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Amelie Oral

Die verklemmte Ehefrau

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Inhaltsverzeichnis

Titel

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Impressum neobooks

1

Leon will meine Muschi besitzen, überlegte sie, als sie die feuchten Lippen ihrer Vagina auseinanderzog und den Mittelfinger einführte. Er möchte seinen großen, harten Schwanz in meine Spalte schieben...

Nein!

Amelies Hände zuckten zurück, und sie sank wieder ins Wasser.

Ich darf nicht einmal daran denken. Ich könnte es nicht aushalten, mich von ihm ficken zu lassen. Es würde sicher sehr wehtun.

Es kam Amelie vor, als ob alle Männer nur hinter ihr her wären um sie zu vögeln. Junge Männer. Ältere Männer. Der Gedanke daran, was sie alles mit ihr tun würden, ließ sie erschauern und es lief ihr eiskalt den Rücken herunter.

Aber am schlimmsten war, dass ihr Körper willig zu sein schien. Ihr Körper wollte gefickt werden!

Sie kletterte vorsichtig aus der Badewanne und betrachtete sich wieder im Spiegel, sah ihre perfekt gewachsenen Brüste, die jeden Mann ohne Zweifel entzücken würden. Warum wollten die Kerle immer nur ficken? Auch Leon war nicht anders, obwohl sie ihn sonst sehr mochte.

Wenn ich nur ein Schild vor mir hertragen könnte, dachte sie, während sie ihren nassen Körper abtrocknete. Ein großes Schild, das den Männern sagt, sie sollen mich in Ruhe lassen. Wenn sie es nur respektieren würden!

Aber das einzige sichtbare Zeichen, dass in der heutigen Zeit von Männern akzeptiert wurde, wäre ein Ehering, überlegte sie. Und das bedeutet, dass ich einen Mann heiraten müsste. Dann hätte er das Recht, mich zu ficken, wann immer er das möchte. Und das könnte ich nicht aushalten.

Amelie ließ ihre rechte Brust los und sah, wie sie wippte. Dann, als sie zur Ruhe gekommen war, schien sie wunderbar geformt, mit einem harten spitzen Nippel. Sie rieb ihre andere Brust trocken und dann beobachtete sie wieder, wie sie sich hin und her bewegte.

Sie rieb mit dem Handtuch über das goldene Vlies auf ihrem Venushügel, dann trocknete sie den flachen trainierten Bauch ab, dessen Haut gebräunter war, als ihre Schamregion.

Sie sonnte sich regelmäßig auf der Dachterrasse des Wohnhauses, indem sie ein kleines Apartment bewohnte. Während dieser Sonnenbäder, bei denen sie nur das Bikinihöschen trug, lauschte sie ständig auf Schritte auf der Treppe, so dass niemand eine Möglichkeit hatte, die Tür zu öffnen und sie zu sehen. Sie hatte schon daran gedacht, auch ihr Höschen auszuziehen, aber dazu hatte sie noch nicht den Mut gehabt.

Amelie bückte sich und rieb mit dem Handtuch zwischen ihren Beinen. Das flauschige Handtuch erregte ihre Vaginallippen, die leicht anschwollen und Feuchtigkeit produzierten. Sie beschloss, schnell damit aufzuhören, damit ihr heißes Fleisch nicht wieder vom Liebessaft nass wurde, gerade jetzt nach dem Bad.

Sie ging mit hüpfenden Titten ins Schlafzimmer. Sie konnte sich kaum bewegen, ohne dass die prächtigen Pyramiden schaukelten oder wippten, weil sie so voll und groß waren. Insgeheim war Amelie stolz auf sie. Sie hatte schon daran gedacht, sie irgendwann einmal einem Mann zu zeigen – nur ein einziges Mal.

Als sie als junges Mädchen vergewaltigt worden war, hatte sie noch keine richtigen Titten besessen. Aber das war schon lange her, jedoch blieben diese Erinnerungen so stark haften, als wäre es erst vor wenigen Minuten geschehen.

Sie hatte ein paar Verabredungen mit Leon gehabt, ihm jedoch nie erlaubt, ihre Bluse zu öffnen. Aber wie oft hatte er es versucht! Oft hatte er ihre Brüste durch ihre Bekleidung gestreichelt, Amelie erregt und es geschafft, dass ihre Nippel anschwollen.

Leon streichelte sie so gern, wenn er ihr einen Zungenkuss gab. Sie stellte sich vor, wie es wohl sein würde, wenn er mit der Zunge über ihre Brustspitzen leckte.

Ich sollte mich wirklich nicht mehr mit ihm verabreden, dachte sie, als sie einen Büstenhalter und einen Slip aus der Schublade holte. Natürlich ist es im Büro unmöglich, ihn zu meiden. Und ich mag ihn sogar!

Genau das war ihr Kummer. Es schien keinen Ausweg aus ihrem Dilemma zu geben.

Nachdem sie den weißen Slip angezogen und ihn mit den Fingerspitzen unter ihren prächtigen Hinterbacken zurecht geschoben hatte, legte sie den Büstenhalter um die Taille, so dass die Haken und Ösen vorn waren. Sie befestigte sie, drehte den Büstenhalter dann um und schob ihre Arme durch die Träger, während sie die Bürste in die Körbchen legte. Sie hatte einen Halbschalen BH gewählt und ihre Titten schoben sich über den Rand der Körbchen hinaus.

Sie zitterte, als sie sich auf die Bettkante setzte und die Beine übereinander schlug, um einen Strumpf anzuziehen. Sie streckte ihr linkes Bein vor sich aus und zog den Strumpf hoch und schob dann den Elastikrand um ihren vollen Oberschenkel zurecht. Nachdem sie den anderen Strumpf angezogen hatte, stand sie auf. Durch das Sitzen war ein Teil ihres Höschens in den Spalt ihrer Hinterbacken gerutscht und sie sah die tiefe weiße Ritze.

Nachdem sie das Höschen noch einmal hochgezogen hatte, betrachtete Amelie sich im Spiegel. Sie war noch nicht gekämmt und hatte noch kein Make-up aufgelegt, dennoch musste sie zugeben, dass sie sehr hübsch war.

Wie würde es Leon gefallen, wenn er mich jetzt so sehen könnte – nur mit dem BH, dem Schlüpfer und den Nylons bekleidet, dachte sie. Allein der Gedanke ließ sie erbeben.

Wenn du nicht sehr aufpasst, dann lässt du es ihn doch eines Tages machen, sagte sie sich.

Oh nein, niemals, antwortete sie sich selbst. Kein Mann wird mich jemals wieder ficken! Es war schrecklich! Es tat weh und blutete. Noch tagelang tat es mir weh. Männer sind brutal!

Auch Leon würde es sein, wenn ich ihm eine Möglichkeit gäbe, seinen Schwanz in mich rein zustecken.

Nur in Unterwäsche und Strümpfen ging Amelie in die Küche, um sich eine Tasse Cappuccino zu machen.

Später am Morgen ging sie den Flur der Arztpraxis hinunter, in der sie arbeitete, als sich plötzlich aus einer offenen Tür Arme um sie legten.

Amelie keuchte, als ihr Chef sie umdrehte. Leon drückte die Lippen auf ihren Mund, und sie versteifte sich, als sie seine Zunge spürte. Sie stieß ihn weg, ihre vollen Brüste hoben und senkten sich erregt unter dem weißen Schwesternkittel.

„Doktor, lassen Sie das!“, fauchte sie.

Der hübsche dunkelhaarige Arzt lachte.

