Читать книгу: «Parkinson mein Untermieter»
Inhaltsverzeichnis
Impressum 3
Vorwort 4
Krankheitstagebuch 5
Zittern 5
Erste Nachforschungen 7
Erste Anzeichen von Parkinson 11
Erster Verdacht 14
Zweifel 18
Prominente, welche unter Parkinson leiden 24
Gewissheit 53
Psychosoziales Training & Neurophysio 64
Parkinsonstudie & Neurologie 92
Hausarzt & Hausärztin 116
Neurologische Untersuchung im Spital 134
Schmerzen 188
Endlich aufwärts 245
Im Krankenhaus 283
Wieder zuhause 299
Ein neuer Hausarzt 320
Stationäre Untersuchung vor der Hirnstimulation 341
Wieder zuhause 364
DBS 394
In der Reha 416
Zweite DBS 456
Zweite Reha 466
Wieder zuhause 497
Darmoperation 544
Wieder zuhause 560
Auf Reisen 577
Wieder zuhause 582
Übersicht 596
Meine Operationen 597
Meine Magen- Darmprobleme 598
Virenerkrankungen 599
Gesundheitsverlauf von 1966 bis 2020 600
Index 607
Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.
© 2021 novum publishing
ISBN Printausgabe: 978-3-99107-377-2
ISBN e-book: 978-3-99107-378-9
Lektorat: H. Schwinger
Umschlagfoto: www.pixabay.com
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh
Innenabbildungen: Walter Schaub-Chan
www.novumverlag.com
Vorwort
Für mich ist Parkinson einer, der sich ohne meine Erlaubnis in meinem Körper eingenistet hat. Er ist also ein Untermieter in meinem Körper. Allerdings einer, der keinen Zins bezahlt.
Krankheitstagebuch
Zittern
April 2013
An einem sonnigen Tag, Anfang April 2013, sitze ich entspannt auf einem Stuhl an unserem Sitzplatz auf der Westseite unseres Reihenhauses. Nachdem ich vorher in der Zeitung gelesen habe, mache ich einen Moment Pause und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Ich genieße es, den zwitschernden Vögeln zuzuhören oder von meinem Platz aus die farbenprächtigen Tulpen im Garten zu bestaunen. Ich genieße die innere Ruhe und Gelassenheit.
Plötzlich verspüre ich ein starkes Zittern in meinem linken Bein. Zuerst messe ich dem keine besondere Bedeutung zu. Nach ca. fünf Minuten ist es wieder vorbei.
Zirka eineinhalb Stunden später meldet sich dieses Zittern wieder. Als ich aufstehe, ist es sofort weg und meldet sich erst wieder, als ich mich wieder setze. Ich spiele dieses Spiel ein paar Mal durch. Immer, wenn ich stehe oder herumlaufe, zittere ich nicht, während es sich beim Hinsetzen wieder zurückmeldet. Nach einer gewissen Zeit ist der ganze Spuk vorbei, d. h. ich habe kein Zittern mehr.
Nach etwa zwei Wochen, während dem Nachtessen, verspüre ich wieder dieses Zittern im linken Bein. Es ist manchmal recht heftig und ich kann es nicht stoppen. Nach einer gewissen Zeit spüre ich es auch in meinem linken Arm. Nun bemerkt es auch meine Frau und fragt mich, was ich hätte. Als ich ihr erkläre, dass es einfach zittert ohne, dass ich es stoppen könne, meint sie, dass dies meine Nerven seien. Ich solle doch einmal Magnesium probieren. Da sie selbst manchmal Krämpfe in ihren Beinen hat und deshalb von Zeit zu Zeit eine Magnesiumbrausetablette nimmt, gibt sie mir auch eine. Nach ca. zwei Stunden ist auch mein Zittern vorbei.
Erste Nachforschungen
Mai 2013
Obwohl das Zittern manchmal verschwindet, kommt es von Zeit zu Zeit wieder. Da es aber immer heftiger wird und nun auch in meinem linken Arm und den Fingern der rechten Hand zu spüren ist, schaue ich zum ersten Mal im Internet nach und gebe „Zittern in den Beinen“ ein. Es tauchen dabei Begriffe wie Restless Legs, Tremor, Essentieller Tremor, Ruhetremor, Aktionstremor, Bewegungstremor bis zum Parkinson auf, mit denen ich im ersten Moment nichts anfangen kann.
Ich konzentriere mich dabei zuerst auf das Wort Tremor, wobei ein Artikel von Dr. med. Kägi von St. Gallen interessante und aufschlussreiche Informationen abgibt.
Ich finde auch andere Seiten, wobei eine beschreibt, dass ein Tremor auch körperliche Ursachen haben kann, z. B. http://www.netdoktor.de/symptome/tremor/:
Essenzieller Tremor: Der essenzielle Tremor ist die häufigste Tremorform. Er kann in jedem Alter auftreten. Die Ursachen sind unbekannt, man geht aber von einer genetischen Ursache aus. Ein essenzieller Tremor kommt familiär gehäuft vor, kann aber auch ohne familiäre Veranlagung vorkommen. Er macht sich bei Bewegungen bemerkbar und äußert sich vor allem durch Händezittern und Kopfzittern. Auch die Stimmbänder können von einem essenziellen Tremor betroffen sein.
Morbus Parkinson: Bei der Schüttellähmung ist der Tremor sogar namensgebend für die deutsche Bezeichnung. Bei Menschen mit Parkinson sind Schaltstellen im Gehirn geschädigt, was zu Bewegungsstörungen und Zittern führt. Parkinsonpatienten neigen dabei vor allem zu einem Ruhetremor. Der Tremor tritt also beispielsweise dann auf, wenn die Hand im Schoß ruht. In der Bewegung bessert sich das Muskelzittern teilweise.
Dystonie: Bei Dystonien liegt eine Störung in den motorischen Zentren des Gehirns vor. In der Folge kommt es zu Fehlhaltungen, beispielsweise neigen die Betroffenen den Kopf unnatürlich in eine Richtung (dystoner Schiefhals, Torticollis). Die Dystonie kann mit einem Tremor einhergehen oder sich durch einen solchen ankündigen.
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse zu viele Hormone. Folge ist eine psychomotorische Unruhe: Die Patienten sind zappelig und nervös. Bei vielen tritt ein Tremor in den Fingern auf.
Basedow-Krankheit (Autoimmunhyperthyreose): Die Basedow-Krankheit ist eine Autoimmunerkrankung, die sich auf die Schilddrüse auswirkt. In der Folge kommt es zu einer Überfunktion, die mit Zittern einhergehen kann.
Multiple Sklerose: Auch Menschen mit Multipler Sklerose leiden häufig unter einem Tremor. Das Symptom entsteht aufgrund der Entzündungsherde im Gehirn der Patienten.
Schlaganfall und Transitorisch Ischämische Attacke (TIA): Ein Schlaganfall hinterlässt Narben im Gehirn. Sind bestimmte Zentren betroffen, kann auch das zu Muskelzittern führen. Neuere Forschungen bringen den Schlaganfall auch mit der Entstehung von Morbus Parkinson in Verbindung.
Gehirnentzündung (Enzephalitis): Eine Entzündung des Gehirns, beispielsweise infolge einer Masern- Röteln oder FSME-Infektion geht mit Schädigungen der Nervenzellen einher. Dies kann einen Tremor auslösen.
Morbus Wilson: Dabei ist der Kupferstoffwechsel der Leber gestört. Es kommt zu einer vermehrten Einlagerung von Kupfer in Leber, Augen und Gehirn, was zu Funktionsstörungen und Zittern führt.
Morbus Alzheimer: Bei einer Alzheimererkrankung degenerieren die Nervenzellen im Gehirn. Neben Verlusten von Gedächtnis und Denkfähigkeit geht das auch mit motorischen Störungen und Tremor einher.
Nierenversagen mit Harnvergiftung (Urämie): Arbeitet die Nieren nicht mehr richtig, reichern sich Stoffwechselprodukte wie Kreatinin und Harnstoff an und führen zu einer Vergiftung. Dabei kann es auch zu neurologischen und motorischen Ausfällen und Muskelzucken kommen.
Leberversagen: Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan des Körpers. Versagt sie, reichern sich giftige Stoffwechselprodukte an, was neben anderen auch neurologische und motorischen Störungen zur Folge haben kann. Der Tremor ist ein Symptom eines Leberversagens.
Gaumenzittern (Gaumensegeltremor): Ein Gaumensegeltremor äußert sich in rhythmischen Bewegungen des Gaumensegels. Er tritt unter anderem nach einer Schädigung des Kleinhirns auf (symptomatischer Gaumensegeltremor). Bei einem essenziellen Gaumensegeltremor ist die Ursache unklar. Er geht oft mit Klickgeräuschen im Ohr einher.
Alkoholmissbrauch: Alkohol ist ein Gift, das unmittelbar aufs Gehirn wirkt. Eine Überdosis macht sich am nächsten Morgen mit Katersymptomen wie Kopfschmerzen und Händezittern bemerkbar. Bei länger bestehen dem Alkoholmissbrauch ist der Tremor ein typisches Entzugssymptom.
Medikamentennebenwirkung: Auch bestimmte Medikamente können einen Tremor als Nebenwirkung haben. Dazu gehören Neuroleptika, die zur Behandlung von Psychosen eingesetzt werden, oder auch Antidepressiva, mit denen man neben Depressionen auch Zwangserkrankungen, Angststörungen und Panikattacken behandelt.
Vergiftungen: Quecksilber, Arsen, Blei – auch Vergiftungen äußern sich neben anderen Beschwerden häufig als Zittern.
Wie man sieht, können viele Ursachen einen Tremor, was eigentlich Zittern bedeutet, hervorrufen, weshalb man ohne Abklärung durch einen Arzt nicht auskommt. Allerdings habe ich in den folgenden Monaten und Jahren bemerkt, dass viele Ärzte, vom Hausarzt bis zum Neurologen mit solchen gesundheitlichen Diagnosen überfordert sind. Mit der Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich mehr über Parkinson wusste als diese. Die folgende Liste über die Anzeichen einer Parkinsonerkrankung sollte eigentlich jedem Arzt bekannt sein, damit er früh genug reagieren kann.
Erste Anzeichen von Parkinson
Da unter Tremor vieles nicht auf mich zutrifft, kommt bei mir je länger umso mehr der Verdacht auf, dass ich unter Parkinson leiden könnte. Allerdings muss man im Internet aufpassen, dass man sich nicht in etwas hineinsteigert und plötzlich eigene Diagnosen stellt, welche unter Umständen gar nicht zutreffen. Ich verdränge deshalb das Wort „Parkinson“ noch.
Als ich meine Vermutung meinem Hausarzt mitteile, scheint er mich nicht ernst zu nehmen, er lacht zuerst und betont dass er dies kenne, da er dies auch schon gehabt hätte. Er meint, dass dies ein Mangel an Vitamin B12 sein könne. Er bittet mich am nächsten Morgen nüchtern zu einer Blutentnahme zu kommen. Am folgenden Tag nimmt man mir das Blut und verabreicht mir anschließend eine B12-Spritze.
Anzeichen einer Parkinsonerkrankung
Rot beschriftete Beschwerden waren bei mir vorhanden, heute zum Teil aber nicht mehr (*).
Schwarz beschriftete Beschwerden waren bei mir bisher nicht vorhanden.
Armschwingen (wenn ein Arm beim Gehen weniger schwingt)
Blasen- und Miktionsstörungen
Blutdruckprobleme
Depressionen (zum Glück nicht lange) (*)
Fettige Haut und Haare
Gelenkschmerzen in den Fußgelenken, den Kniegelenken, den Fingergelenken, den Handgelenken und den Ellbogen
Gestörte Sehstärke
Gestörter Geruchsinn
Handschrift ist unleserlich geworden
Häufige Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich
Inkontinenz
Juckende Hautauschläge
Krämpfe und Brennen in den Beinen (*)
Magen-Darm-Störungen mit Magenkrämpfen und Durchfall
Müdigkeit, Antriebslosigkeit
Muskelprobleme
Muskelschmerzen
Nach vorn gebeugte Haltung
Nächtlicher Speichelausfluss
Plötzliches Hitzeempfinden
Plötzliches Kopfweh
Plötzlicher Stimmverlust, d. h. ich habe einfach keine Stimme mehr und bringe keinen Ton heraus
Saures Aufstoßen mit Mundgeruch
Schlafstörungen
Schleppender Gang, kleinere Schritte oder Bein nachziehen
Schreibprobleme
Schluckstörungen
Sehvermögen verändert sich
Sprechprobleme oder leiseres Sprechen
Starkes Magenbrennen und Durchfall
Störung der Gleichgewichtsreflexe
Stolpern oder stürzen
Taubheitsgefühle
Trockene Augen
Urologische Störungen
Übermäßiges Schwitzen
Verlangsamung, Verarmung der Bewegungen
Zittern (obwohl man entspannt ist)
Zeitweise schwankender Blutdruck und hoher Puls (*)


Erster Verdacht
07.06.2013
Nachdem ich bereits im April 2013 erstmals und wenig später erneut ein Zittern bemerkt habe, recherchierte ich zunächst im Internet (s. oben «Erster Verdacht auf Parkinson», bevor ich den Hausarzt aufsuche. Er vermutet einen Mangel an Vitamin B12 Am 07. Juni bekomme ich von ihm folgendes E-Mail:
„Das Ferritin, die Speicherform des Eisens ist unverändert im tiefen Bereich. Vitamin B12 gemessen in seiner Transportform Holotranscobalamin ist im optimalen Bereich. Eine Zusatzladung an Vitamin B12 ist aber nicht schädlich. Dafür fehlt die Folsäure, die den Wert des Markers Homocystein anstiegen lassen hat. Ich empfehle Dir, die Folsäure 2x/Woche 1 Tablette abends und ab den Sommerferien 1x/Woche einzunehmen, denn Vitamin B12 und Folsäure werden für eine gute Funktion der Nervenzellen benötigt und haben auch sonst im Körper ganz wichtige Funktionen.
Du kannst die Folsäure in der Praxis abholen.
Wie geht es eigentlich mit den Zuckungen im Oberschenkel und dem Zittern der rechten Hand?“
15.07.2013
Am Abend bringen sie in der Fernsehreihe „Gesundheit heute“ eine Sendung mit dem Titel „Zittern ist nicht immer Parkinson“. Dabei stellen sie von einem Patienten vor, der an einem krankheitsbedingten Zittern leidet. Ein Neurologe vom Kantonsspital St. Gallen untersucht den Patienten, wozu er verschiedene Tests mit ihm macht, um herauszufinden, was das Zittern verursacht. Ein Gehtest, bei dem der Patient seine Arme hin und her schwingt, zeigt dem Neurologen, dass es sich sehr wahrscheinlich nicht um Parkinson handeln würde. Der Arzt möchte nun wissen, in welchen Situationen der Patient anfängt zu zittern, wozu er mit dem Patienten verschiedene Tests macht.
Neurologische Tests
Der Patient muss locker auf einem Stuhl sitzen.
Dann seine Hände nach vorne ausstrecken, was bei ihm ein starkes Zittern auslöst.
Dann Hände vor die Brust nehmen.
Hände wieder nach vorne, und zwar mit den Handinnenflächen nach oben.
Mit dem rechten Zeigfinger zur Nase.
Dann mit dem linken Zeigfinger zur Nase.
Die Hände drehen.
Die Hände auf und zu machen.
Daumen und Zeigefinger aufeinander und wieder öffnen.
Den Arzt interessiert vor allem, ob das Zittern mehr in Ruhe auftritt, ob es beim Halten auftritt, oder ob es beim Bewegen auftritt, z. B. beim Einschenken.
Eine einfache Spirale zu zeichnen, bringt den Patienten ins Zittern. Einfache Arbeiten sind mühsam oder unmöglich. Von Hand einen kurzen Satz zu schreiben bereitet dem Patienten recht viele Probleme. Alles wird zur Zitterpartie, wobei auch die Emotionen Probleme bereiten, da man in der Öffentlichkeit auffällt, z. B. wenn man etwas unterschreiben muss. All dies belastet einen. Der Patient ist nicht mehr fähig, Wasser in ein Glas einzuschenken.
Der Patient erzählt dann, dass das Zittern vor ungefähr fünfzehn Jahren schleichend angefangen hätte. Die Tabletten, welche ihm sein Arzt gab, haben mit der Zeit nichts mehr genützt.
Dr. med. Kägi, der leitende Arzt von der Klinik für Neurologie im Kantonsspital St. Gallen erklärt dann, dass dieser Patient einen essentiellen Tremor hätte, wobei dieser angeblich bei über 60 % der Betroffenen erblich bedingt sei. Etwa 1 % der Bevölkerung leidet an dieser Krankheit, wobei es bei den über 60-Jährigen schon 4 ½ % sind.
Da bei dem erwähnten Patienten das Zittern zu stark wurde, hat er sich für eine Operation entschieden, und zwar einer Neurostimulation. Er erhoffte sich dadurch eine bessere Lebensqualität, was dann auch eingetroffen ist. Bei der Neurostimulation wird dem Patienten eine Sonde ins Hirn implantiert. Beim betreffenden Patienten wurde beidseitig solch eine Sonde eingepflanzt.
Dabei wird die Sonde an einem Schrittmacher angeschlossen, der vorne an der Sonde die entsprechenden Hirnregionen stimuliert, indem er elektrische Impulse aussendet und somit dem Patienten das Zittern wegnimmt. Laut Dr. med. Kägi ist diese Operation kein kleiner, banaler Eingriff, aber mit den langjährigen Erfahrungen kann man dies heute gut planen und dem Patienten eine wesentlich bessere Lebensqualität zurückgeben. Natürlich gibt es auch bei diesem Eingriff ein Restrisiko, wie bei jeder Operation.
Bei einem anderen Patienten stellte man einen Ruhetremor fest. Auch dieser Patient musste diverse Tests wie oben beschrieben über sich ergehen lassen. Im Gegensatz zum letzten Patienten wurde bei ihm ein asymmetrischer Tremor festgestellt, also nur einseitig. Zudem kam der Tremor immer dann, wenn er sich irgendwo ruhig hinsetzte. Obwohl auch bei ihm die Medikamente nicht immer wirksam waren, wollte er sich noch nicht operieren lassen. Da die Neurologen bei ihm aber nicht ganz sicher waren, ob er nun an einem einfachen Tremor oder an Parkinson leidet, entschloss man sich, bei ihm eine nuklearmedizinische Untersuchung zu machen, einen sogenannten DatScan. Bei dieser Methode kann man die Nervenzellen, welche beim Parkinsonpatienten absterben, markieren und so feststellen, ob man an Parkinson erkrankt ist oder nicht.
Anschließend wurde noch eine andere Behandlungsmethode vorgestellt, nämlich mit Ultraschall. Diese findet vor allem Anwendung, wenn eine Operation wie oben beschrieben nicht möglich ist. Bei dieser Methode hat der Patient eine Haube auf seinem Kopf und liegt in einem Magnetresonanztomograph MRT. Die Haube wird mit Wasser umspült, um zu kühlen. Nun strahlen über 1000 Ultraschallsonden auf die einzelnen Regionen im Hirn und helfen so, das Zittern zu reduzieren.
Nach dieser Sendung bin ich wieder etwas ruhiger, da es doch zeigt, dass es eine gewisse Hoffnung gibt. Allerdings habe ich nun auch wieder Zweifel, ob ich an Parkinson erkrankt bin oder nicht. Aber hoffen darf man doch.
Zweifel
26.07.2013
Ich gehe wieder zu meinem Hausarzt. Er vermutet immer noch, dass das Zittern mit dem Mangel an Folsäure zusammenhängt. Er fragt mich über meine Essgewohnheiten aus. Dabei meint er, dass der Shake, den ich aus dem Supermarkt habe, nicht das Richtige sei für mich, da er zu viel Fruchtzucker und andere Komponenten enthalte, welche für mich nicht gut sind. Er empfiehlt mir TopWel Pure Whey Protein vom Supermarkt. Mein Hausarzt meint immer noch, dass das Zittern und Zucken bei mir nicht vom Hirn ausgehe, sondern eine andere Ursache haben müsse. Ich erzähle ihm dann noch von meinen Fußproblemen, denn seit ein paar Wochen werde ich wieder von Schmerzen an meiner linken Fußsohle geplagt. Es fühlt sich dann an, wie wenn der vordere Teil meines Fußes gelähmt ist. Zudem ist mein linkes unteres Bein gegen den Fuß sehr stark geschwollen. Ein anderes Problem ist auch wieder aufgetaucht, nämlich mein Geruchsinn ist wieder gestört. Ich schmecke nichts mehr und meine Frau meint nun oft, dass ich stinken würde. Für das Stinken hat er keine Erklärung und meinen linken Fuß behandelt er mit dem Laser, was im Moment eine leichte Besserung bringt.
Ich bin nun am Internet und gebe unter Google „zittern im linken Bein“ ein. Es erscheinen 249.000 Ergebnisse. Die Wenigen, welche ich mir anschaue, enthalten immer die Wörter Tremor oder Parkinson. Je mehr ich darüber lese, umso mehr bin ich überzeugt, dass ich eine dieser beiden Krankheiten haben könnte. Natürlich hoffe ich immer noch, dass es „nur“ Tremor, und nicht Parkinson ist.
07.08.2013
Ich habe einen Termin bei meinem Hausarzt, da das Zittern wieder stärker geworden ist. Ich erkläre ihm meine Probleme mit dem Zittern im linken Bein, welches ich vor allem beim Sitzen verspüre. Er meint nun, dass es sehr wahrscheinlich daher komme, dass bei mir beim Sitzen ein Nerv beim Gesäß eingeklemmt werde. Er behandelt mich deshalb mit dem Laser an diversen schmerzhaften Punkten im Gesäß. Er meint auch, dass meine Fußprobleme von dort kommen könnten. Was den geschwollenen linken Fuß angeht, meint er, dass auch hier sehr wahrscheinlich eine Vene im oberen Bereich abgeklemmt werde. Er gibt mir das Rheumamittel Ecofenach CR 150, welches ich vier Tage nehmen solle.
24.08.2013
Ich sende meinem Hausarzt ein E-Mail und informiere ihn über meine Bauchschmerzen, die Zuckungen und das Zittern. Was die Zuckungen und das Zittern angeht, war dies bis gestern vor allem im linken Bein und beim Sitzen der Fall. Gestern beim Heimfahren hatte ich richtige Probleme mit meinem linken Bein. Es fing so stark an zu zittern, dass ich auf eine Raststätte fahren musste, wo es sich dann wieder beruhigte. Allerdings hatte ich dieses Mal auch beim Stehen oder beim Halten eines Glas Wasser meine Probleme.
Ich habe heute nun mit Magnesiocard 5 angefangen.
27.08.2013
Ich bin zu einer Nachkontrolle wegen meiner Bauchschmerzen in der Praxis meines Hausarztes. Die Ordinationshilfe nimmt mir das Blut ab, bevor ich zum Arzt gehe. Er untersucht durch Abtasten noch einmal meinen Bauch. Außer auf der linken Seite, wo ich noch leichte Schmerzen habe, bin ich beschwerdefrei.
Wir kommen auf das Thema Zittern in meinem linken Bein zu sprechen. Mein Hausarzt sieht nun selbst, dass mein linkes Bein sehr stark vibriert und zittert. Er ist nun nicht mehr ganz sicher, ob es sich doch um Parkinson handelt oder nicht. Er schlägt mir vor, zuerst mein Herz untersuchen zu lassen und mich anschließend bei einem Neurologen untersuchen zu lassen, um sicher zu sein. Nun ist es also das erste Mal gefallen dieses Wort „Parkinson“. Er verspricht mir, mich beim Herzspezialisten und Neurologe anzumelden und sich wieder bei mir zu melden.
Ich schaue im Internet nach, um etwas mehr über diese unheilbare Krankheit zu erfahren. Irgendwie habe ich mir die Pension etwas anders vorgestellt. Ich bin niedergeschlagen. Irgendwie kann ich es noch nicht ganz akzeptieren. Nein, ich akzeptiere es noch nicht.
Am Abend erzähle ich meiner Frau und unserer Tochter von den Vermutungen meines Arztes, dass ich eventuell Parkinson haben könnte. Beide versuchen, mich etwas aufzuheitern und mir Mut zu machen. Meine Frau nimmt mich in den Arm und meint „Weißt du, Papeli, zusammen werden wir dies schon schaffen“. Ich bin froh, dass ich die Beiden habe.
Bis jetzt war ich immer in einem Wechselbad der Gefühle. Es gab Momente, in denen ich richtig deprimiert war, wenn ich an diese Krankheit Parkinson dachte. Nun gibt es wieder hoffnungsvolle Momente, wo ich voller Zuversicht bin.
09.09.2013
Da ich bis heute nichts vom Herzspezialisten gehört habe, frage ich in der Praxis meines Hausarztes nach, ob er es eventuell vergessen hätte mich anzumelden. Die Praxisassistentin ist am Telefon und muss es zuerst mit dem Doktor abklären. Am Nachmittag ruft sie mich zurück und erklärt mir, dass er es tatsächlich vergessen hätte, da er an einer Weiterbildung gewesen sei. Er würde dies aber noch machen.
16.09.2013
Heute kann ich endlich zum Herzspezialisten in L. Er stellt mir zuerst ein paar Fragen, ob ich Herzrasen hätte, unregelmässigen Puls, Schmerzen auf der Brust oder Probleme beim Atmen.
Ich erkläre ihm, dass ich in letzter Zeit beim Puls Aussetzer hätte und dass ich auch schon in der Nacht mit heftigen Schmerzen auf der linken Brusthälfte aufgewacht sei. Er misst meinen Blutdruck und den Puls, kann aber nichts Außergewöhnliches feststellen. Seine Praxisassistentin macht anschließend ein Herzkardiogramm. Danach untersucht mich der Arzt mit dem Ultraschall, wobei er zwischendurch Abspeicherungen macht.
Er kann auch hier nichts Ungewöhnliches feststellen und meint, dass alles in Ordnung sei und ich mir keine Sorgen machen müsse.
29.10.2013
Heute kann ich endlich zum Neurologen in L., einem jungen Arzt, welcher im Moment noch mit seinem Vorgänger zusammenarbeitet und später seine Praxis übernehmen wird. Er ist sehr freundlich und stellt mir einige Fragen zu meiner Gesundheit. Anschließend macht er diverse Bewegungstests. Nach diesen Tests meint auch er, dass ich Parkinson im Frühstadion hätte. Obwohl man die Krankheit nicht heilen kann, meint er, dass es heute gute Mittel dazu gebe, welche wenig Nebenwirkung hätten und welche die Fortschreitung der Krankheit sehr verlangsamen. Der einzige Nachteil sei, dass sie sehr teuer seien. Er schlägt neben einer medikamentösen Behandlung noch vor, dass man von meinem Kopf noch ein MRI machen sollte, um wirklich eine andere Störung auszuschließen. Auf meine Frage, was Parkinson eigentlich sei, erklärt er mir, dass es eine Krankheit sei, bei welcher die Bewegungen langsamer und schwieriger werden, bis man vollständig eingeschränkt sei und jede Bewegung zur Qual werde. Er fragt mich noch, ob mir mein Hausarzt nach meinem letzten Besuch bei seinem Vorgänger Aspirin gegeben hätte, weil dieser dies damals vorgeschlagen hätte. Als ich verneine, ist er etwas erstaunt.
Er wird nun meinem Hausarzt einen Bericht und gewisse Vorschläge senden. Er möchte mich in einem halben Jahr oder spätestens in einem Jahr wiedersehen, um zu sehen, wie die Krankheit fortgeschritten sei. Ich solle dies meinem Hausarzt sagen.
06.11.2013
Ich bin wegen dem Befund des Neurologen bei meinem Hausarzt. Leider hat er von diesem noch keine Informationen bekommen. Er möchte wissen, was dieser gemeint hat. Als ich ihm erkläre, dass dieser auch auf Parkinson tippe, zuerst aber ein Gehirn-MRT abwarten möchte, erklärt er mir, was bei Parkinson eigentlich abläuft. Allerdings weiß ich dies alles schon, da ich nun öfters im Internet bin und nach Hilfe suche.
Meine Frau, und ich sind bei Freunden von uns, zum Essen eingeladen. Max, unser Gastgeber zittert recht stark beim Einschenken vom Wein und auch beim Essen. Ich frage ihn, ob er Parkinson hätte. Er erklärt mir, dass die erste Diagnose Parkinson gewesen sei, dass aber eine Nachuntersuchung ergeben hätte, dass er einen Tremor, ein Alterszittern, hätte. Dies macht auch mir etwas Mut. Ich habe wieder Hoffnung, dass es bei mir auch so ist, dass auch ich kein Parkinson habe.
Im Internet finde ich eine Liste von prominenten Personen, welche unter Parkinson leiden.
Prominente, welche unter Parkinson leiden
Alois Mock Ehemaliger Außenminister von Österreich
Adolf Hitler Ehemaliger Diktator des Deutschen Reiches
Brigitte Kämpf 2. Vorsitzende des Parkinson-Selbsthilfevereins
Claus von Amsberg Prinz der Niederlande
Deborah Kerr britische Schauspielerin, welche vor allem während der 1950er Jahren erfolgreich war
Deng Xiaoping chinesischer Politiker, welcher die Volksrepublik China von 1979 bis 1997 führte
Gunter von Hagens Deutscher Anatom, Wissenschaftler und Unternehmer, welcher vor allem durch seine „Körperwelten“ bekannt wurde
Jassir Arafat Palästinensischer Freiheitskämpfer und Politiker
Johnny Cash amerikanischer Countrysänger
Katharine Hepburn amerikanische Schauspielerin mit vier Oscars
Leonid Breschnew russischer Parteichef der KPdSU und Staatschef
Manfred Rommel deutscher Politiker Oberbürgermeister von Stuttgart
Mao Tse-Tung Vorsitzender der Kommunistischen Partei, sowie Staatspräsident der Volksrepublik China
Michael J. Fox Kanadisch-US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
Muhammed Ali Amerikanischer Boxer
Ottfried Fischer Deutscher Schauspieler und Kabarettist
Papst Johannes Paul II Er war der erste Slawe auf dem Papstthron
Peter Hofmann Deutscher Opernsänger, der auch als Rockmusiker bekannt wurde
Raimund Harmstorf Deutscher Schauspieler, der vor allem in seiner Rolle als Seewolf bekannt wurde
Salvador Dali Spanischer Maler, Grafiker, Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner
Theodore Roosevelt 26. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Vincent Price amerikanischer Schauspieler und Autor
Wilhelm von Humboldt Deutscher Philosoph und Diplomat
Diese Liste ist zwar kein Trost für mich, zeigt aber doch, dass ich diese Krankheit mit Persönlichkeiten teilen kann. Was schreibe ich denn da. Es klingt gerade so, als ob ich diese Krankheit nun wirklich habe. Dabei glaube ich immer noch ein wenig, dass ich sie nicht habe. Im Moment bin ich hin- und hergerissen. Meine Stimmung schwankt von hochbetrübt bis zuversichtlich. Ich bilde mir aber immer noch ein, dass ich diese verfl… Krankheit nicht habe.
