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Alan Marschall
Nachtfalter
SAGA Egmont
Nachtfalter
Copyright © 1995, 2018 Alan Marschall und Verlag
All rights reserved
ISBN: 9788711977194
1. Ebook-Auflage, 2018
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach
Absprache mit dem Verlag gestattet.
1
Mona lag in der Badewanne und streckte ein nacktes, vor Nässe glänzendes Bein nach oben, bis es fast ein bißchen weh tat. Sie untersuchte es eine Weile und bemerkte dabei, wie sich das Licht auf der feuchten Haut spiegelte und ihr eine goldene Tönung verlieh.
Es ist ein schönes Bein, dachte sie. Viele Männer würden wer weiß was dafür geben, es einmal so wie jetzt sehen zu können.
Der Gedanke beunruhigte sie innerlich. Zugleich ärgerte er sie.
Mona war beinahe wütend, als sie nach der rosa Seife langte, die in der vergoldeten Schale lag. Dann begann sie langsam und sanft das erhobene Bein einzuseifen.
Es gab wirklich viele Männer, die alles daraum geben würden, mich jetzt so beobachten zu können, dachte sie weiter. Und ich muß ehrlich zu mir selbst sein: Ich möchte zu gern, daß einige von ihnen mich so sehen könnten. Ich möchte einen Mann hier bei mir haben. Sofort! Auf der Stelle! Dann wäre ich nicht allein … und dann wäre mir auch nicht so zumute.
Er könnte mir zu einem richtigen Bad verhelfen …
Mona schloß halb die Augen, verrieb den Seifenschaum auf dem Unterschenkel, dann auf dem Knie und schließlich auf dem prallen, wohlgeformten Oberschenkel.
Während sie sich auf diese Weise einseifte, fiel ihr Blick ganz zufällig in den großen Badezimmerspiegel auf der linken Seite.
Mona betrachtete ihr eigenes Spiegelbild.
Sie sah eine große Blondine mit feinen Gesichtszügen, die beinahe klassisch schön waren.
Mona lehnte sich wohlig entspannt in der Badewanne zurück.
Das fast silberfarbene Haar war zu einer hochgetürmten Frisur aufgesteckt. Ein langer, schlanker Arm ruhte auf dem Rand der Badewanne.
Mona saß so da, daß ihr nackter Oberkörper im Spiegel zu sehen war.
Gute Brüste, dachte sie. Und ganz bestimmt nicht zu klein. Perfekt geformt, straff und hochstehend. Die großen rosa Warzen waren leicht vergrößert; eine Folge der Leidenschaft, die ihren Körper durchpulste und fast so etwas wie Schmerz in Bauch und Oberschenkeln auslöste.
Aber was nutzte es ihr, daß sie so schön war? fragte sie sich bitter. Es wollte ihr scheinen, als ob sie jetzt genauso gut häßlich sein könnte … entweder dick und fett oder aber nur Haut und Knochen.
Sie hätte ein groteskes Monstrum sein können.
Tom befriedigte sie nicht mehr. Er wollte sie längst nicht mehr oft genug oder stark genug haben. Es war alles so verkehrt … so verkehrt!
Mona war nun sieben Jahre verheiratet. In der Hochzeitsnacht war sie keine Jungfrau mehr gewesen, denn sie hatte vor Tom bereits zwei nette Liebesaffären gehabt. Mit anderen Männern, versteht sich.
Aber Mona hatte sich eingebildet, daß die Hochzeitsnacht ewig dauern würde; daß ihr in der Ehe niemals etwas vorenthalten werden würde; daß sie niemals um etwas betrogen werden könnte.
Oh, natürlich war sie sentimental gewesen … trotz ihrer fünfundzwanzig Jahre. Aber ihre Vorstellungen von einer Ehe hatten darin bestanden, von Tom geliebt zu werden; in all der Erregung und dem Entzücken, das er in ihr zu wecken verstand. Das war schon in der ersten Nacht mit ihm so gewesen.
Jetzt wußte sie, daß sie damals von den besonderen Finessen der körperlichen Liebe nur sehr wenig gewußt hatte. Als Tom ihr das Nachthemd von den Schultern geschoben und ihre Brüste geküßt hatte, da hatte sie bereits vor Leidenschaft am ganzen Leibe gezittert.
Aber dann … als er im Bett nach unten gerutscht war und angefangen hatte, an ihrer Vagina zu lecken und zu lutschen … und auch alle anderen Teile ihres Körpers mit Mund und Zunge zu bearbeiten … oh, mein Gott, solch lustvolle Verzückung hatte sie noch nie erlebt!
Während sich Mona jetzt in der Badewanne daran erinnerte, wie sie damals sinnlich geweckt wurde, verspürte sie bereits wieder, wie die Hitze zwischen ihren Beinen zu glühen begann.
Sanft und beinahe zaghaft streichelte sie mit den eingeseiften Händen ihre anschwellenden Brüste …
Tom hatte ihr so viel beigebracht! Er hatte sie so richtig lebendig gemacht, eigentlich erst zum Leben erweckt, bis sie sich all ihrer Sinne bewußt gewesen war. Er hatte ihr zu einem Sich-selbst-bewußt-werden verholfen, wie sie es sich niemals zugetraut hätte.
Und in diesen ersten wilden Nächten hatte er sie befriedigt, bis sie im Morgengrauen restlos erschöpft und verausgabt gewesen war und vor Freude geweint hatte.
Und so war es lange Zeit gutgegangen.
Bis vor etwa drei Jahren. Da hatte es angefangen. Da hatte sich Toms Glut merklich abgekühlt. Es war der Anfang gewesen …
„Es ist keine andere Frau!“ hatte er verärgert behauptet. „Es ist nichts dergleichen! Es ist ganz einfach so, daß … nun ja, wir sind nun schon eine ganze Weile verheiratet. Mein Job bei der Bank nimmt mich sehr in Anspruch. Du hast doch inzwischen genügend vom Kinsey-Report gelesen, um Bescheid zu wissen und das alles zu verstehen.
Männer neigen nun mal dazu, die Dinge etwas langsamer gehen zu lassen, wenn sie in die Dreißiger kommen. Du dagegen hast gerade den Gipfel deiner Leistungsfähigkeit erreicht. Das ist eben etwas, womit die Menschen leben und fertig werden müssen.“
Mona hatte versucht, damit zu leben und fertig zu werden.
Aber mit jedem weiteren Monat, der verstrich, hatte ihr Körper immer heftiger und verzweifelter nach Liebe verlangt … nach mehr und mehr Liebe jeder nur erdenklichen Art.
Und jetzt hatte Mona den Gipfel ihrer Verzweiflung erreicht.
Mona begann sich nun sanft zwischen den Schenkeln zu massieren. Aber die kleinen Wellen des lustvollen Entzückens waren jetzt schon stärker und intensiver. Elektrisierendes Prickeln durchpulste ihre Beine, konzentrierte sich in der Vagina und pflanzte sich durch den Leib bis zu den Brüsten fort.
Ich kann es einfach nicht mehr länger aushalten, dachte sie und schloß die Augen.
Ihr ganzes Sinnen und Trachten konzentrierte sich allmählich auf einen einzigen Gedanken.
Ich muß unbedingt irgendeinen anderen Mann finden!
Aber Mona war nie sehr aktiv gewesen. Sie konnte nicht einfach ausgehen und Jagd auf einen Mann machen … Während sie fortfuhr, mit einem Finger ihre Klitoris zu reiben, fiel ihr plötzlich Doug ein.
Doug Thelm, Sue’s Ehemann … der Ehemann ihrer besten Freundin. Mona stellte sich Doug im Geiste vor. Etwas kleiner als ihr eigener Mann; dunkles, gewelltes Haar; stets freundlich und grinsend.
Sie waren jetzt länger als fünf Jahre miteinander befreundet.
Doug und Sue kamen öfter ins Haus; manchmal nur auf einen Drink, mitunter auch zum Kartenspielen.
Doug pflegte Mona ständig zu necken, sie in die Arme zu nehmen und sie scherzhaft als ‚seine beste Freundin‘ zu bezeichnen. Alle mußten stets darüber lachen.
Aber war es wirklich nur ein Scherz? Wollte Doug sie vielleicht insgeheim auch haben?
Doug … verheiratet mit der reizenden, schlanken, süßen kleinen Sue!
Mona und Sue hatten nie voreinander Geheimnisse gehabt. Deshalb wußte Mona auch, daß Sue in sexueller Hinsicht nicht allzu aktiv war.
