Читать книгу: «Die Chefin»

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DANKSAGUNG

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uf dem Cover steht nur ein Name der Autorin, aber dahinter steckt ein ganzes Team.

Mein tiefer Dank gehört aus vollem Herzen zuerst meinen Eltern, Alfred und Tina Schaer, die mich friedlich und natürlich erzogen haben. Sie haben mich losgelassen und in die Welt ziehen lassen, wo ich dann so intensiv meine Reise als weibliche Führerin antrat und sie sagten oft: "Du bist ja mehr in Amerika als bei uns!"

Großer Respekt gebührt meinen Mentoren, Martin und Gigi Sage, die mein "natural leadership" geborgen haben. Mit ihnen durfte ich 12 Jahre die Prinzipien von Leadership erforschen, lehren und weitergeben. Als ein besonderes Trio haben wir die Evolution für mehr Frieden und Liebe in der Welt angeschoben und das Beste aus USA und Europa vereint.

Kniefall vor meinen Männern: Uwe, Eckhard, Volker, Sebastian und Chéfe, wo jeder von Euch mir mit seiner Liebe als Fels in der Brandung zur Seite steht.

Ihr liebt mich und habt mir immer geholfen, meinen innovativen Weg zu begleiten und alle Kinder, Enkel, Kunden und Team zu erziehen und zu beschützen.

Es war nie leicht, aber dafür ist und bleibt es ein Abenteuer für uns alle!

Meinen 6 Kindern, Sebastian, Anneli,Christian Cyrill, Benjamin Moses, Konstantin und Joy danke ich, dass sie auch so neugierig sind wie ihre Mama, die das Familiensystem für die Welt geöffnet hat. Jederzeit bereit umzuziehen und egal, wer Euch groß zieht, ist willkommen.

Besonders tiefe Bewunderung für meine älteste Tochter Anneli, die mit einer Hingabe immer da war und all die intensiven Phasen mit getragen hat.

Dank an all die vielen Kunden, die ich wachrütteln durfte und die sich auch getraut haben zu ihren individuellen Talenten zu stehen und damit eine Selbständigkeit bauen. Das Neue Unternehmertum ist der Trend unserer Generation und Deutschland wird da noch viel bewegen.

Meine ganz besondere Anerkennung für das gemeinsame Lernen und Bauen der "innovativsten Firma Deutschlands" gilt meinem Wailea Team: Irene, Margit und Monika. Ihr habt so zur Stange gehalten und seid dadurch Frauen geworden, die echte Vorbilder für die Gesellschaft sind.

INTRO

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acqueline Kennedy Onassis war ein aufgewecktes Kind. Schon im Alter von vier Jahren, auf einem Spaziergang im Central Park mit ihrer neugeborenen kleinen Schwester Lee und der Nanny, ging sie eigene Wege. Als Jackie sich verlief, entdeckte ein Polizist das allein herumlaufende Mädchen, und als sie ihn sah, sagte sie selbstbewusst: „Meine Schwester und meine Nanny haben sich verlaufen.“

Als Jackie Kennedy an der Seite ihres Mannes in das Weiße Haus einzieht, beschließt sie, das Gebäude zu renovieren und zu einem „Grand House“ zu machen. Leider ist kein Geld dafür da.

Die First Lady beschließt, es mit eigenen Mitteln zu bewegen. Und sie hat eine Idee: Sie will ihre eigene Vorliebe für Schönheit, Ästhetik und Geschichte einbringen und den Kindern das Weiße Haus lebendig zeigen.

Die Jungs sollen Geschichte erleben mit all den Dingen aus anderen Zeiten, die sie dort zu sehen bekommen. Die Mädchen sollen es schön und bewohnt finden, also müssen immer Blumen da sein und echtes Feuer in den Kaminen brennen. Das Weiße Haus soll einen Sinn haben und der soll wieder restauriert werden. Und diesen Sinn sollen alle Besucher und Kinder spüren und sehen. Jackie wehrte sich gegen das Dekorieren und betonte den Unterschied zum Restaurieren und sie wollte, dass alle vorherigen Präsidenten erlebbar werden. Sie selber liebte den Lincoln Room - er hatte all die Sachen von Lincoln, Dinge, die er angefasst hatte und die Stimmung war wie in einer Kathedrale, dieselbe Friedlichkeit und Andacht. Manchmal setzte sich Jackie alleine in das Zimmer und konnte richtig die Stärke von Lincoln spüren, als wenn sie mit ihm kommunizieren würde. Mit Jefferson hatte sie die größte Wahlverwandtschaft, doch Lincoln war derjenige, den sie liebte.

Dann wusste sie, dass jährlich etwa 2 Millionen Besucher durch das Weiße Haus wandern. Sie sind letztendlich die „Verursacher“ für die schnelle Abnutzung des Gebäudes. Allerdings erhebt sie keine Eintrittsgebühr, sondern produziert einen illustrierten Führer durch das Gebäude, den die Besucher für einen Dollar erwerben können.

Für Jackie war klar, dass jeder Besucher nach einer Besichtigung selbstverständlich zur Erinnerung diesen Ein-Dollar-Führer mit nach Hause nehmen will. In kürzester Zeit ist das Geld für eine aufwendige, nachhaltige Renovierung zusammen. Mit Hilfe der National Geographic Society wurde der Führer seit 1962 über 8 Millionen Mal verkauft. Jackie Kennedy fungierte als Herausgeberin.

EINLEITUNG

Unternehmen und Geschäfte sind wie Menschen. Sie werden geboren, wachsen und sterben. Dazwischen gibt es mehrere Lebensabschnitte: Die naive, neugierige, spielerische Kindheit. Die wilde Sturm- und-Drang-Jugend. Die erotischen Zwanziger. Die entscheidenden Dreißiger. Die vernünftigen und midlife-crisis-geschüttelten Vierziger. Und so weiter .... bis zu Alter, Weisheit und Tod.

So wie Menschen, Bäume, oder Geschäfte physisch und organisch wachsen, gibt es auch ein mentales Wachstum, das meistens unterschätzt wird. Als Kinder sind wir zum Beispiel auf alles neugierig. Es gibt nichts um uns herum, was nicht neu wäre. Je mehr wir kennen lernen, um so mehr nimmt die Neugier ab. Dafür werden wir auf andere Dinge neugierig: In der Pubertät auf das andere Geschlecht, später auf Selbstverwirklichung, auf Liebe, auf Geld, auf den Erfolg, oder auf Ruhm. Und es gibt immer eine Sache in jedem Leben einer Person, die sie immer beschäftigen, immer neugierig machen und tragen wird: Ihre Brillanz. Mit ihrer Verwirklichung wird ein Mensch immer die größten Erfolge feiern und den größten Genuss im Leben haben. Durch Neugier wachsen wir mental. So lange es Geheimnisse gibt, müssen wir dahinter kommen.

Mentales Wachstum

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ahinter liegt allerdings die Erfahrung, die Erkenntnis einer unmittelbaren Wahrheit. Durch manche Erfahrungen werden wir im wahrsten Sinne ent-täuscht, desillusioniert, vielleicht sogar verbittert, melancholisch oder depressiv. Gewinnen wir die Neugier zurück, wachsen wir über uns hinaus. Wir entdecken Freude an dem, was wir tun, und erleben unser mentales Wachstum als Karriere.

Neugier ist die Triebfeder des mentalen Wachstums. Auf diesem Ansatz basiert unsere „Performance Scale“. Sie zeigt die verschiedenen Stadien im mentalen Wachstum an. Ob Individuen, Familien, Unternehmen, oder Organisationen: Immer befinden sie sich mental auf einer bestimmten Entwicklungsstufe. Man kann oft von den Gesichtern eines Individuums, von Angestellten in Unternehmen, oder von einer Fußballmannschaft ablesen, auf welcher Stufe sie sich befinden, sobald sie „Performance“ zeigen: Sind sie traurig, ängstlich, verkrampft, oder leidenschaftlich, von sich überzeugt, voller Enthusiasmus? Wenn wir die Neugier in Menschen wecken, werden sie mental wachsen. Und damit wächst auch Ihr Erfolg.

Die gleiche Art Wachstum gibt es in der Ökonomie. Ohne die Kenntnis vom mentalen Zustand eines Unternehmens oder Ihrer Unternehmungen wird sich nichts weiter entwickeln. Ohne das Wissen darüber, warum was nicht läuft, werden Sie auch nicht weiterkommen, um endlich schwarze Zahlen zu schreiben. Da unterscheidet sich ein Team im Unternehmen nicht von einer Fußballmannschaft.

Geschäfte leben – und wachsen.

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eobachten Sie nur einmal, wie viel Zeit die Menschen in Unternehmen damit verbringen, sich zu verständigen, wie die Stimmung ist und wie sich einzelne zu anderen verhalten und mit ihnen kommunizieren. Dieser Tatbestand beschäftigt heute die Manager fast mehr als die Umsatzzahlen. Kein Wunder: Jeder weiß, dass diese nur mit einem guten Team in die schwarzen Zahlen kommen. Da ist die Chefin gefragt, mit ihrem untrügerischen Blick für alles, was zwischen Menschen funktioniert.

Wenn Sie sich heute entschließen, Ihr eigenes Leben zu führen und in Aktion zu gehen, werden zu bestimmten Zeitpunkten Dinge auf Sie einprasseln, die Sie sich teilweise gar nicht erklären können, die aber im Konzept des mentalen Wachstums geschehen. Wir erklären diese Dinge für Sie und zeigen Ihnen, wie Sie weiterkommen. Das sollte Sie neugierig machen. Wie wir ein Leben leben, das uns zu unserer Brillanz führt, haben wir in „Lebe deinen Traum“ von Martin Sage dargestellt. Hier ist nun die „Chefin“ angesprochen - die Frau, die ihre Brillanz in die Hand nimmt und sich damit selbständig macht, um aus ihrem Leben eine Karriere zu machen. Die Zeit ist reif. Noch nie konnten Frauen so einfach und so selbstbewusst ihre eigene Organisation gründen und ein Geschäft machen wie heute. Nicht zuletzt Programme wie die Serie „Sex and the City“ hat zu einem Paradigmenwechsel geführt. Plötzlich orientieren sich Frauen nicht mehr an Männern, sondern drehen sich lieber um ihre eigene Achse. Was dann passiert, wenn man den Kompass neu ausrichtet, kann man nicht voraussehen - nur erleben. Das ist Neugier.

Meistens wird die Neugier im Laufe eines Lebens unterdrückt: Desillusionierung, Enttäuschung, vor allem aber das Bedürfnis nach Sicherheit bringt die meisten Menschen davon ab, ihre „Hauptbeschäftigungen“ in den Vordergrund zu stellen oder zum Lebensziel zu machen. Wenn Sie das tun, was Sie schon immer tun wollten, oder sich nun dazu entschlossen haben - Glückwunsch! Dieses Buch ist eine Anleitung für all jene, die diesen Schritt hinaus in die weite Prärie des selbständigen Unternehmertums wagen. Und es werden immer mehr. Vor allem immer mehr Frauen.

Freiheit. Andersheit. Brüderlichkeit.

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an’t live with you, can’t live without you: Liebesbeziehungen sind Indikatoren für menschliche Energie. Liebe ist die höchste Energieform - was tut man nicht alles aus Liebe? Zu was ist man plötzlich in der Lage, wozu einem sonst die Energie fehlt? So etwa muss man sich den Neugier-Faktor vorstellen, der uns auf dem Weg durch dieses Buch immer wieder antriebt, bevor alles zur Gewohnheit wird.

Männer und Frauen können oft nicht mit- und auf keinen Fall aber ohne einander. Ihre Unterschiede sind ihr Kapital. In der Evolution war das schon immer so. Nur die Rollen waren anders verteilt.

Im Business liegt in den unterschiedlichen Qualitäten die Formel für eine erfolgreiche Zukunft. Unsere These: Die erfolgreichsten Teams sind jene mit einem ausgeglichenen Anteil zwischen Männern und Frauen und der Fähigkeit, ihre Unterschiede zu zelebrieren und zu einer gemeinsamen Strategie zu nutzen.

Männer und Frauen begegnen sich in Wirtschaft und Management auf gleicher Höhe. Nach Beendigung des „Geschlechterkampfes“ und dem Einzug der Frauen in die Wirtschaft sind sie wirklich gleichberechtigt und sorgen für frischen Wind im Unternehmertum.

Dort entsteht eine neue Energie zwischen Frau und Mann. Zum ersten Mal vergessen beide ihre gelernte Binnenperspektive auf das andere Geschlecht. Man wird neugierig aufeinander. Zahlreiche Bücher haben in der jüngsten Zeit die charmanten Unterschiede zwischen Männer- und Frauensichten herausgearbeitet - und gefeiert. Auch im „daily business“.

In der Tat gibt es eigentlich wenig, was Frauen nicht komplett anders machen und betrachten würden als Männer. Die „kleinen Unterschiede“ sind eines der spannendsten und unterhaltsamsten Themen unserer Zeit. Frauen sind nicht länger „auf dem Vormarsch“. Sie sind angekommen. In den Führungsetagen, als Spitze ihres eigenen Unternehmens, auch in der Politik wird weiblicher Einfluss hoch geschätzt.

Denn die integrierenden Fähigkeiten von Frauen, wie zum Beispiel Beziehungsmanagement, sind entscheidende Elemente einer Ökonomie, in der Service die wichtigste Rolle spielt.

Nie zuvor war es Frauen in dem Maße möglich, ihre Karriere in das klassische Familienleben zu integrieren. Befand sich Frau früher im Dilemma zwischen Küche, Kindern und Karriere, kann sie schon wegen der überragenden Möglichkeiten der Telekommunikation mit Handy und Internet alle Dinge, die ihr lieb und teuer sind, miteinander verbinden. Dies ist die erste Generation, in der diese Art von „Womanagement“ möglich ist. Männer und Frauen werden nicht mehr auf Rollen fixiert. Jetzt wird geschwisterlich geteilt.

Service -wieso gerade jetzt?

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as Informations- und Medienzeitalter liegt genau so weit hinter uns wie das Industriezeitalter. Seit Beginn des neuen Jahrtausends und seinem historischen Beginn am 11. September 2001 löst die Service-Ökonomie alte kapitalistische Machtverhältnisse ab, weil sie immer weniger den Menschen und immer mehr dem Kapital dienen.

Während die alten Wirtschaftstanker mühsam Kurs halten, sich durch Entlassungen sanieren und kein Angestellter mehr seines Arbeitsplatzes sicher sein kann, entwickelt sich parallel eine Ökonomie, die auf Selbständigkeit beruht und mit brillanten Ideen und Innovationen im Bereich Service neue Lösungen, neues Kapital und neue Karrieren erwirtschaftet.

Besonders in der „Servicewüste Deutschland“ ist noch jede Menge Brachland in Oasen zu verwandeln. Zu dieser Entwicklung passt der Drang nach Selbstbestimmung, Freiheit und der Entfaltung der persönlichen Interessen und Fähigkeiten. Selbst die Regierung legt nahe, seine eigenen Interessen zu verfolgen und sich mit Ideen selbständig zu machen. Immer mehr Menschen entdecken, dass das größte Potenzial in ihnen selbst liegt: Ihr ganz persönliches Talent gilt es zu kapitalisieren. Wenn Frauen ein Unternehmen aufbauen oder führen, können sie innerhalb dieser Service-Ökonomie zum ersten Mal in der Geschichte ihr weibliches Talent einsetzen.

Dänische Forscher fanden in einer zehnjährigen Untersuchung heraus, dass Unternehmen, deren Leitung mit mehr Frauen besetzt war, rentabler arbeiteten. „In der Tat führen Frauen anders“, kommentiert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (5. Juni 2005, S. 39): „Mögen sie die männliche Konkurrenz anfangs durch ihre Ruhe und Zurückhaltung in Sicherheit wiegen, in der Sache verhandeln Frauen zäh und unnachgiebig, das Ziel stets im Blick. (...) Die Führungstechniken der Frauen, die meist nicht reflektiert, sondern intuitiv eingesetzt werden, gehen auch weit über vermeintlich freundliches Zuhören hinaus.

„Durch ihre häufig sehr intuitive Art der Führung jenseits aller klassischen Führungsinstrumente schaffen Frauen ein großes Näheverhältnis zu ihren Mitarbeitern“, sagt Headhunterin Lammers. „Sie schaffen Bindungen, die Mitarbeiter verpflichten. (...) Deswegen sind sie so wertvoll.“

Eine weitere Studie aus England vergleicht männliche und weibliche Führungsstile und komme zu dem Ergebnis: „Frauen führten viel informeller, beteiligten Mitarbeiter eher an Entscheidungen und inspirierten sie. Mehr noch: Frauen vergäßen in Führungspositionen weniger schnell, wie sich Mitarbeiter fühlen. Die Mitarbeiter verehrten ihre Chefinnen dafür“, fasst Inge Kloepfer von der FAS zusammen. „Diese Art der Bindung ist ein weit differenzierteres Mittel der Machtausübung und Einflussnahme als der Druck über Hierarchien.“

Alte und neue Service-Ökonomie

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ervice hat eine neue Definition. „Service“ bedeutet nicht einfach Dienstleistung. Die Deutsche Post ist zum Beispiel ein klassisches Dienstleistungsunternehmen. Doch was wird geschehen, wenn sie im Bereich der Briefkommunikation demnächst ihren Monopolstatus verliert?

Sie bekommt eine Konkurrenz, die sie den Schrecken lehren wird: Vielleicht Postboten, die Briefe nicht nur bringen, sondern auch die Post abholen, Briefmarken verkaufen und durch andere Dienstleistungen den Weg zu den immer spärlicher werdenden Postämtern ersparen und den Briefkasten ersetzen - um nur einige Ideen zu nennen, die die Post nicht sehen will. Sie ist ein Service-Verhinderer - ein Dienstleister, für den es mit einer Dienstleistung getan ist. Oder ein Logistikunternehmen, das keinen großen Wert mehr auf Privatkommunikation legt, je nachdem, wie man es sehen will. Auf jeden Fall nichts ist in Zeiten der E-Mail mühsamer und hinderlicher, als einen Brief abzusenden. Vor dem langen Marsch zum Briefschlitz steht der Erwerb von Briefmarken, die Recherche der fünfstelligen Postleitzahl, die sich keiner mehr merken kann, die Besorgung von Briefumschlag und Papier.

