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Natürliche Arzneien

von

John Wesley

Originaltitel:

Primitive Physic: An Easy and Natural Method Curing Most Diseases (1785)

Aus dem Englischen von

Nicole Janke

bearbeitet von

Christian Hartmann


JOHN WESLEY (1703 – 1791)

… begründete mit der methodistischen Bewegung eine der einflussreichsten Reformationskirchen im angelsächsischen Bereich. Neben theologischen Schriften verfasste er auch einige medizinische Texte und gilt zudem als einer der Mitbegründer der modernen Elektrotherapie. Im Alter von 25 Jahren erhielt er die Priesterweihe und lehrte am Lincoln College der Oxford University. Dort gründete er zusammen mit seinem Bruder Charles den Holy Club und beide entschlossen sich 1735 nach Amerika zu übersiedeln, um dort ihre umfassende Missionarstätigkeit auszuüben. Während dieser Zeit verfasste er auch einige kleinere Bücher zur Volksmedizin, darunter das erste über ‚sanfte‘ Elektromedizin und das vorliegende Handbuch. John Wesley starb 1791 im Alter von 88 Jahren in London.

Einer der glühendsten Anhänger des Methodismus sollte A. T. Stills Vater, Abram Still werden, der sich v.als methodistischer Wanderprediger im Grenzland verdient machte und seinen Sohn nachhaltig beeinflusst haben dürfte.

Englischer Originaltitel

Primitive Physic: An Easy and Natural Method Curing Most Diseases

Paramore, at the Foundry, Moorfields, 1785.

Natürliche Arzneien von John Wesley

2. überarb. Auflage

© 2014, JOLANDOS

Am Gasteig 6 – 82396 Pähl

978-3-95712-001-4 (Buch)

978-3-941523-76-0 (mobi)

978-3-941523-77-7 (epub)

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order@jolandos.de

ÜBERSETZUNG

Nicole Janke

BEARBEITET VON

Christian Hartmann

LEKTORAT

Martin Ingenfeld

COVERENTWURF, SATZ UND LAYOUT

Christian Hartmann

TITELBILD: ©, 2014 JOLANDOS

DRUCK

Buchproduktion Thomas Ebertin

Goethestra.e 9, 78333 Stockach

www.buchproduktion-ebertin.de

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Schwarzburger Chaussee 74 – 07407 Rudolstadt

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Jede Verwertung von Auszügen dieser deutschen Ausgabe ist ohne Zustimmung des JOLANDOS Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Mikroverfilmungen und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Medien.

ERKLÄRUNG

Beim vorliegenden Werk handelt es sich um ein historisches Dokument. Die darin enthaltenen mediznischen Informationen ersetzen keine aktuelle medizinischen Versorgung. Keinesfalls haftet der Herausgeber für direkte oder indirekte Folgeschäden aufgrund von Informationen bzw. Anwendungen aus dem vorliegenden Werk.

INHALTSVERZEICHNIS

Cover

Titel

Über den Autor

Impressum

Erklärung

Masseinheiten

VORWORT ZUR DEUTSCHEN AUSGABE

VORWORT ZUR ENGLISCHEN AUSGABE

An die Mitglieder der Methodisten-Kirchengemeinde

§1. Fehlgeburt (verhindern)

§2. Schüttelfrost

§3. Tertiärer Schüttelfrost

§4. Doppelt-tertiärer Schüttelfrost

§5. Quartärer Schüttelfrost

§6. St.-Antonius-Feuer

§7. Der Schlaganfall

§8. Heißhunger

§9. Asthma

§10. Trockenes oder krampfartiges Asthma

§11. Zur Heilung von Haarausfall

§12. Nasenbluten (verhindern)

§13. Wundblutung

§14. Blut spucken

§15. Blut erbrechen

§16. Um geronnenes Blut aufzulösen

§17. Blasen

§18. Furunkel

§19. Harte Brüste

§20. Wunde und geschwollene Brüste

§21. Blutergüsse

§22. Schwellungen bei Blutergüssen (vermeiden)

§23. Schwellungen bei Blutergüssen (heilen)

§24. Verbrennungen oder Verbrühungen

§25. Schwere Verbrennungen oder Verbrühungen

§26. Brustkrebs

§27. Krebserkrankungen in allen anderen Bereichen

§28. Krebsgeschwüre im Mund

§29. Frostbeulen (verhindern)

§30. Frostbeulen (heilen)

§31. Kinder

§32. Keuchhusten

§33. Tödliche Cholera – Durchfall und Erbrechen

§34. Wunde weibliche Brustwarzen

§35. Wunde Hände (vermeiden und heilen)

§36. Offene Lippen

§37. Erkältung

§38. Kopfkatarrh

§39. Akute Koliken

§40. Trockene Kolik (verhindern)

§41. Koliken bei Kindern

§42. Gallenkolik

§43. Habituelle Kolik

§44. Hysterische Kolik

§45. Nervöse Kolik

§46. Kolik durch den Dampf von Blei, Bleiweiß, Grünspan etc

§47. Kolik mit Blähungen

§48. Die Folgen einer Erkältung verhindern

§49. Schwindsucht

§50. Schüttelkrämpfe

§51. Schüttelkrämpfe bei Kindern

§52. Darmkrämpfe bei Kindern

§53. Hühneraugen (verhindern)

§54. Hühneraugen (heilen)

§55. Verstopfung

§56. Husten

§57. Asthmatischer Husten

§58. Schwindsüchtiger Husten

§59. Krampfartiger Husten

§60. Hartnäckiger Husten

§61. Husten bei Brustfellentzündung

§62. Reizhusten

§63. Schmerzhafter Husten aufgrund schneidenden dünnen Rheumas

§64. Das Krampfen (verhindern)

§65. Das Krampfen (heilen)

§66. Schnittwunden

§67. Taubheit

§68. Taubheit durch Ohrenschmalz

§69. Taubheit bei einem trockenen Ohr

§70. Taubheit bei Kopfschmerzen und Kopfbrummen

§71. Chronische Taubheit

§72. Niederkunft

§73. Diabetes

§74. Wassersucht

§75. Beim Ertrinken

§76. Ohrenschmerz

§77. Ohrenschmerz durch Erkältung

§78. Ohrenschmerz durch Hitze

§79. Ohrenschmerz durch Würmer

§80. Geräusche im Ohr

§81. Hartes Ohrenschmalz

§82. Trübe Augen

§83. Blutunterlaufene Augen

§84. Augenquetschung

§85. Vor den Augen fliegende Wolken

§86. Blindheit

§87. Schwachsichtigkeit

§88. Schleier

§89. Heiße oder scharfe Körpersäfte

§90. Entzündete Augen oder Augenlider

§91. Fistelung des Tränenkanals

§92. Gerstenkorn am Auge

§93. Wunde Augen

§94. Weiße Flecken im Auge

§95. Ein vorzügliches Augenwasser

§96. Ein weiteres Augenwasser

§97. Noch ein weiteres Augenwasser

§98. Augenwasser, von Sir Stephen Fox angewandt

§99. Müde Augen

§100. Ohnmacht beim Aderlass

§101. Fallsucht

§102. Beckensenkung

§103. Gebärmuttervorfall

§104. Extreme Fettleibigkeit

§105. Fieber

§106. Hohes Fieber

§107. Periodisch auftretendes Fieber

§108. Fieber mit Gliederschmerzen

§109. Schnelles Fieber

§110. Langsames Fieber

§111. Wurmfieber

§112. Fistel

§113. Flöhe und Wanzen beseitigen

§114. Phlegma

§115. Blutsturz

§116. Durchfall

§117. Blutiger Durchfall

§118. Wundbrand (bzw. einen beginnenden stoppen)

§119. Gicht im Magen

§120. Gicht an Füßen oder Händen

§121. Gicht an allen Gelenken

§122. Nierengries

§123. Grüne Krankheit

§124. Mikroskopische Tierchen töten, die Zahnfleischschwund verursachen

§125. Haare wachsen lassen

§126. Kopfschmerz

§127. Chronischer Kopfschmerz

§128. Kopfschmerzen durch Hitze

§129. Nervöser Kopfschmerz

§130. Heftiger Kopfschmerz

§131. Einseitiger Kopfschmerz

§132. Ausfälle im Kopf

§133. Bei Herzbrennen

§134. Schluckauf (verhindern und heilen)

§135. Heiserkeit

§136. Hypochondrie und hysterische Erkrankungen

§137. Die Gelbsucht

§138. Gelbsucht bei Kindern

§139. Stuhl erbrechen

§140. Abszess

§141. Juckreiz

§142. Die ‚Königskrankheit‘

§143. Lähmungen durch Kontraktion eines Körperteils

§144. Entzündete Beine

§145. Wunde und nässende Beine

§146. Lepra

§147. Lethargie

§148. Läuse (töten)

§149. Falls jemand scheinbar durch Blitzschlag, Ertrinken oder Ersticken getötet wurde

§150. Syphilis

§151. Wahnsinn

§152. Verrücktheit

§153. Der Biss eines verrückten Hundes

§154. Die Masern

§155. Ausbleibende Monatsblutung

§156. Heftige Monatsblutungen

§157. Auflösen geronnener Muttermilch

§158. Fördern der Muttermilchproduktion

§159. Milch für den Magen verträglich machen

§160. Wundbrand (stoppen)

