich nicht von mir. Viel eher verstärkte sie ihre saugenden und leckenden Bewegungen noch, und dann wühlte sie auf einmal beide Hände so tief wie möglich zwischen meine Schenkel. Als mir ihre Finger über den Damm und den After strichen, durchfuhr es mich wie bei einem elektrischen Schlag. Mein ganzer Körper versteifte sich, und überdeutlich spürte ich es in mir brodeln und aufsteigen.

„Ja?“ fragte Sabine fiebernd. Dabei kam sie noch näher und ließ keinen Blick von uns. Die Hand unter dem durchscheinenden Stoff ihrer Hose war in rasender Bewegung.

„Gleich!“ japste ich. „Du … – wir …“

Ich konnte es nicht mehr zurückhalten. Marion verstand sich viel zu gut darauf, wie man einen Mann allein durch Saugen und Lecken zum Orgasmus trieb, als daß ich noch eine Chance gehabt hätte. Bebend und am ganzen Körper vibrierend, überschritt ich den gewissen Punkt, und dann war es mir, als würde mein gesamtes Ich von einem wilden Strudel davongerissen. Alle Schranken und Dämme brachen, und dann schoß es aus mir heraus.

Später wußte ich nicht mehr, ob ich gestöhnt oder sonst was getan hatte. Ich war wie von Sinnen und nur noch erigierter, explodierender und heftig spuckender Schwanz. Jede einzelne Entladung nahm ich mit kristallklarer Deutlichkeit wahr und registrierte zudem noch das heftige Schlucken unseres Gastes.

Die Wolken der Wollust und Sinnlichkeit verflüchtigten sich, als sich Marion abrupt von mir löste und meinen Schwanz freigab. So spritzten die letzten Entladungen auf meinen Bauch und verschmierten meine Genitalien. Doch niemand achtete darauf, noch nicht einmal ich. Unser Gast hatte nicht etwa genug, sondern wechselte nur den Partner. Nun bezog Marion meine Frau in ihr Spiel ein.

Bereitwillig und selbst schon längst nur noch ein bebendes Bündel Fleisch, ließ es Sabine geschehen. Marion riß sie an sich und preßte ihren heißen, spermaverschmierten Mund auf ihre Lippen.

Augenblicklich war ich wieder hellwach und ganz bei der Sache. So war das also gedacht! Auch Sabine sollte etwas davon haben! Sie leckte die Reste meines Samens von Marions Lippen, und während ich fasziniert zuschaute, wurde ich selbst wieder geil. Trotz der soeben überstandenen Ejakulation fiel meine Männlichkeit nicht in sich zusammen. Erneut schoß das Blut in mein Glied und ließ es hart und steif in die Höhe ragen.

„Komm!“ hörte ich Marion keuchen. „Auf die Couch!“

Vorläufig war ich abgemeldet und preßte mich in die äußerste Ecke. Die beiden Frauen waren vollauf mit sich selbst beschäftigt. Mit geschlossenen Augen ließ sich Sabine auf die Couch sinken, und Marion beugte sich über sie. Dabei brauchten sie so viel Platz, daß ich mich erheben mußte.

Meine Hose rutschte mir über die Knie.

„Verdammt!“ murmelte ich. Dann mußte ich grinsen. Was sollte eigentlich die Hose noch? Sie wirkte nur störend, und entschlossen zog ich sie aus.

Als ich wieder zu Sabine und Marion hinschaute, sah ich, daß sie in ihrer eigenen Welt waren. Sie beleckten sich wie zwei perfekte Lesbierinnen, und nun wußte ich, was sich Sabine von unserem Gast versprochen hatte. Das war es, was sie einmal ausprobieren wollte.

„Du bist wunderbar“, sagte Marion. Ihr Atem ging keuchend. „Ihr seid beide Klasse!“

„Du auch!“ gab Sabine zurück.

“Ich will dich ganz haben!“ stieß Marion in höchster Ekstase hervor. „Ich habe mich so nach dir gesehnt. Darf ich?“

Obwohl Sabine im Moment wahrscheinlich gar nicht wußte, was unser Gast wollte, sah ich sie nicken. Da streckte Marion auch schon beide Hände nach der durchscheinenden Hose meiner Frau aus und zog sie ihr mit einem Ruck über die Hüften nach unten. Nackt und bloß lag das Geschlecht Sabines da. Ihr Venushügel und der Busch ihrer Haare wölbten sich leicht nach oben, und ganz automatisch spreizte sie die Schenkel. Dabei schloß sie die Augen und ergab sich ganz der momentanen Situation.

