Читать книгу: «Paarungen»
Roland Stroux
Paarungen
Saga
PaarungenCopyright © 1992, 2019 Roland Stroux und Verlag All rights reserved ISBN: 9788711717806
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach
Absprache mit dem Verlag gestattet.
I
Nach dem Mittagessen ging Vera in ihr Zimmer, zog die Tür hinter sich zu und schloß leise ab. Dann öffnete sie – wie selbstverständlich – den Reißverschluß ihres Kleides, zog es aus und entledigte sich ihrer Unterwäsche. Nackt stellte sie sich vor den Spiegel und kontrollierte gründlich ihr Abbild. Sie hatte sich noch nicht oft in einem Spiegel splitternackt gemustert, und sie war überrascht von der Straffheit ihrer Brüste, der Dichte ihres Schamhaars, all das hatte sie nun ganz intim nahe vor sich und konnte es heimlich und ungestört betrachten.
Als Vera mit der Musterung fertig war, lächelte sie ihrem Spiegelbild zu, und nicht ohne Stolz sagte sie leise: „Wir sind in Wirklichkeit ein und dieselbe Person!“ Und es war merkwürdig, gerade diese Vorstellung erregte sie, und sie drückte ihrem Konterfei einen Kuß auf die kalten Lippen, wovon ein trüber Fleck auf dem Spiegelglas zurückblieb.
Vera, knapp 17 Jahre jung, war das, was man einen ‘steilen Zahn’ nennt. Ein geradezu bestürzend schönes Gesicht, leuchtend blondes Haar und blau strahlende Augen mit so langen, seidigen Wimpern, daß niemand glaubte, sie seien Natur. Weiter südlich ein formvollendeter Körper mit üppigen Brüsten, langen, rassigen Beinen und den lieblichsten Hinterbacken, die ein Mädchen nur haben kann, kurz die Figur einer Liebesgöttin!
Doch das war nur ihr Äußeres, und dies Äußere trog. Hinter der nahezu herausfordernden Fassade schlug ein gefühlvoll sehnsüchtiges Herz. Vera rückte einen Sessel vor den großen Wandspiegel und ließ sich in die Polster fallen.
Zuerst schlug sie die nackten Schenkel übereinander, doch dann öffnete sie die Beine mit einem entschlossenen Ruck, und als sie die Augen erhob, erblickte sie im Spiegel ein junges Mädchen, halb zurückgelehnt, mit geöffneter Scheide. Ein lähmender Drang erfaßte sie, und sie verspürte ein unwiderstehliches Verlangen nach Befriedigung. Sie bückte sich nach vorn, daß ihre drallen Brüste abwärts zeigten, und es gelüstete sie auf einmal, deren weiche, weißhäutige Fülle zu ergreifen. Sie erhob die Hände, legte sie wie Schalen darum, die zuerst sanft, dann immer heftiger drückten. Dann hob sie die Spitze ihrer linken Brust an die Lippen, leckte mit der Zunge darüber und sog schließlich die Warze in den Mund. Das gab einen süßen Stich bis in die tiefsten Regionen ihres unbekleideten Körpers.
Den Blick unverwandt im Spiegel, knabberte sie an ihrem Bruststöpsel, zupfte und zog, und das Lustgefühl im Innern stieg immer mehr. Ein prickelndes Wollustgefühl zwang sie, sich zurückzulehnen. Die Augen hielt sie geschlossen, die Lippen leicht geöffnet, und ihre Hände umspielten immer unbeherrschter, ja, wilder, ihre Brüste, deren Spitzen steil aufgerichtet, ihre Lustgefühle verrieten.
Auf einmal wurde ihr bewußt, daß ihre ganze Jungmädchenhaut nach Liebkosung lechzte, und am ungestümsten pochte es da, wo es am aussichtslosesten war, den Lustreiz mit Zungenküssen zu lindern. So mußte sie diese Berührung den Händen überlassen, wovon die rechte jetzt zwei Finger vorsichtig in ihre vordere Öffnung eindringen ließ, während die linke das Gleiche an ihrer hinteren Öffnung versuchte. Als Vera sich auf diese doppelte Weise reizte, überfiel sie ein unwiderstehliches Zittern, das sich über ihren ganzen Körper ausbreitete und nur um ein einziges Zentrum kreiste, das vorn zwischen ihren Beinen lag.
Dann hielt Vera es nicht länger aus, mit beiden Händen riß sie ihre Schamlippen weit auseinander und kannte sich gleich darauf nicht wieder, als sie es mit weit geöffneten Augen gierig im Spiegel mit ansah. Sie hätte sich bei diesem Anblick schämen müssen! Aber nein, im Gegenteil, sie unterstützte ihre Schamlosigkeit noch, indem sie ein Bein anwinkelte. Sie hob ihre rechte Hand an den Mund, näßte mit der Zunge die Fingerkuppen, wobei sie zusammenzuckte. Mit Daumen und Zeigefinger der Linken öffnete sie ihre Scheide so weit es irgend ging, strich sacht über das feuchte Innere und hörte sofort wieder auf, so unerträglich stark durchfuhr sie dieser Reiz.
Doch gleich glitt ihre Hand erneut zu der lustspendenden Stelle zwischen den Beinen, die sie nur versuchsweise berührt hatte. Verschwommen sah sie im Spiegelbild, wie ihr nackter Leib hochzuckte, dann zurückfiel, um erneut hochzufahren. Immer schneller wurde dieser Rhythmus, und flüssiges Feuer schien von allen Teilen ihres Körpers auf diesen einen Berührungspunkt hin zu schießen.
Vera hörte sich verhalten stöhnen und versuchte, den unbändigen Reiz ihres Fingers auszuhalten, doch sie mußte immer wieder absetzen. Schließlich klammerte sie sich mit der linken Hand fest an die Sessellehne und bewegte die andere buchstäblich mit Gewalt. Da sah sie im Spiegel, wie es aus dem Spalt ihrer Scheide naßglänzend herausrann, was sie halb verrückt machte vor Gier, und sie atmete immer heftiger. Schließlich konnte sie das Reizgefühl nicht mehr ertragen, und sie warf sich auf den Bauch. Halb von Sinnen streckte sie die Hinterbacken zum Spiegel hin und spähte zwischen den schweißfeuchten, geöffneten Schenkeln hindurch auf ihr völlig enthemmtes Spiegelbild. Doch schon kam ihr Finger wieder geglitten, liebkoste und kratzte den brennenden Unterleib, diesmal von hinten. Er kitzelte die Umgebung ihrer Hinteröffnung, drang in ihre dunkle Tiefe ein, rührte sacht darin herum, und sie gab sich diesem intensiven Reiz besinnungslos hin, ja eine Gänsehaut überzog ihren ganzen Körper, und sie stieß einen leisen Schrei aus, der sie jedoch nicht innehalten ließ. Mit bebenden Händen strich sie über ihren ganzen Körper, kitzelte sich unter den Fußsohlen, in den Achselhöhlen, und die Nässe, die aus ihrer Scheide rann, verstärkte sich. Da begann Veras unermüdlicher Finger, immer wieder etwas von der aus ihr heraustropfenden Nässe mit sich nehmend, auf die oberste und empfindlichste Stelle zu konzentrieren. Vorher war er nur vorübergehend dort, bewegte sich in immer schnelleren Kreisen, so daß es kein Auf und Ab mehr gab, sondern nur noch einen einzigen glühenden Reiz, der rasch anwuchs und sich plötzlich über alle noch hemmenden Schranken selbständig machte. In Veras Ohren begann es zu brausen, alle ihre Nerven vibrierten, und sie bekam das Gefühl, auf der Stelle, zerspringen zu müssen. Fast besinnungslos vor Gier streckte sie ihre Zunge aus dem weit geöffneten Mund, und dieser Anblick völliger Hemmungslosigkeit im Spiegel erregte sie von neuem. Anschließend sah sie mit an, wie ihre Hände mit allen zehn Fingern in die Scheide eindrangen, rüde kniffen und zerrten, und dann konnte sie nichts mehr sehen, an nichts mehr denken. Aufstöhnend spürte sie ihren Kitzler zwischen den Fingern und begann ihn erbarmungslos zu zwirbeln, wobei sich überschlagende Wollustgefühle sie regelrecht explodieren ließen. „Oh“, röchelte sie halblaut, „oh....!“ Dann stürzte ein eruptiver Orgasmus schier unendlicher Dauer sie in einen derartigen Taumel, daß sie mit dem Sessel umstürzte, ohne den Aufschlag zu bemerken. Ja, auch noch am Boden bäumte sie sich mehrere Male wild auf und blieb schließlich mit geschlossenen Augen reglos liegen.
