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Sylvia Esch-Völkel

Buntes für den Hund

Kalidor-Verlag

Dieses Buch stellt eine Basisinformation dar. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Inhalte dieses Buches stellen keinen Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung durch einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker dar.

Das vorliegende Buch ist sorgfältig erarbeitet und mit größter Mühe recherchiert worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder die Autorin noch der Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch genannten praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen. Dieses Buch oder Teile davon dürfen ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in keiner Form reproduziert oder in eine von Maschinen verwendbare Sprache übersetzt/übertragen werden.

Sylvia Esch-Völkel

Buntes für den Hund

ePub ISBN: 978-3-937817-20-0

2., überarbeitete Auflage, Großziethen 2014

Copyright Kalidor-Verlag

12529 Schönefeld OT Großziethen

Cover Fotographien: Jacqueline Esch

© Alle Rechte vorbehalten | www.kalidor-verlag.de

Von Sylvia Esch-Völkel bereits erschienen:

»Hunde – Mit Farben heilen« | ISBN: 978-3-937817-05-7

»Katzen – Mit Farben heilen« | ISBN: 978-3-937817-04-0

»Kraft- und Schutzschilde« | ISBN: 978-3-937817-08-8

Vorwort

In meiner mittlerweile 12-jährigen Tätigkeit als zertifizierte Hundetrainerin in der Hundeschule Eckernförde und langjährige Mehrhundehalterin werde ich vor allem in den Welpengruppen sehr früh von meinen Kunden gefragt, was die Hunde essen dürfen und was für unsere Vierbeiner tabu ist. Aber auch langjährige Hundebesitzer sind sich gerade bei Obst und Gemüse nicht immer sicher, was gut und was schlecht ist. Unser Hundefutter ist mittlerweile sehr hochwertig und wir machen uns immer weniger Gedanken darüber, wie wir unsere Hunde noch besser fit und gesund halten können.

Sylvia Esch-Völkel beschreibt in ihrem Sachbuch die bei uns erhältlichen Kräuter, Obst- und Gemüsesorten, deren Inhaltsstoffe und Wirkweise und gibt einen sehr guten Überblick, welche Obst- und Gemüsesorten bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden können. Dazu erhält man hilfreiche Einkaufs- und Verarbeitungstipps.

Mit diesem nützlichen, übersichtlichen Nachschlagewerk erspart man sich endlich die mühsame Suche auf vielen Internetseiten – kompakt, aber trotzdem mit allen Informationen, die der ernährungsbewusste Hundehalter benötigt, kann es einen festen Platz in der Küche bekommen.

Ergänzt um einen kurzen Ausflug in die Thematik »Darm und Verdauung« sind in der erweiterten Neuauflage nicht nur mehr Obst- und Gemüsesorten vertreten, sondern jetzt auch konkrete Rezepte für eine Hundemahlzeit enthalten, um die Ernährung noch abwechslungsreicher zu gestalten – und wussten Sie, dass man auch Blüten füttern kann?

Dieses Nachschlagewerk sollte in keinem Hundehaushalt fehlen.

Lydia Borgers

Hundeschule Eckernförde

Leiterin K-9 Suchhundezentrum. Deutschland Nord

Einleitung

Besonders bei der Rohkosternährung von Hunden spielen Obst und Gemüse eine wichtige Rolle. Ihre Hunde bekommen so ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme. Zusätzlich helfen die in den Pflanzen enthaltenen Faserstoffe bei der Gesunderhaltung und der Pflege des Darms. Sie können das Gemüse als komplette Mahlzeit an Ihre Hunde verfüttern, oder nur einen Teil mit Fleisch oder normalem Hundefutter vermischen. Einige Sorten können roh verfüttert werden, anderes Gemüse sollten Sie vorher dampfgaren oder gut pürieren, ich werde im Laufe des Textes auf alles näher eingehen.

Hunden fehlen die Enzyme, die benötigt werden, um die Zellstruktur von pflanzlichen Futtermitteln aufschließen zu können. Deshalb sollte man das meiste Gemüse leicht dünsten oder es fein pürieren. Anders als oft angenommen, beginnt der Verdauungstrakt nicht erst mit dem Magen, sondern bereits mit dem Maul und den Zähnen. Letztere dienen zum Zertrennen des Gewebes und teilen größere und kleinere Stücke Fleisch vom Knochen. Außerdem wird die Nahrung mit den Backenzähnen grob zerkleinert.

Dennoch darf man solch ein Gebiss nicht mit dem eines Pflanzenfressers vergleichen. Dieser ist in der Lage, seine Nahrung so weit zu zermahlen, dass die Zersetzung der Kost bereits im Maul beginnt. Dazu dient der Speichel, der Enzyme enthält, die zum Beispiel Zucker lösen.

Beim Hund hingegen dient der Speichel eher zum Anfeuchten, damit die Nahrung besser in den Magen gelangt. Hierbei handelt es sich um einen muskulösen Sack, in dem die Zersetzung der Eiweiße unter anderem durch Salzsäure beginnt. Damit der Magen sich nicht selbst verdaut, ist er mit einer schützenden Schleimschicht ausgelegt.

Als nächstes gelangt das vorverdaute Futter in den Darm, was jedoch einige Stunden dauert.

Hier findet der Hauptteil der Verdauung statt, denn die Darmzotten sorgen dafür, dass zerspaltene Bestandteile der Nahrung über die Darmschleimhaut ins Blut transportiert werden.

Auch die Länge des Darms spielt eine wichtige Rolle. Während bei Pflanzenfressern der Darm deutlich länger ist, damit Dinge wie etwa Heu oder Rinde verdaut werden können, ist die Darmlänge bei Fleisch- oder Allesfressern deutlich kürzer. Darüber hinaus fehlen zum Beispiel Hunden notwendige Enzyme, um solcherlei Kost verdauen zu können.

Um dennoch alle lebensnotwendigen Nährstoffe zu sich zu nehmen, müssen sie die von den Beutetieren bereits vorverdauten Pflanzen fressen, das heißt den Magen- und Darminhalt des erlegten Tieres. Diesen können Fleischfresser dann zu Ende verwerten.