Sue hatte Mona nicht selten etwas über Dougs ‚Ansinnen‘ zugeflüstert … Dinge, die Sue niemals für ihn oder mit ihm tun könnte … Dinge, nach denen sich aber Monas Körper unglaublich sehnte.
Dinge, nach denen ihr Körper in diesem Augenblick geradezu schrie!
Mona dachte immer intensiver an Doug. Sie stellte sich vor, wie es wohl sein würde, wenn er jetzt hier bei ihr wäre.
Sie würden ganz allein sein …
Doug würde sie berühren … hier … an den Brüsten … und hier … ja, hier vor allem … Er würde sie streicheln und liebkosen … er würde sie lieben … sie berühren … an den Brüsten … und dann hier unten … ja, hier unten zwischen den brennenden Schenkeln … er würde ihre schlüpfrige Fotze massieren und … und …
Monas Phantasie drohte mit ihr durchzugehen. Ihre Hüften begannen wie von selbst zu zucken. Ihr Leib hob und senkte sich. Ihr Atem ging immer schneller.
Das Wasser in der Badewanne begann zu plätschern und drohte über den Rand hinwegzuschwappen.
Monas Körper erbebte immer leidenschaftlicher.
Und noch immer stellte sie sich im Geiste Doug vor.
Mona murmelte sogar seinen Namen immer wieder vor sich hin. Sie stellte sich vor, wie er aussehen würde … was er mit ihr anstellen würde …
Bei allen diesen Überlegungen wurde das sinnliche Verlangen bei Mona stärker und immer stärker, bis es kaum noch zu bezwingen war. Sie brannte innerlich lichterloh vor Leidenschaft. Ihre sinnliche Erregung wuchs und wuchs und wuchs …
Ein leises Stöhnen kam über Monas Lippen, als sie spürte, wie ihre Erregung den Gipfel erreichte. Ihr Körper wurde von sanften, zerrenden Zuckungen geschüttelt.
Dann lehnte sie sich aufatmend im warmen Wasser zurück. Ihre angeschwollenen Brüste mit den harten Warzen hoben und senkten sich unter den Nachwehen des eben erlebten Orgasmus.
Doch schon nach einer Minute schlug Mona die Augen wieder auf, setzte sich mit einem Ruck in der Badewanne auf und war wütend auf sich selbst.
Ihre Bitterkeit war stärker denn je.
Das war einfach nicht genug. Sich das alles nur vorzustellen und sich dabei selbst zu befriedigen, das reichte nicht. Es war niemals genug gewesen.
Selbst wenn sie durch Masturbation einen Orgasmus erreichte, so war auch das noch nicht genug, denn Mona war niemals mit einem einzigen Höhepunkt zu befriedigen.
Sie brauchte einen starken Mann. Einen Mann, der bei ihr und in ihr bleiben konnte. Einen Mann, der imstande war, sie bis zum Äußersten zu treiben, sie alles um sich herum vergessen zu lassen … und auch dann noch bei ihr zu bleiben, bis ihre Leidenschaft wieder anstieg … und wieder und immer wieder.
Mona stieg schließlich aus der Badewanne, rieb sich mit einem Frotteetuch kräftig trocken, schlüpfte in das durchsichtige rosa Negligé und ging ins leere Appartement hinaus.
Es war ein wunderschöner Tag. Frühling. Früher Nachmittag.
Frühling …
Die Jahreszeit, in der alle Welt nur für die Liebe lebte! Mona mixte sich einen Drink; einen sehr starken Drink. Sie kippte ihn auf einen Zug.
Dann begriff sie, was sie getan hatte.
Das ist nicht gut, dachte sie. Ich habe schon Hausfrauen kennengelemt, die sich dem Trunk ergeben und sich damit ruiniert hatten … die ihr eigenes Leben und auch das Leben anderer zerstört hatten.
Du mußt dich energisch zusammenreißen, Mona Baxter! Du kannst nicht schon bei Tage mit dem Trinken anfangen! Willst du vielleicht zur Säuferin werden?
Aber als sie quer durch den Raum ging, vermeinte sie förmlich zu hören, wie ihr Körper seinem sinnlichen Verlangen flüsternd Ausdruck verlieh.
Mona kuschelte sich auf die Couch und befaßte sich eingehend mit ihrem Problem.
Nach einer Weile griff sie schließlich fast unbewußt nach dem Telefonhörer und wählte eine Nummer.
„Peerless Steel“, meldete sich eine teilnahmslose, sachliche Stimme am anderen Ende der Leitung.
„Doug Thelm, bitte“, sagte Mona und wurde sich dabei bewußt, daß allein die Nennung dieses Namens ihren Puls beschleunigte. Wilde Erregung stieg in ihr auf und machte sich durch schmerzhaftes Hämmern in den Schläfen bemerkbar.
Sekunden später hörte sie Dougs Stimme: „Hallo …?“
„Doug?“ fragte Mona, und dabei wollte ihr die Stimme kaum gehorchen.
„Mona …?“ fragte er, und es hörte sich erfreut an. „Hallo, Mona!“
„Was machst du denn im Moment gerade?“ erkundigte sich Mona. „Jagst du vielleicht alle hübschen Sekretärinnen im Büro herum?“
„Aber Darling …“, sagte Doug, und sie glaubte sich lebhaft vorstellen zu können, wie er jetzt vor sich hin grinste. „Du weißt doch ganz genau, daß ich nur Augen für dich habe!“
„Na, wenn das so ist“, sagte Mona, „dann werdet ihr beide, Sue und du, sicher meine Einladung annehmen.“
„Einladung?“ wiederholte Doug ein wenig überrascht.
„Aber natürlich! Wann?“
„Heute abend.“
„Ach, herrje! Das ist aber verdammt knapp! Ich …“
„Du brauchst ja nicht anzunehmen“, unterbrach ihn Mona heftiger, als sie es eigentlich beabsichtigt hatte.
Doug lachte laut auf.
„Es geht doch gar nicht um mich, meine Liebe! Ich werde ganz bestimmt kommen! Aber du kennst doch die liebe, alte Sue! Sie hat nicht viel übrig für so kurzfristig arrangierte Einladungen.“
Sie hat überhaupt nichts übrig für all die Dinge, die ich nur allzu gern mit dir anstellen möchte, dachte Mona.
Laut sagte sie zu ihm: „Natürlich kenne ich ihre Abneigung gegen kurzfristige Einladungen, aber könntest du sie für heute abend nicht ausnahmsweise einmal überreden?“
„Doch, das schon“, sagte Doug. „Wenn’s sein muß, schleppe ich sie eben mit Gewalt zu euch!“
„Wunderbar!“ schnurrte Mona zufrieden. „Sagen wir … so gegen acht? Wir können zusammen zu Abend essen und anschließend ein bißchen Kartenspielen.“ Sie fügte hinzu: „Oder … wenn dir das lieber ist … ein paar Schallplatten anhören.“
„Hört sich gut an“, sagte Doug.
„Also dann … ich freue mich schon jetzt darauf.“
„Ich auch!“
Mona legte den Hörer behutsam auf die Gabel zurück. Sie spürte bereits, wie eine neue Welle der Erregung ihren Körper durchströmte.
Irgendwie würde sie heute abend Doug zu erkennen geben, was sie unbedingt brauchte.
Doch sofort schoß die alte Furcht in ihr hoch.
Was nun, wenn Doug seiner Sue treu war?
Allein diese Vorstellung jagte ihr einen eiskalten Schauer des Entsetzens über den Rücken.
Doch dann verdrängte Mona diese Angst aus ihrem Bewußtsein.
Heute abend! sagte sie sich wild entschlossen.
2
Pünktlich um acht Uhr läutete die Türglocke.
Mona eilte zur Tür und öffnete.
„Kommt nur herein, ihr Fremden!“ strahlte sie.
Doug grinste und schob Sue ins Appartement. Er trug einen dunklen Geschäftsanzug, der die Breite seiner Schultern wirkungsvoll betonte. Er war jünger als Mona, erst Ende Zwanzig. Sein dunkles Gesicht mit den unregelmäßigen Zügen wirkte im gedämpften Licht der Diele beinahe stattlich.
Sue, klein und hübsch wie einer Puderquaste, trug ein kurzes grünes Kleid, das ausgezeichnet zu ihrem roten Haar paßte. Sie sah blaß, zerbrechlich und ein wenig nervös aus. Aber ihre Beine waren nett, und sie hatte starke Hüften. Mona mußte es bedauernd eingestehen. Und kleine, harte Brüste. Sue könnte einem Mann schon zu lustvollem Vergnügen verhelfen, wenn sie nur wollte … „Kommt ins Wohnzimmer“, sagte Mona und lächelte das Ehepaar an. „Ich fürchte, Tom hat noch im Büro zu tun, aber er wird sicher auch bald kommen.“
Doug hatte es bei Monas Anblick heute abend beinahe den Atem verschlagen. Als er nun mit seiner Frau ins Wohnzimmer ging, begriff er, daß er heute ganz besonders vorsichtig sein mußte.
