Читать книгу: «Veggie Streetfood»

Шрифт:

FLORIAN SEHN | FOTOS: MARIA BRINKOP

Veggie
STREET
FOOD


VEGGIE STREETFOOD

Wie und warum? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie Tipps und Tricks für schnelles und einfaches Kochen.

SANDWICHES & CO.

Hier findet sich allerhand Belegtes für auf die Hand und zwischen die Kiemen. Vieles eignet sich auch hervorragend als Snack »to go«

POMMES, FINGERFOOD & CO.

Wer eine Alternative zu klassischen Pommes sucht, wird hier garantiert fündig. Doch auch Ausgefallenes wie Feta-Cookies oder neu interpretierte Klassiker wie Spargel-Fritten laden zum Ausprobieren ein.

BURGER & CO.

Ein Streetfood-Buch ohne Burger funktioniert nicht! Deshalb schenke ich den beliebten Fast-Food-Stars ein eigenes Kapitel voller Möglichkeiten.

PIZZA & CO.

Alle lieben Pizza! Ich natürlich auch und möchte deshalb mit einigen kreativen Ansätzen überraschen. Aber auch für Flammkuchen oder Lahmacun findet man hier ein fleischloses Rezept.

DIPS, SAUCEN & CO.

Gutes Fast Food lebt auch von den jeweils passenden Dips und Saucen. Mal pikant, mal fruchtig-süß – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

BRÖTCHEN & CO.

Bei mir muss es schnell und einfach gehen. Deswegen lasse ich meine Backwaren größtenteils im Ofen gehen. Und mit meinem Allround-Teig gelingen Bagels, Pizzas und Co. ganz problemlos.

ANHANG

Rezeptregister

Stichwortregister

Dank


VORWORT: WIE UND WARUM?

Was ist der ausschlaggebende Grund, ein Kochbuch zu schreiben? Ganz klar: die Lust am Kochen. Was mich dazu bewegte, ein Buch über vegetarisches Streetfood zu schreiben, erzählt folgende kleine Geschichte:

Nicht jedes vegetarische oder vegane Gericht muss zwingend mit Tofu zubereitet werden. Und sicher ließen sich noch viel mehr Menschen vom Verzicht auf vorgefertigte »Convenience«-Produkte überzeugen, wenn sie wüssten, welche Zutaten sie alternativ verwenden können, davon ist Florian Sehn überzeugt. Nachdem der selbstständige Grafikdesigner aus Bingen am Rhein den Entschluss gefasst hatte, künftig fleischfrei zu kochen und zu essen, vermisste er schon bald befriedigende Rezepte für sein heißgeliebtes Seelenfutter – Fast Food, wie man es auf den angesagten Streetfood-Märkten oder an Food Trucks bekommt. Das rosagebratene Patty eines Burgers einfach nur durch Buchweizen oder industriell hergestellte Tofumasse zu ersetzen, empfand er als wenig zufriedenstellend und begann kurzerhand mit der Entwicklung eigener Rezeptideen. Das Endergebnis – dieses Buch – bietet von simplen Crostini-Varianten über verschiedenste Burger bis hin zu Flammkuchen, Pizza und Döner genügend Ideen, um sich auch als Flexitarier, Vegetarier oder gar Veganer der Lust am Streetfood hinzugeben. Praktisch zudem: Die Rezepte sind schnell zubereitet und die Zutatenlisten weitestgehend übersichtlich. Dem schnellen Genuss steht somit nichts mehr im Wege.

VEGETARISCH OHNE TOFU

Der eingefleischte Allesfresser neigt beim Schlagwort »Vegetarismus« sofort dazu, an Tofu zu denken. Und warum sollte man es ihm verübeln? Ist es doch für viele frisch gewordene Vegetarier gang und gäbe, Wurst, Fleisch und Fisch gegen Tofu und andere Ersatzprodukte auszutauschen. So werden zum Beispiel aus Fischstäbchen Tofustäbchen, und die Bolognese besteht aus feinen Tofuschnetzeln. Aber warum? Mit der riesigen erhältlichen Auswahl an Hülsenfrüchten sowie Gemüse-, Obst- und Käsesorten sollte man gut versorgt sein, um auch ohne Tofu oder Seitan vollwertig und lecker kochen zu können.