13.11.2013
Ich sende meinem Hausarzt ein E-Mail mit einem Artikel zu „Zittern ist nicht immer Parkinson» Gleichzeitig berichte ich ihm noch von Max Schicksal und dass man bei ihm zuerst auch Parkinson diagnostiziert hätte, was sich später aber nicht bestätigte.
Lieber P.
„Ich sende Dir hier einen Artikel mit einem Link zu „Nicht jedes Zittern ist Parkinson“, welchen ich von einem Bekannten bekommen habe und sich auf die Fernsehsendung vom 15.06.2013 bezieht.
Im Gegensatz zu mir hat er ein ständiges Zittern in seiner rechten Hand. Ihm wurde in einer ersten Diagnose auch erklärt, dass er Parkinson hätte. Er hat dann eine Zweitmeinung eingeholt bei einem Parkinsonspezialisten, welcher nach weiteren Tests erklärte, dass er unter Alterstremor leide.
Heute hat er sein Leiden mit Medikamenten soweit im Griff.
Nicht dass ich an der Meinung des Neurologen zweifle, aber wenn bei mir die Gehirnabklärungen gemacht sind, würde ich es eigentlich auch begrüßen eine Zweitmeinung einzuholen, um sicher zu sein, dass ich dann die richtigen Medikamente bekommen.
Herzliche Grüße,
Walter
Der Link „Nicht jedes Zittern ist Parkinson“
Zittern kennen alle. Menschen zittern, wenn sie frieren, wenn sie Angst haben oder wenn sie aufgeregt sind. In solchen Situationen ist Zittern eine natürliche, physiologische Antwort des Körpers. Zittern kann auch eine Alterserscheinung sein, dann spricht man von Alterstremor.
Manchmal ist Zittern (Tremor) jedoch Ausdruck einer Krankheit, wobei Parkinson am bekanntesten und häufigsten ist. Eine Schilddrüsenüberfunktion, Gehirnerkrankungen durch Entzündungen oder Infektionen oder eine Schädigung des Kleinhirns können Tremor auslösen. Auch Medikamente oder toxische Stoffe wie Nikotin und Alkohol können Zittern verursachen.
Bei gewissen Menschen zeigt sich der Tremor im Ruhezustand. Andere zittern beim Halten eines Gegenstandes oder beim Versuch, ein Glas an den Mund zu führen. Es ist anspruchsvoll zu differenzieren, woher die Ursache kommt.
Zur Behandlung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sie reichen von Medikamenten bis hin zur sogenannten Neurostimulation im Gehirn. Die Zukunftstherapie zielt jedoch auf eine nicht invasive Ultraschallbehandlung hin. Mehr dazu vermittelt die Sendung „Gesundheit heute“.
P. schreibt mir ein kurzes E-Mail und möchte wissen, welches Medikament mein Freund verwendet.
Ich schreibe ihm zurück:
Hallo P.
Ich habe vorher mit unserem Bekannten telefoniert wegen dem Medikament.
Dieses heißt Rivotril (Clonazepam) 0.5 mg. Er nimmt es aber nicht regelmäßig, sondern nur wenn er eingeladen ist, oder wenn das Zittern sehr stark geworden ist.
Zu Hause nimmt er das Zittern in Kauf. Er möchte nicht zu stark abhängig werden von diesem Medikament.
Besten Dank für Deine Bemühungen
Herzliche Grüße,
Walter
18.11.2013
Ich rufe bei der medizinischen Fachberatung meiner Versicherung an und schildere der Ärztin dort mein Problem mit meinen Testosteronspritzen und den Nebenwirkungen, welche ich im Moment hätte, vor allem Zittern, die Hitzewallungen, vermehrtes Schwitzen, zeitweilige Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Müdigkeit und vieles andere.
Ich erzähle ihr auch von der Diagnose des Neurologen. Sie meint, dass man bei der Diagnose Parkinson sehr vorsichtig sein sollte und es sehr seriöse Abklärungen brauche. Sie rät mir, das Ganze durch einen Hormonspezialisten genauer abklären zu lassen. Im Weiteren rät sie mir, mit dem Hausarzt zu besprechen, ob man eventuell ein anderes Testosteronmedikament einsetzen könnte.
19.11.2013
Ich sende meinem Hausarzt ein E-Mail mit einer Liste der zu nehmenden Medikamenten. Gleichzeitig sende ich ihm Dokumente über die Nebenwirkungen von Testosteronspritzen, Griffonia und Condrosulf, auf welchen ich auf die auf mich zutreffenden Nebenwirkungen aufmerksam mache, darunter auch Zittern, die Hitzewallungen, vermehrtes Schwitzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und vieles andere.
Ich berichte ihm auch von meinem Telefongespräch mit der Ärztin meiner Versicherung, welche mir bestätigt, dass diese Nebenwirkungen möglich seien.
Ich habe einen Termin bei einer Bekannten von uns, welche eine Gesundheitspraxis in L. betreibt und mich mit ihrem Global Diagnostik Gerät behandelt. Die Durchführung des Tests geschieht über zwei Elektroden an den Füßen, durch welche der Körper mit dem Gerät verbunden wird. Der Messvorgang wird im Liegen durchgeführt und ist schmerzfrei. In zehn Minuten hat das Global Diagnostik Gerät eine präzise Messung und Auswertung von über 550 verschiedenen Messobjekten des Körpers durchgeführt.
Die Messergebnisse, die sich auf Systeme, Funktionen, Organe usw. beziehen, werden sofort bildlich auf dem Computer dargestellt. Sie bietet mir an, genau zu erklären, was sie bedeuten.
Die Messung mit Global Diagnostik ist technisch außerordentlich präzise und zuverlässig. Nach einer automatischen Elektro-Smog-Messung (um äußere Störeinflüsse auszuschließen) folgen mehr als 100 Mio. Einzelmessungen des Körpers. Anschließend werden alle Messungen wiederholt, um die Ergebnisse zu überprüfen. Eigentlich müsste jeder Arzt ein solches Gerät haben.
Sie massiert zuerst meine Füße. Erstaunlicherweise zeigt dieses Gerät meine aktuellen Beschwerden an z. B. beim linken Bein den Ischiasnerv, die Blase, Muskelprobleme, Meniskusprobleme, Zähne usw.
22.11.2013
Ich rufe um 10:35 beim Neurologen an und informiere seine Praxisassistentin, dass ich vor ca. vier Wochen bei ihnen gewesen sei, dass aber mein Hausarzt bis heute noch keinen Bericht bekommen hätte. Als ich ihr mitteile, dass ich am Montag bei meinem Hausarzt einen Termin hätte, erklärt sie mir, dass sie versuche, ihm den Bericht bis dann zu senden.
25.11.2013
Ich bespreche mit meinem Hausarzt die einzelnen Nebenwirkungen. Gewisse Punkte kann er mir widerlegen, andere aber nicht. Er hat inzwischen den Bericht vom Neurologen bekommen. Dieser schlägt neben einer MRI-Untersuchung am Kopf noch gewisse Medikamente vor. Als ich meinem Hausarzt erkläre, dass ich nach meinen Informationen nicht mehr überzeugt bin, dass es Parkinson sei, und dass ich zuerst noch andere Untersuchungen machen möchte, bevor ich Medikamente nehme, welche gar nicht die richtigen sind, versucht er mir zu erklären, dass man Parkinson nicht sichtbar machen könne. Ich erzähle ihm von der DatScan-Methode, sowie von der Ultraschallbehandlung im Kantonsspital G. Er geht ins Internet und ist ganz erstaunt, was für andere Behandlungsmethoden es für Parkinson gibt. Ich zähle ihm dann einige Punkte auf, welche gegen Parkinson sprechen, z. B. die schwingenden Arme beim Gehen, die Reduktion des Zitterns bei Alkoholkonsum, Zittern auf einem Stuhl aber kein Zittern auf einem Velosattel. Er ist nun plötzlich auch nicht mehr sicher über die Diagnose Parkinson. Er behandelt meinen Ischiasnerv auf der linken Seite, was sofort eine gewisse Erleichterung bringt. Wir machen ab, dass er noch einmal das Blut kontrollieren lassen möchte und dass wir vorläufig auf das MRT verzichten und er mich eher mit Laser behandeln möchte. Von dem Medikament Condrosulf soll ich wie die letzten Tage nur noch jeden zweiten Tag eines nehmen und von Griffonia wie bisher oder versuchen sechs oder sieben Stunden nach der ersten eine zweite zu nehmen.
26.11.2013, 29.11-2013, 05.12.2013, 19.12.2016 und 23.12.2013
Ich habe Termine in der Gesundheitspraxis. Während sie mir die Füße massiert, läuft die Behandlung durch das Global Diagnostics-Gerät. Anschließend behandelt sie meinen Rücken durch Massage und durch Schröpfen. Dabei zeigen sich wieder die Beschwerdebilder über meinen Ischiasnerv.
Ich sende meinem Hausarzt ein E-Mail und informiere ihn über den neusten Untersuchungsbericht aus der Gesundheitspraxis.
29.11.2013
Ich sende meinem Hausarzt folgendes E-Mail:
Lieber P.
Unter anderem habe ich mir dann die Mühe genommen, einmal die Nebenwirkungen der Medikamente näher anzuschauen, welche ich im Moment einnehmen muss oder eingespritzt bekomme.
Momentan nehme ich folgende Medikamente.
DHEA
Pregnenolon
Griffonia
Condrosulf
Dekristol
Drossafol
Nebido
Dabei habe ich festgestellt, dass vor allem Nebido und Griffonia einige Symptome aufweisen, welche bei mir zutreffen. Zudem sind vor allem auch das Zittern, die Hitzewallungen, vermehrtes Schwitzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und vieles andere zu erwähnen.
Gestern hatte ich ein Telefongespräch mit einer Ärztin meiner Versicherung und habe ihr meinen Fall beschrieben.
Sie hat dann gemeint, dass man bei der Diagnose Parkinson sehr vorsichtig sein sollte und es sehr seriöse Abklärungen brauche.
Diese Nebenwirkungen von Nebido könnten einer von vielen Gründen sein für meine Beschwerden.
Sie riet mir das Ganze durch einen Hormonspezialisten genauer abklären zu lassen.
Im Weiteren hat sie mir geraten, mit Dir zu besprechen, ob man eventuell ein anderes Testosteronmedikament einsetzen könnte.
Was meine Knieschmerzen angeht, habe ich eher weniger, dafür habe ich aber Magen-Darmprobleme. Die letzten Tage hatte ich sehr oft saures Aufstoßen und leichten Durchfall.
Herzliche Grüße,
Walter
Neben dem Zittern plagen mich auch immer noch Schmerzen in den Fußsohlen und den Beinen.
02.01.2014
Heute habe ich endlich einen Termin bei der Radiologie in L., wo sie ein MRT von meinem Gehirn machen. Zum Glück ergeben die Untersuchungen, dass keine Schädigungen im Gehirn vorhanden sind.
Anschließend gehe ich in die Praxis meines Hausarztes und bringe meine MRT-Bilder von meinem Gehirn. Die Praxisassistentin will sie zuerst gar nicht in Empfang nehmen und meint, dass sie diese nicht mehr selbst aufbewahren. Auf Anfrage beim Hausarzt behält sie sie dann aber doch. Ich hole noch die SAM-e-Kapseln, welche der Arzt mir empfohlen hat zu nehmen.
Ich will noch nicht akzeptieren, dass ich Parkinson habe. Ich hadere mit dem Herrgott und frage mich, wieso. Obwohl ich jeden Abend zum Herrgott bete, mich wieder gesund zu machen, spüre ich nichts und bin deshalb manchmal enttäuscht.
03.01.2014
Mein Hausarzt ruft mich am Abend um 20:45 Uhr an. Er hat die MRT-Bilder gesehen und meint, dass man nichts Gravierendes feststellen könne, außer dass bei einer Stelle im Gehirn der Hirnstamm löchrig oder sehr grobkörnig sei, was daher rühren könne, dass diese Stelle wahrscheinlich einmal schlecht durchblutet worden sei. Beim Oberkiefer links haben sie eine Zyste festgestellt. Er rät mir, noch einmal zum Zahnarzt zu gehen.
Wenn dieser nichts feststellen könne, müssten wir in zwei Wochen, wenn er von den Ferien zurück sei, noch einmal weiter schauen. Sonst rät er mir, die nächsten zwei Wochen diese SAM-e-Kapseln zu nehmen. Im Weiteren könne man anschließend einmal mit Ginkgo etwas probieren, damit mein Gehirn wieder besser durchblutet werde. Ich erkläre ihm auch, dass ich noch nicht gewillt sei, Medikamente gegen Parkinson zu nehmen, wenn nicht feststehe, dass ich diese Krankheit überhaupt hätte. Er meint auch, dass er mir im Moment keine solchen Medikamenten geben und das Ganze mit dem Neurologen besprechen möchte.
20.01.2014
Ich erzähle meinem Hausarzt von den Problemen, welche ich mit den SAM-e 200-Kapseln bekommen hätte, nämlich
Durchfall,
Einschlafstörungen,
Fußsohlenschmerzen,
Hitzewallungen,
Kopfschmerzen links,
Muskelschmerzen im linken Bein,
Schreibprobleme,
Taubheitsgefühl im linken Bein,
Zittern im linken Bein und linken Arm + Hand.
Er kann sich dies nur so erklären, dass bei mir anstatt mehr Dopamin mehr Cortisol produziert wurde, was zu diesen Problemen geführt habe. Er bittet mich, dieses SAM-e nicht mehr zu nehmen und empfiehlt mir Symfona forte, ein Ginkgo-Produkt, zu nehmen, welches das Gehirn besser durchbluten sollte.
Ich bitte ihn, mich nun auch noch in die Neurologie der Universitätsklink B. zu schicken, um eine Zweitmeinung einzuholen. Ich erzähle ihm auch noch, dass mich mein Zahnarzt zu seinem Kollegen geschickt hätte, um ein Rundumbild von meinem Gebiss zu machen. Er wundert sich, dass dieser Zahnarzt einen solchen Apparat hat. Ich erkläre ihm, dass er das Bild bei meinem Zahnarzt anfordern könne. was er dann auch tut. Mein Hausarzt möchte nächste Woche, wenn man mir mein Blut nimmt mit anschließendem Nebido, dass man auch das Cortisol und Cortisolspiegel kontrolliert.
Zum X-ten Mal erzähle ich meinem Hausarzt von meinen Fußsohlenschmerzen im linken Fuß. Er geht gar nicht groß darauf ein.
Die Symfona-Kapseln vertrage ich soweit gut. Ich zittere weniger, dafür habe ich aber vermehrt ein Zucken im linken Bein und linken Arm.
Ich informiere mich im Internet wieder über Parkinson. (Wenn ich vor zehn Jahren das Wissen über Parkinson gehabt hätte, das ich heute habe, dann hätte ich schon damals sagen können, dass ich auf dem besten Weg war, an Parkinson zu erkranken. Siehe dazu Anzeichen einer Parkinsonerkrankung. Leider hat mein Hausarzt diese Zeichen nicht erkannt.)
Ich habe wieder Zweifel an den Ärzten und möchte wirklich eine Zweitmeinung einholen. Mein Hausarzt ist davon nicht so begeistert. Es macht den Eindruck, dass er glaubt, dass ich mit seinen Behandlungen nicht zufrieden bin.
Es gehen mir wieder diverse Gedanken durch den Kopf. Meine Frau und unsere Tochter trösten mich und sprechen mir Mut zu. Ich schöpfe wieder etwas Hoffnung.
21.02.2014, 28.02.2014 und 04.02.2014
Ich habe Termine in der Gesundheitspraxis. Die Therapeutin massiert mir die Füße, während die Behandlung durch das Global Diagnostics-Gerät läuft. Anschließend behandelt sie meinen Rücken durch Massage und durch Schröpfen.
Mein Patenkind sendet mir ein E-Mail mit einem Link:
„Hallo Götti, lugg mol villicht got de Link. Hani geschter no gfundä! liebs Grüessli Brigitte.“
Der Link führte zu einer Homepage mit einem Artikel und Film „Der kluge Bauch – Unser zweites Gehirn“
In diesem Artikel gehen sie von der Annahme aus, dass unser Magen-Darm-Trakt mit einem eigenen Nervensystem ausgestattet ist, in dem sich Milliarden verbundener Neuronen um Zehntausende Bakterien kümmern, die wiederum Einfluss auf unsere Stimmung, unsere Persönlichkeit und unseren Gesundheitszustand nehmen. Vor einigen Jahren entdeckten die Forscher, dass Magen und Darm des Menschen rund 200 Millionen Nervenzellen enthalten. Nur allmählich gelingt es, den ständigen Dialog zwischen den beiden Steuerzentralen Bauch und Kopf zu entziffern.
Die dabei gewonnenen Erkenntnisse eröffnen ungeahnte therapeutische Möglichkeiten. Denn vermutlich werden bei bestimmten neurologischen Erkrankungen, wie beispielsweise der Parkinson-Krankheit, zunächst die Neuronen im Magen-Darm-Trakt angegriffen. Noch erstaunlicher: Im Bauchhirn lebt eine Hunderte Milliarden von Bakterien zählende Kolonie, deren Aktivität sich auf Persönlichkeit und Entscheidungen des Menschen auswirkt und die dafür verantwortlich ist, ob jemand beispielsweise zurückhaltend oder verwegen reagiert.
Nach der Entdeckung dieses zweiten Nervensystems setzt sich unter den Forschern allmählich die Überzeugung durch, dass das Gehirn im Kopf nicht der einzige Kapitän an Bord ist.
Kurz gesagt, glauben die Wissenschaftler, dass das Bauchhirn dem Kopfhirn den Befehl gibt, Dopamin, also den Nervenbotenstoff, zu produzieren. Wenn nun die Verbindung vom Bauch zum Kopf, durch gewisse Umstände unterbrochen ist, produziert das Kopf Hirn kein Dopamin, was Parkinson auslöst.
Nach dem Filmbeitrag schreibe ich Brigitte zurück und bedanke mich bei ihr.
„Hallo Brigitte ich dank dir vill moll für dä Link.
Jo äs het funktioniert. Äs isch ä sehr interessante Film. Är het mir doch wieder einigi Ideä geh.
Jetz isch mir au klar, wieso ich z. B. wenn ich Magen-Darm-Tee drink, mis zittärä weniger isch. Oder wenn ich nach äm dusche ä Buchmassage mach. Ich ka mir au vorstellä, dass die richtigi Buchakupunktur, wies im Film zeigt wird, au einiges bringä cha. Ich wird uf jede Fall dra blibä und hoff, dass ich bald nach B. in Uniklink cha. Agmäldet bin ich scho sit drei wuchä, aber ä Termin hani nonig.“
Also beschtä dank. Ich hoff, dä chasch äs läsä
Alles gueti wünscht dir dr Götti.
07.02.2014
Ich rufe um 09:45 Uhr in der Neurologie des Universitätsspitals B.an. Ich erkläre der Frau am Telefon mein Anliegen einer Zweitmeinung. Sie erklärt mir, dass sie bis Mai 2014 ausgebucht seien und empfiehlt, zum Neurologen in L. zu gehen. Ich erkläre ihr, dass ich schon dort gewesen sei und eben noch eine Zweitmeinung möchte. Sie empfiehlt mir deshalb, mich bei der Praxis Neurologie in M. zu melden, was ich dann auch mache. Ich bekomme einen Termin für den 10.02.2014 um 08:30 Uhr.
10.02.2014
Der Neurologe in M. befragt mich zuerst über den bisherigen Verlauf meiner Zitterbeschwerden. Anschließend untersucht er mich, indem er verschiedene Tests macht, eigentlich die gleichen wie letztes Jahr der Neurologe in L. Am Ende ist er bei gewissen Tests nicht ganz sicher, weshalb er noch seinen Kollegen dazu ruft, welcher einen Teil der Test noch einmal wiederholt. Anschließend besprechen sich beide und meinen, dass es sich bei mir tatsächlich um Parkinson handeln müsse. Ich bekomme Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100 ein Antiparkinsonmittel, mit leider vielen Nebenwirkungen.
Der Neurologe möchte mich nächste Woche noch einmal sehen, um einerseits zu sehen, wie die Medikamente wirken und andererseits, um meinen linken Fuß auszumessen. Zudem bittet er mich, das MRT von meinem Gehirn mitzubringen.
Da ich von diesem Antiparkinsonmittel Durchfall, Schwindelanfälle und Brechreiz bekomme, rufe ich den Neurologen an. Er erklärt mir, dass es eine gewisse Zeit brauche, bis diese Medikamente eingestellt seien, weshalb ich, wie besprochen, weiterfahren solle.
11.02.2014
Ich schreibe meinem Hausarzt ein weiteres E-Mail.
Lieber P.
Nachdem ich bis letzten Freitag, den 07.02.2014 von der Neurologie des Universitätsspitals B. nichts gehört hatte, rief ich dort an, um zu wissen, was los ist. Man musste zuerst Deine Unterlagen suchen und erklärt mir, dass sie bis Mai 2014 ausgebucht seien, Sie empfahlen mir dann zum Neurologen in L. zu gehen. Ich erklärte dann aber, dass ich schon dort gewesen sei und ich noch eine Zweitmeinung möchte. Sie empfahlen mir deshalb, mich bei der Praxis Neurologie in M. zu melden.
Gestern war ich dann bei diesem Neurologen in M. Er befragte mich zuerst über den bisherigen Verlauf meiner Zitterbeschwerden. Anschließend untersuchte er mich, indem er verschiedene neurologische Tests machte, eigentlich die gleichen wie letztes Jahr beim Neurologen in L. Bei dieser Untersuchung war dann mein Blutdruck wieder recht hoch. Am Ende war der Neurologe bei gewissen Tests nicht sicher, weshalb er noch seinen Kollegen dazu rief, welcher einen Teil der Test noch einmal wiederholte. Anschließend besprachen sich beide und meinten, dass es sich bei mir tatsächlich um Parkinson handeln müsse.
Ich bekam Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100, ein Antiparkinsonmittel. Man möchte mich nächste Woche noch einmal sehen, um einerseits zu sehen, wie das Medikament wirkt und andererseits, um an meinem linken Fuß die Nervenströme zu messen. Zudem bat er mich, das MRT von meinem Gehirn mitzubringen.
Heute war ich zu einer weiteren Behandlung in der Gesundheitspraxis in L. Durch ihre Therapie konnten schon einige leichte Beschwerden behoben werden. Allerdings gilt es, wie schon die vergangenen Tests gezeigt haben, folgende Punkte zu beachten
Herzkranzgefäße
Herzkammer links
Ischiasnerv links
Harte Rückenmarkshaut
Sitzbein links
Untere Schlüsselbeinvene rechts
Lendenwirbel L1/02
Kreuzdarmbeinfuge rechts
Die Therapeutin bat mich, wie der Neurologe in M., mein Herz noch einmal untersuchen zu lassen. Ich weiß, dass wir dies schon letztes Jahr in L. gemacht haben. Dieses Mal würde ich gerne zu einem Kollegen, ebenfalls in L., gehen, welcher wesentlich moderner eingerichtet ist.
Gesundheitlich geht es mir nicht so schlecht. Ich habe mich nun damit abgefunden, dass ich Parkinson habe.
Was mir am meisten zu schaffen macht, sind das Zittern im linken Bein und Arm, sowie die Fußschmerzen an meiner linken Fußsohle. Während die Symfona – Kapseln nach ca. einer Woche das Zittern im linken Bein in Zuckungen veränderten, ist heute der alte Zustand wieder da, d. h. ich habe wieder dieses Zittern auf der linken Seite. Allerdings ist es stärker und ich habe es heute immer, also beim Stehen und Sitzen. Auch beim Gehen habe ich manchmal Mühe. Zudem hat es nun auch an meiner rechten Hand angefangen, besonders, wenn ich etwas schreiben muss. Es ist mir nun zwei Mal passiert, dass meine rechte Hand so stark gezittert hat, dass ich richtig Mühe hatte, als ich Formulare ausfüllen musste.
Was meinen Blutdruck und meinen Puls angeht, ist dieser inzwischen etwas höher, und zwar immer so zwischen 140/85/P80 und 165/115/P115. Zudem habe ich sehr oft unregelmäßigen Puls.
Was die Medikamente angeht, möchte ich auch wissen, ob sich dieses Antiparkinsonmittel des Neurologen in M. mit den Mittel, welche ich schon nehmen muss, verträgt. Er meinte zwar ja. Da es aber sehr viele gravierende Nebenwirkungen hat, habe ich mir schon meine Gedanken gemacht. Zudem hat mir der Neurologe in L. letztes Jahr gesagt, dass es heute sehr gute Parkinsonmittel gebe, welche fast keine oder nur wenig Nebenwirkungen hätten, welche aber sehr teuer seien.
Außerdem fragte mich der Neurologe in M., ob ich wirklich all dies Mittel brauche, welche ich von Dir bekomme.
Herzliche Grüße,
Walter
15.02.2014
Ich schreibe meinem Freund Max, welcher mit seiner Frau immer ein paar Monate im Jahr in Taiwan, der Heimat seiner Frau, wohnt. Unter anderem erzähle ich ihm auch von meinen Beschwerden und wie es mir gesundheitlich im Moment geht.
Neben Parkinson und meinem rechten Knie habe ich weiterhin mit meinen Blasen- und Hormonproblemen zu kämpfen. Ich bin trotzdem „wütend“ auf den da oben, denn es scheint mein Schicksal zu sein, mit dieser unheilbaren Krankheit zu leben. Allerdings habe ich mir das hochgesteckte Ziel gesetzt, der Erste zu sein, der davon geheilt wird.
17.02.2014
Max schreibt mir ein E-Mail, welches mir guttut. Unter anderem schreibt er:
Ich bin etwas erschrocken von Deiner Neuigkeit, dass Du doch Parkinson haben sollst. Ganz sicher bist Du aber wohl doch nicht. Helfen denn die Antiparkinson Medikamente? Vielleicht versuchst Du es mal mit Akupunktur. Wir haben hier im Haus einen Mann, der hat jetzt schon seinen 3. Schlaganfall gehabt und war fast vollständig gelähmt. Mit Akupunktur über etliche Monate kann er nun aber wieder etwas gehen, wenn auch mit Stock und sehr langsam. Sonst musst Du auch nicht böse sein mit «dem da oben». Dies hilft auch nichts. Sei positiv. Parkinson ist letztlich keine Krankheit, bei der man zum Tod verurteilt ist. Das Zittern ist nur sehr unangenehm, vor allem in der Öffentlichkeit. Aber was soll’s! «Who cares»! Genieße das Leben so, wie es ist. Es dauert ohnehin viel zu kurz.
Es tut so gut, von einem Freund solche Worte zu hören. Natürlich hat er Recht, wenn er sagt, dass es nichts bringt, wenn ich „mit dem da oben“ hadere. Ich muss es nun akzeptieren, dass ich diese Scheißkrankheit habe und einfach hoffen, dass die Forschung in absehbarer Zeit ein Mittel auf den Markt bringt, das die Krankheit stoppt oder den Schaden regeneriert. Sonst kann ich nur beten und auf den Herrgott hoffen, dass er es gnädig mit mir meint.
18.02.2014
Ich schreibe Max zurück. Neben Anderem:
Max, möchte Dir zuerst danken für Deine Zeilen, welche mir wirklich gutgetan haben. Da hast Du natürlich recht, dass es nichts bringt, wenn ich mit „dem da oben“ böse bin. Im Moment, als ich dies geschrieben habe, war ich ein wenig auf einem Tiefpunkt. Heute sehe ich dies auch wieder anders. Inzwischen habe ich mich mit „dem da oben“ wieder versöhnt. Vielleicht muss dies so sein. Vielleicht hat es einen Grund, den ich erst viel später erkennen werde.
Auch Dein Satz „Parkinson ist keine Krankheit, bei der man zum Tod verurteilt ist.“ hat mich wieder aufgeweckt. Es gibt ja viele berühmte Persönlichkeiten, welche diese Krankheit hatten oder haben. Zudem kann man auch ein Alter erreichen, wie ein gesunder Mensch. Ich habe inzwischen auch vieles Neue erfahren über diese Krankheit und sehe es nun etwas positiver.
Ich informiere mich wieder im Internet und möchte noch mehr wissen über Behandlungsmöglichkeiten von Parkinson.
19.02.2014
Heute habe ich einen Termin in der Neurologie in M. Der Arzt misst an beiden Beinen und am rechten Arm die Nervenströme. Anschließend meint er, dass meine Nerven etwas geschädigt seien und deshalb auch diese Taubheitsgefühle ausgelöst hätten, welche ich nun schon seit über fünf Jahren habe. Auf meine Frage, was ich gegen die Schmerzen an meiner linken Fußsohle machen könne, ging er gar nicht ein, sondern meinte nur, dass er meinem Hausarzt einen Bericht schreiben werde, indem er ihm mitteilen wird, einen Bluttest zu machen.
