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Jo Phantasie
Die schwarze Leopardin
Ein sadomasochistischer Krimi für Leser ab 18 Jahren
Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis
Titel
Zum Inhalt
Schwarze Leopardin 1: Alexander
Schwarze Leopardin 2: Bill
Schwarze Leopardin 3: Neptun
Schwarze Leopardin 4: Gregorius
Schwarze Leopardin 5: Hannah
Schwarze Leopardin 6: Aleksandra
Schwarze Leopardin 7: Tutanchamun
Schwarze Leopardin 8: Insel der Frauen
Schwarze Leopardin 9: In der Frauenwaschanlage
Schwarze Leopardin 10: Gehirnwäsche
Schwarze Leopardin 11: Gekonnt eingelocht
Schwarze Leopardin 12: Dreilochgalopp
Schwarze Leopardin 13: Sula-Ki
Nachwort
Impressum neobooks
Zum Inhalt
Die schwarze Leopardin
Ein sadomasochistischer Krimi für Leser ab 18 Jahren
von
Jo Phantasie
Tauchen Sie ein in die Abenteuer der schönen und verdorbenen „Schwarzen Leopardin“, die mit Männern ihre perversen Spielchen treibt und im Gegenzug oft genug als wehrloses Sexspielzeug herhalten muss. Hin und hergerissen zwischen ihren sadistischen Neigungen und dem Anlehnungsbedürfnis an einen starken Mann entstehen interessante bizarre Situationen.
Ihr Hauptberuf ist allerdings der Diebstahl von kostbaren Kunstschätzen, die sie als Auftragsarbeit ausführt und davon sehr gut lebt. Die schwarze Raubkatze versteht es vorbildlich, Auftrag und Lust zu vereinen, wobei ihre Sucht nach sexuellen Eskapaden sie oft in gefährliche Situationen bringt.
Der Stil des Autors wird niemals vulgär oder pornografisch und fast schon authentisch. Der Leser möchte mitfiebern und wird gleichzeitig abgeschreckt von den sadomasochistischen Szenen und Aktionen.
Einige Leserkommentare zu seinen Geschichten:
• ... du hebst dich hiermit angenehm vom recht fantasielosen Einheitsbrei der Erotikrubrik ab ...
• ... ich meine, dass dir hier eine lockere Schlenderei zwischen Illusion und Realität gelungen ist, die angenehm von der Ich-Erzähler Position getragen wird. Das kannst du gut. Du bist da immer ganz dicht bei deinem Protagonisten.
Schwarze Leopardin 1: Alexander
Zwei verschiedene Glockenklänge sind im Rauschen der noch vereinzelt vorbeifahrenden Fahrzeuge zu unterscheiden: Dongk, dongk, dongk, ich erkenne die Stundenglocke von Saint-Germain und nur drei Sekunden versetzt, gonkl, gonkl, gonkl, folgt Sainte-Chapelle. Drei Uhr, noch ziemlich genau drei Stunden bis zum Sonnenaufgang. Herrliche Symmetrien, drei Schläge, drei Uhr, drei verbleibende Stunden. Spiegelungsgleichheit der Zeiten, ein gutes Omen und der perfekte Moment!
Eigentlich sollte ich schon drin sein, aber diesen akustischen Kunstgenuss wollte ich mir nicht entgehen lassen. Tief einatmen, die Luft riecht immer noch leicht nach Smog. Die Pariser selbst nehmen das nicht mehr wahr. Meine Sinne sind deutlich schärfer, detektieren jedes auffällige Geräusch, verdächtige Bewegungen: Der Eiffelturm blinkt aufgeregt herüber, ein Schiffsdiesel startet auf der Seine. Erregend kommen neue Gerüche hinzu: Reste von Treibstoff, Abfall, Smog, mmhh ...
Nicht umsonst nennt man mich die Leopardin. Über fünf scharfe Sinne verfüge ich sowieso und zusätzlich noch über den sechsten: Der richtige Moment ist ... jetzt!
Nur eine Taube flattert in der Dunkelheit erschrocken auf, als ich die Scheibe einschlage. Kein Alarmton, keine blinkenden Außenleuchten zeigen an, dass irgendetwas ausgelöst wurde, ich in das Museum eingebrochen bin.
Diese Alarmanlage hat mich nur eine vergnügliche Stunde gekostet. Bertrand, der Haustechniker, er dachte, es wäre bereits um sein Leben geschehen.
Zwischen Angst und Lust gefangen lag er nackt und stramm fixiert auf seinem Bett. Dabei zeigte ich ihm, seinen Schaft masturbierend, die Vorteile einer Kooperation auf.
Drei Tage und Nächte hatte ich ihn ausgespäht und recherchiert: Vorlieben, Schulden, Gewohnheiten, Freundin und Familie. Danach wusste ich, er ist der Richtige.
Es gibt mir dieses unsagbar erhabene Gefühl, einen Mann hilflos unter meinen Händen zu spüren. Glied und Hoden in der Gewalt meiner schwarzen Handschuhe zu wissen, erzeugt Feuchtigkeit an der erwünschten Stelle. Ihre Hilflosigkeit ist seit fünf Jahren das Elixier meines Daseins, der Treibstoff meines Erfolges, der einzige Sinn meines gefährlichen Lebens.
Um nicht zu lügen: fast der einzige.
Der wichtigste Inhalt meiner Aktionen ist, Geld zu verdienen. Sagenhaft viel!
„Bertrand, mein Lieber, sag, magst du es, wenn ich deinen Schwanz so berühre?“, meine Stimme klingt durch den Stimmenverzerrer drohender, als ich es gewollt hatte. Darth Vader selbst hätte Angst vor mir bekommen. Hilflos starrt er auf meine schwarze Sturmhaube, nimmt jetzt auch meine Augen wahr, sieht in meine Kontaktlinsen „Gelbe Katze“, die seinen Eindruck, in die Hand einer bestialischen Teufelin gefallen zu sein, nur noch vertiefen.
Meinen Händen entkommt er in dieser Position nicht!
Wiederum reicht es, seine Vorhaut ganz zurückzuziehen und mit der Handschuhoberfläche der anderen Hand leicht über seine Penisspitze zu gleiten, links, rechts, dann diese kreisenden Bewegungen. Der Anblick ist für mich erregend, er bäumt sich auf, sein Glied wird stahlhart. Das Blut pumpt sichtbar, das Ende wird vorhersehbar. Wenn ich weitermache, wird er in drei Sekunden ejakulieren.
So beende ich spontan meine Zwangsmasturbation.
