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Manfred Schmidt
UNNÜTZES
WISSEN
DÜSSELDORF
Skurrile Fakten zum Angeben
SUTTON
Inhalt
Vorwort
Unnützes Wissen Düsseldorf
Bildnachweis
Impressum
Autor
Vorwort
Die schwedische Königin Silvia legte 1963 am Düsseldorfer Luisen-Gymnasium ihr Abitur ab.
Die Werbeagentur Grey aus Düsseldorf erfand unter anderem Werbefiguren wie das HB-Männchen „Bruno“, den Knorr-Clip mit Franz Beckenbauer („Kraft auf den Teller Knorr auf den Tisch“), den „Melitta-Mann“ und den Werbespot des US-amerikanischen Internetanbieters AOL, in dem ein verblüffter Boris Becker fragte: „Bin ich schon drin?“
Am Rosenmontag werden in Düsseldorf 90 bis 100 Tonnen zusätzlicher Müll produziert, der von 27 Kehrmaschinen beseitigt wird.
Muss man das wissen? Nein! Aber vielleicht das: Das Vorbild für die Romanfigur Effi Briest in Theodor Fontanes gleichnamigen Gesellschaftsroman hieß Elisabeth von Ardenne, sie lebte im Schloss Benrath, ihr Geliebter war nicht Major; sondern Amtsrichter – und ihre Geschichte spielte nicht in an der Ostsee, sondern in Düsseldorf.
Ein Sprung vom Rheinturm dauert etwa 1,5 Sekunden länger als vom Kölner Dom.
Anna von Kleve, geboren 1515 in Düsseldorf, war die vierte Ehefrau des englischen Königs Heinrich VIII. und dadurch bis zur Ungültigkeitserklärung der Ehe vom 6. Januar 1540 bis 9. Juli 1540 Königin von England. Bis zu ihrem Tod durfte sie England nicht mehr verlassen, behielt aber dafür ihren Kopf auf dem Hals.
Muss man auch nicht wissen! Bestimmt aber das: Rund 250 Kneipen und Lokale warten in der Düsseldorfer Altstadt auf Gäste. Aneinandergereiht entsteht daraus „die längste Theke der Welt“, womit natürlich die hohe Kneipendichte gemeint ist. Es soll aber immer wieder Touristen geben, die völlig verwirrt nach einer extrem langen Theke suchen …
Die Bergische Landstraße ist mit fast 13 Kilometern Düsseldorfs längste Straße. Die Hausnummern reichen bis zur Zahl 620. Der Speckmannweg in Düsseldorf-Stockum ist mit 36 Metern hingegen Düsseldorfs kürzeste Straße.
Die Miss Köln 2008 kam aus Düsseldorf.
Die Düsseldorfer Tabelle hat nichts mit der aktuellen tabellarischen Situation des Traditionsvereins Fortuna Düsseldorf zu tun. Sie wurde 1962 vom Oberlandesgericht Düsseldorf entwickelt und dient als Maßstab und Richtlinie zur Berechnung des Unterhalts, insbesondere des Kindesunterhalts.
Bevor die Frage wieder aufkommt: ebenfalls nein! Es ist unnützes Wissen. Nicht zu gebrauchen. Außer vielleicht, wenn …
... beim Small Talk in der Kantine oder auf der Weihnachtsfeier so ein, wir kennen ihn alle, den Klugscheißer, der sich berufen fühlt, irgendwelche mündlichen Rundumschläge verteilen zu müssen, und dann erwartet, dass alle, die er durch das Versperren der einzigen Tür zum Zuhören gezwungen hat, vor Entzücken in Ohnmacht fallen. Spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen, den „Schwaadlapp“ (niederrheinisch für Laberkopf pardon – schon wieder unnützes Wissen!) verbal auszuknocken.
... auf Flughöhe angekommen, der Pilot per Ansage meint, „Die Triebwerke hören sich komisch an“, während über dem Mittelmeer heftige Stürme toben und der Flug bei den Sitznachbarn trotz intensiver Yoga-Atmung zur Horrorshow wird – nein, dann ist unnützes Wissen wohl wirklich unnütz.
... auf einer Party statt „völlig losgelöst“ gar nichts los ist, in allen Ecken lahme Enten statt Partylöwen herumlungern und die Stimmung auf dem gesamten Partygelände gerade ihren absoluten Tiefpunkt erreicht hat. Ist jetzt der Einsatz von unnützem Wissen gekommen, um betretenes Schweigen aus der unguten Gruppendynamik elegant zu beseitigen?
Oder vielleicht doch während des Horrorfluges? Gerade dann hat man nichts parat? Doch, das menschliche Gehirn behält nämlich mit großer Vorliebe skurrile und kuriose Fakten. Mit der Selektion wichtiger und wesentlicher Tatsachen muss es sich ja schon den ganzen Tag herumschlagen. Darum mag das Gedächtnis gelegentliche Karussellfahrten, springt mit Vorliebe einmal in die Rolle des Lumpensammlers, eines Ramsch-Liebhabers und Nippes-Anhäufers. Weil unnütze Informationen komisch sein können, oft auch amüsant und merkwürdig, behalten wir sie besonders gut, auch wenn sie unbrauchbar sind und uns kein Stück weiterbringen. Sauber recherchiert, können sie sogar informativ und lehrreich sein. Dann kann man mit ihnen punkten – dann ist unnützes Wissen gut zum Weitersagen!
Sun City
Wegen des milden Klimas werden im Raum Düsseldorf viele exotische und mediterrane Pflanzen wie Palmen, Oliven, Lorbeer, Feigen, Pinien und Zypressen im Freiland kultiviert.
Der heilige Gasballon
Die Rochuskirche in Düsseldorf-Pempelfort wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1953 in der Form eines überdimensionalen Eies, eines Symbols für das Leben, wieder aufgebaut. Schnell bekam der scheinbar gewöhnungsbedürftige Rundbau den Spitznamen „Halleluja-Gasometer“ oder einfach „Gasballon“.

