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DIE PHILOSOPHIE DES FRIEDENS

WIE WIR BLEIBENDEN FRIEDEN AUF DER WELT SCHAFFEN KÖNNEN UND WARUM ES NÖTIG IST
GINO ALIJI
Gino Aliji ist ein junger Autor und Lehrer aus Deutschland.
© 2020 by Gino Aliji
Kein Teil dieses Buches darf ohne die Zustimmung des Autors verändert werden. Ein Nachdruck ist im Rahmen von Wohltätigkeits- und Bildungszwecken erlaubt.
Dieses Buch ist allen lebenden Wesen auf diesem wunderbaren Planeten Erde gewidmet. Mag das Leben auf der Erde durch Liebe, Frieden und Harmonie noch viele Jahrtausende lang erblühen.
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
EINE BLAUE PERLE IM ALL
DIE VIELSEITIGE NATUR VON WAHREM FRIEDEN
YIN UND YANG – DAS GESETZ DER BALANCE
IN LAK’ECH – DAS GESETZ DER EINIGKEIT
DAS GESETZ DES FREIEN WILLENS
DAS GESETZ DER ILLUSION
DAS GESETZ DER URSÄCHLICHKEIT
DIE MODERNE WISSENSCHAFT UND DAS BILDUNGSSYSTEM
ÜBER PESSIMISMUS UND RESIGNATION
STÖRFAKTOREN FÜR DEN ÄUßEREN FRIEDEN
STÖRFAKTOREN FÜR DEN INNEREN FRIEDEN
DIE DREI HAUPTGRÜNDE FÜR KRIEG
ÜBER FORTSCHRITTLICHES AUßERIRDISCHES LEBEN
DIE DREI WEGE ZUM FRIEDEN
I AM STARTING WITH THE MAN IN THE MIRROR
EINE NEUE ERDE, EIN NEUES ZEITALTER
EINE BLAUE PERLE IM ALL
Eine blaue Perle im All,
Sie ist ein Tempel des Lebens,
In der tiefen Schwärze des Alls.
Irgendwo in den Unweiten dieses riesigen Universums befindet sich eine Galaxie. Auf den ersten Blick wirkt diese Galaxie genau wie die vielen anderen unzähligen Galaxien in diesem Universum. Und auf eine bestimmte Weise ist sie das auch.
Allerdings ist diese Galaxie das Zuhause eines besonderen Sternensystems an ihrem äußeren Rand, welches wiederum eine kleine blau-leuchtende Perle beherbergt. Bei genauerem Hinschauen ist diese blaue Perle in der Schwärze des Alls ein Planet mittlerer Größe, dessen Oberfläche zu großen Teilen mit Wasser bedeckt ist.
Warum ist gerade dieser Planet so besonders für den Betrachter? Das ist in der Tat eine berechtigte Frage. Dieser kleine blau-leuchtende Planet ist so besonders, weil er Leben beherbergt und schon seit Millionen von Jahren, wenn nicht sogar mehr, zahllose Lebensformen hervorgebracht hat.
Es ist wahrlich unglaublich, dass solch ein kleines Sandkorn verglichen mit der unendlichen Größe des Universums schon sehr lange Leben in all seinen vorstellbaren sowie unvorstellbaren Formen beherbergt hat und hoffentlich auch in Zukunft weiterhin ein Zuhause für Lebensformen sein wird.
Zunächst gab es auf dem Planeten nur kleine, einzellige Lebewesen, aber mit der Zeit wurden die Lebensformen dort komplexer. Obwohl das Leben dort in den Weiten der Meere geboren wurde, begannen die Lebensformen schon bald, auch Ufer der Kontinente und sogar die Luft für sich zu erschließen.
Nach einer ganzen Weile dieses lebenden Treibens tauchte in der jüngsten Geschichte des Planeten eine neue Spezies auf. Obwohl alle Lebensformen auf dem Planeten sehr verschieden waren und das Leben dort wahrlich ein Zeugnis für die schöpferischen Kräfte des Universums darstellte, war diese eine Spezies etwas Besonderes, denn sie verfügte über ein hohes Maß an Intelligenz und Bewusstsein.
Sie lernte schnell, Feuer zu entzünden, Tiere zu domestizieren und das Land um sie herum zu bearbeiten, um dann dort Nahrungsquellen anzubauen. Eine lange Zeit lang bestand diese Spezies aus einer relativ kleinen Anzahl an Individuen und lebte die meiste Zeit im Einklang mit dem Planeten und der Natur. Kurz gesagt, lebte diese Spezies in Harmonie mit seiner Umwelt und schien die Erde wirklich zu lieben, auf der sie lebte. Denn schließlich entschieden sich die meisten Kulturen dieser Spezies dazu, ihren Heimatplaneten in ihren jeweiligen Sprachen nach der Erde zu benennen, auf der sie tagtäglich wanderten. Und die Spezies selbst nannte sich Mensch.
Bedauerlicherweise scheint die menschliche Spezies in letzter Zeit ihre Vergangenheit vergessen zu haben und haben damit aufgehört, im Einklang und Frieden mit der Natur und dem Planeten zu leben. Es gibt viele Theorien, wie sich dieser plötzliche Wandel wohl ergeben haben könnte. Einige vermuten, dass die Entdeckung von Technologien durch das, was die Menschen Wissenschaft nennen, dafür verantwortlich ist. Andere wiederum vermuten, dass die Menschen in einem bestimmten Punkt ihrer Geschichte von den negativen Aspekten ihres Geistes übermannt wurden, was sich daraufhin als Gier, Gewalt und ein tiefes Gefühl von Getrenntheit manifestierte.
Jedoch ist die Tatsache wichtiger, dass ihre aktuellen geistigen Einstellungen und Verhaltensweisen zu einer Gefahr für den Planeten, allen anderen Lebensformen und sogar sich selbst geworden sind. Der technologische Fortschritt der menschlichen Spezies in jüngster Zeit ist sicherlich guter Beweis für die schöpferischen Kräfte ihres logisch denkenden Geistes, aber im Moment nutzen sie diese Schöpfungskraft fast ausschließlich für schädliche und zerstörerische Zwecke.
Die Menschen befinden sich sowohl im Krieg mit der Natur als auch mit sich selbst und verwenden ihren logischen Verstand größtenteils nur dafür, um Massenvernichtungswaffen zu bauen, welche ganz leicht allem Leben auf dem gesamten Planeten ein Ende setzen könnten. Und obwohl diese Waffen von ihnen gewöhnlich als nur Machtsymbole verwendet werden, so wurden sie dennoch in der Vergangenheit bereits gegen andere Menschen eingesetzt.
