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’s Heimatbüchle vom Bodensee

Silke Schäfer


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Impressum

Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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© 2021 – Papierfresserchens MTM-Verlag GbR

Mühlstr. 10, 88085 Langenargen

Alle Rechte vorbehalten. Taschenbuchauflage erschienen 2021.

Illustrationen: © Silke Schäfer

Lektorat + Herstellung: CAT creativ – cat-creativ.at

ISBN: 978-3-86196-872-6 - Taschenbuch

ISBN: 978-3-96074-380-4 - E-Book

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Inhalt

Allensbach

Allgäu

Appenzeller Land

Arbon

Schon gewusst?

Baden

Baden-Württemberg

Barockstraße am Bodensee

Bayern

Schon gewusst?

Bodensee

Bodman

Bodanrück

Schon gewusst?

Brauchtum und Tradition

Bregenz

Bregenzerwald

Schon gewusst?

Dialekte

Eschenz

Ermatingen

Schon gewusst?

Feste am Bodensee

Filme mit Drehorten am See

Fische im Bodensee

Schon gewusst?

Friedrichshafen

Greifvögel am Bodensee

Schon gewusst?

Gaienhofen

Gottlieben

Schon gewusst?

Hegau

Höri

Immenstaad

Schon gewusst?

Inseln im Bodensee

Klöster am Bodensee

Konstanz

Schon gewusst?

Kreuzlingen

Landwirtschaft

Schon gewusst?

Langenargen

Lindau

Linzgau

Schon gewusst?

Literaten und Künstler

Mainau

Marienschlucht

Meersburg

Moos

Schon gewusst?

Natur- und Vogelschutzgebiete

Oberschwaben

Obersee

Schon gewusst?

Öhningen

Pflanzen

Radolfzell

Rappenlochschlucht

Reichenau

Schon gewusst?

Rhein

Romanshorn

Schon gewusst?

Rorschach

Schaffhausen

Seegfrörne

Steckborn

St. Gallen

Stein am Rhein

Schon gewusst?

Singvögel

Schon gewusst?

Thurgau

Überlingen

Unteruhldingen

Untersee

Vorarlberg

Wappen

Wasserburg

Schon gewusst?

Wasser- und Schreitvögel

Schon gewusst?

Wirtschaft und Industrie

Württemberg

Zuflüsse in den Bodensee

Die Autorin

Buchtipps vom Bodensee

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Allensbach

Allensbach, ein entzückender kleiner Ort am Gnadensee, erhebt sich mit seinem grünen Zwiebelturm der St. Nikolauskirche zwischen Radolfzell und Konstanz. Alaspach, so nannte man die Siedlung früher, wurde 724 in einer Urkunde schriftlich festgehalten. Die Insel Reichenau zählte zu den wichtigsten religiösen Zentren in Europa und Allensbach war als gegenüberliegender Fährstützpunkt von großer Bedeutung. Im 9. Jh. gewährte man dem Dorf das Markt- und Münzrecht. Das Fürstbistum Konstanz verfügte für kurze Zeit über das Dorf und 1803 war es in Besitz der Markgrafschaft Baden. 1938 wurden Langenrain und Freudental vereint. Seit 1974 zählen Kaltbrunn und Langenrain zur Gemeinde Allensbach. 1975 wurde Hegne eingemeindet. Das Institut für Demoskopie wurde von Elisabeth Noelle-Neumann (1916-2010) nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen.

Kunst / Kultur:

Das Fritz Mühlenweg-Museum befindet sich seit 2012 im Bahnhofsgebäude von Allensbach. Das barocke Schloss Freudental (1698) bei Freudental und das barocke Schloss Langenrain (1686) bei Langenrain sind weitere kulturelle Highlights in der Nähe.

Wappensage:

Beim Aletfisch im Mühlebach

wurden einst Gefühle wach,

denn als er so frisch und stramm

voll Gnaden Richtung See nun schwamm,

war da ein metallen Ring,

der just vor seiner Nase hing.

Dies bemerkte grad’ ein Lurch,

und sprach zum Fisch: „Da musst Du durch!

Denn nach Dir – Du Schuppentier

benennt man diese Siedlung hier.“

Der Alet tat’s - des war’ a Sach,

so kam’s zum Namen Allensbach.

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Allgäu

Wo liegt eigentlich das Allgäu?

Es gibt keine genauen Grenzen. Das Allgäu ist eine Region zwischen Bodensee und Lech und reicht bis in das Kleinwalsertal. Es gliedert sich in das Ober-, Unter- und Ostallgäu, welche zu Bayern zählen. Das Westallgäu gehört zu Baden-Württemberg. Das Kleinwalsertal liegt in Österreich.

