Читать книгу: «TECHNO-ELEMENTALE: Beseelte Technik»


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Amerikanische Originalausgabe:
Techno-Elementals
Deutscher Erstdruck im AMRA Verlag
Auf der Reitbahn 8, D-63452 Hanau
Hotline: + 49 (0) 61 81 – 18 93 92
Service: Info@AmraVerlag.de
| Herausgeber & Lektor | Michael Nagula |
| Einbandgestaltung | Guter Punkt |
| Layout & Satz | Birgit Letsch |
| Innenillus | Deva Berg |
| Druck | CPI books GmbH |
ISBN Printausgabe 978-3-95447-425-7
ISBN eBook 978-3-95447-426-4
Copyright der Second Revised Edition © 2018 by David Spangler
Copyright der deutschen Lizenz © 2020 by AMRA Verlag & Records
Copyright des Umschlagmotivs © 2020 by yucelyilmaz / Getty Images
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Ich widme dieses Buch allen,
die danach streben,
Liebe in unsere Welt zu bringen,
das Leben in den Dingen,
die wir erschaffen, zu segnen
und dadurch Ganzheit und Heilung
für alle Geschöpfe auf Erden
zu manifestieren, die physischen
wie die feinstofflichen.
Inhalt
Einführung
Feldnotiz1: Das Spektrum des Lebens
Feldnotiz2: Ein feinstoffliches Ökosystem
Feldnotiz3: Ein lebendiges Universum
Feldnotiz4: Ein lernendes Universum
Feldnotiz5: Die acht Funktionen
Feldnotiz6: Feinstoffliches Handwerk
Feldnotiz7: Elementargeister
Feldnotiz8: Naturgeister
Feldnotiz9: Die Anatomie eines Artefakts
Feldnotiz 10: Techno-Elementale
Feldnotiz 11: Talismane und Technik
Feldnotiz 12: Franklins Schlüssel
Feldnotiz 13: Der Gral der Evolution
Feldnotiz 14: Die beschädigte Brücke
Feldnotiz 15: Schwächung
Feldnotiz 16: Verschmutzung
Feldnotiz 17: Echos
Feldnotiz 18: Shazam!
Feldnotiz 19: Mitbewohner
Feldnotiz 20: Cyberspace, Roboter, KI
Feldnotiz 21: Partnerschaft
Übungen
Abbildungen
Danksagung
Über den Autor

Einführung
Ich war achtzehn Jahre alt, als mein Vater mir, damit ich zum College fahren konnte, mein erstes Auto kaufte, einen 1959er Chevrolet Impala, der meinem Cousin gehört hatte. Dieser Wagen war damals in den Vereinigten Staaten sehr beliebt, unverwechselbar schnittig, mit Heckflossen, die horizontal nach außen statt nach oben ragten.
Dennoch hatte mein Vater ihn nur widerstrebend für mich erworben. Er war stets um meine Sicherheit besorgt, und die Aussicht, dass ich mich hinter dem Steuer in den gefährlichen Straßenverkehr wagte, bereitete ihm Albträume. Es war nicht so, dass er an meinen Fahrkünsten zweifelte. Sorgen machten ihm die »verdammten Dummköpfe auf dem Highway«. Seit ich selbst zwei Söhne und zwei Töchter habe, weiß ich, was ein Vater durchmacht, wenn seine Kinder das Autofahren lernen. Aber damals amüsierten und frustrierten mich seine Ängste.
Mein Vater hatte mit dem Chevy Impala zwei Probleme: Erstens war es mein Auto. Ich fuhr damit herum, statt sicher im Bus oder in seinem Wagen, in dem er selbst hinter dem Steuer saß. Zweitens war es kein VW Käfer. Seit unserer Rückkehr aus Marokko im Jahr 1957 hatte mein Vater ausschließlich Käfer gefahren, und er hielt dieses einzigartig aussehende deutsche Gefährt für das beste Auto der Welt. Doch hatte Dad den Chevy unglaublich günstig erhalten. Um mir einen Gefallen zu tun, hatte mein Cousin den Preis so niedrig angesetzt, dass mein Vater sich dieses Schnäppchen einfach nicht entgehen lassen konnte.
Ich liebte mein Auto. Damals hätte ich jedes Auto geliebt, das ich mein eigen nennen durfte, aber der Impala mit seinen eindrucksvollen Heckflossen war für mich das Allercoolste überhaupt. Er war mein Raumschiff!
Doch mein Vater hegte eine tiefe Abneigung gegen den Wagen und betrachtete ihn als notwendiges Übel. Das führte zu interessanten Vorkommnissen. Wenn ich allein damit fuhr, funktionierte alles perfekt. Ich hatte nie irgendwelche Probleme. Der Chevy und ich, das war eine Liebesaffäre. Wenn ich mit ihm auf dem Highway cruiste, war das Schnurren seines Motors für mich wie Engelsgesang.
Doch wenn mein Vater mitfuhr oder sich gar, was eher selten vorkam, selbst ans Steuer setzte, ging garantiert etwas schief. Es handelte sich immer nur um Kleinigkeiten, ein Klappern hier oder ein Klacken dort.
Vielleicht funktionierte ein Fenster nicht richtig, oder der Wagen sprang nicht sofort an, wenn er ihn zu starten versuchte. Es war nie so gravierend, dass wir in die Werkstatt mussten, aber mein Vater ärgerte sich jedes Mal. Es bestärkte ihn darin, dass der Chevy eine Mistkarre war, und um so mehr Sorgen machte er sich, wenn ich allein damit fuhr.
Dieses Phänomen faszinierte mich, und lachend sagte ich zu meinem Dad, dass das Auto ihn nicht mochte, weil er dessen Gefühle verletzte. Das war als Scherz gemeint, aber je öfter es passierte, desto mehr gelangte ich zu der Überzeugung, dass an der Sache tatsächlich etwas dran sein musste. Also stellte ich genauere Nachforschungen an.
Von Kind an hatte ich die Gabe, Dinge außerhalb der Reichweite meiner fünf Sinne wahrzunehmen, in jenem Bereich, den ich die »feinstofflichen« Dimensionen der Welt nenne. Dort treffe ich auf ein nicht-physisches Ökosystem, das ebenso buntgestaltig und reich ist wie unsere physikalische Umwelt. Hinzu kommt, dass dieses feinstoffliche Ökosystem sich auf vielfältige Weise mit unserem materiellen Universum überschneidet und darin eingewoben ist. Objekte, die für unsere physischen Sinne inaktiv und unlebendig erscheinen, können auf der feinstofflichen Ebene voller Leben sein. Unsere Vorfahren wussten noch sehr gut, dass das Universum ganz und gar lebendig ist. Erst während der letzten ungefähr dreihundert Jahre, also seit dem Beginn der industriellen Revolution, hat unsere westliche Zivilisation in ihrer völligen Fokussierung auf die materielle Wirklichkeit dies mehr und mehr vergessen.
Ich betrachte diese feinstoffliche Welt mit all ihrer Vielfalt und Vernetzung als die »zweite Ökologie« der Erde. Sie existiert in wechselseitiger Abhängigkeit zu der uns vertrauten physischen Ökologie und ist eng mit ihr verwoben. Sehr zu unserem Schaden ignorieren wir diese »zweite Ökologie«, und das in einer Zeit, in der es für uns eigentlich dringend notwendig wäre, unsere ganzheitliche Verbundenheit mit unserem Planeten wiederzuentdecken und zu stärken. Wenn wir die feinstoffliche Welt als ein Produkt von Fantasie und Aberglauben betrachten, als übernatürlich und märchenhaft, missverstehen wir ihre Natur und bleiben blind gegenüber dem Reichtum und den lebendigen Gaben, die sie uns anbietet.
Als ich die feinstofflichen Energiefelder erforschte, die mein Auto umgaben, stieß ich auf ein Wesen, dass sich in diese Felder integriert hatte. Mein Chevy war für dieses Wesen zu einer Verbindung in die physische Welt und, noch wichtiger, in die Welt der Menschen geworden. Damals wusste ich noch zu wenig über diese Dinge, um zu verstehen, was das bedeutete und warum es wichtig sein konnte. Ich erkannte einfach, es gab da ein Wesen, das mein Auto umhüllte und durchdrang und auf meine Liebe und Wertschätzung für den Chevy anders reagierte als auf die Abneigung meines Vaters gegen ihn. Für mich funktionierte deshalb alles perfekt, während die Einstellung meines Vaters für Probleme sorgte. Dieses Wesen reagierte also ganz ähnlich auf Zuneigung oder Abneigung wie wir selbst!
Das war meine erste Begegnung mit jenen Wesen, die ich inzwischen »Techno-Elementale« nenne. Es handelt sich dabei um feinstoffliche Wesenheiten, so genannte Elementale oder Elementargeister, die sich gerne in menschlichen Geräten und Artefakten oder um diese herum aufhalten. Fünfzig Jahre später beschloss ich, über sie ein Buch zu schreiben.
Ich habe bisher zwei Bücher über die feinstofflichen Welten veröffentlicht. Sie heißen Subtle Worlds: An Explorer’s Field Notes und Working with Subtle Energies. Beide Bücher sind nicht auf Deutsch erschienen. Außerdem schreibe ich ein esoterisches Magazin: Views from the Borderland. Viermal jährlich von der Lorian Association herausgegeben, bietet es mir die Möglichkeit, von meinen Beobachtungen, Erlebnissen, Kommunikationen und Begegnungen während meiner Erforschung der feinstofflichen Welt zu berichten. Es handelt sich also um Notizen über meine »Feldforschung«, die dazu dienen sollen, Interesse an der Realität, den Wundern und der Natürlichkeit der uns umgebenden nicht-physischen Welt zu wecken.
Im Jahr 2012 widmete ich die vierte Ausgabe des Magazins dem Thema »Techno-Elementale«. Diese Ausgabe war nur für die Abonnenten des damals ersten Jahrgangs meines Magazins erhältlich und wurde nie öffentlich verkauft. Doch wenn man bedenkt, welche Rolle die Techno-Elementale für unser Leben spielen, finde ich es wichtig, diese Informationen einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen. Daher freue ich mich, in diesem Buch meinen aktuellen Wissensstand über diese Wesen präsentieren zu können. Es enthält gegenüber der damaligen Magazinausgabe wertvolles neues Material.