Als Vera die Augen wieder aufschlug, seufzte sie erlöst, erhob sich ächzend, stellte den umgestürzten Sessel wieder an seinen Platz und lauschte. Hatte ihre Mutter im unteren Stockwerk den Lärm ihres lustvollen Sturzes vernommen? Doch nichts rührte sich. Darauf schlich Vera, nackt wie sie war, ins Bad, hockte sich in die leere Wanne und drehte die Handbrause auf, den warmen Strahl zwischen ihre Beine gerichtet. Wohlige Entspannung durchrieselte sie, und sie dachte, während die Wanne sich langsam füllte, unendlich liebevoll und innig an Frank. Was sie bei ihrer schon immer ausgiebigen Toilette noch nie gespürt hatte, das empfand sie anschließend bei ihrem Make up. Eine geradezu lustvolle Freude, sich für einen Mann schön zu machen. Um zwei Uhr wollte sie bei Frank sein! Frank war das Zärtlichste, was man sich denken konnte, so etwas von Besorgtheit und formvollendeter Aufmerksamkeit, mit der er sich um sie bemühte, hatte Vera noch nie erlebt, so richtig etwas zum Anlehnen, Sichgeborgenfühlen. Vera hoffte, aus dem Haus entwischen zu können, ohne daß ihre Mutter sie sah. Mit angehaltenem Atem schlich sie vorsichtig auf Zehenspitzen die alte Treppe hinunter, die natürlich knarrte. Vera erstarrte und lauschte auf das Klappern von Geschirr, das aus der Küche drang. Ihre Mutter wusch gerade die Teller vom Mittagstisch ab.
Vera trug den neuen feuerroten Schlitzrock, den gewagtesten, den sie besaß. Erst gestern hatte sie ihn gekauft für das wichtigste Ereignis ihres Jungmädchenlebens, das erste Rendezvous mit Frank. Heute um vierzehn Uhr wollte sie ihn vor dem Roxy-Kino in der Stadt treffen.
Wenn ihre Mutter sie in dem geschlitzten Rock erblickte, würde es einen Krach geben, das wußte Vera! So engherzig und verständnislos war sie, daß Vera andauernd gezwungen war, ihre Mutter auch über ganz harmlose und heutzutage selbstverständliche Dinge zu belügen, sie konnte ihr einfach nichts anvertrauen.
Es schnürte Vera die Kehle zusammen, als sie so ohne jede Hoffnung hinausstarrte. In diesem Moment donnerte auf dem nahen Bahngleis ein Güterzug vorbei. Kurz entschlossen nutzte sie das Geräusch, das alles übertönte, um die Haustür zu öffnen, hinter sich wieder zu schließen und über den Hinterhof hinauszurennen.
Flüchtig kam der kleine Schuppen in ihr Blickfeld, in dem ihr Vater in seiner Freizeit herrliche Schiffsmodelle schnitzte, und schon rannte Vera, so schnell sie konnte, auf dem schmalen Feldweg stadteinwärts. Ihr Haar wehte offen im Wind, der gewagte Schlitzrock gab ihre Beine bis oben hin frei, und ihre Umhängetasche schlug bei jedem Satz, den sie tat, hart gegen ihren Körper.
Als sie endlich in die Hauptstraße einbog, die zu dem Kino führte, klopfte ihr Herz fast zum Zerspringen, in wenigen Augenblicken würde sie Frank sehen!
„Du siehst hinreißend aus!“ begrüßte Frank sie wenig später und betrachtete sie bewundernd. Vera lächelte traurig. „Meine Mutter ist da ganz anderer Meinung. Sie hat mir zum Beispiel verboten, diesen Schlitzrock zu tragen, und ich hab’ deswegen durch die Hintertür entwischen müssen. „Armes Schäfchen!“ bemitleidete sie Frank. „ Was hat deine Mutter denn gegen diese Mode?“ „Sie ist gegen alles, was ich tue oder nicht tue“, antwortete Vera in verzagtem Ton. In einer lauschigen Ecke des Roxy-Lokals, das zu dem Kino gehörte, nahmen sie an einem kleinen Tisch Platz, Vera wagte kaum zu atmen: „Ich bin dir so dankbar, Frank, daß du mich hierher ausgeführt hast“, sagte sie tonlos. „Zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf.“ „Genießen wir erst mal was Stabilisierendes!“ empfahl ihr Kavalier. „Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen, ich darf dich doch zu einem Backhähnchen einladen?“ „Oh ja!“ stimmte Vera erfreut zu. Eine supertoll aufgemachte Kellnerin erschien, doch Frank behielt seine Augen nur bei Vera. Er bestellte, ohne die aufgetakelte Sexmieze auch nur mit einem Blick anzusehen. Die verführerische Kellnerin trollte sich mit einem neckischen Schulterzucken, wie Vera zu bemerken glaubte, herausfordernd den drallen Po schwenkend. War das etwa, weil Frank sie so gar keines Blickes gewürdigt hatte? Seine warme, herzliche Stimme ging Vera durch und durch. „Ich möchte gern wissen, warum du mich immer so anschaust.“ Vera antwortete: „ Weil du gut aussiehst, und weil ich dich liebe!“ Er fragte weiter: „Was sieht denn so gut aus an mir?“ Da griff Vera spontan nach seiner Hand und meinte schlicht: „Alles!“ Unwillkürlich begann sie, Franks Hand zu streicheln. Die Kellnerin brachte das Bestellte, und Vera glaubte, ihrer Nase nicht trauen zu dürfen. Zweifellos hatte sie sich frisch parfümiert, extra wegen Frank? Damit der sie beachten sollte? Doch Frank reagierte wieder nicht, er legte sogar einen Moment seine Hand auf Veras Knie, was die Serviererin mit einem Seufzer quittierte. Die Hähnchen lagen appetitlich auf einer Platte, Frank teilte sie geschickt, und ihr Duft stieg verlockend in die Nasen, den Parfümgeruch der neidischen Kellnerin verdrängend. Vera fühlte sich immer besser, sie war entspannt, ihr Herz schlug ruhig. Plötzlich fand sie es verrückt, weiterhin wegen ihrer Mutter Trübsal zu blasen. Das hatte sie nicht verdient, und vielleicht hatte auch sie, Vera, sich ihrer Mutter gegenüber nicht immer richtig verhalten, wer weiß? Weshalb also sollte sie die Trostlose spielen und nicht mit Genuß das so großzügig spendierte Hähnchen verzehren? „Nimm’s ruhig in die Finger!“ riet Frank, und Vera griff herzhaft zu. Es schmeckte ausgezeichnet, und die Erinnerung an ihre Mutter verblaßte immer mehr. Jetzt hatte sie vollauf zu tun, ihren neuen Lebensmut zu stärken. Nicht umsonst hieß es, gutes Essen hält Leib und Seele zusammen. Später konnte sie dann immer noch über ihren Kummer nachdenken. Vera wunderte sich nicht, wie gut es ihr schmeckte, saß doch Frank an ihrer Seite. Auch er aß mit Genuß und lächelte sie immer wieder an. Einmal tippte sein Arm an ihre Brust, und sofort durchzuckte sie ein seliges Wonnegefühl. Es geschahen noch Wunder. Vorhin plagte sie das Gefühl trostloser Verlassenheit, nun saß sie in einem lauschigen Lokal an einem appetitlich gedeckten Tisch an der Seite ihres Geliebten. Wie das Leben sich vom Unangenehmen zum Angenehmen ändern konnte!
