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Alexandre Legrand

Tagebuch einer Verführung

Roman

Tagebuch einer Verführung

Copyright © 2017 Zettner Verlag und Alexandre Legrand

All rights reserved

ISBN: 9788711718148

1. Ebook-Auflage, 2017

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach Absprache mit Zettner Verlag und Autors nicht gestattet.

1

Im Speisesaal des Appartementhauses saß Jerry Thomsen neben einem Mädchen von kaum zwanzig Jahren und versuchte es einzuordnen. War es ein Flittchen? Mit diesem Alter trug man nicht mehr so kurze Röcke und der Pullover war mehr ein Unterhemdchen oder ein Turntrikot, da die nackten Brüste ohne die Einengung durch einen Büstenhalter wie junge Kätzchen hüpften.

Irgendwie gefiel ihm aber das Mädchen. Die Augen waren lebendig, das Gesicht war hübsch, die Sprache gepflegt, doch fühlte er sich im gleichen Augenblick wieder abgestoßen, weil es zu frei die Beine spreizte und bei vielen Bewegungen des Körpers das Röckchen hochrutschte und zu viel des Oberschenkels zeigte. Die Brüste, der Schoß gehörten einer Hure, die Augen, der Mund, das Benehmen einem Mädchen, das aus einem guten Stall kam. Sie tauschten Floskeln, unterhielten sich über die Problematik, in der Nähe einen vernünftigen Parkplatz zu finden, sprachen über das Wetter, das nahe Schwimmbad und über einen Ort, den man nach einer gemütlichen Waldwanderung von etwa einer Stunde erreichen und man dort noch äußerst preiswert essen konnte.

In dem Restaurant des vielstöckigen Appartementhauses war ein Kommen und Gehen.

„Wünschen Sie Nachtisch?” fragte der Ober.

„Nein”, wehrte Jerry lachend ab, „meine schlanke Linie ist sehr in Gefahr, aber ein Glas Bier könnte ich gut brauchen, ich bin völlig ausgedurstet.”

„Ob das Ihrer schlanken Linie besser hilft?” ulkte das Mädchen.

„Ja, wenn Sie auch eines trinken. Wollen wir uns nicht an das Fenster setzen, man sieht von dort so schön auf die Wälder?”

Sie tranken dann sogar noch einen Kognak und Jerry Thomsen erfuhr, daß das Mädchen Fränki Clifford hieß und das Appartement neben seiner Tür bewohnte.

„Das ist aber fein, daß Sie meine Nachbarin sind”, sagte Jerry erfreut.

„Vielleicht freuen Sie sich zu früh und ich bin gar nicht so nett, wie Sie glauben”, antwortete das Mädchen.

„Ich bin Optimist. Ihre Augen sind gut …”

„Und?”

„Ich verweigere die Aussage, sonst…”

„Was sonst?”

„Sonst nehmen Sie mich beim Wort, und wenn ich Sie näher kenne, trifft vielleicht nicht ein Prozent von dem zu, was ich glaubte.”

„Und was glaubten Sie?”

„Trinken wir noch einen Kognak?”

„Wenn Sie mir sagen, was Sie glaubten.”

Sie tranken diesen Kognak. War er es, der die Gedanken löste und in Worte formte? Oder lag es nur daran, daß Jerry glücklich war, zwei so zentral gelegene Zimmer gefunden zu haben? Der Balkon zeigte nach Süden und er träumte schon jetzt davon, wie er sich dort am Wochenende in einen Liegestuhl legen, dösen und viel lesen würde. „Morgen will ich Blumen bestellen”, sagte er leise vor sich hin. „Gibt es in der Nähe ein preiswertes Geschäft?”

„Blumen?”

„Ja, ich möchte an die Außenseite meiner Balkonwände Blumenkästen hängen. Ich liebe Blumen.”

„Sie Glücklicher. Mein Appartement kostete nur zwölftausend Mark weniger und ich habe keinen Balkon geschafft. Hoffentlich verreisen Sie oft?” „Warum?”

„Dann könnte ich Sie bitten, mich auf Ihren Balkon zu lassen. Ich möchte mich dort in die Sonne legen, scheine eine Sonnenanbeterin zu sein, und würde mich oft und oft von Kopf bis Fuß bräunen lassen.” „Das können Sie doch auch, wenn ich zuhause bin. Der Balkon ist groß genug, zwei Liegestühle haben bequem Platz.”

Das Mädchen lachte. „Nein, besser nicht, sonst würden Sie ununterbrochen rot werden. Ich möchte nahtlos braun werden und da kann ich keine männlichen Zuschauer brauchen.”

„Und wenn ich immer die Augen zumache?”

„Einen solchen Mann gibt es nicht und davon abgesehen, scheinen Sie nicht der Typ zu sein, der wirklich die Augen schließt, wenn er eine nackte Frau neben sich liegen hat.”

„Da mögen Sie recht haben, aber in etwa schließe ich doch hin und wieder die Augen.”

„Wann?”

„Wenn ich durch einen Wald wandere – ich gehe gerne spazieren und verbringe fast jedes Wochenende, wenn es das Wetter einigermaßen erlaubt, in den Bergen – und nahe am Wegrand ein Pärchen liegt und sich liebt. Hier kehre ich oft sogar um oder mache einen Bogen.”

„Hoppla, dann sind Sie ja bräver als Sie aussehen!”

„Mache ich denn einen so sündigen Eindruck?” Das Mädchen prüfte Jerry und lächelte dann schalkhaft. „Ja. Sie sehen gut aus, wirken gepflegt. Ihre Augen und die Falten an Ihrem Mund zeigen aber, daß Sie nicht gerade ein Heiliger sind.”

Jerry lachte. „Da habe ich mir aber eine mehr als kritische Nachbarin eingehandelt. Ich werde morgen die Verwaltung bitten, mir ein Appartement zuzuweisen, das nicht eine so hübsche und trotzdem so abwehrende Nachbarin hat.”

„Ja, mißtrauisch bin ich, das stimmt. Aber hübsch? Nein, das ist eine Floskel, die ich Ihnen nicht abnehme.”

Die Augen Jerrys wanderten zu den Brüsten, die sich unter dem dünnen Trikot mehr als deutlich abzeichneten.

„Warum sehen Sie mich auf einmal so komisch an?” Jerry schwieg.

„Sind Sie altmodisch oder prüde?” fragte das Mädchen nachdenklich, als könnte sie Gedanken lesen.

„Was verstehen Sie darunter?”

„Man trägt heute nicht mehr Büstenhalter. Wenn Sie also glauben, mich deswegen negativ einstufen zu müssen, dann wäre es wirklich besser, sich eine konservativere Nachbarin zu suchen.”

„Und wenn mir Ihre Brüste gefallen?”

„Sie sind ein Flegel. So etwas darf man denken, aber auf keinen Fall nach kaum einer Stunde Bekanntschaft bereits sagen.”

„Verzeihen Sie mir, wenn ich mich entschuldige?”

„Ja, aber nur, wenn es keine Phrase ist.”

Jerry Thomsen streckte die Hand über den Tisch.

„Ich entschuldige mich”, sagte er förmlich, „aber … “

„Schon wieder ein aber?”

„Sie gefallen mir trotzdem, ohne’.”

„Das war wieder Wortspiel. Was meinen Sie, wie oft man mir im Büro sagt, daß ich ein nettes Mädchen sei und schielt dann auf meine Brüste? Wenn es darauf ankommt, verkauft man mich trotzdem für dumm, nützt mich aus und ich bin wieder die Lackierte. Vorschlag, Herr Thomsen. Ich bin zu einer guten Nachbarschaft bereit, doch wir vereinbaren ab sofort, daß keine Floskeln erlaubt sind.

