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Melanie Tasi

Femme Fatale

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Epilog

Impressum

Prolog

Es regnete, schon wieder. Seit Tagen fiel das kühle Nass schon auf die Erde und es schien kein Ende in Sicht zu sein. Die Tropfen prasselten unaufhaltsam gegen die Scheibe und ein merkwürdiges Geräusch war zu hören. Pat, pat, pat. Immer und immer wieder dieses nervende Geräusch. Immerhin lenkte es mich ein wenig ab und Ablenkung hatte ich dringend nötig.

Dieser Geruch, der schwer in der Luft hing, raubte mir die Sinne, in einer positiven Art und Weise. Aber heute war es irgendwie anders, etwas stimmte nicht. Zu dem positiven Rausch gesellte sich Ekel. Ich musste diesen Geruch los werden, ich musste ihn los werden. Er blutete mir den ganzen Fußboden voll. Immer diese Sauerei.

Na ja, ließ sich eben nicht vermeiden. Zum Glück hatte ich ihn in eine Lagerhalle locken können, also brauchte ich auch nicht sauber zu machen. Trotzdem musste ich seinen Körper los werden. Ihn hier lassen konnte ich nicht. Das Lager wurde noch genutzt und bald würden die Arbeiter kommen, die für die Halle zuständig waren. Witzig wäre es schon, den toten Körper als Überraschung für die Arbeiter einfach liegen zu lassen. Aber das ging nicht, ich musste ihn entsorgen.

Aber wie sollte ich das anstellen? Zerstückeln? Schon wieder? Nein, das konnte ich ihm nicht antun. Er war so süß und nett gewesen. Sein Körper, so zart und weich. Ich werde ihn unversehrt lassen. So ein schöner Körper.

Kapitel 1

Ich erwachte total übermüdet in meinem Schlafzimmer. Die Sonne schien durch den Vorhang, der in der Mitte einen Riss hatte. Wie das wohl geschehen war? Ich setzte mich in meinem Bett aufrecht hin und schaute auf den Wecker, doch der zeigte nichts an. Das Display war tot. So ein Mist, ich hatte schon wieder vergessen neue Batterien in das verdammte Ding zu stecken. Auch egal, war ja schließlich nicht die einzige Uhr in der Wohnung.

Noch schlaftrunken schlüpfte ich aus dem warmen Bett und schlurfte in das Bad. Aus dem Spiegel schaute mich das Grauen persönlich an. Die groteske Fratze hatte dunkle Ringe unter den Augen und die Haut im Gesicht war aschfahl. Die wilde Mähne stand in alle Richtungen ab und musste dringend gebändigt werden. War ich das etwa? Ich sah aus, als sei ich um Jahre gealtert. Etwas stimmte nicht mit mir, dass war sicher. Leicht angewidert löste ich meinen Blick von der Fratze im Spiegel und drehte den Wasserhahn auf. Für einige Sekunden ließ ich das kalte Wasser über meine Finger laufen. Das kühle Nass fühlte sich gut an. Inständig hoffte ich, dass es sich auch in meinem Gesicht gut anfühlen würde. Ich spritzte mir einige Tropfen in mein Gesicht, um wieder wach zu werden, doch das half nichts. Die Müdigkeit verschwand einfach nicht. Vielleicht brauchte ich mehr. Ich ließ das Wasser in meine hohle Hand laufen und wusch mir das Gesicht.

Mit einem sauberen Handtuch rubbelte ich kräftig über meine Haut, in der Hoffnung, vielleicht auf diese Art und Weise ein wenig Farbe zu bekommen. Dem war leider nicht so. Das bleiche Gesicht mit den eingefallenen Augen starrte mich immer noch aus dem Spiegel heraus an. Hartnäckig fixierte ich meine eigenen Augen, während ich mir die Zähne putzte.

Was war nur los mit mir? Mein Gesundheitszustand machte mir langsam sorgen. So hatte ich ja noch nie ausgesehen. Vielleicht sollte ich einen Arzt aufsuchen. Ich beendete mein morgendliches Ritual und ging in mein Wohnzimmer. Auf der Couch fand ich die Fernbedienung für den Fernseher und schaltete ihn ein, zum Frühstück brauchte ich einfach etwas Unterhaltung.

Gähnend schlenderte ich in die Küche. Zum Glück hatte ich eine offene Küche, die sich direkt in meinem Wohnzimmer befand. So war es mir möglich, mein Müsli zuzubereiten und gleichzeitig die spannende Werbung für Shampoo zu sehen. Eine sehr wichtige Werbung. Ich nahm meine Schüssel und setzte mich auf die Couch, gerade rechtzeitig, um die Zehnuhr Nachrichten zu sehen.

Aha, es war also zehn Uhr morgens. Eigentlich interessierte ich mich nicht so für die Nachrichten, doch heute weckte etwas mein Interesse. Der Sprecher erwähnte eine Männerleiche, die neben einem Bahngleis gefunden worden war. Der junge Mann sei aber nicht von einem Zug überfahren worden, sondern man hatte ihn ermordet und dort abgelegt. Mehr sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, verkündete der Sprecher mit einer Gleichgültigkeit in seiner Stimme, als würde ihn der tote junge Mann nicht interessieren.

Die Bahngleise. Diese Idee war mir sehr spät und eher spontan eingefallen. Es war eine alte Bahnstrecke, die nur noch selten benutzt wurde, höchstens von einigen Güterzügen. Auf meinem Weg zur Arbeit, kam ich ab und an Mal dort vorbei. Ich fragte mich, wer den hübschen Studenten wohl gefunden hatte. Viel Mühe beim Verstecken hatte ich mir ja nicht gerade gegeben. Das jemand ihn gefunden hatte, war mir eigentlich egal. Irgendwie hatte ich es wohl darauf angelegt. Nun gut, war auch egal, vorbei war vorbei.

Bequem lehnte ich mich auf der Couch zurück und löffelte genüsslich mein Müsli, während der Wettermann einen sonnigen Tag vorhersagte. Oh ja, dieser Tag war jetzt schon sonnig. Vor allem bei der Vorstellung, was ich alles mit dem süßen blonden Wettermann anstellen könnte. Er sah wirklich gut aus. Schlank und muskulös, genau mein Typ. Irgendwie hatten es mir gut gebaute Männer angetan. Er verkörperte einen Hauch von Grazie, so wie er da stand und anmutig mit den Händen gestikulierte, um die Temperaturen auf der Wetterkarte zu zeigen. Leider war das Vergnügen nach kurzer Zeit auch schon beendet und der Wettermann verabschiedete sich. Als er vom Bildschirm verschwand, seufzte ich und stellte die leere Müslischale auf den kleinen Tisch vor mir. Er wäre perfekt gewesen.

