Читать книгу: «So ein Ding 3»

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Die im Titel enthaltenen Bibeltexte sind zitiert aus Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

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Impressum


© 1. Auflage 2021

buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart 2021

All rights reserved.

ISBN Buch 978-3-86687-268-4

ISBN E-Book 978-3-86687-269-1

Lektorat: buch+musik – Tamara Röse, Stuttgart

Umschlaggestaltung: grafik+layout – Heike Volz, Böblingen; buch+musik – Daniela Buess, Stuttgart

Satzprogrammierung: X1-Publishing, Stuttgart

Bildrechte Umschlag und Inhalt: iStock: Color_life, Sarah Köster; Fotolia: VRD

Bildrechte Icons: grafik+layout – Heike Volz, Böblingen

Bildrechte Autorenfoto: bei der Autorin

www.ejw-buch.de

Inhaltsverzeichnis

1  Einleitung

2  Die Andachten Adler Akita Ameise Bernhardiner Blindenhund Bock Buckelwal Chamäleon Delfin Eintagsfliege Eisbär Elefant Esel Eule Faultier Flamingo Fledermaus Floh Flusspferd Giraffe Glühwürmchen Habicht Hai Hamster Hecht Holzwurm Honigbiene Huhn Hyäne Igel Kaiserfisch Kakerlake Kamel Känguru Katze Koboldmaki Kopflaus Krake Kuh Lachs Löwe Maus Meeresschildkröte Meerschweinchen Mistkäfer Nachtigall Nashorn Papagei Pinguin Pottwal Raupe Regenwurm Schaf Schlange Schleie Schwein Seekuh Seewespe Spinne Stirnlappenbasilisk Taube Tiger Vogelstrauß Wildgans Wildschwein Zebra

3  Verzeichnisse Bibelstellenverzeichnis Stichwortverzeichnis Themenverzeichnis Die Autorin

Einleitung
So ein Ding ...

Eigentlich müsste dieser Absatz mit „So ein Tier“ überschrieben werden! Denn nach den letzten beiden Bänden rund um Gegenstände („So ein Ding“ und „So ein Ding 2“) stehen nun Tiere im Mittelpunkt. Obwohl man den meisten dieser Tiere nur selten im Alltag begegnet, nehmen sie alle einen großen Platz im Leben von Kindern ein. Das fängt bei den Kuscheltieren im Bett an und zieht sich über unzählige Spieltiere hinweg bis hin zu Haustieren oder spannenden Büchern und Dokumentationen. Ganz zu schweigen von den Momenten, wenn Zirkustiere verzaubern, Spinnen erschrecken, Bienen stechen oder Ameisen auf der Haut kribbeln. Tiere faszinieren Groß und Klein, egal wie beeindruckend oder gruselig wir sie auch finden.

Da liegt es nahe, sie in Verbindung mit Gott zu sehen, dem Schöpfer allen Lebens! Denn sie alle sind ja seine Geschöpfe und spiegeln deshalb auf famose Weise Bruchteile seines Wesens und Wirkens wider. Gottes Genialität, Liebe, Sorgfalt und Kreativität wird in der Tierwelt sichtbar.

Ein großes Vorbild für meine Verkündigung des Evangeliums – und auch für dieses Buch – ist Jesus Christus selbst. Als er damals als Mensch auf dieser Erde lebte, erzählte er immer wieder in Bildern von Gott. Es waren Vergleiche, die die Menschen damals gut verstanden haben. Doch im Laufe der letzten 2.000 Jahre sind uns manche Bilder fremd geworden, sodass wir sie nicht mehr so leicht verstehen. Deshalb habe ich für dieses Buch neue Bilder und Vergleiche gewählt, die unseren christlichen Glauben und Gott in all seiner Größe, Liebe, Vielfalt usw. beschreiben. Dabei habe ich (auch 2.000 Jahre später) an der Methode Jesu und den Aussagen der Bibel festgehalten.

Was für ein Ding ...

Dieses Buch ist in gewisser Weise ein Arbeitsbuch. Die hier aufgeschriebenen Ideen und Andachten („So ein Gott“) sind ein Impuls, um Kindern das Evangelium Gottes lebensnah und kreativ zu verkündigen. Die Zielrichtung der Andachten ist überwiegend evangelistisch/missionarisch, sodass sie z. B. für besondere Jungscharstunden, Aktionen im Freien, Familiengottesdienste oder auch als kurze, ermutigende Andachten für Mitarbeitende geeignet sind. Dabei muss jedoch bedacht und beachtet werden, dass die Andachten dann auf die Zuhörenden angepasst werden sollten – auch wenn die grundsätzliche Idee und Aussage bestehen bleibt.

Die Beschreibungen der Tiere („So ein Tier“) dienen nicht nur dazu, das Tier selbst besser kennenzulernen und ein wenig Hintergrundwissen zu erhalten. Vielmehr hoffe ich, dass aufgrund der Beschreibungen z. B. gute Einstiegsfragen oder auch ein Quiz rund um das Tier entstehen können – je nachdem, wie die Andacht eingesetzt werden soll. Dabei können Andacht und Erklärung sehr gut ineinander überfließen und müssen nicht, wie hier im Buch gestaltet, strikt voneinander getrennt werden.


Der Zielgedanke der Andacht gibt einen kurzen Überblick über das Thema der Andacht.


Die Stichworte nennen einzelne Schlagworte der Andacht. Im Stichwortverzeichnis können so Andachten zu ähnlichen Themen schnell gefunden werden.


Ein kurzer Impuls aus der Praxis für die Praxis soll eine Hilfe zur Verkündigung sein oder dabei helfen, sich auch nach der Andacht noch mit dem Tier oder dem Zielgedanken auseinanderzusetzen und so die lebensrelevante Verbindung zu Gott zu vertiefen.