Aktuell befindet sich die menschliche Spezies in einem Zustand tiefer äußerer und innerer Turbulenzen. Es gibt große Herausforderungen, denen sie sich schon bald werden stellen müssen und die sie selbst zu verantworten haben. Die Erde durchläuft im Moment einen klimatischen Wandel, der auch das Antlitz des gesamten Planeten verändern wird. Die menschliche Bevölkerung wächst stetig weiter mit jedem neuen Jahr und Kriege bedecken große Teile der Erde. Manchmal aus politischen Gründen, manchmal aus ökonomischen Gründen und oft wegen der immer knapper werdenden Ressourcen, auf die sie in ihrem Leben tagtäglich angewiesen sind.
Zum Glück gibt es einige Mitglieder der menschlichen Spezies, die ihr Leben und ihre Energie dafür aufbringen, um das drohende Schicksal der Menschheit abzuwenden. Einige entwickeln dafür saubere und effiziente Technologien und andere haben die Verstörtheit und Verrücktheit des menschlichen Geistes in der aktuellen Zeit erkannt und sich dafür entschieden, einen harmonischen und friedvollen Lebensstil anzunehmen, welcher auf universellen moralischen Werten beruht und das Leben auf der Erde und darüber hinaus mehr aus spiritueller Sicht betrachtet.
Nur die Zeit wird zeigen, ob die Menschen wirklich in der Lage sein werden, ihr drohendes Schicksal abzuwenden, welches ihnen schreckliche Erfahrungen, großen Verlust und verheerende Katastrophen auf globaler Ebene bereiten wird.
Zum gegebenen Zeitpunkt ist ein Kontakt mit den Bewohnern dieses Planeten nicht empfehlenswert und sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, wenn die Menschen ihr Gleichgewicht mit sich selbst und der Natur wiedergefunden haben. Zu diesem Zweck sollte die Erde unter Beobachtung bleiben, bis klar wird, für welches Schicksal sich die menschliche Spezies entschieden hat.
***
So ungefähr könnte der Bericht klingen, welcher von einem außerirdischen Wesen über uns und unseren Planeten verfasst wurde. Der Bericht ist keineswegs nur negativ, aber er beinhaltet eine deutliche Warnung, dass im Moment etwas mit dem Planeten, und besonders mit uns Menschen, fürchterlich schief läuft.
Wir alle wissen, dass das in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Es gab einst eine Zeit, in der wir Menschen in der Lage waren, friedlich und in Harmonie mit uns selbst und der Natur um uns herum leben konnten.
Wie und warum sich das in der Vergangenheit geändert hat, spielt weniger eine Rolle als die Tatsache, dass sich vor uns gerade eine Vielzahl an globalen Problemen befinden. Das bedeutet, dass uns nicht viel Zeit bleibt, um wirklich etwas gegen diese Probleme zu unternehmen und realistische Lösungen für sie zu finden, bevor sie sich zu echten Katastrophen entwickeln womöglich und die Erde mitsamt all ihren Lebensformen in die Tiefe reißen.
Wie können wir am besten Lösungen für diese Probleme finden und dadurch ein weltweites Desaster verhindern? Es ist meine Auffassung, dass wir nur durch Frieden, echten und bleibenden Frieden, Lösungen finden und sie in die Tat umsetzen können.
Ich bin ebenfalls der Auffassung, dass noch nicht alles verloren ist und wir immer noch einen Wandel herbeiführen können, der die Welt zu einem besseren Ort für uns sowie alle anderen Lebensformen macht, mit denen wir diesen wunderbaren Planeten teilen.
Nach einer Philosophie des bleibenden Friedens zu leben und sie in unser alltägliches Leben einfließen zu lassen, wird uns die Möglichkeit geben, einen wirklichen Wandel herbeizuführen und den nächsten Schritt in unserer evolutionären Entwicklung zu wagen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung vieler Menschen, wird dieser Schritt nicht unsere Weiterentwicklung zu technologisch fortgeschrittenen kybernetischen Wesen bedeuten, sondern vielmehr unsere Rückkehr zu einer liebenden, harmonischen und friedvollen Spezies. Eine Spezies, die in vollem Einklang mit der Erde und dem restlichen Leben auf ihr ist.
Das wird unsere Zukunft sein, wenn wir es nur auf uns nehmen können, willentlich einen Wandel unseres aktuellen Lebensstils und unserer Einstellung zum Leben sowie der wahren Natur des Universums herbeizuführen.
Die Wege, um dies zu erreichen sowie die Gründe, weshalb ein Wandel in unserer Zeit überhaupt notwendig ist, werden Hauptgegenstand dieses Buches sein. Es wurde geschrieben, um in den Gedanken der Menschen einen positiven Wandel hervorzurufen und sie dazu zu animieren, den kleinen und gleichzeitig auch schwierigen Schritt in Richtung einer neuen Lebensweise zu wagen.
Wir halten in diesem Moment nicht nur unsere eigene Zukunft, sondern auch die des gesamten Planeten in unseren Händen. Aus diesem Grund hängt nicht nur das Leben unserer Kinder, sondern das Schicksal aller Lebensformen auf der Erde davon ab, dass wir das Richtige tun und mit dem Wahnsinn Schluss machen, den wir uns selbst geschaffen haben.
Denn genau wie das alte Sprichwort besagt, folgt aus großer Kraft auch große Verantwortung. Es wird deshalb Zeit, dass wir als menschliche Spezies Verantwortung für unsere Fehler in der Vergangenheit übernehmen und versuchen, sie wiedergutzumachen. Es ist an der Zeit für uns, einen anderen Lebensweg als den unserer Vorfahren einzuschlagen. Und vor allem ist es an der Zeit, dass wir damit aufhören, immer wieder dieselben Fehler zu wiederholen, Generation für Generation. Dieser Teufelskreis muss endlich ein Ende finden, und wer kann dem Ganzen ein Ende setzen, wenn nicht wir selbst im Hier und Jetzt?
Es ist meine Hoffnung, dass wir Menschen uns für das Richtige entscheiden und wir Frieden, Liebe und Harmonie anstatt Krieg, Gewalt und Gier in unser Leben lassen, wenn die Zeit reif ist. Dieses Buch soll meinen persönlichen Beitrag zu diesem Ziel einer friedvollen Welt sein und da wir alle irgendwo einmal anfangen müssen, ist es immer am besten, bei einem selbst zu beginnen und sein eigenes Leben zuerst zu verändern.
Dieses Buch ist deshalb nicht nur als Informationsquelle gedacht, sondern vielmehr als eine Quelle der Weisheit und Vernunft. Die meisten Informationen und das meiste Wissen in diesem Buch wurden schon etliche Male in die Welt hinausgetragen. In einigen Fällen sogar schon vor mehreren Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden.
Leider ist es so, dass wahre Weisheit nie gelehrt werden kann. Sie kann nur von jedem einzelnen von uns persönlich gesehen und erfahren werden. Die Informationen und das Wissen in diesem Buch sollen deshalb als Wegweiser zu den teilweise uralten Weisheiten dienen. Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Wörter in diesem Buch uns lediglich zu der Weisheit führen können, welche uns dann die Macht gibt, einen positiven Wandel in unserem Leben herbeizuführen. Aber jeder einzelne von uns muss die Weisheiten des Lebens für sich selbst entdecken. Das ist die wahre Natur von Weisheit und das Hauptmerkmal, worin sie sich von einfachem Wissen unterscheidet.