Kapitel 2

Schon acht Uhr abends. Verdammt, ich kam zu spät zur Arbeit. Meine Schicht hatte schon vor einer halben Stunde angefangen. Mark würde mir bestimmt den Kopf abreißen. Das war nun schon das dritte Mal diesen Monat. Ich brauchte unbedingt mehr Disziplin, aber dieser Wettermann heute Morgen im Fernsehen hatte mich die ganze Zeit über beschäftigt. Es war eine angenehme und äußerst befriedigende Beschäftigung gewesen. Ich lächelte verlegen bei dem Gedanken. Seine anmutigen Bewegungen und sein muskulöser Körper machten mich ganz verrückt.

Ich musste mich beherrschen und an etwas Anderes denken. Doch es war zu spät, ich spürte, wie ich feucht wurde. Verdammt, ich brauchte dringend eine Ablenkung von meinen unanständigen Gedanken an den gut aussehenden Wettermann. Hastig näherte ich mich der Cocktailbar und versuchte, mich unbemerkt an einigen Gästen vorbei zu schlängeln. Plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir: „Du kommst zu spät. Schon wieder.“

Das war die Stimme von Jason. Er war Türsteher, Aufpasser und Ordnungshüter in einer Person. Ein Schrank von einem Mann. Nicht ganz mein Typ, zu viele Muskeln. Ich blieb vor ihm stehen und schaute nach oben, in sein breites Gesicht. Er hatte so viele Muskeln, dass es aussah, als wäre sein Kopf an den Schultern angewachsen. Ein Mensch ohne Hals, und dies sah wirklich sehr merkwürdig aus. Absolut nicht mein Geschmack.

Ich blinzelte kurz und sagte: „Ich weiß. Ist Mark sehr sauer?“

„Du hast Glück. Er ist gerade mit einer Blondine beschäftigt.“

„Na dann ist ja gut.“ Ich blinzelte ein weiteres Mal verlegen und machte einen Schritt auf die Tür zu. Neben Jason blieb ich stehen. Leicht zupfte ich an seinem schwarzen Hemd und wollte, dass er sich zu mir herunter beugte, was er auch tat.

„Wie wäre es, wenn du mich in deiner Pause hinter der Bar triffst?“ Verführerisch zwinkerte ich ihm zu. Er war zwar nicht der Typ von Mann den ich sonst bevorzugte, doch für ein wenig Spaß würde es reichen. Jason schluckte schwer und nickte mir fast unmerklich zu. Meinem sexy Körper konnte nun Mal kein Mann widerstehen. Ich ging durch die Eingangstür und blieb stehen. Voll war es ja nicht gerade. Dies verwunderte mich aber nicht gerade, es war ja auch Dienstag. Unauffällig hielt ich Ausschau nach Mark. Er saß in einer VIP-Lounge und fummelte heftig an einer vollbusigen Blondine herum. Gut für mich, so konnte ich mich hinter meine Theke schleichen, ohne mir eine Standpauke von ihm anhören zu müssen.

Leicht tänzerisch bewegte ich mich über die Tanzfläche und gelangte so zu der Theke, an der ich arbeitete. Einer der neuen Mitarbeiter schaute mich schräg an. War wohl sauer, dass ich zu spät kam. Gekonnt ignorierte ich ihn und machte mich daran, einige Gäste zu bedienen. Den Rest des Abends tat ich nichts Anderes mehr, als ein Getränk nach dem Andere an die Gäste auszugeben.

Kapitel 3

Stunden waren nun schon vergangen und ich stand gelangweilt hinter der Theke. Einfach nichts los heute. Ich schaute zur VIP-Lounge hinüber. Mark war mit der blonden Frau verschwunden. Der Kerl nutzte eben jede Chance, die er bekommen konnte. Genau wie ich. Wie aufs Stichwort erschien plötzlich Jason auf der Tanzfläche. Mit einem breiten Grinsen kam er auf mich zu. Es sah irgendwie lustig aus, wie er sich über die Tanzfläche bewegte. Wenn er jetzt noch seine Hüften zur Musik bewegte, könnte man denken, dass er tanzt.

„Ich hab jetzt Pause“, sagte er, als er vor der Theke stehen blieb. Sein Grinsen schien noch breiter geworden zu sein. Er hatte sich anscheinend schon die ganze Zeit darauf gefreut.

„Na dann, triff mich hinter der Bar in der kleinen Seitengasse.“ Verdutzt schaute er mich an und sein Grinsen verschwand augenblicklich. Ich liebte es, die Männer zu verwirren. Mit einem Zwinkern drehte ich mich zu dem neuen Mitarbeiter um. Ein junger dürrer Kerl, der ungeschickt einige Flaschen in den Kühlschrank räumte. Mit knappen Worten gab ich ihm zu verstehen, dass ich jetzt meine Pause nehmen würde. Entgeistert schaute er mich mit seinen grau-blauen Augen an und nickte nur. Es schien ihm nicht zu gefallen, dass ich ihn alleine ließ, doch dies war mir egal. Ich wollte meinen Spaß und zwar jetzt.

Grazil umrundete ich die Theke und blieb neben Jason stehen, der mich immer noch verblüfft anschaute. Was hatte er den gedacht, was ich mit Pause machen gemeint hatte. Ich ergriff seine tellergroße Hand und zog ihn hinter mich her zum Hinterausgang.

„Na los, mein Großer“, sagte ich und schob ihn durch die Tür, bis auf die Straße. Wir standen in einer kleinen Gasse, die zum Glück von keiner Menschenseele genutzt wurde. Hastig schaute ich mich um. Jason stand hinter mir und zog mich an sich heran.

„Moment“, sagte ich und schob ihn ein wenig von mir fort. Der hatte es ja schon ganz schön eilig seine Pause mit mir zu verbringen.

„Dort drüben.“ Ich zeigte auf einen alten Tisch, den Mark anscheinend dort abgestellt hatte. Welch ein Glück für mich. Ungeduldig schob mich Jason vor sich her. Als wir uns dem Tisch näherten hoffte ich inständig, dass das Möbelstück auch stabil genug war, für das, was gleich passieren würde. Jason stand hinter mir und drückte mich gegen den Tisch, der einen Ruck gegen die Wand machte. Ich spürte seine Erregung an meinem Hintern, und sie war enorm. Seine Hände wurden fordernder und suchten ihren Weg zu meinen Brüsten. Mit einer schnellen Handbewegung zog er an der Knopfleiste meiner schwarzen Bluse. Ein Knopf flog in hohem Bogen davon und prallte gegen die Wand. Schade um die schöne Bluse, doch das Opfer brachte ich gerne.

