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Susanna Egli
Stewardessen im Einsatz
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Inhaltsverzeichnis
Titel
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Impressum neobooks
1
Condor Flug LX 1068
Zürich-Kloten - San Juan/Puerto Rico
Vreni Häfliger nahm das kleine Mikrofon, holte tief Luft und ihre hohen prächtigen Brüste drückten sich gegen die eng sitzende weiße Bluse ihrer Stewardessuniform.
Dann sagte sie mit ihrer weichen Stimme ins Mikrofon: „Meine Damen und Herren, Condor-Flug LX 1068 setzt zur Landung in San Juan, Puerto Rico, an. Die Ortszeit ist 12 Uhr 45. Kapitän Sandro Bucher hat mich gebeten, Ihnen zu Ihrer eigenen Sicherheit zu empfehlen, auf den Sitzen zu bleiben, bis die Maschine zum Stillstand gekommen ist. Wir hoffen, dieser Flug hat Ihnen gefallen, und wir freuen uns, wenn Sie unsere Dienste wieder in Anspruch nehmen.“
Wieder holte Vreni tief Luft, dann warf sie einen Blick auf den Mann, der in der letzten Reihe saß. Er betrachtete sie, seine kalten Augen starrten auf ihre üppigen Brüste. Sein Blick war nicht miss zu verstehen. Er war scharf auf sie.
Und Vreni wusste, dass es ihm gelingen würde. Sie konnte es nicht verhindern, sie hasste ihn wie die Pest. Und doch würde sie sich von ihm in Kürze ficken lassen. Sie hatte keine andere Wahl. Sie saß in der Falle.
Er blinzelte ihr triumphierend zu. Seine Blicke waren so sinnlich, als ob er bereits ihren zarten, warmen Körper in seinem Bett unter sich hätte.
Vreni starrte ihn unpersönlich an, ihr Gesicht war wie eine Maske und verbarg die chaotischen Gefühle, die sie völlig durcheinander brachten. Sie wiederholte die Ankündigung in Englisch und Spanisch. Die Worte flossen leicht von ihren Lippen. Aller Verlautbarungen bei einem Flug von und nach Puerto Rico mussten in Deutsch, Englisch und Spanisch gesprochen werden.
Die Boeing 767-300 rollte majestätisch über die Landebahn und hielt in der Sektion, der für Condor reserviert war. Die Triebwerke heulten noch einmal auf, dann verstummten sie.
Der Mann mit den kalten Augen starrte gierig auf Vreni.
Es war alles so unnötig, dachte Vreni, sich so ertappen zu lassen, seine Gefangene zu sein. Sie kam sich wie ein Opferlamm vor, das die Lüste eines Mannes befriedigen musste. Und vor ein paar Stunden hatte sie ihn überhaupt noch nicht gesehen!
Es war Erpressung; nur so konnte man das nennen.
Die ganze Geschichte hatte vor fünf Stunden, als sie sich gerade über dem Atlantik befanden, begonnen. Es war ein Routineflug und vorn in der Kabine wurde der übliche Blödsinn gemacht.
Vreni hatte Kapitän Bucher besucht. Sandro Bucher war ein soldatisch aussehender, 50 Jahre alter Pilot, der wie fünfdreißig wirkte, wenn man von seinem eisengrauen Haar absah; er benahm sich auch nicht anders als ein Mann von 35 Jahren. Bucher war ein verdammt guter Pilot. Aber das hinderte ihn nicht daran, ab und zu einmal eine Stewardess zu vernaschen.
Er hatte eine Frau und eine Familie in Zürich. Bei allen Luftfahrtgesellschaften gab es eine Menge Stewardessen, die entzückt waren, etwas für einen Kapitän tun zu können. Vreni war eine von ihnen.
Natürlich war Vreni nicht in die Pilotenkabine gegangen, um mit Bucher zu vögeln. Jedenfalls hatte sie nicht daran gedacht. Es gab tatsächlich Kapitäne, die während des Flugs ein Mädchen vögelten, und Vreni selbst war mehr als einmal in einer Höhe von über 10 000 Meter gebumst worden. Aber sie hielt Sandro Bucher für zu gewissenhaft, um so etwas je mit einem Mädchen zu machen, wenn das Leben von 300 Passagieren von ihm abhing - nicht zu erwähnen seinen eigenen Hals und ein wertvolles Flugzeug. Für Kapitän Bucher kam das später - auf der Erde. Aber sie wusste, dass er einer kleinen Spielerei in der Kabine keineswegs abgeneigt war.
Der Co-Pilot und der Flugingenieur wanderten durch die Maschine, um sich etwas zu trinken zu besorgen, und Sandro und Vreni waren allein - bis auf die unzähligen Instrumente auf dem großen Armaturenbrett. Die Maschine war auf Autopilot eingestellt. Wenn das Wetter gut war, flogen die großen Düsenmaschinen praktisch die ganze Strecke, ohne dass jemand sie bediente. Und die Crew brauchte nur einzugreifen, wenn irgendein Notfall eintrat, oder wenn sie sich um Starts oder Landungen kümmern mussten.
Sandro Bucher grinste Vreni an. „Mach dir ruhig ein bisschen Luft, Mädchen. Warum tust du's nicht?“
Vreni wusste, was das bedeutete. Sie begann ihre Bluse aufzuknöpfen. Bucher war ein Tittenmann. Einige der Kapitäne bevorzugten Hintern, aber Sandro stand auf die hübschen Rundungen mit den kleinen roten Spitzen, und Vreni hatte genau das Pärchen, das ihm Spaß machte.
Sie zog ihre Bluse nicht ganz aus. Es war nicht nötig. Sie knöpfte sie einfach auf und griff auf den Rücken, um die Schließe ihres Büstenhalters zu öffnen. Die Körbchen rutschten auf eine Seite und die fülligen prächtigen Halbkugeln Vrenis tauchten auf.
Sie war ein Mädchen, dessen Kurven niemand übersehen konnte!
