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Im malerischen Dörfchen Wiechs (Tour 23)
Bernhard Irlinger
OBERBAYERN
erfahreu
30 abwechslungsreiche Radtouren zu sehenswerten Städten,
kulturellen Highlights und landschaftlichen Höhepunkten
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Einführung
VON MÜNCHEN NACH NORDEN
1Im unteren Altmühltal
42 km
Wehrhafte Kirchen am malerischen Fluss
2Rund um Neuburg
38 km
Residenzstadt über der Donau
3Im Norden von Pfaffenhofen
42 km
Durch das Hallertauer Hopfenland
4Von Freising nach Moosburg
44 km
In den Tälern von Isar und Amper
5Rund um Markt Indersdorf
29 km
Klosterkirchen im Dachauer Hinterland
6Zwischen Dachau und Oberschleißheim
43 km
Zum beeindruckenden Wittelsbacherschloss
7Ampertal und Region Fürstenfeldbruck
35 km
Zu den Kirchen im Brucker Land
ZWISCHEN LECH UND ISARTAL
8Im Süden von Landsberg
38 km
Das Lechtal und die Hügel des Lechrains
9Am Westufer des Ammersees
35 km
Der Himmel über Dießen
10Von Raisting ins Ammertal
37 km
Naturparadiese an Ammer und Rott
11Von Schongau nach Steingaden
44 km
Rechts und links vom Lech
12Von Oberammergau nach Linderhof
32 km
Kloster, Schloss und Lüftlmalerei
13Bergseen bei Mittenwald
36 km
Zwischen Wettersteingebirge und Karwendel
14Durchs Murnauer Moos
44 km
Moore zwischen den Bergen
15Rundtour bei Benediktbeuern
30 km
Genießertour im Blauen Land
16Im Fünfseenland bei Herrsching
34 km
Der »Heilige Berg« im Land der Seen
17Am Ostufer des Starnberger Sees
38 km
Bergblick und Badeglück
18Von Gauting ins Würmtal
29 km
Keltenschanze und Römervilla
ZWISCHEN ISAR UND INN
19Von Wolfratshausen nach Norden
44 km
Wo die Isar wild sein darf
20Panoramarunde bei Bad Tölz
31 km
Bergblick, Badesee und Klostereinkehr
21Im oberen Mangfalltal
40 km
Wo das Münchner Wasser herkommt
22Rund um das Tal der Glonn
37 km
Biergärten, Wallfahrtskirchen und ein Schloss
23Zwischen Bad Aibling und Rosenheim
52 km
Flaches Land an Inn und Mangfall
24Das Inntal bei Wasserburg
39 km
Innschönheit und kunstsinnige Klosterkirchen
IM CHIEMGAU
25Zwischen Bad Endorf und Eggstätt
35 km
Seenparadies im Chiemgau
26Von Altenmarkt zum Chiemsee
32 km
Natur und Kultur rund um das Alztal
27Von Siegsdorf in die Chiemgauer Berge
33 km
In den Tälern von Roter und Weißer Traun
28Im Hügelland bei Laufen
42 km
Stille Moore und ein warmer Badesee
29Von Tittmoning zum Tachinger See
35 km
Stadtplatz, Burg und Bauernland
30Rund um Altötting
44 km
In den Tälern von Alz und Inn
Bruckmanns Tourenfinder
Nachwort
Register
Impressum

Die prächtige Hofkirche in Neuburg an der Donau (Tour 2)

Die barocke Pfarrkirche überragt den Marienplatz in Weilheim (Tour 10).

Über den Starnberger See geht der Blick nach Starnberg (Tour 17).