Jasons Hände tasteten über meinen schlanken Rücken. Es kitzelte ein wenig und ein angenehmer Schauer lief mir den Rücken hinunter. Seine Finger erreichten den Verschluss meines BHs. Etwas ungeschickt und in freudiger Erwartung auf das, was ihn als Belohnung erwartete, zog er ungeschickt an dem Verschluss herum.

„Langsam, mein Großer“, sagte ich und strich ihm mit der rechten Hand über seinen Oberschenkel. Ein Schauer durchzog Jasons Körper und ich hatte den Eindruck, als würde er jeden Augenblick explodieren und das wollte ich nicht, noch nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte er es endlich geschafft den Verschluss zu öffnen. Mit einer Vorsicht, die ich von ihm nicht erwartet hätte, zog er den BH nach oben. Meine Brüste waren nun entblößt. Es waren sehr schöne Brüste, wie ich fand. Nicht zu klein und nicht zu groß. Ein gut gefülltes C-Körbchen. Ich war stolz auf sie und vor allem auch darauf, dass die beiden Prachtexemplare jeden Mann um den Verstand brachten. Im Moment brachten sie Jason außer Rand und Band.

Ich stöhnte leise auf, als er meine Brüste knetete. Sein Druck war fest, aber zugleich auch sanft. Es fühlte sich gut an, wie er an meinen Nippeln zog. Als Jasons Zunge meinen Hals entlang fuhr und an meinem linken Ohrläppchen halt machte, überlegte ich, auf welche Weise ich ihn umbringen konnte. Er war ein großer und kräftiger Mann, einfach würde das nicht werden. Sanft knabberte er an meinem Ohrläppchen, während seine Hände langsam meinen Bauch entlang nach unten glitten.

Eine Waffe besaß ich nicht, nur die Waffen einer Frau, doch die brachten mich nicht weit. Zumindest konnte ich mit ihnen keinen Mann umbringen, der zwei Meter groß war. Jasons Hände glitten über meine Oberschenkel und er zog meinen Rock nach oben. Gott, war ich froh, heute einen Rock angezogen zu haben, dass machte nicht nur die Arbeit einfacher. Seine rechte Hand bahnte sich ihren Weg in meinen Slip. Als seine Finger meinen intimsten Punkt erreichten, stöhnte ich vor Verlangen auf und meine Fingernägel krallten sich in das Holz der Tischplatte.

Jason wurde energischer und fordernder. Er wollte mehr. Er wollte mich und ich hatte nichts dagegen. Mit einem Ruck drückte er meinen Oberkörper auf die Tischplatte. Meine Brüste wurden dabei gegen das kalte Holz gepresst, was dazu führte, dass meine Nippel noch härter wurden. Jasons Hände fuhren langsam die Innenseiten meiner Schenkel entlang. Mit einer Hand schob er meinen Rock nach oben, mit der andere Hand zog er gleichzeitig meinen Slip hinunter, bis zu meinen Knöcheln. Ich hoffte nur, dass er ihn mir nicht zerriss. Ich mochte es nicht sonderlich, ohne Slip durch die Gegend zu laufen. Viel zu unanständig, wie ich fand.

Ein leises Klimpern ertönte hinter mir. Als ich mich leicht umdrehte, sah ich, wie Jason hektisch an seinem Gürtel herum hantierte und seinen Reißverschluss öffnete. Ich schluckte, bei dem Anblick, was er da zu Tage förderte. Sein Penis war enorm. So lang und dick. Ich hatte eigentlich nichts Anderes erwartet. Bei einem so großen Mann, musste einfach alles groß sein, sogar sein bestes Stück. Mein ganzer Körper erbebte bei dem Gedanken, ob dieser enorm große Penis überhaupt in mich rein passen würde. Jason ergriff meine Hüften mit beiden Händen und positionierte seinen Penis an meiner Vagina. Mein ganzer Unterleib zuckte vor Verlangen. Er strich mit seinem Glied von meiner Vagina bis zur Klitoris und wieder zurück. Gott, konnte er nicht einfach mit einem heftigen Stoß in mich eindringen. Als hätte er meine Gedanken erhört, stieß er heftig mit seinem Penis zu und drang in mich ein.

Oh ja, er passte, und wie er das tat. Seine Bewegungen waren schnell und bestimmend, auf eine angenehme Art und Weise. Jeder Stoß lies mich aufstöhnen. Als seine Bewegungen immer schneller wurden sagte ich: „Warte, nicht so schnell.“

Ich hatte keine Lust, dass unsere Pause so schnell endete. Schließlich wollte ich auch auf meine Kosten kommen und Spaß haben. Jason stoppte augenblicklich seine Bewegungen und wartete geduldig. Ich schob ihn sanft ein Stück von mir fort, wobei sein Penis aus meiner Vagina rutschte. Ich stöhnte kurz auf und drehte mich zu ihm um. Jason machte ein enttäuschtes Gesicht. Anscheinend dachte er, dass das Vergnügen nun vorbei war, doch da irrte er sich gewaltig. Schnell schlang ich meine Arme um seinen muskulösen Hals und zog ihn zu mir herunter. Als sein Gesicht ganz nah bei meinem war, lächelte ich ihn verführerisch an und presste meine Lippen auf seine. Meine Zunge suchte sich ihren Weg in seinen Mund. Auf halbem Weg traf sie auf Jasons Zunge und ein wilder Tanz in unseren Mündern entstand.

Seine großen Hände packten meinen nackten Hintern und er hob mich auf den Tisch. Ich schlang meine schlanken Beine um seine Hüften und presste ihn gegen mich, dabei streifte sein Penis meine Klitoris. Oh Gott, ich wollte ihn unbedingt wieder in mir spüren. Sanft nahm ich seinen harten Penis in meine Hand und führte ihn zu meiner feuchten Liebesgrotte. Als Jason wieder in mich eindrang stöhnte ich laut auf und ließ mich nach hinten gegen die kalte Wand sinken. Er packte meine Waden und hob meine Beine auf seine Schultern. Wieder wurden seine Stöße energischer.

Während ich seine Bewegungen in mir spürte, schaute ich ihm in seine grünen Augen. Sie waren so schön und tiefgründig. Plötzlich erregte etwas meine Aufmerksamkeit. Ich blickte an seinem Kopf vorbei und bemerkte, dass mein Slip an meinem rechten Fuß hing. Durch die immer heftiger werdenden Stöße von Jason, wippte der kleine schwarze Stofffetzen hin und her. Es entstand der Eindruck, als würde eine Fahne im Wind wehen.