Auch durch Erhitzen der Nahrung, wie es oft bei fertigem Hundefutter der Fall ist, kann diese verwertbarer gemacht werden. So ist das Tier rundum mit allen wichtigen Stoffen versorgt, die es zum Leben und für seine Gesundheit braucht.

Bitte vergessen Sie eines nicht: die Evolution ist auch an unseren Hunden nicht vorbei gegangen! Nicht nur Fleisch ist angesagt!

Immer wieder wird gesagt: „Hunden darf nicht abwechslungsreich gefüttert werden.“ Ich bin da anderer Ansicht. Je abwechslungsreicher gefüttert wird, desto breiter gefächert entwickeln sich die Darmbakterien und umso stabiler wird dadurch das Immunsystem. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Wenn ein Hund über Jahre hinweg immer das gleiche Trockenfutter bekommen hat und schon eine Stoffwechselerkrankung vorliegt, sollte die Futterumstellung langsam erfolgen.

Über den Darm mit seiner großen Oberfläche sind Tiere stärker den Umweltbedingungen ausgesetzt, als über ihre Körperoberfläche. Ist die Darmflora erst einmal geschädigt, können sich krankmachende Bakterien und Pilze ausbreiten.

Über die Darmschleimhaut kommt es zu einem intensiven Kontakt zwischen Organismus und Futterbestandteilen, Bakterien, Mykosen, Viren und Giften. Umso mehr spielt eine intakte Darmflora eine entscheidende Rolle auch in der Immunabwehr. Denn ein Bestandteil des Immunsystems ist außer der Milz, der Thymusdrüse, dem Knochenmark und den Lymphknoten vor allem ein lymphatisches Gewebe im Ileum (Krummdarm). Diese kleinsten Lymphfollikel in der Darmschleimhaut, Peyer‘sche Plaques genannt, übernehmen circa 80 Prozent der Immunabwehr.

Schon Pfarrer Kneipp sagte: „Der Tod liegt im Darm“. Also nicht nur der Mensch sollte gesunde, natürliche Nahrung bekommen, sondern auch das Tier.

Wichtig zu wissen ist, welche Obst- und Gemüsesorten auf keinen Fall gefüttert werden sollten, und welche nur bedingt oder nur »gekocht«. Lesen Sie aus diesem Grund bitte das ganze Buch durch, bevor sie Ihrem Liebling seine Mahlzeit zubereiten, denn Sie möchten ihm ja helfen und keinen Schaden zufügen.

Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn Patienten zu mir in die Praxis kommen und sagen: »Aber um Gottes Willen, da sind ja Kartoffeln drin, die sind doch giftig!« Bevor Sie eine Aussage weitergeben oder gar anwenden, informieren Sie sich bitte an der richtigen Stelle. Rohe Kartoffeln sind tabu, aber gekocht sehr hilfreich, zum Beispiel beim Knochenaufbau oder zum Kräftigen der Muskulatur und des Bindegewebes, um nur Einiges zu nennen. Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen und enthalten das Pflanzengift Solanin. Daher sollten unreife Kartoffeln, grüne Stellen und Triebe gut entfernt und nur im gekochten Zustand verfüttert werden. Das Pflanzengift geht in das Kochwasser über, wird also durch das Kochen nicht zerstört, sondern nur »ausgetrieben«. Daher bitte auch das Kochwasser wegschütten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kartoffeln täglich verfüttert werden sollen, sondern je abwechslungsreicher Sie Ihren Hund ernähren, desto gesünder ernähren Sie ihn. Dies gilt übrigens für alle erwähnten Obst-, Gemüse- und Kräutersorten.

Niemals verfüttert werden dürfen Auberginen, grüne Paprika, grüne Tomaten, rohe Kartoffeln und rohe Hülsenfrüchte! Des Weiteren sind Avocados völlig ungeeignet für die Rohfütterung. Sie enthalten das Toxin Persin, das für Hunde tödlich ist.

Zwiebeln, Knoblauch und andere Allium-Gewächse enthalten das für Hunde giftige N-Propyldisulfid. Zwiebeln enthalten zusätzlich Allylpropylsufid. Es handelt sich dabei um Schwefelverbindungen, die die lebensnotwendigen roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zerstören (= Hämolyse). Dennoch werden Kuren mit Knoblauch für Hunde angeboten, die zur Unterstützung der Parasitenbekämpfung nützlich sein können. Es kommt immer auf die Menge und den Zeitraum an, wie es verfüttert wird. Um einer lebensbedrohlichen Anämie vorzubeugen, sollten Sie – wenn überhaupt – nur ganz kleine Mengen Knoblauch und nur über einen kurzen Zeitraum verfüttern. Ich persönlich verzichte bei meinen Hunden auf die Fütterung von Allium-Gewächsen und somit auch von Knoblauch.

Rosinen und Trauben sowie Quitten gehören auch nicht auf den Speiseplan Ihres Hundes.

Schokolade enthält Theobomin, die lebensbedrohliche Dosis liegt bei 100 Milligramm Theobromin pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes. Aus diesem Grunde bitte auch keine Schokolade Ihrem Hund verfüttern, auch nicht als »Leckerli«.

Ich möchte jedoch kein Buch über etwas verfassen, das man nicht verfüttern sollte, sondern darüber, was man füttern darf, und auch wie viel davon und warum. Aus diesem Grunde möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht alles aufgelistet habe, das man nicht verfüttern sollte. Bitte informieren Sie sich, bevor Sie etwas verfüttern, ob es für Hunde und besonders für Ihren Hund geeignet ist. Weist Ihr Hund Allergien oder Unverträglichkeiten auf, sollten Sie natürlich darauf achten, dass er nur das bekommt, was er verträgt. Hilfreich ist hierbei ein Allergie- und Unverträglichkeitstest, wenn ein Verdacht auf eine Allergie besteht. In meiner Praxis wende ich ein bioinformatives Testverfahren nach dem PILUS-Esch©-Test an, denn hier habe ich die Möglichkeiten, auf sehr viele Obst- und Gemüsesorten zu testen.