Keinen Extra-Martini, Mister! sagte er sich. Laß dich um Himmels willen nicht von solchem Teufelszeug vergiften! Du könntest dir sonst leicht einen Ausrutscher gestatten und versuchen, nach Mona zu greifen! Und das würde dann wohl das Ende einer schönen Freundschaft bedeuten.
Aber als sie dann alle im Wohnzimmer saßen, fiel es Doug unendlich schwer, seinen Blick von Mona zu reißen. Mona saß Doug und Sue gegenüber. Sie hatte in einem Sessel Platz genommen und hielt diese so verblüffend blassen Beine übereinandergeschlagen, so daß ein gutes Stück der Oberschenkel zu sehen war.
Mona trug ein streng geschnittenes schwarzes Cocktailkleid, das an sich nicht übermäßig tief ausgeschnitten war. Es war die Größe ihrer Brüste, die alles stets tief ausgeschnitten erscheinen ließ, dachte Doug.
Mein Gott, was für eine Frau! Sogar ihre nackten Arme wirkten sexy. Und erst diese Augen …! Sie schienen zu brodeln vor Leidenschaft. Und dann dieser Mund …!
Mit ungeheurer Anstrengung zwang sich Doug, sich an der oberflächlichen Unterhaltung zwischen seinem kleinen Frauchen und dieser atemberaubenden Blondine, die er insgeheim so sehr begehrte, zu beteiligten.
„Und wie stehen die Dinge so hier im Baxter-Haus?“ fragte Sue gut gelaunt.
„Ach, du liebe Zeit!“ seufzte Mona. „Es ist alles so schrecklich langweilig!“
„Langweilig …?“ wiederholte Doug. „Du hast doch all diese Klub-Arbeit. Außerdem bist du auch noch in der Bürger-Organisation und so weiter …“
„Das ist doch immer das gleiche“, unterbrach ihn Mona.
In diesem Augenblick wurde die Tür zum Appartement geöffnet.
Monas Ehemann kam herein und brachte einen großen Beutel mit Lebensmitteln mit, die er eingekauft hatte.
Tom war blondhaarig und von mittlerer Größe. Er trug eine Brille, die ihn stets so aussehen ließ, als runzelte er die Stirn.
„Hallo, Tom!“ rief Doug.
Tom Baxter kam rasch ins Wohnzimmer. Er blickte aufgeregt und wütend drein.
„Entschuldigt, daß ich so spät komme“, sagte er. „Aber ich hatte noch eine Konferenz.“
Tom beugte sich zu Mona hinab und gab ihr einen flüchtigen Kuß auf die Stirn. „Hallo, Darling!“ sagte er.
„Hast du den Wein mitgebracht?“ fragte Mona.
Tom runzelte nun wirklich die Stirn.
„Hast du mir denn gesagt, daß ich Wein mitbringen soll?“ fragte er.
Mona seufzte resigniert.
„Wir haben coq au vin … und ich habe keinen einzigen vernünftigen Rotwein im Schrank!“
Tom zog die Stirn in noch tiefere Falten.
„Du lieber Himmel! Aber ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, daß du mich aufgefordert hast, Wein zu kaufen! Die Konferenz hat viel länger gedauert, als ich erwartet hatte, und da …“
„Na, ist schon gut“, fiel ihm Mona ins Wort und stand auf.
„Ich werde sofort in die Weinhandlung gehen und …“
Mona hob eine Hand und unterbrach Tom erneut.
„Nein, nein, das ist nun wirklich nicht nötig. Wir werden bald essen. Du ziehst dich am besten sofort um, damit du bis dahin fertig bist.“
„Aber was ist mit dem Wein!“
Mona sah beunruhigt von Doug zu Sue, dann murmelte sie: „Doug …?“
„Soll ich den Wein holen gehen?“ fragte Doug und stand sofort auf. „Es ist doch nur ein kleines Stück die Straße runter, nicht wahr?“
„Nein, nein“, sagte Mona. „Weißt du … wir bevorzugen eine ganz bestimmte Sorte von Rotwein, den es nur in einem Geschäft gibt, das eine gute Meile entfernt ist. Du müßtest also schon mit dem Wagen hinfahren.“ Sie zögerte und legte die Stirn in Falten. „Aber … ja, weißt du … ich glaube nicht, daß du den Laden finden wirst. Ich würde ja selbst rasch hinfahren, nur … ich habe doch schon zwei Drinks genommen, und da traue ich mich einfach nicht mehr ans Steuer …“
Sue schlug freundlich vor: „Warum fahrt ihr dann nicht beide zusammen?“
„Mona und ich?“ fragte Doug, als wäre er sehr überrascht. Dabei hatte er insgeheim schon selbst daran gedacht und darauf gehofft. Es wollte ihm scheinen, als hätte er bisher nie Gelegenheit gehabt, einmal für ein Weilchen mit Mona ganz allein zu sein … imstande zu sein, sie mit Blicken zu verschlingen, ohne dabei Angst haben zu müssen, daß andere den Hunger in seinen Augen erkennen könnten.
„Ja, natürlich“, sagte Sue. „Mona weiß, wo dieses Geschäft ist … und du bist ja noch stocknüchtern. Du hast ja deinen ersten Drink noch nicht mal angerührt.“
Monas silbrig glitzernde Augen waren für einen Moment beinahe herausfordernd auf Dougs Gesicht gerichtet.
Jetzt mischte sich auch noch Tom ein.
„Na, klar! Ich brauche ja kaum länger als eine Minute zum Umziehen, dann kann ich mich mit Sue unterhalten, während ihr beide unterwegs seit.“
„Hm … nun ja …“, murmelte Mona und nahm eine besonders aufreizende Pose ein. Sie stand da wie ein Mannequin und hielt eine Hand auf die breite Hüfte gestemmt.
Tom grinste und blinzelte Mona und Doug an. „Außerdem wollt ihr beide doch mal ’ne Weile allein sein, was?“
„Da hast du allerdings recht!“ stimmte Doug lachend zu.
„Natürlich wollen wir das!“
„Tja …“, seufzte Mona. „Also gut!“
Tom nickte.
„Ich werde mich mit dem Umziehen beeilen“, versprach er und ging rasch ins Schlafzimmer.
Doug hielt Mona verspielt den angewinkelten Arm hin.
„Wollen wir, meine Liebe?“
Mona lachte.
„Ich bin entzückt!“
Sie schob ihren Arm unter seinen Ellbogen.
Die beiden verließen das Apartement und lachten dabei leise vor sich hin. Hinter sich hörten sie gerade noch die ersten Takte Musik aufklingen.
Sue hatte eine Schallplatte aufgelegt.
Kaum hatten Mona und Doug jedoch die Straße erreicht, als beide sehr verlegen wurden und schwiegen. Es war ein seltsames Schweigen.
Doug kam sich nervös und unsicher vor.
Mona ging immer noch dicht neben Doug her, behielt ihre Hand unter seinem Arm und schmiegte sich an ihn an.
So spazierten sie über die stille Straße, unter den hellerleuchteten Fenstern der Appartements dahin.
Mona versäumte es nicht, ihre üppige Hüfte immer wieder aufreizend an Doug zu reiben.
Für Doug wurde dieser sanfte und wie zufällig wirkende Druck allmählich immer unerträglicher. Es machte ihn halb verrückt.
Sie erreichten den Wagen, einen schwarzen Impala.
Doug öffnete den Wagen auf der Beifahrerseite und hielt Mona die Tür offen.
Mona stieg ein und achtete dabei darauf, daß ihr Rock sehr hoch über die Oberschenkel rutschte.
Doug haßte es geradezu, jetzt den Wagenschlag zuwerfen zu müssen. Aber er tat es und ging um den Wagen herum auf die andere Seite.
Aber als er sich hinter das Lenkrad schob, sah er im Schein der Innenbeleuchtung, daß Mona ihren Rock nicht wieder heruntergezogen hatte.
Mona hielt die langen, schlanken Beine übereinandergeschlagen, so daß der Rock einfach nach oben rutschen mußte … bis über den Rand der dunklen Nylons hinweg. Doug fiel es schwer, sich jetzt den Anschein zu geben, nichts bemerkt zu haben. Aber sein Puls schlug doch unwillkürlich schneller.