Inzwischen war ich wieder soweit, daß ich kaum noch an mich halten konnte. Das Bild, das sich meinen Augen bot, ging fast über meine Kräfte. Noch nie war ich Zeuge einer lesbischen Handlung gewesen, und als Marion sich jetzt mit einem undefinierbaren Laut über den Unterleib meiner Frau beugte und ihr Gesicht in den Haarpelz wühlte, ging mir fast einer ab. Sabine öffnete den Mund und leckte sich über die fiebrigen Lippen. Sie war vollkommen weggetreten. Sie wußte garantiert nicht mehr, wo sie war und was mit ihr geschah. Sie war nur noch ein benebeltes Bündel Mensch, das sich auf die höchsten Wogen der Wollust erhob.

Plötzlich stöhnte sie. Marion hatte vorsichtig die Schamlippen meiner Frau gespreizt und versenkte nun ihre Zunge in die feuchte Scheide.

Ich konnte nicht mehr anders. Ganz von allein suchten und fanden meine Hände ihr Ziel und taten das, was ihnen mein Unterbewußtsein befahl. Die eine Hand schloß sich um meinen Penis, die andere um den prallen Hodensack, und wie in Trance begann ich an mir selbst zu arbeiten.

Das ist ein Weib! dachte ich fiebernd. Nichts war übriggeblieben von dem Mißtrauen und der Abneigung Marion gegenüber. Jetzt, da ich sie in voller Aktion erlebte und sie sich auch schon an mir ausgetobt hatte, empfand ich nur noch ein heißes, brennendes Begehren. Meine Hand bewegte sich immer schneller auf und ab, schob die Vorhaut an meinem bis zum Platzen gespannten Glied hin und her, und dabei starrte ich auf Marions gebeugten Rücken und den straff gespannten Stoff der Hose über ihrem Hinterteil.

Sabines Keuchen wurde immer lauter und Marions saugende und leckende Bewegunen immer wilder. Ich selbst spürte es in mir aufsteigen und verhielt einen Moment. Und dann bemerkte ich, wie ich mich wie von einem Magneten angezogen, langsam Schritt für Schritt den beiden Frauen näherte.

Unmittelbar hinter Marion verhielt ich, und wie in Trance senkte sich meine Hand auf ihren Po herab. Unser Gast gab einen grunzenden Laut von sich, ohne das Gesicht von Sabines Unterleib zu lösen. Dafür hob sie aber ihr Hinterteil noch ein Stück höher.

War es eine Aufforderung?

Auf einmal konnte ich kaum noch atmen. Ich war noch voller Hemmungen, denn schließlich war es ja das erste Mal, daß wir uns einem Dreierspiel hingaben. Aber ich war auch voller Begehren. Das letztere nahm schließlich überhand und verdrängte alles andere. Jetzt oder nie! sagte ich mir. Auch das war mehr unterbewußt. Und dann umklammerte ich Marion von hinten.

Sekundenlang hob sie den Kopf. „Ja! Los!“ sagte sie. Ich sah ihre Lippen, die von dem Saft meiner Frau verschmiert waren. Sogleich senkte sie sich aber wieder auf die lockende Fotze herab, und ich hatte nun meine Hemmungen überwunden.

Geil und am ganzen Körper vor Erwartung bebend, faßte ich um Marions Leib herum und fummelte den Bund ihrer Hose auf. Dabei spürte ich überdeutlich, wie meine Männlichkeit noch ein weiteres Stück anschwoll. Hatte ich überhaupt schon einmal eine derart starke Erregung verspürt? – Ich wußte es nicht.

Plötzlich dauerte mir alles viel zu lang. Ich konnte nicht sehen, was meine Hände taten, und deshalb hatte ich Schwierigkeiten mit den Knöpfen und dem Reißverschluß. Als er sich endlich löste, war es auch höchste Zeit. Ohne jetzt noch die geringsten Rücksichten zu nehmen, zerrte ich unserem Gast die Hose über die Hüften. Auch das war nicht so leicht aus meiner Position heraus, doch Marion half mir. Sie hob ihren Hintern, vergaß dabei aber keinesfalls, Sabine weiter zu reizen.