Das Ding – oder besser: Das Tier ...

Grundsätzlich gilt bei allen Andachten dieses Buches, dass das Tier tatsächlich in irgendeiner Form mit dabei sein sollte! Denn die Andachten werden viel intensiver und lebensechter wahrgenommen, wenn das Tier zu sehen – oder vielleicht sogar anfassbar und erlebbar ist. Dabei bin ich mir der Herausforderung bewusst, die dieser wichtige Aspekt mit sich bringt: Es ist wahrlich nicht so leicht, einen Pottwal, eine Kakerlake oder gar einen Stirnlappenbasilisken parat zu haben. Dennoch ermutige ich aus ganzem Herzen dazu, dass die Tiere wirklich anwesend sind! Zweifellos ist solch eine Andacht im Angesicht des lebendigen Tieres im Wald, am Angelteich oder beim Bienenzüchter natürlich besonders beeindruckend. Doch auch durch Kuscheltiere, Spieltiere, kurze Dokumentationen oder 3D-Animationen aus dem Internet werden die Tiere lebensecht.

Ich hoffe nun, dass dieses Buch viele kreative, lebensnahe und erhellende Erlebnisse schenkt – mit anderen Menschen und dem Herrn aller Dinge, dem wahren König der Tiere!


Andrea Kühn


Die Andachten

Adler

Herr, du durchschaust mich, du kennst mich bis auf den Grund.

Psalm 139,1


Gottes liebevollem Blick bleibt Nichts und Niemand verborgen.


Gottes Blick, Wertvoll

So ein Tier

Der Adler gilt als König der Lüfte und ist doch nur einer von hunderten Greifvogelarten auf unserer Welt. Allerdings ist sein Auftreten durchaus majestätisch! Mit einer Flügelspannbreite von knapp 2,5 Metern (Seeadler) und einer Jagdgeschwindigkeit von bis zu 150 km/h (Weißkopf-Seeadler) und den sprichwörtlichen Adleraugen ist diese Vogelart wirklich beeindruckend. Kein Wunder, dass im Laufe der Geschichte mehrere Wappen mit diesem „König der Lüfte“ als Symbol für Größe, Ansehen und Macht verziert wurden. Zu den bekanntesten zählen heutzutage sicher das Wappen der USA, sowie der Bundesadler Österreichs und der Deutschlands.

Neben den bereits erwähnten Eigenschaften kennzeichnen einen Adler auch seine Treue zum (Lebens-)Partner und seine Jagdqualitäten. So kann z. B. ein Steinadler Beutetiere jagen und bezwingen, die schwerer sind als er selbst. Trotz mancher Unterschiedlichkeit ist das Markenzeichen aller Adler ihre Sehkraft: Adleraugen erkennen ihre Beute aus bis zu 1.000 Metern Entfernung! Wir Menschen müssten dazu ein über siebenfach vergrößerndes Fernglas verwenden.

So ein Gott

Wir alle kennen das Bild von einem Adler, der am Himmel seine Kreise zieht. In schwindelerregender Höhe bleibt er ruhig und fokussiert, bis er blitzschnell Richtung Erde fliegt um seine mäusekleine oder hasengroße Beute zu schnappen. Seine Größe, der scharfe Blick und die Entschlossenheit im Handeln sind dabei wirklich beeindruckend und in gewisser Weise majestätisch.

Trotzdem ist jeder Adler einfach nur eines von vielen Geschöpfen dieser Welt. Erdacht und gemacht von unserem Schöpfer, dem wahren König des Himmels und der Erde. Und der ist unfassbar viel größer und beeindruckender in seiner Macht, seiner Entschlossenheit und seinem einzigartigen Blick! So verrät uns die Bibel, dass ihm nichts und niemand seine Macht entreißen kann: kein Mensch, keine Gefühle wie Angst oder Glück, keine Taschen voll Geld. Selbst der Tod ist schwächer als er. Genau dieser wahre Gott und König hat sich für dich und mich entschieden. Für ihn war das beschlossene Sache, als er uns das erste Mal sah – lange bevor wir als Baby tatsächlich auf diese Welt gekommen sind. Denn sein Blick ist nicht auf 1.000 Meter begrenzt.

Dabei spielt es keine Rolle ob wir groß und mächtig, schnell, gescheit, auf vielen Wappen abgedruckt oder königlich bewundert werden. Gott denkt und sieht auf andere Weise. Bei ihm muss keiner um sein Ansehen kämpfen wie ein Adler ums Revier. Denn wir sind angesehen durch und in Gottes Augen. Unser Wert ist nicht abhängig von der Meinung der anderen, vom Gewinnen oder Verlieren. Denn unser Wert liegt in und kommt aus Gott. Seine Liebe, sein Blick und seine königliche Würde gelten auch uns!


Wer erkennt die Beute? Beim Spiel „Montagsmaler“ werden nur Gegenstände gemalt, auf die die Kinder „scharf“ sind, z. B. Handy, Schokolade, schulfrei. (Bei diesem Spiel bekommt je ein Kind eine Karte gezeigt, auf der ein Begriff steht. Das Kind muss diesen Begriff zeichnen. Wer den Begriff zuerst errät, bekommt einen Punkt.)

Akita

Und doch bleibt er treu, auch wenn wir ihm untreu sind; denn er kann sich selbst nicht untreu werden.

2. Timotheus 2,13


Gott ist treu.


