Читать книгу: «Solomon spricht über ein Leben in Verbundenheit»

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Die im Buch veröffentlichten Empfehlungen wurden von Verfassern und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Ebenso ist die Haftung der Verfasser bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.

Titel der Originalausgabe:

Solomon Speaks on Reconnecting Your Life.

Copyright © 2013 by Eric Pearl and Frederick Ponzlov

Originally published in 2013 by Hayhouse Inc. USA

Deutsche Ausgabe:

© 2012 KOHA-Verlag GmbH Burgrain

Alle Rechte vorbehalten

2. Auflage 2013

Aus dem Englischen von Nayoma de Haën

Lektorat: Maria Müller-de Haën

Redaktion: Gabriele Bressem

Gesamtherstellung: Karin Schnellbach

Ebook-Umsetzung Medialike GmbH, München

ISBN 978-3-86728-725-8

Inhalt

Vorwort von Lee Carroll

Prolog: Erics Geschichte

Prolog: Freds Geschichte

Einleitung von Eric Pearl

1. Wer ist Solomon?

2. Staune …

3. Bewege dich vorwärts

4. Unser Instinkt ist die Gesamtsumme von ALLEM-WAS-IST

5. Jeder Augenblick des Lebens birgt eine universelle Wahrheit

6. Indem du dich selbst befreist, hilfst du anderen

7. Lausche deiner eigenen Musik

8. Dein Leben ist in Fleisch und Blut manifestierte, magische und zeitlose Energie

9. Du bist Träger eines großen Lichts

10. Du bist wesentlicher Bestandteil eines sehr umfassenden Prozesses

11. Vertraue darauf, dass du genügst

12. Die erhabene Ekstase des Nichts

13. Probleme sind keine Probleme – sie sind Lektionen, die es zu lernen gilt

14. Du verfügst bereits über die Antwort, die du ersehnst

15. In der Interaktion mit anderen finden wir »uns selbst«

16. Selbstwertgefühl beruht auf dem Verständnis, dass du das Universum bist

17. Glaube an deine Fähigkeit, und sie wird sich dir zeigen

18. Lass ab von dieser Liebesaffäre mit dem Leiden

19. Wahrheit erkennst du daran, dass sie in deiner Seele richtig klingt

20. Nimm dir Zeit, dich einzustimmen

21. Es geht um Klärung, nicht um Komplikation

22. Enthülle deine Seele

23. Das Feiern der Unterschiede bringt keinen Fortschritt

24. Lege deine Definition von Erfolg nicht fest

25. Das Wichtige ist, in Bewegung zu sein

26. Verbinde dich zurück zur größeren Macht dessen, was ist

27. Wo immer du bist, kann eine Heilung geschehen

28. Jedes Wesen weiß selbst, was es braucht

29. Wisse, dass du ein Meister bist

30. Wir erschaffen jede Sekunde unseres Lebens – es ist unser Kunstwerk

31. Es wird nie genug Applaus geben

32. Jede einzelne Existenz ist eine Symphonie

Nachwort

Epilog von Fred

Epilog von Eric

Danksagungen

Über die Autoren

In liebevollem Gedenken

an meine Mutter Lois J. Pearl.

In ehrendem Gedenken

an meinen Vater Harold R. Pearl.

E.P.

Für meine Tante Eleanore,

die mir ein Leben gab.

F.P.

Vorwort
von Lee Carroll

Meine Güte, es war jetzt aber auch langsam Zeit, ein weiteres Buch von Dr. Eric Pearl herauszubringen! Jahrelang all diese Seminare, Workshops und Konferenzen – und kein neues Buch. Doch jetzt ist es da – hurra! Allerdings …, ich habe nicht mit einem … gechannelten Buch gerechnet. Und wer ist dieser Fred?!

***

Damals in den Neunzigern klingelten die Telefone noch anders als heutzutage. Es quakten keine Enten; weder ertönte ein Symphonieorchester noch klimperte es wie am Spielautomaten. Es war ein typisches altmodisches Telefonläuten (wie es sich heute mancher auch gerne auf dem Smartphone installiert). Ich hob ab und hörte eine Stimme, die ich nicht hören wollte. Irgendein Typ hatte mich zu Hause erwischt, wo ich in Shorts vor dem Fernseher abhing, um mich von einem der großen Kryon-Seminare zu erholen, von dem ich gerade zurückgekehrt war. Ich versuchte, höflich zu sein, und man hat mir später bestätigt, dass es mir gelang. Am anderen Ende der Leitung war ein Chiropraktiker aus Hollywood, der einen Rat von mir wollte. Was will er von mir?

»Entschuldigung, aber wie haben Sie mich ausfindig gemacht? Mein Name steht nicht im Telefonbuch …«

Offensichtlich waren in der Praxis dieses Mannes ein paar ziemlich ungewöhnliche Dinge passiert und er wollte mit einem »echten, anerkannten Channeler« sprechen.

Ich hätte mich geschmeichelt fühlen können, aber es irritierte mich, dass er meine Privatnummer ausfindig gemacht hatte. Außerdem wollte ich weiter »Roseanne« schauen – neben einem unsmarten Telefon besaß ich damals auch einen unsmarten Fernseher, der keine Aufnahmefunktion hatte.

»Ich wüsste wirklich gerne, wie Sie an meine Nummer gekommen sind.«

Der Anrufer stellte sich als Dr. Eric Pearl vor. Er kenne die richtigen Leute, um von mehr oder weniger jedem die Telefonnummer herauszufinden, erklärte er mir. So lernte ich den »Reconnection«-Mann kennen.

Heute weiß ich natürlich mehr als damals. Er stellt tatsächlich »Rückverbindungen« her – auch mit mir frischte er eine alte Akasha-Freundschaft auf, die sich wie eine Rückverbindung der Vergangenheit mit der Zukunft anfühlte. Ich kenne das schon.

Er brauchte Hilfe. Eigentlich brauchte er zwar überhaupt nichts, da sein »Problem« darin bestand, dass er anfing, Leute auf fantastische Weise zu heilen. (Solche Probleme sollten wir alle mal haben!) Er wünschte sich jedoch Unterstützung beim Umgang mit seltsamen Dingen wie Channeling. Er war sich nicht sicher, ob es »echt« sei, und es irritierte ihn, wie durch ihn Dinge geschahen, die viele als Wunder bezeichnen würden.

Was erzählt man einem Chiropraktiker mit über 12 Jahren Erfahrung, der in einer guten Gegend praktiziert und einen großen Patientenstamm hat, wenn seine Patienten plötzlich auf dem Behandlungstisch zu »channeln« beginnen? Und sie brachten alle dieselbe Botschaft durch! Ohne einander zu kennen. Und bis auf eine Ausnahme hatte niemand von ihnen je zuvor eine Stimme gechannelt. Sie zuckten, verfielen in Trance und übermittelten ihm Botschaften!

Ich fragte ihn: »Warum rufen Sie ausgerechnet mich an? In Hollywood gibt es bestimmt jede Menge Leute, die als Medium arbeiten …«

Es entstand eine Pause, die etwas zu lange dauerte, bis mir klar wurde, dass meine Bemerkung etwas dumm gewesen war.

Es endete damit, dass ich von meinem Wohnort bei San Diego nach Hollywood fuhr, wo ich das erste von vielen Treffen genoss, die im Laufe der nächsten Jahre stattfanden. Ich stand viele Male auf seiner Bühne und er auf meiner. Wir schienen uns schon ewig zu kennen. Wir waren Freunde … wieder einmal.

Auf den ersten Seiten dieses Buches werden Sie erfahren, welche Rolle Fred bei alldem spielt. Fred hatte damals den Ball ins Rollen gebracht. Dies hatte zu einem höchst ungewöhnlichen Ereignis geführt, das genau zum richtigen Zeitpunkt stattfand. Lesen Sie mehr darüber.

Im Laufe der Zeit schrieb Dr. Eric (wie ich ihn gerne nenne) sein erstes Buch »The Reconnection – Heilung durch Rückverbindung« und begann eine stetig wachsende Gemeinschaft von Heilern auszubilden. Inzwischen ist er eine international anerkannte Autorität einer neuen Ebene der Heilung und hat sich wahrscheinlich längst einen goldenen First-Class-Sitzplatz erflogen. Er reist mehr durch die Welt als ich – oder wie er es ausdrückt: Seine Möbel stehen in Los Angeles, aber er selbst lebt im Flieger.

Und wo ist Fred in alledem? Und wer ist eigentlich Solomon?

Fred gehörte seinerzeit zu den Ersten, die auf Erics Behandlungstisch zu channeln anfingen. Fred gesteht dann, dies schon seit seiner Kindheit hin und wieder getan zu haben. Nach langer Zeit kommen Fred und Eric wieder in Kontakt miteinander, und zwar offenbar, um dieses Buch zusammenzustellen. Und sie erkennen, dass Freds Gabe des Channelns die Energie um Eric sammelt und verstärkt.

Solomon wird als eine Gruppierung von Bewusstsein und Intelligenz beschrieben. Ich verstehe das. Man merkt es in manchen der Sitzungen auch an dem grammatikalischen Wechsel zwischen der ersten Person Singular und der ersten Person Plural. Dies kommt beim Channeln sehr viel häufiger vor, als viele ahnen. Es handelt sich dabei um Kollektive, die von der anderen Seite des Schleiers aus kommunizieren.

Mich beeindruckt dabei besonders der perfekte Zeitpunkt, zu dem dieses Buch erscheint. Dies scheint weder Dr. Eric noch Fred besonders bewusst gewesen zu sein. Ich channele nun seit über 23 Jahren die liebevolle Wesenheit Kryon: Sie erklärte uns bereits 1989, es gebe 2012 keinen Weltuntergang. Soviel ich weiß, geschah auch nichts dergleichen. Er riet uns jedoch, uns auf eine Veränderung des menschlichen Wesens vorzubereiten, auf einen Bewusstseinswandel. Es kämen neue Energien auf die Erde, die diesen Prozess unterstützen würden.

Bis 2012 fühlte es sich immer so an, als würde uns etwas zurückhalten, und viele von uns hatten Mühe, ihre Projekte und Ideen voranzubringen. Es herrschte so viel Untergangsstimmung und Zukunftsangst – und auch Angst voreinander. Doch plötzlich bricht all das auf. Kryon zufolge ist 2013 das erste Jahr, in dem die »Samen des neuen Menschen« gepflanzt werden. Wir richten uns in jeder Hinsicht neu aus, auch in Bezug auf unsere Rückverbindung zur Quelle, zum Ursprung.

Betrachten Sie das Inhaltsverzeichnis. Hier werden genau die Themen aufgeführt, die wir Kryon zufolge brauchen. Sie werden aus der Perspektive eines Heilers dargestellt, mit universeller Intelligenz und »gesundem Menschenverstand«, und dazu von einem erfahrenen Kanal übermittelt. Bücher dieser Art sind genau das, was wir dieses Jahr erwartet haben. Und in diesem Fall stimmt nicht nur der Zeitpunkt zu hundert Prozent, sondern auch der Inhalt!

