Читать книгу: «Pro-Aging mit mehr Energie»

Шрифт:

Autorin und Herausgeberin: Alexandra Bauschat

Sulzaer Strasse. 12, 14199 Berlin

www.qi-energyflows.de

Layout: Magali Bauschat

Lektorat: Regina Freese

Photobearbeitung: Aristid Bauschat

ISBN: 978-3-00-069692-3

Das vorliegende Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor übernimmt keine Haftung für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gemachten praktischen und theoretischen Hinweisen resultieren. Alle Rechte, insbesondere Vervielfältigung jeglicher Art, auch durch elektronische Medien und die Übersetzung in andere Sprachen sind vorbehalten.

Das Werk ist urheberrechtlich geschützt.

Inhaltsverzeichnis

1. Warum schreibe ich dieses Buch?

2. Wir wollen alle gesund und glücklich sein…doch wie geht das?

3. Der Zusammenhang von Glück und Gesundheit

4. Die Suche nach Unsterblichkeit

5. Was lässt uns altern?

6. Anti-Aging-die moderne Art das Leben zu sehen

7. Was bedeutet älter werden aus energetischer Sicht?

8. Welche Möglichkeiten gibt es den Alterungsprozess zu verlangsamen?

9. Welchen Einfluss hat eine gesunde Lebensweise?

10. Was gehört also zu einem gesunden Lebensstil?

11. Warum QI-Training die gesündeste Form von Körper-Geist Training ist.

12. Was macht soziale Gesundheit aus?

13. Was sind Energieräuber?

14. Stress hat man nicht - macht man sich?!

15. Unser Gesundheitssystem kränkelt

16. Warum werden wir, was unsere Gesundheit angeht, so schlecht beraten?

17. Energiemedizin - was ist das?

18. Qi-Training - das Konzept zur Steigerung der Lebensenergie

19. Qi-Training - Übungen zur Stärkung des Energieflusses

20. Abschlussübung: Das untere Dantian aufladen

21. Qi-Training - Übungen zur Konzentrationsförderung und Selbstreflexion

22. Smart Training - den Lifestyle anpassen an die kosmischen Gegebenheiten

23. Quintessenz

Warum schreibe ich dieses Buch?

Überall kann man gut gemeinte Ratschläge über einen gesunden Lifestyle lesen. In den sozialen Netzwerken boomen Artikel mit Tipps, wie man sich gesund ernährt, wie man den Körper trainiert, wie man schöner wird, wie man schlank wird, wie man seinen Traumpartner findet. Wir haben die Möglichkeit, online alles zu kaufen, alles zu lesen, alles zu lernen, doch wir finden keine Ruhe und keinen Weg zu einem inneren Frieden. Wir leben in einer hektischen lauten Zeit, werden überflutet mit Informationen und unser Gehirn arbeitet Tag und Nacht, um diese Informationen zu verarbeiten. Wir sind immer erreichbar und immer auf dem Sprung. Wir laufen der Zeit hinterher und sind mit unseren Gedanken schon weit in der Zukunft, - und das in jedem Abschnitt unseres Lebens. Als Jugendlicher will man endlich erwachsen sein, um frei sein Leben gestalten zu können, mit Anfang 30 sind dann die Familie und Karriere im Vordergrund und nehmen unsere ganze Energie in Anspruch und ab 60 Jahren, wenn wir eigentlich zur Ruhe kommen könnten, beginnt der Stress erst recht. Wir arbeiten eine „to-do-list“ ab, bevor der Körper uns dann in die Ruhe letztendlich zwingt.

Wir brauchen innere Ruhe und Energie! Doch wie können wir das erreichen, ohne auf eine einsame Insel zu ziehen?

Seit über 25 Jahren begleite und helfe ich Menschen sich zu entspannen, Körper und Geist zu trainieren und einen gesunden passenden Lebensstil zu finden, um glücklicher und ausgeglichener zu sein in allen Lebensphasen. Jeder Mensch trägt einen eigenen Rucksack mit sich herum, gefüllt mit Erfahrungen und Kindheitserinnerungen (schönen und nicht so angenehmen), mit festen Vorsätzen und Erwartungen, Leiden und Hoffnungen. Während der eine hineinschaut und vielleicht, das, was nicht mehr gebraucht wird, hinauswirft, vermeidet der andere den Blick in den Rucksack und trägt die schwere Last weiter mit sich durchs Leben. Jeder Mensch ist einzigartig und muss seinen eigenen Weg der Erfüllung im Leben finden. Was wir jedoch alle wollen, ist glücklich sein.

Die meisten von uns gehen davon aus, dass „Glücklichsein“ ein Geburtsrecht sei. Doch wer sagt das? Wieso glauben wir eigentlich, das wir hier auf Erden sind und deshalb automatisch das Recht haben, glücklich zu sein, ohne etwas dafür zu tun und was bedeutet es, glücklich zu sein. Für die meisten Menschen ist Gesundheit das größte Glück und bei vielen ist Erfolg der Schlüssel.

Wie kann ich also glücklich und erfolgreich sein, mein volles Potenzial entfalten und das Leben in vollen Zügen bis ins hohe Alter genießen? Was kann helfen, um gesund zu altern?