Liebe, Treue

So ein Tier

Bei Akitas handelt es sich um eine sehr alte und außergewöhnliche Hunderasse. So fanden Archäologen Darstellungen dieser spitzähnlichen Rasse schon auf Tonkrügen aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Die damals noch etwas kleineren und dennoch sehr mutigen Hunde wurden vor allem als Jagdhunde eingesetzt – sogar zur Bärenjagd! Im Laufe der Jahrhunderte dienten Akitas auch als Helfer beim Ziehen von schweren Lasten, als Wach- und teilweise sogar als Schlittenhunde. Heutzutage sind sie jedoch vor allem treue Begleiter, hervorragende Lawinen- und selbstbewusste Familienhunde.

Aufgrund ihres Charakters sind Akitas übrigens von jeher ein Symbol für Treue! Dies wurde Millionen von Menschen weltweit u. a. durch den Kinofilm „Hachiko“ (2009) vor Augen geführt. Die Treue des kleinen Hundes aus Tokio, die Jahre über den Tod seines Besitzers hinausreichte, ist bewegend – und bezeichnend für diese Rasse. Kein Wunder, dass ihm zu Ehren sogar eine Bronzestatue errichtet wurde und in Japan Akitas als Naturdenkmal gelten.

So ein Gott

Der kleine Akita Hachiko, der vor fast 100 Jahren in Tokio lebte, hat Geschichte geschrieben. Oder besser gesagt: Über ihn wurde eine Geschichte geschrieben und daraus ein Kinofilm gemacht. Denn der Hund begleitete sein Herrchen jeden Morgen zum Bahnhof und kam dann am Ende des Tages zurück, um sein Herrchen wieder abzuholen. Sogar nach dem Tod des Herrchens ließ sich der Hund nicht davon abhalten, täglich zum Bahnhof zu gehen und zu warten. Diese Liebe und Treue ist beeindruckend, macht mich beinahe sprachlos und lässt mich staunen! Denn wenn die Treue eines Hundes schon so groß ist, um wieviel größer, tiefer und echter muss dann die Treue Gottes sein!?

Ganz anders als Hachiko sind wir nicht immer treu und liebevoll, weder Gott gegenüber noch untereinander. Wir sind manchmal echt gemein zueinander – in Worten und Taten. Wir verletzen uns, sagen nicht immer die Wahrheit, lassen andere blöd dastehen, lachen übereinander und manchmal sogar über Gott. Wir wollen Recht haben, vor unseren Freundinnen und Freunden gut dastehen und das Beste für uns herausholen. Dabei vergessen wir so oft die guten Ideen, die Gott für unser Leben hat (z. B. die Zehn Gebote). Obwohl wir es vielleicht wollen, schaffen wir Menschen es nicht, immer liebevoll, gut, gnädig, hilfsbereit und freundlich zu sein. Doch Gottes Liebe bleibt unbestechlich und seine Treue unbeirrbar. Weil er als Vater im Himmel weiß, dass wir nicht perfekt sind. Er kennt uns genau und weiß, dass uns Worte missraten, Dinge misslingen und wir einen starken Freund und Vater brauchen, der uns zur Seite steht. Gott will, dass wir unser Leben meistern können, deshalb ist und bleibt er treu!


Singt gemeinsam das Lied „Treu“ von Tobias Gerster (Das Liederbuch, Nr. 136).

Ameise

Gott ist so reich an Weisheit, Macht und Stärke!

Hiob 9,4a


Gott ist unvergleichlich stark und kräftig.


Allmacht, Gottes Kraft

So ein Tier

Ameisen sind Insekten, zählen zu den Allesfressern, leben in Staaten und sind in fast allen Regionen der Welt zu finden. Insgesamt gibt es über 12.000 Arten, von denen knapp 200 auch bei uns in Europa zu Hause sind (z. B. die Waldameise). Rein äußerlich kennzeichnet jede Ameise der dreiteilige Körper (Kopf, Brust, Hinterleib), der harte Panzer, die sechs Beine und die beiden geknickten Antennen am Kopf (Fühler). Damit können sie tasten, riechen und schmecken.

Das Oberhaupt in jedem Staat ist die Königin. Sie ist oft größer als die anderen, wird wesentlich älter und legt als einzige Eier. Die Sorge um den Nachwuchs sowie alles Weitere erledigen aber die sogenannten Arbeiterinnen. Es gibt in jedem Staat aber auch faule Arbeiterinnen, die nur einspringen, wenn eine andere ausfällt. Je nach Art werden Ameisen zwischen 1 Millimeter und 7 Zentimeter groß und können sie bis zu 1 Meter pro Sekunde schnell laufen. Sie sind wahre Überlebenskünstler, denn sie überleben unter Wasser oder bei -40 C° (Sibirien). Doch die größte Besonderheit der Ameise ist ihre unglaubliche Kraft, denn sie kann je nach Art sogar das Hundertfache ihres Körpergewichts tragen! Diese Stärke ist unter den Lebewesen dieser Welt einzigartig.

So ein Gott

Manch Ameise kann unglaublich schwere Lasten tragen. Im Vergleich dazu müssten wir bei einem Körpergewicht von 30 Kilogramm etwa zwei Autos tragen können. Das ist beeindruckend und kann uns entweder an Pipi Langstrumpf erinnern – oder an den, der nicht nur diese winzigen Ameisen geschaffen hat, sondern die ganze Welt! Wie viel Kraft muss dieser Gott wohl haben?

Ich verrate es euch: Gottes Kraft ist unvergleichlich! Er ist stärker als jede Ameise, jeder Faustschlag, jedes Gewitter bei Nacht und jedes Monster unter dem Bett. Nichts und Niemand kann Gott umhauen, denn seine Kraft ist grenzenlos. Einen kleinen Teil davon entdecken wir, wenn wir uns einfach mal umschauen: diese Welt, die Berge, die Blumen, der Sand, die beste Freundin und der beste Freund, jeder Floh eines Hundes und jede Stupsnase in diesem Raum – alles ist durch seine Kraft entstanden. In allem können wir Spuren seiner Kraft erkennen, auch in den Geschichten der Bibel. Dort wird uns von Menschen erzählt, denen Gott oder durch die Gott seine Kraft gezeigt hat. Sie haben Wunder erlebt, wurden von Krankheit geheilt, vor Feinden beschützt, mit Essen versorgt, aus dem Gefängnis befreit, von Engeln besucht und haben Mauern durch Musik einstürzen lassen. Ganz zu schweigen davon, dass Gott in seiner Kraft alle Schuld der Welt, also auch deine und meine Schuld, getragen und bezahlt hat. Was für eine Kraft, die sogar den Tod besiegt!