Nach dem Essen umfaßte Frank zärtlich ihre Hände und hauchte einen Kuß darauf. Ein Zittern durchlief sie. Das registrierte er sofort. „Ist dir kalt?“
Sie schüttelte den Kopf. Er tat, als glaubte er es nicht, legte seine Hand wieder auf ihr Knie, als ob er dort ihre Temperatur prüfen könnte. Veras Knie war wirklich eiskalt. Ob das an ihrem geschlitzten Rock lag? Er ließ seine Hand jedenfalls, wo sie war.
„Ich werde dich wärmen!“
Sie wollte seine Hand wegschieben, doch er drückte sie um so fester auf ihren Schenkel.
Am liebsten hätte sie frei heraus gesagt: „Ja, wärme mich, Frank! Du bist der Richtige dafür, du weißt, wie und womit!“ Da spürte sie auf einmal seine warme, sehnige Hand unter ihrem Rock auf dem Bauch. Sie war einfach außerstande, jetzt seine Hand fortzuschieben, so überraschend gut tat sie ihr. Langsam wanderte die Hand ein bißchen höher. Vera bog sich ihr unmerklich entgegen, sie stellte die Ellenbogen auf den Tisch, verschränkte die Hände und stützte den Kopf darauf, so daß sie mit dem Oberkörper der tastenden Hand entgegenkam. Sie beugte sich noch weiter vor, und auf einmal hatte Frank unter dem Pulli ihre nackte Brust in den Fingern, denn einen BH trug sie nicht. Sie neigte sich gegen Franks Schulter und erschauerte vor Glück.
„Siehst du, jetzt ist es nicht mehr zu kühl!“ meinte Frank heiser und ließ die Hand, wo sie war. Sie versuchte, sich der Hand zu entziehen.
„Warum wehrst du dich gegen das, was du so dringend brauchst?“ flüsterte er.
Seine Worte gingen ihr durch und durch. Und wie sie es brauchte! Ging es ihm vielleicht ebenso? Am liebsten hätte sie herausgeschrien: „Nimm mich, tu es!“ Doch sie sagte nur: „Was für ein Unsinn!“ Es klang nicht überzeugt.
„Es ist kein Unsinn, was ich rede!“ erwiderte Frank.
„Es fehlte doch jemand, der zärtlich zu dir ist, oder?“ Beinahe hätte sie gerufen: „Ja, du darfst nicht nur, du sollst zärtlich zu mir sein!“ Doch sie sagte nichts, erhob sich stattdessen, so daß seine Hand von ihr abglitt und erklärte: „Ich geh mir bloß mal die Hände waschen!“
Er ließ Vera an sich vorbei, wozu er höflich aufstand, und sie trat lässig den Weg in die Unterwelt an, treppabwärts zu den Toiletten. Sie eilte aufs Damenklo und riegelte hinter sich ab. Doch nicht „ein menschliches Rühren“ plagte sie, sondern sie kam einfach nicht mehr an gegen die Sehnsucht nach einem entspannenden Orgasmus.
Sie nahm sich nicht einmal die Zeit, sich niederzulassen, sondern griff noch im Stehen nach ihrem Slip, riß ihn herunter und rieb sich mit beiden Händen durch den Schlitz, bis schon nach Sekunden ein wilder Höhepunkt sie erlöste. Sie stöhnte laut (zum Glück war sie allein), hörte aber nicht auf zu reiben. Insgesamt achtmal befriedigte sie sich auf diese Art und dachte dabei an Frank, der nichtsahnend im Lokal auf sie wartete.
Als sie zurückkam, blickte Frank ihr besorgt entgegen, so blaß war ihr Gesicht. „Ich würde jetzt gern einen Schnaps trinken!“ seufzte Vera erlöst.
„Aber gern, mein Schatz!“ ging Frank darauf ein und ließ die Bedienung kommen. Vera kippte den Cognac mit einem Ruck. Das ungewohnte Getränk ätzte in der Kehle und trieb ihr Tränen in die Augen, sie mußte husten.
Frank klopfte ihr väterlich den Rücken. „Geht gleich vorüber, mein Schatz, gleich kriegst du wieder Luft!“ Sie rang nach Atem. Wieder spürte sie seine warme, kräftige Hand unter dem Rock, zwischen ihren nackten Schenkeln. Franks Hand! Da wurde ihr wieder wohl. Sie mochte die intime Annäherung und dachte nicht daran, seine Hand abzuwehren. Sie tat ihr gut, ungeachtet ihrer Selbstbefriedigung.
Langsam wanderte Franks Hand höher, und Vera strebte ihr wieder entgegen. Sie bekam ein Gefühl, als existiere nur noch diese Hand. Weshalb sollte sie sich ihr nicht hingeben, zumal sie ja nur stillzuhalten brauchte? Sie schob sich immer mehr vor, so daß ihr Unterleib sich auf die tastenden, streichelnden Finger richtete, die jetzt unter ihren Slip schlüpften, an ihrem Schamhaar zupften. Wahrhaftig erwischten sie sogleich den eben noch von ihr selber so sehnsüchtig befriedigten Kitzler und spielten daran, während Franks andere Hand sie umfaßte und an sich zog. Wieder mußte Vera an ihre Mutter denken, und Schadenfreude packte sie. „Streichle mich!“ bat sie, „wo du möchtest, überall!“ Machst du dich über mich lustig?“ fragte er überrascht.
„Wieso? Weil ich will, daß du mich streichelst?“ Vera wußte selber nicht warum, aber sie hatte in diesem Moment eine Stinkwut auf ihre Mutter. „Mach schon!“ drängte sie fast grob. „Faß hin, wohin du willst, ich erlaube es dir!“ Sie spreizte die Beine, warf sich zurück, bis sie gegen ihm lehnte und sah mit verschleiertem Blick, wie seine Hand sich unter ihrem Rock bewegte.
Dann konnte sie nichts mehr sehen, sie fühlte nur noch unbeschreibliche Wonne. Es waren zwar dieselben, reizvollen Berührungen wie durch ihre eigenen Finger, die sie zwischen den Schenkeln spürte, doch die Gefühle, die sie vermittelten, befriedigten nicht nur, sie beglückten!
Vera seufzte hingebungsvoll. Gleichzeitig erregte es sie doppelt, daß all dies mitten in einem öffentlichen Lokal geschah, wenn auch in einer dunklen Nische und unsichtbar unter dem herabhängenden Tischtuch, doch immerhin, so etwas hatte sie sich nie vorzustellen gewagt!