Darum möchte ich in meinem Kochbuch darauf verzichten und zeigen, was dennoch an Vielfalt möglich ist. Lust auf ein Schnitzelbrötchen? Probieren Sie doch mal die Version mit panierten Austernpilzen (siehe Rezept Seite 39). Oder ersetzen Sie doch einfach mal das Hotdog-Würstchen durch eine Möhre (siehe Rezept Seite 76). Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Probieren und einen guten Appetit.

DIE DEFINITION VON STREETFOOD

Was ist Streetfood? Klar, wörtlich übersetzt: »Essen von der Straße«. Aber es steckt so viel mehr dahinter als die schnelle Currywurst von der abgerockten Imbissbude um die Ecke. Inzwischen sind coole Foodtrucks und Garküchen aus dem Straßenbild vieler Städte gar nicht mehr wegzudenken, außerdem erfreuen sich ganze Streetfood-Festivals, bei denen man sich an vielerlei Ständen und Garküchen durch die Küchen der Welt schlemmen kann, enormer Beliebtheit.

Natürlich geht es beim schnellen Essen »auf die Hand« auch um Spontaneität und geringen Zeitaufwand in unserer schnelllebigen Zeit, wenn man sich in der Mittagspause rasch ein Sandwich oder einen Burger holt, anstelle von Tischreservierungen und langen Wartezeiten abhängig zu sein. Ob man das Essen dann vor Ort, im Gehen, auf der Parkbank oder im Büro zu sich nimmt, ist einem zum Glück selbst überlassen.


FAST FOOD UND VEGETARISMUS

Das schnelle Essen wird von Tag zu Tag beliebter, dennoch findet ein Wandel statt. Jahrzehntelang regierten die allseits bekannten Fast-Food-Monopole den Markt und boten uns nur wenig vegetarische Auswahl und Alternativen. Mit der Zeit wurde der Vegetarismus immer beliebter, der Drang nach einem gesünderen Leben immer stärker und ist nun mit der »veganen Welle« endgültig fester Bestandteil der Gesellschaft. So ist es unausweichlich, dass nicht nur die »Großen« vegetarische Alternativen auf ihren Speisekarten anbieten müssen. Immer mehr kleine und unabhängige Fast-Food-Läden und Streetfood-Stände haben auch fleischfreie und »tierfreie« Köstlichkeiten in ihrem Repertoire. Dadurch heben sie merklich die Auswahl, aber auch den Anspruch an vegetarisches und veganes Fast Food. Langsam zerbröckelt das ungesunde Image, und der Griff zur schnellen Mahlzeit muss nicht zwingend für ein schlechtes Gewissen sorgen.


DIE GESCHICHTE
DER SCHNELLEN ESSKULTUR

Ausgrabungen beweisen, dass es schon Anfang des Jahrtausends im alten Pompeji Schnellrestaurants gab. Im sogenannten Thermopolium waren Tontöpfe in Vertiefungen in einem Tresen aus Stein eingelassen und hielten dort vorbereitetes Essen aus Linsen, Bohnen und Erbsen warm und für die hungrige Kundschaft bereit. Aber auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel China, gab es schon früh Straßenverkäufe, die mit den heutigen Imbissbuden vergleichbar sind.

Einen Aufschwung erlebte Fast Food durch die industrielle Revolution, die nicht nur für weniger Freizeit, sondern auch für mehr Berufstätigkeit bei Frauen sorgte. So blieb oft keine Zeit, die Nahrung zu Hause zuzubereiten, und man griff auf einen schnellen Imbiss zwischendurch zurück. Aus dieser steigenden Nachfrage entwickelte sich ein entsprechendes Angebot. Zum Beispiel gibt es Berichte von sogenannten »Lunch-Wagons«, die von Pferden gezogen durch amerikanische Industriegebiete wanderten und schnelles Essen verkauften. Eine Wurstbude aus Regensburg gilt übrigens als ältestes Fast-Food-Restaurant Deutschlands. Sie bietet seit etwa 850 Jahren schnelles Essen an.

