Читать книгу: «Tierisch einfach»
Rezensionen zu »The Language of Miracles«
»Amelia Kinkade ist unglaublich klug, unglaublich witzig, kann unglaublich gut schreiben und hat eine unglaubliche Gabe, die komplexesten Zusammenhänge des Universums klar und einfach darzustellen – selbst für diejenigen, die den Wissenschaften oder Wundern eher kritisch gegenüberstehen. Wenn Sie ein Haustier haben oder Tiere lieben, ist dieses Buch ein echter Leckerbissen für Sie. Doch sogar wenn Tiere nicht Ihre Sache sind und Sie eine gesunde Skepsis haben, ist es immer noch eine Bereicherung. Warum? Weil es in ›The Language of Miracles‹ nicht nur um die Kommunikation mit Kuscheltieren geht, sondern das Buch im Grunde ein Crashkurs in der Liebe ist.«
– Raphael Cushnir, Autor von »Setting Your Heart on Fire« und »The One Thing Holding You Back«
»Machen Sie Platz, Dr. Doolittle – hier kommt Amelia Kinkade! ›The Language of Miracles‹ zeigt uns, wie leicht es ist, Herz und Verstand für den Geist und die Seele der Tierwelt zu öffnen. Dieses wundervolle und lang erwartete Buch rüttelt wach und zeigt uns, dass wir tatsächlich mit Tieren sprechen können, wenn wir respektieren, wer sie sind, was sie wissen und was sie empfinden. Tiere haben genauso einen eigenen Standpunkt wie wir, und Kinkades lebendige Sprache und tiefes Mitgefühl vermitteln uns, wie falsch überholte und abwertende Einstellungen zu diesen Individuen sind. Wir brauchen die Verbindung zu den Tieren. Wenn sie fehlt, verlieren wir unsere Bodenständigkeit und unsere Ganzheit.«
– Marc Bekoff, Professor der Biologie an der Universität von Colorado, Autor von »Animal Passion and Beastly Virtues« und Lektor der Encyclopedia of Animal Behavior
»Amelia Kinkade hat ein Buch geschrieben, das aus Leuten, die Kommunikation mit Tieren für unmöglich halten, Gläubige machen wird. Ihr ansprechender, geradliniger Stil und ihr Reichtum an Erfahrung ermöglichen es jedem Leser, in die Welt der Tiere einzutauchen und zu entdecken, was sie denken und fühlen. Das Lebewesen Tier hat unseren Planeten lange vor dem Menschen bevölkert. Nun können wir alle die Fähigkeit erlernen, die Sprache der Tierwelt zu sprechen und zu verstehen. Was für ein erleuchtender und himmlischer Weg, zeitloses Wissen zu erlangen!«
– Allen und Linda Anderson, Gründer der Angel Animals Network (Network der Engeltiere) und Autoren von »Angel Dogs, Angel Cats« und »Rainbows & Bridges«
»›The Language of Miracles‹ ist ein Potpourri inspirierender Geschichten, die uns helfen, unsere eigene Erfahrung mit Mensch-und-Tier-Kommunikation zu machen. Wie immer unsere persönlichen Umstände auch sein mögen – Amelia Kinkade zeigt uns, wie wir das Heilige und das Schöne in allen Lebewesen ehren können.«
– Gary Quinn, Bestsellerautor von »May the Angels Be with You« und »Living in the Spiritual Zone«
»Amelia Kinkade hat eine wunderbare und klare Vision von einer Welt, in der alle Lebewesen direkt miteinander kommunizieren können. Ich habe sie bei ihrer Arbeit mit den Tieren erlebt und gesehen, wie sie anderen diese Fähigkeit übermittelt hat. Beides erreicht sie auf ihre gütige und liebevolle Art, auf die jeder um sie herum sofort reagiert. ›The Language of Miracles‹ enthält viele wundervolle und erstaunliche Geschichten über die Kommunikation zwischen Mensch und Tier sowie einfache Übungen, die dem Leser helfen, sich diese Fähigkeit selbst anzueignen. Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle, die Interesse daran haben, die wortlose Welt zwischen Mensch und Tier zu betreten und zu erforschen. Ein sehr empfehlenswertes Buch.«
– John G. Myerson, PhD, Co-Autor von »Riding the Spirit Wind: Stories of Shamanic Healing«
»Diejenigen unter uns, die Amelia schätzen, wissen längst, dass sie ein Pionier in Sachen Kommunikation mit unseren tierischen Freunden ist. Sie teilt ihre kostbare Begabung mit uns Menschen in ihren Büchern, Seminaren und durch ihr immerwährendes Zuhören und Sprechen mit Tieren. Sie hat das Leben von zahllosen Tieren verbessert und oft sogar gerettet. Sie schenkt uns die Mittel für eine tiefere, glücklichere und liebevollere Beziehung zu unseren Tierkameraden. Doch mehr als alles andere ist es Amelias innere und äußere Schönheit: Sie verkörpert die reine Liebe, Güte und Freude.«
– Nadia Sutton, Gründerin von PAWS (Pets Are Wonderful Support) LA
»Amelia Kinkade genießt schon heute eine weltweite Anerkennung als strahlende und leidenschaftliche Tierkommunikatorin. In diesem informativen, tief berührenden und äußerst unterhaltsamen Buch erweist sie sich zudem als geübte Menschkommunikatorin.«
– Linda Kohanov, Autorin von »The Tao of Equus« und »Riding between the Worlds«
Über das Buch
WARUM funktioniert Tierkommunikation? Was haben Tierkommunikation und Quantenphysik miteinander zu tun? Sind Wissenschaft und Spiritualität vereinbar, wenn wir dem Bewusstsein auf die Spur kommen wollen? Amelia Kinkade, die weltweit führende Tierkommunikatorin, schafft das Kunststück, neuste wissenschaftliche Theorien und Spiritualität logisch zu integrieren - und trotzdem "tierisch einfach" darzustellen.
Tierisch einfach ist eine spannende Anleitung gepaart mit witzigen Geschichten, WIE und WARUM Sie Tiere verstehen und mit ihnenkommunizieren können. Als professionelle Tierkommunikatorin erforscht Amelia Kinkade die tiefen Verbindungen zwischen Tier und Mensch. Doch ihre wichtigste Mission ist, zu zeigen, wie und warum jeder mit Hingabe und Übung das tun kann, was sie selbst tut.
Tierisch einfach inspiriert auf immer wieder überraschende Art, die Welt der Tiere zu erkunden und sie - jenseits der Worte - zu verstehen. Amelias erstes Buch "Tierisch gute Gespräche - lerne mit Tieren sprechen, sie antworten Dir" ist ein Bestseller und wurde in viele Sprachen übersetzt. Amelia gibt Tierkommunikations-Seminare in Deutschland, Österreich, der Schweiz und auf der ganzen Welt.
Selbst wenn Tiere "nicht Ihr Ding" sind - ein "Leckerbissen"! Das ist kein "Wie-rede-ich-mit-Käfern"-Buch, sondern ein Crash-Kurs in Liebe!
Raphael Cushnir, Autor von Setting your Heart on fire und Now How
Über die Autorin
AMELIA KINKADE ist eine international bekannte Tierkommunikatorin, Rednerin, Dozentin und Autorin. Sie wird von Tierärzten, Tierschutzorganisationen und Tierfreunden für ihre Fähigkeit, die Kommunikationslücke zwischen Mensch und Tier zu schließen, gefeiert. Im Jahr 2002 wurde sie in den Buckingham Palast eingeladen, um mit Königin Elisabeths Kavallerie zu arbeiten, und durfte in die British Midlands reisen, um für Prinz Charles' Jagdpferde zu dolmetschen. Auch wurde sie in das Buch "The 100 Top Psychics in America" aufgenommen.
Über Amelias einzigartige Gaben wurde bereits in Hunderten von in- und ausländischen Zeitschriften und Zeitungen, einschließlich der New York Times, Chicago Tribune, London Sunday News, Good Housekeeping, ABC Online und der Boston Northshore Sunday, berichtet. Sie ist in Fernsehsendungen wie The View with Barbara Walters, The Other Half mit Dick Clark, VH1, BBC News und zahlreichen anderen Sendungen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Europa, Afrika und Australien aufgetreten. Ihr erstes Buch "Tierisch gute Gespräche - Lerne mit Tieren zu sprechen, sie antworten dir" sowie ein Hörbuch mit gleichem Titel sind ebenfalls im G. Reichel Verlag erschienen. Amelia lebt in Nord Hollywood.
Amelia Kinkade
Tierisch einfach
WARUM und WIE Sie
Tiere verstehen und
mit ihnen sprechen können
Aus dem Amerikanischen von Johanna Ellsworth

Inhaltsverzeichnis
Umschlag
Rezesionen
Das Buch / Die Autorin
Titel
Inhaltsverzeichnis
Widmung
Anmerkung der Autorin
Vorwort Was würde Amelia jetzt tun?
Einleitung
1 Die neue Tieralchemie
Das können Sie auch
Wenden Sie die Kraft an
»Hallo Wissenschaft, darf ich Ihnen Gott vorstellen?«
Was ist die Sprache der Wunder?
Schwimmen Sie im Null-Punkt-Energiefeld
Willkommen in meinem Hologramm
Schwarz auf weiß hinter Ihren Augen
2 Stellen Sie Ihr Sonar ein
Die orangefarbene Stange
Schwing mit, Baby!
Tierlogos
Affengeschnatter
Vom ausgetretenen Pfad abkommen
Lernen, ohne Widerstand zu leben
Die Begegnung mit dem Maut-Troll
Eine Erdnuss für Gott
Das Paradies der Liebe
3 Die wissende Resogenese
Der Unterschied zwischen Angst und Intuition
Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie nach!
Wie überlebe ich den Schmerz?
Immer mit der Ruhe
Der Herzensgrund
Die Teilchen-Wellen-Theorie
Die drei Schlüssel zur Kommunikation
4 Lumensilta
Mit Liebe Zuhören
Die Katze, die Bettwäsche anknabberte
Schnurrende Propheten
Engel auf Stecknadelköpfen
Das Bewusstsein ist nicht Sklave seines Entwurfs
Die Bibliothek der Liebe
5 Unimorphose
Die Magie des verschmelzenden Bewusstseins
Harry und der Tennisball
Ich bin du und du bist ich und wir sind alle zusammen
Auf mehreren Ebenen funktionieren
Wo liegt Ihre Schmerzgrenze?
Wie man die Signaturfrequenzen eines Tieres liest
Der Röntgenblick
Dinos innere Hölle
Aufruhr in der Tiermedizin
6 Spurensuche
Folge den Sternen
Chloes Mut
Die Erfindung des Lichts
Spurensuche: So wird es gemacht
Boo Boo im Mondschein
Der Mut zum Fliegen
Siehst du, was ich sehe?
Das Dach reparieren, während die Sonne noch scheint
7 Probleme mit Anmut lösen
Brennende Fragen
Machen Sie immer positive Aussagen
Eine Bilderserie senden: Das übersinnliche Sandwich
Bieten Sie immer einen Ersatz
Die blitzschnelle Verbindung
8 Absicht und Heilung
Was bedeutet »Heilen« überhaupt?
Wie man ein trauriges Tier tröstet
Kaltblütige Liebhaber
Erst fühlen – dann denken
Sich absichtlich den Blitz zunutze machen
Den Motor ankurbeln
Die richtigen Fragen sind schon die halbe Miete
Wie man seine Wahrnehmungsgabe tanzen lässt
Den Frust kultivieren
Wie man eine Diagnose erstellt
Osmosekrankheiten
9 Öffnet das Himmelstor
»Habe ich es richtig gemacht?«
Schweigen ist nicht immer Gold
Das Rezept steht auf der Schachtel
Wenn der Blitz einschlägt
Himmlische Hologramme
Pfotenabdrücke auf dem Regenbogen
10 Wiedergeburt
Von zweien, die Zucchini liebten
Das Eine ist nicht das Andere
Und siehe da – ich mache alles neu
Liebe vergeht nicht
»Siehst du, was ich sehe?«
Machen Sie sich bereit
Botschafter der Wunder
11 Das Gesamtbild
Vergesst die Kinder nicht
Eine neue Wissenschaft und eine neue Religion
Die Göttin der Leoparden
Königin der guten Taten
Superman
Der Querdenker
Der Pionier
Was würde die Liebe tun?
Literaturhinweise
Professionelle Tierkommunikatoren
Danksagungen
Über die Autorin
Impressum
Dieses Buch ist zwei kleinen Jungen gewidmet. Anfang der vierziger Jahre schaute einer von ihnen in den Sternenhimmel im Westen von Texas und sagte: »Mama, wenn ich groß bin, gehe ich auf dem Mond spazieren.« Ungefähr zur gleichen Zeit zupfte ein Junge im selben Alter auf der anderen Seite von Amerika in Brooklyn, New York, seine Mutter an der Schürze und sagte: »Mama, wenn ich groß bin, erfinde ich ein Heilmittel gegen Krebs.« Ich liebe Menschen, die ihr Wort halten.
Dieses Buch zollt nicht nur den Monumenten Tribut, zu denen Dr. Edgar Mitchell und Dr. Bernie Siegel wurden – sondern auch den kleinen Jungen in ihnen, die sie nie unterdrückt haben und die auch heute noch die Welt und ihre Tiere mit großen, staunenden Augen bewundern können.
Anmerkung der Autorin
Dieses Buch ist durch den Wunsch entstanden, Ihnen dabei zu helfen, die Kommunikation mit Ihren geliebten nichtmenschlichen Wesen zu erlernen. Das Buch ist nicht als Ersatz für die tierärztliche Versorgung oder die Expertendiagnose eines erfahrenen Tierarztes gedacht. Bitte lassen Sie sich Ihre intuitiv erhaltenen Informationen durch medizinischen Rat bestätigen und achten Sie sorgfältig auf das Feedback Ihres Tierarztes.
Ich habe die Namen und identifizierenden Eigenschaften einiger meiner Tierfreunde (wie Captain Harris) geändert, um ihre Privatsphäre zu wahren. Doch die meisten meiner geschätzten Schüler/Freunde haben mir großzügig die Erlaubnis gegeben, ihre wirklichen Namen in den Geschichten zu nennen. Am Ende des Buchs finden Sie eine Liste der TierkommunikatorInnen, die ich ausgebildet habe.
Vorwort
Was würde Amelia jetzt tun?

Ich wurde von unserer menschlichen Fähigkeit, mit Tieren zu kommunizieren, überzeugt, nachdem Amelia Kinkade, während sie sich in Kalifornien befand, mir per E-Mail mitteilte, dass sie durch die Augen unserer vermissten Katze Boo Boo sehen könnte, die aus dem Haus unseres Sohns in Connecticut verschwunden war. Amelia beschrieb detailliert das Haus und den Garten und sagte mir, wo die Katze untergekrochen sei. Am nächsten Morgen ging ich hinaus und fand Boo Boo genau an der Stelle, die Amelia mir beschrieben hatte.
Von dem Tag an lernte ich, wenn ich unsicher war, mich einfach zu fragen: »Was würde Amelia jetzt tun?« Ein Hemmschuh für meine eigene Intuition ist meine Tendenz, mich psychisch in ein Angstloch zu verkriechen, wenn eins unserer Haustiere vermisst wird oder seltsames Benehmen an den Tag legt. Wie mir bewusst ist, behindert das meine Fähigkeit zu kommunizieren. Ich versuche dann, ihnen mit allen mir möglichen Methoden meinen Willen aufzuzwingen, oder ich gebe meinem Verstand nach und entscheide, was das Tier denkt. Beides funktioniert nicht. Stattdessen löst die Frage »Was würde Amelia jetzt tun?« immer das Problem.
Mein erstes Experiment als frischer Gläubiger war herauszufinden, warum unser geliebtes Hauskaninchen Smudge Elizabunny meiner Frau Bobbi gestattete, jeden Abend den Vorgarten zu betreten und sie auf den Arm zu nehmen, um sie ins Haus zu bringen, während Smudge bei mir immer mindestens zehn Minuten lang im Garten umhersprang, bis ich sie greifen konnte. (Smudge war tagsüber bei unseren anderen Tieren in unserem eingezäunten Vorgarten untergebracht.) Meine erste Was-würde-Amelia-jetzt-tun-Frage war also, am nächsten Abend in unseren Vorgarten zu gehen und Smudge mental zu fragen: »Warum lässt du dich nicht von mir auf den Arm nehmen, so wie du dich von Bobbi auf den Arm nehmen lässt?«
Die unerwartete Antwort, die mir bestätigte, dass sie von dem Kaninchen und nicht aus meinem eigenen Kopf kam, lautete: »Die Katzen behandelst du doch auch nicht so!« Ich fragte Smudge, was sie damit meinte, und sie erklärte, ich würde die Katzen nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ins Haus holen, sondern ihnen die Freiheit gewähren, ein und aus zu gehen, bis ich mich schlafen legte. Auch wurde mir klar, dass sie deswegen auf meine Frau anders reagierte, weil ich der Zoohalter und Wärter war, während meine Frau ihr oft Knabbereien brachte und sie fast nie zwang, ins Haus zu kommen. Daraufhin erklärte ich ihr, dass die Katzen sich selbst verteidigen könnten, falls ein größeres Tier in den Garten eindringen würde, und dass ich mir Sorgen machen würde, wenn Smudge bei Einbruch der Dunkelheit noch draußen wäre. Nach diesen Worten hoppelte Smudge herbei und erlaubte mir, sie hochzuheben, und von da an verhielt sie sich jeden Tag so. Ich muss zugeben, dass sie mich manchmal scheu anlächelte, wenn ich versuchte, sie auf den Arm zu nehmen, was mich an die alten Zeiten erinnerte, doch wie ich merkte, war es nur ihr Humor. Und wenn ich das Haus wegen eines Termins verlassen musste, konnte ich nun in den Garten gehen und ihr sagen, dass ich jetzt weggehen müsste und es mir lieber wäre, wenn sie gleich reinkommen würde. Nach unserem Gespräch hoppelte sie immer sofort herbei, wenn sie wusste, dass ich einen Termin einhalten musste.
Als Smudge starb, sagte Amelia mir, dass Smudge mit einer Person namens Rose, die das Kaninchen lieb hatte, im Himmel sein würde. Was Amelia nicht wusste, war, dass meine Mutter Rose hieß und kurz nach Smudge verstarb. Nun weiß ich, dass sie wieder zusammen sind und über mich reden.
Im Haus unseres Sohns wohnen auch zwei unserer Katzen, Eanie und Meanie, die mir bewiesen haben, dass sie meine Gedanken lesen können. Der einzige Zeitpunkt, zu dem ich definitiv mit ihnen rechnen kann, ist morgens, wenn ich ihnen ihr Frühstück serviere. So machte ich einen Termin mit unserem Tierarzt für einen Hausbesuch am frühen Vormittag aus. Die ganze Woche über ließ sich keine der beiden Katzen beim Frühstück sehen. Ich musste den Tierarzt anrufen, um den Termin abzusagen, da er umsonst gekommen wäre. Am allernächsten Morgen saßen die beiden Katzen pünktlich da und warteten darauf, dass ich ihnen ihr Frühstück gab.
Auch unsere Katzen Miracle, Penny, Dickens und Gabriel können meine Gedanken lesen. Ich pflege sie alle jede Woche – ihre Zehennägel, Zähne, Fell, Medikamente und so weiter. Immer wenn ich auch nur daran denke, sie zu kämmen, verschwindet die ganze Meute. Auf diese Weise teste ich unsere Kommunikationsfähigkeit. Wenn ich dann fünf Minuten später daran denke, den Flur hinunter in mein Arbeitszimmer zu gehen, um etwas zu holen, stolpere ich auf dem Weg zu meinem Schreibtisch über die Katzen.
Letztes Jahr ging ich mit unseren beiden Hunden Furphy, einem Lhasa Apso, der unser Haus für sein tibetanisches Kloster hält, und Buddy, einem Griffon-Mischling – der furchtbar gern alles jagt, was sich bewegt, von Eichhörnchen bis zu Tanklastern – einkaufen. Wir drei stiegen also in meinen neuen Minivan ein, dessen Türen sich mit der Fernbedienung am Autoschlüssel öffnen lassen. Nach dem Einkauf kehrte ich zum Auto zurück und entdeckte zu meinem Entsetzen, dass die Seitentür offen stand, da ich aus Versehen auf den Schlüssel gedrückt hatte. Buddy, um den ich mir am meisten Sorgen machte, saß noch im Wagen, während Furphy spurlos verschwunden war. Meine erste Reaktion war Panik – ich rannte umher, rief seinen Namen und suchte das ganze Gebiet rund um den Parkplatz nach dem Hund ab. Dann stellte ich fest, dass ich nicht das tat, was Amelia mir beigebracht hatte, und so fragte ich mich: »Was würde Amelia jetzt tun?«
Ich entspannte mich und versetzte mich in Furphy, um herauszufinden, was er dachte. Sofort wurde mir klar, dass er nach mir suchte und sich wahrscheinlich am Informationsstand des Supermarkts befand, während ein Mitarbeiter über den Lautsprecher fragte: »Wem gehört der Hund?«
Als ich mich dem Eingang des Supermarkts näherte, sah ich einen Mitarbeiter des Sicherheitspersonals in seinem Wagen sitzen. Er ließ das Seitenfenster herunter und fragte: »Suchen Sie einen Hund?« Ich bejahte dies, und er sagte: »Er sitzt hier auf dem Vordersitz mit Klimaanlage, Trinkwasser und Hundekuchen.« Wie der Sicherheitsmann mir weiterhin erzählte, habe er Furphy auf den Eingang des Geschäfts zulaufen sehen und abgefangen, da er nicht wolle, dass der Hund von einem Auto überfahren würde. Meine Intuition hatte Recht behalten – Furphy hatte mich gesucht. Er folgte mir zurück zum Auto, und wir hatten das Problem nie wieder.
Interessanterweise blieb Buddy an dem Tag im Auto sitzen, während ich im Supermarkt war. Auch das verdanke ich Amelia. Als ich Buddy aus dem Tierheim geholt hatte, hatte ich ihn nie dazu überreden können, in ein Auto zu steigen. Selbst beim Tanken war er immer gleich aus dem Wagen gesprungen. Wenn er nicht an der Leine war, war es sehr frustrierend und zeitaufwändig, ihn in das Auto zu verfrachten. Schließlich dachte ich eines Tages: »Was würde Amelia jetzt tun?«
Dann entspannte ich mich und fragte Buddy, warum er nicht ins Auto gehe. Seine Antwort überraschte mich. Er sagte, sein früheres Frauchen sei sehr nett gewesen, doch wenn ihr Mann von der Arbeit nach Hause gekommen sei, habe sie ihn immer gebeten, mit Buddy Gassi zu gehen. Dann erzählte er mir: »Der Mann zog mich ins Auto und fuhr dann zu einer Bar. Mich ließ er im Auto zurück. Wenn er wieder aus der Bar herauskam, war er betrunken und gewalttätig. Dann brachte er mich einfach wieder nach Hause, ohne mich je aus dem Auto zu lassen. Deswegen habe ich jetzt Angst, in ein Auto zu steigen, und es erinnert mich an die Schläge, die ich bekommen habe.« Ich war geschockt, als ich diese intuitive Botschaft erhielt.
Von dem Tag an hörte Buddys Widerstand gegen das Auto auf. Plötzlich verstanden wir einander und schafften es rasch, seine Angst vor dem Auto abzubauen. Jetzt liebt er das Auto, weil er weiß, dass wir immer wegfahren, um den Tag miteinander zu verbringen. Ihm gefällt es auch, im Wald hinter unserem Haus zu streunen und zu jagen, doch ich muss mir keine Sorgen mehr machen, dass er nicht mehr nach Hause kommen könnte.
Das einzige Problem ist, dass jetzt, seit Furphy und Buddy wissen, dass wir miteinander kommunizieren können, Furphy mir ständig Vorschriften macht, was ich tun soll. Neulich fuhr ich in dem Glauben los, sie seien beide im Auto, doch wie ich einen Kilometer später merkte, war niemand da, der mir sagte, wohin ich fahren oder was ich tun sollte. Ich drehte mich nach hinten um und konnte nur Buddy entdecken. Sofort trat ich mit Furphy in Verbindung und sagte ihm, dass es mir Leid täte und ich ihn gleich holen würde. Ich drehte um und fuhr zurück. Wie ich wusste, würde Furphy noch in der Einfahrt sitzen und mir diesen »Mann-bist-du-blöd!«-Blick zuwerfen, den Gottes vollkommene Kreaturen uns unvollkommenen Menschen schenken.