Mit dreiundzwanzig hatte Vreni immer noch Titten wie eine Siebzehnjährige. Wie ein Mädchen mit brandneuen Brüsten, die aussahen, als seien sie erst gestern gesprossen. Sie hatte keine blauen Venen unter der Haut, sie hingen und schaukelten nicht wie müde Titten älterer Frauen, sie zeigten nicht die Zeichen, dass sie seit so vielen Jahren von Männern gestreichelt worden waren. Vrenis Brüste waren zwar unendlich oft von Männern liebkost, gesaugt und gestreichelt worden, aber sie hatten nicht die Frische verloren, die junge Mädchen so begehrenswert macht.
Sie war rothaarig, hatte milchweiße Haut und den prächtigen Körper eines Showgirls. Ihre Taille war schmal, die Hüften weiblich breit, die Beine lang mit zarten Knöcheln. Die Brüste, die sie jetzt Kapitän Bucher zeigte, waren runde, prächtige weiße Halbkugeln mit perfekten Nippeln und großen Aureolen, Hügel, zwischen denen ein tiefes Tal lag.
„Setz dich“, sagte Bucher. „Mach‘s dir bequem.“
Vreni lächelte ein wenig nervös. Sie war immer scharf auf Bucher, auch wenn sie bereits einige Male mit ihm im Bett gewesen war und ihn ziemlich genau kannte. Seine grauen Haare, sein hartes Kinn, die kalten ironischen Augen und vor allem die Selbstbeherrschung in jedem Augenblick erschreckten Vreni ein wenig. Er schien zu sehr dem Vater zu gleichen, den sie nie gekannt hatte oder wenigstens dem Bild eines Vaters, das sie sich machte.
Aber was er in diesem Augenblick tat, war keineswegs väterlich zu nennen.
Vreni saß in dem gut gepolsterten Sitz des Co-Piloten und starrte in das Blau einer Welt hinaus, die zehn Kilometer über dem Meeresspiegel lag. Sie sah den Himmel vor sich und über sich und die Wolken wie ein leuchtendes Schneefeld tief darunter. Ihre Bluse war offen, ihr Büstenhalter zur Seite geschoben und die schönen Brüste schienen jedes Mal mehr anzuschwellen, wenn sie Luft holte.
Und Bucher griff hinüber und nahm sie in seine starken Hände, drückte und knetete die Fülle, spielte damit. Er rieb seinen Daumen immer und immer wieder über die Nippel, bis sie hart wurden und sich weit herausstreckten. Er drückte seine Finger in ihren elastischen milchweißen Busen.
Vreni begann lauter zu atmen. Sie kämpfte gegen die Erregung, die sie durchflutete.
Bucher beugte sich noch mehr zur Seite und drückte den Mund auf die Titte, die ihm am nächsten war. Sie spürte seine dünnen Lippen fest auf dem jungen Fleisch. Seine Zunge zuckte darüber und entflammte sie noch mehr.
Sein Kuss war wie Feuer.
„Oh Sandro, Sandro“, keuchte sie. „Ich kann nicht warten. Sandro, ich möchte, dass du mich fickst!“
„Bald, mein Hühnchen. Sowie ich diesen großen dicken Brummer auf die Landepiste gesetzt habe, machen wir uns sofort an die Arbeit. Was hältst du davon?“
„Oh ja“, seufzte sie.
Sie wollte ihn jetzt, und wenn es nach ihr gegangen wäre, so hätte sie ihr Höschen herunter gezerrt und den engen Rock hochgeschoben. Aber es war nicht seine Art, über den Wolken zu vögeln, dachte Vreni; sie musste warten.
Sie würden sowieso bald in San Juan sein. Und dann hatten sie zwei Tage Pause vor dem nächsten Flug. Viel Zeit, um unter der tropischen Sonne etwas zu unternehmen - und auch unter dem tropischen Mond.
Bucher ließ ihre Titten los. Er grinste und sagte: „Wie wär's wenn du den Vogel einmal steuern würdest?“
„Das ist doch gegen die Vorschriften, nicht wahr?“
„Es ist nicht schlimmer, als mit einer halbnackten Stewardess im Cockpit herumzuknutschen, glaube ich. Los! Nimm mal den Apparat in deine süßen Händchen, und ich werde dir zeigen, was du tun musst.“
Vreni hatte nie vorher eine Boeing 767-300 geflogen. Sie wusste, dass eine Menge Stewardessen gelegentlich die Kontrolle übernehmen durften - es war absolut gegen die Regel, aber es geschah immer wieder.
Bucher sagte ihr, was sie tun musste. Sie hörte ihm aufmerksam zu und nickte. Es war wirklich nicht viel dabei. Die Maschine hatte praktisch ein eigenes Gehirn und brauchte keine Führung von ihr. Außerdem saß Bucher neben ihr, bereit, zu übernehmen, wenn sie es nicht schaffte.
Vreni atmete schneller, ihre nackten Brüste hoben und senkten sich in ihrer offenen Bluse. Sie griff nach dem Steuerknüppel. Bei dem Gedanken daran, dass sie es war, die diese großartige und teure Düsenmaschine fliegen sollte, wurde ihr schwindlig.
Dann spürte sie seine Hand auf ihren Beinen. Er streichelte ihre Oberschenkel, dann kroch die Hand langsam höher zum Saum ihres Rockes und sie kicherte. Die Erregung war ungeheuerlich - es war, als hätte sie ein Narkotikum in ihrem Körper.
„Sie haben meine Erlaubnis, Kapitän“, sagte Vreni ermutigend. Vielleicht gab's doch noch ein bisschen Hoffnung.
Der Kapitän lachte, aber bald begann Vrenis Haut zu jucken, als seine Hände immer höher glitten. Dann waren sie schrecklich nahe ihrer schlüpfrigen Möse. Sie packte den Steuerknüppel fest mit den Händen und schloss die Augen, als sie spürte, dass die suchenden Hände in ihrem Höschen waren und durch ihre Spalte rieben.
„Oh Sandro, lieber Himmel!“, keuchte sie und rutschte in ihrem Sitz hin und her, drückte ihren Unterleib seinen erfahrenen Händen entgegen. „Du solltest mich lieben nicht so... so...“, sagte sie zwischen Schauern, die durch ihren Körper liefen. Es wurde ihr wärmer und wärmer. Plötzlich griff sie nach oben und knöpfte die restlichen Knöpfe ihrer Bluse auf und warf sie auf den Boden.