§161. Nervöse Erkrankungen

§162. Nesselausschlag

§163. Hohes Alter

§164. Alter, hartnäckiger Rückenschmerz

§165. Lähmungen

§166. Lähmungserscheinungen an den Händen

§167. Lähmungserscheinungen am Mund

§168. Lähmungserscheinungen durch die Arbeit mit weißem Blei oder Grünspan

§169. Palpitation oder starkes Herzklopfen

§170. Phlegma

§171. Hämorrhoiden (verhindern)

§172. Hämorrhoiden (heilen)

§173. Innere Hämorrhoiden

§174. Heftig blutende Hämorrhoiden

§175. Die Pest (verhindern)

§176. Die Pest (heilen)

§177. Brustfellentzündung

§178. Bei einem Giftopfer

§179. Nasenpolypen

§180. Eiternde Stich- oder Schnittwunden

§181. Starker Speichelfluss

§182. Leichte Verstopfung

§183. Stärkere Verstopfung

§184. Mandelentzündung

§185. Brustentzündung

§186. Rheumatismus

§187. Die Kraft nach einer Rheumaerkrankung wieder erlangen

§188. Rachitis (verhindern und heilen)

§189. Ringwürmer

§190. Wenn die Nase läuft

§191. Brüche (der Weichteile)

§192. Brüche (der Weichteile) bei Kindern

§193. Brüche (der Weichteile) mit Blähungen

§194. Verbrühungen am Kopf

§195. Hexenschuss

§196. Schwellungen oder Entzündungen des Hodensacks

§197. Atrophie durch Skorbut

§198. Skorbut am Zahnfleisch

§199. Durch Skorbut entstandenes Wundgefühl

§200. Skorbut

§201. Gebrochenes Schienbein

§202. Gürtelrose

§203. Morgendliche Übelkeit

§204. Verkürzte Sehnen

§205. Abpellende Haut

§206. Pocken

§207. Langgezogenes Wundgefühl am Rücken

§208. Wundes Bein

§209. Wunder Mund

§210. Wunder Rachen

§211. Entzündlicher und wunder Rachen

§212. Eitriger und wunder Rachen

§213. Verstauchung

§214. Giftiger Insektenstich

§215. Bienenstich

§216. Nesselstich

§217. Wespenstich

§218. Bienen- oder Wespenstich ins Auge

§219. Insektenstich in die Speiseröhre

§220. Insektenstich in die Seite

§221. Gelegentliches Krankheitsgefühl oder Schmerzen im Magen

§222. Magenschmerzen durch schlechte Verdauung

§223. Kolikartige heiße Magenschmerzen

§224. Magenverkühlung

§225. Magenschmerzen in Verbindung mit Kältegefühl und Blähungen

§226. Steine vermeiden

§227. Akutanfall

§228. Steine (erleichtern oder heilen)

§229. Nierensteine

§230. Nierenstauungen

§231. Schmerzen beim Wasserlassen

§232. Sonnenbrand (juckend)

§233. Übersättigung

§234. Starkes Schwitzen stoppen

§235. Schwitzen (verhindern)

§236. Nachtschweiß (heilen)

§237. Geschwollenen Lymphknoten am Hals

§238. Schmerzfreie Schwellungen

§239. Weiche und schwammige Schwellungen

§240. Weiße Schwellungen (auf den Gelenken)

§241. Weiße oder harte Schwellungen auflösen

§242. Festigung der Zähne

§243. Zähneputzen

§244. Zahnschmerz (vermeiden)

§245. Zahnschmerz (heilen)

§246. Zahnschmerz durch kalte Luft

§247. Zähne in Fehlstellung

§248. Extremer Durst (ohne Fieber)

§249. Schmerzhafte Hoden

§251. Wie man Dornen, Splitter oder Knochenstücke entfernt

§252. Soor

§253. Geschwollene Mandeln

§254. Benommenheit oder Taubheit der Gliedmaßen

§255. Verdrehung der Eingeweide

§256. Tympanische oder flüchtige Wassersucht

§257. Verletzte Gefäße oder Sehnen

§258. Schwindel oder Schwimmen im Kopf

§259. Vigilität, Unfähigkeit zu Schlafen

§260. Biss einer Viper oder Klapperschlange

§261. Biss einer Viper vermeiden

§262. Geschwüre

§263. Geschwüre in Blase oder Niere

§264. Geschwüre an Zahnfleisch oder Kiefer

§265. Fistulöse Geschwüre

§266. Blutende Geschwüre der Krampfadern am Bein

§267. Bösartige Geschwüre

§268. Geschwüre in der Harnröhre

§269. Einfach und sicher erbrechen

§270. Erbrechen stoppen

§271. Blut im Urin

§272. Wasserlassen mit Hitze und Schmerzen

§273. Inkontinenz

§274. Scharf riechender Urin

§275. Harnverhalt

§276. Entzündung des Gaumenzäpfchens

§277. Relaxiertes Gaumenzäpfchen

§278. Warzen

§279. Schwäche der Fußgelenke

§280. Weiche Schwellung

§281. Blässe

§282. Nagelbettentzündung

§283. Würmer

§284. Flache Würmer

§285. Wunden, sofern kein ehrlicher Wundarzt zur Verfügung steht

§286. Innere Verletzungen

§287. Eiternde Wunden

§288. Sehnenverletzungen

Daffy’s Elixier

Turlington’s Salbe

Stoughton’s Tropfen

Dr. James’s Puder

Kalte Bäder

Trinken von Wasser

Die Elektrifizierung

Speichel

GLOSSAR

INDEX

FUSSNOTEN

MASSEINHEITEN

1 Gill = 0,148 Liter

1 Gran = 0,0648 Gramm

1 Pint = 0,57 Liter

1 Quäntchen = 1,77 Gramm

1 Quart = 2 Pints = 1,136 Liter

1 Skrupel = 20 Gran = 1,296 Gramm

1 Unze = 28,35 Gramm

VORWORT ZUR DEUTSCHEN AUSGABE

JOHN WESLEY – LEBEN UND WERK

John Wesley wurde am 17. Juni 1703 als fünfzehntes von neunzehn Kindern in Epworth in Lincolnshire geboren. Sein Vater, Samuel Wesley, kam aus einer anglikanischen Pfarrerdynastie. Seine Mutter, Susanna Wesley, eine äußerst gebildete Pfarrerstochter und eigentliche ‚Mutter des Methodismus‘, bemühte sich intensiv um die Erziehung ihrer Kinder, die alle den gleichen Unterricht erhielten. Nach einer eigenen Lernmethode unterrichtete sie alle wichtigen Fächer und legte auch großen Wert auf Umgangsformen und Disziplin.

1726 gründete Johns Bruder Charles mit zwei Mitstudenten in Oxford den Holy Club, der sich dem vertieften geistlichen Leben verschrieb. Nachdem John sich ihnen angeschlossen hatte, avancierte er rasch zum Leiter der Gruppe. Sie studierten täglich drei Stunden das Neue Testament, fasteten zweimal wöchentlich, besuchten Gefangene, Kranke und Arme und spendeten alles Geld, das sie nicht unbedingt zum Lebensunterhalt brauchten. Wegen ihres methodisch geführten Gemeinschaftslebens wurde die Gruppe spöttisch Methodisten genannt.

Zwei Jahre nach der Gründung des Holy Club erhielt John die Priesterweihe und wirkte als Dozent am Lincoln College der Oxford University, bevor er 1735 mit seinem Bruder für zwei Jahre als Missionar nach Georgia überschiffte.

Der Einfluss des Methodismus in Amerika ist bis heute ungebrochen und hat die Entwicklung des Landes maßgeblich geprägt. Die Tatsache, dass die methodistischen Wanderprediger in entlegenen Gebieten neben ihrer seelsorgerischen Tätigkeit auch ärztliche Aufgaben zu erfüllen hatten veranlasste John Wesley schließlich zum Verfassen des vorliegenden Werkes. Insbesondere die mitfühlende Annäherung an die Patienten in der traditionellen Osteopathie Andrew Taylor Stills (1828 – 1917), dem Sohn eines der aktivsten Methodisten-Prediger Amerikas, dürfte zumindest teilweise auf das Gedankengut Wesleys zurückgehen.

Zurück in England intensivierte er seine evangelistische Tätigkeit. Er soll insgesamt 40.000 Predigten gehalten haben, oft vor Tausenden von Zuhörern.

John Wesley hatte zudem eine ausgeprägte Neigung zur sozial-diakonischen Tätigkeit. Er kämpfte für Reformen im Gefängniswesen und für die Abschaffung der Sklaverei, richtete Volksbibliotheken ein, sammelte Geld zum Aufbau von Schulen, richtete Darlehenskassen zur Selbsthilfe ein und kümmerte sich ferner um die Volksgesundheit, indem er eine Poliklinik und Armenapotheken gründete, Bücher über Volksmedizin verfasste und die sanfte Elektrotherapie einführte. Wesley hielt die Elektrizität dabei für die ‚Seele des Universums‘, für eine Art Feuer, das das Blut im menschlichen Körper in Wallung bringt. Er glaubte zudem fest an Gespenster und sah im Geisterglauben einen Beleg dafür, dass die menschliche Seele unsterblich sei. Seine Sozialwerke finanzierte er aus dem Erlös seiner Schriften, während er selbst sehr sparsam lebte.

John wesley starb am 2. März 1791 in London.

