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Bettina Büx

Die REGULUS-Botschaften

Band V

Copyright

Wichtiger Hinweis

Die Autorin dieses Buches gibt weder medizinische Ratschläge noch empfiehlt sie den Gebrauch irgendwelcher Techniken zur Behandlung physischer oder psychischer Probleme. Ihre Absicht ist lediglich, generelle Informationen zur Verfügung zu stellen, um Sie bei Ihrer Suche nach geistigem und emotionalem Wohlbefinden zu unterstützen. Jede Anwendung dieser Informationen geschieht auf eigene Verantwortung. In gar keinem Fall geht es darum, die genannten Stoffe und Substanzen zu sich zu nehmen, zumal einige hochgradig giftig und die meisten keine Nahrungsmittel sind. Vielmehr geht es lediglich um das Bewusstsein der Energie. Die Lektüre von Band V der Regulus-Botschaften macht die Betreuung durch einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten nicht überflüssig, wenn der Verdacht auf eine Gesundheitsstörung besteht. Die Informationen des Buches sind nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt. Sowohl die Autorin als auch der Verlag übernehmen dennoch keinerlei Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus der Anwendung der Angaben in diesem Buch entstehen.

Bei möglichen unterschiedlichen Schreibweisen wurde die von der Duden-Redaktion empfohlene Schreibvariante verwendet.

eBook

(1. Auflage Printversion April 2019)

Erstauflage: © EchnAton Verlag Diana Schulz e.K.

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf –

auch teilweise – nur mit Genehmigung des

Verlages wiedergegeben werden.

Gesamtherstellung: Diana Schulz

Coverfoto: dreamstime©Vitaliy Smolygin

Lektorat: Angelika Funk

ISBN (Printversion): 978-3-96442-008-4

ISBN (E-Book): 978-3-96442-009-1

www.echnaton-verlag.de

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1. Die Völker der Erde Die Sprachen dieser Welt

Deutsch – Die Sprache der Klarheit

Französisch – Die Sprache der Musik

Englisch – Die Sprache der Freiheit

Spanisch – Die Sprache der Schönheit

Russisch – Die Sprache der Ehre

Arabisch – Die Sprache der Treue

Niederländisch – Die Sprache der Toleranz

Die Seele der Hautfarben

Die Seele der ›weißen‹ Epidermis – Das Prinzip des Vertrauens

Die Seele der ›dunklen‹ Epidermis – Das Prinzip des Loslassens

Die Seele der ›gelben‹ Epidermis – Das Prinzip der Demut

Die Seele der ›roten‹ Epidermis – Das Prinzip der Einheit

2. Fauna und Flora Unsere Haustiere

Hund – Das Prinzip der Treue

Katze – Das Prinzip der Selbstgenügsamkeit

Pferd – Das Prinzip der Schönheit

Rind – Das Prinzip der Friedfertigkeit

Ziege – Das Prinzip der Lebensfreude

Schaf – Das Prinzip der Genügsamkeit

Schwein – Das Prinzip der Wissbegier

Esel – Das Prinzip der Dienstbarkeit

Die Gehölze

Ahorn – Der Baum des Wohlstands

Buche – Der Baum des Lebens

Eiche – Der Baum der Ewigkeit

Birke – Der Baum der Anmut

Die Textilfasern

Baumwolle – Der Stoff der Anpassung

Schurwolle – Der Stoff der Wärme

Leinen – Der Stoff der Stärke

Seide – Der Stoff der Schönheit

3. Die Gaben der Erde Die Werkstoffe der Natur

Holz – Der Werkstoff des Lebens

Stein – Der Werkstoff der Beständigkeit

Perlmutt – Der Werkstoff des Schutzes

Sand – Der Werkstoff der Leichtigkeit

Horn – Der Werkstoff des Stolze

Ton – Der Werkstoff der Hingabe

Kristall – Der Werkstoff der Klarheit

Stroh – Der Werkstoff der Behutsamkeit

Porzellan – Der Werkstoff der Reinheit

Salz – Der Werkstoff der Verbindung

Leder – Der Werkstoff der Harmonie

Gras – Der Werkstoff der Ruh

Getreide – Der Werkstoff der Eleganz

Die geistigen Attribute der Metalle

Gold – Das Metall der Liebe

Silber – Das Metall des Vertrauens

Messing – Das Metall der Schönheit

Kupfer – Das Metall der Hoffnung

Bronze – Das Metall des Glaubens

Platin – Das Metall der Handlung

Titan – Das Metall des Wandels

Zinn – Das Metall des Mutes

Quecksilber – Das Metall des Reichtums

Blei – Das Metall der Kommunikation

Zink – Das Metall des Geistes

Eisen – Das Metall der Materie

Aluminium – Das Metall der Dienstbarkeit

Palladium – Das Metall der Gnade

Die 4 Edelsteine der Weisen

Saphir – Der Stein des Glaubens

Smaragd – Der Stein der Hoffnung

Rubin – Der Stein der Liebe

Diamant – Der Stein der Vollendung

4. Die spirituelle Essenz der Farben

Gelb – Die Farbe des Glücks

Rot – Die Farbe der Liebe

Blau – Die Farbe der Freiheit

Grün – Die Farbe der Schöpfung

Orange – Die Farbe der Leidenschaft

Violett – Die Farbe der Heilung

Weiß – Die Farbe des Friedens

Schwarz – Die Farbe der Nacht

Braun – Die Farbe der Erde

Farblosigkeit – Die ›Farbe‹ des Lebens

5. Die Welt der Düfte Die 3 Düfte der Demokratie

Sandelholz – Der Duft der Freiheit

Ylang-Ylang – Der Duft der Gerechtigkeit

Vanille – Der Duft der Brüderlichkeit

Die 4 Düfte der Weisheit

Heu – Der Duft der Fülle

Weißer Flieder – Der Duft der Sinnlichkeit

Wildrose – Der Duft der Liebe

Weihrauch – Der Duft des Himmels

Nachwort

Über die Autorin

Quellenverzeichnis

Mit einem ganz großen Dankeschön widme ich dieses Buch meiner geschätzten Verlegerin Diana Schulz.

Sie war die Frau der ersten Stunde. Weil sie mit dem Herzen liest, hat sie als Erste die überwältigende Bedeutung und drängende Wichtigkeit der Botschaften erkannt und deren Verbreitung zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht.