„Fertig?“ fragte er.
„Ja … bereit zu allem, Darling“, murmelte Mona.
Er startete den Motor und fuhr los.
„Du solltest mich lieber nicht reizen“, sagte er.
„Warum nicht?“ fragte sie.
„Jedenfalls nicht, wenn wir ganz allein sind“, murmelte er, und diesmal vergaß er, seinem Tonfall eine scherzhafte Note zu geben. „Und auch nicht, wenn du deine schönen Beine so zeigst wie jetzt.“
„Warum?“ fragte Mona beharrlich.
Doug zündete sich schnell eine Zigarette an. Er traute im Moment seiner eigenen Stimme nicht. Wenn du jetzt noch mehr sagst, überlegte er, dann wirst du zu weit gehen.
Und eine Frau wie sie muß doch alles haben, was sie braucht, denn sonst hättest du doch schon längst einmal etwas von einer Affäre gehört. Aber davon ist dir niemals etwas zu Ohren gekommen, nicht einmal gerüchtweise, obwohl du weiß Gott verzweifelt genug danach Ausschau gehalten hast, immer in der Hoffnung, endlich einmal einen Hinweis darauf zu finden, daß sie möglicherweise auch bereit sein könnte, mit dir ins Bett zu gehen. Tom gibt ihr alles, was sie braucht. Und wenn du jetzt ein falsches Wort sagst, wird sie dich auf immer und ewig hassen und verabscheuen.
„Warum soll ich dich nicht ein bißchen necken, wenn schon nicht reizen, wie du es eben genannt hast?“ fragte Mona.
Doug konnte ihr noch immer keine Antwort darauf geben.
Sie fuhren schweigend an mehreren Häuserblocks vorbei. Der Verkehr wurde immer schwächer. Sie kamen an einem neuen Appartement-Block vorbei, der erst vor kurzem hier am Stadtrand erbaut worden war. Jetzt führte die Straße sogar an unbebauten Feldern vorbei. Weit voraus schimmerte das Licht eines kleinen Einkaufszentrums.
„Ich nehme an, daß sich die Weinhandlung dort befindet?“ fragte Doug.
„Ja“, sagte Mona. Dann fügte sie hinzu: „Falls du all unsere kostbare Zeit dort verschwenden willst …“
Doug sah sie nun scharf an.
„Was?“ fragte er.
Monas Augen brannten.
„Doug … fahr doch mal an den Straßenrand heran, bitte!“
„Hier?“
„Ja … hier … und zwar sofort!“
Monas Stimme klang sehr drängend.
Doug kam ihrer Aufforderung nach und brachte den Wagen mit quietschenden Reifen an der Bordsteinkante zum Stehen. Er drehte sich nach Mona um.
„Ja …?“ Sein Puls hämmerte.
Monas Kleid war noch höher gerutscht.
Doug konnte ohne Schwierigkeiten ihren Schoß sehen. Und der Ausdruck in Monas Augen … dieses wilde, zügellose Verlangen …
Oder sollte er sich täuschen? Bildete er sich das nur ein? War hier vielleicht der Wunsch der Vater des Gedankens? Oder träumte er?
„Doug …“, wisperte Mona. „Wir necken und reizen uns schon eine ganze Weile.“
„Ja“, murmelte er.
„Ist das alles, was es für dich bedeutet? Nur Neckerei?“
„Willst du das wirklich so genau wissen, Mona?“
„Wenn Sue oder Tom in der Nähe sind, dann nennst du mich ‚meine Liebe‘ oder ‚Darling‘! Warum bist du jetzt plötzlich so formell? Warum nennst du mich jetzt Mona?“
„Weil es jetzt eben … so ganz anders ist“, antwortete er mit halberstickter Stimme.
„Anders …?“ wiederholte Mona.
„Wir sind doch jetzt ganz allein, oder? Und ich möchte nicht aus der Rolle fallen oder so …“
Trotzdem konnte er sich selbst nicht daran hindern, bewundernd auf diese langen, festen Beine zu starren … und vor allem auf diese dunkle, schattige Stelle zwischen ihren Oberschenkeln.
„Doug …“, flüsterte Mona. „Willst du mich …?“
„Ich weiß, daß es nicht recht ist …“
„Doug! Ich habe Tom gar nicht aufgefordert, heute abend Wein mitzubringen!“
Er tat erstaunt. „Aber du hast doch gesagt …“
Jetzt lächelte Mona.
„Wir haben noch zwei Flaschen Pinot Noir im Schrank gehabt. Ich habe sie heute nachmittag in den Ausguß geschüttet … sofort nach unserem Telefongespräch!“
„Aber … aber warum denn?“ fragte Doug verblüfft, sein Atem ging bereits sehr schwer und stoßweise. „Ich kann nicht …“
„Weil ich endlich einmal mit dir ganz allein sein wollte“, unterbrach ihn Mona.
Er starrte sie an.
Ihre Augen schienen zu glühen. Ihre roten Lippen waren leicht geöffnet. Sie schien den Atem anzuhalten.
„Hör zu“, stieß er heraus. „Reize mich lieber nicht so, Mona. Und zieh um Himmels willen dein Kleid herunter, bevor ich ..“.
„Das ist kein neckisches Spiel, Doug!“ fiel sie ihm ins Wort. „Und was glaubst du wohl, warum ich das Kleid so hochgerafft habe? Verstehst du denn noch immer nicht? Ich hab’s doch nur getan, damit du … damit du mich einmal so richtig betrachten kannst … damit du mich berühren sollst … damit du endlich deine Hand nimmst und …“
Er starrte sie ungläubig an.
Ihre Brüste hoben und senkten sich vor Erregung. In ihren Augen stand jetzt nacktes, unverhülltes, zügelloses Verlangen.
Aber Doug vermochte immer noch nicht so recht an sein Glück zu glauben. Er saß einen Moment wie erstarrt da.
„Damit du deine Hand dorthin legen kannst … auf meine … Fotze!“ platzte Mona heiser heraus. „Oder vielleicht sogar deinen … Mund?“
Unter lautem Aufstöhnen langte Doug nach ihr.
Mona rutschte eifrig zu ihm hinüber und kam ihm auf halbem Wege entgegen.
Monas Mund war offen, heiß und gierig. Sie schob ihre Zunge weit in seinen Mund hinein, tastete darin herum und trieb ihn damit beinahe zum Wahnsinn. Sie hatte ihre Arme in seinem Nacken verschränkt und zog ihn dichter zu sich heran. Die harten Spitzen ihrer Brüste preßten sich gegen sein Hemd.
„Baby …!“ stöhnte Doug. „Oh, Mona …“
Sie griff nach seiner Hand und preßte sie auf ihren Wonnehügel. Dann drückte sie seine Hand nach oben, legte sie auf eine ihrer anschwellenden Brüste und keuchte: „Spürst du meinen Herzschlag? Mein Herz schlägt so wild vor Erregung! Ich … ich brauche dich ganz verzweifelt, Doug!“
Wieder trafen sich ihre Lippen. Ihre Zungen peitschten gegeneinander.
Mona führte seine Hand wieder nach unten, über ihren sanft gewölbten Leib, über die glatten Nylons, über die weichen, warmen Innenseiten ihrer Oberschenkel, erst nach unten, dann wieder etwas höher … noch höher … bis ans winzige Spitzenhöschen heran … über den weichen Stoff hinweg … von oben unter das Gummiband.
Seine Hand fand den krausen Dschungel ihres Schamhaares, das ihre Vagina bedeckte.
Mona spreizte sofort ungeduldig ihre Beine.
Doug schob seine Hand zwischen die prallen, straff gespannten und zuckenden Schenkel. Er tastete nach den feuchten Fotzenlippen, die sich unter seinen suchenden Fingern bereitwillig öffneten.
„Oh, Doug …“, keuchte Mona und drückte ihre feuchten Lippen auf sein Ohr. „Das ist es … oh, ja …“
„Wir müssen irgendwohin“, stöhnte Doug. „Auf der Stelle!“
Sie nickte rasch und zustimmend. In ihren Augen flackerten hektische Lichter.
„Fahr einfach geradeaus“, sagte sie. „Da vom ist eine kleine Nebenstraße. Ich glaube nicht, daß sie überhaupt von irgend jemandem benutzt wird. Es wird zwar kein grandioses Schlafzimmer sein, Darling, aber für das erste Mal … um einen Anfang zu machen …“
Doug hatte bereits das Lenkrad herumgerissen und brachte den Wagen wieder auf die Straße.
Mona lachte atemlos, als sie durch die plötzliche Bewegung des Wagens noch etwas dichter an Doug geschleudert wurde.