Als mein Blick wieder den seinen suchte, erkannte ich in seinen Augen, dass er kurz davor war zu kommen. Auch ich war kurz vor einem Orgasmus. Nach drei weiteren heftigen Stößen kam Jason schließlich zum Höhepunkt und ich spürte, wie sein Sperma sich in mich ergoss. Als ich die heiße Flüssigkeit in mir spürte, erreichte auch ich meinen Höhepunkt und schrie voller Wolllust auf. Das hatte ich jetzt gebraucht. Ich fühlte mich, als wäre eine tonnenschwere Last von mir gefallen. Schwer atmend entfernte sich Jason von mir und blieb zwei Schritte von mir entfernt stehen. Er hatte einen seligen Gesichtsausdruck. Anscheinend hatte auch er diese Pause gebraucht. Mit einer leichten Verlegenheit zogen wir uns wieder an und richteten unsere Kleidung.

„Oh verdammt, die ist wohl hin“, sagte ich und betrachtete den fehlenden Knopf an meiner Bluse.

„Entschuldige, ich kauf dir eine Neue.“ Jason lächelte verlegen und starrte mir wieder auf die Brüste. Schnell machte ich einen Schritt auf ihn zu, stellte mich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

„Die Pause ist vorbei.“ Ich machte auf dem Absatz kehrt und lief zurück zur Hintertür. Bevor ich hindurch ging, drehte ich mich noch einmal zu Jason um und zwinkerte ihm zu. Dann verschwand ich durch die Tür und machte mich auf die Suche nach einem T-Shirt. Mark hatte immer einige im Lager, auf denen der Name der Cocktailbar stand. Zu Werbezwecken, wie er meinte.

Kapitel 4

Ich lag auf meiner Couch und zappte gelangweilt durch das Fernsehprogramm, und das an einem Samstag. Seit Tagen hatte sich nichts interessantes ereignet. Nun, nicht seit meinem Abenteuer mit Jason. Er war zwar nicht mein Typ von Mann, viel zu groß und viel zu viele Muskeln, doch für eine kleine Ablenkung war er gut gewesen. Etwas störte mich jedoch. Etwas, dass mich schon seit Tagen beschäftigte. Es war ein Gedanke, der mich einfach nicht mehr los ließ.

Warum hatte ich Jason nicht ermordet? Die Gelegenheit war da gewesen. Ich hätte nur auf die Knie gehen müssen, einen Blowjob vortäuschend und dann einfach zubeißen. Wenn ich kräftig genug zugebissen hätte, hätte ich seinen Penis ruck zuck abbeißen können. Während er vor Schmerzen krümmend auf die Knie gesunken wäre, hätte ich mit einem oder zwei Schritten hinter ihm sein können und hätte ihm seinen Penis von hinten in den Rachen gestopft, solange, bis er erstickt wäre. Oh ja, es wäre so einfach gewesen. Etwas heikel, aber machbar.

Aber warum hatte ich es dann nicht getan? Aus Verlangen? Aus brennender Leidenschaft? Aus purer Lust am Sex? Die Wolllust war eine Todsünde, für die man in die Hölle kam. Oh ja, ich würde definitiv in der Hölle landen, für das, was ich schon so alles angestellt hatte. Nun, wenn es so sein sollte, sollte es eben so sein.

Beim Durchschalten der Programme landete ich plötzlich auf einem Bibelkanal. Gott, wie passend. Ich dachte an die Hölle und landete prompt bei einem Fernsehprediger, der darüber sprach, wie man sich von seinen Sünden rein wusch. Sünden, von denen hatte ich schon einige. Todsünden. Und was Jason anging, der war wirklich eine Sünde wert gewesen, obwohl ich gar keine Bodybuilder mochte.

Ich schüttelte den Kopf und versuchte, Jason aus meinen Gedanken zu bekommen. Vorerst zumindest. Ich hatte ihn am Leben gelassen, aus welchen Gründen auch immer. Obwohl ich zugeben musste, dass der Sex mit ihm ein guter Grund war.

Ich drückte weiter auf den kleinen Knopf auf der Fernbedienung, bis mir der Finger weh tat. Dieses Mal landete ich bei den Nachrichten. Langsam setzte ich mich auf und streckte meinen müden Körper. Das Gerede über Politik interessierte mich nur wenig. Auch die Sprecherin mit ihrer mageren Statur interessierte mich nicht. Sie wirkte wie ein Strichmännchen, so wie sie in ihrem grauen Kostüm da saß und in die Kamera schaute. Gelangweilt strich ich mir einige Krümel der Kekse, die ich gegessen hatte, von meinem T-Shirt. Als die Nachrichtensprecherin die Wettervorhersagen ankündigte, die nach einer kurzen Werbung folgten, schlug mein Herz plötzlich schneller. Kerzengerade saß ich auf der Couch und starrte auf den Bildschirm.

Kam jetzt etwa der gut aussehende Wettermann? Ich hoffte es, ich hoffte es inständig. Und mein Hoffen erfüllte sich. Der sexy Wettermann erschien auf dem Bildschirm. Er trug einen dunkelblauen Anzug, ein weißes Hemd und dazu eine hellblaue Krawatte. Oh Gott, sieht der gut aus. Ich starrte den kleinen gut aussehenden Mann auf dem Bildschirm an und versuchte mir vorzustellen, was ich mit ihm anstellen würde. Würde ich ihn verführen und Sex mit ihm haben? Wahrscheinlich. Würde ich ihn umbringen? Ebenfalls wahrscheinlich. Aber wie würde ich es tun? Ich würde wohl ein Messer benutzen. Ganz langsam würde ich ihn umbringen, es genießen.

Doch als ich meine Augen schloss, konnte ich von alldem nichts vor meinem geistigen Auge sehen. Ich war blind für meine eigene Vorstellungskraft. Eine blinde Fantasie. Ich fluchte laut und boxte ein Kissen von der Couch. Was war nur los mit mir? Dies sah mir gar nicht ähnlich. Bisher war so etwas noch nicht geschehen. Jedes Mal, wenn ich ein perfektes Opfer gefunden hatte, konnte ich mir vorher in meiner Fantasie genau vorstellen, wie es ablaufen würde. Doch jetzt sah ich nichts, auch den Wettermann sah ich nicht mehr, er war vom Bildschirm verschwunden. Das frustrierte mich nur noch mehr. Mein perfektes Opfer war weg. Ein Opfer, dass ich nicht haben konnte. Der gut aussehende Mann, der tagtäglich das Wetter vorhersagte, war für mich unerreichbar. Ich wusste nicht, wer er war oder wo er sich aufhielt. Nun ja, zumindest war er ein fiktives Opfer. Ich musste mir einen Ersatz suchen. Einen würdigen Ersatz und das würde nicht einfach werden.