Einverstanden?”

Jerry lachte und sagte „Einverstanden!”

Wieder streckte er seine Hand versöhnungsbereit über den Tisch.

„Sie sind doch auch nur Angestellter”, fragte Fränki, „wie schafften Sie den Preis Ihrer Eigentumswohnung?”

„Durch einen hohen Bausparvertrag, den ich vor fast zehn Jahren von meinen Eltern zum Abitur bekam. Sie stifteten die Prämie für genau ein Jahr und sagten, daß ich den Rest alleine schaffen müsse. Ich schaffte es, mußte mich aber oft und oft krummlegen.”

„Wie alt sind Sie?”

„Etwas über Sechsundzwanzig.”

Das Mädchen sinnierte vor sich hin. „Ich bin Zweiundzwanzig”, sagte sie nachdenklich.

„Und wer half Ihnen?” tragte Jerry neugierig.

„Eine Tante. Meine Eltern starben früh. Ich wuchs bei ihr auf und als sie vor gut einem Jahr verunglückte, erfuhr ich, daß sie immer für mich gespart hat und so ist mein Appartement eigentlich das Eigentum von Tante Lisbeth.”

„Was machen Sie jetzt?”

„Wie meinen Sie das?”

Jerry schluckte. „Es wäre nett, wenn Sie mir, weil Sie ein so nettes Mädchen sind – bitte, das war keine Floskel – beim Auspacken der Bücherkisten und Einräumen der Bücher helfen könnten.”

„Sie haben Bücher?” frotzelte das Mädchen.

„Ja, manche haben nur ein Buch. Ich habe mir zu diesem Sollbestand noch einige dazugekauft.”

„Warum?”

„Weil Bücher die besten und treuesten Freunde sind.”

„Die besten Freunde?”

„Ja. Sie sind treu, bescheiden, sprechen nur, wenn man sie fragt. Kommen Sie mit. Ich stelle eine Flasche Sekt in den Kühlschrank, und wenn die Bücher eingeräumt sind, begießen wir meinen Einzug.”

„Bücher …”, wiederholte das Mädchen nachdenklich.

„Was meinen Sie damit?”

„Alles. Doch Schluß mit dieser Philosophiererei. Ich helfe Ihnen. Nur vorweg: ich gehe täglich, und wenn der Teufel auf Stelzen kommen sollte, um 22.00 Uhr ins Bett.”

„Sie sind ein weises Mädchen. Hoffentlich werden Sie mir nicht zu gefährlich?”

„Bitte, keine Phrasen. Wir haben doch ein Abkommen getroffen und man sollte das, was man verspricht, auch halten.”

Jerry verbeugte sich. „Ohne Floskel und ohne Spaß. Ich bin ein Frühaufsteher, muß daher ebenfalls zu meiner Zeit ins Bett, weil ich sonst am nächsten Tag nicht fit genug bin. Zufrieden?”

„Das haben Sie nett gesagt.”

„Sehen Sie, Sie sind ein nettes Mädchen und ich”, Jerry suchte die passenden Worte, „sage Ihnen manchmal etwas Nettes.”

„Nun aber ans Werk”, stichelte das Mädchen.

„Wenn wir Ihre zehn Bücher auspacken und einsortieren wollen, sollten wir allmählich anfangen, denn um 22.00 Uhr bläst bei mir der Nachtwächter auf seinem Horn und die Sandmännchen schütten über mich ihre Säcke aus.”

Als sie das Appartement betraten, das sich Jerry Thomsen gekauft hatte, sah sich das Mädchen interessiert um.

„Sie wohnen hübscher, großzügiger. Ihr Balkon geht nach dem Süden und damit haben Sie einen wunderschönen Blick auf die Wälder. Meine Fenster liegen nach Norden und so ist es bei mir fast immer dämmrig.”

„Ich sagte es ja schon”, lächelte Jerry, „mein Balkon steht Ihnen jederzeit zur Verfügung.”

„Na, wie ich Sie kenne, liege ich keine halbe Stunde in der Sonne und schon meinen Sie tätscheln zu müssen. Nach dem zweiten Cola – die Männer sind doch alle gleich … – glauben Sie schon Rechte zu haben. Sind Sie mir böse, wenn ich Ihnen auf diese Einladung einen grundsätzlichen Korb gebe?” „Haben Sie denn bisher so schlechte Erfahrungen gemacht, daß Sie so kritisch, fast möchte ich sagen nihilistisch sind?”

„Wie man es nimmt. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer. Doch wollten wir nicht Ihre Bücherkisten ausräumen und …?”

„Sie stehen im Bad. Die Deckel habe ich schon aufgestemmt. Ich möchte schnell meinen Schreibtisch einräumen, wären Sie so lieb, die Bücher hierher ins Wohnzimmer zu tragen und zu sortieren?” Kurz überlegte er und blickte auf das Mädchen. „Wenn Sie die Bücher bereits sortieren, könnten wir dann gemeinsam die Regale belegen. Ich möchte nicht jedes Fach von links nach rechts vollstopfen. Es sollen Lücken sein, doch müssen sie sich von selbst ergeben. Zwischendurch soll ein schönes Glas, eine Vase, eine interessante exotische Flasche oder eine Plastik stehen.”

„Gut. Ich lege die Bücher auf den Boden und Sie … “

„Könnten Sie die Bücher nicht gleich in bestimmte Wissensgebiete aufteilen?”

„In welche?”

„Bilden wir sechs Gruppen. Warten Sie, ich mache Zettel und Sie brauchen dann auf diese nur die zutreffenden Titel legen. Hier ist Kulturgeschichte’, dann kommt Zeitgeschichte’, also Krieg, Politik usw., als dritte Gruppe nehmen wir Belletristik’, also Romane, Erzählungen, Lyrik usw., alles was in etwa der Unterhaltung dient. In diese Ecke legen Sie, Religionsgeschichte’, dorthin Bildbände’. Diese Bücher brauchen einen besonderen Platz, weil sie oft sehr groß sind und als letzte Gruppe kommt die, Erotik’, die Sexualkunde mit all ihren Problemen.”

„Dann sind Sie doch nicht so keusch, wie Sie bisher taten?”

„Muß man Krebs haben, um darüber etwas aussagen zu können? Muß man von einer Schlange gebissen worden sein, um ihre Gefährlichkeit zu kennen, muß man rauschgiftsüchtig gewesen sein, um das Wissen zu haben, wie schwer man von den Drogen wieder loskommt?”

„Ich räume ja schon die Kisten aus”, sagte Fränki kess. Nach etwa zwanzig Minuten atmete sie tief durch. „Um Gottes willen, was machen Sie denn mit so vielen Büchern? Haben Sie die alle gekauft oder hatten Sie einen Onkel, der sie Ihnen vererbte?”

„Gekauft natürlich.”

„Und mit was bezahlten Sie diese riesigen Bücherberge?”

„Indem ich schöne Mädchen mied. Manchen Kuß und Sündenfall erlaubte ich mir nicht, weil mir dieses oder jenes Buch lieber war. Schöne Frauen kosten nun mal Geld …”

„Da wird mir aber Angst.”

„Warum?” lachte Jerry zurück.

„Weil ich hoffte, daß mein Nachbar ein froher, lebendiger, im Jetzt stehender Mensch ist und nicht einem Tick nachläuft.”

„Wenn ich aber, trotzdem’ nicht ticke? Wenn ich trotz meiner Bücher sehr lebendig und froh und vernünftig bin?”

„Dann ist wahrscheinlich ein Wunder geschehen”, sagte das Mädchen und atmete wieder tief durch.