Mögen alle Menschen die Worte in diesem Buch mit aufrichtiger Offenheit akzeptieren und von ihnen in eine Welt voller Frieden, Liebe und Harmonie geführt werden.
DIE VIELSEITIGE NATUR VON WAHREM FRIEDEN
Frieden hat viele Formen,
Wie im Inneren, so im Äußeren, nicht?
Eine vielfältige Einheit.
Wenn die meisten Leute an Frieden denken, dann haben sie meist nur einige wenige Aspekte und Facetten davon vor Augen, was wahrer und bleibender Frieden tatsächlich umfasst. Einige denken dann oft an das, was allgemein als innerer Frieden bezeichnet wird, während andere Frieden als eine Reihe bestimmter Lebenseinstellungen und Verhaltensweisen betrachten, was dann für gewöhnlich als äußeren Frieden oder die Manifestation von Frieden in der materiellen, äußeren Welt gesehen wird.
Jedoch ist wahrer und bleibender Frieden tatsächlich eine Kombination aus verschiedenen Konzepten, Verhaltensweisen und Lebenseinstellungen. Das ist auch der Grund, weshalb wahrer Frieden doch eher als ein komplexes Gebilde zu verstehen ist und weshalb wahrer Frieden auf der Erde im Moment unmöglich erscheint.
Und dennoch könnte nichts trügerischer sein, denn wahrer und bleibender Frieden ist sehr wohl ein erreichbares Ziel, sobald die Vielseitigkeit von Frieden verstanden wurde und dieses Verständnis angemessen in unser tägliches Leben eingebracht wird.
Obwohl wahrer Frieden in Wirklichkeit ein Phänomen ist, das viele Dimensionen und Bedeutungsebenen besitzt, kann Frieden trotzdem in zwei grobe Aspekte unterteilt werden.
Dabei ist ein Aspekt das, was generell als spiritueller, emotionaler oder innerer Frieden bezeichnet wird. Dieser Aspekt wahren Friedens umfasst dabei alle Facetten der menschlichen Psyche sowie unsere Emotionen und unseren Verstand. Das schließt natürlich sowohl unser Bewusstsein als auch unser Unterbewusstsein mit ein. Nur wenn diese Aspekte unseres inneren Wesens zusammen in Einigkeit und Harmonie existieren, ist wahrer innerer Frieden überhaupt möglich.
Der andere Aspekt von wahrem Frieden befasst sich mit den verschiedenen Manifestierungen von Frieden in unserer materiellen, äußeren Welt durch angemessene Verhaltensweisen, eine friedliche Lebenseinstellung und moralische Entscheidungen. Das trifft besonders auf die verschiedenen Formen positiven Handelns zu, die wir tagtäglich durchführen können, um anderen Unterstützung zu leisten, ihnen zu mehr Frieden zu verhelfen und allgemein für mehr Frieden in der Welt um uns herum zu sorgen.
Natürlich gibt es viele andere sekundäre Aspekte, welche zusammen wahren Frieden entweder schaffen oder stören, und diese werden in späteren Kapiteln im Detail angesprochen. Zunächst ist es jedoch wichtig zu wissen, dass sich wahrer Frieden wie die zwei Seiten einer Münze verhält. Die beiden Seiten mögen zwar verschieden aussehen, sind aber trotzdem noch Teil eines Ganzen und keiner der beiden Teile wäre allein vollständig.
Zusätzlich zur mehrdimensionalen Natur von wahrem Frieden, sind seine verschiedenen Aspekte oft wie Schichten aufeinander aufgebaut. Da all unsere Handlungen ihren Ursprung immer in unseren Gedanken und Glaubenssätzen haben, mit anderen Worten also von unserem Verstand herrühren, kann die Reinheit unseres inneren Friedens als Auslöser dafür betrachtet werden, welche Form äußerer Frieden in unserer Welt annimmt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass innerer Frieden die eigentliche Quelle von äußerem Frieden ist. Hiermit ist lediglich gemeint, dass unsere Handlungen immer aus unserem inneren Wesen, unseren Emotionen, Gedanken und Glaubenssätzen hervorgehen, und auf diese Weise die Umstände schaffen, in denen wir uns täglich wiederfinden. Manchmal sind wir überrascht von Situationen und Umständen, mit denen wir uns plötzlich beschäftigen müssen, und manchmal erwarten wir sogar, dass die Dinge einen bestimmten Lauf nehmen und dann kommt es auch so. Da das eine Erfahrung ist, die die meisten von uns in ihrem Leben schon mindestens einmal erlebt haben, kann sie auch gleichzeitig als eine Art Beweis dafür betrachtet werden, dass unser inneres Wesen einen starken Einfluss auf die äußere Welt hat, in der wir uns wiederfinden.
Diese beiden Hauptaspekte von wahrem Frieden sind so eng miteinander verbunden, dass sie praktisch als eine Einheit verstanden werden müssen. Sie müssen deshalb im Einklang mit universellen Prinzipien als eine Einheit in unserem Leben Anwendung finden, wenn wir bleibenden Frieden schaffen wollen.
Wahrer und bleibender Frieden ist ansonsten schlicht und einfach nicht zu erreichen, weil diese beiden Aspekte inneren und äußeren Friedens wie zwei Gegengewichte agieren und sich gegenseitig aushebeln, wenn wir versuchen, nur entweder inneren oder äußeren Frieden zu kultivieren.
Aus diesem Grund ist es so wichtig, die komplexe und vielseitige Natur dieser beiden Aspekte wahren Friedens zu verstehen und sie zusammen als Einheit in unserem Leben wirken zu lassen. Denn in Wirklichkeit entsteht eins aus dem anderen. Aus innerem Frieden entsteht äußerer Frieden und äußerer Frieden ermöglicht inneren Frieden. Wie oben, so auch unten. Wie im Inneren, so auch im Äußeren.
In der Vergangenheit haben schon viele Menschen versucht, Frieden in dieser Welt zu verbreiten. Einige von ihnen haben Friedensbewegungen gegründet und andere haben philosophische Texte über Frieden verfasst. Einige wenige haben sogar versucht, Frieden in diese Welt zu bringen, indem sie mit gutem Beispiel voran gingen. Obwohl diese vielzähligen Versuche der Friedensstiftung zu einem bestimmten Grad erfolgreich waren, hat es wahrer und bleibender Frieden immer noch nicht in unsere Welt geschafft. Auch heute werden immer noch Kriege gefochten, es werden Gewaltakte begangen und Feindseligkeiten finden immer noch fruchtbaren Boden auf der ganzen Welt.