Gottes Kraft ist unvergleichlich und wir können sie nicht nur entdecken und bestaunen, sondern auch zu unserer Kraft machen. Gott lädt uns ein, Teil seines Ameisen- ... ähm, Gottes-Volkes zu sein. Denn auch in unserem Leben geschieht alles in und durch seine unglaubliche Kraft.


Lasst eure Kräfte spielen! Wer kann am längsten eine Packung Mehl mit ausgestrecktem Arm halten? Wer schafft die meisten Kniebeugen, rennt am schnellsten oder ...?

Bernhardiner

Wir haben es selbst gesehen und sind Zeugen dafür, dass der Vater seinen Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.

1. Johannes 4,14


Jesus ist unser Retter!


Kreuz, Rettung

So ein Tier

Im Blick auf die Geschichte der Bernhardiner vermischen sich Forschung und Legende. So soll diese Rasse von den sogenannten Bauernhunden aus den Schweizer Bergen abstammen und ihren Namen von einem Kloster am Pass „Großer St. Bernard“ bekommen haben. Erste Beweise über diese große, braun-weiße Hunderasse soll es bereits aus dem 12. Jahrhundert geben. Auf Gemälden tauchen sie jedoch erst im 17. Jahrhundert auf und in Schriften werden sie erst seit gut 300 Jahren erwähnt. Doch egal, in welche Epoche wir schauen: Bernhardiner waren und sind sanftmütige, treue und selbstlose Hunde, die über einen außergewöhnlichen Geruchssinn verfügen. Ihr Charakter macht sie zu einem beliebten Familienhund. Ihre Wachsamkeit, ihr Orientierungssinn und ihr Instinkt machen sie dagegen zu exzellenten Rettungshunden! So können Bernhardiner Menschen auch unter meterhohen Schneemassen und aus großer Entfernung finden.

Zu den berühmtesten Bernhardinern gehören Barry, der vor über 200 Jahren als Lawinenhund vierzig Menschen gerettet haben soll, und natürlich „Ein Hund namens Beethoven“ (Film, 1992).

So ein Gott

Ihre Veranlagung und gutes Training machen aus Bernhardinern großartige Rettungshunde. So haben sie über Jahrhunderte hinweg ihr Leben eingesetzt, um das Leben anderer zu retten. In gewisser Weise erinnert uns ein Bernhardiner also daran, dass auch wir in Not geraten und die selbstlose Hilfe einer Retterin oder eines Retters gebrauchen können. Dabei reicht es manchmal aus, wenn die große Schwester oder der große Bruder den Knoten in den Schnürsenkeln löst, Mama oder Papa die Spinne rausbringt oder die beste Freundin / der beste Freund die knifflige Matheaufgabe erklärt. Manchmal reicht also ein von Gott geschickter Helfer auf vier Pfoten oder eine Retterin/ein Retter auf zwei Beinen aus.

Doch es gibt leider auch solch notvolle Momente, in denen uns kein „Held dieser Welt“ mehr retten kann. Denn es gibt Ängste, die so stark sind, dass kein Kuscheltier mehr helfen kann. Es gibt Krankheiten, die so gemein sind, dass kein Arzt mehr heilen kann. Es gibt Lügen, die so schwer sind, dass die Wahrheit wie eine Bombe alles zerstören würde. Und es gibt Schuld, die so groß ist, dass sie uns scheinbar von allen anderen trennt – scheinbar auch von Gott.

Doch niemand von uns muss in einem solch notvollen Moment den Kopf in den Sand stecken und allein bleiben. Denn wir haben einen Retter! Es gibt den einen Retter, der Ängste besiegen, Wahrheit ans Licht bringen, Krankheiten heilen, Hoffnung geben und Vergebung schenken kann. Er, Jesus Christus, kam als Kind auf diese Erde, um uns Menschen für immer und ewig zu retten. Er hat am Kreuz alle Not auf sich genommen, durchlitten und besiegt, damit uns keine Not mehr überwältigen kann. Klar, es gibt die schwierigen Momente im Leben. Aber Jesus ist immer da, um uns als Lebensretter zur Seite zu stehen!


Überlegt, erzählt oder schreibt auf, für welche konkreten Anliegen ihr Gottes rettendes Eingreifen braucht. Betet dafür, auch in der nächsten Zeit.

Blindenhund

Ich sage dir, was du tun sollst, und zeige dir den richtigen Weg. Ich lasse dich nicht aus den Augen.

Psalm 32,8


Gott will uns sicher durch unser Leben leiten.


Gottes Wort, Leitung, Sicherheit

So ein Tier

Die Geschichte der amtlich als Blindenführhunde bezeichneten Tiere reicht wohl bis ins 16. Jahrhundert zurück. Doch professionell werden Blindenhunde erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts ausgebildet. Und diese Ausbildung hat es in sich! Bereits als Welpen werden Hunderassen wie Golden Retriever, Schäferhunde oder auch Labradoodles nach festen Richtlinien geschult. Dazu gehört auch, dass sie Bahnhöfe, Innenstädte oder Metzgereien gut kennenlernen müssen, damit sie sich später als Begleithund von Getümmel, Lautstärke oder Gerüchen nicht ablenken lassen.