VEGANISIEREN

Selbst für Vegetarier wirkt die vegane Küche oft aufwendig, umständlich und dadurch abschreckend. Dabei sind oft nur kleine Änderungen Vonnöten, um ein 100%iges tierleidfreies Gericht zu zaubern. Wie einfach dies sein kann, möchte ich durch die nachfolgenden Tipps und durch die jeweiligen Hinweise bei den Rezepten zeigen.

GRUNDLAGEN DES VEGANISIERENS

Butter: Eine hochwertige Pflanzenmargarine ist hier ein würdiger Ersatz.

Milch und Sahne: Mittlerweile gibt es hierfür sehr viele Alternativen auf dem Markt. Die gängigsten sind Soja-, Hafer- und Reismilch beziehungsweise -sahne. Der typische Sojageschmack mundet nicht jedem, daher empfehle ich die Produkte auf Haferbasis.

Joghurt: Auch hier ist die Auswahl inzwischen groß. Die pflanzliche Alternative aus Soja findet man schon in fast jedem Supermarkt. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass manche Sorten einen süßlichen Eigengeschmack haben und dadurch eventuell für salzige Dips nicht geeignet sind.

Mayonnaise: Eifreie Mayonnaisen gibt es in vielen Supermärkten, Bio-Läden, Reformhäusern und über vegane Versandshops. Oder einfach auf Seite 124 hier im Buch.

Käse: Für viele Käsesorten, wie zum Beispiel Gouda, Emmentaler, Mozzarella, Frischkäse und sogar Parmesan, gibt es mittlerweile Alternativen, die in gut sortierten Bio-Läden oder über Shops im Internet erhältlich sind. Die Qualitätsunterschiede sind hierbei sehr groß, da muss man ein bisschen probieren. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welcher Käse ihm am besten schmeckt.

Ei: Wie man ein Ei ersetzt, hängt vom Rezept ab. Zum Beispiel kann man beim Zubereiten süßer Backwaren Apfelmus oder reife Bananen verwenden, um den Teig zu lockern. Zum Binden, zum Beispiel von Bratlingen, nimmt man pro Ei jeweils 2 EL Kichererbsen- oder Stärkemehl. Beim Panieren funktioniert ein dickflüssiger Teig gut, den man aus Mehl und Wasser zusammenrührt.

Honig: Ich empfehle stattdessen Agavendicksaft oder Ahornsirup.

Hefeflocken: In der veganen Küche wird man früher oder später auf den Begriff »Hefeflocken« stoßen. Dabei handelt es sich um sogenannte Nährhefe in Flockenform. Sie besticht durch einen hohen Vitamin-B-Gehalt und ist als Würzmittel geeignet, da Gerichte dadurch einen käseähnlichen Geschmack bekommen und cremiger werden.

VEGAN-AMPEL

Zur schnelleren und leichteren Orientierung, welche meiner Rezepte vegan oder veganisierbar sind, habe ich jedes Rezept mithilfe meiner »Vegan-Ampel« farblich markiert.


Das Rezept ist vegan.


Dieses Rezept lässt sich leicht veganisieren.


Das Veganisieren erfordert ein komplett neues Rezept und/oder ist zu zeitaufwendig.

MEIN 1X1 DER SCHNELLEN KÜCHE

Wem, Wie mir, nicht viel Zeit zum Kochen bleibt, seien folgende Tipps und Tricks ans Herz gelegt

1. Küche aufräumen

Mit viel freier Arbeitsfläche behält man den Überblick. So kocht es sich schneller und stressfreier.

2. Kenne das Rezept

Vor dem Kochen sollte man das Rezept mindestens einmal komplett durchgelesen haben. Dies erleichtert die Organisation und man vermeidet spätere Fehler.

3. Zutaten zurechtlegen

Legt man sich alle für das Rezept notwendigen Zutaten vor dem Kochen zurecht, erspart man sich spätere Panik und Patzer. Öl, Salz und Pfeffer benutzt man eher häufig. Daher sollten sie in der Nähe der Pfanne oder des Topfes stehen. Dinge, die man selten benötigt, dürfen hingegen im Schrank ganz nach hinten geräumt werden.