Ich hoffe, Sie werden alle weiterlesen und es Amelia ermöglichen, Ihren Verstand zu öffnen und Ihre Kommunikationsfähigkeiten zu erweitern, damit Sie diesen Blick nicht mehr von Ihren Tieren erhalten. Mit der Zeit und durch Übung werde ich dank Amelias Kommunikationstipps sogar besser im Umgang mit den Menschen.
Dr. Bernie S. Siegel
Autor von »Liebe, Medizin und Wunder«
Einleitung

Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird – vor allem bei Fernsehtalkshows – lautet: »Wie haben Sie sich Ihre übersinnlichen Fähigkeiten angeeignet? Sind Sie so geboren?« Worauf ich am liebsten antworten würde: »Nein, in Wahrheit wurde ich mit zwei Köpfen geboren, und so verbrachte ich die prägenden Jahre in einem Wanderzirkus, bis die Operation …«
Die meisten Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten bemühen sich nicht, den komplizierten Prozess des Sendens und Empfangens übersinnlicher Informationen in Einzelteile zu zerlegen und zu erklären. Es dauerte eine Weile, bis auch ich das begriffen hatte. Ich werde nie vergessen, wie ich und einige andere Gäste mit übersinnlichen Kräften in einer Talkshow gefragt wurden, wo unsere tabuisierten Fähigkeiten herkämen. Ich laberte gerade alles Mögliche über EKG-Untersuchungen, über die Fluktuation von Gehirnwellenaktivitäten, als die Moderatorin mich unterbrach, um einen Gast mit mehr Medien-Erfahrung zu fragen, der neben mir saß.
»Es ist eben ein Talent!«, sagte der alte Profi nur, und gleich darauf wurden die Kameras ausgeschaltet. Diese platte, unsinnige Antwort war genau das, worauf die Moderatorin gewartet hatte, und sie passte gerade noch in die Zeit vor der Pause für die Werbespots.
Ich bin immer noch auf der Suche nach dem Satz mit höchstens zehn Wörtern, der diese und andere Fragen wie »Was genau bedeutet Übersinnlichkeit? Können Sie das jedem beibringen? Wie funktioniert es eigentlich?« perfekt beantwortet.
Die dümmste Definition der Entwicklung übersinnlicher Fähigkeiten, die ich jemals gesehen habe, wurde komplett mit Zeichendiagramm geliefert. Die Theorie ging davon aus, dass bei Menschen mit übersinnlichen Kräften im oberen Bereich des Hirns eine Hülle nicht vorhanden sei, die angeblich das »Eindringen« übersinnlicher Informationen verhindere. Das Zeichendiagramm zeigte ein Loch im menschlichen Oberhirn, das dem Atemloch im Kopf eines Wals ähnelte, und dazu Bilder mit und ohne den »fehlenden Stöpsel«.
Dies wäre vielleicht die perfekte Antwort mit Biss für amerikanische Talkshows, und so schwor ich mir, von nun an die Frage »Warum haben Sie übersinnliche Kräfte?« mit »Weil mir der Stöpsel fehlt!« zu beantworten. Oder noch besser: »Weil mein Loch im Kopf keinen Stöpsel hat!«
Glücklicherweise schmelzen Skepsis und Herablassung über Tierkommunikation in Amerika täglich ein bisschen mehr. Und was noch besser ist: Andere Teile der Welt sind noch viel offener für diese Vorstellung. Als ich vom britischen Radiosender BBC interviewt wurde, lautete die erste Frage der Moderatorin: »Nun, Amelia, nachdem Sie jedem Menschen in jedem Kontinent beigebracht haben, wie man mit Tieren spricht – wie wird sich das Ihrer Meinung nach global auswirken?« Und in Deutschland, der Schweiz, Südafrika, Australien und England dürfen wir tatsächlich über EKGs und Hirnwellenstudien reden, ohne durch Werbespots »abgeschnitten« zu werden.
Die Kommunikation zwischen verschiedenen Lebewesen ist wirklich faszinierend und wichtig, und immer mehr Leute nehmen sie ernst. Sie ist auch nicht etwas, das nur Begabte tun können. Sie ist etwas, das auch Sie tun können. Offensichtlich brauchen wir noch mehr intelligente Methoden, um übersinnliche Fähigkeiten zu beschreiben und Ihnen zu helfen, die kommunikative Verbindung zu Ihren Tieren herzustellen.
Die kommunikative Verbindung zu Tieren kann eine Vielzahl von wichtigen Fragen beantworten: Leidet Ihr Tier unter Schmerzen? Möchten Sie wissen, wie das Leben Ihres Hundes ausgesehen hat, bevor Sie ihn aufnahmen? Ist Ihre Katze krank? Hat Ihr Pferd Krebs? Wollen Sie herausfinden, ob das Problem Ihres Tieres psychischer oder physischer Natur ist? Hoffen Sie, dass Ihr Tier Ihnen klarmachen kann, wenn es bereit ist zu sterben? Fragen Sie sich, ob Kaninchen, Katzen und Vögel in den Himmel kommen? Möchten Sie wissen, ob Sie Ihre geliebten Tiere jemals wiedersehen werden? Wie weit sind Sie bereit zu gehen, um dies herauszufinden?
Ich weiß, dass Sie dieses Buch aus gutem Grund lesen, und daher glaube ich, dass die wissenschaftliche Forschung über dieses Thema Ihnen auch wichtig ist. Die Vorstellungen mögen zwar unglaublich klingen, doch ich verspreche Ihnen: Wenn Sie mir folgen, werden wir einen neuen Kontext für das schaffen können, was die meisten Leute als Zauberei ansehen: die Fähigkeit, mit Tieren zu sprechen und sogar echte Antworten zu erhalten. Dies ist das erste Buch über Kommunikation mit anderen Wesen, in dem telepathische Prozesse analog zu Quantenprozessen gesetzt werden. Wir werden untersuchen, was die neuesten wichtigen Entdeckungen der Quantenphysik mit erstaunlichen wahren Berichten über Kommunikation mit anderen Lebewesen zu tun haben könnten, und Sie erhalten Anleitungen, wie Sie dies tun können. Doch keine Angst: Ich verspreche, es wird Spaß machen.
Einige der hervorragendsten internationalen Wissenschaftler werden uns bei diesem faszinierenden Abenteuer unterstützen und uns zuverlässige Querverweise geben, die vielleicht erklären helfen, warum die Tierkommunikation funktioniert. Doch bevor dies geschehen kann, müssen wir ein paar neue Wörter erfinden. Wir müssen eine neue Sprache für das einundzwanzigste Jahrhundert entwickeln, die für Mystiker Aussagekraft besitzt, die von der Gemeinschaft der Wissenschaftler anerkannt wird und die auch von ganz gewöhnlichen Menschen, die ihre Tiere lieb haben, verstanden wird. Wir werden Techniken untersuchen, die entwickelt wurden, um die Gedanken, Gefühle und Empfindungen der Tiere »einzufangen« und unsere Intuition zu verfeinern, damit wir die psychischen und körperlichen Probleme unserer Vierbeiner besser verstehen können. Innerhalb dieser neuen Technik sind die Gestaltmethode, Remote Viewing und das Medium Hilfsmittel, die jeder für sich beanspruchen, verfeinern und täglich zum Wohl der Wesen um sich herum anwenden kann. Ich werde Ihnen beibringen, wie Sie Ihren »sechsten Sinn« so schärfen können, bis er genauso klar und zuverlässig ist wie Ihre anderen fünf Sinne.
Diese Methode hat eine noch weitere und größere Auswirkung: Die wirksame Kommunikation mit Tieren macht uns bewusster, wie wertvoll sie sind. Sie kann uns dabei helfen, den Menschen die Rechte gefährdeter Arten, die Gefahren der Fabrikzucht und die Qualen der Vivisektion klarzumachen. Sie kann uns dabei helfen, die menschliche Rasse zu einem hohen Quantensprung im Verständnis und im Mitgefühl zu bewegen. Der Zauber, diesen Planeten zu retten und mit seinen Tieren zu sprechen, beginnt bei Ihnen und nur bei Ihnen. Ich hoffe, dieses Buch entzündet eine Flamme in Ihnen, die die Welt um Sie herum erwärmen wird.
Mein Mentor Dr. Edgar Mitchell, der Raumfährenpilot der Apollo 14, sagt: »Meiner Meinung nach ist das Bewusstmachen das Einzige, was sich wirklich lohnt.« Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um Ihnen zu zeigen, wie die neuesten und atemberaubendsten Entdeckungen der Wissenschaft und Spiritualität uns helfen, das Leben der Tiere zu fördern und auch positive Veränderungen in den Menschen zu bewirken.
Ich gebe Ihnen alles, was ich habe. In diesem Buch stecken mein Herz, meine Seele und all meine Geheimnisse. Und ich hoffe, Sie lieben sich selbst und die Wesen um Sie herum genug, um dieses Werkzeug anzuwenden und jedes Tier zu segnen, das Ihnen über den Weg läuft. Ich hoffe, dieses Buch befriedigt Ihren Verstand und Ihr Herz, Ihr Bedürfnis nach objektiver Analyse und Ihre Fähigkeit zu kindlichem Staunen. Um es kurz zu sagen: Hoffentlich bläst Ihnen dieses Buch die Hülle vom Hirn und den Stöpsel aus dem Loch.
1
Die neue Tieralchemie

Es sollte deutlich unterschieden werden zwischen dem, was von der Wissenschaft nicht festgestellt
und dem, was von der Wissenschaft als nicht existent festgestellt wird.
Was die Wissenschaft als nicht existent feststellt, müssen wir als nicht existent akzeptieren;
doch was die Wissenschaft einfach nur nicht feststellt, ist etwas ganz anderes. …
Es gibt eindeutig viele, viele mysteriöse Dinge.
Seine Heiligkeit der Dalai Lama, 1999
Die hohen Eisentore schlossen sich feierlich hinter mir, während der hochrangige Beamte, der Hilfsadjutant, mich durch den bewachten Privateingang führte, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Es war mein zweiter Besuch im Buckingham Palace. Bei meiner ersten Reise im Herbst davor hatte ich mit den anderen Touristen vor den Toren des Palasts gestanden. Wir hatten Schnappschüsse gemacht, uns das Spektakel aus der Ferne angeschaut, durch die einschüchternden Wachposten und die hohen, schwarzen Eisenzäune von den königlichen Gemächern getrennt.
Kaum fünf Monate später befand ich mich auf der anderen Seite der Tore. Mein Blumenschal flatterte im Wind, und so stopfte ich ihn nervös in meine beige Kaschmirjacke, um die Schweißperlen zu verstecken, die mir über die Brust rannen. Ich bemühte mich, mit dem schnellen Gang des Hilfsadjutanten – dem Hauptmann dieser Kaserne – Schritt zu halten. Es war ein frischer Maitag in London und viel kühler als die 30 Grad und mehr, die ich von meiner Heimatstadt Los Angeles gewohnt war, und das letzte Mal, als ich so geschwitzt hatte, war in einer Sauna in Beverly Hills, in der ich Eukalyptus inhaliert hatte. Ich versuchte, mir in Erinnerung zu rufen, wie man richtig atmet. Während ich über die Höfe des Palasts ging, die auf beiden Seiten von britischen Militäroffizieren flankiert wurden, schien die Sonne fröhlich auf meine geröteten Wangen und ließ die Schlossmauern in rosa Pastelltönen wie in einem Aquarell erstrahlen. Jedes Quäntchen meines Muts und Könnens sollte gleich auf die Probe gestellt werden.
Als »Unternehmensberaterin« und internationale Übersetzerin mit wachsendem Bekanntheitsgrad für die Lösung von Problemen und die Förderung kooperativer Teamarbeit war ich herbeigerufen worden, um Störungen »offizieller königlicher Angelegenheiten« zu beheben. Der Militär hatte Personalprobleme. Einige der älteren Mitarbeiter zeigten Unzufriedenheit, und ein paar der neuen Rekruten aus dem Ausland hatten Schwierigkeiten, sich an ihre Umgebung und den Arbeitsumfang zu gewöhnen. Keiner dieser Mitarbeiter sprach englisch.
Ich wurde von zahlreichen weiteren Männern in Uniformen mit Messingknöpfen empfangen, die salutierten und die Hacken ihrer glänzenden schwarzen Stiefel zusammenschlugen, als ich an ihnen vorbeiging. Der Hilfsadjutant brachte mich in das Gebäude und führte mich durch einen langen Flur voller Ställe, in denen die Angestellten untergebracht waren. »Ich weiß nicht, ob wir den richtigen Zeitpunkt für ein Gespräch gewählt haben. Wir haben ihnen gerade ihr Mittagessen serviert«, sagte er.
»Das macht nichts«, erwiderte ich nervös. »Vielleicht reden sie während des Essens mit mir.«
»Dies ist Captain Harris«, stellte der Adjutant einen Mitarbeiter vor. »Er hat jahrelang Hervorragendes geleistet, doch in letzter Zeit ist er ziemlich mürrisch. Auch wenn er noch lange nicht alt genug für den Ruhestand ist, scheint er seinen Job satt zu haben. Fragen Sie ihn, worin das Problem liegt.«
Ich betrat Captain Harris’ Arbeitsplatz. Er stand mit dem Rücken zu mir und widmete sich gerade einer Schüssel Haferbrei. Als er mich erblickte, machte er einen Hüpfer und kehrte wieder zu seinem Lunch zurück.
»Ach, ich dachte schon, du wärst eine Karotte«, sagte er.
Dies überraschte mich sehr. Ich hatte zwar schon mit einer Anzahl von verwirrten Angestellten zusammengearbeitet, doch keiner von ihnen hatte mich bisher für eine Karotte gehalten.
»Wie bitte?«, fragte ich.
»Dein Pullover«, erklärte er. »Er hat meine Lieblingsfarbe.« Ich schaute an mir herab und stellte fest, dass ich einen strahlend orangefarbenen Pullover trug, der in der länglichen Form einer Karotte unter meiner Jacke hervorblitzte.
»Nun, seine peripherale Sicht ist nicht allzu gut«, erwähnte ich dem Adjutanten gegenüber, während ich mir Notizen machte, »vor allem nicht auf der rechten Seite.«
»Hast du mir Karotten mitgebracht?«, fragte Captain Harris.
»Nein, leider nicht. Wie mir gesagt wurde, fühlst du dich in letzter Zeit nicht wohl. Gibt es Probleme mit deinem Futter?«
»Es ist so eintönig«, sagte er und widmete sich einem Teller voller verschrumpelter Salatblätter.
»Und wie steht es mit der Verdauung?«
»Nicht gut, seit mein bester Freund weg ist. Hast du die Katze gesehen?«
»Nein, noch nicht. Wie sieht sie aus?«
»Sie ist grau-weiß gestreift. Sie besucht nachts meinen Stall und muntert mich auf, seit mein Freund versetzt worden ist.«
»Wissen Sie von einer grau-weiß gestreiften Katze in diesem Gebäude?«, fragte ich den Hilfsadjutanten.
»Ach ja, das ist Emma. Ich wusste nicht, dass er sie mag.«
»Sag ihm, alle mögen Emma. Sie muntert alle auf«, ließ Captain Harris mich wissen.
»Fragen Sie ihn, ob er sich zur Ruhe setzen möchte«, bat der Hilfsassistent mich.
»Natürlich nicht!«, erwiderte Captain Harris ungehalten. »Ich bin doch einer der Lieblinge der Queen! Ich habe schon viele Preise gewonnen! Ich könnte nie in Rente gehen! Das würde sie enttäuschen. Wir müssen an diesem Samstag den Parademarsch üben, und das ganze Team zählt auf mich – schließlich führe ich es an.«
Als ich die Mitteilung weitergab, riss der Hilfsadjutant die Augen auf.
»Das stimmt!«, bestätigte er. »Sie trainieren am Samstag. Also wenn er Spaß an der Arbeit hat und sich auf das große Ereignis freut, dann fragen Sie ihn doch, warum es ihm in letzter Zeit an Konzentration fehlt.«
»Dein Chef macht sich wegen deiner nachlassenden Konzentration Sorgen«, erklärte ich. »Bist du nicht mehr glücklich hier?«
»Ich vermisse einfach meinen Freund Bernard, der im Stall links neben meinem untergebracht war. Wir haben gern zusammengearbeitet und uns nach der Arbeit immer unterhalten. Der junge Frechdachs war so liebenswert. Ich lachte mit ihm und fühlte mich wieder jung. Ich hatte gerade angefangen, ihm die ganzen Tricks beizubringen, als sie ihn in den Norden versetzt haben. Jetzt arbeitet er auf dem schönen Land, während ich hier in der Stadt bleiben muss. Ich will auch dorthin versetzt werden. Oder er soll zurückkommen. Ich vermisse ihn schrecklich. Wir gehören zusammen.«
Als ich dem Hilfsadjutanten diese Botschaft übermittelte, war er sichtbar erstaunt.
»Bitte sag ihm, er soll Bernard zurückholen«, bat Captain Harris.
»Er fühlt sich einsam«, sagte ich zu dem Adjutanten. »Er vermisst seinen Freund, der im Stall links neben seinem untergebracht war. Er hat mir den Namen Bernard genannt. Wie er mir erzählt, wurde Bernard aufs idyllische Land in den Norden gebracht, während der Captain hier ganz allein bleiben muss.«
Der Hilfsadjutant war sprachlos. Schließlich sagte er aufgeregt: »Ganz richtig! Links neben ihm war ein Kerlchen untergebracht, der Bernard hieß! Ich wusste gar nicht, dass er dem Captain so viel bedeutet hat. Bernard wurde tatsächlich vor ein paar Wochen in Prinz Charles’ Jagdställe in den Midlands verlegt. Das stimmt! Die Landschaft ist herrlich und grün, und sie gehen alle viel lieber auf die Jagd in den Wäldern dort oben. Wir schicken sie manchmal dorthin, damit sie einen Tapetenwechsel haben. Wir dachten, der Captain sei zu alt dafür. Bernard! Erstaunlich! Wie konnte er Ihnen den Namen nennen? Wer hätte je gedacht, dass er den Namen seines Freunds nennen könnte?«
Was soll mit Captain Harris los sein, dass er den Namen seines besten Freunds nicht nennen könnte? Ist er etwa senil? Oder ist er taub?
Nein. Er ist ein Pferd. Captain Harris ist eines der königlichen Prozessionspferde von Queen Elizabeth der Zweiten. Ich wurde im Mai 2002 an den Buckingham Palace gerufen, um die Kavallerie der Königin zu beraten, als die Pferde für das Royal Jubilee der Königin trainiert wurden. Ein paar Tage später bekam ich die Ehre, in Prinz Charles’ Jagdställe eingeladen zu werden, wo ich Bernard persönlich kennen lernte und ihm einen Kuss auf die Schnauze gab. Keine Angst, Tierfreunde! Beide Pferde wurden kurz nach meinem Besuch wieder glücklich vereint. Herzlich willkommen bei der neuen Tieralchemie, bei der alle Tiere – Zweibeiner und Vierbeiner – still, friedlich und ohne Missverständnisse miteinander »reden« können.
Das können Sie auch
»Tiere können doch nicht sprechen!« Genau das wurde Ihnen beigebracht. Nun, was ich Ihnen präsentiere, ist ein revolutionärer neuer Gedanke. Tiere sprechen – den ganzen Tag! Und eine übersinnliche Fähigkeit ist keine geheimnisvolle Gabe, die nur wenigen Glücklichen zuteil wurde. Es ist eine erlernte Fähigkeit. Ihre eigene Intuition (und die Gedanken der Tiere) zu überhören ist auch ein erlerntes Verhalten. Irgendjemand hat es Ihnen beigebracht. Doch das Glaubensmuster, das Sie auf Ihre fünf äußeren Sinne beschränkt, ist nicht Ihr eigenes. Es war das Glaubensmuster Ihrer Eltern, Großeltern, Lehrer und der armen Professoren, die Ihre Schulbücher mit dem wenigen Wissen verfassten, das ihnen zur Verfügung stand – die überholten Wissenschaften von vorgestern, die ihnen von ihren eigenen Professoren gelehrt wurden. Wir sind dabei, in das aufregendste Zeitalter der Menschheitsgeschichte einzutreten. Wir sind endlich an einem Punkt angekommen, an dem wir die Wahl haben, an dem wir unsere Sinne ins »Übersinnliche« erweitern und einen Schirm des Mitgefühls ausbreiten können, der unseren irdischen Mitwesen Schutz und Liebe bietet.
Oft werde ich gefragt: »Können Sie auch mit Menschen mental kommunizieren oder nur mit Tieren?« Meine Antwort lautet immer: »Meinen Sie mit anderen Tieren?« Ich bin dabei, die große Lüge aufzudecken, Tiere wären nur Pelzknäuel, und deshalb schlage ich zwei Änderungen in der Denkweise vor. Die erste hat damit zu tun, wie wir unsere Tierkameraden betrachten. Sie sind weitaus intelligenter und emotional komplexer als wir je geahnt haben. Sie können denken, fühlen und sogar diskutieren. Sie führen komplizierte Beziehungen und erleben das gesamte Spektrum der Gefühle, die wir für uns Menschen vereinnahmen. Der zweite Quantensprung hat damit zu tun, wie wir uns selbst sehen. In uns schlummern erstaunliche Kräfte, die wir uns nie erträumt hätten. Unser Gehirn kann über die fünf Sinne hinaus wahrnehmen – wir alle besitzen eine übersinnliche Wahrnehmung. Sie steckt in unseren Nerven, unserem Körper und unserer Hirnchemie. Gott hat sie in die Blaupause Ihres Entwurfs eingebaut. Sie brauchen nur Konzentration und Geduld, um sie zu zähmen, zu entwickeln und anzuwenden.
Natürlich gibt es in Ihrem Leben Leute, die sagen: »Ich glaube nicht an dieses übersinnliche Zeug«, doch sie schaden sich damit nur selbst. Die Macht der Gedanken zu verleugnen ist dasselbe, wie wenn man sich weigern würde, einen Kühlschrank, einen Toaster oder einen Computer einzuschalten, weil man »nicht an Strom glaubt«. Psychokinetische Energie ist die Elektrizität des neuen Jahrtausends. Und damit sage ich »Willkommen im einundzwanzigsten Jahrhundert!« Doch wie lernen wir, mit anderen Tieren zu sprechen? Bleiben Sie dran – ich werde Ihnen zeigen, wo der »Schalter« ist. Doch lassen Sie uns zuerst einen Blick auf die neue Physik werfen.
Wenden Sie die Kraft an
»Alle Materie wird durch eine ›Kraft‹ festgehalten … Hinter dieser Kraft müssen wir die Existenz eines bewussten und intelligenten Gehirns vermuten. Dieses Gehirn ist die Matrix der Schöpfung.«
Wer hat das wann gesagt? Hat Gary Zukav es letzte Woche in der Oprah Winfrey Show gesagt? Oder Obi-Wan Kenobi im Krieg der Sterne zu Luke Skywalker?
Nein. Diese überaus zeitgemäße Idee wurde vor neunundachtzig Jahren von einem Gentleman ausgesprochen, der seiner Zeit ein kleines bisschen voraus war. Der geniale Physiker Max Planck äußerte diesen Bezug zu Gott, nachdem er 1917 den Nobelpreis für die Entwicklung der Quantentheorie entgegennahm. Seine wagemutige Aussage ließ seine eierköpfigen Zeitgenossen beinahe aus den Stühlen kippen. Es reichte nicht, dass Max Planck den Nobelpreis für die Entwicklung der Quantenphysik erhielt – dem ersten Konzept, mit dem sich die Physik auf der Ebene der Subatome erklären ließ. Dieses neue Konzept eignete sich auch noch dazu, die Kluft zwischen Wissenschaft und Spiritualität zu schließen – einer Kluft, angefüllt mit einem Bataillon von trompetenden religiösen Fanatikern, die jeden verdammten, der vor ihrem Gott nicht in die Knie ging, und einer sogar noch bedrohlicheren Armee von atheistischen Wissenschaftlern, die jeden als Idioten abtaten, der es wagte, Engel, Telepathie oder mystische Kräfte zu erwähnen.
Dieser hervorragende Denker wagte es, auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit neuer Munition in das Lager der Idioten überzuwechseln: Er hatte soeben eine »Sprache« geschaffen, die Wissenschaftler nicht als Unsinn belächeln konnten – eine scheinbare unglaubliche Welt aus winzigen hüpfenden Lichtern (Elektronen), die als Teilchen oder Wellen nach Lust und Laune ihre Form verändern konnten. Ausgerechnet im Reich der Winzigkeiten hatte er den Schlüssel zu den Geheimnissen des Unermesslichen entdeckt und war so auf die »Kraft« und ihre »Matrix« gestoßen, dem mysteriösen Energiefeld, das die Blaupause unserer Welt zu sein scheint. Er war vielleicht der erste Pionier im Bereich des Bewusstseins, der die Existenz von Gott wissenschaftlich nachweisen konnte. Ich wünschte nur, der Zauberer wäre noch am Leben, damit ich ihm ein Bier spendieren könnte.