Jede Ausgabe von Views from the Borderland beginnt mit dem folgenden Hinweis:
»Bei diesem Material handelt es sich um meine persönlichen Beobachtungen, die ich sie so genau und klar wie möglich schildere. Aber sie beruhen unvermeidlich auf meinen begrenzten persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen und unterliegen meinen Vorurteilen, Wahrnehmungsfehlern und Interpretationsfähigkeiten. Auch wenn ich auf diesem Gebiet über jahrelange Erfahrung verfüge, bin ich ganz sicher nicht unfehlbar. Ich forsche und lerne immer noch. Wenn ein anderer Mensch die gleichen Kontakte erlebt und die gleichen Phänomene beobachtet wie ich, kann seine Wahrnehmung dennoch anders aussehen und er kann zu anderen Interpretationen und Erkenntnissen gelangen. Mit der Bitte, das zu berücksichtigen, lade ich Sie ein, sich an diesen Forschungen zu beteiligen. Möge alles auf diesen Seiten, was in Resonanz zu Ihrem Bewusstsein und Ihrem Herzen steht, Ihnen Segen und Hilfe sein.«
Das trifft ganz besonders auf dieses Buch zu. Man sollte es als Teil eines fortlaufenden Forschungsprozesses betrachten, als einen ersten Ansatz, um die Natur der Techno-Elementale, die mit uns leben, besser zu verstehen. Entsprechend ist jedes Kapitel eine »Feldnotiz«, ein Bericht über eine von mir gemachte Beobachtung, und keinesfalls eine endgültige Feststellung über das Thema. Dieses Buch beschreibt also erste Schritte zur Erforschung spezieller Aspekte des gewaltigen, komplexen und wunderbaren Ökosystems der feinstofflichen Welt. Ich hoffe, es wird Sie zu weiteren eigenen Forschungen und Entdeckungen anregen und ermutigen.
Es liegt an der Natur des Materials, dass es sich um ein Buch mit esoterischen Ideen und Konzepten handelt, von denen Ihnen viele unvertraut sein mögen. Ich habe versucht, alles so einfach wie möglich zu halten, dabei aber gleichzeitig die Natur dieser Wesen möglichst umfassend zu beschreiben. Mir erschien es notwendig, sie in allen Details zu schildern, die ich wahrnehmen konnte. Wenn Sie aber das Gefühl haben, das sei zu viel Input, können Sie auch gleich zu Feldnotiz 19, »Mitbewohner«, weiterblättern. Dort und im Schlusskapitel »Übungen« finden Sie alle praktischen Informationen, die Sie für eine gute Beziehung zu den Techno-Elementalen in Ihrem Leben benötigen.
Und das ist ja schließlich das Wichtigste!
FELDNOTIZ 1
DAS SPEKTRUM DES LEBENS
Als ich sechs Jahre alt war, ging ich mit meinen Eltern ins Kino. Vor dem eigentlichen Film wurde ein Disney-Kurzfilm gezeigt, in dem die Möbel und andere Gegenstände lebendig waren und mit den Filmfiguren redeten. Ich erinnere mich, dass ich im Dunkeln saß und dachte: »Da hat jemand einen Film über meine Welt gemacht!« Natürlich standen in meiner Welt Sofas und Sessel nicht plötzlich auf und tanzten und sangen wie in dem Disney-Cartoon (obwohl ich das ziemlich cool gefunden hätte) oder führten Gespräche mit mir, aber sie besaßen eindeutig eine Präsenz, eine bewusste Energie, die ich wahrnahm. Eine Interaktion zwischen mir und dieser Form von Bewusstsein war möglich.
Die Vorstellung, dass alles lebendig ist, gehört seit Jahrtausenden zum schamanischen Weltbild und findet sich in der jüngeren Geschichte auch in manchen religiösen mystischen Traditionen. Dass buchstäblich alles von Leben erfüllt ist, wurde von einzelnen Menschen in allen Kulturen und zu allen Zeiten wahrgenommen und erfahren. Selbst im heutigen Alltagsleben neigen wir dazu, unsere Gegenstände und Geräte mit Persönlichkeit auszustatten und über sie zu sprechen, als wären sie lebendig. Die moderne Wissenschaft und Psychologie sieht darin lediglich anthropomorphische Projektionen, doch die Weisheit früherer Zeitalter war ganz anderer Auffassung. Und heute findet im Rahmen der Komplexitätstheorie und der Wissenschaft von den Nichtgleichgewichtssystemen eine Erweiterung unserer Definition der Grenzen von Biologie und organischer Chemie statt.
Seit schamanische Vorstellungen in unserer Kultur präsenter geworden sind, vor allem unter denjenigen, die alternative, naturorientierte Formen der Spiritualität erforschen und praktizieren, und seit wir vermehrt ganzheitlich und ökologisch denken, ist der Satz »Alles lebt« häufiger zu hören. Aber was genau bedeutet er? Was ist dieses »Leben«, das alles erfüllt und durchdringt? Ein Mystiker würde darauf vielleicht antworten, es sei Gottes Leben oder das »universale Leben«, aber was heißt das bezogen auf Metall und Plastik oder auf mein Lieblingssofa? Es würde wohl kaum jemand behaupten, es sei das gleiche Leben wie bei Ihnen und mir, den Vögeln draußen vor meinem Fenster oder dem Baum, in dem sie nisten.
Und doch habe ich zeit meines Lebens alles um mich herum als lebendig wahrgenommen. Leben ist für mich nicht nur ein biologisches oder organisches Phänomen. Es ist eine Manifestation von Energie, die organisiert und selbsterhaltend ist, ein Wirbel, ein Vortex innerhalb des größeren Flusses der universalen Energie. Und was bedeutet das?
Ich möchte Ihnen an einem Beispiel zeigen, wie ich persönlich die Anwesenheit von Leben in einem Objekt wahrnehme, das normalerweise als unbelebt gilt. Dazu wähle ich ein Sofa in meinem Wohnzimmer aus.
Wie alles andere auf der Welt ist auch mein Sofa zwiebelartig. Es ist eine Ansammlung von Seinsschichten, die ich mir, wenn ich auf Metaphern aus der Physik und dem Elektromagnetismus zurückgreife, als unterschiedliche »Frequenzen« vorstellen kann. Ich kann es mir wie ein Radio denken, auf dem wir uns mehrere verschiedene Sender anhören können, von denen jeder auf einer anderen Wellenlänge sendet. Um einen dieser Sender zu hören, muss ich am Radio die entsprechende Frequenz einstellen.
Ehrlich gesagt, gefällt mir dieses Wort Frequenz nicht, wenn ich Ihnen beschreiben möchte, wie ich die verschiedenen »Ebenen« wahrnehme, auf denen sich das Leben manifestiert. Es ist ein zu »elektronisches« Bild, das die Ausstrahlung und die Empfindungen dieser Lebensformen nicht wirklich erfasst. Vielleicht trifft »Dimensionen des Seins« es besser. »Frequenz« hat aber den Vorteil, ein Einzelwort zu sein, mit dem die meisten Menschen etwas anfangen können. Daher werde ich es benutzen, wenn auch mit einer gewissen Vorsicht.
Auf mein Sofa bezogen kann ich dann sagen, dass es »auf mehreren Frequenzen sendet«, von der konkreten, physikalischen Ebene der Atome, Moleküle und materiellen Substanz bis hin zur ursprünglichen, universalen »Frequenz« des Heiligen, des Einsseins, das die gesamte Schöpfung durchdringt. Ich weiß allerdings nicht, aus wie vielen dieser Frequenzen und Dimensionen des Seins sich das Gesamtphänomen meines Sofas zusammensetzt. Ich bin leider nicht in der Lage, meine Wahrnehmung auf sie alle einzustimmen. Aber mehrerer dieser Frequenzen bin ich mir bewusst und möchte sie Ihnen gerne beschreiben.
Wenn ich mein Sofa betrachte, sehe ich zunächst, was alle sehen: die äußere Erscheinung. Es ist etwas über zwei Meter lang und eignet sich perfekt dafür, im Liegen fernzusehen. Es ist aus Holz, Stoff und dickem Polstermaterial hergestellt, und die Kissen sind ebenfalls weich und dick. Es ist elfenbeinfarben, schön anzuschauen und sehr bequem. Auf dieser Wahrnehmungsebene erscheint es mir ziemlich alltäglich und ganz und gar nicht »lebendig« im landläufigen Sinne.
Verändere ich aber meine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, gewinnt das Sofa auf der ersten über das Physische hinausgehenden Frequenz eine neue, zusätzliche Qualität. Ich nehme nun nämlich ein Energiefeld wahr, von dem die physische Gestalt des Sofas umgeben ist. Dieses Feld ist »klebrig« und kann andere feinstoffliche »Energiegebilde« aufnehmen und akkumulieren, zum Beispiel jene, die durch unsere Gedanken und Emotionen erzeugt werden. Wenn ich zum Beispiel, während ich auf dem Sofa sitze oder liege, gut gelaunt und in friedvoller Stimmung bin, kann die Schwingung dieses Friedens in das Energiefeld des Sofas eindringen und dort haften bleiben, zumindest für eine gewisse Zeit. Das Gleiche geschieht, wenn ich aufgeregt oder ärgerlich bin. Auch diese emotionalen Energien können vom Sofa absorbiert werden. Es ist, als wäre das Sofa von einer Art medialem Klettband umhüllt, woran energetische »Fusseln« der in seiner Umgebung stattfindenden mentalen, emotionalen und spirituellen Aktivität haften bleiben.
Wenn diese psychischen Energien immer wieder auftreten, können sie sich dem Energiefeld des Sofas intensiv aufprägen. Sie dringen tief in seine energetische Substanz ein, weit unter die äußere »Klettschicht«, von der eben die Rede war. Ist das nicht der Fall, haften die »Energieflusen« nur leicht an und lassen sich durch eine einfache energetische Reinigung entfernen. Dafür genügt es oft schon, wenn wir liebevoll und vergnügt unsere Hausarbeit erledigen – idealerweise begleitet von der Schwingung angenehmer Musik – und dabei visualisieren, dass saubere, klare, vitale Energie durch das Zimmer strömt und die Möbel »entstaubt«.