Wie kann ich Kraft tanken und meinen Körper stärken ohne in überfüllten Fitness- Zentren mit schwitzenden Menschen meine Muskeln aufzupumpen? Wie kann ich innere Ruhe bekommen und mehr Gelassenheit im Alltag, ohne auf zahlreiche Meditations-Retreats zu gehen?

All diese Fragen wurden mir in den letzten Jahren gestellt und ich habe gelernt Konzepte mit Hilfe des alten Wissens zu finden, das ich durch meine asiatischen und westlichen Lehrer vermittelt bekommen habe und durch meine eigene Selbstkultivierungspraxis vertieft habe.

Ich habe viel geforscht und viele verschiedene religiöse und philosophische Lebenswege studiert und praktiziert. Die Arbeit und das Training mit Energie haben mich zu einer neuen Sichtweise und auf einen Weg der inneren und äußeren Zufriedenheit geführt.

Es gibt Grundprinzipien für ein erfülltes Leben und unsere Ahnen waren, was dieses Thema angeht, uns sehr weit voraus. Wir können viel lernen, wenn wir das alte Wissen noch einmal genau betrachten. Eigentlich sind wir in der Evolution nicht weiter fortgeschritten, wir sind eher rückständig auf einigen Gebieten. Wir sind so stolz auf den Mond zu fliegen und per google earth andere Lebensgebiete zu erforschen, aber von einem sinnerfüllten Leben und einer stabilen Gesundheit sind wir weiter entfernt als viele ältere Kulturen!

Ich möchte in diesem Buch ein paar „neue“ oder „neu interpretierte“ Gedankenanstöße, Tipps und Übungen zur Steigerung der eigenen Lebensenergie geben. Energie zu spüren und damit arbeiten zu können, ist eine dem Menschen angeborene Fähigkeit, die jedoch in unserer Kultur leider nicht mehr bewusst angewendet und gepflegt wird. Wer seine Energien mithilfe des Energietrainings auf ein höheres Niveau anhebt, verbessert nicht nur die eigene Gesundheit und lebt ein harmonischeres Leben, sondern beeinflusst auch sein ganzes Umfeld positiv. Jeder Mensch hat die Möglichkeit seine Lebenszeit auf Erden zu nutzen und ein erfülltes Leben zu genießen.

Tatsache ist: Ein erfülltes Leben entsteht nicht „auf gut Glück“! Glück ist eine Geisteshaltung und man muss etwas dafür tun.

Alexandra Bauschat


Wir wollen alle gesund und glücklich sein…doch wie geht das?

Eines steht auf jeden Fall fest: Glück ist etwas, das wir alle erreichen möchten. Wir Menschen sehnen uns nach einem glücklichen Leben. Fast alles, was wir tun, machen wir, um glücklich zu sein; tun wir, weil wir uns davon Glück versprechen. Wir sind ständig auf der Suche nach dem Glück – und wenn wir es tatsächlich finden, sind wir trotzdem nicht lange zufrieden. Wir wollen dieses Gefühl wieder und wieder erleben.

Jeder wünscht es sich, doch die wenigsten behaupten es wirklich zu haben: Glück.

Was ist Glück?

Bereits in der Antike versuchten Menschen das „Glück“ und seine Hintergründe zu erfassen. So schrieb beispielsweise Aristoteles ein Buch, das sich mit der Glückseligkeit beschäftigt, der „Eudaimonia“. In dieser schrieb er: Glückseligkeit ist „das vollkommene und selbstgenügsame Gut und das Endziel des (menschlichen) Handelns.“ Zuvor behauptete Platon, dass der Mensch nur glücklich sein kann, wenn die drei Teile der menschlichen Seele, Vernunft, Wille und Begehren im Gleichgewicht sind. Heute vertritt man im Allgemeinen die Ansicht, dass man selbst „seines Glückes Schmied“ ist und dass Glück das Zusammenspiel von bewusst getroffenen Entscheidungen und Zufällen ist.

Obwohl jeder eine Vorstellung davon hat, um was es geht, wenn wir über Glück reden, sprechen wir nicht zwangsläufig über das Gleiche. Jeder Mensch hat seine eigene Auffassung davon, was es bedeutet glücklich zu sein, wie es sich anfühlt und wodurch dieses Glück zu erreichen ist.

Die Wissenschaft bildet da keine Ausnahme.

Alle streben nach Glück. Aber was ist Glück überhaupt? Ein Gefühl? Ein Moment? Viel Geld?

Für die meisten Deutschen ist Gesundheit das größte Glück. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ nach ihrem Verständnis von „Glück“ befragt, antworten mehr als drei Viertel der Befragten (79,8 Prozent), Glück habe man, wenn man gesund bleibe.

Gesundheit und Glück ist das Lebensziel der meisten Menschen.

Der Zusammenhang von Glück und Gesundheit

Prof. Dr. Ruut Veenhoven von der Erasmus-Universität Rotterdam erforscht seit Jahren das Zusammenspiel von Glück und Gesundheit.