Immerhin hatte ich nun eine Aufgabe. Ich streckte nochmals meinen viel zu müden Körper. Die Arbeit in der Cocktailbar laugte mich völlig aus. Geistig war ich topfit. Nun, bis auf meine fehlende Vorstellungskraft für meine Opfer. Doch mein Körper machte langsam nicht mehr mit. Laut meinem Geburtsdatum war ich noch jung, doch fühlte ich mich wie eine alte Frau. Achtundzwanzig schien das neue Greisenalter zu sein. Vielleicht sollte ich eine weitere Pause mit Jason verbringen. Bei dem Gedanken huschte mir ein Lächeln über die Lippen. Ich schaltete den Fernseher ab und stand langsam auf. Es war Zeit für eine Dusche.

Kapitel 5

Seit drei Stunden stand ich nun schon hinter der Theke und gab Getränke an die Gäste aus. An Samstagen war die Cocktailbar schon mehr als voll. Ich hatte den Eindruck, als würde sie gleich aus allen Nähten platzen. Junge Körper drängten sich eng aneinander und bewegten sich zum Rhythmus der Musik. Einer davon wird mein neues Opfer sein. Der Gedanke daran erregte mich. Vor allem erregte es mich aber, dass derjenige, den ich auswählen würde, noch nichts von seinem Glück wusste. Ich schmunzelte.

Als ich einem Gast gerade ein Bier über die Theke reichte, sah ich, wie Mark mit jemandem in der VIP-Lounge sprach. Ich konnte nicht genau sehen, wer es war, da mir einige schrill gekleidete junge Frauen die Sicht versperrten. Gott, wie konnte man sich nur so kleiden? Neongrüner Rock, der nicht viel verbarg und ein viel zu enges neonrosa T-Shirt. Das Ganze wurde noch von einigen wild blinkenden Ohrringen abgerundet. Das war schon mehr als schrill und definitiv nicht mein Geschmack, geschweige den mein Stil. Obwohl ich zugeben musste, eigentlich gar keinen Stil zu haben. Ich trug, was mir gefiel und das war meistens etwas schwarzes. Trotzdem liebte ich es, mich sexy und feminin zu präsentieren. Daher gefiel mir auch die Kleiderordnung in der Cocktailbar. Ein knapper schwarzer Rock, jedoch nicht zu knapp, damit es nicht billig wirkte. Dazu eine schwarze Bluse, die meine üppige Oberweite betonte. Zum Glück durfte ich flache und bequeme Schuhe tragen, obwohl ich ab und an gerne High Heels trug, aber bei der Arbeit war das unmöglich. Meine Füße brannten auch so schon, wenn ich morgens nach Hause kam.

Während ich leicht meinen Gedanken hinterher hing, versuchte ich, einige Cocktailschirmchen in ein kleines Glas zu stecken. Eine Hand auf meiner Schulter ließ mich vor Schreck zusammen zucken. Mark stand plötzlich neben mir.

„Hast du gehört, was ich gesagt habe?“ Mark schaute mich erwartungsvoll an. Sein langes blondes Haar hing fettig bis auf seine Schultern. Mir lief ein Schauer des Ekels durch den Körper. Seit wann ließ er sich so gehen? Normalerweise legte er viel Wert darauf, ein gepflegtes Aussehen zu haben.

„Tut mir leid, war gerade in Gedanken“, sagte ich und schob das Glas mit den Schirmchen über die Theke.

„Ich habe gesagt, dass da ein VIP-Gast ist. Kümmere dich bitte um ihn.“ Mark zeigte in die Richtung, in der der ach so wichtige Gast saß. Widerwillig stimmte ich zu und machte mich auf den Weg. Als ich die Hälfte der Tanzfläche überquert hatte, sah ich, wer der VIP-Gast war. Es war der Wettermann. Mein Wettermann. Ich blieb stehen, nur wenige Meter von ihm entfernt. Während ich ihn anstarrte, spürte ich, wie mein Herz immer schneller schlug. Meine Hände wurden feucht und die waren nicht die einzigen Körperteile, die feucht wurden. Eine angenehme Hitze stieg in meinem Körper empor. Ich war ihm so nah und in wenigen Sekunden würde ich ihm noch näher sein.

Ich straffte meinen Körper und drückte meine Brüste noch ein wenig nach oben. Zu guter Letzt öffnete ich noch einen Knopf an meiner Bluse, um mein Dekolletee noch ein wenig mehr zu betonen. Meine Waffen waren geladen und bereit ihn zu verführen. Noch einmal atmete ich tief durch und ging dann zum Wettermann. Zu meinem Wettermann.

„Hallo, ich bin Ihre persönliche Bedienung und werde mich den ganzen Abend um Sie kümmern“, sagte ich höflich und reichte dem gut aussehenden Mann meine Hand. Oh ja, ich werde mich um ihn kümmern, und wie ich das werde.

„Sehr erfreut. Ich bin Stan, Stan Austin“, sagte der Wettermann, nahm meine Hand und schaute auf mein Dekolletee, als ich mich leicht vorbeugte. Mit dieser Reaktion hatte ich gerechnet. Zeig ihm was du hast. Dies war nur ein Motto, nach dem ich lebte. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Mein perfektes Opfer war hier. Er saß direkt vor mir.

„Was kann ich für Sie tun?“, fragte ich und wartete geduldig auf eine Antwort.

„Als erstes sollten wir zum du wechseln. Als zweites könntest du uns eine Flasche Champagner bringen.“ Ein leichtes Grinsen umspielte Stans wohl geformte Lippen. Gott, der Typ brachte mich völlig aus der Fassung. Am liebsten hätte ich ihn sofort besprungen und zugeritten wie ein Cowboy einen wilden Stier, ohne Rücksicht auf Verluste. Auch die unzähligen Zuschauer wären mir egal gewesen. Ich wollte ihn, mein perfektes Opfer. Nur widerwillig zügelte ich mein Verlangen und lächelte ihn fröhlich an.

Mit anmutiger Eleganz und doch mit einer gewissen Schnelligkeit huschte ich über die Tanzfläche in Richtung des Lagers. Dort nahm ich eine Flasche unseres besten Champagners aus dem Regal. Mit vor Freude rasendem Herzen und der Flasche in der Hand, lief ich zurück zu meinem durchtrainierten Wettermann.