KERNPUNKTE DER THEOLOGIE WESLEYSi

Weder ein starres Kirchenritual noch frommes Leben und gute Taten allein machten nach Ansicht der Methodisten den wahren christlichen Glauben aus, sondern bewusste innere Umkehr (Buße) und Wiedergeburt aufgrund der Rechtfertigung durch Jesus Christus. Heiligung ist für die Methodisten kein erreichter Zustand sondern ein Ziel, verstanden als ein fortgesetztes Wachstum in der Liebe zu Gott und den Mitmenschen (für die Methodisten gibt es das eine nicht ohne das andere). Evangelisation ist ebenso wie Diakonie eine natürliche Folge dieser wachsenden Liebe, und sind für die Methodisten untrennbar verbunden.

i Quelle: www.wikipedia.org, 2014.

DIE BEDEUTUNG DES VORLIEGENDEN WERKES

Natürliche Arzneien ist eines von vielen medizinischen Hausmittel-Büchern, die v. a. seit der Erfindung des Buchdrucks so beliebt waren, dass ihre Gesamtauflagen sogar jene der Bibel übertrafen. Zumeinst handelte es sich um tradiertes Erfahrungswissen, das üblicherweise die Maßnahmen der ‚heroischen‘ (universitären) Medizin – Aderlass, Brechmittel, Alkohol und Skalpell – ergänzten.

Bei John Wesleys Natürliche Arzneien sollte man sich zudem immer wieder daran erinnern, dass es ursprünglich für seine Wanderprediger (circuit rider) geschrieben wurde. Körperärztliche Medizin wurde damit eingebettet und immer im Kontext mit der primären seelsorgerischen Tätigkeit praktiziert. Bedenkt man dies, fällt auf, dass im vorliegenden Buch nur sehr dezente Hinweise auf spirituelle bzw. metaphysische Kontexte zu finden sind. Die mag der Tatsache gschuldet sein, dass der allumfassende Einfluss der römisch-katholischen Kirche im seelsorgerischen Bereich den griechischen, an der Gesundheit orientierten (salutogenetischen) und der Natur dienenden Idealarzt der Antike, welcher zugleich Körperarzt, Seelsorger und Philosoph war, zum rein körperärztlichen Fachmann degradierte. Erst seit der Renaissance und der daraus erwachsenen Aufklärungsbewegung sollte es zu einer Aufweichung dieser strikten Trennung kommen.

Da die seit der Renaissance v. a. durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse zunehmenden kirchlichen und weltlichen Reformbewegungen v. a. im freidenkerischen Umfeld der Vereinigten Staaten von Amerika im 18. und 19. Jahrhundert besonders gut gediehen, konnten Seelsorger auch unbehelligt Medizin praktizieren. Dies auch deshalb, da sich gerade in den entlegenen Gebieten des Grenzlandes im Westen kaum reguläre Ärzte niederließen und dieser Engpass Präsident Andrew Jacksons (1767 – 1845) zu einem Erlass erwog, der es auch Laien erlaubte im Lehrverfahren das medizinische Handwerk zu erlernen und auszuüben zu dürfen.

So kam es also, dass Natürliche Arzneien – eigentlich ein körperärztliches Handbuch – in den Satteltaschen der methodistischen Wanderprediger als treuer Wegbegleiter immer mit dabei war. Einer der berühmtesten Vertreter dieser Zunft war Abram Still (1796 – 1867), der Mitte des 19. Jahrhunderts überwiegend in den gerade entstehenden Staat Missouri und Kansas tätig war. Ihm zur Seite stand sein Sohn, Andrew Taylor Still (1828 - 1917), der spätere Entdecker der Osteopathie, der seine medizinische Grundausbildung im eben genannten Procedere bei seinem Vater erhielt. So überrascht es nicht, dass der ethische Kern von Stills Klassische Osteopathie, vollkommen entgegen der orthodoxen bzw. ‚heroischen Medizin‘ der universitären Medizin jener Zeit, einen tatsächlich ganzheitlichen Ansatz verfolgte, salutogenetisch orientiert war und sich stets im Dienst der Natur/​Schöpfung verortete bzw. primär auf das Wohl der Menschheit ausgerichtet war. Lesen wir bei John:

„Die Liebe Gottes, das über allem stehende Heilmittel sämtlicher Beschwerden, verhindert sämtliche Störungen, die durch menschliche Gefühle und Leidenschaften ausgelöst werden, denn Sie sorgt dafür, dass diese Leidenschaften in einem gesunden Gleichgewicht gehalten werden. Und durch die unbeschreibliche Freude und perfekte Ruhe, Gelassenheit und Ausgeglichenheit, die Gott den Menschen gibt, bleibt die Liebe Gottes die kraftvollste Quelle für Gesundheit und ein langes Leben.“ (s. in Wesley nachfolgendem Vorwort, S. xiii)

Hier wird der Mensch einer höheren Intelligenz untergeordnet, der Fokus liegt auf der Ressource der Gesundheit (salutogenetisch) und das Wirken in Richtung Gesundheit obliegt einer inherenten Interaktion metaphysisch-pyhsischer Prozesse. Dies ist ein klarer Widerspruch zum ‚Gesund-Machen‘, so wie dies von allen nicht-naturheilkundlichen, d. h. pathogenetischen Ansätzen propagiert wird.

Natürliche Arzneien ist somit aus medizinhistorischer Sicht ein wichtiges Dokument und bedeutender Baustein im Gebäude des Paradigmawechsels weg von der heroischen mechanistsichen und hin zu einer im idealärztlichen Sinn der Antike zu definierenden tatsächlich ganzheitlich orientierteren Medizin.

ZUR GESTALTUNG DES BUCHS

Gegenüber dem Original wurden einige kleinere Änderungen im Layout vorgenommen, um die Lesbarkeit des Inhalts zu verbessern. So wurde auf die ursprüngliche Druchnummerierung der einzelnen Anwendungen verzichtet. Des Weiteren wurden die einzelnen Beschwerdebilder mit Paragraphen gekennzeichnet und in einem systematischen Index am Ende des Buchs nochmals übersichtlich aufgelistet. Zudem finden Sie ebenfalls am Ende des Haupttextes ein ergänzendes Glossar, in dem viele der heute unbekannten Mittel und Begriffe erläutert werden.

ABSCHLIESSENDE EMPFEHLUNG

Natürliche Arzneien ist ein Handbuch für Laienärzte aus dem späten 18. Jahrhundert. Viele der vorgefundenen Anwendungen erscheinen aus heutiger Sicht bestenfalls unterhaltsam und schlimmstenfalls gefährlich. Nehmen Sie sich deshalb meinen Ratschlag zu herzen und probieren Sie nicht alles aus, was Sie hier an Anwendungen finden werden. Was aber nochwichtiger ist: Beid em Buch handelt es sich um ein medizinhistorisches Dokument von allerhöchtem Unterhaltungswert. Lesen und beurteilen Sie das Buch nicht wie ein aktuelles medizinisches Nachschlagewerk, d. h. lesen Sie es nicht ‚kritisch‘. Tauchen Sie stattdessen ein in jene faszinierende Welt jener unmittelbareren Medizin, wie sie v. a. im Grenzland der Vereinigten Staaten von Amerika im 19. Jahrhundert durch Seelsorger im landärztlichen Kontext praktiziert wurde. Wenn Sie dies beherzigen, werden Sie eine Menge Freude bei der Lektüre haben. In diesem Sinne …

Viel Vergnügen beim Lesen!

Christian Hartmann

Pähl, Juni 2014

VORWORT ZUR ENGLISCHEN AUSGABE

Als der Mensch aus den Händen des großen Schöpfers entstanden war, in Körper und Geist vollkommen, mit Unsterblichkeit beschenkt und ohne Sünde, gab es keine Notwendigkeit für Arznei oder die Heilkunst. Da der Mensch keine Sünde kannte, kannte er auch keinen Schmerz, keine Krankheit, keine Schwachheit und keine körperlichen Beschwerden. Die Wohnstätte, in der die engelsgleiche Seele, die göttliche Aura, weilte, war keinem Verfall unterworfen, obwohl aus dem Staub der Erde geformt. Sie trug keine Samen der Verdorbenheit oder Auflösung in sich. Und es gab nichts, was sie hätte beschädigen können: Himmel und Erde und alles Leben, das sie bewohnte, waren mild, gütig und freundlich zum Menschen. Die gesamte Schöpfung lebte in Frieden mit dem Menschen, so lange, wie der Mensch Frieden mit Gott hatte. So konnte man sagen „[…] die Morgensterne singen zusammen, und alle Söhne Gottes rufen laut vor Freude.“

Aber wie sehr hat sich die Szenerie gewandelt seit der Mensch gegen den Schöpfer des Himmels und der Erde rebellierte! Die Unverderblichkeit hat sich die Verderblichkeit übergestreift, die Unsterblichkeit zog sich die Sterblichkeit an. Die Samen der Schwachheit und des Schmerzes, der Krankheit und des Todes sind nun ausgesät in unserem tiefsten Inneren. So entstehen beständig tausende Krankheiten, sogar ohne das Zutun von Gewalt, die von außen kommt. Und wie sehr wird diese Zahl noch erhöht durch alles um uns herum! Der Himmel, die Erde, und alles, was die Erde bewohnt, haben sich zusammengeschlossen, diejenigen zu bestrafen, die sich gegen ihren Schöpfer auflehnten. Die Sonne und der Mond gießen ungesunde und verderbliche Einflüsse von oben auf die Erde aus; die Erde stößt giftige Dämpfe aus ihrem Inneren aus; die Raubtiere des Feldes, die Vögel in den Lüften, die Fische des Meeres sind dem Menschen feindlich gesinnt; die Luft, die uns von allen Seiten umgibt, selbst ist gesättigt mit dem Pfeil des Todes; ja, unsere gesamte Nahrung wird tagtäglich der Inhaltsstoffe beraubt, die für unser Überleben so wichtig sind.