Genießen Sie also die Lektüre! Erkennen Sie die ihr innewohnende Weisheit und welch tiefer Sinn sich darin zeigt, wie alles nach so vielen Jahren auf diese Weise zusammengekommen ist.

Und zu guter Letzt hoffe ich für Sie, dass Dr. Eric nicht plötzlich Ihre Telefonnummer sucht. Denn er wird sie finden, wenn er sie braucht.

Möge Gottes Segen mit Ihnen sein!

Lee Carroll

Original-Channel für Kryon

Prolog
Erics Geschichte

Oh, mein Gott!, dachte ich, während ich zusah, wie mein Patient Fred nicht mehr einfach nur auf dem Rücken auf meiner Praxisliege lag. Das wird mir niemand glauben. Wer oder was ist hier bei mir anwesend?

Freds halb geschlossene Augen rollten nach oben in seine Augenhöhlen hinein und zuckten unter flatternden Lidern rasch hin und her. Sein Atem verlangsamte und vertiefte sich. Seine etwas zur Seite gestreckten Arme begannen mit einer langsamen, rhythmischen Bewegung …, sanft nach oben, dann hinab, dann wieder nach oben, wie von den Wellen eines unsichtbaren Energiefeldes bewegt. Sein Mund öffnete sich etwas; ich konnte sehen, wie sich seine Zunge zu Worten bewegte, und Luft trat hörbar aus seiner Kehle aus.

Zögernd beugte ich mich über ihn und hielt mein Ohr zu ihm hin, um zu hören, was er sagte …, doch seine Versuche, Worte zu bilden, blieben vergeblich, und ich vernahm nur seinen Atem.

Ehrfürchtig wagte ich nicht, mich von der Stelle zu bewegen. Ich wusste, ich befand mich in der Anwesenheit von etwas Größerem, als was ich – wie wahrscheinlich die meisten Menschen, wenn nicht gar alle – je erfahren hatte.

Und gleichzeitig war dies weder der Anfang noch das Ende von etwas, was sich weit über das hinaus entwickelte, was ich mir je hätte vorstellen können, etwas, das schon bald Millionen von Menschen in aller Welt berühren sollte.

Ich lauschte aufmerksam dem Klang von Freds Atem, und schließlich vernahm ich eine Stimme. Allerdings nicht die von Fred. Es war die Stimme meiner Mutter, die mir sagte: Was treibst du denn da? Halte dein Ohr von diesem Verrückten fern, sonst beißt er es dir noch ab! Und ich fing an zu lächeln, ja ich musste innerlich lachen. Es ist kaum zu beschreiben, wie es ist, gleichzeitig ängstlich, ehrfürchtig und amüsiert zu sein …

Bevor ich mit der Geschichte fortfahre: Kann ich behaupten, das Ganze wäre aus heiterem Himmel geschehen? Nun, ja … und nein. Um der Klarheit willen will ich von jenem Tag im Januar 1994 ein paar Monate zurückgehen, bis zum vorigen August.

Ich hatte damals keine Ahnung, dass sich mein Leben schon bald für mich und für viele andere Menschen ziemlich verändern würde. Zu jenem Zeitpunkt blickte ich auf zwölf glückliche Jahre als Arzt zurück. Ich hatte eine der größten und erfolgreichsten Praxen für Chiropraktik in Los Angeles und ging davon aus, dass ich damit mein Leben verbringen würde. An jenem Donnerstag ging ich nach der Arbeit nach Hause und hielt mich für einen Chiropraktiker, doch als ich am Montag danach in die Praxis zurückkam, war ich etwas anderes. Meine Eltern hatten mir schon immer gesagt, ich sei »anders«, aber so hatten sie das wohl nicht gemeint.

Es begann in der Nacht nach jenem Donnerstag. Ich wachte plötzlich von einem sehr hellen Licht auf. Ich öffnete die Augen, um zu sehen, was da so leuchtete. Es war nichts Spirituelles oder Metaphysisches, sondern einfach nur meine Nachttischlampe, die sich von alleine angeschaltet hatte. Ich besaß diese Lampe zu jener Zeit seit über zehn Jahren, und sie hatte sich noch nie von alleine angeschaltet. Doch jetzt hatte sie es getan. Gleichzeitig spürte ich, dass jemand in meinem Haus war.

Es ist ein schwer zu beschreibendes, unheimliches Gefühl, mit der Ahnung aufzuwachen, dass jemand im Haus ist, der nicht da war, als man einschlief. Ich stand also auf, nahm ein Messer und eine Dose Pfefferspray und ging mit meinem Dobermann auf die Pirsch. Nach guten zwanzig Minuten beschloss ich, dass ich mir das wohl nur eingebildet hatte, und ging wieder schlafen. Am folgenden Montag meinten jedoch sieben meiner Patienten unabhängig voneinander, während der Behandlung andere Leute im Raum zu spüren, genauso, wie ich Leute in meinem Haus gespürt hatte – und sie hatten keine Ahnung von dem, was ich zu Hause erlebt hatte.

Nach über zwölf Jahren chiropraktischer Arbeit, in denen nie jemand auch nur andeutungsweise etwas Derartiges bemerkt hatte, könnte man meinen, sieben solcher Hinweise an einem Tag seien merkwürdig genug. Doch dabei blieb es nicht. Am selben Tag vermeinten andere Patienten meine Hände auf sich zu spüren, ohne dass ich sie berührte. Ich glaubte ihnen natürlich nicht. Ich bat sie, die Augen zu schließen, während ich meine Hände zentimeter- bis meterweit von ihnen entfernt hielt, doch sie konnten immer sagen, worauf meine Handflächen gerichtet waren. Linker Knöchel, rechte Schulter. Sie wussten es einfach. Sie konnten mich spüren … oder es.

Ich sah, wie ihre Gesichtsmuskeln – winzige Muskelfasern auf der Stirn, um das Kinn und um den Mund herum – sich bewegten, oder genauer gesagt vibrierten. Diese Muskeln sind so klein, dass man sie nicht willentlich bewegen kann. Die Lippen öffneten sich, die Zunge bewegte sich, die Augen zuckten hin und her, die Finger flatterten synchron oder abwechselnd rechts, links, rechts, links …

Nachdem sie die Augen wieder geöffnet hatten, erzählten sie mir von Farben, die sie nie zuvor gesehen hatten; von blumigen Düften, die sie nie zuvor gerochen hatten; und dass sie »Leute« gesehen und gehört hätten, die niemand sonst im Raum gesehen oder gehört hatte.

Und dann berichteten sie von Heilungen. Echten Heilungen. Manche erhoben sich aus dem Rollstuhl, andere konnten wieder ihre Arme, ihre Beine, ihr Gehör oder ihren Gesichtssinn nutzen. Patienten brachten mir Laborbefunde, die zeigten, dass Krebsgeschwulste verschwunden waren. Und Kinder mit zerebraler Kinderlähmung und Epilepsie konnten wieder herumspringen und normal sprechen, ohne Krämpfe, ohne Medikamente.

Meine Patienten und die Ärzte riefen mich an und fragten: »Was haben Sie gemacht?« – »Nichts«, antwortete ich. »Und erzählen Sie es bloß nicht weiter!«

Es war ähnlich wie bei den Aufforderungen der Regierung in den Anti-Drogen-Kampagnen, einfach »Nein zu Drogen« zu sagen.

Je öfter ich es sagte, desto mehr redeten die Leute.

Schon bald baten mich Leute, diese Arbeit zu lehren. »Lehren?!« antwortete ich. »Wie kann man so etwas lehren?« Ich stehe da und wedele mit den Händen durch die Luft wie ein Idiot, dachte ich. Ich empfahl ihnen, hinauszugehen, mit den Händen durch die Luft zu wedeln und mir dann zu erzählen, was ihre Nachbarn dazu meinten.

Doch immer mehr meiner Patienten riefen mich nach den Heilsitzungen an und erzählten mir, auf ihrem Heimweg habe sich das automatische Garagentor geöffnet, bevor sie den Knopf drücken konnten. Oder ihr Fernseher oder ihre Stereoanlage gingen an und aus, als sie nach Hause kamen. Sie hatten merkwürdige Empfindungen in den Händen, und wenn sie sie nahe an ein Familienmitglied mit einem Gesundheitsproblem brachten, erfuhr diese Person eine Heilung!

Wir erkannten allmählich, was uns die Wissenschaftler und Forscher später bestätigten: Wer einmal mit diesem neuen, breiteren und umfassenderen Spektrum von Heilungsenergien in Kontakt trat, in dem veränderte sich etwas. Er fand nicht nur Zugang zu seiner eigenen Heilung, sondern konnte auch die Heilung anderer fördern. Die Wissenschaft nennt das heute Reconnective Healing. Dies war die Grundlage meines ersten Buches The Reconnection: Heilung durch Rückverbindung.

Zurück zu Fred. Er machte weiter Atemgeräusche, und ich sah ihm weiter fasziniert zu …, vielleicht zu fasziniert, denn plötzlich fiel mir ein, dass ich schon viel zu lange da bei ihm stand und dass draußen andere Patienten warteten. Ich berührte Fred sachte mit zwei Fingern auf dem Brustbein und sagte leise: »Fred, ich glaube, wir sind jetzt fertig.«

Fred öffnete seine Augen. Er sah mich an. Ich sah ihn an. Er sagte nichts. Also sagte ich auch nichts. Ich meine, was sollte ich schon sagen?

Ich kann nicht behaupten, dass ich den Rest der Woche bis zu seinem nächsten Termin nicht darüber nachgedacht hätte. Ich dachte sehr viel darüber nach. Ich war mir sicher, dass es sich wiederholen würde. Ich richtete es so ein, dass ich Fred als letzten Patienten drannahm, um mehr Zeit zu haben, wenn es wieder geschähe.

Und es geschah wieder. Ich behandelte ihn und bat ihn anschließend, seine Augen zu schließen, sich zu entspannen und die Behandlung wirken zu lassen. Während er da lag, hielt ich meine Hände in der Nähe seines Kopfes in der Luft, und die Szene seines vorigen Besuchs wiederholte sich. Sein Kopf fiel zurück, seine Augen rollten nach oben, seine Lippen öffneten sich, seine Zunge bewegte sich, und Luft trat hörbar aus seinem Mund. Diesmal formten sich jedoch Laute, und eine Stimme sprach: »Wir sind hier, um dir zu sagen, dass du fortfahren sollst mit dem, was du tust. Was du tust, ist, Licht und Informationen auf den Planeten zu bringen.«

Fred sah mich an und gestand, dass diese Stimme durch ihn sprach, seit er ungefähr elf Jahre alt war. Nur zwei Menschen in seinem Leben wussten darum. Er hatte bei seinem vorigen Besuch gespürt, dass sie sich meldete, aber er dachte, ich hätte nichts bemerkt. Ich lud ihn ein, sich zu entspannen und es einfach zuzulassen.