Ich spreche ihn noch einmal an wegen einer Herzkontrolle. Er meinte, dass er mir dies nur empfohlen hätte, weil mein linker Fuß so stark geschwollen war und weil ich bei seiner Untersuchung einen zu hohen Blutdruck hatte.
Was das Parkinson angeht nehme ich nun seit einer Woche Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100. Leider bekam ich davon Durchfall, Brechreiz und ein komisches Gefühl im Magen. Obwohl ich überzeugt bin, dass diese Beschwerden von diesem Medikament sind, glaubt der Neurologe nicht daran, sondern sagt, dass ich sehr wahrscheinlich einen Infekt im Magen-Darm-Bereich habe.
Was das Zittern angeht, kann ich bis jetzt keine wesentliche Besserung feststellen, obwohl der Neurologe meint, dass er das Gefühl habe, dass es wesentlich besser sei. Ich habe aber immer noch Magen-Darm-Probleme, Durchfall und saures Aufstoßen, Als ich auch erwähne, dass ich die letzten vier Nächte Einschlafprobleme hatte, meint der Arzt nur, dass dies wahrscheinlich wegen dem Vollmond gewesen sei, dabei hatte ich noch nie solche Probleme. Allgemein vermutet er, dass meine jetzigen Probleme mit der Zeit verschwinden werden. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nicht ganz ernst genommen werde. Er stellt mir dann ein neues Rezept für Sinemet CR 25/100 aus.
Obwohl es nun den Anschein macht, dass ich mich damit abfinden muss, dass ich wirklich Parkinson habe, möchte ich nicht mehr zu diesem Neurologen.
20.02.2014
Ich schreibe meinem Hausarzt ein weiteres E-Mail.
Lieber P.
Gestern war ich zwecks Messung der Nervenströme an meinen Beinen beim Neurologen in M. Er erklärte mir dann, dass bei mir diese Nerven etwas geschädigt seien und deshalb auch diese Taubheitsgefühle ausgelöst hätten, welche ich nun schon seit über 5 Jahren habe. Auf meine Frage, was ich gegen die Schmerzen an meiner linken Fußsohle machen könne, ging er gar nicht ein, sondern meinte nur, dass er Dir einen Bericht schreiben werde, in dem er Dir auch mitteilt, einen Bluttest zu machen.
Ich habe ihn noch einmal angesprochen wegen einer Herzkontrolle. Er meinte, dass er mir dies nur empfohlen hätte, weil mein linker Fuß so stark geschwollen war und weil ich bei seiner Untersuchung ein zu hoher Blutdruck und Puls gehabt hätte.
Was das Parkinson angeht nahm ich nun seit einer Woche Carbidopa/Levodopa Sandoz CR 25/100. Leider bekam ich davon Durchfall, Brechreiz und ein komisches Gefühl im Magen. Obwohl ich überzeugt bin, dass diese Beschwerden von diesem Medikament sind, glaubte der Neurologe nicht daran, sondern sagte, dass ich sehr wahrscheinlich einen Infekt im Magen-Darm-Bereich hätte.
Was das Zittern angeht, konnte ich bis jetzt keine wesentliche Besserung feststellen, obwohl der Arzt gemeint hat, dass er das Gefühl habe, dass es wesentlich besser sei. Ich habe aber immer noch Magen-Darm-Probleme, Durchfall und saures Aufstoßen, Als ich auch erwähnte, dass ich die letzten vier Nächte Einschlafprobleme hatte, meinte er nur, dass dies wahrscheinlich wegen dem Vollmond gewesen sei, dabei hatte ich noch nie solche Probleme. Allgemein meinte er, dass meine jetzigen Probleme mit der Zeit verschwinden werden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich nicht ganz ernst genommen werde. Er hat mir dann ein neues Rezept ausgestellt für Sinemet CR 25/100.
Heute war ich einen Verwandten besuchen. Zum Glück musste ich nicht fahren, denn ich hatte den ganzen Tag ein extremes Zittern im linken Bein und Arm. Beim Mittagessen hatte ich sogar mit der rechten Hand meine Mühe, das Besteck ruhig zu halten. Auch jetzt, während ich dies schreibe, hört mein linkes Bein nicht auf zu Zittern und das saure Aufstoßen plagt mich schon die letzten zwei Stunden.
Herzliche Grüße
Walter
24.02.2014
Mein Hausarzt ruft mich an und erklärt mir, dass er die Unterlagen von meinem Neurologen in M. bekommen hätte. Er bittet mich, dass ich am Mittwochmorgen um 7:45 Uhr nüchtern in die Praxis kommen solle, um den entsprechenden Bluttest zu machen. Im Weiteren erklärt er mir, dass er an einer Weiterbildung über Borreliose gewesen sei und er heute nicht mehr so überzeugt sei, dass ich an Parkinson leide, sondern, dass er eher dazu tendiere, dass meine Borreliosen diese Beschwerden hervorrufen. Er rät mir zu einem speziellen Bluttest, den er aber nach Deutschland einsenden müsse und der von der Krankenkasse nicht bezahlt werde, d. h. ich müsste die 160.00 Euro selbst bezahlen. Ich erkläre ihm, dass mir dies egal sei und ich diesen Test machen möchte. Mein Hausarzt gibt mir noch diverse Infos, auch dass das Unispital in Be. mit diesem Deutschen Institut zusammenarbeite, dass er aber die nächste Blutentnahme erst am 18.03.2014 um 11:30 Uhr machen könne.
29.02.2014
Ich habe einen Termin bei meinem Augenarzt. Er untersucht meine Augen. Obwohl es etwas besser ist, meint er, dass ich dieses Brennen nur wegbekomme, indem ich die Augen von Zeit zu Zeit befeuchte. Als ich ihm sage, dass ich die Diagnose Parkinson bekommen hätte, meint er, dass dies der Grund für meine trockenen Augen sei, da die Parkinsonmittel die Augen austrocknen. Er gibt mir Lacrycon und bittet mich, die anderen Mittel nun weg zu lassen. Wenn es wieder schlimmer werden sollte, solle ich mich wieder melden.
10.03.2014
Die Ordinationshilfe meines Hausarztes ruft mich an und erklärt mir, dass ich um 14:00 zu ihnen kommen könne. Eigentlich bin ich wegen meiner Erkältung hier. Da ich aber wieder verstärktes Zittern auf der linken Seite verspüre, erwähne ich dies. Zudem erkläre ich dem Arzt, dass, wenn ich das NeoCitran-Grippemittel einnehme, zusammen mit einem Erkältungstee, das Zittern für ca. zwei Stunden fast weg ist. Er schaut im Internet nach, findet aber keinen Zusammenhang. Ich erkläre ihm, dass ich immer noch ein wenig Kopf- und Halsweh hätte, dass es mir aber allgemein besser gehe. Außerdem habe ich einen trockenen Hals mit Kratzen. Ich bin immer müde und kraftlos. Die Assistentin nimmt mir Blut, welches soweit in Ordnung ist, außer, dass noch immer eine Entzündung vorhanden sein muss. Mein Arzt fragt mich, ob ich saures Aufstoßen hätte. Ich erkläre ihm, dass ich dies vor etwa 2 Wochen hatte. Der Doktor glaubt, dass dies mit dem Hustenreiz zusammenhängen könne und gibt mir Pariet 20 mg Filmtabletten (einen Protonenpumpenblocker), welche ich vor dem Schlafen nehmen soll. Ich solle ihn am Mittwoch oder spätestens am Freitag anrufen.
Ich erwähne wieder meine Fußsohlenschmerzen. Der Arzt geht wieder nicht darauf ein.
18.04.2014
Ich habe einen Termin bei einem TCM-Mediziner in O. Er befragt mich zuerst über meinen Gesundheitszustand. Meine Frau redet mit ihm in Chinesisch und erzählt ihm meine Leidensgeschichte mit meinen Knieschmerzen und meinem Parkinson. Der Arzt untersucht meinen Blutdruck und macht eine Puls- und Zungendiagnose.
Der Blutdruck ist mit 136/60 normal, während der Puls mit 90 etwas hoch ist. Anhand seiner Diagnosen meint er, dass meine Milz etwas geschwächt sei. Bei den Knieschmerzen vermutet er, dass meine Kniegelenke entzündet seien. Was das Parkinson angeht, könne er diese nur so beeinflussen, dass der Vorgang verlangsamt werde und dass man das Zittern reduzieren oder ganz wegbringen könne.
Der Arzt hat das Gefühl, dass bei mir die Energien nicht richtig fließen, weshalb ich mich auf den Bauch legen muss und er seine Behandlung mit einer Tuina-Massage beginnt, welche die Energie wieder zum Fließen bringen soll. Zuerst wird dabei für etwa 10 Minuten der Nacken massiert. Anschließend geht es langsam nach unten bis zu den Füßen. Nachdem ich mich auf den Rücken gedreht habe, steckt er mir Akupunktur-Nadeln in den Kopf, den Bauch, die Handgelenke, die Knie und bei den Fußgelenken. Gleichzeitig wird der Bauch mit einer Mineralien-Wärmetherapielampe bestrahlt und bei meinen Knien mit Schröpfen die Durchblutung und der Abtransport von Stoffwechselprodukten verbessert.
Nachdem ich mit leichten Knie- und Nackenschmerzen in die Praxis gegangen bin, gehe ich schmerzfrei wieder hinaus.
23.04.2014
Ich habe einen weiteren Termin bei dem TCM-Arzt. Er macht wieder zuerst eine Puls- und Zungendiagnose. Ich erkläre ihm, dass ich im Moment drei Probleme hätte. Neben Parkinson sind dies die Gelenkschmerzen in den Knien und dem rechten Handgelenk, sowie die Blasenprobleme. Anschließend muss ich mich auf den Rücken legen.
Der Arzt steckt mir Akupunktur-Nadeln in den Kopf, den Bauch, die Handgelenke, die Knie und bei den Fußgelenken. Gleichzeitig wird der Bauch mit einer Mineralien-Wärmetherapielampe bestrahlt. Anschließend macht der Arzt TuiNa-Massage an meinen beiden Kniegelenken, dem rechten Handgelenk und dem Kopf. Beim Hinausgehen schmerzen mich die Knie, was sich später aber legt.
26.04.2014
Ich habe wieder einen Termin bei dem TCM-Mediziner. Er macht zuerst die Puls- und Zungendiagnose. Ich erkläre ihm, dass ich letztes Mal auf dem Weg zum Bahnhof Probleme mit beiden Knien gehabt hätte. Anschließend muss ich mich auf den Rücken legen. Er steckt mir Akupunktur-Nadeln in den Kopf, den Bauch, am linken Handgelenk, den Knien und bei den Fußgelenken. Gleichzeitig wird der Bauch mit einer Mineralien-Wärmetherapielampe bestrahlt. Anschließend macht er eine Tuina-Massage an meinen beiden Kniegelenken, dem linken Handgelenk und dem Kopf.
Zwischen dem 30.04.2014 und dem 09.08.2014
Ich habe weitere Termine bei dem TCM-Arzt. Leider bringen die Behandlungen mit Akupunktur und Tuina-Massagen nicht den Erfolg, welchen ich mir gewünscht habe.
Zwischen dem 30.04.2014 und dem 19.12.2016
In dieser Zeit bin ich wegen einer kompletten Zahnsanierung bei sechs verschiedenen Zahnärzten
Nebenbei wird mir in der Kieferhöhle eine Zyste entfernt.
04.06.2014
Mein Patenkind sendet mir ein E-Mail mit einem Artikel, dass indische Forscher herausgefunden haben, dass Bockshornklee zusammen mit den Parkinsonmitteln zu einer Verzögerung der Krankheit führen könne.
05.06.2014
Ich schreibe ihr ein E-Mail:
Liebe Brigitte
Besten Dank für Dein E-Mail über die Behandlung von Parkinson mit Bockhornklee. Es scheint recht interessant zu sein. Es ist ein weiterer Strohhalm. Obwohl ich nicht glaube, dass dieser Neurologe, zu dem ich gehe, daran glauben wird, werde ich ihm diesen Artikel zu lesen geben. Mein Hausarzt ist da wahrscheinlich empfänglicher.
Es ist aber schön, Menschen wie Dich zu kennen, der Anteil nehmen am Schicksal von anderen. Nochmals vielen Dank.
[Ich schreibe ihr noch über die Umweltzahnmedizin usw.]
– Du siehst Brigitte, mir wird nicht langweilig, obwohl ich mir meine Pension etwas anders vorgestellt habe. Ich möchte Dich nun aber nicht noch mehr mit meinen medizinischen Problemen langweilen. Nun stehen also der Metallunverträglichkeitstest und am nächsten Mittwoch die Kieferhöhlenoperation an, um diese Zyste herauszuholen.
Alles Gute und Liebe
Dein Götti
05.07.2014
Am Abend stelle ich fest, dass, wenn ich normal sitze, dann mein linkes Bein vom Fuß an aufwärts bis zum Knie ziemlich stark zittert, während meine rechte Seite, mein linker Arm und die linke Hand ruhig sind.
Wenn ich dann die Beine hochlagere, zittern mein linker Arm und meine linke Hand ziemlich stark, während meine rechte Seite, mein linkes Bein ruhig sind.
05.08.2014
Ich habe einen Termin beim Neurologen in M. Er möchte zuerst sehen, wie ich gehe. Anschließend muss ich meine Handflächen austrecken und schnell drehen. Dann muss ich zuerst mit offenen und dann mit geschlossenen Augen mit dem Zeigfinger zur Nasenspitze, und zwar mit der linken und dann mit dem rechten Zeigfinger. Ich erkläre ihm, dass, wenn ich sitze, mein linkes Bein zittert, während der linke Arm ruhig ist. Wenn ich die Beine hochlagere, sind diese ruhig, aber dafür zittert mein linker Arm bis zur Hand. Er geht aber nicht richtig darauf ein, sondern lächelt nur.
Ich spreche ihn dann noch auf Max’ Probleme an und dass man bei ihm zuerst auch Parkinson und später auf Tremor getippt hätte. Er meint aber, dass es bei mir klare Anzeichen von Parkinson gebe. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir der Neurologe nicht richtig zuhört, denn er geht nicht auf meine Anliegen ein. Er möchte mich in einem halben Jahr wiedersehen. Er empfiehlt mir, die Tabletten auf vier und nach einer Woche auf fünf zu steigern. Als ich ihn darauf anspreche, dass ich das Arztmodell hätte, meint er nur, dass ich von meinem Hausarzt eine Überweisung brauche und mich dann wieder melden solle. Wenn man in der Schweiz das Arztmodell gewählt hat, muss man zuerst zum Hausarzt, welcher dann einem bei Bedarf an einen Spezialisten überweist.
06.10.2014
Ich bin eigentlich wegen meinen Knieschmerzen beim Hausarzt. Er möchte aber wissen, wie es mir mit meinem Zittern oder dem Nervenflattern geht. Ich erzähle ihm, dass es meistens mit Nervenflattern anfängt und anschließend ins Zittern übergeht. Als er mich fragt, wie es mit den Alpha-Lipogamma gehe, erkläre ich ihm, dass ich eher das Gefühl hätte, dass mein Zittern stärker sei. Er meint, dass ich das Medikament absetzen und den Rest in die Praxis bringen solle. Die Frau meines Hausarztes, ebenfalls Ärztin, kommt noch kurz herein. Sie möchte wissen, wie es mir ergangen sei mit meiner Zyste in der Kieferhöhle. Als ich ihr schildere, dass diese zu 3/4 der Kieferhöhle ausgefüllt und der behandelnde Arzt mehr als ein Schnapsglas grüngelbe eitrige Flüssigkeit herausgeholt hätte, ist sie erstaunt. Mein Hausarzt schildert ihr kurz meine jetzigen Probleme mit Parkinson. Sie empfiehlt SAM-e 200-Kapseln. Als ich ihr erklärte, dass ich diese schon einmal hatte und darauf Durchfall, Einschlafstörungen und Brechreiz bekam, meint sie, dass dies aber darauf hindeute, dass ich noch diverse Entzündungen in mir haben müsste. Da sich mein Hausarzt und seine Frau nicht ganz einig sind, welches Mittel sie mir nun geben sollen, einigen sie sich darauf, dass man bei mir zuerst ein 24-Stunden-EKG machen sollte. Die Assistentin klebt mir fünf Elektroden auf den Brustkorb. Die Kabel werden mit einem miniaturisierten Aufzeichnungsgerät verbunden – in der Größe einem Walkman ähnlich –, welches bequem unter der Kleidung getragen werden kann. Zusätzlich bekomme ich eine Protokollliste, welche ich noch ausfüllen muss. Die Knieschmerzen rechts behandelt er leider nur kurz mit Laser.
Vom 19.10.2014 bis 25.10.2014 sind wir in Taiwan
Obwohl ich meistens die Tabletten vergesse, habe ich weniger Probleme als zu Hause. Vor allem das Zittern ist wesentlich weniger.
Vom 25.10.2014 bis 08.11.2014 sind wir in Hongkong
Auch hier nehme ich meistens nur die Tabletten am Morgen und Abend und diejenigen untertags vergesse ich. Trotzdem leide ich weniger unter dem Bein- und Armzittern links als zu Hause.
Wir gehen zu einem chinesischen Arzt. Er hört sich zuerst die Beschreibungen meiner Frau an. Anschließend macht er eine Puls- und Zungendiagnose. Dabei stellt er fest, dass ich eine schwache Leber, Niere und Milz hätte. Ich bekomme ein Rezept für chinesische Medizin, welche wir später in einem Labor holen müssen.
Gewissheit
12.11.2014
Ich bin wieder bei meinem Neurologen in L. Er begrüßt mich sehr freundlich. Wir diskutieren über meinen bisherigen Parkinsonverlauf. Ich erzähle ihm auch meine bisherigen Erfahrungen und auch von verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten wie Bockshornklee, Kokosöl, Bulgarisches Jogurt oder den Forschungsergebnissen von den Forschern am Max-Planck-Institut. Er schaut auch im Internet nach und findet Einiges von dem, was ich ihm erzählt habe. Er hört mir zu und gibt mir das Gefühl, dass er mich ernst nimmt – nicht wie der Neurologe in M.
Später macht der Arzt diverse Tests. Finger spreizen, nach hinten fallen, hin und hergehen usw. Dabei komme ich auf 7 Punkte. Vor ca. einem Jahr hatte ich 9 Punkte, also habe ich eine Verbesserung. Was die Sinemet-Tabletten angeht, rät er mir einfach, so viel zu nehmen, wie nötig sind. Ich müsse selbst herausfinden, wieviel ich brauchen würde. Allerdings könne man das Zittern dabei nicht wegbringen. Auf meine Frage zum Unterschied von Alterszittern und Parkinson erklärt er mir, dass man dies durch ein kompliziertes Verfahren feststellen könne. Allerdings sei dies sehr kompliziert, teuer und werde von den Krankenkassen nicht bezahlt. Es werde nur dann angewandt, wenn man nicht klar sagen könne, ob es wirklich Parkinson sei. Bei mir sei es aber eindeutig Parkinson, allerdings hätte ich insofern Glück gehabt, dass ich eine langsam verlaufende Form von Parkinson hätte. Als ich ihn frage, ob diese Untersuchung DATSCAN sei, bejaht er und meint, dass er merke, dass ich mich informiert hätte.
Aufgrund einer Behandlung von seinem Vorgänger, als es um mein Gehirn ging, vermutet er, dass ich eine leichte Streifung gehabt hätte. Er rät mir, zusätzlich Aspirin zu nehmen. Wenn nichts dazwischenkomme, würden wir uns in einem Jahr wiedersehen.
Ich bin froh, dass ich mich für den Neurologen in L. entschieden habe und gegen jenen in M.
26.01.2015
Ich bin wegen meinem Zittern und meinen Knieproblemen beim Hausarzt. Was den Serotoninspiegel angeht, sagt er, dass dieser eher zu tief sei. Als ich ihn darauf anspreche, dass vielleicht die Medikamente nicht richtig aufeinander abgestimmt seien oder sich gegenseitig beeinflussen, lacht er nur und sagt nichts. Auch auf meine Fußprobleme geht er nicht ein. Er meint, dass ich es noch einmal mit Griffonia probieren solle. Zudem empfiehlt er mir eine Neurologische Physiotherapie. Er gibt mir eine Überweisung für eine Physiotherapeutische Praxis in S. Anschließend behandelt er meinen rechten Oberschenkel mit Laser, nachdem er einige schmerzhafte Punkte gefunden hate.
13.02.2015
Meine Frau und ich fahren nach L. Solange ich fahre, verspüre ich kein Zittern. Sobald ich mich aber hinsetze oder stehe, kommt das Zittern auf der linken Seite zurück. Am Abend, beim Nachtmahl im Restaurant, habe ich für etwa fünf Minuten eine richtige Zitterattacke. In der Ferienwohnung will ich noch im Buch „Der Healing Code“ etwas lesen. Ich habe aber richtig Mühe, denn meine beiden Hände zittern recht stark. Nach ca. zehn Minuten kann ich nicht mehr. Dies ist das erste Mal, dass ich nicht einmal etwas in Ruhe lesen kann. Ich fühle mich so hilflos und bin enttäuscht.
23.02.2015
Am Morgen versuche ich wie schon oft in den vergangenen Wochen mich mit autogenem Training in Ruhe und Schwere zu versetzen. Nachdem ich vor Jahren einmal einen Kurs besucht und es damals auch recht gut hinbekommen habe, ist mir dies nicht mehr gelungen. Heute war es aber wieder recht gut.
Ich lese intensiv im „Healing Code Buch“ und schaue mir im Internet diverse Beiträge über Glaubenssätze an.
Eine Therapeutin aus der Physiotherapie-Praxis in S. ruft mich wegen des Termins an. Ich kann am Freitag den 27.02.2015 um 10:00 Uhr zu ihr gehen.
27.02.2015
Die Physiotherapeutin erledigt zuerst das Administrative. Dann fragt sie mich über meine Beschwerden aus und macht sich dazu ihre Notizen. Es folgen diverse Übungen:
Physiotherapeutische Übungen Teil 1
Im Raum hin und zurück Laufen
Stehen, gerade mit offenen Augen
Stehen, mit offenen Augen auf dem rechten Bein (wenn möglich 30 Sekunden)
Stehen, mit offenen Augen auf dem linken Bein (wenn möglich 30 Sekunden)
Stehen, mit geschlossenen Augen auf dem rechten Bein (wenn möglich 30 Sekunden)
Stehen mit geschlossenen Augen auf dem linken Bein (wenn möglich 30 Sekunden)
Versuchen, auf den Zehenspitzen zu stehen (wenn möglich 30 Sekunden)
Versuchen, auf den Fersen zu stehen (wenn möglich 30 Sekunden)
Gehen, zuerst mit offenen und dann mit geschlossenen Augen auf den Zehenspitzen
Gehen, zuerst mit offenen und dann mit geschlossenen Augen auf den Fersen
Mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorne machen Die Augen schließen.
Mit dem linken Bein einen Schritt nach vorne machen Die Augen schließen
Einen kleinen Ball mit beiden Händen und gestreckten Armen über den Kopf so weit als möglich nach hinten und wieder nach vorne führen
Einen kleinen Ball mit beiden Händen und gestreckten Armen so weit als möglich in der Waagrechten nach links und dann nach rechts drehen
An der Wand stehen und die gestreckten Arme so weit als möglich nach oben heben und wieder zurück
Stehen in die Mitte des Raums. Den Ball mit der rechten Hand hinter den Rücken führen und ihn an die linke Hand übergeben Den Ball nach vorne führen und ihn wieder an die rechte Hand übergeben, usw. Anschließend die gleiche Übung, aber in die andere Richtung
Diverses auf dem Bett
Ich ziehe meine Hosen aus und lege mich aufs Bett. Die Physiotherapeutin massiert kurz meinen inneren Oberschenkel und kommt dabei, wie auch mein Hausarzt, auf schmerzhafte Punkte. Sie macht ein Tape über mein rechtes Knie.
Was das Zittern auf meiner linken Seite angeht, meint sie, dass ich mich noch einmal beim Neurologen melden solle. Was meine Blase angeht, meint sie, dass mir wahrscheinlich ein Beckenbodentraining guttun würde. Sie bittet mich, die Übungen von zu Hause einmal mit zu bringen. Sie fragt mich auch, was das für ein Massagegerät sei, mit welchem ich die inneren Oberschenkel massiere.
04.03.2015
Ich gehe in die Neurologie in L. Mein Arzt sieht auch, dass mein linker Arm zittert und befragt mich über meinen generellen Gesundheitszustand. Ich erkläre ihm, dass mich im Moment mein Zittern am meisten störe. Sonst habe ich vor allem mit den Füßen, der linken Vene, dem rechten Knie, der Blase und dem Magen-Darm so meine Probleme. Er meint, dass er wegen meinem Zittern das Medikament Akineton empfehle. Der nächste Termin ist am 27.05.2015 um 10:00 Uhr.
Im Wartezimmer finde ich eine Broschüre von der Abteilung für klinische Neurophysiologie vom Universitätsspital B., in dem sie für eine Studie Patienten suchen, welche unter Parkinson leiden. Bei dieser Studie geht es darum, in einem Psychosozialem Gruppentraining auftretende Stresssituationen besser bewältigen zu können.
Gegen Abend bin ich bei meinem Hausarzt. Seine Frau erklärt mir, dass sie und ihr Mann über mich diskutiert und den Eindruck bekommen hätten, dass ich mit ihnen nicht zufrieden sei. Laut ihren Äußerungen hätte sie ihrem Mann den Vorschlag gemacht, dass sie sich einmal um mich kümmern möchte, da die Probleme besser in ihr Gebiet passten als zu ihrem Mann.
Sie erklärt mir dann, dass ich zu viele rote Blutkörperchen in meinem Blut hätte, was das Blut dicker mache und somit mein Risiko für Thrombose, Herz-, Lungen-, oder Nierenprobleme erhöht sei.
Sie informiert mich dann auch über gewisse Zusammenhänge von Nahrungsmitteln, meiner Zahnsituation, den Metallen und den Borrelien in meinem Körper und was sie auslösen können.
Ich erzähle ihr von den Forschern der TU Dresden, deren Idee darauf beruht, dass der Mensch zwei Gehirne haben soll, eines im Magen-Darmbereich und eines im Kopf. Das Magen-Darm-Gehirn gebe nun dem Kopfhirn den Befehl, Dopamin zu produzieren. Wenn der Weg dorthin aber blockiert oder unterbrochen ist, sei dies nicht möglich. Zu meiner Überraschung meint sie dann, dass sie sich dies gut vorstellen könne.
Um den momentanen Blutwert zu ermitteln, nimmt die MPA mein Blut. Es scheint, dass der Aderlass den Blutwert etwas verbessert hat. Meine Ärztin empfiehlt, dass man später vielleicht noch einmal einen Aderlass machen sollte.
Als sie auf meine Zähne zu sprechen kommt, meint sie, dass ich, wenn ich Implantate einsetzen lassen möchte, darauf achten solle, dass sie Keramikimplantate und nicht Metallimplantate verwenden. Zudem meint sie, dass sie den Goldzahn auch entfernen würde.
Wir reden dann noch über die Ursachen von Stress, der eigentlich verantwortlich ist für gesundheitliche Probleme. Als ich auf das Thema Glaubenssätze zu sprechen komme, zeigt mir die Ärztin, dass sie von dieser Art Heilung nicht viel hält.
Sie kommt dann noch einmal auf meine Unzufriedenheit zu sprechen und zeigt sogar Verständnis dafür.
Sie macht den Vorschlag, dass man, bevor man die Borrelien behandelt, als erstes die toxischen Metalle und Mineralstoffe im Blut bestimmen und behandeln sollte. Nachdem sie zuerst vorschlägt, ich solle es mir noch einmal überlegen, denn die Kosten von 600,00 CHF würden nicht von der Krankenkasse übernommen, da sie das Blut nach Berlin senden müssten, erkläre ich, dass ich nicht mehr überlegen müsse, sondern, dass wir dies nun machen. Sie füllt ein Formular für dieses Labor in Berlin aus, wobei der Termin für die Blutentnahme erst später ist.
06.03.2015
Ich bin wieder in der Physiotherapeutischen Praxis in S. Zuerst übergebe ich der Therapeutin meine Unterlagen (Kopien von meinen Turnübungen und vom Massagegerät).
Sie fragt mich, wie es die vergangene Woche gegangen sei. Dann folgen wieder diverse Übungen.
Physiotherapeutische Übungen, Teil 2
im Raum hin und zurück laufen (Vorwärts normal, zurück rückwärtslaufen)
Gerade stehen,
mit dem linken Bein einen Schritt nach vorne machen.
Die Arme seitlich ausstrecken,
nun mit beiden Beinen in die Knie gehen
(nicht mit dem Knie über die Zehenspitze hinaus und nur so weit, dass es keine Schmerzen macht)
Gerade stehen,
mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorne machen
die Arme seitlich ausstrecken,
nun mit beiden Beinen in die Knie gehen.