4. Gute Ausrüstung

Fast nichts ist wichtiger für unkompliziertes und schnelles Kochen als eine gute Kochausrüstung. Für mich gehören neben Pfannen und Töpfen auf jeden Fall dazu:

ein großes Küchenmesser, ein kleines Küchenmesser, mindestens ein großes Schneidebrett Stabmixer, Universalzerkleinerer/Küchenmaschine, Pfannenwender, Kochlöffel, Schneebesen, Schüsseln in verschiedenen Größen, eine Küchenwaage und ein Wasserkocher.

5. Messer schärfen

Frisch geschliffene Messer schneiden besser. Darum empfiehlt es sich, regelmäßig mit einem Schleifstein nachzuschärfen.

6. Universalzerkleinerer

Oft lassen sich Zutaten, wie zum Beispiel Zwiebeln, Karotten oder Paprika, schneller und sorgfältiger mit dem Universalzerkleinerer kleinschneiden als mit dem Messer. Hierbei sollte man aber nicht zu übereifrig sein, damit kein Gemüsebrei entsteht.

7. Wasser kochen

Mit dem Wasserkocher lässt sich Wasser schneller zum Kochen bringen als im Topf. Sobald es kocht, einfach umschütten.

8. Deckel nicht vergessen

Das Kochen mit Deckel hält die Temperatur im Topf und spart dadurch Zeit und Energie.

9. Vorgekochte Zutaten

Natürlich sind frische Zutaten grundsätzlich vorzuziehen, aber wenn es schnell gehen muss, sorgt beispielsweise vorgekochte rote Bete für eine nicht zu verachtende Zeitersparnis. Mittlerweile findet man solche Zutaten auch in Bio-Läden und muss so zumindest nicht auf Bio-Qualität verzichten.

WAS ICH NOCH LOSWERDEN MÖCHTE

Verwende ich für ein Rezept getrocknete Kräuter oder Gewürze, dürfen Sie auch gerne frische verwenden.

Verlangt ein Rezept ein Bund Kräuter, spreche ich von der kleineren Supermarkt-Version und nicht von den großen Marktbünden, die es teilweise zu kaufen gibt.

Backofentemperaturen variieren je nach Hersteller. Halten Sie bitte stets ein Auge auf Ihre Backwaren und vertrauen Sie meinen Zeitangaben nicht blind.

Ich mag Knoblauch, bin aber eher vorsichtig bei der Verwendung. Große Knoblauchfans dürfen die Menge bei entsprechenden Rezepten gerne erhöhen.

Ich verwende grundsätzlich frische Hefe. Wer die getrocknete Alternative verwenden möchte, ersetzt einen halben Würfel mit einem Tütchen Trockenhefe.

Gemüsegrößen variieren stark. Wenn nicht anders angegeben, benutze ich Gemüse in Standardgrößen.

Es gibt zwei verschiedene Sojasaucen: Shoyu und Tamari. Ich verwende ausschließlich Tamari. Diese wird ohne Zusatz von Weizen hergestellt und besitzt ein kräftigeres Aroma, ist dabei jedoch weniger salzig.

Übrig gebliebene Dips können auch als Brotaufstriche verwendet werden.

Ich verwende meist Olivenöl zum Anbraten. Dies ist allerdings reine Gewohnheit. Falls Sie standardmäßig zum Beispiel Rapsöl verwenden, dürfen Sie gerne dabei bleiben.


SANDWICHES & CO.

Ob Frühlingsrolle, Döner oder Wraps …

… man isst sie ohne Besteck. Doch sie zählen weder zur Kategorie der Burger noch zu Fingerfood. Die Vielfalt dieser Gerichte präsentiert das folgende Kapitel und unternimmt mit mir eine Reise durch verschiedene Länderküchen. Von Italien über Mexiko bis nach Asien.


TOMATEN-MANDEL-MINZE-CROSTINI


Die Crostinis sind nicht nur als Vorspeise geeignet: Mit einem grünen Salat als Beilage bekommt man ohne Probleme zwei Personen satt. Die herrliche Frische der Minze sorgt für das besondere Geschmackserlebnis.