Wenn der Brief nicht ganz zuklebt oder der Verschluss des Päckchens nicht hält, wird man neuerdings höflich gezwungen, vor Ort im „Shop“ Schnur oder Tesafilm käuflich zu erwerben, was früher der Postbeamte noch selbstverständlich erledigt hat. Wohl dem, der hier für Abhilfe sorgt.

Der „neue Service“ bedeutet: Sich ganz in die Situation anderer zu versetzen und deren Bedürfnisse und Quellen der Neugier zu erkennen, um daraus Produkte zu machen und sie den richtigen Leuten anzubieten.

In dieser Service-Ökonomie stehen Frauen besser da als Männer, weil sie kulturhistorisch besser geschult sind. Schon in der Evolutionsgeschichte hatten Männer mit Jagen und Sammeln alle Hände voll zu tun, während die Frauen für Ordnung in der häuslichen und familiären Struktur sorgten. Auch in der Menschheitsgeschichte waren sie - von Amazonen und Pharaoninnen abgesehen - selten der „herrschende“ Part, der über den privaten Hof, Menschen und Imperien regiert. Männer, die Jäger, Krieger, Beschützer und Besitzer. Frauen, diejenigen, die alles zusammenhalten. Aber gerade dieser „Mangel“ wurde durch andere Fähigkeiten kompensiert. Was Frauen besser beherrschen, ist jede Form von Spiel, sei es das gesellschaftliche, das Machtspiel oder auch das erotische Spiel.

Der Einzug weiblicher Paradigmen in die Wirtschaft

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as ist heute erfolgsversprechender - Imponiergehabe oder Team-Spirit? Dominanz oder Einfühlungsvermögen? Verführen oder Befehligen? Macht oder Networking? Womit kommt man langfristig weiter: mit Marschparolen oder Menschenkenntnis?

In der Evolution haben sich bestimmte Fähigkeiten bei den jeweiligen Geschlechtern verstärkt ausgebildet: Männer sind in Laufe der Evolution trainiert, zu gewinnen und Stärke zu zeigen, weil sie Sorge tragen mussten, die Existenz zu wahren - zum Beispiel durch Krieg, Fortpflanzung oder die Bewirtschaftung des Hofes, des griechischen „Oikos“, aus dem die früheste „Ökonomie“ entspringt. Männer waren automatisch die „Herren“ - und mussten dieser Rolle auch gerecht werden. Dafür wollen sie akzeptiert werden. Von Männern und Frauen. So wie Frauen „verstanden“ werden wollen.

Heute gewinnt man durch beide männlichen und weiblichen Fähigkeiten: Verstehen, Klugheit, soziale Intelligenz auf der weiblichen Seite, Akzeptieren, Sorge tragen, Durchsetzung auf der männlichen Seite.

„Kinder, Küche, Kirche“ lauteten früher bezeichnenderweise die Selbstverwirklichungsdomänen der Frau. „Klamotten, Kosmetik, Klatsch“, spöttelte ein Kabarettist hinterher. Die Wahrheit liegt dazwischen: Frauen können das eine tun, ohne das andere nicht zu lassen. Sie können sich sowohl Kinder leisten als auch Karriere. Deshalb verdienen sie ihr Geld selbst und können sich davon kaufen, was sie wollen: Klamotten, Kosmetik... und in der Kommunikation sind sie nun einmal nicht zu schlagen. Macht und Erfolg nicht länger Männerdomänen. Der Mythos vom Porsche fahrenden Platzhirsch, der alles klar macht: ausgeträumt, wo Frauen sich selbst einen leisten und fahren können.

So auch in der Industrie. „Images“ werten den Status von Produkten künstlich und oft ohne Legitimation auf. Unternehmen „fräsen“ sich mit neuen Produkten in Märkte „hinein“, vollziehen „feindliche Übernahmen“ und verlieren durch weltferne und nicht mehr nachvollziehbare Kapitalaneignungsstrategien den Bezug zur gesellschaftlichen Situation oder sozialer Verantwortung.

Männer haben gelernt, sich durchzusetzen. Frauen suchen den Konsens. Männer wissen, was sie wollen. Frauen wissen auch, was andere wollen. Männer zeigen Macht. Frauen haben Macht. Oft mehr, als sie zeigen. Und manchmal ist alles genau umgekehrt.

Es gibt Frauen, die mit den Waffen der Männer Macht gewinnen - zum Beispiel Angela Merkel. Umgekehrt wollen Männer Frauen „erobern“, und das gelingt ihnen manchmal ganz und gar nicht. Zumindest nicht mit den Mitteln, die ihnen geläufig sind. Den zukünftigen Markt beherrschen sie, wenn sie ihre mühsam trainierten Verführungskünste aufs Geschäft übertragen können. Sie müssen Frauen neugierig machen können. If you can make it there, you can make it everywhere.

Zusammen, oder miteinander, sind Männer und Frauen eine Magie für sich. Immer, wenn sie sich treffen, beginnt ein Spiel. Sie umgarnen sich. Sie entdecken immer neue Seiten. Sie lassen sich immer etwas Neues einfallen. Sie können sich gegenseitig immer neu überraschen. Sie sind neu-gierig aufeinander. Nicht nur in der Erotik. Auch im Geschäft. Weil Frauen zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Gelegenheit haben, zu gewinnen, ist das moderne Business-Spiel wohl eines der Phänomene unserer Zeit. Die neue Ökonomie folgt nicht mehr nach den Regeln des Kriegs. Es herrschen zunehmend die Regeln eines freien Spiels- des Business-Spiels.

In diesem Spiel sind Fähigkeiten wie solche vorgesehen, sich in die Situation anderer Menschen zu versetzen und deren Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen.

Das ist der Begriff der neuen „Service-Ökonomie“. Sie funktioniert nicht nur mit Taktik, sondern auch mit Charme. Es herrscht nicht Diktatur, sondern Entertainment: Ein Publikum kann man zum Beispiel nicht mehr „erobern“, nur „gewinnen“. Nicht mit Propaganda, sondern mit Entertainment. Ein Produkt verkauft sich immer schlechter durch Werbung und Brainwash, durch seine Aufladung an Werten und Statussymbolen.

Sondern durch die Art, wie man dazu eingeladen wird. Eine Dienstleistung überzeugt dann am besten, wenn persönliche Anerkennung oder Zufriedenheit, wenn nicht gar Zufriedenheit von ihr erwarten kann. Unterhaltung, Anerkennung, Erotik sind Insignien der neuen Service-Ökonomie. Der Unterschied: Frauen können daran mit den gleichen Voraussetzungen teilnehmen. Sie müssen nicht männliche Stärken adaptieren, indem sie zum Beispiel als dominante „Karrierefrauen“ auftreten, sondern können ihre eigenen Stärken einsetzen.

Im Zusammenspiel mit Männern entsteht dadurch eine neue, ungeahnte Energie. Wir können das in unserer täglichen Arbeit beobachten, vor allem natürlich in unseren Unternehmerinnen- und Power Couples-Seminaren. Oft geschieht es sogar, dass Paare, die im Training ihre Stärken entdecken, auf die Idee kommen, ein Geschäft daraus zu machen und gemeinsam ein erfolgreiches Unternehmen gründen.

Früher Model. Heute „role model“.

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urde Frauen früher nur in Bereichen eine Karriere zugesprochen, die sich aufs Häusliche beschränkte, kann heute jede Frau aus sich machen, was sie will. Wo Frauen entscheiden, sind „weibliche“ Prinzipien immer gefragter und erfolgreicher.

Ihre historische Fähigkeit, als Muse, Geisha, den Männern zu dienen und sie zu beeinflussen, setzte sich zum Beispiel in der Politik fort. Oft standen und stehen hinter erfolgreichen Männern denkende und lenkende Frauen wie Napoleons Josephine oder Jackie Kennedy. Immer öfter treten sie aus dem Schatten großer Männer heraus und besetzen selbst hohe Positionen: Condoleezza Rice oder Angela Merkel. Wenn auch mit mehr männlichen Mitteln, oder mit weiblicher Intuition, List und Tücke. Aber am Ende mit Erfolg. Und auch das spornt Frauen an.

Weibliche Leader sind Vorbilder. Waren erfolgreiche Frauen früher fast ausschließlich „Models“, sind es heute die „role models“. Sie nehmen Einfluss auf Betrachtungsweisen und Handelsweisen und krempeln dadurch Unternehmen und Wirtschaftszweige um. Frauen können in der Wirtschaft mit dem Einsatz ihrer Persönlichkeit große Erfolge erzielen. Von Anita Roddick (Body Shop) bis Carly Fiorino (HP) gibt es immer mehr Frauen, die nicht „ihren Mann stehen“, sondern mit Erfolg ganz Frau sind: Christiane zu Salm, die den „Frauensender“ TM3 zum belächelten Spielesender 9Live umfunktioniert, auf den niemand einen Cent setzt, und damit Millionen macht. Sie wird damit erfolgreich... und reich. Friede Springer, das ehemalige Kindermädchen im Hause Axel Springer, die dessen angeschlagenen Konzern wieder zum größten Verlagshaus Europas führt.

Joanne K. Rowling, die vor „Harry Potter“ von der Sozialhilfe lebte. Und viele andere Frauen, die wir Ihnen vorstellen möchten.

Was für einzelne Personen gilt, gilt auch für Organisationen. Die Teams mit der größten Energie haben den größten Erfolg. Mit emotionaler Intelligenz, Einfühlungsvermögen, Liebe und anderen „weiblichen“ Ausprägungen wird unendlich mehr Energie freigesetzt als mit Autorität, Druck, Kommandos.

„Männliche“ Chefs sind von Dominanzmustern geprägt. Sie sind geeicht, sich mit autoritären Mitteln Respekt zu verschaffen. Sie sorgen dafür, dass man sie nicht leiden kann. Welcher „Chef“ möchte wirklich so sein?

Weibliche Chefs im modernen Sinne sind Persönlichkeiten, die man einfach nicht enttäuschen will: Mehr Coach als Manager. Ihr Ziel definiert sich weniger in Zahlen als in Zufriedenheit.

Dann stimmen die Zahlen von selbst. Coache dienen in Demut, Dankbarkeit und Verantwortung dem Ziel und gehen dem Team mit gutem Beispiel voran: Was im Sport die Trainer sind, ist im Business die „Chefin“ - Leiter und Lenker.

Sie wird geachtet und geliebt und bereitet sich selbst damit die größten Erfolge. „Macht“, sagt Christiane zu Salm, „bedarf natürlicher Autorität. Frauen wissen das. Und weil sie das wissen, ist die Macht bei ihnen in guten Händen.“ Na dann... gute Macht.

Wie man eine „Chefin“ wird, davon handelt dieses Handbuch - und davon, wie sie mit ihren Fähigkeiten das Business von morgen bestreitet. Nie in der Evolution ist es Frauen in diesem Maße möglich gewesen, Erfolg zu haben, Teams zu führen und eine große Karriere aufzubauen wie heute.

Was geschieht, wenn Business nicht mehr Krieg bedeutet, sondern Spiel? Es ist der Beginn Ihrer Karriere. Von den Anfängen, der Vision und den Ideen über den täglichen Trott bis zu höchster Inspiration, Innovation und Kreativität. Davon handelt dieses Buch. Ein Handbuch für die „Chefin“. Für Sie.

MÖGE DIE MACHT MIT IHNEN SEIN.

Quellen:

Pease, Allan & Barbara. Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken.

Pease, Allan & Barbara. Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen.

IHR WEG

„Viele Menschen bekommen nicht, was sie wollen, weil sie nicht sagen, was sie sich wünschen.“

Madonna, in: SEX

Was soll ich tun?

Also... was ist Ihr Ziel? Wie sieht Ihre Karriere aus? Ihre Leidenschaft? Ihr Leben? Keine leichten Fragen. Aber der richtige Weg. Es gibt kein Glück. Sobald man es erreicht, wird man unglücklich. Aber es gibt Zufriedenheit. Wenn Sie diese Fragen leicht beantworten, können Sie zufrieden sein.

Zufriedenheit „erlangt“ man nicht. Viele Menschen gehen irgendwelchen Verpflichtungen nach und glauben, dass sie eines Tages ihr Glück erreichen. Andere Menschen glauben, eines Tages werde der Sinn ihres Lebens deutlich. Eines Tages... warum nicht gleich? Es kommt darauf an, hier und jetzt zufrieden zu sein.

Das wahre Glück besteht darin, seinen Leidenschaften nachzugehen. In diesem Moment lebt man sich in jedem Moment.

Zufriedenheit besteht nicht darin, den Sinn des Lebens zu finden, sondern sich lebendig zu fühlen. Hier und Jetzt.

Dafür haben Sie zwei Mittel: Zeit und Geld. Vergessen Sie den Gedanken, Sie hätten keine Zeit.

Vergessen Sie den Diskurs, dass Geld nicht glücklich macht. Sie haben alle Zeit der Welt, wenn Sie Ihr eigentliches Ziel verfolgen. Das bedeutet: Ihre Leidenschaft zum Leben machen. Dann bekommen Sie auch alles Geld der Welt. So einfach ist das. Und doch so schwer.

Wir alle haben einen Auftrag. Nämlich genau den, das Beste aus unserem Leben zu machen. Wir alle haben etwas Einzigartiges in uns: Unsere individuelle Brillanz. Diese beiden Gedanken führte schon der geniale Immanuel Kant in dem Satz zusammen: „Jeder Mensch ist Zweck an sich.“ Mit „Zweck“ ist „Ziel“ gemeint. Jeder Mensch ist demnach ein Ziel. „An sich“, weil es einzigartig und unantastbar ist. Denn niemand darf andere zu seinem Zweck machen, also andere Menschen als Mittel zum Zweck benutzen. Das ist der Grundgedanke der Aufklärung, dem „Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“ (Kant). Wer an diesem Punkt anlangt, wo das Ziel klar ist, hat sich entschieden, sein eigenes Leben zu führen. Dann stellen sich neue Fragen. Auch hier hat Kant die Grundfrage parat. Sie lautet: „Was soll ich tun?“ Sie ist die Grundfrage der Ethik. „Ethos“ bedeutet „Haltung“.

Die ersten kleinen Schritte

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ir alle arbeiten, um zu leben. Aber was? Die Zeit, in der wir unser Geld verdienen, bestimmt unsere Lebensqualität. Wer in seinem Leben seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht und dabei Geld verdient, hat zu einer Haltung, zu sich selbst gefunden.

Diese Menschen dürfen sich zu den glücklichsten zählen. Man merkt das an ihrer Energie und ihrer Lebendigkeit. Kein noch so schöner und langer Urlaub, keine Weltreise gibt einen solchen Kick, wie die Berufung zum Beruf zu machen. Wer seine Karriere mit seinem Traum verbindet, genießt nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin. Stellen Sie sich vor, Sie beschäftigen sich den Rest des Lebens nur noch damit, was Sie am liebsten tun. Ein Leben in Aktion, auf Wolke Sieben - nach Kant Ihre heilige Pflicht!

Viele Menschen kennen ihr Ziel, wissen aber nicht, wie sie es anstellen sollen, dorthin zu gelangen. Zu weit liegt es entfernt, und vor einem liegen nur Stolpersteine und Hindernisse, die einen davon abhalten. Sie müssen erst mal was erledigen. Sie sehen das Ziel vor lauter Problemen und Alltäglichkeiten nicht. Sie verlieren es wieder aus den Augen. Was sie nicht sehen, ist das, was unmittelbar vor ihnen liegt: Der erste Schritt. Um ihn zu machen, muss man sich den ganzen Weg vom Ziel zurück denken.

Sie müssen auf den Weg kommen. Das griechische Wort für „Weg“ ist „Methode“. Es gibt nur einen richtigen Weg: Den eigenen. Um ihn einzuschlagen, muss der Ausgangspunkt klar definiert sein. Dafür haben wir eine eigene Landkarte entwickelt: Die „Performance Scale“. Wir gehen davon aus, dass ein Mensch genau so viel leisten kann, wie es seinem Stadium im mentalen Wachstum entspricht. Um zu wissen und zu erfahren, wo man als Individuum steht und wie es weiter nach oben geht, haben wir „Lebe Deinen Traum“ geschrieben. Um zu begreifen, wie Ihre Existenz ein Riesenerfolg wird, wie Sie Heldin Ihrer eigenen Biographie werden, reiht sich die „Performance Scale“ analog zu den folgenden Kapiteln auf. Und selbst, wenn Sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehren wollen, viel Geld zu verdienen... wenn Sie Ihren Weg gehen, kommt es fast automatisch.

Sie können anhand der beschriebenen Situationen nachvollziehen, ob Ihnen dieses Stadium in der Entwicklung Ihres Geschäfts bekannt vorkommt und jeweils erfahren, wie es dort weitergeht: Von den Werten, die man für sich aufstellt, bis zum Service, in den man für andere geht. Es gibt allerdings kein Entrinnen: Jedes einzelne Phänomen wird in einer Geschäftsentwicklung durchlebt, jede Karriere ist auf diesen Stufen aufgebaut, jede Entwicklung ist eine Sprosse auf dieser Leiter. Und jedes Mal, wenn Sie in ein neues Stadium eintreten, ist es besser und wird es schwieriger. Es ist etwas anderes, ob Sie sich um die Organisation Ihres Alltags kümmern, Kunden finden, Teams zu selbstorganisierenden Einheiten entwickeln oder Dienst an der Menschheit tun müssen.

Unternehmertum bedeutet, Ihren Traum zu leben. Es bedeutet, dass Ihre Ziele im Einklang mit Ihrem Herzen stehen. Ob Sie nun freie Agentin, Lebenskünstlerin oder Leitende Angestellte in einem großen Unternehmen sind, Sie arbeiten im Prinzip immer in einer kleinen Einheit, in der Sie eine Leader-Rolle übernehmen. Es ist in unserem sozialen Umfeld gar nicht so leicht, sich mit seinen Träumen durchzusetzen. Unsere Gesellschaft preist das Mittelmaß. Unsere prägenden Einflüsse sind unsere Eltern und Lehrer gewesen. Sie alle predigen das Hohelied von der Sicherheit. Sie erwarten von ihnen, dass Sie sich in ein System fügen, „ein nützliches Glied der Gesellschaft“ werden. Das werden Sie auch, aber nicht zu Beginn, sondern am Ende. Erst einmal werden Sie wild und unbändig sein, ihre eigene Neugier wieder entdecken, und damit Ihren Lebenstrieb.