Als sie die Augen kurz öffnete, trafen sie auf Franks enge Blue Jeans, und sie erkannte sofort, wie stramm der Stoff zwischen seinen Beinen gespannt war. Genau so, wie sie’s in einsamen Stunden unzählige Male erträumt hatte, drückte sie eine Hand darauf und fühlte Franks wuchtig pochendes Glied unter den Fingern.
Sanft streichelte sie die enorme Wölbung.
Jetzt seufzte Frank, und plötzlich hatte er zwei Finger auf einmal in ihre vor Erregung feuchte Öffnung geschoben. Mit der anderen Hand zog er Vera an sich, und sein Mund preßte sich in einem nicht enden wollenden Kuß auf ihre Lippen. Leidenschaftlich stieß sie ihre Zunge in Franks Mund, während sie alle Beherrschung brauchte, um den hinreißenden Orgasmus zu verbergen, der sie jetzt wieder durchfuhr.
Da nahm ein anderes Paar hinter ihnen Platz. Ihr Tisch war nur durch eine halbhohe Wand getrennt, die anderen konnten herübersehen, wenn sie aufstanden. Das ernüchterte Vera jäh, und sie zog Franks Hand unter ihrem Rock hervor.
„Stop!“ zischelte sie ihm ins Ohr. „Ich mag kein öffentliches Fummeln!“ Und über dies Wort mußten sie beide herzlich lachen, wobei Vera zumute war, als müsse sie vor Glück zerspringen. Doch da fiel ihr die Mutter wieder ein.
„Ich will heim“, sagte sie unvermittelt und erhob sich, „ich fürchte, wir haben uns verplaudert!“ Und wieder lachten sie gemeinsam, diesmal über die harmlose Formulierung, die Vera für das soeben Geschehene fand. Wieder suchte Franks Mund den ihren, doch sie wandte den Kopf weg. „Bitte, ich muß nach Hause!“ sagte sie, plötzlich ernüchtert. „Ich hab’ ganz übersehen, daß es schon so spät ist, und ich will daheim keinen Streit heraufbeschwören.“ Folgsam beglich Frank die Rechnung, wobei ihm die sextolle Kellnerin unverschämt in die Augen starrte, so als wolle sie dort ablesen, was sich zwischen Frank und seinem Mädchen abgespielt hatte. Dann nahm Frank Veras Arm, und sie verließen Seite an Seite das freundlich heimelige Lokal, das soeben zum Paradies ihrer jungen Liebe geworden war.
Rasch zerrte Vera ihren Matchsack vom Kleiderschrank, zog den Trainingsanzug heraus und warf stattdessen ihr Toilettenzeug und etwas Wäsche hinein. Lautlos entledigte sie sich ihres geliebten Schlitzrockes, verstaute ihn, sorgsam gefaltet, ebenfalls im Sack, schlüpfte in den Anzug und ihre Turnschuhe mit den Gummisohlen. Ebenso geräuschlos schwang sie sich mit ihrem Fluchtgepäck durchs Fenster auf die Mauer und kroch in Richtung Schuppendach. Mehrmals hielt sie inne, spähte und lauschte, doch nichts war zu hören oder zu sehen. Der Übergang von der höheren Mauer zum niedrigeren Dach des Schuppens lag im Dunkeln. Bevor sie sich anschickte, möglichst lautlos hinunterzuspringen, blickte sie in die Tiefe und erstarrte. Hinter ihr wurde es hell, und als sie herumfuhr, erkannte sie, im Schlafzimmerfenster ihrer Eltern war Licht und beleuchtete sie. Blitzschnell sprang Vera auf das tiefere Dach hinunter. Es waren keine zwei Meter, doch diese Stufe verbarg sie im Schatten. Eben wollte sie weiter springen, von dem niederen Schuppen ins weiche Gras, da blickte sie nochmal zurück. Was da im hell erleuchteten Fenster ihrer Eltern zu sehen war, bannte sie wie magnetisch an ihren verborgenen Platz. Ihr Blick fiel durch die nicht ganz geschlossenen Vorhänge ins Schlafzimmer ihrer Eltern, genau aufs Ehebett. Zuerst bekam Vera ein schlechtes Gewissen. Anderen nachzuspionieren war ihr immer als schäbig erschienen, jetzt bekam sie auf ihrem Beobachtungsstand kaum Luft vor Erregung über das, was sie mit ansah. Ihre Mutter stand, unten herum splitternackt, vor dem Spiegel und zog gerade den Büstenhalter aus, während ihr Vater auf dem Bett lag und Zeitung las. Dabei drehte die Mutter ihr die Vorderseite zu. Vera bekam Stielaugen. Einen runden Frauenbauch erblickte sie, darunter einen dunklen, buschigen Haarfleck und weißhäutige, nicht unschön geschwungene Schenkel. Es war ein schokkierender Anblick, ihre Mutter so nackt zu sehen. Doch es sollte noch ganz anders kommen. Ihre Mutter rieb langsam erst eine, dann die andere Brust, vermutlich, um die vom BH verursachten, leichten Druckstellen zu glätten. Sie hatte große, etwas herabhängende, aber nicht unschöne Brüste, und die ausladenden Halbkugeln machten Vera fast neidisch, hatte sie doch im Vergleich dazu, nur zierliche „Knospen“, allerdings mit länger abstehenden Warzen, was vielleicht daher kam, daß sie beim Onanieren oft daran zupfte. Jetzt legte ihr Vater gemächlich die Zeitung beiseite, zog seine Frau an sich und begann kräftig und ausgiebig, zuerst an der einen, dann an der anderen Zitze zu saugen. ‘Aber das ist doch nicht möglich!’ überkam es Vera spontan, genau wie ein kleines Kind! Doch dann dachte sie erregt, das müßte wonnig sein. Bisher hatte das nur ein einziges Mal eine Freundin bei ihr getan, aber nur kurz und flüchtig, nicht so intensiv, wie es hier ihr Vater tat. Während also Veras Vater hingebend und genüßlich an den gewichtigen Brüsten seiner Frau sog, spielten seine Finger zugleich zwischen ihren Beinen. Ihre Mutter stand unbewegt da, ließ es mit sich geschehen. Vera war von dem noch nie erlebten Anblick schockiert und nahe daran, sich zurückzuziehen. Ein unüberwindlicher Zauber aber hielt sie im Bann, und sie verharrte regungslos auf ihrem Auslug. Da zog der Vater ihre Mutter aufs Bett, streifte seine Pyjamahose ab und beugte sich splitternackt über seine ebenfalls nackte Frau. Er war gut gebaut und noch schlank. Vera hatte ab und zu im Freibad Gelegenheit, das festzustellen, aber sie hatte ihren Vater noch nie ganz nackt gesehen. Sie wagte kaum hinzusehen. Ihres Vaters Schamhaar schien im Gegensatz zu ihrer Mutter, schütter und schon deutlich ergraut.
Was aus dem Haarnest herausragte und sich jetzt langsam aufrichtete, war nicht viel größer als die entsprechenden Körperteile ihrer Mitschüler, die sie, zusammen mit ihrer Freundin, heimlich beim Duschen beobachtet hatte.
Sie hatte inzwischen öfters Gelegenheit, männliche Geschlechtsorgane in Sexmagazinen ausgiebig zu betrachten, so daß sie unwillkürlich verglich. Was sie da vor sich sah, war zwar nicht so groß, wie sie insgeheim erwartet hatte, doch harmonisch, ansprechend geformt, wie ihr schien. Ihre Mutter spreizte langsam, wie gelangweilt, die Schenkel, ihr Vater beugte sich darüber und drückte einen Kuß dazwischen, dann begann ihr sonst so ruhiger Vater – Vera traute ihren Augen nicht – mit wachsender Leidenschaft an der Scheide ihrer Mutter zu lecken und zu saugen.