Seine 30 Einzelstudien bestätigen, dass „Glücklichsein“ konkret schützt vor:

- Herzinfarkten,

- Infekten

- Diabetes

- Depression

Es dient zur Stärkung der Immunabwehr. Wenn Menschen bereits schwer krank sind, verlängert ein positiver Gemütszustand nicht das Leben, wohl aber die Lebensqualität. Der Zusammenhang zwischen Glück, Gesundheit und Lebenserwartung ist von der Glücksforschung wiederholt untersucht worden. Glück ist nicht nur ein von fast allen Menschen zu allen Zeiten erstrebter Gemütszustand. Vielmehr tragen eine hohe Lebenszufriedenheit und viele angenehme Emotionen, Gefühle oder Stimmungen wesentlich zu einer besseren Gesundheit und einem gesunden längeren Leben bei.

Auf die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Glücksbefinden und Gesundheit ergibt sich aus der jüngeren Forschung eine klare Antwort: Eine höhere Lebenszufriedenheit ist mit besserer Gesundheit und einem längeren Leben verbunden.

„Glück senkt den Stresslevel und stärkt die Immunabwehr. Außerdem schütten glückliche Menschen geringere Mengen des Stresshormons Cortisol aus, bekommen seltener Diabetes, Bluthochdruck und Herzinfarkte. So leben glückliche Menschen länger (ein „glückliches Leben“ korreliert, je nach herangezogener Studie, mit einer um 5-10 Jahre höheren Lebenserwartung), sie werden seltener krank, erkranken weniger schwer und/oder werden schneller wieder gesund.“

Tobias Esch, Die Neurobiologie des Glücks – Wie die Positive Psychologie die Medizin verändert

“Gesundheit ist ein hohes Gut“. Dies wird den meisten Menschen leider erst bewusst, wenn sie krank sind. Der Gesundheit Sorge zu tragen, ist eine Aufgabe, die uns ein Leben lang begleitet, denn Gesundheit ist nicht nur Schicksal. Sie hängt zu einem wesentlichen Teil vom eigenen Verhalten und von gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen ab. Schaut man sich einmal die Art, wie wir Menschen leben, an, fragt man sich, ob die meisten Menschen einfach nur an Magie glauben. Wie soll jemand gesund sein und bleiben, wenn er von morgens bis abends gestresst ist, die Ernährung ungesund ist und keinerlei Ahnung hat, was Gesundsein überhaupt bedeutet. Gesundheit kommt nicht von alleine (zumindest nicht auf lange Sicht), man muss etwas dafür tun!

Vor einigen Jahren hatte ich einen Geschäftsführer als Klienten. Sein Ziel war es gesund zu leben, nachdem er die Diagnose einer Autoimmunkrankheit bekommen hatte. Er machte etwa 4 Termine wöchentlich, um seine Gesundheit zu verbessern. Massagen, Osteopathie, Yoga und Meditation (bei mir) sollten seiner Meinung nach reichen, um gesund zu werden. Den Rest der Zeit war er beruflich 8-10 Stunden täglich tätig und reiste von einem Meeting zum anderen, zusätzlich hatte er 2 Kinder in der Pubertät und eine sehr anspruchsvolle Frau. Seine 4 Termine sollten seiner Meinung nach ausreichen etwas zu verändern. Natürlich veränderte es kaum etwas an seinem Gesundheitszustand, bis ich ihm erklärte, dass eine Veränderung nur eintreten kann, wenn er Selbstverantwortung über seinen Körper und seinen Geist übernimmt, wenn er Entspannung und Gelassenheit durch tägliches Training und Selbstreflexion übt, wenn er sich wirklich um seinen Körper kümmert und seine Geisteshaltung ändert.

Nach mehreren Coachingstunden und eigener regelmäßiger Übungspraxis mit Energietraining und Atem- und Meditationstechniken veränderte sich sein Gesundheits- und Gemütszustand.

Er ging gelassener in Meetings, war weniger angespannt und strukturierte sein Leben so, dass er mehr Freizeit einplante und auch seine regelmäßigen Trainingseinheiten als festen Bestandteil seines Lebens sah. Er lernte mit seiner Energie umzugehen und den Verbrauch zu reduzieren. Sein Familienleben verlief harmonischer und er fühlte sich zusehends stärker und zufriedener. Es geht nicht darum seinen Körper von einem Arzt, Physiotherapeuten, Guru tunen zu lassen, wir müssen selber aktiv werden und unsere Muster und Strukturen verändern und das geht besonders effektiv mit dem QI- Training.

Die meisten von uns sind nur damit beschäftigt, durch die innere Unruhe, unnötige Aktivitäten, das hektische Handeln, die herumspringenden Gedanken, die moderne Art zu leben, ihre Lebensenergie zu verschwenden. Das alles verbraucht viel zu viel Energie; viel mehr als wir tatsächlich zur Verfügung haben. Die Folgen sind vielfältig: chronische Müdigkeit, innere Unruhe, Rückenschmerzen, Depressionen, ein schwaches Immunsystem, Burn-out usw.

Jeder Mensch verfügt über ein Energiepotenzial - eine Art Grundkapital.