Nur mit dem Herzen sieht man gut!

Liebe ist ...

... Gott und Gott ist Liebe. Liebe ist gänzlich offenbar und dennoch gänzlich Geheimnis.

Liebe ist der Stoff, aus dem alles gemacht ist, was jemals nach ihr fragen kann und dennoch das größtmögliche aller Mysterien. Sie genügt sich selbst vollkommen und ist dennoch in ewiger Ausdehnung begriffen.

Liebe ist nicht teilbar. Sie gibt sich ganz und gar hinweg und bleibt dennoch ganz und gar bei sich selbst.

Liebe ist wahrhaft wunderbar, denn sie ist selbst das Wunder. Sie ist die unendliche Faszination des Göttlichen vor sich selbst. Sie ist der Kniefall des Schöpfers vor seinem eigenen Spiegelbild. Sie ist die ewige und einzige Antwort Gottes auf seine Frage nach sich selbst. Sie ist die Wahrnehmung von Vollkommenheit.

Liebe ist die heilige Selbstwahrnehmung Gottes.

Regulus

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser, in seinen vierten Botschaften thematisierte Regulus die Macht des Wortes und der Tat und bezeichnete sie als Verbündete der Liebe. Da beide in ihrer Kraft gar nicht zu überschätzen sind, werden wir uns in Anlehnung daran erneut diesem unerschöpflichen Thema widmen und uns auf eine wundervolle ›Weltreise‹ durch die Vielfalt irdischer Sprachen begeben. Viel Spannendes wird es hier zu erkunden und zu entdecken geben. Wie wir es von Regulus gewohnt sind, gehen wir den Dingen auf den Grund und werfen einen Blick hinter die Fassade der äußeren Erscheinungen der Dinge. Da jede Sprache als solche uns viel zu sagen hat über die Menschen, die sie sprechen, werden wir germanische, romanische, slawische und semitische Sprachen unter die Lupe nehmen. Wir werden ›ganz genau hinhören‹.

Neben dem Wort ist die Tat die zweite Verbündete der Liebe. Wie die Macht des Wortes uns zu einem Ausflug in die Vielfalt irdischer Sprachenwelten führt, so lenkt die Macht der Tat uns direkt zu einem genaueren Blick auf die Menschen selbst und damit auf die herrliche Vielfalt menschlicher Volksgruppen und Hautfarben.

Von hier aus ist es nur ein kleiner, sehr vergnüglicher Schritt zu unseren liebsten und treuesten Gefährten, den Haustieren, die sich uns Menschen seit grauer Vorzeit angeschlossen haben und uns auf unserem Lebensweg begleiten. Unser gemeinsamer Streifzug durch die wundervolle Welt der herrlichen Gaben Gottes führt uns von der Fauna über die Flora und zahlreiche Stoffe und Elemente unterschiedlichster Art bis hin zu den vielfältigen Metallen und schließlich in die bunte Welt der Farben.

Als besonderes Highlight wenden wir uns abschließend der wunderbaren, betörenden Welt der Düfte zu und spüren den ›3 Düften der Demokratie‹ wie auch den ›4 Düften der Weisheit‹ nach.

Wir dürfen also gespannt sein und uns auf neue Sichtweisen und erstaunliche Einblicke freuen. Hier ist zweifellos für jeden etwas dabei, bleiben Sie neugierig!

Ihre Bettina Büx

Einleitung

»Wem Gott will rechte Gunst erweisen …«

Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, in unseren vier vorangehenden Botschaften haben wir uns ausführlich mit Dir, mit dem Wesen und Sein des Menschen, wie auch mit dem Wesen und der Natur Gottes beschäftigt. Unsere nunmehr fünften Schriften befassen sich im Gegensatz dazu in der Hauptsache mit Deiner Außenwelt. Wir werden die Dinge um Dich herum erforschen und untersuchen.

Im Grunde und in Wahrheit ist diese sogenannte Außenwelt natürlich keine, denn es gibt kein Außen, alles ist Teil von Alles-was-Ist und eingebettet in Gottes Wirklichkeit. Alles ist Teil der großen, endlosen Einheit des All-Einen, dessen gültiger und integraler Bestandteil Du ebenso bist wie all Deine Mitmenschen und Deine ganze lebendige Umwelt. Was auch immer wir erkunden, wir können letzten Endes doch immer nur uns selbst und unseren Schöpfer erforschen und zu verstehen versuchen. So gehen wir denn neue Wege, wenn wir uns der Schöpfung widmen, und doch auch wieder die alten, denn immer sind wir Gott und unserer eigenen Natur auf der Spur.

»Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt«, sang einst Joseph von Eichendorff. Meine Lieben, dem ist so, denn die Potenziale für Glückszugewinn und Selbsterkenntnis sind unter irdischen Bedingungen geradezu grandios. Trotz aller Herausforderungen, Probleme und Nöte ist dennoch kein Mensch auf Erden, der sich nicht freudig auf seine selbstgewählte Inkarnation eingelassen hätte: Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt Er¹ in die weite Welt. Wer jedoch Gott will rechte Gunst erweisen, der feiert sein Leben und genießt es in vollen Zügen. Wer Gott will rechte Gunst erweisen, der dankt Ihm für sein Geschenk des Lebens, indem er es freudig mit beiden Händen greift, es in seinen vollen Potenzialen nutzt und Gott dient, indem er sich seiner Gaben bedient.

Um diese Gaben, die Gott für Euch alle in Hülle und Fülle bereitgestellt hat, wird es in diesen unseren nun folgenden Betrachtungen gehen. Es geht um die Natur und die Umwelt, um die Erde, also um Euer natürliches Lebensumfeld und die Bedeutung der Dinge darin. Trotz aller irdischen Herausforderungen, für deren Brisanz wir volles Verständnis haben, will das Leben nicht erduldet, ertragen oder gar erlitten werden. Vielmehr will das Menschenleben gelebt, ja, mehr noch, es will gefeiert und zelebriert werden! Wie wir noch sehen werden und auch schon in unseren vorherigen Botschaften angeschnitten haben, gab Gott alles, was es dazu braucht. Wer könnte sich denn anmaßen, wissen zu können, was Du brauchst, wenn nicht Dein eigener Schöpfer?