Ich dachte, es sei etwas, was mit Fred zusammenhinge. Ein »Fred-Ding«. Ich hatte keine Ahnung, was als Nächstes auf mich zukam.

Zwei Tage später verloren drei weitere Patienten ihre bewusste Wahrnehmung und sprachen dieselben zwei Sätze, die Fred gesagt hatte: »Wir sind hier, um dir zu sagen, dass du fortfahren sollst mit dem, was du tust. Was du tust, ist, Licht und Informationen auf den Planeten zu bringen.« Sie fügten jedoch noch einen dritten und vierten Satz hinzu. Zwei der Patienten sagten darüber hinaus: »Was du tust, ist, Fäden wieder zu verbinden.« Einer sagte: »Was du tust, ist, Stränge wieder zu verbinden.«

Bei einem weiteren Termin erzählte mir Fred, er habe zu Hause automatisches Schreiben praktiziert (wohl ein weiteres »Fred-Ding«). Er sagte, es sei sein gewöhnliches automatisches Schreiben gewesen, bis auf die letzten beiden Sätze, in denen es hieß: Unterschätze nicht die Kraft von Dr. Eric Scott Pearl. Was er tut, ist, Fäden wieder zu verbinden.

Ich fragte ihn, ob er sicher sei, dass es »Fäden« (engl. strings) hieß. Ich wusste, dass sich die »Stränge« (engl. strands) auf die DNS bezogen. Strings musste ein Fehler sein, dachte ich. Oder irgendein Wesen, eine Intelligenz aus dem Universum, versuchte, mit mir zu kommunizieren, und hatte Mühe, auf Englisch ein Konzept zu vermitteln, das irgendwo zwischen Fäden und Strängen lag. Aber Fred bestand darauf, dass seine Quelle ihm strings Fäden vermittelt habe.

Habe ich übrigens schon erwähnt, dass alle drei Patienten einander nicht kannten? Nun, dann will ich es Ihnen jetzt sagen: Alle drei Patienten waren einander unbekannt. Sie kannten auch niemanden der anderen fünf Personen, denen in der folgenden Woche in meiner Praxis dasselbe wiederfuhr. Im Laufe der folgenden drei Monate verloren insgesamt über fünfzig verschiedene Personen vorübergehend ihre bewusste Wahrnehmung und sprachen bis zu sechs der wortwörtlich selben Sätze.

Mir wurde schon bald klar, dass uns manchmal die Gelegenheit geboten wird, durch Türen zu gehen, ohne zu wissen, wo sie hinführen. Meistens ist das so, und so war es auch bei mir.

Von Anfang an wurde ich von anderen, die sich das Ganze von außen anschauten, mit Angst gefüttert, die sich als liebevolle Fürsorge ausgab. Die Leute fragten: »Woher kommen diese Heilungen? Stammen sie aus einer guten Quelle?«

»Natürlich ist sie gut«, antwortete ich. »Sie ist Gott. Sie ist Liebe. Sie ist das Universum.«

»Woher wissen Sie das?«, fragten die Leute.

»Ich weiß es einfach«, erklärte ich.

»Aber woher wissen Sie das?«, fragten sie immer wieder, bis ich begann, mich selbst zu fragen, woher ich das eigentlich wusste. Ich wusste es eben. Ich wusste nur nicht, woher ich es wusste. Ich nahm an, diese »Heiler«, die mir solche Fragen stellten, wüssten wohl etwas, was ich nicht wusste, und so fragte ich sie, wie ich denn die Quelle überprüfen sollte.

»Fragen Sie sie«, wurde mir geantwortet.

Fragen Sie sie?! Was für eine absurde Antwort! Wenn ich eine gute Quelle frage, ob sie gut ist, wird sie die Wahrheit sprechen und sagen, sie sei eine gute Quelle. Wenn ich eine schlechte Quelle frage, ob sie eine gute Quelle ist, wird sie lügen und behaupten, eine gute Quelle zu sein.

Ich meine, diese Heiler besaßen die Dreistigkeit, Angst zu säen, wo keine Angst hingehörte, und dann hatten sie nicht einmal genug Integrität, mir einen vernünftigen Weg aufzuzeigen, wie ich an eine Antwort komme. Fragen Sie sie?!

Ich zerbrach mir lange den Kopf darüber. Schließlich landete ich bei zwei Worst-Case-Szenarien:

a) Ich sterbe. Ich komme an das Himmelstor oder wohin auch immer, und Petrus, oder wer auch immer dort steht, schlägt meinen Namen im Buch des Lebens nach:

Eric Pearl …, Eric Pearl …, Eric Pearl …, hier steht’s … Hmm, du hast viele Menschen auf einen ziemlich törichten Weg geleitet. Du musst dein Leben 600-mal wiederholen …

Nun, ehrlich gesagt finde ich das keine besonders verlockende Aussicht. Aber hier kommt das allerschlimmste Szenario:

b) Ich sterbe. Ich komme an das Himmelstor oder wohin auch immer, und Petrus, oder wer auch immer dort steht, schlägt meinen Namen im Buch des Lebens nach.

Eric Pearl …, Eric Pearl …, Eric Pearl …, hier steht’s … Hmm, wir haben dir die Chance gegeben, eine Bewusstseinsveränderung einzuleiten, deren Auswirkungen auf ewig durch das Universum geschwungen wären … Und du hast es nicht getan … Weil du Angst hattest …

Das war eine Sache, mit der ich nicht leben konnte.

Das Licht kommt nicht von außen, sondern von innen …

Euer Leben sorgt für dieses Licht.

• Solomon •

Durch die Lehren Solomons – jener Wesenheit, die durch das physische Wesen Fred spricht – und durch meine eigene Weiterentwicklung habe ich das verstanden, was ich die Theorie der Einen Ursache nenne. Diese Theorie der Einen Ursache besagt, dass wir in demselben Maße von vollkommener Gesundheit entfernt sind, wie wir zeitweilig vergessen haben, dass wir das Licht sind. Wir brauchen nichts zu tun, als uns daran zu erinnern, dass wir dieses Licht sind, also uns so daran zu erinnern, dass wir in unseren natürlichen Zustand der Lichtschwingung zurückkehren. Wenn wir in unserem optimalen Lichtzustand schwingen, bleibt allem, was dichter ist als Licht, nichts, woran es sich festhalten könnte; und so fällt es von uns ab, wenn es zu jenem Zeitpunkt unseres Lebensweges angemessen ist, dass es das tut.

Ich habe das Heiler-Sein – das heißt, die Heilung anderer zu unterstützen – als eine ziemlich pure Erfahrung kennengelernt. Ich habe gelernt, einfach mit einem anderen Menschen und dem Universum zusammen in eine Gleichung einzutreten, alle Technik zu transzendieren und mir zu gestatten zu fühlen. Fühlen. Das heißt, zu lauschen … mit anderen Sinnen. Zu fühlen, zu beobachten, zu spielen, zu bemerken. Ohne Bewertung. Und das ist ein enormer Anteil dessen, worauf es ankommt. Ich lernte, wie wir mit dem Hinauswachsen über Techniken auch die Richtung, die zielgerichteten Ergebniserwartungen und Bewertungen transzendieren. Ich lernte, aus meiner Ergebnisorientierung aus- und in eine Prozessorientierung einzutreten. Und je mehr ich das zuließ, desto mehr wurde ich mir des Feldes und aller meiner Empfindungen bewusst. Unterschiedlicher Empfindungen wie heiß, kalt, nass, trocken, drückend, ziehend, sprudelnd, prickelnd.

Das Komische an alldem ist die Einfachheit, die dem zugrunde liegt. Denn als ich all diesen Empfindungen bis zu ihrer Essenz nachspürte, wurden sie letztlich zu einer: Freude, Glücksempfinden, … Seligkeit. Als ich diese Seligkeit empfand, begab ich mich in das Feld und wurde eins mit ihm. Und ich entdeckte, dass wir in diesem Feld nicht allein sind. Wir sind mit jedem in diesem Feld … und ganz besonders mit der Person, auf die unsere Aufmerksamkeit gerichtet ist, denn – seien wir mal ehrlich – wir sind da, wo unsere Aufmerksamkeit ist, wo unser Gewahrsein ist. Ob bewusst oder nicht, gibt es in dieser Interaktion in jener Person etwas wie eine kleine »Stimme«, die sagt: Hey, das erinnert mich an etwas. So bin ich, wenn ich gesund schwinge. So bin ich, wenn ich als Licht schwinge … Ich glaube, ich tue das mal wieder.

Ich habe beobachtet, wie Menschen in diesem Erinnern wieder anfingen, auf ihrem optimalen Lichtniveau zu schwingen, wieder gesund zu schwingen. Ich beobachtete, wie sich alles, was dichter ist als Licht, und dazu gehören die meisten gesundheitlichen Beschwerden, einfach auflöst, wenn es für die Person zu diesem Zeitpunkt in ihrem Leben angemessen ist. Es wurde sofort überdeutlich klar, dass Heilung genauso einfach ist. Und alles – alles – Kompliziertere will uns nur etwas verkaufen.

Wenn ich mir gestatte, einfach zu lauschen – nicht mehr zu machen, sondern zu werden, zum Beobachter und zum Beobachteten zu werden –, ist das der Zeitpunkt, zu dem das Universum oft sein wahres Wunder und seine wahre Schönheit offenbart. Das ist das Geschenk. Dann sehen wir Dinge, die neu sind, anders, wirklich. Sehr, sehr wirklich. Dann erfahren wir jede Sitzung als etwas Neues, als eine Entdeckung, denn mit jedem Menschen ist es etwas Neues.

Deine Aufgabe ist es, Türen zu öffnen.

Ihre Aufgabe ist, sich dafür zu entscheiden,

den Mut zu haben, hindurchzugehen.

• Solomon •

Ich mag das Wort Heilung nicht besonders. In seinem allgemeinen Verständnis ist es viel zu beschränkt. Heilung vermittelt, dass es da etwas gibt, was sich »bessern« sollte. Wie ich beobachtet habe, bedeutet Heilung sehr viel mehr, als aus einem Rollstuhl aufzustehen, wieder hören oder sprechen zu können, keine Krebsgeschwulst mehr zu haben oder nach einer Kinderlähmung wieder normal gehen und reden zu können. All diese Dinge sind natürlich absolut wundervoll, und es ist äußerst aufregend, sie zu erleben, wenn wir diese Arbeit machen, aber in ihrem wahrhaftigsten Sinne ist Heilung sehr viel mehr als das. Diese »Heilungen« sind Zeichen von etwas viel Größerem. Sie sind Zeichen unseres umfassenderen Zugangs zu und unserer Wechselwirkung mit dem Universum. Sie sind Zeichen unserer Evolution. Ein Human-Upgrade, wenn man so will.

In unserer Existenz geht es um unsere fortlaufende Evolution. Ich habe gelernt, dass es im Leben um unsere Fähigkeit zur Anpassung und zur Weiterentwicklung geht. Es ist ein kontinuierlicher Prozess.