Es war genau 21.00 Uhr, als die Bücher ihren Platz hatten. Fränki Clifford hatte sogar gewagt, die strenge Anordnung zu durchbrechen und der Dank war, daß sie von Jerry mehrmals wohlwollend angelächelt wurde.

„Nun haben wir aber einen guten Schluck verdient”, sagte er und holte aus dem Kühlschrank den Sekt. „Ich bin ein Freund von Trinksprüchen”, witzelte er, „es mag an meinem Hobby liegen.”

„Was, Sie haben sogar noch ein Hobby?”

Er nickte. „Es kann sein”, sagte er grübelnd, „daß ich es Ihnen nie zeige, es kann aber auch sein, daß Sie es erfahren, wenn wir uns heute Gute Nacht sagen.”

„Und wenn ich es schon jetzt wissen möchte?” „Dann sage ich Ihnen erneut und präzise, daß ich es Ihnen vielleicht nie, vielleicht aber schon um 22.00 Uhr sage.”

„Und an was hängt das vielleicht’?”

„Bitte, lassen Sie mir Zeit, Sie erfahren es früh genug.”

Der Sekt schmeckte, löste die immer noch etwas zwischen ihnen liegende Verkrampfung. Es war über 21.30 Uhr, als die Flasche leer war und sie erst begannen, warm zu werden.

„Trinken wir noch ein Glas?” fragte Jerry.

„Die Flasche ist doch schon leer?”

„Im Kühlschrank liegt noch eine zweite.”

„Ob ich aber dann noch nachhause finde?”

„Ich zeige Ihnen gerne den Weg”, frotzelte Jerry.

Es war wenige Minuten nach 22.00 Uhr, als sie noch bei der zweiten Flasche saßen. Sie lachten, erzählten sich dies und das. Fränki berichtete von ihrer ersten, großen Liebe und Jerry berichtete, daß er schon einmal verlobt gewesen war, Irene beinahe geheiratet hätte, wenn …

„Wenn?”

„Wir paßten nicht zusammen. Eine Ehe wäre zum Fiasko geworden.”

„Wieso?”

„Irene war ein Stadtmensch und ich liebe die Natur. Es war für sie meist ein riesiges Opfer, mit mir in die Berge zu wandern. Lieber hockte sie ganze Abende in Bars herum. Und so zog ich einen Schlußstrich.”

„Sie können also auch hart sein?”

„Hatten Sie von mir einen besseren Eindruck?” „Ja und nein.”

„Das verstehe ich nicht.”

„Sie erwecken den Anschein, als wenn Sie tolerant und fair sein könnten.”

„Das bin ich auch.”

„Warum dann diese Härte, nur weil dieses Mädchen die Berge und das Herumklettern nicht liebte?”

„Gegenfrage: Was ist Ihnen lieber: am Wochenende eine interessante Autofahrt in die Berge – oder ein Tanzlokal, in dem man nach den ewiggleichen Schnulzen hüpft?”

„Natürlich die Autofahrt.”

„Also Berge und Seen, fremde Länder und interessante Menschen. Wenn Sie nun einen Freund hätten, der mit Ihnen immer wieder und wieder in ein Bumslokal ging und meint, daß er hier alles Glück auf dieser Erde findet …?”

„Dann würde ich ihn bald sausen lassen”, sagte sie energisch.

„Das machte ich auch. Wir sind uns also einig, daß ein weiterer Kontakt bald sinnlos geworden wäre.” Die zweite Flasche war noch immer nicht ganz leer, als Jerry erneut feststellte, daß Fränki entzückende Brüste hatte.

„Warum sehen Sie mich so eigenartig an?” fragte das Mädchen.

„Ich verweigere die Aussage”, lächelte Jerry zurück. „Warum?”

„Weil man nie alles sagen soll, was man denkt, aber immer wissen soll, was man sagte.”

„Orakeln Sie nicht, das waren Floskeln und diese bin ich überdrüssig. Ich möchte einen echten, einen ehrlichen Nachbarn haben und keinen Phrasenheini.”

„Und ich möchte eine Nachbarin haben, die lieb und nett ist. Das sind Sie auch, aber Sie sollen nicht zu jedem Mann lieb und nett sein.”

„Bin ich denn zu jedem nett?”

„Ja.”

„Ich werde verrückt. Sie sind der Erste, der mir solche Dinge sagt.”

„Und das – bitte sehen Sie auch das – in nachbarlicher Verbundenheit und Güte.”

„Sprechen Sie schon.”

„Ihr Pulli ist zu dünn und Ihre Brüste sind zu hübsch. Das reizt jeden Mann. Dann haben Sie sehr schöne Beine. Der knappe Rock enthüllt sie so, daß jeder Playboy Ihnen sofort den Hof machen muß. Sie sollten aber kein Mädchen sein, das mit jedem geht, das jedem optisch die Brüste und den Schoß anbietet.”

„Ich hätte jetzt eine Antwort, die Sie verblüffen würde, aber zur Strafe spreche ich sie nicht aus.” Jerry lächelte. „Und so strafen wir uns jeden Abend irgendwie, weil keiner das sagt, was er denkt. Sie sind gegen Floskeln, zwingen sie jedoch einem geradezu auf.”

Gedankenverloren trank Fränki das soeben neu gefüllte Glas aus. Lag es an dem Sekt oder an dem Gespräch, daß ihr Herz irgendwie stark klopfte und ihre Sinne auf einmal so aufgewühlt waren?

„Sehe ich denn so verführerisch aus?” fragte sie.

„Ja”, antwortete Jerry und seine Augen glänzten.

„Wenn Sie unter diesem dünnen Hemdchen – oder ist es wirklich ein Pulli? – ohne Büstenhalter gehen, wird jeder gesunde Mann sofort einige Wünsche haben.”

„Welche?”

„Fränki, bitte, jetzt sprechen Sie in Floskeln. Wollten wir nicht jegliche Phrase meiden?”

„Ich fragte, welche Wünsche?” sagte sie zäh, eigensinnig.

„Sie sind doch zweiundzwanzig?”

Ja.”

„Dann müssen Sie wissen, daß die Brüste eines Mädchens, wenn sie nur einigermaßen hübsch sind, zu jenen Geschlechtsmerkmalen gehören, die einen Mann fast magnetisch anziehen.”

„Ziehe auch ich Sie an?”

„Fränki!”

„Ich fragte Sie etwas.”

„Um Gottes willen, ja. Ihre Brüste sind eine einzige Versuchung. Tragen Sie zukünftig unbedingt einen Büstenhalter, wenn Ihre Pullis alle so dünn sind. Das ist ein guter, ein sehr guter Rat.”

„Warum sagen Sie mir das?”

„Weil ich Sie mag, weil Sie ein netter Kerl sind, weil ich will, daß Sie Ihre Spielsachen besser verpacken. Männer sind schließlich auch nur Menschen … “

„Frauen aber auch.”

„Es geht jetzt um Sie, Fränki. Um Ihr Überleben, um Ihr Seelenheil. Dann ist Ihr Rock zu kurz. Man meint fast den Schoß und den Po zu sehen und wird dadurch lüstern.”

„Man sieht ihn aber nicht.”

„Aber man ahnt ihn und das ist noch viel verführerischer. Sie wissen doch, daß das Verhüllen mehr Reize schafft als das Enthüllen.”

„Ich bin doch unter dem Rock angezogen. Im Bikini sieht man viel mehr. Ist das nicht eine zweigleisige Moral?”

„Wecken Sie nicht Wünsche, die … Ihnen gefährlich werden könnten.”