Unternehmertum ist also ein steiniger und mühsamer Weg. Aber es gibt keine leichten Wege. Entweder Sie beißen sich durch, oder Sie kämpfen Ihr Leben lang gegen die Langeweile an, die ein Leben in Sicherheit und ohne Leidenschaft parat hält. Wir leben in Deutschland noch immer in einem Luxus, den wir uns kaum noch leisten können: vom Staat versorgt oder subventioniert zu werden. Daraus folgt nicht nur eine gewisse Bequemlichkeit, sondern auch Leidenschafts- und Leblosigkeit. Und schlechte Qualität.

Der etwas anarchische, aber lebensfrohe und leidenschaftliche Filmemacher Klaus Lemke ist der Meinung, dass Deutschland Europas Filmland Nummer Eins wäre, wenn die Filme nicht subventioniert würden. Nicht nur, weil man von vornherein Geld bekommt, sondern weil man vor allem einer Menge Geldgeber und Bedenkenträger ständig das Drehbuch zeigen, die Figuren erklären und anschließend alles umschreiben muss - „bis der Film gedreht ist, ist bereits alles zu Tode erklärt, da spielt sich im Film nichts mehr ab“, sagt Lemke. „Ich würde den Filmleuten lieber sagen, mach’ dein kleines, eigenes Ding ohne Geld, aber dann ist es wenigstens dein eigenes!“

Wir alle sind Kollege, Vater, Mutter, Sohn, Enkel. Selbst wenn wir unsere erwarteten Rollen im Leben hervorragend ausfüllen, werden wir immer etwas vermissen. Wir sind nicht auf der Welt, um Rollen auszufüllen oder uns der Macht der Gewohnheit zu ergeben. Unsere Körper wissen das sehr genau. Sie senden die Signale, die unseren Zustand verraten: Schmerzen, Krankheiten, Züge von Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Enttäuschung. In vielen Gesichtern können Sie vor allem Enttäuschung ablesen, weil man den großen Traum seines Lebens irgendwann beiseite geschoben und sich dann irgendwo wieder findet, wo man nie landen wollte. Kein Problem. Heute ist der erste Tag vom Rest Ihres Lebens. Viele Menschen sind plötzlich viel glücklicher, wenn Sie den ersten Schritt in die Richtung unternehmen, sich vollkommen frei zu machen, um ihren Traum zu leben und ihre Ziele zu verfolgen. Oft sind es sogar Krankheiten, eine Entlassung, eine Scheidung oder eine Pleite, die Menschen die Augen öffnen, den Wert Ihres Lebens zu erkennen und auf die Zeit zu achten, die ihnen bleibt, um genau das Richtige zu tun. Dieses Erweckungserlebnis trainieren wir in unseren Self-Actualization-Seminaren. Wir forschen nach der Neugier in den Menschen, loten die Quellen aus und schlagen ihnen Projekte vor, aus denen kleine Unternehmungen und dann große Unternehmen werden.

Sie können ein Leben kreieren, das sich um ihre persönlichen Interessen und Herzensangelegenheiten herum gruppiert. „Die Chefin“ führt Ihnen Ihre Karriere vor und zeigt, dass der Weg sich lohnt. Wenn Sie die Dinge, die Sie am meisten lieben, in Produkte und Dienstleistungen verwandeln, die anderen zugute kommen, werden Sie schnell erfahren, was es für ein Gefühl ist, finanziell wirklich unabhängig zu sein und den inneren Frieden zu finden, der damit einhergeht. Ja, Geld macht glücklich. Und Karriere macht zufrieden.

„Die Chefin“ ist kein „how-to“-Buch. Sie demonstriert, welche Regeln das Spiel des Unternehmertums bereithält und wann Sie den nächsten Gang einlegen, damit Ihr Weg nach vorne abgeht. Business ist nicht einfach, und so machen wir es uns auch nicht einfach, indem wir Ihnen tolle Tipps geben, die Sie im Alltag nicht ein- und umsetzen können. Wenn Sie Ihr Leben leben wollen, zeigen wir, wie man seine eigene Neugier dafür einsetzen kann. Sie ist sozusagen der Scout auf Ihrem Weg. Folgen Sie Ihrer Neugier, und Sie werden immer ein Licht vor sich sehen, ganz gleich, ob Sie sich gerade sammeln oder schon ein Produkt in den Markt schieben. Wo immer Sie stehen, es gibt eine Stufe, die vor Ihnen liegt. Sie werden sich schwer tun. Aber es gibt kein Zurück. Echter Erfolg ist kompliziert. „Die Chefin“ ist für intelligente und motivierte Individuen geschrieben, die ihre Karriere als ein Spiel betrachten. Kein Glücksspiel, sondern ein Sport, in dem sie ein Leben lang lernen, trainieren und immer neuen Herausforderungen begegnen werden. Die wissen, was sie erreichen wollen. Wir zeigen, wie sie es erreichen können.

Den meisten Menschen fehlt für eine Karriere nicht der Mut, sondern der Halt und die Haltung. Wenn Sie keine Orientierung haben, ändern Sie öfter die Richtung. Das kostet jedes Mal viel Zeit und Geld. Weil wir Ihnen zeigen, wo es langgeht, lernen Sie, Zeit und Geld jeweils in Relation zu Ihren Vorhaben zu setzen und dadurch als Instrumente effektiv und erfolgreich für sich zu nutzen. Dies ist der richtige Weg. Denn während die Anzahl der Angestelltenjobs rapide sinken und sich die Arbeitslosenquote drastisch erhöht, wächst die Zahl der Leute, die sich selbständig machen - und nicht nur seit den Ich-AGs. Wer auf Veränderungen wartet, kann lange warten. Wer Sicherheit will, macht sein Schicksal von anderen abhängig. Wer seiner Neugier folgt, strahlt Freude aus und macht andere neugierig. Und gierig.

Gehen Sie einen anderen Weg. Finden Sie Ihren eigenen. Fallen Sie aus der Statistik. Machen Sie sich selbständig. Bieten Sie einen Service, der Ihrem Herzen entspricht, und Sie werden Millionen von Menschen finden, die darauf nur gewartet haben. Sie werden von Ihrer Begeisterung angesteckt. Ihre Karriere wird von Ups und Downs, Smiles and Frowns begleitet. Aber mit diesem Buch wissen Sie immer, was Sie dafür oder dagegen unternehmen können.

Dieses Buch ist das Resultat aus den Erfahrungen mit Tausenden von Klienten, die ich seit 1993 betreut habe. Aus diesen zahllosen Trainings haben wir gelernt. Und lernen immer noch. Daraus ergibt sich das Muster der „Performance Scale“, das Ihnen nun als persönliche Karriere-Landkarte zugute kommt. Eines muss jedoch von vornherein klar sein: Welcher Geschäftstyp sind Sie? Machen Sie folgendes Quiz. Die Auflösung wird Sie möglicherweise überraschen.

WELCHE CHEFIN SIND SIE?

ZEHN NICHT GANZ ERNST GEMEINTE FRAGEN, DIE IHRE HALTUNG OFFENBAREN UND IHREN WEG EBNEN.

Zufriedenheit hängt davon ab, ob wir wissen, wer wir sind und was wir wollen. Dann können wir Dinge unternehmen, die unseren Talenten und unserem Temperament entsprechen. Wir alle wissen: Leader sind vom Charakter her unterschiedlich.

Wir haben drei Typen festgestellt, die uns immer wieder begegnen und die ihren Weg markieren. Und eine davon wird Ihnen am meisten ähneln.

Sie brauchen für Ihr Business alle drei, um erfolgreich zu sein. Sie haben von allen dreien etwas in sich. Sie müssen anfangs alle drei Rollen spielen. Aber für Sie ist eine Hauptrolle vorgesehen.

Wir wollen Sie hier übrigens nicht hereinlegen. Es gibt keine richtigen und falschen Antworten. Viel Spaß beim „Chefin“-Persönlichkeits-Test - und vor allem bei der Auflösung.

1.Sie lesen gerade

a.Der kleine Prinz. Immer wieder. Wirklich von einem anderen Stern.

b.Harry Potter. Ich will wissen, was die Leute daran so fasziniert. Und wenn Sie’s nicht weitersagen: Ich kann gar nicht mehr aufhören.

c.Machiavelli für Frauen. Einfach, effektiv, wirksam.

2.Wie sind Sie zu Hause eingerichtet?

a.Eine sexy Wohnung im Bauhaus-Stil mit viel Raum zur Meditation.

b.Hip, bunt und lebendig. Bei mir bräuchte man für eine Party nicht umdekorieren.

c.Klassisch mit einem Hauch Country Style. Eine andere Welt zum Abschalten und Wohlfühlen.

3.Was wollten Sie als Kind unbedingt werden?

a.Diva

b.Nobelpreisträgerin

c.Kanzlerin

4.Was wäre für Sie von diesen Dingen am erstrebenswertesten?

a.Silberne Hochzeit

b.Multiple Orgasmen

c.Steile Karriere

5.Sie sitzen vor einem Bailey‘s in Ihrer Lieblingsbar, und da kommt der Traumtyp herein und wirft Ihnen ein unverschämtes Grinsen herüber. Wie geht es weiter?

a.Ich sehe uns schon morgens aufwachen. Ich spiele Sirene und bringe ihn dazu, sich zu mir herüberzusetzen.

b.Ich lasse ihm vom Kellner einen Bailey‘s bringen, bevor er es tut.

c.Ich bringe ihm Manieren bei. Wenn er artig ist, zahlt er meine Rechnung. Sonst kriegt er die Quittung.

6.Ihr schlimmstes Laster?

a.Schöne Schuhe

b.Weiche Drogen (Zigaretten, Alkohol)

c.Männer

7.Was ziehen Sie am liebsten an?

a.Prada, Etro, Chanel. In der Freizeit Esprit.

b.Jennifer-Lopez-Jeans mit eingebautem Knackarsch, knappe Bluse von Helmut Lang: Freizeit ist immer...

c.Jil Sander, Calvin Klein. Elegant und praktisch zu jeder Zeit.

8.Ihr ideales erstes Date sieht so aus:

a.Er kommt als Prinz auf einem weißen Schimmel, um mich zu retten. Und beim nächsten Mal mit Picknickkorb.

b.Bei einer Happy Hour steht er auf einmal neben mir, und wir beide spüren, dass zwischen uns etwas läuft...

c.Brahms bei Kerzenlicht, und dann zaubert er noch ein Soufflé aus dem Ofen.

9.Auf welche Art machen Sie Schluss?

a.Der „Mann meines Lebens“ entpuppt sich als Volltrottel. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ich habe schon für Ersatz gesorgt...

b.Ich flirte mit seinem besten Freund. Vor seinen Augen natürlich.

c.Ich schütte ihm seinen Drink ins Gesicht und drehe mich auf dem Absatz um. Bei Betrugsdelikten drehe ich den Absatz durch sein Brustbein.

10.Auf wen oder was verlassen Sie sich bei der Frage, ob es der Richtige ist?

a.Auf die Frage, ob wir miteinander viele neue, schöne Dinge entdecken und ab wie viel Minuten, Stunden, Monaten, Jahren wir uns langweilen würden. Oder nie...

b.Auf meine Intuition und meine besten Freundinnen.

c.Auf Präzedenzfälle und Krawattenfarben.

11.Welches Adjektiv beschreibt Sie am ehesten?

a.Romantisch

b.Leidenschaftlich

c.Selbstbewusst

Auswertung

Zählen Sie die Buchstaben Ihrer Antworten zusammen. Der Buchstabe mit der höchsten Anzahl entspricht am ehesten Ihrem Typ. Und lesen Sie alle drei „Typen“ durch.

TYP A: DIE VISIONÄRIN.

Sie sind eine Künstlerin, die sich ihre Welt macht, wie sie Ihnen gefällt. Ihre Visionen und Illusionen sind Ihr Kapital. Sie sind ein bisschen Pipi Langstrumpf und ein bisschen Dornröschen, das nur geküsst werden muss. Zur Not reicht der passende Schuh. Am besten von Manolo Blahnik, denn Ihre Ideen lassen Sie sich reich belohnen. Einmal wachgeküsst, sehen Sie mehr Dinge als andere und können etwas schaffen, das andere in ein Produkt, einen Service oder ein Unternehmen umwandeln.

Sie leben in der Zukunft. Sie können allein mit Ihrer visionären Kraft andere Menschen veranlassen, das zu tun, was Sie sich wünschen. Alltag und Realität können diese Kräfte allerdings schwinden lassen. Auf lange Sicht finden Sie aber immer eine perfekte Lösung, weil Ihre Frohnatur und Ihre inspirierte Seele Sie wach halten. Und hoffentlich die perfekten Partner: Hüten Sie sich vor falschen Freunden.

Visionäre lieben das Abenteuer. Sie lassen sich wahrlich von ihrer Neugier leiten. Denn „alles beginnt mit Neugier“, wie der Schriftsteller Gary Hoover sagt. Heidi Klum ist so ein Typ. Als echtes bergisches Mädchen, ohne mit einem silbernen Löffel auf die Welt gekommen zu sein, hatte sie nach einem gewonnenen Model-Wettbewerb die Ahnung, irgendetwas in New York reißen zu können. Heute ist sie eine der gefragtesten Frauen dieser Welt, Supermodel, Multimillionärin und mit einem Popstar verheiratet. Ein Buch hat sie auch herausgebracht. Unter den Regeln, die man auf dem Weg zum Weltstar beachten muss, findet sich auch ihr Motto: „Folge deiner Neugier“.

Visionäre betreten für ihr Leben gern unbeschrittenes Terrain. Sie entdecken die Möglichkeiten. Sie fragen nie „Warum“, sondern „Warum nicht?“. Sie lieben das Chaos, das oft mit dem Start eines Unternehmens einhergeht. Denn jedes Unternehmen beginnt mit einer Vision. Hinter jedem Logo einer bekannten Marke steht ein großer Gedanke einer individuellen Person, die diese Vision verwirklicht hat.

Wie zum Beispiel Steve Jobs, der sein eigens ehemaliges Unternehmen Apple mit unglaublichen Ideen gerettet hat. Nachdem die Computer perfekt kinderleicht zu bedienen waren, hat er gesehen, was noch fehlte: Sex. Der Apfel ist schließlich das Symbol der Verführung. Inzwischen sind die neuen sexy Apple-Geräte Statussymbole. Nebenbei hat Apples „iPod“ die gesamte Musikindustrie revolutioniert, weil sie das Marktpotenzial der von der jammernden Industrie als halbkriminell angesehenen digitalen Musik erkannte und mp3-Downloads salonfähig machte. Jobs hat nichts davon erfunden. Aber er konnte es sehen.

Visionäre spielen vor allem in der Anfangsphase des Unternehmens eine bedeutende Rolle. Sie sind die Kapitäne des Schiffes und sehen hinter dem Horizont einen neuen Kontinent. Auch wenn es noch keine Karte gibt, sie bestimmen den Kurs. Denn sie sehen mehr als andere. Vorstellungskraft und künstlerisches Talent sind die Geburtshelfer einer neuen Business-Idee.

Das liegt in der Natur von Visionären. Wenn sie allerdings komplexe Projekte managen müssen, kommt das Schiff auf Schlingerkurs. Im schlimmsten Fall heißt der Kapitän Ahab, und seine Mannschaft springt über Bord. Weil sie gut mit Widersprüchen umgehen können, bringt ihre Art oft witzige Varianten hervor. Beständigkeit halten sie für ein Zeichen von Mittelmaß. Sie dagegen nutzen ihren runden Kopf, damit das Denken die Richtung ändern kann.

Die meisten Visionäre sind getrieben von einer schönen, neuen Welt. Über ihr persönliches Ziel hinaus möchten sie für die Menschheit in den Service gehen, sie gerechter oder menschlicher werden lassen. Oft werden sie für verrückt gehalten. So wie es früher Maschinenstürmer gab, die Sähmaschinen für eine Sünde gegen Gott hielten oder gegen Waschmaschinen Sturm liefen, gab es vor dreißig Jahren kaum Menschen, die sich vorstellen konnten, dass ein Computer für jeden erschwinglich sein kann, dass er so handlich sein kann, dass er bequem auf einen Tisch passt, so einfach, dass Kinder damit umgehen können, und dass auf einen Chip so viele Daten passen, dass damals diese merkwürdigen Spulmaschinen damit einen Wolkenkratzer füllen würden. Selbst der Gründer von IBM schätzte seinerzeit die Anzahl von Computern, die in der Welt gebraucht werden, auf fünf bis zehn Exemplare.

Vision ist eine Art kreativer Zerstörung. Sie tritt Türen zu neuen Welten auf, wodurch sich andere Systeme verändern, wie das Beispiel Apple zeigt. Weltbilder fallen in sich zusammen, Dinge verändern sich fundamental, gewohnte Muster brechen auf, neue Wirklichkeiten entstehen.

Wenn sich die Kultur gegen visionäre Ideen stemmt - was ganz natürlich ist - laufen Visionäre Gefahr, den Faden zu verlieren. Wenn Visionäre davon abgehalten werden, ihr Ding zu machen, betrachten sie andere Menschen schnell als Hindernisse oder geben sich faulen Kompromissen hin, um ihr Ziel zu erreichen. Von allen drei Typen ist der Visionärstyp am gefährdetsten, am Ende mit leeren Händen dazustehen, auch weil sie sich zu sehr in ihre Ideen oder in sich selbst verlieben. Sie können so idealistisch sein, dass sie die anderen Leute um sie herum vergraulen.

Visionäre im positiven Sinne sind aber total neugierig darauf, was andere Leute beschäftigt, und stecken andere mit ihrer Kreativität an. Wirtschafts-Visionäre erkennen Muster und Bedürfnisse im Markt, die andere nicht sehen. Ihre Ideen sind so klar wie verrückt. Das macht sie für viele so sympathisch, von anderen werden sie belächelt. Aus Rache krempeln sie selbst die Ärmel hoch und machen aus ihren Ideen Wirklichkeit. Sie sind im wahrsten Sinne „hinreißend“ und können viele Leute mit ihrem Enthusiasmus anstecken und mitreißen. Sie brauchen nur Leute, die sie erden. Allen voran Promoter und Manager.

TYP B: DIE PROMOTERIN.

In der Dreieinigkeit wären Sie der „Heilige Geist“. Sie sind diejenige, die an Visionen und Menschen glauben und deshalb für beides etwas tun wollen. Sie wissen, was man dazu braucht: Menschen, die sich für neue Ideen begeistern, drinnen im Unternehmen wie draußen im Markt. Sie ergreifen dabei die Initiative selbst.