Wir werden also gemeinsam sozusagen eine ›Weltreise‹ der besonderen Art antreten, eine spirituelle Reise mit Blick hinter die äußere Fassade der Dinge und ihre Offensichtlichkeiten. Je mehr Du das Leben und die Welt liebst, umso erfreulicher und spannender wird diese ›Reise‹ für Dich. Wenn Du begeisterungsfähig bist für die Dinge um Dich herum, haben sie Dir viel zu sagen und noch mehr zu geben. So gab und gibt Gott denn alle Dinge, sie zu Deinem Segen zu nutzen und Dich selbst und Deinen Schöpfer in ihnen wiederzuerkennen.

Das Prinzip der Schönheit wird sich, mehr als jedes andere, wie ein roter Faden durch diese Botschaften ziehen. Wie wir an früherer Stelle einmal sagten, ist Schönheit allgegenwärtig. Wo sie nicht wahrgenommen wird, ist der Blick für die Wirklichkeit getrübt. Für den Menschen, der die Welt und all ihre Erscheinungen mit den Augen der Liebe ansieht, hat sie nichts von ihrer gottgegebenen Schönheit eingebüßt. Alles ist eine Frage der Klarheit und des offenen Herzens. Die Natur und all ihre Phänomene sind das Synonym für Schönheit schlechthin. Dies wird niemand ernsthaft abstreiten wollen. Das Streben des Menschen nach Schönheit ist ein zutiefst im Herzen angelegtes Grundbedürfnis.

Alles, was der Mensch als schön empfindet, lässt sein Herz höher schlagen und verleiht seiner Lebensenergie einen frischen Schub. Schönheit als solche hat immer heilerische Kräfte und setzt Potenziale frei, denn sie erneuert, belebt und erquickt den Menschen auf allen Ebenen. Schönheit regt den Intellekt an, erfreut das Gemüt und erfrischt die Physis. Wenn Dein Blick auf etwas trifft, das Dir den Ausruf »Ist das schön!« entlockt, dann bist Du in der göttlichen Wahrnehmung der Dinge. So ist die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Schönheit immer auch ein Gradmesser für Weisheit. Je mehr Du Dir der Allgegenwart der Schönheit bewusst bist und sie ganz real und praktisch in Dein Leben einbeziehst, desto weiser bist Du. Wer Schönheit zu genießen weiß, kann enormen praktischen und lebensnahen Nutzen aus ihr ziehen.

Das ›Phänomen Schönheit‹ zu definieren, ist nicht ganz einfach. Nicht etwa, weil der Sinn für Schönheit individuell wie auch kollektiv sehr verschieden sein kann und jeder etwas anderes darunter versteht, das macht keinen Unterschied, weil es um das Empfinden von Schönheit als solches geht. Es ist vielmehr deshalb schwierig, weil Schönheit eine sehr komplexe Angelegenheit ist. Vielleicht lässt sie sich am besten mit den Begriffen ›Harmonie‹ und ›Einklang‹ beschreiben, am treffendsten aber umschreiben wir die Empfindung von Schönheit mit der Wahrnehmung von Vollkommenheit. Schönheit liegt nicht im Auge des Betrachters, sie ist gottgegebenes, unabhängiges und aus sich selbst heraus existentes Seinsattribut der gesamten Schöpfung. Das Auge des Betrachters jedoch ist blind oder sehend für die allem innewohnende natürliche Schönheit.

Es ist die Annahme der Gunst Gottes und damit aller Freuden, die Dir das Leben zu bieten hat, die Gott ehrt und Deine Beziehung zu Ihm auf ein solides, gesundes und höchst kreatives Fundament stellt. Wer das göttliche Geschenk des Lebens anzunehmen und auszukosten versteht, bricht schon durch die Art seiner Lebensführung als solche eine Lanze für Gott und ist seinen Mitmenschen leuchtendes Vorbild. Wer Gott will rechte Gunst erweisen, der akzeptiert und genießt die Gunst, die Gott ihm erweist.

—————————— ¹Entgegen der Rechtschreibreform wird auf die Großschreibung der direkten Anrede zurückgegriffen. Dies ist ebenso der Fall bei allen Anreden, die sich unmittelbar auf Gott beziehen.

1. Die Völker der Erde
Die Sprachen dieser Welt

Deutsch – Die Sprache der Klarheit

Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, an erster Stelle schenken wir unsere Aufmerksamkeit der deutschen Sprache, der Sprache der Klarheit.

Deutsch gehört zu den germanischen Sprachen. Es ist eine von mehreren ›gesprochenen‹ Sprachen, im Gegensatz zu den eher ›gesungenen‹, auf die wir an späterer Stelle zu sprechen kommen. Deutsch ist eine ausgesprochen präzise Sprache. Die Präzision ist ihr ureigenes und tiefstes Wesen und ihre augenfälligste Eigenart. Kaum eine andere Sprache ›übersetzt‹ geistig-emotionale Bewusstseinsinhalte so deutlich und originalgetreu wie Deutsch. Deutsch ordnet die Gedanken.

Klarheit ist die Mutter der Gerechtigkeit und geht ihr immer und ausnahmslos voraus. Aus diesem Grunde lieben Menschen des deutschen Sprachraumes die Führungsposition, die logische Konsequenz der Gerechtigkeit. Hier fühlen sie sich wohl und in ihrem Element. Ein tiefer Sinn für Individualität ist der deutschen Sprache eigen: schnörkellos, deutlich und klar.

Die deutsche Sprache zeichnet sich aus durch einen regelrecht überschwänglichen Reichtum an Wortschatz, der seinesgleichen sucht. Dies ermöglicht die bezeichnende Präzision und Klarheit des Ausdrucks. Da Deutsch zu den ›gesprochenen‹ Sprachen gehört, ist sein Klang eher fest und von einer leichten Härte gekennzeichnet. Der Sprachrhythmus ist bestimmt von einem, verglichen mit anderen Sprachen, mittleren Tempo.

Das Wort ›Deutsch‹ bedeutet so viel wie ›zum Volk gehörig‹ und bezeichnet die tiefe Verbundenheit jedes Volkes mit seiner ureigenen Sprache. Menschen, die diese Sprache lieben, haben oftmals nicht nur einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Individualität, sondern auch für Autorität, die sie sowohl für sich selbst in Anspruch nehmen als auch sich ihr unterzuordnen verstehen. Sie lieben Ordnung. Sie wissen gerne, woran sie sind, und lieben die Klarheit auch in ihrem Leben.