Long distance
Die kürzeste Entfernung zwischen Düsseldorf und dem Nordpol beträgt 4.312,94 Kilometer Luftlinie.
Hohes Bauteil
Das höchste Brückenbauwerk Düsseldorfs ist der Pylon der Fleher Brücke mit 149,75 Metern über dem Gelände; der Pfeiler ist damit auch der höchste Brückenpylon Deutschlands.
Königliche Reifeprüfung
Die schwedische Königin Silvia machte 1963 am Düsseldorfer Luisen-Gymnasium ihr Abitur.

Düsseldorfer Verwandtschaft 1
Der Vater des Kölner Volksschauspielers Willy Millowitsch stammt aus Düsseldorf. An der Gaststätte „Zum Uerige“ in der Düsseldorfer Altstadt erinnert eine Gedenktafel an den Geburtsort des Schauspielers und Theaterleiters Peter Wilhelm Millowitsch.

Düsseldorfer Verwandtschaft 2
Die Schriftsteller Heinrich Spoerl und sein Sohn Alexander Spoerl wurden in Düsseldorf geboren. Beide verfassten humoristische Romane. Der Vater schrieb unter anderem „Die Feuerzangenbowle“, der Sohn „Memoiren eines mittelmäßigen Schülers“.

Traditionsreiche Vereinigung
Während der Märzrevolution 1848 gründeten politisch engagierte Künstler den Düsseldorfer Künstlerverein „Malkasten“. Er zählt zu den ältesten noch existierenden Künstlervereinigungen. Heute ist der „Malkasten“ ein Ort des freien Denkens und der modernen Künste. Zu diesem Zweck steht er sowohl der Öffentlichkeit als auch der Wissenschaft als Treffpunkt zur Verfügung.
Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben
Anna von Kleve (* 1515 in Düsseldorf, 十 1557 in Chelsea Manor, London) war die vierte Ehefrau des englischen Königs Heinrich VIII. und dadurch bis zur Ungültigkeitserklärung der Ehe vom 6. Januar 1540 bis 9. Juli 1540 Königin von England. Bis zu ihrem Tod durfte sie England nicht mehr verlassen, behielt aber dafür ihren Kopf auf dem Hals.
Ein Haus auf Wanderschaft
Im Rahmen des Düsseldorfer U-Bahn-Baus 1979 wurde das Architekturdenkmal Carsch-Haus an der Heinrich-Heine-Allee Stück für Stück abgetragen und als eine Art überdimensioniertes Puzzle für Fortgeschrittene aus 4.800 Einzelteilen 23 Meter in Richtung Rhein versetzt und dort wieder aufgebaut.