„Amelie, wir sind jetzt allein. Kein Grund, so dienstlich zu tun.“

„Wir sind immer noch in der Praxis! Um Himmels willen, Leon, müssen Sie jedes Mal nach mir grabschen, wenn ich vorbeikomme?“

Mit geröteten Wangen wandte sich Amelie ab und strich mit der Hand über die goldblonden Haare über ihren Schultern.

„Ich denke immer noch an gestern Abend“, sagte Leon, während seine Augen kühn über die Kurven ihres Körpers glitten. „Bei unserer nächsten Verabredung kommen Sie mir nicht so davon!“

Amelie sah ihn an, ihre blaugrünen Augen blitzten.

„Dann wird es keine nächste Verabredung geben! Ich habe Ihnen doch bereits mehrfach gesagt, dass ich keinerlei Interesse am Ficken habe!“

Wieder drehte sie sich um und ihre Hüften schaukelten, als sie schnell den Flur hinunterging und in ihr Vorzimmer zurückkehrte. Ihre Wangen waren gerötet, ihr Gesicht sah finster aus. Sie wusste, dass sie viel zu schnell ging und dass ihre Brüste zu sehr schaukelten.

Zwei Männer sahen von den Magazinen auf, die sie in den Händen hatten. Der junge Mann rutschte auf seinem Stuhl hin und her, während auf dem Gesicht des älteren Patienten ein freundliches Lächeln auftauchte.

Als Amelie hinter ihrem Schreibtisch saß, dachte sie: Ich hätte nicht „ficken“ sagen sollen! Das ist obszön! Aber ich wollte ihm zeigen, dass ich Bescheid weiß und dass es die einzige Sprache ist, die Männer verstehen. Leon ist hübscher als die meisten, aber er ist dennoch wie alle anderen, wenn er allein mit einem Mädchen ist. Er kann an nichts anderes denken, als sie auf den Rücken zu schmeißen und seinen...

„Frau Bellersheim?“ Der ältere der beiden wartenden Patienten stand vor Amelies Schreibtisch und lächelte. Er war groß, hatte schneeweiße Haare und hellblaue Augen.

„Ja, Herr Randeck?“

„Darf ich Sie einmal etwas Persönliches fragen?“, sagte er mit ruhiger Stimme. „Es ist ein bisschen kühn von mir, aber – nun, würden Sie mir vielleicht die Ehre geben, irgendwann einmal mit mir essen zu gehen? Ich würde Sie sehr gerne einladen. Vielleicht heute Abend?“

Der hat aber Nerven, dachte Amelie. So ein alter Bursche! Der muss doch schon sechzig sein!

„Es tut mir leid, Herr Randeck, aber ich verabrede mich nicht mit Patienten“, antwortete sie muffig. Sie sah die Enttäuschung auf seinem Gesicht.

„Oh. Nun, dann vielleicht ein andermal. Ich werde Sie gelegentlich wieder fragen.“

Er lächelte Amelie freundlich zu und kehrte zu seinem Stuhl zurück. Sie sah aus den Augenwinkeln, dass der junge Mann, der neben ihm saß, grinste. So, er hatte es also mitgekriegt!

Amelie errötete vor Verlegenheit und wandte sich der Computer Tastatur zu, um den Brief, den sie begonnen hatte, zu beenden.

Aber sie konnte nur drei Wörter tippen, als auch schon das grüne Lämpchen ihrer Gegensprechanlage aufleuchtete und ihr mitteilte, dass der nächste Patient an der Reihe war.

„Herr Schmid, bitte“, sagte Amelie und führte den jungen Mann durch den Flur. Sie hatte seine Karteikarte in der Hand.

„So´n richtiger scharfer alter Hengst, was“, bemerkte der junge Patient, während er ihre Hinterbacken betrachtete. „Kein Wunder, dass Sie ihm Bescheid gesagt haben.“

„Warten Sie hier“, meinte Amelie und öffnete die Tür zu einem Untersuchungszimmer.

Grinsend ging der junge Mann an ihr vorbei, sein Ellenbogen streifte ihre festen Titten.

Männer, dachte Amelie wütend, während sie die Karteikarte in Leons Privatbüro brachte. Sie lassen ein Mädchen keine Sekunde in Ruhe!

„Du meine Güte, was für ein Tag!“, ächzte Leon und lehnte sich in seinen Drehstuhl zurück. „Es ist doch hoffentlich niemand mehr draußen?“

Amelie, die vor seinem Schreibtisch stand, schüttelte den Kopf.

Er grinste und streckte einen Arm aus. „Dann komm her, Mädchen!“

„Nein!“

„Aber, Mädchen, nun mach schon! Hast du nicht ein bisschen Mitleid mit einem überarbeiteten, frustrierten Doktor?“

„Leon, ich möchte nicht betätschelt werden!“

Er zwinkerte und sagte ruhig: „Lügnerin!“

„Ich lüge nicht!“ Röte stieg in Amelies Wangen. „Ich weiß nicht, warum Sie mir nicht glauben wollen.“

Leon beugte sich vor. „Weißt du warum? Weil ich Arzt bin und viel über die Menschen weiß. Ich nehme an, du erinnerst dich an gestern Abend.“

„Ich habe versucht, das zu vergessen.“

„Nun hör aber auf“, lachte er. „He, was machen wir eigentlich heute Abend? Ich meine“, fügte er hinzu, „ehe wir in dein Apartment gehen und in dein Bettchen schlüpfen?“

„Wir gehen heute Abend nirgendwo hin“, erklärte Amelie und hob kriegerisch ihr Kinn. „Und bestimmt nicht in meine Wohnung. Ich hätte Sie gestern Abend niemals einladen sollen.“

„Meinst du das wirklich?“, grinste Leon.

„Ja. Leon, ich weiß nicht, warum Sie denken, solche Spielchen mit mir treiben zu können. Ich bin an Sex nicht interessiert, niemals!“

„Okay“, sagte er und stand auf. „Also keine Verabredung für heute Abend. Wir wollen es uns beide überlegen.“

Er blinzelte und schlug Amelie auf die Hinterbacken, als er an ihr vorbei zum Garderobenständer ging. Ihre Gesäßbacken juckten. Ihre Wangen waren immer noch gerötet, als sie sah, wie ihr gut aussehender Boss den weißen Arztkittel auszog und in seine Anzugjacke schlüpfte.

„Also bis morgen früh, Amelie“, sagte er und verließ das Büro.

Als sie sicher war, dass er die Praxis verlassen hatte, ging Amelie zur Vordertür und verschloss sie. Sie wollte in der Toilette ihr Make-up in Ordnung bringen, ehe sie die Praxis verließ.

Als sie sich auf die Klobrille setzte und pinkelte, dachte sie aus irgendeinem Grund an Philipp Randeck, den weißhaarigen Mann der sie an diesem Morgen um ein Rendezvous gebeten hatte. Ohne Zweifel war es der älteste Mann, der das je bei ihr versucht hatte. Aber offensichtlich hat er manchmal noch sehr junge Ideen, dachte sie lächelnd.

Sie trocknete mit Toilettenpapier die tropfenden Schamlippen ab, stand auf und zog ihren Slip hoch.

„Ich möchte doch mal wissen, wie alt er in Wirklichkeit ist?“

Sie wusste, dass sein Alter im Computer vermerkt war. Bei der ersten Konsultation eines Patienten wurde alles notiert, was ihn betraf.