Manchmal findet dieser Prozess so langsam statt, dass wir ihn nicht bemerken. Zu anderen Zeiten springt er uns unmittelbar an und ist alles andere als subtil …

Als ich mir gestattete, einfach zu beobachten und zu »sein«, beobachtete ich Heilungen einer ganz anderen Art als jener, die wir wahrzunehmen, zu verstehen, zu glauben und zu akzeptieren gelernt haben.

In diesen Heilungen geht es um einen evolutionären Prozess, der durch Ko-Kreation mit dem Universum auf der höchsten Schwingungs-Interaktion, durch höchste Schwingungs-Interaktion mit dem Feld erzeugt wird.

Wenn ein Mann jeden Abend eine halbe Stunde dem Selbstgespräch widmete, indem er sich vergegenwärtigt, was er im Verlauf des Tages getan hat, ob richtig oder falsch, so würde ihn das sowohl besser als auch weiser machen.

• Philip Dormer Stanhope,

4. Graf von Chesterfield (1694–1773) •

Mein Leben hat sich durch diese Arbeit verändert. Ich würde Ihnen gerne sagen können, wie genau es sich verändert hat, wie ich mich verändert habe – aber ich weiß nicht so recht, wie. Weil ich Tag um Tag mit »mir« lebe, bemerke ich mehr mein Streben danach, besser zu werden, als was ich schon erreicht habe. Ich sehe, wenn ich mit einer Situation gut umgehe, und fühle mich dann innerlich wohl. Ich sehe mich, wenn ich mit einer Situation nicht so gut umgehe, wie es mir möglich gewesen wäre, und fühle dann Schmerz und Enttäuschung. Und ich bleibe dran, fest entschlossen, es das nächste Mal besser zu machen.

Wirken die meisten der Botschafter – das heißt, der Vortragenden und Seminarleiter – auf mich, als lebten sie ihre Botschaft auch hinter der Bühne? Manche mehr, andere weniger. Das zeigt mir, dass ich menschlich bin, dass wir alle menschlich sind. Ich habe auf der Bühne und hinter der Bühne dieselbe Persönlichkeit, ich gebe mich so, wie ich bin: mit meinen guten, meinen schlechten und meinen hässlichen Seiten. Aber ich bin echt.

Bin ich so geduldig und verständnisvoll, wie ich gerne wäre? Nein. Bin ich geduldiger und verständnisvoller, als ich früher war? Unbedingt. Würde ich meine Botschaft gerne voll und ganz sein? Auf jeden Fall. Bin ich es? Ich bin auf dem Weg dorthin.

Wenn ich ganz zu meiner Botschaft geworden bin, gibt es vielleicht keinen Grund mehr für mich, »im Körper« zu sein. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg; ich habe also nicht vor, allzu bald aus diesem Leben zu scheiden! Ich glaube, meine größte Herausforderung besteht darin, bereit zu sein, mich selbst – mein Tun und Lassen, meine Erfolge, meine Schwächen – weniger wertend zu betrachten, weniger dringend das Bedürfnis zu haben, mich zu verbessern. Vielleicht liegt darin für mich die Rückverbindung zu der Wahrheit und Reinheit dessen, wer ich als Wesen, als Seele bin.

Wir treffen unsere Entscheidungen aus Angst oder aus Liebe. Zur Angst gehören auch Mangel, Beschränkung, die Illusion der Getrenntheit und der Dunkelheit …, und Liebe schließt auch Einheit, Fülle, Wohlstand, Einssein und Licht mit ein. Ich wähle es, meine Entscheidungen aus Liebe zu treffen. Das ist allerdings nicht immer so einfach, wie es klingt. Und manches Mal habe ich mich schon gefragt, ob ich das Richtige tue. Manchmal habe ich mich gefragt, ob ich in einem Traum lebe und gleich aufwache. Zu anderen Zeiten habe ich mich gefragt, ob ich dabei bin, den Verstand zu verlieren, oder ob ich ihn vielleicht bereits verloren habe. Ob ich vielleicht irgendwo in einem Krankenhausbett im Koma liege und all dies nur in meiner Imagination stattfindet.

Doch wenn ich zweifelte, habe ich mich daran erinnert, dass jene ursprünglichen sechs Sätze damals nicht von mir stammten. Und außer Fred hatte keiner von denen, die sie damals sprachen, je zuvor erlebt, dass eine Stimme durch ihn sprach. Ich wusste, die Antworten waren da. In diesen Sätzen. Sie wurden zu meinen Mantren, die mich durch Zeiten trugen, in denen ich an mir oder an der Situation zweifelte. Ich hängte sie gut sichtbar auf, damit ich, wenn die Zweifel aufstiegen, leicht den richtigen Satz finden konnte, der mir weiterhalf. Ich gebe sie hiermit an Sie weiter, damit Sie sie auch selbst verwenden können.

1 Wir sind hier, um dir zu sagen, dass du fortfahren sollstmit dem, was du tust.

2 Was du tust, ist, Licht und Informationen auf den Planeten zu bringen.

3 Was du tust, ist, Stränge wieder zu verbinden.

4 Was du tust, ist, Fäden wieder zu verbinden

5 Du sollst wissen, dass du ein Meister bist.

6 Wir sind aufgrund deines guten Rufes gekommen.

Ich habe diese Sätze wie Mantren verwendet. Sie haben für mich funktioniert. Und ich hoffe, sie funktionieren auch für Sie!

Aber bitte seien Sie sich bewusst, dass diese sechs Sätze zwar entscheidend sind, um diese Arbeit zu verstehen, dieses Buch jedoch von etwas anderem handelt. Über die sechs Sätze und ihre Bedeutung können Sie in meinem ersten Buch The Reconnection – Heilung durch Rückverbindung mehr erfahren. Im Zusammenhang mit diesem Prolog ist hier von Bedeutung, dass diese Stimmen, diese Sätze, dann aufhörten. Jedenfalls so ungefähr. In gewisser Weise. Doch die Information kam weiterhin durch Fred, nur auf eine viel umfassendere Art.

Ich ging regelmäßig zu Fred und bat ihn, mit der Stimme sprechen zu dürfen, die durch ihn sprach. Fred war es nicht immer angenehm, diese Stimme sprechen zu lassen, doch mit etwas Ermutigung willigte er manchmal ein. Und ich war weitsichtig genug, diese Sitzungen aufzunehmen.

Während der ersten beiden Sitzungen, zu denen auch der Abschnitt »Staune …« gehört, mit dem das Buch anfängt, verwendeten wir drei Kassettenrecorder …, und alle drei fielen immer wieder aus. Also investierte ich in ein hochwertiges Aufnahmegerät, um jedes Wort mitzukriegen. Dann ließ ich die Aufnahmen abtippen, damit ich sie lesen konnte. Ich verwahrte alle Aufnahmen ab 1994 an einem sicheren Ort, weil ich nicht sicher war, wie ich andere auf angemessene Weise an diesem Material teilhaben lassen könnte und ob ich das überhaupt tun sollte.

Im Laufe der Jahre und durch einige Umzüge verloren Fred und ich uns aus den Augen. Um das Jahr 2008 herum spürte ich ihn nach ausgiebiger Suche wieder auf. Ein paar Jahre später beschlossen wir, dieses Material gemeinsam zu veröffentlichen.

Im Verlauf dieses Buches werden Sie viele Sätze und Erkenntnisse finden, die Ihnen weiterhelfen können, nicht nur als Reconnection-Heiler, sondern auch als ein rückverbundener Mensch, denn in diesem Buch geht es darum, Ihr Leben rückzuverbinden. Es soll nicht nur jene transformieren, die Heiler werden wollen, echte Heiler … – es dient vielmehr der Transformation jedes Einzelnen von uns, der danach strebt, sich rückzuverbinden und in dieser Zeit zur Harmonie in der Welt beizutragen.

Prolog
Freds Geschichte

Anmerkung von Eric Pearl:

Mit mir, mit Reconnective Healing und The Reconnection sind Sie vielleicht schon vertraut, aber mein Koautor Frederick Ponzlov ist Ihnen vielleicht noch unbekannt. Er hat eine wichtige Rolle dabei gespielt, gewisse Informationen und Erkenntnisse in die Welt zu bringen, die uns als Heiler und als Menschen auf tiefere und umfassendere Ebenen bringen. Ich habe in meinem Prolog kurz darauf hingewiesen, doch es erschien mir angemessen, hier auch Fred mit seiner Geschichte zu Wort kommen zu lassen …

Ich erinnere mich nur selten an Anfänge. Aber irgendwann begann es …, im ländlichen Wisconsin auf einer Farm. In meiner deutlichsten Erinnerung war ich zehn Jahre alt und gerade am Einschlafen, oder ich dachte, ich würde schon schlafen, als ich hörte, wie die Tür meines Schrankes aufging. Ich setzte mich in meinem Bett auf und hörte plötzlich ein schwirrendes Geräusch, das immer lauter und schriller wurde, und als ich gerade dachte, es könne unmöglich noch lauter und schriller werden, spürte ich, wie sich etwas in meinen Körper hineinbewegte.

Ich erschrak furchtbar, aber ich konnte nicht schreien. Ich hatte keine Kontrolle über meine Sprechorgane. Die Gedanken rasten durch meinen Körper bis in die Hände und Füße, um irgendeine Körperempfindung zu finden, auf die ich noch Einfluss hatte. Doch nichts reagierte. Ich war buchstäblich gelähmt vor Angst. Mein Atem wurde flacher, und schon bald hechelte ich nur noch.

Dann fühlte es sich plötzlich so an, als ob mein Körper von einem langen, weißen, nassen Laken bedeckt wäre. Es begann, sich von den Füßen an langsam zu heben. Quälend langsam. Sobald meine Zehen frei waren, konnte ich sie spüren und wackelte mit ihnen wie verrückt. So gewann ich langsam meinen ganzen Körper zurück. Und als das Laken endlich meine Kehle freigab, fing ich an zu schreien.

Dies geschah 1962, und es gab keinerlei Bezugsrahmen für eine derartige Erfahrung. Doch ich erlebte sie so real wie den sprichwörtlichen Herzinfarkt.

Einige Wochen später erwachte ich an einem drückend heißen Augusttag, weil ich einen Mann schreien hörte. Es schien mir aus unserem Garten zu kommen, und während er weiterschrie, sprang ich aus dem Bett und rannte nach draußen. Das Schreien hörte nicht auf. Doch wie ich da in meiner Unterwäsche im Garten stand, konnte ich nicht erkennen, aus welcher Richtung das Schreien kam. Unsere nächsten Nachbarn wohnten eine halbe Meile entfernt. Ich dachte, es hätte vielleicht bei ihnen einen Unfall gegeben.

Und dann … nichts. Es hörte auf. Das Schreien. Und ich stand da, die Füße nass vom Morgentau, und wunderte mich.