Aufs Dach gestiegen
Wer sie zum ersten Mal sieht, traut seinen Augen nicht: lebensgroße Figuren auf Litfaßsäulen. Daher der Name: die „Säulenheiligen“. Geschaffen hat die Skulpturen der Künstler Christoph Pöggeler. Sie beziehen sich auf alltägliche Situationen und zeigen in realistischer Umsetzung die Mitglieder unserer heutigen Gesellschaft.
Keine Zeitungsente
Die Rheinische Post Mediengruppe ist einer der fünf auflagenstärksten Zeitungsverlage Deutschlands. Im Jahr 2017 erhielt sie fünf European Newspaper Awards für innovative Zeitungsgestaltung. Die „Rheinische Post“ gehört laut der Agentur pressrelations zu den meistzitierten Regionalzeitungen Deutschlands.
Oster-Hasen
Die Düsseldorfer Punkrock-Band „Die Toten Hosen“ wurden bei ihrem ersten Konzert zu Ostern 1982 im Bremer Schlachthof vom Veranstalter versehentlich als „Die Toten Hasen“ angekündigt.
Im Zentrum
Der geografische Mittelpunkt Düsseldorfs liegt nicht, wie man vermuten könnte, in der Altstadt oder an der Königsallee, sondern in der Hans-Sachs-Straße im Stadtviertel Düsseltal. Eine Bronzetafel weist auf die Mitte der Stadt hin und verrät die genauen Koordinaten des Punktes: 51° 14’ 12” N, 6° 48’ 39” O.

Keine Gnade für die Wade!
In Düsseldorf gibt es mit dem Rhein-Marathon, dem Kö-Lauf und dem Brückenlauf drei traditionelle Laufveranstaltungen.
Die Ausstellung, die Düsseldorf berühmt machte
Die Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (GeSoLei), die vom 8. Mai bis 15. Oktober 1926 in Düsseldorf stattfand, war mit 7,5 Millionen Besuchern und 400.000 Quadratmetern die größte Messe der Weimarer Republik. Für die Ausstellung eigens errichtete Bauten, unter anderem die Tonhalle, die damals Rheinhalle hieß, die Rheinterrassen und der Ehrenhof prägen bis heute das Stadtbild.
Kanarenpalmen im Kuppelbau
Der Botanische Garten im Süden von Düsseldorf beheimatet etwa 6.000 Pflanzenarten. Im mediterranen Klima gedeihen Pflanzen von den Kanaren, aus Chile, Australien, Neuseeland, Asien und Kalifornien.

Abwarten und Tee trinken
Die Marke Teekanne des Düsseldorfer Unternehmens mit gleichem Namen ist eines der ältesten deutschen Warenzeichen. Der Doppelkammerbeutel mit Heftklammerverschluss und Schnur wurde 1949 hier entwickelt.
Der Vampir von Düsseldorf
Der Fall des Serienmörders Peter Kürten, der auch „Vampir von Düsseldorf“ genannt wurde, machte weltweit Furore und floss in die Handlung des Films „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ von Fritz Lang ein. Der Film kam in Spanien mit dem Titel „M – El vampiro de Düsseldorf“ und in Italien als „M – Il mostro di Düsseldorf“ in die Lichtspielhäuser.
Von fiesen Grafen und heiratswilligen Prinzessinnen
Die Seifenoper „Verbotene Liebe“ mit ihren Gemeinheiten, Eifersüchteleien, Affären und Intrigen spielte bis zu ihrem Ende in Düsseldorf.
För eene Penning
Der Düsseldorfer Radschläger ist ein wichtiger Bestandteil der Düsseldorfer Tradition. Er gehört zu Düsseldorf wie der Rheinturm oder das Altbier.
Im Stadtbild findet man ihn als Brunnenfigur, auf Medaillen oder Postkarten, als Logo auf den Stadttour-Bussen, als Schlüsselanhänger, Skulptur und sogar auf den Kanaldeckeln. In vielen Gedichten, Liedern und Artikeln wird über ihn berichtet. Es ranken sich zahlreiche Geschichten um die Entstehung des Brauchs. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass Kinder irgendwann entdeckten, dass sie mit ihren kleinen Kunststückchen Geld verdienen konnten. „För eene Penning“ (für einen Pfennig) drehten sie ihren Salto seitwärts und nahmen dankbar ihre Gage an. Seit 1937 findet immer im Juni das Radschlägerturnier statt.