(nicht mit dem Knie über die Zehenspitze hinaus und nur so weit, dass es keine Schmerzen macht)
die gleiche Übung wie vorher, aber dabei einen Ball waagrecht nach vorne halten
den Ball mit gestreckten Armen nach oben halten,
nach rechts und wieder zurückdrehen,
ach links und wieder zurück drehen
gerade stehen
in jede Hand eine Flasche nehmen, welche mit Sand gefüllt ist
vorsichtig in die Knie gehen (nicht übertreiben),
wieder in die Ausgangsstellung
einen Schritt von der Wand weg stehen
Arme nach vorne strecken und die Handflächen auf die Wand lege
nun die Körperöffnungen (Harnröhre und After) schließen und sich vorstellen, dass man sie in sich hineinzieht
nun die Beckenbodenmuskulatur in den Körper hineinziehen und dann die beiden Sitzbeinhöcker zur Mitte hin zusammen ziehen
Die Bauchmuskeln sind dabei auch nach innen gezogen und stehen unter Spannung.
mit dem Oberkörper zur Wand gehen, wie wenn man Liegestütz an der Wand machen würde
diese Stellung einen Moment halten
wieder in die Ausgangsstellung
auf den Bettrand sitzen, die Füße sind vorne auf dem Boden.
nun einen Ball unter den rechten Fuß legen und hin- und herrollen
Wenn man einen Schmerzpunkt spürt, einen kurzen Moment darauf drücken, bis der Schmerz weg ist.
nun die gleiche Übung mit dem linken Fuß
mit gespreizten Beinen in der Mitte des Raums stehen
den Ball mit der rechten Hand unter den Beinen durchführen und ihn an die linke Hand übergeben.
eine 8 beschreiben und ihn wieder an die rechte Hand übergeben usw.
anschließend die gleiche Übung, aber in die andere Richtung
wieder gerade stehen
mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorne machen
nun mit beiden Beinen in die Knie gehen
(mit dem Knie nicht über die Zehenspitze hinaus gehen und nur so weit, dass es keine Schmerzen macht)
während der Übung Rechenaufgaben lösen(z. B. 30 minus 3 = 27 minus 3 = 24 minus 3 = 21 usw.)
nun die Übung auf die andere Seite
Anschließend gibt mir die Therapeutin ein Büchlein mit Bewegungsübungen für Parkinsonpatienten. Sie macht ein neues Tape über mein rechtes Knie.
Ich rufe in der Abteilung für klinische Neurophysiologie vom Universitätsspital B. wegen dem Gruppentraining zur Stressreduktion an. Man wird mir Unterlagen senden.
07.03.2015
Ich bekomme die Unterlagen vom Universitätsspital B., welche ich durchlese. Es wird darin der Ablauf der Studie beschrieben.
10.03.2015
Eine Mitarbeiterin von der Abteilung für klinische Neurophysiologie vom Universitätsspital B. ruft mich an wegen der Teilnahme an der Parkinsonstudie. Da ich interessiert bin, gibt sie mir drei Termine, nämlich am 12.03.2015 um 15:30 Uhr, am 17.03.2015 um 12:00 Uhr und am 19.03.2015 um 15:30 Uhr.
11.03.2015
Die Mitarbeiterin von der Abteilung für klinische Neurophysiologie vom Universitätsspital B. ruft mich erneut an. Sie arbeitet als Psychologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Sie möchte wissen, bei welchem Neurologen ich sei und ob ich Unterlagen von ihm hätte. Sie wird diese bei meinem Neurologen in L. anfordern.
12.03.2015
Ich gehe zur klinischen Neurophysiologie des Universitätsspitals B. Eine junge Praktikantin empfängt mich. Wir gehen in den 4. Stock. Ich übergebe ihr meine Medikamentenliste. Sie stellt mir diverse Fragen. Später kommt noch eine andere Ärztin dazu, um die Einwilligungserklärungen zu unterschreiben. Kurz darauf kommt eine der Ärztinnen, welche die Studie überwacht. Auch sie stellt gewisse Fragen. Sie meint auch, wie mein Neurologe in L., dass ich zum Glück die langsame Form von Parkinson hätte.
Anschließend macht die Praktikantin mit mir diverse Tests und stellt diverse Fragen über meine Gesundheit.
Eigentlich sind es ähnliche Tests wie bei den beiden Neurologen in L. und in M., nur sind sie hier umfangreicher.
Am Schluss gibt mir die Praktikantin einen iPad mit verschiedenen Fragen, welche ich zu Hause beantworten kann. Den Termin vom 19.03.2015 ist neu nicht um 15:30 Uhr, sondern schon um 14:00 Uhr.
13.03.2015
Ich bekomme die Trainingsdaten von der klinischen Neurophysiologie vom Universitätsspital B. 16.03.2015, 23.03.2015, 13.04.2015, 20.04.2015, 27.04.2015, 04.05.2015, 11.05.2015, 11.05.2015, 18.05.2015 und 01.06.2015. Jeweils von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr.
Ich gehe noch zur Neurophysio in S. Zuerst gebe ich der Physiotherapeutin das Büchlein mit Bewegungsübungen für Parkinsonpatienten zurück. Sie gibt mir dafür die neuere Version. Ich erzähle ihr dann über die Schmerzprobleme, welche ich mit meinem rechten Knie hatte. Sie massiert mein rechtes Knie und macht gewisse Bewegungsübungen. (Siehe unter Parkinson-Therapie)
Physiotherapeutische Behandlung
Ich muss mich auf das Bett legen.
Die Therapeutin massiert nun dieses Knie und den Oberschenkel, wobei sie diverse Schmerzpunkte ausfindig macht.
Sie biegt mein Bein im Kniegelenk langsam hin und her.
Sie bittet mich, das Bein langsam zu strecken und wieder langsam im Knie zu biegen.
Anschließend muss ich mich auf den Bettrand setzen.
Nun muss ich das Bein langsam strecken und wieder langsam zurück.
Nun strecke ich das Bein wieder und drehe den Fuß um die Ferse auf und ab.
Psychosoziales Training & Neurophysio
16.03.2015
Ich gehe an die erste Parkinsonstudiensitzung mit anderen Parkinsonpatienten ins Universitätsspital B.
Selbstbeobachtung
Eine Psychologin, eine Ärztin und ein Psychologiestudent begrüßen uns. Wir wechseln in das Nachbargebäude, wo wir von einer weiteren Ärztin empfangen werden.
Zuerst bekommen wir ein Inhaltsverzeichnis über die kommenden Sitzungen, ein Patientensitzungsbogen und zwei Fragebogen, welche wir zu Hause ausfüllen sollen.
Bevor es los geht, gibt es eine Vorstellungsrunde. Während die Psychologin ihre Arbeit beginnt, verlässt uns die zusätzliche Ärztin. Anschließend führt uns die Psychologin durch die Sitzung.
Zuerst machen wir mit geschlossenen Augen eine Entspannungsübung. Leider bekomme ich dies nicht so leicht hin wie damals, als ich noch autogenes Training, oder Sophrologie machte. Nun muss jeder beschreiben, was er gefühlt hat oder welche Gedanken aufgekommen sind. Nach diversen anderen Übungen übernimmt die Ärztin. Sie erklärt uns den Speicheltest, welchen wir zu Hause durchführen sollen.
Zwischendurch machen wir eine kurze Pause in welcher uns die Psychologin mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.
17.03.2015
Ich melde mich wieder bei der Anmeldung EEG im ersten Stock des Universitätsspitals in B. Die Ärztin, die uns gestern begrüßt hatte, und ein Assistent sind anwesend begrüßen mich. Wir gehen in einen anderen Raum im vierten Stock. Während der Assistent diverse Tests am Computer und anschließend am Tisch macht, schaut die Ärztin dem Ganzen zu und macht sich ihre Notizen.
Bei der ersten Übung muss ich mir Zahlen merken, z. B. wenn zwei Zahlen kommen, muss ich mir immer die vorletzte merken. Wenn dann eine dieser Zahlen erscheint, muss ich auf den Knopf drücken.
z. B. wenn die Zahlen 10 und 15 erscheinen, muss ich mir die 10 merken. Dann kommen die nächsten Zahlen, z. B. 20 und 16, dann muss ich mir die 20 merken. Wenn bei den nächsten Zahlen z. B. 20 und 9 kommen, muss ich die Taste drücken und gleichzeitig die Zahl 20 merken. usw.
Bei der nächsten Übung muss ich immer, wenn eine gerade Zahl kommt, den Knopf drücken.
Am Tisch legt mir der Assistent eine komplizierte Skizze vor, welche ich nachzeichnen muss. Anschließend nimmt er die Skizze weg und ich muss sie aus dem Gedächtnis heraus noch einmal aufzeichnen.
Dann gibt es verschiedene Tests mit farbigen Klötzchen, wobei ich diese nach Vorlage richtig zusammenstellen muss. Nach diversen Fragen musste ich noch einige Gedächtnisübungen machen.
19.03.2015
Ich melde mich wieder im ersten Stock bei der Anmeldung EEG. Die junge Praktikantin empfängt mich. In einem Nebenraum legt mir eine Schwester eine Kappe mit 256 Elektroden über den Kopf. Die Elektroenzephalographie (EEG) zeichnet die Hirnströme an der Kopfoberfläche auf. Sie hilft bei der Diagnose von Anfallsleiden (Epilepsie) und vielen anderen Hirnfunktionsstörungen.
Die erste Übung besteht darin, dass ich auf ein Zeichen meine Augen schließen und wieder öffnen muss. Anschließend muss ich ¼ Stunde die Augen schließen. Am Schluss wird die erste Übung wiederholt.
Bevor ich von der Praktikantin abgeholt werde, wird mir noch Blut entnommen.
Die Praktikantin und ich gehen dann in den vierten Stock, wo ich weitere Übungen machen muss. Eine Übung besteht darin, dass ich auf einem Bord mit Löchern und einer vertieften, schmalen Nut mit einem Stift entlangfahren muss und dabei möglichst die Seitenwände oder den Nutboden nicht berühren soll. Dann heißt es, kleine Stifte in die kleinen Löcher stecken. Die nächste Übung besteht darin, mit dem Stift runde Flächen, welche in einer Reihe sind, so schnell als möglich zu berühren. Dann muss ich mit dem Stift auf einer quadratischen Fläche so schnell als möglich trommeln.
All diese Übungen muss ich zuerst mit der rechten Hand, dann mit der linken und anschließend mit beiden Händen machen.
Es folgten dann diverse andere Tests, z. B. muss ich mir eine Wortreihe merken, welche die Praktikantin mir vorsagt. Eine andere Übung besteht darin, dass sie mir ein Blatt zeigt mit diversen Figuren, welche ich nachher aus dem Gedächtnis heraus aufzeichnen muss. Auch verschiedene Fragen muss ich beantworten, z. B. wenn sie mir zwei Worte sagt, z. B. Tiger und Kuh, dann muss die Antwort „Tier“ sein. Oder ich muss die fünf Kontinente aufsagen, das heutige Datum, die aktuelle Jahreszeit usw.
Anschließend muss ich am Computer diverse Aufgaben lösen, z. B. auf drei Säulen sind farbige Kugeln, welche ich nun anhand der Vorgabe richtig einordnen muss, wobei der Schwierigkeitsgrad immer höher wird.
Am Schluss stellte mir die Praktikantin noch diverse Fragen, z. B. ob ich Drogen nehmen, ob ich rauchen oder ob ich Alkohol trinken würde und wie viel. usw. Zu Hause fülle ich noch die diversen Fragebögen aus.
20.03.2015
Heute bin ich wieder in der Physiotherapeutischen Praxis in S. Zuerst gebe ich der Physiotherapeutin das Büchlein „Bewegungsübungen für Parkinsonpatienten“ zurück. Ich erzähle ihr dann über die Schmerzprobleme, welche ich mit meinem rechten Knie hatte. Sie wird auch meinen Hausarzt anrufen.
Neurophysiologische Behandlung
Ich muss mich auf das Bett legen.
Die Therapeutin massiert nun das eine Knie und den Oberschenkel außen und innen, wobei sie diverse Schmerzpunkte ausfindig macht.
Anschließend massiert sie das andere Knie und die Unterschenkel außen und innen.
Sie biegt mein Bein im Kniegelenk langsam hin und her.
Sie bittet mich, das Bein langsam zu strecken und wieder langsam im Knie zu biegen.
Nun muss ich das Bein langsam strecken und wieder langsam zurück, wobei sie immer etwas Gegendruck gibt.
Sie macht den Vorschlag, dass sie versuchen wolle, zuerst mein Knie wieder in Ordnung zu bringen. Ich erkläre ihr, dass mir dies recht sei, denn ich kann später immer noch eine weitere Verordnung beim Hausarzt verlangen.
22.03.2015
Ich mache den Speicheltest. Dazu muss ich heute zwischen 6:00 und 8:00 Uhr, zwischen 12:00 und 14:00 Uhr, zwischen 16.00 und 18:00 Uhr und zwischen 20.00 und 22.00 Uhr aus einem Röhrchen eine Watterolle nehmen und sie zwei Minuten im Mund behalten und mit möglichst viel Speichel durchtränken. Anschließend muss ich die Watterolle wieder in das Röhrchen zurücktun und gut verschossen im Kühlschrank aufbewahren.
Am Nachmittag suche ich im Internet diverse Seiten auf über Parkinson, Entspannungs- und andere Übungen.
Ich schreibe Klaus, einem Freund in Huston, welcher ebenfalls unter Parkinson leidet.
23.03.2015
Zuerst muss ich zwischen 06:00 und 08:00 Uhr noch den letzten Speicheltest durchführen und alles auf dem Formular dokumentieren.
Stressbewältigung
Am Nachmittag gehe ich in die Sitzung mit anderen Parkinsonpatienten. Die Psychologin, die Ärztin und der Student begrüßen uns. Heute sind nur fünf Patienten hier.
Die Ärztin verteilt zuerst Ostergeschenke, Lübecker Edel-Marzipan und ein Büchlein „Nur Mut“ in dem es um Soforthilfen bei Herzklopfen, Angst, Panik usw. geht. Bevor sie sich verabschiedet, sammelt sie noch die Speicheltests ein.
Anschließend muss jeder Teilnehmer von seinen Erfahrungen in der vergangenen Woche erzählen. Im Anschluss gibt die Psychologin jedem ein Puzzle, für welches wir sieben Minuten Zeit haben es zu lösen, was aber keiner schafft.
Nun werden wir aufgefordert, uns Gedanken zu machen, was Stress erzeugen kann. Dann müssen wir uns Gedanken machen, wie man Stress begegnen kann. Der Student notiert alles auf einem Flipchart und gibt dann jedem eine Kopie. Zwischendurch wird wieder eine Pause mit Kaffee und Kuchen gemacht. Als Aufgabe bekommen wir den Auftrag, die Situation an einer Kasse wahr zu nehmen.
27.03.2015
Ich gehe Neurophysiologin in S. und erzähle ihr von den Schmerzproblemen, welche ich mit meinem rechten Knie hatte. Bis am Mittwoch hatte ich keine Probleme. Während dem Velo fahren in der Fitness und als ich nach Hause lief, hatte ich wieder diese Schmerzattacken. Sie massiert mein rechtes Knie und macht gewisse Bewegungsübungen.
Neurophysiologische Behandlung
Ich muss mich auf das Bett legen.
Die Therapeutin massiert nun dieses Knie und den Oberschenkel außen und innen, wobei sie diverse Schmerzpunkte ausfindig macht.
Sie biegt mein Bein im Kniegelenk langsam hin und her.
Sie bittet mich das Bein langsam zu strecken und wieder langsam im Knie zu biegen.
Nun muss ich das Bein langsam strecken und wieder langsam zurück, wobei Frau Bl.sie immer etwas Gegendruck gibt.
02.04.2015
Ich gehe zu meinem Hausarzt. Er möchte wissen, wie es mir geht. Nachdem ich letzte Woche sehr oft leichte Schmerzen in der Nierengegend hatte, geht es mir seit gestern Mittag eigentlich nicht so schlecht, außer das rechte Knie schmerzt wieder mehr. Er behandelt meine Oberschenkel innen und außenaußen mit Laser, dabei findet er einige schmerzhafte Triggerpunkte.
Ich erzähle ihm noch, dass ich beim Neurologen u L. gewesen bin und er mir Akineton verschrieben hat gegen mein Zittern. Zudem erzähle ich ihm noch von meiner Teilnahme an dieser Parkinsonstudie in der klinischen Neurophysiologie vom Universitätsspital B. Bei den Schmerzen im Nierenbereich nimmt er an, dass dies Muskelschmerzen seien. Er meint, dass wir nun die Resultate von der Blutuntersuchung abwarten sollten, um das weitere Vorgehen zu bestimmen. Er gibt mir noch einen Rapport mit für die Physiotherapeutin in S.
10.04.2015
Ich gehe wieder zur Neurophysio. Ich übergebe der Therapeutin noch ein paar Unterlagen über LSVT BIG, eine neue Therapie, wie man Parkinsonpatienten behandelt. Da sie noch nie von dieser Therapieform gehört hat, wird sie es sich einmal anschauen.
Anschließend erzähle ich ihr über die Schmerzprobleme, welche ich mit meinem rechten Knie und den Schmerzen in der Nierengegend hatte. Ich erzähle ihr auch von der Laserbehandlung, welche ich beim Hausarzt hatte, welche aber nur gerade einen Tag Schmerzfreiheit brachte.
Sie behandelt mich nun zuerst im Nackenbereich, dann in beide Knien. Sie stellt auch fest, dass mein ganzer Körper verspannt ist. Sie kann diese Verspannung etwas lösen. Sie macht ein neues Tape über mein rechtes Knie.
Neurophysiologische Behandlung
Ich muss mich auf das Bett legen.
Sie behandelt zuerst meinen Nacken.
Dann massiert sie mein rechtes Knie und den Oberschenkel außen und innen, wobei sie diverse Schmerzpunkte ausfindig macht.
Sie biegt mein Bein im Kniegelenk langsam hin und her.
Sie bittet mich das Bein langsam zu strecken und wieder langsam im Knie zu biegen.
Nun muss ich das Bein langsam strecken und wieder langsam zurück, wobei sie immer etwas Gegendruck gibt.
Am Ende macht sie ein Tape über mein rechtes Knie.
13.04.2015
Entspannung und Genuss
Am Nachmittag gehe ich zu der Sitzung mit anderen Parkinsonpatienten. Die Psychologin und der Student begrüßen uns. An der Tramhaltestelle bei der SBB treffe ich einen Studienkollegen. Da die SBB Probleme hatte, sind wir etwas verspätet. Heute sind nur sechs Patienten hier.
Die Psychologin möchte zuerst von uns wissen, wie es uns ergangen ist an einer Kasse. Anschließend müssen wir die Augen schließen. Sie macht mit uns eine Entspannungsübung, in der wir uns einen wohltuenden Platz vorstellen müssen. Leider funktioniert es bei mir heute nicht so, wie ich es gerne hätte. Ich kann mich nicht richtig entspannen, da meine linke Seite wieder extrem zittert. Nach der Übung bekommen wir Schokolade.
Nun werden wir aufgefordert, uns Gedanken zu machen über Entspannung und Genuss. Der Student notiert alles auf einem Flipchart und gibt dann jedem eine Kopie. Zwischendurch wird wieder eine Pause gemacht mit Kuchen. Als Aufgabe müssen wir uns bis nächsten Montag Gedanken machen über genussvolles Leben und über den Verlauf unserer Krankheit.
17.04.2015
Ich gehe zur Neurophysio und erzähle der Therapeutin von den Schmerzproblemen, welche ich mit meinem rechten Knie hatte. Bis am Donnerstag hatte ich keine Probleme. Sie freut sich darüber. Ich erkläre ihr, dass mich mein Hausarzt nun wöchentlich mit Laser und sie mich weiterhin mit Massage behandeln solle.
Sie erzählt mir dann, dass sie die Unterlagen über LSVT BIG, welche ich ihr das letzte Mal gegeben habe, gelesen habe. Da sie es als sehr interessant erachtet, hat sie sich schon angemeldet.
Neurophysiologische Behandlung
Ich muss mich auf das Bett legen.
Sie massiert nun dieses Knie und den Oberschenkel außen und innen, wobei sie diverse Schmerzpunkte ausfindig macht.
Sie biegt mein Bein im Kniegelenk langsam hin und her.
Sie bittet mich, das Bein langsam zu strecken und wieder langsam im Knie zu biegen.
Nun muss ich das Bein langsam strecken und wieder langsam zurück, wobei sie immer etwas Gegendruck gibt.
Anschließend macht sie ein Tape über mein rechtes Knie.
Am Schluss massiert sie noch meinen Nacken.
20.04.2015
Ausdruck der Krankheit
Am Nachmittag gehe ich zu der Sitzung mit anderen Parkinsonpatienten. Die Psychologin und der Student begrüßen uns. Zuerst möchte die Psychologin wissen, was für Gedanken wir uns zum letzten Thema „Entspannung und Genuss“ gemacht haben. Heute scheint die Gruppe etwas müde.
Das heutige Thema ist, wie man seine Krankheit andern mitteilt. Wir einigen uns auf folgendes:
Meine Finger wollen nicht immer, wie ich will.
Die Verbindung zwischen Gehirn und Muskulatur ist gestört.
Das ist eine unheilbare Krankheit.
Parkinson bewirkt, dass ich zittere.
Es ist kompliziert. Ich erkläre es Dir ein anderes Mal.
24.04.2015
Ich gehe zur Neurophysio und erzähle der Therapeutin von den Schmerzproblemen, welche ich mit meinem rechten Knie hatte. Bis am Montag, den 20.04.2015 hatte ich keine Probleme. Am Dienstag hat mich dann mein Hausarzt behandelt. Seine Laserbehandlung hielt aber nur bis am Nachmittag. Beim Treppenlaufen in M. hatte ich wieder Probleme. Der anschließende Spaziergang nach F. war dann allerdings nichts für meine Knie.
Die Therapeutin zeigt mir zuerst ein paar Übungen, um meine Muskeln zu stärken. Unter den Übungen sind auch solche von LSVT BIG. Anschließend macht sie ein Tape über mein rechtes Knie.
Neurophysiologische Behandlung
Ich setze mich auf die Bettkante.
(die Füße sind breitbeinig auf dem Boden und die Fußspitze senkrecht zu den Kniescheiben)
Nun richte ich mich auf, wobei die Arme seitlich nach oben schwingen (Anspannung im Rücken)
Wieder zurück in die Ausgangsstellung.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Nun schiebe ich den linken Fuß etwas nach vorne und mache die Übung wie oben.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Ich setze mich auf einen Stuhl, ohne anzulehnen.
(die Füße sind breitbeinig auf dem Boden und die Fußspitze senkrecht zu den Kniescheiben)
Ich bücke mich nach vorne und berühre mit den Händen den Boden.
Nun schwinge ich meine Arme seitlich nach oben (Anspannung im Rücken, bis 10 zählen)
Nun schwinge ich die Arme nach unten und klatsche mit den Händen auf meine Oberschenkel.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Ich muss mich vor das Bett stellen, die Knie sind etwas von der Oberkannte der Matratze weg.
Nun schwinge ich meine Arme vor mir parallel schräg nach oben. Gleichzeitig neigt sich mein Oberkörper möglichst schräg nach vorne, wobei ich mit den Kniescheiben die Matratze berühre.
Der Oberkörper und die nach vorne ausgestrecktem Arm bilden eine Linie.
Nun muss ich mich auf das Bett legen.
Die Therapeutin massiert nun das rechte Knie und den Oberschenkel außen und innen, wobei sie wieder diverse Schmerzpunkte ausfindig macht.
Sie biegt mein Bein im Kniegelenk langsam hin und her.
Sie bittet mich, das Bein langsam zu strecken und wieder langsam im Knie zu biegen.
Nun muss ich das Bein langsam strecken und wieder langsam zurück, wobei die Therapeutin immer etwas Gegendruck gibt.
Anschließend macht sie. ein Tape über mein rechtes Knie.
27.04.2015
Trauer und Depression
Am Nachmittag gehe ich in die Sitzung mit anderen Parkinsonpatienten. Die Psychologin und der Student begrüßen uns. Heute möchte sie von uns wissen, was für Gedanken wir uns zum letzten Thema „Ausdruck der Krankheit“ gemacht haben. Das heutige Thema ist „Trauer und Depression“. Wir bekommen diverse Unterlagen dazu.
Negative Gedanken und Veränderung des Verhaltens: z. B.
Ich bin zu nichts mehr zu gebrauchen = Aufhören, Dinge zu tun
Ich kann nichts gegen die Erkrankung tun = Sich nicht an die Behandlung Halten
usw. (Siehe Unterlagen
Körperliche Folgen:
Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Muskelverspannungen, usw.
Psychische Folgen
mürrisch, reizbar, niedergeschlagen usw.
Die Psychologin macht wieder eine Entspannungsübung mit uns, welche wir anschließend diskutieren. Sie bittet uns, diese zu Hause zu wiederholen und sich die Erfahrungen damit zu merken.
04.05.2015
Suche nach Unterstützung
Am Nachmittag gehe ich zu der Sitzung mit anderen Parkinsonpatienten. Da unsere Psychologin heute nicht hier ist, betreuen uns heute die Ärztin, die uns zur ersten Sitzung begrüßt hat, auch Psychologin, und der Student, welcher heute die Sitzung leitet.
Er will zuerst wissen, wie es uns mit der Übung zu Hause ergangen ist. (Selbstberuhigung)
Anschließend werden zwei Gruppen gebildet. Gruppe 1 muss farbige Blätter sortieren und je nach Farbe alphabetisch einordnen. Bei Gruppe 2 muss jeder auf ein großes Blatt seinen Namen schreiben.
Anschließend werden Zweiergruppen gebildet. Jede Gruppe muss nun auf einem Blatt negative Ideen aufschreiben zum heutigen Thema, z. B. „Ich brauche keine fremde Hilfe.“, oder „Angst vor Gesichtsverlust“. Auf einem anderen Blatt müssen positive Ideen zum Thema aufgeschrieben werden, z: B. „Ich bin froh um jede Hilfe, welche ich bekomme“ oder „Es geht schneller, wenn ich mir helfen lasse.“ Zusammen werden dann die einzelnen Ideen besprochen.
Nebenbei müssen wir auf einer Skala angeben, wieviel Hilfe wir annehmen wollen. Für das nächste Mal müssen wir in einem Laden einkaufen und bei der Kasse den Geldbeutel der Kassiererin geben und sie um Hilfe bitten.
07.05.2015
Am Nachmittag gehe ich zu einem Vortrag über Parkinson. Es sind etwa 120 Personen anwesend.
Zuerst hält ein Leitender Arzt einen Vortrag über Parkinson aus medizinischer Sicht. Anschließend hält eine Psychologin einen Vortrag aus psychologischer Sicht.
Mir gegenüber sitzt ein älteres Ehepaar, wo sie unter Parkinson leidet. Auch sie sind das erste Mal bei einem Vortrag wie diesem. Wie ich haben auch sie das meiste schon gewusst.
08.05.2015
Ich gehe zur Neurophysio und erzähle ihr von den Schmerzproblemen, welche ich mit meinem rechten Knie hatte. Bis am Sonntag den 26.04.2015 hatte ich keine Probleme. Am Dienstag war ich dann beim Hausarzt, welcher mein rechtes Bein abgetastet und wieder einige sehr schmerzhafte Punkte gefunden hat. Nach einer Kontrolle meiner Einlagen meinte er, dass diese immer noch etwas höher sein sollten, da sie jetzt eher X-Beine ergeben und so die Schmerzen in den Bändern und dem Knie verursachen. Er gab mir ein Rezept für neue Einlagen. Gestern war ich dann beim Orthopäden in G.
Die Physiotherapeutin erzählt mir, dass sie gestern ihre Prüfung für LSVT gemacht hat. Sie möchte zuerst meine Knieschmerzen in den Griff bekommen, bevor sie mit den Übungen für Parkinson beginne. Sie massiert zuerst mein rechtes Knie, mit Unter- und Oberschenkel. Auch sie findet wieder einige Schmerzpunkte. Anschließend zeigt sie mir diverse Übungen mit dem Blackroll. Sie gibt mir sogar eine Rolle, damit ich es bis nächste Woche ausprobieren kann.
11.05.2015
Ausdruck von Emotionen
Am Nachmittag gehe ich zu der Sitzung mit anderen Parkinsonpatienten. Unsere Psychologin und der Student begrüßen uns. Obwohl heute eigentlich eine Sitzung mit Angehörigen vorgesehen war, war meine Tochter die Einzige, die gekommen ist. Irgendwie kann man sehen, dass die Pschologin enttäuscht ist, dass sie die einzige ist.
Zuerst möchte sie von uns wissen, wie die vergangene Woche verlaufen sei und was uns im Moment bewegt. Am meisten berühren meine Tochter und mich die Aussagen eines ehemaligen Anwalts, der früher anderen zu ihrem Recht verholfen hat. Heute ist er derjenige, welcher Hilfe braucht, was ihm aber sehr schwerfällt. In den vergangenen Wochen lebte er bei der Familie von seinem Sohn. Durch familiäre Veränderungen muss er nun selbst eine Wohnung suchen, was aber anscheinend nicht so einfach ist. Er erzählt dann noch von seinem 11-jährigen Enkelkind, zu welchem er anscheinend ein herzliches Verhältnis hat. Irgendwie haben meine Tochter und ich das Gefühl, dass er von seinem Sohn und seiner Tochter und deren Familien im Stich gelassen wurde.
Anschließend wird uns ein kurzer Film gezeigt, mit dem Titel „Rwanda Hotel“ in dem es um den Hotelmanager Paul Rusesabagina geht, der versucht, über tausend Tutsi-Flüchtlinge zu retten, welche vor den brutalen Hutu-Milizen fliehen.
Anschließend werden Zweiergruppen gebildet. Meine Tochter und ich bilden eine Gruppe. Nun müssen wir gegenseitig versuchen, ob wir Emotionen aus dem Gesicht des Andern herauslesen können. Da der Film meiner Ansicht zu kurz war, gelingt dies keiner der Gruppen. Meine Tochter und ich haben uns aber Notizen gemacht, was uns zu diesem Film in den Sinn gekommen ist. Wir sind traurig über die Brutalität dieser Hutu-Milizen, welche Menschen abschlachten wie Tiere. Es herrscht Hoffnungslosigkeit, es macht einen nachdenklich, der Hotelmanager bringt zuerst Hoffnung, aber nachher herrscht Verzweiflung. Wir stellen uns die Frage, was dies für Menschen sind, welche so brutal und emotionslos sind. Wir fragen uns, wie diese Menschen funktionieren. Anschließend werden unsere Gedanken im ganzen Kreis diskutiert.
Nach der Pause müssen wir die Aufgaben welche wir letztes Mal von dem Studenten bekommen haben, erzählen. Wie meistens fange ich damit an und erzähle, dass ich zwei Mal an einer Kasse meinen Geldbeutel abgegeben hätte und die Kassiererin gebeten habe, das Geld heraus zu nehmen. Dabei wollte die Psychologin mehr über meine Gefühle wissen, über die anschließend in der Gruppe diskutiert wurde. Bei den anderen ist dabei nicht viel passiert.