Auf diese Weise stellt der allmächtige Vater die Umsetzung seines Wortes: „Du bist Staub, und zu Staub sollst du wieder werden“ sicher.

Aber gibt es denn keine Möglichkeit, diese Beschwerlichkeiten zu lindern, wenn sie schon nicht vollständig beseitigt werden können? Die Bösartigkeiten des Lebens zu mildern und zumindest teilweise die Krankheit und die Schmerzen zu verhindern, denen wir ständig ausgesetzt sind? Es gibt sie, ohne Frage.

Eine große und wichtige Möglichkeit, den unterschiedlichsten Schmerzen und Krankheiten vorzubeugen, scheint in den Worten des großen Schöpfers aller Natur zu liegen, die gleichzeitig auch unser Todesurteil sind: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist.“ Die Kraft der körperlichen Ertüchtigung, sowohl um die Gesundheit zu erhalten als auch um sie wiederherzustellen, ist größer, als wir es uns vorzustellen vermögen. Besonders für die Menschen, die außerdem enthaltsam leben. Sie werden, wenn sie sich nicht vollkommen darauf beschränken, entweder „[…] Brot oder das Kraut auf dem Felde“ zu essen (was Gott nicht von ihnen verlangt), bemerken, dass Art und Menge der Nahrung, die sie zu sich nehmen, sich positiv auf ihre Gesundheit und ihre Körperkraft auswirken.

In der Vorzeit beruhten Medizin und Religion hauptsächlich auf Traditionen und tradiertem Wissen. Jeder Mann gab an seine Söhne weiter, was er selbst in gleicher Weise empfangen hatte. Dies umfasste sowohl das Wissen um die Heilung äußerlicher Verletzungen und um die für die jeweiligen klimatischen Umstände typischen Krankheiten, als auch diejenigen Arzneien, die ganz allgemein für die auftauchenden Krankheiten nützlich waren. Auf diese Weise hat sich das Wissen um die Heilkunst bei den Indianern bis zum heutigen Tag erhalten, dies ist sicher. Sie sind tatsächlich nur sehr selten überhaupt krank und durch die ständige Bewegung an der frischen Luft tauchen bei ihnen nur wenige Krankheiten überhaupt auf. Aber sollte es einem Indianer einmal schlecht gehen, oder er von einer Schlange gebissen worden oder von einem wilden Tier verletzt worden sein, sagen die Väter ihren Kindern sofort, welche Medizin nun aufzutragen sei. Und nur ganz selten muss der Patient lange leiden, da die Arzneien sehr schnell wirken und im Allgemeinen unfehlbar sind.

So lässt es sich vielleicht begründen, dass die Völker des Altertums, nicht nur Griechen und Römer, sondern sogar auch barbarische Völker, üblicherweise die Medizin mit der Göttlichkeit gleichsetzten. Und es war tatsächlich ein nahe liegender Gedanke, dass ER, der die Raubtiere und die Vögel, den kretischen Hirsch und den ägyptischen Ibis gelehrt hatte, nicht auch den Menschen zu lehren gewollt hätte,

Sanctius his animal, mentisque capacius altae. ii

Ja, von diesen gemeinen Kreaturen war es einfach zu schließen: „Wenn die Medizin diese Kreatur heilt, deren Fleisch nahezu die gleiche Zusammensetzung hat wie mein eigenes, kann sie auch mich selbst heilen.“ Der Versuch war gemacht, die Heilung war errungen, und Erfahrung und Medizin wurden zusammen erwachsen.

Was die Anwendung der hier niedergeschriebenen Arzneien betrifft, so sollte ich wohl empfehlen, dass Sie, sobald Ihnen die Art Ihrer Erkrankung bewusst wird (was einfach sein sollte, solange Sie nicht an einer Kombination aus mehreren Symptomen leiden – in diesen Fällen sollten Sie einen gottesfürchtigen Arzt hinzuziehen): Erstens: Zunächst die als erstes in der Liste der möglichen Heilmittel aufgeführten Arzneien verwenden (sofern nicht eine der anderen Arzneien einfacher zu bekommen ist und den gleichen Effekt hat). Zweitens: Nach einer bestimmten Zeit sollten Sie die zweite vorgeschlagene Medizin anwenden, wenn die erste nicht angeschlagen hat, dann die dritte, und so weiter. Ich schrieb absichtlich (in den meisten Fällen) für jede Krankheit mehrere Heilmittel nieder, nicht nur, weil sie nicht alle zu allen Zeiten gleich gut durchzuführen sind, sondern auch deshalb, weil die Medizin, die einen Patienten heilt, nicht zwangsläufig einen weiteren mit den gleichen Krankheitssymptomen ebenfalls heilen kann. Jedoch sind einige Heilmittel aufgeführt, die generell unfehlbar sind. Drittens: Halten Sie stets eine gesunde Lebensweise ein. Enthalten Sie sich jeglicher vermischter, stark gewürzter Nahrung. Essen Sie gut bekömmliche Lebensmittel. Trinken Sie nur Wasser, dies wird Ihnen Ihr Magen danken. Bewegen Sie sich täglich so lange Sie können an der frischen Luft. Essen Sie um 18 oder 19 Uhr zu Abend, und nur leicht bekömmliche Kost. Gehen Sie früh zu Bett, und stehen Sie beizeiten auf. Oft ist es schon die halbe Gesundung, wenn man in diesen Dingen einen festen Rhythmus einhält. Vor allen Dingen fügen Sie dem oben Gesagten (diese Arbeit wird nicht umsonst sein) die alte, unpopuläre Medizin des Gebets zu und haben Sie einen festen Glauben an Gott, der „[…] tötet und lebendig macht, der ins Grab bringt und auferstehen lässt.“

ii Ein Lebewesen heiliger als diese (die Tiere) und aufnahmefähiger für einen hohen Geist.

Denjenigen zuliebe, die durch den Segen Gottes ihre wieder gewonnene Gesundheit behalten wollen, füge ich anschließend noch einige einfache Regeln hinzu, die hauptsächlich auf Dr. Cheyne beruhen.

I.

 Die Luft, die wir atmen, hat eine große Auswirkung auf unsere Gesundheit. Menschen, die lange Zeit im Ausland verbracht haben, wo Ost- oder Nordwind herrschte, sollten vor dem Schlafengehen etwas dünne, erwärmte Flüssigkeit zu sich nehmen oder aber einen Schluck des Gebräus aus Toast und Wasser.

 Empfindliche Menschen sollten darauf achten, dass die Menschen um Sie herum stets gesund sind.

 Jeder, dem an seiner guten Gesundheit gelegen ist, sollte seine Wohnung, seine Kleidung und seine Möbel so sauber wie möglich halten.

II.

 Die wichtigste Regel beim Essen und Trinken ist die folgende: Die Qualität und die Menge der Lebensmittel sollte an die Verdauung angepasst sein. Die Art und Menge der Lebensmittel sollte stets so gewählt werden, dass sie beim Verdauen leicht im Magen liegen.

 Jegliche eingelegte oder geräucherte oder gesalzene sowie jegliche stark gewürzte Nahrung ist ungesund.

 Nichts trägt mehr zur Gesundheit bei als Enthaltsamkeit und einfache Nahrung, bei gleichzeitiger körperlicher Arbeit.

 Für fleißige Menschen sind etwa acht Unzen Fleisch sowie zwölf Unzen Gemüse innerhalb von 24 Stunden ausreichend.

 Wasser ist das gesündeste Getränk überhaupt. Es verstärkt den Appetit und regt die Verdauung an.

 Starke und noch mehr hochprozentige Alkoholika sind ein sicheres, gleichwohl langsam zerstörendes Gift.

 Die Erfahrung zeigt dabei, dass es völlig ungefährlich ist, mit dem Trinken von einem Tag auf den anderen ganz aufzuhören.

 Starke Alkoholika verhindern weder die Beschwerden bei Übersättigung, noch bringen Sie sie so sicher zum Ende wie Wasser.

 Alkoholische Getränke aus Malzextrakt (mit Ausnahme von klarem Bier oder Ale) sind besonders gesundheitsschädlich für empfindliche Menschen.

 Kaffee und Tee sind besonders schädlich für Menschen mit schwachen Nerven.

III.

 Empfindliche Menschen sollten stets leicht zu Abend essen, und dies zwei bis drei Stunden, bevor sie zu Bett gehen.

 Sie sollten beständig gegen 21 Uhr zu Bett gehen und stets um vier oder fünf Uhr aufstehen.

IV.

 Ein angemessenes Maß an Bewegung ist unverzichtbar notwendig für Gesundheit und ein langes Leben.

 Spazieren gehen ist die beste Bewegungsart für diejenigen, die dazu in der Lage sind. Reiten hingegen für diejenigen, die nicht spazieren gehen können. Die frische Luft bei schönem Wetter trägt viel zum Nutzen der Bewegung bei.

 Durch regelmäßige Bewegung sind wir dazu in der Lage, schwache Körperteile wieder zu stärken. So können die Lungen durch lautes Sprechen oder zügiges bergauf Laufen gestärkt werden, Verdauung und Nervensystem werden durch Reiten stimuliert, Durchblutung und Oberschenkel durch tägliches Abreiben.