Bevor die Hunde dann ihr zukünftiges Frauchen oder Herrchen kennenlernen und zu einem Team zusammenwachsen, werden sie einzeln noch über mehrere Monate trainiert. Die Signalworte für Kommandos sind jedoch keine typischen Worte. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Hund später durch Gespräche anderer nicht ausversehen ein Kommando hört und ausführt. Ein Blindenhund zeichnet sich übrigens vor allem durch „intelligenten Ungehorsam“ aus. Das bedeutet, dass er manches Kommando nicht ausführt oder sich seinem Frauchen oder Herrchen sogar in den Weg stellt, wenn dies dem Schutz und der Sicherheit dient.

So ein Gott

Ein Blindenhund hat ein herausforderndes Leben zu meistern! Es beginnt mit einer strengen Ausbildung, bevor er die Verantwortung für ein Menschleben übernimmt. Seine Augen und seine Erfahrung leiten Frauchen oder Herrchen für viele Jahre durch fast jede Lebenssituation. Dabei muss der Blindenhund sehr konzentriert bleiben und darf sich weder von Menschen noch von Autos, Zügen, Feuer, einem Stöckchen oder leckeren Düften aus der Ruhe bringen lassen. Für ihn ist und bleibt das oberste Gebot, seinen geliebten und anvertrauten Menschen sicher zu führen. Diese Treue und Verlässlichkeit erinnern mich an unseren großen Gott! Denn für ihn sind wir seine geliebten und anvertrauten Menschen, die er durchs Leben leiten will. Ähnlich wie jeder Blindenhund kennt Gott unsere Wege und sieht Gefahren, lange bevor wir sie erkennen. Damit meine ich nicht zu schnelle Autos am Zebrastreifen oder Schlaglöcher auf dem Gehweg, sondern eher falsche Entscheidungen, denen verletzende Taten folgen. Oder Freundinnen und Freunde mit blöden Ideen, die uns unter Druck setzen und uns weißmachen wollen, ab wann und wie wir wirklich cool und wertvoll sind.

Obwohl wir also sehen können, sehen und verstehen wir längst nicht alles in unserem Leben. Ganz ähnlich wie bei einem blinden Menschen. Deshalb ist es gut, dass Gott an unserer Seite ist! Durch seine Worte in der Bibel, durch Absprachen mit ihm im Gebt oder durch andere Menschen, die an ihn glauben kann und will er uns sicher durchs Leben leiten. Mit ihm können wir den Alltag meistern, uns Herausforderungen stellen und Gefahren überwinden.


Geht zu zweit spazieren. Dabei bekommt jeweils eine Person die Augen verbunden, die andere muss sie sicher führen.

Bock

Wie ein Lamm, wenn es zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, wenn es geschoren wird, duldete er alles schweigend, ohne zu klagen.

Jesaja 53,7b


Jesus steht für unsere Schuld gerade!


Kreuz, Schuld, Vergebung

So ein Tier

Wenn wir von einer Ziege sprechen, meinen wir meist die Hausziege und nicht Wildziegen wie Gämse und Steinböcke. Sie alle sind Säugetiere, Paarhufer und als ausgewachsene Tiere Wiederkäuer. In Freiheit leben Ziegen vor allem in den Bergen. Dort kommen sie auch mit karger Nahrung zurecht und bewegen sich trotz aller Felsen und Steigungen sicher. Doch neben diesen Fähigkeiten sind die meckernden Tiere auch wertvolle Hausgenossen: Sie geben täglich Milch und von ihrem Fleisch kann man sich gut ernähren. Außerdem lässt sich ihre Haut zu Leder verarbeiten und dann z. B. als Gürtel oder Tasche verkaufen. Das ist in orientalischen Ländern bis heute so alltäglich und hat schon lange vor Abrahams Zeiten begonnen. Dabei meint die Bezeichnung „Ziege“ eigentlich nur das weibliche Tier dieser Gattung. Das Männchen nennt man dagegen „Bock“ und die Jungtiere „Ziegenkitz“, „Geißlein“ oder auch „Ziegenlamm“. Die Hörner, die alle diese Tiere haben, sind nur bei den Männchen stark gebogen und bis zu 1 Meter lang. Der wohl berühmteste Geißbock ist übrigens Hennes, das Maskottchen des 1. FC Köln.

So ein Gott

Auch wenn Ziegen und Böcke in unserem Alltag kaum mehr eine Rolle spielen, gibt es doch immer wieder Momente, in denen sie auftauchen: Die Geißlein kennen wir vor allem aus Märchen und die Ziegen aus Geschichten aus dem Alten Testament oder als Beleidigung für die nervige Freundin. Der Bock sagt dagegen aus, ob wir auf etwas Lust oder eben keine Lust haben. Und wir fragen immer wieder nach dem sogenannten Sündenbock, wenn Schuld oder Fehler aufgedeckt sind und Gerechtigkeit hergestellt werden soll. Dabei ist es uns am allerliebsten, wenn jemand anderes für das geradesteht, was schiefgelaufen ist: Wenn die ganze Klasse unruhig und unkonzentriert ist, aber nur eine/einer den Eintrag ins Klassenbuch bekommt. Wenn die ganze Clique die Reste von Chips, Cola und Kaubonbons einfach auf dem Spielplatz liegen lässt, aber nur die/der Letzte vom Platzwart zum Aufräumen verdonnert wird. Wenn Mama darum bittet, dass alle im Haushalt mit anpacken sollen und zum Schluss nur die/der Älteste ermahnt wird. So oft kommen wir davon, weil ein Sündenbock für alle einsteht. Dabei wissen wir nur zu gut, dass auch wir Strafe verdient hätten. Ja, jede/jeder von uns weiß, dass man selbst Fehler macht, andere verletzt, betrügt, missachtet oder Schuld auf sich lädt. Und jede/jeder von uns weiß, wie schwer sich das im Herzen anfühlt.