Dann wird uns noch der Film von Bundesrat Merz gezeigt, als er im Parlament wegen dem Bündnerfleisch für einen Lacher sorgte.
Am Schluss informiert uns die Psychologin, dass die letzte Sitzung am 01.06.2015 entfalle.
15.05.2015
Ich gehe zur Neurophysio und erzähle von den Schmerzproblemen, welche ich mit meinem rechten Knie hatte. Leider hatte ich schon am Nachmittag Schmerzen im rechten Knie. Irgendwie bin ich aber selbst schuld, denn ich arbeitete im Garten, wobei mir vor allem beim Unkraut ausreißen beide Knie schmerzten. Samstag und Sonntag hatte ich weniger Probleme. Am Montag nach meinen Blackroll Übungen hatte ich wieder an beiden Knien heftige Schmerzen, welche dann am Dienstag anhielten. Ich erzähle ihr dann von den Übungen mit der Blackroll, welche vor allem an meinem linken Bein einige heftige Schmerzpunkte zu Tage brachten, welche ich bisher nicht kannte. Bis jetzt hatte ich immer im rechten Bein und Knie meine Probleme.
Die Therapeutin behandelt zuerst mein rechtes Knie indem sie mit der Kniemassage etwas tiefer geht. Anschließend zeigte sie mir zuerst ein paar Übungen an der Bettkannte, bevor sie mir die ersten zwei LSVT-Parkinsonübungen zeigt.
Neurophysiologische Behandlung
Ich setze mich auf die Bettkante.
(die Füße sind breitbeinig auf dem Boden und die Fußspitze senkrecht zu den Kniescheiben)
Nun muss ich den rechten Fuß so weit als möglich nach vorne schieben.
Wieder zurück in die Ausgangsstellung.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Gleiche Übung aber dieses Mal nicht so weit nach vorne, dafür etwas schneller.
Nun schiebe ich den linken Fuß etwas nach vorne und mache die Übung wie oben.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Ich mache die gleiche Übung mit dem linken Fuß.
Neurophysiologische Übung Nr. 01
Ich setze mich auf die Bettkante. Ich soll
die Hände geöffnet, so weit als möglich nach vorne schieben, Handgelenke in Extension/Arme gestreckt
die Arme so weit als möglich zum Boden strecken,
mit „großen Armen“ diese so weit wie möglich zur Decke strecken,
die Arme in einem Kreis seitlich nach hinten führen. „Große Arme“ dort halten, nach hinten drücken und bis 10 zählen. Die Hände sind geöffnet, die Daumen zeigen nach oben. Um die Anstrengung zu erhöhen, die Hände während den 10 Mal schnell weit öffnen und die Arme nach hinten drücken.
Abschließend mit den Händen auf die Oberschenkel klatschen.
Diesen Ablauf 10 Mal wiederholen.
Neurophysiologische Übung Nr. 02
Ich setze mich auf die Bettkante.
ich strecke den rechten Arm nach rechts. (Großer Arm)
Nun bewege ich den rechten Arm schwungvoll über die Körpermitte hinüber zur gegenüberliegenden Seite (der Körper dreht sich mit), halte die Hand weit offen, wobei die Handinnenseite nach oben zeigt. Das rechte Bein ist vollständig gestreckt, der Zeh drückt in den Boden. Ich strecke den Oberkörper nach oben und halte diese Stellung, während ich bis auf 10 zähle. Um den Schweregrad zu erhöhen, soll ich die Hand 10 Mal schnell öffnen, während ich den Fuß in den Boden stemme.
Während der Armbewegung von rechts nach links, geht die linke Hand hinter den Rücken und stützt sich auf dem Bett ab.
Ich schließe die Übung ab, indem ich mich in die Ausgangsstellung drehe und mit der linken Hand auf den linken Oberschenkel klatsche.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal und
mache die gleiche Übung auf die andere Seite.
18.05.2015
Betreuung
Am Nachmittag gehe ich zu der Sitzung mit anderen Parkinsonpatienten. Die Psychologin und der Student begrüßen uns das letzte Mal.
Obwohl heute eigentlich wieder eine Sitzung mit Angehörigen vorgesehen war, sind meine Frau und eine zweite Ehefrau die einzigen, die gekommen sind. Auch heute kann man sehen, dass die Psychologin enttäuscht ist.
Zuerst will sie von uns wissen, wie die Angehörigen mit der Krankheit des Partners umgehen. Bei der Übung bilden die beiden Ehefrauen eine Gruppe, sowie der andere Ehemann und ich eine. Jede Gruppe muss sich Gedanken notieren, welche einem in den Sinn kommen.
Das heutige Thema ist, wie man gerne betreut werden soll, oder wie die jeweiligen Partner damit umgehen. Wir einigen uns auf Folgendes.
Ich brauche Hilfe.
Wenn ich Hilfe annehme, gibt dies dem anderen ein gutes Gefühl.
Ich schäme mich nicht, Hilfe anzufordern.
Es geht schneller, wenn mir jemand hilft.
Es ist aussichtslos, wenn ich keine Hilfe annehme.
Ich spare Energie.
Ich fühle mich nicht schuldig, wenn ich Hilfe annehme.
Ich brauche keine Hilfe.
Es ist mir peinlich, Hilfe anzufordern.
Ich habe Angst, dass ich dem anderen etwas schuldig bin.
Ich habe das Gefühl, dass ich es selbst bewältigen kann.
Ich bin überzeugt, dass ich es selbst besser kann, als wenn ein anderer es macht.
27.05.2015
Ich gehe in die Praxis meines Neurologen in L. Er will zuerst wissen, wie es mir gegangen ist und wie es heute ist. Ich erkläre ihm, dass ich folgende Probleme hatte und zum Teil immer noch habe.
Nervosität
Kopfschmerzen
Muskelzuckungen
Schweißausbrüche (vor allem in der Nacht)
Er macht sich seine Notizen und erklärt dann, dass dies tatsächlich Nebenwirkungen vom Akineton seien. Er empfiehlt mir, in Zukunft Akineton redart 4 mg zu nehmen, und zwar jeweils am Morgen und Abend eine halbe Tablette.
Anschließend will er meine Beweglichkeit in meinen Fingern sehen. Er möchte mich am 11.08.2015 wiedersehen.
01.06.2015
Abschluss
Am Nachmittag gehe ich zu der Sitzung mit anderen Parkinsonpatienten. Unsere Psychologin ist heute nicht dabei, weshalb uns die Ärztin und die Psychologin, die auch bei der ersten Stunde anwesend waren, und der Student zum Abschuss begrüßen.
Die Ärztin beschenkt jeden mit einem Sack, welcher mit Basler Läckerli, Pralinen und einem Büchlein über den Schlaf, gefüllt ist.
Anschließend erklärt sie uns, dass sie noch einen zweiten Speicheltest braucht, welchen wir in einer Woche zu Hause durchführen und an sie senden sollen, damit sie einen Vergleich haben zur letzten Probe.
Als erstes müssen wir eine Aufgabe lösen, welche mit Regen zu tun hat. Dazu müssen wir eine Szene zeichnen.
Die meisten zeichnen einen Regenschirm. Nach der letzten Pause bei Kuchen und Wasser erklärt sie uns noch kurz, wie der letzte Speicheltest ausgefallen ist und übergibt jedem, der es will, die Testergebnisse.
Draußen verabschiede ich mich noch von dem Anwalt. Wir wünschen uns gegenseitig gute Gesundheit und alles Gute. Die anderen Teilnehmer fahren im gleichen Tram wie ich, zum Bahnhof, wo wir uns gegenseitig verabschieden und einander bessere Gesundheit und alles Gute wünschen.
02.06.2015
Ich gehe zur Neurophysio und erzähle ihr von den Schmerzproblemen, welche ich mit meinem rechten Knie hatte. Sie macht mir den Vorschlag, dass sie, solange das Knie nicht besser sei, mit der Parkinsonbehandlung aufhöre und wir uns auf das Knie konzentrieren sollten.
Zuerst massiert sie mein Knie und zeigt mir anschließend einfache Übungen an der Bettkannte.
Neurophysiologische Behandlung 2
Ich setze mich auf die Bettkante. (die Füße sind breitbeinig auf dem Boden und die Fußspitze senkrecht zu den Kniescheiben)
Nun muss ich den rechten Fuß so weit als möglich nach vorne schieben.
Wieder zurück in die Ausgangsstellung.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Gleiche Übung aber dieses Mal nicht so weit nach vorne, dafür etwas schneller.
Nun schiebe ich den linken Fuß etwas nach vorne und mache die Übung wie oben.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Ich mache die gleiche Übung mit dem linken Fuß.
Den rechten Fuß ganz nach hinten gegen das Bett.
Nun versuche ich, den Fuß ganz auf den Boden zu drücken.
03.06.2015
Ich gehe in die Praxis meines Hausarztes. Zuerst macht die Assistentin den Body Test. Anschließend bin ich bei der Frau meines Hausarztes. Die Ärztin erklärt mir kurz, dass ich einen leicht erhöhten Borrelienwert, zu wenig Kupfer, zu viel Arsen, Quecksilber und Zink in mir hätte. Sie erklärt mir, dass ihr Mann nicht mehr weiterwüsste und mich deshalb an sie abgegeben hätte. Ich solle mich in Zukunft nur noch bei Gelenksachen und Prostataproblemen an ihn wenden, alles andere würde nun sie behandeln.
Sie redet, in meinen Augen fast ein wenig abschätzig über ihren Mann, indem sie sagt, dass er eben die Schulmedizin vertrete, während sie eher auf Naturbasis arbeite. Wenn es darum geht, Muskelbeschwerden bei jemandem mit Laser zu behandeln, da sei ihr Mann gut.
Wegen den Knieschmerzen, meint sie, dass es ein Muskelproblem sei und sie mich am liebsten nach F. zu Kieser senden würde. Ich sei einfach zu schwer und müsse dringend schauen, das Gewicht herunter zu bringen.
Sie meint dann, dass sie mich als depressiven Menschen einschätze, was die Sache nicht einfacher mache. Ich entgegne, dass ich nun schon 2 ½ Jahre mit diesen Knien Probleme hätte und wir einfach nichts erreicht hätten. Sie erklärt, dass sie nicht verantwortlich sei für die hohen Kosten im letzten Jahr. Als ich erwähne, dass ich mein rechtes Knie am liebsten im Kantonsspital in L. noch einmal untersuchen lassen möchte, erwartet sie, dass ich mich nun für die Schulmedizin mit ihrem Mann, oder die Naturmedizin mit ihr entscheide. Als ich ihr erkläre, dass ihr Mann mir neue Einlagen verschrieben hätte und ich seither wieder mehr Probleme mit meinem rechten Knie hätte, entgegnet sie nur, dass sie mir nie Einlagen verschrieben hätte.
Was mein Parkinson angehe, müsse ich mir einfach bewusst sein, dass diese Krankheit eben nicht heilbar sei und wie ein schleichendes Todesurteil anzusehen sei. So etwas sagt eine Ärztin
Als ich dann den deutschen Heilpraktiker Karstädt erwähne, der einmal gesagt hat, dass man den Körper nicht vergiften, sondern entgiften sollte, stimmt sie mir auch zu und meint, dass sie dies auch wolle. Sie erwähnt dann kurz, dass sie auch schwer krank und nahe am Tod gewesen sei.
Auf meine Frage, was denn mit meinem Blut sei, ob ich immer noch zu viele rote Blutkörperchen hätte, erklärt sie, was mich ein wenig verunsichert, dass man mein Blut seit drei Monaten gar nicht mehr getestet habe. Sie fügt dann noch hinzu, dass man meine Gesundheitsgeschichte zehn Ärzten geben könne und ich würde zehn verschiedene Berichte bekommen.
Ich bekomme noch diverse Unterlagen (Laborblätter, die Berichte aus Berlin und den Arztbericht meines Neurologen)
Anschließend empfiehlt sie mir das Ausschwemmen von zu hohen Metallwerten. Ich bekomme deshalb diverse Medikamente, 5HTP 50 mg, Selenase 300 RP, Kupfer, Mangan und Chrom, von welchen ich in den kommenden Tagen wieder diverse Beschwerden bekomme. Mir ist ständig schlecht und unwohl. Am liebsten würde ich alle Medikamente außer die Parkinsonmittel das WC hinunterspülen.
05.06.2015
Eine Mitarbeiterin von der Uni B. ruft mich an wegen weiteren Terminen zu Nachfolgetests. Meine nächsten Termine sind
26.06.2015 von 10:00 – 12:00 Uhr.
03.07.2015 von 12:00 – 14:00 Uhr
08.07.2015 von 10:00 – 12:00 Uhr
12.06.2015
Ich gehe zur Neurophysio und erzähle der Therapeutin von meinen Schmerzproblemen. Als ich ihr sage, dass die Übungen mit der Blackroll und der Behandlung mit dem Nerven- und Muskelstimulator recht viel gebracht hätten und dass ich praktisch eine schmerzfreie Woche hinter mir hätte, ist sie natürlich auch erfreut. Sie bietet mir an, das Gerät noch eine weitere Woche zu gebrauchen.
Ich muss mich auf die Bettkante setzen. Die Therapeutin streckt zuerst mein rechtes Bein, um eine gewisse Spannung in die Muskeln zu bringen. Leider verspannt sich mein Oberschenkelmuskel immer wieder. Je länger sie es macht, umso besser wird es aber.
Anschließend muss ich mich auf das Bett legen und sie behandelt mein Knie, die Wadenmuskeln, die Kniescheibe und den Oberschenkelmuskel. Von Zeit zu Zeit kommt sie wieder auf einen Schmerzpunkt. Es sind aber schon wesentlich weniger als noch bei Beginn der Physio. Nun muss ich zuerst versuchen, mein Bein nach unten zu drücken, während sie dagegen drückt. Dann muss ich versuchen, mein Bein nach oben zu ziehen, während sie wieder dagegen zieht.
Am Schluss zeigt sie mir noch Übungen, welche ich zu Hause machen muss.
Neurophysiologische Übungen für zuhause
Die erste Übung geht wie folgt:
Ich setze mich auf die Bettkante oder auf einen Stuhl.
Nun stehe ich im Zeitlupentempo auf.
Nun setze ich mich wieder ganz langsam.
Ich wiederhole diese Übung 8x.
Dann eine kurze Pause.
Wieder 8x obige Übung.
Wieder eine kurze Pause.
Wieder 8x obige Übung
Die zweite Übung geht wie folgt:
Ich stehe vor dem Bett oder einem Tisch oder dem Waschbecken.
Nun stelle ich mich im Zeitlupentempo auf die Zehenspitze, wobei ich mich mit den Händen am Bett oder Tisch oder Waschbecken abstütze.
Dann gehe ich wieder ganz langsam in die Ausgangsstellung zurück.
Ich wiederhole diese Übung 8x.
Dann eine kurze Pause.
Wieder 8x obige Übung.
Wieder eine kurze Pause.
Wieder 8x obige Übung.
19.06.2015
Ich gehe zur Neurophysio und erzähle ihr von meinen Schmerzproblemen. Als ich ihr berichte, dass ich letzten Sonntag nach der Übung, wo ich langsam vom Stuhl aufstehen muss, plötzlich in beiden Knie sehr starke Schmerzen verspürte – ich konnte nicht mehr richtig die Treppe hochsteigen – schlägt sie mir vor, dass sie zuerst wieder das Knie behandelt und nachher können wir noch die ersten beiden LSVT-Übungen machen.
Ich lege mich also auf das Bett und sie behandelt mein Knie, die Wadenmuskeln, die Kniescheibe und den Oberschenkelmuskel. Von Zeit zu Zeit kommt sie wieder auf einen Schmerzpunkt. Es sind aber schon wesentlich weniger als noch bei Beginn der Physio. Nun muss ich zuerst versuchen, mein Bein nach unten zu drücken, während sie dagegen drückt. Dann muss ich versuchen, mein Bein nach oben zu ziehen, während sie wieder dagegen zieht.
Anschließend zeigt sie mir die ersten beiden Übungen.
LSVT-Übungen 1 und 2
Die erste Übung geht wie folgt: (siehe oben Übung Nr. 01)
Ich setze mich auf die Bettkante.
Hände geöffnet so weit als möglich nach vorne schieben, Handgelenke in Extension/Arme gestreckt
Arme so weit als möglich zum Boden strecken.
Mit „großen Armen“ diese so weit wie möglich zur Decke strecken.
Die Arme in einem Kreis seitlich nach hinten führen. „Große Arme“ dort halten, nach hinten drücken. und bis 10 zählen. Die Hände sind geöffnet, die Daumen zeigen nach oben. Um die Anstrengung zu erhöhen, die Hände während den 10 Mal schnell weit öffnen und die Arme nach hinten drücken.
Abschlie0end mit den Händen auf die Oberschenkel klatschen.
Diesen Ablauf 10 Mal wiederholen.
Die zweite Übung geht wie folgt: (siehe oben Übung Nr. 02)
Ich setze mich auf die Bettkante,
strecke den rechten Arm nach rechts. (Großer Arm)
Nun bewege ich den rechten Arm schwungvoll über die Körpermitte hinüber zur gegenüberliegenden Seite (der Körper dreht sich mit), halte die Hand weit offen, wobei die Handinnenseite nach oben zeigt. Das rechte Bein ist vollständig gestreckt, der Zeh drückt in den Boden. Ich strecke den Oberkörper nach oben und halte diese Stellung, während ich auf 10 zähle. Um den Schweregrad zu erhöhen, die Hand 10 Mal schnell öffnen, während ich den Fuß in den Boden stemme.
Während der Armbewegung von rechts nach links geht die linke Hand hinter den Rücken und stützt sich auf dem Bett ab.
Ich schließe die Übung ab, indem ich mich in die Ausgangsstellung drehet und mit der linken Hand auf den linken Oberschenkel klatsche.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
23.06.2015
Ich gehe zur Neurophysio und freue mich, erzählen zu dürfen, dass ich seit dem letzten Mal keine Probleme hatte mit meinem rechten Knie. Ich übergebe ihr noch ein Paket Selbstklebe-Elektrofolien.
Sie schlägt mir vor, dass sie heute zuerst mein Knie wieder leicht und kurz behandelt und sie mir nachher alle LSVT-Übungen zeigen möchte. Ich lege mich also auf das Bett und sie behandelt mein Knie, die Wadenmuskeln, die Kniescheibe und den Oberschenkelmuskel. Von Zeit zu Zeit kommt sie wieder auf einen Schmerzpunkt.
Anschließend zeigt sie mir alle Übungen.
Die ersten zwei Übungen siehe oben.
LSVT-Übungen 3 bis 8
Übung Nr. 03
Ich stehe in der Ausgangsstellung, d. h. die Füße sind schulterbreit auseinander.
Ich mache mit dem rechten Bein einen großen Schritt nach vorne und stemme den Fuß in den Boden. (Wenn Mühe nur einen kurzen Schritt)
Ich strecke gleichzeitig die Arm weit auseinander nach hinten, so dass in den Schultern eine Spannung entsteht. Die Hände sind geöffnet, mit den Handinnenflächen nach oben,
bringe den rechten Fuß in die Ausgangsstellung zurück und klatsche gleichzeitig mit den Händen auf die Oberschenkel.
Nun die gleiche Übung mit dem andern Bein.
Ich wechsle nun ab, einmal rechts, dann links.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Übung Nr. 04
Ich stehe in der Ausgangsstellung, d. h. die Füße sind schulterbreit auseinander.
Ich mache mit dem rechten Bein einen großen Schritt zur Seite. Der Kopf und der Fuß zeigen nun in einem rechten Winkel zum andern Fuß auf die Seite. Ich stemme den rechten Fuß in den Boden.
Ich strecke gleichzeitig die Arme aus, wobei die Hände geöffnet sind und die Handinnenflächen nach oben zeigen,
bringe den rechten Fuß in die Ausgangsstellung zurück und klatsche gleichzeitig mit den Händen auf deine Oberschenkel.
Ich mache nun die gleiche Übung mit dem andern Bein.
Ich wechsle nun ab, einmal rechts, dann links.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Übung Nr. 05
Ich stehe in der Ausgangsstellung, d. h. die Füße sind schulterbreit auseinander. Die Arme sind weit nach vorne gestreckt, wobei die Hände geöffnet sind und die Handinnenflächen nach vorne zeigen.
Ich mache mit dem rechten Bein einen großen Schritt nach hinten, stemme den rechten Fuß in den Boden. Die linke Fußspitze hebt sich.
Ich schwinge gleichzeitig die Arme nach hinten, wobei die Handinnenflächen nach hinten zeigen.
Ich bringe den rechten Fuß in die Ausgangsstellung zurück und klatsche gleichzeitig mit den Händen auf die Oberschenkel.
Ich mache nun die gleiche Übung mit dem andern Bein,
Wechsle dann ab, einmal rechts, dann links und
wiederhole diese Übung 10 Mal.
Übung Nr. 06
Die Ausgangsstellung bei dieser Übung ist etwas anders, denn der rechte Fuß ist vorne und der linke einen Schritt weit hinten. Der rechte Fuß ist dabei fest auf dem Boden, während der hintere Fuß den Boden nur mit den Zehen berührt. Der rechte Arm zeigt vorne nach oben gegen die Decke und der linke Arm hinten gegen unten zum Boden.
Ich schaukle nun den Körper nach hinten. Nun ist der hintere Fuß fest auf dem Boden, während der vordere Fuß den Boden nur mit der Ferse berührt. Die Arme schwingen gleichzeitig mit, so dass nun der linke Arm nach vorne oben gegen die Decke zeigt und der rechte Arm hinten gegen unten zum Boden.
Ich gehe in die Ausgangsstellung zurück und klatsche gleichzeitig mit den Händen auf die Oberschenkel.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal und
mache nun die gleiche Übung mit dem andern Bein, d. h. der linke Fuß ist bei der Ausgangsstellung vorne.
Übung Nr. 07
Bei dieser Ausgangsstellung stehe ichbreit auseinander. Die Hände sind auf den Oberschenkeln.
Ich drehe nun den ganzen Körper nach rechts. Der linke Arm schwingt vor dem Körper durch nach rechts oben, während der rechte Arm nach hinten schwingt. Der Kopf zeigt nun nach hinten.
Gleichzeitig dreht sich der linke Fuß und berührt den Boden nur noch mit den Zehenspitzen.
Ich gehe in die Ausgangsstellung zurück und klatsche gleichzeitig mit den Händen auf die Oberschenkel.
Ich mache nun die gleiche Übung mit dem andern Bein,
wechsle dann ab, einmal rechts, dann links, und
wiederhole diese Übung 10 Mal.
Übung Nr. 08
Bei dieser Ausgangsstellung sitzt man auf einem Stuhl oder der Bettkante. Die Arme sind nach vorne weit ausgestreckt. Die Hände sind geöffnet und die Handinnenflächen zeigen nach unten.
Ich hebe nun langsam das Gesäß und stehe auf gehe dabei weit nach vorne,
drehe die Arme gleichzeitig zur Seite, wobei sie schräg nach unten und hinten zeigen, so dass ich die Spannungen spüre. Die Finger sind dabei gespreizt.
Ich gehe in die Ausgangsstellung zurück und klatsche gleichzeitig mit den Händen auf die Oberschenkel, und
wiederhole diese Übung 10 Mal.
Parkinsonstudie & Neurologie
26.06.2015
Ich gehe ins Universitätsspital B. wo ich wegen einer weiteren Parkinsonstudie einen Termin habe.
Die Dame, mit der ich den Termin vereinbart habe, eine junge hübsche Praktikantin empfängt mich. Wir gehen in den 4. Stock. Ein Assistent, der bereits diverse Tests mitgemacht hat, ist auch schon hier. Ich übergebe der Praktikantin meine Medikamentenliste, welche sie kopiert.
Bevor sie mit Tests und Fragen anfängt, übergibt sie mir noch einen iPad mit verschiedenen Fragen, welche ich zu Hause beantworten kann. Anschließend macht sie mit mir diverse Tests und stellt diverse Fragen über meine Gesundheit.
Eigentlich sind es die gleichen Fragen und Tests jene, die die Praktikantin schon letztes Mal gestellt und gemacht hatte.
Fragen
Haben Sie Schlafprobleme Nein
Können Sie sich drehen im Bett Ja
Ist das Gedächtnis schlechter geworden Ja, wenn ich manchmal etwas lese, weiß ich es eine Minute später nicht mehr.
Wie ist Ihre Konzentration Seit ich Akineton nehme, hat diese stark nach gelassen.
Haben Sie Schluckprobleme Ja öfters
Wie ist Ihr Geruchsinn Ich rieche schon seit zehn Jahren nichts mehr.
Haben Sie Probleme beim Gehen Nein
Fahren Sie Auto Ja, aber nur noch wenig
usw.
Neurologische Tests im Rahmen der Studie
Mit dem rechten Zeigfinger zur Nasenspitze, dann mit dem linken Zeigfinger
Hände mit gespreizten Fingern so schnell als möglich drehen
Beidseitig Zeigfinger und Daumen zusammenführen
Die Praktikantin dreht meinen rechten und linken Ellbogen.
Anschließend dreht sie mein rechtes und dann das linke Knie.
Sie steht hinter mir. Ich muss mich nun nach hinten fallen lassen. Sie beobachtet meinen Auslaufschritt.
Ich muss diverse vorgelegte Skizzen auf einem separaten Blatt nachzeichnen.
Sie zählt eine Liste mit 20 Wörtern auf, welche ich mir merken sollte, um anschließend so viel wie möglich aufzuzählen (z. B. Gurke, Bluse, Krawatte, usw.)
Diese Übung macht sie 5 Mal.
Ich muss Wörter, welche sie mir sagt, buchstabieren.
Ich muss eine Uhr zeichnen mit Zahlen. Die angegeben Zeit schriftlich festhalten.
Ich muss von 100 7 abzählen, also 100, 93, 86, 79 usw.
Nun gibt es eine zweite Wortreihe, welche ich mir merken sollte, um anschließend so viel wie möglich aufzuzählen.
Nun fragt sie mich Wörter aus diesen beiden Wortreihen ab. Wenn sie in Liste 1 vorkommen muss ich mit Ja antworten, wenn nicht mit Nein.
Nun muss ich die Skizzen, welche ich vorher aufgezeichnet habe, wieder aufzeichnen.
Ich muss eine Zahlenreihe nachsagen, zuerst vorwärts, dann rückwärts.
Ich muss einen Satz schreiben z. B. „Heute ist ein schöner Tag.“
Sie legt mir ein Blatt vor, auf welchem diverse nummerierte Punkte sind. Ich muss nun in einem Zug die 20 Zahlen verbinden, also 1, 2, 3… 20.
Anschließend von 20 retour.
Dann bekomme ich eine ähnliche Liste, aber dieses Mal mit Punkt 1, dann Punkt A. Punkt 2, Punkt B usw. Auch diese muss ich so schnell wie möglich verbinden.
Sie legt mir ein Brett vor mit diversen Stiften. Nun berührt sie die Stifte mit ihrem Zeigfinger. Meine Aufgabe ist nun das gleiche in der richtigen Reihenfolge zu tun.
Anschließend die gleiche Übung aber retour.
usw.
30.06.2015
Ich habe einen Termin bei meinem Hausarzt wegen meinen Testosteronspritzen.
Zuerst bittet mich die Assistentin, Socken auszuziehen, Hände und Füße zu desinfizieren und auf das Analysegerät zu steigen. Anschließend macht sie mir die Nebidospritze. Sie macht es, wie die anderen langsam. Dieses Mal habe ich keine Probleme. Nachdem ich etwa 10 Minuten mit einem kühlenden Wickel liegen bleibe, kann ich zu meiner Ärztin gehen. Sie erzählt mir, dass sie und ihr Mann am vergangenen Wochenende in München bei einem Vortrag und einer Weiterbildung waren, wo es um Borreliose ging. Sie hätten dabei auch meinen Fall angesprochen. Dabei sei auch erwähnt worden, dass ein tiefer Borreliose Wert ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen führen könne, unter anderem auch dieses Zittern, wie ich es habe. Sie will deshalb wissen, wie dies damals im Jahr 2000 abgelaufen sei. Die Ärztin schlägt nun vor, dass wir zuerst versuchen, die Borreliose zu behandeln und zu schauen, ob sich das Zittern verbessert. Deshalb gibt sie mir „Azithromycin“, ein Antibiotikum mit, welches ich nun 3 Tage je am Abend eine Tablette nehmen muss. Wir kommen dann noch auf die anderen Mittel zu sprechen. Sie meinte, dass ich eigentlich nur zwei Medikamente hätte, während die anderen Mittel Hormonpräparate seien. Die Präparate vom letzten Mal müsse ich nicht jeden Tag einnehmen, sondern nur einmal pro Woche und zwar schön verteilt auf die Woche.
Da sie und ihr Mann nächste Woche wegen einer Masterarbeit in Dresden sind, soll ich bei Komplikationen ihrem Mann und der Praxis ein E-Mail senden. Sie möchte mich aber vorher noch sehen, d. h. wenn möglich am Freitag, den 03.07.2015 ca. 15:00 Uhr.
Ich habe einen Termin bei meiner Neurophysiologin und erzähle ihr kurz, dass es seit dem letzten Mal sehr gut gegangen sei, außer heute Morgen. Bei der dritten Übung hat es mir wieder eine gezwickt. Sie fragt mich, wie wir vorgehen möchten. Wir einigen uns, dass sie mich etwa 20 Minuten am Knie behandelt und anschließend machen wir die LSVT-Übungen.
Ich lege mich also auf das Bett und sie behandelt mein Knie, die Wadenmuskeln, die Kniescheibe und den Oberschenkelmuskel. Von Zeit zu Zeit kommt sie wieder auf einen Schmerzpunkt. Allerdings sind die Schmerzen lange nicht mehr so heftig wie am Anfang.
Anschließend fangen wir mit den LSVT-Übungen an. (Siehe oben) Bei der 4 t. Übung erwischt es mich wieder, denn ein heftiger Schmerz fährt durch mein Knie. Er ist zwar nur kurz, wir brechen die LSVT-Übungen aber ab und die Therapeutin macht Dehnungsübungen mit meinem rechten Knie, welche eine Erleichterung bringen.