Auch Küchenkräuter können einen Platz auf dem Speiseplan Ihres Hundes finden. Ich möchte mich bei der Auflistung nur auf ein paar gängige Küchenkräuter begrenzen, die Hunde ab und zu in geringen Mengen fressen dürfen.

Wie Sie gesundheitliche Probleme konkret angehen können? Auch das finden Sie in diesem Buch im Kapitel »Erkrankungen«.

Einkaufstipp: Beim Kauf von Obst, Gemüse und Kräutern achten Sie am besten auf regionalen und biologischen Anbau. Kurze Wege garantieren eine bessere Qualität und Frische. Der beste Weg jedoch ist der eigene Anbau in Ihrem Garten, soweit vorhanden. Hier wissen Sie, was gedüngt und gespritzt wurde, und Sie haben die Möglichkeit, immer frisch zu ernten.

Lagerung von Obst und Gemüse

Da nicht jeder einen Keller hat, gibt es bei der Lagerung von Obst und Gemüse zwei Möglichkeiten: Den Kühlschrank und lichtgeschützte Orte bei Zimmertemperatur.

Viele Leute halten Ersteren für einen Alleskönner, doch nicht alle Sorten sind dort gut aufgehoben. Zitrusfrüchte, Bananen und Äpfel sind im Kühlschrank ebenso fehl am Platz wie Kartoffeln, Zwiebeln oder stark wasserhaltige Sorten. Dazu zählen Tomaten, Gurken und Paprika. Diese fühlen sich an einem zimmerwarmen, dunklen Ort deutlich wohler, da sie von Natur aus schon für eine gewisse Zeit gegen Austrocknung geschützt sind.

Andere Sorten hingegen sind besonders für den Kühlschrank geeignet. Dazu zählen Salate, Kohlsorten, Möhren, Beeren oder Spargel. Doch auch hier muss man aufpassen. Wer lange etwas von seinem Obst und Gemüse haben möchte, muss bestimmte Vorkehrungen treffen. Denn was viele nicht wissen: Der kühle Luftstrom im Kühlschrank entzieht den Lebensmitteln Wasser.

Am besten ist es, Sorten mit großen Oberflächen wie Blattgemüse oder Kohl in Tüten zu schützen, in die einfach mit der Schere ein paar Luftlöcher hineingeschnitten wurden. Meint man es wiederum zu gut und verpackt es vollkommen luftdicht, erreicht man einen gegenteiligen Effekt: Es verdirbt schneller.

Um zu sehen, was nun in den Kühlschrank gehört und was nicht, muss man sich eine einfache Frage stellen: Wo sind die Obst- und Gemüsesorten heimisch?

Eine Banane hat in ihrer Heimat vermutlich noch nie Temperaturen um die 8 °C gesehen, ebenso wenig die Mango. Daher erleidet die Banane im Kühlschrank, in dem eben solche Temperaturen herrschen, schnell einen Kälteschock und wird braun, ganz abgesehen davon, dass auch andere Lebensmittel leicht ihren Geschmack annehmen können. Südländisches Obst und Gemüse fühlt sich bei circa 13 °C deutlich wohler.

Brokkoli, Kohl und Co dagegen sind ein solches Klima gewohnt und daher bestens im Kühlschrank aufgehoben.

Beachtet man diese einfache Regel, halten Obst und Gemüse nicht nur länger, es bleiben auch die empfindlichen Vitamine erhalten.

Kommen wir nun zum letzten, ebenfalls sehr wichtigen Punkt: Wer verträgt sich?

Haben Sie schon einmal einen Blumenstrauß dicht neben eine Obstschale gestellt? Sicher ein schöner Anblick, doch garantiert hatte das zur Folge, dass die Blumen schneller welkten. Der Grund dafür ist das Reifegas Ethylen, das manche Obst- und Gemüsesorten ausscheiden. Daher sollte man diese auf keinen Fall zusammen mit empfindlichen Sorten lagern, da letztere sonst schneller verderben.

Im Klartext heißt das: Äpfel, Tomaten, Bananen, Mangos und Birnen möglichst getrennt vom restlichen Obst und Gemüse lagern.

Und wer in die Trickkiste greifen will, macht sich Ethylen-abgebende Sorten zu Nutze: Ein reifer Apfel beschleunigt den Reifeprozess manch unreifen Obstes wie etwa einer harten Kiwi. Und auch umgekehrt: eine reife Banane neben einem noch sauren Apfel wirkt Wunder.

Gemüse

Einige Sorten können roh verfüttert werden, anderes Gemüse sollten Sie vorher dämpfen, abkochen oder gut pürieren.

Wenn Sie Gemüse kochen, achten Sie bitte darauf, dass Sie es nicht zerkochen und einfach nur mit wenig Wasser abkochen. Achten Sie auf eine schonende Zubereitung: kurze Garzeiten und nicht zu heiße Temperaturen (Dünsten). Und niemals mit Salz, da zu viel Salz schädlich für Ihren Hund ist, besonders wenn er schon Herz- oder Nierenleiden aufweist. Wesentlich besser als das Gemüse in einem großen Topf mit Wasser zu kochen, ist das Dämpfen mit ganz wenig Wasser.

Möhren werden gerne dem Hund am Stück zum Kauen angeboten, jedoch gerieben unter das Fleisch/Futter gemischt oder auch gedämpft, wird es vom Körper besser verwertet. Ich rate grundsätzlich dazu, das Gemüse zu pürieren oder zu dämpfen. Ein Stück Schlangengurke kann dem Hund kleingeschnitten unter das Fleisch/Futter gemischt oder ihm als »Leckerli« gegeben werden, sofern er sie mag. Kartoffeln sollten Sie aus den bereits erwähnten Gründen zuvor kochen und unter das Fleisch/Futter mischen. Rohe Hülsenfrüchte sollte der Hund nicht bekommen. Im gekochten Zustand können Sie jedoch bis zu fünf Prozent gekochte Erbsen oder Bohnen unter das Fleisch/Futter mischen, aber auf keinen Fall mehr, denn sie führen durch ihren sehr hohen Faser- und Eiweißgehalt zu Überaktivität der Darmbakterien. Dies kann zu Bauchkrämpfen und unangenehmen Blähungen (Flatulenz) führen.