Unter meinem schwarzen Overall bin ich bestens vorbereitet: ein hauchdünner „Ouvert“‑Body, der meine Brüste freilässt, sobald ich es möchte. Der Moment ist gekommen, er darf sie als kostenlose Zusatzleistung betrachten: „Sag, gefällt dir, was du siehst?“
Ganz nahe schiebe ich sie an sein Gesicht. Er versucht mit den Lippen eine Brustwarze zu erfassen. Sicherheitshalber weiche ich aus, streife mit dem Nippel lediglich an seinem unrasierten Kinn entlang. Als Ergebnis recken sie sich steil empor, zeigen meine unbändige Erregung.
Bertrands ganzer Körper riecht nach billigem Tabak. An seinem Atem verspüre ich den widerlichen Dunst von Alkohol: Pernot oder Pastis.
Sein ehemals harter Schwanz ist vor Angst vollständig zusammengefallen. Das ist der richtige Zeitpunkt, die Wirkung meiner Vaginalmuskeln zu testen. Meine feuchte Spalte erzeugt obszöne Geräusche, als ich meine Klitoris an seinem erwachenden Teil reibe. Ein tiefes Stöhnen aus seinem Mund wirkt entschädigend und befreiend. Es sorgt für ein tropfnasses Becken und den Wunsch, ihn sofort reiten zu müssen.
Aber zuerst die Arbeit!
„Die Alarmanlage? Deine Entscheidung! Eine defekte Alarmanlage sollte doch im Museum nicht für Argwohn sorgen, oder?“, auf meine Frage sieht er auf meine direkt über ihm hängenden Brüste.
Er schüttelt den Kopf: „Meine Anstellung?“
Sein erregtes und steil nach oben stehendes Glied versucht vergeblich, in meine Vagina einzudringen, sich durch Bewegungen Erleichterung zu verschaffen, die ich nicht gewähre. Langandauernde Verzögerungen sind meine Befriedigung. Seine körperlichen Reaktionen, das unausweichliche Auf und Ab, Erregung und Aufgabe, das ist meine Erfüllung. Der Rest ist danach nichts als eine Zugabe, nebenbei gepflückt, en passant, für meine inneren Gefühle nebensächlich.
Leider gibt es die verlockenden äußeren Begehrlichkeiten: ein Riesenhaufen Geld!
Dazu wird heute der Grundstein gelegt.
Irrelevant für mich ist, ob es mein kunstvoller Einsatz der Schamlippen oder die versprochenen 200.000 Euro in bar waren: „Nur wir beide wissen davon und dabei bleibt es!“
Meine Vaginalmuskeln hat er bis zum dritten Abgang genossen. Der letzte fiel hart und erzwungen aus, sollte ein schmerzhaftes Andenken an mich werden.
Der versprochene Geldbetrag war bis dahin für ihn nichts weiter, als eine fragwürdige Hoffnung. In seinen vom Sperma verklebten Augen, irgendwo musste ich das Zeug doch lassen, habe ich sie gelesen: eine leichte Hoffnung, gepaart mit größer werdender Angst. Es war die versteckte Befürchtung, dass ich ihm seine Säfte noch schmerzhafter und für seine Gesundheit schädlicher entreißen könnte.
Aus diesem Grund habe ich ihn in seiner Fesselung gelassen. Nur starke Männer erkennen, wann sie besiegt sind. Denen kann ich ihre Freiheit ohne große Gefahr gewähren. Bertrand ist schwach, er würde seine Niederlage niemals erkennen, irritiert reagieren und unberechenbar bleiben. Daher verlasse ich ihn mit der Perspektive, sich in einigen Stunden selbst befreien zu dürfen. Jedoch soll die Angst in seinem Kopf festsitzen, unvermutet ein weiters Mal hilflos fixiert aufwachen zu müssen.
Niemals hatte er erwartet, das Geld bereits am nächsten Tag in seinem Kühlschrank vorzufinden.
Das Ergebnis hatte meine Entscheidungen bestätigt!
Die Alarmanlage in dem Musée National d'Art Moderne ist seit mehreren Wochen defekt. Genauso war das geplant: Eine zu lange Zeit, um zwingend einen Zusammenhang erkennen zu können. Die Ersatzteile kommen aus New York. Einige widersprüchliche Mails vom Verantwortlichen Bertrand hatten dort zu Verzögerungen geführt. Einen Verdacht wird es geben, wirkliche Beweise nicht! Die Videoanlage funktioniert, das ist mir egal. Sollen sie doch Daten zum Auswerten finden, erkennen, dass ich alleine bin und wie ich mich bewege. Lange habe ich überlegt, auch diese Überwachung lahmlegen zu lassen, doch so ein Zufall wäre verdächtig geworden.
Das Vorhängeschloss bedeutet für den Bolzenschneider kein wirkliches Hindernis. Zehn Sekunden später bin ich im Museum.
Es ist mein oberstes Prinzip: Niemals persönlich den Tatort auskundschaften! Es ist alles im Internet oder in den Museumsführern zu finden: Pläne, Räume und natürlich auch die Bilder, meine Gemälde. Wohl mehr als hundertmal habe ich alles akribisch durchgespielt, so lange, bis ich jeden Standort blind ertasten könnte. Es sind die fünf wertvollsten Gemälde des Museums: Braque, Léger, Matisse, Modigliani und Picasso, den Gesamtwert habe ich auf einhundert Millionen Euro geschätzt. Ein Privatverkauf wäre allerdings fatal, praktisch unmöglich. Zehn Millionen Erfolgsprämie von einem privaten Sammler sind für mich das geringere Risiko, zumal meine wahre Identität verborgen bleiben wird.
Jim selbst kennt mich ebenso wenig wie sein Sohn Alexander, dieser Alexander, den ich dreimal getroffen und bei ihm jedes Mal eine andere Stimme und neue Kontaktlinsen benutzt hatte: „White Out“, „Red Damon“ und „UV-Pink“. Für ihn bin ich die schwarze Leopardin. In seinen Augen habe ich den Versuch gesehen, herauszufinden, ob ich tatsächlich eine Frau bin. Er griff vergeblich nach mir, wollte fühlen, ob die Wölbungen unter meinem schwarzen Trikot genauso Täuschungen sind, wie der Rest an mir.
Meine schnelle Reaktion hatte ihn tief beeindruckt und er drückte die zwei Millionen Anzahlung in meine Hand. Meine wahren Augen konnte er nicht sehen, aber meinen Geist hat er gespürt, mir deshalb vertraut. Genau aus diesem Grunde habe ich mit Alexander noch etwas Besonderes vor ...
*
Porsche, einer der teuersten, der 918. Dieser Alexander muss verrückt sein und sein Vater ebenfalls! Wer fährt einen Wagen, der bei jedem Zuschauer für immer im Gedächtnis hängen bleibt. Das ist in unserem Geschäft überhaupt nicht gut. Jim, sein Vater, der sollte sich überlegen, ob er mit seinem Alexander alles richtig macht. Wenn „Sohn“ eine Berufsbezeichnung wäre, dieser Alexander hätte sie verdient.