Nur einen Augenblick lang zögerten ihre Finger - sie erschrak doch ein wenig -, dann hörte sie Kapitän Buchers schnellen Atem und wusste, dass sie gewonnen hatte.
„Du bist ein geiles Füchslein! Ganz egal, ob ich meine Hände in dein kleines Höschen stecke oder nicht, du bist immer scharf. Hast du eigentlich eine Ahnung, was du einem Mann damit antust, Vreni?“
Er zog seinen Schlips zur Seite und ein wenig herunter. Seine Finger fummelten am obersten Knopf seines Hemdes.
„Mmmmm“, stöhnte sie und krümmte sich auf dem Sitz und genoss das Gefühl seiner Hände, die immer wieder über ihre Klitoris rieben.
„Nein! Aber ich weiß, was du mit mir machst!“
Plötzlich ließ sie den Steuerknüppel los und drehte sich auf ihrem Sitz herum. Ehe er wusste, was geschah, presste sie ihre Lippen auf seinen Mund.
Sein Widerstand war nicht erwähnenswert, besonders, als sich sein Schaft gegen ihren zarten kleinen Bauch drückte. Es war ein bisschen schwierig für Vreni, auf seinen Schoss zu klettern, die Beine zu spreizen, damit sie ihn ansehen konnte. Im nächsten Augenblick schlüpfte sein steifer Penis zwischen ihre Mösenlippen und versank in der Tiefe.
„Vreni, oh Vreni“, waren die einzigen Worte, die während der nächsten Augenblicke gesprochen wurden, als sich sein Schwanz in ihrer glitschigen Vagina hin und her bewegte.
Sie hüpfte auf seinem Mast auf und ab, ihre Brüste wippten, ihre harten kleinen Nippel drückten sich gegen seine Brust. Sie nahm seine Hände und legte sie über ihre schaukelnden Brüste, er drückte und knetete sie, ohne einen einzigen Stoß auszulassen. Ihr Mund öffnete sich, sie presste die Augen zu und konzentrierte sich allein auf das fantastische Gefühl, das sein Steifer tief in ihr auslöste, als er wild ihre Klitoris rieb, bis sie spürte, dass sie anschwoll, und nun wusste sie, dass das Ende nahte.
„Oh, oh, oh!“, schrie sie und hüpfte schneller auf ihm auf und ab, bis sich ihre Klimax näherte.
„Oh Sandro“, stöhnte sie und drückte ihm die Titten fester entgegen, „oh... ich... fast -“, und plötzlich saß sie kerzengerade, steif, als ob sie aus Marmor sei, und fast 15 Sekunden lang jagte er Ladung auf Ladung aus seinem prachtvollen Schwanz in sie hinein - tief... tiefer.
Und dann flog die Cockpittür auf und der Mann mit den kalten Augen kam herein.
Bucher wirbelte herum, sein Gesicht war rot vor Wut. Das Cockpit war sein Thronsaal, und niemand hatte, ohne zuerst um Erlaubnis zu fragen, hereinzukommen.
„Was zum Teufel soll das?“, stieß er hervor. „Wer hat Sie hereingelassen?“
Der Mann schüttelte den Kopf. „Es sieht nicht sehr gut aus für Sie, Kapitän Bucher. Überhaupt nicht gut.“
Panik überfiel Vreni. Ihr erster Gedanke war, dass es ein Verrückter sein musste, der sie beide umbringen würde. Vielleicht, dachte Vreni, ist es auch einer, der die Maschine entführen will.
Sie saß erstarrt da. Ihre Wangen glühten. Die kalten Augen des Mannes starrten auf die prächtigen nackten Halbkugeln. Verwirrt legte sie die Hände über sie, spreizte die Finger, um so viel wie möglich zu verbergen. Dann erkannte sie die Lächerlichkeit ihres Tuns und errötete noch mehr; sie griff nach Büstenhalter und Bluse auf dem Boden und begann sich anzuziehen.
Bucher fragte: „Also, wer sind Sie?“
Ungerührt griff er in die Tasche seines dunklen Hemdes.
Nun kommt es, dachte Vreni, er wird schießen.
Aber er zog keine Waffe heraus - nur eine Ausweiskarte in Plastik, die er Kapitän Bucher vor die Nase hielt.
„Justin Bolliger. Condor Flugdienst GmbH, Frankfurt. Inspektor.“
„Nein“, sagte Bucher. „Das darf doch nicht wahr sein!“
Es war, als verließe ihn im nächsten Augenblick alle Kraft. Plötzlich sah Bucher so alt aus wie er wirklich war - vielleicht noch älter. Er saß wie paralysiert da.
Der Co-Pilot und der Flugingenieur kamen ins Cockpit zurück. Bucher deutete ihnen an, sie sollten sich auf ihre Plätze setzen. Er war jetzt nicht imstande, die Maschine selbst zu fliegen.
Inspektor Bolliger grinste schwach und sagte: „Das ist ziemlich töricht, wenn der Kapitän die anderen seiner Crew spazieren schickt und sich dafür eine Stewardess einlädt. Und die Stewardess sitzt da und zeigt ihre nackten Titten und ihr Ärschlein hüft auf seinem Schoß auf und ab und gleichzeitig fliegt sie die Maschine. Aber, aber, Kapitän Bucher, ich dachte, Sie wären ein bisschen gescheiter.“
Buchers Gesicht war grau. Er sagte wie versteinert: „Es ist mir scheißegal, was sie denken, Bolliger. Ich hatte die Maschine in jedem Augenblick in der Hand, als sie hier war.“
„Selbstverständlich“, antwortete Bolliger säuerlich. „Das habe ich in dem Augenblick gemerkt, als ich hier reinkam.“ Er schüttelte den Kopf. „Wissen Sie, als ich den Auftrag bekam, in Ihrer Maschine mitzufliegen, da dachte ich, es wäre Zeitverschwendung, weil dieser Bucher einen so guten Ruf hat. Und nun muss ich Ihnen sagen, Kapitän, dass ich schockiert bin. Und das Büro in Frankfurt wird noch viel mehr schockiert sein, kann ich mir denken, wenn ich meinen Bericht über Ihr verrücktes Benehmen abliefere.“
Jetzt begann Vreni zu verstehen.