 Auch die Fleißigen sollten täglich feste Zeiten für körperliche Ertüchtigung einplanen, mindestens zwei oder drei Stunden. Die eine Hälfte dieser Zeitspanne vor dem Abendessen, die andere vor dem Zubettgehen.

 Sie sollten sich regelmäßig rasieren und ihre Füße regelmäßig waschen.

 Diejenigen, die viel lesen oder schreiben, sollten sich angewöhnen, dies im Stehen zu tun. Anderenfalls wird dies ihre Gesundheit beeinträchtigen.

 Je weniger Kleidung man tagsüber oder bei Nacht trägt, desto abgehärteter ist man.

 Körperliche Ertüchtigung sollte erstens immer mit nüchternem Magen erfolgen. Zweitens sollte sie nicht zur Erschöpfung führen. Drittens sollten wir nach der Ertüchtigung wieder langsam herunterkühlen, damit wir uns nicht erkälten.

 Den Körper mit einer Bürste abzureiben ist sehr nützlich, vor allem wenn es darum geht, einen schwachen Körperteil wieder zu aktivieren.

 Das Baden in kaltem Wasser ist von außerordentlich großem Nutzen für die Gesundheit: Es verhindert eine reichliche Menge von Krankheiten. Es fördert das Schwitzen, hilft bei der Blutzirkulation und verhindert die Gefahr, sich eine Erkältung zu holen. Empfindliche Menschen sollten sich vor dem Bad kaltes Wasser über den Kopf gießen und langsam in das Wasser hineingehen. Mit dem Kopf voraus ins Wasser zu springen, wäre ein zu großer Schock für den Körper.

V.

 Verstopfung ist nicht lange mit einer stabilen Gesundheit vereinbar. Deshalb sollte dafür Sorge getragen werden, sie bei ihrem Auftreten möglichst umgehend zu beseitigen und durch die Einhaltung einer geeigneten Diät ein Wiederkehren zu vermeiden.

 Das Verhindern der Transpiration (was üblicherweise mit dem Wort Erkältung umschrieben wird) ist eine der häufigsten Ursachen für Erkrankungen. Sobald auch nur die ersten Anzeichen einer Erkältung auftauchen sollten, ist es angezeigt, sich durch Schwitzen wieder davon zu befreien.

VI.

 Die Leidenschaften und Gefühle des Menschen haben einen weitaus größeren Einfluss auf die Gesundheit des Menschen als allgemein bekannt ist.

 Alle heftigen und plötzlich auftauchenden Leidenschaften und Gefühle neigen dazu, den Menschen in akute Krankheit zu stürzen.

 Lange anhaltende leidenschaftliche Gefühle, wie Kummer oder unerwiderte Liebe, führen zu chronischen Krankheiten.

 Solange die Gefühlswallung, die die Krankheit auslöst, nicht beseitigt wird, ist jede Medizin nutzlos.

 Die Liebe Gottes, das über allem stehende Heilmittel sämtlicher Beschwerden, verhindert sämtliche Störungen, die durch menschliche Gefühle und Leidenschaften ausgelöst werden, denn Sie sorgt dafür, dass diese Leidenschaften in einem gesunden Gleichgewicht gehalten werden. Und durch die unbeschreibliche Freude und vollkommene Ruhe, Gelassenheit und Ausgeglichenheit, die Gott den Menschen gibt, bleibt die Liebe Gottes die kraftvollste Quelle für Gesundheit und ein langes Leben.

John Wesley

London, 11. Juni 1747

POSTSKRIPTUM

Es war eine große Überraschung für den Herausgeber der nachfolgenden Zusammenstellung, dass die Nachfrage nach seinem Werk so überaus groß war; innerhalb von zwei oder drei Jahren mussten drei Nachdrucke aufgelegt werden; und es wurde durch die Verleger eines angrenzenden Landes nicht nur aufgelegt, sondern Teile davon auch in dessen Tageszeitungen abgedruckt und somit im ganzen Königreich bekannt gemacht. All dies ermutigte den Herausgeber, das ganze Buch einer Überarbeitung zu unterziehen und es erneut mit einigen Änderungen zu veröffentlichen, die das Werk hoffentlich zu einem noch größeren Nutzen für diejenigen machen mögen, die den gesunden Menschenverstand und die Ehrlichkeit lieben.

Diese Änderungen und Einfügungen folgen noch immer meiner ursprünglichen Intention, billige, sichere und einfache Arzneien niederzuschreiben. Einfach zu verstehen, einfach zu beschaffen und einfach anzuwenden, auch für einfache, des Lesens und Schreibens nicht mächtige Menschen. Folgerichtig habe ich einige Arzneien nicht aufgenommen, die – obwohl sie billig und sicher sind – nicht allgemein üblich und bekannt sind. Gleichzeitig fügte ich mindestens genauso viele Arzneien zusätzlich ein, auf die dies nicht zutrifft. Sie sind nicht nur günstig und absolut sicher in der Anwendung, sondern gleichermaßen leicht zu finden, wenn nicht in jedem Haus oder Garten, so doch in jeder Stadt und in fast jedem Dorf innerhalb des Königreichs.

Da sie nicht nur nicht sicher, sondern auch extrem gefährlich sind, habe ich – neben Antimon – die vier herkulischen Arzneien Opium, Rinde, Stahl und die meisten Quecksilberzubereitungen nicht aufgenommen (nur in ganz wenigen Fällen sind sie enthalten). Diese Arzneiwirkstoffe sind in der Tat herkulisch und viel zu stark für einen gewöhnlichen Menschen. Wie viele tödliche Auswirkungen wurden durch sie bereits ausgelöst, sogar in den Händen besonders befähigter Ärzte! Im Hinblick auf vier der fünf Arzneien sind die Beispiele eklatant und unbestreitbar. Und während Quecksilber, die fünfte Arznei in diesem Bund, in seiner ursprünglichen Form so ungefährlich wie Brot und Wasser ist, wird es doch zum tödlichsten aller Gifte, wenn man es nicht versteht, es als Arznei richtig aufzubereiten. Diese Arzneien werden zu Recht schneidende Werkzeuge genannt. Aber die Ärzte haben den Arzneien nicht beigebracht, auf die Entfernung gefährlich zu sein. Für ehrliche Menschen gibt es keine Notwendigkeit, in Berührung mit diesen Arzneien zu kommen.

Stattdessen habe ich einmal mehr versucht, unvoreingenommenen Menschen mit gesundem Menschenverstand solche Inhaltsstoffe wie Luft, Wasser, Milch, Molke, Honig, schwarzen Rübensirup, Salz, Essig und bekannte englische Kräuter zu empfehlen; dazu einige Arzneien aus dem Ausland, die fast ebenso billig, sicher und bekannt sind. Und dies habe ich auf der Basis des Grundsatzes getan, der allen meinen Tätigkeiten zugrunde liegt: „Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.“

Auf vielfachen Wunsch habe ich gleichfalls einfache Erklärungen zu den meisten Erkrankungen hinzugefügt. Jedoch keine medizinischen oder philosophischen Erklärungen, sondern vielmehr solche, die für einfache Menschen zu verstehen sind und die diese dazu befähigen, in bekannten einfachen Fällen eine Krankheit von der anderen zu unterscheiden.

Bei ungewöhnlichen oder schwierigen Krankheiten, bei denen unter Umständen Lebensgefahr besteht, rate ich noch einmal jedem, sich ohne Aufschub an einen gottesfürchtigen Arzt zu wenden.

John Wesley

Bristol, 16. Oktober 1755

LONDON, 10. NOVEMBER 1760

Während der Beobachtung und Erfahrung von mehr als fünf Jahren, die seit der letzten Überarbeitung dieses Werkes vergangen sind, hatte ich ausreichend Gelegenheit, die Eigenschaften der nachfolgenden Heilmittel auszuprobieren. Und ich habe nun das Wort ausprobiert denjenigen Rezepturen hinzugefügt, die ich für die wirksamsten halte. Ich halte viele andere für ähnlich wirksam, aber es lag nicht in meiner Absicht, hierüber ein Urteil zu treffen.

In diesem Zeitraum hatte ich ebenso die Gelegenheit, einige weitere Heilmittel zusammenzustellen, die ich entweder selbst ausprobiert oder die von anderen ausprobiert wurden. Sie stehen nun unter ihrer entsprechenden Überschrift im Buch. Einige hiervon erkannte ich als von ungewöhnlich hoher Heilkraft, keiner jener Essenzen, die ich zuvor beschrieben habe, ähnlich. Und ein Heilmittel – dies muss ich auf der Grundlage persönlichen Wissens und tausender Experimente mit Nachdruck betonen – ist allen Arzneien, die ich bisher kannte, bei weitem überlegen: Ich meine die Elektrizität. Ich kann nicht anders als allen, denen das Wohlergehen des Menschen am Herzen liegt, zu raten, sich davon selbst zu überzeugen. Dies kommt sicherlich einer Universalmedizin von allen bisher bekannten am nächsten.