Ich bin zwar keine Quantenphysikerin und Sie vermutlich auch nicht, doch das bedeutet noch lange nicht, dass wir nicht über Quantenphysik sprechen dürften. Wir brauchen eine neue Sprache, wenn wir über Metaphysik, Telepathie und das Bewusstsein reden, denn die Sprache der Zauberei, die eine übernatürliche Kraft voraussetzt, jenseits der irdischen Welt und separat von ihr, funktioniert nicht mehr. Die abschätzigen Verstandesfanatiker haben Recht behalten: Die alleinige Erwähnung von Feen, Engeln und Gesprächen mit Pudeln – ohne kritische Untersuchungen – lässt den Erzähler wie einen Schwachkopf klingen, oder zumindest wie jemanden, der die falschen Pilze auf der Pizza erwischt hat.
Auch die Religionen unserer Eltern boten uns keine präzise Methode, mit der wir unsere intimsten transzendentalen Bewusstseinszustände beschreiben können. Die Bibel ist zwar voller Berichte über fantastische Wunder, doch sie enthält keine intelligenten Erklärungen darüber, wie man die geschilderten Wunder nachvollziehen kann. Es fehlt einfach ein heiliges Arbeitsbuch zur heiligen Schrift. Wenn ich die Bibel lese, meine ich, Bilder mit reich verzierten Torten vor mir zu sehen – leider ohne Rezepte. Gott und die Wissenschaft sind nur selten auf denselben Seiten zu finden. Es ist Zeit, das zu ändern.
»Hallo Wissenschaft, darf ich Ihnen Gott
vorstellen?«
Die Wissenschaft könnte auf subatomarer Ebene mit ihren Untersuchungen anfangen! Unser intuitiver Prozess, durch den wir das Mystische erleben und per Telepathie kommunizieren, kann dem Quantenprozess subatomarer Kommunikation gleichgestellt werden. Wir mögen zwar größer als ein Atom sein (und mehr Beine haben), doch es gibt spannende neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die die Theorie unterstützen, dass wir großen, plumpen Wesen mit den vielen Zellen genauso miteinander kommunizieren wie die Zellen in unserem Körper, und dass unsere Körperzellen möglicherweise sogar eine effektivere Kommunikationsweise haben als wir. Wie neue wissenschaftliche Entdeckungen vermuten lassen, brauchen unsere Zellen zur Kommunikation keine chemischen Stoffe auszustoßen (wie bisher angenommen wurde), sondern haben womöglich ein hochwirksames Signalsystem, indem sie die »Signaturfrequenz« der anderen anzapfen, was eher dem Versenden einer drahtlosen Mitteilung übers Handy entspricht. Das würde bedeuten, dass dieselben Regeln, denen Mikro-Objekte (winzige Dinge) unterliegen, auch für Makro-Objekte (große Viecher, wie wir es sind) gelten. Noch bis vor kurzem waren die Wissenschaftler sich einig, dass größere Formen wie Planeten, Solarsysteme und Galaxien ganz anderen Gesetzen als denen der Quantenphysik unterliegen – jener geheimnisvollen Welt mikroskopisch kleiner Elektronen, die gleichzeitig als Teilchen und Wellen bestehen können. Es gab eine riesengroße Kluft zwischen der Physik Newtons (wie größere Objekte als Atome nach Meinung der Wissenschaftler funktionieren) und der Theorie der Quantenmechanik (wie winzige Objekte nach Meinung der Wissenschaftler funktionieren). Das menschliche Wesen mit seinen geheimnisvollen Beziehungen zum Universum fiel immer durch diese Lücke hindurch. Und Tiere wurden nicht einmal erwähnt.
Dieses Vakuum bot genügend Raum für die deprimierenden Vorstellungen von Typen wie Friedrich Nietzsche und dem Tierhasser René Descartes. Um es kurz zu sagen: Unsere modernen Philosophien über unsere Welt entstanden auf den Schultern von Wissenschaftlern und Philosophen, die geglaubt haben, Mutter Natur würde im Grunde nur einen Haufen Spaghetti an die Wand schmeißen, um zu sehen, wie viele kleben bleiben. Diese grimmigen Botschaften flattern noch heute über die Köpfe der Menschen hinweg wie grelle Werbebanner hinter Propellerfliegern. Die Botschaften, die sich längst tief in unser kollektives Unbewusstes gefressen haben, signalisieren Dinge wie: »Das Leben ist nur ein Schuss ins Blaue«, »Alles ist bloß Zufall«, »Es gibt keine übersinnlichen Phänomene«, »Synchronizität ist totaler Blödsinn«, »Tiere haben keine Gefühle«, »Wenn dir was Gutes geschieht, hast du bloß Glück gehabt«, »Was soll’s? So ist das Leben« und »Das Leben ist scheiße, und am Ende stirbst du noch.«
Descartes glaubte zwar an Gott, doch er hielt Tiere für nicht denkfähige, gefühllose Maschinen, dazu da, von uns Menschen ausgebeutet zu werden. Und Nietzsche war so auf den Gedanken fixiert, jedes Ereignis auf Erden wäre »reiner Zufall«, dass er eine lange, faselnde Abhandlung über die rechnerische Wahrscheinlichkeit, zwei Hunde könnten sich einen Floh teilen, verfasst hat. (Ich musste darüber so lachen, dass ich beinahe ein Fellknäuel ausgespuckt hätte.) Diese Männer setzen ihr gesamtes Hab und Gut auf die Elemente des Zufalls, ohne einen Cent auf das Phänomen der »Absicht« zu verschwenden – die Macht unserer Gedanken, die Welt um uns herum zu beeinflussen.
Diese philosophischen Spaßverderber würden jedes einzelne Erlebnis telepathischer Kommunikation als »reinen Zufall« abtun. Nehmen wir mal an, Ihre Mutter ruft an und Sie spüren noch vor Abheben des Hörers, dass sie es ist. Würde Descartes dann in Ihrer Küche stehen, würde er behaupten, Ihr Gespür sei »reiner Zufall« gewesen. Doch glücklicherweise gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die diese ausgeleierten Ausreden im Staub der Vergangenheit liegen lassen und sie durch aufregende neue Paradigmen ersetzen, die die immer größer werdende Macht des menschlichen Geists und die unterschätzte Sensibilität unserer geliebten Vierbeiner nachweisen. Wir sind auf dem Weg in eine Revolution des Bewusstseins, doch während wir in bisher unberührtes Gebiet vordringen, müssen wir Wörter erschaffen, die unsere Funde beschreiben können.
Was ist die Sprache der Wunder?
Laut meinem Lieblingsketzer, dem Astronauten Dr. Edgar Mitchell ist »die Quantenphysik die Sprache des abendländischen Wissenschaftlers, um das Gespenst in der Maschine des Alltags zu finden. Ohne sie kann er es nicht vollständig erklären. Quantenphysik ist die Sprache, mit der man das Mysterium und Wunder der Verbindung aller Dinge in der Natur erklärt. Die Wissenschaft hat überzeugende Nachweise erbracht, dass elektromagnetische Energie ein Grundbaustein der physikalischen Realität und die Sonnenquelle ist, die unsere Erde lebendig macht.« Die Atome, aus denen Ihr Körper besteht, könnten einst Teil eines uralten Sternsystems gewesen sein; die Grundkomponenten bestehen ewig und sind unteilbar. Sogar jetzt, während Sie dies lesen, tauschen die Atome in Ihrem Körper elektromagnetische Energie mit dem Stuhl aus, auf dem Sie sitzen. In Bezug auf Energie stehen Sie in Verbindung mit Ihrer Umwelt.
Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Besitzen auch Tiere elektromagnetische Energie? Natürlich tun sie das. Kann diese elektromagnetische Energie als Gedanken empfangen werden? Darauf können Sie wetten! Wie kann man Telepathie mit Tieren lernen? Nun ja, dafür müssen Sie vielleicht zuerst ein paar Ihrer wichtigen Vorstellungen über die Wirklichkeit überdenken. In den nächsten zehn Kapiteln werden wir über Tiere und nicht über Wissenschaft reden, doch lassen Sie uns erst einmal diese neue Vorstellung näher untersuchen. Ich weiß, sie klingt beunruhigend, aber wenn Sie mutig sind und den großen Zeh hineintunken, helfe ich Ihnen in das »Null-Punkt-Energiefeld« hinein. Keine Angst, treten Sie näher. Das Wasser ist angenehm warm und einladend.
Schwimmen Sie im Null-Punkt-Energiefeld
Stellen Sie sich ein riesengroßes Spinnennetz aus silbrigem Licht vor. Alle Lebewesen sind hier miteinander vernetzt. Und nun lassen Sie uns diese Vorstellung erweitern. Statt eines zweidimensionalen Netzes stellen wir uns das Netz dreidimensional vor; es ist genauso breit wie tief und erstreckt sich unbegrenzt in alle Richtungen des Universums. Es ist ein glitzerndes Meer aus Energie, in dem alles in unserem Universum enthalten ist. Es schließt jedes Lebewesen und die Geschichte eines jeden Wesens mit ein. Und dieses Energiemeer besteht nicht nur aus Materie, sondern auch aus dem Raum zwischen den Sternen und dem leeren Raum zwischen Ihren Körperzellen, und sogar aus dem Raum zwischen den Nuklei und Elektronen in Ihren Atomen.
Vergessen Sie nicht: Materie ist allein schon fast völlig immateriell. Sie besteht zu 99 Prozent aus leerem Raum. Doch anstatt das Fehlen von Materie als Vakuum zu betrachten, stellen wir uns nun vor, dass dieser leere Raum zusammen mit dem Rest der Schöpfung elektrisch geladen ist, vibriert und lebt. Und nicht nur das – dieses Meer speichert Informationen in einer riesigen »Daten«-Bibliothek in mikroskopischen Interferenzmustern, während wir unsere Geschichte durchleben. (Ein Interferenzmuster entsteht, wenn Lichtstrahlen aus zwei verschiedenen Quellen beim Durchdringen desselben Mediums aufeinander treffen. Wenn zwei kohärente Laserstrahlen miteinander vermischt werden und auf eine Leinwand oder einen Film projiziert werden, und einer dieser beiden Lichtstrahlen das Bild eines Objekts trägt, nennt man dieses Interferenzmuster ein Hologramm.)
Die Theorie des Null-Punkt-Energiefelds (von nun an »NP-Feld« genannt) beruht auf der Vorstellung, dass alle Lebewesen miteinander aufgrund der Naturgesetze automatisch miteinander kommunizieren können. Warum? Weil sie davon ausgeht, dass wir alle nur Teile eines großen Gesamtorganismus sind. Wenn wir alle nur Puzzleteile eines gigantischen Puzzles sind, ist es dann nicht logisch, dass wir schweigend miteinander kommunizieren können? Menschen können als Zellen im Körper Gottes betrachtet werden, und ebenso jedes Tier, jede Pflanze und jeder Stern in unserem Universum. Wenn ich »Gott« sage, meine ich eine liebevolle und unparteiische grenzenlose Macht. Man könnte sie auch universelle Intelligenz, göttliche Schöpfung oder den Geist der Natur nennen. Es ist mir egal, wie Sie sie nennen, Hauptsache, Sie rufen sie. Ihre Fähigkeit mit Tieren zu kommunizieren hängt von Ihrer Fähigkeit ab, mit Gott zu kommunizieren, denn an dieser Verbindung lässt sich messen, wie gut Sie mit sich selbst kommunizieren.
Würden wir Ihren Körper und den Körper Ihrer Katze, Ihres Pferdes oder Ihres Hundes ausradieren, so würden nur elektrisch geladene Energiefelder übrig bleiben – kleine Wolken aus sich drehenden Lichtstrahlen. Sie bestehen aus winzigen Energiepäckchen, die ständig mit der Welt um sich herum in Verbindung stehen. Auch Ihr Hund besteht aus solchen kleinen Informationspäckchen. Wenn wir diese Tatsache nun mit dem neuen Wissen betrachten, dass wir uns alle in dem NP-Feld befinden, sind Ihre Tiere nicht länger separat von Ihnen. Denken Sie sich die äußere Form und die scharfen Ränder weg – und Sie werden entdecken, dass es keine Trennung zwischen »Ihnen« und »nicht Ihnen« mehr gibt. Ihre Energie macht nicht an Ihren Fingerspitzen Halt, sondern kann in die Welt um Sie herum ausströmen.
Gehen Sie noch einen Schritt weiter, so stellen Sie fest, dass Sie und Ihr Hund nicht in Hüllen stecken oder in Körpern gefangen sind, die durch leeren Raum voneinander getrennt sind. Wenn wir Raum als ein Energiemeer betrachten, das außerhalb unseres Körpers genauso real ist wie in unserem Körper, so würde das alles verändern, nicht wahr? Dann könnten Sie in diesen Ozean hinauswaten und im Energiefeld Ihres Tieres schwimmen, wo Sie seine physischen und psychischen Schmerzen und Leiden spüren würden und vielleicht sogar die Bilder in seinem Kopf sehen könnten. Dies klingt vielleicht absurd, aber unser heutiges wissenschaftliches Verständnis macht es mir nicht gerade leicht, es zu erklären. Bevor ich Ihnen meine Version des NP-Felds anbiete, wollen wir uns einen Augenblick lang seine wissenschaftlichen Ursprünge ansehen.
Die neuste, Schwindel erregende Theorie, die Quantenphysik, ging dem NP-Feld voraus. Quantenphysik bedeutet einfach die Physik der kleinsten Teilchen. Während die Newton-Physik die Bahnen der Planeten oder den Energieaustausch während eines Billardspiels beschreiben kann, beschreibt die Quantenphysik subatomare Bewegungen, zum Beispiel wie Elektronen den Atomkern umrunden und vor allem wie Subteilchen innerhalb des Kerns miteinander tanzen. Man könnte meinen, dass sämtliche Materie auf die gleiche Art mit anderer Materie interagiert, seien es Planeten, die in einem Sonnensystem ihre Bahnen ziehen, oder Elektronen, die ihre Bahnen um einen Atomkern ziehen – doch leider ist das nicht der Fall. Die allgemein gültigen Gesetze der Physik beginnen auf der kleinen Ebene zu bröckeln.
Die Quantenphysik versucht, das Verhalten der Bausteine von Materie zu erklären: Elektronen, Protonen und Neutronen, und sogar die Subteilchen, aus denen diese Teilchen zusammengesetzt sind! Jedes Proton und jedes Neutron besteht aus sechs »Quarks«, die von »Gluonen« zusammengehalten werden. Ein Gluontyp wurde »Higgs Boson« genannt, und ein Bosontyp wird »exotisches Meson« genannt. (Bei mir erwecken diese Begriffe das Bild von Enten, die in Kübeln aus Klebstoff umherflattern, während mikroskopische Parasiten mit roten Gumminasen und Badelatschen auf den wasserdichten Rücken der Enten Fahrrad fahren.) Es gibt sogar »Antiquarks« und »Tetraquarks«, und, so Gott will, vielleicht sogar »Pentaquarks«. Die Wissenschaftler beschlossen, die Quarks nach »Geschmacksrichtungen (flavours)« und die Gluonen nach »Farben (colours)« zu benennen. Und sie gaben den sechs Quarks die Namen »up, down, top, bottom, charm und strange (auf, ab, oben, unten, Zauber und seltsam)«.
Wer hat sich diese Namen bloß ausgedacht? Fragen Sie nicht mich. Sie klingen so, als hätten zu viele Wissenschaftler um Mitternacht Hasch geraucht. (Und dabei vielleicht Kaninchen aus dem Hut gezogen.) Doch außer ihrer originellen Fähigkeit der Benennung von Teilchen präsentierten diese genialen Physiker auch eine neue Theorie, die andeutet, dass das Atommodell, das Sie in der Schule gelernt haben, falsch ist. Elektronen ziehen keine Bahnen wie Planeten; stattdessen bilden sie verschwommene Wolken von Wahrscheinlichkeiten um den Kern. Die Quantenphysik spielt sogar bei den schwarzen Löchern eine Rolle, bei denen man die Standardphysik glatt wegwerfen kann.
Die Entdeckung der Quantenphysik rief zwar großes Staunen hervor, doch sie ließ viele Fragen unbeantwortet. Albert Einstein arbeitete auch an einer großen vereinigten Feldtheorie und kämpfte bis zu seinem Tod gegen Paradoxe an. Doch selbst er konnte sich keinen Reim aus der launischen Welt der Quantenmechanik machen, in der Elektronen Verstecken spielen, sich materialisieren und wieder verschwinden und wie eine Horde mikroskopischer Flöhe umherhüpfen. Albert der Große akzeptierte die Quantenmechanik nie als fundamentale physikalische Theorie, da er – neben anderen Widersprüchen – den Gedanken des »reinen Zufalls« nicht schlucken konnte. In seinem berühmten Brief an den Physiker Max Born schrieb er: »Die Quantenmechanik ist sehr beeindruckend … doch ich bin überzeugt, Gott würfelt nicht.« Segne Gott seine Seele und seine wilde Haarpracht! Er hat das ganze Leben lang versucht, Ordnung im göttlichen Universum zu finden.
Eine kleine Gruppe mutiger Wissenschaftler auf der ganzen Welt setzt die Experimente der Quantenphysik-Pioniere fort. Die Theorie vom NP-Feld ist aus der mathematischen Ungereimtheit entstanden, aus ein paar Gleichungen, die zwar von der Quantenphysik-Familie ausgegrenzt wurden, doch nicht vergessen sind. Die Wissenschaftler erkannten, dass, wenn das NP-Feld in unsere natürliche Wahrnehmung der materiellen Welt einbezogen werden würde, unser gesamtes Universum ein unteilbares Meer aus Energie, ein riesiges, schwingendes, vibrierendes Energiefeld wäre, und dass jedes winzige Teil zu jedem Zeitpunkt im Einklang mit dieser göttlichen Symphonie mitschwingt. Und hier kommt der wahre Hammer: Die besagten Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir nicht nur mit dem ganzen Orchester des Lebens verbunden sind, sondern auch unbewusst Informationen mit ihm austauschen. Wir tun dies zwar längst, doch die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst.
Was genau ist dann ein Gedanke? Eine elektrische Spannung. Und was ist ein Gefühl? Auch eine elektrische Spannung. Was ist eine sinnliche Wahrnehmung? Ganz richtig – eine elektrische Spannung. Und ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Energie neu einstellen, damit Sie so sensibel werden, dass Sie die Gedanken, Gefühle und körperlichen Wahrnehmungen Ihrer Umwelt – insbesondere die Ihrer Tiere – spüren können. Sie werden sich dessen, was Sie längst empfangen, bewusster werden. Doch wie können wir unsere Intuition feiner einstellen? Indem wir lernen, die Quantenhologramme zu erkennen.
Willkommen in meinem Hologramm
Bitte anschnallen, es wird eine wilde Fahrt! Auch die folgenden Informationen stammen von Dr. Edgar Mitchell, der im Jahr 1971 den Mond mit den Zehen gekitzelt hat und der nun Ihre Fantasie mit seinem futuristischen, atemberaubenden Kauderwelsch kitzeln wird. Den Lesern unter dreißig möchte ich kurz erläutern, wer Dr. Mitchell ist. Als der Astronaut 1970 in Apollo 13 meldete: »Houston, wir haben ein Problem!«, sagte er dies zu Edgar Mitchell, der die Mission von Houston aus überwachte. Mitchell befand sich nur deswegen auf irdischem Boden, weil sein Team ausgewechselt worden war und für die nächste Raumfahrt eingeteilt war. Als der SOS-Ruf der Astronauten in der Raumfähre Apollo 13 einging, begab Mitchell sich in einen Simulator der NASA, wo er drei ganze Tage und Nächte fast völlig ohne Schlaf verbrachte, um bei der Lösung des Problems zu helfen, wie man die Raumfähre in ein Rettungsboot umfunktionieren könnte. Dies rettete den Astronauten das Leben und ermöglichte es ihnen, sicher zur Erde zurückzukehren. Dr. Mitchell studierte Industriemanagement an der Carnagie Mellon University sowie Aeronautik und Astronautik an der MIT. Er unterrichtete an der Pilotentestschule der US Air Force und war Pilot in der Navy, bevor er zu seiner ersten Apollo-Mission gerufen wurde.
Als Dr. Mitchell vom Mond zurückgekehrt war, gründete er das Institut für Noetik, das erste Forum in den USA, in dem Wissenschaftler zusammenarbeiten, um neue Theorien über Bewusstsein, Physik, Mystik und Evolution zu untersuchen. Und ich lernte einen Mann kennen, der für mich einer der hervorragendsten Denker des zwanzigsten Jahrhunderts in Bezug auf die Erklärung ist, weshalb telepathische Kommunikation mit Tieren möglich ist. Dr. Mitchell war so großzügig, mir das folgende Interview persönlich zu gewähren, während seine große Liebe, eine Schnauzerdame namens Miss Megs, mir zu Füßen saß und um einen Happen Käse bettelte. Hier ist das, was Dr. Mitchell während des Interviews sagte – und meine Übersetzung.
Dr. Mitchell: »Neue Untersuchungen weisen darauf hin, dass wir und jedes physikalische Objekt ein nachschwingendes holografisches Bild haben, das mit unserer körperlichen Existenz verbunden ist. Es wird Quantenhologramm (QH) genannt. Man kann es sich wie einen Heiligenschein oder wie einen Lichtkörper vorstellen, der aus winzigen Quantenemissionen aus jedem Molekül und jeder Zelle des Körpers besteht.«
Amelia: Sitzt ein kleiner Wollknäuel in diesem Augenblick mit glänzenden Augen vor Ihnen und versucht, Ihnen etwas mitzuteilen? Vielleicht möchte sie ein Stückchen Käse? Ihr Hund oder Ihre Katze ist in Wirklichkeit kein Wollknäuel. Es ist ein QH-Knäuel.
Dr. Mitchell: »Das QH wurde von dem deutschen Professor Walter Schempp entdeckt und experimentell nachgewiesen, während er an der Verbesserung der Magnetresonanztomografie-Technik (MRT) arbeitete. Er hat entdeckt, dass das bekannte Phänomen der energetischen Emission/Re-Absorbierung sämtlicher physikalischer Objekte auf der Quantenebene Informationen über die Geschichte des besagten physikalischen Objekts trägt.«
Amelia: Fragen Sie sich, wie das Leben Ihrer Hündin aussah, als sie noch im Tierheim war? Die Geschichte Ihres Tieres ist in jeder Körperzelle enthalten. Ich meine damit nicht nur Gedächtnisspeicher im Hirn; die holografische Lebensgeschichte Ihres Tieres ist in jedem Molekular seines Körpers gespeichert.
Dr. Mitchell: »Eine zusätzlich wichtige Eigenschaft des QH ist, nicht lokal zu sein, das heißt, es befindet sich nicht in der Raumzeit, sondern trägt die Informationen wie Teilchen überallhin.«
Amelia: Jetzt wird es kompliziert. Dr. Mitchell glaubt, die Daten der Lebenserfahrungen Ihres Tieres seien nicht in seinem physikalischen Körper, sondern in dem NP-Feld selbst gespeichert – jener riesengroßen kosmischen Bibliothek, die die Geschichte eines jeden Lebewesens aufschreibt und verwaltet. Die holografische Geschichte eines Tieres zu lesen, ist, wie wenn man sich in einem riesengroßen Videoladen den Film aussucht, der einen interessiert, und ihn sich ansehen würde. Gemäß Dr. Mitchell »liest« man nicht das Tier selbst. Man »liest« die Dokumente und holt sich die Informationen direkt von Gott.
Dr. Mitchell: »Was einige Quantenphysiker Nichtlokalität nennen, hat Albert Einstein ›Unheimliche Handlung aus der Ferne‹ genannt.«
Amelia: »Nichtlokal« bedeutet, dass das Tier und/oder die Informationen, die Sie wahrnehmen, sich außerhalb Ihrer fünf Sinne Sehen, Riechen, Hören, Schmecken oder Fühlen befinden. Das Phänomen der Nichtlokalität kann dabei helfen, das zu erklären, was allgemein »Remote Viewing« genannt wird – die Fähigkeit, Tiere, Menschen, Orte und Ereignisse zu spüren, die nicht im Rahmen der fünf Sinne wahrgenommen werden können. Doch wenn alle Lebewesen nur ein riesiger Organismus sind und die ganze Welt unsere Heimat ist, dann ist doch alles lokal, nicht wahr?