Für jeden Kieselstein, der durch seine rasante Fahrweise auf der langen Kiesauffahrt hart unter die 918er-Karosserie geschleudert und von meinem empfindlichen Gehör schmerzhaft wahrgenommen wird, soll er leiden. So geht man nicht mit einem Porsche um. Wenn das Geld vom Vater stammt, überhaupt nicht! Geld scheint in der Familie keine Rolle zu spielen, das riesige Anwesen ist ebenfalls ihr Eigentum. Als Eigentümer dieses Anwesens hier in Poissy, nur 30 Kilometer westlich von Paris im Grüngürtel mit Blick auf die Seine, ist Jim eingetragen.
Sie scheinen sich sicher zu fühlen.
Meine Prämisse: Bei Jobs dieser Art immer systematisch vorgehen. Keine Komplizen, was ich selbst erledigen kann, führe ich auch persönlich durch. Deshalb liege ich hier in meinem Versteck, registriere mit dem Fernglas jede Bewegung und alle Abläufe auf dem Gelände: Vorbereitungen, mögliche Fallen, Security, Hunde, Alarmanlagen.
Überwachungen dieser Art führe ich regelmäßig durch, das ist eine meiner Stärken und hat mir bislang ungeahnte Vorteile verschafft. Weder Schlaf noch Durst, Hunger oder die Kälte der Nacht können mich aufhalten. Nicht die geringste Auffälligkeit wird mir entgehen. Das ein oder andere Mal bin ich bei vorherigen Übergaben schon von Treffpunkten abgezogen, weil mein sechster Sinn eine Gefahr gewittert hatte. Zu Recht, wie sich später herausstellte. Dieses Anwesen beobachte ich jetzt seit drei Tagen, ein Zeitraum, der sich als sicher herausgestellt hat. Vor zwei Jahren hatte ich einen scheinbar überschlauen Klienten, der sein Geld einsparen wollte. Er hatte meine Überwachung geahnt und seine Falle zwei Tage vorher aufgebaut, direkt vor meinen Augen. Seine bestellten Gemälde lagern heute noch in meinem Versteck!
Hier scheint alles unauffällig zu sein. Entweder sind sie deutlich cleverer als ich oder eben reell, möchten die bestellten Kunstwerke erhalten und auch bezahlen. Drei Uhr nachts, meine Zeit! Die Glocke der Collegiale de Poissy hat mir die richtige Stunde geläutet: drei Schläge, drei Uhr, drei Stunden bis zum Sonnenaufgang. Symmetrien, die ich liebe.
Die Videoüberwachung und die Alarmanlage stellen kein wirkliches Problem dar: Marke Telemot, die habe ich schon oft ausgetrickst, wenn bekannt ist, wo sich die Schaltanlage befindet. Er schläft tief und fest. Regungslos stehe ich vor seinem Bett und erkenne ihn wieder. Playboy Alexander, der seinen Porsche vergewaltigt hat. Mit lässigem Schwung hechtete er über die ungeöffnete Tür des Cabrios, nahm seine Sonnenbrille ab, um die Gegend abzusuchen. In dem Moment war ich der Überzeugung, er hätte bemerkt, dass ich ihn beobachte. Nein, er besaß lediglich einen ähnlichen argwöhnischen Reflex wie ich.
Schwarze Satinlaken, wie geschmacklos! Er ist nackt, das vereinfacht die Sache: Lautlos rasten die Handcuffs ein. Für die Fußfesseln muss ich millimeterweise und ohne zu atmen die Bettdecke anheben: klick, klick, geschafft. Mit der Fernsteuerung werden die Haltegurte auf Stufe zwei stramm gezogen.
„Wa, waaas?“, seine ersten Worte.
Alles okay, vorbereitet klingt das nicht. Sehr gut!
„Haben Sie das Geld?“, meine Frage ist direkt. Jetzt kann ich auch das Licht einschalten und ziehe ihm die Decke weg. Makelloser Körper, gebräunt, Sixpack, gestählt, gepflegt und sicher fixiert. Die Fernsteuerung der Spanngurte zeigt Stufe zwei an. Das bedeutet handlocker und er nutzt das aus. Das machen anfangs alle.
„Was soll das? Na klar habe ich das Geld, wenn sie die Bilder haben!“, bei seinen Worten höre ich leichte Empörung mitschwingen. Er zappelt mir aber etwas zu viel an den Cuffs herum, also Stufe drei und ihm etwas Zeit geben, seine Situation richtig einzuschätzen. Erst Stufe fünf ist wirklich schmerzhaft. Das benötigte ich allerdings nur bei einem extrem renitenten Klienten.
„Ruhig, ruhig! Die Bilder stehen bereit. Wo ist das Geld?“, dabei halte ich meine roten und gefährlich wirkenden Augen dicht vor seine. Vertrauen ist gut, aber mit acht Millionen Ausständen spielt man nicht. Die Schwarze Leopardin verliert niemals Geld und Ware gleichzeitig!
„Binden Sie mich los, ich geh es holen!“, netter Versuch, jedoch bei mir fruchtlos
„Das Geld!“
Er scheint aufzugeben: „Im Safe!“
Oft führt eine bedrückende Stille zur gewünschten Information.
...
„Im Wohnzimmer, das Bücherregal ist schwenkbar!
Es fehlt immer noch etwas.
...
„Die Kombination ist ‚drei, sieben, zwei, acht, vier´!“, er scheint keine Tricks vorzuhaben. Eine Warnung kann trotzdem nicht schaden: „Die Steuerung ist auf Timer eingestellt. Wenn ich in zehn Minuten nicht quittiere, fährt die Elektrowinde Volllast, das sind dann 25 Kilonewton. Es tut nicht nur weh, dir fehlen danach mindestens zwei Extremitäten. Alles verstanden?“
„Bitte kommen Sie wieder! Das Geld, es ist da. Geben Sie mir die Bilder, sonst wird es für Sie böse enden!“, seine Empörung ist deutlich hörbar, auch seine Angst.
Mein Rating für seine Wahrheit und einen guten Ausgang steigt damit auf 95 %.
Die Summe liegt wie vereinbart in 500-Euro-Scheinen im Koffer. Zum Zählen bleibt keine Zeit, nur für einige Stichproben in den Bündeln. Meine Waage zeigt 18,1 kg an. Mit den Banderolen liegt das im korrekten Wertbereich. Eine Konvertierung in kleinere Scheine ist für mich kein Problem. Hier geht es um das Gewicht, ich muss schnell sein, mit dem Koffer in Bewegung bleiben können.