Warum sagen wir Euch das alles? Damit Ihr Euch selbst kennen- und verstehen lernt. Jeder Mensch ist seiner Muttersprache zutiefst verbunden und das ist kein Zufall. Auf sehr tiefer, subtiler Ebene ist die Muttersprache des Menschen ›geistige Heimat‹. Und so, wie der Mensch mit seiner ureigenen Färbung seine Sprache prägt, so prägt die Sprache den Menschen.

So ist den Menschen des deutschen Sprachraums eine gewisse Strenge sich selbst gegenüber eigen, die den Menschen des ›gesungenen‹ Sprachraumes abgeht. Wo diese Strenge sich in hohem Anspruch an sich selbst zeigt, da ist sie dem Menschen und seiner Entwicklung förderlich und hilfreich. Artet sie in Unnachgiebigkeit und Rücksichtslosigkeit sich selbst gegenüber aus, wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

Jede Sprache birgt ganz besondere und spezielle Chancen und Möglichkeiten für diejenigen, die sie sprechen und sich ihrer bedienen. Und ebenso birgt jede Sprache ihre ganz besonderen Herausforderungen, so z. B. da und dort, wo es darum geht, sich selbst und dem anderen mit Verständnis und Milde zu begegnen. Da Deutsch die Sprache der Klarheit ist, ist sie der Farbe Weiß zugeordnet. Das Wort der Worte ist ›Liebe‹.

»Das Leben ist zu kurz,

um Deutsch zu lernen.«

Oscar Wilde

Französisch – Die Sprache der Musik

Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, Französisch ist eine romanische Sprache und gilt als Weltsprache. Französisch gehört nicht nur zu den ›gesungenen‹ Sprachen, sondern ist die Sprache der Musik schlechthin.

Der Singsang des Französischen ist ein sehr viel weicherer als derjenige der deutschen Sprache. Die Übergänge von Wort zu Wort sind sehr viel sanfter, fließender und harmonischer. Wo beim deutschen Wort die Klarheit und somit auch die deutliche Abgrenzung zwischen den einzelnen Wörtern im Vordergrund stehen, da ist es im Französischen die Sprachmelodie. Französisch steht für leichtfüßigen Tanz und pure Lebensfreude. Hier steht die Leichtigkeit des Seins im Vordergrund. Dem Französischen zugeordnet ist die Farbe Blau, die Farbe des Himmels.

Menschen dieses Sprachraumes sehen die Dinge nicht so eng. Leben und leben lassen ist ihre Devise und hier gibt es allerhand zu lernen und zu verstehen. Die französische Sprache steht für warmherzige Offenheit, Liebenswürdigkeit und spielerischen Umgang mit dem Leben schlechthin. Der Sprachrhythmus ist schneller als bei der deutschen Sprache, da es hier weniger um Klarheit geht. Die Worte schleifen ineinander und verschmelzen miteinander zu einer wundervollen Sprachmelodie. Die Präzision, die der deutschen Sprache eigen ist, ist nicht die Stärke des Französischen. Wenn die französische Sprache auch heute noch als Weltsprache gilt, so deshalb, weil sie nichts von ihrer Faszination aus früheren Zeiten eingebüßt hat. Dieser Sprache haftet ein gewisses Flair des Geheimnisvollen an, das sich aus dem Mangel an Klarheit ergibt. Dies zeigt sich deutlich in der Schreibweise, die sehr von der Aussprache abweicht, was bei der deutschen Sprache ganz und gar nicht der Fall ist.

Jeder Sprache ist zu Recht ein besonderer Stolz eigen. Genau genommen hat jede Sprache Persönlichkeit basierend auf ihrer ganz spezifischen Färbung und aufgrund ihrer Charakteristika. Dies trifft auch auf die Menschen zu, die die jeweilige Sprache sprechen und sich ihr zutiefst verbunden fühlen. So ist das Identitätsgefühl des Menschen nicht von seiner Muttersprache zu trennen. Mensch und Sprache sind auf tiefster Ebene miteinander verwoben und verbunden. Einen Menschen seiner Muttersprache zu berauben, bedeutet nicht weniger, als ihn seiner Identität zu berauben, seiner tiefen Identifikation mit dem eigenen Sosein.

Will man Menschen verstehen, dann muss man – im wahrsten Sinne des Wortes – ihre Sprache sprechen. Das Erlernen einer Fremdsprache ist sehr viel mehr und tiefgreifender, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Es erfordert ein tiefes Sicheinfühlen in das Sosein des anderen Volkes und die jeweilige ›Gastsprache‹. Wer eine Fremdsprache lernt, der erweitert sich selbst um sehr viel mehr als um fremdartig klingende Worte und Schreibweisen. Die Erweiterung findet auf sehr viel tieferer Ebene statt. Die jedem Volk ureigene, individuelle Mentalität, die herrliche Vielfalt der volkstypischen kollektiven Eigenheiten, erschließt sich nur demjenigen, der die jeweilige Sprache beherrscht. Das französische Wort für Liebe ist ›amour‹.

»Der Geist einer Sprache

offenbart sich am deutlichsten

in ihren unübersetzbaren Worten.«

Marie von Ebner-Eschenbach

Englisch – Die Sprache der Freiheit

Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, kommen wir nun zu einer weiteren germanischen Sprache, zu Englisch. Obwohl der Klang dieser Sprache recht melodiös ist, gehört Englisch zu den ›gesprochenen‹ Sprachen. Englisch ist weich, rund und vollmundig. Der Sprachrhythmus ist in etwa dem der deutschen Sprache vergleichbar, also von mittlerem Tempo. Wie Deutsch und Französisch, so wird auch die englische Sprache mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. So wie Deutsch die Sprache der Klarheit und Französisch die Sprache der Musik ist, so ist Englisch die Sprache der Freiheit. Ähnlich wie die französische Sprache steht auch die englische für die Leichtigkeit des Seins. Mehr als jede andere steht sie jedoch für Freundschaft, Leichtlebigkeit und vor allem für Ebenbürtigkeit. Die englische Sprache steht für das Motto: »Große Dinge sind immer einfach.« Es ist die Sprache des Dabei-belassens und der Akzeptanz von Individualität und Andersartigkeit.