03.07.2015
Ich gehe ins Universitätsspital B., wo ich wegen einer weiteren Parkinsonstudie einen Termin habe.
Die junge Praktikantin holt mich pünktlich bei der Anmeldung ab. Zusammen gehen wir wieder in den 4. Stock, wo eine weitere Praktikantin auf uns wartet.
Neurologische Tests im Rahmen der Studie
Zuerst muss ich am Computer zwei Tests machen
Wenn ein Kreuz erscheint, muss ich die Taste drücken.
Wenn ein Kreuz oder ein hoher Ton erscheint, muss ich die Taste drücken
Dann muss ich am Tisch andere Übungen machen.
Eine komplizierte Skizze nach Vorlage abzeichnen.
Dann die Skizze aus dem Gedächtnis noch einmal aufzeichnen.
Mit dem rechten Zeigfinger zur Nasenspitze, dann mit dem linken Zeigfinger.
Hände mit gespreizten Fingern so schnell als möglich drehen.
Beidseitig Zeigefinger und Daumen zusammenführen, und zwar so schnell wie möglich.
Nun muss ich so schnell wie möglich 9 Klötze nach einer Vorlage zusammenstellen.
Nun muss ich so schnell wie möglich 16 Klötze nach einer Vorlage zusammenstellen.
Die erste große Skizze aus dem Gedächtnis noch einmal aufzeichnen.
Auf einer Tabelle sind farbige Wörter. Nun muss ich diese von links nach rechts nach der Farbe aufrufen z. B. es steht in „roter Schrift“ das Wort „Haus“, also muss ich „Rot“ sagen. usw.
In der zweiten Tabelle sind Farben in Wort und Schrift, z. B. steht das Wort „Rot“ in „blauer Schrift“, oder „Gelb“ in „grüner Schrift“. Es wird aber nach der Farbe gefragt, d. h. also beim Wort „Rot“ muss ich blau sagen, da es in blauer Schrift geschrieben steht.
Ich muss lachen.
Die Praktikantin sagt Sätze wie „mit dem Hammer einen Nagel einschlagen“, oder „Haare kämmen“ usw. Meine Aufgabe ist es nun, diese pantomimisch vorzuzeigen.
Ich muss Grimassen schneiden.
Bei der nächsten Übung sind etwa 30 Quadrate mit fünf Punkten. Nun muss ich jeweils 2 oder 3 Punkte miteinander verbinden. Es darf aber keine Figur zwei Mal vorkommen.
Nun muss ich am Computer eine Übung mit Zahlen machen. Dabei muss ich mir immer die vorletzte Zahl merken. Wenn diese Zahl dann vorkommt, muss ich die Taste drücken. z. B. bei der Zahlenreihe 5, 6, 8, 6, 7, 9, 5, 9 usw. muss ich die 6 und später die 9 drücken.
Bei der nächsten Übung muss ich immer, wenn eine gerade Zahl kommt, den Knopf drücken.

Anschließend habe ich eine Dreiviertelstunde Pause.
Die Praktikantin, die mit mir die Tests gemacht hat, und die zweite Praktikantin kommen pünktlich um 13:45 Uhr und holen mich. In einem Nebenraum muss ich zuerst diverse Fragen beantworten, wie:
Wann sind Sie gestern ins Bett gegangen?
Wann sind Sie vorgestern ins Bett gegangen?
Wann sind Sie vorvorgestern ins Bett gegangen?
Hatten Sie gestern Abend Alkohol?
Hatten Sie vorgestern Abend Alkohol?
Nehmen Sie Drogen?
Anschließend prüft die Praktikantin meine Beweglichkeit
Sie dreht meinen rechten und linken Ellbogen
Dann dreht sie mein rechtes und dann das linke Bein um das Knie
Dann misst mir eine junge hübsche Assistenz-Ärztin, welche sich neurologisch weiterbilden möchte, zuerst meinen Kopfumfang, um die richtige Netzhaube mit 256 Elektroden über den Kopf zu stülpen. Bevor sie dies aber tut, legt sie die Haube in eine Flüssigkeit, welche aus Shampoo und anderen Mittel besteht, welche anschließend die Leitfähigkeit garantieren sollen.
Die Elektroenzephalographie (EEG) zeichnet die Hirnströme an der Kopfoberfläche auf. Sie hilft bei der Diagnose von Anfallsleiden (Epilepsie) und vielen anderen Hirnfunktionsstörungen. Bevor sie anfängt, prüft sie am Bildschirm, ob wirklich alle Elektroden gut funktionieren.
Die erste Übung besteht darin, dass ich nach einem tiefen Ton meine Augen schließen und bei einem hohen Ton wieder öffnen muss. Anschließend muss ich eine Viertelstunde lang die Augen schließen. Am Schluss wird die erste Übung fünf Minuten wiederholt. Nach ca. einer Stunde kann ich wieder gehen.
Ich gehe um 15:30 zu meiner Hausärztin. Sie fragt mich, wie es mir ergangen sei in den vergangenen Tagen. Da ich das Antibiotikum gut vertragen habe, soll ich so weiter machen, wie wir letztes Mal besprochen haben, d. h. drei Tage das Azithromycin Sandoz und vier Tage das neu Mittel Plaquenil 200 mg. Ich bekomme vom Ersten zwei Pakete mit je drei Stück und vom Zweiten 1 Paket. Als ich ihr meine Medikamentenliste vom Jahr 2000 von meinem Hausarzt, ihrem Mann,. und dem Chefarzt des Universitätsspitals gebe, meint sie, dass dies die klassischen Mittel gewesen seien. Leider hätten damals die hohen Dosen nur die äußersten Schichten der Borrelioseviren vernichtet, während sich die inneren Schichten zurückgezogen und quasi versteckt hätten, sodass das Immunsystem meinte, dass alle Viren vernichtet seien. Im Hintergrund hätten sie sich aber wieder neu aktiviert.
Borrelien können den Angriffen von Antibiotika entgehen, indem sie sich in Ruheformen mit geringstem Stoffwechsel verwandeln und nur zeitweise aktiv werden.
Sie rät mir deshalb, die beiden oben erwähnten Mittel zu nehmen, und zwar vier Wochen lang.
08.07.2015
Ich melde mich in der Neurologie des Universitätsspitals B., wo ich den letzten Termin habe. Die Praktikantin und ihre Kollegin holen mich pünktlich um 10:00 Uhr ab. Zusammen gehen wir in den 4. Stock.
Heute macht die zweite Praktikantin die Tests mit mir, während die erste korrigierend zuschaut.
Bei der ersten Übung musste ich mir Zahlen merken, z. B. wenn zwei Zahlen kommen, muss ich mir immer die vorletzte merken. Wenn dann eine dieser Zahlen erscheint, muss ich auf den Knopf drücken.
z. B. wenn die Zahlen 10 und 15 erschienen, muss ich mir die 10 merken. Dann kommen die nächsten Zahlen, z. B. 20 und 16, dann muss ich mir die 20 merken. Wenn bei den nächsten Zahlen z. B. 20 und 9 kommen, muss ich die Taste drücken und gleichzeitig die Zahl 20 merken. usw.
Bei der nächsten Übung muss ich immer, wenn eine gerade Zahl kommt, den Knopf drücken. Dann die gleiche Übung noch einmal, aber zusätzlich muss ich bei einem hohen Ton die Taste ebenfalls drücken.
Am Tisch legt mir die zweite Praktikantin eine komplizierte Skizze vor, welche ich nachzeichnen muss. Anschließend nimmt sie die Skizze weg und ich muss sie aus dem Gedächtnis heraus noch einmal aufzeichnen. Dann das gleiche Spiel noch zwei Mal.
Dann gibt es diverse Tests mit farbigen Klötzchen, wobei ich diese nach Vorlage richtig zusammenstellen musste. Nach etlichen Fragen muss ich noch verschiedene Gedächtnisübungen machen.
Wie am 19.03. muss ich einen Stift einer Nut entlangführen, in Löcher stecken oder auf Quadrate trommeln.
Es folgten dann diverse andere Tests, bei denen ich mir – wie bereits am 19.03. – Wortreihen merken, Worte nach der Farbe der Schrift benennen oder das aktuelle Datum angeben soll.
Anschließend muss ich am Computer diverse Aufgaben lösen, z. B. auf drei Säulen sind farbige Kugeln, welche ich nun anhand der Vorgabe richtig einordnen muss, wobei der Schwierigkeitsgrad immer höher wird.
Um 11:15 Uhr sind wir schon fertig und ich werde mit dem besten Dank für meine Beteiligung an diesem Test verabschiedet.
10.07.2015
Ich gehe zur Neurophysio. Ich erzähle kurz, dass es seit dem letzten Mal nicht so gut gegangen sei und ich immer wieder Schmerzattacken hatte. Wir einigen uns, dass sie mich heute am Knie behandelt, denn nachher hat sie drei Wochen Ferien.
Neurophysiologische Behandlung
Die Therapeutin streckt mein rechtes Bein.
Dann lockert sie die Streckung.
Sie massiert mein Knie und streckt das Bein erneut.
Dies wiederholt sie ein paar Mal.
Anschließend muss ich mich auf die Bettkante setzen. (die Füße sind breitbeinig auf dem Boden und die Fußspitze senkrecht zu den Kniescheiben)
Nun muss ich den rechten Fuß so weit als möglich nach vorne schieben.
Wieder zurück in die Ausgangsstellung.
Ich wiederhole diese Übung 10 Mal.
Gleiche Übung aber dieses Mal nicht so weit nach vorne, dafür etwas schneller.
Nun zeigt sie mir noch zwei Übungen, um die Muskeln im rechten Bein zu stärken.
Ich stelle mich an eine Wand oder ein Möbelstück.
Das linke Bein und der linke Fuß sind vorne, während das rechte Bein und der rechte Fuß eine Schrittlänge hinten sind.
Das Hauptgewicht ist auf dem linken Bein und Fuß.
Nun versuche ich, das rechte Bein etwas zu strecken, bis es in den unteren Waden spannt.
Ich halte die Spannung und zähle bis 10.
Nun lockere ich das Bein wieder und mache eine kurze Pause.
Ich wiederhole diese Übung 3 bis 4 Mal.
Bei der zweiten Übung nehme ich die gleiche Grundeinstellung ein.
Das Hauptgewicht ist auch hier auf dem linken Bein und Fuß.
Nun gehe ich mit dem rechten Bein etwas in die Knie, d. h. das Knie wird leicht gebeugt und es entsteht eine Spannung im Oberschenkel.
Ich halte die Spannung und zähle bis 10.
Nun lockere ich das Bein wieder und mache eine kurze Pause.
Ich wiederhole diese Übung 3 bis 4 Mal.
Anschließend muss ich mich auf das Bett legen.
Die Therapeutin massiert nun dieses Knie und den Oberschenkel außen und innen, wobei sie diverse Schmerzpunkte ausfindig macht.
Anschließend massiert sie das Knie und die Unterschenkel außen und innen.
Sie biegt mein Bein im Kniegelenk langsam hin und her.
Sie bittet mich, das Bein langsam zu strecken und wieder langsam im Knie zu biegen.
Nun muss ich das Bein langsam strecken und wieder langsam zurück, wobei sie immer etwas Gegendruck gibt.
Am Ende macht sie ein Tape über mein rechtes Knie.
Nun wiederholen wir kurz die heutigen Übungen.
Anschließend wünschen wir uns gegenseitig schöne Ferien.
11.08.2015
Ich habe einen Termin bei meinem Neurologen in L. Er möchte wissen, wie es mir ergangen ist. Ich erkläre ihm, dass ich die erste Woche etwas Mühe gehabt hätte, da ich unter Brechreiz und Schlechtheitsgefühl litt. Das Zittern ist zwar nicht besser geworden, aber im Moment stören mich meine Muskelverhärtungen und Knieschmerzen mehr. Auch er meint, dass Parkinson auch Muskelverhärtungen auslösen könne. Er erklärte mir dann, dass es, wenn mich das Zittern stark störe, noch ein weiteres Mittel gebe, welches das Zittern fast zum Verschwinden bringe, welches aber sehr starke Nebenwirkungen hätte, sodass er es eigentlich erst einsetzen möchte, wenn es nicht mehr gehe. Da ich im Moment aber doch einiges schlucken muss und mir noch die Zahnsanierung bevorsteht, möchte ich noch warten, was er auch versteht.
14.08.2015
Ich gehe zur Neurophysio. Ich erzähle ihr kurz, wie es mir in der vergangenen Woche ergangen ist. Am Tag nach ihrer Behandlung hatte ich am Abend wieder einen der schmerzhaften Stiche. Sonst hatte ich fast jeden Tag zu verschiedenen Zeiten leichte oder heftigere Schmerzattacken. Allerdings hatte ich früher weiterhin Schmerzen, während sie in dieser Woche meistens nach ein oder zwei Minuten wieder verschwanden.
Zuerst muss ich auf den Rücken liegen. Die Therapeutin bearbeitet dann mein rechtes Bein von den Zehen bis zum Oberschenkel. Zwischendurch findet sie wieder einige Schmerzpunkte, wovon einige sehr schmerzhaft sind. Anschließend liege ich auf dem Bauch und sie bearbeitet mein rechtes Bein auf der Rückseite. Am Schluss zeigt sie mir noch einmal kurz die LSVT-Übungen.
15.08.2015
Ich habe heute einen Termin bei meiner Hausärztin. Was mich heute ärgert ist, dass ich einen Termin um 09:45 Uhr gehabt hätte, dass aber zwei Patienten, welche später kamen als ich, vor mir drankommen. Ich werde erst um 10:50 Uhr aufgerufen, mit der Begründung, dass die andern beiden Neupatienten gewesen seien. Ich erkläre der Ärztin, dass ich es hätte akzeptieren können, wenn man mich wenigstens informiert hätte. Als ich ihr mitteile, dass ich gegangen wäre, wenn ich noch 5 Minuten länger hätte warten müssen, ist sie beleidigt und hält mir eine 10minütige Strafpredigt. Sie meint, dass ich kein Verständnis hätte, wenn sie bei einem Patienten etwas länger bräuchte. Zudem hätte auch ich kein Anrecht auf eine fixe Zeit.
Auf mein E-Mail, welches ich ihr am 27.07.2015 gesandt hatte, geht sie zuerst gar nicht groß ein. Sie sagt nur, dass sie daraus gespürt hätte, dass ich mit ihr nicht zufrieden sei. Man könne daraus erkennen, dass ich unzufrieden sei, was überhaupt nicht stimmt. Ich habe damals nur Tatsachen aufgelistet, z. B., dass ich nun schon seit sechs Jahren Fußsohlenschmerzen hätte oder dass ich nun schon seit vier Jahren an meinen Knieschmerzen herumdoktere usw. Sie meint dann, dass es, wenn man diese beiden Probleme hätte, laut der Schulmedizin nur eine Lösung gebe, nämlich ein künstliches Kniegelenk, welches aber auch nicht unproblematisch sei.
Sie geht dann plötzlich auf E-Mails ein, welche ich eigentlich ihrem Mann gesandt hatte. Ich hatte ihm zum Beispiel geschrieben, dass ich, wenn ich das was ich heute über Parkinson wisse, schon damals gewusst hätte, voraussagen hätte können, dass ich eines Tages an Parkinson erkranken würde. Sie erklärt mir, dass diese Bemerkung eigentlich fehl am Platz sei, da sie und ihr Mann sich die größte Mühe geben würden, mir meine Krankheit so gut als möglich erträglich zu machen.
Für meine Probleme schlägt sie mir vor eine Eigenbluttherapie zu machen, wobei dem Patienten Blut entnommen wird und anschließend beim Gesäß wieder injiziert wird. Dieser Vorgang werde jeden zweite Tag gemacht, insgesamt 12 Mal.
Auf meine Frage, ob immer noch Entzündungen in mir hätte, meint sie klar: Ja. Auf meine Frage, wieso ihr Mann dann meint, dass diese weg sind, und sie sagt, ich hätte sie noch, erklärt sie, dass es darauf ankomme, wie man es anschaue und definiere. Also eine „klare Antwort.“ Ich stelle mir immer noch diese Frage.
Auf meine weitere Frage, ob ich immer noch zu viele rote Blutkörperchen hätte, antwortet sie, dass ich diese schon lange hätte. Dabei kam dies erst im Januar bei einer Blutkontrolle hervor, also wieder eine „klare Antwort.“
Inzwischen ist schon fast eine Stunde vergangen und ich habe keine Lust mehr auf die Theorien meiner Ärztin.
Sie erwähnt dann noch, dass das Schicksal von gewissen Patienten ihr nahe gehen würde und ich sei eben auch einer von ihnen, darum möchte sie mir helfen, mein Leben erträglicher zu machen.
Am Schluss schlägt sie mir eine Blutentnahme vor, damit wir das neueste Blutbild hätten, um das weitere Vorgehen besser bestimmen zu können. Sie würde sich dann per E-Mail wieder melden.
15.09.2015
Im Fernsehen kommt eine Medizinsendung über Polyneuropathie. Bei dieser Nervenkrankheit treten in den Händen und Füßen die gleichen Symptome auf, wie es sich in meinen Füßen abspielt, also Kribbeln oder Taubheitsgefühle. Anschließend hole ich mir aus dem Internet div. Unterlagen. Ich bin zu einem großen Teil überzeugt, dass ich diese Krankheit auch habe.
17.09.2015
Ich melde mich in der Neurologie des Universitätsspitals B., wo ich einen weiteren Termin habe. Die beiden Praktikantinnen, die die Tests mit mir gemacht haben, holen mich pünktlich um 10:00 Uhr ab. Zusammen gehen wir in den 4. Stock. Bevor die eine mit Tests und Fragen anfängt, übergibt mir die andere noch einen iPad mit verschiedenen Fragen, welche ich zu Hause beantworten kann. Anschließend machen sie mit mir diverse Tests weiter und stellen etliche Fragen über meine Gesundheit. Die Fragen und Tests sind fast die Gleichen wie am 26.06.2015. Am Schluss kopieren sie noch meine Medikamentenliste.
18.09.2015
Ich gehe zur Neurophysio. Ich erzähle kurz, wie es mir in den vergangenen Tagen ergangen ist und gebe das Sehnenband zurück. Als ich erkläre, dass ich nun einen Knieschoner trage, meint die Therapeutin, dass dies auch nicht schlecht sei, da dies vor allem im Kopf eine Schmerzberuhigung auslösen könne. Als ich ihr erzähle, dass es mit meinen Knieschmerzen besser verlaufe, seit sie vor allem die Stellen vom Fuß bis zum Knie behandelt hätte, sagt sie, dass sie dort weiter machen wolle. Ich erzähle ihr dann, dass ich, wenn ich die Blackroll anwende, im Oberschenkel praktisch keine Schmerzpunkte mehr finde, während es in der Wade schon noch einige Punkte gibt, was sie bestärkt, mich vom Fuß bis zum Knie zu behandeln.
Da sie am letzten Wochenende einen weiteren Kurs besucht hat, möchte sie am Schluss der heutigen Behandlung bei mir das Gelernte anwenden, wenn ich nichts dagegen hätte. Da es bei dieser Behandlung vor allem auch um neue Formen für Parkinsonpatienten geht, habe ich natürlich nichts dagegen.
Sie behandelt mich also zuerst vom Fuß bis zum Knie, dann kurz vom Knie an aufwärts. Anschließend wendet sie diese neue Form an, bei der sie meinen Kopf für eine gewisse Zeit in ihren Händen hält. Ich werde dabei ganz ruhig, so dass sogar mein linker Arm und mein linkes Bein aufhören zu zittern. Am Schluss klebt sie mir noch ein kleines Band auf den inneren Schmerzpunkt.
02.10.2015
Ich gehe zur Neurophysio. Ich erzähle kurz, wie es mir in den vergangenen Tagen ergangen ist. Die ganze Woche war nicht so schlecht, denn ich hatte doch einige schmerzfreie Tage. Letzten Mittwoch konnte ich zum ersten Mal sogar die Knieübung machen ohne Schmerzen. Leider hatte ich dann aber gestern Donnerstag beim Treppengehen wieder Probleme. Die Therapeutin ist erfreut und erklärt mir, dass sie so weiter verfahre wie das letzte Mal. Sie massiert also mein rechtes Knie von den Zehen bis zum Oberschenkel. Anschließend wendet sie diese neue Form an, bei der sie meinen Kopf für eine gewisse Zeit in ihren Händen hält. Ich werde dabei ganz ruhig, so dass sogar mein linker Arm und mein linkes Bein aufhören zu zittern.
Am Nachmittag gehe ich in die Neurologie des Universitätsspitals B. wo ich einen weiteren Termin habe.
Eine Praktikantin führt mich in einen Nebenraum, wo ich zuerst diverse Fragen beantworten muss, wie
Wann sind Sie gestern ins Bett gegangen?
Wann sind Sie vorgestern ins Bett gegangen?
Wann sind Sie vorvorgestern ins Bett gegangen?
Hatten Sie gestern Abend Alkohol?
Hatten Sie vorgestern Abend Alkohol?
Nehmen Sie Drogen?
Anschließend prüft sie meine Beweglichkeit
Sie dreht meinen rechten und linken Ellbogen
Dann dreht sie mein rechtes und dann das linke Bein um das Knie
Dann misst mir eine junge hübsche Assistenz-Ärztin, welche sich neurologisch weiterbilden möchte, zuerst meinen Kopfumfang, um die richtige Netzhaube mit 256 Elektroden über den Kopf zu stülpen. Bevor sie dies aber tut, legt sie die Haube in eine Flüssigkeit, welche aus Shampoo und anderen Mittel besteht, welche anschließend die Leitfähigkeit garantieren sollen.
Die Elektroenzephalographie (EEG) zeichnet die Hirnströme an der Kopfoberfläche auf. Sie hilft bei der Diagnose von Anfallsleiden (Epilepsie) und vielen anderen Hirnfunktionsstörungen. Bevor sie anfängt, prüft sie am Bildschirm, ob wirklich alle Elektroden gut funktionieren.
Die erste Übung besteht darin, dass ich nach einem tiefen Ton meine Augen schließen und bei einem hohen Ton wieder öffnen muss. Anschließend muss ich eine Viertelstunde die Augen schließen. Dann wird die erste Übung wiederholt und am Schluss muss ich die Augen fünf Minuten offenhalten.
Anschließend werde ich von der Praktikantin abgeholt und wir gehen in den vierten Stock, wo ich weitere Übungen machen muss.
Zuerst soll ich am Computer zwei Tests und dann am Tisch mehrere Übungen machen. Es sind dieselben wie am 03.07.
Es kommen dann noch verschiedene Fragen, bevor ich um ca. 16:15 Uhr entlassen werde.
08.10.2015
Ich habe um 10:00 Uhr einen weiteren Termin in die Neurologie des Universitätsspitals B. Zuerst muss ich noch warten bis mich die zuständige Praktikantin abholt. Wir gehen zusammen in den 4. Stock, wo ich verschiedene Tests wie am 19.03. und am 08.07. 2015 mache.
Am Schluss stellte sie mir diverse Fragen, z. B. ob ich Drogen nehmen, ob ich rauchen würde oder ob ich Alkohol trinken würde und wie viel. usw.
23.10.2015
Ich gehe zum vorläufig letzten Mal zur Neurophysio. Ich erzähle kurz, wie es mir in den vergangenen zwei Wochen ergangen ist. Leider hatte ich am vergangenen Freitag wieder einen heftigen Schmerzanfall. Wir waren bei unserer Tochter. Dabei war vielleicht das Treppensteigen in den dritten Stock nicht so gut für mich, denn als wir in S. ankamen, stellten wir fest, dass wir erst in einer Viertelstunde einen Bus gehabt hätten. Wir entschlossen uns daher, den Rest der Strecke nach Z. zu laufen. Als ich zur Unterführung hinunter wollte, hatte ich eine solch heftige Schmerzattacke, wie ich sie im vergangenen halben Jahr nicht mehr hatte. Ich konnte im ersten Moment gar nicht mehr richtig gehen und musste mich am Geländer festhalten. Schließlich ging es dann wieder einigermaßen. Je länger wir gingen, umso mehr ließen die Schmerzen nach. Trotzdem hatte ich in den folgenden Tagen immer wieder Schmerzen im rechten Knie.
Die Therapeutin schlägt vor, dass sie mich noch einmal am Knie und anschließend am Kopf behandelt. Auch jetzt findet sie wieder diverse Schmerzpunkte um das rechte Knie.
Bei der Kopfbehandlung bringt sie wieder eine Ruhe in meinen Körper, denn das Zittern meiner linken Seite von Kopf bis Fuß ist wieder weg.
Ich überreiche ihr am Schluss, als Dank, noch mein Buch in welchem ich die Besteigung des Kilimandscharo beschreibe.
05.12.2015
Max schreibt mir aus Taiwan, dass sie dort von einem entfernten Bekannten gehört haben, welcher auch Parkinson hat. Dieser hat nun mehr aus Verzweiflung 3x8 Tabletten se2 eingenommen. Dabei hätte sich sein Parkinson innerhalb eines halben Jahres um 80 % reduziert.
09.02.2016
Ich habe einen Termin bei meinem Neurologen in L. Heute zittere ich wieder extrem. Er möchte wissen, wie es mir ergangen ist. Ich erkläre ihm, dass es unterschiedlich sei, denn manchmal zittere ich mehr, manchmal wieder weniger. Wenn ich aufwache, zittert nur mein linkes unteres Bein, später das ganze Bein, dann mein linker Arm und wieder etwas später auch die linke Hand, also die ganze linke Seite. Wenn ich dann sitze, kann es sein, dass nur das linke untere Bein und der Fuß zittern, oder nur der linke Arm. Er sieht dann auch, dass ich im Moment stark zittere. Er meint dann, dass nun die Zeit gekommen sei, wo man meine Medikamente anders einstellen müsste. Er rät mir, dass ich in Zukunft am Morgen 1 ½ Sinemet, am Nachmittag und Abend jeweils 1 Tablette nehmen soll. Anschließend solle ich alle drei Tage erhöhen bis ich morgens, mittags und abends je 1 ½ Tabletten einnehme. Das Akineton könne ich hingegen auf ½ Tablette am Morgen reduzieren.
Anschließend macht er noch diverse Tests:
Neurologische Tests
Dazu soll ich die Hände auf meine Oberschenkel legen.
Die rechte Hand abwechselnd, so schnell als möglich, mit der Innen- und dann mit der Außenseite auf meinen Oberschenkel legen.
Die gleiche Übung mit der linken Hand.
Den rechten Zeigfinger und den rechten Daumen abwechselnd, so schnell als möglich, zusammenbringen und wieder auseinanderspreizen.
Die gleiche Übung mit dem linken Zeigfinger und Daumen.
Der Arzt bewegt meinen rechten Arm rauf und runter, um die die Beweglichkeit festzustellen.
Das Gleiche mit dem linken Arm.
Das Gleiche mit dem rechten Bein.
Das Gleiche mit dem linken Bein.
Ich muss meinen Kopf ein paar Mal nach links und dann nach rechts drehen.
Ich muss meinen Kopf ein paar Mal nach vorne und dann nach hinten bewegen.
Ich muss aufstehen und mich nach hinten fallen lassen, wobei der Arzt hinter mir steht und mich auffangen würde, falls ich meinen Ausfallschritt zu spät machen würde.
Nun muss ich im Gang hin und her laufen.
Dieses Mal habe ich 14 Punkte, das heißt gegenüber dem letzten Mal eine wesentliche Verschlechterung von 7 Punkten.
Ich spreche den Arzt dann auf meine gefühllosen Füße an und dass mein Hausarzt einen Test mit der Gabel gemacht hätte, bei dem ich nichts gespürt hätte.
Er schlägt mir vor, einmal einen Elektrotest zu machen, bei dem meine Nervenleitfähigkeit getestet wird. Ich bekomme einen Termin für den 17.05.2016 um 09:00 Uhr.
22.04.2016
Da mich neben dem Parkinson zeitweise vor allem starke Knieschmerzen plagen, falle ich manchmal in ein moralisches Tief und bin verzweifelt. Obwohl ich jeden Abend den Herrgott darum bitte, mir gesundheitlich beizustehen und mich wieder gesund zu machen, spüre ich nichts davon. Ich habe je länger je mehr meine Zweifel, da ich mittlerweile nicht nur mit Parkinson, sondern mit Fußschmerzen, mit Venenproblemen, starken Knieschmerzen, Blasenproblemen, Magen-Darm-Problemen, Hormon-, Blut-, Rücken- und Zahnproblemen zu kämpfen habe. Es scheint, dass meine Liste der gesundheitlichen Probleme immer größer wird. Vor allem meine heftigen Knieschmerzen veranlassen mich immer mehr zu fluchen. Ich ertappe mich öfters, dass mir das eine oder andere „Gottverdammi“ rausrutscht, was ich am Abend, wenn ich vor dem Einschlafen meinen täglichen Rückblick mache, bereue und den Herrgott darum bitte, mir zu vergeben, da ich dies nicht möchte. Trotzdem schimpfe ich öfters mit dem Herrgott und frage ihn immer wieder, was ich falsch gemacht habe, dass er mich mit solchen gesundheitlichen Problemen bestraft. Ich bin hin- und hergerissen und es kommen mir öfters Gedanken, mit dem Beten und dem Glauben an Gott aufzuhören, da es sowieso nichts nützt. Wenn ich sehe, dass solche, welche nicht an Gott glauben, besser dran sind als ich, habe ich wirklich meine Zweifel. Wenn ich dann am Abend im Bett liege, bete ich aber trotzdem wieder zu Gott und bitte ihn, mir zu helfen. Ich weiß nicht, wieso. Irgendwie sage ich mir, dass, wenn ich nicht an Gott glauben würde, dass ich vielleicht noch schlimmer dran, oder gar nicht mehr hier wäre.
