Читать книгу: «Wein richtig lagern»
Igor Maltempi
Wein richtig lagern
Was genau passiert bei der Lagerung von Wein?
Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis
Titel
Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen 10 und 13 °C, denn bei diesen
Weinmythen - die grossen Irrtümer über Wein
Das Weinjahr
Geschmack von Wein
Temperatur: Der richtige Weinkühlschrank
Universal-Glas
Der Genuss von Wein: Haltbarkeit bei offenen und geschlossenen Flaschen
Wein trinken
Trinkreife
Impressum neobooks
Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen 10 und 13 °C, denn bei diesen
Wein
richtig lagern
Was genau passiert bei der Lagerung von Wein?
Reproduktionen, Übersetzungen, Weiterverarbeitung oder ähnliche Handlungen zu kommerziellen
Zwecken sowie Wiederverkauf oder sonstige Veröffentlichungen sind ohne die schriftliche Zustimmung des Autors nicht gestattet.
Urheberrechte © 2021 von Igor Maltempi Alle Rechte Reserviert.
Ganze Bücher beschreiben die korrekte Weinlagerung. Dabei reichen fünf Grundregeln aus: eine konstante Raumtemperatur, die korrekte Luftfeuchtigkeit, kein Licht, keine Fremdgerüche und Stabilität.
Bei der Flaschenlagerung entwickelt sich der Wein unter dem Einfluss der kleinen Luftmenge zwischen Korken und Flüssigkeitsspiegel und verändert seine Farbe sowie das Aroma. Dieser Vorgang wird auch Feinoxidation oder „Atmen“ genannt. Ein Korken ist grundsätzlich dicht. Mikroskopisch kleine Unebenheiten an der Flaschenoberfläche und die Poren des Korkens erlauben dennoch einen gewissen Sauerstoffaustausch. Je mehr Elastizität durch Vertrocknung der Korken aber verliert, desto mehr Sauerstoff kann eindringen.
Was genau passiert bei der Lagerung von Wein? Während der verschieden langen Reifeprozesse laufen zahlreiche komplizierte chemische Reaktionen zwischen den einzelnen Inhaltsstoffen ab. Grundsätzlich sind die vier Bestandteile Tannin (Gerbstoff), Alkohol, Süsse und Säure für die Konservierung des Weins verantwortlich.
In den Rotweinen wird hauptsächlich der Gerbstoff abgebaut, und der Wein erscheint aufgrund dessen deutlich weicher und runder.
Damit sich ein Wein in bestmöglicher Weise entwickelt, sind die fünf folgenden Bedingungen zu beachten.
Temperatur:
Wie Wein ohne Qualitätsverluste lagern? Das Wichtigste ist in jedem Fall eine konstante Raumtemperatur (im Weinkeller). Vermeiden Sie also starke Temperaturschwankungen, die sich vor allem durch den Jahreszeitenwechsel sowie Tag- und Nachtunterschiede ergeben.
Bei hoher Temperatur dehnt sich der Wein aus, und bei niedriger zieht er sich zusammen. Das führt zum Verlust des Aromas. Der Reifeprozess erfolgt bei höherer Temperatur schneller, jedoch nicht zugunsten des Geschmacks. Insbesondere bei Temperaturen über 25 °C verflüchtigen sich die Aromastoffe rasch.
Dehnt sich der Wein aus, leiden zudem die Korken darunter. Sie halten nicht mehr dicht, sodass Sauerstoff in die Flasche eindringt. Dadurch büsst der Wein seine Lagerfähigkeit ein und erhält eine unangenehme oxidative Nuance.
Temperaturen reift der Wein langsamer und vorteilhafter. Das gilt für Rot- und
Weisswein gleichermassen…
Luftfeuchtigkeit:
Wie wirkt sich Luftfeuchtigkeit auf die Weinlagerung aus?
Bei Kunststoffstopfen und Schraubverschlüssen spielt sie eine geringere Rolle.
Ein nasser und unbelüfteter Lagerort zerstört lediglich das Flaschenetikett. Ein Umstand, den jedoch jeder Weinliebhaber vermeiden will. Kritischer ist die Situation bei Naturkorken und porenreichen Presskorken.
Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, kann sich an Korken und Etikett Schimmel ansetzen, was die Weinqualität mitunter beeinträchtigt. Daher lautet die Faustregel: Wein lieber etwas trockener als zu feucht lagern. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 75 und 85 Prozent.
Denn bei einer allzu niedrigen Luftfeuchtigkeit trocknet der Korken aus und verliert seine Elastizität: Er wird undicht, Wein kann austreten und verdunsten oder Sauerstoff dringt ein.
Gegen zu wenig Feuchtigkeit im Weinkeller hilft es, auf dem Kellerboden Kies zu verteilen und diesen ständig feucht zu halten. Gute Dienste leisten auch Befeuchter, etwa die Luftbefeuchter von AMAZON!