Es war bloße Neugierde, die Amelie veranlasste, im Computer nach Randecks Krankeninformationen zu suchen. Sie war überrascht, als sie sah, dass Randeck erst 54 Jahre alt war. Sein weißes Haar hatte sie über sein Alter getäuscht. Ja, wenn sie richtig darüber nachdachte, so hatte er kaum Falten und hielt sich noch tadellos.

Wenn er auch nicht so alt war, wie sie geglaubt hatte, so war er sicherlich alt genug, um ihr Vater sein zu können. Und sogar ein paar Jahre darüber.

Amelie überflog die Kundendaten: Randeck war geschieden und lebte allein. Er war zu einer allgemeinen Untersuchung zu Leon gekommen und...

Amelie riss die Augen auf und starrte auf ein einzelnes handgeschriebenes Wort, das alle anderen zu überragen schien: Impotenz.

Philipp Randeck war impotent!

Amelie lehnte sich zurück; sie starrte auf die Wand und dachte darüber nach, was das bedeutete. Randecks Interesse an ihr musste also rein platonisch sein.

Er scheint mich einfach zu mögen, überlegte sie. Vielleicht sieht er in mir eine Art Tochter. Er hat immerhin in einer sehr väterlichen Weise mit mir gesprochen, nette kleine Bemerkungen gemacht. Er ist niemals frech geworden. Ich habe ihn völlig falsch eingeschätzt. Er ist anders als die anderen!

Wie müsste es ein, mit einem solchen Mann verheiratet zu sein, fragte sich Amelie, als ihre Gedanken plötzlich einen kühnen Sprung machten. Sie schloss das Computerprogramm und ging wieder in die Toilette, um ihr Make-up aufzufrischen.

Als eine Frau wäre ich sicher, dachte Amelie. Andere Männer wären entmutigt, wenn sie wüssten, dass ich verheiratet bin und würden nicht mehr versuchen, mich ständig zu befummeln. Offensichtlich geht es ihm gut, vielleicht ist er sogar sehr reich. Er würde mir alles geben, was ich brauche und das nicht, was ich nicht will. Es könnte eine perfekte Lösung sein.

Aber ich weiß nicht, ob er mir so gut gefällt, dass ich immer mit ihm leben möchte. Ich könnte es herausfinden, wenn ich mich ein paar Mal mit ihm verabrede.

Amelies Gedanken hatten sie zu Überlegungen geführt, die sie fast erschreckten. Aber irgendwie faszinierte sie die ganze Geschichte. Es war durchaus möglich, dass sie hier die Lösung fand, nach der sie unbewusst gesucht hatte.

Philipp Randecks Behandlung schien abgeschlossen zu sein. Sie fand keinen Vermerk für einen weiteren Termin. Ehe Amelie den Computer herunterfuhr, schrieb sie sich seine Handy- und Festnetznummer auf.

Und wieder überfiel sie in dieser Nacht der schreckliche Traum der sie schon so oft im Schlaf gestört hatte. Aber diesmal erwachte sie nicht, als dieser gesichtslose, nackte Mann seinen Steifen in ihre Möse steckte.

Sie krümmte sich auf dem Pflaster, starrte zu ihm hoch, als er sie mit wilden Bewegungen fickte, als sein mächtiges Glied immer wieder in die enge schlüpfrige Passage tauchte. Sie wusste nicht, was schrecklicher war – der Schmerz oder die entsetzliche Demütigung.

Der brutale Kerl fickte sie wie ein Irrer, während andere Männer mit steifen Schwänzen dastanden und zusahen. Dann aber tauchte plötzlich ein Mann in einem weißen Arztkittel von irgendwoher auf, stieß den geilen Kerl von ihr und verjagte die anderen. Amelie schlang die Arme um ihren Retter – der Traum war zu Ende...

2

„Du wirst WAS?“, explodierte Leon. „Das erlaube ich nicht!“

„Sie können mich nicht davon abhalten“, antwortete Amelie ruhig. „Philipp ist sehr lieb zu mir und ein freundlicher, wundervoller Mann. Wir sind ein paar Mal miteinander ausgegangen. Gestern Abend hat er mir einen Antrag gemacht und ich habe ihn angenommen.“

„Das also hast du während der letzten zwei Wochen getan“, rief der Doktor. „Und mir hast du gesagt, du wolltest dich mit keinem anderen Mann treffen! Nun, eine Verabredung mit diesem alten Heini ist genauso eine Verabredung wie mit mir. Er ist absolut impotent, das solltest du in seiner Krankenakte entdeckt haben.“

„Darum kümmere ich mich überhaupt nicht“, antwortete Amelie, ohne die Augen niederzuschlagen. „Er ist sehr freundlich und rücksichtsvoll zu mir.“

„Amelie, er hat einen Sohn, der älter ist als du!“

„Und was macht das?“

„Na schön, na schön, wie du willst“, zischte ihr Boss ärgerlich. „Du bist frei. Du kannst jederzeit gehen. Ich werde die Agentur für Arbeit anrufen, damit sie mir eine neue Arzthelferin schicken. Dich möchte ich hier nicht mehr sehen!“

Amelie starrte ihn an. „Einverstanden, das macht mir alles bedeutend leichter.“

„Du weißt überhaupt nicht, was für einen Fehler du begehst“, murmelte Leon und sah sie scharf an. „Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit, dich davon zu überzeugen.“

„Falls Sie noch irgendwelche Gefühle für mich übrig haben“, antwortete Amelie und ihre Augen bewölkten sich, „dann sollten Sie mir viel Glück wünschen.“

Sie drehte sich um und verließ Leons Büro.

Sie und Philipp flogen nach Paris, um dort zu heiraten. Verwandte waren nicht anwesend. Trauzeugen waren zwei Angehörige der Kapelle, in der die Hochzeit stattfand.

Philipp war auf eine väterliche Weise zärtlich und zuvorkommend, er war in jedem Augenblick um Amelies Wohlergehen besorgt. Sie spürte, wie sie ruhig war, wenn sie bei ihm war – ein Friede umgab sie, den sie seit Jahren nicht mehr gespürt hatte.

Sie hatte das Gefühl, dass ihr persönliches Problem für lange Zeit gelöst war. Keine geilen Männer würden sie mehr jagen. Nun trug sie einen Ring. Amelie konnte kaum die Augen von dem glänzenden Goldband mit den funkelnden Diamanten nehmen.

Es machte ihr nichts aus, in das teure Hotel zurückzukehren, in dem sie und Philipp eine Suite mit zwei Schlafzimmern genommen hatten. Als er sie gebeten hatte, ihn zu heiraten, hatte er ihr klargemacht, dass sie getrennte Schlafzimmer haben würden.

„Wahrscheinlich kennst du mein Problem“, fügte er traurig hinzu, „ich nehme an, es stand im Computer.“

„Ja, ich weiß“, hatte Amelie zugegeben.

„Und es macht dir nichts aus?“

„Natürlich nicht.“

Philipp hatte sie in die Arme genommen und sie geküsst, so wie es vielleicht ihr Vater einmal getan hatte. Er versuchte nicht, ihr die Zunge in den Mund zu stecken, seine Hände blieben ruhig auf ihrem Rücken liegen. Amelie fühlte sich völlig sicher.

Ihre Sicherheit blieb auch unerschüttert, als sie und ihr Ehemann Champagnerdinner bei Kerzenlicht in ihrer Hotelsuite genossen. Sie hatte vor dem Dinner gebadet und trug ein sehr hübsches, doch ziemlich geschlossenes Negligé. Philipp lächelte ihr über den Tisch zu, seine klaren Augen blinzelten beim Anblick ihrer frischen jungen Schönheit.