„Ein Mann kann mir – wenn er mein Typ ist – auch im keuschesten Büstenhalter und langen Rock gefährlich werden, auch hier hinkt Ihr Unken.” „Fränki, Schluß damit. Ich mag Sie. Wir trinken jetzt die Flasche aus und diskutieren morgen weiter über Sein oder Nichtsein, über die Gefahr von kurzen und langen Röcken, über den Sinn und Unsinn von Büstenhaltern … Ich habe einen kleinen Schwips. Darf ich Ihnen eine Wahrheit sagen, aber Sie dürfen nicht beleidigt sein?”

„Unbedingt. Ich bin immer für ein ehrliches Wort.”

„Trinken wir einen Schluß, sonst fallen Sie mir vor Schreck um.”

Als sie ihr Glas ausgetrunken hatten, sagte Jerry kehlig: „Vergessen Sie aber wirklich das, was ich jetzt sage?”

„Unbedingt”, antwortete das Mädchen ernsthaft.

„Sie sind mir, ohne Büstenhalter und mit kurzem, kessen Röckchen lieber. Es macht Sie froh, frisch und sexy. Ihre Brustwarzen zeichnen sich in Ihrem Pulli entzückend ab. Sie machen mir, so wie Sie sich anziehen, viel Freude. Es ist nur die Frage, ob Sie sich damit einen Dienst erweisen.”

„Das verstehe ich nicht.”

„Fränki, Sie fordern mich nur heraus, tun unschuldiger, als Sie sind. Zwischenfrage: Waren Sie schon einmal ganz tief verliebt?”

Das Mädchen lachte. „Einmal? Nein, genau vier Mal. Und das mit allen Schikanen.”

„Fränki!” mahnte Jerry Thomsen und drohte mit dem rechten Zeigefinger.

„Sollte ich lügen?”

„Nein.”

„Also?”

„Sie sind zu nett, um ein Allerweltsliebchen zu werden.”

„Das war ich noch nie und ich glaube, daß ich keine Veranlagung dazu habe. Mit etwas über Sechzehn war ich bereits zum zweiten Mal sehr verliebt und … “

„Wie alt waren Sie bei der, ersten’ Liebe?”

Das Mädchen lächelte, machte ein Gesicht wie eine Sphinx. „Meinen Sie die erste Liebe oder den ersten Sündenfall?”

Jerry Thomsen bekam ein schweres Herz. „Ich will beides wissen!” sagte er hart.

„Beides?” fragte das Mädchen nachdenklich. Einige kleine Schlucke Sekt gaben ihr den Mut zur Antwort. „Mit knapp sechzehn liebte ich den Französisch-Lehrer. Wenn ich sachlich bleibe, muß ich sagen, daß genau siebzehn Schülerinnen in ihn verknallt waren.”

„Und?”

„Wir gingen einmal ins Kino und hielten uns dort die Händchen, und dann war ich bei ihm zwei Mal je eine Stunde zum Privatunterricht.”

„Und?” fragte Jerry wieder monoton.

„Der Unterricht bestand meist nur aus Küssen, Kosen, zärtlichen Worten und noch zärtlicheren Händen.”

Eine Pause herrschte, das Schweigen legte sich wie eine schwere Decke auf sie.

„Ich war schon ziemlich entwickelt”, flüsterte Fränki, „und der Lehrer hatte seine helle Freude, als ich, vom Kakteenschnaps beschwingt, den er sehr liebte, nur noch im Slip tanzte und so tat, als wenn ich einen leidenschaftlichen Flamenco ausf Parkett legen würde.”

Wieder trennte sie Schweigen, wurde jetzt zu einem Schmerz, der ihnen fast den Atem nahm.

„Als ich dann weich war – ich glaube, die Männer sagen so? –, war mein Idol vollkommen blau und so endete meine erste, große Liebe.”

„Und die erste wirkliche Liebe?” ächzte Jerry, als fiele ihm das Sprechen schwer.

„Da war ich in der Lehre. Aus einem mir unerklärlichen Grund, machte ich eine Ausbildung als Bankkaufmann durch. Die ersten Monate verbrachte ich im Keller, in der Registratur, legte dort Woche für Woche Belege ab, obwohl ich schon über siebzehn war.

Jerry erhob sich und ging erregt auf und ab. „Und da geschah es?” fragte er bösartig. „Wer war es?”

„Muß ich?”

„Ja.”

„Ich bin aber nicht stolz darauf!”

„Also?”

„Herr Eggli war das Faktotum des Hauses, zählte zu den ältesten Mitarbeitern.”

„Wie alt war er denn?”

„Genau 68. Er war schon pensioniert, arbeitete jedoch freiwillig weiter. Seine Frau starb kurz vor seinem Ausscheiden aus der Bank, und so blieb er, weil in der Firma keiner im Keller arbeiten wollte.

Wir alle mochten ihn. Er war voll Güte, verstand uns junges Volk, hatte für jeden aufmunternde Worte. Täglich lag auf meinem Arbeitsplatz ein kleines Geschenk. An meinem Geburtstag überreichte er mir zum Beispiel eine einzige, aber wunderschöne Rose. Sie machte mich schwach. Wenn er von seiner Frau erzählte, war er sofort traurig und dann tröstete ich ihn. Und so geschah es. Ich war schon damals keine Freundin von Büstenhaltern. Als ich den Alten wieder einmal tröstete, hingen seine Lippen plötzlich an einer Brustwarze. Es waren Küsse, dir mir gefielen, die bald eine eigenartige Lust schufen. Sie war der Weg für die erste körperliche Liebe.”

„Wie?”

„Herr Eggli küßte mich immer erregter, und dann lag ich nackt mit dem Rücken auf dem Ablegetisch. Nach den Brüsten leckte und lutschte er mir den Spalt. Der Alte ließ sich Zeit, viel Zeit. Vielleicht zuviel? Denn ich war es, der nicht mehr konnte, der vor Lust bettelte, nun alles zu tun. Das war es. Ja, Herr Thomsen, so kann ich auch sein. Doch täuschen Sie sich nicht, ich bin nur selten so.

Herr Eggli war wohl schon alt, war aber irgendwie trotzdem jung. Er machte es wundervoll. Vielleicht sehne ich mich noch heute nach ihm? Vielleicht schäme ich mich seitdem ununterbrochen, denn er war letzten Endes fünfzig Jahre älter. Wenn ich zurückblicke, war ich an diesem Tag ungeheuer glücklich, fast selig. Und wenn ich sachlich bleibe, stelle ich fest, daß ich seitdem wiederum immer traurig bin. Damals wurde ich gelöst, beinahe hätte ich gesagt geöffnet, und bin trotzdem seit dieser Stunde verklemmt.”

Jerry Thomsen lachte. „Nein, Fränki, nein und nochmals nein. Sie sind nicht verklemmt, sind es nicht einmal eine Sekunde.”

„Warum nicht?” fragte das Mädchen verblüfft.

„Darum!” sagte er heiser und streifte ihr mit einer schnellen Handbewegung den dünnen Pulli hoch. Vor den Augen Jerrys lagen hübsche Brüste, die von geilen, ausgeprägten Brustwarzen gekrönt waren. Ein breiter, dunkler, sinnlicher Hof umgab sie, machte sie zur Forderung, zu einem einzigen Ruf der Lust.

„Du!” stöhnte Jerry kurzatmig und griff mit beiden Händen nach diesen lockenden, sinnlichen Brüsten.

Sekunden später klatschte es. Eine Ohrfeige brannte auf seiner Wange.

„Gehen Sie!” schrie das Mädchen hektisch. „Lassen Sie mich. Sie sind wie alle Männer, sind primitiv, plump, gemein und geil!”

2

Jerry Thomsen klopfte an der Türe. „Fränki?” rief er. „Sind Sie mir noch böse?”