Wenn wir uns diese Tatsachen einmal vor Augen führen, wird schnell klar, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, um wahren und bleibenden Frieden in die Welt zu bringen. Und obwohl die Mühen und die Energie all jener weisen und mutigen Leute, die schon vor uns Frieden in die Welt bringen wollten, ein wesentlicher Beitrag zu mehr Frieden ist und uns ein wertvolles Erbe hinterlassen haben, so ist die Arbeit noch lange nicht getan. Und das ist genau der Grund, weshalb es in unserer Verantwortung liegt, auf dieses Erbe aufzubauen und endlich den nötigen Schritt zu tun, der uns am Ende in eine Welt wahren und bleibenden Friedens trägt.
Wir können es uns nicht erlauben, all ihre Arbeit und ihre Mühen im Sande verlaufen zu lassen, weil nicht nur unsere Welt heute, sondern auch die Welt von morgen davon abhängt. In der Tat hängt sogar das Schicksal des gesamten Planeten und allen zukünftigen Generationen davon ab, welche Entscheidung wir treffen. Die Zukunft hängt davon ab, dass wir im Hier und Jetzt einen Wandel herbeiführen und diese Welt von Krieg, Gewalt, Gier und Hass befreien.
Es liegt in unserer Hand, ob wir die Beschützer der Erde sein wollen oder ihre Zerstörer und ob wir sie auf einen Pfad von Frieden, Liebe und Harmonie zurückbringen wollen. Die Menschheit ist schon viel zu lange mit sich selbst und der Natur in Krieg gewesen. Viele Jahrtausende lang, wenn nicht sogar mehr. Wir sollten uns von dieser Tatsache aber nicht demotivieren lassen, sondern sie vielmehr als eine Gelegenheit betrachten, das ein für alle Mal zu ändern.
Allerdings müssen wir dabei aufpassen, dass wir nicht dieselben Fehler wie unsere Vorfahren in der Vergangenheit wiederholen. Das heißt aber auch nicht, dass wir jene Fehler missachten sollten. Viel eher ist damit gemeint, dass wir aus den Fehlern unserer Vorfahren lernen und damit beginnen sollten, für unser aktuelles Verhalten Verantwortung zu übernehmen. Dadurch können wir vermeiden, dass wir alte Fehler wiederholen und sogar neue Fehler begehen.
Unsere Vorfahren sind auf diese Weise unsere Lehrmeister, von denen wir Weisheiten ziehen können und auf friedensstiftende Mühen wir aufbauen können.
Um das zu erreichen, ist es jedoch zuerst notwendig, ein möglichst tiefes Verständnis von den grundlegenden Prinzipien zu haben, die nicht nur den Lauf des Universums bestimmten, sondern eben auch unser Leben hier auf der Erde. Durch ein tiefgehendes Verständnis jener Prinzipien wird es uns möglich, die aktuelle Lage in der Welt besser zu verstehen und mithilfe universeller Prinzipien wahren und bleibenden Frieden in diese Welt zu bringen.
Danach ist es wichtig, unser Augenmerk darauf zu legen, weshalb wahrer und bleibender Frieden nicht schon lange Teil der Realität hier auf der Erde ist. Durch diese Perspektive erlangen wir womöglich einen Überblick darüber, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist und was wir tun müssen, um ein weiteres Scheitern zu vermeiden und stattdessen wahren und bleibenden Frieden für uns und die Welt zu schaffen.
Zuletzt müssen wir daran arbeiten, angemessene Strategien zu finden, die es uns ermöglichen, wahren und bleibenden Frieden nicht nur in uns selbst, sondern in der gesamten Welt zu schaffen. Diese Strategien können alles Mögliche umfassen, von Gedankenmuster über Verhaltensweisen bis hin zu bewussten Handlungen, die allesamt Frieden stiften. Dieses Thema wird später ein ganzes Segment in diesem Buch ausmachen.
Den meisten Lesern wird es mittlerweile vermutlich schon klar sein, dass das alles kein einfaches Unterfangen wird, denn wahrer und bleibender Frieden ist etwas, das in jede Faser unseres Lebens sowie in unsere kollektive Lebenseinstellung dringen muss.
Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Unterfangen nicht auch voller Freude, Glück, Erfüllung und gewisser Einfachheit sein kann. Das hängt stets davon ab, wie wir das Problem fehlenden Friedens auf der Welt angehen und wie einfach, glücklich und freudvoll wir die Reise für uns selbst gestalten. Genau wie ein alter Meister einst sagte, es gibt immer mehr als einen Weg, der zum Ziel führt. Das Resultat wird am Ende dasselbe sein, aber ob wir uns den Weg dorthin schwer oder einfach machen, hängt ganz und gar von uns selbst ab.
Es gibt noch einen letzten Punkt, der an dieser Stelle angesprochen werden sollte, wenn es um die Komplexität von wahrem und bleibendem Frieden geht. Um wirklich zu verstehen, worum es sich bei wahrem Frieden tatsächlich handelt, ist es notwendig, dass wir sozusagen unseren mentalen Horizont erweitern und offen für neue Ideen und Konzepte sind, die uns im Alltag normalerweise nicht begegnen. Das macht das Verstehen von allumfassendem Frieden nicht nur einfacher, sondern ist in der Tat essenziell dafür. Der Grund dafür ist, dass unser aktuelles Verständnis von uns selbst und der Welt unvollständig ist, was klar aus dem Krieg, der Gewalt, der Gier und dem Hass hervorgeht, welche immer noch auf diesem Planeten existieren. Wenn wir wahren und bleibenden Frieden vollkommen verstehen und kennen würden, dann wären auch Kriege und andere negativen Einflüsse in unserem Leben schon längst Geschichte.
Deshalb ist es so wichtig, offen für neue Informationen, Wissen und Weisheiten zu sein. Für einige Leser mögen die Ideen und Konzepte in diesem Buch lächerlich klingen und auf die ein oder andere Weise schockierend sein. Andere wiederum könnten sie womöglich als Humbug oder die spinnende Fantasie eines jungen Autors sehen. Es ist dennoch meine Hoffnung, dass die meisten Leser den Ideen und Konzepten in diesem Buch offen gegenüberstehen. Dann ist es möglich, tief in unserem Inneren über sie zu sinnieren und zu entscheiden, ob sie uns dabei helfen können, wahren Frieden in uns selbst und in der Welt um uns herum zu schaffen.
Mehr kann von niemandem verlangt werden und deshalb werde auch ich nicht um mehr bitten.
YIN UND YANG – DAS GESETZ DER BALANCE
Yin und Yang sind eins,
Das universelle Gleichgewicht,
Schwarz und Weiß vereint.
Das Prinzip der Balance, welches in vielen östlichen Traditionen Yin und Yang genannt wird, ist vermutlich eines der ältesten universellen Prinzipien, die der Menschheit bekannt sind.
Viele Leute haben das berühmte Symbol schon einmal in ihrem Leben gesehen, das Yin und Yang darstellt. Dabei handelt es sich um einen runden Kreis, der von einer wunderbar geschwungenen Kurve in eine weiße Hälfte mit einem schwarzen Punkt und eine schwarze Hälfte mit einem weißen Punkt unterteilt wird. Die Form des Symbols selbst wird von vielen als sehr ästhetisch und symmetrisch empfunden. Von oben betrachtet wirkt das Symbol fast wie zwei Koi-Karpfen von weißer und schwarzer Farbe, welche sich in einem Lotusteich umeinanderdrehen und so diese schöne und symmetrische Form bilden.