Plötzlich drückte ihre Mutter den Vater aufs Bett, hockte sich über ihn und schob sich sein steifes Glied mit zwei Fingern in den Schlitz, wo es bis zur Wurzel verschwand, wie Vera deutlich sah. Ihr Vater, dem diese Stellung schon lange vertraut zu sein schien, stemmte ihrer Mutter den Bauch entgegen und genoß ihr lebhaftes Hüpfen. Mit beiden Händen knetete er dabei ihre Brüste.
Vor Aufregung atmete Vera stoßweise, unwillkürlich schob sie die rechte Hand in ihre Hose, teilte mit geübtem Griff die Schamlippen, und der vor Erregung aufgerichtete Kitzler drängte sich ihren Fingern wollüstig entgegen. Im Gleichtakt mit der immer schneller auf ihrem Vater reitenden Mutter flitzten nun Veras Fingerspitzen auf und ab. Je heftiger die Bewegungen auf dem Bett da unten wurden, desto rascher ließ sie ihre lustspendenden Finger arbeiten, und zugleich mit ihren Eltern überkam sie schließlich ein schmerzlich intensiver, lang anhaltender Orgasmus.
Was Vera dann zu sehen bekam, war nichts weiter als Routine, ihr Vater tätschelte mit beiden Händen noch einmal den nackten Körper ihrer Mutter und küßte sie flüchtig auf den Mund. Sein Glied war nur noch ein schlaffes Etwas, das über einem kleinen, faltig geschrumpften Beutel herabhing, ihre Mutter gähnte und rückte langsam von ihm ab.
Vera wurde klar, daß dieser Ablauf für ihre Eltern zur Gewohnheit geworden war, und daß sie darin ihre Befriedigung fanden. Danach zogen sie die Schlafanzüge an und legten sich in ihre Betten. Der Vater beugte sich noch einmal über ihre Mutter, küßte sie und löschte die Lampe. Das Eheleben ihrer Eltern war zu Ende.
Zitternd hockte Vera im Dunkeln, innerlich aufgewühlt und äußerlich naß zwischen den Beinen. Das war nun eheliche Liebe gewesen, die sie heimlich und zum ersten Mal miterlebt hatte, sie fühlte sich auf einmal unerträglich einsam.
Einige Minuten wartete sie noch, dann kletterte sie leise zurück in ihr Zimmer. Doch als sie im Dunkeln durchs Fenster stieg, glitt sie aus und landete mit einigem Krach auf dem Fußboden.
II.
Vera kam um Viertel vor drei in den Club. Natürlich war sie schon von zu Hause weggegangen, bevor ihre Mutter aus der Kirche zurückkam. Der Vater hatte ihr Geld für einen Mittagsimbiß in der Stadt gegeben und gesagt, er werde inzwischen versuchen, die Mutter wegen des Clubs zu besänftigen.
Sie hängte ihre helle Sommerjacke in die Garderobe und ging in den Waschraum, um sich die Haare zu kämmen. Der uralte Spiegel bestätigte ihr, daß sie in der blaßblauen Bluse und ihrer Muschel-Halskette gut aussah, aber trotzdem war sie unsicher und nervös, als sie in den Clubraum ging. Fast hoffte sie, Frank käme gar nicht. Der Raum war nur halb voll, und sie konnte Frank nicht entdecken. Inge winkte ihr vom Sofa aus zu. Sie kaute Gummi und spielte Rommé mit Ernilia, einer dunkelhäutigen Schwestern-Schülerin aus Afrika. Vera setzte sich auf die Armlehne des Sofas und tat so, als sähe sie dem Spiel zu. Minuten später spürte sie eine leichte Berührung an der Schulter und sah Franks erfreutes Gesicht hinter sich. „Grüß dich Vera!“ Sie gab ihm die Hand und fühlte, wie sie rot wurde. Also senkte sie den Kopf und heuchelte Interesse für Inges Spielkarten, damit ihre Haare wie ein Vorhang über die glühenden Wangen fielen und sie so dem wachsamen Blick Franks entzogen.
Da sagte er: „Magst du mit mir ein bißchen rausfahren? Meine Ma hat mir das Auto geliehen.“ Veras Herz hüpfte. „Gern!“ antwortete sie, schleuderte ihre Haare zurück und strich den roten Schlitzrock glatt. Ihre Knie zitterten. „Tschüß, Inge, Emilia!“ Emilia antwortete mit einem zähneblitzenden Lächeln, Inge aber spottete mit düsterer Miene: „Bleibt brav, ihr zwei, damit mir keine Klagen kommen!“ Vera hätte ihr gern eine freche Antwort gegeben, aber es fiel ihr keine ein.
Das Auto war vor dem Club geparkt, ein altes, blaues Kabriolett mit zurückgeklapptem Verdeck. „In ‘nem kurzen Jährchen“, bemerkte Frank, als er Veras Jakke auf den Rücksitz legte, „werd’ ich meinen eigenen Untersatz haben!“
„Was für ‘ne Marke ist denn das?“ fragte Vera, die sich mit Autos schlecht auskannte. „Ein alter Franzose, vorsintflutliches Baujahr, aber geht ab wie ‘ne Rakete. Ma liebt ihn heiß, sie will ihn fahren, bis der Rost ihn gefressen hat!“ antwortete Frank.
Als sie aus der Stadt waren und eine breite Landstraße entlangfuhren, meinte er: „Hab’ schon befürchtet, dich heute nicht zu treffen. Ist was passiert, nachdem wir neulich getrennt wurden?“ Er grinste.
„Sie hat mich in mein Zimmer eingesperrt – ohne Essen bis heute vormittag. Ich war glatt am Verhungern, sag ich dir“, antwortete Vera. „Himmel noch mal, was glaubt sie denn, wie alt du bist, zwölf oder dreizehn?“ platzte Frank heraus. „Dann hat sie mir auch noch die Lampe rausgeschraubt, so daß ich nicht mal lesen konnte.“
Frank sah mit Stirnrunzeln auf die Fahrbahn. „Das ist ja mittelalterlich! Auch was sie mir da alles an den Kopf geworfen hat, was hatte ich eigentlich verbrochen, außer daß ich keinen Bürstenschnitt hab’?“
„Du? Gar nichts! Ich war’s, sie hat’s schon immer auf mich abgesehen! Tatsache ist, ich hab’ sie angelogen und gesagt, ich ginge mit meiner Freundin ins Kino. Das mußte ich, weil sie mir streng verboten hatte, mich mit Jungen zu treffen.“
„Mach keine Witze!“
„Ich wollt, es wär einer! Dann ist ihr noch mein Rock ein Dorn im Auge, sie meint, er wäre schamlos.“
„Dein Rock ist Spitzenklasse“, sagte Frank ohne hinzusehen, berührte einen Augenblick Veras nackte Knie und pfiff leise.
„Sie sagt, ich sähe wie eine Dirne aus!“ seufzte Vera.
„Wie eine Dirne? Wo du das entschieden netteste Mädchen vom ganzen Club bist!“
„Meinst du?“
„Meine ich!“ beteuerte Frank.
Eine Weile schwiegen sie beide und ließen sich den Fahrwind durch die Haare streichen. Das sonnenwarme Band der Straße glitt fast lautlos unter dem Auto weg.