ZUTATEN

Für etwa 15 Stück

Zubereitungszeit: 30 Minuten

80 g Mandeln

250 g Kirschtomaten

50 g in Öl eingelegte Tomaten

2 TL getrocknete Minze

1 Knoblauchzehe

1 TL Salz

frisch gemahlener Pfeffer

1 Baguette

4 EL Olivenöl

1. Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Für das Tomaten-Mandel-Minze-Püree die Mandeln grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl rösten. Die Kirschtomaten waschen und mit den gerösteten Mandeln, den eingelegten Tomaten, 2 EL des dafür benutzten Öls, der Minze, der Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer in einem Mixer fein pürieren.

2. Das Baguette in 15 daumendicke Scheiben schneiden, mit Olivenöl bestreichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Baguettescheiben 7 Minuten im Backofen kross backen, herausnehmen und großzügig mit dem Tomaten-Mandel-Minze-Püree bestreichen. Für weitere 5 Minuten in den Backofen stellen, herausnehmen und servieren.

Tipp

Das Tomaten-Mandel-Minze-Püree verträgt sich auch hervorragend mit einer Portion Pasta.



APFEL-ZWIEBEL-CROSTINI


Ein geschmackliches Orchester: Besser kann man das Zusammenspiel aus süßem Apfel, leicht scharfer Zwiebel, aromatischem Ziegengouda und duftendem Thymian nicht beschreiben.

ZUTATEN

Für etwa 15 Stück

Zubereitungszeit: 30 Minuten

3 rote Zwiebeln

1 Knoblauchzehe

7 EL Olivenöl

1 Apfel

100 g Ziegengouda

1 EL Honig

1 TL getrockneter Thymian

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

1 Baguette

1. Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Für die Apfel–Zwiebel–Mischung die Zwiebeln sowie den Knoblauch abziehen und fein würfeln. 3 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Knoblauch– und Zwiebelwürfel bei niedriger Temperatur glasig anschwitzen. Den Apfel waschen, vierteln, entkernen und zusammen mit dem Ziegengouda fein würfeln. Beides mit Honig und Thymian unter die Zwiebeln und den Knoblauch mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Das Baguette in 15 daumendicke Scheiben schneiden, mit dem restlichen Olivenöl bestreichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Baguettescheiben 7 Minuten im Backofen kross backen, herausnehmen und großzügig mit der Apfel-Zwiebel-Mischung bestreichen. Für weitere 5 Minuten in den Backofen stellen, herausnehmen und servieren.

Für die vegane Variante:

Veganer werden den Ziegengouda nicht vermissen. Anstatt Honig 1 TL Agavendicksaft verwenden.



KNUSPRIGER AVOCADO-FRITTEN-BAGEL


Die meisten genießen Avocado frisch und roh aus der Schale. Für ein herzhaft belegtes Bagel-Brötchen paniere ich das Fruchtfleisch allerdings mit knusprigen Cornflakes und backe es anschließend im Backofen.

ZUTATEN

Für 2 Bagels

Zubereitungszeit: 40 Minuten

2 Avocados

150 g Naturjoghurt

120 g ungezuckerte Cornflakes

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Chiliflocken

12 Kirschtomaten

½ Bund Rucola

2 Bagels (siehe Rezept Seite 149)

1 Portion Zitronen-Cashew-Mousse (siehe Rezept Seite 111)

1. Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Für die Avocado–Fritten die Avocados halbieren und den Kern entfernen. Jede Hälfte in vier gleich große Spalten schneiden. Den Naturjoghurt in einer flachen Schüssel glatt rühren. Die Cornflakes mit den Händen grob zerdrücken und in eine zweite flache Schüssel füllen.

2. Die Avocadospalten zuerst von allen Seiten im Joghurt wenden und mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken bestreuen. Danach in den Cornflakes wenden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Im Backofen 20 Minuten knusprig backen. Nach der Hälfte der Zeit die Spalten einmal wenden.

3. In der Zwischenzeit die Kirschtomaten waschen und in Scheiben schneiden. Den Rucola waschen und trockenschütteln. Die Bagels halbieren. Die Hälften großzügig mit der Zitronen-Cashew-Mousse bestreichen. Mit Tomatenscheiben und Rucola belegen. Die Avocado-Fritten aus dem Backofen nehmen, darauf verteilen und servieren.

Für die vegane Variante:

Pflanzlichen Joghurt anstatt Naturjoghurt verwenden.