Was Sie begeistert, setzen Sie gleiche in eine Kampagne um und finden die Menschen, die auch mit Begeisterung dabei sind. Sie können Beziehungen knüpfen und tun das mit einem Gespür für die kleinen feinen Dinge im Leben, und einem Einfühlungsvermögen, das Ihre Mitmenschen oft in Staunen versetzt. Sie können Teams anführen, weil Sie gerne mit gutem Beispiel vorangehen.

Promoter sind Herdentiere, Genies darin, andere Menschen für etwas zu interessieren, sie miteinander zu verbinden und Netzwerke aufzubauen. Erst durch sie bekommt die Welt Wind von einer Idee oder einem Produkt. Sie sind vergleichsweise extrovertiert, gehen auf Menschen zu, charmant, witzig, mit Entertainer-Qualitäten.

Sie bringen viel Gespür für die passenden Dinge mit: Das richtige Design, die Leute, die das Produkt oder den Service verstehen und in das Unternehmen passen. Sie ziehen andere magisch an. Und wenn sie einmal an etwas glauben, können sie es auch glaubwürdig vermitteln. Die frohe Botschaft verkünden, das ist ihre Leidenschaft. Genau wie Verkaufen. Dank ihrer Sympathie und ihrer menschlichen Wärme bringen sie das richtige Produkt an den Mann oder die Frau. Sie üben keinen Druck aus auf Leute, die das Produkt nicht brauchen, sondern suchen die Leute, die zu dem Produkt passen. Das gleiche tun sie intern. Ihre Inspiration hält alle Leute im Team auf Trab. Ihr fester Glaube an Menschen ist die Energie, die die Business-Maschine am Laufen hält, weil sie gerne für andere in den Service gehen.

Promoter sind Macher. Sie verwandeln Träume in Taten. Sie handeln erst und denken später nach. Während Visionäre träumen, was die Menschheit braucht, fangen sie schon an zu telefonieren. Das tun sie mit Hingabe.

Wo andere regelrechte Scheu haben, Kontakt aufzunehmen, beginnen sie erst zu glühen, und mit ihnen das E-Mail-Postfach, das Telefon, das Faxgerät. Sie wollen Menschen erreichen und verkaufen. Das ist ihr Erfolgserlebnis. Verbindungen zu anderen Menschen sind ihr Universum. Wenn in einer Marketingabteilung nur echte Promoter sitzen, hat das Unternehmen nur Spaß und Gewinn.

Promoter sind neugierig auf Menschen, geborene Kommunikatoren, immer auf Zack. Sie spüren genau, wann sie auf andere Druck ausüben oder wie sie ihnen Raum geben können, sich zu entfalten. Wo viele von uns in zwischenmenschlichen Angelegenheiten versagen, haben sie ein Händchen für Diplomatie, können Konflikte lösen, wissen dank ihrer Menschenkenntnis genau, welcher Bewerber am besten für das Unternehmen ist. Oft sind Frauen hervorragende Promoter, weil ihre Fähigkeit, zu kommunizieren und soziale Ordnung herzustellen, evolutionär ausgeprägt ist.

Wenn es um Details geht, schalten die Promoter-Typen allerdings ab. Sie überlassen es gerne den Managern, zu überwachen, was funktioniert und was nicht. Aber ihre direkte Art ist erfrischend und immer eine Bereicherung für die Menschheit. Sie würden allerdings auch ihre eigene Großmutter verkaufen, wenn sie einmal in Fahrt sind.

Ihre Power geht über alle Bedenken und Probleme hinweg. Viele Promoter erkennen am Ende ihrer Karriere, dass sie wesentlich erfolgreicher geworden wären, wenn sie nicht so oft von einem auf das andere Pferd gewechselt hätten. Von diesem Handicap abgesehen, haben Promoter die größten Karrierechancen. Wenn sie Unternehmen anführen, kann es vor Erfolg explodieren.

Die Symbiose von Visionären und Promotern wie zum Beispiel bei Unternehmerbrüdern bringt oftmals astronomische Erfolge mit sich. Man stelle sich vor: Der eine erfindet, der andere verkauft es. Den ganzen Tag lang. Parallel. Die meisten Unternehmen werden von Visionären gegründet. Aber erst mit einem Promoter kann man die Welt erobern. Der eine träumt, der andere glaubt an diese Träume. Wenn das Schiff fertig zum Auslaufen ist, kommen die Manager an Bord.

TYP C: DIE MANAGERIN.

Hier haben wir Sie ein wenig reingelegt. Abschalten und Romantik kann schließlich auch ein Ersatz für die Strenge und Härte Ihres Alltags sein. Denn die meisten Managertypen verdrängen ihre Stärke, weil sie nicht so populär ist: Sie sind der Generalstyp. Sie schaffen Ordnung, machen den Weg frei. Das ist nicht schlimm, sondern realistisch. Ein Glück, jemanden wie Sie im Team zu haben.

Sie können hervorragend organisieren und Leute dazu bewegen, Dinge sorgfältig und pünktlich zu erledigen. Auch die Männer nehmen Sie sich, wie Sie sie brauchen. Ihre Erfahrung und Ihr analytisches Denken sind in Business und Buchhaltung unentbehrlich. Sie haben die Zahlen im Kopf, die Ziele im Visier und das Herz am rechten Fleck.

Viele der Visionäre brauchen diesen Typ, weil er ihnen das Korsett anlegt und sie täglich in den Hintern tritt, bis sie sich daran machen, ihr Talent auch einzusetzen. Ein Unternehmen, gegründet von einem Visionär und einem Manager, steht nicht unbedingt unter einem guten Stern. Der eine kommt vom Mars, der andere von Pluto. Kaum hat der Visionär eine Idee, kommt der Manager mit seinen Bedenken. Das saugt Energie.

Wenn Managertypen ein Unternehmen starten, fühlt man sich oft von Beginn an wie auf dem Finanzamt. Was fehlt, ist die vermittelnde Einheit des Promotertypen.

Der Managertyp hat viel Persönlichkeit. Schließlich muss er die launenhafte Visionärin zähmen und die vorpreschende Promoterin bremsen und beide ins Geschirr bringen. Das erfordert sehr viel Mut und Durchsetzungsvermögen. Der Managertyp muss Ideen und Kräfte in ein System umsetzen, also Regeln aufstellen, Abläufe dirigieren und zusehen, dass Ziele umgesetzt werden und sich auszahlen. Und, dass sie realistisch sind.

Manager sind die Champions, die die Dreckarbeit machen. Sie müssen das Business gegen die Konkurrenz schützen und von innen sichern. Sie führen Schlachten, entwickeln die Strategie und erringen Siege für das Unternehmen. Sie sind die seltenere Spezies unter den Leadern. Wo der Promoter Gelegenheiten sieht, sieht der Manager Probleme. Steve Jobs’ Counterpart ist deshalb nicht zufällig Bill Gates. Er ist der perfekte Organisator, der mächtige Fadenzieher und Feldherr. Sein Genie besteht in seinem festen Willen und seiner Kraft, für sein System zu kämpfen.

Sein Mut und seine Brillanz, strategisch zu denken, haben ihn zum reichsten Mann der Erde gemacht. Diese Brillanz lässt ihn Herausforderungen annehmen, vor denen die meisten von uns panisch zurückschrecken würden. Er ist derjenige, der dafür sorgt, dass sein Computersystem bei IBM eingeführt wird und durch deren Aufstieg zur weltbeherrschenden Software wird.

Manager sind Strategen. Sie verstehen es, zu delegieren und Teams aufzubauen, die ihre Mandate ausführen. Es sind die Hardliner, die aus den Teams das Beste herausholen und sie fordern, Grenzen zu überschreiten. Daher auch der Begriff vom „Generalstyp“. Generäle sind Manager.

Sie führen nicht Krieg, sondern kümmern sich um die Details und den siegreichen Ausgang. Sie scheuen nicht davor zurück, andere anzugreifen, auch wenn sie selbst dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt. Sie bringen große Opfer dar, wenn es sein muss. Sie wissen, wie hoch der Preis ist, um Erfolg zu haben. Alle echten Managertypen sind knallharte Realisten, die die Wirklichkeit akzeptieren, wie sie ist - ganz im Gegensatz zu dem großen Illusionisten, dem Visionär, und seinem Idealisten in Gestalt des Promoters.

Produkte und Waren müssen vertrieben, geliefert und gelagert werden. Irgendjemand muss darüber Buch halten. Am Ende muss die Kasse stimmen. Hat daran mal jemand gedacht? Eben. Deshalb ist der Managertyp unentbehrlich. Die Anzahl idealistisch durchgestarteter Unternehmen mit raschem Einbruch sind Legion. Das reine Management besteht darin, Zahlen und Ziele zu verfolgen. Rationelle Dinge wie Logistik oder Buchhaltung sind oft Managerdomänen.

Manager sind also für die komplette Organisation zuständig. Es sind geborene Supervisoren, Steuermänner, -berater oder Juristen. Sie stellen die Regeln für das Business-Spiel auf und sorgen dafür, dass sich alle daran halten. Oftmals sind sie die Spielverderber in einer Organisation.

Und deshalb sind sie es, die den Erfolg verantworten. Abenteuer sind nicht ihre Sache. Franchises sind für sie wie geschaffen. Wenn sie allerdings auf ein Visionär-Promoter-Team stoßen, können diese sich bei ihm bedanken, wenn er den Laden in Ordnung bringt. Er erstellt die Handbücher und Gebrauchsanweisungen für den Erfolg - wenn sich jeder daran hält. Das ist nicht spannend. Aber Murphy’s Law bewährt sich heute wie gestern: Alles, was schief gehen kann, geht schief. Stellen Sie sicher, dass der Manager alles gecheckt hat, bevor Sie Ihr Business starten. Visionäre gehen gerne Problemen und Bedenken aus dem Weg. Promoter gehen darüber hinweg. Manager gehen direkt darauf zu. Seien Sie diesen Bremsern dankbar.

Andererseits weiß ein Manager natürlich um sein ideelles Kapital in den beiden anderen Typen. Reine Manager-Unternehmen sind solche, die sich irgendwann nur noch selbst verwalten. Wenn die Regeln wichtiger werden als die Menschen, ist das kein gutes Zeichen. Dann wird das System zu starr und bricht irgendwann zusammen wie ein Baugerüst ohne Hausmauer.

Leadership: Die Kraft der drei Herzen

U

m es noch einmal zu wiederholen: Sie tragen etwas von jedem Typ in sich. Und das ist gut so. Denn zu Beginn sind Sie auf sich allein gestellt. Und Sie brauchen alle drei Typen, um erfolgreich Business zu machen. Je nachdem, welchem Typ Sie am ehesten entsprechen, müssen Sie sich später um die anderen beiden bemühen. Es wird eine wahre Wonne sein, wenn Sie sich von diesen Aufgaben lösen können und endlich nur noch das tun müssen, was Ihnen am meisten liegt. Logischerweise wird diese Ablösung eine große Wirkung auf Ihre Karriere haben. Aber jedes der drei Elemente sind wesentliche Führungsqualitäten. Die Synergie zwischen ihnen bringt jene Energie hervor, denen Kunden vertrauen. Umso besser, wenn sie sie anfangs in einer Person vereinen. Eines Tages wird Ihr Unternehmen so gewachsen sein, dass es auch ohne Sie funktioniert und Sie nur noch profitieren. Voraussetzung dafür ist es, dass Sie Ihr Business als Organisation betrachten, die Zeit ihres Bestehens lernt, das heißt ihrer Neugier folgt und alle Fähigkeiten beherrscht, die zum Erfolg führen und neue Leader an Ihrer Seite hervorbringt.

Glauben Sie uns, diese Art zu lernen macht Spaß. Während Sie lernen, was funktioniert und was nicht, lernen Sie sich und Ihr Team immer besser kennen. Mit Menschen zu arbeiten, ist wunderbar. Andere Leute auf Ihrer Reise nach Businessland kennen zu lernen, erweitert Ihre Perspektive und bringt immer mehr Leute und ihre Neugier ins Spiel. Es geht hier nicht um das Geschäft, sondern um ein Abenteuer. Und es heißt nicht umsonst „ein Abenteuer bestehen.“

Finden Sie Ihre Rolle, und Ihre Sprache dazu. Visionäre sprechen gerne in großen Worten über Ihre Ideen und Pläne. Promoter benutzen Worte, um sofort zur Tat zu schreiten. Manager diskutieren gerne und „besprechen“ alles Mögliche, um Details, Resultate und Ziele möglichst genau zu fokussieren. Je nachdem, welches Ihre Rolle ist, werden Sie in ihr die beste Performance abgeben.

Ihr Geschäftsprojekt startet mit Ihnen allein. Und es schlagen nun drei Herzen, ach, in Ihrer Brust. Wenn Sie diese drei Kräfte perfekt ausbalancieren, können Sie fast nur gewinnen. Wird Ihr innerer Visionär, Promoter und Manager geweckt und kommt gleichmäßig zur Wirkung, lernen Sie, sich selbst zu kontrollieren, sich auszugleichen und geradlinig durch Ihr Geschäft zu manövrieren. So werden Ihre Projekte Sprungbretter zu einer erfolgreichen Karriere. Ihre Kompetenz in diesen Bereichen wird automatisch Spezialisten für jeden Bereich anziehen. Notieren Sie deren Telefonnummer. Stellen Sie sie ein, sobald sich Ihr Erfolg einstellt und Sie sie bezahlen können. Es zahlt sich aus. Sie haben mehr Zeit als vorher und verdienen mehr Geld, als Sie gedacht hätten.

Wenn Ihr Geschäft wächst, müssen Sie schnell realisieren, wo Ihre Stärke liegt und welche Leute Sie brauchen. Betrachten Sie Ihre Projekte aus der Vergangenheit. Fragen Sie Ihre Freunde und vertrauensvolle Bekannte, wie sie Sie sehen. Schauen Sie, welche Jobs am einfachsten waren und welche am schnellsten Cash gebracht haben... und welche am meisten Spaß gemacht haben. Ihr Business ist wie ein Sport. Bald brauchen Sie für jede Position einen Spieler, eine Idealbesetzung. Keine Frage, die gibt es. Sie finden die richtigen Leute für das richtige Team. Wenn Ihre Leute alle das machen, was sie am meisten lieben, wird Ihr Laden vor Harmonie und Energie bald aus allen Nähten platzen. Hauptsache, dass sich die drei Typen hervorragend verstehen, ergänzen und sich in ihren Kompetenzbereichen berühren. Dann haben Sie ein Team von Leadern. Dann können sich andere nur noch ducken, wenn Sie angerollt kommen.

Die mentalen Stärken und Schwächen in Unternehmen werden immer unterschätzt. Zwischenmenschliche Komplikationen sind die Traumkiller Nummer Eins in Unternehmen. Sie führen mittelfristig zum Untergang. Viele Unternehmer ziehen sich in solchen Fällen zurück, weil sie enttäuscht sind, dass sich ihre eigene Energie nicht auf die anderen übertragen hat. Ihre Träume materialisieren sich aber nur, wenn Sie ein energetisches, soziales Netzwerk in Ihrem Unternehmen etablieren. Die Herausforderung besteht darin, eine Organisation zu schaffen, die für Sie arbeitet - und nicht Sie für die Organisation.

Ein zu dominanter Visionär wird seine Promoter und Manager mit wirren Konzepten überrollen, die nicht von dieser Welt sind. Ein Promoter allein wird seine Mitarbeiter in eine unbestimmte Richtung antreiben, die ins Verderben führt. Ein Manager allein zieht eine Bürokratie auf, die unter ihrer eigenen Last zusammenbricht. Erfolg kommt von Teamplayern, die ihre Funktion und ihre Stellung in der Organisation kennen und den nötigen Respekt voreinander haben. Aber so weit sind wir noch nicht. Noch sind Sie allein. Ihre Neugier und Ihre Wünsche sollen Ihr Ansporn sein. Der Einzelgänger und Popstar Madonna, der sich der Musik verschrieben hat (Ihr eigens Label heißt übrigens „Maverick“, „Einzelgänger“) hat mit ihrem Eingangszitat recht behalten, wenn sie meint, dass die meisten Leute nicht sagen, was sie sich wünschen. Wenn auch in einem anderen Zusammenhang. Neben dem Text ist sie nackt mit einer Peitsche abgebildet.

IHRE WERTE

„Live your life, as if you’re gonna die.“

William Shatner (Sänger, Schauspieler („Raumschiff Enterprise“)

Eine Frau sitzt vor einer Tasse Kaffee und hat nichts mehr zu verlieren. Geschieden, allein erziehend, kein Job, keine Unterstützung vom Ex-Mann, keine Kinderbetreuung. Sie bezieht jede Woche 69 englische Pfund von der Sozialhilfe. Sie betrachtet ihre schlafende Tochter. Sie kann ihr nichts geben. Sie kann gerade noch den Kaffee bezahlen.

Der Beginn einer einzigartigen Karriere. Sie ist heute eine der reichsten Frauen der Welt.

Was sind Werte?

Hier geht es weder um Blutzucker noch um Ihren Wert als „nützliches Glied der Gesellschaft“. „Werte“ im hier gemeinten Sinne sind die Motive für unser Handeln. Wir alle leben in einem System von Werten, die uns mehr oder minder bewusst sind. Unsere Eltern und Lehrer, aber auch unsere Vorfahren und die Kultur, in der wir leben, haben Werte geschaffen, aus denen sich unsere Lebensführung ergibt. Kulturen sind komplexe Wertesysteme, die ein Handeln innerhalb eines sozialen Raumes überhaupt erst möglich machen. Alles, was aus diesem Rahmen herausfällt, ist das Ursprüngliche, Wilde in uns.

Es gibt absolute Werte und persönliche Werte. Absolute Werte sind diejenigen, die Generationen überdauern. Persönliche Werte sind die Gründe, aus denen Ihr Leben lebenswert erscheint. Sie sind die Ursprünge unseres Handelns. Man muss sehr tief schürfen, um sich dieser persönlichen Werte bewusst zu werden. Oder auch tief fallen.

Da wären wir. Im Auge eines Mahlstroms, der um Sie herum tost, während hier drinnen alles seelenruhig erscheint, während Sie von einer unsichtbaren Kraft unweigerlich nach unten gezogen werden. Denn die persönlichen Werte findet man nicht irgendwo da draußen, sondern nur tief in sich selbst. Wer die Werte gefunden hat, die einen im tiefsten Inneren bewegen, hat die Anleitung geborgen, mit der man höchste Zufriedenheit erlangen kann.