Sie hatte nur gerüchteweise gehört, dass Inspektoren gelegentlich in den Maschinen waren - Männer, die als reguläre Passagiere gebucht waren und dann ruhig in der Maschine saßen und die Crew beobachteten, die Stewardessen, alle, die etwas in der Maschine zu tun hatten und zur Gesellschaft gehörten. Es war eine hinterhältige Sache; man konnte sich nur dagegen schützen, dass man in jeden Augenblick hundertprozentig das tat, was man tun musste und nichts anderes.
Sie und Bucher hatten es nicht getan. Und nun mussten sie den Preis dafür bezahlen.
Sie spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog, als sie daran dachte, was mit ihr geschehen würde, wenn der Inspektor seinen Bericht ablieferte. Sie brauchten nur einmal darauf zu schauen, zu lesen, dass sie sich im Cockpit mit nacktem Oberkörper und schaukelnden Titten herumgetrieben hatte, während der Schwanz des Kapitäns in ihr gewesen war - und sie würden sie auf der Stelle feuern. Sie war als Stewardess erledigt, und es war der beste Job gewesen, den sie gehabt hatte. Drei und ein halbes Jahr lang. Und all ihr Training, all ihre Arbeit gingen durch die Verrücktheit eines Augenblicks in Rauch auf.
Aber sie wusste, dass es für das Flugpersonal noch schlimmer werden würde.
Sie mussten in jedem Augenblick diszipliniert sein. Vreni glaubte nicht, dass man Kapitän Bucher tatsächlich dafür hinausschmeißen konnte, aber wahrscheinlich würde man ihn suspendieren und gehaltsmäßig zurückstufen. Am schlimmsten aber würde der Skandal sein. Sein Ruf, etwas, das er am meisten auf der Welt schätzte, würde zum Teufel sein. Dinge wie diese konnten nicht verborgen bleiben. Die Piloten der anderen Luftfahrtgesellschaften würden wissen wollen, warum man Sandro Bucher suspendiert hatte - und sie würden es herausfinden. Er würde durch den Skandal für den Rest seines Lebens gezeichnet sein.
Und wenn es seine Frau herausfand!
Was für ein Durcheinander, dachte Vreni.
Inspektor Bolliger stand immer noch da, seine Augen waren kälter als vorher. Er war ein großer schlanker Mann, ungefähr vierzig, und trug einen dunklen Anzug. Nichts an ihm deutete darauf hin, dass er ein Spion war - bis auf seine Augen. Und auch sie hatte Vreni nicht bemerkt, bis er ins Cockpit gekommen war.
Leon Forster, der hoch aufgeschossene Flugingenieur, stand plötzlich auf. Er sah blass und erschüttert aus von den Ereignissen, aber er schien dennoch ruhiger als die anderen zu sein. Er sagte mit seiner ruhigen, etwas schleppenden Stimme: „Herr Bolliger, kann ich mal mit Ihnen sprechen?“
„Los!“
„Unter vier Augen.“
Inspektor Bolliger runzelte die Stirn. Dann zuckte er mit den Schultern. Er und Forster traten auf die Seite. Der Co-Pilot setzte sich hinter den Steuerknüppel. Bucher saß neben ihm, er wurde von Augenblick zu Augenblick bleicher.
Vreni, völlig verstört und mit rotem Gesicht, strich sich ihre Haare zurück und brachte ihre Uniform in Ordnung, passte auf, dass alle Knöpfe ihrer Bluse geschlossen waren.
Forster und Bolliger flüsterten lange halblaut miteinander. Vreni konnte sich nicht vorstellen, was vorging. Hoffentlich bot er dem Inspektor nicht irgendein Bestechungsgeld an. Das würde die Dinge noch verschlimmern. Versuchte Bestechung... das würde der Gipfel sein. Aber sicherlich hatte Leon Verstand genug, um das nicht zu tun. Er konnte dieses Risiko doch nicht eingehen.
Nun nickten sie einander zu. Sie schienen irgendeine Vereinbarung getroffen zu haben.
Forster winkte Vreni.
„Ich?“, fragte sie.
„Aber sicher“, nickte er.
Sie ging auf ihn zu. Bolliger trat zur Seite. Der große Flugingenieur betrachtete sie lächelnd. Er warf einen Blick auf ihre Bluse, unter der man den Spalt zwischen ihren vollen Brüsten erkennen konnte. Fünfmal war Vreni mit ihm im Bett gewesen.
Er sagte mit halblauter, drängender Stimme: „Vreni, du bist die einzige, die jetzt unsere Haut retten kann. Deine, meine, Kapitän Bucher, uns alle.“
„Ich verstehe dich nicht.“
Forster sagte: „Dieser Inspektor Bolliger ist ein verdammt mieser Bursche und du hast ihn aufgegeilt, als er hereinkam. Er ist scharf auf dich, verstehst du? Und ich habe ein kleines Geschäft mit ihm gemacht. Er ist bereit, den ganzen Vorfall zu vergessen und einen guten Bericht über uns abzugeben. Das heißt, wenn...“
„Wenn?“
„Wenn du in San Juan mit ihm ins Bett gehst“, sagte Forster. „Darauf läuft die Geschichte hinaus. Was meinst du, Vreni? Es ist eine verdammte Geschichte, aber du weißt, was auf dem Spiel steht.“
2
Sie war eben hineingeschliddert und es gab keinen Ausweg. Schließlich konnte sie nicht den Vorwand gebrauchen, dass sie Jungfrau sein und unmöglich mit einem fremden Mann ins Bett gehen könne. Vreni war keine Jungfrau - sie war es schon seit langer, langer Zeit nicht - und jeder Mann im Cockpit wusste es. Aber das waren nicht die einzigen Männer gewesen.