Licht:
Wein dunkel oder hell lagern? Bei dieser Frage sind sich Weinexperten einig: Lagern Sie Wein dunkel und setzen Sie die Flaschen nur einer kurzen Beleuchtung aus.
Denn Weine sind lichtempfindlich, vor allem gegen ultraviolette Strahlen. Die Lagerräume müssen deshalb auf jeden Fall abgedunkelt sein.
Wegen ihrer Lichtempfindlichkeit werden einige lagerfähige Weine sogar extra in schwarze Flaschen gefüllt, so zum Beispiel der Vintage Port.
Kann der Raum nicht ausreichend abgedunkelt werden, belassen Sie die edlen Tropfen lieber in ihren Kisten oder decken Sie die Flaschen ab.
Zu viel Licht führt zu unerwünschten chemischen Reaktionen. Äusserlich ist das an der sich verändernden Farbe zu erkennen:
Weisswein erhält ein stechendes Gelb und die kräftige Farbe eines Rotweins verblasst. Das wirkt sich auch auf Geschmack und Geruch negativ aus.
Wein stehend oder liegend lagern?:
Bewahren Sie Wein über eine längere Zeit unbedingt liegend auf.
Am besten ist es, Flaschen horizontal in einen Weinschrank einzusortieren. Dieser ist speziell für die Weinlagerung konzipiert, gewährleistet liegenden Flaschen Halt und es gibt sie in unterschiedlichen Grössen.
So sind zum Beispiel die praktischen Weinschränke von Amazon für verschiedene Flaschenkapazitäten erhältlich.
Der Grund für die liegende Aufbewahrung ist folgender: Nur auf diese Weise wird der Korken auch von der Innenseite befeuchtet. Das verhindert, dass der Verschluss porös wird und Sauerstoff durchlässt.
Hingegen können Sie einfache Alltagsweine, die Sie rasch verbrauchen, über einen kurzen Zeitraum auch stehend lagern.
Sonstige Voraussetzungen für die Weinlagerung:
Sorgen Sie für Stabilität. Ein lagernder Wein darf in seinem Reifeprozess so wenig wie möglich gestört werden.
Ein grösserer Schaden kann zwar nicht nachgewiesen werden, trotzdem sollten die Weine keinen grossen Vibrationen ausgesetzt sein.
Erschütterungen, die beispielsweise eine Waschmaschine verursacht, wirbeln den Bodensatz (Depot) auf, der sich insbesondere bei tanninreichen Rotweinen infolge des Reifeprozesses bildet.
Aus diesem Grund eignet sich auch der häufig gebrauchte Küchenkühlschrank weniger für die langfristige Lagerung von Wein.
Für Stabilität sorgen speziell für liegende Weinflaschen konzipierte Regale.
Bei amazon finden Sie Weinregale, die Erschütterungen standhalten.
Achten Sie bei der Weinlagerung auch auf Fremdgerüche.
Ein idealer Lagerraum ist geruchsneutral und gut durchlüftet, denn Fremdgerüche dringen rasch ins Flascheninnere.
Weinmythen - die grossen Irrtümer über Wein
Es gibt Mythen um Weine und Schaumweine, die jeder kennt. Oft ist aber nicht klar, ob sie nun wahr sind oder nicht. Wir sammeln hier die bekanntesten Weinmythen und bringen für Sie Licht ins Dunkel.
Nur das Holzfass ist gut für den Wein
Viele der besten trockenen Weine der Welt werden im kleinen Holzfass ausgebaut. Diese Tatsache hat sich bei Weinliebhaber/-innen eingeprägt.
Alternativen zum Holzfass, wie etwa Würfel und Tankinnenverkleidungen aus
Eichenholz, haben einen schlechten Ruf, weil sie vom Konsumenten oft als Täuschung wahrgenommen werden.
Dabei haben die Holz-Alternativen einen klaren Zweck und Vorteil gegenüber dem Fass. Die Alternativen ermöglichen den beliebten Eichenholzgeschmack im Wein zu einem viel tieferen Preis.
Ein kleines Holzfass kostet etwa 1'000 Euro, die Alternativen ein Vielfaches weniger. Auch ist mit Holzfässern die Arbeit im Keller sehr viel aufwändiger als mit Holz-Alternativen.
Für Weine unter etwa zehn Euro, welche Eichenholzgeschmack aufweisen sollen, sind die Holz-Alternativen also ideal.
Mythos: Nicht ganz wahr
Ein Löffel im Schaumwein hält die Kohlensäure drin
Dies ist eine der hartnäckigsten Weinmythen. Es wird behauptet, dass die Kohlensäure länger in einer angebrochenen Flasche Schaumwein bleibt, wenn ein Teelöffel mit dem Stiel voran in die Flaschenöffnung gelegt wird.
Diese Methode kann aber gar nicht funktionieren. Ob Silber- oder Blechlöffel, ob Champagner oder Prosecco. Der Löffel bringt nichts.