Sie fuhren … dreihundert Meter … vierhundert Meter. Dann drosselte Doug das Tempo und versuchte, die Abzweigung in der Dunkelheit zu erkennen.
„Es ist eine ungepflasterte Straße … eigentlich nur eine Art Feldweg“, flüsterte Mona. Sie preßte ihr langes, heißes Bein an ihn.
Doug vermeinte, die samtene Weiche ihrer Haut durch den Stoff seiner Hose hindurch spüren zu können.
„Es muß irgendwo hier geradeaus sein“, sagte Mona. „Ich glaube …“
Während sie sprach, fanden ihre Finger den Reißverschluß an seiner Hose. Sie zog ihn auf, schob ihre Hand hinein und schloß sie sanft um seine heiße Erektion.
„Mein Gott … sei vorsichtig!“ stöhnte Doug.
Aber er hätte sich gar keine Sorgen zu machen brauchen.
Mona war in solchen Dingen sehr erfahren, geradezu eine Expertin. Sehr behutsam verrichteten ihre Finger die Arbeit, zogen seinen steifen Schwanz heraus und spielten damit.
Doug fand endlich die Abzweigung und bog mit dem Wagen auf einen schmalen, sandigen Weg ein. Das Gelände war sehr uneben und holprig. Es war schwer, überhaupt etwas zu sehen oder zu erkennen.
Doug spürte, wie ihm der Schweiß ausbrach, als Mona mit zunehmendem Druck seine harte Stange massierte.
„Na, wie gefällt dir das?“ flüsterte sie ihm zu, während sie seine Vorhaut zurückschob und den weichen, schimmernden Nillenkopf freilegte.
Der Wagen bockte, als Doug jäh auf die Bremse trat. Er schaltete die Scheinwerfer aus und riß Mona wild in die Arme.
Mona lachte kehlig auf und zog ihn noch dichter und fester zu sich heran. Gleichzeitig schaffte sie es irgendwie, sich das Kleid von einer Schulter zu schieben.
„Hier …“, flüsterte sie hitzig. „Laß uns nur eine Minute …“
„Mir wird’s sehr schnell kommen“, stöhnte Doug.
„Das ist schon in Ordnung, Liebster … hab’ nur ein, zwei Minuten Geduld mit mir … es ist schon so lange her … ich weiß, daß es selbstsüchtig ist von mir, es viele Male zu verlangen …“
„Alles, was du willst!“ keuchte Doug. „Alles!“
Monas Augen funkelten hektisch, als sie nun hastig nach hinten langte und den Träger ihres schwarzen Büstenhalters abstreifte. Sie schob ein Körbchen nach unten. Die rechte Brust quoll heraus … milchweiß im Mondlicht … das feine, purpurne Aderwerk um die große, dunkle Aureole verteilt …
Doug hielt unwillkürlich den Atem an.
Ihre Brüste waren groß … viel größer, als er es sich jemals erträumt hatte … beinahe riesig! Lang, perfekt geformt, fest. Die großen Warzen straff und halb erigiert.
Doug bewegte sich nach vorn.
Mona half mit einer Hand nach, den strotzenden Nippel in seinen Mund zu führen.
Keuchend saugte Doug die harte Warze in den Mund, massierte das zarte Gewebe zwischen den Lippen und knabberte behutsam mit den Zähnen daran.
Mona seufzte wohlig auf, warf den Kopf in den Nacken, und ihre Hüften begannen sich ungeduldig und beharrlich an ihn zu drängen.
Doug wurde von diesen Brüsten beinahe um den Verstand gebracht. Hastig legte er auch noch die andere frei und benutzte seinen Mund dazu, die Warze so lange zu reizen, bis sie hart und steif nach oben ragte. Gleichzeitig schob er eine Hand unter ihr Kleid.
Mona war schon dabei, sich das Höschen auszuziehen. Dann griff sie nach seiner Hand und schob einen Finger in ihre Fotze … tief hinein. Sie bewegte den Finger in ihrer nassen Grube.
Mona stöhnte beinahe schluchzend vor sich hin, als sie spürte, wie sie sich rapide einem Höhepunkt näherte.
„Mein Gott!“ keuchte Doug und zog sich ein wenig zurück. „Schon …? Und ich habe die Chance verpaßt …“
Mona preßte ihn hart an sich, beinahe wütend vor Geilheit.
„Das war doch nur einer, Liebster … hier … willst du das tun? Hast du Liebe in jeder nur erdenklichen Form gern?“ Und sie schlüpfte auf dem Sitz zurück, reckte ihre Hüften nach vorn und nach oben … direkt auf sein Gesicht zu.
Doug vergrub aufstöhnend das Gesicht zwischen den seidenweichen Schenkeln, suchte nach ihrem Kitzler und begann sofort daran zu saugen.
Mona begann immer lauter zu stöhnen, dann übernahm sie wieder die Führung und drehte seinen Körper so herum, daß sie auf den Wagensitzen quer übereinanderlagen.
Die heiße, nach Moschus duftende Nässe ihrer Fotzenlippen betäubte ihn und drohte ihn zu verschlingen.
Da hielt es Doug keine Sekunde länger aus. Er drehte sich auf dem Sitz herum, so daß er ihr ins Gesicht sehen konnte.
Mona zog ihn auf sich herunter, spreizte weit ihre Beine, um ihre Fotzenlippen für ihn zu öffnen, dann griff sie nach seinem harten Schwanz und führte den Nillenkopf in ihre enge Öffnung ein.
Mit einem einzigen, langen Stoß rammte er seinen Schaft bis zum Heft in die feuchte Tiefe.
„Oh, Doug …!“ keuchte Mona. „Oh, Darling …!“ Im nächsten Augenblick stöhnte sie auch schon und zuckte heftig zusammen. „Halte es noch zurück, Doug …“
Doug knirschte mit den Zähnen und versuchte, sich zu beherrschen.
Monas duftendes Haar wehte ihm ins Gesicht.
Doug saugte gierig an beiden strotzenden Warzen abwechselnd. Das feste, geschwollene Fleisch ihrer Brüste erstickte ihn beinahe.
Mona krallte ihre Fingernägel in seinen Rücken und schloß die Schenkel fest um seine Hüften.
Und dann begann sich Mona wieder zu bewegen, diesmal kräftiger.
Doug spürte es an der zunehmenden Verkrampfung dieser samtweichen Beine um seine Oberschenkel. Er spürte ihren hämmernden Herzschlag, den leidenschaftlichen Druck ihrer Arme, das zerrende, klammernde Saugen ihrer Fotze, als sein Schwanz darin arbeitete.
Mona schluchzte diesmal unter der Wut ihres Orgasmus und schrie ihre Lust mit lauter, heiserer Stimme hinaus.
„Oh, Doug … es ist sooo schööön!“ flüsterte sie und bewegte sich unaufhörlich voller Gier. Mit ihrem eigenen Höhepunkt machte sie Doug wild und rasend. „Oh, Doug … ich wollte dich schon so lange haben! Besorg’s mir, Doug … tiefer … härter … ja, so ist’s recht, Darling … fick mich, bis ich den Verstand verliere! Fick mich! Mir ist jetzt alles egal! Fick mich! Oooh … jaaa … oh, Darling … ja, so ist’s richtig … oooh … auf diese Weise werde ich niemals genug von dir bekommen … aaah …!“
„Es wird gleich losgehen“, brachte Doug mühsam heraus.
„Ich bin schon fast soweit … gleich kommt’s mir …“
„Ich weiß!“ weinte sie beinahe schreiend vor Glück. „Ich kann’s schon spüren, Liebster! Und du nimmst mich mit … es kommt mir noch einmal … gleichzeitig mit dir … oooh …!“
Und dann sagten beide nichts mehr und genossen nur die nächsten paar Minuten.
Monas leidenschaftliche Aufwallungen hatten sie immer näher an den Rand dieses alles verschlingenden Wahnsinns getrieben. Sie gab sich hemmungslos der wilden Verzückung dieses Erlebnisses hin. Sie weinte, sie schluchzte, sie ächzte und stöhnte.
Doug hatte das Gefühl, als würde tief in seinem Inneren ein rotglühender Feuerhaken langsam zurückgezogen. Seine Eier schmerzten, sein Schwanz schwoll an und explodierte schließlich.
Mona schrie wieder und immer wieder laut auf, als auch ihr Körper nun von konvulsivischen Zuckungen gepackt und geschüttelt wurde … noch einmal und immer noch einmal … immer wieder … in perfektem Einklang mit Dougs Höhepunkt.