Diese von außen absorbierte feinstoffliche Energie kann medial den Eindruck von etwas Lebensähnlichem vermitteln, doch in Wirklichkeit handelt es sich um die von der feinstofflichen Substanz des Sofas »aufgezeichnete« Lebensenergie von Personen, die sich in der Nähe aufhielten. Auf dieser sehr einfachen Ebene ist das Sofa energetisch aktiv, wie die meisten Dinge, aber das ist nicht dasselbe wie wirklich lebendig zu sein. Um zu entdecken, dass und auf welche Weise in meinem Sofa Leben wohnt, muss ich tiefer gehen.
In der Astronomie gibt es das Konzept der habitablen Zone. Das ist die Zone um einen Stern, wo ein Planet für die Entwicklung von Leben, wie wir es kennen, günstige Bedingungen aufweist. Wie groß diese »bewohnbare Zone« ist und wo im jeweiligen Sonnensystem sie sich befindet, hängt von den Eigenschaften des Sterns ab, um den der Planet kreist.
Wenn ich nun das Leben in meinem Sofa betrachte, suche ich ebenfalls nach einer »habitablen Zone«, in der das universale Fließen des Lebens sich zu Energiemustern organisiert, die zu einem gewissen Grad beständig und selbsterhaltend sind. Für mich sind solche Muster Inkarnationssysteme. Sie akkumulieren nicht einfach Energie oder Substanz, sondern organisieren sie auf dauerhafte Art.
Sie sind autopoietisch, also selbsterschaffend und selbsterhaltend. Sie verfügen über ein gewisses Maß an Kohärenz und Integration. In meiner Terminologie besitzen sie eine Identität, eine Abgrenzung, die sie von dem Energiestrom in ihrer Umgebung unterscheidbar macht.
Stellen Sie sich einen Fluss vor. Ein Ast liegt am Ufer und ragt teilweise ins Wasser. Dort, wo er darin eingetaucht ist, behindert er zu einem gewissen Maß die Strömung. Vielleicht bildet sich ein Wasserwirbel. Dieser Wirbel ist eine Gestalt, die bestehen bleibt, solange der Ast ins Wasser ragt, auch wenn das Wasser ständig weiterfließt.
Wenn der Fluss der Strom der Lebensenergie ist, der aus dem Schöpfungsmysterium hervorgeht, das wir das Heilige nennen, dann ist eine von ihm erschaffene Manifestation wie ein solcher Wasserwirbel. Sie ist eine komplexe Organisation fließender Energie, die sich an einer begrenzenden Struktur bildet. Diese Struktur definiert die besondere Form des Energiemusters und ermöglicht eine für längere Zeit stabile Organisation.
Wenn ich mein Sofa auf eine solche tiefergehende Weise betrachte und wahrnehme, gelange ich zu diesem Muster aus organisierter, lebendiger feinstofflicher Energie, die nicht einfach nur eine Ansammlung aus von außen kommenden »energetischen Fusseln« ist. Es handelt sich um eine energetische Präsenz, die eine einzigartige, innerlich kohärente und integrierte Organisation aufweist. Auf dieser Ebene erlebe ich das Sofa als lebendig, gewiss nicht als einen biologischen Organismus, aber als einzigartige Konfiguration empfindungsfähiger Energie.
Wie ist dieses Leben, so wie ich es wahrnehme, beschaffen?
Um noch einmal die Metapher des Flusses aufzugreifen: Der Ast, der den Wasserwirbel energetischer Organisation erzeugt hat, ist in diesem Fall die menschliche Vorstellungskraft, die das Sofa überhaupt erst hervorbrachte. Diese kreative Imagination formt eine absichtsvolle Struktur, um die herum sich Energie zu organisieren beginnt. Sie liefert die Matrix für ein Muster aus lebendiger Energie, das sich dann, verknüpft mit der physischen Gestalt des Sofas, manifestiert.
Das Sofa-Energiemuster in dieser »habitablen Zone« sieht für mich nicht wie ein Sofa aus. Tatsächlich hat es keine Ähnlichkeit mit den Formen, die wir von physischen Objekten gewohnt sind. Es handelt sich vielmehr um eine »Bewusstseinsform«, in der sich die Interaktionspotenziale widerspiegeln, die der Rahmen dieses Musters ermöglicht.
Empfindungsfähigkeit ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Einer meiner Freunde, der Religionswissenschaftler und Mystiker Lee Irwin, Autor zahlreicher Bücher, definiert Empfindungsfähigkeit als »den Impuls, in Beziehung zu treten«. Beziehungen und Verbundenheit bilden das Fundament für Komplettheit, Ganzheit, und das ist es, worum es meiner Meinung nach in der gesamten Schöpfung geht.
Die »Bewusstseinsform« des lebendigen Energiefeldes, von dem mein Sofa umgeben ist, verfügt über diese Empfindungsfähigkeit (die übrigens nicht das Gleiche ist wie das, was wir bei uns selbst als Bewusstheit erleben). Sie ist so organisiert, dass sie auf einzigartige, durch ihr Muster definierte Weise fühlen und energetische Beziehungen herstellen kann. Diese kohärente Organisationsstruktur ist das, was an meinem Sofa lebendig ist, sein »Inkarnationsmuster«.
Wenn ich diese »Energiegestalt«, die mein Sofa ist, erlebe, finde ich sie nicht besonders komplex oder flexibel. Sie besitzt zum Beispiel kein bisschen Eigeninitiative. Im Vergleich zu ihr ist ein Mensch als Energieform ungemein komplexer, organisierter und fähiger.
Action-Figuren, um eine andere Metapher anzuwenden, werden danach klassifiziert, wie viele bewegliche Gelenke sie haben. Als Kind spielte ich mit Soldatenfiguren aus Plastik, die aus einem Stück gegossen waren. Sie hatten keine Gelenke. Später hatte ich Spielzeugsoldaten, die sich zumindest an einer Stelle bewegen ließen: Man konnte sie in der Taille beugen. Mit der Zeit entwickelten die Spielzeughersteller Figuren mit immer mehr Gelenken. Man kann bei ihnen Kopf und Hände bewegen, Ellbogen und Knie. Sie können also zunehmend die gleichen Posen einnehmen wie reale Menschen. Das Kind muss sich nicht mehr vorstellen, dass sein Spielzeugsoldat sich bückt oder hinsetzt. Es kann ihn diese Bewegungen ausführen lassen.
Energetisch, im Bereich ihrer Empfindungsfähigkeit, besitzen Menschen eine enorme Anzahl von »Gelenken«. Unser Bewusstsein kann überaus flexibel auf seine Umwelt reagieren und auf sie einwirken, initiativ werden, kreativ sein und so weiter. Mein Sofa besitzt nur wenige »Empfindungsgelenke«. Es ist also in seinen Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkter als ich. Aber es ist auf dieser energetischen Ebene keineswegs unbewusst oder leblos.
Das erlebe ich täglich, nicht nur bei meinem Sofa, sondern bei allen Objekten in meiner Umgebung. In der »habitablen energetischen Zone« besitzen sie ein Feld aus lebendiger Energie und Empfindungsfähigkeit. Wenn ich ihnen Liebe und Wertschätzung sende, reagieren sie darauf. Es ist, als würde man auf ein Stück glimmende Kohle blasen, das dadurch hell und heiß aufleuchtet. Es wird eine Verbindung hergestellt, und Liebe strömt zu mir zurück. Mit der Zeit kann diese Beziehung sich tief in das feinstoffliche Energiemilieu des Gegenstandes einprägen wie ein Pfad, der tagein tagaus von vielen Füßen beschritten wird.
Ich stelle also fest, dass auf einer bestimmten Frequenz oder energetischen Ebene in meinem Sofa eine empfindungs- und reaktionsfähige Struktur existiert. Und diese sich selbst organisierende Empfindungsfähigkeit nahm ich schon als Kind wahr, ich spürte dieses Leben in den Möbeln und anderen Objekten in meiner Umgebung, wie es in dem Disney-Zeichentrickfilm so charmant und witzig dargestellt wurde.
Unter den richtigen Umständen kann dann noch etwas anderes geschehen, etwas, das eng mit dem Phänomen der Techno-Elementale verknüpft ist. Das Energiemuster, das einen Gegenstand umgibt, kann interessant für nicht-physische Wesen werden, die deutlich höher entwickelt und bewusster sind. Würde das mit meinem Sofa geschehen, hätte es zur Folge, dass ich, wenn ich mich auf das Möbelstück einstimme, plötzlich in Kontakt mit einem spirituellen Wesen trete, das in der Lage ist, aktiv mit mir zu kommunizieren. Ein solches Wesen »reitet« auf der Energie des Sofas, operiert aber auf einer anderen Frequenz.
Als mein erstes Kind fünf Jahre alt war, machten wir einen Ausflug ins Disneyland. Dort kaufte ich ihm ein Stofftier – den Bumblelion aus der damals populären Disney-Serie The Wuzzles, ein Wesen, das halb Löwe und halb Hummel war. Es war einfach unwiderstehlich lustig und süß, und John-Michael liebte es heiß und innig. Er nahm es überallhin mit. Es wurde sein ständiger Gefährte, ob er spielte, aß oder schlief.
Eines Tages, als ich Bumblelion in der Hand hielt, spürte ich eine Präsenz. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen verspielten Geist, der zum Teil Beschützer war. Er gehörte zu jener Art Wesen – man kann sie sich wohl als Engel vorstellen – die gerne Verbindung zu Kindern aufnehmen. Dieses hatte an das Energiefeld von John-Michaels Stofftier angedockt. Johnny hatte den Bumblelion so mit Liebe überschüttet, dass dessen Energiestruktur komplexer geworden war. Seine Empfindungsfähigkeit und Beziehungsfähigkeit hatte sich so weit erhöht, dass dieses innere Wesen auf es aufmerksam geworden war und einen Kontakt herstellte. Es nutzte das Stofftier als physischen Verbindungspunkt in unsere Welt, durch den es seine liebevolle, beschützende Energie senden konnte.
Wenn ich seitdem ein Stofftier für eines meiner Kinder oder die Kinder unserer Freunde kaufte, lud ich es jedes Mal mit liebevoller Energie auf und stellte dann den Kontakt zu einem dieser Wesen her. Ich lud es ein, über das Spielzeugtier als Verbindung das Kind zu segnen und zu beschützen. So wurden die Stofftiere zu Talismanen!