Wenn die Theorie vom NP-Feld Gültigkeit hat, würden dieselben Regeln für sämtliche Objekte im Universum gelten – die winzigen und die riesigen und alle pelzigen Wesen dazwischen. Es würde bedeuten, dass wir in einer geordneten Welt leben, die von einer Art göttlicher Intelligenz geschaffen wurde und gemanagt wird, und dass unser Universum einen Sinn ergibt. Die Wissenschaft müsste dann zur Mystik sagen: »Ich verstehe, dass du telepathisch mit Tieren kommunizieren kannst. Telepathie ist ein absolut akzeptierter Quantenprozess geworden. Ich habe deine Schamanen auf Scheiterhaufen verbrannt und in zahllosen Talkshows lächerlich gemacht. Sieht so aus, als hätte ich mich die letzten sechshundert Jahre über geirrt. Oje. Tut mir leid.« Das wäre doch echt nett, nicht wahr?
Da das Wort »Quantenhologramm« ein ziemlicher Brocken ist, möchte ich eine Kurzversion einführen. Von nun an verwenden wir einfach den Begriff »Q-Form«, wenn wir von Quantenhologrammen sprechen.
Sollten Sie noch bei der Sache sein, wollen wir diese neuen Gedanken anwenden. Unser Ausgangspunkt in der Entwicklung Ihrer Intuition muss nichts mit Tieren zu tun haben. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie Sie Informationen empfangen. Jeder von uns empfängt nichtlokale Informationen. Die Frage ist nur, wie viel Aufmerksamkeit Sie den Signalen schenken, die Sie erhalten. Das folgende Quiz hilft Ihnen, das herauszufinden.
Psychoquiz: Wie intuitiv sind Sie?
1 Haben Sie schon einmal das Telefon klingeln hören und noch bevor Sie den Hörer abnahmen gewusst, wer am anderen Ende der Leitung war?
2 Wie oft passiert Ihnen das?
3 Denken Sie vor oder nach dem Klingeln des Telefons an diese Person?
4 Wie empfangen Sie diese Information?
5 Sehen Sie dann das Gesicht der Person? Oder die ganze Gestalt?
6 Hören Sie im Geist ihre Stimme?
7 Hören Sie im Geist ihren Namen?
8 Riechen Sie ihr Parfüm oder sein Aftershave?
9 Spüren Sie ihre vibrierende Energie um sich herum?
10 Fallen Ihnen Erinnerungen an die Person ein, bevor sie anruft?
11 Haben Sie schon einmal an eine alte Freundin oder einen alten Freund gedacht, zu der oder dem Sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatten, nur um nach Hause zu kommen und herauszufinden, dass er oder sie angerufen, eine E-Mail oder einen Brief geschickt hat?
12 Haben Sie schon einmal gespürt, was in Ihrem Briefkasten sein würde, bevor Sie nachgesehen haben?
13 Haben Sie jemals das unangenehme Gefühl gehabt, sich lieber nicht mit jemandem zu verabreden, sind dann trotzdem mit ihm oder ihr ausgegangen und haben es bereut?
14 Sind Sie schon mal jemandem begegnet und haben ihr oder ihm auf Anhieb misstraut?
15 Haben Sie jemals gespürt, dass jemand lügt, und später herausgefunden, wie Recht Sie hatten?
16 Haben Sie schon einmal eine starke freundschaftliche Verbindung zu jemandem gespürt, den Sie gerade kennen gelernt hatten?
17 Hatten Sie jemals das Gefühl, dass mit einem Ihrer Angehörigen oder engen Freunde etwas nicht stimmt, um später herauszufinden, dass Sie mehr Recht gehabt hatten, als Ihnen lieb war?
18 Hatten Sie schon mal das Gefühl, besser eine andere Strecke zu fahren, ohne auf Ihre innere Stimme zu hören, und gerieten Sie prompt in einen Stau?
19 Hatten Sie je eine böse Vorahnung, eine bestimmte Aktie lieber nicht gekauft zu haben?
20 Waren Sie jemals in Gefahr und wussten, dass gleich etwas passieren würde, bevor es tatsächlich eintraf?
Denken Sie darüber nach, wie viele Fragen Sie mit »Ja« beantwortet haben. Erinnern Sie sich an Ihre Erlebnisse und fragen Sie sich: Wie intuitiv bin ich? Und wie sehr vertraue ich meiner Intuition? Tendiere ich dazu, mich selbst anzuzweifeln und mein spontanes Bauchgefühl zu überhören? Bis zu einem gewissen Maß tun wir alle das. Ihr Lernerfolg, mit Tieren zu sprechen, hängt jedoch vom Level Ihres Selbstvertrauens ab.
Schwarz auf weiß hinter Ihren Augen
Nun wollen wir uns ansehen, wie Sie eingehende Informationen erhalten. Die Mehrheit meiner Schüler sagt: »Ich spüre es einfach«, oder: »Ich weiß es eben«, wenn ich sie frage, woher sie wissen, wer sie anruft, bevor sie das Gespräch entgegennehmen. Dann werfe ich ihnen vor, es sich zu leicht zu machen. Man empfängt Q-Formen auf ganz bestimmte Weisen, und ich rate Ihnen dringend, diesem blitzschnellen Vorgang mehr Beachtung zu schenken. Erscheint die Person am anderen Ende der Leitung in Ihrem Geist als ein Bild, ein Geruch oder eine Erinnerung? Sagt Ihre innere Stimme den Namen der Person oder hören Sie in Gedanken ihre Stimme?
Diese Frage stellte ich einmal einer Gruppe von Schülern eines Workshops in den englischen Midlands. »Auf welche Weise empfangen Sie diese Informationen? In Bildern? In Wörtern? Hören Sie die Stimme der Person?«
Eine ältere Dame hob die Hand und sagte: »Ich sehe sie auf die Rückseite meiner Augen gedruckt! Schwarz auf weiß! Von links nach rechts zu lesen!« Nur wenige Menschen haben eine so feine Wahrnehmung wie sie. Doch es ist auch keine ungewöhnliche Erfahrung. Da in der heutigen Zeit so viele von uns täglich mehrere Stunden am PC verbringen, können viele Leute die Antworten tatsächlich vor dem geistigen Auge »getippt« sehen. Einige meiner Schüler nehmen die Worte handgeschrieben wahr. Auch ich verbringe täglich viele Stunden damit, auf einen Computerbildschirm zu starren, und seit dies für mich zur Routine geworden ist, hat sich auch meine übersinnliche Seite daran gewöhnt. Wenn ich bete, kann ich oft die Antworten auf meine Fragen über mein Drittes Auge huschen sehen.
Wir sollten damit anfangen, diesem inneren System Beachtung zu schenken – Ihre Intuition ist wie ein organischer Rauchalarm, den Gott als Überlebenshilfe in Ihrem Körper installiert hat. Es ist kein fauler Zauber. Es ist ein Überlebensmechanismus, der entwickelt werden kann, um das Wohlbefinden Ihrer Nächsten und Ihrer Tiere zu unterstützen.
Woher Sie wissen, dass Sie es sich nicht »nur einbilden«? Wenn Sie den Mut haben, auf Ihre intuitiven Informationen zu vertrauen und sich später herausstellt, dass Sie Recht hatten, werden Sie merken, dass sie nicht Ihrer Fantasie entsprungen sind, sondern es sich um empfangene Daten handelt. Die Angaben, die Sie von einem Tier erhalten, können subtil sein, doch es ist unser Ziel, die Tatsache zu respektieren, dass das Gefühl der intuitiven Kommunikation ähnlich ist wie die allererste Fahrt auf einem Fahrrad.
In der Sekunde, nachdem Sie zum ersten Mal die Ekstase spürten, auf dem Fahrrad das Gleichgewicht gehalten und die Straße entlang geflogen zu sein, haben Sie sich vielleicht auch gefragt: »Ist das wirklich gerade passiert?« Und es war keine »Einbildung«. Sie wussten, dass es passiert war, weil es sich so real anfühlte. Telepathische Kommunikation funktioniert genauso. Ich möchte, dass Sie sich daran erinnern, wie es sich anfühlt, Gewissheit zu haben. Auf diese Weise stacheln Sie die Neurotransmitter in Ihrem Hirn an, neue Bahnen zu schaffen, über die Sie an diese Stelle »zurückkehren« und Ihre Intuition stärken können. Um meinen Lieblingskunstlehrer Karl Gnass zu zitieren: »Ihr wollt nicht, dass eure Begabung wie ein betrunkener Matrose ist, worüber ihr am nächsten Tag auf der Titelseite der Zeitung lest und euch fragt: ›Wer zum Teufel hat das gemacht?‹« Unser Ziel ist, eine Methode zu finden, mit der man den Vorgang wiederholen und Kontinuität entwickeln kann, und das schaffen Sie nur, indem Sie genau auf das achten, was Sie tun, während Sie es tun.
Auch wenn die Anzahl der »Ja«-Antworten auf die obige Fragenliste nur eine einzige ist, haben wir nun etabliert, dass Sie es »tun« können. Doch ich möchte, dass Sie es so kontinuierlich und oft tun, bis es zu einer trainierten Fähigkeit wird, genauso automatisch wie Fahrrad- oder Autofahren. Sie sollen es so blind beherrschen, wie Sie Pasta kochen. Wenn Sie oft genug Spaghetti kochen, müssen Sie auch nicht jedes Mal wieder neu die Kochanleitung auf der Packung lesen.
Im nächsten Kapitel erforschen wir, wie Sie Ihre Intuition als Werkzeug einsetzen, um diese Sensibilität für sich arbeiten zu lassen, wann immer Sie sie brauchen. Wir machen einen Kopfsprung ins Tiefe und »lesen« Fotos, damit Sie eine energetische Verbindung – und vielleicht sogar eine Unterhaltung mit einem Tier aufbauen können, wo immer es auch sein mag.
2
Stellen Sie Ihr Sonar ein

Die Fantasie ist wichtiger als das Wissen.
Albert Einstein
Die orangefarbene Stange
Nur wenige Meter von meinem Haus entfernt lernte ich zwei große bunte Papageien in einem Tiergeschäft kennen: Cosmo, einen goldblauen Ararauna, und Carlos, einen grün geflügelten Ara. Beide Vögel steckten in engen Käfigen. (Ein Vogel im Käfig – das ist dasselbe, wie wenn wir Menschen in eine Duschkabine eingesperrt wären.) Cosmo sah wie von Picasso in Gottes Papageienanstreichfabrik gemalt aus – seine Farben waren ultramarinblau, hellrot, grün und cadmiumgelb direkt aus der Farbtube und so schamlos auf seinen Flügeln verteilt wie Spitzenunterwäsche, die auf einem Balkongeländer flattert. Sein Kumpel Carlos war etwas bescheidener gekleidet; sein Federkleid wirkte wie eines von Elvis’ Hawaiihemden.
Als ich den Gang entlangging, schimmerte Cosmo in der Ferne wie ein Kirmeszelt. Ich machte zwar immer einen Abstecher zu den beiden farbenfrohen Jungs, um ihnen mein Beileid auszusprechen, weil sie so weit von ihrer Heimat entfernt waren – sie sind in Südamerika zu Hause –, doch da ihr Leben recht eintönig verlief, wusste ich nie so ganz, worüber ich mich mit ihnen austauschen sollte. Ich kam mir vor, als würde ich versuchen, mich mit zwei alten Brasilianern in einem Mautkasten zu unterhalten. Deshalb fragte ich bei jedem Besuch Cosmo, den Charmanteren der beiden: »Was ist dein Lieblingsfutter?« Er antwortete jedes Mal gedanklich: »Orangefarbene Stange.« Ich hörte die Worte in meinem Kopf. Das nennt sich »Clairaudience«. Nicht alle meine Schüler hören Wörter, doch mir passiert das immer wieder.
Als ich in den Papageienkäfig sah und außer einem Schüsselchen Körner nichts zu fressen entdeckte, fragte ich ihn noch einmal: »Was frisst du gern?« (Gleichzeitig schickte ich ihm ein mentales Bild von sich, in dem er etwas im Schnabel hielt und darauf herumkaute.) Er antwortete eifrig: »Orangefarbene Stange!« Völlig verwirrt starrte ich in seinen Käfig und konnte nie etwas darin sehen, was wie eine Stange aussah und orangefarben war, doch Cosmo blieb bei seiner Antwort.
Dieses kleine Ritual währte anderthalb Jahre. Der arme Papagei muss mich für eine Idiotin gehalten haben (oder für eine Langweilerin), da ich ihm immer wieder dieselbe Frage stellte. Ich bin sicher, wenn er mich den Gang hinunterkommen sah, sagte er jedes Mal zu dem anderen Papagei: »Schau mal, Carlos. Hier kommt diese bescheuerte Tierkommunikatorin wieder. Pass auf!« Und dann brüllte er: »Hey, du dumme Henne! Orangefarbene Stange! Orangefarbene Stange, haha!« Und dann lachten die beiden Vögel bis zum Umfallen.
Ich überlegte sogar, ob ich die Papageien selber kaufen sollte, da ich sie unbedingt aus ihren Käfigen befreien wollte, doch ich befürchtete, dass meine fünf streitsüchtigen Katzen ihnen das Leben zur Hölle machen würden.
Als ich eines Tages den Laden betrat, bemerkte ich, dass Carlos verschwunden war. Als ich Cosmo darüber befragte, schickte er mir mentale Bilder, wie Carlos’ Käfig aus dem Geschäft geschleppt wurde. Der Ladenbesitzer sagte mir, Carlos sei verkauft worden, und so tröstete ich Cosmo, dass sein Freund ein gutes Zuhause gefunden hatte und von nun an ein glückliches Leben hätte. Während ich zögernd dastand und nicht wusste, worüber ich sonst noch mit Cosmo reden sollte, fragte ich ihn zum hunderttausendsten Mal: »Was ist dein Lieblingsfutter?«
»Orangefarbene Stange«, gab er zur Antwort.
Erpicht, das Rätsel endlich ein für alle Mal zu lösen, fragte ich ihn: »Kannst du mir ein Bild davon schicken?« Sofort produzierte er die Vision eines Gegenstands in seinem Schnabel, der die ungefähre Größe einer großen Karottenscheibe hatte, circa zweieinhalb Millimeter dick und fünf Zentimeter breit war. Zum tausendsten Mal fragte ich mich, was um alles auf der Welt das sein könnte.
»Geben sie dir nach Geschäftsschluss orangefarbene Körnerstangen oder Karottenscheiben zum Knabbern?«
»Nein! Nein! Orangefarbene Stange!«, beharrte er. Dann kam die Erleuchtung. Ohne den Blick von mir abzuwenden, trippelte er in Windeseile seitlich auf seiner Stange auf mich zu und erschreckte mich zutiefst. Dann hüpfte er auf den Käfigboden und holte einen Kauring hervor, der mit lauter Babyspielsachen bestückt war. Ich hatte das Spielzeug noch nie zuvor gesehen, da es in der hinteren Käfigecke versteckt lag. Er hob es mit dem Schnabel auf und kletterte wieder auf seine Sitzstange. Dabei sah er mich mit seinem intensiven Blick an. Während er den Klapperring mit einer Kralle festhielt, benutzte er den Schnabel, um die farbigen Plastikscheiben wegzuschieben, so wie man früher auf einem Rechengerät die Kugeln verschoben hat. Mit großer Sorgfalt schob er die blaue Scheibe weg, dann die gelbe, die rote –
Als Cosmo das orangefarbene Spielzeug erreicht hatte, nahm er es mit dem Schnabel auf, beugte sich vor und starrte mich direkt an. Dann schüttelte er es vor meiner Nase hin und her. Das orangefarbene Spielzeug hatte die Form eines großen Autoschlüssels. Es war ungefähr zwei Millimeter dick und sah tatsächlich ähnlich aus wie eine Karottenstange.
»Orangefarbene Stange!«, wiederholte er. Vor Staunen wurden meine Knie weich. Ich musste mich festhalten, um nicht vor seinem Käfig ohnmächtig auf den Boden zu sinken. Sogar nach all den Jahren der Tierkommunikation hatte ich so etwas nicht für möglich gehalten.
Entschlossen, ihn auf der Stelle zu kaufen, rannte ich zur Kasse. Ich war bereit, Vorsicht, Vogelfedern und Katzenfell in den Wind zu schreiben, als der Besitzer mir sagte: »Ach, der ist schon reserviert. Gestern hat eine Frau ihn gekauft, aber sie kann ihn erst morgen abholen.«
Cosmo wusste, er würde mich nie wieder sehen. Deswegen musste er der schwachköpfigen Tierkommunikatorin, die ihn seit über einem Jahr wegen seiner orangefarbenen Stange genervt hatte, die Sache ein für alle Mal klar machen. Dieses Wunder war sein Abschiedsgeschenk an mich.
Seit jenem Tag mit Cosmo haben mir auch viele andere Papageien ihre schockierende Fähigkeit gezeigt, während der mentalen Kommunikation zu offenbaren, worüber sie sprechen. In einem Workshop in Frankfurt hatten wir einen großen Papageien als Gastdozenten. Ich bat die Gruppe, ihm Fragen über sein Leben zu stellen, die sein Halter eindeutig bestätigen könnte. Der Papagei saß ganz still da, während die Gruppe ihn mental befragte und die Antworten notierte. Er saß ruhig auf dem Arm seiner Halterin, während sie die Antworten meiner Schüler besprach. Doch als die Gruppe ihn fragte: »Was ist mit dem weiblichen Papagei zu Hause los? Sie hat irgendein Problem. Was ist es?«, wurde der Vogel plötzlich wild! Er breitete die großen Flügel aus und kreiste im Raum umher; dann hockte er sich wieder auf den Arm seiner Halterin. Alle schrien vor Überraschung auf. Das Problem mit dem anderen Vogel war, dass sie nicht fliegen konnte. Dies machte der gefangenen Vogeldame schwer zu schaffen und beunruhigte anscheinend auch unseren Papageien, der sogar so weit ging, die Antwort auf unsere Frage »zu demonstrieren«.
Man könnte dies natürlich als reinen Zufall abtun. Doch eine andere Kursteilnehmerin hatte als Tierdozentin eine Schildkröte mitgebracht. Der Papagei kannte die Schildkröte nicht. Nach Anweisung der Besitzerin fragte die Gruppe die Schildkröte per Telepathie, wie sie ihren Frust ausdrücke, wenn sie sich über etwas ärgere. Der Papagei war seit seinem Bumerangflug durch den Raum still und ruhig gewesen. Er wartete ein paar Minuten ab, während die Gruppe sich auf die Antwort konzentrierte. Dann flog er geradewegs auf ein geschlossenes Fenster zu und stieß mit dem Kopf gegen die Glasscheibe! Er stürzte benommen zu Boden und erschreckte alle furchtbar, vor allem mich. Seine Halterin sagte, sie hätte ihn so etwas noch nie tun sehen. Glücklicherweise fehlte dem Papageien nichts, und er rappelte sich wieder auf, während die Besitzerin der Schildkröte das Geheimnis lüftete. Wie sie uns erzählte, hatte die Schildkröte die Angewohnheit, mit dem Kopf immer wieder gegen die Glasscheibe des Aquariums zu stoßen, wenn sie sich über etwas aufregte. Der Papagei hatte unsere Frage an die Schildkröte nicht nur verstanden, sondern auch mit ihr darüber kommuniziert und der Gruppe dann das Verhalten der Schildkröte vorgespielt!
Wie können wir mit Tieren telepathisch kommunizieren? Auf die gleiche Art, wie sie miteinander kommunizieren. In diesem Kapitel beginnen wir das aufregende Abenteuer zu lernen, wie man mit Tieren spricht – ganz real. Doch lassen Sie uns zuerst darüber reden, warum es funktioniert.
Schwing mit, Baby!
»Phase« und »Resonanz« sind wissenschaftliche Termini, die uns helfen zu verstehen, wie wir durch einen Quantenprozess nonverbal Verbindung zu anderen Lebewesen aufnehmen können. Wie Dr. Mitchell es ausdrückt, funktioniert das Phänomen, nichtlokale Informationen zu erhalten, durch »phasenkonjugierte adaptive Resonanz«. So lautet die wissenschaftliche Definition. Puh! Mir gefällt »Resogenese« besser. Für unsere Tierkommunikation benennen wir diesen Begriff also um in »Resogenese« mit der Bedeutung, mit allen Lebewesen zu kommunizieren. In seinem Buch The Way of the Explorer definiert Dr. Mitchell Resonanz wie folgt:
Information wird nicht von einem Teilchen zum anderen übermittelt; stattdessen sind die Wellenaspekte der Teilchen auf irgendeine Art nichtlokal miteinander verbunden und »schwingen mit«, um die Korrelation ihrer Merkmale zu erhalten. Sie verhalten sich nicht wie Teilchen, sondern eher wie Felder, die sämtlichen Raum ausfüllen und von einem noch unerkannten Mechanismus in ihren Eigenschaften geleitet und geführt werden. Da die Gesetze der Quantentheorie nicht nur für subatomare Materie, sondern für jede Materie gelten sollen, deutet die Ausdehnung dieser allgegenwärtigen, miteinander verbundenen »Resonanz« an, dass die gesamte Natur in gewisser Weise wie Wellen, Felder und »Geist« ist.
In anderen Worten: Wir können von Tieren Informationen erhalten, indem wir wollen, dass unser Bewusstsein mobil ist und auf elektromagnetischen Wellen schwingt, anstatt uns als isolierte Teile in einem kalten, abgetrennten Universum zu sehen.
Hier ist ein Beispiel zum besseren Verständnis: Um effektiv zu navigieren und zu jagen, stoßen Fledermäuse Klangwellen in hohen Frequenzen in ihre Umwelt aus. Wenn die Klangwellen auf etwas stoßen, schwingen sie in Form eines Echos zurück. Die Fledermäuse hören das Echo und können daran nicht nur erkennen, wo es ist, sondern auch was es ist – vielleicht eine schmackhafte Fliege als Mitternachtssnack. Diese Klangwellen haben eine einzigartige Signaturfrequenz; sie unterscheiden sich durch ihre »Amplitude« und »Frequenz« – ihre Höhe und Geschwindigkeit. Fledermäuse müssen die Beziehung zwischen Frequenz und Phase erkennen, um das einzigartige »Bild« eines Objekts zu erhalten, und können es sehr schnell (schließlich trödeln Fliegen nicht herum). Nicht nur Fledermäuse, sondern auch Delfine und einige Arten von Walen wenden Klangwellen an. Auf einer breiteren Basis scheint sämtliche Materie eine einzigartige Signaturfrequenz auszustoßen – die nicht aus Klangwellen, sondern aus elektromagnetischer Energie besteht.
Mit dieser neuen Munition im Gepäck können wir übersinnliche Kommunikation als einen Vorgang neu definieren, der dem von Fledermäusen und Delfinen angewandten Klangwellenprozess ähnelt. Scheinbar haben Menschen ihr eigenes Markenzeichen, das elektromagnetische Wellen verwendet. Wir können diese Energie zwar nicht an irgendwelcher Materie in unserer Umwelt abprallen lassen, wie Fledermäuse es tun, um uns in der Dunkelheit zurechtzufinden, doch wir können Gedanken, Gefühle, Eindrücke und Erinnerungen aussenden und einfangen. Einige Wissenschaftler halten dies für ein latentes Attribut in der Evolution der menschlichen Rasse, das plötzlich überall auf der Welt in den Menschen aktiviert wird. Wir entwickeln uns zu Wesen mit einem sechsten Sinn.
Wenn Sie Ihre Fähigkeit, Resogenese zu entwickeln, entdecken und pflegen, wird ihre Anwendung zu einer erlernten Fähigkeit – nicht zu einem einmaligen Vorfall des Gleichschwingens, den Sie zufällig einmal erleben, sondern zu einer Handlung, die Sie bewusst im täglichen Leben üben und anwenden können, bis Ihre neue »Vision« klar und Ihr Sinn der »zweiten Sicht« scharf und zuverlässig wird. Durch Fleiß, Disziplin und Geduld können Sie Ihre neuen Werkzeuge formen und freudig ohne Angst benutzen. Halten Sie Ihren Geist für ein geparktes Flugzeug, das den Hangar nie verlassen kann – oder für einen Jet, der fliegen kann? Die übersinnliche Fähigkeit ist eine bewusste Entscheidung, die fest mit unserem Selbstbild und unserer Einstellung über uns selbst und unsere Grenzen verwurzelt ist.