3
Nachdem Mona und Doug zusammen das Appartement verlassen hatten, blieb Sue allein im Wohnzimmer zurück. Sie legte eine Schallplatte mit Beethovens Siebter Symphonie auf den Teller des Stereogerätes und ging zu ihrem Sessel zurück. Sie räkelte sich bequem darin zurecht, zog die Beine an und lauschte der Musik.
Sue fühlte sich unzufrieden … unglücklich, ohne zu wissen warum.
Natürlich war es albern, sich wegen Doug und Mona Sorgen zu machen. Die beiden waren doch nur gute Freunde, weiter nichts. Sue war davon überzeugt, daß ihr Mann bestimmt nicht mit anderen Frauen herumtändeln würde … und schon gar nicht mit einer Frau wie Mona. Denn Mona war ganz einfach (Sue errötete bei dieser Vorstellung beinahe) sexbesessen.
Mona hatte der Freundin gegenüber auch nie ein Hehl daraus gemacht. Oft hatte sie Sue erzählt, welche Marathonläufe der Liebe sie mit Tom hinter sich gebracht hatte. Und Doug war ganz sicher kein Sex-Athlet, sagte sich Sue. Oh, in den ersten Monaten ihrer Ehe hatte er schon Perioden gehabt, in denen er sehr anspruchsvoll und fordernd gewesen war. Da hatte er versucht, Sue dazu zu bewegen, mit ihm alles auszuprobieren, was in diesen diversen Büchern zu lesen war … oraler Sex, Analverkehr und so weiter, eben alles. Aber nachdem Sue sich beharrlich geweigert hatte, sich an solchen Dingen zu beteiligen, hatte Doug schließlich nachgegeben und darauf verzichtet. Jetzt hatte er an sich nur noch wenig sexuellen Appetit. Vielleicht einmal in der Woche, und dann meistens auch nur sehr flüchtig, sehr rücksichtsvoll und zart, wie Sue es nun einmal gern hatte.
Doug würde also ganz bestimmt nicht an einer solchen Sex-Bombe wie Mona interessiert sein! Nein, nein … Mona würde Doug allenfalls zu Tode erschrecken. Einer solchen Frau war der arme Doug ganz einfach nicht gewachsen. Doug ist glücklich. Und ich bin es auch, redete sich Sue ein. Gewiß, in unserer Ehe gibt es nicht mehr viel Aufregung, aber vielleicht ist das eben so, daß im Verlauf einer Ehe nach einer Weile eine Beruhigung in sexueller Hinsicht eintritt. Mit mir ist alles in Ordnung. Und mit Doug auch. Wir fühlen uns beide wohl und sind zufrieden. Nein, nein, wegen Doug und Mona brauche ich mir bestimmt keine Sorgen zu machen. Und es braucht mich auch nicht zu bedrücken, daß ich gelegentlich diese merkwürdigen Gefühle bekomme … wenn ich mir beinahe wünsche, doch etwas anders zu sein … nicht ganz so gehemmt.
Nachdem Sue eine ganze Weile bei der Musik solche Überlegungen angestellt hatte, stand sie schließlich auf und wanderte ruhelos im Wohnzimmer herum. Beim Kamin blieb sie endlich stehen. Es brannte kein Feuer darin. Das supermoderne Appartement war mit einer Klimaanlage ausgestattet.
Während Sue neben dem kalten Kamin stand, merkte sie plötzlich, daß einer ihrer Strümpfe beim Herumgehen heruntergerutscht war. Sie hob ihr Kleid an und befestigte den Strumpf wieder am Strumpfhalter ihres Hüftgürtels. Ohne sich dessen richtig bewußt zu werden, bereitete es ihr einen Hauch von Vergnügen und Lust, als sie mit beiden Händen über das nylonbestrumpfte Bein fuhr.
Ich bin hübsch, dachte sie, und Doug braucht keine andere Frau als mich.
In diesem Augenblick hörte sie ein schwaches Geräusch. Es hörte sich an, als hätte eben jemand sehr scharf die Luft eingezogen.
Sue drehte sich rasch um.
Tom Baxter stand in der offenen Tür des Schlafzimmers und hielt seine Tabakspfeife in der Hand. Er hatte sich umgezogen und trug nun nur noch Hose und Sporthemd.
Darin schien er sich sehr wohl zu fühlen, denn er machte einen entspannten Eindruck.
Sein Blick haftete wie gebannt auf ihrem nackten Oberschenkel unmittelbar über dem Strumpfband. Dann wanderte sein Blick langsam nach oben bis zu ihrem Gesicht.
Sue ließ hastig das Kleid fallen.
Tom hatte sich sehr rasch umgezogen. In Gedanken war er dabei immer noch mit seinen beruflichen Problemen beschäftigt gewesen. Sein Jahresbericht war fällig. Sally, seine Sekretärin, war ungemein tüchtig und stellte auf geradezu bewundernswerte Weise alles erforderliche Material zusammen, aber es würde doch noch allerhand Arbeit zu erledigen sein, bis der Jahresabschlußbericht fix und fertig vorliegen würde.
Tom dachte mit leisem Grauen an die vielen arbeitsreichen Nächte, die ihm noch mit Mr. Cummings, dem Präsidenten der Bank, bevorstehen dürften. Sehr lustig würde es dabei nicht gerade zugehen … obwohl Tom seinen Vorgesetzten — einen lebenslustigen Junggesellen von fünfundfünfzig Jahren — ungemein gut leiden konnte. Mr. Cummings verstand sich darauf, bei Geschäftsreisen stets das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.
Als Tom an die letzte Reise dachte, vergaß er vorübergehend seine Sorgen und lächelte vor sich hin. Niemand würde vermuten, wie sehr Mr. Cummings es liebte, sich außerhalb der Stadt zu amüsieren.
Tom war in jener ersten Nacht in Buffalo sehr überrascht, ja beinahe schockiert gewesen, als die beiden Mädchen plötzlich in der Hotelsuite aufgetaucht waren. Aber es war eine wilde Nacht geworden, einfach phantastisch! Die Mädchen waren zwar noch sehr jung, aber ungemein erfahren und eifrig gewesen. Mr. Cummings hatte sein Alter Lügen gestraft und alles mitgemacht. Und Tom natürlich auch. Ja, es war schon großartig gewesen!
Vielleicht, so dachte Tom, könnten er und Mr. Cummings irgendwohin fahren, um den Bericht fertigzustellen … irgendwohin, wo man nebenbei auch ein bißchen Spaß haben könnte.
Aber da war natürlich immer das Problem Mona. Falls sie je dahinterkommen sollte, würde es bestimmt einen Mordskrach zwischen ihnen geben.
Tom liebte seine Frau sehr. Sie war immer noch bei weitem die beste Frau, die er je im Bett gehabt hatte.
Aber du mußt den Tatsachen offen ins Gesicht sehen, Tom! sagte er sich. Selbst der Sex mit dem besten Bettpartner kann zur Routine werden! Jetzt brauchte er Abwechslung … die Aufregung eines neuen Erlebnisses. Irgendeine Veränderung, die ihn aus dem Alltags-Trott herausreißen würde.
Und weil Mona eine so große und auch so fordernde Frau war, neigte Tom jetzt dazu, sich kleinere Frauen zu wünschen, die ein bißchen weniger aggressiv waren.
Während Tom das Umziehen beendete, dachte er schon wieder an seine Arbeit.
Aber er wußte auch, daß Sue jetzt ganz allein im Wohnzimmer war. Er hörte die Musik. Nachdem er seine Pfeife gestopft und angezündet hatte, verließ er das Schlafzimmer, um ins Wohnzimmer zu gehen.
Als er jedoch von der Tür aus sah, wie Sue sich gerade damit beschäftigte, den Strumpf unter dem hochgerafften Kleid wieder am Strumpfhalter zu befestigen, blieb er jäh wie angewurzelt stehen.
Sue stand neben dem Kamin und hielt Tom halb den Rücken zugewandt.
Tom konnte so das feine Profil des Frauengesichtes sehen.
Sue beugte sich ungeniert etwas zur Seite, hielt dabei das Kleid immer noch hochgerafft und befestigte den Clip des Strumpfhalters am rosa Hüftgürtel wieder am oberen Strumpfsaum.
Sie sah so klein, so hilflos, so unglaublich zerbrechlich und allein aus.
Das Licht schimmerte auf ihren kleinen, perfekt geformten Beinen.
Tom konnte den prallen Oberschenkel und das weiße, nackte Fleisch über dem Strumpf sehen.
Sue hatte kleine, zierliche Knöchel und hübsche Knie.