Alles ist Energie (Albert Einstein) und wir sollten diese auch weise nutzen, um ein langes glückliches Leben genießen zu können. Seit Einstein wissen wir, dass der Grund-“Stoff“ eigentlich kein Stoff ist, sondern Energie, die in verschiedenen Frequenzen fließt. Je niedriger die Frequenz ist, desto fester erscheint sie. Wir bestehen und funktionieren durch die Lebensenergie. Energie belebt tatsächlich jede Zelle und jedes Organ im Körper. Die Verbindung und Anpassung unsers Körpers mit der Naturenergie (universellen Energie) sind essenziell und entwickeln sich seit Millionen von Jahren immer weiter. Wir müssen uns das so vorstellen, dass wir laut der alten Meister durch unsere Geburt über ein Energiekontingent verfügen, welches sich im Laufe unseres Lebens langsam aufbraucht. Laut dem „Klassiker des Gelben Kaisers für innere Medizin“ leben wir Frauen ab dem 49 Lebensjahr und Männer ab dem 64 Lebensjahr, nur noch von den Reserven bis sie vollständig aufgebraucht sind und sich der physische Tod einstellt.

Schon vor 3000 Jahren suchten die Weisen in Asien nach einer Möglichkeit, unsterblich zu werden.


Die Suche nach Unsterblichkeit

Die Suche nach einer Pille der Unsterblichkeit hat besonders in China eine sehr lange Tradition.

Vor allem in der Dao Kultur ist Unsterblichkeit ein zentrales Motiv. Schon der erste Kaiser versuchte Zeit seines Lebens hinter das Geheimnis der Unsterblichkeit zu kommen. Während seiner Herrschaft diskutierte er mit seinen Ministern über Medizin, Gesundheit und Lebensstil, Ernährung und daoistische Kosmologie. Er fragte seine Berater: „Ich habe gehört, dass die Menschen früher 100 Jahre alt wurden, ohne die normalerweise auftretenden Zeichen des Alters aufzuweisen. Heutzutage altern die Menschen vorzeitig und werden kaum fünfzig. Ist das auf eine Veränderung der Umwelt oder auf den Verlust einer korrekten Lebensführung zurückzuführen?“

Der Berater antwortete: „In der Vergangenheit praktizierten die Menschen das DAO, den Weg des Lebens. Sie verstanden das Prinzip des Gleichgewichts, von Yin und Yang, wie es sich in den Wandlungen der Energien des Universums widerspiegelt. Sie entwickelten Praktiken wie die des Daoyin, eine Kombination aus Dehnübungen, Massage und Atemtechniken, um den Fluss der Energie zu unterstützen. Sie übten sich in Meditation, um in Einklang mit dem Universum zu kommen. Sie aßen ausgewogen und regelmäßig, sie vermieden körperliche und geistige Überanstrengung, sie standen zu bestimmten Zeiten auf und gingen zu bestimmten Zeiten ins Bett und waren in jeder Hinsicht maßvoll. Sie bewahrten sich ihr körperlich und geistiges Wohlbefinden, und deshalb ist es nicht überraschend, daß sie länger als 100 Jahre lebten. Heutzutage hat sich der Lebensstil der Menschen verändert. Sie trinken viel Wein, als wäre es Wasser, sie geben sich zerstörerischen Aktivitäten hin, sie erschöpfen ihr Jing (Lebensessenz) und vergeuden ihr Qi.

Sie wissen nicht um die Geheimnisse der Pflege der Energie und Lebenskraft. Sie sind nicht imstande, ihren Lebensstil und ihre Ernährung zu regulieren, und schlafen auf unangemessene Weise. Deswegen ist es nicht überraschend, das sie mit fünfzig alt erscheinen und nicht viel später sterben.“ Auszug aus dem „Gelben Kaiser zur inneren Medizin“ (ca. 221 v. Chr.)

Qin Shihuangdi entsandte eine große Expedition, die für ihn ein Lebenselixier finden sollte, doch leider vergeblich. Der Herrscher gab Unsummen von Staatsgeldern aus und hörte auf Alchemisten und Schamanen, die ihm rieten quecksilberartige Mittel einzunehmen, um den Tod zu überwinden, anstatt sich selbst zu kultivieren und seine Lebensenergie zu pflegen. Er erlag letztendlich einer chronischen Quecksilbervergiftung.

Auch, wenn wir heute vielleicht nicht daran interessiert sind unsterblich zu werden, ist doch der Traum vom ewigen Leben so alt wie die Menschheit selbst.

Die älteste Person auf unserer Erde ist bislang die Französin Jeanne Calment, die vom 21. Februar 1875 bis zum 4. August 1997 lebte und damit stolze 122 Jahre und 164 Tage alt wurde. Sie erfreute sich ihr ganzes Leben lang bester Gesundheit und fuhr mit 100 Jahren sogar noch Fahrrad. Theoretisch ist also zumindest bis zu diesem Zeitpunkt Leben möglich. Um zu erforschen, wie lange wir Menschen leben können, ist es erst einmal notwendig das Altern an sich zu verstehen.

In Deutschland werden Menschen zwischen 60 und 75 oft als “ältere“, 75- bis 90- Jährige als „alte“ und 90- bis 100-Jährige als „sehr alte“ Menschen bezeichnet.