Salate und verschiedenes Kohlgemüse geben Sie dem Hund in kleinen Mengen ins Futter. Falls Sie das Gemüse nicht dämpfen oder abkochen, sollte es gut püriert werden, damit Ihre Hunde die enthaltenen Zellstoffe richtig verdauen können. So können Sie in nicht zu großen Mengen täglich frisches Gemüse der Saison an Ihre Hunde verfüttern, und sorgen so für ausreichend Vitamine und Mineralstoffe in der Ernährung Ihres Tieres. Achten Sie bitte auf Abwechslung, also bitte nicht über Tage hinweg immer die gleichen Obst- und Gemüsesorten anbieten, sondern ruhig täglich wechseln um eventuell eine Überversorgung zu vermeiden.

Achten Sie bitte auch beim Einkauf auf frische Ware. Ob Biogemüse oder nicht, sollten Sie entscheiden. Je unbelasteter das Obst und Gemüse ist, desto besser. Also auf das, worauf wir Menschen bei uns selbst achten sollten, sollten wir auch bei unseren Hunden achten.

Es folgen nun die Gemüsesorten, die Sie Ihrem Hund verfüttern und damit die Gesundheit Ihres Lieblings unterstützen können.

Artischocke

Die Artischocke ist ein Blütengemüse. Sie enthält viele Vitamine wie z.B. Provitamin A, C, B-Vitamine wie B1, B2, B6, Vitamin E, Niacin, die Mineralien Eisen, Calcium, Natrium, Kalium, Phosphor und Magnesium sowie Flavonoide, Inulin, Cynarin, Bitterstoffe, Caffeoylchinasäuren, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Gerbsäure und Scolymosid.

In 100 Gramm Artischocke sind 22 Kilokalorien enthalten.

Artischockenextrakte werden bereits häufig als Futterzusätze für Hunde auf dem Markt in verschiedenen Formen, z.B. Pulver, Tabletten, Saft oder Kapseln, angeboten, und Sie können natürlich dieses Gemüse Ihrem Hund weiter füttern. Achten Sie dennoch auf Abwechslung, also es gehört bei einem Hund nicht täglich in den Napf oder nur als Kur bei Beschwerden über einen gewissen Zeitraum.

Achten Sie beim Einkauf auf frische, feste Ware, diese erkennen Sie an den eng anliegenden Blütenblättern. Der Stiel sollte keine braunen oder trockenen Stellen aufweisen. Lagern Sie die Blüten nicht weiter zu Hause, sondern verarbeiten diese sofort. Ist das einmal nicht möglich, können sie die Knospen auch in ein feuchtes Tuch wickeln und bis zu drei Tage im Gemüsefach Ihres Kühlschranks aufbewahren.

Heilwirkung der Artischocke

–schützt und kräftigt die Leber

–wirkt entwässernd

–hilft bei Nierenleiden

–regt den Appetit an

–reguliert den Blutzuckerspiegel

–hilfreich bei Verdauungsbeschwerden

–wirkt entzündungshemmend

–kräftigt Knochen und Zähne

–wirkt verjüngend

–gut bei Blähungen

–regt die Fettverdauung an

–wirkt antioxidativ

–regt die Bauchspeicheldrüsentätigkeit an

–wirkt krampflösend

Nach dem Waschen werden zuerst die spitzen Stacheln der Blütenblätter mit einer Küchenschere abgeschnitten. Dann trennt man mit einem scharfen Messer das obere Drittel der Knospe und den Stiel am Knospenansatz ab. Die so vorbereitete Knospe wird nun 10-15 Minuten in Wasser gekocht. Verwenden Sie keinen Aluminiumtopf beim Kochen, da Aluminium mit den Inhaltsstoffen der Artischocke reagiert und oxidiert! Anschließend geben Sie diese püriert unter das Futter.

Sie können Ihrem Hund auch einen Tee zubereiten. Für einen Teeaufguss übergießt man einen Teelöffel getrocknete Artischocken-Blätter mit circa 150 ml kochendem Wasser. Lassen Sie dies abgedeckt zehn Minuten ziehen, anschließend durch ein Sieb gießen und bei Bedarf den bitteren Tee mit etwas Honig oder Stevia süßen.

Blumenkohl

Enthält viel Folsäure und Vitamin K. Blumenkohl ist kalorienarm und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, darunter wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Kupfer. Vitamin B1, B6, C, Folsäure, Cholin, Phosphor, Pantothensäure, Provitamin A, Senföl und Zink sind ebenfalls enthalten.

Besonders nährstoffreich sind die Sorte Romanesco und andere grüne Sorten.

100 Gramm Blumenkohl enthalten circa 22 Kilokalorien.

Blumenkohl ist das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Achten Sie beim Einkauf auf einen festen Kopf mit geschlossener Struktur, ohne gelbe bis grau-gelbe Flecken, und der keinen unangenehmen Geruch aufweisen darf. Ebenso können Sie feststellen, ob es sich um einen frischen Kopf handelt, wenn sie die saftig-grünen Blätter des Kohls betrachten. Länger als ein paar Tage sollten Sie Blumenkohl bitte nicht lagern. Blumenkohl zählt zu den ethylenempfindlichen Gemüsesorten, sollte also nicht in der Nähe von Tomaten oder Äpfeln lagern, die dieses Reifegas produzieren. Kühl, trocken und möglichst dunkel (gerne auch im Kühlschrank) hält er sich am besten.

Heilwirkung von Blumenkohl

–entwässert

–unterstützt Gewichtsreduktion

–wirkt sich positiv auf die Zellerneuerung aus

–hilft bei Nieren- und Blasenleiden

–unterstützt den Aufbau der Darmschleimhaut

–regt Blutbildung an

–kräftigt das Immunsystem

–beugt Dickdarmerkrankungen vor

–wirkt sich positiv auf Herz, Magen und Nerven aus

–lindert Gelenkschmerzen

–gut für die Nerven

Vor der Verarbeitung sollten Sie die grünen Blätter und den Strunk entfernen, dies sollte man auch zur Lagerung tun.