„So, da bin ich wieder. Kann ich sonst noch etwas für dich tun?“, fragte ich und hoffte inständig, dass er mich nicht gleich davon schickte. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass er sich mit einer Anderen vergnügte. Innerlich zitterte ich und ballte unwillkürlich die Fäuste. Stan schaute mich an. Seine braunen Augen funkelten verführerisch. Wieder huschte ein Lächeln über seine Lippen. Wie süß doch seine Grübchen an den Mundwinkeln waren. Mir fiel es immer schwere, mich zu beherrschen.

„Du könntest dich neben mich setzen und wir leeren gemeinsam diese Flasche Champagner.“ Innerlich machte ich einen Luftsprung, er wollte mich an seiner Seite haben. Doch das würde Mark nicht sonderlich gefallen. Für das Personal waren die Gäste tabu.

„Ich glaube nicht, dass mein Chef das so gerne sieht.“ Nervös wippte ich von einem Fuß auf den Anderen. Oh Gott, wie gerne würde ich mich zu ihm setzen. Mich ganz nah an ihn schmiegen. Die Hitze seines Körpers spüren. Ein Prickeln durchzog meinen Körper.

„Mach dir darüber keine Gedanken. Dein Chef weiß Bescheid. Du bist mir sofort aufgefallen, als ich die Bar betreten hatte. Daher hab ich deinem Chef gesagt, dass ich dich an meiner Seite haben möchte“, sagte Stan und streckte mir seine rechte Hand entgegen. Dies war eine eindeutige Einladung, mich neben ihn zu setzen. Oh welch eine Freude. Mein Lächeln wurde breiter. Er wollte mich und zwar nur mich. Glückselig ließ ich mich neben ihn auf das weiche, rote Ledersofa sinken. Meine Knie zitterten, vor Freude, vor Erregung. Damit Stan das Zittern nicht bemerkte, schlug ich meine Beine übereinander. Dabei ließ ich meinen schwarzen Rock, der schon etwas zu kurz war, noch ein Stückchen höher rutschen. Ich wollte ihm zeigen, was ich zu bieten hatte. Er sollte vor Verlangen nach mir den Verstand verlieren. Ich wollte ihn verführen, dezent und unauffällig. Er sollte sich nach mir verzehren, ohne zu wissen, dass ich ihm bewusst Signale sendete.

Mein Plan schien aufzugehen. Sein Blick schweifte über meine langen und schlanken Beine, bis er an meinem Dekolletee hängen blieb. Während er mich mit seinen Augen auszog, fuhr er sich mit der Zunge fast unmerklich über die Lippen. Ich hatte ihn genau da, wo ich ihn haben wollte. Mein perfektes Opfer gehörte mir.

Kapitel 6

Die nächste Stunde verbrachten wir damit, die gesamte Flasche Champagner zu leeren. Und ich ließ mich von Stan anhimmeln. Er wollte mich, das wusste ich, das spürte ich. Immer, wenn ich meine Hand auf seinen Oberschenkel legte oder ihn nur leicht am Arm berührte, merkte ich, wie ein leichter Schauer seinen Körper durchzog. Ich tat natürlich so, als würde ich das nicht merken. Als wir den letzten Schluck Champagner aus unseren Gläsern getrunken hatten, rutschte Stan nervös auf seinem Sitz hin und her. Ich machte ihn wohl nervöser als ich dachte. Vielleicht war er auch nur betrunken und konnte sich nicht mehr auf seinem Sitz halten.

„Soll ich noch eine Flasche holen?“, fragte ich und wollte nach der leeren Flasche greifen. Stan hielt meine Hand noch in der Bewegung fest und schaute mir direkt in die Augen. In seinen braunen Augen brannte Verlangen. Das Verlangen nach mir. Nun hatte ich ihn endgültig soweit. In meinen Gedanken huschten Bilder vorbei, die mir zeigten, was ich mit ihm anstellen könnte. Vor allem waren es Bilder, die mir vor Augen führten, wie ich ihn töten könnte. Doch ich erlaubte mir nicht, mich in diesen Bildern zu vertiefen oder weiter über sie nachzudenken. Ich wollte den Moment auskosten, von Anfang bis zum Ende. Ich wollte es auf mich zukommen lassen, spontan entscheiden, was ich tue, obwohl ich zugeben musste, kein spontaner Mensch zu sein. Aber bei Stan war es anders. Ich wollte die Zeit mit ihm genießen. Ein Quickie mit ihm war mir nicht genug, ich wollte ihn so lange wie möglich bei mir haben und Dinge anstellen, die ich mir vorher nicht vorstellen wollte oder konnte.

„Ich würde lieber woanders mit dir hingehen“, sagte Stan, sprang auf und zog mich mit sich von dem Sofa. Was hatte er bloß vor?

„Moment, ich kann nicht so einfach gehen. Was sagt mein Chef?“, rief ich und zupfte an meinem Rock herum, damit nicht noch mehr entblößt wurde.

„Ist schon Ok, ich regle das.“ Kaum das Stan diesen Satz ausgesprochen hatte, lief er auch schon über die Tanzfläche. Sein Gang war dabei etwas merkwürdig. Da war wohl etwas zwischen seinen Beinen, das ihn am Laufen hinderte. Etwas Hartes. Etwas, an dem wohl ich schuld war. Bei der Vorstellung, wie er mit einer Erektion über die Tanzfläche lief, ließ mich schmunzeln. An dieser Situation war ich wohl nicht ganz unschuldig gewesen. Von weitem beobachtete ich, wie Stan sich mit Mark unterhielt. Was die Beiden wohl zu besprechen hatten? Es dauerte nicht lange und er kam wieder zurück, mit dem selben merkwürdigen Gang wie zuvor. Dagegen musste ich dringend etwas unternehmen.

Schwer atmend blieb er vor mir stehen und sagte: „Ok, dein Chef hat nichts dagegen, wenn du jetzt schon Feierabend machst.“ Er nahm mich bei der Hand und zog mich zum Ausgang. Sein Griff war sanft aber bestimmt. Er wollte mich, so schnell wie möglich. Und ich wollte ihn. Als wir die Cocktailbar verlassen hatten, fragte ich ihn, wohin wir gehen würden. Dabei dachte ich an ein kleines, schnuckeliges Hotelzimmer. Es gab ja genug Stundenhotels in der Gegend, die wir nutzen konnten. Doch Stan sagte nur ein Wort und das war Auto. Ok, dann eben ein Auto, war mir auch recht. Etwas eng, aber es würde für unsere Zwecke ausreichend sein. Vor allem für das, was ich mit Stan vorhatte. Ohne meine Hand loszulassen, zog er mich über den Parkplatz zu einem schwarzen BMW. Na, zum Glück war es ein großes Auto und nicht ein kleiner Smart. Ich musste zugeben, dass diese protzige Karre zu ihm passte.