Einige Tage später erfuhr ich, dass an jenem Morgen ein ehemaliger Landarbeiter unserer Farm den Traktor seines neuen Arbeitgebers gestartet hatte, ohne zu merken, dass noch der Gang eingelegt war. Der Traktor machte einen Satz vorwärts und wurde dann von einer Wand aufgehalten. Der Landarbeiter geriet unter das sich drehende Hinterrad. Sie erzählten, seine Schreie seien ohrenbetäubend gewesen. Das Rad mahlte sich durch seinen Körper. Die Reibung des Stahls auf dem Zementfußboden setzte dann den Schuppen in Brand, und er wurde an Ort und Stelle eingeäschert.

Das Merkwürdige daran war nur, dass all dies in 15 Meilen Entfernung geschehen war.

Als ich die Geschichte hörte, wurde mir klar, dass sich etwas verändert hatte – in mir. Aber es gab niemanden, dem ich mich hätte anvertrauen können. Ich hätte auch nicht gewusst, wie ich etwas vermitteln sollte, was ich selbst nicht verstand.

Ich verstehe es immer noch nicht.

Als ich 13 Jahre alt war, las oder hörte ich etwas über automatisches Schreiben. Ahnungslos, wie ich war, schloss ich die Augen, hielt einen Stift in der Hand und hoffte, irgendetwas würde durchkommen. Ich spürte, wie sich meine Hand über das Papier bewegte. Doch als ich die Augen öffnete, war es nur Gekritzel, in dem ich zum damaligen Zeitpunkt keine Worte erkennen konnte. Jahre später betrachtete ich noch einmal die erste Karte, die ich geschrieben hatte, und sah in der Mitte des Gekritzels deutlich das Wort Energie stehen.

Manchmal sieht man etwas erst, wenn es dran ist.

Ich ging zum College, auf die Universität von Wisconsin-Milwaukee, machte einen Abschluss in Theaterwissenschaften und erlebte mehrere sogenannte übersinnliche Phänomene, die ich alle als Zufall abhakte. Dann zog ich nach New York, um als Schauspieler Karriere zu machen. In einem Sommer bekam ich einen Job beim Colorado Shakespeare Festival in Boulder.

Dort angekommen, fand ich mich nicht nur auf dem Campus der Universität von Colorado wieder, sondern auch direkt neben dem Naropa Institute, eine vom Buddhismus inspirierte Universität, an der sowohl kontemplative Studiengänge als auch traditionelle westliche Disziplinen angeboten werden und wo in diesem Sommer Transzendentale Meditation (TM) stattfand. Eine gute Freundin aus New York nahm dort gerade an einem Sommerkurs teil und erzählte mir von TM. Ich wollte mich auch einschreiben, besaß als Schauspieler jedoch nicht das nötige Kleingeld, um mir ein Mantra zu kaufen. Also nahm ich »Om«, denn ich hatte gehört, das sei ein Mantra. Wie immer hatte ich keine Ahnung, was ich da tat, aber ich setzte mich jeden Morgen mit gekreuzten Beinen hin, »om«-te vor mich hin und wartete darauf, dass etwas geschah, dass sich mein Geist beruhigen würde oder was immer sonst passieren sollte.

Eines Morgens, als ich schon alle Hoffnung auf nennenswerte Ergebnisse aufgegeben hatte, geschah etwas. Meinen unruhigen Geist hatte gerade eine Frage bewegt, als eine Antwort kam. Allerdings …, es war nicht »meine« Antwort. Sie kam von etwas anderem. Jemand anderem. Jemandem, der auf eine völlig andere Art sprach als ich. Zögerlich antwortete ich der Stimme, und sie antwortete wieder. Dann noch eine Frage – und noch eine Antwort.

Ich hielt einen Moment inne und dachte: Na toll! Jetzt bist du schizophren geworden! Ich machte Colorado dafür verantwortlich, die Höhe, den Druck durch unsere Produktionen, vielleicht auch die ungewohnte Umgebung.

Und dann gab es in jener Vor-Computer-Zeit noch das Problem mit der Handschrift. Zuvor hatte ich nie damit Probleme gehabt, doch plötzlich fiel es mir schwer, die Buchstaben in meiner eigenen Schrift zu formen. Manchmal machten sie sich selbstständig und bildeten andere Worte. Es wurde allmählich lästig.

Ich überlebte Colorado und kehrte nach New York zurück. Kurz danach wurde ich in zwei Mordfälle verwickelt, bei denen ich beide Male kurz nach der Tat an den Tatort geriet. Da ich zu jener Zeit noch an energetische Unausweichlichkeiten glaubte, ging ich zu zwei voneinander unabhängigen Medien und fragte sie, was gerade los sei. Sie legten mir beide dringend nahe, New York zu verlassen – es sei zurzeit nicht die richtige Stadt für mich.

Ich hatte nie erwogen, nach Los Angeles zu ziehen, wie es meine frühere Mitbewohnerin gerade acht Monate zuvor getan hatte. Sie redete mir gut zu, doch auch dorthin zu kommen. Ich könne bei ihr wohnen und meiner Schauspielerei an der Westküste nachgehen.

Bis dahin gehörte ich zu den Ostküsten-Snobs, die niemals daran denken würden, in einem kulturell derart ungehobelten Staat zu leben. Doch nach den jüngsten Ereignissen hielt ich es für ratsam, dem Hinweis der Medien zu folgen und mich vom Acker zu machen. Also packte ich meinen Rambler, den ich gerade von meiner wundervollen Tante geerbt hatte, und schaffte es irgendwie bis zum Highway No. 10, dem ich bis zu seinem logischen Ende folgte.

In Los Angeles suchte ich mir sofort eine Bleibe. Ich hatte keine Ahnung von der Stadt und keine Ahnung, welche Stadtteile besser oder schlechter waren.

Eine Woche später zog ich in ein Apartment mit einem Klappbett ein, das nur einen Block von Grauman’s Chinese Theater lag. Mehr Hollywood war kaum möglich.

Ich hatte alle meine Umzugskartons gerade in eine Ecke gestellt und mich auf das Klappbett gesetzt, um sie auszupacken, als der Raum bebte und zitterte. Ich dachte, das käme von dem Reise- und Umzugsstress. Aber es war mein erstes Erdbeben. Es ging fast so schnell vorbei, wie es angefangen hatte.

Als ich mich wieder gefangen hatte, beschloss ich, eine Bücherkiste auszupacken. Das oberste Buch war Die Natur der persönlichen Realität von Jane Roberts. Ich hatte in New York angefangen, darin zu lesen, und ein Lesezeichen eingelegt, um weiterzulesen, wenn ich einigermaßen im Land der Träume angekommen war. Ich schlug das Buch auf der Seite mit dem Lesezeichen auf und begann zu lesen. In dem Kapitel ging es darum, warum Leute in Erdbebengebiete ziehen.

Nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht und ein paar weitere Kartons ausgepackt hatte, beschloss ich, ein Nickerchen zu machen. Ich legte mich hin und fuhr eine Viertelstunde später plötzlich wieder hoch. Am Fußende meines Bettes saß eine alte Frau mit einem Schal über Kopf und Schultern. Meine erste Reaktion war: Wie ist diese Obdachlose trotz der verschlossenen Tür in mein Zimmer gekommen? In jenen Tagen gab es auf den Straßen Hollywoods viele Obdachlose. Doch sie wandte sich mir zu, lächelte mich an und löste sich dann auf. Verschwand, während ich sie ansah.

Willkommen in Hollywood.

Jane Roberts channelt in ihrem Buch ein Geistwesen namens Seth. Vieles daran erschien mir dubios – doch wie immer gab es hier und da kleine Erkenntnisse, die mir nützlich erschienen. Irgendwann meint Seth, wenn man eine Erinnerung an ein früheres Leben haben wolle, sollte man vor dem Einschlafen bewusst die Entscheidung treffen, von einem angenehmen früheren Leben zu träumen, an das man sich am Morgen erinnern würde.

Die ersten beiden Nächte passierte nichts. Dann, in der dritten Nacht, hatte ich diesen unglaublich lebhaften Traum, Ende der Zwanzigerjahre bei einer Party von Harold Lloyd zu sein. Dabei wusste ich kaum, wer Harold Lloyd war. Ich wusste nur, dass er jener Stummfilmstar war, der auf dem bekannten Bild an den Zeigern der Uhr hängt. Nicht viel mehr.

In jenem Traum bin ich jedoch in einem sehr großen Anwesen auf seiner Party. Ich betrachte Harold Lloyd, der nicht besonders glücklich zu sein scheint, und ich wende mich zu der Person, mit der ich gekommen bin, einer Fotografin, und frage: »Warum ist Harold Lloyd so unglücklich?«

Sie schaut mich an und sagt: »Er hat eine sehr dunkle Persönlichkeit.«

Dann bin ich aufgewacht.

Ich dachte: Wer um alles in der Welt träumt von Harold Lloyd und seiner dunklen Persönlichkeit? Ich erzählte ein paar Freunden davon, die das genauso amüsierte wie mich, und wir lachten gemeinsam darüber.

Einige Tage später machte ich mich früh am Morgen auf den Weg zu jenem Platz, wo ich den Rambler geparkt hatte, doch ich fand nur eine leere Stelle. Das Auto war weg. Ich erschrak und dachte sofort, jemand hätte ihn gestohlen, doch mein nächster Gedanke war: Wer würde schon einen Rambler stehlen?

Ich rief trotzdem bei der Polizei an, um diese traurige Begebenheit zu melden, und man teilte mir mit, er sei nicht gestohlen, sondern abgeschleppt worden, weil meine Zulassung aus Wisconsin abgelaufen war.

Ich war darüber nicht besonders glücklich und fuhr mit dem Fahrrad nach Beverly Hills, um die Strafe zu zahlen, die meinen Rambler aus den Klauen einer übereifrigen Polizeibehörde befreien würde. Ich war noch nie im Rathaus von Beverly Hills gewesen. Als ich den langen Flur entlangging, bemerkte ich rechts und links Bilder von den großen Anwesen, die dort in den Zwanzigerjahren überall zu finden waren. Als mein Blick auf eines dieser Bilder fiel, hielt ich abrupt inne.

Ich dachte: Ich kenne dieses Haus, ich weiß, dass ich dieses Haus kenne. Ich schaute unten am Rahmen des Bildes nach, um zu sehen, was es darstellte. Groß und deutlich war da zu lesen: DAS ANWESEN VON HAROLD LLOYD.

Ich schnappte ein wenig nach Luft, und dann noch mal und stärker, als ich auf das nächste Bild schaute. In einer sehr formellen Pose war darauf Harold Lloyd auf einer Party zu sehen, und jeden einzelnen der Gäste hatte ich in meinem Traum gesehen, in genau denselben Kleidern, an die ich mich erinnerte. Ich war völlig perplex.