Am Anfang einer Wertefindung steht, wie das Beispiel oben zeigt, meistens eine große Krise. Erst in ihr werden wir uns unserer tiefsten Interessen bewusst. Dann aber finden wir die Richtschnur, nach der wir uns für den Rest unseres Lebens orientieren können.

Wann auch immer die alten Befürchtungen und Ängste auftreten: An unseren Werten können wir festhalten. Deshalb sind Werte der erste Schritt in die Aktion und der Beginn dessen, was man eine Karriere nennen kann.

Persönliche Werte sind die Wegmarken Ihrer Karriere

W

er rein allgemeine Werte als die eigenen ausgibt, ist ein Heuchler. Natürlich wollen wir alle den Frieden, finden Krieg böse und Hunger gemein. Selbstverständlich wollen wir, dass es allen auf der Welt gut geht und sich alle prima verstehen. Es gibt nichts Schlimmeres und Geheuchelteres, als wenn jemand diese Werte als seine persönlichen ausgibt - wenn man sie nicht gerade als Papst vertreten muss.

Der Tod ist ein guter Maßstab, um seine persönlichen Werte kennen zu lernen. Nicht irgendein Tod - sondern Ihr eigener. Der Fundamentalontologe Martin Heidegger hat darauf hingewiesen, dass wir den Tod niemals als unseren eigenen erleben, sondern immer nur den anderer. Wenn wir uns jedoch unseren Tod einmal vergegenwärtigen, stoßen wir in eine andere Sphäre vor.

Wir lassen die gesamte Alltäglichkeit und Allgemeinheit mit ihren Ritualen, Konventionen und Floskeln hinter uns - was Heidegger die „Uneigentlichkeit des Man“ nennt - und betreten das Eigentliche unserer Person, erkennen, das was uns wirklich erscheint und wofür wir leben: unsere Werte.

Nicht zufällig steht oft eine tiefe, persönliche Erfahrung am Beginn einer vollkommenen Besinnung auf den Wert des Lebens. Eine schwere Krankheit, eine plötzliche Entlassung, die schwerwiegende Trennung von einem Partner, eine finanzielle Pleite können dazu führen, dass man sich erstmals über die wahren Werte im Leben Gedanken macht. Man fühlt sich möglicherweise enttäuscht, gelinkt, verlassen, bestraft. Aber wozu das Geheule? Dies ist der Beginn vom Rest Ihres Lebens. Und möglicherweise der eigentliche Beginn Ihres Erfolgs. Was sollen die Leute einmal über mich sagen, wenn sie an meinem Grab stehen? Die Antwort ist synonym mit dem Beitrag, den Sie für die Menschheit leisten wollen: Ihr Wert, die Attribute dessen, wofür Sie von Ihren Mitmenschen Dank und Anerkennung haben wollen.

Erst seit kurzer Zeit, möglicherweise seit Ende des Industrie- und zu Beginn des Service-Zeitalters, darf Arbeit sogar Freude bereiten. Wir müssen nicht mehr so hart arbeiten wie früher. Und wir können uns aussuchen, was wir tun wollen. Wer seinen eigenen Weg verfolgt, hat nicht das Gefühl, zu arbeiten. Man fühlt sich getragen von seiner Neugier. Sie beschäftigen sich nicht mit etwas, sondern etwas beschäftigt Sie. Besteht das „Hintergrundprogramm“ aus den eigenen Werten, haben Sie Ihr Muster. Verbinden Sie dieses Muster mit Ihrer Neugier, zahlt sich Ihr Leben auch in barer Münze aus.

In unseren Breitengraden ist es nicht üblich, wirtschaftlichen Erfolg mit diesen Werten zu verbinden. Nein, es gilt geradezu als verwerflich, mit seinen persönlichen und sozialen Interessen Geld verdienen zu wollen. Harte Arbeit ist im Sinne der Protestantischen Ethik - eines der tragenden Hintergrundprogramme der westlichen Zivilisation - der einzige Weg, um nach dem Tod erlöst zu werden und das ewige Leben zu empfangen. Arbeit in diesem Sinne ist mehr eine Strafe oder Bewährung: Die Vertreibung aus dem Paradies ist der Beginn der Notwendigkeit zur Arbeit, die Arbeit ist der einzige Weg zurück in den Himmel. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, heißt eine berühmte Formel unseres gesellschaftlichen Wertesystems, die dieses Prinzip vulgarisiert. Oder auch „Dienst ist Dienst, Schnaps ist Schnaps“. Arbeit im klassischen Sinne ist Martyrium: Es bereitet Schmerzen. Und es soll Schmerzen bereiten. Arbeit, das wusste schließlich schon Karl Marx im 19. Jahrhundert, ist Entfremdung vom eigenen Ich.

Die Frage ist nicht, wovon man lebt. Sondern wofür.

I

n unserer modernen Ökonomie ist es zum ersten Mal möglich, die historische Trennung von „Arbeit“ und „Vergnügen“, „9 to 5“ und „5 to 9“, Arbeitszeit und Urlaubszeit aufzuheben. Es gibt immer mehr Menschen, die die deutschen Ladenöffnungszeiten auch tatsächlich nutzen können, weil sie selbst nicht mehr in dieser Zeit gezwungen sind, zu arbeiten.

Aber Sie „arbeiten“ gerne, wann immer Sie wollen, auch am Wochenende, oder in der Nacht, wenn Sie Ihren Weg gehen. Sie tun das, was Sie trägt. Und das machen Sie permanent und gerne. Wer ganz bei sich ist, kennt seinen Wert, seine Werte und seinen Preis, mit dem er sich verkaufen kann.

Um dorthin zu gelangen, müssen wir noch einmal zurück zum Sterben. Wie fühle ich mich beim Gedanken daran? Habe ich Angst davor? Warum widerstrebt es mir, zu sterben? Gibt es etwas, wofür ich mein Leben hingeben würde? Solche Fragen innerlich zu beantworten, ist alles andere als tödlich. Es veranlasst einen dazu, sich Gedanken über das Leben und seinen Wert zu machen. Wenn es etwas gibt, wofür man sterben würde, dann ist es auch wert, dafür zu leben.

Was beschäftigt Sie so sehr, dass Sie dem Ihr ganzes Leben widmen würden? Und warum tun Sie es nicht? Weil wir alle immer lieber auf Nummer sicher gehen.

Durch die klassische Trennung von Job und Vergnügen landen wir nach der Ausbildung in einem Job, der uns mehr oder weniger liegt, bekommen eine Entschädigung für die Zeit, die wir dort verbringen, anstatt Arbeit und Vergnügen miteinander zu verbinden. Wir müssten weniger leiden und würden uns nicht teilweise sinnlosem Zeitvertreib, Hobbys oder chronischem Partyrausch hingeben. Worauf warten Sie - auf Ihre Rente?

Benutzen Sie Fragen nach dem Tod, um die Möglichkeiten zu entdecken. Nehmen Sie sich dafür Zeit, ein bisschen Einsamkeit, einen Block und einen Stift. Keine Ablenkung, kein E-Mail in der Nähe, kein Mobiltelefon, nicht einmal ein normales Telefon. Mieten Sie eine Hütte auf der Alm. Nehmen Sie nicht Ihren Partner mit. Wenn ich noch ein Jahr zu leben hätte, was würde ich mit der verbleibenden Zeit anfangen? Was hätte Priorität? Wenn der Arzt sagt, Sie hätten noch dreißig Tage, worauf würden Sie sich konzentrieren? Was, wenn es ein Tag wäre? Eine Stunde? Und wie viel Zeit würden Sie damit verbringen, sich selbst zu bedauern?

Die Beantwortung dieser Fragen ist der Beginn einer lebenslangen Recherche nach dem wirklich Wichtigen in ihrem Leben - Ihrem viel zitierten „Sinn des Lebens“: Ihrem Sinn, Ihren Werten.

Das Geheimnis: Hätten wir den Tod nicht, würden wir uns keine Gedanken um unser Leben machen. Wir haben den Tod, um unser Leben zu verstehen. Ein reiches, sinnvolles Leben erfordert deshalb eine Auseinandersetzung mit unserem eigenen Tod.

Dann spüren wir uns selbst. Je näher wir unseren eigenen, eigentlichen Werten kommen, umso lebendiger fühlen wir uns. Man kann seine Werte an der eigenen Lebendigkeit und Energie ermessen, die in uns hervorgerufen wird. Sie wird sich auch auf ihre gesamte Umgebung übertragen, inklusive auf Ihre Angestellten und Kunden, sobald diese Werte „gelebt“ werden.

Sie sind tiefer und deshalb überdauernder als alles andere. Eine der größten und erfolgreichsten Hotelketten dieser Welt ist das Hyatt Regency Hotel. In seiner Autobiographie erklärt der Hotelerbe das Grundprinzip des langfristigen Hyatt-Erfolges: Die „core values“ des Gründervaters werden von Generation zu Generation weitergegeben und von allen Teilnehmern gelebt. Es handelt sich dabei nicht um Reißbrettvisionen aus Wochenendtagungen, sondern um tiefe menschliche Werte, die nach Ansicht der Hyatt-Familie echt und dauerhaft sind. Allen voran: Der „spirit to serve“.

Die Möglichkeit, immer danach zu schauen, was den Gästen fehlt und was sie erwarten, sich voll und ganz in ihre Person und deren Wünsche zu versetzen, steigert automatisch die Qualität und befördert den Fortschritt, so dass bei gleich bleibenden Werten in der über 70jährigen Geschichte der Hyatt-Kette eigentlich kein Stein auf dem anderen geblieben ist.

Ihr Renomée als eine der führenden internationalen Hotelketten gibt diesen „core values“ recht, ganz nach dem Lampedusa-Motto „Es muss sich alles verändern, damit alles bleibt, wie es ist.“

Werte-Paradigma: Die „Performance Scale“

D

ie folgenden sieben Kapitel beschreiben alle Stadien des Wachstums eines Geschäftes bis zu dem Moment, wenn aus einer ursprünglichen Beschäftigung ein Unternehmen wird. Über diese „sieben Brücken“ muss man gehen - es führt kein Weg daran vorbei.

Die einzige Alternative ist Stillstand oder Rückgang. Das ist kein Zwang: Man wird sich automatisch auf einer höheren Stufe wiederfinden. Das erkennt man an dem mentalen Wachstum des Unternehmens, der Verfasstheit und der eigenen Verfassung. Wenn man jedoch einmal den Weg zu einer selbständigen Karriere eingeschlagen hat, wäre es traurig, einen Rückzieher zu machen.

Betrachten Sie es als Ihre Vorbereitungszeit zu Ihrem persönlichen Big Bang, nach dem Sie in der Welt der Wirtschaft mitmischen und dabei Ihre persönlichen Ziele verwirklichen und immer zufriedener werden.

Die „Performance Scale“ (Abbildung 1) skizziert Ihr Leistungsspektrum. Die folgende Entwicklung bis zum Launch ist nicht nur der Planung gewidmet, sondern auch um Ihre Mission zu entdecken, sich Ziele zu setzen, das Verkaufen zu lernen und eine Reihe Projekte auszuprobieren, um zu testen, wie Ihre Träume in der wirklichen Welt da draußen ankommen.

Man könnte diese untere Hälfte der „Performance Scale“ auch Theorie, die obere Praxis nennen. Wir sprechen lieber von der Konzeptions- und der Aktionsphase.

Bei unserem Ansatz geht es nicht um Zahlen. Wenn Sie einen Businessplan erfüllen wollen, werden Sie hier nicht fündig. Obwohl wir dringend dazu raten, einen zu erstellen.

Ein großes Missverständnis in unserem modernen Diskurs liegt darin, dass zum Beispiel Künstler und andere „Traumtänzer“ unserer Gesellschaft keine Geschäfte machen dürfen. Im Falle der Künstler, Schriftsteller oder Theaterleute macht sie kommerzieller Erfolg, etwa durch Entertainment, regelrecht fragwürdig. Dabei haben sich gute Künstler immer für Geld interessiert:


Abbildung 1: Performance Scale Nr. 7 - Sage-Lernmethode ©

Andy Warhol hat Dollarscheine gemalt und meinte, er stelle eben das dar, was er am liebsten hat.

Heute ändert sich das Paradigma zum Glück: Sie müssen Ihre Ideen mit Geschäft verbinden, sonst werden Sie auf dem Markt nicht ernst genommen. Ihre Ideen, Pläne, Träume verenden als „Hobby“ in Ihrem Hinterzimmer, oder Ihre Verwandtschaft finanziert Sie, den „großen Künstler“ durch, indem sie einen Teil der Miete und die Supermarktrechnung begleicht. Kann das zufrieden machen? Nicht nur das.

Es folgt diesem sehr merkwürdigen Leitbild in unserer Kultur, in dem kreativ schaffende Leute und alle, die ihren Träumen und ihrer Neugier folgen, gefälligst darben sollen, um glaubwürdig zu erscheinen.

Dass Sie keine „Traumtänzerin“ sind, können Sie an Projekten beweisen. Es wäre fatal, seinen Träumen zugunsten alles fahren zu lassen und sich nur noch diesem Ideal zu widmen. Sie verwandeln Ihre Ideen in Projekte, die zeigen werden, wie viel Energie man wirklich investiert und wie viel Tragweite diese Idee wirklich hat. Mit Projekten nehmen Sie Tuchfühlung mit der Wirklichkeit auf. Sie sind zeitlich limitiert und ergeben ein konkretes Resultat - möglicherweise auch schon echtes Geld ohne großartige Investition.

Diese Projekte sind echte Erfahrungswerte und geben Ihnen Feedback, ob Ihre Idee oder Ihr Business in die richtige Richtung geht.

Die „Performance Scale“ hat keine dunkle oder helle Seite. Man muss sie sich wie einen Baum vorstellen. Jede Pflanze wächst nach oben, aber auch nach unten. Das Wurzelwerk, aus dem die Mineralien gezogen werden, ist genauso wichtig wie die Äste und Blätter. An ihnen kann man sehen, wie der Baum nach allen Seiten wächst und gedeiht.

So verhält es sich auch mit den Performance-Stadien. Sie sind Zeichen des Wachstums und der Gesundheit.

Die „Performance Scale“ stellt den Weg von Individuen, Organisationen, Mustern und Systemen dar, indem er die in bestimmten Stadien auftretenden Phänomene skizziert. Bevor Sie damit beginnen, müssen Sie tief in sich hineinschauen, um die Gründe zu verstehen, warum Sie diesen bestimmten Weg einschlagen wollen.

Diese Gründe sind Ihre Werte. Von ihnen werden alle weiteren Stadien geprägt. Wir beginnen von unten. Jeder Begriff findet sich im Folgenden als Kapitelüberschrift wieder. Jedes Kapitel ist einem speziellen Stadium gewidmet. Sie werden sich in einem dieser Stadien wiedererkennen. Möglicherweise ist es das erste, es kann aber auch ein anderes, weiteres sein, wenn Sie Ihre Geschäftsidee bereits weiter entwickelt haben. Dann ist es amüsant zu lesen, was Sie bereits hinter sich gebracht haben - und spannend, was noch vor Ihnen liegt.

Wir sind in dem Medium Buch gezwungen, die Business-Stadien in linearer Reihenfolge darzustellen. Das entspricht nicht der „Wahrheit“ dieser Einzelstadien - in Wirklichkeit existieren sie nicht getrennt, sondern gehen ineinander über. Alles, was Sie „hinter sich gebracht“ haben, verschwindet nicht. Viele Momente der Enttäuschung kehren wieder. Oft vergisst man, wofür man sich einmal auf diesen langen Weg gemacht hat. Momente der Überraschung, kleiner Erfolge und großer Dinge, die sich ergeben, lassen Sie das Ziel wieder erkennen und bringen Sie einen Schritt weiter, nach dem Sie die Dinge vollkommen neu ordnen müssen und Ihr System verändern.

Sie müssen sich die „Performance Scale“ also als Hologramm vorstellen, in dessen Tiefendimensionen andere Prozesse wabern, die aus den einzelnen Stadien nach oben und nach unten bestehen.

Werte sind die Grundlage klarer Wahrnehmungen und Entscheidungen

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erte geben die Richtung Ihrer emotionalen und kreativen Intelligenz an. „Erkenne dich selbst!“ steht über dem Orakel von Delphi. „Sei du selbst! Das bist du alles nicht, was du tust, meinst, begehrst!“, ist das berühmte Zitat von Friedrich Nietzsche, das ein sehr guter Maßstab ist, sich selbst immer wieder aus den Angeln seiner Illusionen zu hebeln.

Nach welchem Maßstab, unter welchem Blickwinkel handeln und entscheiden Sie? Sich selbst zu erkennen, bedeutet weniger, zu wissen, wer man ist. Das führt in die Psychoanalyse. Sich selbst zu erkennen und zu kennen, bedeutet zu wissen, was einem wirklich am Herzen liegt und was man wirklich tun will.

Sie sind genau in dem Maße glücklich und zufrieden, wie Sie im Einklang mit Ihren Werten sind. Wer ganz bei sich ist und sich mit seinen Werten lebt, erlebt keine Enttäuschungen und ist der zufriedenste Mensch auf Erden, egal, wie viel Geld er hat.

Wenn Sie sich mit ihrer eigenen inneren Wahrheit perfekt arrangieren, also das tun, was Sie sind, wird Ihre Stimmung leicht und fröhlich sein - „Heiterkeit“ nannte Nietzsche diesen Zustand, zu dem man nicht aus purer Naivität, sondern durch die Überwindung von Dogmen und Diktaten gelangt.

Um noch ein Tabu zu knacken: Viele moderne neurowissenschaftlichen Erkenntnisse kommen zu dem Schluss, dass die meisten Entscheidungen emotionaler Art sind. Ihre Gefühle entscheiden.

Dann kommen mentale Prozesse in Gang, die nach logischen Gründen für Ihre Entscheidungen suchen. Das ist der innere Dialog, den man mit sich führt: Manchmal hört man sie, die innere Stimme, die einem Recht oder Unrecht gibt. Platon spricht in diesem Zusammenhang vom Denken, dem „schweigenden Dialog der Seele mit sich selbst“; Sigmund Freud spricht vom „Über-Ich“, Adam Smith vom „Impartial Spectator“, dem „inneren Schiedsrichter“.

Wenn Sie sich über Ihre Werte nicht im Klaren sind, begleiten unvorhergesehene Gefühle Ihr Leben.