ARTISCHOCKEN-ZITRONEN-BUTTER-BAGUETTE


Die gekaufte Variante mit Kräuterbutter diente mir in jüngeren Jahren des Öfteren als schnell zubereitete Mahlzeit. Ich schwelge in Erinnerungen und belebe das Kräuterbutter-Baguette mit dieser schnell zubereiteten Variante neu.

ZUTATEN

Für 1 Baguette

Zubereitungszeit: 20 Minuten

1 Knoblauchzehe

½ unbehandelte Zitrone

30 g Pinienkerne

130 g eingelegte Artischockenherzen

2 EL gehackte Petersilie

3 EL geriebener Parmesan

50 ml Olivenöl

25 g Butter

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

1 Baguette

1. Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Für die Artischocken-Zitronen-Butter die Knoblauchzehe abziehen und würfeln. Die Zitrone heiß abspülen, den Saft auspressen und die Schale abreiben. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten und mit dem Knoblauch, den Artischockenherzen, der Petersilie, dem Parmesan, dem Olivenöl, der Butter, dem Zitronensaft und –abrieb fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Das Baguette jeweils im Abstand von etwa 3 cm mehrfach einschneiden und mit einem Messer großzügig mit der Artischocken-Zitronen-Butter füllen. Das Baguette auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im Backofen für 5–7 Minuten knusprig backen. Herausnehmen und servieren.

Tipp

Die Artischocken-Zitronen-Butter ist auch mit einer Portion Pasta ein Genuss.

Für die vegane Variante:

Pflanzliche Butter verwenden. Anstatt Parmesan etwas mehr Pinienkerne nehmen und mit Hefeflocken würzen.



HERZHAFTER FRENCH TOAST


In Deutschland ist diese süße Speise eher bekannt unter dem Namen »Arme Ritter«. Da mir der Sinn jedoch nach etwas Pikantem und Herzhaftem stand, entstand dieses vegane Rezept, das geschmacklich in die orientalische Küche führt.

ZUTATEN

Für 8 Toasts

Zubereitungszeit: 40 Minuten

100 g Kichererbsenmehl

100 g Weizenmehl

1 TL gemahlener Ingwer

1 TL gemahlener Koriander

1 TL Kurkumapulver

2 TL Currypulver

½ gelbe Paprika

1 kleine Zwiebel

1 kleine Chilischote

½ Bund Petersilie

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

8 Scheiben Toastbrot (siehe Rezept Seite 150)

8 EL Olivenöl

1. Für den Teig das Kichererbsen- und Weizenmehl mit den Gewürzen in einer Schüssel vermengen. 300 ml lauwarmes Wasser zufügen und zu einem glatten Teig verrühren. Beiseitestellen.

2. Die Paprika waschen, entstielen, entkernen und fein würfeln. Die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Chilischote längs halbieren, Stiel, Kerne und Zwischenwände entfernen und fein würfeln. Die Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken. Alle Zutaten unter den Teig rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die Toastscheiben sorgfältig durch den Teig ziehen. Eventuell mit einem Löffel noch etwas Teig darauf verteilen.

4. Den Backofen auf 50 °C (Umluft) vorheizen. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Eine Toastscheibe von beiden Seiten knusprig braun braten, herausnehmen und im Backofen warmhalten. Mit den restlichen Scheiben genauso verfahren.



NO-TUNA-SANDWICH


Thunfisch kommt mir nicht auf den Tisch. Aber dennoch verlangt es mich manchmal nach dem cremigen Geschmackserlebnis, welches mit einem Thunfisch-Sandwich einhergeht. Zum Glück lässt sich dies auch ohne die tierische Hauptzutat kreieren.