Ich starrte das Bild lange an, bis ich mich schließlich daran erinnerte, warum ich in diesem Flur war, und weiterging. Mit einem Blick zurück auf das Bild fragte ich mich, ob der Rambler vielleicht nur abgeschleppt worden war, damit ich dieses Bild sehen würde. Natürlich mischte sich mein Verstand ein und meinte, ich hätte dieses Bild wahrscheinlich in irgendeinem Buch gesehen und mein Unterbewusstsein hätte es dann in den Traum eingebaut.

Ja, so ergibt die Sache einen Sinn, dachte ich, während ich an den Kassenschalter ging, wo meine Brieftasche erheblich erleichtert wurde.

Ein paar Tage später rief mich eine Freundin an und meinte, ich müsse unbedingt zu diesem Medium in Simi Valley gehen. Er sei ganz bemerkenswert und habe bisher ohne Fehler noch jedermanns Geburtstag erraten.

Ich wusste zwar nicht, was daran so faszinierend sein sollte, wenn jemand anderer Leute Geburtstag errät, aber ich war interessiert. Ich hatte keine Ahnung, wo Simi Valley war. Ich machte mich auf den Weg und fuhr scheinbar endlos durch die Gegend.

Die Reise ins Unbekannte dauert immer etwas länger. Schließlich kam ich zu einem verwitterten kleinen Haus, das dringend einen neuen Anstrich nötig hatte und dessen Hausnummer unter den Bougainvilleas kaum noch zu erkennen war. Ich klopfte, doch niemand öffnete. Ich war etwas ungehalten, denn ich hatte mich auf dem Weg in diese abgelegene Gegend mehrfach verfahren. Damals gab es noch kein MapQuest und die Buchstaben GPS sagten niemandem etwas.

Ich ging ums Haus herum. Dort saß an einem alten Resopal-Küchentisch ein noch älterer Mann in einem Trainingsanzug. Er erinnerte mich an einen Weihnachtsmann, der schon mal bessere Tage gesehen hatte. Ich fragte ihn, ob er den Mann kenne, dessen Namen ich ihm auf einem Stück Papier hinhielt.

Er meinte, das sei sein Name, und lud mich ein, mich neben ihn zu setzen.

Auf dem Weg zu dem Stuhl, den er mir an den Tisch rückte, liefen mir ein paar Hühner zwischen die Füße.

Inzwischen fand ich diesen Kerl wirklich dubios. Er passte überhaupt nicht zu dem Bild, das ich von Leuten hatte, die Zugang zur »anderen Seite« haben, falls es überhaupt eine »andere Seite« gab. Er sah mich lange an und senkte dann nachdenklich den Kopf.

Nun ist es so, dass mein Geburtstag der 2. April ist. Meine Mutter kam am Sonntag, den 1. April ins Krankenhaus, weil sie Wehen zu haben schien. Aber sie konnten den Arzt nicht finden, und da ich mit einem Kaiserschnitt zur Welt kommen sollte, durfte die Geburt deshalb nicht weitergehen. Also warteten sie bis Montag, den 2. April, und um 8.01 Uhr erblickte ich dann das Licht der Welt.

Hier saß ich nun diesem wettergegerbten alten Mann gegenüber und fragte mich, was all das sollte.

Langsam hob er den Kopf. »Das ist mir noch nie passiert«, sagte er. »Ich kriege zwei Daten. Ich kriege den 1. April, aber geboren wurdest du am 2. April, richtig?«

Ich erbleichte und stammelte ein verblüfftes »Ja«.

Dann sah er mir direkt in die Augen und murmelte: »Du hast eine merkwürdige Verbindung zu Harold Lloyd. Hat dir das schon mal jemand gesagt?«

Ich war total schockiert. Ich hörte kaum noch etwas von dem, was er danach sagte. Wie um Himmels willen konnte er von all den Menschen, die es gab und gegeben hatte, ausgerechnet auf den Namen Harold Lloyd kommen?

Ich kehrte nach Hollywood und in die scheinbare Normalität zurück. Es war mir unbegreiflich, wie dieser Mann wissen konnte, was er wusste.

In all dieser Zeit war die Stimme, die ich in Colorado gehört hatte, ab und zu wieder aufgetaucht. Ich ignorierte sie oder tat so, als würde ich sie nicht hören.

Ende 1992 besuchte ich dann eine Freundin, die gerade eine emotional schwierige Zeit durchmachte. Während ich mit ihr sprach, spürte ich, dass jemand oder etwas in mir das Gespräch übernehmen wollte. Diese Präsenz in mir wurde immer stärker, und ich fing an, mich schwindelig und schläfrig zu fühlen.

Schließlich sagte ich zu ihr, ich hätte den Eindruck, »etwas oder jemand« wolle mit ihr kommunizieren, und ich würde spüren, wie ich das Bewusstsein verliere. Ob es für sie in Ordnung sei, wenn ich für einen Augenblick aus dem Weg ginge.

Das Gefühl nahm weiter zu, und der Golden Retriever meiner Freundin fing an, erst zu jaulen und dann ängstlich zu bellen. Schließlich wurde ich bewusstlos, aber ich spürte, wie jemand meine Stimmbänder nutzte, und ich fühlte, dass meine Arme und Hände gestikulierten. Ich verstand nicht, was gesagt wurde. So ging es eine Weile, bis ich spürte, dass sich die Präsenz wieder zurückzog und ich mein Bewusstsein wiedererlangte, wenn mir auch noch etwas schwindelig war.

Ich sah meine Freundin an. Der Mund stand ihr offen wie ein Scheunentor. Ich fühlte mich, als sei ich aus einem tiefen Schlaf erwacht. Ich fragte sie, was geschehen sei, und sie meinte nur, es sei etwas sehr Persönliches gewesen. Sie schien sehr bewegt und verwundert zu sein. Ich drang nicht weiter in sie.

Als ich mich von ihr verabschiedet hatte, fühlte ich mich äußerst unwohl und auch etwas ängstlich. Ich war mir nicht sicher, wie andere Leute dieses Phänomen aufnehmen würden, falls so etwas noch einmal passieren würde.

Ich beschloss, die ganze Angelegenheit für mich zu behalten (Jahre später erzählte mir diese Freundin, das Geistwesen habe mit ihr über das Kind gesprochen, welches sie in sehr jungen Jahren zur Adoption freigegeben hatte).

Einige Zeit später erhielt ich einen Job als Koordinator der »OUTAuction«-Spendenaktion in Los Angeles. Es war eine wirklich große Aufgabe, und als alles vorbei war, nahm ich drei Sitzungen bei einem Chiropraktiker namens Eric Pearl. Ich war noch nie bei einem Chiropraktiker gewesen und war mir noch nicht einmal sicher, was Chiropraktiker tun, aber ich befand mich in Kalifornien und dachte, so etwas sei wohl irgendwie Teil der Erfahrung von Los Angeles.

Ich ging in die Praxis am Melrose Place und setzte mich in den bequemen, freundlichen Wartebereich. Ich wurde in einen kleinen Raum gebeten und wartete dort etwas beklommen. Als Dr. Pearl eintrat, dachte ich, dieser Mann sieht überhaupt nicht aus wie ein Arzt. Ich legte mich auf die Behandlungsliege, und innerhalb kürzester Zeit überkam mich jenes Gefühl der Schläfrigkeit. Ich rang darum, wach zu bleiben. Ich dachte, ich kann doch nicht gleich bei meiner ersten Sitzung einschlafen. Das wäre doch unhöflich.

Während der Behandlung kämpfte ich weiter gegen den Schlaf und fragte mich währenddessen, wie ich wohl noch zwei weitere Behandlungen überstehen würde. Und genauso kam es. Bei meinem nächsten Termin fing es wieder an, nur dass ich diesmal noch härter darum ringen musste, wach zu bleiben. Ich wusste nicht, wie ich das erklären sollte, und war mir unsicher, ob ich diese Empfindungen überhaupt erwähnen sollte.

Vor der nächsten Sitzung sprach ich Dr. Pearl auf das Phänomen an. Ich wollte wissen, ob das vielleicht für chiropraktische Sitzungen typisch sei. Er sah mich leicht amüsiert, aber fasziniert an. Er riet mir, nicht gegen das Gefühl anzukämpfen, sondern mich ihm hinzugeben.

Das tat ich. Und dieses Buch ist das Ergebnis meiner nachfolgenden Sitzungen mit ihm.

Begreife ich, was da passiert? Nein, das tue ich nicht. Ich weiß nur, dass ich in gewisser Weise das Bewusstsein verliere, und wenn ich wieder zu mir komme, weiß ich vielleicht noch ein Wort oder ein Bruchstück eines Satzes, mehr nicht.

Ich habe Solomon, wie wir die Stimme genannt haben, inzwischen mit vielen anderen Menschen sprechen lassen, die mir über den Weg liefen und die gerade Orientierung oder Rat brauchten. Für Eric hatte Solomon jedoch eine klare Aufgabe. Solomons Rat hat zu den Sitzungen geführt, die in diesem Buch beschrieben werden, und letztlich zu Reconnective Healing, das Dr. Pearl in die Welt gebracht hat. Ich halte Solomons Botschaft für universell, aber darüber werden letztlich Sie entscheiden …

Einleitung

Bevor Sie mit der Lektüre des Materials fortfahren, das Fred und ich in diese Seiten gepackt haben, möchte ich Sie an ein paar Erkenntnissen teilhaben lassen, die ich im Laufe meiner Reise durch dieses Material entdeckt habe, um Sie zu inspirieren, wie Sie es am wirksamsten nutzen können.

Der Name Solomon, den wir der bewussten Intelligenz gaben, die uns diese Informationen zukommen ließ, fasst eigentlich zwei verschiedene Wesenheiten zusammen. Die Intelligenz, die als erste durch Fred und über fünfzig meiner Patienten sprach, titulierten wir Aaron. Doch schon bald tauchte in unseren Sitzungen die Stimme, die Intelligenz auf, die wir mit Solomon ansprechen. Zum leichteren Verständnis haben wir uns entschieden, das gesamte Material »Solomon« zuzuschreiben, also der Stimme, die uns die Informationen übermittelte, sei es als Aaron oder als Solomon. Der größte Teil des Materials in diesem Buch stammt von Aaron und Solomon, die sich für Fred als »Sprachrohr« entschieden. Sie können sich Fred gewissermaßen als das Telefon vorstellen und Aaron und Solomon als die Anrufer. Wir – Sie und ich – sind gewissermaßen die Empfänger dieses Anrufs.

Die Kapitel mit Solomons Informationen geben weitestgehend wörtlich wieder, was gesagt wurde. Die Kapitel entsprechen im Wesentlichen den einzelnen Sitzungen in der Reihenfolge, in der sie stattfanden. In manchen Fällen haben wir auch Teile von Sitzungen zusammengefasst, wenn dasselbe Thema in verschiedenen Sitzungen auftauchte.