Er sieht nicht schlecht aus, dieser Alexander. Ein wenig verwöhnt, sicher arrogant und überheblich, aber sein Körper ist sehr gepflegt und athletisch. Genau das Richtige für eine kurze Abwechslung. Außerdem, er soll doch für seine zehn Millionen eine kleine Zugabe bekommen, damit ich in seinem Gedächtnis bleibe. Für mich ist dieses Spiel Teil meiner Berufsehre!
„Was, was machen Sie denn da?“, darauf muss ich nicht antworten, er spürt es ja selbst. Seinen Schaft entfalte ich zur vollen Pracht und es dauerte nicht lange. Merkwürdigerweise funktioniert das mit schwarzen Samthandschuhen wirkungsvoller als mit der bloßen Hand. Die blank liegende Eichel streicheln, zuerst zärtlich, dann kräftig fordernd, dabei die Hoden sanft massieren. „Lassen Sie das! Was wollen Sie? Wo sind meine Bilder?“, kommt als nutzloser Protest von ihm. Allerdings sind es gar nicht seine Bilder, das Geld kommt vom Vater. Reden werde ich diesmal nicht, nur belohnen.
Mit meinen Kontaktlinsen „Rotes Drachenauge“ gehe ich ganz nah an sein Gesicht heran, lecke seine Lippen, züngele über seine Wangen bis zum Ohr. Er schmeckt gut! Seine Gesichtshaut ist sehr gepflegt, ich rieche Fleur du Male, gegessen hat er ein Steak, bleu. Ich liebe es, wenn Männer ihr Steak roh essen, es hat etwas Animalisches! Er sieht mich ratlos und stumm an.
Der Ouvert‑Body darf sich ein weiteres Mal bewähren. Meine interessantesten Körperregionen als kostenlose Zusatzleistung scheinen keinen Eindruck zu hinterlassen: „Was machen Sie da? Nein, tun Sie das bitte nicht!“
Er wird doch nicht etwa schwul sein? Egal, dann wird es doppelten Spaß bedeuten!
Seine Rute steht kerzengerade nach oben. Natürlich, da sind sie auch schon, die erwarteten Stöhnlaute, als ich die vorhandene Erektion härter manipuliere. Genüsslich setze ich mich auf sein Gesicht, er versucht auszuweichen, den Kopf zu wenden. Meine Schenkel sind ebenso trainiert, wie mein gesamter Körper. Schnell habe ich ihn in die richtige Position gebracht und meine feuchte Spalte über seinem Mund positioniert. Jetzt kann ich mich so tief wie möglich drücken, sodass seine Atemluft links und rechte an meinen Labien vorbeiströmen muss.
Herrlich ...
„Oohhh!“, das ist jetzt genau der Ton, den meine Klitoris spüren möchte! Neben diesen Nuancen des Klanges der verschiedenen Kirchenglocken und den Erwartungen der Stundenglocken ist dieser Stöhnlaut nach dem Zusammendrücken seiner Eichelspitze das erregendste Geräusch auf der Erde. Meine harten Schenkel können sich für einen Moment von seinem Kopf lösen, sich entspannt spreizen und meine weit geöffnete und tropfende Vagina dann seinen Mund umschließen.
So bleiben, abwarten, meinen Orgasmus an seinem heißen Atem auskosten ...
Er bewegt sich nicht, liegt ganz still. Als ich anfange, seine freiliegende Eichel wiederum mit der Oberfläche der Handschuhe ganz sanft ohne wirkliche Berührung zu umkreisen, nur die herausragenden Fasern touchieren sehr zart die Haut, merke ich, wie seine Schwellkörper erneut pumpen. Freiwillig umkreist er meinen Kitzler. Die Vorstellung ist überwältigend: Eine Zunge, über die vor einigen Stunden noch das Blut eines Steaks geflossen ist, umspielt meine Klitoris, dringt in meine Vagina ein.
Er scheint aufgegeben zu haben! Das war mein Ziel! Er ist in meiner Hand, weiß, dass er mir nicht entkommen will. Was sind zehn Millionen Euro gegen dieses Gefühl, wieder einmal einen starken Mann besiegt zu haben, nicht körperlich, sondern mental!
Alle vier Cuffs habe ich geöffnet, er bleibt in der gleichen Position liegen, während ich ihn reite und meine Brüste seinem Mund darbiete. Dieses wird von ihm dankbar angenommen. Als er kräftig mit seiner Zunge meine Brustwarze umkreist, mit seinen Händen mein Gesäß umfasst und fest an sich drückt, weiß ich, dass ich gewonnen habe. Jetzt kann ich ihn nach oben drehen, meine Schenkel um seine Hüften schlingen und gefahrlos von ihm meine Brüste verwöhnen lassen. Er verschafft mir einen wunderbaren zweiten Orgasmus. Als er versucht, meine hauchdünne Sturmhaube vom Kopf zu reißen, werfe ich ihn wieder auf den Rücken.
Darüber lacht er nur. Obwohl er stärker sein mag, macht er keinen weiteren Versuch, mein Gesicht zu enttarnen: „Black Leopard, meine schöne schwarze Jägerin, ist ja gut! Ich werde dir nichts tun, nur für immer in deiner Hand sein. Das Geld hast du wirklich verdient!“
Zuerst genießt er es genauso wie ich, dieses Wechselspiel der Lust und der Gewalt. Ohne jede Fixierung habe ich ihn mehrmals mit meinem Mund zum Wahnsinn getrieben. Seine Eichel wird zwischen zwei Fingern so stark zusammengedrückt, dass sein Stöhnen dabei sowohl Lust als auch Schmerz ausdrücken könnte. Dann sehe ich ein erstes Aufblitzen des Verstehens in seinen Augen.
Alexander ist intelligent und erkennt, dass ich ihn in mein willfähriges Lustobjekt verwandelt habe.
Sein Verlangen nach Rache wird übergroß, er muss diese Schmach tilgen. Mit starken Armen hält er mich, zwingt mich nieder auf das schwarze Laken, besiegt nicht nur meine Kraft, sondern diesmal auch meinen Willen. Denn auch diese andere Seele schlummert in mir: Kraftvoll von einem Mann niedergerungen und beherrscht zu werden. Hilflos benutzt, um mich bedingungslos meiner eigenen Lust widmen zu können, das sind meine verborgenen Leidenschaften. Bei ihm schaffe ich das, dieses Fallenlassen, das kurzzeitige Ausschalten meiner Selbstkontrolle. Alexander hat diese Aura, die mir sagt, dass er es nicht zu meinem Nachteil ausnutzen wird!