Wenn Sie für sich klare, beständige Werte skizzieren, sind Sie wahrnehmungs- und damit entscheidungsfähig. Ihre Handlungen stehen dann im Einklang mit Ihrem Wesen. Erfolg entsteht immer auf der Basis von Klarheit. Solange Sie keine klare Wahrnehmung der Wirklichkeit haben, bleibt Ihr Business in Fantasie oder Pessimismus stecken.

Wer dagegen seine wahren Werte in sich findet, hat auf der konzeptionellen Seite der „Performance Scale“ schon gefunden, was er auf der Aktionsseite ganz oben findet: Die Motive, aus denen Sie für andere Menschen in den Service gehen und für sich absolute Zufriedenheit finden. Aus diesem Grund ist die Überlagerung von totalem Scheitern und großer Selbsterkenntnis eine grandiose Erfahrung - oft der Anfang vom einzig wahren Leben.

Wie findet man Werte?

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m im Alltag zu bestehen, entwickeln wir gerne Taktiken, mit denen wir uns selbst ein bisschen hereinlegen. Wir finden Notlösungen oder - lügen, wir spielen auf Zeit oder stellen uns dumm, obwohl wir es besser könnten. Im Urlaub, auf einer einsamen Hütte, oder auch nach einer desaströsen Geschäftserfahrung gibt es oft Momente, in denen es damit vorbei ist, sich etwas vorzumachen. In denen man zur Klarheit geführt oder gezwungen wird.

Hinter der grauen Tapete des Alltags erscheinen dann wieder die Gründe, warum Sie dieses oder jenes tun oder tun wollen. Oft erscheint uns am Morgen alles noch so klar und einfach. Wenig später gehen die Motive unseres Handelns wieder in die Pflichten des Alltags ein. Um sich seiner Werte zu besinnen, braucht man absolute Ruhe.

Was ist das Wichtigste im Leben? Was findet man am wünschenswertesten? Wofür leben Sie, und wofür lohnt es sich zu leben? Was ist für Sie begehrenswert? Oft kommen zunächst die einfachsten Antworten: Geld oder Liebe, ein erfülltes Sexleben, Ruhm und Ehre et cetera. Das sind abstrakte Werte ohne Inhalt. Sie haben nichts mit Ihrem konkreten Leben zu tun. Setzt man sich Geld als Wert, muss man reich einheiraten oder Lotto spielen. Ist das Ihr Leben? Ihre Werte zu erkennen, bedeutet, jenseits von Kosten oder Return-On-Investment zu denken. Viele Leute der Mittelschicht halten Wohlstand für einen echten Wert in ihrem Leben, nur um dann festzustellen, dass es mit ihrem eigenen Leben dann doch nichts zu tun hat, wenn sie sich mit viel Zeitinvestment und vielerlei Entbehrungen ihr Geld verdient haben. Das Leben zu genießen, dafür bleibt wenig Zeit.

Werte sind das Maß für Dinge, die für Sie bedeutender sind als Geld. Welche Werte sind für Sie bedeutend?

Welchen Wert messen Sie der Gesundheit zu? Wenn Sie eine Krankheit haben, erkennen Sie plötzlich Werte, auf die es ankommt. Dann ist Ihnen alles Geld der Welt egal, Hauptsache, Sie können wieder gesund werden. Menschen sind keine Serienwagen. Jeder Mensch hat ein eingebautes Temperament. Es gibt große Unterschiede in Sensibilität, Charakter und dem Aktiv-Level. Aktive Menschen finden ihr Heil in Bewegung, passive Menschen lieben die Ruhe und Kontemplation. Aber allen gleich ist die Disposition. Hoffnungen und Ängste formen unsere Persönlichkeit. Unser Bedürfnis zu wachsen und mit anderen Menschen verbunden zu sein, ist ein fester Bestandteil unseres Systems. Unbewusste Gefühle steuern unser Bewusstsein. Viele Leute, die in Armut aufgewachsen sind, werden zum Beispiel nie ihre Verlustängste los, egal, wie viel Geld sie besitzen.

Persönliche Werte sind das geheime Gewürz in der Rezeptur des Wohlstands. Wer sich darin trainieren kann, Mut, Demut und Aufgewecktheit zu entwickeln, ist in der Lage, auf die Gewinnerseite zu wechseln.

Viele Menschen, die in erfolgreichen Unternehmerfamilien aufgewachsen sind, saugen gewisse Werte mit der Muttermilch auf. Andere - die meisten von uns - suchen sich Vorbilder, die uns helfen, Perspektiven zu entwickeln. Aber die meisten Menschen trainieren ihr Gehirn, Entschuldigungen für ihr Dasein zu finden oder einen Schuldigen für ihre Situation zu finden, wie etwa Politiker oder den Chef. Wenn sie nur die Hälfte der Zeit, die sie zum Bedauern und Gründe-Fürs-Scheitern-Suchen brauchen, versuchen würden, Ergebnisse zu produzieren, wären sie reich.

Jedes Mal, wenn Sie einen persönlichen Erfolg erzielen, droht immer wieder ein Fehler in Ihrem persönlichen System, Ihre besten Pläne kaputtzumachen: Eitelkeit, Stolz, Arroganz, Überheblichkeit, Hochmut kommen vor. Ihre Macken kommen spätestens heraus, sobald Sie mit anderen Leuten enger umgehen. Die Lebenszeit reicht einfach nicht aus, um alle Macken glatt zu bügeln. Das macht nichts. Die Herausforderung besteht darin, dass Sie Ihre charakterlichen Vorteile und Nachteile kennen. Es handelt sich um Ihre positiven wie negativen Werte. Daraus ergibt sich Ihr Talent. Sie können sie in Ihre Charakterstruktur einbauen, während Sie Geld verdienen.

Oft sind es sogar die negativen Seiten, die zu einem Geschäft führen. Ein Mandant von uns war privat ein Loser, aber öffentlich ein Sieger. Wo immer er auftrat, riss er die Klappe auf, um zu zeigen, dass er der Größte war - zum Leidwesen seiner Mitmenschen, die ihn besser kannten. Für sie war er ein reiner „Showtyp“, der so lange nervte, bis alle Augen auf ihn gerichtet waren - mit allen Mitteln und jeder Menge Mogelei. Er scheiterte regelmäßig bei Bewerbungen, weil er sich bitten ließ und Forderungen stellte, die in keiner Relation zu seinen vorzeigbaren Leistungen standen.

Die Coache wussten davon natürlich nichts. Aus der Sitzung ging hervor, dass er in seinem Metier - die Medien - auf der falschen Seite stand: Er war ein totaler Schauspieler, der nicht hinter, sondern vor die Kamera gehört - eine Rampensau! Kaum hatte er dies selbst erkannt, fand er nach vielen Jahren wieder eine ehrliche, tiefe Beziehung. Nun arbeitet er an einem persönlichen Projekt, das er eines Tages auf der Bühne aufführen wird und für das er hart und gerne arbeitet, um seinen verdienten Applaus zu bekommen.

Person, Persona, Persönlichkeit

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hr Talent bestimmt Ihren persönlichen Erfolg. Die Persönlichkeit bestimmt die Ziele. Die Persönlichkeit ändert sich oft, wenn man durch eine tiefe Krise geht - wie das obige Beispiel zeigt.

In einer Krise begegnet man seinem Selbstbetrug und entdeckt, was man im tiefsten Inneren seines Unterbewusstseins für richtig hält. Viele Menschen haben eine Dichotomie in sich, die sie ihr Leben lang begleitet und viel zu sehr beschäftigt, ohne dass sie es merken. Da gibt es den einen, der immer andere ausfragt, ihr Handeln kritisiert und kommentiert - und nie etwas von sich preisgibt. Er weiß nämlich wie kein anderer um die Gefahr darum und muss bittere Erfahrungen damit gemacht haben. Nun zahlt er es anderen heim, indem er sie ausquetscht und nach den Gründen für ihr Tun und Lassen fragt - ohne es selbst zu merken. Er hat ein besonderes Talent darin, immer nach den Fehlern zu suchen und noch mehr Salz in die Wunde zu streuen. Die Gesprächspartner in seinem Leben sind auf diese Weise ständig zur Rechenschaft gezwungen, und es erweckt den Anschein, dass sie das falsche Leben führen und er das Richtige. Viele ziehen sich von ihm zurück - nicht zuletzt, weil er sich ihnen gegenüber niemals öffnet, also genau das nicht zulässt, was er von seinen Mitmenschen verlangt.

Ein Kunde von uns erzählte von seinem Kunden, der einen hochseriösen, hochdeutschen Geschäftsjargon pflegte, um im Außergeschäftlichen in die wildesten sprachlichen Ausschweifungen abzustürzen - es konnte gar nicht vulgär genug zugehen.

Als er sich nach einem bierseligen, schulterklopfenden Duz-Abend in der nächsten E-Mail sprachlich auf diesen Jargon einließ, war sein Kunde fassungslos über seine Lockerheit und fand seinen persönlichen Stil vulgär und anbiedernd. Es war das Letzte, was er von ihm hörte.

Dies ist die pathologische Seite der Werte. Solche Leute sind wahrlich nicht ganz bei sich. Sie vereinen Widersprüche, ohne sie zu bemerken. Die inneren Spaltungen in Menschen müssen erst einmal entdeckt werden, um sie entweder zu analysieren und eliminieren - die Aufgabe eines Psychoanalytikers - oder um auf sie zu stoßen, ohne davon zu wissen und sie möglichst fruchtbar zu machen - der Job eines Coaches. Normalerweise geht man immer davon aus, dass man Recht hat und jeder andere Unrecht. Dies ist ein sehr kostspieliges Argument. In Amerika gibt es das Sprichwort „You can be right or you can be rich“. Sie sind entweder reich, oder Sie haben Recht.

Persönlichkeits-Werte sind meistens besonders hartnäckig, weil unsere Dickköpfe uns lieber so erscheinen lassen, wie wir gerne wären. Sie sind überzeugt, ein netter Mensch zu sein und schenken ihrer eigenen Presse großes Vertrauen. Unbewusst erwarten Sie, dass andere Menschen Sie deshalb auch gut behandeln und toll finden. Sie wissen aber nicht, wie andere Leute über Sie denken und reden. Die wenigsten Leute geben sich Mühe, das herauszufinden, sondern verlieben sich lieber in ihr Spiegelbild. Es wird dann unangenehm, wenn eine „Persönlichkeit“, die sich gibt wie Ludwig XIV., jedoch in Wirklichkeit total unbeliebt ist, seine Mannschaft aus einer Krise führen soll. Dann kommen erst die wahren Werte zum Vorschein, die sich hinter der Maske des Egos verbergen.

„Public virtue, private vice“, benannte der Arzt und Philosoph Bernhard Mandeville im 18. Jahrhundert das Phänomen, dass selbst die Bösartigsten im Rampenlicht der Gesellschaft als Gutmenschen erscheinen wollen. Diese Ego-Werte glänzen auf der Oberfläche und verbergen das Innere der Person. Sie basieren auf Eitelkeit, auf falschem Stolz oder falscher Selbsteinschätzung. Natürlich macht es auch Spaß, sich chic zu machen und auszugehen, um Männer um den Verstand zu bringen. Oder Geschichten zu erzählen, in denen wir ganz zufällig als charakterfeste Helden hervorgehen. Aber andere Ego-Werte sind einfach ätzend. Grundsätzlich ist das Ego immer bemüht, Leute um sich zu scharen, die denken wie wir und eine Fangemeinde zu bilden und gleichzeitig Leute auszuschließen, die nicht so denken wie wir. Diese Denkweise kann eine Karriere zugrunde richten.

Die Griechen nannten die Masken, die in den Tragödien vorgehalten wurden, „personae“. Sie täuschen einen Charakter vor, der im ursprünglichen Gesicht nicht zu finden ist. Manche Kulturen waren in der Lage, an solche Masken zu glauben. Es gibt melanesische Völker, die kennen keinen Tod, weil ihre Verstorbenen in Dämonen weiterleben, kleinen geschnitzten Figuren, die im Dämonenhaus liegen. Sie stellen nicht den Ahnen dar. Sie sind der Ahne.

In unserer Kultur kommt es nur darauf an, ob wir die Maskerade durchschauen oder nicht. Wir alle tragen in der Gesellschaft oberflächliche Werte vor uns her und stellen uns dar, wie wir gerne sein würden: Tolle Typen, gute Menschen, „the social mask“, unser Image. Viele Leute nutzen die Gesetze des Marketings, um eine andere Persönlichkeit aus sich aufsteigen zu lassen, durch überzogene Darstellung einer Kunstfigur jemand zu sein, der ständig auf der Bühne steht. Wenn die „persona“ die Maske ist, die wir in der Gesellschaft zeigen, dann ist das Ego das Make-Up. Wir streichen uns nette Farben ins Gesicht, um interessanter und wichtiger zu erscheinen und unser wahres Gesicht zu verbergen. Es ist die kindischste Art, auf sich aufmerksam zu machen. Um zur Person zu reifen, braucht man sich die Charakter-Kosmetik nur von der Backe streichen und sich einmal die Blöße geben, sich zu sehen, wie die anderen Sie sehen. Der Spiegel, der Sie zeigt, wie Sie wirklich sind, ist die Gesellschaft.

Man braucht Mut, um seine eigenen Werte zu finden und auszudrücken. Denn oftmals sind es andere Werte, nach denen wir unser Leben ausrichten. Möglicherweise haben wir ein Studium eingeschlagen, auf das unsere Eltern stolz sind - aber nicht wir selbst. Vielleicht haben wir einmal in einem Fach geglänzt, so dass wir gefördert wurden, ohne es wirklich zu wollen. In dem Moment, in dem man mit seinen eigentlichen Werten und Zielen herauskommt - oftmals nach einer Tragödie - werden viele Umstehende schockiert reagieren. Aber wenn dieses Puzzleteil einmal passt, beginnt Ihr Traum. Sie haben die ersten Wurzeln im Baum der „Performance Scale“ geschlagen. Dann kann es eigentlich nur weiter nach oben gehen.

Geldwerte Partner

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enn Sie ein Netzwerk von Leuten aufbauen, schauen Sie sich nach Leuten um, die die gleichen Werte vertreten wie Sie selbst - was nicht zu verwechseln ist mit einer „peer group“, die Ihnen nach dem Munde redet und alle anderen ausschließt. Die gleichen Werte zu teilen, bedeutet, die gleichen Wünsche und Vorstellungen zu haben.

Daran erkennt man die zwischenmenschliche Kompatibilität. Wenn Ihre Werte, Wünsche, Vorstellungen nicht mit denen von potenziellen Partnern zusammenpassen, passen Sie grundsätzlich nicht zusammen. Sympathie hat viel mehr Kraft, als man denkt. Die Zusammenarbeit geht in der Regel nicht lange gut, wenn man nicht auf der gleichen Wellenlänge liegt.

Um die richtigen Leute zu finden, müssen Sie Ihre wahren Werte kommunizieren - die Werte Ihrer Persönlichkeit! Erklären Sie, was für Sie wichtig ist - ohne dabei zu heucheln. Lassen Sie jeden wissen, wo Sie stehen, oder Sie riskieren es, andere tief zu enttäuschen. Mit den falschen Leuten um Sie herum - Leute, die andere Werte vertreten als Sie selbst - können Sie keine erfolgreiche Karriere aufbauen oder ein zufriedenes Leben führen.

Eine gute Methode, zu untersuchen, mit wem Sie es bei einem Geschäftspartner oder neuen Mitglied in der Mannschaft zu tun haben, ist der sprichwörtliche Wert: Geld. Die Art, wie Leute mit Geld umgehen, verrät extrem viel über ihren Charakter. Geschäftsgebaren, Zahlungsmoral und Generosität sind Gradmesser der Unternehmenskultur, und je nachdem werden sie es entweder schwer mit Kunden und Kollegen haben, oder mit ihnen auf einer Welle surfen.

Gerade, wenn neue Spieler in die Mannschaft kommen, ist deren Charakter ausschlaggebend für die Aufstellung. Da kommt jemand, der das Kaufmännische erledigen soll und gleichzeitig der Meinung ist, man müsse mit einem 7er BMW beim Kunden vorfahren, um Eindruck zu schinden - lange bevor man das Geld für ein solches Fahrzeug erwirtschaftet hat. Erst mal muss der schicke Anzug her, weil man erst dann Kunden gewinnt. Im Restaurant geht er kurz vor dem Zahlen zur Toilette und taucht wieder auf, wenn die Rechnung beglichen ist. Andere halten das Geld zurück, bis es nicht mehr geht - zum Leidwesen ihrer Lieferanten.

Andere wiederum sind so großzügig, dass sie nicht merken, wie sie sich darüber ruinieren... Meistens handelt es sich dabei um eine Form, andere für sich zu gewinnen. So gibt es unzählige Möglichkeiten, die vom handgreiflichen Wert Geld auf die inneren Werte eines Menschen schließen zu können. Machen Sie den Test.

Schützen Sie sich auf diese Weise vor großen Enttäuschungen. Und auch vor sich selbst. Mit den richtigen Leuten an Ihrer Seite bauen Sie automatisch einen Schutzwall um sich herum auf, der Sie vor äußeren und inneren Bedrohungen bewahrt.

Wenn Sie gerne spendabel sind, können Sie froh sein, einen Kassenwart zu haben, der Ihnen sagt, was man von der Steuer absetzen kann und was nicht. Andere Teamplayer sagen Ihnen, wenn Ihr potenzieller Geschäftspartner ihnen windig vorkommt. Wenn Ihr größter Wert Ihre Familie ist, für die Sie sich tagtäglich aufreiben, und Sie abends zu müde sind, um noch mit ihren Kindern zu spielen, müssen Sie den Job auf verlässliche Schultern delegieren. Wenn Sie früh genug und bewusst Ihre Prioritäten kennen, entwickeln Sie langsam einen Lebensstil, der zu Ihnen passt und schützt, was Ihnen wichtig ist.

Universelle Werte: Vertrauen und Sympathie

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wei Werte stehen ganz am Anfang einer erfolgreichen Karriere: Vertrauen und Sympathie. Bevor Sie Geld verdienen, müssen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden verdienen. Vertrauen im Business bedeutet Zuverlässigkeit.

Niemand gibt jemandem Geld, dem er nicht vertraut. Jeder Kunde muss als erstes spüren, dass er sich auf Sie verlassen kann.