Schließlich sagte Vera: „Es würde mir ja nichts ausmachen, wenn sie einfach altmodisch wäre, ‘gute alte Zeit’ und so. Aber das ist sie nicht. Sie ist bloß abscheulich zu mir!“
„Das hat mir ganz danach ausgesehen,“ bestätigte Frank sachlich. „Wie ist denn dein Vater zu dir?
„Das Gegenteil! Wie ein Engel! Aber sie ist zu ihm genauso gemein wie zu mir. Ein Rätsel ist mir, daß er sich nie dagegen wehrt.“
Es war wunderbar erleichternd für Vera, mit Frank über ihre Probleme zu reden, wenn sie auch befürchtete, ihn damit zu langweilen.
„Mach dir nichts draus“, sagte er. „Ab achtzehn kannst du weg von zu Hause!“ „Manchmal glaub’ ich, ich halt’s bis dahin nicht mehr aus!“ bemerkte sie kleinlaut. Eine Weile fuhren sie schweigend. Vera sah, daß die Haut an Franks Händen an manchen Stellen wie imprägniert mit Motoröl war, obwohl er sie offensichtlich sehr gründlich geschrubbt hatte.
Schließlich sagte er: „Paß mal auf, könntest du nicht einfach zu uns kommen? Meine Mutter hat ein Wohnheim für Studenten, und sie kocht himmlisch.“
„Aber ich bin kein Student.“
„Das tut nichts. Du würdest meine Mutter mögen, sie ist ganz modern, mag Popmusik und schließt alle Leute gleich ins Herz. Die Studenten beten sie förmlich an. Die meisten sind vom Polytechnikum.“
Vera warf einen Blick auf Franks ruhiges Profil, hinter dem die grünen Alleebäume vorbeihuschten, und der Gedanke, mit ihm im selben Haus wohnen zu können, überwältigte sie fast. Es war natürlich traurig, daß sie dann ihren Vater verlassen mußte, aber er würde im selben Stadtviertel ja gar nicht weit entfernt wohnen.
„Das“, sagte Vera, „wäre eine Idee!“ und sie sah zu, wie die Tachonadel auf hundertzehn stieg. Da lehnte sie sich glücklich an Frank. Der Fahrwind im Gesicht war berauschend, und ihre Haare flogen wie eine Fahne.
„Ist dir’s auch nicht zu schnell?“ fragte Frank besorgt.
„Nein, es ist herrlich!“ Vera dachte, wie rücksichtsvoll es von Frank war, sie danach zu fragen, ein anderer hätte sich eher ein Vergnügen daraus gemacht, ihr durch Raserei Angst einzujagen.
Impulsiv sagte sie: „Frank, ich finde dich wirklich wunderbar!“ Er antwortete nicht, aber sie sah, daß er lächelte. Der Tacho sank auf neunzig, sechzig, dreißig, zehn. Dann hielt der Wagen unter einer Birke an. Der Baum stand auf einem flachen Hügel. Von hier aus sah man auf einen im Dämmerlicht liegenden kleinen See hinunter. Frank zündete zwei Zigaretten an und reichte Vera eine. Sie tat einen tiefen Zug, lehnte den Kopf zurück und genoß das Gefühl von Franks Nähe an ihrer Seite.
Die Straße und die ab und zu vorbeifahrenden Autos schienen einer anderen Welt anzugehören. Für Vera existierte nichts außer ihrem Sitz in Franks Auto, wo es ein bißchen nach altem Leder und Benzin roch, nach Franks frischgewaschenem Baumwollpullover und ihrem eigenen Parfüm. Sie fühlte sich geborgen und sicher wie nie zuvor.
„Woran denkst du?“ wollte wissen. Vera seufzte:
„Ach Frank, ich weiß nicht, ob ich noch lange so weitermachen kann!“ Er bezog das auf ihre Mutter und hatte großes Mitleid mit ihr. „Du mußt aber, Vera,“ redete er ihr zu, „solange du noch nicht volljährig bist.“
„Innerlich bin ich schon ganz tot!“
Er musterte sie. Ihr Profil war von klassischer Schönheit, ihr Mund klar geformt, und der dünne Stoff ihrer Bluse zeichnete ihre straffen Brüste nach. Die Schenkel unter ihrem Mini waren schlank und rassig. Sie war schön!
Er wollte ihr helfen und sah sie an. Vera hob den Blick zu ihm, und sie verstanden einander. Ohne zu überlegen, ob es gut oder schlecht war, zog Frank sie an sich und küßte zärtlich und behutsam ihre Lippen. „Du bist ja nicht allein!“ tröstete er sie leise und küßte ihre Augen, ihre Wangen, die Stirn.
„Oh Frank, bitte, hilf mir, hilf mir!“ flehte Vera. Ihr Gesicht war blaß, ihre Augen geschlossen, und ihre Wimpern schimmerten feucht. Sie grub die Finger in seine Arme. „Bitte, Frank!“
Wieder fand er ihren Mund, und es wurde ein langer, leidenschaftlicher Kuß. Vera hörte zu zittern auf, dann schmiegten ihre Arme sich um seinen Hals. Ihr Körper drängte sich verlangend an ihn.
„Wirklich, ich kann nicht mehr länger so weitermachen, Frank! Ich brauche Hilfe, wenn ich weiterhin mein Elternhaus ertragen soll!“ flehte sie.
„Ich weiß, es ist schwer für dich, Vera!“ tröstete er.
„Es ist ganz natürlich, daß dich das bedrückt!“
„Ach, es ist viel mehr, Frank!“
„Was?“
„Ich habe so Angst!“
„Wovor? Du hast doch noch deinen Vater, bist also nicht einsam!“
„Körperlich schon!“ sagte Vera da leise.
Frank schwieg betroffen und ein wenig verwirrt; diese Offenheit hatte er nicht erwartet.
Er hob mit einem Finger Veras Kinn, so daß sie ihn ansehen mußte. „Weißt du das ganz bestimmt?“
Ihre Augen leuchteten. „Ja, Frank, ganz bestimmt!“
„Und deine Eltern?“
„Sie werden es nie erfahren.“ Er ließ ihre Hand los, seine Finger streichelten über ihren Nacken unter der zerzausten Haarflut. Seine dunklen Augen ruhten ernst und ruhig auf ihrem Gesicht.
„Ich glaube, ich bin drauf und dran, mich in dich zu verlieben“, sagte er.
„Ich auch!“ Veras Stimme klang hoch und heiser.
„Im Ernst?“ Sie nickte.
Da küßte Frank nach den Lippen auch ihren Hals und in der Öffnung ihrer Bluse den Brustansatz.
„Oh Frank, hilf mir bitte, hilf mir!“ bat sie leise, und ihre Wimpern schimmerten naß. Wieder warf sie die Arme um seinen Hals. „Bitte, Frank!“
Da stieß er die Zunge zwischen ihre Lippen, der sie sogleich mit der ihren begegnete. Endlos spielten sie so miteinander, und Veras junger Körper drückte sich voller Sehnsucht an ihn.
Unwillkürlich fuhren Franks Hände an Veras Brüste, streichelten und drückten sie zärtlich, worauf sie plötzlich die Bluse öffnete, so daß ihre Halbkugeln nackt vor ihm lagen. Sie trug ja keinen BH.
„Ich liebe dich ja so sehr!“ flüsterte sie.