Die sanften Hügel mit ihren saftig grünen Wiesen wechseln sich ab mit bewaldeten Flächen, kleinen Seen und Schluchten. Auch hier hinterließ die Eiszeit ihre Spuren.

Die schokobraunen Kühe sind vor allem bei Kindern beliebt. Das Allgäu ist immerhin das Land mit der größten Kuhdichte. Die Weidewirtschaft zählt im Allgäu zu einer der wichtigsten Einnahmequellen.

Geschichte: Die Besiedlung des Allgäus begann ca. 7000 v. Chr. mit den ersten Steinzeitmenschen. Ca. 500 v. Chr. ließen sich die Kelten in diesem Gebiet nieder. 15 v. Chr. wurde das Gebiet von den Römern Drusus und Tiberius erobert. Im Jahre 233 wurden die Alemannen und im 6. Jh. die Franken ansässig. Die Bistümer Konstanz und St. Gallen hatten im 8.Jh. großen Einfluss. Die Klostergründungen in Kempten (752) und Ottobeuren (764) waren der Anfang für weitere Siedlungen.

Die Beglaubigung des Allgäus als Albigauge fand man 817 in einer St. Gallener Urkunde. Im 11.-13. Jh. kamen die Welfen und dann die Staufer in diese Region. Nach der Stauferherrschaft entstanden freie Reichsstädte, wie z. B. Augsburg und Kempten. 1806, nach der Säkularisation der Klöster, wurden die Gebiete neu verteilt. Ein Teil wurde bayrisch, ein Teil württembergisch.

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Appenzeller Land

Das Appenzeller Land bildet einen Teil des Alpenvorlandes. Es breitet sich von der Ostschweiz bis an den Bodensee aus.

Der Kanton Appenzell-Ausserrhoden und Appenzell-Innerrhoden ist umgeben von dem Kanton St. Gallen. Der Ort Appenzell ist der Hauptort des Kantons Appenzell-Innerhoden.

Die alemannische Besiedlung im Appenzeller Land begann im 8. Jh.. Abbacella wird 1071 in einer Urkunde schriftlich festgehalten. Das Kloster St. Gallen hatte vom 12. Jh. bis 14. Jh. großen Einfluss auf die Region mit ihrer Bevölkerung. 1513 hat die Schweizerische Eidgenossenschaft den Ort Appenzell aufgenommen.

Die Teilung in zwei Halbkantone 1597 hatte religiöse Gründe. So entstand das protestantische Appenzell-Ausserrhoden und das katholische Appenzell-Innerrhoden.

Das Alpstein-Gebirge liegt im Appenzellerland und gliedert sich in:

Der Säntis (2502 m) ist der höchste Berg im Alpstein-Gebirge. Er zählt zu den bekanntesten Hausbergen des Bodenseeraumes.

Bei der Ebenalp (1644 m) kann man in den Felswänden den Wildkirchli-Höhlenkomplex, eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert, entdecken.

Der Altmann (2436 m) ragt auf der mittleren Gebirgskette hervor und hinter dem Altman erblickt man den Hohen Kasten (1793 m).

Appenzeller Käse: Der Appenzeller Käse ist weltweit bekannt. Ca. 60 Dorfkäsereien stellen im Kanton Appenzell den Appenzeller Käse her. Im Keller reifen die Laibe, die ca. 7 Kilo wiegen. Während der Reifezeit werden sie mit einer speziellen Kräutermischung eingerieben. Diese Kräutermischung wird als Geheimnis gehütet.

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Arbon

Arbon liegt auf der Schweizer Seite des Bodensees, im Kanton Thurgau zwischen Romanshorn und Rorschach. Arbon zählt zu einer der ältesten Pfahlbausiedlungen am See. In der Steinzeit gab es dort Pfahlbausiedlungen. Arbor Felix (lateinisch: glücklicher Baum), so nannten die Römer das Kastell. Es wurde zum Schutz gegen die Alemanneneinfälle gebaut.

Der Konstanzer Bischof Hugo von Hohenlandenberg ließ das Arboner Schloss (16. Jh.) errichten. Die Pfarrkirche St. Martin steht heute auf römischem Fundament. Die Galluskappelle, mit Fresken aus dem 14. Jh. birgt eine Legende (siehe Schon gewusst?). Neben dem Römerhof sieht man einen Turm, der 1927 als Wasserreservoir diente. Heute ist er das Wahrzeichen Arbons. 1863 gründete Franz Saurer eine Eisengießerei. So begann die Industriegeschichte Arbons. Die Firma dominierte in der Herstellung von Strickmaschinen, Motoren und Nutzfahrzeugen. Der erste Lastwagen stammt von Franz Saurer. Anfang des 19. Jh. ist Franz Saurer der größte Industriebetrieb der Ostschweiz.