17.05.2016
Ich habe einen Termin bei meinem Neurologen. Er sieht sofort, dass ich mehr zittere als vorher. Er meint, dass er mir empfehlen würde, die Tabletteneinnahme zu ändern. In Zukunft werde ich nun Stalevo anstelle von Sinemet nehmen müssen. Allerdings muss ich diese Umstellung langsam vornehmen. Zudem soll ich vom Akineton wieder 2 Mal ½ Tablette nehmen. (siehe unten)
1. Woche
Sinemet 1 ½ 1 ½ 1 ½
Stalevo 0 0 0
Akineton ½ 0 ½
2. Woche
Sinemet 0 1 ½ 1 ½
Stalevo 1 0 0
Akineton ½ 0 ½
3. Woche
Sinemet 0 0 1 ½
Stalevo 1 1 0
Akineton ½ 0 ½
4. Woche
Sinemet 0 0 0
Stalevo 1 1 1
Akineton ½ 0 ½
Sollte ich Verdauungsstörungen bekommen, empfiehlt er mir, Motilium lingual zu nehmen.
Wir reden dann noch über eine DatScan-Untersuchung. Er meint, dass man diese Untersuchung nur macht, wenn man nicht ganz sicher sei, dass man unter Parkinson leide. Bei mir sei es aber eindeutig, da ich viele typische Parkinsonzeichen wie einseitiges Zittern, nächtlichen Speichelfluss oder Geruchsstörungen usw. hätte. Der nächste Schritt wäre dann, die Tabletten so einstellen, dass es mir eine bessere Lebensqualität gebe. Wenn dies nicht mehr möglich und das Zittern so stark sei, dass es mich zu stark einschränkt, müsse man über die Einpflanzung einer Sonde im Gehirn nachdenken. Allerdings werde dies der allerletzte Schritt sein, da so eine Operation auch nicht alles sei und leider auch schon Todesfälle vorgekommen seien.
Der Neurologe untersucht anschließend an beiden Beinen und Füßen die Nervenströme. Er stellt dabei fest, dass es sich bei meinen Fuß- und Beinproblemen um eine Polyneuropathie handelt, d. h. einer Nervenschädigung, welche auch diese Taubheitsgefühle in meinen Füßen ausgelöst hätte.
Zur Prüfung der Nervenfunktion dient die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG). Hierfür werden unter kontrollierten Bedingungen elektrische Reize auf die zu untersuchenden Nerven gegeben und der Reizerfolg aufgezeichnet. So können Nervenschädigungen genau diagnostiziert und beurteilt werden.
Nach der Untersuchung erklärt mir der Neurologe, wie diese Krankheit entsteht. Er wird meinem Hausarzt einen Bericht schreiben und ihn bitten, noch einmal einen Bluttest zu machen und vor allem zu untersuchen, ob ich eventuell unter Zucker leiden würde. Man müsste dabei auch die Nieren- oder Lebertätigkeiten prüfen.
Als ich im Internet nachschaue, zieht es mich etwas runter, was verständlich ist, wenn man die Zukunft im Rollstuhl sieht. (siehe dazu unter Polyneuropathie)
Was mich ärgert, ist, dass ich vor drei Jahren einmal im Internet geschaut habe und schon damals bei meinem Hausarzt den Verdacht äußerte, dass ich unter Polyneuropathie leiden würde. Er hat mich damals nur abgewimmelt und gemeint, dass dies nicht möglich sei. Natürlich hat er dann die Untersuchungen nicht gemacht, welche man hätte machen sollen.
20.05.2016
Nachdem ich gestern in der Apotheke Stalevo, das neue Parkinsonmittel geholt hatte, lese ich die Medikamenteninformation durch und sehe, dass Vorsicht geboten sei, wenn man bisher unter entzündlichen Darmerkrankungen gelitten hätte. Ich rufe deshalb in der Praxis meines Neurologen an und erkläre seiner Assistentin, dass ich schon vier Mal unter Divertikulitis gelitten hätte und erst im Februar 2016 fünf Tage im Spital gewesen sei.
Sie erklärt mir, dass sie dies zuerst mit dem Arzt besprechen müsse und mich wieder zurückrufen werde.
23.05.2016
Nachdem ich schon am Freitag in der Praxis des Neurologen angerufen, bis heute aber keine Antwort bekommen habe, rufe ich noch einmal an und erkläre der anderen Assistentin noch einmal, dass ich von dem Doktor ein neues Parkinsonmittel bekommen hätte und beim Durchlesen der Medikamenteninformation gelesen habe, dass Vorsicht geboten sei, wenn man unter entzündlichen Darmerkrankungen gelitten hätte. Auch ihr erkläre ich, dass ich schon vier Mal unter Divertikulitis gelitten hätte und erst im Februar 2016 fünf Tage im Spital gewesen sei. Auch sie erklärt mir, dass sie dies zuerst mit dem Arzt besprechen müsse und mich wieder zurückrufen werde.
Sie ruft mich zurück und erklärt mir, dass ich das Stalevo nehmen dürfe, dass ich, wenn ich aber nicht ganz sicher sei, auch weiter verfahren könne wie bisher und der Arzt. dies mit mir das nächste Mal besprechen würde.
Hausarzt & Hausärztin
24.05.2016
Ich habe einen Termin bei meinem Hausarzt wegen meiner Polyneuropathie. Da ihm mein Neurologe noch keinen Bericht geschrieben hat, möchte er den Stand der Untersuchung von letzter Woche Wissen, und auch die Ergebnisse meiner jüngsten Untersuchung bei meinem Hautarzt in B., den Stand mit meiner Zahnsanierung, den Stand mit meinem Knie, meinen Füßen und dem Parkinson.
Als ich ihm erzähle, dass sich ein Arzt im Spital gewundert hätte, dass man bei meinen Füßen nicht schon vor sechs Jahren eine neurologische Untersuchung gemacht hätte, entschuldigt er sich und sagt, dass dies bei ihm etwas unter gegangen sei, da er sich zu viel auf Parkinson, Borreliosen und die Zahnsanierung konzentriert hätte. Ich erkläre ihm, dass Mich mein Neurologe letzte Woche untersucht und nun festgestellt habe, dass ich tatsächlich Polyneuropathie hätte, und dass er ihm einen Bericht schreiben wollte mit der Bitte, mein Blut auf Diverses zu prüfen, darunter die Zucker-, Nieren-, Leber- und Vitaminwerte.
Mein Hausarzt hat aber, wie schon erwähnt noch keinen Bericht bekommen. Er ist immer noch überzeugt, dass die Borreliosen bei mir eine Rolle spielen. Er schlägt mir vor, zuerst das Blut zu untersuchen und dann weiterzuschauen. Er erzählt mir dann von einem Professor, welchem es gelungen ist, die Borreliose zu eliminieren, indem man dem Patienten Blut entnimmt, dieses sofort tiefkühlt und anschließend dem Patienten wieder ins Gesäß einspritzt. Allerdings müsse man diesen Vorgang vier Wochen lang machen, und zwar jede Woche 2 Mal.
Anschließend gibt mir die Assistentin zwei Termine, und zwar für die Blutentnahme am 31.05.2016 um 8:30 Uhr und am 07.06.2016 um 9:00 Uhr zur Besprechung und Prostatakontrolle.
07.06.2016
Ich habe einen Termin bei meinem Hausarzt zur Besprechung der Laborwerte. Eigentlich sieht alles nicht so schlecht aus. Die Nieren-, Leber und Zuckerwerte sind gut. Entzündungen habe ich keine mehr. Das einzige, was nicht so gut ist, ist, dass ich zu viele rote Blutkörperchen habe und der Eisen- und der Vitamin B12-Wert etwas tief sind. Deshalb müssen wir den Aderlass machen. Anschließend muss der Eisen- und Vitamin B12-Wert nachkontrolliert werden. Aus den Laborwerten kann man auch sehen, dass ich einmal Probleme mit Borrelienviren gehabt hätte. Der Hausarzt hat meine Laborwerte an meinen Neurologen geschickt und ist gespannt, was dieser dazu meint.
Was das Parkinson angeht, glaubt mein Hausarzt. immer noch, dass es mit den Borrelien im Zusammenhang steht. Er wird dies mit meinem Neurologen. besprechen und ihm den Vorschlag machen, dass man mich im Spital noch einmal darauf testet. Er erzählt mir dann noch einmal von diesem Professor, welchem es gelungen ist, die Borreliose zu eliminieren.
Im Weiteren möchte mein Arzt noch wissen, wie es meinen Knieproblemen gehe. Ich erzähle ihm, dass es mit dem Tapen eigentlich recht gut gehen würde und ich seit bald zwei Wochen keine größeren Probleme mehr gehabt hätte. Als ich ihm von dem Gerät erzähle, mit dem ich meinen Oberschenkel abklopfe, meint er, dass dies sicher gut sei. Er zeigt mir noch, welche Punkte ich behandeln könne. Als ich ihm erzähle, dass ich seit drei Wochen Ananas essen würde, was mir ein Schulkollege empfohlen hätte, weil diese Frucht gewisse Enzyme enthalte, meint er, dass dies stimme und ich es ruhig weiter probieren könne.
Der Hausarzt fügt noch hinzu, dass die Laborwerte ergeben hätten, dass ich nicht zu viel Milchprodukte nehmen sollte, da diese Magen- und Darmprobleme verursachen könnten, wie Durchfall oder Blähungen.
12.07.2016
Ich habe einen Termin bei meiner Hausärztin. Sie und ihr Mann haben meine gesundheitliche Situation besprochen, weshalb sie mich sehen wollte. Es scheint aber, dass sie sich nicht vorbereitet hat, denn sie sucht im PC meine Gesundheitsgeschichte, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Sie erzählt mir dann, dass sie und ihr Mann über meine gesundheitliche Situation geredet und beschlossen hätten, dass ich wieder bei ihr zur Sprechstunde gehen sollte. Zudem sei er gerade bei einer Masterarbeit und im Moment ein wenig im Stress. Nachdem sie dann meine Gesundheitsgeschichte vor sich hat, meint sie, dass sie bei mir noch einmal einen Bluttest machen wolle, um festzustellen, ob ich noch Entzündungen hätte und woher diese kommen. Zudem wolle sie wissen, wie es mit meinen Nieren-, Leber-, Milz-, Zucker- und dem Cholesterinwerten stehe. Als ich erwähne, dass wir erst einen umfassenden Bluttest gemacht hätten und ihr Mann gesagt hätte, dass diese Werte gut seien, meint sie nur, dass sie vor allem feststellen wolle, wie es mit meinen Spurenelementen, vor allem den Mineralien, stehe. Sie hätte bei ihrer Masterarbeit festgestellt, dass die Mittel Viabiona Kupfer, Chromvital, Mangan Citrat und Eisen nicht diese Wirkung gezeigt hätten, wie sie erwartet habe. Ich solle also diese Mittel weglassen, damit wir nächste Woche einen anderen Bluttest machen können. Wenn jemand einen Mangel an diesen Stoffen habe, erreiche man mit einer Infusion viel bessere Resultate.
Sie fragt mich dann noch wegen meinem Gewicht und meinen Essgewohnheiten z. B. ob ich Milch trinken, Milchprodukte oder Eiweiß nehmen würde. Als ich ihr erkläre, dass ihr Mann mir empfohlen hätte,nicht zu viel Milchprodukte zu nehmen, wegen meinen Darmgeschichten, meint sie nur, dass ich laktosefreie Milch oder Jogurt nehmen solle. Sie meint, dass ich möglichst wenig zuckerhaltige Produkte zu mir nehmen solle.
Anschließend nimmt mir die Assistentin drei Röhrchen Blut ab und spritzt mir ein Mittel ein, um eine halbe Stunde später noch ein weiteres Röhrchen Blut zu nehmen. Am Schluss spritzt sie mir noch B12. Sie macht dies wirklich gut. Von allen Angestellten in der Praxis meines Hausarztes macht sie dies wirklich am besten.
29.07.2016
Die Hausärztin sendet mir zwei E-Mails mit den Laborwerten. Die Analyse der Mineralstoffe hat ergeben, dass ich vor allem einen Mangel an Selen hätte, welcher zu Muskelverspannungen und Unruhe führen kann. Selen ist auch sehr wichtig für die Entsorgung von Quecksilber, welches einen Zusammenhang mit dem Parkinson ergeben kann.
Selenmangel ist zudem der Beginn unterschiedlichster Erkrankungen. Augenkrankheiten, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs zählen ebenso dazu wie Multiple Sklerose und Parkinson (Angriff auf Nervenzellen), Alzheimer (Angriff auf Gehirnzellen) sowie viele andere mehr.
Kupfer ist leider nicht angestiegen und immer noch im Minus. Der Chromwert ist ebenfalls im Minus. Der Zinkwert ist viel zu hoch. Zudem hätte ich auch eine leichte Insulinresistenz, also die Vorstufe zu Diabetes 2. Zudem hätte der Bluttest immer noch Borrelien angezeigt.
Die Nierenfunktion, Hormone und der Cortisol-Test sind sehr gut. Mangan ist mit den Kapseln angestiegen und nun in einem guten Wert. Magnesium ist ebenfalls in einem guten Wert. Auch die Prostata ist in Ordnung.
Die Ärztin bittet mich telefonisch, mich bei ihr zu melden oder einen Termin abzumachen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
10.08.2016
Ich habe einen Termin in der Physiotherapie des Kantonsspitals Liestal. Ich erzähle Renzo, dass ich vor allem am Sonntag und Montag wieder leichte Schmerzen hatte und zwar auf der Innenseite, sowie der rechte Punkt vorne an der Kniescheibe. Es ist zwar kein heftiger hexenschussartiger Schmerz, sondern eher ein konstanter leichter Schmerz.
Renzo massiert zuerst das Knie, bevor er vor allem den inneren Punkt mit Ultraschall behandelt. Am Anfang ist es sehr schmerzhaft. Erst als er die Stärke reduziert, ist es besser. Anschliessend stabilisiert er meine rechte Kniescheibe mit zwei Tapes, und klebt er zwei Tapes darüber wie bisher.
15.08.2016
Ich habe einen Termin in der Praxis meines Hausarztes. In einem Nebenzimmer macht mir die Assistentin die Hormonspritze, was sie auch dieses Mal wieder sehr gut macht, denn ich spüre nichts.
Anschließend bin ich bei der Ärztin. Sie geht noch einmal auf die Analyse der Mineralstoffe ein. Während die Nierenfunktion, Hormone und der Cortisol-Test sehr gut sind und Mangan, sowie Magnesium gute Wert anzeigen und auch die Prostata in Ordnung ist, sind die Werte von Selen, Chrom, Molybdän und Kupfer im Minus. Zink ist extrem im Plus.
Sie empfiehlt mir, zuerst die Dosis der DHEA-Kapseln von 15 mg auf 10 mg zu reduzieren und vier weitere Vitamin B12-Spritzen im Abstand von eineinhalb Wochen zu machen. Im Weiteren empfiehlt sie mir eine Selenspritze. Ich solle mich dann nach drei Tagen melden.
Als ich sie frage, wo die Minus oder hohen Pluswerte herkommen, meint sie nur, dass es an der Ernährung liegen müsse. Sie verspricht, mir zwei Broschüren im PDF-Format zu senden.
Nebenbei erwähnt sie noch, dass das Quecksilber aus meinem Mund entfernt werden sollte. Als ich ihr erkläre, dass ich seit rund 30 oder 40 Jahren keine Quecksilberfüllungen hätte, sondern Kunststoff, ist sie ganz verwundert. Ich erkläre ihr dann auch, dass alle toten Zähne entfernt wurden und ich nun Kunststoff-Implantate hätte. Sie fragt, wo ich es machen lasse, und ist richtig überrascht, dass die Praxis in K. teurer sei als mein Zahnarzt. Sie wollte dann wissen, wie ich zu diesem gekommen und wie ich zufrieden sei. Als ich ihr erzähle, dass ich ihn über das Internet zu gefunden habe und er auch Kenntnisse in Homöopathie oder Mundakupunktur und Anderem besitzt, meint sie nur, dass sie nicht viel halte von diesen Methoden und sich lieber an die Schulmedizin halte. Obwohl ich der Meinung bin, dass die Schul- und die Naturmedizin zusammenarbeiten sollten, sage ich nichts mehr, denn die Ärztin neigt dann dazu, sich in einem Vortrag zu rechtfertigen.
Als ich sie auf meine Fußprobleme, welche ich nun schon sieben Jahre habe, sowie die Polyneuropathie anspreche, geht sie nicht groß darauf ein und meint nur, dass diese Krankheit viele Gesichter hätte.
Dann sagt sie etwas, das mich erstaunt, denn sie meint, dass mir das Kiffen weiterhelfen könnte.
Mein Hausarzt und auch seine Frau bilden sich ständig weiter und haben deshalb ein vielfaches Wissen, was ich eigentlich gut und vorbildlich finde. Ich habe aber das Gefühl, dass, wenn ein Patient mit einem Leiden zu ihnen geht, beide nicht mehr recht wissen, was sie von ihrem vielseitigen Wissen anwenden sollen. Sie, zum Beispiel, hat schon viele Proschüren verfasst mit den verschiedensten Themen, aber wenn es darauf ankommt, hat man das Gefühl, dass sie auch nicht mehr weiter weiß. Zudem muss man bei ihr aufpassen, was man sagt, denn sie ist auch schnell beleidigt. Außerdem braucht sie, wenn sie einem Laien etwas erklärt, zu viele Fachausdrücke und redet zu viel.
Nach meinem Gespräch mit der Ärztin zeigt mir die Assistentin, wie ich B12 selber spritzen kann, was ich dann auch gleich anwende.
B12 selber spritzen:
Zuerst muss ich die lange dickere Nadel auf die Spritze schrauben.
Die Glasampulle mit dem Vitamin B12 klopfen, damit die Flüssigkeit nach unten geht.
Dann das obere Ende der Glasampulle aufbrechen. Dabei den einen Daumen auf dem weißen Punkt der Ampulle und mit den Fingern der anderen Hand den oberen Teil abbrechen. Dabei einen Tupfer benutzen, um die Finger vor Glasscherben zu schützen.
Mit der Spritze (mit der langen dicken Nadel) den Inhalt der Ampulle in die Spritze ziehen.
Die lange Nadel durch die kleinere, aber dünnere Nadel ersetzen.
Mit dem Stempel die Luft aus der Spritze drücken, bis sich die Flüssigkeit im durchsichtigen Bereich der Nadel zeigt.
Mit dem Daumen und Zeigfinger einer Hand eine Bauchfalte fassen und mit der anderen Hand die Hautstelle desinfizieren.
Die Nadel leicht schräg bis zum Anschlag in die Bauchfalte stoßen.
Mit dem Stempel B12 langsam bis zum Ende in die Bauchfalte spritzen.
Spritze herausziehen und entsorgen.
Sicherheitshalber ein kleines Pflaster auf die Einstichstelle kleben.
Anschließend gibt mir die Assistentin noch die Selenspritze in meinen rechten Oberarm.
16.08.2016
Morgens um drei Uhr erwache ich mit heftigen Knieschmerzen. Das Zittern auf meiner linken Seite, vom Fuß bis zur Schulter war schon lange nicht mehr so heftig. Zudem ist mir schlecht. Vielleicht waren die drei Spritzen von gestern zu viel. Ich kann lange nicht mehr einschlafen.
Am Morgen ist alles wieder gut, einzig meine Knieschmerzen plagen mich den ganzen Tag ein wenig.
17.08.2016
Ich habe einen Termin in der Physiotherapie des Kantonsspitals L. Ich erzähle dem Therapeuten, dass ich letzten Donnerstagnachmittag, sowie am Montag wieder extreme Schmerzen hatte an diesem inneren Punkt, wo er mich das letzte Mal behandelt hatte. Er massiert und bewegt zuerst das Knie, bevor er vor allem den inneren Punkt mit Ultraschall behandelt. Dieses Mal wählt er eine niedere Stärke am Ultraschallgerät. Da die Stellen, wo er bisher das Knie getapt hatte, etwas entzündet sind, schlägt er vor, dass er heute kein neues Tape anbringt und ich zu Hause eine feuchtigkeitsspendende Creme auftragen solle. Zudem können wir auch feststellen, wie sich das Schmerzverhalten entwickelt. Sollte ich wieder Knieschmerzen bekommen, wisse ich ja, wie ich das Knie tapen könne.
Um 9:00 Uhr habe ich einen Termin bei meinem Neurologen. Er möchte zuerst wissen, wie es mir geht. Wir sprechen über das neue Mittel, das ich bis jetzt nicht genommen habe, über die Ergebnisse der jüngsten Blutuntersuchung, den ausstehenden Bericht an meinen Hausarzt und vereinbaren einen Termin in einem halben Jahr. enttäuscht außer
19.08.2016
Ich sende meiner Hausärztin ein E-Mail und teile ihr mit, wie es mir nach der Selenspritze und bei meinem Besuch beim Neurologenergangen ist. Ich äußere auch den Wunsch, dass man mich wegen den Fußschmerzen in die Fußabteilung der Orthopädie im Kantonsspital überweisen sollte, sowie wegen meinem Parkinson und der Polyneuropathie an die Uniklinik in B.:
Sehr geehrte Frau Doktor
Wie abgemacht möchte ich Ihnen berichten wie es mir die letzten Tage seit der Selenspritze vom letzten Montag den 15.08.2016 ergangen ist.
In der ersten Nacht, nach der Spritze, am Morgen um 03:00 Uhr, bin ich mit heftigen Fuß- und Kopfschmerzen links, sowie Knieschmerzen rechts aufgewacht. Die linke Körperseite, vom Fuß bis zur Schulter, inclusive linker Arm, zitterte dabei so stark, wie ich es bisher nicht kannte. Diese Schmerzen und das Zittern dauerten etwa eine Stunde und ließen dann nach, so dass ich wieder einschlafen konnte. Die ganze Zeit war es mir auch schwindlig.
Ich weiß nicht, ob es an der Selenspritze alleine, oder an den drei Spritzen Nebido, B12 und Selen zusammen lag oder nicht.
Außer, eben in der Nacht, hatte ich den ganzen Dienstag den 16.08.2016 keine Probleme. Ich war zwar den ganzen Tag müde und spürte leichte Schmerzen in meinem rechten Knie.
Am 17.08.2016 und 18.08.2016 war jeweils der ganze Tag nichts Außergewöhnliches.
Letzte Nacht bin ich um 01:30 Uhr mit starken Wadenschmerzen links aufgewacht. Die Wade war dabei steinhart. Nach zuerst warmem Abduschen und späterem Wechselduschen ließen die Schmerzen nach, sodass ich wieder weiterschlafen konnte. Ob dies etwas mit der Selenspritze zu tun hat, weiß ich allerdings nicht.
Am Mittwochmorgen, dem 17.08.2016 hatte ich einen Termin bei meinem Neurologen. Er wollte zuerst wissen, wie es mir geht. Ich erklärte ihm, dass es Tage gebe, wo ich vom Aufwachen, bis ich ins Bett gehe auf der linken Seite immer zittere. Dann gibt es Tage, wo ich dazwischen wieder ruhige Phasen habe. Am besten ist es, wenn ich mich bewege. Er fordert mich auf im Gang etwas hin und her zu laufen. Dann möchte er sehen, wie schnell ich die Finger bewegen kann. Er meint, dass es gar nicht so schlecht sei.
Was das neue Mittel (Stalevo) angeht, welches er mir das letzte Mal verordnet hatte, habe ich es bis jetzt nicht genommen, da ich im Moment ein Buch lese über Parkinson, worin steht, dass wenn man einmal unter Darmentzündungen gelitten hätte, dieses Mittel nicht nehmen sollte. Da ich schon vier Mal Divertikulitis hatte und das letzte Mal im Februar eine Woche im Spital gewesen sei, hätte ich auf Stalevo verzichtet. Mein Neurologe meint dann nur kurz, dass alle diese Mittel bei Darmentzündungen kritisch seien, auch Sinemet. Wegen dem Zittern könnte er mir noch ein zusätzliches Mittel verschreiben, allerdings mit dem Nachteil, dass es starke Nebenwirkungen habe und man dabei am Anfang jede Woche eine Blutuntersuchung machen müsste. Da ich nicht noch mehr Medikamente schlucken möchte, einigten wir uns, dass wir im Moment nichts ändern an den Medikamenten.
Er erzählt mir dann noch einmal das Gleiche, was er mir schon das letzte Mal erzählt hatte. Der nächste Schritt wäre, die Tabletten so einstellen, dass es mir eine bessere Lebensqualität gebe. Wenn dies nicht mehr möglich und das Zittern so stark sei, dass es mich zu stark einschränkt, müsse man über die Einpflanzung einer Sonde im Gehirn nachdenken. Was Verdauungsstörungen angehe, empfiehlt er mir, Motilium lingual zu nehmen.
Ich erkläre ihm dann, dass die letzte Blutuntersuchung mit der Analyse der Mineralstoffe Folgendes ergeben hätte. Während die Nierenfunktion, Hormone und der Cortisol-Test sehr gut sind und Mangan, sowie Magnesium gute Wert anzeigten und auch die Prostata in Ordnung ist, sind die Werte von Selen, Chrom, Molybdän und Kupfer im Minus. Zink ist extrem im Plus. Als ich ihm den Untersuchungsbericht geben möchte, meint er nur, dass er damit nichts anfangen könne. Nebenbei fragt er mich noch, was Molybdän sei, was mich etwas wundert.
Bei der letzten Untersuchung der Nervenströme an den Beinen hat er eine beginnende Polyneuropathie festgestellt und versprochen, dass er P. einen Untersuchungsbericht senden und dabei auch Anweisungen geben werde, was zu tun sei. Als ich ihm erkläre, dass man in der Praxis meines Hausarztes nichts bekommen hätte, schaut er im Computer nach und meint, dass dieser Bericht am 17.05.2016 gesendet wurde. Er gibt mir dann den Bericht. (siehe Anhang)
Als ich meine Fußprobleme erwähne, welche ich nun schon sieben Jahre hätte und frage, was wir nun machen wegen der Polyneuropathie, meint er nur, dass man da nicht viel machen könne. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er nicht mehr weiter weiß.
Ich bin enttäuscht und frage mich, was dieser heutige Termin eigentlich sollte und wieso man dann das letzte Mal eine solch teure Elektroneurographie-Untersuchung gemacht hat. Mein erster Gedanke war dann, ob ich mich nicht in einem Spital wie z. B. in Unispital B. neurologisch untersuchen lassen sollte, obwohl sie dort angeblich lange Wartezeiten haben.
Der Neurologe meint dann noch, dass ich Glück gehabt hätte, dass ich mit beiden neurologischen Problemen erst am Anfang sei und glücklicherweise bei beiden eine langsame Form hätte.
Er möchte mich in einem halben Jahr wiedersehen, außer meine Situation verschlimmert sich.
Nachdem es schon eine Weile gedauert hat, bis Ihr Mann mich, wegen den Knieschmerzen rechts in die Knieabteilung der Orthopädie im Kantonsspital gesendet hat, wäre es, nach sieben Jahren Fußproblemen wahrscheinlich an der Zeit, dass man mich deswegen an die Fußabteilung der Orthopädie im Kantonsspital überweisen würde.
Freundliche Grüße
Walter Schaub
Leider geht man darauf nicht ein.
10.09.2016
In der Gesundheitssendung „Gesundheit heute“ bringen sie einen Beitrag über Polyneuropathie. Dabei besucht Dr. med. W. eine Frau, welche in beiden Füßen und beiden Händen Gefühlslosigkeit und Schmerzen verspürt. Dr. med. W. hat sich mit dem Fall beschäftigt und empfiehlt ihr, diese bis zu vier Mal am Tag Pfeffersalbe einzustreichen. Bei bis zu 60 % der Patienten wurde eine markante Besserung festgestellt.
15.09.2016
Heute spritze ich B12 in meinen Bauch. (Siehe 15.08.2016)
19.09.2016
Ich mache mir ernsthafte Gedanken, den Hausarzt zu wechseln, da ich von der Praxis immer noch keine Antworten erhalten habe, wie es mit mir weiter gehen soll. Ich warte nun schon seit bald fünf Wochen auf eine Antwort.
Wenn mein Hausarzt nicht weiter weiß, schickt er mich einfach zu seiner Frau. Diese fängt dann wieder etwas Neues an, aber verfolgt es dann nicht. Ich habe den Eindruck, je mehr Weiterbildung die Beiden machen, umso mehr wissen sie nicht mehr weiter. Immer heißt es, dass wir dies oder jenes noch probieren könnten.
Ich habe auch das Gefühl, dass meine Hausärztin zu viel macht, aber nichts richtig. In der Freizeit pflegt sie Beziehungen, wandert, tanzt, singt, fotografiert, ist gerne in der Natur, in ihrem Garten, kocht oder backt gerne, was ja gut und recht ist. Aber dann schreibt sie noch Broschüren oder gibt Vorträge über die verschiedensten gesundheitlichen Themen, ja sogar in einer Fernsehsendung habe ich sie schon gesehen. Dann macht sie zusammen mit ihrem Mann ein paar Mal im Jahr Weiterbildung. Zu all dem ist sie noch in der Praxis und behandelt Patienten. Ich finde dies zwar recht gut, aber es darf nicht auf Kosten der Patienten gehen. Es darf nicht sein, dass man einen Patienten bittet, sich per E-Mail zu melden und man hört dann von ihr über fünf Wochen nichts über das weitere Vorgehen. Ich werde in Zukunft nicht mehr zu ihr gehen. Zudem kam es schon oft vor, dass sie mir ein Medikament vorschlug und dann erstaunt ist, wenn ich ihr sage, dass ich dies schon seit Monaten einnehme, weil sie es mir verordnet habe.
Ich telefoniere mit meiner Krankenkasse und möchte wissen, wie ich vorgehen soll bei einem Arztwechsel. Man erklärt mir, dass ich, wenn ich den Arzt gewechselt hätte, sie einfach informieren müsse und den neuen Arzt angeben solle.