Schließlich war es eine einfache Sache. Man zog das Höschen einmal mehr aus und ließ sich von Mr. XY vögeln. Vreni gehörte zu jenen Frauen, von denen sich, bildlich gesprochen, jeder Mann gern ein Scheibchen abschnitt. Wenn sie sich bereit erklärte, sich für Inspektor Bolliger auf den Rücken zu legen, diesem Kerl mit den eiskalten Augen, dann war ihr Job gerettet und Kapitän Buchers untadeliger Ruf. Wenn nicht...
Nun, sie konnte schließlich ihre Keuschheit nicht über das Wohlergehen von vier Leuten stellen. Also stimmte sie zu, und es war alles unterzeichnet, verbrieft und besiegelt.
Statt mit Sandro Bucher in San Juan auf die Pauke zu hauen, wie es sonst üblich war, überließ sie sich eben dem geilen Inspektor aus Frankfurt, um sie alle zu retten - eine Märtyrerin der Fluggesellschaft.
Es gefiel ihr allerdings nicht. Obgleich sie in ihren 23 Jahren mehr als den üblichen Anteil an Männern gehabt hatte, war es schließlich nicht üblich bei ihr, einfach mit Fremden ins Bett zu gehen. Sie wollte ein bisschen mehr über die Männer wissen, ehe sie mit ihnen intim wurde - ob sie Krankheiten hatten, schlechten Atem, ob sie pervers waren, das vor allem.
Sie kannte diesen Bolliger überhaupt nicht. Sie wusste nur, dass sie alle geröstet wurden, wenn sie nicht sein Spielzeug wurde. Und so gab sie nach.
Zwei Stunden waren seit dieser ekelhaften Szene im Cockpit vergangen. Die Maschine war gelandet, die Rampe heran geschoben; die Passagiere strömten heraus, trugen schwere Winterkleidung, die ihnen hier auf der Insel mit dem ewigen Sonnenschein nichts nutzte. Vreni stand an der Tür und lächelte ihnen ein Lebewohl zu. Es war ein professionelles Lächeln, das ihre Unsicherheit und Spannung verbarg.
Sie stellte sich Bolliger nackt in irgendeinem Hotelzimmer vor - schwitzend, knurrend, ein Wüstling, der sie bumste.
Nun kam er. Er lächelte frostig und zeigte seine schlechten Zähne. Halblaut sagte er: „Ich warte auf Sie in der Halle.“
Die Bedeutung seines Blickes war kristallklar: Falls du nicht zur Mitarbeit bereit bist, dann geht der Bericht, den ich bereits vorbereitet habe, an ganz bestimmte Leute in Frankfurt.
Keine Bange, dachte Vreni. Sie werden ihr Pfündchen Fleisch kriegen. Hundertzwanzig Pfund, genau genommen. Ich gehöre ganz Ihnen, aber nicht weil ich es will - das ist verdammt sicher!
In der Maschine waren keine Passagiere mehr. Vreni und die anderen Stewardessen gingen durch die Reihen, schauten auf und unter die Sitze, passten auf, dass keine zerknüllte Zeitung irgendwo herumlag.
Sie starrte durch den Mittelgang der Maschine. Sie konnte sehen, dass die Männer im Cockpit miteinander sprachen. Sie sahen nicht zu ihr her.
Ich hoffe, ihr seid dankbar für das, was ich tue, ihr Burschen, sinnierte Vreni. Ich benutze meinen Charme, um eure Haut zu retten. Wenn ich's durchgestanden habe, dann nehmt ihr mich mit und dann machen wir in der Stadt einen drauf.
Sie trat aus der Maschine in den wundervollen Februarsonnentag von Puerto Rico.
Nun quer über das Feld, Richtung Gebäude, schnell gehen, aufgerichtet, so, wie man es dir in der Stewardessenschule gesagt hat. Vreni winkte dem Fluglotsen im Tower zu. Sie war schon ein paar dutzendmal in San Juans Flughafen gewesen und kannte fast alle Angestellten.
Sie meldete sich ab. Nun gehörten ihr die nächsten 48 Stunden, bis sie wieder zur Arbeit zurück musste. Vreni hatte sich auf die Zeit mit Bucher gefreut - sie hatten sich irgendwo in einem Swimmingpool im Bikini tummeln wollen und diesen Bikini vielleicht nach einiger Zeit ausziehen...
Nun, so war es diesmal nicht.
Sie stand im Angestelltenraum, als Bucher vorbeikam. Er schien sich von dem grässlichen Schock gut erholt zu haben. Aber er war nicht mehr so braun wie sonst.
Er blieb stehen und sagte: „Hör zu, Vreni, die ganze schreckliche Geschichte tut mir leid.“
„Es ist schon gut, Sandro.“
„Ich fühle mich schuldig, weil ich zulasse, dass du so was tust.“
Vreni zuckte mit den Schultern. „Es ist gut für die Crew, nicht wahr? Außerdem ist es schließlich nur einmal - was ist schon dabei?“
„Nun ja“, sagte er. „So darfst du das nicht sehen, Vreni. Es ist nicht in Ordnung. Diese schreckliche Sache mit Bolliger - nun, ich wünschte, sie wäre nicht geschehen -, das ist alles, was ich sagen kann.“
„Ich werde es überleben.“
Er nickte. „Ich glaube auch. Hör zu, Vreni, glaubst du, du kannst dich von diesem Kerl bald freimachen, damit wir morgen unsere Runden drehen?“
„Ich denke schon“, sagte sie.
„Gut. Schick mir eine SMS.“ Bucher blinzelte ihr zu. Plötzlich schien er sein Selbstvertrauen wiedergefunden zu haben. „Mach diesen Schweinehund Bolliger richtig fertig, okay? Erledige ihn so, dass er sich nicht daran erinnern wird, was wir beide getan haben. Morgen mache ich dich glücklich.“
Er ging weiter.
Verärgert schüttelte Vreni den Kopf. Männer! Da gibt ihr dieser Bucher einen väterlichen Rat, und praktisch im gleichen Atemzug bereitete er sie darauf vor, dass er sie morgen vögeln möchte. Sehr väterlich von ihm. In der Tat.