Einen großen Vorteil haben die meisten in diesem Buch aufgeführten Arzneien gegenüber den üblicherweise angewandten: Der Leser kann sicher sein, dass sie in ihrem Aufbau gut sind, d. h. sie sind rein, ursprünglich, einfach. Aber wer kann sich darauf verlassen, wenn die Medizin, die er verwendet, von einem Apotheker zusammengestellt wird? Vielleicht hat dieser den Wirkstoff, den der Arzt verschrieb, nicht zur Hand und verwendet stattdessen etwas anderes, das ähnlich wirkt. Vielleicht hat er den Wirkstoff, aber er ist verdorben und unbrauchbar geworden. Aber sie würden nicht wollen, dass er die Medizin wegwirft, denn vielleicht kann er sich das nicht leisten. Vielleicht kann er sich nicht leisten, die Arznei so zu mischen, wie es die Herstellungsordnung vorsieht, und kann sie auch nicht zum üblichen Preis verkaufen. Also wird er billigere Inhaltsstoffe verwenden und Sie nehmen schließlich etwas ein, was weder Sie selbst noch der Arzt kennen! Wie viele Schwierigkeiten muss dies hervorrufen! Die Gesundheit wie vieler Menschen wurde hierdurch bereits ruiniert! Wie viele wertvolle Leben sind dadurch bereits verloren! Und dies alles ist durch etwas Vorsicht und gesunden Menschenverstand zu verhindern, dadurch, dass man die einfachen Heilmittel verwendet, die in diesem Buch zusammengestellt und beschrieben sind.

OTLEY, 20. APRIL 1780

Seit der letzten Überarbeitung dieses Buches vor nahezu 20 Jahren ist eine Fülle von Einwänden zu einigen Teilen des Inhalts gemacht worden. Diese habe ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln geprüft und überdacht. In der Folge wurden einige Artikel ganz gestrichen und mehrere weitere entsprechend geändert. Außerdem fügte ich der Sammlung eine beachtliche Menge weiterer Arzneien hinzu, von denen einige erst vor kurzem entdeckt wurden, und einige, die ich noch nicht ausprobiert hatte, obwohl sie schon geraume Zeit in Verwendung sind. Aber ich rate immer noch, sich „[…] bei ungewöhnlichen oder schwierigen Krankheiten, bei denen unter Umständen Lebensgefahr besteht, ohne Aufschub an einen gottesfürchtigen Arzt zu wenden.“ Von einem Arzt, der Gott nicht fürchtet, und sollte sein Ruhm auch noch so groß sein, erwarte ich eher einen Fluch als einen Segen für den Patienten.

Die meisten Arzneien, die ich den übrigen vorziehe, sind nun mit (*) markiert.

AN DIE MITGLIEDER DER
METHODISTEN-KIRCHENGEMEINDE

Freunde und Brüder,

euer Seelenheil wird uns immer am Herzen liegen, aber wir dürfen auch eure körperliche Gesundheit nicht vernachlässigen. In einigen Teilen dieses großen Landes1 ist das Klima, in anderen das Essen ungesund. Und oft gibt es nur wenige Ärzte, manche von ihnen verstehen ihr Handwerk nicht, und nicht alle sind in eurem unmittelbaren Lebensumfeld schnell zu erreichen. Von einigen wenigen, kleineren Veröffentlichungen abgesehen, wurde bisher durch Medizinbücher nichts unternommen, diesen Zustand zu beenden. Und die Bücher, die es gibt, wurden in Europa geschrieben und geben daher den Wissensstand von Autoren wider, die natürlich die Besonderheiten und Eigentümlichkeiten der verschiedenen Krankheiten eines Volkes, das ein Land bewohnt, das so weit vom eigenen Land des Autors entfernt ist, nicht kennen können.

Einfache Heilmittel sind in der Regel die sichersten bei der Heilung einfacher Krankheiten und können manchmal unter dem Segen Gottes Wunder wirken. In dieser Überzeugung legen wir Ihnen das Werk Natürliche Arzneien vor, herausgegeben von unserem verehrten Freund John Wesley. Aber da die Unterschiede zwischen diesem Land und England in mancher Hinsicht groß sind – hinsichtlich der klimatischen Bedingungen, des allgemeinen körperlichen Zustands der Patienten und sogar hinsichtlich der Eigenschaften derselben einfachen Krankheiten – sahen wir es als notwendig für Sie an, das Buch durch Ärzte, die in Ihrem Land praktizieren, überarbeiten zu lassen. Diese haben auf unser Bitten hin – wo es nötig war – belehrende und erklärende Hinweise sowie einige für das Klima geeignete zusätzliche Rezepturen eingefügt.

Die beauftragten Ärzte haben unserer Bitte entsprochen und in dieser Fassung legen wir Ihnen dieses Buch vor und empfehlen es Ihnen aufrichtig.

Da wir die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf unserer Bücher karitativen Zwecken und der Verbreitung von Gottes Wort zukommen lassen, glauben wir, wir haben das Recht, darauf zu bestehen, dass Sie (bis auf wenige Ausnahmen) nur unsere Bücher, die ja auch von der Leitungskonferenz empfohlen werden und von uns abgezeichnet wurden, kaufen. Und da wir beabsichtigen, unsere Publikationen künftig in den Staaten drucken zu lassen – und dies in sehr viel größeren Auflagen als bisher – sind wir davon überzeugt, Ihnen in Zukunft diejenige große Auswahl unserer Bücher liefern zu können, wie sie die Zeit und die zeitliche Verfügbarkeit derjenigen unter Ihnen, die nicht das Leben eines Gelehrten am Schreibtisch führen, erfordern.

Wir bleiben, geliebte Brüder, wie immer

Ihre treuen Pastoren

Thomas Coke

Francis Asbury

EINE ZUSAMMENSTELLUNG

NATÜRLICHER ARZNEIEN

Wir weisen unsere Leser darauf hin, dass die in geschwungenen Klammern gesetzten Rezepturen und Anmerkungen von denjenigen Ärzten eingefügt wurden, denen die Überarbeitung dieses Buches oblag.

[Anm. d. Hrsg.:] Die mit (*) markierten Anwendungen wurden vom Autor favorisiert.

§ 1. FEHLGEBURT (VERHINDERN)

{Im zuerst genannten Fall sind kalte Bäder, vom Beginn der Schwangerschaft bis zum sechsten Monat zwei- oder dreimal in der Woche angewendet, hilfreich. Beim zweiten Fall könnte im vierten und siebten Monat ein Aderlass von Nutzen sein.} (*)

Frauen mit einer eher schwachen Konstitution sollten feste Nahrung zu sich nehmen, dabei jedoch große Mengen Tee sowie weitere ‚schwache‘, d. h. sehr flüssige und nährstoffarme Substanzen meiden. Sie sollten zeitig zu Bett gehen und früh aufstehen und sich regelmäßig bewegen, jedoch ohne sich zu überanstrengen.

Bei normaler Konstitution sollten sie eine Diät einhalten, hauptsächlich aus Gemüse bestehend, und starke alkoholische Getränke sowie alles, was die Körpertemperatur erhöhen oder die Anzahl der roten Blutkörperchen erhöhen könnte, meiden.

Im ersten Fall nehmen Sie täglich einen halben Pint des Absuds von Guajakholz ein; zu seiner Herstellung erhitzen sie ein Quäntchen davon fünf Minuten lang in einem Quart Wasser.

Im letzteren Fall geben Sie alle fünf bis sechs Stunden ein halbes Quäntchen gemahlenen (pulverisierten) Salpeter in eine Tasse Wasser-Haferschleim; in beiden Fällen sollte die Schwangere auf einem flachen Kissen und auf einer harten Matratze schlafen und kühl und ruhig liegen können.

§ 2. SCHÜTTELFROST2

{Schüttelfrost ist ein periodisch auftretendes Fieber. Jeder Schub wird gefolgt von einem kalten Schweißausbruch und endet mit Schwitzen.}

Nehmen Sie ein kaltes Bad, bevor der nächste Schub kommt.

Nichts kann den Schüttelfrost mehr verlängern als eine faule, träge Lebensweise: Der Patient sollte sich daher zwischen den Schüben so viel wie möglich bewegen und eine leichte Diät einhalten. Als Getränk ist Limonade das am besten geeignete.

Oder nehmen Sie eine Hand voll gemeines Kreuzkraut, raspeln Sie es klein, packen es in eine Papiertüte im quadratischen Format und stoßen Sie Löcher durch diejenige Seite, die der Haut am nächsten kommen soll. Bedecken Sie die Tüte mit einem dünnen Leintuch und legen Sie sie in die Magengrube. Erneuern Sie den Umschlag alle zwei Stunden vor dem nächsten Schub. – AUSPROBIERT

Oder legen Sie eine große Zwiebelscheibe in Ihre Magengrube.

Oder schmelzen Sie für zwei Penny Weihrauch, verteilen sie ihn auf einem Leintuch und legen Sie dieses Tuch in Ihre Magengrube – dies hat seine Wirkung noch nie verfehlt.

Oder kochen Sie Schafgarbe so lange in frischer Milch, bis sie sämig genug ist, um daraus einen Belag für ein Pflaster herzustellen. Eine Stunde vor dem kalten Schweißausbruch legen Sie dies auf Ihre Handgelenke und lassen Sie es dort, bis der heiße Fieberschub vorüber ist. Sollte ein weiterer kalter Schub kommen, nehmen Sie ein neues Pflaster. Das heilt oft ein Quartan-Fieber.

Oder trinken Sie ein Quart kaltes Wasser gleich zu Beginn des kalten Schweißausbruchs. Gehen Sie dann zu Bett und schwitzen Sie.