Nur zwei Dinge verlangsamen den Verlust von Kohlensäure. Erstens tiefe Temperaturen. Wein kann mehr Kohlensäure halten bei Kühlschrank- als bei Zimmertemperatur.
Zweitens ein Verschluss. Dies kann ein Zapfen von stillem Wein oder auch ein Schaumweinverschluss sein.
Wenn sie also Ihren Schaumwein auch noch nach ein paar Tagen prickelnd geniessen wollen, dann machen Sie Verschluss drauf und stellen Sie den Champagner oder Schaumwein n den Kühlschrank.
Mythos: Nicht wahr
Wein ist nur in Glasflaschen gut verpackt
Der klassische Behälter für Wein ist die Glasflasche. Diese hat aber Konkurrenz bekommen von einer Vielzahl von anderen Verpackungen, welche entweder umweltfreundlicher sind oder zur Verkaufsförderung eingesetzt werden.
Eine neue, ungewöhnliche Verpackung ist die Papierflasche aus rezykliertem Papier. Die Flasche wiegt nur 65 Gramm anstatt der ca. 400 Gramm einer Glasflasche.
Mit leichteren Flaschen, wie eben der Papier- oder der PET-Flasche, wird beim Transport viel CO2 gespart.
An Bord von Flugzeugen zum Beispiel werden die Weine in Kleinflaschen fast immer in PET angeboten, weil so viel Kerosin gespart wird.
Verkaufsfördernde Verpackungen sind der Bag-in-Box, der Beutel, das Tetrapack oder die Dose. Diese Behälter ermöglichen die einfache Mitnahme von Wein zu einer Grillparty, einem Festival oder zu einem Picknick.
Darin werden Weine abgefüllt, welche zu baldigem Verbrauch bestimmt sind.
Eine längere Lagerung übersteht ein Wein am besten in Glas abgefüllt und dunkel und trocken aufbewahrt. Mehr zur Lagerung erfahren Sie hier.
Mythos: Halb wahr
Alter Bordeaux – eine gute Geldanlage?
Immer wieder erhalten die Experten Anfragen, was denn ältere, im Keller liegende Flaschen aus Bordeaux wert seien.
Tatsächlich sind die Preise und somit der Wert für die Weine von den bekanntesten Château aus Bordeaux zwischen den Jahren 2005 bis 2011 stark angestiegen, auch für ältere Jahrgänge.
Jedoch sind die Preise in den letzten zwei Jahren wieder gefallen und noch wichtiger; es sind nur etwa fünfzig bekannte Produzenten, welche einen wirklichen Wertzuwachs erfahren haben. Diese Château waren auch vor 2005 nicht günstig.
Ein günstiger Bordeaux wird sich auch in zwanzig Jahren nicht in eine wertvolle Flasche verwandeln. Für einen schnellen Überblick zum Marktpreis von Wein eignet sich die Seite: http://www.wine-searcher.com/
Falls Sie dort sehe, dass Sie einen wertvollen Wein im Keller haben, können Sie sich immer noch überlegen, ob Sie diesen lieber trinken oder verkaufen wollen.
Mythos: Halb wahr
Bordeaux und Burgund sind eher etwas für ältere Leute
Die beiden führenden Regionen für Spitzenweine, Burgund und Bordeaux, werden von jüngeren Weingeniesser/-innen oft gemieden.
Es besteht das Vorurteil, dass diese Weine nur älteren Generationen schmecken.
Der Geschmack eines gereiften Spitzenweins ist allerdings für alle ein Genuss, unabhängig vom Alter.
Die Hürden, welche es zu nehmen gibt, sind eher der hohe Preis dieser bekannten Weine sowie die Tatsache, dass viele der wirklichen Spitzenweine erst nach etwa zehn Jahren reif sind.
Es braucht also ein grösseres Weinbudget und viel Geduld, um den wirklichen Geschmack der Weine dieser Regionen kennenzulernen.
Deshalb bleiben diese Regionen wohl etwas für Liebhaber und Sammler.
Mythos: Nicht wahr
Bio-Wein kommt geschmacklich nicht an konventionellen Wein heran
Anscheinend gab es Zeiten, als Bio-Wein noch nicht so gut geschmeckt hat. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei.
Heute arbeitet die Elite der Wein-Welt nach biologischen Richtlinien oder ist in Umstellung auf biologische Landwirtschaft.
Beispiele sind die Domaine Romanée-Conti, Château Latour, Ridge, Casa Lapostolle oder Giuseppe Quintarelli.
Durch den Kauf von Bio-Wein leisten Sie einen Beitrag zu einer intakten Natur und einer grösseren Artenvielfalt.
Ausserdem gibt es in biologisch produziertem Wein aufgrund der strengen Anbaurichtlinien garantiert keine Pestizidrückstände und die Weine enthalten meist weniger Schwefel als konventionelle Weine.
Es gibt also gute Gründe, sich für Bio-Wein zu entscheiden.
Mythos: Nicht wahr
Бесплатный фрагмент закончился.