Wer wird denn gleich in die Luft gehen?
Die Werbeagentur Grey aus Düsseldorf erfand unter anderem Werbefiguren wie das HB-Männchen „Bruno“, den Knorr-Clip mit Franz Beckenbauer („Kraft auf den Teller, Knorr auf den Tisch“), den „Melitta-Mann“ und den Werbespot des US-amerikanischen Internetanbieters AOL, in dem ein verblüffter Boris Becker fragte: „Bin ich schon drin?“
Imbiss in der Straßenbahn
Eine weltweit ein malige Einrichtung war bis 2014 ein regelmäßig verkehrender Speisewage n auf einer Straßen- bzw. Stadtbahnlinie. In der D-Bahn Düsseldorf-Duisburg und der K-Bah n Düsseldorf-Krefeld befa nd sich jeweils ein Speisewagenabteil, in dem die Fahrgäste mit Getränken und kleinen Snacks bewirtetet wurden.
Luftiger Arbeitsplatz
Mit seinen 87 Metern ist der Flughafentower in Düsseldorf der höchste Kontiollturm in ganz Deutschland.

Düsseldorfer Immobilienschnäppchen
8,9 Millionen Euro kostete ein Penthouse in Düsseldorf-Oberkassel mit elf Zimmern auf 808 Quadratmetern. 7,45 Millionen müssen locker gemacht werden für eine Luxusvilla in Hubbelrath und mit 6,5 Millionen fast schon geschenkt ist eine Gründerzeitvilla an der Golzheimer Cecilienallee.
Schloss(irre)führung
Das Hauptgebäude des Schlosses Benrath präsentiert sich dem Betrachter mit eingeschossiger Fassade. Diese Ansicht täuscht, das Schloss besteht tatsächlich aus vier Etagen mit 80 Räumen, zwei Lichthöfen und sieben Treppenhäusern. Darum wird das Schloss auch „ein liebenswürdiger Betrug“ genannt.
Schienenangebot
Die Düsseldorfer Rheinbahn befördert mit 737 Fahrzeugen auf einem etwa 346 Kilometer langen Schienennetz jeden Werktag rund 745.000 Fahrgäste zwischen 1.671 Haltestellen. Sie ist damit das fünftgrößte Nahverkehrsunternehmen Deutschlands.
Buddha in der Landeshauptstadt
Im Japanischen Garten im Düsseldorfer Nordpark befindet sich seit 1993 der einzige japanisch-buddhistische Tempel in Europa. Er wurde nach dem Vorbild des Jodo-Shin-Tempels gebaut und ist Teil des EKO-Hauses der Japanischen Kultur in Niederkassel.

Klein gegen groß
Der Stadtteil Carlstadt ist mit 0,46 Quadratkilometern der flächenmäßig kleinste in Düsseldorf. Angermund ist nicht nur der nördlichste, sondern mit 13,3 Quadratkilometern auch der größte Stadtteil der Landeshauptstadt.
Allgemeines Lebensrisiko
Dem Zuschauer eines Karnevalszuges steht kein Schmerzensgeld oder Schadensersatz zu, wenn er von Kamelle, Schokoladenriegeln oder anderen Wurfgeschossen getroffen und dabei verletzt wird.
Nr. 1 in der Rolling-Stone-Liste
Die Düsseldorfer Post-Punk-Band „Fehlfarben“ erhielt für ihr Debütalbum „Monarchie und Alltag“ die Goldene Schallplatte. Das Album wurde von der Musikzeitschrift „Rolling Stone“ als wichtigstes deutschsprachiges Album eingestuft. Die Band gilt auch als Wegbereiter der Neuen Deutschen Welle.
Mysterium um weiße Weiberchen
Inmitten des Aaper Waldes in Düsseldorf befindet sich auf einer Hügelkuppe eine steinzeitliche Ansammlung von Quarziten, die sogenannten Frauensteine. Seit jeher ranken sich mytische Geschichten und Sagen um die ehemalige Bedeutung dieser geheimnisvollen Steingruppe, die auch „Witte Wiewerkes“ (weiße/weise Weiberchen), „Weiße Frauen“ oder „Siebenstein“ genannt werden.