Betrachten Sie Resogenese als ein cooles neues Spielzeug. Wenn Sie damit spielen, wird Ihre Denkfähigkeit sich neu organisieren, um die neue Technik unterzubringen. Eine andere gute Methode, Resogenese zu betrachten, ist durch den Vergleich mit einem Computer: Sie können zwei Programme nebeneinander auf einem Monitor öffnen. Genau das werden Sie mit den Tieren tun. Sie öffnen beide Programme gleichzeitig und spüren die Gedanken, Gefühle und sinnlichen Wahrnehmungen beider Körper gleichzeitig. Die meisten Menschen betrachten Tiere nicht als psychologisch komplizierte Wesen mit komplexem Gefühlsleben und umfangreichen Gedankenprozessen. Sie sind dazu konditioniert, Tiere als zweidimensionale Pappfiguren mit begrenzter Hirnfähigkeit zu sehen. Nun, Sie werden eine wundervolle Überraschung erleben. Wenn wir anfangen, sie als dreidimensionale Lebewesen zu sehen, und wenn wir die Tatsache respektieren, dass sie zwar anders sind als wir, aber nicht oberflächlicher, beginnt unsere Weltsicht sich zu ändern. Wenn wir es uns zur Aufgabe machen, das Bewusstsein der Tiere zu erkennen, laden wir den »Geist in der Maschine« ein, hervorzutreten und sich vorzustellen. Dieser »Geist« kann, muss sich aber nicht in Worten ausdrücken.
Tierlogos
Vergessen Sie nicht, dass übersinnliche Kommunikation in verschiedenen Formen auftritt. Manchmal werden Q-Formen als Worte gehört, die mit Ihrer eigenen inneren Stimme oder einer Stimme, die für Sie »fremd« oder so, als würde sie von »außen« kommen, klingt. Diese Fähigkeit wird Clairaudience (»Klares Hören« auf Lateinisch) genannt. Doch ich kenne keinen Begriff für das eigentliche Phänomen – für die »Stimmen«, die wir hören können, wenn wir unsere »Antenne auf ein Tier einstellen«. Aus diesem Grund habe ich das Wort »Tierlogos« erfunden. Wenn ein Papagei »orangefarbene Stange« ruft, hören Sie ein bestimmtes Tierlogos. Das griechische Wort Logos bezieht sich auf das große kreative Wort, die göttliche Manifestierte in der Schöpfung.
Vergessen Sie nicht: Es ist der menschliche Geist, nicht der des Tieres, der die tatsächlichen Wörter kreiert. Das menschliche Gehirn interpretiert die Gedanken des Tieres, indem es sie in Sprache, Bildern oder Lauten ausdrückt. Die Art, wie Sie intuitive Informationen erhalten, hängt von der Entwicklung Ihres Gehirns ab.
Ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten werden in neuronalen Netzen in Ihrem Hirn gespeichert, die wie Bäume aus glitzernden Ästen aussehen. Falls Sie Künstler sind, können die neuronalen Netze, die visuelle Daten enthalten, weiter entwickelt sein als diejenigen, die beispielsweise verbale Fähigkeiten beinhalten. Für Schriftsteller kann das Gegenteil der Fall sein. Ein Künstler könnte die Tiergedanken eher in Bildern sehen, während ein Autor oder Musiker sie eher in Wörtern hört. Wenn Sie Therapeut oder Krankenschwester sind, ist es möglich, dass Sie eher die Gefühle der Tiere aufschnappen, und sollten Sie Sportler oder Tänzerin sein, könnte es Ihre Stärke sein, die Wahrnehmungen im Körper des Tieres selber zu spüren. Als Arzt, Tierarzt oder Psychiater haben Sie eine Vielfalt an zerebralen Daten, auf die Sie zurückgreifen können, um den Zustand zu identifizieren, den Sie wahrnehmen und spüren.
So »hören« Sie vielleicht ein Wort, ohne das erwähnte Objekt zu sehen, oder Sie könnten ein Objekt »sehen«, ohne sein verbales Gegenstück zu hören. Es kann passieren, dass Sie mit einer Flut von Emotionen wie Frust, Trauer oder Angst überschwemmt werden, ohne verbale Erklärungen zu empfangen. Diese Veränderungen Ihres Bewusstseins sind die Höhenmarke, an der Sie ablesen können, dass Ihre »Antenne richtig eingestellt« ist. Und wenn mehrere Ihrer neuronalen Netze entwickelt sind, werden Sie möglicherweise derart mit Daten und Gefühlen bombardiert, dass Sie meinen, Sie würden viele Handlungen gleichzeitig ausführen. Während meiner Arbeit erhalte ich eine Flut von Eindrücken, die sich alle auf verschiedene Weise ausdrücken. Ich sehe, höre, fühle und spüre den tanzenden Zirkus der Stimulierungen. Das ist, weil ich eine Vielzahl von Talenten ausübe: Ich schreibe, rede, tanze, male, zeichne, spiele Theater und Klavier und arbeite als Beraterin. Da meine neuronalen Netze alle gleichermaßen entwickelt sind, haben die Daten viele »Kanäle« zur Auswahl, um die Frequenzen in mein Hirn strömen zu lassen. Viele von Ihnen werden ähnliche Erfahrungen machen, doch manche werden feststellen, dass ihre Intuition ein bestimmtes neuronales Netze bevorzugt, das besser ausgebildet ist als die anderen.
Dies ist im Wesentlichen die erste paradigmatische Veränderung, die wir annehmen müssen – eine neue Sichtweise mentaler Chemie, die es uns erlaubt, den menschlichen Verstand nicht nur als Radiostation anzusehen, sondern als ein Funkradio, das Mitteilungen aussenden und empfangen kann. Je bewusster wir uns des Erhalts intuitiver Informationen aus der Umwelt werden, desto eher wird es uns möglich sein, eine neue Technologie zu entwickeln, die uns den bewussten Einsatz unserer Intuition ermöglicht.
Die zweite paradigmatische Veränderung hat mit unserer Sichtweise von Tieren an sich zu tun. Wenn Sie zum ersten Mal Resogenese anwenden und mit dem Tier, mit dem Sie sprechen wollen, in Verbindung treten, können Sie sich auf eine große Überraschung gefasst machen. Die meisten Tiere sind hochintelligente Wesen mit dem gesamten Spektrum an Gefühlen, die wir »menschlich« nennen, und mit komplexen emotionalen Beziehungen, die unseren menschlichen Beziehungen gleichen. »Auch Schildkröten, Amelia?«, mögen Sie fragen. Ja, sogar Schildkröten. »Auch Schlangen, Amelia?« Ja, auch Schlangen. »Und sogar Fische?« Ja, sogar Fische. »Was ist mit Schmetterlingen?« Ja, auch Insekten. Reptilien, Fische und Taranteln haben alle schon als Gastdozenten in meinen Workshops fungiert, in denen sie meine staunenden Schüler mit einer überraschenden Menge an Informationen über ihr Leben überschüttet haben. Willkommen in der neuen Welt.
Wenn wir unsere Energie dahingehend lenken, dass sie in mentalen Wellen strömt, können wir uns mit anderen Tierarten verbinden und entdecken, wie ernsthaft sie über Dinge nachdenken. Erinnern Sie sich an Mister Spock und seine vulkanische Fähigkeit der Gedankenverschmelzung. Die Gedankenverschmelzung funktioniert zweiseitig, und Tiere können es viel besser als die meisten von uns Menschen. Zum Beispiel wissen alle »Haustiere«, was ihre menschlichen Halter denken und fühlen. Oft genug beschreiben sie nicht nur ihre eigenen körperlichen und emotionalen Leiden, sondern auch die ihrer »Besitzer«. Diese Dinge höre ich mir täglich an.
Und das können Sie jetzt auch! Lassen Sie uns die unbarmherzigen, veralteten Regeln der »zivilisierten« Welt über Bord werfen. Wir wollen das Bauerndorf mit all seinen mittelalterlichen Regeln und Missverständnissen hinter uns lassen. Kommen Sie mit mir in den Wald, wo die Gesetzesbrecher spielen.
Eine Übung in Resogenese: Fotos lesen
Ob Sie es glauben oder nicht: Zum Erlernen der Tierkommunikation fangen wir nicht mit einem lebenden Tier an. Ich möchte, dass Sie dies zuerst mit dem Foto eines Tieres versuchen. Und ich schlage vor, Sie beginnen diesen Lernprozess mit Tieren, die Sie überhaupt nicht kennen, denn Kenntnisse über Ihre eigenen Tiere oder Ängste und emotionale Blockaden könnten Sie davon abhalten, akkurate Informationen zu erhalten. Das ist unser Ausgangspunkt, doch vergessen Sie nicht: Die Arbeit geht weiter, bis Sie mit Ihren eigenen Tieren sprechen können. Auch wenn das Tier im Jenseits sein sollte, können Sie vielleicht dennoch eine Verbindung herstellen. Ich glaube, dass alle Seelen das Grab überleben, während Dr. Mitchell davon ausgeht, dass die Tiere einfach ihre holografischen Daten auf dem NP-Feld hinterlassen, so dass Sie nicht tatsächlich Verbindung mit einem verstorbenen Geist aufnehmen, sondern in Wirklichkeit nur die Erinnerungen an das Leben des Geists auf der Erde lesen. Egal welche Meinung Sie sich bilden – das Ergebnis ist dasselbe. Fast jeder meiner Schüler schaffte es, die Himmelstore zu erreichen und mit »Engeln« zu kommunizieren. Es gibt keine bessere Methode, dies zu lernen, als das Üben mit Fotografien.
Suchen Sie sich einen menschlichen Partner aus, der einfühlsam ist und hören will, was Sie sagen, selbst wenn die Information unangenehm ist. Bitten Sie Ihren Partner, eine Reihe leichter Fragen aufzuschreiben, deren Antworten eindeutig sind, so wie »Was ist dein Lieblingsfutter? Welche Farbe hat dein Schlafplatz? Welche Farbe hat dein Fressnapf?« Die letzten paar Fragen können auch von ungeklärten Dingen handeln, für die Sie Antworten suchen.
Vielleicht ziehen Sie es vor, mit einer Reihe von Fotos zu arbeiten, aus denen Sie sich dasjenige heraussuchen können, das Sie am lautesten »anspricht«. Auf jeden Fall müssen Sie die Augen des Tieres klar und deutlich sehen können. Die Augen sind das Fenster zur Seele, und das trifft auch dann zu, wenn Sie Resogenese mit einem Tier auf einem Foto herstellen. Legen Sie sich Stift und Notizbuch bereit, um Ihre Gedanken niederzuschreiben und die Liste der Fragen zu beantworten.
Es ist zu erwähnen, dass die Fähigkeit, mit anderen Lebewesen nichtlokal zu kommunizieren, zwar nicht von einem Foto des Zielobjekts abhängt, doch ein Bild ist hilfreich, da es das erste Tor auf der Reise durch das Netz aus Lichtstrahlen – das NP-Feld – darstellt. Stellen Sie sich das Foto als eine Koordinate im leeren Raum vor, auf die Sie Ihre Aufmerksamkeit richten. Die Fotografie ist Ihr e-Ticket, Ihre Fähigkeit sich zu konzentrieren schafft die Schwelle, und Ihr Wille trägt Sie über die Schwelle in die universale Bibliothek. Stellen Sie sich das NP-Feld wie eine Spinnwebe vor, die um die Ecke gesponnen ist, ein elektrisches Feld, das vor Informationen summt. Um in das System zu gelangen, müssen Sie die Linien zwischen den silbernen Punkten ziehen.
Der erste Schritt ist, Ihr Bewusstsein darauf vorzubereiten. Sie können zum Beispiel diesen Abschnitt einmal selbst lesen und ihn sich dann von Ihrem Partner vorlesen zu lassen, um sich auf meine Worte konzentrieren können. Vergegenwärtigen Sie sich, dass Einzelwesen nur durch ihr Fleisch voneinander getrennt sind. Unsere Energie – unsere »innere Welt« – schwimmt jedoch gemeinsam in einem Meer aus Licht, der »inneren Ordnung«. Die innere Ordnung steht Ihnen nicht zur Verfügung, wenn Sie auf die äußere Ordnung fokussiert sind – jenem Reich, in dem Ihr Ich in Zeit und Raum lebt, von Gedanken an Vergangenheit und Zukunft, gegenwärtigen Sorgen und alltäglichen Angelegenheiten regiert wird. Die innere Ordnung kann nur dann erreicht werden, wenn Sie Ihr Bewusstsein in den inneren, ruhigen Kern Ihres Wesens versetzen, in dem Ihr Verstand sich entspannen und verstummen kann, bescheiden, still und dankbar werden kann, und in dem Sie sich allein auf die Liebe konzentrieren können. Das Schlüsselwort hierfür ist »Stille«.
Wenn Sie im Augenblick etwas denken, dann stecken Sie in der äußeren Ordnung. Der einzige Weg, mit dem Denken aufzuhören, ist, sich auf Ihr Herz zu konzentrieren. Nehmen Sie Ihr Bewusstsein – dieser Identitätssinn fühlt sich möglicherweise wie ein Summen in Ihrem Kopf an – und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf einen tieferen Punkt: Ihre Lunge. Nun stellen Sie sich Ihr Ich so, wie Sie sich kennen, als einen silbernen Ball aus Licht zwischen Ihren Schulterblättern vor. Stellen Sie sich vor, Sie könnten spüren, wie Ihre eigene Rückenmarkflüssigkeit Ihr Rückgrat auf und ab strömt, angefüllt mit Information über Sie, die auf winzigen Lichtpunkten fließt. Allein die Vorstellung daran wird Sie ins innere Gleichgewicht zurückversetzen. Hier in Ihrem Rückgrat werden Sie Ihre eigene Signaturfrequenz spüren. Filtern Sie heraus, wie es sich anfühlt, Sie zu sein, einzigartig unter allen irdischen Lebewesen.
Jetzt stellen Sie sich einen Blitz vor, der aus der Mitte der Erde in Ihre Fußsohlen schießt. Dieser Lichtstrahl ergießt sich in Ihre Waden, wandert an den Rückseiten Ihrer Beine hinauf in die Wirbelsäule, den Hals und verlässt Ihren Körper durch die Kopfdecke. Das ist das Geschenk des Lebens, das die Göttin Mutter Erde uns mitgegeben hat. Nun stellen Sie sich einen silbernen Lichtstrahl vor, der von den Sternen hinunter in Ihren Kopf dringt. Während er Ihren Nacken hinuntergleitet, dreht er sich um den anderen Lichtblitz und wirbelt sanft wie der Tanz der DNS. Er bewegt sich wie ein Laserstrahl an den Beinen hinunter und schießt durch Ihre Fußsohlen hinaus. Lichtarme dringen tief in den Boden bis ins Herz der Erde. Das ist das Geschenk, das wir an die Göttin Mutter Erde zurückgeben. Nun sind wir »geerdet« – sicher zwischen der Erde und den Sternen verankert. Sie wollen Ihre Energie spüren, die durch Ihre Fußsohlen fast wie eine Pflanze mit der Erde verwurzelt ist, während jedoch Frequenzen in zwei Richtungen durch Ihren Körper fließen – an Ihrem Rückgrat auf und ab wie der Strom einer Batterie.
Wir wollen unsere Aufmerksamkeit wieder auf die silberne Lichtkugel in Ihrer Brust richten. Mit jedem Atemzug stärken Sie die Flamme, so dass die Sphäre immer heller strahlt. Sehen Sie die Speichen aus Licht, die sich wie Sternstrahlen aus dem Feuer erstrecken? Das ist Ihre Signaturfrequenz, die in Ihre Umwelt ausstrahlt, Quanteninformationen über Sie preisgibt und nach Signalen von anderen sucht. Sobald Sie das Bild der Lichtstrahlen vor sich sehen können, sind Sie bereit, Resogenese herzustellen.
Öffnen Sie die Augen und betrachten Sie das Foto des Tieres, mit dem Sie Kontakt aufnehmen wollen. Wir werden eine Welle herstellen. Stellen Sie sich eine silberne Lichtwelle vor, die aus Ihrem Herzen strömt und sich mit dem Herzen des Tieres verbindet. Die Welle, Ihre »Lumensilta« (Lichtbrücke), schwebt durch den leeren Raum wie ein schimmerndes Lasso und verbindet sich mit dem Tier auf dem Foto. Auch wenn dies mentale Imagination ist, ist die von Ihnen geformte Lichtwelle real, und sie leitet holografische Informationen hin und her. Während die Welle das Herz des Tieres erreicht, spüren Sie den freudigen Stoß des Kontakts wie einen Stecker, der in eine Steckdose gesteckt wird, und vertrauen darauf, dass elektromagnetische Impulse zwischen Ihnen beiden ausgetauscht werden.
Senden Sie die erste Frequenz aus: Liebe. Schauen Sie dem Tier in die Augen und projizieren Sie die Liebe aus Ihrem Herzen wie Wasser, das durch einen Schlauch fließt. Sagen Sie dem Tier in Gedanken, wie sehr Sie es lieben, und bitten Sie es um Erlaubnis, mit ihm zu sprechen. Ein »Ja« wird sich wie eine Welle der Glückseligkeit oder Ruhe anfühlen. Bei einem »Nein« werden Sie sich nervös, unruhig, traurig oder leer fühlen. (Es passiert äußerst selten, dass Ihnen die Kommunikation mit einem Tier verwehrt wird.) Auch ein einfaches Gefühl des Friedens kann ausreichen, um es als »Ja« zu interpretieren. Vergessen Sie nicht: Intuitive Kommunikation ist etwas ganz Subtiles.
Schicken Sie nun die zweite Frequenz aus: Verehrung. Sagen Sie dem Tier mental, wie schön Sie es finden. Komplimente werden Ihnen alle Türen öffnen.
Schicken Sie dann die dritte Frequenz: Dankbarkeit. Sagen Sie ihm, wie sehr Sie es schätzen, und falls es verstorben sein sollte, danken Sie ihm für das, was es seinen Menschen hier auf der Erde gelehrt hat. Wieder brauchen Sie diese Gedanken nur zu denken, als könnte das Tier Sie hören. Sagen Sie ihm, dass Sie die Zeit würdigen, die es auf der Erde verbracht hat, und dass Sie sich sehr darüber freuen, die Gelegenheit zu bekommen, mit ihm zu reden.
Senden Sie nun die vierte Frequenz aus: Bescheidenheit. Bitten Sie das Tier um Hilfe. Bitten Sie es, Ihnen zu zeigen, wie Sie es sprechen hören können, wie Sie die Q-Formen erkennen können. Vergessen Sie nicht: Alle Tiere wissen, wie man diese Informationen wahrnimmt.
Nun achten Sie auf Ihren Körper. Wenn Sie sich außerordentlich ruhig fühlen, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass sich etwas in Ihren gewöhnlichen Prozessen verändert hat. Erregung und Hochgefühl sind die physischen Anzeichen, dass Sie »eingestellt« sind, doch wenn in Ihren Augen plötzlich Tränen stehen und Sie ein seltsames Gefühl spüren, das nicht Ihr eigenes ist, wissen Sie, dass Sie erfolgreich Resogenese hergestellt haben.
Als Nächstes stellen Sie die Fragen. Ihr Partner soll die Antworten notieren, während Sie sie einzeln aussprechen, ohne Ihrem Verstand Zeit zu geben die Informationen zu filtern. Lassen Sie uns mit leichten Fragen beginnen, die von dem Besitzer des Tieres einfach beantwortet werden können. Zusätzlich zu den Beispielen, die ich schon erwähnt habe, könnte Ihr Fragebogen folgendermaßen aussehen:
Was ist dein Lieblingsschlafplatz im Haus?
Gibt es bei euch zu Hause noch andere Tiere?
Was für Tiere sind das?
Welche Farben hat ihr Fell?
Wie nennst du sie?
Was empfindest du für sie?
Wie fühlst du dich emotional?
Bist du einsam oder trauerst du um den Verlust eines geliebten Wesens?
Bist du glücklich und zufrieden mit deinem Futter?
Was tust du am liebsten?
Wie sieht dein Lieblingsspielzeug aus?
Wer ist dein Lieblingsmensch außer deinem Hüter?
Wie sieht diese Person aus?
Wie oft siehst du diesen Menschen?
Was macht ihr zusammen?
Bist du verliebt?
Warst du schon mal verliebt?
Hast du eine Aufgabe?
Was könnte dein Besitzer oder deine Familie in deinem Leben ändern, um dich noch glücklicher zu machen?
Wie fühlt sich dein Körper?
Hast du irgendwelche Schmerzen?
Gibt es irgendetwas, was ich deinem Menschen sagen sollte?
Wenn das Tier verstorben und jetzt im Himmel ist, müssen Sie Ihre Fragen sinngemäß anpassen. Sie könnten zum Beispiel fragen:
Mit wem bist du jetzt zusammen?
Wie sind deine letzten Tage auf der Erde verlaufen?
Kannst du mir sagen, wie du gestorben bist?
Hat dein Mensch dich zu früh gehen lassen?
Hat dein Mensch dich zu lange auf der Erde festgehalten?
Welche anderen Tiere sind mit dir zusammen?
Wie sieht deine Welt nun aus?
Wie verbringst du den größten Teil deiner Zeit?
Hast du eine Aufgabe?
Was war der Sinn deines Lebens auf der Erde?
Was hast du auf der Erde am liebsten gemacht?
Was hast du versucht, den Menschen zu lehren, die dich geliebt haben?
Hast du vor zurückzukehren? Wann?
Wie wird dein Äußeres dann aussehen?
Hast du eine Botschaft an deinen früheren Besitzer?
Besuchst du deinen früheren Besitzer oft und falls ja, wann?
Wie kann dein früherer Besitzer deine Gegenwart deutlicher wahrnehmen?
Hast du einen Rat, wie man noch lebende Tiere besser behandeln kann?
Was kannst du uns über das Leben und den Tod sagen?
Geben Sie sich keine Zeit zum »Nachdenken«. Notieren Sie die Antworten, sobald sie eingehen, oder sagen Sie Ihrem Partner das Erste, was Ihnen in den Sinn kommt. Starke Gefühle oder Sinneswahrnehmungen sind ein Anzeichen dafür, dass Sie Resogenese hergestellt haben. Ein weiteres Zeichen ist die Schnelligkeit, mit der Sie die Eindrücke erhalten. Wenn Ihnen Gedanken in den Kopf schießen, auch Bilder, die ohne Unterbrechung aufeinander folgen, oder wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie von Vorstellungen überrumpelt werden, ist das ein guter Indikator dafür, dass die Q-Formen vom Tier fließen und nicht Ihre eigene Einbildung sind.
Wenn Sie den Eindruck haben, das Gespräch sei beendet, danken Sie dem Tier dafür, dass es seine Weisheit mit Ihnen geteilt hat, und konzentrieren Sie sich wieder auf Ihren Körper. Sehen Sie, wie das silberne Band sich auflöst, und stellen Sie sich an seiner Stelle einen Wasserfall aus Sternen vor, der sich über das Tier ergießt, den Gleichklang zwischen Ihnen beiden unterbricht und das Tier sicher in seine eigene Signaturfrequenz zurückführt. Nachdem Sie die Verbindung abgebrochen haben, stellen Sie sich ein Feuerwerk aus Sternen vor, das auf Ihren eigenen Körper fällt und Sie wie eine schützende Decke einhüllt. Gehen Sie mit Ihrem Partner die erhaltenen Antworten durch und, wenn möglich, lassen Sie sich die Q-Formen vom Besitzer des Tieres bestätigen.
Affengeschnatter
Haben Sie es versucht? Haben Sie das Gefühl, erfolgreich gewesen zu sein? Falls nicht – was hat Sie davon abgehalten? Konnten Sie herausfinden, welche Gedanken Ihren Verstand beherrschen? Es sind oft die verfluchten Spielverderber, die Ihre Firmenfeier mit billigen Papphüten ruinieren: die Meinungen, Gefühle und Forderungen anderer; Ihre eigenen Gefühle, Ängste oder Ihr schlechtes Gewissen. Wenn wir unseren Verstand nicht ruhig stellen können und unsere Intuition von einer Gedankenflut ertränkt wird, nenne ich diesen Strom an unsinnigen Zweifeln »Affengeschnatter«.
Dominieren die Meinungen anderer Leute Ihren Gedankenprozess? Eine meiner besten Schülerinnen berichtete, sobald sie versuche mit ihrer Katze zu sprechen und eine »Antwort« erhalte, sei die Stimme, die »Nein!« schreit, die lauteste in ihrem Kopf. Das höre ich oft. Warum kann die neue Stimme nicht sagen: »Ich bin intuitiv!« Ist es, weil die Stimme des Kindes, das Sie früher waren, nicht sagen durfte: »Aber Mama, es hat funktioniert … wirklich!«? Können wir lernen, unsere eigene authentische innere Stimme gleichberechtigt zu behandeln?