Wie gut ist es da zu wissen, dass Jesus für all das, was schiefläuft, längst geradegestanden hat wie ein „göttlicher Sündenbock“. Er ist auch für unsere Schuld gestorben. Hat auch für unsere Fehler aus Liebe bezahlt. Deshalb können wir Jesus unsere Schuld sagen, unsere Fehler bekennen, ihm unsere Last abgeben, um Vergebung bitten – und dann erleichtert mit Gott an unserer Seite durchstarten.


Ein Bock-Spring-Wettbewerb bringt Bewegung in die Gruppe! Ähnlich dem alttestamentlichen Opferbrauch können aber auch Situationen, in denen ihr schuldig geworden seid, auf vorbereitete Zettel geschrieben und dann in einer Feuerschale verbrannt werden.

Buckelwal

Denn der Herr ist der höchste Gott, der große König über alle Götter.

Psalm 95,3


Gott ist der würdevolle König!


Einzigartigkeit, König

So ein Tier

Der Buckelwal gehört zu der Gruppe der Furchenwale und ist in vielerlei Hinsicht ein beeindruckendes Tier! So kann ein Buckelwal bis zu 20 Meter lang und über 30 Tonnen schwer werden, seine Wanderungen durch das Meer sind mehrere tausend Kilometer lang, seine Brustflosse beträgt gut ein Drittel seiner Körperlänge und die Buckelwal-Babys kommen mit bis zu 5 Meter Länge und 1 Tonne Gewicht zur Welt. Ihren Namen verdanken sie übrigens der Eigenart, beim Eintauchen ins Wasser ihren Rücken zu beugen und dabei einen Buckel zu machen.

Krill, kleine Krebse, Fische, Quallen und Tintenfische stehen auf dem Speiseplan von Buckelwalen. Neben ihrer fast unübertroffenen Größe sind Buckelwale vor allem für ihren Gesang bekannt. So konnten australische Forscherinnen und Forscher bislang über 600 verschiedene Laute der Walkommunikation heraushören. Übrigens ist diese Unterwassermusik zur Paarungszeit mit über 190 Dezibel Lautstärke sogar lauter als ein Düsenjet! Darüber hinaus macht es traurig zu wissen, dass der Buckelwal immer noch als gefährdete Tierart gilt, obwohl der einzige Feind dieses Wales der Mensch ist.

So ein Gott

Wenn ich Dokumentationen über Buckelwale anschaue oder mir Walgesänge anhöre, dann tauche ich mit diesen großartigen Tieren für einige Momente ab in eine andere Welt. Ich erahne die Leichtigkeit, mit der die tonnenschweren Wesen scheinbar im Wasser schweben. Ich sehe sie und bewundere diese Könige der Meere dafür, dass sie mit all der Masse und den Macken auf ihrer Haut so würdevoll und ruhig erscheinen. Sie sind wahrlich nicht besonders hübsch anzusehen – aber in ihrer Art vollkommen. Vom Leben gezeichnet, stets unterwegs, mächtig und scheinbar unantastbar. Dann höre ich ihre Gesänge und spüre das Unbekannte und Geheimnisvolle an ihnen. Denn wir Menschen schaffen es trotz aller Forschung nicht zu ergründen, was genau sich die Buckelwale mit diesen wundersamen Gesängen weitersagen. Und dann der gewaltige Sprung! Ich kann die Kraft nur erahnen, die in ihnen steckt, um den langen schweren Körper so aus dem Wasser in die Luft zu bewegen. Dann die Drehung und der Aufschlag auf dem Rücken. Ja, im wahrsten Sinne des Wortes schlägt ein Buckelwal Wellen! Wellen an der Oberfläche des Meeres und durch den Aufprall Schallwellen, die tiefer und weiter reichen, als wir vermuten. Denn auch auf diese Weise kommunizieren die Tiere miteinander.

Alles in allem sind Buckelwale mehr als ein Wunder der Schöpfung. Sie erinnern an den Schöpfer selbst. Erinnern an den König über Himmel und Erde. Einzigartig, würdevoll und mächtig – einem Buckelwal ähnlich regiert er in Ruhe und Beständigkeit. Niemand kommt ihm gleich. Niemand kann seine Wege durchkreuzen oder ihm zur Gefahr werden. Sein Wesen ist zugleich beeindruckend und geheimnisvoll. Seine Worte sind nicht immer leicht zu verstehen und doch wäre es ein Fehler, sie oberflächlich abzutun. Denn Gottes Worte gehen tief und weit – bis sie das Herz seiner geliebten Kinder erreichen.


Bei einem Schwimmbadbesuch kann man wie ein Buckelwal sanft durchs Wasser gleiten oder platschend hineinspringen.

Chamäleon

Ein Mensch sieht, was in die Augen fällt; ich aber sehe ins Herz.

1. Samuel 16,7b


Vor und mit Gott können wir sein, wie wir sind – einfach echt!