Menschen, die über 100 Jahre alt sind, werden auch „Langlebige“ genannt. Die Lebensjahre sind aber nur eine Möglichkeit, das Alter festzulegen. Man spricht dann vom chronologischen oder biografischen Alter. Menschen im selben chronologischen Alter altern aber nicht in gleichem Ausmaß. Deshalb gibt es den Begriff “biologisches Alter“, der den Gesundheitszustand und die körperliche und geistige Fitness berücksichtigt.

2017 lebten 16.500 Hundertjährige in Deutschland. 2010 lebten 13.198 und im Jahr 2000 nur 5937 Hundertjährige. Bei Menschen, die um das Jahr 1900 geboren wurden, betrug die Chance, dass sie ihr 100. Lebensjahr erreichen würden, etwa ein Prozent.

Weltweit leben immer mehr Menschen länger und erreichen das 100ste Jahr. Die Zahl der über Hundertjährigen ist in diesem Jahr auf rund 533.000 gestiegen, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Dies sei ein neuer Höchstwert.

Weser Kurier

Wunderbar sei das, sagt die WHO. Aber das Altern von Körper und Geist sei damit ja leider nicht abgeschafft. Und schon gar nicht seien es alterstypische Krankheiten. Das Längerleben – so sehr manche auch in der Lage sein mögen, es zu genießen – wird scheinbar für immer mehr Ältere zum bloßen “Längerüberleben“. Umfassendere Datenerhebungen stehen dazu noch aus. Aber längst ist klar, dass eine längere Lebenszeit nur zu oft mit erheblichen Beeinträchtigungen durch mehrere Leiden einhergeht.

Was lässt uns altern?

Bei der Analyse und Beschreibung des Alterungprozesses unterscheiden die meisten Forscher eine biologische, eine soziale und eine psychologische Ebene. Auf der biologischen Ebene ist das Altern durch eine zunehmende Verringerung der Anpassungs- und Wiederherstellungsfähigkeit des Körpers gekennzeichnet, ebenso nimmt die Leistungsfähigkeit immer weiter ab. Alternde Menschen werden anfälliger für Erkrankungen. Auf der sozialen Ebene finden ebenfalls Veränderungen statt: Veränderungen der gesellschaftlichen Stellung, Veränderungen durch den Verlust enger Beziehungen und sozialer Rollen vom Arbeitnehmer zum Rentner. Auf der psychologischen Ebene treten Verluste vor allem in den Bereichen auf, “die an die Umstellungsfähigkeit von Nervenzellverbänden gebunden sind, wie zum Beispiel das Kurzzeitgedächtnis oder die hohe Geschwindigkeit im Denken“, sagt der Psychologe Andreas Kruse.

Das Altern ist also von mehreren Faktoren abhängig und natürlich auch individuell verschieden. Es gibt äußere und innere Faktoren, die negativ auf den Alterungsprozess einwirken, wie z.B. Umwelteinflüsse, genetische Faktoren, Krankheiten, Fehlernährung, Bewegungsmangel und die eigene Lebenseinstellung.

Erst einmal sollten wir verstehen, was in unserem Körper laut westlicher Medizin überhaupt passiert.

Rund zwei Drittel unseres Körpers bestehen aus Wasser, der Rest aus einer komplizierten Mischung aus Wasser und chemischen Verbindungen. Diese Mischung befindet sich in winzigen Gebilden, den Zellen. Sie sind nur mit dem Mikroskop zu erkennen. Der gesamte Körper besteht aus 100 Billionen Zellen, von denen jede Sekunde etwa 50 Millionen absterben.

Dadurch, dass sich Zellen immer wieder teilen, wird unser gesamter Körper etwa einmal alle acht Jahre rundum erneuert – bis auf wenige Ausnahmen.

Die Haut erneuert sich einmal im Monat, die Schleimhaut des Darms in weniger als einer Woche, und das Knochenmark bildet 300 Milliarden Blutzellen pro Tag. Die Leber kann fast auf die Hälfte schrumpfen und wächst wieder nach; Skelett-Muskeln bauen sich - je nach Training - fast im Wochenrhythmus auf und wieder ab.

Es gibt jedoch Zellen anderer Organe, die sich von vornherein nicht teilen können, etwa die Nervenzellen im Gehirn. Sie leben zwar lange, können aber absterben und werden dann nicht mehr ersetzt. Wenn Zellen nicht mehr erneuert werden oder absterben, nimmt die Leistungsfähigkeit der Organe allmählich ab. An inneren Organen und Geweben fallen solche Veränderungen meist lange Zeit nicht auf. Bei manchen Menschen machen sie sich nur bei Belastungen oder erst in sehr hohem Alter bemerkbar, bei anderen schon früher. Mit zunehmendem Alter leiten die Nervenfasern Impulse langsamer weiter und das Gehirn kann Informationen nicht mehr so gut verarbeiten wie früher. Schwerhörigkeit, Sehschwächen und Vergesslichkeit können dann die Folgen sein.