Wie Sie vielleicht bemerken werden, wirken Solomons Rhythmus, Grammatik und Satzbau zunächst etwas fremd. Unsere Interpunktion ist dabei lediglich als Vorschlag zu betrachten (ich würde jedoch nicht raten, diesen Ansatz gegenüber einer Deutschlehrerin zu vertreten!). Solomon spricht manchmal in der ersten Person Singular (»ich«) und manchmal in der ersten Person Plural (»wir«). Er verleiht dem Gesagten oft eine besondere Bedeutung, indem er die Worte mit großem Nachdruck ausspricht, was wir durch Kursivsetzung zu vermitteln versuchen.

Außerdem wiederholt Solomon einige Punkte immer wieder. Sie müssen wissen, dass dieses Material im Laufe mehrerer Jahre übermittelt wurde, in denen viele Sitzungen stattfanden. Manche Punkte mussten mehrmals gesagt werden. Wir haben zwar versucht, diese Wiederholungen auf ein Minimum zu reduzieren, doch wo wir den Eindruck hatten, dass Solomon bestimmte Punkte bewusst mehrfach gesagt hatte, haben wir die Wiederholungen belassen. Indem wir es möglichst nahe am Original lassen, können wir meiner Überzeugung nach am ehesten die Dichte und die Intention der Erfahrung und der Botschaft wiedergeben.

Tatsache ist, dass ich es manchmal mehrfach hören musste. Ich war vielleicht auch nicht der einfachste Schüler. Um die Informationen tiefer zu erfassen, musste ich sie verarbeiten, erfahren und prüfen – manchmal auch ohne dass ich es selbst auf eine Prüfung angelegt hätte. Im realen Leben begleiteten sie mich in meinem Prozess, Heiler zu werden. Doch sie bieten sehr viel mehr als das. Ich habe darin Erkenntnisse gefunden, die auf jeden Lebensbereich zutreffen.

Dieses Material ist auf vielen, vielen Ebenen verfasst. Eben diese verschiedenen Bedeutungsebenen machen es unter anderem so faszinierend. Die vielen Ebenen potenzieller Bedeutung. Die Tore, die sich uns öffnen, um uns durchzulassen. Obwohl ich bei jeder einzelnen Sitzung anwesend war, gewinne ich, je öfter ich das Material lese, immer noch tiefere Einsichten. Viele Menschen werden dieses Material nicht so leicht mit einmaligem Durchlesen aufnehmen können. Und vielleicht werden Sie es wie ich wieder und wieder lesen. Manchmal lese ich das Buch gerne von vorne bis hinten durch und genieße die Entwicklung von einer Sitzung zur nächsten. Zu anderen Zeiten schlage ich es einfach irgendwo auf und lasse mich davon überraschen, wo mich mein Instinkt an diesem Tag hinführt. Die Synchronizität zwischen dem, was im Buch erwähnt wird, und dem, was an diesem Tag in meinem Leben passiert, ist oft absolut verblüffend. Ich erhalte Antworten auf Fragen, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie gestellt hatte.

Meiner Erfahrung nach ist es eine gute Idee, während der wiederholten Lektüre des Solomon-Materials die eigenen Gedanken und Erkenntnisse zu notieren. Ich möchte Sie ermutigen, sich nach jedem Kapitel Notizen zu machen und Ihre Eindrücke oder Fragen in einem Tagebuch oder Notizbuch festzuhalten. Mir verschafft das Zeit und Fokus, um meine Erfahrungen mit dem Material zu integrieren. Und es fasziniert mich, ab und zu in das hineinzuschauen, was ich vor zwölf Jahren dazu notiert habe – oder vor zwölf Monaten –, und die Entwicklung meiner Ansichten und Einsichten zu erkennen. Deshalb versehe ich meine Notizen immer mit einem Datum. Wie mir bei der Zusammenstellung dieses Buches bewusst wurde, ist es für mich am besten, das Material nicht in einem Rutsch durchzulesen, sondern es häppchenweise zu genießen und mir zwischen den Kapiteln Zeit zu lassen, das Gelesene »einzuatmen« und darüber nachzusinnen, wie es zu meinen eigenen Lebenserfahrungen passt. Das Schreiben hat mich darin unterstützt.

Manchmal schienen sich Teile des Materials zu widersprechen. Doch wenn ich tiefer hineinschaute …, tiefer nachforschte, zeigte sich mir plötzlich, wie die scheinbaren Gegensätze eins wurden, sich vereinigten. Und dann wundere ich mich, wie ich das beim ersten Mal – oder die ersten drei Male – nicht erkennen konnte! Ich finde dieses Material so zeitlos und so umfassend, dass ich vorhabe, es im Laufe meines Lebens noch viele, viele Male zu lesen.

Fred und ich – und die vielen, die das Material auch gelesen haben und freundlicherweise ihre Zeit und ihre Rückmeldungen beigesteuert haben, um den besten Weg zu finden, es Ihnen zu vermitteln –, wir alle haben darüber hinaus bemerkt, wie sehr sich schon allein durch das Aufnehmen der Informationen unser Wohlbefinden gesteigert und ein Empfinden von Heilung eingestellt hat. Das wird natürlich bei jedem unterschiedlich sein, aber wir sind davon überzeugt, dass es auch bei Ihnen zu deutlich spürbaren Erfahrungen kommen kann.

Diese Sitzungen waren Teil meines Wachstumsprozesses zur Entwicklung von Reconnective Healing. Doch inzwischen habe ich festgestellt, dass sie für jeden lebenswichtig sind – sie sind nicht nur für jene relevant, die Heilen lernen oder eine Rolle in der Welt des Heilens einnehmen wollen, sondern für alle, die das Leben insgesamt verstehen möchten. Auch wenn es manchmal so scheinen mag, als ob das Material sich an mich persönlich oder nur an Heiler wendet, ist es doch universell anwendbar. Es führt Sie durch meine Höhen und Tiefen; wirft Licht auf mein persönliches Wachstum, meine Weiterentwicklung und meine Erfolge, aber auch auf die Bereiche, wo noch Wachstum, oft viel Wachstum, Weiterentwicklung und Erfolg möglich sind.

Manchmal hört sich das vielleicht so an, als ob mir – uns – Lob ausgesprochen wird, manchmal klingt es eher nach Kritik. Meiner Meinung nach soll diese Kommunikation weder das eine noch das andere zum Ausdruck bringen, sondern vielmehr unser Potenzial beleuchten, unser neu erweitertes Potenzial für eine neu erweiterte Zeit. Und es soll uns daran erinnern, dass jeder von uns – auf unserer Reise durch unser Leben mit seinen Höhen und scheinbaren Tiefen – ein Segen ist. Und wir sind ganz bestimmt nicht allein.

Wenn Sie also heute in diesem Buch lesen, können Sie es direkt zu sich sprechen lassen. Denn genau das tut es. Es wendet sich direkt an Sie. In diesem Buch geht es nicht um Wahrsagerei und es enthält keine Prophezeiungen über die Zukunft. Es bietet Ihnen vielmehr Erkenntnisse über das Leben an, mit deren Hilfe sich jeder und jedem von uns eine umfassendere Ebene der Heilung unserer selbst und anderer erschließt, weil es uns den Weg zu umfassenderen und tieferen Schichten unserer selbst und anderer weist. Mit anderen Worten: Es geht um Rückverbindung, um Heilung anderer, um Heilung unserer selbst.

Wie Solomon sagt: »Wir sind alle eins.« So hoffe ich, dass Sie, indem ich Sie auf meine Reise mitnehme, Teile Ihrer eigenen Reise entdecken. Genießen Sie die Landschaft. Dies ist ein Werk der Liebe. Gehen Sie …, treten Sie durch die Tür.

Eric Pearl

Staune …

Erkenne eine andere Ebene …,

Teil einer viel umfassenderen Ebene …

Du bist immer Teil des Zyklus gewesen …

Du bist hier, um deine Wahrnehmung zu fördern …

Du betrittst eine hohe Ebene der Existenz …

Es gibt da viel zu verstehen.

1
Wer ist Solomon?

Anmerkung von Eric und Fred:

Der Text auf der vorstehenden Seite ar eine der frühen Botschaften von Solomon. Wir waren neugierig, wer genau Solomon ist, und fragten ihn in unseren Sitzungen direkt nach seiner Identität. Wir hielten es für das Beste, wenn wir ihn sich einfach selbst vorstellen lassen …

Wir sind uns alle schon begegnet, und da sind wir nun. Kein Zufall, stimmt’s? Du musst verstehen, dass unsere Leben auf eine sehr tiefe und komplexe Art miteinander verbunden sind. Es ist ein ineinander verwobenes Gewebe der Existenz. Und es ist wunderschön. Wir werden zusammenarbeiten. Und wir werden dabei kühn sein.

Wir mögen Namen. Es spielt für mich kaum eine Rolle, mit welchem Namen du mich herbeirufst. Wenn Solomon passt, dann ist das vollkommen akzeptabel. Aaron mag seinen Namen sehr. Er ist sehr sympathisch.

Ich bin im Wesentlichen ein Teil jenes spirituellen Bereichs, der als Aaron bezeichnet werden kann, und Aaron hat viel mit mir zu tun, dem, was du Solomon nennst. Ich bin keine Wesenheit, wie ihr sie wahrnehmt. Ich kommuniziere über diesen Körper ein reiches Wissen, welches aus den Erfahrungen vieler, vieler Energien kommt. Ich bin ein Produkt dieser Energien, die sich einig sind und eingewilligt haben. Dies ist einfach nur die Manifestation, nicht das, was es wirklich ist, so wie der Wind, der durch die Bäume weht. Der Wind ist nicht das Geräusch der raschelnden Blätter, doch dieses Geräusch ist seine Manifestation. Er spricht in einer Sprache, die ihr verstehen könnt. Aber in Wirklichkeit geschieht – in diesem Bereich – ein Energietransfer. Das ist die Qualität davon.

Die Worte sind erkennbar, aber auf einer tieferen Ebene geht ein weiterer, tiefgründigerer Energietransfer vor sich. Wir sind Wesenheiten, die viel Energie zusammengetragen haben, welche denjenigen hilft, die in dieser Zeit schneller Veränderungen ihren Weg finden müssen. Sie sind hier und wir sind hier, um den Wandel sichtbar werden zu lassen und ihnen dabei zu helfen, damit umzugehen, während er sich zeigt.

Letztlich gehören wir alle zu einer größeren Wesenheit derselben Energie, deshalb möchte ich euch nicht zu dem Irrtum verleiten, zu meinen, wir seien sehr eigenständige Persönlichkeiten. Auf einer gewissen Ebene sind wir es, aber in einem anderen, umfassenderen Zusammenhang sind wir eine Kraft. Wir erblühen auf unterschiedliche Weise.

Ich versuche, einen Weg zu finden, dir zu helfen, es dir vorzustellen. Wir sind Blutsverwandte. Unsere Kraft war die Kraft der Ewigkeit. Unsere Leben manifestieren diese Ewigkeit in verschiedenen Bereichen. Wir sind eins mit unseren Leben, und wir sind eins mit der Ewigkeit.