Ich möchte betonen, dass diese Wesen nicht in den Objekten wohnen oder diese »besetzen« (wie die bösen Puppen in Horrorfilmen). Sie schaffen lediglich eine Verbindung, einen Kanal, durch den sie in unserer Welt aktiv werden und sich einbringen können. Dazu wird aber nicht das Objekt instrumentalisiert. Vielmehr tritt ihr Energiefeld in Beziehung zu unserem eigenen.
Ich verwende dafür manchmal das Bild eines Tauchers, der einen Gürtel mit Gewichten anlegt, um seinen Auftrieb zu überwinden und unter Wasser bleiben zu können. Die Energiefrequenz, auf der viele dieser Wesen agieren, macht es für sie schwierig, sich in unserer physischen Realität aufzuhalten. Energetisch haben sie dafür »zu viel Auftrieb«. Doch indem sie sich in das Energiefeld von einem unserer Gegenstände »einklinken«, werden sie sozusagen schwerer. Diese Metapher trifft es nicht wirklich, denn mit physischen Metaphern lassen sich feinstoffliche Phänomene nur unzureichend beschreiben. Aber ich hoffe, dass sie doch einen Eindruck von dem Vorgang vermitteln, was wichtig ist, um die Natur und das Verhalten der Techno-Elementale zu verstehen, mit denen wir uns in diesem Buch beschäftigen.
Zum Abschluss dieses Kapitels möchte ich Sie auf etwas hinweisen. Es gibt in meinem Sofa – und ebenso in allen anderen Dingen, uns selbst eingeschlossen – eine Bewusstseinsdimension, eine »Frequenz« des Lebens, die »das Fundament« bildet oder »das Höchste« ist, je nachdem, welches Bild Sie bevorzugen. Wenn ich versuche, mich auf die »energetisch habitable Zone« meines Sofas einzustimmen, kann es passieren, dass ich über dieses Ziel hinausschieße und in einen mystischen Zustand gelange, in dem ich mir einer Präsenz, eines Lebens bewusst werde, das nicht nur in meinem Sofa ist, sondern in allem, was existiert. Das ist das Ur-Leben, aus dem alles Geschaffene stammt. Ich betrachte es als die Ebene des Heiligen. Dieses Leben ist ein allgegenwärtiger Zustand. Es ist das uns allen gemeinsame Leben, das Leben des Kosmos, das Leben des Einen oder wie immer wir uns diese Frequenz vorstellen.
Auf dieser Ebene ist das Sofa ohne jeden Zweifel lebendig, aber es ist nicht länger ein Sofa. Auch ist es kein von anderen unterscheidbares, organisiertes Energiefeld, mit seinen Grenzen und individuellen Eigenschaften. Auf dieser Ebene ist die Energie, die ich spüre, das Leben, das ich spüre, Teil des universalen Einsseins, das alle Dinge durchfließt und allen Manifestationen zugrunde liegt. Sie ist der Fluss, in dem die individuellen Wirbel der Manifestation und Schöpfung gebildet werden. Der Kosmos selbst ist lebendig. Mehr gibt es darüber nicht wirklich zu sagen, aber die Konsequenzen sind weitreichend.
Mir geht es darum, dass wir das Leben als Spektrum betrachten. Was wir für »Leben« halten, ist in Wahrheit nur eine dünne Scheibe dieses Spektrums, so wie das sichtbare Licht nur ein kleiner Teil des elektromagnetischen Spektrums ist. In der physischen Welt begegnet uns das Leben in einer enormen Formenvielfalt. Das gilt um so mehr für die nicht-physische oder »feinstoffliche« Seite der Dinge. Von unserer Position in diesem Spektrum aus gesehen – unserem Bewusstsein und unserer Energie – gibt es im Vergleich zu uns wesentlich einfachere Lebensformen, zum Beispiel das Leben in meinem Sofa, aber auch Lebensformen, die unendlich viel komplexer als wir sind, zum Beispiel das Leben des Planetenengels, den wir »Gaia« nennen, unsere Erde.
Techno-Elementale existieren innerhalb der feinstofflichen Frequenzen dieses Spektrums und sind auf sehr enge Weise mit unserer Realitätsebene verbunden. Damit werden wir uns in den folgenden Feldnotizen befassen.

FELDNOTIZ 2
EIN FEINSTOFFLICHES ÖKOSYSTEM
Um Techno-Elementale zu verstehen, müssen wir auf neue Art denken. Wenn Sie noch nie in Betracht gezogen haben, dass die feinstofflichen Welten real sein könnten, werden Sie sich auf ziemlich unvertrautes Terrain vorwagen müssen. Trotzdem möchte ich, dass Sie mit mir sogar noch einen Schritt weiter gehen: Stellen Sie sich vor, dass die feinstofflichen Welten Ökosysteme und feinstoffliche Wesen Organismen sind, Begriffe, die normalerweise nur auf das biologische Leben und seine Umweltbeziehungen angewandt werden.
Nach meiner Erfahrung ist Leben Leben, ganz gleich, wo man es antrifft und wie es sich manifestiert. Alle Organismen, ob Kühe, Bäume, Hunde, Bakterien, Menschen, Naturgeister, Devas oder Engel weisen ähnliche Eigenschaften auf und gehorchen bestimmten Prinzipien. Alle manifestieren eine Identität und ein damit assoziiertes kohärentes Feld – einen »Körper« –, durch den sie ihre Identität zum Ausdruck bringen. Die Substanz dieses Körpers kann sich sehr von physischer Materie unterscheiden und anders aussehen als alles, womit wir in der physikalischen Welt vertraut sind, aber es ist dennoch ein Körper.
Alle Wesen tauschen mit ihrer Umwelt Energie aus. Alle formen zu einem gewissen Grad ihre Umwelt und werden von ihr geformt. Alle verfügen über die Fähigkeit, mit anderen Wesen in Kontakt zu treten und zu interagieren. Alle kommunizieren, obwohl nicht notwendigerweise auf eine Art und Weise, die wir erkennen oder verstehen können. Alle sind empfindungsfähig. Alle sind in der Lage, sich zu verändern, sich zu entwickeln und zu lernen, was bedeutet, dass sie über Intelligenz verfügen, wenn auch in einer Form, die sich erheblich von der durch den Menschen zum Ausdruck gebrachten Intelligenz unterscheiden kann.
Ein Freund, der seit langem Zen-Buddhismus praktiziert, sagte einmal zu mir: »Weißt du, David, in der Zen-Tradition werden feinstoffliche Wesen, sogar wenn sie real sind, als Ablenkungen auf dem Weg zur Erleuchtung betrachtet. Man lehrt uns, sie zu ignorieren.« Ich habe Verständnis für diese Auffassung. Er meinte den Zauber, der damit verbunden ist, etwas zu begegnen, das von vielen Leuten als übernatürlich betrachtet wird, den Schauer und die Erregung, die das auslösen kann. Das kann in der Tat ablenken.
Bei diesem Problem, das mein Freund ansprach, geht es um mehr als bloße Ablenkung. Alles Mögliche kann uns ablenken. Das Problem liegt darin, wie wir über die nicht-physischen Dimensionen denken und welche Bilder und Worte wir in diesem Zusammenhang benutzen. Für sehr lange Zeit betrachtete die Menschheit diese Dimensionen als eine abgetrennte und grundsätzlich unbekannte, sogar gefürchtete Realität, die den Bereichen Religion, Magie, Mystik und Aberglaube zugeordnet wurde. Es war das Reich der Toten, der Geister, Naturkräfte, Götter und übernatürlichen Mächte, von dem der gewöhnliche Mensch sich besser fernhielt.
Doch für mich ist die feinstoffliche Welt nicht »übernatürlich«. Sie ist »auf andere Weise natürlich«. Sie ist Teil der größeren Ökologie eines Planeten, der über seine physische Ebene hinaus noch viele weitere Aspekte hat. Die feinstoffliche Dimension wird zwar aus Energien geformt, die viel mit dem gemeinsam haben, was wir als Gedanke, Gefühl und Geist erleben, sie ist aber ebenso Teil der natürlichen Ordnung wie Wälder, Berge, Ozeane und Flüsse. Nur ist unsere Vorstellung davon, was »natürlich« ist, bislang zu eng.
Eine umfassende Erkundung und Erklärung dessen, was ich »die zweite Ökologie der Erde« nenne, würde den Rahmen dieses kleinen Buches sprengen, das sich nur mit einem speziellen Element dieser Ökologie beschäftigt. Hier geht es mir darum, dass wir die Natur der Techno-Elementale besser verstehen, wenn wir sie als Organismen betrachten, die aus Bewusstsein und Energie bestehen und sich aus Gründen zu uns hingezogen fühlen, die auch bei jedem anderen Lebewesen verständlich sind: Wir haben ihnen etwas zu bieten, das für sie von Vorteil ist. So kommt es, dass sie Einfluss auf unser Leben ausüben, manchmal auf positive Weise, manchmal allerdings auch auf potenziell gefährliche Weise, wenn wir es versäumen, sie mit Wertschätzung zu behandeln.
Ich wohne im pazifischen Nordwesten, und hier sind Krähen allgegenwärtig. Seit Jahren nistet ein Krähenpaar in der Nähe und besucht mich jeden Morgen auf meiner Veranda. Das hat einen ganz einfachen Grund: Ich liebe es, sie zu füttern. Ich versuche nicht, sie zu zähmen und in Haustiere zu verwandeln. Ich glaube auch gar nicht, dass ich das könnte. Sie beobachten mich mit einer wachsamen Vertrautheit. Ich weiß, sie wissen, dass sie von mir nichts zu befürchten haben. Mein einziges Motiv besteht darin, etwas Freude in ihr Leben zu bringen, weil ihre Gegenwart mich mich selbst so erfreut. Es sind einfach wunderschöne Vögel.
Ich bin ganz sicher kein »Krähenflüsterer«. Ich weiß, sie würden mich ignorieren, wenn ich sie nicht füttere. Sie würden dann gar nicht auf meiner Veranda landen und es würde sich nicht eine von ihnen gerne auf einen der Verandastühle setzen und durchs Küchenfenster spähen, um zu sehen, ob ich in der Nähe bin, und mir zu signalisieren, dass sie da ist. Sie hätten dann keinen Grund, mit mir zu interagieren, denn ich wäre dann nicht interessant für sie und, vor allem, für ihre Mägen.