ZUTATEN

Für 2 Sandwiches

Zubereitungszeit: 20 Minuten

1 Dose Kichererbsen (Abtropfgewicht 240 g)

4 EL Mandel–Mayonnaise (siehe Rezept Seite 124)

2 Frühlingszwiebeln

2 Essiggurken

2 TL Dillspitzen

2 TL Tamari

1 TL Paprika-Chili-Würzsauce (siehe Rezept Seite 115)

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

6 Scheiben Toastbrot (siehe Rezept Seite 150)

4 EL Ketchup

einige Blätter Eisbergsalat

1. Die Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen. Mit der Mayonnaise mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer gut zerdrücken, bis eine grobe Masse entsteht. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Die Essiggurken klein würfeln. Beides mit der Kichererbsenmasse verrühren. Dillspitzen, Tamari und Chilisauce unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Das Brot toasten, vier Scheiben mit jeweils 1 EL Ketchup bestreichen und mit etwas Eisbergsalat belegen. Darauf die Kichererbsenmasse verteilen. Jeweils zwei belegte Toasts aufeinanderlegen und mit einer letzten Scheibe Toast abdecken, sodass zwei dreistöckige No-Tuna-Sandwiches entstehen.

Serviertipp: Die Toasts mit einem scharfen Messer diagonal durchschneiden und, mit einem Zahnstocher fixiert, anrichten.



MANCHEGO-QUESADILLA
MIT WEISSE-BOHNEN-KAPERN-DIP


Quesadilla zählt zum mexikanischen Fast Food und besteht hauptsächlich, wie der Name es uns auch sagt, aus Käse (spanisch: queso) und Tortilla. Ich verwende den spanischen Schafskäse Manchego, den man an gut sortierten Käsetheken erhält. Wer eine Alternative sucht, darf auf Gouda zurückgreifen.

ZUTATEN

Für 3 Stück

Zubereitungszeit: 15 Minuten

150 g Manchego

½ Bund Schnittlauch

6 Weizentortillas (siehe Rezept Seite 138)

1 Portion Weiße-Bohnen-Kapern-Dip (siehe Rezept Seite 112)

Öl zum Braten

1. Den Manchego reiben. Den Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in Röllchen schneiden.

2. Drei Weizentortillas mit dem Bohnen-Kapern-Dip bestreichen und den geriebenen Käse sowie die Schnittlauchröllchen darüberstreuen. Mit den restlichen Tortillas zudecken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Tortillas nacheinander von beiden Seiten knusprig braten. Die Quesadillas vierteln und servieren.

Tipp

Für mehr Würze das Koriander-Minze-Chutney (siehe Rezept Seite 118) als Dip dazu reichen.



LINSEN-DAL-BURRITO


Ohne viel Aufwand und Zeit lässt sich dieser Burrito zaubern. Die roten Linsen sind ein hervorragender Eisenlieferant.

ZUTATEN

Für 4 Stück

Zubereitungszeit: 25 Minuten

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 EL Olivenöl

2 EL Tomatenmark

½ TL gemahlener Koriander

½ TL gemahlener Ingwer

½ TL Curry

½ TL Kurkumapulver

1 TL Chilipulver

150 g rote Linsen, gewaschen

250 ml Kokosmilch

400 ml stückige Tomaten (aus der Dose)

1 rote Peperoni

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

4 Weizentortillas (siehe Rezept Seite 138)

einige Blätter Eisbergsalat

½ Bund Koriander

150 g Mais (aus der Dose)

200 g saure Sahne

1. Die Zwiebel und den Knoblauch abziehen und fein würfeln. Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen. Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel anschwitzen. Das Tomatenmark sowie die Gewürze zufügen und kurz mit anrösten. Die Linsen unterrühren und mit der Kokosmilch und den Tomaten ablöschen.

2. Die Peperoni waschen, Kerne und Zwischenwände entfernen, klein schneiden und in einem kleinen Topf bei mittlerer Temperatur 15 Minuten unter häufigem Rühren köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die Weizentortillas im Backofen erwärmen. Den Eisbergsalat und den Koriander waschen und trockenschütteln. Den Mais in einem Sieb abtropfen lassen.

4. Die Weizentortillas aus dem Backofen nehmen, mit den Salatblättern belegen, mit saurer Sahne und 4–5 EL der Linsenmasse bestreichen. Mais und Koriander darüberstreuen und nach »Burrito-Art« zusammenrollen.

Бесплатный фрагмент закончился.

897,27 ₽

Жанры и теги

Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
12 ноября 2024
Объем:
120 стр. 85 иллюстраций
ISBN:
9783959615655
Издатель:
Правообладатель:
Bookwire
Формат скачивания:

Похожие книги