Sobald Geld fließt, investiert jemand Vertrauen in Sie. Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit sind die Grundlagen von Integrität. Korrupte oder betrügerische Unternehmen sind wesentlich mehr davon bedroht, böse den Bach herunterzugehen.

Wer privat unaufrichtig ist, wird auch ein unaufrichtiges Unternehmen führen. Wer sich nicht gewisse Regeln hält, die die Märkte von Dörfern, Stämmen, Basaren und Börsen über Jahrtausende hinweg entwickelt haben, hat schlechte Karten. „Business is sympathy“, eine Regel, die leider immer wieder ignoriert wird. Sympathie bedeutet, sich an die Stelle eines anderen versetzen zu können.

Allzu gerne folgt man der neoliberalen Vulgärthese, dass Kapitalanhäufung mit allen Mitteln zu rechtfertigen sei, weil das gesamt Erwirtschaftete durch Steuern wieder dem Wohl aller zukommt - aber das kann jemand glauben, der Adam Smiths „Wohlstand der Nationen“ nur von fern kennt. In Wirklichkeit muss man den Markt mit den Augen des „unparteiischen Zuschauers“ sehen, der genau die Moral vertritt, die vor den Augen der Gesellschaft Stand hält. Sie funktioniert nach der guten, alten Goldenen Regel: „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“

Wer seine Mitmenschen so behandelt, wie man auch selbst behandelt werden möchte, vertritt nicht nur eine gute Philosophie, sondern auch ein gutes Unternehmen. Wie die Leute Ihr Unternehmen und Ihr Team wahrnehmen, entscheidet darüber, ob Ihr Produkt oder Service in Anspruch genommen wird. Noch nie zuvor war der Sympathiefaktor so entscheidend für wirtschaftlichen Erfolg.

Keiner hat es in der modernen Ökonomie mehr nötig, jemandem Geld zu geben, den man nicht leiden kann. Das trifft für den Gemüsehändler an der Ecke genauso zu wie für den Autohersteller. Beide sind nur Attraktoren für Leute, die die gleichen Werte vertreten. Wir alle wollen gute Produkte und etwas Sympathie.

Wenn unsere elementarsten Bedürfnisse befriedigt sind, ist die Seele dran. Dann sind wir wie Babys: Dann brauchen wir Anerkennung, Zuwendung und Streicheleinheiten. Der Mensch ist nun mal ein durch und durch soziales Wesen. Fiese Menschen bekommen die Quittung meistens dadurch, dass sie am Ende allein dastehen - die größte Strafe, die es gibt.

Menschen, die wirklich gut dastehen, ohne es behaupten zu müssen, gehen für andere in den Service und ernten dafür mehr, als man tragen kann.

Menschen brauchen fühlbare Geschenke und gefühlte Wirklichkeiten wie die Luft zum Atmen. Deshalb gibt es so viele Hollywood-Filme. Sie basieren einzig und allein auf dem Mitfühlen: Sympathie. Und Unterhaltung ist immer gut für die Seele.

Höhere Werte: Qualität und Service

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nsere moderne Kultur ist endlich nicht mehr von dem Gedanken der Ausbeutung bestimmt, sondern von dem Gedanken von Qualität und Service: Unternehmer von heute beschäftigen sich tagaus, tagein mit der Frage, was anderen Menschen fehlt und welchen Service sie dafür in die Welt setzen können. Statt anderen zu erzählen, was wir wollen, lernen wir, größere Werte für andere zu schaffen.

Bessere Lebensqualität erhöht unsere Lebenswerte. Wir führen ein gesünderes, bewussteres und würdigeres Leben als unsere Vorfahren. Wenn Sie Ihre Werte ermittelt haben, erkennen Sie, welchen Service oder welches Produkt Sie anbieten können, auf das die Menschen oder die Menschheit gewartet haben.

Um an diesen Punkt zu gelangen, müssen Sie sich ein paar harte Fragen gefallen lassen: Die Frage nach dem Tod, was andere über Sie sagen sollen, und wie es sich mit Ihrer wahren und nicht Ihrer konstruierten Wirklichkeit verhält.

In diesem neuen, positiven Umfeld streben wir nach Perfektion. Wir erwarten überall perfekten Service, sonst gehen wir woanders hin. Wir suchen nach Qualität und zahlen dafür auch gerne einen höheren Preis. Humanität in dem Sinne, sich in die Situation anderer zu versetzen, setzt einen neuen Standard an Exzellenz.

Nur der beste Service zählt. In Japan ist beispielsweise der Service wesentlich höher als in der „Servicewüste Deutschland“. Bei uns fühlen sich Japaner oder auch Amerikaner etwa so wie wir früher in manchem Balkanland. Die Service-Ideen liegen auf der Straße. Es gibt viel zu tun. Packen Sie’s an.

Wer nach seinen höchsten Werten lebt, kennt keine Furcht. Man mag zwar noch Momente der Angst erleben, aber man kann ihr ins Auge sehen. Sie stehen nicht vor einem gähnenden Loch.

Werte sind das Drahtseil, auf dem man alle Konflikte, Gefahren und Hindernisse im Leben traumwandlerisch übergehen kann. Man sagt, wenn wir an der Schwelle zum Tod stehen, läuft ein innerer Lebensfilm vor uns ab. Sie können der Regisseur sein. Es muss ja nicht immer gleich der Tod sein. Existenzangst reicht vollkommen aus. Mittelmäßige Nöte wie finanzielle Engpässe sind allerdings nicht zugelassen. Sie sind auch mit Übergangslösungen zu beheben und fordern nicht heraus, zu überlegen, worauf es Ihnen im Leben wirklich ankommt.

Not macht erfinderisch. Unsere Mutter am Anfang des Kapitels ist am Ende. In diesem Moment steht sie am Anfang. In dem Moment, als sie eine Geschichte zu erzählen begann, entdeckte sie das größte Talent, das das Leben ihr geschickt hat. Diese Geschichte setzt sich bis heute fort und hat sie zur einer der reichsten Frauen der Welt gemacht. Es handelt sich um Joanne K. Rowling. Sie schreibt angeblich heute noch gerne in Cafés.

Quellen:

Marriott, J.W. Jr. & Brown, Kathi Ann. The Spirit to Serve.

Marriott’s Way.

Smith, Adam. Der Wohlstand der Nationen.

Smith, Adam. The Theory of Moral Sentiments.

Mandeville, Bernard de. Die Bienenfabel.

IHRE MISSION

„Roll out your guns, let’s pretend, it’s fun to lose.“

(Nirvana, „Smells like teen spirit“)

Meine sehr geehrten Damen, wenn wir eines können, dann ist es reden. Während Männer täglich etwa 2000 Worte verwenden und versuchen, sich dabei kurz zu fassen, bringen wir es spielend, fließend und schnatternd auf lockere 9000. Sicherlich kann man dafür wieder evolutionsbiologische Gründe finden.

Wir finden aber, wir sollten diese Fähigkeit und noch ein paar andere genießen und kapitalisieren. Wie sang Lisa Stansfield doch so nett? „I’m no classy lady, but I’m all woman.“ Im modernen Business kann man Lady oder auch ganz Frau sein. Warum das so ist und wie das funktioniert, das stellt sich in dieser etwas pragmatischeren Phase heraus, in der Sie Ihre Mission finden werden.

Was ist eine Mission? Das hat die Engländerin Anita Roddick vermutlich am Anfang ihrer Karriere auch nicht genau gewusst. Aber sie hatte eine nette, kleine Idee, die zunächst amüsante Konsequenzen hatte: Kaum eröffnete sie ihr erstes eigenes Geschäft, zog sie sich den energischen Protest der zahlreichen in der gleichen Straße ansässigen Bestatterunternehmen zu.

Dabei hatte ihr Laden nicht das Geringste mit Leichen zu tun, eher im Gegenteil: Sie hatte ihn „The Body Shop“ genannt, weil es hier um lebendige Körper gehen sollte. Das allein wäre nicht neu. Sie brachte zwei Dinge zusammen: Ihre Vorstellung von einer mit der Natur vollkommen harmonierenden Welt, was damals recht revolutionär und avantgardistisch war, kombiniert mit dem Naturwesen Mensch, zu allen Produkten, die ihm und ihr auf alle möglichen Weisen gut tun.

Das nennen wir eine Mission. Diese hat sich bekanntlich nicht nur erfüllt, sondern auch Frau Roddick zu einer der reichsten Frauen Großbritanniens gemacht.

Wieso Mission? Gerade erst die Werte ermittelt, die für einen persönlich entscheidend sind, und schon soll man wieder eine „Mission“ erfüllen? Und... ist das nicht ein bisschen viel Pathos? Fragen wir einmal jemand, der sich damit auskennt: den Missionar Albert Schweitzer.

Seiner Meinung nach führt man ein glückliches Leben, wenn man eine bestimmte Absicht in seinem Leben verfolgen will. Wenn Sie Ihre Werte auf eine herausfordernde Absicht umlenken und konzentrieren, dann erscheint Ihre Mission. Und dann sind Sie glücklich, schon während sich Ihre Mission erfüllt.

Mission und Melancholie

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ber wie die meisten Menschen verleugnen wir oft, was wir gerne wirklich hätten. Das „Ich will das“ unserer Kindheit ist uns ausgetrieben, dabei würde es Entscheidungen zum Beispiel viel leichter machen.

Bevor Sie nicht Ihren fundamentalen Antrieb kennen, können Sie nicht in das Spiel einsteigen. Langweilig wäre allein, wenn Sie versuchen würden, gegen diese Regungen menschlicher Natur anzukämpfen.

Versuchen Sie lieber, sie in den Griff zu bekommen. Ehrgeiz ist der Antrieb, der die Größe Ihres Ziels bestimmt. Falsche Demut unterdrückt diesen Ehrgeiz. Wer sich vor diesen Herausforderungen wegduckt, wird es daran merken, wie sich die Sinne vernebeln und Sie in eine merkwürdige Form der Lethargie geraten - jene Melancholie, die entsteht, wenn man es im tiefsten Inneren bereut, ein Ziel nicht in Angriff genommen zu haben, und deshalb nun mehr oder weniger ziellos umherdümpelt.

Das sieht dann etwa so aus: Sie wissen nach dem Aufstehen nicht, was Sie tun sollen. Aber Sie kommen schon über die Runden. Jede Ablenkung kommt Ihnen recht. Und sei es das Frühstücksfernsehen. Sie verabreden sich mit Ihren gleichgesinnten Freunden zum Frühstück, um sich gemeinsam ins Jammertal hineinzureden. Es dauert nicht lang, bis es diskursiv auch keinen Ausweg daraus gibt. Darauf erst mal einen Prosecco. Einen kleinen. Derart geschwächt, und auch, um nicht an vergangene, ruhmreiche Zeiten erinnert zu werden, legen Sie sich nach dem Mittagessen erst einmal kurz hin. Schließlich waren es dann doch drei „kleine“ Prosecco.

Danach schleppen Sie sich an den Computer, um nach E-Mails zu schauen. Selbst wenn der Typ von neulich wieder solch eine schwärmerische Mail geschickt hat, werden Sie niemals mit Ihrer Post zufrieden sein. Eher sind Sie ein E-Mail-Junkie. In den Abend hinein kommen Ihnen ein paar tolle Gedanken, besonders, was den Sinn Ihres Lebens ausmacht. Sie machen sich ein paar Notizen dazu, und schon ist die Energie wieder verschwunden. Sie entstand auch eigentlich mehr aus dem schlechten Gewissen heraus, dass Sie sonst den ganzen Tag nichts Vernünftiges gemacht haben! So aber schmeckt das erste Bier in der anbrechenden Dämmerung schon wieder herrlich. Sie treffen sich erneut mit ihren „peers“, weil Sie dort sicher sein können, dass Ihnen alle zu Munde reden. Was für ein anstrengender, ermüdender Tag. Obwohl Sie nichts getan haben.

In seiner Doktorarbeit zu „Melancholie und Gesellschaft“ beschreibt der Autor Wolf Lepenies das Phänomen der Melancholie dergestalt, dass sie nicht von innen, sondern von außen kommt: Melancholie, die wie Liebeskummer oder andere mentale Symptome bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein medizinisch behandelt wurde (meistens durch Aderlass), ist für Lepenies eine Erscheinung in Gesellschaften, deren beste Zeit hinter ihnen liegt. Allen voran sind es gescheiterte Revolutionäre, verarmter Adel und andere, die sich nutzlos in den Salons des späten 19. Jahrhunderts herumfläzen, ohne wirklich eine Aufgabe zu haben. Denn diese Aufgabe haben sie, sprichwörtlich, aufgegeben, oder sie wurde ihnen entzogen.

Im modernen Sinne ist diese Art von Melancholie anderer Natur: Ein Ereignis in Ihrem Leben, das in Ihnen nachwirkt, wie eine Trennung oder eine Scheidung, das Gefühl, von jemandem oder einem Mann schlecht oder ungerecht behandelt worden zu sein. Das schüchtert ein. Es raubt Ihnen die Kraft, nach vorne zu schauen. Aus dieser dunklen Ecke des schläfrigen Salons müssen Sie heraus.

Charisma: Die Macht der Frauen

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rauen haben Männern gegenüber einen starken Karrierevorteil. Am Ende der „Performance Scale“, also am Gipfel der Zufriedenheit, befindet man sich in einem Buddha-ähnlichen Zustand: Die Dinge geschehen um Sie herum, allein, weil Sie es so wollen. Sie selbst tun nicht mehr - Sie wirken. Ihre magnetisch-magische Anziehungskraft, Ihr Bannkreis des Charisma sorgt allein dafür, dass alles so in Erfüllung geht, wie Sie es sich wünschen. Sie kennen diesen Zustand. Sie müssen nur allein auf einer Party stehen und ein paar Signale aussenden, mit Ihren weiblichen Reizen spielen, damit Männer wie Pawlowsche Hunde um Sie herumscharwenzeln und, ja, „Männchen“ machen. Männer können ja bekanntlich immer. Aber wenn Frauen nicht wollen, haben sie keine Chance. Und alles, was Männer tun, tun sie nur, um die Frauen zu kriegen, selbst wenn sie es nicht merken. Wenn das nicht ein Anreiz ist, um diese wunderbaren weibliche Eigenschaften auf Ihre Karriere anzuwenden, wissen wir es auch nicht weiter. Das ist zumindest das Ziel dieses Kapitels: Zu zeigen, wie Frau ihre Ziele bestimmt.

Was soll mit den schönen Werten passieren, wenn sie nicht in Aktion gesetzt würden? Bevor Sie einen Treffer landen können, benötigen Sie natürlich ein Ziel. Ein Ziel braucht wiederum ein Spielfeld, ein Koordinatensystem, in dem die Zeitspanne und die Herausforderung eingezeichnet sind. Dann werden Ihre Werte zu einer Mission. Denn eines hat in unseren Aufzeichnungen bisher gefehlt. Dieser Faktor kommt in diesem Kapitel hinzu: Andere Menschen. Ihre Mission ist Ihre persönliche Vision, wie Sie Ihre Werte in die Tat umsetzen. Diese Vision kann großartig, bombastisch, herausfordernd, oder auch einfach süß, menschlich und zart sein: zwischen der großen Joanne K. Rowling mit ihrem Imperium und Mutter Theresa herrscht im Prinzip kein Unterschied. Manche Menschen möchten die Welt verändern, andere ein schönes Leben haben und eine Familie großziehen. Und manche beides.

Ihre Mission ist ein Lebensspiel. Eine Strategie, die auf jeden Fall andere, nämlich gleichgesinnte Menschen faszinieren und anziehen wird. Wenn Sie mit dem hantieren, was Sie neugierig macht, und das herausbringen wollen, was in Ihnen steckt, werden Sie nicht lange allein sein. Sobald Sie Ihre Werte in eine kohärente Mission umfüllen, bekommt Ihr Leben eine Richtung. Sie werden die Mitstreiter bekommen, die Sie lieben und die gleichen Werte mit Ihnen umsetzen wollen. Nur: Die anderen müssen auch merken, dass man diese Werte gemeinsam umsetzen kann.

Wir haben bisher über allgemeine Werte gesprochen, die für Sie wichtig sind. Das sind abstrakte Werte, die Sie als Ihre persönlichen wahrgenommen haben. Aber bisher war nicht die Rede von konkreten Dingen, persönlichen Zielen, Inhalten. Das Leben ist kein Kirchentag. Es ist schön, für den Frieden zu sein, aber das bringt Sie Ihren Zielen noch nicht näher. Denken Sie individueller, egoistischer, materieller: Was kann ich für den Frieden tun? Was habe ich vor? Womit will ich erfolgreich sein? Nicht: Was will ich sein, sondern: was will ich erreichen? Hier geht es nicht um Dank und Anerkennung für große menschliche Leistungen, sondern um Erfolg. Schluss mit den Streicheleinheiten, was Sie brauchen, ist eine großartige Idee - von der Sie allerdings auch vollkommen überzeugt sein müssen. Dann, und nur dann, wird Ihr Erfolg nicht mehr aufzuhalten sein.

Was macht mich neugierig?

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ie Grundfrage Ihrer Mission lautet: Was macht mich neugierig?

Was ist es, das mich trägt, welches Thema spiele ich auf der Klaviatur herunter wie Mozart, wofür habe ich ein Händchen, was nehmen mir die Leute ab, was trägt mich, welche Dinge, die andere nicht sehen, kann ich merkwürdigerweise in Öl malen, wenn es sein müsste? Was fällt mir zu, was fällt mir so leicht, dass ich mich wundere, dass es anderen nicht auch so geht?

Die Antwort ist ganz einfach: Es ist Ihr Genie. Es sind genau die Dinge, für die sie andere bewundern, und sei es, dass Sie als einzige weit und breit jeden Dosendeckel knacken können. Und deswegen entwickeln sich Missionen aus Dingen, die man sehen kann. Ihre Mission ist kein mentales, abstraktes Bild mehr, sondern eher eine Fähigkeit, die in der realen, physischen Welt die Aufmerksamkeit anderer auf sich zieht. Sie tun etwas, was Sie neugierig macht, oftmals, indem Sie zwei Ihrer fundamentalen Interessen auf merkwürdige Weise vereinen - siehe Anita Roddick - und plötzlich dreht sich alles nach Ihnen um. Entscheidend ist, dass Sie diese Dinge in aller Klarheit sehen. Bilden Sie sich nichts ein auf Dinge, die Sie gerne wären oder hätten, oder auf vermeintliche Komplimente. Dann läuft Ihre Karriere in eine vollkommen falsche Richtung. Das können Sie an zwei Dingen feststellen: Zum einen bereitet Ihr Weg Mühe und Schmerzen, zum anderen wird Ihre Leistung nicht in vollem Maße anerkannt. Eine wahre Mission erfüllt sich, wenn die Leute zuhauf, durch Mundpropaganda und aus Begeisterung zu Ihnen kommen. Weil sie sehen, dass Sie die Beste darin sind, was Sie machen!