Techno-Elementale sind diesen Krähen nicht unähnlich. Sie tauchen in unserer Menschenwelt auf, weil es dort etwas gibt, das für sie von Wert ist. Sie tun, was auch andere Organismen tun. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, Beziehungen aufzubauen, die für alle Beteiligten von Vorteil sein können. Dieses Potenzial möchte ich in diesem Buch gemeinsam mit Ihnen erkunden. Die Erkundung beginnt, indem wir zunächst einmal wertschätzen, dass wir es mit Lebensformen, Organismen, zu tun haben, die so viel Liebe und Achtung verdienen wie die physischen Lebewesen in unserer Welt. Denn auch sie sind ein Teil unserer Welt. Es ist nun einmal so, dass diese Welt größer und wunderbarer ist, als die meisten Menschen glauben.
FELDNOTIZ 3
EIN LEBENDIGES UNIVERSUM
Ich unternahm kürzlich einen Nachmittagsspaziergang in meiner Nachbarschaft. Es war einer der seltenen Tage im pazifischen Nordwesten Amerikas mit klarem, wolkenlosem Himmel und Sonnenschein. Ich genoss die Sonne, doch nachdem ich einige Zeit spaziert war, machte ich mich auf den Rückweg. Als mein Haus wieder in Sichtweite kam, wanderten meine Gedanken zu all den Dingen, die ich an diesem Tag noch erledigen musste. Deshalb bemerkte ich die schönen Blumen kaum, die ein Nachbar in seinem Vorgarten gepflanzt hatte, gleich neben den Bürgersteig, auf dem ich ging.
Ich wollte gerade die Straße überqueren, als ich plötzlich das Gefühl hatte, jemand klopfe mir auf die rechte Schulter, um mich auf sich aufmerksam zu machen. Ich blieb stehen, und als ich mich umdrehte, sah ich ein kleines Wesen, vielleicht einen Meter zwanzig groß, mitten in dem Blumenbeet meines Nachbarn auftauchen. Ich bin mir der feinstofflichen Energien der Naturgeister in der mich umgebenden Landschaft oft bewusst, aber nur selten erscheint mir eines dieser Wesen in einer so deutlichen, klar sichtbaren Gestalt. Es sah ganz wie ein kleiner Mensch aus. Während ich dort stand und das Wesen mit einer Mischung aus Überraschung und Freude ansah, lächelte es, streckte die Hand aus, klopfte auf meinen Arm und zeigte mit der anderen Hand nach oben. Also schaute ich dorthin.
Hoch oben im blauen Himmel sah ich ein breites Band aus goldenem Licht, das sich von Ost nach West erstreckte. Ich konnte seine Größe nicht einschätzen, da nichts auszumachen war, mit dem ich es hätte vergleichen können. Auch in welcher Höhe das Band schwebte, ließ sich nur schwer beurteilen, aber es müssen vielleicht hundert oder zweihundert Meter gewesen sein. Das Band befand sich in einer wellenförmigen, fließenden Bewegung. Während ich es beobachtete, senkte es sich langsam herab, nicht wie eine Wolke oder Nebel – dazu war seine Form zu klar definiert und abgegrenzt –, sondern eher wie eine riesige, lange, goldene Decke, die zur Erde herunter schwebt.
Ich stand reglos und versuchte, das, was ich da sah, zu begreifen. Dann empfing ich den flüchtigen inneren Eindruck einer riesigen, liebevollen leuchtenden Präsenz – vielleicht ein Deva –, die Urheber dieses Phänomens war.
Ich schaute wieder zu dem Naturgeist. Sein Blick war in den Himmel gerichtet, und auf seinem Gesicht spiegelte sich freudige Erwartung. Dann merkte ich, dass die gesamte feinstoffliche Umgebung von solcher Vorfreude und Aufregung geradezu vibrierte.
Als ich wieder nach oben sah, hatte sich das goldene Band aus Licht und Energie weiter der Erde genähert, und ich erkannte, dass es den größten Teil des Tals bedecken würde, in dem ich wohne, einschließlich des benachbarten Sees. Während die goldene Decke sich herabsenkte, spürte ich, dass alles feinstoffliche Leben in meiner Umgebung sich öffnete und gewissermaßen energetisch die Arme ausbreitete, um das goldene Licht zu empfangen. Ich fragte den Naturgeist, was da gerade geschah, aber dieses Wesen war nicht daran gewöhnt, mit Menschen zu kommunizieren, und schon gar nicht über Worte. Ich empfing stattdessen ein Gemisch aus Bildern und Sinneseindrücken, alle von Freude erfüllt. So weit ich die Antwort des Naturgeistes überhaupt in Worte übersetzen kann, handelte es sich bei diesem goldenen Band um einen zur Erde strömenden Segen, der von einer schöpferischen Lichtquelle aus einer höheren Ebene des Lebens stammte. Ich kann nicht sicher sagen, ob es sich dabei um einen regelmäßigen, vielleicht sogar täglich stattfindenden Vorgang handelte oder um etwas Besonderes – denn für das Wesen, das da zwischen den Blumen aufgetaucht war und mit mir kommunizierte, hatte die Zeit keine Bedeutung. Offensichtlich handelte es sich bei diesem Phänomen des goldenen Bandes aber um eine Art Nahrung.
Als die »Decke« aus Energie den Boden erreichte, war mir, als verwandelte sie sich in einen feinen goldenen Dunst, der die ganze Gegend einhüllte. Das kleine Wesen neben mir wurde dabei sichtlich heller. Es leuchtete regelrecht auf, dann verschwand es, war für mich nicht länger sichtbar. Ich wusste aus früheren Erfahrungen, dass dieses Wesen seinerseits den Pflanzen, den Mineralien und dem Erdboden dabei helfen würde, diese segensreiche feinstoffliche Energie zu absorbieren.
Ich habe keine Ahnung, ob das, was ich an jenem Nachmittag hellseherisch als goldenes Band aus Licht und Energie wahrnahm, von dem Naturgeist, der mich darauf aufmerksam machte, genauso wahrgenommen wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit dieser Energie auf andere Weise in Kontakt trat als er. Für mich war das goldene Leuchten keine »Nahrung«, jedenfalls nicht so wie für ihn. Ich fühlte mich an eine Bäuerin erinnert, die ihren Pferden Hafer und Heu hinstreut. Jedenfalls erfüllte mich das Erlebnis mit Freude über die Liebe und Fürsorge, von denen die feinstofflichen Bereiche der Natur durchdrungen sind.
Zwar war diese Erfahrung in ihrer ausgesprochen visuellen Form einzigartig für mich, aber mit dem Thema war ich durchaus vertraut. Es gibt zum Beispiel ein von mir als weiblich empfundenes feinstoffliches Wesen, das Lichtenergie auf den See in unserem Tal ausstrahlt. Ich spüre oft die von diesem Wesen gesendete segensreiche Lebensenergie, die den feinstofflichen Wesen des Sees und des umgebenden Landes Nahrung bietet – und, so glaube ich, auch uns physischen Wesen. Ganz ähnlich bin ich mir auch des Lichts und der Energie bewusst, die von dem Deva über dem Mount Rainier ausgehen, etwa achtzig Kilometer weiter südlich. Und das sind nur zwei dieser nährenden Energieströme in der näheren feinstofflichen Umgebung.
Die feinstoffliche Ökologie ist aktiv, pulsiert förmlich vor Leben. In ihr ereignen sich bestimmte, klar definierbare – ich würde sogar sagen universale – Aktivitäten, wie das gerade geschilderte Erlebnis veranschaulicht.
Die erste dieser Aktivitäten bezeichne ich als Aufrechterhalten. Damit ist die Aktivität gemeint, die die Grenzen und energetische Struktur einer bestimmten Manifestation aufrechterhält, zum Beispiel eines Baumes oder Steines, aber auch eines Sofas oder einer Lampe. Natürlich wird die physische, materielle Struktur einer Pflanze durch wohlbekannte botanische und biologische Vorgänge bestimmt und aufrechterhalten. Und die physische Struktur meines Sofas ist das Resultat bestimmter Vorgänge in einer Möbelfabrik und wird durch physikalische und chemische Prinzipien zusammengehalten. Doch sind in der feinstofflichen Welt die Grenzen und Strukturen fließender. Es handelt sich um Manifestationen aus Absicht und Energie. Zudem findet eine wechselseitige Beeinflussung zwischen feinstofflicher und materieller Welt statt. Das Phänomen, dass fokussierte Gedanken die physische Struktur und das Verhalten einer Pflanze beeinflussen können, ist gut belegt und dokumentiert. Und auch bei der Energieheilung oder der Heilung durch Gebet und Segnung wird feinstofflich auf den physischen Körper eingewirkt.
Dass gesunde feinstoffliche Energien in der physischen Welt aktiv sind, ist eine Tatsache. Beim feinstofflichen Aufrechterhalten geht es darum, diese Aktivität durch kohärente, integrierte Energiefelder und Gestalten mit stabilen funktionalen Grenzen zu leiten. Was mein Erlebnis angeht, ist es so, dass die Rosen in dem Blumenbeet neben dem Bürgersteig alle ihre eigene feinstoffliche Intelligenz, ihr inneres Leben besitzen, das die feinstoffliche Komponente ihrer Rosennatur aufrechterhält – das, was sie in die Lage versetzt, Rosen zu sein, und nicht zum Beispiel Gänseblümchen oder Sonnenblumen.
Eine weitere wichtige Aktivität ist das Erzeugen. Bis zu einem gewissen Grad sind alle feinstofflichen Wesen Erzeuger, aber bei vielen von ihnen, vor allem bei jenen, die Engel oder Devas genannt werden, ist es eine zentrale Funktion, nährende, stärkende Kräfte zu erzeugen. So wie die Sonne in der physischen Welt unsere planetare Ökologie mit Energie versorgt, gibt es in den feinstofflichen Welten Wesen, die feinstoffliche Energien zur Stärkung und Ernährung des Lebens und der Aktivität in den nicht-physischen Existenzbereichen erzeugen.