Sie zuckte mit den Schultern, nahm ihre Flugtasche und verließ die Halle.
Inspektor Bolliger wartete auf sie. In seinen Augen war ein gieriger Blick, als ob er sich in der letzten halben Stunde die verschiedenen Möglichkeiten ausgemalt hätte, die bald zwischen ihnen geschehen würden, sowie er seine Kleider ausgezogen und seine Hände auf ihren nackten Körper gelegt hatte.
Sie betrachtete ihn, als sie auf ihn zuging. Er war einfach irgendein Mann, weder hübsch und hässlich. Sein Gesicht war hart, sie entdeckte einen Zug von Grausamkeit darauf. Der richtige Typ, um ein professioneller Spion zu sein, dachte sie - Industriespion, ein richtiger Schnüffler, einer, der aufpasst, dass man nicht gegen die Regeln verstößt - ein hässlicher Job für einen hässlichen Charakter.
Auf Bolligers Gesicht tauchte etwas auf, das offensichtlich für ihn ein Lächeln bedeutete. Es traf Vreni wie eiskalte Luft.
„Alles klar?“, fragte er.
„So klar wie stets.“
„Na also los“, sagte er irritiert. „Und sehen Sie nicht so aus, als ob Sie eine Verabredung mit Ihrem Zahnarzt hätten.“
„Erwarten Sie von mir, dass ich vor Freude in die Hände klatsche?“, fragte Vreni bitter.
Seine Augen verengten sich. „Das sollten Sie aber besser tun“, meinte er. „Es gehört zu unserer Abmachung, dass sie mitspielen. Wenn mir Ihre Vorstellung nicht genügt, dann kann ich den Report immer noch schreiben.“
„Das wäre Betrug.“
„Oh ja“, sagte er. „Ich halte meinen Teil des Vertrages, wenn Sie Ihren halten. Aber wenn Sie ein so langweiliges Gesicht machen und sich benehmen wie eine Märtyrerin, dann betrachte ich die Abmachung nicht als erfüllt. Ist das klar?“
„Sicher.“
„Dann wollen wir also gehen.“
Vreni musste sich dazu zwingen, das bedeutungslose professionelle Lächeln einer Luftfahrtstewardess um die Lippen zu zaubern. Ihr war klar, dass sie auf die Zähne beißen und sich diesem kaltblütigen Reptil einfach ausliefern musste, sie musste so sein, wie sie in der Maschine zu sein hatte, wenn die Passagiere sie umherjagten, auch wenn sie sich elend fühlte.
Kurz gesagt, Vreni musste sich wie eine Prostituierte benehmen. Eine Hure musste immer eine gute Show abziehen, ganz gleich, was sie von ihrem Freier hielt, denn ihre professionelle Zukunft hing davon ab. Hier war es genauso. Sie machte Bolliger glücklich - oder sie verlor ihren Job.
Okay, dachte sie. Es ist ja nur für eine Nacht.
So wie jetzt hatte Vreni nie von sich gedacht. Vögeln, ja. Auf die Pauke hauen, klar. Auf die Pauke hauen und dann mit einem ins Bett gehen, sicher. Aber keine Nutte. Es gab viele Gründe, warum sie mit Männern ins Bett ging, aber sie hatte es nie für Geld gemacht oder weil sie dadurch einen besseren Job bekommen konnte. Und aus diesem Grunde konnte sich Vreni immer noch den sexhassenden Weibern überlegen fühlen, denen sie begegnete, denn die waren nicht Besseres als Prostituierte für ihre eigenen Männer, sie bekamen dafür Pelze und Autos und Häuser und Urlaubsfahrten in die Karibik.
Sie ging aufgerichtet neben Bolliger her zu dem Taxistand vor dem Airport. Es war noch nicht Mittag, aber die Sonne brannte vom Himmel. Eine leichte Brise schaffte etwas Linderung.
Bolliger sagte: „Ihr Vorname ist Vreni, nicht wahr?“
„Stimmt.“
„Ich bin Justin Bolliger. Sie können Justin zu mir sagen - schließlich wollen wir ja zusammen ins Bett gehen.“
„Okay, Justin“, sagte Vreni und hoffte, sie hätte es so gelassen wie möglich gesagt.
Er hieß also Justin und sah auch aus wie Justin. Vreni hatte immer die Namen mit den Kerlen verknüpft, obwohl sie nicht genau wusste, warum. Und nun ging sie also mit einem Scheißkerl ins Bett, der Justin hieß.
Sie erwischten ein Taxi.
„Ins The Palace“, sagte Bolliger.
Vreni warf ihm einen Blick zu. „Nichts ist zu gut für Sie, stimmt's, Justin?“
„Die Fluggesellschaft bezahlt“, erklärte er.
„Schickt man Sie überall hin?“
„Überall hin. Morgen fliege ich nach Caracas. Von Caracas nach Rio, von Rio nach Cito, von Cito nach San Francisco, von San Francisco nach Honolulu, von Honolulu nach Tokio und dann wieder zurück nach Frankfurt.“
„Ein ganz netter Fahrplan“, kommentierte Vreni.
„Ich komme eben rum. Sie wissen ja, man muss sehr aufpassen und alles überprüfen.“
„Jede Wette.“
Du miserabler schleichender Wurm, dachte sie. Saust um die Welt und schnüffelst hinter den Leuten her. Sie dachte an seinen Flug von Rio nach Cito, einen stets etwas riskanten Flug, und sie wünschte sich, er würde irgendwo über dem tropischen Dschungel abstürzen. Doch im Augenblick, da sie es dachte, tat es ihr schon wieder leid. Nein, sie wünschte niemandem einen Absturz, nicht einmal ihm. Er würde nicht der einzige sein, der krepierte. Piloten und Stewardessen und Passagiere waren schließlich auch im Flugzeug. In Vrenis Beruf war es nicht gut, wenn man an solche Dinge dachte oder sie gar jemandem wünschte.