Kunst / Kultur: In der alten Produktionshalle der Adolf Saurer AG ist heute ein Museum. Historische Post- und Feuerwehrautos sowie Strickmaschinen sind dort zu sehen. Das Historische Museum ist im Schloss und zeigt Dokumente vom Leinwandhandel aus dem 18. Jh. sowie Zeugnisse des Industriehandels aus dem 19. Jh. Diese sind Zeugen der Textilära in Arbon.

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Schon gewusst?

Kennst du die Legende von dem Stein, der am Eingang der Kapelle St. Gallus in Arbon lehnt?

Der irische Mönch St. Gallus las 637 zum letzten Mal in Arbon die Predigt. Der Teufel habe in Gestalt eines Bären mit ihm gekämpft. Der Stein soll weich geworden sein. Die Fußspuren des Heiligen sind heute in dem Stein verewigt.

Kennst du die Kantone der Schweiz, die am See liegen?

Und die Bundesländer von Deutschland, die am See liegen?

Schweiz: Thurgau, St. Gallen, Schaffhausen

Deutschland: Baden-Württemberg, Bayern

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Baden

Das Land Baden verläuft rechtsrheinisch. Die Grenzen im Westen sind das Elsass, im Süden die Schweiz, im Osten Württemberg und im Norden Hessen.

Geschichte: Baden ist ein relativ junger deutscher Staat. Es gab zwar eine Adelsfamilie, deren Geschichte bis ins 12. Jh. zurückgeht, die Markgrafen von Baden, aber eigentlicher Geburtshelfer sollte Napoleon sein. Der Markgraf Karl-Friedrich von Baden-Durlach konnte sein Gebiet unter französischer Protektion und dank der französischen Siege gegen Österreich zwischen 1803 bis 1810 enorm vergrößern. So wurde das Großherzogtum Baden geschaffen und Karl-Friedrich durfte sich ab 1806 Großherzog nennen.

Nach der Niederlage Napoleons verblieb das Großherzogtum in seiner Größe und gab sich zunächst eine liberale Verfassung. Im Zeitalter der Restauration wurden jedoch die Rechte der Bürger stärker eingeschränkt. Dies führte zu mehreren Aufständen, angeführt von Friedrich Hecker und Gustav Struve. Höhepunkt dieser Entwicklung mündete in der revolutionären Regierung unter Lorenz Brentano. Durch den Einsatz preußischer Truppen fand dies aber recht schnell ein Ende und der Großherzog übernahm wieder die Regierung.

Mit dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71, an dem auch Baden an der Seite Preußens teilnahm, fand sich das Großherzogtum Baden als Teil des neu gegründeten Deutschen Reich wieder. Nach dem Ersten Weltkrieg im November 1918 fand das Großherzogtum sein Ende. 1919 gab sich Baden eine Verfassung. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden die Länder gleichgeschaltet. Mit Ende des Zweiten Weltkriegs kam Baden unter französischer und amerikanischer Besatzung. Nach der Volksabstimmung 1952 ging Baden im neuen Südweststaat Baden-Württemberg auf.

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Baden-Württemberg

Der Klettgau und der Hotzenwald, der südliche Teil Baden Württembergs, grenzen an den Hochrhein. Der Hegau und der Linzgau schließen an den Bodensee an. Der westliche Teil Baden-Württembergs, der Breisgau und das Markgräflerland haben ihre Grenze am Oberrhein. Das Tauberland und der Odenwald sind die Grenzen im Norden. Die Frankenhöhe und das Ries bilden die Grenze Baden-Württembergs im Osten. Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz sind die deutschen Nachbarländer. Grand Est ist der französische Nachbar im Westen. Die Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel Landschaft, Aargau, Zürich, Schaffhausen und Thurgau bilden die südliche Grenze.

Geschichte: Baden-Württemberg entstand aus drei eigenständigen Einheiten. Baden, Hohenzollern und Württemberg. Doch war dies nicht so einfach, wie es heute erscheint. Bei einer Probeabstimmung konnte man feststellen, dass die Württemberger mit großer Mehrheit für den neuen Staat stimmten, während die Südbadener diesen mehrheitlich ablehnten.