Den Blumenkohl vor dem Füttern bitte abkochen, niemals roh verfüttern! Am besten wäre es, wenn Sie den Blumenkohl drei bis acht Minuten blanchieren. Danach wird das Gemüse mit der Schaumkelle herausgenommen und kalt abgespült. Durch das kalte Wasser wird der Garprozess gestoppt. Das Blumenkohlwasser schütten Sie bitte weg. Blumenkohl lässt sich übrigens gut mit gekochten Kartoffeln kombinieren.

Bohne

Unsere Gartenbohne ist reich an Mineralstoffen wie zum Beispiel Calcium, Kalium, Magnesium, Kupfer, Phosphor und etwas Zink, Eisen ist ebenfalls enthalten. Vitamin C, E, B1, B2, B6, Provitamin A, Folsäure, Nikotinsäure, Pantothensäure sowie Saponine und wertvolle Aminosäuren wie zum Beispiel Arginin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Glycin, Histidin, Leucin, Lysin, Phenylalanin, Serin, Tyrosin und Valin sind ebenfalls enthalten. Ein weiterer nennenswerter sekundärer Pflanzenstoff sind die Phytoöstrogene.

In 100 Gamm Bohnen sind 237 Kilokalorien enthalten.

Freilandbohnen werden in Deutschland von Mai bis Oktober auf dem Markt angeboten. Frische Bohnen sollten fest und knackig sein. Achten Sie beim Einkauf auf frische Ware, Sie können diese testen, indem Sie eine Bohne durchbiegen. Bricht sie glatt durch und ist die Bruchstelle grün und saftig, ist sie frisch. Sie sollte auch gleichmäßig gefärbt sein und keine Flecken aufweisen. Bohnen bleiben nur kurze Zeit frisch. Sie welken rasch, werden fleckig und faul. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie höchstens zwei Tage. Frische Bohnen lassen sich blanchiert gut für die Wintermonate einfrieren.

Heilwirkung der Bohne

–kräftigt Herz und Kreislauf

–hilft bei Leberleiden

–gut für das Fellwachstum

–wirkt entwässernd

–gut für die Nerven

–hilft bei Verdauungsproblemen

–wirkt zellverjüngend

–gut fürs Zahnfleisch

–hilft bei Nieren- und Blasenleiden

–gut für die Muskeln

–hilft bei der Wundheilung

–hemmt das Wachstum hormonabhängiger Krebsformen

–wirkt vitalisierend

–gut für den Darm

Vor der Zubereitung werden die Bohnen zunächst gut gewaschen, dann die Spitzen und Stängelansätze entfernt. Spät geerntete Bohnen haben je nach Sorte einen zähen Faden, der abgezogen werden sollte. Kochen Sie die Bohnen mindestens zehn Minuten lang. Im Dampfgarer rate ich zu 12-15 Minuten Garzeit je nach Gerät.

Bohnen sollten Ihrem Hund nur gekocht oder dampfgegart verfüttert werden, da in rohen Bohnen Phasin enthalten ist, was giftig sowohl für Sie als auch Ihren Liebling ist. Das Bohnenwasser, was nur kurz gekocht wurde, sollte ebenfalls weggeschüttet und nicht verfüttert werden.

Bohnen blanchieren: Geben Sie die Bohnen für drei Minuten in kochendes Wasser. Dieser Vorgang entfernt Enzyme, welche die Qualität der Bohnen verschlechtern. Anschließend geben Sie die Bohnen mit einem Schaumlöffel in kaltes Wasser, evtl. mit Eiswürfeln versetzt. Lassen Sie die Bohnen drei Minuten abkühlen und danach gut abtropfen. Je weniger Wasser an den Bohnen hängt, desto weniger Eiskristalle können sich bilden, welche den Geschmack verschlechtern. Am besten legen Sie die Bohnen auf ein frisches Geschirrtuch, um die restliche Feuchtigkeit aufsaugen zu lassen. Vor dem Einfrieren werden die Bohnen portionsweise flach in Gefrierbeutel geschichtet. Flach aus dem Grund, da diese schneller einfrieren und ihren frischen Geschmack behalten. Entziehen Sie mit einem Strohhalm die Luft und verschließen den Beutel. Nachdem der Beutel mit einem Datum versehen wurde, kann er eingefroren werden, und die Bohnen sind mindestens neun bis zwölf Monate haltbar.

Achtung! Bohnen können Blähungen und Durchfall verursachen, daher bitte nur sparsam verfüttern.

Brokkoli

ist besonders reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium sowie Vitaminen wie B1, B2, B6, E, K, Vitamin C und Carotin (Provitamin A), zudem enthält er Folsäure, Pantothensäure und Cholin.

100 Gramm Brokkoli enthalten circa 29 Kilokalorien.

Brokkoli ist das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Achten Sie beim Einkauf auf die tiefgrüne bis blau-violette Färbung und die Festigkeit der Blütenrose. Gelbe Stellen können ein Hinweis auf Überreife sein. Für eine lange Lagerung ist dieses Gemüse nicht geeignet – eingewickelt in eine Folie hält er sich im Kühlschrank (kühl und dunkel) höchstens zwei bis drei Tage. Lagern Sie Brokkoli möglichst nicht gemeinsam mit ethylen-produzierenden Obst- und Gemüsesorten wie Äpfeln, Bananen oder Tomaten. Dadurch verdirbt Brokkoli schneller.

Brokkoli lässt sich auch gut einfrieren, sollte aber zuvor für circa drei Minuten blanchiert werden.

Heilwirkung von Brokkoli

–schützt vor Infektionskrankheiten

–kräftigt das Immunsystem

–verbessert die Verdauung und beseitigt Verstopfung

–stärkt die Muskeln

–stärkt Herz und Kreislauf

–wirkt blutbildend

–hilft bei Zellerneuerung

–wirkt krebsvorbeugend

–hilft gegen Stress-Symptome

Den Brokkoli vor dem Füttern bitte kurz abkochen oder circa 15 Minuten dampfgaren. Am besten wäre es, wenn Sie den Blumenkohl fünf bis acht Minuten blanchieren. Danach wird das Gemüse mit der Schaumkelle herausgenommen und kalt abgespült. So wird der Garprozess gestoppt.