Wieder pochte er vorsichtig. „Bitte, machen Sie auf. Ich habe ein sehr schlechtes Gewissen und möchte mich bei Ihnen entschuldigen.”

Die Türe öffnete sich so plötzlich, daß Jerry, der sich etwas an die Füllung gelehnt hatte, beinahe in das Zimmer gefallen wäre.

„Kommen Sie schon!” herrschte ihn das Mädchen an.

Als er im Zimmer stand, fragte er höflich: „Darf ich mich für einige Minuten setzen?”

„Ja, in diesen Sessel hier. Und wenn Sie mir näher als einen Meter kommen, schreie ich laut um Hilfe. Was wollen Sie?”

„Mich entschuldigen, mich verteidigen und”, jetzt stockte er etwas, überlegte, blickte dann hoch und sagte „Sie anklagen!”

„Mich anklagen?” äffte Fränki Clifford kritisch.

„Ja. Doch zuerst meine Entschuldigung. Seien Sie mir nicht allzu böse wegen der gestrigen Sache, ich verspreche Ihnen, daß ich das nie mehr mache. Und nun zu meiner Verteidigungsrede, es ist jedoch nicht von Sokrates.” Kurz lächelte er. „Sie gefallen mir sehr, sehr gut. In Ihrem Wesen, in Ihrem Denken und in einigen anderen Dingen sind viele Pluspunkte, die mir Freude machen. Nur eines, Fränki. Tragen Sie nicht mehr diese knappen, aufreizenden Pullis, die eigentlich nur Turntrikots sind. Wenn Sie darunter dann noch keinen Büstenhalter haben, sich bei jeder Körperbewegung Ihre Brustwarzen genau abzeichnen und zu sprechen beginnen …”

„Was? Jetzt spinnen Sie aber, meine Brüste würden zu sprechen beginnen.”

Jerry nickte. „Ja. Ein Mensch spricht nicht nur mit dem Mund sondern auch mit den Händen, den Augen, mit dem ganzen Körper, und Sie, Sie sprechen auch mit Ihren Brüsten.”

„Ich, wieso?”

„Muß ich es sagen?”

„Ja”, flüsterte sie leise.

„Wenn Sie glücklich sind, wenn Ihnen ein Mann gegenübersteht, der Ihnen nicht unsympathisch ist, wenn sich Ihre Sinne aufschließen, dann wächst Ihre Brustwarze hoch, spricht dann und …”

„Und?”

„Und zeigt, daß Sie ein gesunder, lebendiger, ein nach Liebe hungernder Mensch sind.”

„So spricht nur ein Flegel, ein plumper, primitiver Mensch.”

„Warum?”

„Ein Gentleman sieht nicht die Schwäche einer Frau, auch wenn er sie sehen sollte. Ein Mann mit Feingefühl, sieht nicht sehnsüchtige Brustwarzen und – spricht keinesfalls darüber.”

Jerry schluckte. „Ich sagte nur die Wahrheit. Machten wir nicht gestern aus, daß wir keinesfalls Floskeln tauschen, sondern uns immer ehrlich unser Denken zeigen wollten?”

Das Mädchen nickte, zog die Unterlippe zwischen die Zähne und kaute an ihr erregt herum.

„Wollen Sie etwas trinken? Kognak, Whisky oder?” fragte sie.

„Haben Sie zufällig ein Bier?”

„Ja. Warum sagen Sie das aber so komisch?”

Jerry lachte. „Ich trinke gerne einen guten Kognak. Auch einen Whisky verachte ich nicht. Aber heute möchte ich nur einen Schluck Bier.”

„Warum heute?”

„Weil ich etwas erfahren will und stärkere Getränke mir die klare Sicht nehmen könnten.”

„Was möchten Sie erfahren? Spielen wir doch mit offenen Karten.”

„Davon vielleicht in einer Stunde, vorausgesetzt, daß Sie mich solange ertragen können.” Jerry sah auf die Uhr. „Es ist fast 20.00 Uhr. Darf ich bis 21.00 Uhr bei Ihnen bleiben? Ich verspreche pünktlich zu verschwinden.”

Die Antwort war, daß Fränki Clifford in die Küchennische ging, den Kühlschrank aufschloß und wenige Sekunden später ein kühles Bier servierte. „Sprechen Sie schon”, herrschte sie.

„Darf ich mit einer Anklage beginnen?” bat Jerry. Das Mädchen nickte.

„Fränki, Sie machen mich verrückt!”

„Warum denn?”

„Diese weißen Netzstrümpfe, die Sie heute tragen und durch die Ihre braune Haut ruft, sind meine erste Anklage. Die zweite gilt dem kurzen Faltenröckchen. Die dritte dem Pulli, der mehr ent– als verhüllt. Das alles macht Sie so sexy, so verführerisch, daß man auf dumme Gedanken kommen muß. Sie gefallen mir, ich habe Sie gern. Bitte, helfen Sie mir, daß ich zuerst Ihre Seele entdecke.” Während Jerry einen kräftigen Schluck trank, nippte Fränki ziemlich regelmäßig an einem französischen Weinbrand. War es Trotz, Scham, Verklemmtheit oder Freude, daß sie mehr trank, als sie vertrug?

Es war noch nicht 21.00 Uhr, als sie auf eine Taste des Musikschrankes drückte und mit kehliger Stimme fragte: „Tanzen wir?”

Sie tanzten und schon nach wenigen Minuten sprachen ihre harten Brustwarzen. Es war fast 22.00 Uhr, als Fränki Clifford einen Schwips hatte und sich den Pulli abstreifte.

„Nachdem Sie mich ja schon so gesehen haben, werden Sie wohl nicht mehr rot werden. Mir ist fürchterlich heiß … “

Dann saßen sie sich wieder gegenüber, waren nur durch ein kleines Tischchen getrennt. Die Brustwarzen des Mädchens waren geil, waren dunkle Finger, die riefen, sprachen und forderten.

Erhob sich Jerry, um nur an das Fenster zu gehen und in die nächtliche Stadt hinauszusehen, die mit ihren farbigen Neonlichtern wie ein flimmerndes Panorama zuckte, wurde Fränki kurzatmig, bekam rote Flecken am Hals und zeigte, daß sie Angst hatte und sie sofort, fast innerhalb einer Sekunde, laut schreien würde.

Die Brüste, sie sprachen jedoch für sich. Auch die Augen. Sie brannten. Die Lippen waren naß und glänzten.

Beide waren sie glücklich, daß sie sich gegenüber saßen und trotzdem lag zwischen ihnen ein fast unüberbrückbarer Abgrund.

„Fränki!” stöhnte Jerry.

„Du!” keuchte es heiser zurück.

„Fränki!” lallte ein Mann geil und ebenso lüstern echote es: „Du!”

„Soll ich jetzt gehen?” fragte ein Mann.

„Bleibe!” antwortete eine Frau.

„Was soll ich tun?”

„Trinke. Hier ist Kognak, laß das Bier. Hörst du die Musik? Lausche ihr.”

„Und du?”

„Ich will dich ansehen.”

„Warum?”

„Weil ich dich liebe!” stammelte es. Die Lippen des Mädchens waren fast viereckig. Wieder glänzten die Augen in einem eigentümlichen Feuer und die Hände zupften und spielten gedankenverloren an den Brustwarzen.

„Darf ich dich küssen?” fragte ein Mann.

„Nein, bitte nicht”, wehrte ein Mädchen ab. „Ich habe Angst, laß mich, bleib sitzen.”

„Hast du noch ein Bier?”

„Trinke doch Kognak wie ich.”

„Nein, Fränki.”

„Warum nicht?”

„Weil ich dich auch liebe.”