1951 wurde nun eine gültige Abstimmung abgehalten. Vier Abstimmungsgebiete waren vorgesehen (Nordbaden, Südbaden, Nordwürttemberg, Südwürttemberg-Hohenzollern). Sollte sich insgesamt eine Mehrheit ergeben und diese in mindestens drei Abstimmungsgebieten, so wäre der Antrag angenommen und das neue Bundesland Baden-Württemberg entstünde. Schließlich kam es genau so. Die relative Mehrheit hatte sich für den neuen Staat entschieden und drei der vier Abstimmungsgebiete befürworteten dies. Nur Südbaden hatte sich dagegen entschieden, musste sich aber dem Ergebnis beugen.

Dies wollten die Südbadener aber nicht hinnehmen und verfolgten eine Korrektur des Abstimmungsergebnisses. So kam es 1970 zu einer erneuten Abstimmung. Diesmal hatten auch die Badener für den baden-württembergischen Staat gestimmt. Seitdem ist man auch dort stolz auf sein Ländle.

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Barockstraße am Bodensee

1966 ist das Entstehungsjahr der Oberschwäbische Barockstraße. Die Südroute der oberschwäbischen Barockstraße verläuft von Meersburg am Bodensee nach Konstanz bis in die Schweiz und Vorarlberg. Die Westroute erstreckt sich von Oberschwaben über Sigmaringen nach Überlingen an den Bodensee. Auf der Süd- und Westroute kann man die wunderschönen barocken Bauwerke am Bodensee bewundern. Die Künstler Joseph Anton Feuchtmayer, (1696-1770), bedeutender Stuckateur, Bildhauer, Altarbauer und Kupferstecher des Rokoko, und Johann Caspar Bagnato, (1696-1757), bedeutender Baumeister, prägten die Bauten des Barocks am Bodensee und Südwestdeutschland.

Birnau: Bei Uhldingen-Mühlhofen am nördlichen Ufer des Sees, thront die römisch-katholische Basilika, eine der wichtigsten barocken Wallfahrtskirchen der Region. Von 1747-1750 wurde die Basilika erbaut. Peter Thumb war ihr Baumeister. Die Honigschlecker-Engelsfigur wurde vom Bildhauer Joseph Anton Feuchtmayer geschaffen. Diese machte ihn auch berühmt. Der Honigschlecker stellt einen Engel dar, der sündigt, weil er von dem Honig nascht.

Bregenz: Der 1601 entstandene Martinsturm mit Martinskapelle war das erste barocke Bauwerk am Bodensee. Er diente früher als Getreidespeicher und ist heute das Wahrzeichen von Bregenz.

Lindau: Das Haus zum Cavazzen ist ein beeindruckendes barockes Gebäude in Lindau. Es wurde von Baumeister Jakob Grubenmann von 1728-1729 errichtet, da ein Stadtbrand es zerstört hatte. Die lombardische Familie da Cavazzo war Namensgeber des Hauses.

Mainau: Das Schloss Mainau und die Schlosskirche St. Marien wurden vom Barock-Baumeister Johann Caspar Bagnato 1739-1746 errichtet.

Meersburg: Das Neue Schloss mit seinem barocken Treppenaufgang wurde 1687-1753 von Balthasar Neumann umgebaut. Der Barock-Baumeister Johann Caspar Bagnato gestaltete den majestätischen Spiegelsaal.

Rorschach: Das barocke Kornhaus am Hafen von Rorschach ist vom Barockmeister Johann Caspar Bagnato 1746-1749 errichtet worden. Damals diente das Kornhaus als Umschlagplatz für Getreide.

Salem: 1137 wurde das Kloster des Zisterzienserordens in Salem gegründet. 1697-1706 wurde die barocke Klosteranlage von Franz Beer erbaut. Im 18. Jh. verzieren die Künstler wie z. B. Joseph Anton Feuchtmayer das frühgotische Münster mit barocken Elementen. Das Kloster, das Konventsgebäude, die Bibliothek und der Speisesaal der Mönche zeigen ebenfalls wunderschöne barocke Elemente. 1802 wurde Markgraf von Baden der Besitzer der Klosteranlage. Heute steht dort das Schloss Salem.

St. Gallen: Der barocke Bibliothekssaal (1758-1767) der Stiftsbibliothek des ehemaligen Klosters in St. Gallens ist weltweit bekannt, da er zu den größten und ältesten Klosterbibliotheken der Welt zählt. Ihr Bücherbestand dokumentiert die Entstehung der europäischen Kultur sowie die kulturellen Errungenschaften des Klosters St. Gallen vom 8. Jh. bis zur Aufhebung der Abtei im Jahr 1805. Daher hat der Bücherbestand einen sehr großen Wert und wurde in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen (siehe St. Gallen).