In Ihrem ureigenen Bereich haben Sie ein großartiges Talent: Sie können die Wahrheit sehen. Sie sind schließlich ein Profi auf dem Gebiet. Wie ein Erstliga-Coach kennen Sie jeden Spielzug, jede Taktik, jedes Vorgehen aus dem Eff-Eff und aus Erfahrung. Ihnen kann keiner etwas vormachen. Deshalb können Sie teilweise amüsiert zusehen, was andere in Ihrem Metier da so an Blüten treiben. Sie sind professionell und realistisch. Sie sehen die Dinge, wie sie sind. Deshalb kennen Sie auch Ihre Grenzen. Es hätte wenig Sinn, sich vorzustellen, man sei Marlene Dietrich, wenn man es nicht ist. Was einer kann, kann der andere besser.

Finden Sie ganz genau, in welchem ganz spezifischen Bereich Sie die Allergrößte sein können: Und sei es eine selbst organisierte Weltmeisterschaft im Weiblichen Dosenknacken, an der sich womöglich weltweit Tausende beteiligen würden.

Sich selbst in einem zu großen Spiel als kleinen Mitspieler zu betrachten, wird nicht nur Sie selbst enttäuschen, sondern auch niemanden hinter dem Ofen hervorlocken, weil Sie selbst nicht glaubwürdig, schon gar nicht faszinierend erscheinen. Also: Frau Schuster, bleib’ bei deinen Leisten - und gehe in die Quantität! Strebe nach hohen Zielen. Mach’ aus deiner Mission eine ganz große Sache! Wie? Indem man sie visualisiert. Jetzt ist es vorbei mit Theorie.

Wer eine Vision hat, kann etwas sehen: Das Ziel. Es wird visualisiert. Sie sehen eine Million Menschen, die weltweit vor dem Fernsehen und dem Internet sitzen, um die globale Dosenknack-Weltmeisterschaft zu verfolgen, die Sie als ehemaliger Champion ausrichten! Sie sehen, wie Sie bejubelt werden, auf Händen getragen, geehrt, geschätzt und... geliebt von Millionen.

So sieht eine Vision aus. Plastisch. Mit Händen greifbar. Nur etwas fern. Wenn es dabei bleibt, hat Helmut Schmidt Recht. Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. Stecken Sie dabei auf keinen Fall zu kleine, realistische, erreichbare, kurzfristige Ziele. Das sind keine. Leben Sie Ihr Leben lieber als eine Serie erstaunlicher Begebenheiten, und sorgen Sie selbst für die Überraschungen: Schmeißen Sie Partys. Unternehmen Sie aufregende Reisen. Packen Sie Stiere bei den Hörnern: Treffen Sie zum Beispiel Leute, die Sie schon immer treffen wollten.

Ein uns bekannter Journalist hatte immer eine Liste von prominenten Persönlichkeiten, die er am liebsten alle treffen wollte, vor allem Architekten, Musiker, Philosophen, Zukunftsforscher und Visionäre. Aber wie? Ganz einfach: Er hat selbst eine Zeitschrift dafür ins Leben gerufen. Nein, nicht selbst finanziert: Er hat den Chef einer PR-Agentur von der Idee überzeugt, zu diesen Themen ein Kundenmagazin zu machen, wodurch sich das Unternehmen einen Namen als Vorreiter machen kann. Es hat geklappt. Er war sogar erstaunt, wie leicht es war, eine Zusage von diesen Leuten zu bekommen, sobald man ein Medium vertritt. Die nächsten Jahre fuhr er kreuz und quer durch die Welt, traf alle, die er treffen wollte, und noch einige mehr. Und wurde für sein Interesse fürstlich bezahlt.

Es ist doch ganz einfach: Werden Sie die Person, die andere bewundern und von der Sie immer geträumt haben, sie zu sein... schließen Sie die Augen und sehen Sie sich selbst in Ihren kühnsten Träumen. Das ist Ihre Mission.

Kommentare sind Killer

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elbstverständlich ist die Straße Ihres Erfolgs, Ihre „Road to Mandalay“ nicht immer bis zum Horizont sichtbar. Oftmals sperren sich Hindernisse in den Weg. Es sind gut meinende Freunde, die ihr Vorhaben kaputtkommentieren. Die Ihnen zeigen wollen, dass sie das richtige Leben führen und Sie das falsche. Und die noch nicht einmal böse Absichten damit verfolgen. Sondern aus eigenem Frust nicht einsehen, dass es anderen anders ergehen soll. Weil sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden haben.

Damit sind wir bei der negativen Seite der Mission: Der Melancholie. Im Rückspiegel Ihres Lebens erscheinen dessen Höhepunkte, und sie sind unwiederbringlich, Sie bewegen sich immer weiter von Ihnen fort. So lange Sie nicht in Aktion gehen mit Ihrer Mission, bleiben diese Bilder präsent. Es gibt Menschen, die überhaupt nur von der Vergangenheit zehren. Man erkennt sie daran, dass sie ständig Anekdoten und „Schwänke aus dem Leben“ erzählen, die mit einem „Weißt du noch...?“ beginnen. Sie begnügen sich damit, mit einem Partner und einer Pension „alt zu werden“. Hallo? „I want to live while I’m alive“ ist ein großartiger, simpler Songtext, und so nah an der Wirklichkeit. Wie viele Menschen können von sich behaupten, tatsächlich lebendig zu sein in ihrer Lebenszeit? Stattdessen haben sie sich an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben mit demselben abgefunden. Dafür haben meistens andere die schuld, und sie lassen diesen Umstand jeden Tag anderen Leute spüren - ohne es zu merken. Sie könnten es am wenigsten ertragen, wenn andere an ihnen vorbeipreschen. Lieber bestätigt man sich gegenseitig in seinem Elend.

Deutschland ist ein sehr melancholisches Land. Das merkt man zum Beispiel an der merkwürdigen Einhelligkeit des Nörgelns. Es ist den meisten Deutschen befremdlich, von jemandem freundlich auf der Straße angesprochen zu werden, einfach so. Es ist dagegen vollkommen in Ordnung, sich lautstark über irgendwelche Missstände aufzuregen, und man kann mit einem ganzen Chor Unzufriedener rechnen, die darauf einfallen, seien es Verspätungen der Bahn oder Versäumnisse der Regierung. Sie übergeben die Verantwortung höheren Mächten, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen.

Lassen Sie sich von solchen Dingen einfach nicht einnehmen. Behalten Sie lieber Ihre Mission für sich oder wählen Sie die Menschen sorgfältig aus, denen Sie davon erzählen. Schon allein Kommentare und Hinterfragungen zu Ihren Bildern, Visionen, Vorhaben sind ein Killer. Zum Beispiel: „Ach ja, das gibt’s doch bestimmt schon.“ Oder „Na super, und wo willst du das Geld dafür hernehmen?“ Das sind berechtigte Fragen, aber sie sind meistens nicht konstruktiv gemeint. Lassen Sie sich durch hartnäckiges Bohren nicht von Ihrem Weg abbringen. Sobald Sie davon abkommen, wird es schmerzhaft. Das werden Sie physisch zu spüren bekommen. Andererseits ist es der Beweis, dass es der richtige Weg ist. Man stelle sich vor, Sie haben einen ausgezeichneten Plan, mit dem Sie selbständig werden, und finden sich dann doch wieder in einem stickigen Büro einer Versicherungsvertretung wieder. Diese Schmerzen meinen wir.

Solange Sie auf Ihrem Weg bleiben, erleben Sie viel Schönes, auch wenn es manchmal steinig wird. Je mehr Sie überzeugen können, umso mehr angenehme Impulse kommen von außen herein, die Ihre Aktivität bestätigen. Und das ist ein verdammt gutes Gefühl. Was überzeugt, ist Ihre Neugier und Ihr Selbstbewusstsein bei dem, was Sie tun.

Was Sie so gut beherrschen wie keiner, begeistert Sie selbst, und Sie können frank, frei und voller Begeisterung davon erzählen. Sie werden ihre eigene PR-Maschine. Diese Ausstrahlung zieht immer mehr Menschen an.

Mission bedeutet, Ihre Werte zu leben

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enn Sie Ihr Hauptaugenmerk auf Ihre Mission legen, werden Sie zum Glück nicht mehr viel Zeit für Zweifel und Konflikte haben. Sie sind hell, wach und immer auf Zack. Diese, nämlich Ihre Art macht Sie zu einem besseren Menschen. Ihr Engagement inspiriert andere Leute. Sie werden so lebendig, wenn Sie auf einmal Ihre Werte leben und Ihre Absichten ernst nehmen, dass Sie sogar die Karriere anderer Leuten beflügeln. Weil Sie sich plötzlich selbst leben und auf erfrischende Art hin- und mitreißend werden! Diese Art, Ihr Charisma, Ihr persönlicher Magnetismus steigert sich in proportionalem Maße zu dem Rahmen, den Sie Ihrer Mission geben.

Eine zündende Mission erzeugt Aktion und Attraktion. Ihre Absichten bestimmen Ihren Lebensstil, qualitativ wie quantitativ. Sie definieren ein Spiel, in das immer mehr Leute einsteigen und das diese ermutigt, anderen von Ihrem Business zu erzählen. Das liegt allein daran, dass Sie Ihre Ideen vollkommen überzeugend herüberbringen, ohne Fragezeichen zu hinterlassen. Je weiter der Rahmen Ihrer Mission gespannt ist, umso mehr Ruhm werden Sie ernten. „Ruhm“ bedeutet Unvergänglichkeit. Ihre Ziele können ohne weiteres über Ihren Tod hinaus gesteckt sein - umso mehr werden Sie Ihr Leben bereichern und Sie lebendig machen. Eine Familie ist im gewissen Sinne solch eine Mission: Sie geben Nachkommen an die Zukunft weiter, mit Engagement, Verantwortung und Liebe. Diese Liebe bekommen Sie zu Ihren Lebzeiten bereits zehnfach und auf eine wundervolle Art zurück.

Visionäre sehen klar und weit. Menschen, die ihren Weg gehen, kann man schon von außen erkennen. Sie bewegen sich, als würden sie gerade auf etwas zugehen. Sie gehen aufrecht, sehen klar nach vorne, als hätten sie eine Landkarte vor sich, die ihnen den Weg vorgibt. Andere Leute schauen zum Beispiel ständig auf den Boden oder wirken in sich zusammengesackt. Sie mäandern so durchs Leben. Und dann gibt es natürlich noch Leute, die lachen können und solche, die eine Fresse ziehen. Wer von einer Riesenidee geleitet wird und bereit ist, ihr nachzugehen, der strahlt über beide Backen.

Mit ein paar Sätzen auf dem Sprung zum Ziel

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eginnen Sie Ihre Business-Reise am besten, indem Sie sich Ihre eigenen Absichten vergegenwärtigen oder sich das Bild aufrufen, das Sie von sich haben und andere von Ihnen haben sollen. Wie sollen andere mich und mein Geschäft sehen? Was soll jemand anderes über mich erzählen? Um Ihrem Geschäft Struktur zu geben, müssen Sie solche Fragen für sich beantworten. Versuchen Sie, ihre Mission in ein paar prägnante Sätze zu fassen: zum Beispiel in einem privaten Businessplan. Ihre Mission, wohlgemerkt, ist nicht das künstliche Credo kollektiver Unternehmen. Diese Sätze müssen Ihre ganze Leidenschaft entfachen - jedes Mal, wenn Sie sie lesen. Allein, daran zu denken, was Sie vor sich sehen, lässt Ihr Herz höher schlagen und macht Ihren Tag zu einer reinen Freude. Wenn Sie diese Mission formulieren, handelt es sich nicht mehr um Ihre „Grabrede“, sondern um etwas, das Sie frank und frei mit anderen teilen können. Sie ist sozusagen der „Heilige Geist“ Ihrer Geschäftsreligion: „Go and tell it from the mountains.“ Sie soll andere begeistern, wenn Sie formulieren, was Ihnen in Ihrer Karriere wichtig ist. Schreiben Sie Ihr Ziel in ein paar kurzen, klaren, knappen und rein positiven Sätzen auf. Wie soll Ihr Projekt oder Geschäft anderen Menschen Nutzen bringen? Wie wollen Sie Ihr Ziel erreichen? Warum sollen andere inspiriert sein, bei Ihnen mitzumachen?

Trotzdem ist es ratsam, zunächst nur vertrauenswürdige Personen in Ihr „mission statement“ einzubeziehen. Leute, die auch Ihren Respekt haben. Diese Leute sind für den Test da. Wenn Ihre Mission Bedeutung hat, zündet sie auch bei anderen Leuten. Diese Mission besteht aus dem, was für Sie am wichtigsten ist, was Sie am meisten tun, lieben und genießen im Leben. Man kann es also anfassen und spüren. Je definierter Ihre Mission ist, umso glücklicher wird Ihr Leben.

Eine gelungene Mission basiert auf Ehrgeiz. Sie erfordert ein starkes Ego. Sie wollen ein Business Leader werden, und solche Menschen werden vor allem von drei Faktoren angetrieben: Wohlstand, Ruhm und Gewinn. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihr Leben nicht ausgeschöpft, es wäre mehr drin gewesen - das ist der Gewinn, der Mehrwert, der Ihr Leben durch die Erfüllung einer Mission hat. Stellen Sie sich vor, Ihre Werte überdauern Ihr Leben - das ist Ruhm. Stellen Sie sich vor, Sie können zu Lebzeiten vollkommen locker und unbeschwert von dem leben, was an Geld hereinkommt, und sich deshalb um mehr kümmern als nur ums Geschäft - das ist Wohlstand, und es klingt nicht schlecht. Entrepreneure sind deshalb keine besseren Menschen. Sie gehen aber ihren eigenen Weg, wie glückliche Kinder, die auf ihre unschuldige Art viel verlangen.

Welcher der drei Faktoren beflügelt Sie am meisten - Wohlstand, Ruhm oder Gewinn? Bei welchem Gedanken spüren Sie den meisten Drive? Träumen Sie von Ruhm? Scheint für Sie finanzielle Unabhängigkeit das Wichtigste zu sein? Möchten Sie einfach immer als Sieger hervorgehen? Diese Fragen mit Ja zu beantworten, ist gemeinhin tabu. Tun Sie es. Sehen Sie sich ins Gesicht, um Ihre Werte zu finden. Sehen Sie sich selbst in Ihren Träumen, um eine klare Mission vor Augen zu haben. Tabus gibt es nicht. Logik gilt nicht. Sehen Sie, was Sie am ehesten in helle Begeisterung versetzt. Es wird Ihnen ein wenig Angst machen. Es ist so weit von der Realität entfernt. Lassen Sie sich nicht beirren. Wenn Sie diesen positiven Befürchtungen ins Gesicht sehen, entsteht Energie. Danach folgt die Arbeit: Zehn Prozent Inspiration, neunzig Prozent Transpiration. Aber bei dem richtigen Ziel schwitzt man gerne.

Ihr Stil ist Ihr Image

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obald Sie hinaus aufs Business-Spielfeld gehen, werden Sie Ihren schüchternen Charakter abwerfen. Sobald Sie nämlich für Ihre Mission aufstehen, werden andere Leute Sie in einem neuen Licht betrachten.

Hören Sie einmal zu, wie andere Leute Sie sehen. Wie andere Leute über Sie reden. Das ist Ihr persönliches Image. Machen Sie sich zu einer unverwechselbaren Marke, bevor andere Sie dazu abstempeln. Welchen Charakter wollen Sie spielen? Welche Kostüme gehören zu Ihrer Rolle? Und welche Rolle ist es, die Sie auf der Business-Bühne spielen wollen? Noch haben Sie freie Auswahl dazu. Das Image einer Person ist das einzige, woraus andere Menschen Ihre Absicht herauslesen. Man kann an Ihren Klamotten ablesen, ob Sie gerade Milch holen gehen oder zu einem Geschäftstermin. Hoffentlich zumindest. Ihr Stil, und damit meinen wir längst nicht Ihre Kleidung, muss in Verbindung zu Ihrer avisierten Zielgruppe stehen, zu Ihren Kunden und Geschäftspartnern. Dieser Stil (und bitte niemals „Style“) ist Ihre Art, Ihr Mutterwitz, Ihr Humor, Ihr Charakter, alles, was Sie selbst wirklich aus- und einmalig macht. Ihre eigene Natur entdecken Sie, indem Sie sich lassen, wie Sie sind. Erst wenn sich alles Gehabe gelegt hat und Sie vollkommen (ohne Prosecco) entspannt sind, können Sie sich relaxt beobachten wie in einem Spiegel. Da stehen Sie. Hoffentlich sind Sie die Person, die Sie kennen, und nicht die Unbekannte, der Sie zurufen: „Guten Tag, kennen wir uns?“

Das Image, das Sie haben, strahlen Sie ab. Es ist die direkte Projektion Ihrer Absichten oder Nicht-Absichten. Wenn Sie erfolgreich sein wollen, erzeugt dieses Image bei anderen das Bedürfnis, mit Ihnen zu arbeiten. Das bedeutet nicht, dass Ihr jetziges Image schon das passende ist. Spielen Sie „Trial and Error“, aber spielen Sie nicht die Diva, eine verkannte Göttin auf Erden, der alles zu Füßen liegen soll. Je natürlicher und entspannter Sie werden, umso ehrlicher und standfester wird Ihr Business. Das merken Sie an dem Zulauf, den Sie haben. Sie strahlen eine Energie aus, aus der andere schöpfen können. Das wird sich später förmlich bezahlt machen, wenn es ans Verkaufen geht. Entwickeln Sie also ein Image, das Sie leben wollen und Sie selbst sind. Wenn Sie nicht Sie selbst sind, ziehen Sie auch die falschen Leute an. Es ist spürbar, wie viel Kraft und Nerven es kostet, wenn Sie Kunden haben, die Sie innerlich abstoßen, die überhaupt nicht „Ihr Typ“ sind. Verstellung ist der falsche Weg. Damit wird alles, was Sie unternehmen, nicht nur beschränkt wachsen, sondern auch in die falsche Richtung gehen.

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22 декабря 2023
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