Während gute Gene der Grund sein können, weshalb ein Mensch weniger schnell altert als ein anderer, können die Gene genau diesen Prozess auch beschleunigen. Wird das Immunsystem nämlich durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Alkohol, eine ungesunde Ernährung, das Rauchen, zu wenig Bewegung, ein Übermaß an Zucker oder andere gesundheitsschädliche Lebensweisen geschwächt, stört das die Abläufe in den Helferzellen oder tötet diese sogar gänzlich ab. Die Folge: Der Mensch altert (schneller). Solch äußere Einflüsse haben also durchaus große Auswirkungen darauf, in welcher Geschwindigkeit ein Mensch altert und wie gesund er im Alter noch ist.

Wenn Menschen altern, kann man im Gewebe entzündliche Vorgänge beobachten., welche ebenfalls an der Entstehung verschiedener altersbedingter Krankheiten beteiligt sind. Dazu gehören beispielsweise Herzkreislauferkrankungen, neurologische Erkrankungen, verschiedene Arten von Krebs sowie Übergewicht, hohe Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und ein hoher Blutzuckerspiegel.

Jedoch, selbst bei der Eliminierung aller negativer äußeren Einflüsse altert der Mensch weiter – wenn auch weniger schnell. Der Grund hierfür liegt laut neusten Erkenntnissen in den sogenannten Telomeren. Hierbei handelt es sich um die Enden der Chromosomen, die X- oder Y-förmigen DNA-Träger also, welche auch über das Geschlecht der jeweiligen Person entscheiden. Diese Telomere befinden sich in jedem Zellkern und sind hier für die Zellteilung verantwortlich. Als Faustregel gilt: Je schneller, besser und häufiger die Zellteilung (noch) funktioniert, umso eher regeneriert sich der Körper. Der Abbau der Telomere gilt zum aktuellen Stand der Forschung als Hauptgrund für die Zellalterung. Wer also das Altern aufhalten möchte, muss diesen Abbau der Telomere verlangsamen, stoppen oder sogar umkehren.

Die Entdeckung der Telomere und ihrer Bedeutung für den Alterungsprozess beziehungsweise die Lebensdauer einer Zelle wurde übrigens im Jahr 2009 mit dem Nobelpreis im Bereich Medizin ausgezeichnet.

Die wesentlichen biochemischen Ursachen des Alterungsprozesses sind also:

- defekte Mitochondrien, die Zellkraftwerke unseres Körpers

- Telomere, die Schutzkappen an den Enden der Chromosomen., die mit jeder Zellteilung kürzer werden, bis sich die Zellen nicht mehr teilen können und vergreisen.

Die gute Nachricht: ein Abbau der Telomere kann durch eine gesunde Lebensweise und eine positive Lebenseinstellung beeinflusst und verzögert werden!


Anti-Aging-die moderne
Art das Leben zu sehen

„Jeder will alt werden, aber keiner will es sein.“

Martin Held

Wir leben in einer Kultur, in der Schönheit und Jugend einen höheren Stellenwert besitzen als Weisheit, Mitgefühl und Selbstverwirklichung. Eine Kultur, deren Medien uns ständig mit Bildern der „perfekten“ Frau oder des „perfekten“ Mannes (Männer sind jedoch etwas weniger anfällig) berieseln.

„Die krankhaften Standards unserer Kultur in Bezug auf Schönheit und Gewicht greifen seuchenartig auf andere Kulturen über, wenn diese über den technischen Fortschritt Zugang zu unserem Denken finden.“

Donna Eden

Heutzutage gibt es Anti-Aging Berater, Anti-Aging-Kurse, Anti-Aging-Mediziner. Anti-Aging ist das Zauberwort. Wir haben also eine Gesellschaft, die gegen das Altern ist.

Doch, was heißt das genau, wo liegt da der Fokus?

Wir wollen jung aussehen, möglichst ohne Falten und körperlich muskulös und fit. Wie unsere Organe, unser Blutdruck, unser Herz - Kreislauf - System aussehen, ist erst einmal nicht so sehr von Bedeutung - Hauptsache äußerlich ewig jung.

Das lassen wir uns auch etwas kosten, die Make-up Branche und Kosmetik Branche boomt, besonders ab 40 Jahren wird gekauft, was Jugendlichkeit verspricht. 60-jährige sind heute fitter, cooler und welterfahrener als je zuvor. Das “ Downaging“, der subjektiv gefühlte Verjüngungsprozess einer alternden Gesellschaft, führt jedoch auch in eine Sackgasse der Anti-Aging-Kultur. Der Begriff strahlt uns tausendfach entgegen, auf Kosmetikprodukten, Reiseprojekten und in Zeitschriften.

„Nach einer im Jahr 2016 gemachten Studie ist die Volksrepublik China einer der weltweit größten Märkte für Kosmetikprodukte. Im Jahr 2016 betrug das Marktvolumen von Anti-Aging-Produkten in China rund 5,4 Milliarden US-Dollar, gefolgt von den USA, Japan, Süd Korea und Deutschland“.