Echt sein, Wertvoll

So ein Tier

Ein Chamäleon gehört zu den Schuppenkriechtieren (Reptilien) und lebt, zumindest in Freiheit, nur auf dem afrikanischen Kontinent. Normalerweise als Einzelgänger unterwegs, leben sie auf Bäumen und sind dank ihres Schwanzes und ihrer Zehen wahre Klettermeister. Trotzdem fallen Chamäleons immer wieder einfach von Bäumen herunter! Dies ist jedoch nur ein Trick, um sich vor Feinden zu schützen. Je nach Art werden diese Tiere zwischen 3 und 80 Zentimeter groß. Die blitzschnelle Zunge, mit der Fliegen, Spinnen oder Käfer geschnappt werden, ist ähnlich beeindruckend wie die kugeligen Augen: Mit ihnen sehen sie bis zu 1 Kilometer weit und fast 360 Grad rundum. Doch zweifellos ist das Farbenspiel der Chamäleons ihr Markenzeichen! Verliebte Tiere schillern bunt, Angst lässt sie schwarz und Wut eher rot aussehen. Stimmung, Temperatur und Tarnung nehmen Einfluss auf das Äußere der Chamäleons. Wissenschaftler glauben den Grund dafür entdeckt zu haben: Es scheinen winzige Kristalle in der Haut zu sein, die je nach Abstand zueinander das einfallende Licht farbig zurückwerfen.

So ein Gott

Gott hat seine Kreativität in diesen eher kleinen Tieren auf großartige Weise zum Ausdruck gebracht! Es ist einfach grandios, wie das Äußere der Chamäleons unauffällig wirkt zwischen Blättern, angsteinflößend im Kampf und bunt schillernd auf der Suche nach dem passenden Partner.

Doch obwohl niemand von uns als Reptil in Afrika lebt, haben wir Menschen uns so einiges von den Chamäleons abgeschaut. Allerdings finde ich das nicht beeindruckend, sondern vielmehr erschreckend! Denn wie oft sagen wir aus Wut Gemeinheiten, um nicht schwach zu erscheinen? Wie schnell rutscht uns eine Notlüge raus, um besser dazustehen? Und wann sind wir lieber still, um nicht aufzufallen oder Ärger zu bekommen? Die angesagten Klamotten in der Clique, die Frisur der coolen Youtuberinnen und Youtuber, das coole Spiel am Handy ... Immer wieder machen wir Dinge, weil wir glauben, nur so unseren Freundinnen und Freunden zu gefallen. Und immer wieder sagen und machen wir manches auch nicht, aus Angst, die anderen könnten über uns lachen oder uns von da an nicht mehr beachten. Anders als das Chamäleon versuchen wir also oft und auf vielerlei Weise zu verbergen, was wir tatsächlich denken, fühlen oder richtig gut finden. Wir verstecken uns hinter blöden Sprüchen und coolen Klamotten damit niemand merkt, wie es uns eigentlich geht. Dabei haben wir das alle gar nicht nötig. Denn jede/jeder von uns ist es wert, echt zu sein! Trotzdem machen wir immer wieder einfach mit, damit niemand merkt, was uns wirklich wichtig ist. Mag sein, dass wir damit vielleicht andere Menschen täuschen können. Aber Gott lässt sich keinesfalls von uns täuschen! Er weiß, wie wir wirklich sind. Was wir denken, fühlen und brauchen ist ihm bekannt. Wir brauchen nicht so tun, als ob, sondern können echt sein. Denn genau so sind wir einfach gut – findet Gott!


Schminkt und verkleidet euch, um ganz bewusst in eine andere Rolle zu schlüpfen! Erzählt einander, warum ihr euch gerade für dieses Tier, diese Superheldin / diesen Superhelden oder diese Märchenfigur ... entschieden habt und lasst einander wissen, was an der „echten Person“ wertvoller, beeindruckender und einzigartiger ist als an ihrer Rolle!

Delfin

Ein einzelner Mensch kann leicht überwältigt werden, aber zwei wehren den Überfall ab. Noch besser sind drei; es heißt ja: „Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell.“

Prediger 4,12


Gemeinsam sind wir stark!


Gemeinde, Gemeinschaft

So ein Tier

Delfine gehören zur Gruppe der Wale und sind somit keine Fische, sondern Säugetiere. Deshalb haben sie auch keine Schuppen, trinken als Jungtiere Muttermilch und müssen zum Atmen immer wieder an die Wasseroberfläche kommen. Insgesamt gibt es rund 40 Delfinarten, von denen der Schwertwal die größte und der Große Tümmler die bekannteste ist. Im Vergleich zu anderen Tieren haben Delfine vor allem zwei Markenzeichen: Zum einen ist es ihr, im Verhältnis gesehen, wirklich großes Gehirn. Sicherlich sind sie auch deshalb wahre Kommunikationskünstler! Sie pfeifen, klicken und quietschen miteinander. Zudem scheint sich jeder Delfin mit einem besonderen Pfiff einen Namen zu geben, den auch die anderen lernen und gebrauchen. Das zweite Markenzeichen ist, ähnlich wie bei allen Walarten, das Zusammenleben in der Gruppe, bei Delfinen „Schulen“ genannt. Sie achten aufeinander, unterstützen sich in Krankheit, haben enge Bindungen und können als gemeinsame Jäger sogar große Thunfische fangen. Dabei ist es übrigens sicher hilfreich, dass Delfine unter Wasser bis zu 55 km/h schnell werden können.

So ein Gott

Immer wieder versuchen wir Menschen, etwas allein zu schaffen – und es klappt einfach nicht! Manchmal scheitern wir an einer kniffligen Matheaufgabe, an der Keksdose auf dem obersten Regal oder am verklemmten Reißverschluss der Jacke. In gewisser Weise ist das logisch, denn für manche Aufgabe sind wir einfach zu schwach, zu klein, zu tollpatschig oder zu ungeübt. (Nenne hier eine persönliche Eigenschaft, die den Zuhörenden (d)einen bekannten Schwachpunkt preisgibt. Bei mir wäre das z. B., dass ich unmusikalisch bin.)