Mein Mentor und guter Freund Dr. Bernie Siegel hat den Begriff »ein außergewöhnlicher Krebspatient« für Patienten erfunden, die allen Statistiken zum Trotz weiterleben und sich selbst heilen. Dies gilt auch für den Lernprozess, Ihre Intuition ernst zu nehmen. Das eine Mal, an dem Sie wie durch ein Wunder richtig lagen, wird von den Hunderten von Malen zunichte gemacht, an denen Sie sich geirrt haben. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit unser Feind ist. Und weil der Abdruck des Erfolgs im Gehirn keine echte Chance hat. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir eine neue Spur, einen neuen chemischen Pfad im Gehirn anlegen müssen, wenn wir etwas Neues lernen. Dies ist dann der Kanal, durch den sich elektromagnetische Impulse (und intuitive Informationen) fortbewegen. Wie winzige Schneelawinen rollen die Impulse den Hügel hinunter und folgen demselben Pfad, bis die Hirnlandschaft sich verändert hat.
Sind Ihre Gedanken wie Kegelkugeln, die andauernd danebentreffen? Das Gehirn neu zu formen erfordert Ausdauer. Können Sie die Anmut Ihres Fortschritts spüren? Oder haben Sie Angst, sich zu bewegen? Vergessen Sie nicht: Es bedarf ständiger Übung und Selbstvertrauen. Der wahre Test wird sein, ob Sie genügend Mut aufbringen, das Gelächter der Leute wie das Wasser an Entenfedern abperlen zu lassen und es weiter zu versuchen. Die Tiere sind es wert. Zugegeben – Sie benötigen eine gesunde Portion Energie und Hingabe, um diese neuen Fähigkeiten zu entwickeln. Na und? Sie verschwenden längst wertvolle Energie darauf, Ihre Intuition zu ignorieren. Auch das erfordert Energie! Und wir stehen nun an einer Stelle der menschlichen Evolution, an der die Ignoranz der Entwicklung von Intuition nicht nur archaisch, sondern auch ganz einfach dumm ist.
Lassen Sie uns mit Ihrer Gehirnchemie einen neuen Abdruck formen, der es den Neuronen ermöglicht, ihren Weg kontinuierlich in der Dunkelheit zu finden. Wir werden in den Fluren Ihres Hirns winzige Nachtlämpchen aufhängen, damit Ihre Neuronen mitten in der Nacht aufstehen und den Weg zum Klo finden können.
Anfangs werden die Leute Sie hänseln: »Aber du hast dich hier, da und dort geirrt!« Das ist dasselbe, als würden sie sagen: »Du hast acht Kugeln daneben gerollt. Du wirst nie Kegeln lernen.« Nun, Ihre neunte Kugel könnte zwei Kegel treffen, und Ihre zehnte »alle neune«. Wenn Sie alle neune im Kasten haben, dann erinnern Sie sich bitte an all das, was Sie dorthin geführt hat. Die folgenden Fragen zu stellen, nachdem Sie bei etwas richtig lagen, wird Ihnen helfen, es wieder richtig zu machen.
Eine Übung, um Erfolgserlebnisse
in Erinnerung zu behalten
Wenn Sie Fortschritte in Ihren Versuchen machen, mit einem Tier in Verbindung zu treten, stellen Sie sich die folgenden Fragen über das Experiment:
Wie hat sich Ihr Körper zu dem Zeitpunkt angefühlt? Entspannt oder verkrampft?
Woran dachten Sie, kurz bevor das Wunder geschah?
Schien die Q-Form schneller hereinzukommen als bei Ihrem normalen Denkvorgang?
Hat Sie das überrascht?
War es leichter als gedacht?
Kam der Gedanke mit einem sicheren Gefühl des »Wissens«, oder war er leise oder undeutlich?
Wie lange lag Ihre letzte Mahlzeit davor zurück?
Was haben Sie an dem Tag gegessen?
In welcher Position befanden Sie sich? Saßen, standen oder lagen Sie?
Hörten Sie gerade Musik?
War es Abend? Waren Sie beim Einschlafen?
War es das Erste am Morgen, bevor Sie mit anderen Menschen Kontakt hatten? Haben Sie das Tier berührt?
War das Tier im selben Zimmer?
Hatten Sie ein Bild des Tieres oder dachten Sie nur an das Tier?
Wurden Sie von irgendetwas abgelenkt, oder konzentrierten Sie sich auf etwas anderes und ließen Ihre Gedanken wandern? »Schwebten« Sie? Oder befanden Sie sich in einem Zustand intensiver Konzentration?
Haben Sie vor dem Stellen der Frage gebetet?
Haben Sie zu dem Tier, das mit Ihnen kommuniziert hat, »Ich habe dich lieb« gesagt?
Worauf richtete sich Ihr innerer Fokus? Auf Ihr Herz? Ihr Drittes Auge? Ihren Bauch?
Wie sah die Information aus? War es ein Bild?
War es klar oder verschwommen?
Fühlte das Bild sich so an, als würden Sie es »sich einbilden« oder so, als käme es überraschend?
Fühlte sich der Denkprozess anders als Ihre normalen Denkprozesse an?
Haben Sie eine Stimme gehört? Wenn ja: War es Ihre eigene Stimme oder eine »fremde Stimme« in Ihrem Kopf?
Klang sie männlich oder weiblich? Hatte sie einen Akzent?
Haben Sie Emotionen gespürt?
Waren die Gefühle in Ihrem Herzen oder Ihrem Bauch?
Fühlten diese Emotionen sich vertraut an oder unterschieden sie sich deutlich von Ihren gewöhnlichen Emotionen?
Hatten Sie körperliche Sinneswahrnehmungen?
Waren diese subtil oder stark? Haben Sie so etwas schon jemals gespürt?
Vom ausgetretenen Pfad abkommen
Während Sie lernen, mit Ihrem Tier zu kommunizieren, schreiben Sie alles auf. Erinnern Sie sich an jedes Detail. Sie sind in einen neuen Bewusstseinszustand aufgebrochen, und ich möchte, dass Sie auch wieder dorthin zurückkehren können. Vergleichen Sie Ihre Antworten auf die obigen Fragen mit den Krümeln, die Hänsel und Gretel zurückließen, als sie durch den Wald gingen – mit einer einzigen Ausnahme. Der Wald ist Ihr Zuhause. Die Wildnis der inneren Ordnung ist Ihre wahre Heimat und das Bauerndorf ein ödes Nest. Lassen Sie uns nun herausfinden, wie wir unsere Rucksäcke packen und in den Wald ziehen können, wo das Leben aufregender und voller Tiere ist.
Die Informationen, die Sie soeben entdeckt haben, waren schon immer vorhanden, aber unter all dem Pomp der »Zivilisation« versteckt. Doch nun glänzt diese Information im hellen Sonnenschein und steht Ihnen zur Verfügung. Sie haben eine neue Stelle in Ihrem Gehirn gefunden und dieses Neuland für sich reserviert. Feiern und applaudieren Sie sich. Wenn Sie einmal die übersinnlichen »alle neune« erreicht haben, dann haben Sie etwas richtig gemacht. Finden Sie heraus, was es war, und schreiben Sie es auf.
Nun können Sie üben, die Handlungen oder Gedanken, die Sie zu der Erkenntnis geführt haben, zu wiederholen. Für diese Übung wollen wir die Erkenntnis nicht als eine Aktion ansehen, sondern als einen Ort, einen neuen Bewusstseinszustand in Ihrem Gehirn oder Ihrer Seele, in den Sie einziehen können. Stecken Sie eine Fahne in den Boden und veranstalten Sie einen kleinen Freudentanz. Sie werden die Kunst meistern, von Ihrem normalen Bewusstseinszustand in diesen etwas veränderten Zustand zu reisen – diesen erweiterten Wissenszustand in Ihrem Inneren. Von hier aus erhalten Sie eine andere Sichtweise.
Wäre Ihr Erfolg nur Lug und Betrug, so müssten Sie die Information dafür zufällig von außen erhalten haben. Doch das gibt es nicht. Sie haben sich bewegt. Karl Gnass, einer der hervorragendsten Kunstlehrer, sagte einmal, es gebe zwei Wege, um eine andere Perspektive zu gewinnen: (1) das Licht an eine andere Stelle bewegen, und (2) aufstehen und sich selbst an eine andere Stelle begeben.
Wenn Sie die Lichtquelle an eine andere Stelle bewegen, verändert sich das Modell und Sie bekommen ein ganz anderes Bild. Was vorher im Dunkeln lag, ist nun beleuchtet, und was beleuchtet war, liegt nun im Schatten. Unsere zweite Methode, eine andere Perspektive zu erlangen, ist, unsere eigene Position zu verändern. Ein Problem kann nicht im selben Geisteszustand gelöst werden, in dem es entstand. Wenn Sie wissen wollen, was Ihr Pferd hat, müssen Sie sich bewegen, um gedanklich das Pferd zu werden. Aus dieser neuen Sichtweise wäre es unmöglich, nicht zu wissen, was Ihr Pferd hat.
Lernen, ohne Widerstand zu leben
»Ich kann hellsehen! Ich habe etwas gewusst, was ich nicht hätte wissen können. Das Zaubern funktioniert! Echt, Mama!«
Wer hat das gesagt? Sie selbst. Irgendwann einmal. Irgendwann in Ihrer Vergangenheit wurde Ihre Stimme von einer Autorität unterdrückt und übertönt, die viel stärker war als Sie, alles besser wusste als Sie, und die Sie sogar dafür bestrafen und Ihnen die Süßigkeiten wegnehmen konnte! Ihr Überleben und Ihr Wissen hingen von dieser Person ab. Sie hatte eine Stimme, mit der sie sagen konnte: »Weil ich es sage, basta!« Sie konnte jeden selbständigen Denkprozess abwürgen, den Sie verfolgt haben mochten.
Irgendwann wurde das in Ihrem Inneren, was mit Tieren sprechen und Geister sehen konnte, zum Schweigen gebracht. Die kritische elterliche Stimme kann zu Ihrer eigenen Stimme geworden sein, oder zumindest kann es sein, dass Sie das glauben. Aber jede Stimme, die sagt, Sie seien nicht intuitiv, ist nicht Ihre eigene Stimme. Jede Stimme, die behauptet, Sie könnten nicht mit Tieren sprechen, ist nicht Ihre Stimme. Allen Kindern ist das Wissen über die Wahrheit angeboren. Unsere telepathischen Fähigkeiten sind unser menschliches Geburtsrecht. Sie sind genauso menschlich und stehen uns genauso zur Verfügung wie unsere fünf äußeren Sinne.
Wie kann das Kind sich gegen verinnerlichte unwissende Eltern wehren? Wie kämpfen wir gegen diese überalterten Glaubensmuster an? Indem wir den Mund aufmachen. Indem wir uns mit der Wahrheit identifizieren und sie gegen die kritischen verinnerlichten Eltern verteidigen. Versuchen Sie es doch das nächste Mal, wenn die keifende Stimme in Ihrem Kopf sagt, Sie könnten die Gedanken oder Gefühle Ihres geliebten Tieres nicht wirklich hören oder spüren. Entgegnen Sie: »Du wirst mich nicht von dem abhalten, wer ich wirklich bin!!! Meine Intuition gehört mir!«
Vor kurzem lehrte ich ein Seminar in Rhode Island, in dem ich meine Schüler bat, den Namen der Person aufzuschreiben, der sie am meisten vergeben müssen. Dann sammelte ich die Zettel ein, um über ihre Antworten zu beten und ihnen zu helfen, ihre emotionalen Blockaden zu überwinden. Natürlich erwartete ich eine Liste voller Mütter, Väter und Ex-Partner. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass beinahe jeder im Raum »mir selbst« geschrieben hatte. Wie traurig es ist, dass wir so oft unsere größten Feinde sind.
Die Begegnung mit dem Maut-Troll
Wenn Sie hinaus in den übersinnlichen Wald gehen, um Verbindung mit den Tieren aufzunehmen, werden Sie unter Ihrer Brücke einen Maut-Troll vorfinden. Er wird aus seinem Versteck kriechen und eine Brückengebühr verlangen. Sie müssen herausfinden, welche Währung Ihr persönlicher Troll fordert. Sie müssen das intuitive innere Kind mit so viel Munition wie möglich ausstatten, damit es sich gegen die Geister der Vergangenheit durchsetzen kann. Irgendwann wird der Satz »Das kannst du nicht, weil ich es sage, basta!« aufhören, so entmutigend zu klingen, und die Stimme in Ihrem Kopf, die behauptet: »So was gibt es nicht!«, wird nur noch wie dummes Geplapper klingen. Wenn der Troll sich rührt, setzen Sie ihm so lange Gedanken, Vernunft und »erwachsene Logik« vor, bis das Kind in Ihnen sich verbal durchgesetzt hat.
Nehmen wir mal an, der Troll sei Ihre Mutter. Sie könnten zum Beispiel versuchen, sie mit einem Satz wie »Ich stelle nur eine Resonanz mit den Tieren her und nehme ihre Quantenholografie wahr, Mama« überlisten. Das müsste sie zum Schweigen bringen. Oder Sie könnten versuchen, die Taktik des Trolls anzugreifen: »Was macht deine Meinung wichtiger als meine? Wer hat dir dein Glaubensmuster eingeimpft? Wo hast du gelernt, andere zu unterdrücken? Mich kannst du nicht unterdrücken.«
Oder gehen wir mal davon aus, Sie hätten schon jede Menge Jung’sche Analyse hinter sich. Dann könnten Sie eine elegante Waffe wie diese anwenden: »Ich höre dich. Ich verstehe deine Gefühle. Und ich meine, dich sagen zu hören, dass du allwissend bist und ich kein Recht habe, etwas zu versuchen, das von dem erlernten Glaubensmuster deiner Kindheit abweicht, und das du später an deine eigenen Kindern weitergegeben hast.« Und dann wenden Sie sich ab und kommunizieren trotzdem mit dem Tier. Auch wenn der Troll sich nicht ergeben mag, können Sie vielleicht beide lernen, nebeneinander zu existieren.
Wenn Sie sich kontinuierlich mit dem Kind und nicht mit dem Troll identifizieren, werden Sie und die dröhnende Stimme bald eine weniger einseitige Beziehung aufbauen können. Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass sogar ich einen meist hellwachen Troll habe. Mittlerweile gestehe ich mir meine Selbstzweifel ein, denn ich weiß, dass sie nie verschwinden werden. Wenn ich einen schlechten Tag habe, erwacht mein Maut-Troll aus seinem Nickerchen und fängt an, gegen die Unterseite der Brücke zu klopfen. Dann sage ich zu ihm: »Ich höre dich. Ich verstehe, dass du mein Vorgehen anzweifelst, doch das Tier hier braucht meine Hilfe, und ich werde trotzdem weitermachen. Für den Fall aller Fälle, dass ich Recht haben sollte, wird das Tier davon profitieren, und das ist mir das Risiko wert, mich zu irren.« Irgendwann wird der Troll gezwungen sein, sich in eine Ecke zu kauern und etwas anderes zu tun, während das Kind spielt.
Durch Übung werden Sie sogar in der Lage sein, Ihren unsichtbaren kritischen Elternteil (den Maut-Troll) in einen Cheerleader zu verwandeln, der Ihnen tolle Tipps geben kann. Doch das kommt später im Prozess, wenn Sie Ihre Imagination analysieren. Wenn Sie den kritischen Elternteil beruhigen können und ihm erlauben, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, könnte er helfen, Sie mit mehr Genauigkeit durch Ihren intuitiven Prozess zu führen. Nach vielen Jahren des inneren Dialogs mit meinen Selbstzweifeln habe ich schließlich den Punkt erreicht, an dem ich meinen Troll hervorlocken und tanzen lassen kann. Er ist sogar zu meinem Choreographen geworden. Und ein scharfer Richter. Ihrer ist es auch.
Es wird Ihr Troll sein, der Sie durch eine körperliche Untersuchung führt mit Anweisungen wie: »Schau dir noch mal die Vorderpfote an. Du hast da was übersehen. Sieh dir die Nieren an. Check noch mal die Zähne.« Wenn Sie Ihrem Troll eine Aufgabe zuweisen, statt ihn nur zu bekämpfen oder auszuschalten versuchen, könnten Sie durch seine Hilfe umfangreichere Informationen erhalten. Und es wird Zeiten geben, an denen Sorgfältigkeit ganz wichtig ist. Das ist ein Segen, der sich aus dem emotionalen Missbrauch ergibt.
Wir müssen stark sein. Der verletzende, kritische Elternteil in unserem Inneren schadet unserem Wachstum. Doch bevor wir soziale Ungerechtigkeit, Ignoranz, Geldgier und all jene, die unseren Tieren Schaden zufügen, bekämpfen, müssen wir zuerst gegen den größten und einschüchternsten Feind ankämpfen, den wir haben: uns selbst. (Im alten Comic Strip Pogo findet sich der Spruch: »Wir sind dem Feind begegnet und er ist wir.«) Sämtliche inneren Strukturen negativer alter Muster müssen aufgelöst werden.
So wollen wir alle dunklen Flure in uns erleuchten und an die Zeit zurückdenken, bevor die Schäden angerichtet wurden, an eine Zeit, in der wir alle noch frisch und neu waren. Lassen Sie uns zurück in den ursprünglichen Wald gehen. Das Eden des Bewusstseins beginnt in Ihnen.
Eine Erdnuss für Gott
Ich war vier Jahre alt. Es muss im Winter gewesen sein, denn ich erinnere mich an meinen weißen, dampfenden Atem, während ich erwartungsvoll keuchte und auf eiskalten Zehenspitzen über den Zaun schaute. Ich war in einem Zoo in Fort Worth, Texas. Ich weiß noch, wie sich menschliche Arme um meinen warmen Mantel schlangen und mich hochhoben, doch ich weiß nicht mehr, zu wem sie gehörten – Vater, Mutter oder Großmutter –, da ich ganz in meine Mission vertieft war. Ich wollte dem Elefanten die Erdnuss überreichen. (Dies geschah in den frühen siebziger Jahren, lange vor den heutigen, gefängnisartigen Käfigen, die gebaut worden sind, um »gefährliche« Elefanten von unschuldigen Kindern zu trennen.)
Ich werde nie das Gefühl vergessen – das spontane Jauchzen, das meiner Kehle entschlüpfte, als die warme, feuchte Rüsselspitze sich wie eine rosa Seeanemone nach mir ausstreckte, sich um meine kleinen, zitternden Hände schloss, um die von mir angebotene Erdnuss zu nehmen. Als der Rüssel sich in meine Richtung bewegte, außen rau und faltig, doch innen weich und muskulös, ließ ich die Erdnuss hineinfallen, als würde ich eine Kugel in den Lauf eines samtigen Gewehrs stecken.
Ich habe noch viele andere Erinnerungen an die Zeit meiner jüngsten Kindheit, an Tulpen und an Schnee und daran, wie ich nackt auf meinem Bett herumhüpfte, doch diese Erinnerung bleibt ein unauslöschliches Hologramm – ein Augenblick, der in Zeit und Raum stehen geblieben ist – meiner ersten Erfahrung der Hochachtung, Verehrung und des unsagbaren Entzückens. Es war der Moment, in dem mein Leben begann. Es war der Tag, an dem ich auserwählt wurde. Der Elefant war absichtlich zu mir gekommen und hatte all die anderen eifrigen, klebrigen, kreidegroßen Finger in der Menge links liegen gelassen. In diesem Augenblick war es um mich geschehen. Ich war von den Armen Ganeshas, des Elefantengotts, umfangen worden. Ich hatte wahrhaftig das Gesicht Gottes berührt.
Für den Rest meines bisherigen Lebens habe ich nach der Gelegenheit gesucht, Gott nochmals eine Erdnuss zu geben. Und ich habe es mir zum Lebensziel gemacht, dabei zu helfen, diese herrlichen Tiere zu erhalten, damit andere Vierjährige diese zauberhaftesten göttlichen wilden Kreaturen erleben können. Werden Sie mir helfen, Visionen einer Zukunft zu erschaffen, die diese zarte Glückseligkeit erhalten kann?
In jedem folgenden Kapitel werde ich meinen Stolz, meine Freude und die Erfolgsgeschichten meiner Schüler mit Ihnen teilen, um Ihnen zu zeigen, dass ich nicht die Einzige bin, die mit Tieren kommunizieren kann. Tausende von Menschen auf der ganzen Welt können es auch schon. (Eine Kontaktliste sämtlicher professioneller Tierkommunikatoren, die von mir ausgebildet wurden, finden Sie am Ende des Buchs.)
Das erste Beispiel liefert eine Schülerin namens Julie Barone, die an einem meiner Einführungskurse in Tierkommunikation am Omega-Institut in New York teilnahm. Als Julie zum ersten Mal das Foto einer Katze »las«, verblüffte sie nicht nur das Frauchen der Katze, sondern war selbst geschockt. Ich war es auch! Nachdem sie ihre erstaunliche Erfolgsgeschichte mit der Klasse geteilt hatte, zeigte sie mir den Grundriss des Hauses, den sie aus dem Sichtwinkel der Katze gezeichnet hatte, einschließlich aller Möbelstücke und Fenster an den richtigen Stellen! Ich fragte Julie, woran sie gespürt habe, dass sie »im« Körper der Katze war. »Weil ich einen Schnurrbart hatte«, sagte sie.
Aus der Sicht der Katze
Ich nahm ohne die Erwartung, etwas zu lernen, am Unterricht teil. Ich ging zwar davon aus, dass Amelia eine besondere Gabe habe und wir ein paar spannende Vorführungen zu sehen bekämen und sie uns ihre Technik erklären würde, doch ich hätte nie geglaubt, dass wir schon nach zwei Tagen selber mit Tieren kommunizieren könnten. Ich dachte, am Ende des Wochenendes würde sie irgendeinen Marketing-Trick anwenden, damit wir uns für ein längeres Seminar anmelden würden, um Tierkommunikation richtig zu lernen.
Ich nahm teil, weil ich Pferde mitgebracht hatte – die Pferde aus dem Catskill-Tierheim dienten an dem Wochenende als Demonstrationstiere. Den ganzen Samstag über hatte ich das Gefühl, nichts zu lernen, vor allem da ich die Vorgeschichten und Charaktere der Tiere, mit denen wir arbeiteten, längst kannte. Da ich sehr enttäuscht war, schwänzte ich den Nachmittagsunterricht am Samstag und verbrachte die Stunden draußen mit den Pferden (was sich als großartige Gelegenheit für Dino und mich entpuppte, eine Vertrautheit zueinander aufzubauen, und was ein Glück für Chester war, der sich in seiner Pferdeleine verheddert hatte und sich vielleicht das Bein gebrochen hätte, wenn niemand bei ihm gewesen wäre).
Am Sonntagnachmittag änderte sich alles für mich. Wir machten eine Meditation zur Kontaktaufnahme mit unseren spirituellen Tierführern. Gewöhnlich kann ich meine Gedanken nicht lange genug stillhalten, um zu meditieren, doch diesmal schaffte ich es irgendwie. Mein spiritueller Führer erschien mir im Wald als eine mythische Kreatur in Gestalt eines Rehs, dessen Kopf eine Mischung aus einem Elch und einem Widder war. Er schickte mir einen blauen Lichtkreis, der mir helfen sollte, mich mit den Tieren zu verbinden.
Nach der Meditation machten wir eine Übung, in der Amelia uns aufforderte, mit Tieren zu sprechen, die wir auf Fotos sahen. Ich tauschte Fotos mit meiner Nachbarin aus und so schaute ich den Kater Sergio an. Ich konzentrierte mich auf sein Gesicht und machte die Augen zu. Ich stellte mir vor, wie ich Sergio den blauen Lichtkreis schickte. Plötzlich konnte ich in ein Zimmer sehen, als würde ich es aus Sergios Augen betrachten! Ich hatte das Gefühl, einen Schnurrbart zu haben. Als Sergio den Kopf wandte, konnte ich deutlich erkennen, was er sah.
Ich fragte ihn, ob ihn irgendetwas in seinem Leben störte. Er zeigte mir ein Klavier, dessen Oberkante mit einem weißen Tuch abgedeckt war. Ich fragte ihn, ob ihn der Klang des Klaviers störte, und er sagte mir: »Nein, das Tuch stört mich. Es rutscht immer weg, wenn ich auf das Klavier springe.« Ich fragte ihn, was er gerne fressen würde. »Noch mehr kleine gelbe Vögel«, antwortete er, »und mehr Dosenfutter. Das Trockenfutter tut meinen Zähnen weh.« Ich fragte ihn, ob er jemanden vermisse, und bekam das Gefühl, als würde ihm eine rotblonde Katze fehlen. Er sagte auch, er würde gern wie früher öfters hinausgelassen werden. Im Haus sei es zu eintönig.
Ich berichtete meiner Partnerin alle Antworten, und wie sich herausstellte, war alles wahr! Sergio war früher nach draußen gegangen, um gelbe Finken zu verspeisen, bis sein Frauchen einen Zaun gezogen hatte, um die Katzen von den Vögeln fern zu halten. Und sie hatte tatsächlich ein Klavier mit einem weißen Tuch obendrauf! Das Tuch lag oft auf dem Boden, wenn sie nach Hause kam, und Sergio hockte schrecklich gern oben auf dem Klavier. Die rotblonde Katze war sein Bruder, der ihn seit ein paar Wochen links liegen ließ und die anderen Katzen im Haus bevorzugte.