Abseits der Tatsache, dass viele Menschen das Symbol von Yin und Yang als ästhetisch empfinden, ist das Wissen um die wahre Bedeutung dieses Symbols sowie das dahinterstehende universelle Prinzip rar gesät und nur einige wenige haben bislang solch ein weitreichendes Verständnis erlangt.
Die Form von Yin und Yang zeugt von einem tiefen Verständnis des universellen Prinzips der Balance, welches unser gesamtes dreidimensionales Universum lenkt und somit auch unsere Realität hier auf der Erde. Die beiden Formen, welche Koi-Karpfen so ähneln, sind einander innerhalb des Kreises exakt gegenüber platziert und jede von ihnen hat einen Punkt mit der Farbe seines Gegenübers. Wenn man sich das Symbol im Gesamten anschaut, dann sind die einzelnen Formen von Yin und Yang perfekt ausbalanciert. Nirgendwo in dem Symbol ist von einem Element zu viel oder zu wenig vorhanden. Sie sind perfekt auf der Oberfläche verteilt. Kurz gesagt, Yin und Yang stehen in perfekter Harmonie und Balance zueinander.
Dieses fast schon heilige Prinzip der Balance ist auch für Symmetrie in unserem Universum verantwortlich, so wie wir es im Moment wahrnehmen. Symmetrie existiert überall, wenn wir nur genau hinschauen. Die Ausrichtung von Blütenblättern einer Blume, die Position von Ästen an einem Baum, unsere spiralförmige Galaxie, sogar künstliche Strukturen wie Gebäude und das Design moderner Flugzeuge beinhalten bestimmte Symmetrien. Denn wären sie nicht symmetrisch, würden sie vermutlich einfach in sich zusammenfallen und nicht so funktionieren, wie beabsichtigt.
Natürlich gibt es noch weitere Symmetrien, welche auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Das schließt zum Beispiel die Position von Planeten in unserem Sonnensystem zu jedem beliebigen Zeitpunkt mit ein. Wenn die Planeten zusammen in einer Linie miteinander ausgerichtet sind – ein Prozess, der wegen der verschiedenen orbitalen Geschwindigkeiten von Planeten sehr selten ist – dann ist auch dort Symmetrie leicht zu erkennen. Allerdings herrschen auch weiterhin Symmetrien, selbst wenn die Planeten nicht zueinander aufgereiht sind, denn es herrscht stets eine Symmetrie an verschiedenen Kräften, welche die Planeten und andere Himmelskörper auf ihren orbitalen Bahnen halten. In der Mathematik würden diese Kräfte als Vektoren beschrieben werden, wo jeweils zwei Vektoren – in diesem Fall die Zentrifugalkraft wie auch die Gravitation der Sonne – dafür sorgen, dass an den Planeten in zwei entgegengesetzte Richtungen gleichzeitig gezogen wird. Auf diese Weise sind sie in der Lage, ihre orbitalen Bahnen zu halten.
Aber das Prinzip von Yin und Yang ist mehr als nur die Manifestierung von Symmetrien und der Ausbalancierung von Materie in unserem dreidimensionalen Universum. Wenn man so will, steht Yin und Yang auch für eine mehrdimensionale Balance. Warum hat es mehrere Dimensionen? Weil dieses Prinzip nicht nur auf die Dinge zutrifft und einen Effekt hat, die existieren, sondern auch auf all jene Dinge, die nicht sind.
Um das besser zu veranschaulichen, müssen wir uns zunächst darüber klar werden, dass unser dreidimensionales Universum aktuell eine binäre Natur besitzt. Manche würden auch sagen, dass wir in einem Universum der Polaritäten leben. Die Idee dahinter ist, dass alles, was wir in unserem Universum finden, immer auch ein Gegengewicht und Gegenteil hat. Es gibt Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass, Krieg und Frieden. Sogar so etwas wie lauwarmes Wasser hat in unserer Realität ein direktes Gegenteil, was dann vermutlich „laukaltes“ Wasser genannt werden würde.
Als ob das noch nicht genug wäre, versteckt sich hinter der binären Natur unseres Universums noch eine tiefere Wahrheit. In binären Systemen, zwei Aspekte oder Elemente stehen in einer untrennbaren Verbindung zueinander und wären nicht in der Lage, ohne ihr jeweiliges Gegenstück zu existieren. Mit anderen Worten, es ist unmöglich für Dinge, ohne ihr direktes Gegenstück in einem binären Universum oder einem Universum der Polaritäten zu existieren. Obwohl das alles sehr technisch und theoretisch für einige klingen mag, ist das in der Tat eines der tiefgreifendsten Erkenntnisse, welche wir Menschen mit unserem aktuellen Entwicklungsstand überhaupt erlangen können.
Dieses Prinzip lenkt grundlegend die Art und Weise, wie unser dreidimensionales Universum funktioniert und betrifft uns somit auch in unserem alltäglichen Leben. Denn wie kann es Licht geben ohne Dunkelheit? Wie können wir ein warmes Bad nehmen, wenn es gar keine Kälte gibt? Wie können wir am Leben sein, wenn es gar keinen Tod gibt? Wie sollen wir Liebe zeigen, wenn es keinen Hass gibt? Und so weiter …
Die Sache ist die, dass wir noch nicht einmal wissen würden, was Licht überhaupt ist, wenn es keine Dunkelheit gäbe. Wir wären nicht in der Lage, anderen Liebe und Zuneigung zu zeigen, wenn es keinen Hass gäbe. Wir würden auch nicht wissen, dass wir am Leben sind, wenn es keinen Tod gäbe. Und wir würden nicht wissen, was Frieden bedeutet, wenn es keine Gewalt und keinen Krieg gäbe.
All das mag zunächst schwer zu akzeptieren und zu verdauen sein, aber die Tatsache bleibt dennoch bestehen, dass Dinge in unserem dreidimensionalen Universum ohne ihr Gegenstück nicht existieren können. Um es anders auszudrücken, Dinge können nicht existieren, wenn es keine Dinge gibt, die nicht sind. Liebe kann nicht existieren, wenn es keinen Hass gibt und Frieden kann nicht existieren, wenn es keinen Krieg gibt. Sogar unser Weltall könnte nicht existieren, wenn es nicht auch die Nicht-Existenz des Weltalls geben würde. Worauf es ankommt ist, dass alles ein Gegenstück hat und ohne sein Gegenteil nicht existieren könnte. Auf eine bestimmte Art und Weise könnte man auch sagen, dass alles in dreidimensionaler Existenz zusammen mit seinem jeweiligen Gegenstück existiert und so eine Einheit bilden.