Es war ihr so recht bewusst geworden, dass er ein sehr hübscher, kräftiger Mann war. Sie war stolz darauf mit ihm gesehen zu werden, obwohl es bestimmt Leute gab, die sie für Vater und Tochter hielten. Es störte Amelie keineswegs, denn sie fühlte sich wie seine Tochter. Und er war für sie eine Art Pflegevater. Was konnte netter sein? Als Philipp vorschlug, es wäre Zeit, sich zurückzuziehen, ging Amelie zu seinem Stuhl und küsste ihn auf die Stirn.

„Gute Nacht, Schatz“, sagte sie zärtlich und ging zu ihrem eigenen Zimmer.

Die meisten Mädchen würden so etwas für eine merkwürdige Art halten, Flitterwochen zu beginnen, überlegte Amelie, aber sie war sich darüber klar, dass es genau das war, was sie sich gewünscht hatte.

Falls es andere Gedanken in ihr gab, irgendwelche Sehnsüchte, die eine platonische Ehe nicht befriedigen konnte, so wollte sie sie nie wachrufen. Schließlich waren die Männer schuld, dass sie Konflikte gehabt hatte, die ihr so viele Sorgen gemacht hatten. Sie hatten Gefühle in ihrem Körper erweckt, denen sie sich niemals ausliefern wollte, und brauchte sich ihnen nicht auszuliefern, wenn sie sie in sich verborgen ließ.

Sie setzte sich in ihrem Schlafzimmer vor die Frisiertoilette und nahm Abschminktücher in die Hand, um sich mit ihrem Make-up zu beschäftigen, als sich die Tür öffnete. Im Spiegel beobachtete sie, wie Philipp das Zimmer betrat. Er lächelte auf seine angenehme väterliche Weise, die ihr schon so vertraut war.

„Was für ein entzückendes Bild!“, sagte der Mann begeistert.

„Ich danke dir, Philipp. Aber ich wollte gerade mein Make-up entfernen. Das ist kein sehr hübscher Anblick.“

„Tu es bitte noch nicht“, bat Philipp, während er hinter sie trat und seine Hände auf ihre Schultern legte. Es überlief sie eiskalt.

„Ist dir kalt?“, fragte er.

„Nein. Ich weiß nicht ... ich weiß wirklich nicht, was es war.“

Sie lachte, um die Nervosität zu verdecken, die plötzlich in ihr war.

„Steh auf, bitte!“

„Aber ich will mein Make-up entfernen!“

„Bitte!“ Er blieb freundlich.

Amelie stand auf und wandte ihm ihr Gesicht zu. Ihr Herz klopfte schneller als sonst und die Haut kribbelte.

„Du bist so entzückend“, sagte Philipp, während er sie freundlich von oben bis unten betrachtete. „Bitte, zieh doch deine Kleider für mich aus, ja?“

„Aber Philipp, du hast gesagt ... ich ... ich meine ...“

„Ja, Liebling?“

Seine Fingerspitzen glitten liebkosend über ihren Arm.

„Du hast gesagt, es würde ... es würde so etwas nicht geben.“

Er kicherte. „Ich kann mich nicht daran erinnern gesagt zu haben, dass ich dich nicht einmal ohne deine Kleider betrachten möchte.“

„Aber Philipp – wenn wir doch nicht zusammen schlafen ...“

„Sei nachsichtig mit mir, nicht wahr? Schließlich bin ich dein Mann.“

Närrin, dachte Amelie. Du hättest wissen sollen, dass es nicht so einfach sein würde, wie du geglaubt hast.

Sie wusste nicht, wie sie sich gegen die Bitte ihres Mannes wehren konnte. Sie war immer noch zuversichtlich, dass er nicht weiter gehen würde. Impotenz bedeutete bei einem Mann, dass er unfähig war, Sex zu haben, und Philipp hatte mit ihr so gesprochen, dass sie überzeugt war, dass auch seine Konsultationen bei Leon nichts an seiner Verfassung geändert hatten.

Dennoch war Amelie nervös. Vielleicht ganz einfach, weil sie verlegen war. Kein Mann hatte sie jemals nackt gesehen, nicht seit damals...

„Bitte, lass mich ins Badezimmer gehen, damit ich meine Unterwäsche ausziehen kann“, sagte sie und ihre Stimme klang ein wenig unsicher.

Sie stellte sich vor, dass es leichter sein würde, nur in ihrem Negligé dazustehen, einen Augenblick lang herauszuschlüpfen und es dann sofort wieder anzuziehen.

„Nein!“, antwortete Philipp. „Ich möchte zusehen, wenn du dich ausziehst. Darf ich dir helfen?“

Seine Hände bewegten sich zu den Bändern ihres leichten Gewandes. Amelie versteifte sich. Einen Augenblick lang überfiel sie Panik. Aber sie wehrte sich gegen das Gefühl, es nicht zu tun oder gar davonzulaufen. Er ist dein Ehemann, belehrte sie sich selbst. Du hast ihn heute geheiratet. Du willst doch nicht, dass die Ehe jetzt schon zerbricht?

Sie bot alle Willenskraft auf, um nicht zu zittern, als Philipp ihr Negligé öffnete. Ihre Wangen waren gerötet, heiß lief das Blut durch ihren Körper. Sie trat zurück.

„Ich ... ich will das tun“, sagte sie. „Warum ... setzt du dich nicht hin?“

„Gern, Liebling.“

Philipp ging zu einem Stuhl und setzte sich.

Mein Gott, ist das entsetzlich, dachte Amelie, als sie zögerte, ehe sie aus dem Negligé schlüpfte. Ich komme mir vor wie eine Stripperin.

Aber, und das wusste sie, es gab keine Möglichkeit, die Demütigung zu vermeiden. Sie ließ das Negligé über ihre Schultern gleiten. Sie trug einen rosa Halbschalen BH und ein rosa Höschen mit Spitzen an den Seiten.

„Aaaahhhhh!“, seufzte ihr Mann anerkennend. „Sehr hübsch!“

Die Röte in Amelies Wangen verstärkte sich, ihr Herz schlug noch schneller. Sie fühlte sich unsicher und nervös, als sie ihr Negligé zur Seite legte.

„Nun den Büstenhalter“, befahl Philipp.

Ihr Zittern wurde stärker. „Muss ... muss das ein?“

„Liebling!“ Philipp war leicht schockiert. „Ich bin dein Ehemann!“

Ein hübsches Lächeln lag auf seinem Gesicht.

„Außerdem bist du so schön, dass du stolz darauf sein solltest, dich mir zu zeigen.“

Amelie biss sich auf die Unterlippe.

„Nun komm schon, mein Schatz“, drängte Philipp zärtlich. „Lass mich deine lieblichen Brüste sehen!“

Amelie starrte auf den Boden. Mit zitternden Händen griff sie auf ihren Rücken und öffnete die Haken ihres Büstenhalters. Sie ließ die Träger über die Schultern rutschen und hob die Körbchen von den runden, wundervollen Titten. Kühle Luft wehte über die Nippel und sie versteiften sich.

Amelie warf den Büstenhalter auf einen Stuhl. Schließlich brachte sie den Mut auf, ihren Mann anzusehen. Seine Augen leuchteten, er schien die Schönheit ihrer geschwollenen, wunderbaren Titten zu trinken.

Wie sehr sie ihm gefallen, dachte Amelie, und Erregung und Scham mischten sich. Es war eine Art von Befriedigung, dass sie sich ihm zeigen konnte, entdeckte sie, dass sie sich so einem Mann zeigen konnte, der ihr nicht wehtun würde.