Tettnang: Das Neue Schloss kann man auf einem kleinen Berghügel hinter Tettnang erblicken. Das barocke Schloss ließ Graf Anton von Montfort errichten. Nach dem Brand 1753 war die Residenz völlig zerstört. Stuckateure und Künstler wie z. B. Joseph Anton Feuchtmayer und Andreas Brugger arbeiteten 1758-1770 an der Rokoko-Ausstattung. Der Graf verschuldete sich und das Schloss ging in Besitz des Hauses Habsburg über.

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Bayern

Bayern besitzt folgende Nachbar-Bundesländer: Im Norden liegt Thüringen und im Nordwesten Hessen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien und Sachsen. Im Westen ist die Grenze Baden-Württemberg. Im Süden liegt Österreich und im Südwesten befindet sich der Bodensee. Die Landeshauptstadt Bayerns ist München in Oberbayern. Der größere Anteil des Sees liegt in Baden-Württemberg. 18 km am See gehören zu Bayern. Der bayrische Teil ist aufgeteilt zwischen den Gemeinden Nonnenhorn und Wasserburg sowie der Kreisstadt Lindau.

Geschichte: Vom Stammesherzogtum unter den Merowingern und Karolingern über die Welfen, wurde Bayern ab 1180 vom Hause Wittelsbach regiert. Im Jahre 1623 erlangte Bayern die Kurfürstenwürde. Durch das enge Bündnis mit Napoleon wurde Bayern ein Königreich mit erheblichen Gebietsgewinnen, darunter auch Lindau. Der erste König war Maximilian I. Nach der Niederlage von Napoleon wurde Bayern Gebiete zugestanden, die auch mit Ausnahme der Pfalz, die heutigen Grenzen darstellen. 1866 kam es zum deutschen Krieg, bei dem Bayern an der Seite Österreichs eine Niederlage erlitt. Als Folge musste man das Schutz- und Trutzbündnis unterschreiben, dass 1870 zur Teilnahme am Deutsch-französischen Krieg führte. Bayern erkannte den preußischen König als Kaiser des Deutschen Reiches an und wurde somit ein Teil des Deutschen Reiches.

Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde die Monarchie abgeschafft. So entstand 1919 eine Räterepublik, die aber rasch von der Reichswehr und Freikorps beseitigt wurde. Im Nationalsozialismus wurde Bayern gleichgeschaltet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Bayern amerikanisches Besatzungsgebiet. 1949 wurde Bayern Freistaat und ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.

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Schon gewusst?

Wie nannten die Römer den Bodensee?

a.) Mare Nostrum b.) Lacus Brigantinus c.) Lacus Germanicus

Lacus Brigantinus.

Brigantinum war ein römisches Kastell mit einer Zivilsiedlung am See. Das heutige Bregenz.

Wieviel Wasser ist im Bodensee?

48 Milliarden Kubikmeter

Weißt du, wann der höchste Wasserstand des Bodensees war und warum?

Am 7. Juli 1817 mit 6,36 m war der höchste Wasserstand. Der Grund war der Vulkanausbruch des Tambora-Vulkans in den Tropen. Durch die Asche und Schwefelteilchen in der Atmosphäre wurden die Sonnenstrahlen abgehalten. Es kam dadurch zu viel Regen und Schnee.

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Bodensee

Die heutige Form des Bodensees entstand durch die Eiszeiten, in denen der Alpengletscher nach Norden wanderte und sich in den Untergrund einfräste. In der Riss-Eiszeit formte der Gletscher das Becken. Dann wich der Alpengletscher zurück. Nach der Würm-Eiszeit bildete sich dann der See. Der Bodensee gliedert sich in den Obersee (den Überlinger-See eingeschlossen) und den Untersee (Gnadensee, Zellersee und Seerhein). Der Bodensee ist flächenmäßig der drittgrößte See Mitteleuropas mit 536 km2. (nach dem Plattensee und dem Genfer-See). Die Uferlänge beträgt 273 km. Anrainerstaaten sind die Schweiz (72 km), Österreich (28 km) und Deutschland (173 km).