Nach wenigen Sekunden, die voll Spannung und Erregung waren, fragte Jerry: „Fränki, ich hole schnell aus meinem Kühlschrank ein Bier, habe fürchterlichen Durst. Und”, er schluckte tief und rang nach Atem, „du hast recht, wir sollten vernünftig bleiben.”

Er kam mit zwei Flaschen zurück und grinste etwas vor sich hin.

„Lachst du mich aus?” fragte Fränki.

„Nein, eher das Gegenteil. Ich dachte nur an das Bier.”

„Wieso?” fragte sie erstaunt.

„Es ist ein Starkbier aus meiner Heimat.”

„Und?”

Jetzt grinste er breit. „Wenn wir es trinken, gibt es zwei Möglichkeiten … “

„Du sprichst in Rätseln, in halben Sätzen?”

„Wir werden müde, schlafen ein oder bekommen einen kleinen Schwips.”

Geschickt goß er die Gläser voll, sie schäumten.

„Prost!” rief er und hob sein Glas. „Ex!” lachte er und trank fast gierig das Bier mit einem Zug. Fränki hatte ebenfalls ihr Glas mit einigem Durst ausgetrunken und streckte sich dann behaglich im Sessel aus.

„Du”, sagte sie fast zärtlich, „deine Heimat wird mir mit diesem Bier sympathisch.”

Der Minirock hatte sich durch das Strecken der Beine hochgeschoben und Jerry sah wieder genau die gesunden, sportlichen Oberschenkel und den schmalen Zwickel des Slips. Im gleichen Augenblick durchzuckte es Jerry geil und er hatte einen Steifen. Fränki trank, wurde redselig, reckte und streckte sich. Die Brüste hüpften und zuckten unter dem dünnen Pulli. Dann war wieder der Slip zu sehen und manchmal sogar, wenn sie sich im Sessel vor Vergnügen und Lachen wand, das Gesäß mit den hübschen Halbkugeln.

„An was denkst du?” fragte sie.

„An dich.”

„Beichte schon … “

„Ich träumte.”

„Von mir?” lockte und girrte es sinnlich.

„Ja. Wir wanderten, waren uns gut und das Leben war wunderschön.”

„Du, das Bier macht müde”, gähnte sie, als sie die Flasche ausgetrunken hatte.

„Lege dich etwas auf die Couch”, sagte Jerry leichthin und hatte erneut Herzklopfen.

„Kommst du mit?” antwortete sie und hatte sehnsüchtige Lippen und brennende Augen.

Jerry nickte nur und trug das Mädchen zärtlich an die Couch, bettete es. Dann streifte er ihr den Slip ab. Der knappe Rock rutschte fast von selbst hoch und schon lag mit leicht gespreizten Beinen vor einem geilen Mann ein sehr hübsches Mädchen, das unbewußt ihre Fotze anbot.

„Du bist schön!” keuchte Jerry, obwohl er wußte, daß Fränki ihn nicht mehr hören konnte, weil sie sofort eingeschlafen war.

Mit kosenden Händen grätschte er die Beine der Schlafenden noch mehr. Nun sah er den Schoß ganz nahe. Das Dreieck bestand aus dunklen, leicht gekräuselten Härchen und in ihnen lag der Spalt. Er wirkte irgendwie keusch, war eine herbe Linie. Doch so sehr sie auch geschlossen war, fühlte man, daß sie sich ebenso gerne auch öffnen, saugend einen Schwanz aufnehmen und ihn zärtlich umfassen konnte.

Mit einem vorsichtigen Griff löste Jerry den Rock und zog ihn nach unten ab. Vor ihm lag nun, wundervoll nackt, in vielen Phasen verführerisch, Fränki Clifford.

Jerry überlegte, kämpfte mit sich und seinem Gewissen. Er kochte vor Geilheit, mußte dieses Mädchen ficken. Vögelte man jedoch eine Schlafende? War das nicht in etwa Vergewaltigung?

Seine Sinne riefen „Ficke sie!”, sein Gewissen mahnte „Das macht man nicht!”

Mit fast zitternder Hand angelte er ein Sofakissen heran, stopfte es unter das Gesäß der Liegenden. Dann bettete er das Mädchen so, daß die Beine weit gespreizt waren und seitlich der Couch herunterbaumelten.

Das Bild, das sich Jerry bot, erregte ihn so, daß sein Steifer noch größer und dicker wurde.

Ob Fränki die Pille nahm? überlegte er.

„Idiot”, antwortete es in das Sinnieren, „wenn sie das ist, was sie für dich sein soll, dann hat sie noch nie die Pille genommen.”

Jerry zögerte. Dann küßte er das Mädchen, rüttelte sie und rief mehrmals „Fränki? Fränki?”

„Ja?” antwortete sie nach langen Sekunden. Dann erkannte sie sofort die Situation, wußte was war und was er wollte.

„Gib mir noch einen Schluck von diesem Bier, es ist eine Wucht.”

Nachdem sie wieder ein ganzes Glas ausgetrunken hatte, sagte sie wach und geil: „Ich liebe dich, will dir gehören. Wenn du mich ebenfalls liebst, bitte ich dich mich nur zu küssen und zu streicheln. Wir dürfen uns – obwohl ich eigentlich schon möchte – heute nicht ficken.”

Mit einem glücklichen Lächeln warf sie Jerry einen Luftkuß zu, legte sich wieder hin und war sofort eingeschlafen.

Jerry hatte sich fast etwas wehmütig, mit einem Stuhl neben die Couch gesetzt, blickte auf die Schlafende, prüfte jede Linie ihres Körpers, sah glücklich auf die zärtlichen Härchen ihres Dreiecks, die herbe Linie ihres Schlitzes und begann langsam, fast nachdenklich, mit der Spitze eines Fingers die Brüste zu kosen. Stolz registrierte er, wie die linke Brustwarze zu einem harten Finger wurde und schon nach wenigen Minuten beide Brustwarzen hart und spitz geworden waren. Vorsichtig begann er mit dem Daumen und Zeigefinger die dunklen Stifte zu kneten und zu drehen. Innerhalb von wenigen Minuten wuchsen sie zu Pyramiden der Lust an.

„Ach, aaach!” stöhnte das Mädchen.

Jerry hörte sofort auf, schaltete die Deckenbeleuchtung aus, ließ nur noch die kleine Wandlampe brennen.

Durch die Lust, die das Mädchen unbewußt empfangen hatte, waren ihre Beine hochgezuckt. Die Knie lagen angezogen und weit gegrätscht an den Brüsten. Die zitternden, irrenden Hände, der leicht klagende Mund, das unruhige Hin– und Herrutschen des Gesäßes zeigten, daß der ganze Körper danach lechzte, endlich gefickt zu werden. Über fünf Minuten koste Jerry einen Kitzler, der einen reizenden Spalt abschloß, der wie die Brüste darauf wartete, die letzte Erfüllung zu finden. Anfangs war die Klitoris nur ein Punkt, ein dunkles Mal gewesen. Dann wurde sie zum geilen Finger und ab diesem Augenblick begannen sich die Schamlippen zu nässen und zu öffnen.

Jerry konnte nicht mehr anders, er warf sich mit dem Kopf zwischen die gespreizten Schenkel, leckte die Innenseiten, lutschte sich zum Dreieck vor und – fast seufzte er gierig und glücklich – dann hingen seine Lippen über der Fotze. Die Zunge suchte den Kitzler, koste ihn und Sekunden später lutschten und leckten heiße Lippen diesen köstlichen Finger. Als Jerry nach Luft rang, sich kurz aufrichtete, sah er, daß die Scheide klaffte, sehr naß war, sie forderte, daß man sie noch weiter spalte.