Menschen, die diese Sprache lieben, sind weltoffen, tolerant und oftmals reisefreudig. Das tiefe Verständnis von Ebenbürtigkeit, das sich in dieser Sprache offenbart, macht Englisch zur Sprache der Freiheit. Nur im Erkennen der Ebenbürtigkeit kann Freiheit gefunden und gelebt werden.

Englisch zeichnet sich aus durch einen reichhaltigen Wortschatz, ist aber eher bescheiden im grammatikalischen Bereich. Hier finden wir einen deutlichen Hinweis auf die Seele dieser Sprache, die da sagt, dass große Dinge immer einfach sind. Bezeichnend für das Englische ist auch, dass es in dieser Sprache keine Höflichkeitsform gibt. Hier zeigt sich die Ebenbürtigkeit aller Menschen in ihrer schönsten Form und in direkter Weise.

Englisch entwickelte sich zur Weltsprache und ist heute weiter verbreitet als jede andere Sprache. Nur Chinesisch wird von mehr Menschen auf der Welt gesprochen. Was könnte diese Welt mehr brauchen als Freiheit? Was könnte diese Welt dringender brauchen als Ebenbürtigkeit, die nur ein anderes Wort ist für Brüderlichkeit? Freiheit und Brüderlichkeit: An späterer Stelle werden wir erneut auf diese beiden Aspekte menschlicher Grundbedürfnisse eingehen, wenn wir uns mit den ›3 Düften der Demokratie‹ beschäftigen.

Es mag Dich wundern, dass wir im Zusammenhang mit Sprache von Seele sprechen. Die Sprache hat Seele, sie hat die Seele der Menschen, die sie sprechen und lieben. Sie hat die Seele der Menschen, die sie auf tiefster Ebene ›verstehen‹ als das, was sie ist. Verstanden sein kann aber immer nur, was geliebt ist. Du kannst unmöglich in das tiefe Verständnis einer Sprache hineinwachsen und eintauchen, die Du nicht liebst.

Sprache will erspürt und gefühlt sein. Und so ist es mit dem Erlernen einer Sprache nicht anders als mit allem und jedem. Nur in der Liebe allein und durch sie kann Verständnis gefunden werden. Du kannst unmöglich verstehen, was Du nicht liebst. Liebe öffnet nicht nur das Herz, Liebe öffnet Augen und Ohren ebenso und gleichermaßen. Liebe macht hellhörig, Liebe macht hellsichtig. Englisch ist der Farbe Rot zugeordnet. Das englische Wort für Liebe ist ›love‹.

»Wer fremde Sprachen nicht kennt,

weiß nichts von seiner eigenen.«

Johann Wolfgang von Goethe

Spanisch – Die Sprache der Schönheit

Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, kommen wir nun zu Spanisch, der Sprache der Schönheit. Spanisch ist eine romanische Sprache und gehört zu den ›gesungenen‹ Sprachen. Es gibt wohl kaum eine andere Sprache, deren Klang, ebenso wie das Schriftbild, von Schönheit gekennzeichnet ist. Spanisch ist schön und wo Schönheit ist, da sind Eleganz und Grazie nie weit entfernt.

Diese anmutigste aller Sprachen wird weltweit von sehr vielen Menschen gesprochen, geliebt und gepflegt. Spanisch gehört zu den Weltsprachen. Der Singsang dieser Sprache als solche ist reinste Poesie. Ihr zugeordnet ist die Farbe Rosa, die Farbe der Süße.

Bezeichnend für diese Sprache ist ein rundes, harmonisches Klangbild, gekennzeichnet von sehr vielen Selbstlauten. Dies verleiht der spanischen Sprache eine gewisse Leichtigkeit und Harmonie fürs Ohr. Spanisch vereint Weichheit und Präzision des Ausdrucks in vollkommener Weise und hier liegt das Geheimnis der Schönheit dieser Sprache. Der Sprachrhythmus bewegt sich im mittleren Bereich, wobei er jedoch schneller ist als der des Deutschen.

Spanisch wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben, wobei die typischen Eigenheiten den eleganten Charakter dieser Sprache noch unterstreichen. Menschen, die diese Sprache pflegen und lieben, haben einen ausgeprägten Sinn für Schönheit und Harmonie. Eleganz liegt ihnen sozusagen im Blut. Spanisch ist warmherzig und anschmiegsam, ohne aufdringlich zu sein. Die Seele dieser Sprache folgt dem Motto: »Ich liebe alles, was schön ist, und alles, was ich liebe, ist schön.«

Die spanische Sprache ist Ausdruck für Leichtlebigkeit im denkbar besten Sinne, Leichtlebigkeit, die nicht in Leichtsinn ausartet. Das Herz der Sprache ist die Süße des Lebens. An dieser Stelle sollte auch die ihr nah verwandte und ähnelnde italienische Sprache Erwähnung finden, der das gleiche Motto zugrunde liegt, nämlich »Dolce Vita«, zu Deutsch »süßes Leben«.

Wie wir deutlich sehen, gibt es viel voneinander zu lernen. Die herrliche Vielfalt der Sprachen dieser Welt ist Bereicherung für jeden, der sich mit Menschen und Kulturen beschäftigen will. So wie die Sprachen selbst, so ergänzen und vervollständigen sich die unterschiedlichsten Volksgruppen, Rassen und Kulturen gegenseitig. Die Gemeinschaft aller Erdenbürger, die wundervolle Weltengemeinschaft, sie ist ein herrliches Konglomerat unterschiedlichster Eindrücke und Einflüsse, die sich gegenseitig bereichern und befruchten. Und so wie ein jeder dem anderen Lehrer ist und sein kann, so ist doch auch ein jeder gleichermaßen des anderen Schüler.

Wo, wenn nicht in der Liebe, könnte dies erkannt werden? Was, wenn nicht Liebe, öffnet der Welt Augen und Ohren für die Schönheit und Brillanz des Andersartigen? Die gewaltigen Chancen zu persönlicher Entwicklung eröffnen sich dem, der sich ohne Vorbehalte in Liebe für das jeweils andere öffnet und frei macht von Furcht und Vorurteil. Das spanische Wort für Liebe ist ›amor‹.