Dieses Verständnis eines binären oder polaren Universums harmoniert auch wunderbar mit dem Konzept von Yin und Yang. Es ist ebenfalls ein binäres System, denn Yin bildet die eine Hälfte und Yang die andere Hälfte des Gesamten. Auf diese Weise symbolisiert Yin und Yang die Einigkeit von Gegensätzen und die perfekte Balance, welche daraus hervorgeht, auf eine sehr ansprechende Art. Darüber hinaus zeigen uns die beiden Punkte mit der Farbe des Gegenübers, dass alles in dieser Welt grundsätzlich auch sein jeweiliges Gegenstück beinhaltet. Wo Licht ist, da ist auch immer Dunkelheit und selbst in der tiefsten Dunkelheit spendet ein kleiner Funken Licht.
Das Interessante an dem Prinzip von Yin und Yang ist nicht nur, dass zwei entgegengesetzte Hälfte eine Einheit bilden, sondern auch die Tatsache, dass sie zusammen ein perfektes Gleichgewicht bilden.
Wenn wir uns das vor Augen führen, dann lehrt und das Prinzip von Yin und Yang, dass es niemals Frieden geben kann – der sich ja selbst durch Balance und Harmonie auszeichnet – ohne die Versöhnung von zwei entgegengesetzten Seiten zu einer Einheit, in der jede Seite einen Teil seines Gegenstücks beinhaltet. Das Wunderbare an einer solchen Einheit ist auch, dass zwei Gegensätze nicht länger für sich separat sind, sondern bei Zusammenschluss ein komplettes Ganzes bilden.
Einigen Lesern mag all das zu abstrakt und unrealistisch vorkommen, um in unserem Alltag Anwendung zu finden. Jedoch hat die Geschichte schon oft gezeigt, dass Balance und Einigkeit – seien sie sozialer, ökonomischer oder ideologischer Natur – stets einen wesentlichen Teil von Frieden ausmacht. Natürlich funktioniert das auch andersherum. Wo auch immer in unserem Leben Einigkeit herrscht, ist auch Frieden nicht weit entfernt.
Beispiele für einen solchen Frieden kommen alltäglich in unserem Leben vor. Zum Beispiel hat die Bildung der Europäischen Union in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach zwei verheerenden Weltkriegen für eine friedliche Atmosphäre durch die Vereinigung der europäischen Staaten gesorgt.
Ein weiteres Beispiel sozialer Natur findet sich in der Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre in den USA, wo die afroamerikanische Bevölkerung dieselben zivilen Rechte und Privilegien forderte, welche die weiße Bevölkerung bis dahin genossen hatte. Sobald die Afroamerikaner rechtlich von offiziellen Behörden und politischen Instanzen gleichgestellt wurden, ergab sich auch eine fortschreitende Vereinigung innerhalb der gesamten US-amerikanischen Bevölkerung und das führte wiederum zu mehr sozialem Frieden. Obwohl es trotzdem immer noch Vorfälle von Rassismus und Diskriminierung im täglichen Leben der Amerikaner und Bewohner anderer Nationen gibt, ist die Spaltung der sozialen Gruppen insgesamt kleiner geworden.
Sogar in unserer heutigen Zeit können wir sehen, wie das Prinzip von Yin und Yang seine Arbeit tut und für mehr Balance und Frieden durch Einigkeit sorgt. Das beste Beispiel dafür ist der Beginn und das rapide Fortschreiten moderner Telekommunikation durch das Internet, soziale Netzwerke und moderne Sattelitentechnik, welche den Weg für die immer schneller werdende Globalisierung in unserer Zeit geebnet hat. Dieser Prozess läuft schon seit einigen Jahren und hat dafür gesorgt, dass unsere Welt in vielerlei Hinsicht immer kleiner und kleiner wird. Heutzutage ist es einfacher denn je, mit Leuten in Kontakt zu treten, die quer über den Planeten verteilt sind, und auf diese Weise vereinigt sich die Menschheit Stück für Stück mehr.
Die meisten Leute sind offener geworden für die anderen Menschen auf der Erde und deren Lebensbedingungen oder sind sich dessen zumindest bewusst. Sie wissen, dass sie nicht mehr so weit voneinander entfernt sind, wie sie gerne glauben wollen. Sie haben begonnen zu verstehen, dass sich abseits ihres Verständnisses von sozialen Gruppen, Stammessystemen und Nationalitäten andere Menschen befinden, mit denen sie diesen Planeten teilen und mit denen sie gemeinsam die menschliche Spezies bilden.
Obwohl die Globalisierung die Menschheit vor große Herausforderungen stellt, wie zum Beispiel das Outsourcing von Arbeitsplätzen, Fachkräften und Produktionsgütern in andere Teile der Welt aus rein finanziellen Gründen sowie die Ausbeutung der Angestellten dort mit Niedriglöhnen, so hat die Globalisierung dennoch einen Weg zu mehr Bewusstheit, Toleranz und Mitgefühl auf der gesamten Welt geebnet. Das lässt sich auch gut an der Tatsache erkennen, dass besonders Nationen und Regierungen, die ihre Bevölkerung unterdrücken, mehr und mehr Schwierigkeiten haben, sie mit Propaganda und ideologischer Manipulation unter Kontrolle zu halten.
Das trifft ebenfalls auf die „offeneren“ Nationen zu, welche allgemein unter der Flagge der Demokratie handeln. Da Politik oftmals ein Spiel der Manipulation und der Einflussgewinnung über die Wählerschaft ist und den Wählern oft politische Veränderungen versprochen werden, nutzen viele Politiker gerne die Kunst leerer Worte und falscher Versprechen. Und das führt mehr und mehr dazu, dass solche Fehlhandlungen oft von sozialen Netzwerken und inoffiziellen Informationskanälen aufgedeckt und angeprangert werden.
Sei es wie es sei, der Beginn moderner Kommunikationstechnologien und die Veränderungen, welche sie in unserem Leben über die letzten Jahrzehnte bewirkt hat, haben auch dafür gesorgt, dass die Menschheit als Gesamtes immer mehr und mehr zusammengewachsen ist und auf diese Weise einen gewissen Grad an Einigkeit erreichen konnte.
Trotzdem liegt noch viel Arbeit vor uns, damit sich diese Entwicklung fortsetzt und schließlich zu bleibendem Frieden und Gleichgewicht führt. Damit sich allerdings diese Tendenz in Richtung Einigkeit weiter fortführt und die Menschheit weiter vereinigt, müssen wir alle diese Idee der Einigkeit in unser Herz schließen und mehr Aufmerksamkeit, Toleranz und Mitgefühl für all die Menschen aufbringen, mit denen wir diesen Planeten teilen. Optimalerweise dehnt sich unser Mitgefühl letztendlich auch auf andere Lebensformen aus, um am Ende die Einigkeit aller Lebensformen zu bilden. Dieser bestimmte Aspekt von Frieden wird in einem späteren Kapitel nochmal detailliert zur Ansprache kommen.