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wir das Leben nicht meistern oder Großes erreichen können. Delfine machen es uns vor: Gemeinsam sind wir stark! Selbst wenn wir allein ratlos, schwach oder angreifbar sind, können wir zusammen mit anderen, bildlich gesprochen, sogar riesige Thunfische in die Knie zwingen. Denn jede/jeder von uns hat unterschiedliche Fähigkeiten, Stärken und Gaben. Im Miteinander können wir davon lernen und auch profitieren! Gemeinsam stark können wir uns dann auch gemeinsam freuen, uns trösten und stärken, wenn etwas nicht geklappt hat und gemeinsam neue Versuche wagen. Auch Gott ermutigt uns dazu, in Gemeinschaft zu leben. Dabei ist die kleinste Gemeinschaft, an die Gott denkt, unsere Familie und dann die Familie Gottes! Dort, also zu Hause oder in Jungschar und Gottesdienst, können wir uns ermutigen, Hilfe finden, Fragen stellen, Neues lernen, Glauben entdecken, Gott feiern, Aufgaben meistern usw.

Es ist toll, Teil einer Gruppe zu sein, in der alle ihre Gaben einbringen, ihren Platz und Wert haben. Eine Gemeinschaft, in der man aufeinander achtet und miteinander Höhen und Tiefen meistert. Dazu lädt Gott uns ein – in seine große Familie/Gemeinde!


Knüpft Armbänder mit drei verschiedenen Fäden: Ein Band reißt schnell, mit zwei ist es schon stabiler und mit Gott wird’s wirklich stark! (Anleitungen für das Knüpfen von Freundschaftsbändern findet ihr z. B. unter www.pinterest.de/mamamausblog/freundschaftsb%C3%A4nder-anleitungen/.)

Eintagsfliege

Darum achtet genau auf eure Lebensweise! Lebt nicht wie Unwissende, sondern wie Menschen, die wissen, worauf es ankommt. Nutzt die Zeit.

Epheser 5,15-16a


Mit Gott zusammen können wir unsere (Lebens-)Zeit sinnvoll und gut gestalten.


Gottes Wort, Zeit

So ein Tier

Unglaublich, aber wahr: Die Eintagsfliege lebt vereinzelt doch länger als es ihr Name verheißt! Zwar leben die meisten Arten tatsächlich nur etwa 24 Stunden lang, manche dagegen mehrere Tage und andere wiederum nicht einmal eine Stunde. Was sie jedoch alle eint, ist das, was sie in ihrer kurzen Lebenszeit tun: Sie sorgen tausendfach für Nachwuchs! Mit insgesamt gut 3.000 Arten und einer Körpergröße von meist 3 bis 40 Millimeter besiedeln Eintagsfliegen auch unsere mitteleuropäischen Gewässer. Eine besondere Art, die Theiß-Fliege, ist als fertiges Insekt sogar bis zu 12 Zentimeter groß. Erst nach 3 Jahren (also gut 1.000 Tagen!) schlüpfen ihre Larven und bieten Zuschauern in Ungarn (die sich dort tatsächlich versammeln) ein tolles Erlebnis: Da die Männchen nur eine Stunde leben, entsteht zunächst ein wildes Schwirren über dem Wasser, welches dann damit endet, dass die zarten Körper der toten Fliegen wie Blüten auf dem Fluss treiben.

So ein Gott

Stell dir mal vor, du wärst eine Eintagsfliege: Nachdem du 2 oder 3 Jahre lang groß und stark geworden bist, kämpfst du dich aus dem Wasser und aus deinem Kokon heraus. Jetzt bist du bereit fürs Leben. Aber Achtung: Dein Leben dauert nur noch einen ganzen Tag. Was würdest du tun? Wäre Sport wichtiger als die Familie? Wären Computerspiele wichtiger als Zeit mit Freundinnen und Freunden im echten Leben? Würdest du, so wie die Eintagsfliege, auf Schlaf und Leckereien verzichten oder wäre es jetzt dran, ausgiebig zu chillen und zu genießen? Oder würdest du dir noch Zeit nehmen, mit Jesus zu reden, in der Bibel zu lesen, für den König des Lebens zu singen oder sogar anderen noch von ihm zu erzählen?

Das waren jetzt wirklich viele und spannende Fragen im Blick auf ein Leben als Eintagsfliege. Doch die Wahrheit ist: Auch unsere Lebenszeit ist begrenzt! Uns geht es also ähnlich wie jeder Eintagsfliege! Auch wenn sie uns einen Schritt voraus ist, weil Gott in ihr einen genauen Zeitplan verankert hat. Ja, jede Eintagsfliege weiß, was zu tun ist! Sie nimmt sich keine Zeit, um Blumen zu bestaunen oder Loopings zu drehen. Sie kennt ihre Prioritäten und weiß, worauf sie getrost verzichten kann. Genau darin kann uns eine Eintagsfliege echt zum Vorbild werden! Für sie zählt nur, für Nachwuchs zu sorgen. Und das ist tatsächlich von Gott gewollt und geplant. Für uns hat Jesus dagegen etwas anderes geplant! Hinweise zu Gottes Ideen für unsere Lebenszeit entdecken wir in der Bibel. Dazu gehört z. B. einander Gutes zu tun, Gott zu feiern, ihm zu vertrauen, zu helfen und um Hilfe zu bitten oder auch darauf zu verzichten, sich selbst groß und andere klein zu machen. Ähnlich wie für jede Eintagsfliege ist auch unsere Lebenszeit begrenzt – aber mit Gott und seinen Ideen können wir sie auf großartige Weise gestalten!


Gestaltet/bastelt eine Uhr, auf der deutlich wird, wie viel Zeit ihr täglich mit welchen Dingen/Tätigkeiten verbringt. Nutzt ihr eure Zeiten sinnvoll? Was kann so bleiben? Was sollte anders werden?

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990,17 ₽
Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
26 ноября 2025
Объем:
156 стр. 11 иллюстраций
ISBN:
9783866872691
Правообладатель:
Bookwire
Формат скачивания:

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