»Zeichnen ist Sprache für die Augen,

Sprache ist Malerei für das Ohr.«

Joseph Joubert

Russisch – Die Sprache der Ehre

Meine lieber Freund, meine liebe Freundin, die Sprache der Ehre, das ist Russisch. Diese slawische Sprache ist bezeichnend für ein Volk, dessen Stolz unübersehbar ist. So wie Ehre und Stolz untrennbar miteinander verwoben sind, so sind es auch die Menschen, die diese Sprache ehren und lieben.

Russisch ist eine der meistverbreiteten Sprachen Europas und gehört zu den Weltsprachen. Große und bedeutende Werke der Weltliteratur sind in dieser Sprache geschrieben. Die russische Sprache hat einen ganz eigenen und spezifischen rauen Charme, der allen slawischen Sprachen eigen ist. Russisch strahlt starke Persönlichkeit und Präsenz aus.

Diese Sprache ist der Farbe Grün zugeordnet. Russisch wird mit dem kyrillischen Alphabet geschrieben und schmeichelt dem Auge ebenso wie dem Ohr.

Eine Sprache, jede Sprache, lebt vom Bewusstsein derer, die sie lieben und sich ihrer bedienen. Sprache lebt, passt sich neuen Gegebenheiten an und entwickelt sich stetig weiter. Wie das Bewusstsein selbst, so steht auch sein Ausdruck, die Sprache, niemals still. Sprache ist lebendig und spiegelt das Kollektivbewusstsein der jeweiligen Volksgruppe wider. Ja, mehr noch, sie ist ein getreulicher Spiegel des Gelebten und Erlebten eines Volkes. Um mit den wunderschönen Worten von Ralph Waldo Emerson zu sprechen: »Sprachen sind die Archive der Geschichte.« Und so trägt die Sprache eines Volkes all seine Triumphe in sich wie auch all seine Niederlagen. Alles Glück, alles Wahre, Schöne und Gute schlägt sich ebenso in ihr nieder wie alles Leid und jede nur denkbare erfahrene Not. Dies verleiht jeder Sprache die ihr ureigenen Färbung, ihren ganz persönlichen Charakter und ihre ausgeprägte Persönlichkeit. Es ist unmöglich, ein Volk kennenzulernen, ohne sich mit seiner Sprache zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.

Wenn Du ein Volk kennenlernen willst, dann musst Du es verstehen. Willst Du es verstehen, dann musst Du seine Geschichte kennen. Tiefes Verständnis ist aber nur da und dort möglich, wo – wie könnte es anders sein – mit dem Falkenblick der Liebe hinter die Fassade und den äußeren Schein der Dinge geschaut wird. Liebe ebnet dem tiefen Verständnis der Dinge allzeit den Weg und öffnet Einsichten und Einblicken Tür und Tor, die vor den Augen anderer im Verborgenen bleiben.

Die Leiden eines ganzen Volkes und seine damit verbundenen Irrtümer, Fehlschläge und Niederlagen sind in besonderer Weise prägend, gerade auch im Hinblick auf seine Sprache. Seine Errungenschaften, seine Erfolge, Höhepunkte und Triumphe schlagen sich ebenso im sprachlichen Ausdruck nieder. So finden auch die Poesie, die Literatur und die schönen Künste sowie alle Errungenschaften in Wissenschaft und Technik ihren ganz spezifischen Niederschlag in der jeweiligen Sprache. An dieser Stelle wollen wir es nicht versäumen zu erwähnen, dass ausnahmslos alle Errungenschaften und Erfolge eines Volkes auf Liebe zurückzuführen sind.

Was, wenn nicht Liebe, könnte ein Volk jemals vorwärtsstreben lassen? Was, wenn nicht Liebe, könnte die Triebfeder und der Urgrund jeglichen Erfolges sein, dessen der Mensch sich rühmen kann? So wie all seine Leiden und Kümmernisse auf Angst und somit auf Irrtum beruhen und von ihr gespeist werden, so kann jeder wahre Triumph ewig nur ein Triumph der Liebe sein. Dies stimmt kollektiv ebenso wie individuell. Das russische Wort für Liebe ist ›любовь‹ (lyubov').

»Die Sprache gehört zum

Charakter des Menschen.«

Sir Francis Bacon

Arabisch – Die Sprache der Treue

Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, die vorletzte Haltestelle auf unserer wundervollen Rundreise durch die Welt der Sprachen soll die Sprache Arabisch sein. Arabisch ist die Sprache der Treue. Ihr zugeordnet ist die Farbe Braun, die Farbe von Erdung und Bodenständigkeit.

Arabisch gehört zu den semitischen Sprachen und steht, wie gesagt, für die Treue schlechthin. Somit steht sie ebenso für Fleiß, Verlässlichkeit und Loyalität, die der Treue allzeit auf dem Fuße folgen. Menschen, die sich dieser Sprache bedienen und sie lieben stehen treu zu ihren Werten und leben sie. Sie scheuen keine Mühen, wenn es um das geht, woran sie zutiefst glauben.

Arabisch gehört zu den ›gesprochenen‹ Sprachen. Sein Klangbild ist in gewisser Weise exotisch und wunderbar geheimnisvoll. Das Schriftbild ist von einer Schönheit, die seinesgleichen sucht und erinnert mehr an ein wundervolles Gemälde, als an eine Schreibschrift. In ihm spiegelt sich die ganze Schönheit und Harmonie der Treue selbst. Arabisch ist die Sprache des Korans, dem sich die Menschen dieser Sprachenfamilie zutiefst verbunden fühlen. Die arabische Sprache gehört zu den Weltsprachen, über 200 Millionen Menschen pflegen Arabisch als ihre Muttersprache.

Sicherlich ist Dir längst klar, worum es uns in diesen fünften Botschaften an Euch geht: Es geht um die große, wundervolle Familie der Weltenbürger in ihrer Gesamtheit. Es geht um die Verständigung und die Brüderlichkeit zwischen den Völkern. Es geht uns darum, dass Du Dich als Mitglied einer großen Familie erkennst, fühlst und verstehst. Es geht uns, wie immer so auch hier, einzig um die Liebe. Was, wenn nicht Liebe, könnte jemals das Papier wert sein, auf dem es gedruckt steht? Was, wenn nicht Liebe, könnte die Lösung aller Probleme und Herausforderungen sein, mit denen sich Eure Welt konfrontiert sieht?