Um noch einmal auf das Konzept von Yin und Yang und seine perfekte Balance durch Einigkeit zurückzukommen, mag es einigen Lesern so vorkommen, als ob wahrer und bleibender Frieden niemals geschaffen werden könnte, wenn wir diesem Prinzip von Yin und Yang bis ins Extreme folgen. Wenn es nur wahren und bleibenden Frieden geben würde, ohne jegliche Spur von Krieg und Leid, dann wäre dieses Prinzip der Balance schwer gestört und aus dem Gleichgewicht gebracht. Auf den ersten Blick scheint dort etwas dran zu sein. Allerdings ist das ein Trugschluss.
Es ist natürlich wahr, dass es immer ein Gegenstück zu etwas geben muss, damit ein Gleichgewicht herrscht. Wenn es um wahren Frieden ohne eine jegliche Spur von Krieg und Leid geht, bedeutet das jedoch nicht, dass es nicht immer potenziell für Kriege möglich ist, in diese Welt zurückzukehren. Denn das ist genau das, was die beiden Punkte mit den entgegengesetzten Farben im Symbol von Yin und Yang bedeuten. Selbst wenn es absoluten und wahren Frieden auf der Erde gibt, so wird es dort auch immer einen Samen geben, der nur darauf wartet, auf fruchtbaren Boden zu treffen und zu Krieg und Konflikten heranwachsen zu können. Das ist die Bedeutung von Yin und Yang, denn alles beinhaltet auch immer einen kleinen Teil seines Gegenstücks.
Das ist auch der Grund dafür, weshalb es in der Vergangenheit unmöglich schien, lange währenden Frieden in die Welt zu bringen. Selbst wenn Frieden herrscht, existiert immer noch das Potenzial für Hass, Konflikte und Krieg, und in der Vergangenheit haben wir Menschen immer wieder zugelassen, dass diese Potenziale in Kriege ausbrechen konnten. Wahrscheinlich war das der Fall, weil unsere Vorfahren sich über das Prinzip von Yin und Yang nicht im Klaren waren und das ein Teil von etwas immer auch sein Gegenstück beinhaltet. Sie wussten vermutlich nicht, dass ein gewisses Maß an Mühe notwendig ist, um selbst in Zeiten von Frieden den Ausbruch von Krieg und Konflikten in der Zukunft zu vermeiden.
Aus einer weiteren Perspektive betrachtet, kann dieses Prinzip des Gleichgewichts auch auf unseren eigenen Planeten Erde übertragen werden. Während die meisten anderen Sternensysteme und Planeten in unserer unmittelbaren Umgebung kein Leben zu beherbergen scheinen – zumindest kein dreidimensionales Leben – ist die Erde ein Planet, auf dem es nur so vor Leben wimmelt. Unser Planet kann deshalb auch als Gegenstück zu all der Leblosigkeit betrachtet werden, die anscheinend um uns herum im Weltall existiert.
Dennoch darf nicht vergessen werden, dass es auch trotz des Reichtums an Leben auf der Erde immer das Potenzial für Tod und globale Zerstörung geben wird. Sei das durch die unweise Verwendung von Massenvernichtungswaffen, welche die meisten von unseren Nationen zur Verfügung haben, oder durch äußere Einflüsse aus dem Weltall, wie zum Beispiel Asteroiden oder Kometen. Der Samen für Tod und Zerstörung ist stets vorhanden. Aber dafür zu sorgen, dass dieser Samen nicht heranwachsen und zur Realität werden kann, das ist die eigentliche Herausforderung.
Das bedeutet natürlich auch, dass selbst wenn dieser bislang utopische Zustand wahren Friedens erreicht wurde, ist immer Energie und Mühe notwendig, um diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Ansonsten wird der dunkle Samen des Hasses, Konfliktes und Krieges heranwachsen und die Welt erneut in ein Zeitalter des Todes und des Leides stürzen. Das ist der Lauf unseres Universums und das ist das heilige Gesetz des Gleichgewichts.
IN LAK’ECH – DAS GESETZ DER EINIGKEIT
Einigkeit mit allem,
Wir sind eine große Familie,
Das gesamte Universum.
In Lak’Ech ist ein alter Spruch aus der Sprache der antiken Maya, welcher auf wunderbare Weise beschreibt, worum es in diesem Kapitel gehen wird. Wörtlich bedeutet er so etwas wie „Du bist ein anderes Ich“ oder „Du bist ein anderes Selbst“ und allgemein gesagt, ist das die tiefgreifendste Erkenntnis, die wir Menschen als eine Spezies mit eigenem Bewusstsein haben können.
Es scheint fast so, als ob die Maya, welchen einst einer großen und blühenden Zivilisation angehörten, bereits damals ein Verständnis darüber erlangt hatten, welches universelle Gesetz sich hinter diesem Spruch verbirgt. Zumindest wussten sie genug darüber, um diese Weisheit zu einem Teil ihrer Sprache werden zu lassen. Dadurch waren sie in der Lage, einen Teil ihres Wissens über ein heiliges Prinzip zu bewahren, welches in diesem Buch als das Gesetz der Einigkeit bezeichnet wird.
Wegen der Begrenzungen unseres aktuellen Sprachgebrauchs sowohl in seiner gesprochenen als auch geschriebenen Form, ist es nicht möglich, das Gesetz der Einigkeit in seiner absoluten Gesamtheit zu beschreiben oder zu erklären. Um zu wissen, was mit dem Gesetz der Einigkeit wirklich gemeint ist, muss man es direkt aus erster Hand selbst erfahren. Die geschriebenen Worte in diesem Kapitel können deshalb nur als Wegweiser fungieren, welche auf eine viel tiefere Wahrheit deuten. Ihre Funktion ist es, dem interessierten Leser einen möglichen Pfad zu der wahren Bedeutung des Gesetzes der Einigkeit zu bieten.
Das Gesetz der Einigkeit beschreibt allgemein, dass alles in diesem Universum und möglicherweise sogar darüber hinaus in Wirklichkeit ein Ganzes ist. Man könnte auch sagen, dass alles zusammen in seiner Gesamtheit ein Wesen bildet. Dieser Gedanke mag auf den ersten Blick schwer nachzuvollziehen sein, aber wenn man lange genug darüber nachdenkt, dann ergibt diese Sichtweise mehr und mehr Sinn.
Auf eine gewisse Weise ist das Gesetz der Einigkeit sehr ähnlich zu dem Prinzip von Yin und Yang, nur dass sich die Perspektiven unterscheiden. Während Yin und Yang aus zwei entgegengesetzten und sich gleichzeitig ergänzenden Teilen besteht, welche stets nach einem perfekten Gleichgewicht streben, so betrachtet das Gesetz der Einigkeit Yin und Yang von außen. So lässt sich erkennen, dass Yin und Yang in Wirklichkeit eine Einheit, ein Ganzes sind und seine einzelnen Aspekte nur getrennt und entgegengesetzt wirken. Das Interessante ist, das beide Prinzipien zur gleichen Zeit wirken und man sie nur durch einen Perspektivenwechsel erkennen kann.