Die goldene Decke, von der ich den Eindruck hatte zu sehen, wie sie sich vom Himmel herabsenkte (obwohl sie in Wirklichkeit aus einer höheren Frequenz des Lebens kam), wurde vielleicht von dem Wesen erzeugt, das ich für einen kurzen Moment erblickte. Ich glaubte damals, dass es ein Deva war, vielleicht der »Landschafts-Deva« dieses Tals, in dem ich wohne. Doch der Kontakt war zu kurz, um sich dessen sicher zu sein. Meine Annahme beruhte auf meinem Wissen, dass viele Devas genau das tun: Sie nutzen ihre Erzeuger-Kraft, um andere feinstoffliche Lebensformen zu »nähren«.
Es ist aber sehr gut möglich, dass der wahre Ursprung der von mir beobachteten Energie auf einer für meine Wahrnehmung zu hohen Ebene liegt und dass das Wesen, das ich sah, sie überhaupt nicht erzeugte, sondern lediglich weitergab, um sie für mehr Lebensformen zugänglich zu machen. In dem Fall haben wir es mit der dritten feinstofflichen Aktivität zu tun, der Weitergabe. Sie bedeutet, dass ein Wesen empfangene Energie an andere weiterschickt.
Ein anschaulicheres Beispiel dafür findet sich in meinem Garten. Mein Ahornbaum besitzt seinen eigenen Geist, eine Intelligenz, die seine energetische Identität und Struktur aufrechterhält. Doch nehme ich um den Baum herum manchmal kleine leuchtende Wesen wahr, bei denen ich der Ansicht bin, dass es sich um Naturgeister handelt. Sie nehmen aktiv feinstoffliche Energien aus verschiedenen Quellen auf und wandeln diese Energien in eine Form um, die von dem Energiefeld des Ahornbaums absorbiert werden kann. Tatsächlich sorgen diese Wesen dafür, dass jene Energie zirkuliert, von der das Energiefeld des Baumes aufrechterhalten wird.
Und das war es auch, was der kleine Naturgeist tat, der mich auf die vom Himmel herabfließende Energie aufmerksam machte. Er empfing das, was ausgesendet wurde, und gab es so an seine unmittelbare Umgebung weiter, dass sie es empfangen und absorbieren konnte. In diesem Sinn kann man solche Wesen als »Absorptionshelfer« verstehen. Sie ermöglichen es einem Organismus, feinstoffliche Energien, die ihm dabei helfen, seine physische Manifestation aufrechtzuerhalten, und die er sonst nicht assimilieren könnte, aufzunehmen. Eine biologische Entsprechung sind jene Bakterien, die Stickstoff chemisch im Boden »fixieren«, wodurch die Pflanzenwurzeln ihn aufnehmen und nutzen können.
In der feinstofflichen Umwelt, wie ich sie wahrnehme, manifestiert sich Synergie. Sie ist angefüllt mit Wesen unterschiedlicher Art und Funktion, die untereinander Verbindungen eingehen und im Austausch stehen, so dass lebenspendende feinstoffliche Energien zwischen ihnen zirkulieren. Durch ihr Zusammenwirken erschaffen diese Wesen ein Ganzes, das größer ist als seine Teile.
Auf diese Weise schaffen und nähren die feinstofflichen Wesen fortwährend Beziehungen, und Beziehung ist die Grundlage des Schöpfungsprozesses. Kein Wesen ist dafür geschaffen, isoliert zu existieren. Wir sind alle Teil eines sich ewig erweiternden Beziehungs-Netzwerks und Energieaustauschs. So, wie die »Denkkraft« unseres Gehirns wächst, indem unsere Neuronen immer mehr Verbindungen bilden, wodurch das Gewebe unserer neuronalen Beziehungen immer dichter wird, wächst in der Schöpfung insgesamt die »Schöpfungskraft« und die »Lebenskraft« – die Fähigkeit, das Heilige zu offenbaren und zum Ausdruck zu bringen – dadurch, dass das Gewebe der Lebens- und Energiebeziehungen wächst. Es gibt also einen guten Grund für die Vielfalt des Lebens und seiner Ausdrucksmöglichkeiten auf allen Ebenen der Schöpfung.
Die feinstofflichen Wesen sind bestrebt, eine große Vielzahl von »Energien« und Qualitäten zu erzeugen und untereinander auszutauschen, indem sie Verbindungen zu anderen Wesen eingehen. Wenn neue Quellen für Informationen, Lernen und Energie verfügbar werden, gibt es immer Wesen, die diese Quellen aufsuchen, so wie ja auch in unserer Welt Organismen neue Umwelten aufsuchen und besiedeln, die sich für sie auftun.
Wichtig ist hierbei, dass in den feinstofflichen Welten gesunde Organismen einander nicht attackieren oder schädigen. Solange ein feinstofflicher Organismus nicht krank und pathologisch gestört ist – was vorkommen kann –, wird er sich niemals von der Lebenskraft eines anderen feinstofflichen Organismus in parasitärer Weise »ernähren«. Vielmehr ist der Austausch immer ein gegenseitiges Geschenk. Wenn ich Licht schenken kann, ist das für mich ebenso vorteilhaft wie für Sie als bereitwilligen Empfänger. Shakespeares Julia hatte recht, als sie über die Liebe sagte: »Je mehr ich sie dir schenke, desto mehr habe ich.« Insgesamt leben feinstoffliche Wesen dafür, ihr Leuchten frei dem Universum zu schenken, und freuen sich, wenn ein Wesen von dem profitiert, was sie ihm geben können. Das ist ganz wie bei einer Lehrerin, die sich darüber freut, ihr Wissen und ihre Weisheit an ihre Schüler weiterzugeben.
Menschen, die Energieheilung erlernt haben und praktizieren, sind damit vertraut, dass feinstoffliche Energien unterschiedliche Formen annehmen können.
Unter dem Oberbegriff »feinstoffliche Energie« wird ein weites Spektrum von Phänomenen zusammengefasst, denn es handelt sich dabei um ein komplexes Ökosystem. Das ist einer der Gründe dafür, dass ich gerne Metaphern und Begriffe aus der Biologie verwende. Nach meiner Erfahrung lassen sich die Natürlichkeit und der Reichtum des Lebens in den feinstofflichen Welten so am besten vermitteln, auch wenn derartige Metaphern immer nur eine Annäherung sein können.
Außerdem gelten viele Prinzipien des biologischen Lebens auch für das »energiebasierte« oder »geistbasierte« Leben im nicht-physischen Reich.
Näher darauf einzugehen, welche unterschiedlichen Formen feinstoffliche Energie annehmen kann, würde den Rahmen des hier vorliegenden Buches sprengen. Der wichtige Punkt für unsere Untersuchung ist, dass feinstoffliche Wesen sowohl nach Nahrungsquellen suchen wie auch einander wechselseitig nähren. Sie alle sind Mitwirkende und Mitschöpfer eines lebendigen Universums.

FELDNOTIZ 4
EIN LERNENDES UNIVERSUM
Während meines Lebens begegnete mir immer wieder der weitverbreitete Irrtum, feinstoffliche Wesen wären allwissend. Es wird angenommen, sie würden auf einer »höheren Ebene« des Lebens existieren, auf der alles Wissen offenbart ist und Zeit und Raum keine Geheimnisse mehr bereithalten. Aufgrund dieser Vermutung haben sich die Menschen seit Jahrtausenden aus der feinstofflichen Welt Führung, Rat, Weissagung und die Offenbarung verborgener Weisheit erhofft. Ich kenne viele Menschen, die in ihrem Leben keine Entscheidung treffen, ohne vorher einen Führer aus der geistigen Welt zu konsultieren. Sie glauben, wir inkarnierten Menschen wären die Schüler und die Bewohner der feinstofflichen Dimensionen die Experten.
Doch nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt!
In diesem Universum sind wir alle Lernende, von der gewaltigsten kosmischen Wesenheit bis zum einfachsten Elementargeist. Es ist ein lernendes Universum.
Damit will ich nicht sagen, wir könnten in der feinstofflichen Welt nicht Weisheit, Erkenntnis, guten Rat, nützliche Informationen und tiefgründige Wahrnehmungen finden. Das ist durchaus möglich. Aber hier in der physischen Welt gibt es ebenfalls Weisheit, Erkenntnis und Wissen. Wir alle sind Experten für irgendetwas, Menschen nicht weniger als andere Lebensformen, und für uns alle gibt es noch viel zu lernen, viele Potenziale und Fähigkeiten zu entwickeln. Kein Wesen, auf welcher Ebene des Lebens auch immer, besitzt ein Weisheits- oder Wissensmonopol. Jedes Wesen auf jeder Ebene kann Fehler machen. Und das kann ein wichtiger Teil eines Lernprozesses sein.
Es gibt einen Wesenszug, den ich bei fast allen feinstofflichen Wesen bemerke, denen ich begegne, und zwar Neugierde. Manchmal, wenn dieses Wesen nicht-menschlich ist, wie zum Beispiel ein Naturgeist, kann diese Neugierde mir gelten. Der Naturgeist möchte herausfinden, wie ein Mensch tickt. Handelt es sich bei dem feinstofflichen Wesen um einen nicht-physischen Menschen, was auf die meisten meiner inneren Kontakte zutrifft, dann richtet sich die Neugierde nach außen auf die vielen Wunder des gewaltigen Spektrums des Lebens im Universum. Dieser Forschergeist entspringt dem Wunsch, zu lernen und Informationen zu sammeln, damit ein Bewusstsein sein Wissen vertiefen und seine Fähigkeiten erweitern kann, so dass sich neue Potenziale auftun. Daher sind, jedenfalls nach meiner Beobachtung, Neugierde und der Wunsch zu lernen die zentralen Lebensmotivationen im feinstofflichen Ökosystem und der hauptsächliche Grund für das Phänomen der Techno-Elementale.
In der Schöpfung verhält es sich so, dass das Leben immer nach neuen Entdeckungen sucht, die eine Erweiterung des Bewusstseins und der Existenz ermöglichen. Lernen zu ermöglichen und zu unterstützen ist gewissermaßen eine Grundfunktion der feinstofflichen Welten. Das Paradigma lautet: »Alle sind füreinander Lehrer.« Wer fortgeschrittener ist, also mehr weiß, über mehr Erfahrung verfügt, hilft denen, die weniger entwickelt sind. Wer etwas Neues lernt, gibt diese Erkenntnis an die weiter, die es noch nicht wissen.