Wie wir an anderer Stelle bereits sagten, gibt es in Gott keine zu vernachlässigenden Minderheiten! Von dieser Regel gibt es keine Ausnahme. Gott hat nur Lieblingskinder und so werden die Probleme der Welt nur kollektiv und global gelöst, wenn es denn für alle Beteiligten eine Lösung sein soll. Die Probleme der Welt werden global gelöst oder aber gar nicht, denn nur, was für alle eine Lösung ist, ist Erlösung. Da Liebe weder Ausnahmen noch blinde Flecken kennt, kann es niemals anders sein. Von ihrem Wesen und ihrer ureigenen Natur her allmächtig, allwissend, allumfassend, ist nur Liebe in der Lage, Lösungen bereitzustellen. Du willst Lösungen für die Probleme dieser Welt, dann musst Du der Spur der Liebe folgen. Nur hier, in der Liebe, liegt alle Weisheit, die es jemals brauchen kann, den Sorgen und Nöten dieser Welt zu begegnen und ihnen die Stirn zu bieten.

Liebe sucht keine Lösungen, das braucht sie nicht: Liebe ist die Lösung! Liebe ist die ureigene Essenz des Göttlichen. Sie ist vollkommene Weisheit, die einzige, die es jetzt und ewig geben kann, und die einzige, die es jemals brauchen kann. Die Probleme dieser Welt, sie lösen sich im Angesicht der Liebe allesamt in Luft auf, als wären sie niemals gewesen, und verschwinden in das Nichts der Illusion, aus dem sie gekommen sind. Liebe kann nicht nur Berge versetzen, Liebe hat sie erschaffen.

Im Dunstkreis der Liebe sind Wunder möglich und hier geschehen sie mit göttlicher Selbstverständlichkeit. Wo Liebe herrscht, da kann es nichts geben, das unmöglich wäre. Das arabische Wort für Liebe ist › ﺣﺐ ‹ (hubb).

»Wie ist jede – aber auch jede – Sprache schön,

wenn in ihr nicht nur geschwätzt,

sondern gesagt wird.«

Christian Morgenstern

Niederländisch – Die Sprache der Toleranz

Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, so, wie wir unsere Forschungsreise durch die vielfältige Welt der Sprachen mit der Sprache der Klarheit begonnen haben, so beenden wir sie ganz bewusst mit der Sprache der Toleranz.

Niederländisch gehört zu den germanischen Sprachen. Das Sprachtempo ist von mittlerer Schnelligkeit. Dem Niederländischen zugeordnet ist die Farbe Türkis. Menschen, die diese Sprache pflegen und lieben, sind in ganz besonderer Weise weltoffen, lernbegierig und geprägt von einer tiefen Toleranz dem anderen gegenüber. Aus dem Niederländischen ging das in Südafrika und Namibia gesprochene Afrikaans hervor. Hier findet sich ein weiterer Fingerzeig auf die Seele dieser Sprache, die man dem Heraklit zugeschriebenen Grundsatz »panta rhei«, was so viel bedeutet wie »alles fließt«, charakterisieren kann. Menschen dieses Sprachraums sind offen für den immerwährenden Wandel und haben ein deutliches und feines Gespür für die dem Wandel innewohnende Beständigkeit. Es ist diese Offenheit für Veränderung und für alles Neue, die diese Volksgruppe so auffallend reisefreudig macht.

Toleranz ist der Schlüssel zur Völkerverständigung. Toleranz für die jeweilige Individualität und Andersartigkeit jedes Volkes. Toleranz führt deshalb unfehlbar zu Verständnis und schließlich zur Liebe, weil sie dem anderen vorbehaltlos, vorurteilsfrei und vor allen Dingen angstfrei gegenübertritt. Wer sich dem Neuen, dem Fremdartigen und Unverstandenen mit Furchtlosigkeit nähert, dem eröffnen sich im wahrsten Sinne des Wortes neue Welten. Hier sind der Erkenntnis der Liebenswürdigkeit jeder Kultur und jedes Volkes Tür und Tor geöffnet.

Toleranz ist immer nur da und dort vonnöten, wo es um Unbekanntes und Unverstandenes geht. Wo sich Toleranz schließlich in Liebe auflöst und erlöst, da hat sie wahrlich ihren heiligen Zweck erfüllt. Wo Liebe ist, da ist jede Furcht hinweggefegt, denn nunmehr ist das Neue nicht mehr beängstigend und das Fremde nicht mehr fremd. Ohne echtes, tiefes Verständnis kann Liebe niemals sein und so ist das, was geliebt wird, immer und ausnahmslos vollkommen verstanden und erkannt. Liebe ist Verständnis, Liebe ist Erkenntnis, denn nur, was Du mit Liebe anschaust, das kannst Du wirklich sehen und wahrnehmen. Wer aber ohne Liebe anschaut, dem zeigen sich lediglich Verzerrungen der Wirklichkeit. Zerrbilder ohne jeglichen Wirklichkeitsgehalt sind immer furchterregend, da immer dort die Angst regiert, wo es an Liebe mangelt.

Wenn Du also ohne Liebe auf Deine Welt blickst, dann wisse, dass Du Dich irrst, und sieh erneut hin. Das niederländische Wort für Liebe ist ›liefde‹.

»Einen Menschen erkennt

man an der Sprache.«

Jüdisches Sprichwort

Die Seele der Hautfarben

Die Seele der ›weißen‹ Epidermis – Das Prinzip des Vertrauens

Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, wenden wir uns also nun der zauberhaften Vielfalt menschlicher Völkerfamilien und Hautfarben zu und betrachten wir genauer, was es damit auf sich hat.

Wenn es bei unserem Kapitel über die Sprachen darum ging, genau ›hinzuhören‹, so geht es hier darum, die Augen zu öffnen und genau ›hinzusehen‹. Wenn wir also nun über die unterschiedlichen Familien und Hautfarben des Menschengeschlechts im Allgemeinen reden, dann dürfte uns allen klar sein, dass wir hier nicht unbedingt über spezifische Persönlichkeitsmerkmale des einzelnen Individuums reden. Das haben wir in unseren vorherigen Botschaften ausführlich getan, an dieser Stelle soll es uns um allgemeine Wesensmerkmale, also um Archetypen, gehen.