Der Slip machte keine Schwierigkeiten mehr. Bevor ich das letze Hindernis beseitigte, legte ich mir selbst eine Zwangspause auf und starrte nur. Ich hörte Sabines Keuchen und Marions Schmatzen. Zudem spürte ich das Pulsieren des Blutes in meinem Schwanz und den fast schmerzhaften Druck in den Lenden. Das Hinauszögern des Letzten war eine süße Qual. Magnetisch angezogen, hob ich die Hand und strich über das runde, feste Hinterteil. Dann schob ich eine Hand zwischen die leicht gespreizten Schenkel Marions und registrierte die dumpfe Feuchtigkeit des Zwickels.

Keiner kann sagen, wie lang ich so verhielt, dem Genuß der Qual ergeben. Es weiß auch niemand, wie lang ich noch gezögert hätte, wenn Marion nicht plötzlich erneut ihren Kopf gehoben hätte.

„Fick’ mich!“ stieß sie hervor. In ihrer Stimme schwang höchste Erregung mit. „Los doch, fick’ mich!“

Da erwachte ich aus meiner Versunkenheit und zerrte ihr auch noch den Slip herunter.

Alles andere ging dann rasend schnell. Jetzt konnte ich nicht mehr an mich halten. Der nackte Po des Mädchens starrte mir entgegen, lockend und einladend. Ich griff nach meinem Schwanz, hockte mich auf die Couch, und schon rammte ich Marion mein Glied von hinten in die Scheide.

Das Mädchen stöhnte auf. Marions Stöhnen vermischte sich mit dem meiner Frau, und ich riß sekundenlang den Mund auf. Unser Gast war noch überraschend eng. Dann spürte ich jedoch die Feuchtigkleit des Mädchens, den warmen, klebenden Liebessaft, der meinen Schwanz umschloß, und ich begann zu rammeln.

Es war ein Rammeln, nichts anderes. Fick’ sie! schoß es mir durch den Kopf. Ficken! Immer und immer wieder. Für etwas anderes war kein Platz mehr. Ich dachte und empfand so obszön, wie noch nie in meinem Leben.

Mein Gott, wie lang hatte ich keine andere Frau mehr gehabt? Vier Jahre lang! Ich war Sabine immer treu gewesen, physisch wie psychisch. Und plötzlich erkannte ich, daß allein daran unsere Ehe krankte. Immer wieder die gleiche Frau. Deshalb war mein Sexualverlangen erlahmt. Doch jetzt hatte ich eine andere, steckte bis zum Anschlag in ihr, und rammelte in wilder Ekstase auf sie ein. Gleichzeitig hörte ich Sabine am Rand der Hysterie wimmern, registrierte Marions Beben und war überglücklich.

Es dauerte nicht lang. Es konnte nicht lange dauern, denn ich war ja vorher schon kurz vor der Ejakulation gewesen. Wahrscheinlich verging noch nicht einmal eine volle Minute, bis meine Dämme brachen, doch für mich war es die schönste Minute seit Jahren. Als ich spürte, wie es in meinen Lenden zu zucken begann, wie mein Samen aufstieg, heiß und brodelnd, und wie er Stoß für Stoß in Marions Scheide spritzte, da riß auch die beiden Frauen der Orgasmus dahin, und zu dritt erhoben wir uns in den Wollusthimmel. Als wir wieder zu uns kamen, lagen wir alle drei übereinander und ineinander verkrallt auf der Couch und atmeten heftig. Neben Marions dunklem Wuschelkopf sah ich das Gesicht meiner Frau. Sabines Augen waren offen und verklärt. Und ihr Mund lächelte.

Das Wunder

von Stephan W. Marcus

“Zeig’ es mir!“ sagte das Mädchen. „Bitte, ich möchte es sehen! Einmal nur, damit ich weiß, wie das ist! Jetzt kennen wir uns schon den ganzen Sommer, aber davon weiß ich rein gar nichts! Ich denke, du liebst mich, und es gehört doch dazu!“ Dabei strich es sich die zerzausten Haare aus dem Gesicht und leckte sich nervös über die Lippen.