Selbst als er mich schwungvoll umdreht, sein stahlhartes Glied unvorbereitet in meinen Anus einführt, empfinde ich den plötzlich einsetzenden Schmerz als Teil meiner eigenen Ekstase. Unwissend nimmt er diesen Akt als Ausgleich, als Kompensation seiner verletzten Würde und Zeichen seiner vermeintlichen Macht über mich. So lasse ich ihm seinen Sieg, gebe mich ganz meinen Gefühlen hin, in der Gewissheit, dass er mir in Wirklichkeit bereits hilflos verfallen ist.
Als er nach meinem Kopf verlangt, fürchte ich erneut den Versuch einer Enttarnung und versteife mich. Er hat es aber wiederum nur auf seine Lust und die Dominanz über meinen Körper abgesehen, schiebt mir sein hartes Glied tief zwischen meine Lippen und zwingt mir seinen Takt auf.
Zweimal ist er bereits in meinem Mund gekommen und wir haben von diesen Spielen immer noch nicht genug. Aus seinem Sperma versuche ich, seine Eigenschaften herauszuschmecken: Ehrgeiz, Kontrolle, Selbstbewusstsein, gepaart mit einer Spur von Leichtsinn. Es sind bewundernswerte Attribute für einen Mann, aber seine gehören ab heute mir. Je stärker Alexander mich körperlich beherrscht, ich mich ihm unterwerfe, desto größer wird seine Sucht nach mir werden.
Die Luft riecht nach unserem Schweiß, Ejakulat und allen anderen Körpersäften, Düfte unserer gegenseitigen Besessenheit.
Fünfmal „Gonnggg!“, die Stundenglocke der Collegiale de Poissy und das erste tief hängende Rot des drohenden Sonnenaufganges! Wenn er etwas gegen mich unternehmen wollte, dann müsste es jetzt sein. Aber dieser Alexander schaut nur fassungslos und ohne Worte zu, wie ich mein schwarzes Trikot überstreife, Gurte und Winde im Rucksack verstaue und mit dem Geldkoffer auf dem Sims des geöffneten Fensters stehe.
Gekonnt fängt er den Schlüssel eines Schließfachs am Hauptbahnhof von Poissy auf.
„Sehen wir uns wieder? Bitte schöne Jägerin, ich kann nicht mehr ohne dich sein!“, er kennt die Antwort. Ich brauche meinen Kopf nicht zu schütteln, ihn nur still anzusehen.
„Machs gut, schwarze Leopardin, ich werde immer an dich denken, dich niemals vergessen. Aber mein Leben wird ohne dich leer und sinnlos sein!“, es klingt schicksalsergeben und glaubhaft.
Niemals den gleichen Rückweg wie den Hinweg nehmen, immer nur das Unerwartete durchführen. Die Stadt und das Land werde ich noch heute verlassen!
Das Geräusch einer frühen Vespa erinnert an Italien ...
Ein letztes Mal seinen entspannten Körper betrachten, seine verlorene Seele inhalieren, dann schwinge ich mich in den Morgennebel.
***
Schwarze Leopardin 2: Bill
Der Genuss dieser Klänge, bevorzugt einer außergewöhnlichen Stundenglocke oder der ganz großen Kirchenglocken, das ist meine große Liebe. Um sie zu hören, werde ich nachts extra wach, zwölf Uhr Mitternacht, lausche erwartungsvoll in den dunklen Nachthimmel. Dann überzieht sich meine Haut mit dieser unvermeidlichen Körnung, meine Ohren berauschen sich am Kolorit dreier Töne aus unterschiedlichen Richtungen und meine Seele wird von dreimal zwölf Zauberschlägen besiegt.
Kann es etwas Schöneres geben auf der Welt ..., außer natürlich Männer zu demütigen, sexuell zu unterwerfen und abhängig zu machen, um so aus ihrer Mittäterschaft für meine kleinen Unternehmungen größtmöglichen Profit zu erzielen?
Aber diese Glocken sind mir jetzt eindeutig zu nah! Der große Glockenturm der russisch orthodoxen Kirche in Sanremo ist eine bemerkenswerte Sehenswürdigkeit, ebenso wie das Erscheinungsbild der gesamten Kirche überhaupt. Diese fünf Zwiebeltürmchen, der große, umsäumt von den vier kleineren, die hätte man hier am Mittelmeer niemals erwartet. Genau dies war von Anfang an die Faszination für mich und dann meine Entscheidung, mich hier niederzulassen. Auch der Klang ihrer Glocken ist einzigartig, jedenfalls, wenn man sie aus der Ferne hört.
Allerdings hänge ich im Moment an den Armen an der Decke genau dieses großen Glockenturmes, nackt, mit gerötetem Gesäß und geschwollenen Schamlippen, ein wenig frierend und eindeutig hilflos. Die Situation entbehrt nicht einer gewissen Komik: Es hätte mein Spiel sein können, mein Einfall! Die inszenierte Entwürdigung eines Mannes zum Beispiel, die hätte ihren entsprechenden optischen und emotionalen Reiz gehabt. Wie konnte mir das nur passieren? Ein Mann hätte hier eindeutig besser und vorteilhafter gehangen! Bill, Bill dieser Mistkerl, der hätte es sein sollen. Ganz vorn in meinen Erinnerungen schwebt jetzt sein Bild vor mir: buschige Augenbrauen, narbige Haut, zerklüftete Lippen. Ach, Bill ...!
„Donngggg, Donngggg, Donngggg, Donngggg, Donngggg“, fünf Uhr nachts, der letzte Schlag schwebt noch sekundenlang greifbar in der Luft, die Subharmonischen, dieser tiefe Infraschall unterhalb der Hörgrenze, den verspürt jetzt sogar mein Körper, weil er über die Gewölbedecke durch die Seile auf meine Handgelenke übertragen wurde. Sehe ich durch die leicht verstaubten Glasfenster bereits das erste Morgenrot? Um acht Uhr ist die Frühmesse, meiner Erinnerung nach läuten sie dann mindestens zwanzig Minuten alle Glocken gleichzeitig. Das wird für mein Wohlbefinden und die Unversehrtheit meines feinen Gehörs dann wohl das Ende bedeuten ...
William, heute nenne ich ihn Bill, ist Amerikaner und ich hatte ihn im Kasino kennengelernt. Sanremo ist einer meiner Orte, an denen ich mich bevorzugt im Frühjahr aufhalte, dann ist es weder zu heiß, noch touristisch überlaufen, aber die Zitronen- und Orangenbäume und die sonstige Blütenpracht dort haben es mir in dieser Jahreszeit angetan.
In das Kasino gehe ich immer erst sehr spät abends, dann, wenn die ersten Spieler schon abgenervt und seelisch ausgebrannt sind und sich deshalb meine Chancen vervielfachen.