Das ist keine hierarchische Angelegenheit, auch wenn wir uns das in unserer Welt oft so vorstellen: Wissen, das von den höchsten geistigen Ebenen nach unten weitergegeben wird. Als aufrecht gehende Wesen neigen wir dazu, unsere vertikale Voreingenommenheit auf die Schöpfung zu projizieren. Wir halten »oben« für »gut« und »unten« für nicht so »gut«. Doch so geht es in den feinstofflichen Welten nicht zu. Sie sind in ihrer Funktionsweise eher »sphärisch« als vertikal oder horizontal. Jedes Wesen, ganz gleich wo im Spektrum des Lebens es sich gerade aufhält oder wie sein Entwicklungsstand ist, hat etwas Einzigartiges und Wichtiges anzubieten und kann, unter geeigneten Umständen, ein Lehrer sein.
Das ist gar nicht so seltsam, wenn man näher darüber nachdenkt. Zwar ist es normalerweise so, dass die Erwachsenen den Kindern Dinge beibringen. Wir geben unser Wissen und unsere Weisheit an die jüngere Generation weiter. Doch immer wieder erleben wir, dass unsere Kinder Einsichten äußern, auf die wir noch nicht gekommen sind (oder die wir vergessen hatten), und wir von ihnen lernen. Wir Älteren haben die Weisheit nicht gepachtet. Das werden Ihnen alle Eltern bestätigen, die ihren Kindern aufmerksam zuhören.
Wenn ich »Lernen« sage, denken viele Leute sofort an die Schule und die Weitergabe von Informationen. Aber Lernen kann auf vielfältige Weise geschehen. Mein ältester Sohn ist kinästhetisch orientiert. Er lernt viel besser durch Beobachtung und Mitmachen statt durch Informationen aus einem Buch oder Vortrag. Zum Beispiel benötigte er, um Autofahren zu lernen, keinen theoretischen Unterricht. Er lernte es fast ausschließlich, indem er Leuten beim Fahren zuschaute und es dann nachmachte. Man kann also sagen, dass er Informationen mit dem Körper aufnimmt, nicht nur mit dem Intellekt. Sein Körper ist beim Lernen sogar viel mehr beteiligt als sein Intellekt.
Die Wesen in den feinstofflichen Welten lernen und lehren oft nicht durch Wissensvermittlung, sondern indem sie Energie und Sein mit anderen teilen, so dass ihre Bewusstseinsfelder sich mischen. Es ist, als würde ich in der physischen Welt Tanzschritte dadurch lernen, dass ein Tänzer meine Arme und Beine bewegt, damit ich ein Gefühl für die richtigen Muskelbewegungen bekomme. Genauer gesagt: Wenn ich einem feinstofflichen Wesen vermitteln möchte, was Liebe ist, gelingt das nicht, indem ich ihm intellektuell mit Worten erkläre, was es mit der Liebe auf sich hat, sondern indem ich mich real liebevoll verhalte, Liebe in meinem Energiefeld erzeuge und nutze, um das Wesen energetisch zu umarmen. Man teilt eine gemeinsame Erfahrung.
In den feinstofflichen Welten wird fast immer durch Sein gelehrt und gelernt.
In unserer Welt nähre ich meinen Geist durch Lernen, während ich meinen Körper durch Essen nähre. Auch wenn ich mein Leben ganz dem Lernen widme, muss ich immer noch meinen Körper ernähren. Aber selbst wenn ich oft und viel esse, lerne ich dabei wenig – außer vielleicht, von welchen Speisen ich Verdauungsbeschwerden bekomme! Doch in den feinstofflichen Welten ist der Unterschied zwischen Lernen und Essen nicht so eindeutig. Lernen kann dort eine Form von Nahrung sein.
Die Körper feinstofflicher Wesen sind, wie Sie sich sicher vorstellen können, ganz anders als unsere. Es handelt sich um Energiekörper, wobei dieses Wort aber, wie auch das Wort »Frequenz«, die Natur der feinstofflichen Substanzen, aus denen diese Körper bestehen, nur unzureichend beschreibt. Treffender ist es, sich diese Körper als aus lebendigen Qualitäten bestehend vorzustellen, zum Beispiel »Bewusstseins-Stoff« oder »Liebes-Stoff«. So, wie ich sie wahrnehme, handelt es sich eher um Felder, die vielleicht mit einem Magnetfeld vergleichbar sind, als um die konkreten Formen, die Körper in der physischen Welt annehmen. Zwar erscheinen sie mir formlos und fließend, manchmal als nicht mehr denn eine wirbelnde Lichtwolke, doch innerhalb ihrer eigenen natürlichen Frequenzen sind diese Energiekörper für sie so fest und berührbar, wie es unsere Körper für uns sind.
Wie bei meinem Erlebnis mit der goldenen »Energiedecke«, die sich, jedenfalls war das meine Wahrnehmung, aus einer höheren Welt kommend auf die Umgebung herabsenkte, geschieht es ständig, dass feinstoffliche Wesen Energie mit ihrer Umwelt austauschen. Sie besitzen einen Stoffwechsel, mit dem sie die Energien verarbeiten, die sie aufnehmen, um sich zu ernähren und zu erhalten. Diese Ernährung geschieht auf zwei Arten. Entweder wird die Substanz des einzigartigen Energiefeldes eines solchen Wesens erneuert und energetisiert, was also in etwa der physischen Ernährung in unserer Welt entspricht. Oder es wird die Textur und Qualität der Energie im Feld dieser Wesen gesteigert, vertieft oder verändert. Ich stelle mir das als einen Lernprozess vor.
Das soll nicht heißen, dass manche feinstofflichen Wesen nicht auch in der Lage sind, Informationen auf jene intellektuelle Weise aufzunehmen, die wir unter Lernen verstehen. Andererseits sind viele dieser Wesen zwar intelligent, besitzen aber keinen Intellekt, ja noch nicht einmal Bewusstsein, wie wir es uns vorstellen. Sie operieren auf der Ebene von »Körperintelligenz« oder »Energieintelligenz«, die frei von begrifflichem Denken, doch reich an direkter Erfahrung ist. Neues Wissen vermögen sie dennoch zu absorbieren und zu integrieren. Diese Wesen werden zu dem, was sie lernen, statt nur darüber nachzudenken oder es als eine Information zu erinnern. In einem lebendigen, lernenden Universum ist Lernen eine Form des Energieaustauschs, die so nahrhaft und wohltuend sein kann, wie das physische Essen für uns. Diese Information wird uns helfen, einige Wesenszüge der Techno-Elementale besser zu verstehen.

FELDNOTIZ 5
DIE ACHT FUNKTIONEN
Im Laufe meiner Arbeit und Forschung sind mir viele verschiedene Arten von feinstofflichen Wesen begegnet. Was Energie, Bewusstsein, Absichten und dergleichen mehr betrifft, können sie sich stark unterscheiden, doch sie alle haben acht Merkmale oder Funktionen gemeinsam. Wenn wir diese Funktionen verstehen, sind wir auch in der Lage, die Techno-Elementale zu verstehen. Bei diesen glorreichen Acht handelt es sich um Identität, Organisation, Austausch, Stoffwechsel, Generativität, Verbundenheit, Holopoiesis und Sichtbarwerden.
Jedes feinstoffliche Wesen, dem ich begegnet bin, besitzt eine Identität. In den meisten Fällen handelt es sich dabei nicht um das, was wir als »Persönlichkeit« bezeichnen, es sei denn, wir haben es mit einem menschlichen Wesen in Geistform zu tun. Die Identität eines feinstofflichen Wesens kann extrem einfach sein, nicht mehr als ein Fokuspunkt, der sich kaum von der Heiligkeit, der Grundidentität aller Dinge, unterscheiden lässt. Sie kann aber auch viel, viel komplexer als alles sein, was Sie und ich je manifestieren könnten. Allgemein formuliert ist die Identität, um einen Ausdruck aus der Chaos- und Systemtheorie zu verwenden, ein »Attraktor«, der den Energien, aus denen sich ein feinstofflicher Organismus zusammensetzt, Kohärenz verleiht.
Abb. 1. Acht Funktionen feinstofflicher Organismen
Diese Identität drückt sich, nach meiner Erfahrung, nicht durch einen Namen aus. Die meisten feinstofflichen Wesen, denen ich begegnet bin, tragen und verwenden keine Namen, wie wir das tun. Stattdessen steht die identifizierende »Signatur« oder Schwingung eines feinstofflichen Wesens – also wer und was es ist – oft im Zusammenhang mit seiner Funktion, seiner Rolle in einem größeren spirituellen Ökosystem. Oder, bei höher entwickelten, komplexeren Wesenheiten, ist sie wie eine in eine Sinfonie eingebettete Melodie – das Thema, das in unzähligen Variationen und Arrangements gespielt wird. In mystischer Hinsicht handelt es sich um das Licht ihres Seins, die Ausstrahlung, die sie erzeugen und der ganzen Schöpfung zum Geschenk anbieten.
Als mir damals mein erster Mentor und Partner begegnete, konnte ich an der Gesamtheit der von ihm ausstrahlenden Schwingungen erkennen, wer er war. Diese »Signatur-Schwingung« war sein Name, aber ich hätte sie nicht in Worten wiedergeben können. Der Einfachheit halber nannte ich ihn »John«, aber das war ein von mir gewählter Name, eine praktische Bezeichnung für etwas, das mein sprachliches Ausdrucksvermögen überstieg.
Mir ist noch kein feinstoffliches Wesen begegnet, das keine völlig einzigartige Identität besessen hätte. Ein solches Wesen kann eng vernetzter Teil eines kollektiven Bewusstseins oder Energiefeldes sein, wie es bei manchen Natur- und den meisten Elementargeistern der Fall ist, aber seine individuelle Ausdrucksform ist stets einzigartig. Ein Grund dafür besteht darin, dass kein Wesen in einem Vakuum agiert, getrennt von der übrigen Schöpfung. Alle Wesen agieren in einer Umwelt (selbst wenn diese Umgebung sich weit jenseits von allem befindet, was wir wahrnehmen, erleben oder uns vorstellen können) und in Beziehung zu anderen Wesen und Zuständen. Diese Beziehungen, dieses Eingebundensein, sind bei jedem Wesen einzigartig, wie kurzlebig sie auch sein mögen, und das interagierende Wesen wird in einem gewissen Maß von dieser Einzigartigkeit geformt.