Natürlich trifft das Gleiche auch auf unsere dreidimensionale Welt zu. Die Gesamtheit des Universums erscheint so, als wäre es aus vielen einzelnen Teilen zusammengesetzt, welche alle getrennt voneinander sind und trotzdem aufeinander aufbauen und miteinander interagieren. Und das mag auch auf unsere aktuelle Wahrnehmung der Realität zutreffen, aber sobald wir das Universum als eine Einheit, eine Gesamtheit an getrennten Elementen betrachten, dann stellt sich diese Wahrnehmung als unwahr heraus. Unser Universum und alles sich darin befindliche – egal ob lebendig oder tot, materiell oder nicht – stellt sich dann als ein und dasselbe heraus, als ein unendliches Wesen.
In der Vergangenheit hat es anscheinend eine gewisse Anzahl an menschlichen Kulturen gegeben, die dieses Gesetz der Einigkeit zu einem bestimmten Grad verstanden hatten, und sie erkannten, dass alles in dieser Welt, so getrennt und gegensätzlich es scheinen mag, eigentlich Teil eines großen Ganzen ist. Viele dieser Kulturen wurden von Menschen gelebt, welche heute allgemein als primitiv bezeichnet würden und das mag wohl auch stimmen, wenn es um deren technologisches Wissen geht. Wenn es jedoch darum geht, die wahre Natur unserer Welt zu verstehen, dann waren sie alles andere als primitiv und rückständig. Viele dieser Kulturen zeigten ihr tiefes Verständnis für dieses universelle Gesetz in der Weisheit ihrer Handlungen. So neigten sie zum Beispiel dazu, im Einklang mit der Natur zu leben und nahmen sich nur die Ressourcen, die sie zum Überleben brauchten. Gier und die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen spielten da keine Rolle. Darüber hinaus hatten die meisten solcher weisen Kulturen einen großen und aufrichtigen Respekt für andere Lebensformen. Sie wurden sogar oft als Götter oder Naturgeister verehrt, je nach ihrem tierischen Wesen. Einige Kulturen bauten sogar Tempel in allen möglichen Formen und Größen, welche auf die ein oder andere Weise der Natur, einer universellen Kraft oder einem Himmelskörper gewidmet waren.
All das zeigt, dass jene Kulturen sowohl über das Prinzip universeller Balance als auch über das Gesetz der Einigkeit Bescheid wussten. Leider sind fast alle dieser Kulturen mittlerweile verschwunden und was von ihnen übrig geblieben ist, sind nur alte Gebäude, Tempel und manchmal sogar noch Schriftstücke, die uns ihre Geschichte erzählen.
Wir als menschliche Spezies sind in der heutigen Zeit sehr weit fortgeschritten, wenn es um Technologien geht, aber es scheint so, als hätten wir dafür auch einen großen Preis gezahlt. Im Austausch für unser technologisches Wissen haben wir die hart verdienten Weisheiten über Balance und Einigkeit unserer Vorfahren aufgegeben, nach denen sie unter großem Zeit- und Energieaufwand lebten und die sie mit großer Mühe an zukünftige Generation weitergegeben haben.
Es ist für uns an der Zeit, zu diesen Weisheiten zurückzufinden und sie für die Zukunft der Erde und auch unserer Kinder wieder zu einem Teil unseres Lebens werden zu lassen. Glücklicherweise ist es möglich, die Weisheit hinter dem Gesetz der Einigkeit zu entdecken, wenn man sich dem Ganzen Schritt für Schritt nähert. Der erste Schritt besteht darin zu verstehen, dass jeder einzelne Mensch in Wirklichkeit aus Trillionen von Zellen, welche wiederum aus einer noch viel größeren Anzahl an Atomen bestehen. Und das, obwohl wir uns und unsere Körper allgemein als einzelne Individuen sehen. Aber in Wirklichkeit ist jeder von uns eine lebende Einheit, die aus vielen verschiedenen Teilen zusammengesetzt ist.
Wenn wir uns das vor unserem geistigen Auge halten, dann besteht der nächste Schritt darin zu erkennen, dass alle Menschen – egal welcher Größe, Hautfarbe und welchen Geschlechts – tatsächlich ein und dieselbe Spezies bilden. Sobald sich diese Erkenntnis in den meisten Köpfen der Menschen gebildet hat, werden sie erkennen, dass das Führen von Kriegen sowie die Ausbeutung und Verletzung anderer in Wirklichkeit eine wahnsinnige Art und Weise ist, mit anderen Mitgliedern der Menschheitsfamilie umzugehen. Denn was wir anderen antun, tun wir am Ende auch uns selbst an.
Auf diese Art und Weise trifft das Gesetz der Einigkeit also auch auf uns Menschen zu und zeigt, dass es zwischen Menschen verschiedener Nationen und zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe oder sexueller Orientierung eigentlich keinen wirklichen Unterschied gibt. Sie sind alle trotzdem noch Teil der Menschheitsfamilie und sollten deshalb auch mit demselben Respekt und derselben Wertschätzung behandelt werden, wie wir sie auch für uns selbst haben. Das ist die wahre Bedeutung von In Lak’Ech. Du bist ein anderes Ich.
Jedoch endet dort nicht der Wirkungsbereich vom Gesetz der Einigkeit. Wenn man den Gedanken bis ins Extreme weiterführt, dann trifft dieses universelle Gesetz tatsächlich auf das gesamte Universum zu, wie wir es momentan kennen, und vielleicht sogar darüber hinaus. Denn weil alles Existierende, was sich in diesem Universum befindet, auch gleichzeitig Teil davon ist, bildet es eine gemeinsame Einheit. Es spielt keine Rolle, ob wir uns auf den physischen und manifestierten Teil des Universums oder den noch nicht materialisierten, energetischen Teil konzentrieren, all das ist dennoch Teil der gesamten Schöpfung, wenn man so will. Das ist der Grund, weshalb unser Universum diesen Namen trägt. Das Wort bedeutet wörtlich etwa „zu einem Ganzen geworden“. Es ist wahrlich erstaunlich, dass solch ein altes lateinisches Wort eine so tiefe Wahrheit beherbergt.
Wie wir deutlich erkennen können, spielt das Gesetz der Einigkeit eine essenzielle Rolle in unserem Universum und natürlich auch in unserem täglichen Leben. Die innewohnende Einigkeit von allen Dingen zu einem Ganzen ist überall zu erkennen, wenn wir nur unsere eigene Perspektive dahingehend ändern. Darüber hinaus ist das Wissen über das Gesetz der Einigkeit nicht bloß eine geistige und intellektuelle Übung, sondern kann und muss in unserem alltäglichen Leben Anwendung finden, wenn wir heute eine bessere Welt für die Zukunft schaffen wollen.
Du bist ein anderes Ich. Wir sind alle eins. Das ist die Wahrheit und nur die zählt.
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