Ich stamme aus einer Energiequelle, die es schon seit allen Zeiten gab. Es gab sie in der Empfängnis des Lebens selbst. Es ist eine Ebene der Existenz, die völlig unberührt blieb – bis vor Kurzem. Sie ist gekommen, weil der Weckruf erklang.

Sie kommt auf eine Weise, die für unser umfassenderes Verständnis der Kräfte, die im Universum wirken, grundlegend wichtig ist. Unser Wesen ist gewissermaßen eine Familie von Energien, die zusammenfließen. Es gibt viele Mitglieder dieser Familie, Fred und Eric gehören dazu, und du auch. Wir haben gewissermaßen Missionen, auf verschiedenen Ebenen. Unsere Mission hier ist dringlicher Natur: Die Menschen müssen ihre Rollen im Universum begreifen. Es liegt eine großartige Zeit vor uns. Aber auch ein großer Kampf.

Wir sind schon zuvor für dich da gewesen. Wir sind immer hier gewesen. Wir tragen dich in unseren Herzen und werden dabei ein Teil des DAS-WAS-IST sein. Wir spüren deine Energie.

Ich bin nur ein Vermittler zu einer größeren Energie. Ich bin Teil dieser Energie, und ich gebe sie an dich weiter. Sie ist da, um zu helfen. Ich bin genauso ein Vermittler wie du. Wir sind eine Kette, die zur Mitte führt, zum DAS-WAS-IST.

Ich bin ein Repräsentant einer weiteren Facette dieser Energie. Wir sind viele Individuen in einem Kraftfeld. Wir bringen verschiedene Facetten einer umfassenderen, sich enthüllenden Wahrheit zum Ausdruck.

Du fragst dich vielleicht, ob ich eine Person bin, weil ich in dieser Interaktion persönlich auftrete. Wenn ich da wäre und es dich einfach erleben ließe, wäre das wertvoll, aber du würdest es nicht erkennen.

Mit anderen Worten: Ich spreche durch Fred – wodurch die Menschen sich irgendwie bestätigt fühlen, weil ich niemanden irgendwie bewerte. Mir geht es nicht darum, irgendjemanden zu bewerten. Ich bin nur hier, um ihnen zu helfen, sich zu erinnern, wer sie sind, wie großartig sie sind, und sich der Großartigkeit aller menschlichen Lebensformen zu erinnern und des Respekts, der jedem entgegengebracht werden sollte. Wenn das ganz erkannt und verwirklicht ist, dann habt ihr das Paradies.

2
Staune …

Staune … Erkenne eine andere Ebene …, Teil einer viel umfassenderen Ebene … Du bist immer Teil des Zyklus gewesen … Du bist hier, um deine Wahrnehmung zu fördern … Du betrittst ein hohe Ebene der Existenz … Es gibt da viel zu verstehen.

Du verstehst etwas, das dich in eine andere Erfahrung befördern wird. Dies ist nur der Anfang einer spannenden Reise.

Ich bin schon zuvor hier bei dir gewesen. Du sollst wissen, dass im Verbindung-Aufnehmen keine Gefahr besteht, doch du musst es auf eine Weise tun, die mit dem Universum im Einklang steht; du kannst das nicht mit deiner Logik erfassen.

Die Musik deines Lebens liegt in deinem Instinkt.

Dein Leben ist so sinnvoll wie deine Fähigkeit, Verbindung aufzunehmen. Dieses Bestreben bereichert dich.

Energie ist DAS-WAS-IST in deinem Leben; sie ist stets allgegenwärtig. Sie ist nicht zu gefährden und lässt sich nicht täuschen.

Du bist ein Novize dieser Welt. Dies ist deine Lehrzeit.

Ich möchte, dass du verstehst. Du lebst dein Leben … Es ist deiner Erfahrung eingeschrieben; es hat sein Fundament ganz klar und deutlich in deinem eigenen Weg. Du siehst, es lässt sich nicht vorherbestimmen.

Es gehört zu deinem Sein, dass diese Energien durch dich hindurchfließen. Ich bin nicht nur ein Teil, sondern ein Teilnehmer dieses Austauschs, der nicht außerhalb von dir stattfindet. Er findet in dir statt.

Ich möchte, dass du fühlst, dass diese Kraft spürbar ist. Fühle sie. Kannst du sie fühlen? Du hast Zugang zu ihr. Sie ist ein Kanal zu einer dir zur Verfügung stehenden Weisheit, zu einer im Raum existierenden Erhabenheit. Du hörst es mit deinem Leben. Es gehört dazu, dass du nach dieser Kraft verlangst, denn in ihr liegt die Größe der gesamten Existenz.

Du hast ein Herz, das bereit ist, geöffnet zu werden. Darin liegt eine schwierige Verantwortung, weißt du. Es ist in vielerlei Hinsicht überwältigend, aber es wird die Lebenskraft, die du bereits besitzt, anheben. Energie ist der Schlüssel, der dich mit einer umfassenderen Hoffnung verbindet.

Durch dich – und deine Hände – strömt eine Naturkraft, die auf Umweltreize reagiert. Es ist eine gegenseitige Begegnung. Sie tritt ein, fließt durch und tritt aus. In diesem Austausch wirst du die Existenz verstehen, wie du es schon so lange ersehnst.

Dies steht vielen offen, aber die Augen sind blind, weißt du. Nur ein paar wenige wagen es, ihre Augen zu öffnen, und die es tun, sind oft geblendet von dem, was sie sehen.

Die Art von Wissen, welches du suchst, steht in deinem Herzen geschrieben. Es befindet sich nicht außerhalb von dir.

Du versuchst, dazu Zugang zu bekommen – dabei wünsche ich dir größtmöglichen Erfolg. Doch es ist deine innere Suche. Das wird dir im weiteren Verlauf klarer werden. Diese Suche ist eine Zeit des Übergangs in deinem Leben. Du wirst spüren, wie sich Widersprüche auf eine Weise ineinander verwickeln, die du nicht willst. Es entspricht nicht immer deinem klaren Wunsch. Es wird ein Erkennen einer spürbaren Kraft geben. Im Laufe der Zeit wird sich das klarer anfühlen. Dies sind sehr schwierige Zeiten. Und so viele Herzen bleiben unberührt. In gewisser Weise besteht deine Aufgabe darin, ein spirituelles Herz mit einer spirituellen Existenz zu verbinden. Das ist nicht immer ein einfaches Unterfangen. Aber genau darin besteht die Suchreise des Lebens. Du musst dir einen anderen Zustand zugestehen. Es ist Zeit, sehr viel mehr zu fühlen. Erlaube dieser Lebenskraft, dich zu durchdringen.

3
Bewege dich vorwärts

Meinem Empfinden nach sind wir alle schon einmal hier gewesen. Dies ist eine Art Wiedersehen. Wir haben in einem anderen Feld miteinander Verbindung aufgenommen, doch jetzt sind wir hier. Ich habe verstanden, dass du von woanders herkommst, aus der unendlichen Quelle. Ich spüre eine Art sprudelnden Strom. Das ist ein Teil von dir.

Ich habe dich schon früher gehört. Du hast ein ausgeprägtes Kommunikationsbedürfnis. Ich habe eine Energie, die aus einem anderen Universum kommt. In Bezug auf physische Manifestationen ist das nicht wichtig.

In unserer Essenz haben wir uns alle in der Vergangenheit miteinander vereint, und aus dieser Übereinstimmung unserer Herzen heraus gilt es, unsere Mission in dieses Leben hier zu wagen. Letztlich ist es eine Form, in der wir diese Energie manifestieren. Diese Form, die wir annehmen, ermöglicht uns den Austausch zwischen dir und mir. Es geht nicht um die Manifestation, sondern um den Energieaustausch.

Es geschieht so viel Leiden in der Welt, und unser Leiden kann uns von unserem Weg wegführen, wenn wir es zulassen, aber allzu häufig negieren wir unser Leiden und machen uns zu seinem Opfer. Leiden kann sehr viel Freude bringen – wenn es fokussiert ist. Die Lektionen, die wir miteinander austauschen, gehen von Lebenszeit zu Lebenszeit weiter.

Ich spüre, wie sehr du verstehen möchtest, was wirklich ist. Das ist nicht leicht zu verstehen. Es ist eine Energie, die aus der Ewigkeit stammt.

Schöpfung entspringt einer einzigartigen, beispiellosen Kraft. Mit dieser Art von Verstehen ist sie nicht zu erfassen. Sie manifestiert sich in Augenblicken, in denen wir aus Liebe und Wohlwollen heraus schöpferisch sind. Böswilligkeit ist nur ein verdrehter Strick. Sie braucht eigentlich nur entwirrt und begradigt zu werden.

Energie ist ein Pool, aus dem wir trinken. Sind wir durstig? Die Art deines Durstes bestimmt, was auf dich zukommt.

Manchmal spüren wir eine Getrenntheit zwischen uns. An diesen Stellen irren wir uns oft in unserem Verständnis. Wir sind hier alle eins. Wir erblühen in unterschiedlichen Feldern. Wir stammen aus demselben Boden. Ich möchte, dass du verstehst, wenn du verstehen willst, dass wir unsere eigene Schwingung haben …, aber wir bestehen aus demselben Klang. Wir alle bringen mit unserem Tun die Musik des Lebens zum Klingen, wenn man so will. Wir alle erleben Disharmonie, wenn wir merken, dass uns Energie genommen wird. Das fühlt sich an wie verlassen zu werden. Das ist das Kind, das umherirrt und sich allein fühlt – zurückgeworfen auf das, was wir für unsere Hilfsmittel halten. Wir verirren uns. Das tut immer weh. Es kann jedoch geheilt werden. Die Stimme, die in dir auftaucht, ist die Stimme, die dich heilt.

Es ist essenziell wichtig, beharrlich dranzubleiben, trotz unserer beschränkten Farbpalette. Es gibt andere Farben. Wir werden sie entdecken, aber auf dieser Ebene sind wir begrenzt.

Vielleicht spürst du in deinem Herzen eine Begrenzung, die es aufzulösen gilt. Doch sie kommt aus deinem Herzen. Da muss deine Arbeit ansetzen. Ich wünschte, ich hätte den Zugang für dich. Das wäre eine prophetische Art von Antwort. Aber es geht darum, Erfahrungen mit dieser Art von Fragen zu machen. Darin liegt eine Orientierung auf das Erfahren. Ohne Erfahrung gibt es auf dieser Ebene nur wenig Wachstum. Es ist sehr frustrierend, so unglaublich viel Potenzial vereitelt zu sehen. Wir haben die Macht, zu vereinen, doch wir streben nach Aufspaltung. Das ist sehr schade.

Ich verstehe dein Verlangen, und dieses Verlangen erfüllt mich mit Wärme. Ich fühle, ich möchte euch alle umarmen, aber wir müssen erst unser eigenes Leben umarmen und uns dann vereinen. Wir haben so viel Macht.

Bewege dich vorwärts. Fließe vorwärts. Unaufhaltsam, wie eine Welle. Sie bewegt sich. Ich wünsche dir alles Gute.

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9783867287258
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