Geschichte: In der Jungsteinzeit und Bronzezeit wurden die ersten Pfahlbausiedlungen am Ufer des Sees errichtet. Um 400 v. Chr. siedelten dann die Kelten an. Danach wurde das Gebiet 15 v. Chr. vom römischen Imperium eingenommen. Der Bodensee bekam den Namen Lacus Brigantinus nach dem römischen Ort Brigantinum, dem heutigen Bregenz. Brigantinum wurde die wichtigste Stadt am Bodensee. Die Römer besiedelten die Städte Constantia (heutige Konstanz), Lindau, Tasgetium (heutige Stein am Rhein) und Arbor Felix (heutige Arbon). Die Alemannen drangen 213 ins nördliche Alpenvorland ein und um 500 war der gesamte Bodenseeraum unter alemannischer Herrschaft. 746 wurde das alemannische Herzogtum in das Frankenreich einverleibt. Im 10. Jh. hatten viele Grafen das Sagen rund um den Bodensee. 1273 stand im Zeitalter der Habsburger und viele Städte bekamen Reichsfreiheit und Münzrecht und entwickelten sich zu Handelszentren. 1414-1418 fand das Konstanzer Konzil statt. 1517 begann die Reformation des Glaubens durch Martin Luther. Um 1660 verbreitete sich der Katholizismus: Benediktiner, Zisterzienser und Deutscher Orden prägten durch ihre Klöster die Region. Danach folgten die Bauernbefreiung und die Industrialisierung. Im 19. Jh. entwickelte sich die Textilindustrie im Raum Vorarlberg und der Ostschweiz zu einem wichtigen Wirtschaftszweig. Anfang des 20. Jh. brachten Graf Ferdinand von Zeppelin und Claude Dornier wichtige Impulse für die Entwicklung im Flugzeugbau. 1900 hebt das erste Luftschiff ab über dem Bodensee.

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Bodman

Bodman liegt an der südlichen Seite des Überlinger Sees. Im 9. Jh. wurde hier eine Burg der Karolinger mit dem Namen Potamico errichtet, die von Ludwig dem Deutschen und Karl dem Dicken genutzt wurde. 759 war Othmar dort in Gefangenschaft. 1277 ging die Pfalz in Besitz von Johann von Bodman über. Davor war König Rudolf von Habsburg der Eigentümer. Die Grafen Bodman ließen zwei Burgen und ein Schloss bauen: Die erste Burg – Ruine Altbodman – (627 m) liegt im Westen der Stadt auf dem Bodanrück, die zweite wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Das Schloss aus dem 18. Jh. mit Schlossgarten liegt am südöstlichen Ortsrand.

Der Künstler Peter Lenk lebt in Bodman. Er hat das Wahrzeichen von Konstanz geschaffen, die Imperia. (siehe Künstler).

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Bodanrück

Der Bodanrück liegt zwischen dem Überlinger See und dem Zeller See. Der Zellersee ist ein Teil des Untersees, während der Überlinger See zum Obersee zählt. Der Höhenrücken flacht im Süden langsam ab. Im Norden fällt er sehr steil ab, wie es die Marienschlucht mit ihren Steilwänden (bis zu 200 m) zeigt. Der Bodanrück und der westliche Bodensee zählen zum Naturraum Hegau. Der Bodanrück liegt auf einer Höhe von 395 bis zu 693 m. Auch hier hat die Eiszeit ihre Spuren hinterlassen: leichte Bergrücken wechseln sich ab mit Mooren und Toteislöchern.

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Schon gewusst?

Kennst du die Prozession, die von Moos über den See nach Radolfzell führt?

Eine Wasserprozession.

1797 starben bei einer schrecklichen Rinderpest viele Tiere. Die betroffenen Bauern der Gemeinden veranstalteten eine Wasserprozession. Geschmückte Boote fuhren über den Zellersee zu den „Hausherren“ Theopont, Senesius und Zeno, den Stadtpatronen von Radolfzell. Diese sollten die Bauern vor einer

Viehseuche bewahren.

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Brauchtum und Tradition

Appenzeller Sennen-Tracht: An Festtagen wie Alpaufzug oder Kirchweih tragen die Bewohner von Appenzell und Umgebung die Appenzeller Sennen-Tracht. Die Tracht besteht aus gelben Hosen, einem weißen Hemd, einer scharlachroten Weste und einem breitrandigen schwarzen Hut. Dazu trägt man weiße Strickstrümpfe und schwarze Schnallenschuhe.

Büllefest: Die Höri-Bülle, eine besondere Zwiebelart, darf nur auf der Höri angebaut werden. Der alemannische Begriff Bülle heißt Zwiebel. Ihre Farbe ist hellrotbraun, ihre Form relativ flach und bauchig. Die Geschichte des Zwiebel- und Gemüseanbaus reicht ins 8. Jh. zurück. Sie wurde von Reichenauer Geschichtsschreibern schriftlich niedergelegt. Seit 1976 gibt es das Büllefest, das die Gemeinde Moos ausrichtet. Als geschützte geografische Angabe bei der EU ist die Höri-Bülle seit 2014 registriert.

