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Diana Wolfbach
Spiele im Wald
Anregungen nicht nur für
Lehrerinnen und Lehrer
Diana Wolfbach
Spiele im Wald
Anregungen nicht nur für
Lehrerinnen und Lehrer
Dritte Auflage Dezember 2021
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
Texte: © Copyright by Diana Wolfbach
Umschlaggestaltung und Illustrationen: Diana Wolfbach
Selbstverlag: Diana Winkels
Schlagwiesenstr. 12
36381 Schlüchtern
Druck und Vertrieb: epubli – ein Service der Neopubli GmbH, Berlin
ISBN 978-3-754927-07-6
Inhalt
Vorwort, Vorbereitung 06
Durchführung, Material 07
Fichtenzapfen sammeln 09
Zielwerfen mit Fichtenzapfen 10 Ein-Meter-Stock 12
Balancieren 13
Baumstamm werfen 14
Nordrichtung 15
Holzkunstwerk 16
Papierstreifen suchen 17
Figur aus Fichtenzapfen 18
Baumumfang schätzen 19
Kopfschmuck basteln 21
Hütte bauen 23
Zeit schätzen 24
Wettrennen 25
Weitere Spielmöglichkeiten 26
Wertungstabelle (Vorschlag) 27

Vorwort
Dieser kleine Band soll Anregungen für Lehrerinnen und Lehrer geben, interessante und abwechslungsreiche Spiele im Wald, mit ihren Schülerinnen und Schülern zu gestalten. Ich habe sie alle ausprobiert, meistens im Schullandheim Gerhartsreit bei Siegsdorf.
Hinter dem Heim ging es steil hinauf in ein Waldstück, das Schauplatz der einzelnen Wettkämpfe war. Überwiegend standen dort Fichten. Für einige der beschriebenen Spiele ist das wichtig.
Vorbereitung
Ich habe die Waldspiele in Form eines Gruppenwettkampfes durchgeführt. Jede Gruppe sollte 4 oder 5 Mitglieder haben. Besonderen Wert habe ich auf eine gemischte Zusammensetzung – Buben und Mädchen – gelegt. Die Kinder konnten frei wählen, wer mit wem in einer Gruppe zusammen war. Nur selten musste ich die Einteilung auslosen.
Mindestens drei Schülerinnen und Schüler sollen als Schiedsrichter fungieren.
Jedes Spiel wird mit Punkten gewertet. Bei fünf Gruppen gibt es für den ersten Platz fünf Punkte, für den zweiten vier usw. Bei Gleichheit gibt es gleiche Punkte, also z. B. für zwei erste Plätze jeweils 5 Punkte, für die Nächstplatzierten dann 3. Selbstredend gewinnt die Gruppe mit den meisten Punkten die Waldolympiade. Die Siegerehrung habe ich meistens an einem Abend durchgeführt. Urkunden und kleine Preise erfreuen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei nicht die Schiedsrichter vergessen!
Durchführung
Die einzelnen Aufgaben werden den Gruppenführern erklärt.
Dieser kann wechseln oder immer gleichbleiben, das dürfen die Schülerinnen und Schüler selber entscheiden.
Bei Spielen, die von den Gruppen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander absolviert werden, wechselt die Reihenfolge.
Die Lehrerin oder der Lehrer führt die Wertungsliste. Ein Beispiel ist am Ende des Buches abgedruckt.
Ein Verbandskasten muss natürlich für alle Fälle dabei sein.
Fotos sind eine bleibende Erinnerung von dem Erlebnis.
Material
Wertungsblock für Lehrer, Stift
Blöcke für Schiedsrichter
Maßband / 1-Meter-Faden
Kompass
30 Papierstreifen, farbig (rot oder gelb), ein Viertel DIN-A-4 längs
Kreide