Die Burg von Tittmoning beherbergt interessante Ausstellungen (Tour 29).
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwer |
| Dauer |
| Streckenlänge |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Wandertour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/ End punkt derTour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmoglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademoglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Einführung
Oberbayern erfahren
Radfahren in Oberbayern, das ist immer eine grandiose Mischung aus herrlichen Weitblicken und beschaulichen Nahblicken, aus stiller Natur, sprudelnder Lebensfreude und Jahrtausende zurückreichender Geschichte. Und Oberbayern ist natürlich vielfältiger, als so mancher denkt. Denn auch der Norden der Region an der Donau und ihren Zuflüssen begeistert mit abwechslungsreichen Touren, die ganz neue Eindrücke vermitteln. Am Weg liegen Burgen und Schlösser, Klöster und Museen. Und malerische Altstädte beleuchten das Leben in vergangenen Zeiten. Oftmals hat man die Qual der Wahl zwischen zahlreichen gemütlichen Gasthöfen und schattigen Biergärten.
Selbstverständlich kommt auch der Naturliebhaber in Oberbayern auf seine Kosten. Viele Wege folgen dem Lauf beschaulicher Flüsse oder führen uns durch geheimnisvolle Moorlandschaften. Stille Seen, auf denen sich der Himmel spiegelt, erfreuen das Auge. Am Himmel kreisen Greifvögel, im Sumpfland machen sich Störche und Reiher die Füße nass und auf extensiv genutzten Grasflächen finden die selten gewordenen Wiesenbrüter wieder eine neue Heimat. All diese offensichtlichen und verborgenen Schönheiten Oberbayerns lassen sich mit dem Rad hervorragend erkunden. Und dies natürlich am besten mit ganz viel Zeit und ohne jeglichen Stress.

Am Ostufer des Starnberger Sees lässt sich herrlich baden und einkehren (Tour 17).
Die Tourenauswahl
Zwischen dem Lech im Westen und der Salzach im Osten, zwischen den Alpen im Süden und dem Altmühltal im Norden führen die ausgewählten Touren durch die abwechslungsreichen Landschaften Oberbayerns. Die Runden sind in die drei unterschiedlichen Kategorien Sehenswürdigkeiten, Stadtspaziergang und Naturparadies eingeteilt, um einen schnellen Überblick über die Hauptattraktionen zu gewähren. Aber natürlich bieten alle beschriebenen Routen zahlreiche landschaftliche Highlights und kulturelle Sehenswürdigkeiten.
Die Touren sind von der Länge und den Anforderungen her so konzipiert, dass sie keine allzu großen Anforderungen an den Genussradler stellen. Will man aber alle Facetten des meist recht hügeligen Oberbayern erkunden, lassen sich kürzere Anstiege auf den meisten Touren nicht vermeiden. Wem doch einmal ein Berg zu steil ist, dem sollte kein Zacken aus der Bikerkrone brechen, wenn er das Rad über ein kurzes Steilstück schiebt. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass die Touren möglichst auf verkehrsarmen oder verkehrsfreien Wegen verlaufen. Die Radwegbeschilderung wird von Jahr zu Jahr besser. Trotzdem fehlt so manches Mal an entscheidender Stelle ein Wegweiser oder ein »netter« Zeitgenosse hat das Schild in die falsche Richtung gedreht. Deshalb wurde besonderer Wert auf eine möglichst exakte Wegbeschreibung gelegt. Die Längen der Touren und die Höhenangaben wurden allesamt mit einem GPS-Gerät ermittelt. Die Fahrzeiten können natürlich von Biker zu Biker stark variieren. Im Buch wurde mit einer gemütlichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 12 km/h kalkuliert. Sind vermehrt Anstiege zu überwinden, wurden diese extra berücksichtigt. Trotz der relativ geringen Fahrzeiten kann man mit den beschriebenen Touren einen ganzen Tag problemlos ausfüllen. An den Wegen liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Städte, die ausgiebig erkundet werden wollen. Die bezaubernden Naturlandschaften locken zu so mancher Rast und die Seen und Flüsse zu einer Bade-pause. Und nicht zuletzt sorgen zahlreiche urige Gasthöfe und schattige Biergärten dafür, dass der Körper seine wohlverdienten Pausen bekommt.

Unterhalb von Gaißach geht es durch stille Moorlandschaften (Tour 20).
Anfahrt
Alle Touren beginnen an einem Bahnhof, wodurch man die Anfahrt grundsätzlich umweltfreundlich gestalten kann. Und bei allen beschriebenen Wegen handelt es sich um Rundtouren, die wieder zum Ausgangspunkt zurückführen. Da oftmals an den Bahnhöfen nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, parkt man bei Anreise mit eigenem Fahrzeug oftmals besser entlang der Strecke. So kann man je nach persönlichem Bedarf zum Beispiel an einem Badesee oder an einem Biergarten in die Tour einsteigen und am Ende die Tour mit einem erfrischenden Bad oder einer gemütlichen Einkehr ausklingen lassen. Bei den Toureninfos findet man Tipps für günstige Parkmöglichkeiten.
Durch die Tourenregion verlaufen vier Autobahnen, die sternförmig in München zusammenlaufen. Der östliche Abschnitt der A 8 erschließt die Tourenregion im Südosten Oberbayerns, die A 95 den Süden, die A 96 und der westliche Teil der A 8 den Westen und die A 9 den Norden.