Auch wenn er zu den gesündesten Gemüsearten zählt, sollte Brokkoli dennoch nicht im Übermaß an Hunde verfüttert werden.

Buchweizen

Der Buchweizen ist gar kein Getreide! Obwohl er den Weizen im Namen trägt, gehört er nicht zu den Getreidearten. Das Kraut gehört jedoch zu den Knöterichgewächsen und ist daher mit dem Sauerampfer verwandt. Der Buchweizen ist reich an Rutin und ist glutenfrei. Buchweizen enthält besonders hochwertig zusammengesetztes Eiweiß mit lebenswichtigen Aminosäuren. Erwähnenswert ist der Gehalt an Eisen, Kalium und B1- und B2-Vitaminen. Der hohe Kieselsäuregehalt stärkt Haut, Haare und Nägel. Buchweizen ist zudem reich an Vitamin E. Die Körner sind zwei- bis dreimal reicher an den lebenswichtigen Eiweißbausteinen Lysin und Tryptophan und liefern viel Lezithin, außerdem Pantothensäure.

Buchweizen ist sehr kalorienreich, 100 Gramm enthalten rund 350 Kilokalorien.

Bitte Ihren Hunden niemals die Pflanze zum Fressen geben, da diese für Ihren Liebling giftig ist!

Die geschälten Samen aber, wie sie für den menschlichen Verzehr angeboten werden, eignen sich gut zur Fütterung. Buchweizen erhalten Sie in Form von ganzen Körnern, Schrot, Mehl und Grieß.

Heilwirkung von Buchweizen

–stärkt das Immunsystem

–wirkt schleimlösend

–regt den Kreislauf an

–beugt rheumatischen Erkrankungen vor

–wirkt durchblutungsfördernd

–kräftigt das Zahnfleisch

–beugt Arthritis vor

–wirkt blutzuckersenkend

–kräftigt das Bindegewebe

–wirkt entsäuernd

Zur Verwendung kommen bei Hunden nur die Samenkörner. In den Samenschalen von Buchweizenfrüchten befindet sich der Stoff Fagopyrin, der die Haut lichtempfindlicher machen kann. Wer Buchweizen als Lebensmittel verwendet, sollte daher die geschälte Form vorziehen und die Körner vor dem Verarbeiten gründlich mit warmem Wasser waschen. Buchweizenkörner werden wie Reis etwa 25 Minuten gekocht. Buchweizen schleimt beim Aufkochen stark auf. Deshalb sollte er vor und nach dem Kochen gut gewaschen werden. Geschroteter Buchweizen sollte über Nacht in Wasser eingeweicht und danach noch einmal gewaschen werden, bevor er dann verfüttert werden kann.

Achten Sie auch hier auf geringfügige und kurmäßige Verfütterung.

Chicorée

Chicorée ist sehr vitamin- und mineralstoffreich. Dieses Gemüse stammt von der wilden Zichorie ab und ist besonders reich an Vitamin A, B1, B2, K und C sowie an Betacarotin. Er enthält Folsäure, Pantothensäure und die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Magnesium - wichtig für die Blutbildung, die Muskulatur, den Nervenstoffwechsel und den Knochenaufbau - sowie Phosphor.

Das Gemüse ist zudem kalorienarm, 100 Gramm enthalten circa 16 Kilokalorien.

Beim Einkauf sollte man auf feste Köpfe mit hellgelben Spitzen achten. Je grüner die Spitzen sind, desto bitterer sind sie. In feuchtes Küchenpapier eingewickelt und dunkel im Kühlschrank gelagert, hält sich Chicorée etwa eine Woche lang. Die Chicoréestangen sind sehr empfindlich und sollten vorsichtig behandelt werden, da sie bei Druck oder Stoß leicht rotbraune Flecken bekommen.

Heilwirkung von Chicorée

–hilft beim Abspecken

–hilft bei der Darmentgiftung und bei Verdauungsstörungen

–kräftigt die Darmschleimhaut

–reguliert den Wasserhaushalt im Körper

–bindet Säure

–unterstützt die Leber- und Gallenfunktion

–hilft bei Verstopfung

–beugt Darmerkrankungen vor

–unterstützt die Knochengesundheit

–beugt Herzbeschwerden vor

Schneiden Sie den bitteren Keil am Wurzelansatz ab, danach waschen Sie die Blätter vor dem Zerkleinern gut ab. Chicorée können Sie leicht gedünstet oder roh (püriert oder ganz klein gehackt) verfüttern. Gut kombinieren lässt er sich auch mit Obst wie Bananen, Äpfel oder Birnen.

Erbsen

Erbsen enthalten zahlreiche wertvolle Stoffe. Dazu gehören die Vitamine B1, B2, C, E, Colin, Biotin, Folsäure, Niacin, Pantothensäure und Karotin. Außerdem Kalium, Magnesium, etwas Zink sowie Lezithin und Saponine. Erbsen sind nitratarm und sehr proteinreich.

100 Gramm frische Erbsen enthalten 81 Kilokalorien.

Trockenerbsen sind bei dunkler und trockener Lagerung ewig haltbar, frische Erbsen jedoch nicht länger als zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Am besten sind junge grüne Erbsen, die Sie im Sommer frisch erwerben können, denn diese enthalten die höchsten Nährstoffkonzentrationen. Auch tiefgefrorene Erbsen sind empfehlenswert.

Heilwirkung der Erbse

–aktiviert den Stoffwechsel

–fördert das Zellwachstum

–kräftigt das Bindegewebe

–sorgt für gesunde Haut und Haare

–wirkt vitalisierend

–kräftigt die Nerven

–sorgt für eine Knochenfestigung

–hemmt krankmachende Erreger

–bietet Schutz vor Parasiten

–wirkt leicht harntreibend

Die Erbsen können Sie Ihren Hunden als Zuckerschoten dampfgegart oder die Samen gekocht verfüttern. Es versteht sich von selbst, dass die Zuckerschoten vor der Verarbeitung gründlich gewaschen werden.