„Vera!“
„Bitte denk’ nichts Schlechtes von mir, nimm mich, Frank!“ Er starrte in ihre begehrenden Augen. „Nicht hier“, meinte er. „Man könnte uns sehen!“ Gemeinsam liefen sie zum See hinunter, doch merkwürdig, kaum waren sie in der Dunkelheit allein, stand es wie eine Mauer zwischen ihnen. Wortlos schritten sie, im Mondlicht weiter, ohne sich zu berühren, ohne daß es ihm oder ihr gelang, die Sperre zu durchbrechen. Stumm und ohne sich zu berühren, stolperten sie durchs Gras.
Sterne standen am tiefschwarzen Himmel, als sie am See ankamen. Frank hatte eine Decke mitgenommen, die er nun auf ein Graspolster legte, das sich zwischen hohen Bäumen in einer kleinen Mulde ausbreitete. Vera zog die Schuhe aus, seufzte tief, legte sich zurück und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Es ist wunderschön hier!“ flüsterte sie.
„Natürlich fühlst du dich jetzt gehemmt, weil ich dir alles gestanden habe, nicht wahr?“
„Keine Spur!“ flüsterte Frank zurück. „Ich bin dir im Gegenteil dankbar, daß du so offen warst!“
„Und es erscheint dir nicht leichtfertig und schlecht?“ Frank lachte halblaut und erwischte ihre Hand, die er anstelle einer Antwort drückte. Vera fuhr fort zu flüstern: „Ich hatte vor dir noch niemals einen Mann! Es ist die Wahrheit, ich lüg’ dich nicht an!“
„Ich glaube dir ja!“ murmelte Frank.
„Wirklich?“ flüsterte sie zurück.
Statt einer Antwort riß er sie an sich, zog ihren Blusenausschnitt auseinander und begann leidenschaftlich, ihre Brüste zu küssen. Veras Hand fuhr an seinen Hinterkopf und wühlte sich in sein Haar.
„Frank?“
„Ja?“
„Tu’s bitte!“ Er erbebte. „Vera!“ Sie ließ sich ganz zurückfallen, half ihm, ihren Rock auszuziehen, ihre Bluse, den Slip, dann leuchtete ihr nackter Körper im Mondlicht.
Frank begann mit kleinen, schwebenden Küssen. Über ihre Stirn drang er zärtlich zu den Wangen, dem Mund, an ihren Hals, und endlich legte er seine heißen Lippen um ihre Brustwarzen. Sie wuchsen – obgleich längst aufgerichtet – jäh in die Höhe.
Dann küßte Frank Veras Nabel, ihren Bauch, und endlich landeten seine Lippen zwischen ihren heißen Schenkeln, die sich willig spreizten. Ein Zittern durchlief ihren Körper, als Franks Mund sich auf ihren Schlitz preßte, seine Zunge zärtlich zu lecken anfing, und sie begann inbrünstig zu stöhnen.
Da sprang er auf, riß sich die Kleidung vom Leib, und kaum, daß er wieder zu ihr zurückkehrte, streckte sie schon wie verdurstend beide Arme nach ihm aus, preßte ihm, der im Mondlicht nackt vor ihr stand, leidenschaftlich die Lippen auf sein prall aufgerichtetes Glied.
Doch nur einen Moment, dann fiel sie mit weit gespreizten Beinen zurück und schrie glücklich auf, als Frank sich über sie legte und vorsichtig in sie eindrang. Wild erwiderte sie sogleich seine erst behutsamen, dann immer kräftigeren Stöße, einmal sogar so heftig, daß er wieder aus ihr glitt. Vera schien alles um sich zu vergessen, sie konzentrierte sich ganz auf ihren ersten Geliebten, den sie endlich, endlich in sich spürte.
Immer leidenschaftlicher stemmte sie Frank ihren Mädchenkörper entgegen, aller Sehnsucht, die sie so lange unerfüllt in sich spürte, ließ sie freien Lauf, und er mußte seine ganze Kraft aufbieten, um ihr gerecht zu werden.
Doch dann schlug ein gemeinsamer Orgasmus über ihnen zusammen, der von unwahrscheinlicher Intensität und Dauer war. Frank spürte die immer heftigeren Zuckungen Veras, stieß immer kräftiger dagegen an, und so lösten sich all ihre Spannungen in einer Eruption, die wie ein kleines Sterben war, ein restloses Vergehen und Versinken in den Wonnen einer Liebe, die mehr war als nur körperliches Begehren.
Sie vergaßen völlig Zeit und Ort, nur Mond und Sterne waren die verschwiegenen Zeugen ihres ersten, restlosen Verschmelzens.
Auch als sie sich voneinander lösten, hielt Frank Vera fest in den Armen, ihre schweißfeuchten Brüste drückten gegen seine breite Brust, und ihre Lippen wühlten in seiner Halsgrube. Da hörte er sie weinen. Überrascht tätschelte er den nackten Rücken. „Veralein, was ist um Himmelswillen?“ fragte er, doch sie hörte nicht auf, zu schluchzen.
Da bog er sich zurück, um ihr in die Augen zu sehen. Sie hielt jedoch die Lider geschlossen, und die Tränen quollen darunter hervor.
Frank küßte sie vorsichtig weg und spürte den salzigen Geschmack. Es war ihm, als hielte er ein ganz kleines Mädchen im Arm, das seinen Schutz suchte, und wieder tätschelte er ihre nackte Haut.
Sie zitterte. „Ach, es ist nur wegen meiner Mutter, jetzt bin ich ihr wirklich unfolgsam geworden!“ schluchzte sie.
Frank mußte lächeln: „Veramädchen“, tröstete er, „auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, Gleiches mit Gleichem, Auge um Auge, und so weiter, du verstehst schon! Du hast dir wirklich nichts vorzuwerfen!“
Sie blieben noch eine Weile eng umschlungen im nächtlichen Gras liegen, bis Vera zu frösteln begann. Erst versuchte er, sie mit seinem Körper zu wärmen, doch als sie immer stärker fror, half er ihr, selber noch nackt, in ihre Kleider, bevor er sich anzog. Umschlungen gingen sie dann zum Auto zurück, und kaum daß sie darin saßen, fiel Veras Kopf an Franks Schulter. Vorsichtig startete er den Wagen und fuhr langsam davon, als dürfe er seinen Fahrgast nicht erschüttern. „Ich bin hungrig“, stellte er fest. „Fahren wir zu mir. Ma wird’s nichts ausmachen, am Sonntag braucht sie nicht für ihre Studenten zu kochen, nur für uns. Und sie ist große Portionen gewöhnt.“
„Ganz sicher?“ wachte Vera auf.
„Klar! Bei uns geht’s nicht so streng zu.“
„Ich hab’ ein bißchen Angst.“ Sie kramte ihren Spiegel aus der Handtasche und betrachtete besorgt ihr Gesicht.
„Ach geh! Meine Mutter ist überhaupt nicht zum Fürchten, sie wird dich sofort gern haben.“ Dann erzählte Frank, daß sein Vater vor elf Jahren gestorben war und seine Mutter damals ihr Wohnhaus in eine Fremdenpension umwandelte. „Mit meiner Mutter wirst du erstklassig auskommen. Sie nörgelt nie und tyrannisiert einen nicht. Sie ist einfach ein Schatz“, schloß er.
„Es muß wunderbar sein, wenn man so eine Mutter hat, die man wirklich liebhaben kann“, sagte Vera wehmütig. „Ich hab’ wegen meiner halt doch ein schlechtes Gewissen, im Ernst!“
Frank tätschelte ihre Hand. „Das wollen wir jetzt mal vergessen, nicht wahr?“ Da lächelte Vera wieder: „Du hast recht, ich will’s versuchen. Es ist wirklich besser!“
III.