Das farbenfrohe Obere Tor in Neuburg an der Donau (Tour 2)

Blumenwiesen bei Bad Tölz (Tour 20)
Kartenempfehlung
Mit den Wegbeschreibungen und den Karten im Buch sollten die vorgestellten Touren problemlos zu befahren sein. Wer die Wege individuell verändern möchte, für den sind die entsprechenden ADFC-Regionalkarten im Maßstab 1:75 000 bei den jeweiligen Touren als Kartenempfehlung angegeben. Noch genauer sind die Umgebungskarten des Bayerischen Landesvermessungsamts im Maßstab 1:50 000. Hier benötigt man für das Tourengebiet jedoch zahlreiche Kartenblätter. Wer sich im Internet informieren möchte, der findet topografische Karten, Übersichtskarten mit Radwegen und Luftbilder unter geoportal.bayern.de » BayernAtlas.
Fahrrad und Ausrüstung
Moderne E-Bikes und Trekking- oder Mountainbikes sind für die beschriebenen Touren die ideale Wahl. Sie sind stabil genug für kurze Abschnitte auf holprigen Wirtschaftswegen und bieten einen bergtauglichen Übersetzungsbereich, mit dem auch ein etwas steilerer Anstieg bezwungen werden kann. Und dank guter Bremsen kann man auch steile Abfahrten angstfrei genießen. So manchem Ärger kann vorgebeugt werden, wenn man vor der Tour Reifendruck, Bremsen und Antriebseinheit inklusive Schaltung und Kette überprüft. Werkzeuge für kleinere Reparaturen gehören ebenso ins Gepäck wie ein stabiles Fahrradschloss, um eine Bade- oder Biergartenpause oder eine Besichtigung genießen zu können. Und wer mit einem E-Bike unterwegs ist, sollte vor der Tour das Aufladen des Akkus nicht vergessen. Alle Touren sind problemlos mit einem Ladevorgang zu bewältigen.

Am Kloster Reutberg kann man aussichtsreich rasten (Tour 20).
Von München nach Norden

Das mächtige Renaissanceschloss in Neuburg an der Donau (Tour 2).

Schloss Schleißheim, ein barockes Fest der Sinne (Tour 6).

Mittelalterliche Hausfassaden in der Altstadt von Beilngries (Tour 1).

Auf dem weiten Hauptplatz von Pfaffenhofen (Tour 3).
1 Im unteren Altmühltal
Wehrhafte Kirchen am malerischen Fluss
Diese gemütliche Tour führt uns im nördlichsten Zipfel von Oberbayern durch das tief eingeschnittene Tal der Altmühl. Am Weg liegen einige bemerkenswerte Gotteshäuser, das malerische, von einer alten Mauer umgebene Beilngries und ein informativer Archäologiepark.

Highlight: Sehenswürdigkeit
Ausgangs- und Endpunkt
Bahnhof von Kinding
GPS
48.9925 N, 11.3768 O
Anfahrt
Bahn: Der Bahnhof von Kinding liegt außerhalb des Orts an der Bahnlinie München–Nürnberg.
Auto: Der Bahnhof Kinding ist von der A9 über die Anschlussstelle Altmühltal schnell zu erreichen.
Parkmöglichkeit: Am Bahnhof Kinding sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden.
Tourencharakter
Diese Tour verläuft bis auf wenige kurze harmlose Anstiege nahezu steigungsfrei entlang der Altmühl und dem Main-Donau-Kanal. Auf längeren Abschnitten sind die gut zu befahrenden Wege nicht befestigt. Mit etwas Verkehr ist nur im Ortsbereich von Kinding und Beilngries zu rechnen, die restliche Strecke führt über verkehrsfreie Radund Wirtschaftswege oder verkehrsarme Nebenstraßen.
Radkarte
ADFC-Regionalkarte 1:75000, Blatt Altmühltal
Bademöglichkeiten
Am Pfraundorfer See
Information
Touristinformation Kinding, Tel. 08467/84010, www.kinding.de Touristinformation Beilngries, Tel. 08461/8435, www.beilngries.de