Sie fragte sich, warum sie ihn so sehr hasste. Schließlich verrichtete er nur seinen Job und verdiente damit seinen Lebensunterhalt. Wahrscheinlich machte ihm die Arbeit manchmal keinen Spaß. Vielleicht nicht. Fühlt sich ein Polizist schuldig, wenn er Diebe oder andere Verbrecher schnappt? Liegt ein Staatsanwalt schlaflos da, weil er dafür plädiert, dass man einen Mörder lebenslang ins Gefängnis sperrt?
Sie und Bucher hatten gegen die Regeln verstoßen. Und Bolliger hatte sie dabei erwischt, er wurde schließlich dafür bezahlt. Sie konnte ihm nicht die Schuld aufbürden, dachte sie.
Doch sie wusste, warum sie ihn hasste.
Darum nämlich, weil er sich bestechen ließ - mit ihrem Körper. Als Detektiv hätte er ehrlich sein müssen und nicht die Fluggesellschaft hintergehen, um eine Nummer zu schieben. Und dennoch war Vreni froh, dass man ihn so leicht kaufen konnte. Sonst würde sie bestimmt ihren Job verlieren. Aber es war nicht gerade bewundernswert, dass er den Bedingungen zugestimmt hatte, die Forster ihm angeboten hatte.
Das Taxi hielt vor dem Hotel. The Palace war eines der neuesten und sicherlich das größte und teuerste der vielen Hotel, die wie Pilze aus dem Boden von San Juan schossen. Seit Kuba ein verlorenes Paradies für die amerikanischen Touristen war und Miami Beach ein alter Hut, strömten sie nach San Juan. Man konnte Wochen hier verbringen, ohne jemals ein spanisches Wort zu hören.
Vreni und Bolliger gingen ins Hotel. Die Registrierung war schnell erledigt. Sie gingen durch die prächtige Halle und fuhren dann zum 15. Stock hinauf, betraten ein Zimmer, vor dessen Fenstern eine phantastische Terrasse war, von der aus man über den blauen Ozean und den Strand sehen konnte.
Bolliger schloss die Tür und verriegelte sie. Er stellte seinen Koffer hin und sah sie lüstern an.
„Okay“, sagte er. „Ausziehen!“
„Sie sind ziemlich direkt, nicht wahr?“
„Ich bin nicht an Spielchen interessiert. Ziehen Sie sich aus und zwar schnell!“
„Kann ich nicht erst etwas zu trinken haben?“
„Ausziehen!“
Vreni war verblüfft über seine Direktheit. Konnte er denn dieses Spiel nicht ein bisschen Anständiger spielen? Konnte er nicht versuchen, sie zu verführen, statt einfach die Macht auszuüben, die er im Augenblick über sie hatte? Selbst eine Hure, wenn sie nicht auf der alleruntersten Stufe stand, hatte es gern, wenn ein kleines bisschen Romantik bei dem ganzen Geschäft war.
Aber Bolliger wartete nicht. Und Bolliger hatte alle Trümpfe in der Hand, nicht zu vergessen, die Könige, die Damen und die Bauern. Mit gefalteten Armen wartete er auf die Darbietung.
Vreni stellte ihre Flugtasche auf den Boden. Sie enthielt all das, was sie für 48 Stunden brauchte.
Dann begann sie sich auszuziehen - zuerst das Jackett, dann den Rock. Bolliger lächelte. Es war kein besonders nettes Lächeln. Vreni spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog. Wenn man mit dem Kerl ins Bett ging, dann konnte man gerade so gut mit einem Haifisch schlafen.
Sie zog ihren Unterrock aus und legte ihn über den Rock. Nun war ihr Körper schon deutlicher zu sehen. Bolliger hatte natürlich bereits das meiste von ihr gesehen, als er ins Cockpit geplatzt war. Aber er hatte sie nicht sehr lange gesehen.
Seine Augen starrten auf die großen Körbchen über ihren Brüsten. Dann glitten seine Blicke über ihren Körper, das Höschen, über die langen wohlgeformten, fleckenlosen Beine in den Nylonstrümpfen. Praktisch lief ihm bereits das Wasser im Mund zusammen.
Vreni hasste es, sich gerade vor diesem Mann zu entblößen. Aber sie musste es tun. Ganz langsam zog sie ihre Strumpfhose aus.
„Nun hör auf, so langweilig zu sein, zieh dich endlich ganz aus, ja?“, zischte er.
Vrenis Wangen röteten sich. Sie zog die Strumpfhose herunter und legte sie zu ihrer anderen Kleidung. Vreni wusste, dass sie ihm nun ihre intimeren Teile zeigen musste.
Zuerst oben. Schließlich hatte er das schon gesehen. Sie zog den Büstenhalter aus.
Seine Augen leuchteten wie die Lichter auf einer Landepiste auf, als er diese herrlichen Hügel von milchweißem Fleisch sah, die so prächtig und so perfekt aus ihrem Körper heraus sahen. Die Nippel waren nicht hart wie meistens, wenn sie ihre Titten vor den Augen eines Mannes entblößte. Sie blieben weich, ein Zeichen ihrer Verachtung für ihn. Aber die Brüste hoben und senkten sich rhythmisch und die Funken der Erregung in ihm rasten schneller durch seinen Körper.
Sie zog ihr Höschen aus.
Nun war sie nackt.
„Dreh dich herum“, befahl er. „Langsam.“
Du Scheißer, dachte Vreni. Aber sie drehte sich herum. Es war, als ob sie auf einer kleinen Drehbühne stünde, die sich mit ihr bewegte und ihm ihre schweren Titten im Profil und dann die dicken Hinterbacken zeigte, schließlich wieder das Profil und dann die Vorderansicht - all ihre wunderbare Nacktheit. Er betrachtete sie von oben bis unten; sie fühlte seine Blicke wie Spinnenbeine über ihre Haut kriechen.