Oder machen Sie sechs mittelgroße Pillen aus Spinnweben. Nehmen Sie vor dem kalten Schweißausbruch eine und vor dem nächsten Schub zwei Pillen ein. Falls notwendig nehmen Sie am Tag darauf vor dem nächsten Schub die übrigen drei. Dies bleibt selten ohne Wirkung. Oder geben Sie einen Teelöffel Weinsteinsalz in ein großes Glas frisches Wasser und trinken Sie es nach und nach aus. Wiederholen Sie diese Dosis die nächsten beiden Tage, vor dem Anfall.

Oder nehmen Sie zwei kleine Teelöffel Prunell-Salz eine Stunde vor dem Anfall. – Dies heilt normalerweise nach drei Mal. (*)

Oder nehmen Sie einen großen Löffel zerstoßene Kamille ein.

Oder einen Teelöffel Hirschhornweinbrand in einem Glas Wasser. (*)

Oder essen Sie eine kleine Zitrone, mit Schale und allem weiteren.

Sollte der heiße Fieberschub sehr stark sein, nehmen Sie acht oder zehn Tropfen Laudanum; falls verstopft, in Hierapicra.

Dr. Lind meint, der Schüttelfrost sei durch die Einnahme von zehn bis zwanzig Tropfen Laudanum, in die man zwei Quäntchen Mohnsirup gibt und dies in warmes Wasser mischt und eine halbe Stunde vor dem nächsten Fieberschub trinkt, heilbar.

Es kann sinnvoll und richtig sein, vor der Anwendung der eben aufgezählten Mittel zu erbrechen oder ein Abführmittel zu benutzen. Wenn Sie etwa zwei Stunden, bevor der nächste Schub erwartet wird, Erbrechen herbeiführen, verhindert es im Allgemeinen den Schub und man kann geheilt werden; dies trifft vor allem auf Kinder zu. Es ist außerdem richtig und wird empfohlen, die Medizin nach etwa einer Woche nochmals einzunehmen (welche es auch sei), um einen Rückfall zu verhindern. Nehmen Sie danach auf keinen Fall ein Abführmittel ein. – Das tägliche Abbürsten des Körpers und häufige kalte Duschen sind die besten Mittel, einen Rückfall zu verhindern.

Kinder konnten geheilt werden, wenn man ihnen eine Weste anzog, die mit Baumrinde wattiert war.

{Ein Fieber, das in seiner Heftigkeit manchmal so stark schwankt, dass zwischen den einzelnen Schüben gar kein Fieber besteht, nennt man Wechselfieber, wie Galen sagt. Die Länge der fieberfreien Zeitspanne bezeichnet den Namen des Fiebers als Quartana-, Tertiana-, Doppel-Tertiana- und Tropica-Fieber.3 Wechselfieber im Frühling muss ganz selten mit den oben beschriebenen Mitteln behandelt werden.Die peruanische Rinde erlaubt in diesen Breitengraden mit Hilfe von 30 Gran Ipecacuanha Erbrechen herbeizuführen und die andauernde Hitze fördert die Heilung, manchmal sogar gänzlich ohne Medizin. Die im Herbst eintretenden Unterbrechungsperioden nehmen zunächst bei einem Erwachsenen selten reguläre Form an, sind jedoch in der Regel Wechselfieber. Aber obwohl sie sich sehr stark einem anhaltenden Fieber annähern, muss der Patient sehr selten zur Ader gelassen werden, in manchen Fällen sogar nie, sofern die Fieberschübe regelmäßig wiederkehren. Es sollte jedoch in jedem Fall wie oben beschrieben Erbrechen herbeigeführt werden. Hierzu ergreift man die Gelegenheit, wenn das Fieber unterbrochen wird, zwei Stunden vor dem nächsten Anfall. Geben Sie während des Fieberanfalls warme, verdünnte Flüssigkeit; und sollten die Fieberunterbrechungen regelmäßig sein, kann nach dem Erbrechen eine Behandlung mit Rinde erfolgen und der Anfall ist bald vorüber. Kinder sollten normalerweise vor der Behandlung mit Rinde nur unter Zuhilfenahme von Jalap oder Rhabarber abführen. Die richtige Dosis hierfür liegt bei 30 Gran für Jugendliche und bei der Hälfte dieser Menge für ein neunjähriges Kind, und so im Verhältnis entsprechend angepasst für jüngere Kinder. Wenn die Schübe regelmäßig wiederkehren und der Magen entleert worden ist, kann direkt nach dem Anfall eine Behandlung mit peruanischer Rinde erfolgen (sofern keine Entzündung oder ein anderes Hindernis vorliegt). Hierbei genügen üblicherweise ein bis zwei Unzen. Teilen Sie eine Unze Rindenpuder in zwölf Einzelportionen. Lassen Sie den Patienten oder die Patientin alle zwei Stunden zwischen den Schüben je eine Dosis davon einnehmen und führen Sie diese Behandlung nach dem nächsten Schub fort. Oder kochen Sie eine Unze Rinde in eineinhalb Pints Wassers, bis nur noch ein Pint übrig ist, gießen Sie die Flüssigkeit ab und trinken Sie davon alle zwei Stunden ein Weinglas voll. Oder geben Sie zu einer Unze pulverisierter Rinde vier oder fünf Löffel Proof Spirit und ein Pint kochendes Wasser. Lassen Sie alles zwei bis drei Tage stehen und verwenden Sie die Flüssigkeit dann wie die zuvor beschriebene.}

§ 3. TERTIÄRER SCHÜTTELFROST

{Dies ist ein Schüttelfrost, der jeden zweiten Tag wieder beginnt.}

Wird oft durch die Einnahme von Abführmittel an einem Tag und durch Aderlässe am zweiten Tag geheilt.

{Ohne zuvor den Rat eines erfahrenen Arztes einzuholen, sollte im Fall eines Schüttelfrosts in warmem Klima nicht zur Ader gelassen werden.}

Oder trinken Sie einen Teelöffel Weinsteinsalz in frischem Wasser aufgelöst. Dies heilt oft das tertiäre, das doppelt-tertiäre, das dreifach-quartane sowie das lang anhaltende Fieber; vor allem wenn Sennesblätter zwei- oder dreimal zuvor verabreicht werden.

Oder wickeln Sie um jedes Handgelenk einen Umschlag aus schwarzem Rübensirup und Knaulgras. (*) – AUSPROBIERT

Oder nehmen Sie ein kaltes Bad (sofern Sie nicht fortgeschrittenen Alters sind oder sich sehr schwach fühlen). Aber wenn Sie dies anwenden, ist es angezeigt:

vor dem Bad einen Aderlass durchzuführen oder ein Abführmittel zu benutzen.

abgekühlt ins Wasser zu steigen; sofort einzutauchen, aber nicht mit dem Kopf voraus; nur zwei oder drei Minuten im Wasser zu bleiben (oder zunächst noch kürzer).

niemals mit vollem Magen zu baden.

mindestens zwei- oder dreimal die Woche zu baden, bis man insgesamt neun- oder zehnmal gebadet hat.

unmittelbar danach kräftig zu schwitzen (sich ins Bett zu legen) bei Lähmungen, Rachitis und allen Krankheiten, bei denen das Nervensystem betroffen ist.

Sie können sich daran ohne Gefahr gewöhnen, wenn Sie mit den Bädern im Mai beginnen und zunächst nur kurz eintauchen und sofort wieder herausgehen. Aber einige haben ohne Schwierigkeiten damit auch im Winter begonnen.

§ 4. DOPPELT-TERTIÄRER SCHÜTTELFROST

Nehmen Sie vor dem Anfall (nach dem Abführen) drei Unzen Zichorienwasser, ein halbes Quäntchen Weinsteinsalz und 15 Tropfen Schwefelgeist.

Um die Heilung abzuschließen, nehmen Sie am vierten Tag nach Ausbleiben der Symptome zwei Quäntchen Sennesblätter, reine halbe Quäntchen Weinsteinsalz, eine Nacht lang aufgebrüht in vier Unzen Zichorienwasser. Gießen Sie es ab und trinken Sie es.

§ 5. QUARTÄRER SCHÜTTELFROST

{Dies ist ein Schüttelfrost, der zwischendurch zwei Tage ausbleibt. Er kommt beispielsweise montags und dann erneut am Mittwoch.}

Legen Sie, sobald der Anfall beginnt, Mauerblümchen auf die Stirn, die Blüten und Blätter mit etwas Salz zusammengehalten. Lassen Sie dies an Ihrer Stirn, bis der Anfall vorüber ist. Wiederholen Sie die Anwendung falls nötig.

Bewegen Sie sich in den Stunden vor dem nächsten Anfall sehr viel (etwa durch Reiten oder Wandern, so lange wie es Ihnen möglich ist). Falls möglich, setzen Sie dies bis zum nächsten Anfall fort. Schon diese Maßnahme kann manchmal Heilung bringen. – AUSPROBIERT

Oder umwickeln Sie die Handgelenke mit einem Umschlag aus Terpentin oder gemahlenem Pfeffer mit schwarzem Rübensirup vermischt.

Oder träufeln Sie vor dem Anfall Terpentin-Öl auf den Nacken.