Der Junge preßte die Schenkel zusammen. „Muß das sein?“ fragte er heiser, während er spürte, wie ihm das Blut in den Kopf schoß. „Ich glaube, es geht heute nicht. Ich bin nicht in Stimmung, verstehst du?“ Aber er brachte es auch nicht fertig, sie von sich zu schieben und sich zu erheben.

Alles in ihm schien zu vibrieren. Das gibt es doch nicht! dachte er voller Panik. Das kann sie doch nicht verlangen! Heute, wo ich bereits … Wer hätte damit gerechnet, an sowas gedacht? Ist das denn wirklich noch die kleine, unschuldige Elke, die vor mir noch nie einen Jungen geküßt hat?

Fast meinte er spüren zu können, wie die Blicke des Mädchens auf der typisch männlichen Ausbuchtung seiner Cordhose hingen. Wie schon so oft in den vergangenen Wochen, hatten sie sich getroffen, um einen Spaziergang zu machen. Ihr Weg hatte sie durch Felder und Wiesen geführt. Hier war es ruhig, und sie konnten sich unterhalten. Mehr wollten sie gar nicht, jedenfalls bisher. Sie hatten gelacht, Händchen gehalten, sich auch geküßt. Na ja, sie liebten sich halt, wie das so ist. Nie hatte er versucht, mehr zu bekommen, und nun das.

Er glaubte es immer noch nicht. Einen Moment schloß er die Augen und spürte das weiche Gras unter sich. Da kam auch schon die unvermeidbare Frage.

„Warum?“ bohrte Elke mit aller Naivität ihrer sechzehn Jahre. „Warum geht es nicht? Muß man dafür in Stimmung sein?“

Es war kein Traum, sie ließ einfach nicht locker. Ernüchtert öffnete er wieder die Augen. Sie kniete neben ihm, starrte in seinen Schoß und schien den Stoff seiner Hose durchdringen zu wollen.

Ihre Neugier verunsicherte ihn. Er wußte, daß sich nichts rührte, weshalb sich ganz einfach nichts rühren konnte und wurde noch eine Spur dunkler. Deshalb machte er ja diese Dinge, um ihr gegenüber unbefangen zu sein. Deshalb onanierte er ja fast jedesmal, bevor er sie traf, damit er ihr nicht zu nahe trat. Und nun wollte sie unbedingt eine Erektion bei ihm sehen.

Es war ein Witz, fast eine Komödie. „Natürlich muß man in Stimmung sein!“ giftete er wütend. „Oh Gott, bist du noch dumm. Was stellst du dir eigentlich vor? Ein Mann oder ein Junge ist doch keine Maschine, die nur einen Knopfdruck benötigt, um zu funktionieren.“

Sie schien es lustig zu finden, denn sie lachte. „Knopfdruck!“ wiederholte sie. „Das ist gut!“ Dann wurde sie wieder ernst.

„So dumm bin ich auch wieder nicht, wie du glaubst“, murmelte sie. „Schließlich bin ich schon sechzehn. Ich weiß sehr gut, wie das geht, auch wenn ich es selbst noch nie gesehen habe. Eine Freundin von mir sagte, daß es fast wie ein Wunder sei, was da geschieht. Man braucht gar nichts weiter zu tun.“

„Eine Freundin?“ stieß er hervor. Das war ja reizend.

„Und woher weiß sie das?“

„Sie hat einen Freund.“ Abermals leckte sich Elke über die Lippen. „Schon länger, und er ist nicht so schüchtern wie du. Manchmal genügt es schon, wenn er sie ansieht, um einen Steifen zu kriegen. Oder sie streicht ihm über die Hose, dann geht es bestimmt. Soll ich mal? Soll ich es auch mal probieren?“

„Was?“ schnappte er, obwohl er sehr gut verstanden hatte. Das fehlte ihm noch.

„Dich anfassen, streicheln.“ Sie ließ sich ganz einfach nicht irritieren. „Irgendwie muß es doch gehen!“

Er brachte kein Wort heraus. Was sollte er auch darauf sagen? Ermuntert rutschte sie noch ein Stück näher und legte ihm eine Hand auf die Hose. Dabei verschob sich ihr Kleid, und er konnte ein Stück ihres Minislips sehen.