Obgleich die Röte in ihrem Gesicht blieb, brauchte er sie nicht zu drängen, die Daumen hinter das Gummiband ihres Höschens zu schieben und das zarte Kleidungsstück herunterzurollen. Philipp starrte auf das krause blonde Haar über ihrem Liebeshügel und dann sah er die geschwollenen Liebeslippen mit dem tiefen Spalt.

„Schön!“, rief er, seine Stimme klang nun heiser. Zitternd vor Verlegenheit und Erregung bückte sich Amelie, um den Schlüpfer über die Füße zu ziehen. Ihre Titten schaukelten. Ihre Nippel standen heraus wie kleine Finger.

Amelie richtete sich auf. Ein wenig Trotz war in ihren blaugrünen Augen, als sie direkt den Mann ansah, der kaum zwei Meter von ihr entfernt auf dem Stuhl saß.

„Du bist noch viel entzückender, als ich erwartet hatte“, sagte Philipp heiser. „Dreh dich um, bitte!“

Amelie drehte sich um und ihre Brüste flogen. Wieder überkam sie Schamgefühl, als sie merkte, dass Philipp auf ihren nackten Arsch starrte. Aber die merkwürdige Erregung blieb.

Sie hörte einen Laut hinter sich. Ehe sie sich umdrehen konnte, um zu sehen, was geschah, legten sich Arme um sie, seine beiden Hände pressten sich auf ihre wundervollen Halbkugeln, ihr nackter Hintern berührte Philipps Hose.

„Nein!“, rief Amelie erschreckt. „Du hast es versprochen!“

„Mein Liebling!“ Die Stimme des Mannes klang leidenschaftlich, als er das volle Fleisch ihrer Titten streichelte. „Du hast einen so wundervollen Körper!“

Amelie war erschrocken und gedemütigt, als die langen schlanken Finger des Mannes ihre Titten kneteten, die prallen Kugeln hin und her schoben, sie zusammendrückten, die weit herausstehenden festen Nippel streichelten, bis sie so kitzelten, dass sie es kaum mehr aushalten konnte.

„Hör auf!“, rief Amelie.

Philipp fiel hinter ihr auf die Knie, er ließ ihre Brüste los und umfasste ihre Hüften. Wie paralysiert starrte Amelie in den Spiegel der Frisiertoilette und beobachtete das lustverzerrte Gesicht ihres Mannes, bis er den Kopf senkte und ihre Hinterbacken zu küssen begann.

Seine feuchten Lippen waren wie glühende Lava, die die seidenweichen Backen ihres Arsches verbrannten. Geil leckte er durch die Ritze. Seine Zunge war wie eine Flamme zwischen ihren Hinterbacken und Amelie keuchte, als seine Zunge ihre Rosette kitzelte.

„Oooohhhh!“, schrie sie.

Sie versuchte, sich von ihm wegzuziehen, doch Philipp hielt sie an den Hüften fest, noch immer presste er sein Gesicht auf ihr zitterndes Gesäß. Seine nasse Zunge spielte über die zarte Haut.

Nie zuvor hatte Amelie etwas Ähnliches erlebt – es demütigte sie und sie schämte sich, doch zugleich stimulierte es sie.

Schließlich zog ihr Mann keuchend das Gesicht zurück. Er ließ ihre Hüften los und sie rannte durchs Zimmer, wandte sich um und presste den Rücken gegen die Wand. Sie starrte auf den Mitleiderregenden, knienden Mann und plötzlich tat er ihr so leid, dass der Schrei und die Worte, mit denen sie ihn verfluchen wollte, in ihrer Kehle stecken blieben.

Keuchend stand sie da, ihre stolzen Brüste hoben und senkten sich, ihre Augen waren groß.

„Es tut mir leid“, murmelte Philipp. „Ich ... ich habe die Kontrolle über mich verloren.“

Er stand auf und wagte nicht, sie anzusehen.

Amelie legte einen Arm über ihre Titten und bedeckte mit einer Hand das blonde Dreieck zwischen ihren Schenkeln. Ohne ein Wort zu sagen, beobachtete sie, wie ihr verstörter Mann das Zimmer verließ. Sowie er die Tür geschlossen hatte, rannte sie hin, um den Schlüssel umzudrehen. Doch dann beschloss sie, es nicht zu tun. Es gab keinen Grund dafür. Philipp war in der Tat harmlos.

Aber er hatte sie erregt!

Noch immer kitzelte Amelies empfindliches Arschloch von der zärtlichen und doch so schockierenden Berührung seiner Zunge. Ihre Brüste pulsierten vom Kneten seiner geilen Hände.

Nackt saß die junge Frau vor dem Spiegel und betrachtete sich. Zum ersten Mal hatte sie Zweifel – Zweifel, worauf sie sich eingelassen hatte. Es war jetzt klar, dass Philipps Gefühlte nicht rein platonisch sein konnten. Aber er hatte zugleich den Beweis erbracht, dass er nichts tun konnte, um den Sexualtrieb in sich zu stillen – er konnte nur sehen und berühren – und küssen. Was für ein Kuss! Ihr Hintern juckte noch mehr.

Schnell entfernte Amelie ihr Make-up, dann ging sie ins Badezimmer und ließ Wasser in die Wanne. Sie tat es zum zweiten Mal an diesem Abend. Nachdem sie gebadet hatte, zog sie ein leichtes Nachthemd an, das sie für die Flitterwochen gekauft hatte. Sie hatte dieses Nachthemd mit anderer Unterwäsche gekauft und gedacht, Philipp würde es gefallen; er würde vielleicht sogar versuchen, durch den dünnen Stoff zu schauen, obwohl sie zugleich gehofft hatte, er würde es nicht tun.

Sie drehte die Lampen aus und ging ins Bett. Als sie in der Dunkelheit lag, schien immer noch ihr ganzer Körper zu pulsieren.

Philipp und ich müssen eine Absprache treffen, beschloss sie. Er darf mich nicht mehr berühren. Aber er ist dein Mann! sagte eine Stimme in ihr. Du kannst dich nicht weigern, dich ihm nackt zu zeigen ... dich berühren zu lassen, wenn er will. Amelie erbebte. Sie dachte an Leon und was er beim letzten Mal gesagt hatte – dass sie den größten Fehler ihres Lebens machen würde.

Sie glaubte ihm immer noch nicht. Die Ehe würde gut sein, versicherte sie sich. Auf lange Zeit gesehen, würde es eine gute Ehe werden. Auch wenn sie am Anfang einige Hemmungen überwinden musste.

Doch sie machte sich keine Illusionen mehr über Philipp. Er war nicht mehr die Vaterfigur für sie. Er hatte gezeigt, dass er im Grunde genommen wie alle anderen Männer war, nur seine Impotenz hinderte ihn daran, mehr zu tun.

Und dafür wenigstens war Amelie dankbar.

3

„Nun, hier sind wir, meine Liebe“, sagte Philipp, als die Limousine, in der er und Amelie um eine Kurve auf den Starnberger See zu fuhren. „Dein neues Heim!“

Die Augen der jungen Frau wurden groß. Es war ihr in den kurzen Flitterwochen, die sie und Philipp in Paris verbracht hatten, klar geworden, dass ihr Ehemann gut situiert war, aber sie hatte sich nicht vorstellen können, dass er in einem so gewaltigen Haus lebte, einer Villa, die ihm gehörte.