Ich fertigte für Sergios Frauchen eine Zeichnung ihres Hauses an – und alles stand am richtigen Ort! Das große, plumpe Blümchensofa gegenüber vom Klavier, der Fenstersitz (Sergios Sitzplatz, während ich durch seine Augen das Zimmer betrachtete), der blaugraue Teppichboden, ein Fensterbild im Esszimmer, die Bücherregale zwischen dem Esszimmer und der Küche und das viele Gelb in der Küche. Alles war genau wie in der Wirklichkeit! Es war unglaublich!
Das Paradies der Liebe
Denken Sie an eine Sache, wofür Sie dankbar sind. Und nun denken Sie an den einen Menschen, den Sie mehr als jeden anderen Menschen auf der Welt lieben. Jetzt denken Sie an das eine Tier, das Sie mehr als alle anderen Tiere in Ihrem Leben lieben. Und nun denken Sie an das Tier im Himmel oder auf Erden, das Sie mehr als jedes andere geliebte Tier geliebt haben. Sie werden es immer lieben. Das kann Ihnen keiner jemals mehr nehmen.
Wenn Sie nun jedem Tier, dem Sie begegnen, ebenso viel Liebe schicken können, werden Sie lernen, seine Gedanken zu sehen und zu hören. Sie werden das Reich betreten, in dem der klebrige Elefantenrüssel ein so religiöses Erlebnis ist, das etwas in Ihnen bersten lässt. Die Liebe ist so gewaltig, dass Sie die Welt mit den äußeren Ablenkungen ausschalten und in jener heiligen Stille surfen können, in der es nichts als Ehrfurcht, Anmut und Dankbarkeit gibt. Einen heiligen Augenblick lang staunen Sie, dass wir auf einem Planeten mit solcher Schönheit leben können.
Dann passiert es. Sie hören ihre Gedanken. Moses ermahnte uns, keine Götzenbilder anzubeten. Doch unsere moderne Gesellschaft ist dermaßen auf »Form« fixiert, so objektorientiert, dass wir die kostbaren Wesen vernachlässigen, die Wesen, die schnurren und trompeten und Ihnen das Gesicht abschlecken. Lassen Sie uns wieder auf das konzentrieren, was wichtig ist, dann wird der Zauber uns in seine zeitlosen Arme nehmen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich mag meinen Sportflitzer, meine Miniröcke, Go-go-Stiefel und meine Sammlung unechter Pelze. Ich lege beim Friseur einen Haufen Geld für meine blonden Strähnchen hin, und ich scheue keine Kosten, wenn es um meine hochhackigen Salsa-Sandaletten mit den vielen Glitzersteinchen geht. Ich bin eine echte Tussi und besitze vermutlich die größte Sammlung an rosa Lippenstiften auf dieser Erde. Aber in der Sekunde, in der ich ein Tier sehe, bin ich so hypnotisiert, dass ich die Welt um mich vergesse – fast zerbricht mir das Herz, wenn ich in seinen Augen versinke.
Die Welt reagiert auf Ihre Gedanken. Wenn Sie Ihre Gedanken auf den Elefanten konzentrieren, »werden« Sie der Elefant. Nur indem Sie sich in den Elefanten hineinversetzen, können Sie seine Gedanken und Emotionen hören und die Gefühle in seinem Körper spüren.
Hier sind ein paar wundervolle Worte meines Lehrers Lehrer, des legendären Dr. Raymond Charles Barker, der meinen Pfarrer Dr. Tom Johnson ausgebildet hat. In The Power of Decision sagt uns der König der Könige: »Die modernen Denker wollen uns davon überzeugen, dass Gott sich in den Ruhestand begeben hat. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das Unendliche muss ein unendlicher Prozess sein.«
Wenn Sie die feuchtwarme Rüsselspitze des Elefanten berühren und sich dem geheimnisvollen Geist dieses Tieres ausliefern, verlassen Sie die äußere Ordnung und begeben sich in die innere Ordnung, wo Sie und das Tier eins sind. Das ist das Paradies der Liebe, in dem Himmel und Erde aufeinander treffen und der grenzenlose Prozess voll im Gange ist. Sobald Sie aus Ihrem Verstand heraustreten und Resogenese herstellen, haben Sie geradewegs einen Sprung in die Ewigkeit gemacht. Die Liebe, in der Sie mit Tieren sprechen und sie hören, ist so tief, dass sie Raum und Zeit trotzt.
Im nächsten Kapitel untersuchen wir, wie wir diese Liebe für uns nutzen können, damit Sie den Unterschied zwischen Angst und Intuition kennen lernen und sogar herausfinden, wie Sie die Gedanken Ihrer eigenen Tiere zu Hause lesen können.
3
Die wissende Resogenese

Nur wer das Unsichtbare sieht, kann auch das Unmögliche erreichen.
Dr. Ernest Holmes, Gründer der Science of Mind
Der Unterschied zwischen Angst und Intuition
»Was sind Sie – etwa ein Mormone?«, fragte ich meinen Heilpraktiker, als ich ihm zum ersten Mal begegnete und ein Foto sah, auf dem er mit seinen fünf Söhnen abgebildet war.
»Das stimmt sogar!«, antwortete er lächelnd. »Die meisten Leute fragen mich, ob ich katholisch sei.«
»Vertragen sich Ihre Kinder eigentlich alle miteinander?«, fragte ich.
»Natürlich nicht!« antwortete er. »Das kann man von ihnen ja auch nicht erwarten!«
Es war das erste Mal, dass ich gehört hatte, wie ein Elternteil diese Tatsache offen zugegeben hatte, und es brachte mich zum Lachen. Seine Antwort ist mir eine große Hilfe in meinen Workshops, in denen immer irgendjemand aufsteht und ruft: »Aber Ihre Katzen vertragen sich doch, oder, Amelia?«
Jetzt kann ich die Wahrheit sagen. »Natürlich nicht!«, antworte ich. »Das kann man von ihnen auch nicht erwarten! Schließlich sind es Katzen!«
Ich hatte wirklich einen Kleinkrieg zu Hause. Meine beiden alten Katzendamen konnten einander nicht ausstehen. Sie wollten nicht einmal im selben Zimmer sein. Ich hatte Florabelle Beasley im Scherz »Königin von Österreich« und Emma Curtis Hopkins »Königin von Frankreich« genannt. Die Mädels waren so verschieden, wie zwei Frauen nur sein können. Hopkins war von Natur aus langhaarig und verwöhnt. Wäre sie ein Mensch, so wäre sie eine Carmen Miranda, aber nur wenn Carmen Miranda eine fette, auffallende und ewig unsichere Französin wäre. Flo war ihr genaues Gegenteil. Flo, ein kurzhaariges Modell ohne Geduld und ohne Sinn für Unsinn, war in Männerkleidung geboren worden. Ihr schicker Frack war gut geschnitten und sauber. Wenn man in ihr winziges schwarzweißes Gesicht blickte, hatte man dasselbe Bild vor Augen, wie wenn man gerade in ein schwarzes Keks mit weißer Füllung gebissen hätte, und ihre Persönlichkeit war genauso unverblümt wie ihre äußere Erscheinung. Wäre sie ein Mensch, so wäre sie eine Bette Davis.
Diejenigen unter Ihnen, die Susan Chernak McElroys Bestseller Tiere als Lehrer und Heiler gelesen haben, mögen sich an ein ganzes Kapitel der berühmt-berüchtigten Flo erinnern. Sie war fünfzehn Jahre lang Susans Begleiterin, bis Susan eine Katzenallergie entwickelte und mir die unsterbliche alte Tunte vererbte. Sobald ich Flo zu Hause untergebracht hatte, fand ich heraus, warum die hinterlistige Susan bereit gewesen war, sich von ihrer großen Tierliebe zu trennen. Das hier war kein süßes Kätzchen. Es war eine zehn Pfund schwere Dose Dynamit.
Flo hasste Hopkins – und das zu Recht. Schließlich hatte keine von beiden eine Annonce aufgegeben, in der sie eine Zimmergenossin suchten. Ich brachte die säuerliche Flo mit nach Hause, um dort mit der strahlendsten und luxuriösesten Katzenschönheit der Welt zusammenzuleben. Carmen Miranda, ihre Eigenarten und ihre La-La-Welt mussten Flo das Gefühl vermitteln, eine verschrumpelte alte Jungfer zu sein. Die alte Tante Flo lebt immer noch bei mir, verursacht Chaos und beherrscht alle, während Hopkins im vergangenen Sommer in meinen Armen starb.
Die kleine Hopkins, Königin von Frankreich, war eine himmlische Vision – eine gerettete Katze, die ihre ersten acht Jahre im Haus von Crack-Dealern gelebt hatte. Sie war das »pièce de résistance« in Gottes Katzenanstreichfabrik: Ihre Farben erweckten den Anschein, als wäre sie mitten in einer Explosion durch einen Eisladen gerannt – Spiralen aus Mokka und Karamell-Tupfer auf einer Kugel Kürbiseis, und als Krönung war sie auf dem Weg zum Ausgang durch eine Pfütze aus Marshmallowcreme gewatet. Als ich sie sah, nahm sie mir buchstäblich den Atem. »Oh mein Gott, die muss ich haben!«, war alles, was ich herausbrachte. Ich verliebte mich unsterblich in sie und schlief jede Nacht mit ihrer Pfote in meiner Hand ein, während ich sanft die weichen weißen Haarbüschel zwischen ihren Zehen streichelte.
Zweieinhalb Jahre später bückte ich mich eines Morgens, um sie aufzuheben, und spürte unter meinen Fingern einen Knoten an ihrem Bauch. Hier war er, der schreckliche Augenblick, auf den ich nicht gewartet hatte. In dem Moment, in dem meine Hand den Tumor berührte, wusste ich, es war Krebs, und dass mein kleines Mädchen sterben würde. Doch ich hatte keine Angst. Wenn Sie aus diesem Buch nur eines lernen, dann lernen Sie das: Intuition bedeutet Wissen, und im Wissen liegt keine Angst. Im Wissen ist Frieden, auch wenn das Wissen die schlimmste Botschaft ist, die Gott Ihnen jemals mitteilen kann. Angst hingegen ist eine fluktuierende Frequenz, eine zitternde Masse des Chaos. Sie spüren, wie Ihr Verstand hin und her springt zwischen dem, was Sie wissen, und dem, was Sie wissen wollen. Doch das ist eine Reaktion auf die Intuition, die Ihre erste und echte Reaktion ist. Ihre wahre Reaktion spüren Sie im Bauch.
In der Sekunde, in der mein Finger den Tumor berührte, spürte ich mich von einer warmen Welle des Friedens überrollt. Die Zeit blieb stehen, und für eine scheinbare Ewigkeit war ich ganz leicht und schaukelte in einem Meer der Stille. Wie nach dem Zünden einer Atombombe verschwand alles um mich herum und wurde weiß.
Als ich »zurückkam«, setzte die Angst ein und ich begann, mit Gott zu verhandeln: »Bitte, Gott, lass es nicht zu … lass das nicht zu …« Dann kam das Verleugnen: »Nein, nein, es ist nicht wahr! Es kann nicht wahr sein! Es ist bloß ein gutartiges Gewächs! Ich überreagiere! Es hat nichts zu bedeuten! Es ist bloß ein Gewebstumor!«
Es war zu spät. Ich wusste es längst. Mein Verstand brachte Gegenargumente hervor, weil mein Herz mir schon die Wahrheit gesagt hatte. Ich glaube, das ist es, was wir tun, und vielleicht ist das die Angst: Die Fluktuation von Energie, wenn Ihr Verstand mit Ihrem Herzen kämpft. Unser Ziel ist es jedoch, auf unseren ersten Impuls hin zu handeln, auf die authentische Information, die wir mit Lichtgeschwindigkeit erhalten. Jede Zelle in meinem Körper wusste, dass ich einen Krebs berührte. Ich hatte zuvor noch nie einen bösartigen Tumor berührt, und dennoch konnte mein Körper ihn schneller und richtiger identifizieren als mein Verstand.
Krebs bringt ein ekelhaftes sinkendes Gefühl mit sich. Für mich hat seine Signaturfrequenz das traurige Gefühl des Einsinkens, wie wenn nasser Sand am Strand bei Ebbe unter Ihren Füßen weggetrieben wird. Doch jeder von Ihnen wird eine andere Reaktion auf die Signaturfrequenz von Krebs haben. Mit der Zeit, wenn Sie mit Menschen oder Tieren zu tun haben werden, die Krebs bekommen, werden Sie sich an das Gefühl von Krebs erinnern und an Ihre eigenen einzigartigen körperlichen und psychischen Reaktionen. Sie werden lernen, wie sich die Gegenwart von Krebs anfühlt, und wenn Sie ihm dann wieder begegnen, werden Sie ihn erkennen. Selbst wenn Sie nur das Foto eines Tieres ansehen, werden Sie ihn in den Augen des Tieres »erkennen«.
In dem Augenblick, in dem ich von dem zeitlosen Ort des Wissens zurückkehrte, setzte ich mich mit Hopkins auf dem Schoß hin und brach in Tränen aus. In diesen Momenten – wenn unsere Gefühle uns zerreißen und wir von Angst fast erdrückt werden – scheint unsere Intuition nicht zu funktionieren. Ich ermutige Sie alle, sich mit anderen Tierkommunikatoren zusammenzutun, damit Sie in einer Krise wie dieser den Hörer abnehmen und Ihren Partner um Führung bitten können. Wenn unsere Angst Überhand nimmt, ist es sehr schwer, eine klare Antwort zu erhalten. Ich versuchte es trotzdem; auch während ich schluchzte und bebte, zwang ich buchstäblich meine Clairaudience zu funktionieren.
»Hopkins, ist das Krebs?«, fragte ich.
»Ja, Mami, ich muss bald sterben«, hörte ich in meinem Kopf. Sie hatte nicht die geringste Angst, doch mein Herz lag in tausend Scherben. Ein Jahr lang ertrug sie eine Reihe von Operationen und kämpfte tapfer gegen das, was bei Menschen Brustkrebs ist. In jedem wachen Augenblick schnurrte sie … und liebte mich. Das war alles, was sie kannte.
Meine tolle Tierärztin Dr. Karen Martin schläferte Hopkins in meinen Armen ein, und ich habe noch nie eine so anmutige Reise in den Himmel erlebt. Ich drückte Hopkins an mein Herz und führte sie sicher in die Arme ihrer Engel. Sie schnurrte nicht nur bis zum letzten Atemzug, sondern sie krönte ihr Leben sogar noch mit einer übersinnlichen Überraschung. Karen kam lange nach der letzten Spritze, die sie Hopkins gegeben hatte, in den Raum zurück, und ich sagte: »Ich weiß, dass Katzen eigentlich nicht schnurren können, wenn ihr Herz aufgehört hat zu schlagen … aber ihr Herz ist vor einer Viertelstunde stehen geblieben … und sie schnurrt immer noch!« Warm und behaglich in meinen Armen, schnurrte sie noch fast zwanzig Minuten lang. Ist das so erstaunlich? Selbst ihr letzter Augenblick war ein Wunder. Es gibt einen Spruch, der besagt: »Das Leben wird nicht an den Atemzügen gemessen, die wir nehmen, sondern an den Augenblicken, die uns den Atem rauben.« Wie mir das unerklärliche Schnurren bewiesen hat, hängt die Liebe noch nicht einmal vom Atmen ab.
Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie nach!
Obwohl mir in dieser traurigen Situation meine Intuition mitteilte, dass Hopkins sterben würde, kann auch das freudige Gegenteil geschehen. Alle, selbst der Tierarzt, können Ihnen erzählen, dass Ihr Tier sterben wird, und in Ihrem tiefsten Herzen wissen Sie dennoch, dass es nicht stimmt. Im vorletzten Sommer bekam ich wegen der ollen Tante Flo schreckliche Panik. Sie war schon sechzehn Jahre alt, als sie die schlimmste Nierenentzündung bekam, die ich je erlebt hatte. Zwei Nierenspezialisten gaben die gleiche unselige Prognose ab, dass ihre Leber und Nieren versagen würden. Elf Nächte blieb ich wach, weinte hysterisch, steckte ihr Nadeln in den Rücken und führte ihr intravenös Flüssigkeiten zu. Jedes Mal, wenn ich für zwanzig Minuten das Haus verlassen musste, um zum Supermarkt zu gehen, hatte ich Angst, sie bei meiner Rückkehr nicht mehr lebend vorzufinden.
Nun, das Schöne am Schreiben eines zweiten Buchs ist, dass ich Ihnen darin zeigen kann, wie ich mich geändert habe. In meinem letzten Buch habe ich bis zum Umfallen gepredigt, Sie sollen Ihren Tieren einen sicheren und friedlichen Übergang in den Himmel erlauben, wenn sie so weit sind, und nicht, wenn Sie bereit sind, sie loszulassen. Ich habe mich darüber ausgelassen, wie viele Tiere noch Monate oder sogar Jahre nach dem Zeitpunkt, der für ihren Aufstieg in die andere Welt vorgesehen ist, unnötig leiden müssen, nur weil ihre menschlichen Besitzer nicht bereit sind, sie gehen zu lassen. Die Tiere bleiben und leiden für uns. Wie oft geschieht es nach jahrelangem Dahinsiechen eines Tieres, dass ich nur hingehen muss, sein Herrchen oder Frauchen berate, bis er/sie bereit ist, das geliebte Tier gehen zu lassen, und das Tier dann in derselben Nacht friedlich und ohne Hilfe stirbt. Ich habe sie oft ganz allein in das Licht geführt; sie sterben auf der Stelle in meinen Armen, ohne Medikamente und ohne Tierärzte. Ich erfülle nur meine Aufgabe als Pfötchen haltende Priesterin, die bereit ist, sie an die Himmelstore zu führen.
Hätte ich fünf Cent für jedes Mal, an dem ich meine Schüler ermahnt habe, nicht gegen den Tod ihres Tieres anzukämpfen, beiseite gelegt, hätte ich einen Stapel an Münzen, der von hier bis zum Mond reichen würde. (Also gut, vielleicht nicht bis zum Mond, aber bestimmt um den ganzen Häuserblock herum.) Als Flo nun erkrankte, befolgte ich tapfer meinen eigenen Rat und sagte zu ihr: »Wenn du gehen musst, verstehe ich es voll und ganz. Du hast meinen Segen. Ich werde dir so gut dabei helfen, wie ich nur kann.«
Wenn Katzen im Sterben liegen, nehmen sie Angst erregende Stellungen ein. Ich hatte sie früher bei meinem Kater Rodney in seinen letzten achtundvierzig Stunden gesehen. Die schöne Flora begann nun also, sich in diese fürchterlichen Posen zu verrenken. Die schlimmste davon – so komisch-tragisch es auch klingen mag – war eine Stellung, in der sie sich zusammenkauerte und ihr Kopf so weit nach vorne fiel, dass ihre hübsche kleine Stirn den Boden berührte. Sie konnte ihr Köpfchen nicht länger hochhalten. Ich hatte gesehen, wie Rodney an seinem letzten Tag dasselbe getan hatte, und als ich diese Körperstellung wieder erkannte, wusste ich, es war vorbei.
Doch sie harrte aus. Elf Tage lang war sie elender als jede Katze, die ich je in meinem Leben gesehen habe, und jeden Tag versicherte ich ihr, dass sie mit meinem Segen sterben dürfe, wann immer sie es wolle. Ich würde sie nicht von der Reise abhalten, nachdem ich ein Jahrzehnt damit verbracht hatte, meine Schüler zu ermahnen, ihre Tiere beim Sterben zu unterstützen. Doch in der Nacht des elften Tages änderte sich alles.
Ich lag im Bett, hielt sie an meine Brust gedrückt, weinte leise und lauschte auf ihren keuchenden Atem. Sie war dabei zu gehen. Direkt über meinem Kopf öffnete sich ein »Türrahmen« im Universum und das glitzernde Licht des Himmels strömte hindurch. Meine Großmutter Rheau-Nell erschien mir und streckte drängend die Hände nach Flora aus, wie sie es schon einmal mit Rodney gemacht hatte. Um sie herum standen andere Engel, und meine Hunde Gus und Gretel aus der Kindheit kamen aus einem der Lichttunnel angerannt. Doch diesmal kooperierte ich nicht so, wie ich es Jahre zuvor bei Rodney getan hatte. Stattdessen fing ich an zu schreien: »Nein! Nein! Ihr kriegt sie nicht! Nein! Geht weg! Noch nicht! Ihr dürft sie mir noch nicht wegnehmen! Neeeeiiiin!!!«
Nicht nur rüttelte ich vermutlich die halbe Nachbarschaft in meinem Haus aus dem Tiefschlaf und erschreckte ein paar der Obdachlosen in der Hintergasse zu Tode, sondern ich jaulte auch laut genug, um meine eigenen Engel zu verscheuchen. Rheau-Nell drehte sich auf den Fersen um und ging zurück in das Licht. Die beiden Hunde folgten ihr, und die Tür schloss sich wieder. Unten in der Dunkelheit schliefen Flo und ich endlich ein.
Nun hatte meine Katze sich dreizehn Tage lang nicht mehr bewegt. Da sie nicht mehr laufen konnte, hatte ich sie auf ihr Katzenklo getragen. Gegen Ende unserer letzten Höllenwoche hatte sie nicht einmal mehr stehen können. Fressen oder trinken war völlig ausgeschlossen. Sie hatte seit über zwei Wochen ihren Futternapf nicht mehr angerührt. Ich hatte ihr gegen ihren Willen flüssige Vitamine eingeflößt, während meine Tränen auf ihr Gesicht getropft waren.
Am nächsten Morgen stand ich auf und war völlig überrascht, als Flo durch das Wohnzimmer in die Küche flitzte. Sie wirkte vollkommen gesund und normal, als sei nichts geschehen. Tatsächlich sah sie sogar fünf Jahre jünger aus! Sie lief entschlossen an ihren leeren Futternapf, beschnüffelte ihn und warf mir dann einen empörten Blick über die Schulter zu.
»Flo!«, schrie ich. »Du lebst ja!«
»Was glotzt du so blöd?«, fragte sie schnippisch. »Und wo ist mein Essen?«
Wie ein Racheengel war sie zurückgekehrt. Die mürrische, streitsüchtige olle Flo hatte dem Mann mit der Todessichel wieder mal ein Schnippchen geschlagen und ihm eins auf die Nase gegeben. Vielleicht hatte sie auch einfach nur erfahren müssen, dass ich sie genug liebe, um um ihr Leben zu kämpfen.
Die Moral dieser Geschichte ergibt sich aus der Tatsache, dass ich mir nicht die Mühe machte, Flo zu fragen, ob sie sterben würde. Ich hatte Hopkins gefragt, und sie hatte mir sofort geantwortet, doch bei Flo war ich automatisch davon ausgegangen, dass sie diese Welt verlassen würde, da sie schon sechzehn war und alle Tierärzte mir versichert hatten, sie würde die Krankheit nicht überleben. Hätte ich sie stattdessen einfach gefragt, wären mir die beiden Wochen der emotionalen Hölle glatt erspart geblieben. Ich hätte sie nur fragen müssen: »Flo, wirst du sterben?« Und sie hätte mich angefaucht: »Nein! Wieso – du vielleicht?!«
Wie ich mittlerweile weiß, war wegen mir eine Entscheidung gefällt worden. Zwei Jahre später – ich stehe immer noch in Verbindung mit Hopkins, und Florabelle regiert allein mein Herz und Heim – wurde mir klar, dass die beiden Damen ein stillschweigendes Abkommen getroffen hatten. Hopkins, die kleine Venus, wurde der Luxus vergönnt, »über den Regenbogen« zu gehen und sich meinem geliebten verstorbenen Maine-Kater Mr. Jones anzuschließen, um die wahre Liebe zu erleben und etwas Erholung zu bekommen. Die olle Tante Flo hingegen beschloss, hier auf der Erde bei mir zu bleiben, weil sie die stärkere der beiden Katzen ist. Ihre Aufgabe ist es, mich zu beschützen, mir beizubringen, wie man Grenzen setzt, meinen Ärger zu zeigen (oft und laut »Nein!« zu sagen), und ausgedehnte Nickerchen zu halten. Und sie macht ihren Job wirklich gut.
Wie überlebe ich den Schmerz?