Tom hatte sich diese Frau stets überall klein und zierlich vorgestellt, aber ihre Oberschenkel verrieten, daß sie sehr kräftige Beine und stark ausgeprägte Hüften hatte … und als Tom jetzt die kleine Frau seines besten Freundes so dastehen sah, fielen ihm auch zum ersten Mal die Umrisse ihrer festen Brüste auf.
Diese Sue war doch wesentlich mehr, als er sich bisher vorgestellt hatte. Gewiß, sie war klein, aber sie war eine voll erblühte Frau … etwa von dem Typ, wie die Kleine damals in jener Nacht in Buffalo.
Tom mußte wohl irgendeinen Laut von sich gegeben haben, denn Sue drehte sich plötzlich nach ihm um und ließ rasch das Kleid fallen.
„Meinetwegen brauchst du deine hübschen Beine nicht zu verstecken“, sagte Tom und kam grinsend ins Zimmer.
Sue ging zu ihrem Sessel zurück und kuschelte sich wieder hinein. Ihr Gesicht hatte sich gerötet, so daß es nun rosig schimmerte.
„Ich … ich habe dich gar nicht kommen hören“, sagte sie verlegen.
„Es war ein schöner Anblick“, sagte Tom. „Aber …“
„Bitte, Tom, sprich nicht so!“ rief sie rasch und errötete von neuem.
Tom ging zum Sessel hinüber und blieb dahinter stehen. Sein Puls hatte sich merklich beschleunigt.
Sue war noch so jung; jünger als er und auch noch jünger als Mona. Und sie war klein und zierlich. So … so schutzlos. Beinahe wie eine kleine Jungfrau.
Tom spürte, wie eine neue Welle der Erregung durch seinen gesamten Körper strömte.
Er legte beide Hände auf die Schultern der jungen Frau.
„Wir beide können doch miteinander reden, wie wir wollen, nicht wahr, Sue?“ fragte er.
Sie blickte zu ihm empor, als wüßte sie jetzt nicht so recht, ob sie lächeln oder wütend werden sollte.
Toms rechte Hand schob sich wie von selbst weiter nach unten und schloß sich um eine der festen, harten, spitzen Brüste. Sein Daumen tastete nach der Warze, die sich bereits hart und straff unter dem Spitzenbüstenhalter abzeichnete.
Sue sprang hastig auf und trat zwei, drei Schritte zurück. „Nicht, Tom!“ rief sie.
Sue war vollkommen durcheinander.
Tom spürte, wie jetzt ihm das Blut ins Gesicht schoß.
„Tut mir leid“, sagte er förmlich. „Entschuldige, bitte!“
„Nein“, flüsterte sie. „Es braucht dir nicht leid zu tun. Nur … tu’s bitte nicht wieder!“
„Was soll das heißen?“ fragte Tom. „Wenn ich ein bißchen aus der Rolle gefallen bin …“
„Ich fühle mich geschmeichelt“, unterbrach ihn Sue und gab damit ihre eigenen Empfindungen ehrlich zu. Aber ihr Gesicht war dabei noch dunkler angelaufen. Sie wich auch Toms Blick aus. „Aber … aber, wir dürfen das nicht!“
„Ach, und warum nicht? Als ich vorhin hereinkam und dich so dastehen sah, da …“
„Nicht, Tom!“
Tom war wütend auf sich selbst und auch auf Sue. Er ging zur Hausbar hinüber und mixte sich einen steifen Drink.
Als die Musik des Plattenspielers verstummte, lastete unbehagliches Schweigen im Raum.
„Prost!“ sagte Tom ironisch und hob ihr sein Glas entgegen.
„Tom …“, sagte Sue bittend. „Ich fühle mich wirklich geschmeichelt, aber … aber du mußt doch verstehen, daß ich nicht sehr scharf bin auf Sex.“
„Okay“, sagte Tom. „Du brauchst gar nichts mehr zu sagen.“
Sue lächelte ihn scheu an, und ihre Augen schimmerten so hell, als würde sie jeden Augenblick zu weinen anfangen.
„Wirklich, Tom … und … und sei bitte nicht böse. Es gefällt mir sehr … wirklich … nur … na ja … wie ich eben sagte, halte ich nun mal nicht allzuviel von Sex … das ist einfach nichts für mich …“
„Mit anderen Worten“, stellte Tom unverblümt fest, „ich übe keinerlei Anziehungskraft auf dich aus!“
„Das habe ich damit keineswegs sagen wollen!“ protestierte Sue sofort.
„Natürlich hast du das damit sagen wollen“, widersprach Tom. „Jeder Frau macht Sex Spaß, wenn sie den richtigen Mann im Bett hat!“
„Das ist nicht wahr! Tom, ich …“, sie zögerte, dann holte sie tief Luft und fuhr fort: „Ich war noch nie allzu erregbar … nicht einmal mit Doug.“
Tom kippte seinen Drink. Sein Kopf dröhnte vor Erregung und Zorn, vielleicht auch ein bißchen vom Alkohol. „Dann brauchst du möglicherweise einen anderen Mann“, behauptete er.
Sue schüttelte den Kopf, und wieder stieg ihr das Blut ins Gesicht.
„Ich würde eine schlechte Geliebte für dich abgeben, Tom. Weißt du … ich … ich bin so … so schrecklich konventionell! Ich tue nicht einmal Dinge, die Doug zu gern von mir haben möchte.“
Tom starrte sie an. Sie war so klein, zierlich und zerbrechlich … und schien doch vor Leidenschaft nur so zu strotzen. Irgendwie machte sie den Eindruck, Angst zu haben. Gleichzeitig aber schien sie von Verlangen getrieben und gehetzt zu werden. Ihre Augen schienen förmlich zu betteln: Mach mich zu einer richtigen Frau! Wecke mich! Bringe mir zum Bewußtsein, daß ich eine Frau … eine vollwertige Frau bin, die jeden Mann zufriedenstellen kann!
Es war jedoch ein unbewußtes Flehen, das sie wohl selbst gar nicht begriff.
Sue mißverstand sein Schweigen und hielt es für Verwirrung, ja vielleicht sogar für Zorn.
Deshalb schüttelte sie schließlich langsam den Kopf und lächelte ihn ein wenig verloren an.
„Jedenfalls … nach Mona … selbst wenn ich ganz schrecklich sinnlich veranlagt wäre … ich würde selbst dann immer noch armselige zweite Wahl sein!“
„Was willst du denn damit schon wieder sagen?“ fragte Tom ungehalten.
Jetzt hielt Sue seinem Blick stand.
„Ich meine … Mona hat doch alles … und sie tut auch alles! Oh, sie hat mir eine Menge erzählt! Du hattest sie bereits auf jede nur erdenkliche Art! Als ihre Nachfolgerin würde ich doch kaum mehr sein als ein Kind … als ein … ein Nichts!“
„Das würdest du ganz bestimmt nicht sein, Sue“, antwortete er entschieden. „Du könntest niemals ein Nichts sein!“
„Ich … ich verstehe nicht …“
„Hör zu, Sue“, sagte Tom nun energisch. „Jede Ehe verliert mit der Zeit den anfänglichen Reiz. Die meisten Leute akzeptieren das auch. Ja, sie heißen es sogar willkommen. Vielleicht nur deswegen, weil sie dann wieder imstande sind, all ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu konzentrieren. Sie werden zu Lohn-Sklaven. Nun, bei meiner Ehe mit Mona ist es nicht anders. Ich liebe sie, gewiß. Aber selbst mit einer Frau wie Mona ist es doch immer das gleiche! Manchmal glaube ich, daß jede Ehe Abwechslung braucht … ab und zu eine kleine Auffrischung … ein Seitensprung, um der ganzen Sache zwischen den Ehepartnern neue Würze zu verleihen.“
Sue beobachtete ihn aufmerksam. Ihre rosa schimmernden Lippen waren leicht geöffnet.
„Willst du damit vielleicht sagen, daß du … daß du mich wirklich haben willst?“ fragte sie schließlich.
Da ging er rasch zu ihr hinüber und nahm sie in die Arme. Ihre Brüste, ihr Leib und ihre Hüften preßten sich fest an ihn.
Sue blickte zu ihm empor … ängstlich, unsicher.
Es würde sein wie bei einer Jungfrau, dachte Tom.
„Ja, ich will dich haben!“ keuchte er erregt. „Ich brauche dich!“
Sue öffnete den Mund, um etwas zu sagen.
Tom benutzte die Gelegenheit, um Sue sehr hart zu küssen. Beinahe grob rammte er seine Zunge in ihren Mund. Einen wilden Augenblick lang reagierte Sue hemmungslos, doch dann stieß sie ihn plötzlich ungestüm zurück und schluchzte laut auf.