Das Haus war fantastisch. Es war umgeben von strahlend grünem Rasen. Alle möglichen Bäume warfen ihre Schatten auf diesen herrlichen Rasen, sie sah Blumenbeete und Gebüsch auf beiden Seiten. Man musste von oben weit über den Starnberger See schauen können.

Philipps Hand legte sich auf Amelies Knie.

„Magst du es?“, fragte er, offensichtlich besorgt, ihre Meinung zu hören.

„Es ist wunderschön!“, rief sie.

„Nicht so schön wie du.“

Philipps Hand glitt höher, bis sie sich auf den nackten zarten Oberschenkel über dem Rand ihres Nylonstrumpfes legte. Sie spürte, wie ihre Nerven zu flattern begannen. Sie war ärgerlich, dass er das tat, doch Amelie stieß seine Hand nicht weg.

Sie hatte während der letzten paar Tage gelernt, dass er erwartete, sie würde solche kleinen Intimitäten gestatten. Er hatte nie wieder etwas so Schockierendes wie in ihrer Hochzeitsnacht getan und dafür war ihm Amelie dankbar, doch seine Hände berührten sie häufig, legten sich auf ihren gebräunten Oberschenkel oder auf eine Brust. Das ist eben der Preis, den ich dafür zu bezahlen habe, dachte Amelie, der Preis für die Sicherheit, die mir die Ehe bietet. Und wenn man alles in allem betrachtete, so war es wirklich kein allzu großer Preis.

Der große schwarze Wagen hielt vor dem gewaltigen Gebäude, und Amelie strich ihren Rock herunter. Philipps großer, hakennasiger Chauffeur ging um das Auto herum und öffnete die Tür auf ihrer Seite. Seine scharfen Augen glitten zu ihren Beinen, als sie aus dem Wagen rutschte. Amelie warf ihm einen bösen Blick zu.

Philipp stieg ebenfalls aus. Sie warteten, während der Chauffeur ihr Gepäck aus dem Kofferraum holte.

„Ein Hoch auf die Jungvermählten!“, sang eine weibliche Stimme.

Schnell drehte sich Amelie um und starrte auf eine fantastische rothaarige Frau, die in der Tür des Hauses stand. Sie musste Mitte oder Ende Dreißig sein, war schlank, doch mit prachtvollen Kurven. Sie trug einen Minirock über ihren nackten, tief gebräunten Beinen. Ihr Haar war kurz und kess gelockt.

„Hallo, Charlotte!“, sagte Philipp seufzend. „Amelie, das ist meine erste Frau. Charlotte, begrüße Amelie und sei nett zu ihr.“

„Philipp! Als ob ich jemals anders sein könnte.“

Die Rothaarige ging auf Amelie zu, ihre Augen unter den dick aufgetragenen Lidschatten verengten sich und ihr Lächeln wirkte ein wenig verzerrt und scharf.

Amelie war verblüfft und schockiert, dass Philipps erste Frau da war, um sie zu begrüßen, dass sie einfach aus dem Haus herauskam, als ob es ihr gehörte.

„Ich ... äh ... ich freue mich, Sie kennen zu lernen“, sagte die junge Frau, als sie die ausgestreckte Hand ihrer Vorgängerin ergriff.

„Und ich bin entzückt, Sie kennen zu lernen!“, rief Charlotte. Schnell trat sie zurück und betrachtete Amelie von oben bis unten.

„Philipp, du hast mir nicht gesagt, wie entzückend sie ist! Da hast du einen Volltreffer gemacht, du schlauer Teufel! Drehen Sie sich doch mal um, meine Liebe. Ich möchte Sie ganz betrachten.“

Amelie drehte sich verlegen herum. Nicht nur die frühere Frau Randeck betrachtete sie, sondern sie sah, dass auch der Chauffeur sie musterte.

„Vollkommen!“, rief Charlotte und klatschte in die Hände. „Oh, meine Liebe, Sie müssen mir erzählen, wie Sie es schaffen, einen so kleinen Arsch zu haben, ohne dass er zu weit raus steht!“

Amelie errötete.

„Philipp, ich habe sie in Verlegenheit gebracht“, lachte die ältere Frau fröhlich. „Amelie, meine Liebe, ich habe das doch nicht so gemeint. Ihre Figur ist göttlich. Diese Titten! Mein Gott, Sie sehen aus wie ein Topmodel, aber was haben Sie für eine süßes und unschuldiges Gesicht!“

„Philipp, können wir nicht hineingehen, bitte?“, fragte Amelie, die nicht mehr wusste, was sie sonst noch tun sollte.

Was für ein Recht hatte diese Frau, so persönliche Bemerkungen über sie zu machen und dazu noch auf eine so vulgäre Art? Warum stand Philipp ihr nicht bei?

„Ja, nun komm schon“, sagte er und nahm Amelie am Arm. Die Begrüßung seiner ersten Frau schien ihm keineswegs gefallen zu haben, doch er sagte nichts. Amelie kam sich wie eine Fremde vor, die irgendein Haus betrat.

„Nun, sicherlich möchten Sie sich erst ein wenig erfrischen“, sagte Charlotte hinter ihr. „Vincent, bring das Gepäck in das Hauptschlafzimmer!“

Amelie wollte etwas sagen, wollte dem Chauffeur erklären, er solle ihr Gepäck in das Zimmer bringen, das sie haben sollte, aber sie schwieg, sie wollte Charlotte keine Gelegenheit geben, weitere dumme Bemerkungen zu machen.

„Ich werde Ihnen das Haus zeigen“, sagte Charlotte und fasste nach der Hand der jungen Frau. „Philipp, mixe uns ein paar Drinks, ja, Liebling?“

Ohne etwas zu sagen, ging der weißhaarige Mann in das große Vorderzimmer, während Charlotte Amelie die Treppe hinaufführte und der mit dem Gepäck beladene Chauffeur vor ihnen herging.

„Nun, was halten Sie von Philipp?“, fragte die lebhafte rothaarige Frau. „Ist er nicht ein Lämmchen?“

„Frau ... äh ... Randeck ... wenn es Ihnen nichts ausmacht ...“

„Nennen Sie mich doch Charlotte, Schätzchen! Außerdem bin ich nicht mehr Frau Randeck. das sind Sie!“ Sie lachte. „Ich habe meinen Mädchennamen wieder angenommen. Ich heiße Mangoldt. Aber nennen Sie mich bloß nicht so. Ich habe gehört, dass Sie gebürtige Münchner sind, nicht wahr?“

„Ja“, sagte Amelie immer noch verärgert. „Mein Vater war Münchner. Meine Mutter ist in Schweden geboren.“

„Was für eine feine Kombination! Kein Wunder, dass Sie so herrlich blond sind. Und es ist echt, nicht wahr?“

Lächelnd drückte Charlotte Amelies Arm.

„Wenn ... wenn es Ihnen nichts ausmacht ...“

„Sie sind ja immer noch verlegen!“, kicherte Charlotte. „Nun, Sie werden sich schon an uns gewöhnen. Wir sind eine große glückliche Familie.“

Amelie blieb vor der Tür des großen Schlafzimmers stehen.

„Was haben Sie da eben gesagt?“, fragte sie. „Sie wohnen doch sicherlich nicht hier!“

Charlotte blinzelte, als ob die Frage ein Witz gewesen wäre.