M. Hohmann – Statista 2020

Es klingt unglaublich, soll aber laut einer Umfrage der Website „Groupon“ – zumindest in den USA – wahr sein: Die durchschnittliche US - Amerikanerin gibt 225 000 Dollar (umgerechnet rund 200 000 Euro) in ihrem Leben für Kosmetikprodukte aus. Das ist fast der Preis eines Einfamilienhauses. Das Investitionsvolumen der Amerikanerinnen toppen wir in Deutschland zwar nicht, aber laut Beobachtungen der Forscher geben wir immer mehr für das „jugendliche Aussehen“ aus. Das sagt eine Studie von TNS Infratest (basierend auf einer repräsentativen Online-Befragung von 500 Frauen und 500 Männern): Die Statistik ergibt für die deutschen Frauen eine durchschnittliche Summe von 300 Euro im Jahr. Auf 60 Jahre Erwachsenenleben gerechnet ergibt das „nur“ eine Summe von 18.000 Euro! Kein Einfamilienhaus, eher ein Auto – und sicherlich trifft die jährliche Summe auf echte Beauty-Junkies eher als monatliche Investition zu.

„Die weltweite Zahl von Schönheitsoperationen und -prozeduren hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt: so werden heute rund 10 Millionen Prozeduren mehr durchgeführt als noch im Jahr 2010 - ein Anstieg von rund 66 Prozent.“

Statista/2020

Mit dem Aufkommen einer neuartigen Gesundheitsbewegung in den USA der 50er Jahre, etablierte sich Wellness als Überbegriff für das Wohlbefinden und gesundheitsbewusste Leben. Wellness entwickelte sich zum beliebten Werbewort einer wachsenden Industrie. Jedoch ist das Schönheits- und Anti-Aging-Segment nach Marktvolumen das Schwergewicht der Industrie. Im Jahr 2019 zählte die International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS) weltweit rund 24,9 Millionen Schönheitsoperationen.

Die Anti-Aging-Medizin ist eine junge medizinische Teildisziplin. Im Jahr 1993 berichteten erstmals zwei amerikanische Mediziner über den Begriff Anti-Aging auf einer Konferenz zur medizinischen Versorgung im Alter über die Herausforderung, eine hohe Lebensqualität im Alter zu erreichen.

Ziele von Anti - Aging -Maßnahmen sind:

- Körperliche und geistige Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Alter zu erhalten und zu verbessern

- Äußere Alterserscheinungen weniger sichtbar zu machen

Die Anti-Aging Medizin hat somit das Ziel, das biologische Altern des Menschen hinauszögern und die Lebensqualität im Alter zu erhalten.

Was heutzutage mit Vitalstoffen, Ernährungsberatungen, Physiotherapie unter den Begriff Anti-Aging-Medizin fällt, wurde vor mehr als 3000 Jahren mit Energietraining und Selbstkultivierung erreicht.

Doch sind wir uns eigentlich bewusst, was wir damit anrichten, wenn wir alles gegen das Altern tun? Leider ist diese negative Sichtweise auf das „Älter werden“ so weit in unserer Gesellschaft verbreitet und verankert, dass den alten Menschen nur noch das Altenheim zum Abschluss ihres Lebens bleibt. Das kollektive Feld unsers gesellschaftlichen Denkens sollten wir nicht unterschätzen, es beeinflusst uns alle. Wer sich und sein Alter akzeptiert und sich lebensbejahend und gesundheitsbewusst verhält, hat heute gute Chancen, die zweite Lebenshälfte angenehm und positiv zu verbringen. Dafür können und müssen wir jedoch bereits in jungen Jahren eine Menge tun, wenn wir Pro-Aging als behutsamen und bewussten Umgang mit den eigenen körperlichen, geistigen und seelischen Ressourcen (Reserven) verstehen. Was wir künftig umso mehr brauchen ist eine Pro-Aging-Kultur, eine gesellschaftliche Wertschätzung von Werten, die mit dem Alter verknüpft sind – Ruhe, Gelassenheit und Weisheit.

Wir sollten alles für das gesunde Altern tun…Pro-Aging, um gesund zu altern.

In früheren Kulturen wurde das Leben in 3 Phasen unterteilt:

- Kindheit und Jugend = heranreifen, lernen, aufbauen

- Erwachsenenzeit = das Leben manifestieren mit einer Familie, Karriere und Lebensgestaltung, die dazu gehört

- Alter = Weisheit und Spiritualität leben.

Doch was ist geblieben von der Weisheit und Spiritualität? Stattdessen reden wir von Demenz und Inkontinenz. Wir bedauern jeden Geburtstag, als einen Tag des „Älterwerdens“, anstelle uns zu freuen, weiser und reifer zu werden. Leider haben wir „Spiritualität“ bei uns fast ganz aus unserem Alltag gestrichen und wir überlassen es einigen Esoterikern. Das ist sehr schade, denn den meisten unter uns fehlt etwas: eine Anbindung, ein innerer Halt, ein Sinn im Älterwerden. Eine positive Alterskultur hat mehr Potenzial als eine Anti-Aging-Kultur!

„Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird und was man daraus macht!“


Was bedeutet älter werden aus energetischer Sicht?

Ungefähr im 4 Jh. v. Chr. entstand die chinesische Philosophie und Religion, der Daoismus, in deren Zentrum die Lehre vom Dao, steht. Das Wort „Daoismus“ (Taoismus) wird als „Lehre des Weges“ oder „Lehre vom Weg“ übersetzt.