Fichtenzapfen sammeln
Aufgabe: Sammelt innerhalb einer Minute so viele Fichtenzapfen wie möglich. Legt sie nebeneinander in Zehnerreihen!
Zeit: 1 Minute nur für das Sammeln
Ort: Ebene freie Fläche pro Gruppe, mindestens 1m x1m, Suche im Wald
Teilnehmer pro Gruppe: alle
Wertung: Die Gruppe mit den meisten gesammelten unbeschädigten Zapfen gewinnt. Die Schiedsrichter zählen.
Tipps: Es kann der Hinweis gegeben werden, dass ein Gruppenmitglied die Zapfen anordnet, die anderen sammeln.
Veränderungen: Sollte es wenig Fichten im Wald geben, kann die Zeit verlängert werden. Falls vorhanden, können auch Tannenzapfen gesucht werden.
Zielwerfen mit Fichtenzapfen
Aufgabe: Trefft mit Fichtenzapfen einen Baum
Ort: Ein einzelner, nicht zu dicker Baum ist das Ziel, Abwurflinie etwa 5m entfernt. Jeder Teilnehmer hat drei Versuche. Übertreten macht den Wurf ungültig.
Teilnehmer pro Gruppe: alle
Wertung: Die Gruppe mit den meisten Treffern gewinnt, Schiedsrichter entscheiden.
Tipps: Die Gruppen sollten jeweils mit einem Teilnehmer nacheinander werfen, die Schiedsrichter sollten Ergebnisse auf einem Block notieren.
Vorsicht: Alle Teilnehmer sind so aufzustellen, dass sie nicht getroffen werden können, auch nicht durch Abpraller.
Veränderungen: Es kann auch ein Korb als Ziel verwendet werden.

Genau zielen …
Ein-Meter-Stock
Aufgabe: Findet einen Stock, der möglichst genau ein Meter lang ist. Ihr habt 10 Minuten Zeit.
Ort: Wald
Hinweis: Es dürfen keine Äste oder Zweige von Bäumen oder Sträuchern abgebrochen werden!
Teilnehmer pro Gruppe: Alle können mitsuchen, ein Gruppenmitglied stellt den Stock vor.
Wertung: Der Stock, der genau 1m lang ist, gewinnt, ansonsten der mit der geringsten Abweichung, danach entsprechend die weitere Reihenfolge. Schiedsrichter messen mit dem Maßband.
Tipps: Hilfsmittel sind nicht erlaubt.
Veränderungen: Es kann eine andere Länge verlangt werden, insbesondere, wenn keine längeren Stöcke am Boden liegen. Alternativ kann auch ein Faden von einem Wollknäuel abgeschnitten werden.
Balancieren
Aufgabe: Balanciere einen frei gewählten Stock auf dem ausgestreckten Zeigefinger so lange wie möglich.
Ort: Ebener Platz ohne Wurzeln usw.
Teilnehmer pro Gruppe: Ein Teilnehmer
Wertung: Der Teilnehmer, der den Stock am längsten balancieren kann, gewinnt. Die Schiedsrichter stoppen die Zeit, wenn der Stab runterfällt oder mit einem anderen Körperteil in Berührung kommt. Es gibt nur einen Versuch.
Tipps: Erfahrungsgemäß wählen die Schüler eher kurze Stöcke. Am besten sind aber lange gerade Stöcke geeignet, deren Schwerpunkt möglichst weit oben liegt. (Dickeres Ende oben!) Zeit zum Üben sollte gewährt werden.
Veränderungen: Es kann auch ein geeigneter Stab vorgegeben werden.
Ein zweiter Durchgang kann angesetzt werden, wenn die ausgewählten Stöcke alle viel zu kurz sind.
Baumstamm werfen
Aufgabe: Wirf einen Baumstamm möglichst weit.
Ort: Ebene Fläche mit Abwurflinie
Teilnehmer pro Gruppe: Ein Teilnehmer
Wertung: Der erste Abdruck des Stammes zählt. Punkte werden nach der Reihenfolge der erzielten Weiten verteilt. Anlauf ist erlaubt, aber der Werfer muss vor der Abwurflinie stoppen, Übertreten macht den Wurf ungültig. In diesem Fall kann ein zweiter Versuch gewährt werden.
Hinweis: Der Stamm sollte fest sein, kein morsches Holz verwenden. Er sollte nicht zu leicht sein und etwa 150 cm lang sein.
Vorsicht: Unbedingt darauf achten, dass niemand in Reichweite des geworfenen Stammes steht!
Veränderungen: Sollte kein geeigneter Baumstamm zu finden sein, kann ein großer Stein verwendet werden.
Als Vorbild für dieses Spiel diente ein Wettkampf bei den schottischen Highland-Games.
Nordrichtung
Aufgabe: Legt einen Pfeil aus Holzstöckchen, der möglichst genau nach Norden zeigt!
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