Zu den Kirchen von Kinding und KottingwörthVom Bahnhof in Kinding folgen wir der Zufahrtsstraße zu einer Vorfahrtsstraße. An ihr entlang radeln wir nach rechts unter der A 9 hindurch bis zu einem Kreisverkehr am Ortsrand von Kinding. Hier in die mit Radwegweisern ausgeschilderte dritte Ausfahrt und nach der Schwarzachbrücke rechts auf den schmalen Mühlanger, der uns zu einer Vorfahrtsstraße bringt. Links hinauf führt ein kurzer Abstecher zur imposanten Kirchenburg. Wir fahren aber geradeaus über den Marktplatz und folgen dann der nach rechts knickenden Vorfahrtsstraße zur Landstraße, die wir überqueren. Jenseits fahren wir auf dem Kiesweg nach links. Wir radeln auf einer Teerspur links zur Landstraße und dann rechts über die Altmühl. 100 Meter nach der Brücke biegen wir gegenüber der alten Altmühlbrücke links in ein Teersträßchen ein. Es geht in einen Feldweg mit zwei Betonspuren über, dem wir über die Felder nach Unteremmendorf folgen. Wir radeln auf einer Teerstraße links ins Dorf und dann rechts aufwärts bis kurz vor die Kirche. Wir biegen links ab und fahren auf einem Feldweg immer geradeaus zu einer Querstraße an der Kratzmühle. Kurz links abwärts und dann rechts auf einen Kiesweg, der uns ins Dörfchen Kirchanhausen bringt. Hier fahren wir rechts auf eine Straße durch das Dorf und zur B299. Der Richtung Kottingwörth ausgeschilderte Radweg führt uns in einem weiten Linksbogen unter der Bundesstraße hindurch zur gegenüberliegenden Nebenstraße. Auf ihr radeln wir geradewegs zu einer Vorfahrtsstraße in Kottingwörth und auf ihr links über die Altmühl zu einer Kreuzung. Links führt ein kurzer Abstecher zur doppeltürmigen Kirche von Kottingwörth.

Wehrhaft zeigt sich die Kirchenburg von Kinding.

Die Pfarrkirche von Kottingswörth begeistert mit mittelalterlichen Fresken.
Oberbayern-Erfahrung: Frühgeschichte und Wehrkirchen
Diese Tour führt uns durch die Urdonautäler, die einstmals von der Donau durchflossen wurden. Heute, nachdem die Donau weiter südlich ein neues Tal gefunden hat, nutzen Altmühl und Main-Donau-Kanal die tief eingeschnittenen Talfurchen. Schon im 19. Jahrhundert ließ der bayerische König Ludwig I. hier einen ersten Kanal erbauen. An einer der alten Schleusen dieses Ludwig-Donau-Main-Kanals liegt heute der Archäologiepark Alcmona mit seinem rekonstruierten vorgeschichtlichen Dorf, das von der Jahrtausende zurückreichenden Menschheitsgeschichte im Altmühltal erzählt.
Nicht ganz so alt, aber mindestens so eindrucksvoll sind zwei an der Tour gelegene Kirchen. Wohl im 14. Jahrhundert entstand die Wehranlage, die die Kirchenburg von Kinding umgibt. Hinter ihren turmbewehrten Mauern konnten sich in Krisenzeiten die Einwohner in Sicherheit bringen. Nicht weniger interessant ist die Wehrkirche in Kottingwörth. Im Untergeschoss des Westturms blieb der mittelalterliche Chor einer Vorgängerkirche erhalten, die mit lebhaften, um 1310 entstandenen Fresken ausgemalt ist. Besonders beeindruckend sind die Szenen, in denen die Leiden christlicher Märtyrer dargestellt sind.