Lange Sekunden hing sein geiler, steifer Schwanz über diesem leicht zuckenden Loch und wagte nicht hineinzutunken, es aufzustemmen und bis hinten hin mit Lust zu erfüllen.

Der Prickel bedrängte so die Eichel, daß sie schmerzte. Um sich etwas abzureagieren, schob Jerry ein weiteres Kissen unter den Arsch des Mädchens. Das Gesäß lag nun sehr hoch und die Fotze hatte genau die richtige Stoßrichtung, lag so bequem, daß er sie fast im Stehen vögeln konnte.

Er spielte mit sich, mit seiner Lust und den Möglichkeiten, die sich ihm boten. Er wußte, daß er betrunken war.

„Ich werde dich jetzt ficken!” sprach er zärtlich zu dem rosaroten Loch, das mit dunklen Kräuselhärchen umrahmt war. Dann nahm er seinen Pint in die rechte Hand und rieb die Eichel an dem Knorpel des Kitzlers.

„Ich werde dich in den Himmel und in die Hölle stoßen!” lallte er.

Glücklich sah er, daß die Schamlippen sich mit jedem weiteren Strich über die Klitoris immer weiter öffneten und sich näßten. Dann preßten sie sich wie in einem Krampf zusammen, zuckten wieder auseinander, schnappten wie ein Fischmaul nach Luft. Immer mehr begann Fränki zu stöhnen, als werde sie von einem bösen Traum geplagt.

Jerry hörte sofort mit diesem Spiel auf. Als das Mädchen wieder im tiefen Schlaf lag, konnte er nicht mehr, er mußte ficken. Langsam und genußvoll schob er seine dicke Stange in den heißen Schlitz ein. Er erlaubte sich nur wenige Zentimeter und wartete dann.

Regelmäßige Atemzüge zeigten, daß ihn wohl ein Leib aufnahm, die Psyche des Mädchens das Auseinanderdrängen der Schamlippen noch nicht registrierte.

Zärtlich, mit leichten, kurzen Stößen und kleinen Kreisbewegungen der Eichel hatte er die Fotze so weit geöffnet, daß er nun ficken konnte.

Schon beim ersten Hieb in den Spalt prallte die Eichel am Muttermund auf, quetschte ihn.

„Aaach!” schrie die Schlafende, zuckte zusammen und begann mit den Händen wie trunken zu rudern. Im gleichen Bruchteil hatte Jerry seinen Schwanz herausgezogen und wartete, bis Fränki wieder tief und fest schlief. Dann rammte er wieder seinen Pint in das klaffende Loch.

„Ach, ach, ach”, röchelte und klagte das Mädchen, doch Jerry konnte nicht mehr anders, er mußte vögeln. Er fickte und rammelte, legte kleine Pausen ein, zog manchmal seinen Schwanz sogar wieder aus der Fotze, wartete etwas und vögelte dann erneut, als müsse er die Scheide nicht nur in die Tiefe sondern auch in der Breite aufficken.

Plötzlich zuckten die Knie des Mädchens weit hoch, die Lippen öffneten sich und halb noch im Schlaf wimmerte Fränki einen heftigen Orgasmus von sich. Jerry hatte sofort seinen Pint herausgezogen, duckte sich und wartete, bis Fränki wieder schlief. Dann atmete sie in tiefem Schlaf und die Beine hingen erneut wie leblos auf dem Boden.

Langsam drückte sie Jerry mit heißen Händen auseinander und schob wieder vorsichtig seinen dicken Schwanz in die Fotze. Die Schamlippen waren geschlossen und mit der Hand lenkte er die Eichel, öffnete mit ihr den nassen Spalt und drückte sie dann bis an die Gebärmutter in das warme Loch. Wenige Minuten später strampelte das Mädchen in einem zweiten Orgasmus und wieder kauerte sich Jerry auf den Boden und wartete auf die langen Atemzüge, die einen Schlaf bewiesen.

Den dritten Fick verpaßte er, indem er die beiden Kniekehlen in seine Armbeugen legte. Den Schoß des Mädchens hatte er nahe an sich gezogen. Fränki hing an seiner Stange wie aufgespießt und beglückt registrierten seine geilen Augen, wie sich die Schlafende unterbewußt zurechträkelte, um den fickenden Schwanz noch besser zu spüren.

„Vorsichtig, bleibe vernünftig!” mahnte es in Jerry. Doch seine Kraft ging dem Ende zu. Wohl kniff er die Lippen fest zusammen, doch sein Schwanz begann, als wäre er ein eigenes, unabhängiges Wesen, in dem lüsternen Loch so zu orgeln, daß er spritzen mußte. Jerry stöhnte, als es ihm kam, und dann drangen die Wellen seines Samens an den Muttermund und bewußt rieb und schlug er mit hektischen Stößen die Nässe in diesen Eingang zur Gebärmutter.

Fränki wurde unruhig, wimmerte, klagte, ihr Leib wandt sich unruhig hin und her.

„Idiot”, hetzte erneut eine kritische Stimme in seinem Denken, „jetzt mußt du aber aufhören oder dieser Fick war bei dieser Biene dein letzter.”

Als Fränki wieder gelöst und entkrampft auf der Couch lag und tief und fest schlief, suchte Jerry den Schlafanzug, streifte ihn über ihren Körper und trug das Mädchen in das Bett. Er wußte, daß Fränki gerne bei geöffnetem Fenster schlief, klappte beide Flügel weit zurück, deckte sie zu, löschte das Licht und schlich langsam zur Türe.

Als er zurückblickte, ob nichts an sein Tun erinnerte, beleuchtete das Licht des Mondes den Boden und das Bett, in dem Fränki lag und in einem glücklichen Traum tief vor sich hin stöhnte.

Es war Jerry unmöglich, sich von diesem Bild zu trennen. Er sagte wohl „Gute Nacht!”, flüsterte ein zweites Mal „Gute Nacht!”, ging dann wieder zurück, kniete sich neben das Bett und legte den Kopf auf die linke Brust des Mädchens, die frei lag und von der Schlafanzugjacke nicht bedeckt wurde. War es nur sein Atem, der die Brustwarze zu einem geilen, harten Finger anwachsen ließ?

Sekunden später hing sie zwischen seinen Zähnen und wieder räkelte sich wollüsitg ein Mädchenleib zurecht, zeigte, daß er in der Lust lag und nach weiterer gierte.

Ob ich ihren Schoß streicheln darf? überlegte Jerry.

„Blödmann!” rügte es in seinem Denken. „Dann wird sie bestimmt wach und es dürfte einiges los sein.”

Vorsichtig, als wäre er ein Dieb, tastete seine rechte Hand die kurze Schlafanzughose ab, schob ein Hosenbein hoch, suchte den Kitzler und begann ihn zart zu kosen. Dieses Spiel machte ihm viel Freude, und fast stöhnte er vor Lust, als sich Fränki so legte, daß er noch besser an ihre Möse konnte. Schlaftrunken streifte sie sich selbst das Höschen ab, legte sich wieder bequem auf den Rücken und spreizte die etwas angezogenen Beine. Sie schlief, bot sich jedoch mit allen Sinnen der Hand an, die zärtlich ihre Fotze öffnete.

Eigentlich wollte Jerry nur mit dem Schlitz spielen und dabei das Mädchen beobachten: wie sie atmete, reagierte, stöhnte, ob die Lippen jeden Reiz der Lust zeigten, in welchen Intervallen ihr Körper in einen Orgasmus und damit vor Ekstatik zu zittern begann. Jerry stockte, zog seine Hand weg und duckte sich aus dem Blickfeld, denn Fränki räkelte sich sehr, warf sich nach links, dann nach rechts und legte sich plötzlich tief seufzend quer über das Bett. Die Beine waren wieder weit gespreizt, baumelen jedoch wie leblos auf den Boden.