Gartenfrisch sind sie in sieben bis acht Minuten gar, nach einem Tag brauchen sie bereits 15 Minuten dafür.

Im Handel können Sie auch Trockenerbsen erwerben. Diese sollten Sie über Nacht in Wasser quellen lassen, das übrig gebliebene Wasser abschütten und vor der Fütterung die Erbsen erneut waschen.

Roh sind alle Hülsenfrüchte giftig! Auch Erbsen in Dosen sollten Sie nicht verfüttern, da diese circa 90 Prozent weniger Inhaltsstoffe liefern.

Erbsen sollten nicht in größeren Mengen verfüttert werden, da sie blähend wirken können und dadurch bei reichlichem Verzehr die Bildung einer Magendrehung begünstigen.

Gegen ein paar gekochte Erbsen ab und zu im Futter spricht jedoch nichts.

Endiviensalat

Alle Endivien-Sorten zeichnen sich durch einen hohen Gehalt (etwa doppelt so hoch wie bei Kopfsalat) an Vitaminen wie Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6, K, C, Cholin sowie den Mineralstoffen Kalium, Phosphor, Natrium, Magnesium, Calcium, Eisen und Folsäure aus.

100 Gramm frische Endivien haben nur 14 Kilokalorien und bestehen zu fast 95 Prozent aus Wasser. Enthalten sind zwei Gramm Eiweiß, fast kein Fett, kein Cholesterin.

Sehr wichtig sind die enthaltenen Bitterstoffe. Der Bitterstoff Inulin soll eine harn- und galletreibende sowie appetitanregende Wirkung haben.

Achten Sie beim Einkauf auf feste Köpfe mit kräftigen Blättern. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen, hält sich dieser Salat im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu drei Tagen.

Heilwirkung von Endiviensalat

–regt den Appetit und die Verdauung an

–kräftigt das Herz und beugt Herzschäden vor

–aktiviert den Zellstoffwechsel

–stärkt das Immunsystem

–fördert die Blutbildung

–kräftigt sämtliche Schleimhäute

–steigert die Vitalität

–sorgt für eine gesunde Haut

–schützt die Zellen

–wirkt harn- und galletreibend

Zur Zubereitung müssen der bittere Strunk entfernt und die Blätter gut gewaschen werden. Der bittere Geschmack kann durch kurzes Wässern der Blätter in lauwarmem Wasser gemildert werden. Pürieren Sie am besten den Salat, bevor sie ihn unter das Futter geben.

Zum Endiviensalat können Sie zusätzlich gekochte Kartoffeln füttern, dies wirkt sich positiv auf das Skelettsystem aus.

Ananas oder Birnen lassen sich ebenso gut mit Endiviensalat kombinieren.

Feldsalat

Feldsalat hat einen fast doppelt so hohen Vitamin C-Gehalt wie Kopfsalat. Außerdem sind die Vitamine B1, B2, B6, K, E, Cholin enthalten und sehr viel Provitamin A, auch als Beta-Carotin bekannt.

Nach Petersilie hat Feldsalat den zweithöchsten Eisengehalt unter den Gemüsesorten und enthält zudem noch Folsäure, Kalium, Calcium und in geringen Mengen Magnesium, Phosphor, Kupfer und Zink. Je grüner die Blätter sind, desto mehr Chlorophyll enthält die Pflanze.

In 100 Gramm Feldsalat sind 14 Kilokalorien enthalten.

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die länglichen, abgerundeten Blätter, die eine dunkelgrüne Farbe haben, eine knackig-frische Konsistenz aufweisen, da schon angewelkte Blätter bereits viel an Geschmack und Nährstoffgehalt eingebüßt haben.

Feldsalat ist sehr empfindlich und muss deshalb schnell verzehrt werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann er bis zu vier Tage gelagert werden, wenn er gut feucht gehalten wird.

Wegen des raschen Vitaminverlustes ist es allerdings besser, ihn so erntefrisch wie möglich zu genießen. Seine Wurzeln und Blätter enthalten Baldrianöl, das auf Magen und Nerven beruhigend wirkt.

Heilwirkung von Feldsalat

–kräftigt das Herz und beugt Herzschäden vor

–aktiviert den Zellstoffwechsel

–stärkt das Immunsystem

–fördert die Blutbildung

–wirkt blutreinigend

–kräftigt die ganzen Schleimhäute

–steigert die Vitalität

–sorgt für eine gesunde Haut

–schützt die Zellen

–wirkt leicht harntreibend

Den Feldsalat sollten Sie Ihrem Hund, wie alle anderen Salate auch, gut gewaschen und ganz klein geschnitten, oder am besten püriert verfüttern. Die größte Wirkung erhalten Sie, je frischer der Salat ist.

Gut kombinieren lässt sich der Feldsalat mit Äpfeln und/oder Möhren.

Weitere Salate, die Sie ihrem Hund verfüttern können, sind: Eisbergsalat, Römischer Salat, Eichblattsalat und Radicchio.

Fenchel

Fenchel liefert bei geringem Kaloriengehalt viele Vitamine und Mineralstoffe, und der Vitamin C-Gehalt ist fast doppelt so hoch wie bei Orangen. Außerdem enthält der Fenchel Calcium, Magnesium, Kalium, Zink und Eisen. Darüber hinaus enthält Fenchel große Mengen an Beta-Carotin, Vitamin B1, B2, B6, E, K, Folsäure, Terpene und 14 wichtige Aminosäuren (Eiweißbausteine) in idealer Zusammensetzung. Er enthält gesundheitsfördernde ätherische Öle (Menthol-Öl, Anethol und Fenchon), was bei einer homöopathischen Behandlung zu berücksichtigen ist.

In 100 Gramm Fenchel sind nur 19 Kilokalorien enthalten.

Kaufen Sie wegen des höheren Nitratgehaltes den Fenchel bitte nur aus dem Bioladen. Wählen sie knackig aussehende Knollen mit frischem Grün, achten Sie darauf, dass die Außenblätter nicht vertrocknet oder welk sind.