Die zaghafte Berührung ließ ihn erschauern. Es war wie ein Stromstoß, der ihn elektrisierte. Nicht! wollte er fauchen, aber es kam nur ein Stöhnen heraus. Dafür spürte er plötzlich, wie etwas in ihm erwachte.

Ungläubig starrte er an sich hinab. Er glaubte es selbst nicht, aber es war so. Unter dem Stoff seiner Hose bewegte es sich. Er wurde erregt, ganz ohne sein Zutun. Und das Wunder geschah.

Verlegen horchte er in sich. Damit hatte er nicht gerechnet, aber das Mädchen bemerkte es schon. „Es geht!“ japste Elke. „Sieh’ doch, es geht!“ Aufgeregt strich sie ihm weiterhin über die Hose. „Es wird, ich habe es doch gewußt! Oh Gott, ist das schön, ist das toll! Jetzt weiß ich es endlich!“ Bis sein Glied so fest gegen die Hose drückte, daß es jeden Moment den Stoff zu sprengen schien.

Neugierig starrte das Mädchen in seinen Schoß und verhielt. Selbst überrascht, tippte es gegen das Zelt. „Wenn das kein Wunder ist!“ bestätigte es. „Erst war da fast gar nichts, und jetzt diese Beule! Gaby hat also recht, man muß es nur streicheln! Tut das nicht weh?“ Aber er brachte noch immer kein Wort über die Lippen.

Während er vollkommen regungslos vor ihr im Gras lag und mit sich kämpfte, begann sie erneut ihn zu befühlen.

„Natürlich tut dir das weh“, gab sie sich selbst die Antwort auf ihre Frage. Deutlich konnte er spüren, wie ihre Finger den Schaft seines Gliedes umschlossen. „Er ist auf einmal so groß, daß er gar keinen Platz in der Hose mehr hat. Das muß doch wehtun, du kannst es ruhig sagen. Soll ich ihn … soll ich ihn ’rausholen? Ich würde es tun, gern sogar. Es macht mir nichts aus, ganz im Gegenteil. Du brauchst dich vor mir doch nicht zu genieren. Gaby sagt auch, daß man ihn ’rausholen muß, daß es vollkommen natürlich ist, und es die Jungen mögen.“ Dabei beugte sie sich noch tiefer und begann seinen Gürtel zu lösen.

Alles in ihm war ein einziges Chaos. Blutrot im Gesicht, starrte er an sich herab. „Nicht!“ rutschte es ihm heraus. „Bitte, ich will nicht …“ Noch immer wagte er nicht sich zu bewegen, aber er konnte wenigstens wieder seine Stimme gebrauchen. „Du bist ja verrückt! Du weißt ja nicht, was du tust!“ Doch das Mädchen wich nicht von seiner Seite.

„Oh doch!“ kam es trotzig. „Ich weiß sehr wohl, was ich tue! Ich will dir doch helfen!“ Der Gürtel war offen, und einen Moment zögerte Elke. „Man muß etwas tun, so kannst du es doch nicht lassen!“ Dann zog sie den Reißverschluß auf, und er schloß die Augen. Der Anblick des zum Vorschein gekommenen Slips schien das Mädchen zu faszinieren. Er konnte nicht hinschauen. Noch nie war ihm ein anderer Mensch so nahe gewesen. Jede Faser seines Körpers vibrierte. Nichts wünschte er mehr, als daß alles nur ein Traum sei, und doch spürte er etwas, was ihn selbst überraschte.

Verblüfft horchte er in sich. Konnte es sein, daß ihm die Neugier des Mädchens gefiel? Daß er stolz darauf war, etwas zu haben, was sie begehrte, und dadurch sein Selbstbewußtsein zurückerlangte?

Abermals blinzelte er. Noch immer kniete Elke im Gras und starrte in seinen Schoß. Auch ihr Gesicht glühte. Vorsichtig strich sie über den Stoff seines Slips und befühlte sein Glied. Schließlich gab sie sich einen Ruck und zog den Slip ein Stück nach unten.

Sofort sprang sein Penis ins Freie. Riesengroß, mit halb zurückgeschobener Vorhaut und feucht glänzender Eichel, ragte sein Glied in die Höhe.