Niemals spiele ich Roulette, ich kenne die Statistiken und weiß, dass im Endeffekt immer die Bank gewinnt. Poker ist mein Spiel, ich beherrsche es perfekt. In den Augen der Männer sehe ich, welches Blatt sie in den Händen halten, erkenne ihre Verunsicherung, wenn ich meine langen Beine andersherum schlage oder mich vorbeuge, um ihnen einen kleinen Einblick zu gewähren.
Bill hatte auch gedacht, mit mir leichtes Spiel zu haben. Eine Poker spielende Frau, die das gut kann, Pokerface aufsetzen, Profis überlisten, ausreichend bluffen ..., einfach undenkbar! Bei ihm hat es gereicht, dass ich sinnlich meinen Zeigefinger in den Mund führte und in seinen Pupillen sah, dass er nicht mehr als ein einfaches Paar haben konnte. An dem Abend verlor er an mich 22.000 Euro, zusätzlich noch sein glockendunkles Lachen und eine Einladung für den morgigen Abend auf seine Yacht.
Nicht protzig, sondern sportlich sieht sie aus, eine richtige Segelyacht, mit der er auch die lange Seereise von Miami bis Sanremo selbst zurückgelegt hatte. Den großen Salon ahnt man auch nicht, wenn man das Schiff von außen sieht, und dass er mit nur drei Leuten Besatzung auskommt, schon gar nicht. Obwohl, diese vollbusige Blondine Isabelle, die Stewardess, die darf man wohl nicht zur Segelbesatzung zählen, die ist eindeutig für etwas anderes zuständig! Das habe ich auch an ihrem vernichtenden Blick gesehen, als Bill die gesamte Besatzung, also auch sie, nach unserem Abendessen zum Landgang verdonnert hatte.
Hummer gab es, im Salon, weil es auf Deck dann doch zu frisch war und wir wurden von Isabelle und Mike aufs Vortrefflichste bedient. Es kehrte auch bald eine warme und knisternde Atmosphäre ein, insbesondere, als ich mein Bolerojäckchen dann noch ablegte und er, eindeutig beeindruckt, meine muskulösen Oberarme und mein tiefes Dekolleté bewundern konnte. Dafür kam dann der Champagner auf Eis und ich bemerkte, wie Isabelle sich eindeutig zu tief herunterbeugte, als sie Bill einschenkte, wohl, um ihm einen Vergleich zu bieten, hatte sie doch offensichtlich die größere Oberweite. Doch meine Eloquenz und meine historischen Kenntnisse beeindruckten ihn sichtlich mehr, konnte ich ihm doch eine 2000‑jährige spannende geschichtliche Abhandlung über Sanremo und Umgebung liefern, gespickt mit einigen amourösen Vorkommnissen in der höheren Gesellschaft, die ich genüsslich ausschmückte.
Natürlich war ich auch für den weiteren Verlauf des Abends bestens vorbereitet. Bill scherzte noch, als ich ihm in seinem beeindruckenden Schlafzimmer die Handschellen anlegte und ihn damit an die Bettpfosten kettete. Er hatte wohl ein amouröses Spielchen, verbunden mit ausdrucksstarker Erotik, erwartet. Als dann seine Fußgelenke eingeklinkt waren, war er schon wesentlich weniger zuversichtlich und nach dem folgenden Strammziehen zu einem richtigen symmetrischen „X“ kamen die ersten Protestlaute, aber da war es bereits zu spät für ihn.
Sein Körper roch nach Algen, Salz und Diesel. Diese Gerüche wird man auch so schnell nicht wieder los, egal, wie lange man duscht, badet, reibt, aber sie sind für mich mit einem gewissen Hauch von Männlichkeit verbunden. Seine wahre „Männlichkeit“ präsentierte er mir dann auch, mehrmals sogar! Das erste Mal ging es relativ schnell, da ich natürlich meine schwarzen Handschuhe dabei hatte, an die ich mich so gewöhnt habe. Pulsierend und erwartungsvoll stand seine Pracht senkrecht im Raum, die Spitze steil empor zur goldenen Deckenleuchte gestreckt. Danach befand sich seine Erektion dort einige einsame Sekunden in dieser aufregenden Zwischenphase, allein gelassen und unberührt von meinen Fingerspitzen, in einem labilen Stadium zwischen Explosion und Zusammenfall.
Ein wahrer Seemann verträgt schon Einiges an Schmerz und so hatte ich seine Penisspitze etwas kräftiger gedrückt, als ich es normalerweise bei schwächeren Männern durchführe. Seine Reaktionen verschafften mir multiple Orgasmen. Seine Protestschreie, vermischt mit Luststöhnen drangen tief in meine weit geöffnete Vagina ein, während ich sein Gesicht, insbesondere seinen Mund weiter kräftig ritt.
Dieses Auf und Ab, seine unkontrollierten erzwungenen Erektionen, das Pulsieren, das machte mich immer sehr schnell wieder feucht. Mit strahlenden Kinderaugen betrachtete ich seine mehrfachen „ruinierten“ Orgasmen, weil sein Glied die aufgestaute Lust irgendwann nicht mehr halten konnte und es dann nach den „frei stehenden“ zehn Sekunden in Konvulsionen sein Sperma an die Oberfläche pumpen musste, weit und energiegeladen bis auf meine Brüste. Sein Gesicht, Form, Beschaffenheit der Haut, Augen, Lippen, das hat mich danach interessiert. Mit meinen wahren Augen erkannte ich auch alles besser, sah, dass er nachdachte, seiner nahen Zukunft genau in diesem Moment eine Richtung geben wollte. Er denkt nach, sehr gut ...!
Meine Gedanken waren einige Sekunden abgeschweift, mein sechster Sinn signalisierte mir Gefahr aber ich wusste nicht, woher sie kommen sollte. Bill lag ruhig und gefasst, so völlig anders, als ich aus meinem Erinnerungen von den bisherigen Unterwerfungen anderer Männer nach vorne holen konnte. Keine Sturmhaube hinderte meine Zunge daran, über seine Lippen zu gleiten, sich rosagefährlich hineinzuschlängeln, während meine Hand seine Wiedererstarkung bereits vollzogen hatte. Seine Lippen, rau, widerspenstig, wettererprobt, meine Klitoris rief nach ihnen und mein Geist verirrte sich.
Unklar blieb dann, ob es meine vielen „Ahhs“ und „Ohhs“ waren, oder meine danach direkt einsetzenden heftigen Masturbierbewegungen an seinem erschlaffenden Glied, die ihn dazu bewogen, doch endlich seine Zunge einzusetzen. Heute weiß ich, dass er es konnte, weil er seine Planung abgeschlossen hatte, ich mich bereits geistig in seinen Händen befand.