Ebenso sollte es sich von selbst verstehen, dass die Reihenfolge unserer Betrachtungen keinerlei Hierarchie darstellt und dass alle Hautfarben vollkommen gleichwertig nebeneinanderstehen. Es liegt nun einmal in der Natur der Sache und ist dem Wesen der Dualität geschuldet, dass wir sie nur in chronologischer Weise betrachten und behandeln können.

Da der Mensch auf dieser Wahrnehmungsebene dem Konzept von Raum und Zeit unterworfen ist, ist eine chronologische Abfolge unumgänglich und zwingend notwendig, wenn wir verstanden werden wollen.

Die menschliche Hautfarbe ist abhängig von ihrer Pigmentierung. Mehr ist es nicht, mehr wird es niemals sein. Wenn wir diesem Thema Aufmerksamkeit widmen, dann nur deshalb, weil die Menschheit und die Welt so viel Aufhebens darum machen. Unser Interesse daran liegt einzig in dem Euren begründet.

Die wunderbare Vielfalt menschlicher Rassen und Hautfarben ist göttliches Spiel in einer seiner schönsten Ausprägungen. Die Welt ist bunt – Gott sei Dank! Und so, wie die Farben selbst wunderbares göttliches Geschenk an Seine Schöpfung sind, so sind es auch die menschlichen Hautfarben und all ihre möglichen wunderschönen Mischformen.

Kommen wir nun also in unseren Betrachtungen als Erstes zum Menschen mit sogenannter weißer Epidermis. Der Mensch weißer Hautfarbe ›geht‹ durch sein Leben. Anders als der Mensch dunkler Hautfarbe, der durch sein Leben ›tanzt‹, aber dazu später mehr.

Der weiße Mensch geht durch das Leben. Dies liegt in seinem Temperament, in seinem ureigenen Naturell begründet. Diese Herangehensweise an das Leben selbst ließe sich am besten umschreiben mit dem Wort Vertrauen. Nur der Mensch, der vertraut, kann in Ruhe und tiefer Gelassenheit durch das Leben schreiten. Urvertrauen in die sichere Einbettung in die ewige Allgegenwart seines Schöpfers und dessen bedingungsloser Liebe sind unabdingbar für ein Leben in Harmonie und Frieden. Die sichere Einbettung in der Liebe Gottes ist ewiger Garant für tiefen Frieden, sowohl mit sich selbst, als auch mit seiner gesamten Außenwelt. Der kluge Mensch lernt von sich selbst für und über sich selbst. Der Weise lernt von anderen und deren Andersartigkeit. Und so kommen wir denn nun in unserer Erforschung des Menschengeschlechts zum Menschen ›dunkler‹ Epidermis.

»Was den Menschen gemeinsam ist,

sei das Wesentliche,

was sie voneinander unterscheidet,

sei geringfügig.«

Antoine Comte de Rivarol

Die Seele der ›dunklen‹ Epidermis – Das Prinzip des Loslassens

Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, so wie der weiße Mensch durch sein Leben geht und schreitet, so durchtanzt es der dunkelhäutige Mensch. Er tanzt durch das Leben. Uns dürfte an dieser Stelle unverzüglich klar sein, dass es hier viel für uns zu lernen gibt. So kann jeder von jedem lernen und dadurch in seiner persönlichen Entwicklung voranschreiten. Wo beim weißen Menschen das Vertrauen im Vordergrund steht, da ist es beim dunkelhäutigen das Loslassen. Ausgelassene Lebensfreude und ungestümes Temperament sind nur da und dort möglich, wo der Mensch in blindem Urvertrauen auf Gottes bedingungslose Liebe bauen kann. Hier begegnen wir also erneut dem Urvertrauen und wir werden ihm auch weiterhin begegnen.

Das Urvertrauen wird allzeit unsere Wege kreuzen, denn ein Leben in Glück und Erfüllung ohne Vertrauen in die göttliche Liebesnatur ist allzeit unmöglich. Nur im blinden Vertrauen auf die allgegenwärtige Liebe Deines Schöpfers kannst Du Deinen Platz in der Welt einnehmen, ausfüllen und mit Leben erfüllen. In Gottes Reich sind viele Wohnungen und Gottes Reich ist überall! Keinen Platz kann es jemals geben, an dem Er nicht ist, Gottes Sein ist jenseits von Raum und Zeit.

Dein Platz in dieser Welt, er steht Dir zu, da kein Geringerer als Gott selbst, Dein himmlischer Vater, ihn Dir geschenkt und zugewiesen hat. Seine Liebe ist Dir ewige Gewähr und unverbrüchliche Garantie dafür, dass es diesen Platz für Dich jetzt und ewig gibt und geben wird. Wo auch immer Du hingehen magst, wo auch immer Du bist oder sein willst, Dein Platz ist schon für Dich bereitet. So hat es Gott seiner ganzen Schöpfung versprochen und Gott nimmt ein einmal gegebenes Wort niemals zurück. Was die Liebe selbst verspricht, hat ewige Gültigkeit.

Wer es wagt, in tiefem Gottvertrauen loszulassen, für den wird das Leben selbst zu einem nie endenden Tanz überschwänglicher Lebensfreude. Hier sind Ausgelassenheit und Temperament Tür und Tor geöffnet. Wir sehen uns also hier dem Prinzip des Loslassens in der Liebe Gottes gegenüber. Darf es uns da noch wundern, dass dunkelhäutige Menschen ganz allgemein als hervorragende und leidenschaftliche Tänzer gelten? Hier geht es darum, freudvoll und spielerisch mit seinem Leben zu experimentieren. Wer sich in Gottes Liebe sicher und geborgen fühlt, der weiß, dass er niemals tiefer fallen kann als nur in die sanften Arme seines himmlischen Vaters.

»Des Menschen Heimat ist Gott,

und dem Geheimnis von Gottes Liebe

verdankt er seine Entstehung.

Der Mensch ist ein Bild Gottes

und ein Partner aller Kreaturen der Welt.

So war es Gottes Plan von Anfang an.«

Hildegard von Bingen

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160 стр.
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9783964420091
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