Schwäbisch-Alemannische Fasnet: Die Schwäbisch-Alemannische Fasnet kommt aus dem bäuerlichen Brauchtum. Seit 2014 ist sie im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO gelistet. Die Fasnet beginnt am Dreikönigstag und endet mit dem Funkenfeuer nach Aschermittwoch. Die Masken der Zünfte rund um den Bodensee haben natürlich einen starken Bezug zum See, wie z. B. die Froschen in Radolfzell, die Seehasen in Konstanz, die Paradiesvögel auf der Mainau.

Die Konstanzer Fasnet beginnt mit dem Auftakt am Mittwochabend, dem Butzenlauf (Verbutzen = Verkleiden). Am schmotzige Dunschtig tanzen die Blätzlebuebe mit ihren Laternen in der Altstadt. Der Narrenspiegel ruft das letzte Jahr ins Gedächtnis und die Niederbürgler besitzen nun die Amtsgewalt. Jetzt ist die Stadt unter der Herrschaft der Narren. Am Abend findet der Hemdglonkerumzug statt. Schüler ziehen lärmend mit Kochtopf und Löffel oder Ratschen durch die Gassen und tragen Transparente mit neckischen Lehrersprüchen.

Eine der ältesten Narrenzünfte des Südwestens ist die Narrizella Ratoldi aus Radolfzell. Sie wurde 1841 ins Leben gerufen. Der Hemdglonkerumzug findet am Mittwoch vor dem Schmutzigen statt und endet mit Preiskleppern im Scheffelhof. Der Kappedeschle soll an Xaver Deschle erinnern, der maskiert aus dem Fenster geschaut hat, obwohl die Fasnet verboten war.

In Überlingen wurde in einem Ratsbuch 1496 die älteste Fasnetsverordnung Süddeutschlands erfasst. Höhepunkt ist auch hier der Schmotzige Dunschtig mit dem Hemdglonkerumzug. Beim Hänselejuck am Fasnachtssamstag laufen Hästräger vom Hänselebrunnen durch das Franziskanertor bis zur Hofstatt. Dort wird dann zur Narrenmusik gefeiert und getanzt.

In Stockach tritt alljährlich das Hohe Narrengericht zu Stocken zusammen. Dort wir die Fasnet eröffnet. Die Geschichte zum Schalk Hans Kuony von Stocken lautet wie folgt: Der Erzherzog Leopold von Österreich soll seinen Hofnarren Kuony gefragt haben, was er von den Eroberungszügen der Schweiz halte. Kuony habe die Schweizer Pläne bezweifelt und gesagt, dass man nur nachdenke, wie man in die Schweiz einmarschiere, aber nicht wie man wieder hinausgelange. Nachdem die Schlacht verloren und die Flucht sehr beschwerlich war, habe sich der Herzog an den Narr Kuony erinnert und das Narrengericht bewilligt.

Schwedenprozession in Überlingen: Zum Dank für den Beistand während der Belagerung des Dreißigjährigen Krieges feiern die Überlinger die Schwedenprozession. Nachdem die Schweden im Jahre 1634 die Stadt aufgegeben hatten, legten die Bürger ein Gelübde ab. Die Prozession findet im Mai und Juli statt.

St. Gallener Stickerei: Die St. Gallener Stickerei-Erzeugnisse werden am St. Galler Kinderfest präsentiert und geben dem Fest einen besonderen Charakter. Die Region St. Gallen galt Anfang des 20. Jahrhunderts als ein bedeutendes Herstellungsland von Stickerei-Produkten. Die Hälfte der Produktion aus aller Welt kam aus St. Gallen. (siehe St. Gallen)

Mooser Wasserprozession: Blumengeschmückte Boote rudern von Moss nach Radolfzell. Diese Prozession gilt dem Gedenken an die Viehseuche von 1797. Viele Bauern baten die Stadtpatronen Theopont, Senesius und Zeno, sie vor einer Seuche zu bewahren.


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Bregenz

Bregenz erstreckt sich am östlichen Ufer des Bodensees und liegt am Fuße des Pfänders. Sie ist die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. 15 v. Chr. besetzen die Römer unter Kaiser Augustus das Vorarlberger Gebiet. Die Stadt Brigantium wurde gegründet und erlangte um 50 n. Chr. das Stadtrecht. Auch hier wüteten die Alemannen und Brigantinum wurde zerstört. Im 13. Jh. errichten die Grafen von Monfort die Stadt neu. Weinbau und Landwirtschaft zählten zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen. Die Habsburger kamen 1523 in Besitz der Grafschaft Monfort-Bregenz.

Der Martinsturm (1599-1602) mit seinem barocken Zwiebelturm, ehemaliger Getreidespeicher, ist Wahrzeichen von Bregenz und war das erste barocke Gebäude am See.

Die Pfarrkirche St. Gallus wurde nach einem Brand 1477 neu errichtet und unter der Leitung von Franz Anton Beer umgestaltet.