„Nun?“, sagte sie. „Gefällt's Ihnen?“
„Ausgezeichnet“, antwortete er und machte eine schwache Anstrengung, um die Intensität seiner Lustgefühle zu verbergen. „Und nun komm her und zieh mich aus.“
Er ließ sich von ihr ausziehen, als ob sie eine Sklavin wäre. Er tat nichts, um ihr zu helfen, er hob nur die Arme oder ein Bein, wenn es notwendig war. Vreni zog ihn ganz aus. Sein Körper war schlank. Erst als sie seine blaue Unterhose ausgezogen hatte, konnte sie seinen steifen Pint sehen.
„Okay. Und jetzt auf die Knie.“
Vreni hatte es halb erwartet. Er war ein Mann, der eine Frau degradieren musste, um zu zeigen, was für ein Kerl er war. Es war am besten, sich gar nicht mit ihm anzulegen. Entweder gab sie ihm, was er wollte, oder er schrieb den Bericht. Sie hatte gehofft, sie brauchte das nicht zu tun, aber sie hätte es sich denken können.
Widerwillig kniete sich Vreni auf den Boden des Hotelzimmers. Bolliger stand vor ihr. Er trat so nahe auf sie zu, dass seine Eichel gegen ihr Kinn stieß und die schweren Halbkugeln ihrer Titten sich gegen seine Oberschenkel drückten. Er schaute auf sie herunter.
„Ich brauch dir wohl nicht zu sagen, was nun passiert, oder?“
Vreni versuchte den Ekel zu verbergen. Sie nickte, streckte die Hand aus und langte nach seinem Steifen. Dann packte sie ihn fester und schloss die Augen; sie wollte nicht sehen, was geschah. Im nächsten Augenblick war der Kontakt hergestellt. Bolliger keuchte, er streckte beide Hände aus, legte sie hinter ihren Hinterkopf und zog sie fester gegen sich, bis seine Eichel fast ihren Hals berührte.
Einen Augenblick lang glaubte Vreni, es würde ihr über werden, aber sie riss sich zusammen. Sie zog seinen Pint ein Stückchen zurück, damit sie den empfindlichen Kopf lecken konnte, dann glitt ihre Zunge den Schaft hinauf und herunter, sie nibbelte an ihm und gab ihm den besten Bläser, den er je gehabt hatte.
Sie ging in einer ganz bestimmten Reihenfolge vor - die Zungenspitze wirbelte über die Eichel, dann leckte sie den Schaft, nibbelte leicht, saugte alles in sich ein, soweit es ging. Er hielt es eine ganze Weile aus und als sich sein Stöhnen und Grunzen verstärkte, spürte sie, dass seine Beine zitterten. Sie arbeitete schneller und bewegte ihren Kopf mit großer Geschwindigkeit auf dem Schaft auf und ab. Die Wirkung bei Bolliger war groß, sie wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis es ihm kam. Doch sie wollte nicht daran denken. Sie nahm seine Hoden in eine Hand, rollte sie hin und her und drückte sie. Dann, gerade als ihr kleiner Finger sich nach dem Spalt seines Hintern bewegte, trat er plötzlich zurück.
„Aufs Bett!“, zischte er. „Leg dich schnell hin!“
Er nahm sie an den Handgelenken und zog sie hoch und fiel fast mit ihr aufs Bett. Vreni landete auf dem Rücken. Er stand über ihr.
„Bist du bereit, Schätzchen“, fragte er heiser. „Ist dein heißes Döschen für meinen steifen Schwanz bereit?“
Vreni versuchte das Gesicht zur Seite zu wenden. Sie wollte ihn nicht ansehen, doch tief in ihr begann eine unerwünschte Lust. Plötzlich hatte sie Angst, ihm in die Augen zu sehen und kämpfte wild gegen ihre Lustgefühle an. Doch sie war unfähig, ihre Reaktionen zu unterdrücken und wurde so wütend, dass Tränen in ihre Augen traten.
Bolliger missverstand, was in ihr vorging. „Oh, keine Bange, mein Pint wird dir nicht wehtun“, sagte er, als er die Eichel gegen ihr Portal drückte und mit einem einzigen mächtigen Stoß in sie hinein glitt.
Ihr Körper krümmte sich, sie bäumte sich auf, Arme und Beine schlangen sich um ihn und das plötzliche Lustgefühl war stärker als ihr Widerwille. Seine Lenden drückten sich fest gegen sie und sein Kopf lag neben ihr, das Kinn an ihre Schulter gedrückt.
Er jagte seinen stahlharten Bolzen schnell in ihrer Passage hin und her und es gab nichts, was sie dagegen hätte tun können. Es war die typische Mann-Frau-Stellung und sie war die Unterlegene.
Schließlich verschwand der letzte Widerstand und ihre Liebeslippen begannen anzuschwellen, sie spielte das Spiel mit, das ihm so viel Wollust bereitete. Sie hasste es, sie hasste ihn - oder hätte es gern getan. Aber sie konnte nicht gegen die Reaktion ihres Körpers tun. Sie konnte sie nicht kontrollieren. Sie fiel zurück, blieb einfach auf dem Rücken liegen, ihre Titten wurden von seiner Brust plattgedrückt und ihr Gesicht presste sich gegen seine Schulter. Sie fühlte sich elend, war wütend, und alles war so unbequem. Aber in ihrem Körper begann die vertraute Sensation und breitete sich rasch aus, war Antwort auf seinen zustoßenden Schwanz.
Dann verstärkte Bolliger die Geschwindigkeit seiner Stöße. Sein jagender Speer drang immer tiefer in sie ein, sie spürte, wie sich ihre Muskeln zusammenzogen, warf die Arme um ihn und klammerte sich hilflos an seinen schlanken Körper. Es war, als ob sie ihre letzte Kraft intensiviert hätte. Es erschreckte sie, dass es so war; dass er imstande war, das mit ihr zu tun. Sie hasste ihn und sie hasste sich, doch ihre Gedanken wurden unterdrückt vom Rauschen ihres heißen Blutes.
Und dann begannen die Wellen sich in ihr auszubreiten, sie verkrampfte ihre Zehen, ihre Kopfhaut juckte und plötzlich spürte sie das heiße Sperma, das er in sie hineinjagte. Ihre inneren Muskeln legten sich um seinen schrumpfenden Schwanz, ihr Körper erbebte - und dann war es vorbei.
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