Heutzutage fragen die meisten meiner Schüler mich nicht: »Wie kann ich lernen, mit Tieren zu sprechen?« Sie tun es längst. Die häufigste Frage ist: »Wie kann ich den Schmerz überleben, der bei der Kommunikation mit einem leidenden Tier entsteht?« Hier ist ein interessanter Sichtwinkel; er stammt wieder einmal aus dem Buch The Power of Decision von Dr. Raymond Charles Barker:
Sie selbst projizieren sich auf die Leinwand des Lebens. Sie sind die Ursache Ihrer eigenen Erfahrungen. Situationen, Erlebnisse und Dinge werden von Ihrem Bewusstsein auf die Leinwand des Lebens geworfen. Die Leinwand des Lebens ist so unpersönlich wie die Filmleinwand in einem Kino. In einer Woche kann eine Tragödie auf der Leinwand gezeigt werden, und in der nächsten Woche kann es eine Komödie sein. Die Leinwand weiß nicht, was sie den Zuschauern zeigt. Sie weiß nur, wie sie es zu zeigen hat. Eine Filmszene, in der ein Mann erschossen wird, hinterlässt kein Loch auf der Leinwand. Sie bleibt unberührt. In Ihrem eigenen Leben sind Sie der Projektor Ihres Bewusstseins auf der Leinwand der Erfahrungen.
Ich werde diesen Abschnitt mit der Vorstellung erklären, dass der Schmerz eines jeden Tieres auf die Leinwand des Lebens projiziert wird. Der Schmerz ist nicht Sie. Dr. Barker geht sogar so weit anzudeuten, dass nicht nur der Schmerz des Tieres nicht Ihr Schmerz ist, sondern dass Ihr eigener Schmerz nicht Ihr Schmerz ist. Wenn wir zwischen der Leinwand (unseren äußeren Erfahrungen) und dem Film, der durch den Projektor läuft (unser Wille), und sogar dem Licht im Film (unser Bewusstsein) unterscheiden können, sind wir nicht länger Sklaven von Zeit und Raum.
Dr. Deepak Chopra verwendet ein paar weitere nützliche Begriffe: Der »stumme Zeuge« definiert das »andere du«, das in Ihrem Verstand auftaucht, wenn Sie mit sich selbst streiten – also, das »du«, das es besser weiß. Das ist der Aspekt von Ihnen, der Ihre Seele und Intuition beherbergt. In diesem inneren Schutzbereich können wir einen Schritt zurücktreten – uns von unseren Gefühlen loslösen – und feststellen, dass wir nicht unsere Gedanken sind.
Deepak spricht von dem »Raum zwischen den Gedanken« und nennt dieses Reich des meditativen Meisterns die »virtuelle Domäne«. Hier in diesem Raum können wir unsere Gedanken und Gefühle aus unserem Geist filtern, um die Gedanken von Tieren zu hören. Wenn Sie diese Distanz zu Ihrer eigenen physikalischen Maschinerie nicht erreichen können, werden Sie ein Nervenbündel sein, sobald Sie sich in ein Tier hineinversetzen. Wenn Sie glauben, Sie seien Ihre Gedanken und Gefühle, kommen Sie nicht weiter.
Meditation und emotionale Distanz erfordern eine große Menge an Disziplin, und es ist nicht meine Absicht, das Ganze auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Auslöser, der mir sagt, dass ich mich auf ein Tier »eingestellt« habe, ist immer dann, wenn mir die Tränen kommen. Ich weine bei fast jedem Kontakt mit einem Tier. Ohne ihren Schmerz zu spüren, kann man nicht lernen, ihren Schmerz zu fühlen.
Wenn Sie sich Sorgen um Ihr eigenes Wohlbefinden machen, sollten Sie es sich gut überlegen, bevor Sie die Techniken dieses Buchs lernen. Nichts davon wird bequem sein. Schließlich reißen wir die Wände des Universums, wie wir sie kennen, ein. Das mag aufregend sein, es mag das Leben verändern und auch akut schmerzhaft sein, doch es wird Sie nicht in Ihrer gegenwärtigen Komfortzone weiterleben lassen. Unser Ziel ist es, uns auf Inhalt und Bedeutung statt auf äußere Form zu konzentrieren und auf Bewegung und Fortschritt statt auf Stillstand. Ich kann nicht versprechen, dass es nicht wehtun wird – aber ich verspreche Ihnen, es lohnt sich!
Immer mit der Ruhe
Wenn Sie eine Information von einem Tier erhalten möchten, schicken Sie ihm eine Welle der Liebe zusammen mit dem Gefühl der Geduld, was es wahrscheinlich noch nie bei einem Menschen gespürt hat. Wir Menschen haben es immer furchtbar eilig. Die meisten von uns sind ein Haufen plumper Macher, die wie kopflose Hühner umherrennen. Unsere Tiere können uns immer wieder und wieder etwas sagen, doch wir sind so sehr damit beschäftigt, in Eile zu sein und unser Leben mit Unsinn auszufüllen, dass wir sie nicht hören können. Irgendwann geben sie auf. Wenn es für Sie schwierig ist, eine Information zu erhalten, oder wenn Sie Ihre Katze abends hereinrufen, dann senden Sie diesen Gedanken aus: »Ich werde hier ewig warten. Du glaubst zwar nicht, dass ich so stur sein kann, aber ich kann es. Ich werde hier stundenlang warten und still stehen bleiben, bis du mir antwortest oder nach Hause kommst.« Dies zeigt Ihrer Katze, dass Sie erwarten, das zu bekommen, was Sie wollen. Es funktioniert zwar nicht immer, aber Sie werden staunen, wie oft es funktioniert.
Ich gebe nicht so leicht auf. Das könnte einer der Hauptgründe für meinen Erfolg in der Tierkommunikation sein. Einer der bemerkenswertesten Kunstlehrer überhaupt, Glen Villpu, sagte über sich: »Ich bin nicht begabter als irgendein anderer. Ich bin nur geduldiger.« Er verbringt viele Stunden oder sogar Tage an einer Zeichnung, die wir anderen nach fünf Minuten zusammenknüllen und wegwerfen würden. Genauso ist es mit der Tierkommunikation. Es gibt ein Sprichwort, das sagt: »Die längste Reise, die du jemals antreten wirst, ist die von deinem Kopf zu deinem Herzen.« Also, wenn wir eine lange Wanderung vor uns haben, dann sollten wir langsam aufbrechen, nicht wahr?
Der Herzensgrund
Wie Sie sich erinnern mögen, bedeutet Resogenese, auf der gleichen Frequenz wie ein Tier zu schwingen. Um Resogenese zu erreichen, können Sie sich vorstellen, Ihr Körper wäre ein Radio und die Übertragungen eines Tieres oder Menschen ein Rundfunkprogramm, das Sie hören. Die meisten meiner Schüler ziehen es vor, »in ihrem eigenen Körper zu bleiben« und dem Tier von dort aus Fragen zu stellen. Doch wenn Sie einen Schritt weitergehen, können Sie das herstellen, was ich »Unimorphose« nenne. In diesem bemerkenswerten veränderten Zustand fühlen Sie sich, als wären Sie in dem Körper des Tieres und würden mit seinen Augen sehen. Diese Bewusstseinsverschmelzung könnte ein Attribut davon sein, dass die Phasen-Beziehungen zwischen den Frequenzen in vollkommenen Gleichklang treten. Für manche Schüler ist dies eine beängstigende Vorstellung, und so ziehen sie es vor, nur dem Radioprogramm zuzuhören, anstatt das Radio zu werden. Ich wende beide Methoden an und finde beide wundervoll, doch die Freude kommt nur mit der Übung.
Um einen der beiden Prozesse erfolgreich durchzuführen, müssen wir unser Bewusstsein durch unsere Willenskraft dazu bewegen, mobil zu sein und sich auf Wellen fortzubewegen, statt uns als isolierte Teilchen in einem kalten, getrennten Universum zu empfinden. Die Flamme, die den Docht der Absicht entfacht, befindet sich nicht im Kopf, sondern im Herzen. Der Vorsatz wird nicht in Bewegung gesetzt, indem man die wissenschaftlichen Konzepte versteht oder in der Lage ist, die Welt um sich herum mit dem Verstand zu begreifen und zu messen. Die Geheimnisse der intuitiven Verbindung werden im Herzen gelöst, und die einzige Vorbedingung, um die Absicht umzusetzen und die Verbindung zu nichtmenschlichen Tieren herzustellen, ist liebevolle Sehnsucht. Es sind nicht unsere Gedanken an sich, sondern unsere Gefühle, die uns verbinden. Ihre Emotionen legen fest, mit wem Sie sich verbinden und mit wem nicht. Die Absicht, die ins Spiel kommt, ist nicht nur ein Willensakt, sondern eine Verpflichtung zu lieben, und so lieben zu lernen braucht Disziplin.
Ich würde jetzt gerne eine Wundergeschichte einer unserer jüngsten Kommunikatoren mit Ihnen teilen. Weit draußen auf dem Meer zwischen England und Schottland liegt ein kleines Märchenparadies, das Isle of Man genannt wird. Jedes Jahr, wenn ich dort im Juni ankomme, ist die Insel mit nichts als sanften grünen Hügeln bedeckt, auf denen neugeborene Lämmer grasen. Von der Isle of Man stammen auch die berühmten schwanzlosen Manx-Katzen (»Manx« bedeutet »Dinge, die von der Isle of Man kommen«). Das Institut Brightlife, in dem ich dort jährlich unterrichte, ist zum Treffpunkt aspirierender Tierkommunikatoren aus aller Welt geworden. Doch die folgende Geschichte stammt von einem meiner Schüler, der selbst auf der Insel lebt.
Matthew Collister, der Sohn des Leiters von Brightlife, war neun, als er anfing, meine Seminare zu besuchen, und er schrieb diese Geschichte im Alter von elf Jahren. Wer könnte es uns besser erklären, wie einfach es ist, sich mit der Macht der Liebe in seinem Herzen zu verbinden, als ein kleiner Junge?
»Frag ihn einfach, wo er es verloren hat!«
Eines schönen Manx-Wintermorgens (in anderen Worten: Eines Tages, als es in Strömen goss) gingen meine Mutter und ich hinaus, um nach meinem Pferd Buzz zu schauen, das für einen wohlverdienten Urlaub auf die Koppel gebracht worden war. Wir riefen ihn, und als er auf uns zutrottete, entdeckten wir das Fehlen seines Halfters. Das wurde sofort als »neues Halfter für Buzz« auf seine Weihnachtswunschliste geschrieben! Mum beschloss, das hohe Gras der sechs Morgen nach seinem Halfter abzusuchen. Während sie erfolglos danach suchte, gab ich Buzz ein paar Leckerchen, und dann machte etwas in mir »klick«. Mir fiel die Tiertelepathie ein. So machte ich die Augen zu und ging hinunter in mein Herz. Dann schickte ich einen Lichtstrahl aus, der mein Herz mit seinem verband, und ich reiste auf diesem Lichtstrahl, während ich ihm gleichzeitig Liebe schickte, und dann war ich mein Pferd. Als ich in seinem Inneren war, spürte ich das Bedürfnis, das Halfter abzustreifen, weil es zu locker war und mich irritierte. Also wälzte ich mich im Gras, und als ich es schließlich losgeworden war, schaute ich mich um.
Danach machte ich die Augen wieder auf und bedankte mich bei Buzz. Ich ging zu der Stelle, an der er sich im Gras gewälzt hatte. Als ich dort ankam, sah ich mich um, aber ich konnte das Halfter nirgendwo sehen. So ging ich ein Stückchen weiter hinauf, und dann stach mir etwas ins Auge – das Kopfhalfter lag direkt vor mir! Ich war total überrascht! Ich rannte damit zu meiner Mutter. Als ich zurückkam, um Buzz noch einmal zu danken, fiel es mir schwer zu glauben, dass es wirklich passiert war, und ich wollte es als komischen Zufall abtun, aber mit der Zeit habe ich gelernt, auf das zu vertrauen und zu hören, was ein Tier mir sagt.
Matthew hat seit diesem Erlebnis noch zwei andere verloren geglaubte Gegenstände wieder gefunden, und auch seine kleine Schwester beherrscht nun die Kunst der Tierkommunikation. Wie seine Mutter Jane mir erzählte, war sie gestresst, als eines der Pferde ein Hufeisen verloren hatte. Matthew hatte sie empört angesehen und aufgebracht gesagt: »Mum! Frag ihn einfach, wo er es verloren hat!« (Au weia! Nichts kann einen so beschämen wie ein elfjähriger Junge mit übersinnlichen Kräften.)
Lassen Sie uns die Geschichte näher betrachten. Wenn Matthew uns berichtet, dass er »auf einem Lichtstrahl gereist ist«, bezieht er sich damit auf eine Übung, die ich in dem Buch Tierisch gute Gespräche – Lerne mit Tieren zu sprechen, sie antworten dir beschrieben habe. Damals wusste ich zwar, wie dieser Quantenprozess funktioniert, doch ich hatte keine Ahnung, wie ich ihn nennen sollte.
Matthew nennt ihn »die Brücke bauen«. (Unser Begriff für diese Welle aus liebevoller Energie lautet nun »Lumensilta« aus der lateinischen Wurzel »lumen« (Licht) und dem finnischen Wort »silta« (Brücke).
Matthew »reist« auf der Lumensilta, indem er seinem Geist erlaubt, im »Wellen«-Aspekt zu funktionieren statt in dem Bewusstsein der »Teilchen«, in dem die meisten von uns ihre wachen Stunden verbringen. Wir wollen einen kurzen Blick darauf werfen, worum es bei der Teilchen-Wellen-Theorie geht, denn das ist der einfachste und wirksamste Weg, die verschiedenen Zustandsarten zu beschreiben, die Ihr Bewusstsein fliegen lässt.
Die Teilchen-Wellen-Theorie
Albert Einstein hat eindeutig bewiesen, dass Materie sich aus Teilchen zusammensetzt. Ein Physiker namens Thomas Young hatte schon ein Jahrhundert früher die Teilchen-Wellen-Theorie aufgeworfen, nachdem er ein Phänomen namens Interferenz entdeckt hatte. Der Bestsellerautor Gary Zukav beschreibt dies wundervoll in seinem Buch Die tanzenden Wu Li Meister:
Youngs Experiment hat gezeigt, dass Licht wellenartig sein muss, da nur Wellen Interferenz-Muster hervorbringen können. Die Situation war also wie folgt: Einstein hat anhand des fotoelektrischen Effekts »nachgewiesen«, dass Licht teilchenartig ist, und Young hat mit Hilfe des Phänomens der Interferenz »nachgewiesen«, dass Licht wellenartig ist. Doch eine Welle kann kein Teilchen sein, und ein Teilchen kann keine Welle sein. Die Wellen-Teilchen-Zweideutigkeit war (ist) eines der dornigsten Probleme der Quantenmechanik. Physiker mögen eindeutige Theorien, die alles erklären, und wenn sie das nicht können, gefallen ihnen eindeutige Theorien darüber, warum sie es nicht können. Die Wellen-Teilchen-Dualität ist keine eindeutige Situation. Tatsache ist, ihre Nichteindeutigkeit hat die Physiker zu radikalen neuen Wegen der physikalischen Wahrnehmung gezwungen. Diese neuen Rahmen der Wahrnehmung sind weitaus kompatibler mit der Natur persönlicher Erfahrungen als die alten es waren. Für die meisten ist das Leben nur selten schwarzweiß. Die Wellen-Teilchen-Zweideutigkeit bedeutete das Ende der »Entweder-Oder«-Methode, die Welt zu sehen.
Die meisten nicht übersinnlichen Menschen sind das, was ich »Separatisten« nennen würde. Separatisten sind antimystisch und beharren darauf, dass ihr Bewusstsein auf ihren eigenen Körper beschränkt ist – wie ein Eiswürfel aus gefrorenem Wasser in einem Eiswürfelbehälter. Man könnte sagen, der große Unterschied zwischen einem Sensitiven – der Sie dabei sind zu werden – und einem Separatisten ist, dass Sensitive auf den Wellen reiten, während Separatisten die Teilchen zählen. Wenn wir uns als Wellen sehen – als Wasser statt Eis –, können sich zwei Tropfen in dem großen Meer aus menschlicher und tierischer Energie jederzeit und überall vereinen und in Harmonie zusammen fließen. Unser Körper und unser Geist sind zwar von Körper und Geist des anderen getrennt – und sind es zugleich nicht. Die Realität und die Existenz der darin enthaltenen Materie sind nicht zweideutig. Sie sind holografisch, was bedeutet, dass zu jedem Zeitpunkt mehr als nur eine Definition physikalischer Realität richtig ist.
Das Wasser dient als großartige Analogie zum Bewusstsein. Wasser hat zwar drei Formen, doch nur eine Substanz. Sein Baustein H2O bleibt gleich, selbst wenn das Wasser die Form von Eis oder Dampf angenommen hat. Dasselbe gilt für Ihren Geist. Ich würde Resogenese mit fließendem Wasser vergleichen. In der Resogenese bewegt sich Ihr Bewusstsein auf einer Welle der Energie fort, um sich mit einem Tier oder einem anderen Menschen zu verbinden. In seiner »Dampf«-Form könnte das Bewusstsein die Form einer noch feineren Welle annehmen – eine Form, die es Ihnen ermöglicht, in Ihrem Geist zu fliegen und vermisste Tiere »aufzuspüren« oder verstorbene Seelen durch die Schleier des Himmels zu »sehen«.
Der Geist der Skeptiker gleicht einem Eisklotz. Ihrer nicht. Sie können wählen. Ihre Sichtweise des Universums ist von Ihrem Blickwinkel abhängig, und Ihr Blickwinkel wird davon bestimmt, wie Sie wählen, Ihren Geist einzusetzen. Wasser reagiert auf äußere Elemente. Auch Ihr Bewusstsein reagiert auf äußere Stimulierungen, doch Sie können es trainieren, um ebenso auf innere Stimulierungen zu reagieren, die von der jeweiligen Herausforderung abhängen. Sie können Ihre Denkprozesse so verändern, dass Ihre inneren Fähigkeiten multidimensional werden und sich darauf einstellen, auf das zu reagieren, was gerade ansteht – genauso wie, je nach den Umständen, eine Welle ein Teilchen und ein Teilchen eine Welle sein kann.
Die folgenden erhellenden Geschichten zeigen, wie eine meiner besten Schülerinnen ihre mentalen Kräfte bewusst aktiviert, um Tieren zu helfen. Heidi war früher Polizistin und arbeitet heute als professionelle Tierkommunikatorin in Nordkalifornien.
Geheimnisse einer übersinnlichen Friedenssoldatin
Als ich der California Highway Patrol (Autobahnpolizei) beitrat, wurde ich als Streifenpolizistin dem Bezirk Hayward zugeteilt, das im Süden von Oakland, Kalifornien liegt. Ich patrouillierte regelmäßig die unbebauten Gegenden des Gebiets und spezialisierte mich auf die Rauschgiftbekämpfung. Ich wurde als Drogenerkennungsexpertin ausgebildet und erlernte die Gesetze für Durchsuchungen und Sicherstellungen, um solide Festnahmen zu erreichen.
Von Anfang an in meiner Ausbildung zur Polizistin wurde ich wie alle Polizisten ermutigt, »auf meine innere Stimme zu hören«. Auf diese feine, kleine Stimme zu hören rettete mir nicht nur das Leben, sondern erwies sich auch in meinem Berufsalltag als äußerst praktisch. Bald fing ich an, meine »kleine innere Stimme« bei anderen Dingen zu befragen, zum Beispiel ob jemand bewaffnet war oder Drogen bei sich führte. Nach ein paar Jahren des Anfreundens mit meiner inneren Stimme nutzte ich sie heimlich regelmäßig im Dienst. Ich »durchsuchte« Fahrzeuge und Personen, indem ich sie »berührte« oder meine erhobene Handfläche ausstreckte. Ich stellte Fragen und erkannte mit meinem geistigen Auge die wahren Antworten über Waffen und Rauschgift, die im Widerspruch zu dem standen, was die Leute laut leugneten. Ich berührte Fahrzeuge an Unfallstellen und sah eine innere Wiederholung des Unfalls. Es erleichterte mir die Arbeit, Zeugen zu verstehen und meine Berichte zu schreiben. Wenn meine Kollegen mich dabei erwischten, lächelte ich und sagte, ich würde »meinem Bauchgefühl« folgen. Dann wechselte ich immer rasch das Thema, da die sarkastischen Polizisten mich für verrückt erklärt hätten, wenn ich ihnen erzählt hätte, dass ich wirklich auf mein Bauchgefühl hörte. Auf der Konsole meines Streifenwagens hatte ich ein Plastikschweinchen namens Edna, das ich in den Farben der California Highway Patrol – Gold und Blau – gekleidet hatte. Wenn jemand anfing, mir bohrende Fragen zu stellen, wie ich etwas herausgefunden hatte, antwortete ich: »Ach, das hat mir Edna zugeflüstert.«
Erst jetzt gebe ich offen zu, übersinnliche Kräfte zu besitzen, die ich bei der Polizeiarbeit eingesetzt habe. Heute habe ich den Polizeidienst aufgegeben und brauche mir keine Sorgen mehr darüber zu machen, was andere Polizisten von mir halten. Als ich hörte, dass Amelia nach Nordkalifornien kommen würde, meldete ich mich sofort für ihren Workshop an, da ich diese Fähigkeiten schon immer für Tiere einsetzen wollte. Amelia behandelte mich in ihrem Workshop wie etwas Besonderes, und jedes Mal, wenn ich bei einem Tier richtig lag, weinten Amelia und ich vor Freude. Sie schickte mir sofort Klienten und förderte meine neue Karriere. Hier sind zwei Geschichten über Wunder, die sich seitdem zugetragen haben.
Das Pferd, das mehr Aufmerksamkeit wollte
Ich erhielt eine E-Mail von einer Pferdebesitzerin aus Südafrika, die mich um Hilfe bat. Sie hatte mich im Internet gefunden, da ich auf www.infohorse.com und ein paar anderen Webseiten gelistet bin. Sie mailte mir Fotos der Pferde und eine Liste von Fragen. Ich war zwar etwas unsicher, da ich noch nie eine Sitzung allein durch E-Mails gemacht hatte, doch ich beschloss, mein Bestes zu geben. Ich weiß heute nicht, wie es funktioniert – aber es funktioniert.
Eines ihrer Pferde zeigte ein seltsames Verhalten. Immer wenn sie den Stall betrat, senkte das Pferd, ein großes, kastanienbraunes amerikanisches Sattelpferd namens Guy Fawkes, den Kopf und biss sich in die Vorderbeine, bis es blutete. Während es sich biss, bockte es und schlug mit den Hinterbeinen gegen die Stallwand. Da ich mehrere Pferde kannte und seit über fünf Jahren mit ihnen arbeitete, wusste ich, dass das Verhalten nicht nur sehr eigenartig war, sondern dass das Pferd sich dabei auch ernsthaft verletzen könnte. Ich hatte noch nie von einem Pferd gehört, das sich selbst Bisswunden beibrachte.
Als ich mit dem Pferd Verbindung aufnahm, klang es wie ein eifersüchtiges kleines Kind, das Mama dazu bringen will, es zuerst und länger als die anderen Kinder in den Arm zu nehmen. Es sagte, sein Verhalten würde ihm immer die Aufmerksamkeit bringen, die es erreichen wollte.
Während ich mir eine Lösung des Problems überlegte, erinnerte ich mich daran, wie ich mit meinem eigenen Sohn über positive und negative Aufmerksamkeit gesprochen hatte, als er noch ein Kleinkind war. (Ich habe absolut keine Geduld für Wutausbrüche.) Mir fiel wieder ein, dass ich ihm einfach gesagt hatte, er solle um Aufmerksamkeit bitten. Und es funktionierte. Wann immer er Aufmerksamkeit brauchte, kam er angewankt und sagte es mir. Dann antwortete ich und widmete mich ihm, sobald ich konnte. Ich wusste nicht, was ich sonst tun könnte, um die Wutausbrüche des Pferdes zu stoppen. So schlug ich ihm vor zu wiehern, wenn es Aufmerksamkeit brauchte. Ich sagte ihm auch, dass seine Wutausbrüche es verletzen könnten.
Noch bevor ich meinen Bericht an die Klientin abgeschickt hatte, erhielt ich eine E-Mail von ihr, in der sie besorgt schrieb, das Pferd hätte zwar aufgehört, im Stall zu bocken, doch jetzt würde es ständig wiehern. Sie musste dauernd hinaus in den Stall rennen, um nach ihm zu sehen. Ich gab zu, dass ich ihrem Pferd genau das vorgeschlagen hatte, und versprach, mit ihm weiter zu verhandeln, da es sich bereit zeigte, etwas Neues zu versuchen. Schließlich erklärte Guy Fawkes sich bereit, nur tagsüber zu wiehern, damit niemand im Schlaf gestört würde.
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