Ein Zoo ohne Tiere
Die Bezeichnung „Zooviertel“ oder kurz „Zoo“ für den Düsseldorfer Stadtteil Düsseltal ist weithin verbreitet, aber nicht korrekt. Sogar der Name der S-Bahn-Station Düsseldorf-Zoo verweist auf den nicht existierenden Stadtteil. Der häufig verwendete Name geht auf den Zoologischen Garten zurück, der sich von 1876 bis 1943 hier befand.
Düsseldorfs älteste Promenade
Der Düsseldorfer Hofgarten ist Deutschlands erster und ältester Volksgarten. Mit dem Bau der öffentlichen Parkanlage wurde 1769 begonnen.
Des Keepers Jenseitswelten
Toni Turek, der Torwart von Fortuna Düsseldorf, hatte mit seinen Paraden maßgeblichen Anteil am Endspielsieg der deutschen Nationalmannschaft 1954 gegen die haushoch favorisierte Elf aus Ungarn. Der Hörfunkreporter Herbert Zimmermann beförderte ihn während der Reportage des Spiels mit den Ausrufen „Toni, du bist ein Fußballgott“ und „Toni, du bist ein Teufelskerl“ auf kurzem Weg vom Himmel in die Hölle.
Alles Kappes
Die Bewohner des Düsseldorfer Stadtteils Hamm nennen ihre Heimat „Wirsing-City“ oder „Kappes-Hamm“. In den fruchtbaren Auen am Rhein bauen die Hammer Landwirte hauptsächlich Kohl und Gemüse an.

Zeitzeugin
Felicitas Rau, die älteste Düsseldorferin, wurde 110 Jahre alt. Als sie geboren wurde, war Deutschland noch ein Kaiserreich. Die gebürtige Österreicherin war Sängerin und Schauspielerin. 1985 nahm sie – fast 80-jährig – ihren Abschied von der Bühne.
Narrenabfall
Am Rosenmontag werden in Düsseldorf 90 bis 100 Tonnen zusätzlicher Müll produziert, der von 27 Kehrmaschinen beseitigt wird.

Große Pappe!
Das Cover der Picture-Disc-LP „Triumph and Agony“ der Düsseldorfer Heavy-Metal-Band „Warlock“ ist im „Guinness-Buch der Rekorde“ als größtes Plattencover der Welt eingetragen. Zum Aufsteller ausgeklappt, kommt es auf eine Größe von etwa 85 x 60 Zentimetern.
Trockenlegung
Die alte Pfalz Kaiserswerth lag einst nicht am Rhein, sondern im Rhein. Der Wortteil -„werth“, norddeutsch „Werder“, bedeutet so viel wie Flussinsel. Adolph III. von Berg belagerte im Jahr 1215 die Feste auf der Insel. Nach fünf erfolglosen Angriffen „vom Wasser her“, inzwischen schon leicht angesäuert, leitete er kurz und bündig den östlich um die Insel verlaufenden Rheinarm um und legte ihn trocken. So konnte er, jetzt auf dem Landweg, die Festung einnehmen und den befreundeten Bischof Otto von Münster aus der Burg befreien.