Am Abend um 21:37 Uhr bekomme ich von meiner Hausärztin das erste E-Mail. Sie erwähnt darin, dass bei mir der Selenmangel durch Spritzen korrigiert werden sollte. Kupfer sollte man auch korrigieren. Beim zu hohen Zinkwert, meint sie, dass dieser durch die Ernährung nicht möglich sei. Sie vermutet, dass ich zinkhaltige Mineralstoffe zu mir genommen hätte. Sie bittet mich, in der Praxis einen Termin abzumachen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Nebenbei empfiehlt sie mir einen Kurs über Vitamine, Mineralien und giftige Metalle für Knochen und unsere Gesundheit, welchen sie am 01. Oktober 2016 durchführt.
Um 22:29 Uhr bekomme ich ein E-Mail von meinem Hausarzt, in dem er mir die Arbeitsaufteilung zwischen ihm und seiner Frau schildert. Während sie für Hormone, Mineralien, Vitamine und Entgiftung/Ausscheidung von schädlichen Mineralien zuständig ist, sei er für die medizinische Versorgung von Knie, Fuß, Polyneuropathie und Parkinson zuständig. Er meint aber, dass die Ursachen für meine Polyneuropathie und das Parkinson noch unklar sind, weshalb das Optimieren von Mineralien, Vitaminen und Hormonen eine zusätzliche Option sei, um auf den Krankheitsverlauf einzuwirken.
Was die von mir gewünschten Überweisungen angeht, ist er nun endlich bereit, mich wegen den Füßen ins Kantonsspital in L. und wegen den neurologischen Beschwerden in die Poliklinik des Universitätsspitals B. zu überweisen. (Siehe unter E-Mail-Eingang 2016)
Um 22:29 Uhr bekomme ich ein weiteres E-Mail von meiner Hausärztin, in dem sie mir die Broschüren über den Stoffwechsel sendet.
22.09.2016
Ich besuche bei einem chinesischen Freund einen Vortrag über chinesische Medizin. Der Referent hat zuerst Biomedizinische Analytik studiert, bevor er das 4-jährige Studium für TCM-Naturheilpraktiker machte. Heute hat er eine Praxis in S. In seinem Vortrag erfahre ich zwar nicht viel Neues, aber die Diskussion mit meinem Sitznachbar ist interessant. Er erzählte mir von seinen Problemen mit seinen Füßen, in denen er laut Neurologen unter Polyneuropathie leiden würde. Auf Rat eines Freundes ging er dann zu einer chinesischen Ärztin in F. welche ihm eine andere Diagnose gab. Bei ihm seien die Lunge, die Leber und die Schilddrüse geschwächt, zudem wäre auch etwas mit seinen Augen. Sie hat ihm dann eine chinesische Kräutermischung zusammengestellt, welche ihm eine starke Linderung seiner Schmerzen brachte. Es sei allerdings eklig gewesen, diese Medizin zu schlucken. Ich erzähle ihm dann, dass ich die gleiche Diagnose hätte, und fragte ihn deshalb nach der Adresse von dieser Ärztin. Wir erzählten uns dann gegenseitig von unseren gesundheitlichen Beschwerden und stellen gewisse Parallelen fest.
23.09.2016
Ich gehe in die Apotheke in S. und bestelle eine Tube Pfeffersalbe. Die Pharma-Assistentin lacht und fragt mich, ob ich die Fernsehsendung geschaut hätte, denn es seien schon einige Leute gekommen und hätten diese Salbe verlangt. Leider dauere es eine gewisse Zeit, da sie die Salbe aus Deutschland beziehen müssten.
27.09.2016
Ich habe einen Termin bei meinem Hausarzt. Er erklärt mir, dass er mich nun für die neurologischen Fragen an die Universitätsklink B. und für meine Fußprobleme an die Fußabteilung vom Kantonsspital L. überweisen werde. Dabei möchte er vor allem allgemeine Fragen abklären lassen und mehr über mögliche Behandlungen wissen. Endlich schickt er mich dorthin, wo ich schon lange hinwollte. Als er mich fragt, ob ich wisse, wo die Neurologische Abteilung in B. sei, erkläre ich ihm, dass ich dort gewesen sei für eine Parkinsonstudie. Er wollte dann wissen, wer mich an diese Studie gesandt hätte und war ganz erstaunt, dass ich mich selber dazu angemeldet habe. Da ich ihm dies vor einem Jahr alles erzählt hatte, wunderte es mich schon ein wenig, dass er dies nicht mehr wusste.
Mein Hausarzt testet mit der Gabel mein Empfinden. Zuerst bringt er die Reflexgabel in Schwingung und hält sie auf meine Stirn, wo ich das Vibrieren auch spüre. Anschließend macht er dasselbe an meinen beiden Handgelenken. Wieder spüre ich die Vibrationen. Dann kommen meine Knie und die inneren Stellen bei den Fußgelenken dran. Bei den letzten beiden Stellen habe ich aber keine Reaktionen.
Wegen dem Zittern meint auch er, dass es ein Mittel gebe, welches das Zittern eindämmen könne, welches aber starke Nebenwirkungen hätte, und dass man am Anfang jede Woche das Blut kontrollieren müsste. Er möchte dies aber im Moment noch nicht einsetzen und schauen, was sie in B. an der Uniklinik dazu meinen.
Anschließend kontrolliert er noch meine Prostata und die Hoden, welche in Ordnung sind. Er fragt mich dabei, ob ich an der Prostata operiert worden sei, was mich wieder verwundert, denn er selbst hat mich vor neun Jahren zu dieser Operation überredet, weil ich damals Probleme beim Wasser lassen hatte.
Auf meine Bemerkung, dass ich die vergangene Woche öfters saures Aufstoßen hatte, ging er gar nicht ein.
Da der Nebido wieder fällig war, nimmt mir die Praxisassistentin Blut ab, um die Testosteronwerte zu ermitteln. Im Anschluss macht sie mir den Nebido, also die halbe Spritze Testosteron.
30.09.2016
Ich gehe wieder in die Apotheke in S. und hole die bestellte Tube Pfeffersalbe. Man gibt mir Capsamol-Salbe, welche ich nach dem Duschen auf meiner linken Fußsohle einstreiche.
03.10.2016
Ich habe einen Termin bei der Hausärztin. Sie redet auch heute wieder viel und meint, dass ich, wenn ich in die Neurologische Abteilung der Uniklinik B. gehen möchte wegen dem Parkinson und der Polyneuropathie, dort schlechter fahren werde als bei meinem Neurologen, da ich dort nur von Studenten betreut werde. Da hat sie allerdings nicht Recht, wie sich später herausstellen sollte.
Sie meint, dass sie einem Patienten lieber die Diagnose Krebs geben würde als Parkinson oder Polyneuropathie, denn beide Krankheiten seien nach heutigem Stand nicht heilbar. Speziell Polyneuropathie sei eine Krankheit, welche bei jedem Menschen anders verlaufen könne. Zudem würden sie, ihr Mann und auch mein Neurologe Mainstream-Medizin betreiben, also vorwiegend Schulmedizin. Auch sie wisse in meinem Fall nicht mehr weiter.
Im Weiteren meint sie noch, dass sie mich verstehe, dass ich von der Medizin enttäuscht sei, aber ich müsse aus meiner Lage das Beste machen. Sie selber wisse, von was sie rede, da sie vor zwei Jahren auch ernsthaft erkrankt sei und noch heute zu kämpfen hätte, da sie von Zeit zu Zeit Rückschläge erleide. Dieses Mal meint sie auch, dass sie mich, wenn ich andere alternative Methoden ausprobieren möchte, nicht davon abhalten wolle.
Was mich angeht, schlägt sie mir vor, dass wir zuerst den zu tiefen Selenwert in Ordnung bringen sollten, um damit den hohen Quecksilberwert herunterzuholen. Als ich sie frage, wo denn der zu hohe Quecksilberwert herkomme, meint sie einerseits von den Zähnen und anderseits vom Fischessen.
Der Molybdänwert sollten wir auch senken. Im Weiteren müssen wir den Stoffwechsel und die Insulinresistenz in Ordnung bringen. Sie meint, dass mein Hirn zu wenig Zucker bekomme und somit nicht richtig versorgt werde. Mein Körpergewicht ist ein anderes Problem und sollte auch reduziert werden, indem ich meine Ernährung umstellen sollte. Sie empfiehlt mir den Teller mit ½ Gemüse, ¼ Kohlenhydrate und ¼ mit Protein zu füllen.
Sie schlägt mir vor, dass wir zuerst versuchen sollten, den Selenspiegel in Ordnung zu bringen. Zuerst bekomme ich heute eine Spritze. Leider weiß ich nicht mehr, was.
Neurologische Untersuchung im Spital
07.10.2016
Vom Universitätsspital B. bekomme ich das Terminangebot für die neurologische Untersuchung. Termin für Montag den 21.11.2016 um 13:00 Uhr.
21.11.2016
Am Nachmittag habe ich einen Termin in der Neurologischen Abteilung vom Universitätsspital B. Der Oberarzt begrüßt mich freundlich. Ich übergebe ihm meine bisherige Krankengeschichte, meine Tablettentabelle, diverse Laborberichte, Spurenelementtabelle von meiner Hausärztin, einen EMG-Bericht von meinem Neurologen und einen Bericht vom Kantonsspital L.
Er stellt mir ähnliche Fragen wie vor zwei Jahren mein Neurologe. Ich erkläre ihm, dass ich folgende Probleme hätte und zum Teil immer noch habe.
Magendarmprobleme
Trockener Mund
Schluckbeschwerden
Zeitweise Brechreiz
Sehschärfe hat sich verschlechtert
Konzentration hat stark nachgelassen
Gedächtnis ist schlechter geworden
Müdigkeit
Schwindelgefühl und Benommenheit
Nervosität
Kopfschmerzen
Knieschmerzen
Muskelzuckungen
Schweißausbrüche (vor allem in der Nacht)
Speichelausfluss (vor allem in der Nacht)
Brennen oder Schmerzen in den Fußsohlen
Er möchte dann noch Verschiedenes über das Zittern wissen. Ich erkläre ihm, dass es unterschiedlich sei, denn manchmal zittere ich mehr, manchmal wieder weniger. Wenn ich aufwache zittert mein linkes Bein, mein linker Arm und wieder etwas später auch die linke Hand, also die ganze linke Seite. Wenn ich dann sitze, kann es sein, dass nur das linke untere Bein und der Fuß zittern, oder nur der linke Arm. Meistens ist es wie Zuckungen. Er sieht dann auch, dass ich im Moment sehr stark zittere.
Anschließend macht er zu diversen Tests seine Notizen und stellt einige Fragen.
Neurologische Tests im Universitätsspital B.
Finger spreizen
Mit offenen Augen hin- und hergehen, immer ein Fuß vor den andern
Die gleiche Übung mit geschlossenen Augen
Die rechte Hand abwechselnd, so schnell als möglich, mit der Innen- und dann mit der Außenseite auf den Oberschenkel legen
Den rechten Zeigfinger und den rechten Daumen abwechselnd, so schnell als möglich, zusammenbringen und wieder auseinander spreizen
Die gleiche Übung mit dem linken Zeigfinger und Daumen
Die rechte Hand so schnell als möglich im Handgelenk hin- und herdrehen
Die gleiche Übung mit der linken Hand
Die Arme noch vorne strecken
Zuerst mit offenen Augen den rechten Zeigfinger zur Nasenspitze und zurück
Anschließend die gleiche Übung mit dem linken Zeigfinger
Beide Übungen mit geschlossenen Augen
Ich muss aufstehen und mich nach hinten fallen lassen, wobei der Arzt hinter mir steht und mich auffangen würde, falls ich meinen Ausfallschritt zu spät machen würde
Der Arzt bewegt meinen rechten Arm rauf und runter um die die Beweglichkeit festzustellen
Das Gleiche mit dem linken Arm
Das Gleiche mit dem rechten Bein
Von der Zahl 100 immer 7 abzählen
Ich muss meinen Kopf ein paar Mal nach links und dann nach rechts drehen
Ich muss meinen Kopf ein paar Mal nach vorne und dann nach hinten bewegen
Auswahl an Fragen im Universitätsspital B.
Über mein Schlafverhalten
Wie oft ich in der Nacht aufstehen müsse
Wie oft ich Wasser lassen müsse
Wie oft ich stuhlen müsse
Wie ist der Stuhl
Ob beim Schlafen Speichel aus dem Mund laufe
Ob ich beim Drehen im Bett Probleme hätte
Der Arzt befragt mich über die Häufigkeit, die Dauer und den Charakter meiner Beschwerden. Er möchte auch wissen, wann diese zum ersten Mal aufgetreten sind. Zudem will er auch wissen, ob in der Familie schon jemand unter Parkinson oder Polyneuropathie leidet oder gelitten hat.
Er meint dann, dass ich eindeutig Parkinson hätte.
Was meine Füße angeht, so möchte er diese genauer anschauen und die Ströme messen. Ich muss mich also auf das Bett legen. Er macht zuerst einen Test mit der Gabel und untersucht mein Empfinden. Zuerst bringt er die Reflexgabel in Schwingung und hält sie auf meine Stirn, wo ich das Vibrieren auch spüre. Anschließend macht er dasselbe an meinen beiden Handgelenken. Wieder spüre ich die Vibrationen. Dann kommen meine Knie und die inneren Stellen bei den Fußgelenken und die Fußsohlen dran. Bei den letzten drei Stellen habe ich aber keine Reaktionen, denn ich spüre nichts.
Zur Prüfung der Nervenfunktion möchte er die Nervenleitgeschwindigkeit in meinen Beinen und Füßen messen, d. h. er möchte ein EMG machen.
Dazu klebt er diverse Elektroden an meine Füße und Beine. Dann gibt er elektrische Reize auf die zu untersuchenden Nerven. So könne er Nervenschädigungen genau diagnostizieren und beurteilen.
Anschließend möchte der Oberarzt wissen, wie es steht zwischen meinem rechten Arm und meinem rechten Bein. Dazu bringt er zusätzlich zum rechten Fuß und Bein noch Elektroden an die Finger der rechten Hand.
Er nimmt sich richtig Zeit mit der Untersuchung.
Zum Schluss möchte er ein Nadel-EMG machen. Dazu sticht er kleine Nadeln, welche als Elektroden fungierten, direkt in meine Oberschenkelmuskeln. Nun muss ich meine Zehen mehr oder weniger bewegen, wobei am Computer akustische Signale oder ein Rauschen zu hören sind, was angeblich die Spannungsunterschiede anzeigt.
Er stellt dabei fest, dass es sich bei meinen Fuß- und Beinproblemen um eine Polyneuropathie handelt, d.h einer Nervenschädigung, welche auch diese Taubheitsgefühle in meinen Füßen ausgelöst hätten.
Was das Tarsaltunnel-Syndrom angeht, wie es ein Arzt vom Kantonsspital L. erwähnt hat, so glaubt er nicht daran.
Nach der Untersuchung, welche doch fast zwei Stunden gedauert hat, geht der Oberarzt zu einem Kollegen, um das Ganze zu besprechen. Nach ca. einer Viertelstunde kommen beide, um mit mir die Untersuchung zu besprechen.
Der zweite Arzt möchte zuerst noch einmal genaueres wissen über meine Schmerzen und meine Gefühlslosigkeit in meinen Füßen.
Er erklärt mir dann noch einmal kurz, dass ich tatsächlich unter Parkinson und unter Polyneuropathie leiden würde. Zur Medikamentenliste meinte er, dass er mir Akineton nicht empfehlen würde. Dieses Mittel gebe er eher jüngeren, aber nicht älteren Patienten ab, da es ziemlich starke Nebenwirkungen hätte, vor allem bei Leuten mit einem geschwächten Immunsystem. Zudem sei dieses Mittel bei mir mit vier Mal Divertikulitis nicht zu empfehlen.
Er empfiehlt mir ein anderes Mittel, (?) welches allerdings den Nachteil habe, dass ich jede Woche mein Blut testen lassen müsse. Sinemet könne ich hingegen weiterverwenden. Vielleicht müsse man die Dosis etwas anpassen.
Ich spreche ihn noch auf die Verwendung von Pfeffersalbe an. Er meint, dass er dies nicht empfehlen würde, da Pfeffer die Nerven beschädigen könne. Es gebe zwar Menschen, bei welchen es am Anfang eine gewisse Erleichterung bringe, aber bei längerem Anwenden, sei es eher nervenschädigend.
Am Schluss meint er, dass er meinem Hausarzt einen Bericht senden werde, allerdings werde es etwa zehn Tage dauern. Was das weitere Vorgehen betreffe, so könne ich entweder bei ihnen weiter machen, oder weiterhin zu meinem Neurologen in L. gehen. Er kennt meinen Neurologen, weil dieser, bevor er nach L. ging, sein Assistenzarzt gewesen sei, dieserein sehr guter Neurologe sei und ich dort auch in guten Händen wäre.
30.12.2016
Mein Hausarzt sendet mir ein weiteres E-Mail. Seine Frau ist gerade am Lesen eines Artikels über Parkinson. Darin steht angeblich, dass Eisenmangel die Symptome eines Parkinsons verschlechtern kann, da die Herstellung des Dopamins, des Nervenüberträgerstoffs, der bei Parkinson vermindert ist, viel Eisen benötigt. Zudem würden auch die Medikamente schlechter ansprechen. Er vermutet, dass dies bei mir der Fall sein könnte. Er bittet mich deshalb, in der Praxis einen Termin abzumachen, zwecks einer Blutentnahme. Dabei sollen das Blutbild (Hämatologie), CRP, Ernährung klein (mit Ferritin und Vitaminen), löslicher Transferrinrezeptor, sowie die ergänzenden Untersuchungen, welche der Arzt vom Universitätsspital gewünscht hat, untersucht werden. Da das Testosteron bei mir mit einer Erhöhung der roten Blutkörperchen reagiert, müsse man auch noch ein 24Std.-EKG vorsehen.
02.01.2017
Ich sende meinem Hausarzt ein E-Mail. Im Anhang lege ich ihm Unterlagen von einer Nachbarin und unserem Freund Klaus bei.
Lieber P.
Zuerst möchte ich Dir und Deiner Familie alles Gute wünschen für das Neue Jahr.
Ich weiß, dass Du in den Ferien bist und ich Dich eigentlich nicht mit meinen gesundheitlichen Problemen belasten sollte.
Ich werde morgen in Eurer Praxis einen Termin bei Dir und Deiner Frau abmachen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Im Vorfeld sende ich Dir interessante Unterlagen von unserer Nachbarin und meinem Freund Klaus in H., welcher selber unter Parkinson leidet.
Unterlagen im Anhang
von Nachbarin „Nährstoffe b Parki“ und
„Diät b Parki“
von Freund Klaus „Medis v Klaus“
Bei letzterem ist vor allem der Film über Larry Smith sehr interessant, welcher unter Parkinson mit starkem Tremor leidet, wie er nach Einnahme von Marihuana kein Zittern mehr verspürte. (Siehe unter „2016-12-14 Medis v Klaus“ = https://www.youtube.com/watch?v=zNT8Zo_sfwo).
Natürlich bin ich noch nicht so weit, Marihuana einzunehmen, obwohl ich im Moment eine Phase habe, wo ich unter starkem Zittern in meinem linken Bein und linken Arm leide.
Liebe Grüße
Walter Schaub
Ich bekomme Unterlagen von unserer Nachbarin:

17.01.2017
Heute ist mein Zittern wieder extrem. Zudem plagt mich ein Ausschlag mit starkem Juckreiz am linken Oberschenkel. Mein linker Fuß und der untere Teil meines linken Beins sind in den letzten Tagen immer am Morgen stark gerötet, manchmal fast bläulich und ganz warm. Zudem sind sie wie eingeschlafen.
08.02.2017
Ich bin bei meiner Hausärztin. Als sie im Bericht des Arztes aus dem Universitätsspital in B. sieht, in dem er vorschlägt, Akineton durch Clozapin zu ersetzen, meint sie, dass sie beide Mittel nicht nehmen würde, da ich damit rechnen müsse, in ein paar Jahren nicht mehr recht reden zu können und mit einem schrägen Mund herumlaufen müsse oder andere Symptome bekommen würde. Zudem sei dies ein Mittel gegen Schizophrenie und werde auch zur Behandlung von Psychosen angewendet. Als ich ihr sage, dass ich nicht das Gefühl hätte, dass ich psychisch gestört sei, meint sie, dass sie dieses Gefühl auch nicht hätte.
Sie rät mir, mich so lange als möglich mit dem Zittern abzufinden. Mein Hausarzt meint, dass dies eher eine Verzweiflungsentscheidung des Arztes gewesen sei, welcher wahrscheinlich auch nicht mehr weiterwisse. Zudem hätte sie den Eindruck, dass die Leute in B. keine Ahnung hätten von Hormonpräparaten und all den anderen Mitteln, welche ich nehmen müsse, wenn man diese nicht einmal richtig schreiben könne. Ich bin erstaunt, dass sie über einen angeblichen Fachmann so redet.
Als ich ihr erkläre, dass ich anschließend einen Termin bei ihrem Mann hätte und ich dies auch mit ihm noch besprechen möchte, meint sie, dass er sich mit diesen Medikamenten nicht auskenne, dass er mir aber sicher auch von diesen abraten werde. Ich bin wieder erstaunt, dass sie so über ihren Mann redet. Genau dies ist es, was mich an ihr stört, wenn sie so tut, als ob sie die Einzige ist, welche Bescheid weiß.
Als ich sie frage, was wir nun tun sollen, meint sie, dass sie mir empfehle, zuerst zwei Eiseninfusionen im Abstand von zehn Tagen zu machen. Gleichzeitig solle ich zwei Mal pro Woche auf nüchternen Magen zusammen mit den anderen Medikamenten je eine Kapsel Selen nehmen. Bei der Eiseninfusion solle ich am Abend und am anschließenden Morgen je eine Kapsel Loratin-Mepha 10 mg einnehmen. Fünfzehn Tage nach der letzten Eiseninfusion sollte man bei mir Blut abnehmen und einen Termin bei ihr vereinbaren, um die neue Situation zu besprechen.
Wenn die Eisen- und Selenwerte wieder im normalen Bereich seien, müssten wir den Quecksilberwert, sowie die Borrelien in Angriff nehmen. Etwas, was ich in den vergangenen Jahren schon oft gehört habe, was aber nie gemacht wurde.
Anschließend bespricht P. mit mir den Arztbericht. von der Neurologischen Universitätsklinik B.: Der Oberarzt meinte, dass die Untersuchung ergeben hätte, dass ich einerseits unter Parkinson, andererseits unter Polyneuropathie leiden würde.
Er und sein Kollege. schlagen vor, dass ich Sinemet eventuell durch Stalevo ersetzen sollte, sowie Akineton durch Clozapin. Zudem empfehlen sie mir versuchsweise, Madopar, welches ich am Morgen nach dem Aufwachen nehmen solle, gegen das Kribbeln in den Füßen. Sollte ich eine Besserung bemerken, würde dies darauf hinweisen, dass es sich um eine morgendliche dopaminergene Unterstimulation handeln würde.
Ich erwähne dann, dass mir mein Nurologe in L. auch schon Stalevo, anstelle von Sinemet geben wollte. Ich wollte dies aber nicht, weil in der Beschreibung von Stalevo ausdrücklich beschreiben sei, dass man dieses Mittel nicht nehmen solle, wenn man in der Vergangenheit Darmentzündungen, wie z. B. Divertikulitis gehabt hätte, eine Krankheit, welche bei mir schon vier Mal aufgetreten ist.
Hinsichtlich der Polyneuropathie zeigte die Elektrodiagnostik im Verlauf aktuell auch myographisch akute Denervationzeichen als Ausdruck eines doch aktiven Prozesses. Da eine sensible Beteiligung im Vordergrund steht und Schmerzen vorhanden sind, sollte ein oraler Glukosetoleranztest ergänzt werden, da sich eine Polyneuropathie auch im prädiabetischen Stadium manifestieren kann. Es werden dabei diverse Ergänzungen vorgeschlagen. Als ich meinem Hausarzt erkläre, dass ich am Morgen, wenn ich aufwache, am meisten Probleme mit meinen Füßen hätte, vor allem links, und dass der linke Fuß manchmal heiß und auch fast blau sei, reagiert er nicht.
Was den Parkinson angehe, meinte der Arzt in B., dass eine Indikation für eine tiefe Hirnstimulation erst später in Betracht gezogen werden sollte.
Mein Hausarzt empfiehlt mir, vorläufig auf die von dem Arzt in B. vorgeschlagenen Medikamente zu verzichten und abzuwarten, was Eisen und Selen, sowie die Eliminierung der Borrelien bringen werden.
Im Weiteren kann sich mein Hausarzt nicht vorstellen, dass ich einerseits zu viele rote Blutkörperchen hätte und andererseits zu wenig Eisen, denn normalerweise sei es eher umgekehrt. Er schlägt mir vor, den mit seiner Frau eingeschlagenen Weg zu befolgen. Was meine Borrelien angeht, fragt er mich, ob man bei mir noch nie eine Eigenblutbehandlung gemacht hätte. Als ich verneine, erklärt er mir das Vorgehen. Er hat mir dieses letzte Jahr auch schon erklärt. Man entnimmt dem Patienten Blut und kühlt dieses eine bestimmte Zeit im Kühlschrank. Anschließend spritzt man es dem Patienten wieder ins Gesäß. Diese Methode wurde von einem deutschen Professor entwickelt und er hatte damit großen Erfolg bei der Eliminierung von Borrelien. Bei 20 Personen hätte man dies angewendet und bei 17 konnte man nachher keine Borrelien mehr nachweisen. Bei drei Patienten hat man festgestellt, dass die Ärzte nicht richtig vorgegangen sein. Mein Hausarzt meint, dass man, wenn mein Eisen- und Selenproblem gelöst sei, vielleicht auf diesem Weg meine Borrelien eliminieren könne. Auch er redet in letzter Zeit davon, was man machen sollte, gemacht wird es aber nicht.
Bei meinem letzten E-Mail an meinen Hausarzt habe ich ihm Unterlagen über PQQ, Turmeric/Curcumin C, Proteinarme Diät und über Nährstoffempfehlungen gesandt, aber er geht nicht darauf ein. Es macht den Eindruck, dass er meine Unterlagen gar nicht gelesen hat. Ich habe keine Lust, ihn darauf anzusprechen.
13.02.2017
Ich habe einen Termin in der Praxis meines Neurologen in L: Zuerst erzähle ich ihm von meiner Zweitmeinung durch den Oberarzt und seinen Kollegen von der neurologischen Abteilung des Universitätsspitals B. Er schaut sich den Arztbericht, meine Patientendaten vom EKG, sowie das Laborblatt von der letzten Blutuntersuchung an und lässt sich auch Kopien machen. Er zeigt sich erfreut, dass die Untersuchung in B. zum gleichen Resultat gekommen sei, wie bei ihm.
Wir reden dann die Medikamentenvorschläge von den Ärzten in B., vor allem über einen Wechsel von Sinemet auf Stalevo und von Akineton auf Clozapin. Ich erkläre ihm dann, dass ich auf Stalevo verzichtet hätte, weil in der Medikamentenbeschreibung steht, dass Leute, welche in der Vergangenheit Darmprobleme gehabt hätten, dieses Medikament nicht einnehmen sollten und ich hatte schon vier Mal unter heftiger Divertikulitis gelitten und war das letzte Mal vor einem Jahr sogar eine Woche im Spital. Er meinte dann, dass Stalevo nur in kleinen Mengen gegeben werde und Sinemet im Übrigen die gleichen Nebenwirkungen hätte, allerdings sei Stalevo bei einer längeren Behandlung weniger schädlich. Er musste dann aber doch noch zugeben, dass man von Stalevo mehr Durchfall bekommen könne.
Bei Clozapin meinte er, dass dieses weniger Nebenwirkung hätte als Akineton, allerdings sei der große Nachteil, dass man das Blut zuerst wöchentlich und später mindestens einmal im Monat kontrollieren müsse. Zudem könne es das Blutbild verändern z. B. Abnahme der roten Blutkörperchen. Ich frage, wieso man beim Parkinson ein Medikament einsetze, welches normalerweise bei Schizophrenie angewendet wird. Er erklärt mir dann, dass sie bei mehrfachen Studien bei Parkinsonpatienten gute Resultate erzielt hätten, vor allem gegen das Zittern. Die Dosis ist dabei so gering, dass man davon keine psychische Erkrankung oder Schizophrenie bekomme. Man habe aber herausgefunden, dass Clozapin bei richtiger Dosierung das Zittern mehr reduziere als Akineton und eben weniger Nebenwirkungen hätte. Ich erkläre dann, dass meine Hausärzte vorerst davon abgeraten hätten, weil sie zuerst meinen Eisen- und Selenmangel und das Borrelienproblem in Ordnung bringen wollen. Er ist damit auch einverstanden und prüft noch einmal kurz mein Zittern, indem ich meine Hände waagrecht, Finger gegen Finger, vor mich halten muss. Natürlich zittert meine linke Hand ein wenig, aber der Arzt meint, dass dies bei mir noch nicht so schlimm sei, dass man eine Operation, z. B. eine Hirnstimulation machen müsste, sondern dies noch medikamentös behandeln könne. Natürlich wäre dies der nächste Schritt, wenn das Zittern so stark sei, dass es für mich nicht mehr auszuhalten sei. Allerdings würde er dies nicht an der neurologischen Abteilung der Universität in B. machen. Er erklärt mir dann, dass er zwar in B. sein Neurologiestudium abgeschlossen hätte, dass er aber mittlerweile bessere Erfahrungen mit den Universitätskliniken in Be. und Lu. gemacht hätte. Als ich ihm von einem Leitenden Arzt für Bewegungsstörungen an der Klinik für Neurologie im Kantonsspital G. erzähle, meine er, dass er diesen auch kenne als ein ausgezeichneter Fachmann für Parkinson. Als ich ihm wegen der Polyneuropathie erzähle, dass ich vor allem am Morgen, wenn ich aufwache, Probleme hätte und vor allem der linke Fuß leicht bläulich sei und ganz warm, reagiert er wie mein Hausarzt, nämlich überhaupt nicht.
Бесплатный фрагмент закончился.