Stan öffnete mir die Tür und wartete geduldig bis ich eingestiegen war. Dabei rutschte mir, natürlich rein zufällig, der Rock ein Stück nach oben und ein Teil meines schwarzen Slips kam zum Vorschein. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich, wie Stan schwer schlucken musste. Er schloss hastig die Tür und lief zur Fahrerseite. Als er eingestiegen war und den Motor startete, fragte ich: „Wohin fahren wir?“

„An einen Ort, an dem wir ungestört sein werden.“ Seine Antwort war knapp und ich beließ es dabei. Ich ging das Risiko ein, mich überraschen zu lassen. Der Parkplatz wäre auch gut gewesen, obwohl an diesem Ort doch deutlich mehr los war. Und auf Zuschauer legte ich keinen Wert, weder beim Sex, noch bei meinem anderen Vergnügen.

„Ach ja, hätte ich fast vergessen. Mark meinte, ich sollte dir die hier geben.“ Er drückte mir meine Handtasche in die Hand und legte den Gang ein. Mit quietschenden Reifen gab er Gas und fuhr los. Gott sei Dank, meine Handtasche. Die hatte ich schon vergessen, dabei brauchte ich sie noch. Sie beinhaltete sehr wichtige Dinge, die ich bald brauchen würde. Wie hatte ich die nur vergessen können? Nun ja, Stan hatte mir nicht gerade die Möglichkeit gegeben, an etwas Anderes zu denken als an ihn und an das, was bald passieren würde.

Kapitel 7

Die Fahrt dauerte zum Glück nicht lange. Eine längere Reise hätte ich nicht durchgestanden und Stan vermutlich auch nicht. So wie er gerast war, hatte er es sehr eilig gehabt, mit mir an seinen Zielort zu kommen. Zwischenzeitlich hatte ich sogar überlegt, ob ich ihm nicht schon einmal eine kleine Freude bereiten sollte. Ein wenig zu ihm rüber beugen, die Hose öffnen, sein bestes Stück herausholen und ihn mit einigen Handbewegungen glücklich machen. Ich entschied mich jedoch, das es besser war, es nicht zu tun. Bei dem Tempo, das Stan fuhr, hatte ich die Befürchtung, dass er einen Unfall verursachen würde. Stan parkte den Wagen auf einem einsam gelegenen Parkplatz neben einem See. Na ja, zumindest sah es so aus, wie ein Parkplatz. Ich kannte den See, er war nicht sehr weit von der Cocktailbar entfernt, aber doch weit genug, um als einsam zu gelten. Stan schaltete den Motor aus. Als auch das Scheinwerferlicht erlosch, legte sich die Dunkelheit über den See. Es war eine beruhigende Dunkelheit, wie ich fand. Das melancholische Schimmern der Wasseroberfläche passte zu meinem erregten Hochgefühl.

Stan bewegte sich langsam neben mir und das schwarze Leder seines Sitzes gab ein quietschendes Geräusch von sich. Ich spürte, wie er seine Hand auf mein linkes Knie legte. Ein wohliger Schauer durchzog meinen Körper. Als seine Hand meinen Oberschenkel hinauf fuhr, schaute ich zu ihm hinüber. In der Dunkelheit war er nur schemenhaft zu erkennen. Nur eine Silhouette im tiefen Schwarz. Schade, dass ich ihn nicht so richtig sehen konnte. Ich musste zugeben, dass mich diese Situation ein wenig anmachte.

Stans Bewegung stoppte für einen kurzen Moment. Seine Hand strich zärtlich wieder zurück zu meinem Knie. Was hatte er nur vor? Ich bewegte mich nicht und überließ ihm die Führung. Seine Hand glitt sanft unter meinen Rock. Dieses Mal fuhr er nur mit den Fingern an der Innenseite meines Schenkels entlang. Ich öffnete leicht meine Beine, um ihm mehr Platz zu lassen und ein weiteres Vorankommen zu ermöglichen. Langsam erreichten seine Finger meinen empfindlichsten Punkt. Durch den dünnen Stoff meines Slips spürte ich seine Berührung. Leise stöhnte ich auf und öffnete meine Schenkel noch ein wenig mehr. Stan nahm mein Entgegenkommen dankend an und lies seinen Mittelfinger über meine Klitoris kreisen. Der Stoff meines Slips war etwas störend, trotzdem brachte mich seine Berührung um den Verstand.

Stan schien meine Gedanken lesen zu können. Äußerst behutsam zog er mir den Slip aus. Gott, wie konnte dieser Kerl, der mich vor wenigen Minuten noch so energisch aus der Bar gezogen hatte, nur so sanft sein? Mit etwas Schwung beförderte er meinen Slip auf den Rücksitz. Na dann, adios du gutes Stück. Wieder spürte ich seine Finger an meiner empfindlichsten Stelle. Es fühlte sich so gut an. So sanft und doch so bestimmt. Wenn er so weiter machte, würde es nicht mehr lange dauern, bis ich zum Höhepunkt kommen würde, und das wollte ich nicht, noch nicht. Ich wollte es so lange wie möglich hinauszögern.

Ich griff nach seiner Hand und hielt sie fest. Stan begriff sofort, was ich wollte. Ich wollte, dass er langsamer machte, den auf einen Quickie war ich nicht aus. Ich wollte mehr. Ich wollte ihn, auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Stan beugte sich ein wenig zu mir rüber und küsste mich. Sein Kuss war hart und leidenschaftlich. Seine Lippen schmeckten süß, ein wenig nach Champagner. Ich öffnete leicht meinen Mund und unsere Zungen trafen sich augenblicklich. Sie verschmolzen zu einem hemmungslosen Wirrwarr.

Stans Hände begaben sich wieder auf Wanderschaft. Mit einer unglaublichen Ruhe öffnete er einen Knopf nach dem Anderen an meiner Bluse. Dieses Schneckentempo machte mich wahnsinnig. Konnte er nicht wie jeder andere Mann mir das blöde Kleidungsstück vom Leib reißen? Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte er es dann endlich geschafft, jedoch zog er mir die Bluse nicht aus. Er begnügte sich damit, das Stückchen Stoff einfach soweit zur Seite zu schieben, dass meine Brüste nun vor ihm lagen. Diese waren jedoch in einen Spitzen-BH verpackt. Ob er etwas in der Dunkelheit erkennen konnte? Zumindest hatte ich den Eindruck, denn er starrte mir einige Sekunden auf die Brüste. Hoffentlich gefiel ihm, was er da sah, oder auch nicht.