Für mich jedoch wurde es „der“ perfekte Abend, denn ich war der Überzeugung, er hätte sich ergeben, so, wie es bislang alle irgendwann getan haben.
Bill ist viel komplexer, vorausschauender und taktischer ...
„Hörst du, das sind die Glocken der chiesa ortodossa, der russischen Kirche, sie klingen so wunderschön!“, als ich diesen Satz aussprach, ahnte ich noch nicht, dass er sich ihn merken würde. Er sagte nur: „Ja, diese Kirche ist genau richtig für dich, sozusagen geschaffen für dich!“
*
Ein wahrer Seemann hat seine eigenen Methoden, sich zu rächen. Schon die alten Seefahrer haben renitente Mannschaftsmitglieder in die Rahen gehängt, für diejenigen dann sehr schmerzhaft, einprägsam sichtbar für alle anderen. Niemals hätte ich geahnt, dass Bill so nachtragend und rachsüchtig denken würde, als er mir verkündete: „Deine kleinen Spielchen sind so amüsant, wir sollten sie unbedingt wiederholen! Übermorgen wieder bei mir auf dem Schiff, bring bitte auch die Handschellen mit!“
Die Konsequenzen seines Vorhabens? Seine lachenden Augen verrieten sie nicht. Oh Bill ...!
Seeleute sind auch sehr geschickt im Umgang mit Seilen, Tauen und Winden, können einen Knoten in wenigen Sekunden wie von Zauberhand herstellen und auch sofort wieder lösen. Dass er solches auch mit den Handschellen vollbringen konnte, das war mir jedoch neu!
Das Abendessen, wieder einmal erlesen, der Champagner hatte meine Erwartungen beflügelt, aber mich auch etwas leichtsinnig werden lassen. Abermals hatte Bill seine Crew auf Landgang geschickt, lag bereits verlangend und nackt auf seinem Bett, vor dem ich, angefeuchtet durch meine übersteigerten Fantasien, mit den Handschellen stand. Dann war ich jedoch umso überraschter, als ich diese unvermutet selbst hinter meinem Rücken um meine eigenen Handgelenke hatte.
Ja, ich hatte den großen Fehler begangen, meine Rolle als „Schwarze Leopardin“ für einen Moment abzulegen, mich dem Trug hingeben zu können, meine „Spielchen“ ungestraft auch im privaten Bereich ausleben, Männer unterwerfen und hörig machen zu können. Bei Bill war ich dabei an den Falschen geraten. Mein Instinkt, mein so sensibler sechster Sinn, der hatte für einen kurzen aber entscheidenden Moment versagt und ich hatte alle vorherigen Warnungen ignoriert.
Bill ist ein Meister der Vorbereitungen und ich bin mir sicher, er hat es im Alleingang durchgeführt. Wer so vorausschauend ist, zieht seine Crew nicht als Mitwisser und Mittäter in solche Sachen hinein, dafür ist mir Bill zu ähnlich! Die Seile, an starken Haken seitlich an der Decke aufgehängt, waren bereits vorbereitet. Die Handschellen ersetzte er durch breite Ledercuffs, wofür ich ihm dankbar bin, denn mit den Handschellen oder auch mit Seilen hätte es dauerhafte Spuren an meinen Handgelenken gegeben. Soll ich ihn dafür etwa bewundern? Etwas schon! Eine Träne rinnt für mein Versagen ... und für Bill.
Mit einer Art Flaschenzug hat er mich hochgezogen, nicht weiter als zehn Zentimeter über den Boden hängen meine Füße nun. Zu nah, um die Gefahr einer wirklichen Tiefe zu verspüren, zu weit entfernt, um vom Boden irgendeinen Nutzen für eine Befreiung zu ziehen. Die Arme sind durch die beiden Seile an der Decke in einem Winkel von etwa 90 Grad auseinandergezogen, jeder meiner Versuche, nach dem anderen Handgelenk zu greifen, um etwas zu lösen, scheiterte bislang. Bill machte einige Fotos mit seinem Smartphone. Es war so demütigend, so entwürdigend und ich versuchte vergeblich, meinen nackt präsentierten Körper vor seiner Linse wegzudrehen.
Sanremo ist nicht der Ort, in dem man diese Hightech-Erotik-Spielzeuge zu kaufen bekommt, er muss sie in Nizza oder Genua besorgt haben. Jedenfalls verfügt dieser Dildo über verschiedene Funktionen: Er kann nicht nur in verschiedenen Stufen vibrieren, sondern sich auch bewegen, seitlich vor und zurück, seine Spitze kann rotieren und diese Rotation ist gleichzeitig mit Vibrationen versehen. Es ist ein tolles Teil, wenn man es gezielt und eigenständig einsetzen kann. Auf dieses endlos ablaufende Zufallsprogramm eingestellt, wird es jedoch nach spätestens einer halben Stunde zur Qual, zur sexuellen Tortur.
Meine ersten Orgasmen hatte ich versucht zu genießen, wollte mich nicht demütigen lassen, sondern meinen unverwundbaren Mut demonstrieren. Alle Versuche, das Ding aus meiner Vagina herauszupressen, waren ebenfalls zum Misserfolg verurteilt. Bill hatte das Dildoende mit einer dünnen schwarzen Schnur, die durch meine Vaginal- und Analspalte und dann um meine Hüfte lief, sehr sicher fixiert. Seeleute sind sehr geschickt im Umgang mit Seilen und Schnüren! Die Alternative, es als Lust zu empfinden, funktionierte eine gewisse Zeit lang, auch noch, als Bill zusätzlich dieses Lederpaddel herausholte, zuerst mein Gesäß, dann aber auch meine Beine und meinen Rücken damit rötete.
Kein Wort kam von ihm, aber auch keine Freude, keine Erregung war in seinem Gesicht zu erkennen, so, es bei mir der Fall gewesen wäre. Mit gleichmäßiger und ausdrucksloser Miene führte der Kapitän hier die notwendige Bestrafung eines Meuterers durch und ich wusste wahrhaftig, wie sehr ich sie verdient hatte!
Immer wieder legte er wortlose Pausen ein, in denen er sanft mit seinen Fingerkuppen über meine schmerzenden Gesäßbacken und den Rücken fuhr, so, als wolle er sich vergewissern, dass diese Rötungen keine ernsten und dauerhaften, sondern nur lehrsame Male auf meinem Körper hinterlassen würden. In diesen Momenten gelang es mir oft nicht, meinen Orgasmus zu unterdrücken, insbesondere, wenn dieser Dildo dann in den rotierenden Programmteil verfiel.
Nein, nicht alleine der Dildo, diesmal waren es seine Hände, warm, rau, elektrisierend!