Ich veranschauliche es Ihnen an einem Beispiel: Es gibt eine Engel-Spezies, deren Aufgabe darin besteht, Menschen Licht zu senden und ihnen zu helfen. Einerseits scheinen diese Engel einander völlig ähnlich zu sein – aus Licht geboren, Licht verkörpernd und zum Ausdruck bringend. Doch wenn ein solcher Engel mit einem Menschen interagiert, vor allem wenn das, wie es bei »Schutzengeln« der Fall ist, über einen längeren Zeitraum geschieht, passt sich sein Energiefeld diesem Menschen an, stimmt sich auf ihn ein. Damit wird die Identität dieses Engels unterscheidbar von der eines Engels, der einen anderen Menschen unterstützt. Ich stelle es mir so vor: Alle Engel dieses Typs (aufgrund meiner biologischen Ausbildung und meiner ökologischen Perspektive betrachte ich sie als eine »Spezies«) weisen sozusagen die gleiche energetische Melodie auf, aber jeder Engel repräsentiert ein anderes Arrangement dieser Melodie, komponiert in Reaktion auf den Menschen oder die Menschen, für den oder die dieser Engel zuständig ist.
Das zweite Merkmal ist Organisation. Damit meine ich, dass jedes feinstoffliche Wesen ein kohärentes Energiefeld aufweist, eine spirituelle Substanz, die so organisiert ist, dass dieses Wesen seine Identität zum Ausdruck bringen und seine Absichten und Aufgaben in seiner Umwelt erfüllen kann. Mit anderen Worten, es hat einen »Körper«. Weil feinstoffliche Wesen nicht durch physikalische Gesetze und Notwendigkeiten eingeschränkt sind, sehen solche Körper nicht so aus wie die Körper, die wir aus der physischen Welt kennen, und verfügen über andere Eigenschaften. Aber dennoch gibt es sie. Die in Feldnotiz 3 erwähnte Aktivität des Aufrechterhaltens verleiht diesen Körpern Präsenz und Dauerhaftigkeit.
Austausch ist das dritte Merkmal. Alle feinstofflichen Wesen tauschen Energie mit ihrer Umwelt aus, genau wie physische Wesen. Doch anders als bei physischen Organismen geht es dabei oft nicht um Nahrungsaufnahme. Manche feinstofflichen Wesen werden tatsächlich von den verschiedenen Lebensenergien genährt, die in den feinstofflichen Welten zirkulieren, doch andere erhalten diese Kreisläufe aufrecht. Zum Beispiel bin ich wiederholt Devas begegnet, die aus höheren spirituellen Dimensionen lebenspendende Energien empfangen, Energien von so hoher Frequenz, dass sie von Wesen in niedrigeren Dimensionen nicht wahrgenommen oder empfangen werden können. Die Devas absorbieren diese Energien und strahlen sie dann in einer Form wieder aus, die von den in ihrer Obhut stehenden Wesen assimiliert werden kann. Eine passende Metapher wäre hier eine Ölraffinerie, wo aus Rohöl Benzin gewonnen wird, mit dem dann Autos betankt werden können.
Die Funktion des Austauschs steht in direktem Zusammenhang mit der Aktivität der Weitergabe, die ich in Feldnotiz 3 eingehender beschrieben habe.
Diese Fähigkeit, Energien auszutauschen, ist eine Funktion der Identität und Organisation eines feinstofflichen Organismus. Sie bedeutet außerdem, dass er in der Lage ist, die Energie, die er mit seiner Umwelt austauscht, zu verarbeiten. Er verfügt also über einen Stoffwechsel, einen Prozess, der Homöostase ermöglicht, also die Aufrechterhaltung eines ausgewogenen, harmonischen persönlichen Energiefeldes.
Das ist für ein feinstoffliches Wesen genauso wichtig wie für einen physischen Organismus.
Wie bereits erwähnt, besitzen feinstoffliche Organismen Generativität. Damit ist gemeint, dass sie Energien vielfältiger Art generieren und ausstrahlen. Dabei kann es sich um eine Stoffwechselfunktion des Organismus handeln oder um ein natürliches Ergebnis seiner Identität, aber in vielen Fällen beruht es auf bewusster Absicht. Wie ich in Feldnotiz 4 schrieb, gibt es Wesen, vor allem solche aus den engelhaften oder devischen Entwicklungslinien, deren Funktion darin besteht, spirituelle und feinstoffliche Energien zu erzeugen, die Segen spenden, nähren, Kraft geben und erleuchten.
Ein sechstes Merkmal ist die Fähigkeit, Verbundenheit herzustellen und Beziehungen aufzubauen. Kein feinstoffliches Wesen existiert für sich allein. Es ist darauf angewiesen, an seiner Umwelt zu partizipieren, und sei es nur, um seine Bestimmung zu entfalten und zu erfüllen. Es muss Verbundenheit herstellen und Beziehungen eingehen.
Holopoiesis oder der Impuls, Ganzheit zu erschaffen, ist das siebte Merkmal, eines, das sich ganz natürlich aus der Herstellung von Verbundenheit und Beziehungen ergibt. Wie ich schon erwähnte, definiert Lee Irwin Empfindungsfähigkeit als den Impuls, in Beziehung zu treten, aber ich möchte hier noch einen Schritt weiter gehen. Innerhalb der Schöpfung gibt es einen Impuls, einen Wunsch, die Ganzheit zum Ausdruck zu bringen, die dem Heiligen innewohnt, dem schöpferischen Mysterium, das die Quelle von allem ist. Dieser Impuls manifestiert sich als die Empfindungsfähigkeit, die in allem Lebendigen gegenwärtig ist, wie einfach die jeweilige Lebensform auch sein mag. Beziehungen sind der Weg, aber die Ganzheit ist das Ziel. Ein Merkmal der Empfindungsfähigkeit, über die alle feinstofflichen Wesen verfügen – und überhaupt alle lebendigen Energien in all ihren Erscheinungsformen –, ist der Impuls, Beziehungen zu knüpfen und mit anderen Wesen zu interagieren und dadurch Ganzheit zu manifestieren.
Als Mystiker nenne ich diesen Impuls Liebe. Liebe sorgt für Verbundenheit. Sie bindet die Schöpfung zusammen und schafft Beziehungen, die immer wieder ermöglichen, diese Liebe zum Ausdruck zu bringen. Für mich geht es bei Empfindungsfähigkeit und Liebe darum, der Liebe Ausdruck zu verleihen, die das Herz aller Dinge ist. Und dieser Impuls ist allen feinstofflichen Wesen angeboren.
Das bedeutet allerdings nicht, dass alle feinstofflichen Wesen automatisch liebevoll und wohlwollend sind. Bei manchen wurde dieser Impuls verzerrt und verdunkelt, was zur Pathologie des Bösen führt. Doch selbst bösartige Wesenheiten versuchen, Ganzheit zu erschaffen. Nur tun sie das auf eingeschränkte, selbstsüchtige und letztlich zerstörerische Art, die Risse in der größeren Ganzheit der Schöpfung verursacht.
Auch bedeutet es nicht, dass von feinstofflichen Wesen Holopoiesis und Liebe in einer Form zum Ausdruck gebracht werden, die wir inkarnierte Menschen als Zuneigung verstehen und erleben können, also als jene Emotion, die wir für gewöhnlich Liebe nennen. Ich kenne feinstoffliche Wesen, die ohne Zweifel liebevoll sind, jedoch auf eine erschreckend unpersönliche Weise.
Das letzte wesentliche Merkmal feinstofflicher Geschöpfe bezeichne ich als Sichtbarwerden. Ich bin mit diesem Begriff nicht wirklich zufrieden, finde aber keinen passenderen. Bei einem physischen Organismus würde ich von »Veränderung« und »Wachstum« sprechen, also der Fähigkeit des Lebens, zu lernen, sich anzupassen und weiterzuentwickeln. Das Problem besteht hierbei darin, dass feinstoffliche Wesen Raum und Zeit nicht in der Weise bewohnen, wie wir es tun. Mit dem Konzept der Evolution oder Veränderung über längere Zeiträume lässt sich nicht wirklich beschreiben, was bei ihnen geschieht, denn für uns und unser Zeitempfinden scheinen solche Veränderungen oder Anpassungen bei den feinstofflichen Wesen plötzlich sichtbar zu werden. Andererseits besteht meiner Erfahrung nach die Natur jedes Wesens darin, sein eigenes Sein besser und besser zu entfalten und zum Ausdruck zu bringen und das heilige Potenzial zu erfüllen, das der Samen des Lebens in uns allen ist.
Diese acht Merkmale oder Funktionen sind bei allen feinstofflichen Wesen, die ich kenne, in der einen oder anderen Form vorhanden, ganz gleich ob es sich um ein sehr einfaches oder um ein hochentwickeltes Wesen handelt. Sie können sich auf unterschiedliche Art kombinieren. Die verschiedenen feinstofflichen Organismen bringen diese Funktionen nicht gleich stark und nicht auf die gleiche Weise zum Ausdruck. Aber alle acht sind bei ihnen stets vorhanden, selbst wenn es für uns schwierig ist, das zu erkennen oder zu verstehen.
Aufgrund unserer Erfahrungen in der physischen Welt hegen wir bestimmte Erwartungen, wie Leben, Form, Substanz, Intelligenz, Körper, Bewusstsein und so weiter beschaffen sind. Diese von uns entwickelten Kriterien sind in dem Maße vernünftig, wie sie uns helfen, unsere Umwelt zu kategorisieren und zu verstehen. Sie sind aber unzureichend, wenn wir hinaustreten in das größere Universum, wo das ganze übrige Spektrum des Lebens anzutreffen ist. Wir müssen für das, was uns in den feinstofflichen Dimensionen begegnet, neue Wege der Beurteilung und Beschreibung entwickeln, gerade auch weil die feinstoffliche Umwelt sich verändert, und zwar manchmal drastisch, wenn wir uns aus einer Frequenz oder Dimension des Bewusstseins und Lebens in eine andere bewegen.
Es hat sich für mich im Laufe der Jahre als sehr nützlich erwiesen, beim Umgang mit feinstofflichen Wesen diese acht Merkmale oder Funktionen zu beachten. Sie bilden ein gedankliches Hilfsmittel, um diese Wesen etwas besser zu verstehen, und ich hoffe, sie werden uns dabei helfen, die Natur der Techno-Elementale zu erforschen und zu verstehen.
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