„Nein, Tom! Nein! Es hat keinen Zweck!“
„Hast du Angst?“
„Das wohl weniger“, gab sie zu. „Aber … ich bin einfach zu gehemmt … zu gehemmt, verstehst du?“
„Nein, das verstehe ich ganz und gar nicht! Ich weiß nicht, was du damit meinst.“
„Es würde dir bestimmt keinen Spaß machen, Tom. Ich weiß ja nicht einmal, ob ich überhaupt eine Affäre will. Oh, mein Gott … ich bin vollkommen durcheinander!“
„Du brauchst nur den richtigen Mann, der es versteht, dich auf Touren zu bringen!“ grollte Tom.
Sie starrte ihn an. Ihre großen, grünen Augen sahen ängstlich drein.
Dann machte Sue abrupt kehrt und ging zum Plattenspieler hinüber. Sie drehte die Schallplatte um.
Tom warf sich auf die Couch.
Nun ja, sagte er sich, du hast deine Chance gehabt. Offensichtlich hast du sie aber verpaßt. Wer weiß, vielleicht ist’s ganz gut so.
Sue und Tom versuchten jetzt gar nicht erst, sich zu unterhalten. Sie saßen sich stumm gegenüber und gaben sich beide den Anschein, auf die Musik zu lauschen.
Tom war enttäuscht und wütend. Es gibt einfach keinen Weg, diese Frau zu bekommen, dachte er mißmutig. Und bis heute abend hatte ich eigentlich auch gar nicht begriffen, daß ich sie überhaupt will … und schon gar nicht mit dieser Art von gierigem Hunger!
Sue und Tom saßen immer noch stumm da und fühlten sich beide unbehaglich, als die Tür geöffnet wurde und Mona mit Doug hereinkam. Sie lachten.
Jeder von ihnen hatte eine Flasche Wein im Arm.
„Na, das wird aber auch Zeit!“ sagte Tom und grinste sie mit falscher Herzlichkeit an.
„Wir hatten eine Reifenpanne“, erklärte Doug und sah dabei ziemlich verlegen drein.
Jetzt erst fiel Tom der merkwürdige Ausdruck in Dougs Augen auf, dann entdeckte er das lebhaft gerötete Gesicht seiner Frau. Er erschrak nun doch ein wenig, als er diese Symptome ganz richtig deutete, aber er sagte nichts.
Mona mixte Drinks und kümmerte sich um das Essen. Es würde bald fertig sein, kündigte sie an.
Man aß bei Kerzenlicht und gedämpfter Musik.
Tom hatte bereits mehrere Drinks gekippt, und jetzt sprach er auch noch dem schweren Wein ausgiebig zu. Die ganze Zeit über beobachtete er Sue aus den Augenwinkeln heraus.
Die Unterhaltung plätscherte oberflächlich dahin.
Erst als Sue sich lange nach Mitternacht entschuldigte, um ‚sich die Nase ein bißchen zu pudern‘, ergriff Tom die Gelegenheit, endlich zur Sache zu kommen.
Er saß Mona und Doug gegenüber, die diskret und weit voneinander entfernt auf der Couch Platz genommen hatten.
„Also gut, ihr beide“, grollte Tom.
Mona lächelte.
„Was ist denn, Liebster?“
„Hat sich was mit ‚Liebster‘!“ knurrte Tom. „Und du brauchst auch gar nicht so unschuldig zu tun!“ Tom mußte aber doch unwillkürlich lächeln.
„Worauf willst du eigentlich hinaus, alter Junge?“ fragte Doug.
„Auf diese sogenannte Reifenpanne!“
„Aber wir hatten wirklich einen Platten. Darling!“ protestierte Mona. „Wir …“
„Ihr habt irgendwo geparkt und miteinander geschlafen!“ fiel er ihr ins Wort. „Versucht gar nicht erst, es abstreiten zu wollen! Zum Teufel, mir ist’s doch durchaus recht!“
„Du bist wirklich nicht wütend?“ fragte Doug. Er war mit der Frage ohne langes Überlegen herausgeplatzt und hatte ganz vergessen, daß er damit alles zugab.
„Nun ja … zuerst war ich’s schon“, gab Tom zu. „Vielleicht sollte ich jetzt so tun, als wäre ich es immer noch … der gekränkte Ehemann und so. Aber ich habe schon allerhand getrunken und … äh, ja … also, hier ist auch was passiert, während ihr beide unterwegs wart.“
„Was ist hier passiert?“ fragte Mona.
Tom berichtete den beiden kurz, wie er Sue in dieser aufreizenden Position überrascht und was sie im Anschluß daran miteinander geredet hatten.
„Laßt uns also vernünftig sein“, schloß er. „Geben wir es doch ehrlich zu. Wir haben uns alle gelangweilt. Schön und gut. Es braucht keineswegs zu bedeuten, daß wir einander nicht mehr lieben. Okay. Mona, du und Doug, ihr beide hattet heute abend bereits eure Abwechslung. Ich nehme an, daß es nun zwischen euch eine recht intensive Affäre geben wird. Okay, okay. Wenn euch beiden das Spaß macht, so habe ich nichts dagegen einzuwenden. Mir soll’s recht sein.“
Doug starrte ihn reichlich verblüfft an.
„Also … ja, weißt du, Tom … ich muß schon sagen, daß es mich einigermaßen überrascht, wie gelassen du das alles hinnimmst!“
„Vielleicht sollte ich’s ja nicht tun“, sagte Tom nachdenklich. „Und vielleicht würde ich’s auch nicht tun … wenn ich auf deine kleine Frau nicht genauso scharf wäre wie du auf meine, Doug!“
„Ach, herrje!“ entfuhr es Doug. „Hör zu, alter Junge … Sue ist lieb und süß und nett, aber im Bett ist weiß Gott nicht viel mit ihr los! Da ist sie einfach nicht auf Touren zu bringen.“
„Dann werde ich es eben mal versuchen! Vielleicht bringe ich es fertig!“ kündigte Tom selbstbewußt an.
Mona war blaß geworden.
„Tom … was schlägst du vor?“ fragte sie.
Er machte ihnen die Sache unverblümt klar.
„Wenn ihr beide euren Spaß haben wollt, so werdet ihr mir schon ein bißchen helfen müssen, damit auch ich zu meinem Vergnügen komme … mit Sue!“
„Mein Gott!“ flüsterte Doug.
„Ist es überhaupt möglich?“ fragte Mona.
Doug schüttelte sofort den Kopf.
„Sie ist weiß Gott nicht gerade kalt, aber sie will nichts von Variationen wissen! Überhaupt nichts!“
„Ich traue mir schon zu, sie zu überzeugen“, behauptete Tom zuversichtlich.
„Aber vielleicht schaffst du’s doch nicht.“
„Ich würde es jedenfalls zu gern mal versuchen!“
Doug blickte zweifelnd drein.
„Hm … vielleicht gibt’s eine Gelegenheit dazu“, sagte er nachdenklich. „Weißt du, Tom … ich habe dich ja im Klub unter der Dusche gesehen. Du bist ausgestattet wie ein Hengst. Vielleicht könntest du Sue wirklich zu einer Art … ähem … Wiedergeburt verhelfen.“
„Größe allein ist doch nicht ausschlaggebend“, meinte Mona. „Um genau zu sein … Größe allein hat überhaupt nicht viel zu bedeuten. Auf die Technik kommt es an!“
„Ja“, sagte Doug, jetzt offensichtlich selbst sehr erregt. „Aber vielleicht würde es Sue doch endlich richtig wachrütteln, wenn sie einmal mit einem wirklich großartig ausgerüsteten Mann ins Bett ginge.“
Tom machte eine ungeduldige Handbewegung.
„Dann seid ihr also einverstanden?“ fragte er. „Dann werdet ihr mich unterstützen?“
„Mit anderen Worten … wir sollen dir helfen, Sue in dein Bett zu bringen?“ fragte Doug.
„Ja.“
Doug spreizte die Hände.
„Meinen Segen hast du, alter Junge. Wenn wir alle miteinander schlafen, vereinfacht das die Dinge und macht alles weniger .. nun ja … unehrlich.“
Das durch das öffnen der Badezimmertür verursachte Geräusch warnte sie.
„Ich werde darüber nachdenken“, sagte Tom noch rasch.
„Aber wie sollen wir das nur zustandebringen?“ fragte Doug noch.
„Es wird uns schon was einfallen!“ sagte Mona.
Бесплатный фрагмент закончился.