Er hielt die Luft an. “Oh!“ stieß das Mädchen hervor. „Ich wußte gar nicht, daß er so groß ist!“ Mit spitzen Fingern tippte Elke gegen den Schaft. „Und so hart! Es ist einfach toll! Ich bin ja so froh, daß ich jetzt endlich weiß … daß du mir erlaubt hast …“

Sie verhaspelte sich und schluckte. Andächtig, mit erregt funkelnden Augen, befühlte sie das steife Organ. Mit der anderen Hand strich sie ihm über den Bauch.

„Ist es …“ krächzte sie vollkommen gefangen. „Ist es jetzt besser? Jetzt tut es nicht mehr so weh, nicht wahr? Du bist ja … du hast ja da unten Haare! Ich dachte immer, nur wir Mädchen hätten da Haare, während ihr Jungen …“ Gleichzeitig tastete sie tiefer und strich ihm über die Hoden.

Pfeifend stieß er die Luft aus. Seltsam berührt, ließ er das Mädchen gewähren. Auf einmal fühlte er sich ihr wieder überlegen.

„Oh Gott!“ stöhnte er auf. „Bist du noch dumm! Natürlich habe ich Haare, wieso denn nicht? Alle Männer sind unten behaart!“

„Ich dachte ja nur“, kam es stockend. „Entschuldige bitte!“ Fester packte sie zu und beugte sich noch weiter auf ihn hinab. „Woher soll ich denn wissen..? Deshalb wollte ich ja, daß du mir … daß ich dich einmal ansehen darf. Dich berühren, befühlen, alles genau untersuchen. Wir lieben uns doch, also gehört es dazu. Gaby und viele andere von meinen Freundinnen machen das auch, nur ich bin noch so unerfahren. Einmal muß es doch sein, oder? Ich bin doch kein Kind mehr!“

„Aber nein“, schluckte er und wunderte sich über sich selbst. „Natürlich bist du kein Kind mehr. Du kannst ja, ich habe ja gar nichts dagegen. Jetzt ist ohnehin alles egal. Hast du denn wirklich noch nie, ich meine, auch nicht auf Bildern …?“

„Eigentlich nicht.“ Sie verstand, was er meinte. „Was ich weiß, hat mir Gaby erzählt, aber so ist es natürlich viel besser. Du mußt mir alles erklären, nicht wahr? Du schämst dich doch nicht, doch nicht vor mir, wo ich dich liebe?“

„Jetzt nicht mehr“, rang er sich ab. Mein Gott, was sollte er sagen, was tun? „Es ist nur – ach, was! Also mach’ schon, laß’ dich nicht aufhalten! Dann untersuche mich eben, wenn du unbedingt willst!“

Er ruckte hoch und stützte sich auf die Ellenbogen. Interessiert schaute er an sich herab. Auf einmal war er selbst neugierig, was sie tat und wie sie es anstellte. „Und es stört dich auch wirklich nicht?“ vergewisserte sie sich noch einmal. „Du hast nichts dagegen, wenn ich es tue, und erklärst mir auch alles?“ Da zerbrach etwas in ihm, und er schaltete ab.

„Unsinn!“ stieß er hervor. „Natürlich stört es mich nicht! Ich hab’ doch gesagt, daß du darfst! Vorhin war ich nur überrascht! Zieh’ mich ganz aus, dann siehst du mehr! Schieb’ den Slip und die Hose noch weiter nach unten!“ Und nur zu gern tat sie es.

Jetzt gab es nichts mehr, das ihr verborgen blieb. Vollkommen entblößt, mit in den Kniekehlen hängenden Hosen und steil aufragendem Penis starrte er an sich herab und sah, wie sie abermals den Schaft seines Gliedes umfaßte. Sie drückte, befühlte, schien ihn mit ihren Blicken verschlingen zu wollen. Stolz überkam ihn, Stolz darauf, daß er etwas besaß, was sie begehrte. Gleichzeitig spürte er Lust. Sie tastete tiefer, strich ihm über den Bauch, die Leisten, wühlte sich neugierig zwischen seine geöffneten Schenkel.