Irgendwie beneidete ich Bill für seine Talente! Auch für seine Klugheit, als er erkannte, dass er für eine ausreichend wirksame Bestrafung mir entweder sehr viel härtere Schläge versetzen oder eben wirkungsvollere Stellen finden musste.
So fing er an, mir mit diesem Lederpaddel zwischen die Beine zu schlagen, den Venushügel und die Schamlippen zu treffen, immer links oder rechts neben das sichtbare Dildoende. Seeleute sind auch im Zielen sehr geschickt! Meine Versuche des Wegdrehens, ein Zusammendrücken der Oberschenkel, alles blieb ausweglos. Immer wieder fand er den richtigen Zeitpunkt, in dem er gekonnt und heftig sein Ziel fand und ich bereits die Schwellungen meiner Labien bemerkte.
Als Bill auch diese Stellen fürsorglich betastete, konnte ich mein eigenes Schamgefühl nicht ertragen, wusste ich doch um die tropfende Nässe dieser gesamten Region. Mein Schwebezustand zwischen Lust und Schmerz, Klitoriserektion und Handgelenkdehnung, er wurde endlos.
Nach dem dritten Glockenschlag hat er mich dann verlassen. Am unangenehmsten sind nun doch diese Dildobewegungen, die dieses Rotieren der Spitze bei gleichzeitiger Vibration hervorruft. Jetzt kann ich nachempfinden, wie ein Mann sich fühlen muss, wenn er nach viermaligem Orgasmus zwangsweise weitermasturbiert wird, seine Erektion nicht verhindern kann, so schmerzhaft sie auch sein mag. Mein Körper fühlt den kommenden Orgasmus, will ihn, sehnt ihn herbei, jedoch sind die dafür nötigen Serotonine und alle anderen Hormone längst verbraucht. Und so summt dieses Teil weiterhin sinnlos in meiner Vagina herum, spult sein Programm mit einer langlebigen Batterie ab, ohne dass es mir irgendeinen Gewinn eingebracht hätte, außer der Erkenntnis, dass ich es an seiner Stelle genauso gemacht hätte. Wut auf ihn? Nein, nur Verständnis und einige weitere Gefühle, für die ich noch keine Namen habe ...!
Zeit des Nachdenkens, Sinnieren über mein Leben, meine Taten, meine Zukunft, dazu habe ich jetzt Muße im Überfluss. Tränen der Ohnmacht über mein eigenes Versagen und eine unterdrückte Bewunderung für Bill, das hängt gleichzeitig in meinem Kopf fest. Seeluft, ich kann sie riechen, verunreinigt mit den in den Vordergrund drängenden Abgasen dieser Zweitaktroller, den beliebten Vespas einiger später Nachtschwärmer, die immer noch vereinzelt unterwegs sind. Das Summen des Dildos vermischt sich mit den klackenden Geräuschen mehrerer Nachtfalter, die, angelockt von den Außenstrahlern der Kirche, sinnlos versuchen, die Glasscheiben zu durchdringen. Diese Geräusche erwecken Assoziationen: Ihre Scheiben sind meine Seile, ihr vergeblicher Versuch, in das Licht zu gelangen, gleicht meinem Ankämpfen gegen weitere drohende Orgasmen und der nachfolgenden ohnmächtigen Leere. Dann kommt wieder diese unterdrückte Wut hoch, die auf mich selbst und auf Bill, diesen Mistkerl, diesen, diesen ...!
Wie lange wird er mich hier hängen lassen? Die Handgelenke machen sich bemerkbar, immer, wenn der Dildo auf leichtes Vibrieren umschaltet, drängt der Schmerz der Handgelenke weit nach vorne. Das alles werde ich jedoch überleben. Die sechs Glockenschläge waren meine bislang größte Tortur. Durch die Stille der Nacht waren meine Sinne so geschärft, dass mein Gehör durch die plötzlich einsetzenden Donnertöne völlig überrumpelt wurde. Jetzt, fünf Minuten nach dem Ausklingen fühlen sich meine Ohren immer noch wie in Watte eingepackt an, das Summen des Dildos ist nur noch körperlich spürbar. Ein zwanzigminütiges Läuten aller fünf Glocken werde ich nicht überleben!
Was ich über meine Brüste rinnen spüre, ist kein Schweiß, dafür ist es hier zu kalt, es sind meine Tränen.
Meine Watteohren haben seine Schritte nicht gehört, mein Geruchssinn ist jedoch noch voll funktionsfähig: Salzschweiß und Dieselwolle, Bill ist hier und er steht hinter mir: „Möchtest du dich jetzt entschuldigen?“
Es ist ein gutes Zeichen, dass er mit mir redet. Mein Stolz, niemals würde ich mich bei einem Mann entschuldigen, eher sterbe ich! Diesem Bill, dem Schurken, Mistkerl, keinen kleinen Finger werde ich ihm reichen, er ist so, so, grrrr ...!
Seine Schritte entfernen sich, diesmal höre ich es, weil ich auch diesen Sinn noch etwas reaktivieren und schärfen konnte: „Bill, bleib ..., bitte ...!“
Hören, lauschen, es bleibt still, aber auch keine weiteren Worte kommen von ihm.
Dildosummen, Nachtfalterklacken, keine weiteren Schritte, so angespannt ich auch lausche.
Mein geistiges Zerbrechen, Aufgabe meines vorherigen Stolzes, der Überheblichkeit gegenüber Männern, aber insbesondere gegenüber Bill, alles ist deutlich spürbar, hörbar und fühlbar:
„Bill, es tut mir leid, was ich mit dir angestellt habe! Was ich dir angetan habe, das hast du niemals verdient, nein, du wirklich nicht! Bill, Bill hörst du, ich glaube, ich ..., ich glaube, ich liebe dich!“
Dildosummen, Nachtfalterklacken ...
Seine Schritte!
Meine Füße berühren den Boden.
Bill nimmt mich auf seine starken Arme, küsst mich, sagt mir so viele gute und liebe Dinge.
Die Stundenglocke verabschiedet mich mit sieben kräftigen Schlägen, aus sicherer Entfernung, deutlich schöner und angenehmer.
Er trägt mich, eingewickelt in eine nach Öl riechende graue Decke, während ich ihn mit meinen heißen Lippen überschütte. Das Meer, noch liegt es still und friedlich, nur das leichte Kräuseln auf der Spiegeloberfläche sowie die wenigen Zirruswolken am blauen Himmel lassen einen größeren Sturm erahnen.
Ohne große Anstrengung schwingt Bill uns auf seine Yacht, die vor der dunkelroten Sonne wie zur Begrüßung erwartungsvoll auf und ab tanzt.
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