„Nun, natürlich nicht, Darling“, sagte sie ruhig. „Aber mein Ex-Mann und ich haben geschäftlich miteinander noch viel zu tun. Uns gehört eine ganze Reihe von Häusern, die wir neben anderen verwalten. Und zwar zusammen. Nun ja, ich leite sein Büro. So muss ich natürlich oft hierher kommen und hier bleiben. Ich hoffe, wir treten uns nicht gegenseitig auf die Füße, denn ich möchte gern, dass Sie mich ein bisschen mögen.“

Amelie wusste nicht, was sie sagen sollte. Philipp hatte ihr zwar gesagt, dass er größere Einkünfte aus Mietshäusern hätte, doch er hatte ihr nicht gesagte, dass seine frühere Frau seine Partnerin war.

„Äh ... wie lange sind Sie und mein Mann denn schon geschieden?“, fragte Amelie. Auch das hatte ihr Philipp nicht gesagt.

„Im Oktober werden es drei Jahre.“

„Ah ja.“

Sie betraten das große Schlafzimmer, in dem Vincent die Koffer bereits abgestellt hatte. Er wartete – worauf, das wusste Amelie nicht.

„Mit unserer Ehe klappte es nicht mehr so recht“, fuhr Charlotte fort, „als Philipp fünfzig wurde. Damals war ich erst fünfunddreißig. Und ich nehme an, Sie haben gehört, wie es Frauen Mitte Dreißig geht.“

„Ich ... ich weiß nicht, was Sie meinen“, sagte Amelie hilflos.

„Na, meine Liebe, in diesem Stadium unseres Lebens werden wir im Allgemeinen ziemlich geil und fickerig.“

Charlotte beugte sich vor und berührte wieder Amelies Arm.

„Ich gestehe, ich bin noch nicht darüber hinweg. Und der arme Philipp! Als er fünfzig wurde – das war, als ob er am Ende einer Straße angelangt wäre. Vielleicht hat er es jetzt überwunden, ich weiß es nicht, aber während unseres letzten gemeinsamen Jahres konnte er nichts mehr mit mir machen! Geistig war er natürlich prima auf Draht, aber körperlich ... na ja, da war er sozusagen tot.“

Auf Amelies Wangen tauchten rote Flecken auf.

„Ich möchte lieber nicht über die Probleme meines Mannes sprechen.“

Ein Lächeln vertiefte die Fältchen um Charlottes Augen, als sie die jüngere Frau ansah.

„Er ist also immer noch impotent, wie? Sogar bei Ihnen?“

„Ich muss doch sehr bitten!“, rief Amelie verzweifelt und wandte sich zur Seite. Sie schaute ins Badezimmer und kam auf die Idee, dass es vielleicht möglich wäre, diese verdrehte Charlotte loszuwerden, wenn sie sich ins Klo zurückzöge.

Ohne etwas zu sagen, ging sie in die kleine verchromte und gekachelte Toilette, die größer war als die Schlafzimmer vieler Wohnungen. Sie schloss schnell die Tür hinter sich und verriegelte sie.

Als Amelie urinierte, fragte sie sich, wie lange sie im Klo bleiben sollte, um sicher zu sein, dass Charlotte auch verschwunden war, wenn sie herauskam. Sie nahm sich Zeit, sie fand weiches Klopapier und wischte sich die Möse ab, dann wusch sie sich die Hände, betrachtete schließlich ihr Make-up im Spiegel über dem Becken. Aus dem anderen Zimmer war nichts zu hören.

Schließlich hatte sie das Gefühl, Charlotte wäre gegangen. Sie dachte nicht an Vincent, denn er war ja mit dem abstellen der Koffer schnell fertig geworden.

Noch einmal schaute sie in den Spiegel, dann riegelte sie die Tür auf und öffnete sie.

Sie stand stocksteif da und starrte in das Schlafzimmer, in dessen Mitte Charlotte stand, den Rücken der Badezimmertür zugewandt. Sie hatte die Arme um den großen schlanken Chauffeur geschlungen.

Vincent hatte ihren Minirock hochgeschoben und streichelte die Hinterbacken unter dem engen Höschen, während er und Charlotte sich offensichtlich mit großer Leidenschaft küssten.

Die schlanke rothaarige Frau presste sich lasziv an den Chauffeur, während er die Arschbacken unter dem geblümten Nylonhöschen knetete. Seine Augen waren geschlossen und so konnte er Amelie nicht sehen; und auch Charlotte konnte sie nicht sehen, weil sie nach der anderen Richtung schaute und vielleicht waren auch ihre Augen geschlossen.

Sprachlos, schockiert, starrte Amelie hin, als Vincents Finger unter das Gummiband von Charlottes Höschen glitten und er direkt das Fleisch ihrer Hinterbacken berührte. Das Nylonhöschen nahm seltsame Formen an, als die Hände des Chauffeurs unermüdlich arbeiteten – zwickten, drückten, rollten und die gut geformten Arschbacken der Frau streichelten. Die junge Frau hatte das Gefühl, die Hände auf ihrem eigenen Hintern zu spüren; zu fühlen, wie sie die dicken Pobacken kneteten, sie auseinander schoben, um einen vorwitzigen Finger in die Spalte zu drücken und das heiße, kitzelnde Loch zu berühren. Aus Amelies Möse begann es herauszulaufen und ihr dünner Slip wurde nass.

Schließlich riss sie sich mit aller Kraft zusammen, ging ins Badezimmer zurück und schloss leise die Tür. Sie drehte sich um und drückte den Rücken gegen das Holz. Ihr Atem ging laut, ihre Brüste wogten. Ihr Höschen fühlte sich so nass an.

Diese Charlotte ist eine Schlampe, dachte sie. Wie kann Philipp sie nur hier dulden?

Ich werde ihm alles erzählen. Offensichtlich hat er keine Ahnung, wie sie sich aufführt. Und auch noch mit einem Angestellten!

Allmählich beruhigte sich Amelie, obwohl die obszöne Szene, die sie beobachtet hatte, nicht so leicht vor ihren Augen verschwinden konnte.

Nun müssen sie endlich gegangen sein, dachte sie schließlich und öffnete leise die Tür. Sie war sich nicht darüber klar, warum sie so leise war, obwohl sie doch sicher glaubte, niemand sei mehr im Schlafzimmer.

Doch das, was sich nun ihren Augen bot, war noch schockierender als vor wenigen Minuten. Charlotte und der Chauffeur lagen auf dem großen Bett und fickten. Ihr Kleid hing über einem Stuhl, der Slip lag darauf. Der Chauffeur hatte sein Jackett ausgezogen und seine Hose und die Shorts bis zu den Knien hinuntergestreift. Er lag auf Charlotte, ihre Beine waren um seinen Körper geschlungen. Er presste sich fest auf ihre verhältnismäßig kleinen, doch offensichtlich festen Titten und sein muskulöser Körper bewegte sich in einem steten Rhythmus auf und ab.

Obgleich Amelie das Paar von der Seite sah, konnte sie die Vereinigung ihrer Geschlechtsorgane erkennen, und sie wusste, dass der lange steife Schwanz des Chauffeurs in Charlotte steckte.

Zum ersten Mal in ihrem Leben beobachtete Amelie ein vögelndes Paar.

Charlottes Gesicht war zur Badezimmertür gewandt. Der Chauffeur hatte den Kopf an ihren Hals gedrückt und sah zur anderen Seite. Charlotte hatte die Augen offen. Sie lächelte Amelie zu, als ob sie stolz auf sich wäre.

Wie geschmacklos, dachte die junge Frau. Doch seltsamerweise zog sie sich nicht zurück. Ihre Füße waren auf dem Boden wie angewurzelt, eine Kraft schien sie festzuhalten, die stärker war als ihr bewusster Wille.