Meine Atmung wurde schwerer. Es machte mich wahnsinnig, so angestarrt zu werden. Ich war doch kein Gemälde in einem Museum. Obwohl ich zugeben musste, dass ich schöner war als die Mona Lisa. Endlich kam wieder Bewegung in Stan und ich spürte, wie er leicht, aber bestimmt an meinem BH zog. Seine Hände glitten nach hinten zu meinem Rücken. Er hatte also gemerkt, dass sich der Verschluss auf der Rückseite befand. Ok, das war nun wirklich nicht schwer heraus zu bekommen, da die meisten BHs den Verschluss am Rücken hatten. Mit geübten Fingern war das Kleidungsstück im Nu geöffnet und er schob in nach oben. Ein Mann vom Fach, wie ich feststellen musste. Etwas enttäuscht war ich schon, da ich gehofft hatte, dass er sich ein wenig mehr Zeit nehmen würde.

Mein Atem wurde schneller. Ich fühlte mich, als würde ich auf heißen Kohlen sitzen und rutschte unruhig auf meinem Sitz hin und her. Stans Körper war jetzt ganz nah bei meinem. Ich spürte die Hitze, die von ihm ausging. Er beugte sich noch ein Stück zu mir rüber. Seine Lippen knabberten sanft an meinem Hals und sein warmer Atem erzeugte eine Gänsehaut auf meiner zarten Haut. Seine unglaubliche Männlichkeit erregte mich aufs Äußerste. Ich stöhnte leise auf, als sich seine Zunge in kreisenden Bewegungen meinen Hals hinunter bewegte.

Als er meine linke Brust erreichte und sein Mund meine rosa Knospe umschloss, krallte sich meine Hand in sein Jackett. Seine kreisende Zunge machte mich wahnsinnig. Je schneller seine Bewegung wurde, desto mehr zog ich an dem Kleidungsstück. Plötzlich stoppte Stan und entfernte sich von mir. Oh Gott, nicht aufhören. Ich strich mir eine braune Haarsträhne aus dem Gesicht und versuchte, in der Dunkelheit zu erkennen, was er vor hatte. Nur schemenhaft konnte ich sehen, wie Stan anfing, sich das Jackett auszuziehen. Das war auch besser so, zu viel Kleidung störte nur. Plötzlich ertönte ein ohrenbetäubendes Geräusch und ich saß augenblicklich kerzengerade in meinem Sitz. Was war das? War etwa noch ein Auto in der Nähe? Hastig schaute ich mich um, doch in der Dunkelheit war nichts zu sehen. Auch der See lag nach wie vor ruhig da.

„Gott, was ein Schreck. Entschuldige, ich bin an die Hupe gekommen“, sagte Stan verlegen und strich sich über den Hinterkopf. Erleichtert atmete ich durch. Beim Ausziehen seines Jacketts war er mit der Hand gegen das Lenkrad gestoßen und hatte dabei aus Versehen die Hupe betätigt. Ich ließ ich mich mit einem tiefen Seufzer zurück in meinen Sitz sinken. Stan schob seinen Sitz ein wenig nach hinten, um mehr Platz zu haben. Nun konnte er sein Jackett ohne Gefahr ausziehen. Mit einer schnellen Handbewegung landete es auf dem Rücksitz, wo auch schon mein Slip lag.

Stan beugte sich wieder zu mir herüber und ich spürte, wie seine Hände über meine Brüste tasteten. Er fing an, sie zu kneten, mal fester und mal sanfter. Seine Hände auf meinem Körper zu spüren brachte mich fast um den Verstand und ich wurdeungeduldig. Ich wollte ihn, jetzt und hier. Sofort!

Mit zittrigen Händen hantierte ich an seinem Gürtel herum. Es dauerte einige Sekunden, bis ich ihn geöffnet hatte. Verfluchtes Teil aber auch. Als ich an seinem Reißverschluss herum zog, stöhnte Stan laut auf. Er schien sehr empfindlich zu sein. Durch den Stoff seiner Hose konnte ich seine Erektion spüren, und die war groß und harte. Er wollte mich ebenfalls und zwar so schnell wie möglich.

Während Stan sich die Hose bis zu den Knien hinunter zog, schob ich meinen Sitz ein wenig nach hinten. Ich brauchte einfach ein wenig mehr Platz. Auch die Rückenlehne ließ ich nach unten. Wenn ich auf dem Rücken lag, konnte ich mich besser entspannen. Stan wurde immer ungeduldiger und rutschte zu mir herüber. Er hatte es ganz schön eilig, genau wie ich. Ich öffnete meine Beine, damit er besser zwischen meine Schenkel passte.

Stan lag nun auf mir und ich spürte, wie sein harter Penis an meiner wild pochenden Klitoris lag. Ein lustvolles Aufstöhnen von mir, als er in mich eindrang, unterdrückte er mit einem Kuss, der hart und voller Verlangen war. Ich schlang meine Beine um seine wohl geformte männliche Hüfte, um ihn tiefer in mich aufzunehmen. Eine wohlige Wärme breitete sich in meinem Körper aus.

Stans Bewegungen raubten mir den Verstand. Oh Gott, es tat so gut ihn in mir zu spüren. Als seine Bewegungen immer schneller wurden, wurde auch meine Atmung immer schneller. Seine warmen Lippen lagen an meinem Hals und ich spürte seinen heißen Atem. Bei jeder Bewegung rieb sein Seidenhemd über meine steifen Nippel. Es war eine sanfte Reibung, die mein Lustgefühl noch steigerte. Wie in Trance hörte ich, wie das Leder unter mir quietschende Geräusche von sich gab. Die Geräusche passten zu dem Rhythmus unserer Körper, die in ekstatischem Verlangen immer schneller wurden.

Stan stöhnte laut auf, als er zum Höhepunkt kam. Ich spürte, wie er sich in mir ergoss. Eine wohlig warme Flüssigkeit, die sich in mir ausbreitete. Verdammt, wir hatten vergessen ein Kondom zu benutzen. Als auch ich zum Höhepunkt kam, bohrte ich meine Fingernägel in seinen Rücken, so tief, dass Stan vor Schmerz aufschrie. Für die nächsten Minuten blieben wir eng umschlungen liegen und versuchten, unsere Atmung wieder zu beruhigen. Mit einem sanften Kuss löste sich Stan von mir und nahm wieder auf dem Fahrersitz Platz. Schade, dass er schon gehen musste.

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9783847625438
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