Lagern können Sie diesen über mehrere Tage im Gemüsefach im Kühlschrank.

Heilwirkung von Fenchel

–fördert die Durchblutung

–wirkt krampflösend, gegen Blähungen und bei Verstopfung

–entwässert den Körper

–entgiftet den Darm

–regt die Leber- und Nierentätigkeit an

–wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd

–schleimlösend bei Husten und Schnupfen

–gut bei Erkältungskrankheiten

–regt die Milchbildung an

–wirkt zahnreinigend

–gut für Haut, Knochen und Zähne

–kräftigt das Immunsystem

–wirkt beruhigend und entspannend

Vor dem Zubereiten von Fenchel muss die Knolle gut gereinigt werden. Der Wurzelansatz und beschädigte oder trockene Blätter werden entfernt. Dann werden, von der Schnittstelle nach oben, die Fäden abgezogen. Das Grün an der Knolle kann mitverarbeitet werden. Die härtere Außenschale wird dabei abgekocht. Fenchel kann man auch roh püriert mit reifen Tomaten, gekochten Kartoffeln oder Obst servieren.

Füttern Sie bitte nicht zu viel Fenchel. Ab und zu jedoch etwas roh, dampfgegart oder gekocht unter das Futter gegeben, wirkt es bei den oben genannten Beschwerden als Kur sehr gut. Die Garzeit beträgt beim Blanchieren etwa acht bis zwölf Minuten.

Achtung! Wenn Sie ihren Hund homöopathisch behandeln, sollten Sie mindestens zwei Stunden zwischen der Einnahme von homöopathischen Mitteln und der Futterbeigabe von Fenchel einhalten. Hunde, die zu Durchfall neigen, sollten Fenchel nur seltener bekommen.

Grünkohl

Kein Gemüse enthält so viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und bioaktive Substanzen wie Grünkohl. Er enthält so viel Calcium wie zwei Gläser Milch, außerdem Kalium, Kupfer, Magnesium, Zink und Mangan. Ebenso ist er reich an Eisen und Jod. In Bezug auf das Krebs hemmende Zellschutzvitamin A überbietet er die Möhre bei weitem. Grünkohl enthält neben den Vitaminen B1, B2 und B6 auch Cholin, darunter enorme Mengen Biotin, Pantothensäure, Zellschutzvitamine A, C, E und Vitamin K.

In 100 Gramm Grünkohl sind 37 Kilokalorien enthalten.

Zehn bis fünfzehn Organoschwefelverbindungen sind in diesem gegen Krebs erfolgreichen Gemüse enthalten.

Achten Sie beim Einkauf auf dunkelgrüne, knackige Blätter, welche sich bis zu einer Woche im Gemüsefach im Kühlschrank halten. In einer kühlen Vorratskammer oder im Keller ist Grünkohl ebenso nach einer Woche noch »frisch«.

Heilwirkung von Grünkohl

–gut für Haut, Knochen und Zähne

–wirkt krebsvorbeugend

–schützt die Schleimhäute

–entgiftet den Darm und beseitigt Verstopfung

–wirkt vitalisierend

–senkt die Fettkonzentration im Blut

–stärkt das Immunsystem

–sorgt für eine gesunde Darmflora

–schützt die Körperzellen vor Oxidationsprozessen

Die Blätter werden für die Zubereitung vom Strunk getrennt und die mittlere Blattrippe herausgeschnitten sowie gut gewaschen.

Den Grünkohl sollten Sie vor dem Verfüttern dünsten oder kochen, die Kochzeit für Ihren Hund beträgt circa 15 Minuten. Bitte nur einmal kochen und nicht erneut aufwärmen, dies gilt auch für Kohlrabi und Spinat. Gekochtes Grünkohlgemüse eignet sich besonders gut zum Einfrieren. Grünkohl können Sie auch gut mit Kartoffeln oder Äpfeln kombinieren und unter das Futter geben.

Gurken

Gurken haben einen hohen Anteil an Vitamin E und Kieselsäure sowie an Erepsin, einem Enzym, das Eiweiß spaltet und Bakterien und Würmer im Darm tötet. Zu den wertvollen Inhaltsstoffen gehören außerdem Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6, C, E und K sowie Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Kalium, Natrium, Magnesium, Zink und Phosphor. Außerdem enthält Gurke Niacin, Cholin, Jod, Molybdän, Pantothensäure, Mangan, Silizium, Selen, Fluor, Vanadium, Nickel, Kupfer, pflanzliche Hormone, einige Aminosäuren.

Sie besteht zu bis zu 97 Prozent aus Wasser. Mit 12 Kilokalorien je 100 Gramm gilt sie als kalorienarm.

Achten Sie beim Einkauf auf feste und dunkelgrüne Gurken. Ideal wäre eine Lagertemperatur von acht bis maximal 15 °C, das bedeutet an einer kühlen Stelle in Küche, Keller oder Vorratsraum. Gurken halten bei idealen Lagerbedingungen bis zu drei Wochen.

Heilwirkung der Gurke

–wirkt gewichtssenkend und entgiftend

–festigt Knochen und Zähne

–verbessert die Eiweißverwertung

–lindert Nieren- und Blasenbeschwerden

–stärkt das Bindegewebe

–wirkt positiv auf Haut und Haare

–wirkt darmreinigend, abführend

–stärkt das Immunsystem

–hilft bei Übersäuerung

–wirkt bei Verstopfung

Vor der Fütterung sollten Sie die Gurken gründlich waschen. Vorausgesetzt sie sind ist nicht gespritzt oder faulig, können Gurken auch mit der Schale verfüttert werden. Um die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe zu erhalten, sollte man sie mit der Schale verfüttern, da die Vitamine in erster Linie in der Schale stecken.

Die Gurken können Sie in Würfel schneiden und andünsten oder püriert unter das Futter mengen.

Achtung! Hunden mit Durchfall sollten Gurken nicht oder nur ganz wenig verfüttert werden.

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Дата выхода на Литрес:
22 декабря 2023
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150 стр. 1 иллюстрация
ISBN:
9783937817200
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