Im Archäologiepark Alcmona fühlt man sich weit in die Vergangenheit zurückversetzt.
Der Main-Donau-Kanal und Beilngries Zurück an der Kreuzung folgen wir den Radwegweisern links in die Dietfurter Straße und nach 100 Metern rechts in den Sandweg. Am Ortsrand von Töging überqueren wir die Landstraße und folgen der Johann-Hummel-Straße. Am höchsten Punkt wechseln wir links auf einen schmalen Teerweg, der auf einer alten Bahntrasse verläuft. Jetzt immer geradeaus, bis wir kurz vor dem Main-Donau-Kanal wieder auf die Landstraße treffen. Wir biegen links in die zum Archäologiepark Alcmona ausgeschilderte Kiesstraße, die uns zum nahen Freilichtmuseum führt.
Nach dem Archäologiepark radeln wir geradewegs links an der Schleuse Dietfurt vorbei zum Main-Donau-Kanal. Ein Wirtschaftsweg führt uns am Kanal entlang. Nach sieben Kilometern erreichen wir die Bootsanlegestelle von Beilngries. Hier den Radwegweisern in die Altstadt folgend fahren wir scharf links über den Parkplatz und dann auf schmalem Weg über das Flüsschen Sulz. Nach kurzer Fahrt geht es auf einer Straße wenige Meter nach links und danach erneut links auf einen Kiesweg, der uns an der Sulz entlang bis vor die Stadtmauer von Beilngries bringt. Um die malerische Altstadt ein wenig zu erkunden, radeln wir rechts zum nahen Bürgerturm, dann vor der Stadtmauer nach links und nach kurzer Fahrt rechts durch die Stadtmauer. Wir halten uns links und folgen dem grob gepflasterten Inneren Graben an mehreren malerischen Türmen vorbei, bis er an der Hauptstraße endet. Sie führt uns rechts an zahlreichen Gasthöfen, am historischen Rathaus und an der Stadtpfarrkirche St. Walburga vorbei durch das Zentrum von Beilngries.
Guten Appetit
An unserer Strecke durch das Altmühltal locken im Abstand von wenigen Kilometern immer wieder nette Einkehrmöglichkeiten. Eine größere Auswahl hat man natürlich in Beilngries. An der Hauptstraße liegen hier zahlreiche altehrwürdige Einkehrmöglichkeiten wie der Gasthof Stern, der Millip oder der Gasthof Fuchsbräu, die allesamt mit guter bayerischer Küche überzeugen. Wer es etwas internationaler mag, dem sei die Pizzeria alla Piazza oder das griechische Restaurant Meteora empfohlen. Will man den Tag in Kinding ausklingen lassen, kann man sich am Marktplatz sowohl im Gasthof Krebs als auch im Gasthof Krone schmackhafte bayerische Gerichte schmecken lassen.
Zurück nach Kinding Kurz bevor wir am Rand der Altstadt die Frauenkirche erreichen, biegen wir links in den Stadtgraben ein. Ab hier können wir der guten Beschilderung des Altmühl-Radwegs vertrauen. Nach kurzer Fahrt geht es auf der Vorfahrtsstraße nach links, nach 50 Metern rechts an der Volkshochschule vorbei und über einen Parkplatz geradewegs in die Max-Prinstner-Straße. Nach 300 Metern biegen wir links in die Amselstraße, an der nächsten Kreuzung rechts in die Sandstraße und nach dem Gymnasium links in eine schmale Teerstraße ein. An der nächsten Kreuzung fahren wir nach rechts und bald unter der Umgehungsstraße durch zu einer Wegkreuzung, an der wir links auf gutem Kiesweg bis zur Straße unterhalb von Kirchanhausen radeln. Auf ihr nach rechts und nach kurzer Fahrt links auf einen Feldweg, der uns zur Zufahrtsstraße der Kratzmühle bringt. Hier radeln wir kurz nach rechts und im Bogen um den Pfraundorfer See. Nach den Parkplätzen am Südufer des Sees biegen wir rechts auf einen Feldweg ein und erreichen eine Querstraße. Auf ihr fahren wir links über die Altmühl ins nahe Unteremmendorf und dort rechts auf die vom Hinweg bekannte Route, der wir zurück nach Kinding und weiter zum Bahnhof Kinding folgen.

In Beilngrieß sind große Teile der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten.