Haute Couture am Rhein
Düsseldorf ist nicht nur Messestadt, sondern auch als „Stadt der Mode“ weltbekannt. Viele Filialen der Luxus-Modelabels befinden sich rund um und in der Königsallee.
Romankulisse Düsseldorf 1
Die Handlung der im Jahr 1953 publizierten Erzählung „Die Betrogene“ von Thomas Mann spielt in Düsseldorf der 1920er-Jahre. Thomas Mann ist aber nicht der einzige Schriftsteller, der sich von Düsseldorf inspirieren ließ. In Günter Grass' „Blechtrommel“ werden eine Düsseldorfer Straßenbahnstrecke und eine Klinik beschrieben. Auch Max Frisch wählte Düsseldorf als Station seines „Homo Fabers“.
Romankulisse Düsseldorf 2
Das Vorbild für die Romanfigur Effi Briest in Theodor Fontanes gleichnamigen Gesellschaftsroman hieß Elisabeth von Ardenne, sie lebte im Schloss Benrath, ihr Geliebter war nicht Major, sondern Amtsrichter – und ihre Geschichte spielte nicht in an der Ostsee, sondern in Düsseldorf.
Weltweite Kontakte
Wirtschaftlicher und kultureller Austausch ist einer der Hauptgründe für Städtepartnerschaften. Ziel ist es, über Grenzen hinweg den Dialog zu suchen. Auch Düsseldorf hat Freunde auf der ganzen Welt. Die Partnerstädte der Landeshauptstadt sind Chemnitz, Chiba (Japan), Chongqing (China), Haifa (Israel), Moskau (Russland), Palermo (Italien), Reading (England) und Warschau (Polen).

Robert Schumann in Düsseldorf
Der Komponist der Romantik Robert Schumann lebte mit seiner Frau Klara und seinen Kindern von 1850 bis 1854 in Düsseldorf. Hier bekleidete er das Amt des Städtischen Musikdirektors. In dieser Zeit entstand mit der „Rheinischen“ oder „3. Symphonie“ der wohl wichtigste Teil seines kompositorischen Gesamtwerks.

Handelsfähig
Die Börse Düsseldorf, nach Frankfurt ist Düsseldorf die zweitgrößte Börsenstadt in Deutschland, ist einer der wichtigsten Handelsplätze für Privatanleger. Ihr Umsatzvolumen lag 2018 bei 18,3 Milliarden Euro.
Namenstag 1
Der in Düsseldorf geborene Dichter Heinrich Heine hieß bis zu seinem 28. Lebensjahr Harry Heine. Dann konvertierte er vom Judentum zum Christentum und nahm den Namen Christian Johann Heinrich an.
Namenstag 2
Eine Brotfabrik war die Namenspatronin des Fußballklubs Fortuna Düsseldorf. Einige Sportkameraden hatten Ende 1912 bei einem Spaziergang durch den Stadtteil Flingern über einen Namen ihres Vereins nachgedacht. In diesem Moment fuhr das Pferdefuhrwerk einer Brotfabrik an ihnen vorüber. Die Firma war nach der römischen Schicksals- und Glücksgöttin benannt, deren Name in großer Schrift auf dem Wagen zu lesen war. Das gefiel den „Fusslümmlern“, wie die Kicker damals noch verächtlich genannt wurden, und schon war der Vereinsname geboren.
Namenstag 3
Das Lifestyle-Kaufhaus Sevens in der Königsallee ist nach seinen sieben Verkaufsetagen benannt.
Waschtag
Es dauerte Stunden: Einweichen, Kochen, Schlagen und Reiben, Bleichen, Wringen und Aufhängen. Wäschewaschen war bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine der zeitaufwendigsten und kraftraubendsten Arbeiten im Haushalt. Ob der Ingenieur Peter Pfenningsberg dabei einmal mithelfen musste, ist nicht bekannt. Jedenfalls entwickelte er in Düsseldorf die erste vollautomatische Waschmaschine mit dem Namen „Constructa“.

Narrenstart
Am 14. Februar 1825 startete der erste Düsseldorfer Rosenmontagszug.
Wintersportort Düsseldorf
In den Jahren 2002 bis 2011 fand in Düsseldorf eine Etappe des Skilanglauf-Weltcups des internationalen Ski-Verbandes FIS statt. Die Langlauf-Elite traf sich am Rheinufer auf einer Kunstschnee-Loipe und machte die Landeshauptstadt für zwei Tage zum Wintersportort. Etwa 4.000 Kubikmeter Schnee wurden in der Neusser Skihalle produziert und auf Lkw in die Altstadt transportiert. Vor der Silhouette von Altstadt, Schloss- und Rheinturm präparierten dann fleißige Hände eine 800 Meter lange Schneestrecke.