Bei einem solchen Schüttelfrost rufen Sie eine Stunde, bevor der kalte Schweißausbruch beginnt, mit zehn Gran Ipecacuanha Erbrechen hervor. Gehen Sie dann zu Bett und schwitzen Sie, unterstützt durch das Trinken von Limonade (dies ist ein Getränk aus Zitronensaft, Zucker und Wasser), für sechs oder acht Stunden. Dies heilt normalerweise nach drei oder vier Anwendungen. Falls nicht, nehmen Sie zwischen den Anfällen ein kaltes Bad. (*)

Oder nehmen Sie vor dem Anfall zwanzig Körnchen gemahlenen Safran in einem Glas Weißwein ein.

§ 6. ST.-ANTONIUS-FEUER

{Das St.-Antonius-Feuer ist ein von roten und schmerzhaften Schwellungen begleitetes Fieber, das im Gesicht oder an anderen Körperstellen Pusteln, die sich nach und nach zu kleinen Blasen entwickeln, hervorruft. Je früher der Hautausschlag beginnt, desto weniger gefährlich ist die Krankheit. Halten Sie eine Diät ein aus Haferschleim mit Wasser oder aus Weizen-Fleischbrühe mit gerösteten Äpfeln.}

Nehmen Sie ein Glas warmes Teerwasser und reiben Sie damit jede Stunde die betroffenen Hautstellen ein.

Teerwasser wird folgendermaßen hergestellt: Rühren Sie mit einem flachen Rührlöffel eine Gallone kaltes Wasser mit einem Quart norwegischem Teer fünf oder sechs Minuten zusammen. Nachdem das Gemisch drei Tage abgedeckt gestanden hat, schöpfen Sie das klare Wasser ab, füllen das Teerwasser in Flaschen um und verkorken diese.

Oder trinken Sie einen Absud aus Holunderblüten, um schwitzen zu können; gleichzeitig legen Sie auf die betroffenen Hautstellen ein Stück in Kalkwasser getauchtes Leinen, gemischt mit etwas mit Kampfer präpariertem Weingeist.

Kalkwasser wird so hergestellt: Lösen Sie ein Pfund guten, schnell bindenden Kalk in sechs Quart frischem Wasser auf und lassen Sie dies 24 Stunden stehen. Füllen Sie es um und halten Sie es griffbereit.

Oder führen Sie zwei- oder dreimal vorsichtig Erbrechen herbei – kein akutes Fieber verträgt sich mit wiederholtem Erbrechen besser als dieses, vor allem, wenn es den Kopf betrifft. Währenddessen verkochen Sie eine Hand voll Salbei, zwei Hand voll Holunderblüten (oder Rinde) und eine Unze Alaun in zwei Viertel Salbeiwasser zu einem Pint. Waschen Sie die betroffenen Hautstellen damit jede Nacht.

Sollte der Puls schwach sein und der psychische Allgemeinzustand insgesamt depressiv, können stärkende Fleischbrühe oder ein wenig Negus gegeben werden.

Oder lassen Sie drei Quäntchen Salpeter in so viel Holundertee ziehen, wie sie der Patient innerhalb von 24 Stunden trinken kann. Sollte die Krankheit den Kopf betreffen, ist ein Aderlass nötig. Die Entzündung mit Salben oder Balsam zu bekämpfen, ist hier nicht angezeigt.

Ein warmes Fußbad ist sehr angenehm und bringt dem Patienten oft große Erleichterung. In Schottland bedecken die einfachen Leute die betroffenen Körperstellen mit einem in Schrotmehl getauchten Leinentuch.

§ 7. DER SCHLAGANFALL

{Beim Schlaganfall tritt eine plötzliche Bewusstlosigkeit ein, der eine teilweise Körperlähmung folgt, üblicherweise begleitet von hohem Puls sowie schneller Atmung und Frösteln.}

Um einen Schlaganfall zu verhindern, nehmen Sie regelmäßig kalte Bäder und trinken Sie nur Wasser.

Während des Anfalls geben Sie eine Hand voll Salz in ein Pint kaltes Wasser und flößen Sie dies, falls möglich, dem Patienten ein. Er wird schnell zu sich kommen. So auch jemand, der durch den Schlaganfall bereits tot zu sein scheint. Aber rufen Sie umgehend einen guten Arzt. (*)

Sollte der Anfall kurz nach dem Essen passiert sein, lassen Sie nicht zur Ader, sondern rufen Sie Erbrechen hervor. (*)

Rubbeln Sie den Kopf, die Füße und Hände des Patienten kräftig ab und lassen Sie zwei starke Männer den Patienten aufgerichtet im Raum umhertragen. (*)

Ein hartes Kissen im Nacken des Patienten und leichte Diät konnten oft einen weiteren Schlaganfall verhindern.

Es besteht ein großer Unterschied zwischen einem leichten und einem schweren Schlaganfall. Letzterer wird oft von Lähmungen begleitet. – Bei einem schweren Schlaganfall hat der Patient eine kräftige Gesichtsfarbe; das Gesicht ist geschwollen und die Blutgefäße, vor allem am Kopf, schwellen an und treten hervor; der Puls schlägt schnell; die Augen stehen vor und sind starr; das Atmen fällt schwer und ist oft von einem schnorrenden Geräusch begleitet. Dies kommt unvorhergesehener als der leichte Schlaganfall. Lassen Sie den Patienten am Arm oder am Hals stark zur Ader; baden Sie die Füße in warmem Wasser; Schröpfen am Hinterkopf. Die Strumpfbänder sollten sehr fest gezogen sein, um die Blutzirkulation in den unteren Extremitäten zu verringern.

Geben Sie dem Patienten alle drei oder vier Stunden etwas Salpeter in Wasser.

Sobald der Patient in der Lage ist zu schlucken, geben Sie ihm ein starkes Abführmittel. Aber sollte dies nicht möglich sein, sollte der Patient mit Hilfe eines großen Stücks frischer Butter und eines großen Löffels Salz erbrechen.

Beim leichten Schlaganfall ist der Puls nicht so hoch, das Gesicht weniger gerötet und das Atmen fällt nicht so schwer. Hier ist kein Aderlass erforderlich, wohl sollte jedoch Weinstein als Brechmittel gegeben werden, danach ein Abführmittel wie zuvor erwähnt. Puder von gemahlenem Nieswurz sollte die Nase hinaufgezogen werden usw.

Diese Art Schlaganfall wird üblicherweise gefolgt von ungewöhnlicher Müdigkeit, Schwindel und einem Gefühl der Schwere.

§ 8. HEISSHUNGER

{ein unersättliches Hungergefühl}

40. „Sollte er ohne Erbrechen vorkommen, wird der Heißhunger oft dadurch geheilt, dass man ein kleines Stück Brot in Wein tunkt und an die Nase hält.“ (Dr. Schomberg)

§ 9. ASTHMA

{Das Asthma ist eine in Anfällen auftretende, immer wiederkehrende Behinderung der Atmung, von einer Lungenstörung herrührend. Die meisten Asthma-Patienten spucken häufig.}

Holen Sie jeden Morgen ein Pint kaltes Wasser und waschen Sie direkt anschließend ihren Kopf darin. Nehmen Sie alle 14 Tage ein kaltes Bad.

Oder schneiden Sie eine Unze Süßholzwurzel klein. Lassen Sie diese 24 Stunden in einem Quart Wasser ziehen und trinken Sie es, sobald sie sich schlechter als sonst fühlen. Ich habe gesehen, wie dies sehr viel Erleichterung bringen kann. (*)

Oder trinken Sie zweimal täglich einen halben Pint Teerwasser.

Oder ernähren Sie sich zwei Wochen lang nur von Karotten. Dies verfehlt selten seine Wirkung.

Oder nehmen Sie jeden Morgen eine Unze Quecksilber und einen Löffel Schwefelwasser oder jeden Abend um 17 Uhr fünfzehn Tropfen Schwefelsäure-Elixier in einem großen Glas Quellwasser ein – dies hat hartnäckiges Asthma geheilt. (*)

Oder nehmen Sie drei- bis viermal täglich zwischen 10 und 60 Tropfen Schwefelsäure-Elixier ein.

Schwefelsäure-Elixier wird so hergestellt: Träufeln Sie nach und nach vier Unzen starkes Schwefelsäure-Öl in ein Pint Weingeist oder Brandy, lassen Sie dies drei Tage stehen und fügen Sie dann eine halbe Unze geschnittenen Ingwer sowie eine Unze ganzen Jamaica-Pfeffer hinzu. Weitere drei Tage später ist das Elixier gebrauchsfertig. Sollte der Patient jedoch sauer aufstoßen, geben Sie ihm nach dem Schwefelsäure-Elixier noch die Heilmischung für asthmatischen Husten (wie in Artikel 56 beschrieben).

Oder geben Sie einen Teelöffel ätherisches Öl in ein Quart kochendes Wasser und atmen Sie den Dampf zweimal täglich durch einen Räucherapparat ein.

Ätherisches Öl wird so hergestellt: Geben Sie vier Unzen Weingeist sowie eine Unze Tolubalsam zusammen mit einer Unze Äther in ein Fläschchen. Verschließen Sie das Gefäß gut. Die Mixtur wird sich jedoch trotzdem nicht länger als eine Woche halten.

Um eine kurzfristige Linderung der Beschwerden zu erfahren, führen Sie durch einen Quart Wasser (oder mehr) Erbrechen herbei. Je mehr Sie davon trinken, desto besser.

Tun Sie dies, sobald Sie den Drang zum Erbrechen verspüren. Und achten Sie darauf, Ihren Körper stets offen zu halten.

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Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
22 декабря 2023
Объем:
161 стр. 2 иллюстрации
ISBN:
9783941523777
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