„Wie mache ich es nur?” keuchte Jerry vor sich hin. Dann wußte er es. Wohl lachte er sich aus und verzog seine Lippen hämisch, doch kniete er sich zwischen die gegrätschten Knie, suchte eine geglückte Stellung legte sich einige Kissen unter, hatte dann für seinen Schwanz die richtige Stoßrichtung und führte langsam, in millimeterkleinen Schüben, den Steifen ein.

Es klappte nicht richtig. Wieder verzog er die Lippen, richtete sich etwas auf, stützte sich mit beiden Händen am Bettrand ab. Ja, nun könnte es gehen … Jerry wurde zum Fiedelbogen. Sein Körper glitt wie eine gebogene Baumsäge am Spalt Fränkis auf und ab. Es war nicht leicht, so zu ficken, daß er das Mädchen nicht belastete. Fiedelte Jerry aufwärts, flutschte der Schwanz in das nasse Loch, zuckte er abwärts, glitt er fast bis an die äußeren Schamlippen wieder heraus.

Wurde Fränki wach? Warum verlagerte sich ihr Gesäß?

Fast eitel erkannte Jerry, daß ihre Sinne nach, mehr’ verlangten, denn nun zuckte ihr Unterleib hoch, fickte mit.

Glücklich nützte er dieses Einssein, stieß hart in die Tiefe. Es kam Fränki nach wenigen Hieben. Ihre Beine strampelten, ihre Hände ruderten, ihre Lippen begannen zu klagen.

Er hatte sich sofort gelöst, obwohl er sich gerne ausgevögelt hätte. Lange Minuten kauerte er am Kopfende des Bettes und sah, wie das Mädchen kurz wach geworden war, in das Zimmer blickte, sich wohl über ihre Nacktheit und ihre Erregung wunderte. Dann legte sie sich mit einem tiefen, glücklichen Stöhnen wieder zum Schlaf. Warum suchten ihre Hände jedoch immer wieder die Brustwarzen, den Nabel, die Scheide? Warum spreizten sich so oft die Beine, zogen sich Knie an und bot sich ein Schoß imaginär einem Schwanz an?

Hatte Fränki nicht genug bekommen?

Jerry sah es, sie schlief wieder, doch ihre Sinne lagen noch immer in der Lust, in der Gier.

Es war ein geiles Bild, das sich Jerry bot. Die rechte Fußsohle drückte sich auf den Boden, das andere Bein war weit gespreizt, das Knie angezogen. Der Oberkörper zuckte, als betreibe er damit eine Art Selbstbefriedigung, nach links und rechts, die Brüste zitterten und sprangen. Der Mond schuf Konturen und bald waren die Brustwarzen des Mädchens wieder harte, geile Finger. Der Unterleib hüpfte hoch, vögelte einen unsichtbaren Schwanz. Dann wurde Fränki wach, stöhnte, atmete hektisch, blickte wieder ins Zimmer, zog dann die gespreizten Knie an, griff mit der rechten Hand an ihre Möse und rieb sich fast gewalttätig den Kitzler. Laut röchelte sie, klagte und schon schlug sie sich den rechten Zeigefinger in den Schlitz. Nun tanzte ihr ganzer Leib von Kopf bis Fuß. Ihre Hand war zu einem Schwanz, zu einem erbarmungslosen Roboter geworden, der keine Gnade gab. Er wühlte, rammelte, spaltete, stieß.

War es ihr gekommen? sinnierte Jerry, denn Fränki gurgelte, als müsse sie ersticken.

Er schüttelte verneinend den Kopf, denn keine Sekunde später richtete sich ihr Leib hoch, bildete fast einen Bogen. Die Schultern drückten sich in das Laken, die Fußsohlen stemmten sich nach unten ab. Eine Hand diente mit als Stütze und die rechte Hand arbeitete wieder die Fotze auf.

Fränki benahm sich wie eine Wahnsinnige, gellte, schrie, keuchte und röchelte. Ihre Lustrufe wurden immer tiefer, es war, als wenn ein Weinen sie begleiten würde. Dann schien es ihr endlich so zu kommen, wie sie es brauchte, denn ihr Gesäß plumpste nach einer Reihe heftiger Wellen und Krämpfe auf das Leintuch.

„Ach, ach, aaaach …!” röchelte sie und es brauchte einige Zeit, bis sich ihr Atem wieder beruhigte. Dann schlief sie auf dem Bauch, die Brüste hart auf ein untergeschobenes Kissen gepreßt, die Finger geil in das Leinen verkrallt, wieder ein.

Jerry kniete sich neben das Bett, küßte das Mädchen auf den Nacken, die Schultern, die Schläfen und flüsterte immerzu: „Ich liebe dich, ich liebe dich!”

Als Jerry am nächsten Morgen aufwachte und an das Geschehen mit Fränki zurückdachte, hatte er sofort wieder einen Steifen.

Nach dem Frühstück legte er Schallplatten auf, von denen er wußte, daß das Mädchen sie liebte. Illustrierte, die ihr unsympathisch waren, legte er auf die Seite.

Auf der Fahrt ins Büro war er zuerst eitel und sein Denken prahlte. Dann erkannte er, daß er wohl eine hübsche Frau mehrmals gut vögeln durfte, er sie aber nicht eine Sekunde wirklich besessen hatte. Er war ein Dieb gewesen, hatte gestohlen und nur Äußerlichkeiten gewonnen.

Gut, Fränki hatte ihn einige Male geküßt. Waren diese Küsse nicht nur Phrasen, Lügen gewesen? Jede Nutte bedankt sich durch Küsse, wenn man es ihr gnädig und dabei trotzdem gut machte.

„Aber ihre Fotze habe ich gehabt und einige Male nicht schlecht ausgefickt”, sprach er vor sich hin. Was hatte er gevögelt? Einen Menschen oder nur ein Stück wehrloses Fleisch?

Ja, er hatte seinen geilen Schwanz im Schlitz des Mädchens ausrammeln dürfen, hatte ihre Fotze nach allen Seiten hin aufgerissen. Die Seele? Nein, sie hatte ihm nur für wenige Sekunden gehört.

Ob Fränki wußte, daß sie gefickt worden war? Ob sie sich an Details erinnern konnte?

Gut, es war schön gewesen, das Mädchen einmal richtig durchvögeln zu können, philosophierte Jerry. Er war aber trotzdem mit sich und den Dingen nicht zufrieden.

Als er den Wagen auf dem Parkplatz absperrte, hetzte in seinem Denken eine Stimme: „Idiot, sei froh, daß du sie hast stopfen können. Dein geiler Schwanz will doch nur ein geiles Loch. Du selbst denkst nur noch Loch, deine Träume gieren auch nur noch nach Loch, so ist es doch. Oder?”

„Ich möchte aber auch ihre Seele ficken!” wehrte er eigensinnig ab. „Ich will ihre Schwüre, ihre Liebe …”

„Schwüre!” lachte es hetzend. „Sie gehen, das weißt du doch, zentnerweise auf ein Dutzend. Jeder geile Schwanz schwört, jede lüsterne Fotze ist, wenn sie es braucht, bereit, alles zu versprechen, um dann später nichts zu halten.”

„Ich möchte Fränki aber mit Leib und Seele besitzen”, forderte er.

„Verführe sie doch dann. Du bist doch sonst kein Dummkopf? Reize sie, ziehe sie mit allen Mitteln, die es gibt, in deinen Bann.”

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Дата выхода на Литрес:
05 мая 2025
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140 стр. 1 иллюстрация
ISBN:
9788711718148
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Правообладатель:
Bookwire
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