Kunst / Kultur: Die Bregenzer Festspiele sind ein großer Anziehungspunkt. Die weltweit größte Seebühne zeigt Opernaufführungen, wie z. B. Aida, Zauberflöte, Carmen.

Das Kunsthaus Bregenz, KUB genannt, steht für zeitgenössische Kunst und wurde 1997 vom Architekten Peter Zumthor errichtet. Das KUB ist ein imposanter Bau aus Glas, Stahl und Beton. Je nach Tageszeit spiegelt sich der Himmel wider und lässt das Gebäude mal blau, mal schwarz erscheinen.

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Bregenzerwald

Der Bregenzerwald mit seiner abwechslungsreichen Landschaft liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Im Osten liegt das Arlberggebiet und im Süden das Große Walsertal. Im Westen liegt der Bodensee, im Norden grenzt der Bregenzerwald an Lindau und das Oberallgäu und im Nordosten erstreckt sich das Kleinwalsertal. Die Landschaft ist durch ihre Geschichte und geografische Lage geprägt von Flüssen, Dörfern, Sennereien, Weiden und Wiesen. Auch der mittelalterliche Handelsweg vom Bodensee nach Italien nahm starken Einfluss auf diese Gegend.

Der Pfänder ist mit einer Höhe von 1064 m der höchste Gipfel am Bodensee und gilt als Hausberg von Bregenz. Mit der Pfänderbahn kann man nach oben schweben. Oben angekommen, wird man mit einer wunderschönen Sicht über den See und in die Alpen belohnt.

Der Gebhardsberg liegt 200 m über der Stadt Bregenz. Die Römer erbauten einen Wachturm, der dann in die Burg Hohenbregenz umgebaut wurde. Die Kapelle wurde dem Heiligen Gebhard von Konstanz geweiht und gab dem Berg seinen Namen.

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Schon gewusst?

Wie hieß das erste Dampfschiff, das über den Bodensee fuhr?

Weißt du auch, wann das war?

1818 fuhr das badische Dampfschiff „Stefanie“ von Konstanz nach Meersburg.

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Dialekte

Das Alemannische ist eine germanische Sprache mit Einflüssen aus der keltischen und galloromanischen Sprache, aber auch der italienischen, hebräischen und französischen Sprache. Ein paar Beispiele zu den Besonderheiten der alemannischen Sprache: es heißt Huus statt Haus und Iis statt Eis. Die Artikel werden auch anders benutzt. So sagt man nicht die Butter sondern der Butter. Wörter werden mit -le oder -li verkleinert, wie beispielsweise das Brötle.

Das Alemannische wird in Deutschland, in der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Italien und Frankreich gesprochen. Es verbindet die Menschen im Elsass, der Schweiz, im Vorarlberg und einem Teil Badens. In Baden spricht man vom Bodenseealemannisch und Südalemannisch, in der Schweiz vom Hochalemannisch und im Vorarlberg, Allgäu, Schwarzwald und Elsass vom Niederalemannisch.

Typisch alemannische Begriffe: Bülle = Zwiebel; Fasnet = Fasnacht; Belchen = Blässhuhn; Egli = Barsch; alefänzig = schlitzohrig; Torkel = Weinpresse.

Der oberschwäbische Dialekt reicht von der Alb bis zum Bodensee und von der Baar bis zum Lech.

Es gibt eine enorme Anzahl an Varianten. Beispiele für typisch schwäbische Begriffe: Gsälz = Marmelade, etz = jetzt, Erdepfl =Kartoffel

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Eschenz

Eschenz liegt im Kanton Thurgau in der Schweiz, am Südufer des Rheinsees. Der Rheinsee fließt dann in den Rhein. Dies ist der Grund für die Bezeichnung Eschenz an Untersee und Rhein. Die Insel Werd zählt zum Gemeindegebiet (siehe Inseln).

Frühgeschichte: Die Insel Werd zeigt Spuren jungsteinzeitlicher Besiedlung. Die Römer erbauten im frühen 1. Jh. ein Dorf namens Tasgetium sowie eine Holzbrücke zum anderen Seeufer. Das Kastell Vor der Brugg wurde im 4. Jh. errichtet und hatte die Funktion einer Schutzmauer, die die Bewohner vor den Alemanneneinfällen abschirmen sollte. Der Goldbecher von Eschenz (2000 v. Chr.) und eine gallorömische Holzfigur (60-70 n. Chr.) sind im Museum ausgestellt.

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Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
12 ноября 2025
Объем:
100 стр. 18 иллюстраций
ISBN:
9783960743804
Правообладатель:
Bookwire
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