Pop-Zentrum
Die Music Tourism Convention zählt Düsseldorf nach Liverpool und Memphis zur wichtigsten Stadt für populäre Musik. In der Landeshauptstadt liegen die Wurzeln des Elektro-Pop und des deutschen Punks, der die Neue Deutsche Welle nach sich zog.
Alte Pillen
Zu den ältesten Unternehmen der Stadt gehört die Elefanten-Apotheke. Ihre Geschichte geht bis in die frühe Neuzeit zurück. 1565 wurde dem Apotheker Quirinus Brem von Herzog Wilhelm V. die Genehmigung zum Betrieb einer Apotheke gewährt. Der Name „Elephanten-Apotheke“ ist seit 1798 gebräuchlich.

Oldtimerzentrum
Die Classic Remise Düsseldorf ist ein Zentrum für Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge aus verschiedenen Epochen. Der Ringlokschuppen, in dem es sich befindet, ist mit fast 150 Metern Durchmesser einer der größten erhaltenen Lokschuppen dieser Art in Europa.
Gleichstand
Die Kölner schwören auf ihr Kölsch, die Düsseldorfer auf ihr Alt. In Kölsch und Alt stecken die gleichen Inhaltsstoffe. Es sind beides obergärige Biere. Kölsch und Alt schmecken angeblich gleich: Beide Biere waren in einem ordentlich durchgeführten Blindtest nicht zu unterscheiden. Lediglich die helle bzw. dunkle Farbe verrät, um welche Sorte es sich handelt. Aber dieses Fass sollten Sie vielleicht besser nicht aufmachen ...

Nur für Lebensmüde
Ein Sprung vom Rheinturm dauert etwa 1,5 Sekunden länger als vom Kölner Dom.
Düsseldorfer Schmetterbälle
Deutschlands erfolgreichster Tischtennisverein und in Europa eine Macht ist die Mannschaft von Borussia Düsseldorf. Der Verein ist mit 71 Titeln nach den Wasserfreunden Spandau 04 der erfolgreichste deutsche Sportverein. Neben 28 nationalen Meistertiteln wurde das Team 24-mal deutscher Pokalsieger. Die Borussia holte sechsmal den Europapokal der Landesmeister sowie zweimal den ETTU-Pokal und gewann 2000, 2009, 2010 und 2011 die Champions League im Tischtennis. Hinzu kommt ein 3. Platz bei der ersten Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften.

Namenlos
Im Unterschied zu anderen nordrhein-westfälischen Großstädten besitzen die Stadtbezirke in Düsseldorf keine eigenen Namen, sondern sind von 1 bis 10 durchnummeriert.
Nipponmarkt-Pionier
Der Kaufmann und Unternehmer Louis Kniffler wirkte von 1866 bis 1888 in Düsseldorf. 1859 gründete er das erste deutsche Unternehmen in Japan und war damit der Wegbereiter der deutsch-japanischen Handelsbeziehungen. Zudem war Kniffler der erste preußische Konsul in Japan.
Märchenstunde auf der „Kö“
Die heute noch immer präsente Behauptung, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen sei bei seinem Besuch in Düsseldorf am 14. August 1848 auf der damaligen Kastanienallee mit Pferdeäpfeln beworfen worden, ist eine Mär. Genauso wie die Aussage, die Prachtstraße sei dann, um den König wieder gnädig zu stimmen, in Königsallee umbenannt worden. Die Namensänderung erfolgte erst drei Jahre später. Es gibt keine seriöse Quellengrundlage und weder in den Zeitungen noch in Polizei-Protokollen findet sich ein Wort darüber. Zudem entstand die Legende erst Jahrzehnte nach dem hohen Besuch.
Kamelle, Kamelle!
Bei den kleineren Umzügen in den Stadtteilen, den Veedelszügen, und beim großen „Zoch“ am Rosenmontag bringen die Düsseldorfer Karnevalsvereine mehr als 75 Tonnen Wurfmaterial unter das Narrenvolk, das entspricht dem Gewicht von 25 ausgewachsenen Elefanten.