Charlotte erhöhte Amelies Verlegenheit nicht noch mehr, indem sie weiter zur Badezimmertür schaute. Stattdessen schien sie sich ganz auf den schlanken Mann zu konzentrieren, der auf ihr lag und presste die Arme noch fester um ihn. Amelie sah, dass sie an seinen Ohrläppchen nibbelte, und er reagierte, indem er das Tempo seiner Fickstöße verstärkte.

Der Hintern des Chauffeurs hob und senkte sich, während Charlotte sich unter ihm bei seinen leidenschaftlichen Stößen krümmte. Sie bäumte sich aus und keuchte.

„Jaaa!“, stöhnte sie. „Oooohhhhh ... es ist gut! Gib ihn mir! Ohhh ... du langschwänziger Bastard! Fick mich! Fick miiich! Ohhhhh, aahhh!“

Offensichtlich kam es Charlotte, ihre Hüften hämmerten nach oben, als der Chauffeur seinen Schwanz tief in sie hineinjagte, seine Oberschenkel zusammenzog. Sie zitterten beide und stöhnten.

Amelie war es ganz heiß geworden. Ihre Pussy juckte. Sie lief ins Badezimmer zurück und diesmal schlug sie die Tür zu. Sie setzte sich auf das Becken und versuchte sich zu beruhigen. Ihr Höschen war so nass, dass es ihr schon unangenehm wurde.

Sie fragte sich, warum Charlotte das getan hatte, während sie beobachtet wurde. Diese Frau hatte offensichtlich keine Moral, sagte sich Amelie. Und wahrscheinlich kam sie sich keineswegs verlegen vor.

Ich muss das Philipp erzählen, schwor sich die junge Frau. Er hat ein Recht zu wissen, was in seinem Haus vorgeht – auf seinem Bett. Und er muss dafür sorgen, dass es nicht wieder vorkommt. Ich werde darauf dringen, dass diese Frau das Haus sofort verlässt.

Dieses Mal wartete Amelie länger, ehe sie die Tür öffnete. Als sie es schließlich tat, war das Schlafzimmer leer. Aber das Bett war zerwühlt und erinnerte sie an die Sünde, die hier gegangen worden war.

Sie ging nicht die Treppe hinunter, um etwas mit Philipp und seiner ersten Frau zu trinken. Stattdessen wartete sie, bis sie ein Auto hörte und annehmen konnte, dass es Charlotte war, die wegfuhr. Jetzt ging sie hinunter und entdeckte ihren Ehemann allein im Vorderzimmer. Er saß in einem Sessel und hatte ein Glas in der Hand.

Er stand auf und lächelte ihr zu.

„Weißt du, was oben geschehen ist?“, fragte Amelie wütend.

Philipp ignorierte die Frage und sagte stattdessen: „Was möchtest du denn gern trinken?“

„Nichts!“, zischte Amelie. „Gib mir Antwort, Philipp – weißt du, was geschehen ist?“

Er seufzte. „Ich habe bemerkt, wie lange Vincent brauchte, um wieder herunterzukommen. Hast du es gesehen?“

„Natürlich. Durch einen reinen Zufall. Ich ging ins Badezimmer, und als ich wieder herauskam, da lagen sie – deine frühere Frau und dieser Chauffeur – auf deinem Bett!“

„Was haben sie denn gemacht?“ fragte Philipp.

„Kannst du dir denn das nicht denken?“

„Ich weiß es doch nicht genau.“

Amelie errötete. Aber sie sah weiter ihrem neuen Ehegatten direkt in die Augen. „Sie haben Sex miteinander gehabt!“

„Wie denn?“

„Philipp!“ Die junge Frau war völlig durcheinander, als ihr Mann diese Frage stellte. „Sie haben gefickt!“

„Bist du sicher?“

Amelie errötete noch mehr, sie spürte, wie ihr wieder heiß wurde. „Natürlich haben sie´s miteinander gemacht!“

„Hast du gesehen wie?“, drängte Philipp. „Ich meine, hast du Vincents Schwanz gesehen, als er in ihr steckte?“

„Ohhh, um Himmels willen!“

Amelie wandte sich um, ihr ganzer Körper pulsierte, ihre Wangen brannten, so sehr schämte sie sich.

„Es tut mir leid, meine Liebe“, sagte Philipp freundlich und trat hinter sie. „Ich wollte dich nicht in Verlegenheit bringen. Aber ich muss ganz genau wissen, was du gesehen hast.“

„Nun, ihre ... ihre Organe habe ich nicht gesehen ... nicht genau. Aber er lag auf ihr und sie hatte ihre Beine um seine Taille geschlungen. Sie haben sich zusammen bewegt. Sie müssen es miteinander getrieben haben.“

Wieder seufzte Philipp. Er streichelte Amelies Schulter.

„Es tut mir sehr leid, dass du so etwas erleben musstest. Aber ich kann nicht sagen, dass ich überrascht bin. Charlotte und Vincent haben seit längerer Zeit eine intime Beziehung. Das ist einer der Gründe, warum sie immer hierher kommt.“

„Also, ich möchte sie hier nicht mehr sehen“, erklärte Amelie fest. Sie sah an ihrem Mann vorbei. „Du musst ihr sagen, dass sie das Haus nicht mehr betreten darf.“

„Aber, das kann ich doch nicht. Wir machen zusammen Geschäfte. Vor ihr hast du nichts zu befürchten. Ich werde ihr sagen, dass sie sich ein bisschen zusammennehmen soll, wenn sie hier ist.“

„Philipp, das ist doch jetzt auch mein Haus!“

„Natürlich ist es das“, nickte er und nahm Amelie in die Arme. „Verschwende deine Gedanken nicht an Charlotte. Du wirst sehen, ich werde schon mit ihr fertig!“

Amelie machte sich aus der Umarmung ihres Mannes frei und trat wütend ein paar Schritte zurück. Die Antwort auf das, was sie gesagt hatte, war keineswegs befriedigend gewesen. Sie hatte das Gefühl, dass ihre Ehe unter einem unglücklichen Stern stand, wenn solche Dinge schon jetzt passierten.

Und außerdem schien es einiges im Leben ihres Ehemannes zu geben, von dem sie bisher nicht erfahren hatte – zum Beispiel seine Beziehung zu Charlotte. Obwohl Amelie seine Frau war, schien die andere Frau sich gewisse Rechte herauszunehmen, die ihr doch keineswegs mehr zustanden.

„Wo werde ich schlafen?“, fragte Amelie abrupt.

„Ich werde es dir zeigen“, sagte Philipp.

Sie gingen nebeneinander die Treppe hinauf. Amelie war immer noch verärgert. Ab und zu warf ihr Philipp einen Blick zu, weil sie kein Wort sagte. Als sie das Hauptschlafzimmer erreichten, wo ihr Gepäck auf dem Boden stand, nahm er sie in die Arme.

Amelie versuchte ihm zu entschlüpfen, aber er hielt sie zu fest. Er zwang sie dazu, ihn zu küssen. Zärtlich streichelten seine Hände durch den Rock und das dünne Höschen ihre festen Hinterbacken.

Amelie fühlte sich mehr beschämt als stimuliert. Philipp trat zurück und betrachtete sie scharf.

„Du darfst nicht böse auf mich sein, Schätzchen. Das kriegen wir alles in Ordnung. Du wirst schon sehen.“

„Bitte, zeig mir jetzt, wo mein Zimmer ist, Philipp.“

„Selbstverständlich. Gehen wir.“

Er nahm ihre Koffer und Amelie folgte ihm in den Flur.

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