Unwillkürlich entfuhr ihm ein Stöhnen, aber Elke war viel zu befangen, um es zu bemerken. Ununterbrochen befühlte sie ihn. „Und das sind die Hoden, nicht wahr?“ hörte er ihre Stimme, während er sich zu winden begann. „Darin entstehen die Spermien. Ich weiß es von Gaby und aus der Schule. Nun sag’ doch was, erkläre es mir! Du hast es versprochen!“

„Ja“, krächzte er ganz automatisch. „Das sind die Hoden. Sie produzieren den Samen.“ Dabei verschluckte er sich.

„Gaby sagt Eier dazu“, kicherte Elke. „Sie ist überhaupt ganz schön ordinär. Sie behauptet, ihr Freund bekäme ganz dicke Eier, wenn sie ihn streichelt. Das ist doch nicht wahr. Das stimmt doch nicht, oder?“

„Ich …“ rang er sich ab. „Natürlich nicht, das ist Quatsch!“ Konnte es sein, daß ihn die deutliche Sprache erregte? Noch nie hatte Elke solche Worte gebraucht. „Aber etwas geschieht, das ist klar. Wenn du … wenn man einen Mann streichelt, produzieren die Hoden Samen, was schließlich zu einem Orgasmus führt.“

„Ja, natürlich“, bestätigte Elke, ohne das Spiel ihrer Finger zu unterbrechen. „Das hat mir Gaby erzählt. Und wie geht das?“

„Man muß … man muß an dem Schaft reiben“, krächzte er aufgewühlt. Er wurde immer erregter und mutiger. „Man schiebt die Vorhaut zurück, immer schneller. Mach’ mal, du willst es doch wissen. Willst du es einmal versuchen?“

„Klar!“ kicherte sie. „Sicher!“ Vorsichtig schob sie die Vorhaut zurück und starrte auf die geschwollene Eichel. „Das nennt man Wichsen, nicht wahr? Ihr macht das auch selbst, wenn ihr geil seid. Wie ist das, was spürst du dabei? Ist es … ist es genauso, als wenn sich ein Mädchen befriedigt?“

„Ich weiß nicht“, stammelte er. Wieder bewegte sie ihre Hand, und das Drängen in ihm ließ ihn stöhnen. „Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber es macht mich verrückt.

Wenn ich … wenn ich es tue, könnte ich schreien.“ Sie ging nicht darauf ein. Dafür bewegte sie ihre Hand und starrte auf die entblößte Eichel. „Machst du es oft?“ fragte sie. „Jeden Tag? Muß man das tun? Gehört das dazu?“

„Nicht jeden Tag!“ Er begann sich zu winden. Was war nur mit ihm, er hatte doch schon. Es lag kaum zwei Stunden zurück. „Aber natürlich mach’ ich es öfter. Hat diese Gaby, diese Freundin von dir … Hat sie dir etwas darüber erzählt?“

„Sie macht es auch“, bestätigte Elke. „Deshalb treffen sie sich. Ihr Freund hat es gern. Sie macht es ihm oft, fast jeden Tag, nur richtig haben sie nicht … Du weißt, was ich meine, auch sie ist noch Jungfrau. Wenn es ihm kommt, ist er ganz glücklich. Sie sagt, das genügt ihm. Es spritzt richtig ’raus,. das gefällt ihr. Ich möchte es auch einmal sehen.“

Da war es. Abermals verschluckte er sich. Fast war ja damit zu rechnen gewesen. Es genügte ihr nicht, ihn nur zu streicheln und zu betasten. Jetzt wollte sie alles.

„Ich …“ rang er sich ab. Plötzlich wollte er auch, daß sie es tat, aber ging es denn noch?“ „Du kannst es ja einmal versuchen …“

„Gern!“ schnappte sie. „Wenn du es erlaubst!“ Schneller bewegte sie ihre Hand, immer schneller. Gespannt starrte sie auf ihn hinab. „Immer nur wichsen, nicht wahr! Es kommt ganz von allein? Sag’ mir, wenn es soweit ist! Rede mit mir! Sag’ was du fühlst!“

„Ja!“ krächzte er. „Ja!“ Es ging, er spürte es deutlich.

„Es steigt in mir auf, gleich bin ich soweit!“

„Dann mach’!“ schrie sie auf. „Ja, mach’ schon! Ich will, daß es kommt! Ich will alles sehen!“ Ihr Gesicht war verzerrt, und ihr Blick hing an ihm. „Jetzt, oh Gott, jetzt!“ Und da geschah es.

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