Beförderung
Düsseldorf, an der Nord-West-Grenze des bergischen Territoriums gelegen, erhielt am 14. August 1288 von Graf Adolf von Berg das Stadtrecht. Die Ernennung des Bauern- und Fischerdörfchens hatte rein strategische Gründe. Der Graf wollte einen Zugang zum Rhein und damit die Kontrolle über den Strom – geografisch noch vor Kaiserswerth, wo die von Barbarossa errichte Kaiserpfalz auch als Zollfeste diente.
Der schöne Playboy aus Düsseldorf
Mit dem Schlager „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben“ erreichte die dänische Schlagersängerin Dorthe Kollo Platz zwei beim Deutschen Schlagerwettbewerb 1968 und erhielt für den Hit im selben Jahr eine Goldene Schallplatte.

Große Kunst
Mit dem K20 am Grabbeplatz, dem K21 im Ständehaus und dem Museum Kunstpalast im Ehrenhof nimmt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen eine herausragende Position in der internationalen Museumslandschaft für die Kunst der Moderne ein.
Um die Ecke
Die kürzeste Entfernung zwischen Düsseldorf und der abgelegensten, bewohnten Insel der Welt, Tristan da Cunha, beträgt 9.999,36 Kilometer Luftlinie.
Der verdrehte Turm
Der gedrehte Turmhelm der Basilika ist als „schiefer Turm von St. Lambertus“ ein Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Nach einem Brand im Jahr 1815 musste der Turmhelm erneuert werden. Im Laufe der Zeit verdrehte er sich. So entstand der schiefe Turm von Düsseldorf. Schuld war wieder einmal der Teufel, der alte Lümmel, der den Turm aus Wut über die Reparatur kurzerhand verdrehte. Schöne Geschichte. Ursache für die Verdrehung war aber wahrscheinlich feucht verbautes Holz, das sich zur trockenen Seite verzog. Die Schäden des Zweiten Weltkriegs erforderten eine erneute Reparatur des „Lambäätes“. Auf Wunsch der Bürger wurde der Turmhelm „richtig“ – also verdreht wieder aufgebaut.

Immobilienhai am Wohnzimmertisch
Von dem Brettspiel „Monopoly“ gibt es auch eine Sonderedition für Düsseldorf.

Langstreckensaufen
Rund 250 Kneipen und Lokale warten in der Düsseldorfer Altstadt auf Gäste. Aneinandergereiht entsteht daraus die „längste Theke der Welt“, womit die hohe Kneipendichte gemeint ist. Es soll aber immer wieder Touristen geben, die völlig verwirrt in der Altstadt nach einer extrem langen Theke suchen …
Tütenmilch
Die Firma Jagenberg in Düsseldorf entwickelte Ende der 1950er-Jahre ein mit Paraffin getränktes und dadurch wasserdichtes Papier mit dem Namen „Perga“. Die daraus entstandene Perga-Packung war der erste europäische Getränkekarton und wurde zum Symbol des modernen Lebensgefühls der Wirtschaftswunderjahre. Es gab jetzt „Milch in Tüten“.
Die längste Karnevalssitzung der Welt
Im Jahr 2007 Uhr starteten am Dreikönigstag um 11.11 Uhr die Düsseldorfer Jecken die „längste Karnevalssitzung der Welt“.
Gut 35 Stunden lang – bis 22.22 Uhr am Sonntag – wurde durchgefeiert, womit man den Eintrag ins „Guinness-Buch der Rekorde“ erreichte.
Kurzaufenthalt
Das Benrather Schloss im gleichnamigen Düsseldorfer Stadtteil entstand in der Zeit von 1755 bis 1773 unter der Leitung des Pariser Architekten Nicolas de Pigage. Auftraggeber war Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz, der es als Lust- und Jagdschloss für den Sommeraufenthalt außerhalb der Stadt erbauen ließ. Der Kurfürst und seine Frau Elisabeth Auguste bewohnten die Anlage aber nie gemeinsam. Karl Theodor besuchte das Anwesen zeitlebens nur ein einziges Mal.

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