In der Dao-Kultur wird der Mensch als „Energiewesen“ angesehen und die Methode der Selbstkultivierung zielt darauf ab, die Lebensenergie des Menschen zu schützen, krankmachende Energie auszuleiten bzw. zu transformieren und die Energiereservoires im Körper aufzuladen, um gesund und bewusst zu leben und sein volles Potential zu entfalten.

Wir sind Energiewesen, das heißt, wir sind abhängig von der Lebensenergie und einem starken Energiefluss.

Die fernöstliche Lebensphilosophie versteht den Körper als ein zusammenhängendes System, in dem alle Körperteile, Organe und Organsysteme durch Energiebahnen miteinander verbunden sind.

Diese so genannten Meridiane sind eigenständige Kanäle oder Wege, unabhängig von den Blutbahnen und den Nerven. In ihnen fließt die Lebenskraft Qi, (auch Prana oder Ki genannt), die Energie und Nährstoffe zu den verschiedenen Organen transportiert. Nach der Erfahrung der alten chinesischen Ärzte durchfließt diese Lebensenergie auf zwölf Bahnen unseren Körper – etwa so, wie Flüsse und Seen eine Landschaft durchziehen und sie mit dem lebenswichtigen Wasser versorgen.

Auch wenn die Leitbahnen die Kanäle oder Wege darstellen, auf denen Qi und Blut im Körper befördert werden, sind sie nicht identisch mit den Blutgefäßen, wie sie die westliche Schulmedizin definiert. Vielmehr bilden sie ein unsichtbares Netzwerk, das alle Grundsubstanzen und Organe miteinander verknüpft. Jeder Meridian ist dabei eng verknüpft mit einem Körperorgan.

Aus der Sicht der Akupunkturlehre stehen die Meridiane und ihr zugeordnetes Organ in enger Wechselbeziehung zueinander, d.h. Organstörungen können auf einen gestauten Energiefluss auf dem zugeordneten Meridian zurückzuführen sein und umgekehrt können energetische Störungen auf dem zugeordneten Meridian das entsprechende Organ beeinträchtigen.

Alles ist holistisch zu betrachten, ist miteinander verbunden und beeinflusst sich gegenseitig.

Laut dem alten Wissen verfügen wir über ein Energiepotential, zusammengesetzt aus der vorgeburtlichen und nachgeburtlichen Energie, und, wenn dieses Potenzial aufgebraucht ist, leben wir nur noch am energetischen Limit, das heißt, der Körper beginnt seine Funktionen zu verlangsamen und aufzulösen. Jedes Ungleichgewicht und jeder erhöhte Energieverbrauch können dieses Energiepotential frühzeitig verringern und zur Krankheit und zum frühzeitigem Tod führen.

Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) geht davon aus, dass aus Krankheiten Altern entsteht, wenn mehrere Faktoren zusammentreffen, wenn Körper und Geist ins Ungleichgewicht geraten. Zu diesen Faktoren können äußere Ursachen wie beispielsweise Kälte oder Hitze, aber auch innere Ursachen wie Emotionen (Zorn, Traurigkeit, Angst etc.) zählen. Die Emotionen sind untrennbar mit dem Körper verbunden. Denn Natur, Körper, Geist und Seele sind im Verständnis der TCM eine Einheit. Der Mensch ist ein Teil im Gesamtgefüge des Kosmos und der Natur; er agiert als untrennbares Glied in einer Kette, in der alle Teile ineinander greifen und aufeinander einwirken.

Das Verständnis, dass die meisten Krankheiten innerhalb des Organismus ihren Ursprung haben, dass wir uns selber krank machen, wird in der westlichen Schulmedizin immer noch zu wenig betrachtet.

In der Chinesischen Medizin wird unter Gesundheit ein freies Fließen der Lebensenergie Qi verstanden, bei der alle körperlichen, seelischen und geistigen Funktionen miteinander im Austausch sind und in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Gesundheit wird als ein dynamisches Gleichgewicht verstanden, das sich ständig an die verändernden äußeren und inneren Bedingungen optimal anpasst.

Bei der Geburt ist dieser Energiefluss uneingeschränkt möglich. Der Körper weist keinerlei Blockaden auf und kann ungehindert versorgt werden. Mit zunehmendem Alter entstehen Erkrankungen, die durch Blockaden der Energieflüsse begünstigt werden. Durch die entstehende Mangelversorgung der Organe entstehen Allergien, Krankheiten und Schmerzen. Wird die Blockade vor dem Auftreten von Erkrankungen gelöst, können die Organe ihren vollen Funktionsumfang wieder aufnehmen.

Das Gute daran ist also, dass wir bewusst durch unsere Lebensweise und einem gesunden Umgang mit unserer Lebensenergie, unsere Gesundheit beeinflussen können und damit auch den Lauf des Lebens.

Durch ein gezieltes Energietraining und eine besondere Selbstkultivierung in Form von Atemübungen, Meditationstechniken, spezieller Ernährung und Mentaltraining kann man Energieblockaden vorbeugen und den Energieverbrauch erheblich reduzieren und somit den Lebensweg positiv beeinflussen.

Бесплатный фрагмент закончился.

717,64 ₽
Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
19 сентября 2025
Объем:
104 стр. 25 иллюстраций
ISBN:
9783754154892
Издатель:
Правообладатель:
Bookwire
Формат скачивания:

Похожие книги