Franks Mutter war nach dem Abendessen zu Bekannten eingeladen und brauchte dafür ihr Auto. Deshalb blieben Frank und Vera zu Hause und setzten sich vor den Fernseher. Kaum waren sie jedoch allein, gingen sie in Franks Zimmer, und als erstes flogen ihre Kleider nur so von ihnen. Jetzt fielen alle Hemmungen, als sie sich gegenseitig Liebe und Zuneigung bewiesen. Sie waren völlig entspannt, streichelten und küßten sich gegenseitig am ganzen Körper. Dann legten sie sich verkehrt herum nebeneinander. Während Frank seinen Kopf auf Veras angezogenen Schenkeln bettete, tat sie das Gleiche bei ihm, und in dieser innigen Stellung, schmiegten sie die Gesichter jeweils zwischen die Beine des anderen, küßten und leckten einander voll inniger Zuneigung, bedachten sich mit zärtlichen, schließlich immer leidenschaftlicheren Bissen.
Vera schien unersättlich und stillte ihren Hunger nach Liebe mit all der Leidenschaft, die innerliche Einsamkeit ihr eingab. Ihre zahllosen, immer schnelleren Küsse wirkten wie Nadeln, die in Franks Körper stachen. Mit spitzer Zunge spielte sie am „Fischmund“ seines zuckenden Gliedes, an seinen schweren Hoden. Schließlich begann sie, daran zu saugen und es zugleich mit zwei Fingern streichelnd zu massieren. Diese innige Manipulation, Veras kleine, flatternde Küsse, gingen ihm durch und durch und ließen seine Männlichkeit gewaltig anschwellen. Sie waren von einem so unwahrscheinlichen Reiz, daß er mit aller Kraft an sich halten mußte, um nicht schon jetzt zu explodieren.
Trotzdem blieb Frank bei seinem Liebesspiel, bescherte Vera damit immer wieder neue Wonnen, und jedesmal, wenn sie wieder einen Höhepunkt erreichte, stöhnte sie glücklich auf und stieß kleine, spitze Lustschreie aus.
Endlich sagte sie offen und ohne Scham, daß sie nochmal „genommen“ werden wolle, er ihr nochmal „sein Glied schenken solle“. Nur zu gern war er bereit dazu. Sie beleckte rasch noch einmal seinen harten Penis, dann schob sie ihn sich selber zwischen die heißen Schamlippen.
Wieder bewegten sich ihre jungen Körper in einem unwahrscheinlichen Gleichtakt, und Veras leidenschaftliche Gegenstöße bewirkten, daß Frank diesmal so tief in sie eindrang, wie noch nie zuvor, und abermals versanken sie im Wirbel einer gemeinsamen Ekstase.
Auch danach ließ Vera nicht ab von Frank, bis die letzte Spur ihres Begehrens getilgt war. Entspannt, mit sich und der Welt im reinen, lagen sie dann nebeneinander und fanden Glückseligkeit in der zärtlichen Liebkosung ihrer nackten Körper. Das Schönste, was Vera spürte, war das Gefühl von Franks Lippen an ihren Brustwarzen.
Später küßten sie einander verspielt und begleiteten ihre Küsse mit phantasievollen Koseworten. Frank war unglaublich einfallsreich darin. Seine Phantasie ersann immerzu Neues, um Vera zu beglücken.
Als sie endlich zur Ruhe kamen und eine Weile reglos beieinander lagen, schimmerten Veras Augen feucht, und ihre Wangen glühten. „Du bist so gut zu mir, Frank!“ erklärte sie rührend.
„Ich liebe dich doch!“ antwortete er wie selbstverständlich. „Ja, mein Herz, ich liebe dich sehr“, bekräftigte er nochmals. Vera lächelte unter Tränen. „Ich brauche dich!“ flüsterte sie glücklich, und langsam erfaßte er die Bedeutung ihrer Worte.
„Wenn das deine Mutter sähe!“ flüsterte er unbedacht und spürte sofort, wie Vera sich versteifte.
„Verzeih“, bat er erschrocken, „ich wollte dich nicht beunruhigen!“
Dann stand er auf und tappte, nackt wie er war, in die Küche, um Sekt und Gläser zu holen. Als er zurückkam, nahm Vera ihn sogleich wieder in die Arme und schmiegte sich so eng an ihn, als wolle sie ihn nie wieder hergeben.
„Das trinken wir jetzt auf unsere Liebe“, erklärte Frank und hielt seiner nackten Geliebten ein gefülltes Glas hin.
Vera fröstelte, sie trank und dachte dabei wieder an die hartherzige Frau, die ihre Mutter war, und sie spürte neuerlich Unsicherheit. „Frank, liebst du mich wirklich?“
Da umschlang er sie, barg den Kopf an ihren Brüsten und sagte: „Ich möchte dich so gern glücklich wissen, aber weil du das offenbar nicht bist, bin auch ich es nicht!“
Vera küßte ihn zärtlich: „Wenn ich bloß sicher wäre, daß es richtige Liebe zwischen uns ist. Nicht eine, die sich selber auffrißt und dann erlischt. Klingt das sehr dumm?“
Wieder küßte er sie: „Aber nein, mein Herz, das ist gar nicht dumm. Ich möchte es genauso“.
Vera seufzte. Plötzlich wurde ihr das Grübeln zuviel. Sich ihrer Nacktheit bewußt, schmiegte sie sich erneut an ihn und vergrub den Kopf an seiner Schulter, als wolle sie Schutz bei ihm suchen vor dem, was ihr bevorstand.
Sie duschten gemeinsam, kleideten sich an, und nachher spazierten sie gemeinsam die Viertelstunde bis zu ihrem Elternhaus. Langsam wanderten sie durch die erleuchteten Straßen und wagten nicht, an jene Kosenamen zu denken, die sie vorhin in heißen Liebesstunden füreinander erfunden hatten. Sie gingen getrennt nebeneinander her, als ob sie nur flüchtig bekannt wären.
„Ich komm’ deinem Haus lieber nicht zu nahe“, sagte Frank, als sie sich der Wohnstraße Veras näherten. „Deine Mutter würde mich sicher am liebsten in der Luft zerreißen, wenn sie mich sähe!“
Vera seufzte schmerzlich: „Und das, wo die deine so nett zu mir war, ach, es ist schrecklich!“
„Du kannst doch nichts dafür, mein Herz!“ tröstete Frank. „Was wirst du übrigens sagen, wo du gewesen bist? Die Wahrheit wirst du ja nicht berichten können!“
„Um Himmelswillen! Sie würde mich erschlagen, ich lüge ihr vor, ich sei bei Inge gewesen!“
„Welches ist euer Haus?“ fragte Frank, unwillkürlich flüsternd. „Ich wüßte gern ganz genau, wo du wohnst!“
„Gleich vorn rechts bei der Lampe, Nummer fünf!“
„Ist das oben dein Schlafzimmerfenster?“
„Nein, das von meinen Eltern. Meins geht nach hinten raus zur Bahn!“ Sie seufzte: „Ach wie könnte es bei uns daheim gemütlich sein! Ich schäme mich direkt vor dir, daß es das nicht ist!“
„Vor mir?“
„Ja, weil es bei euch so urgemütlich und fröhlich ist. Bei uns dagegen kann man sich überhaupt nicht wohlfühlen. Meine Mutter ist überpedantisch, kein Stäubchen duldet sie, und wer nur ein Kissen verändert, wird schon von ihr angefahren, andauernd poliert sie an den Möbeln herum.“
„Du Armes! Du mußt zu uns umziehen, das ist die einzige Lösung!“
„Stimmt es tatsächlich, daß man von daheim weg darf, wenn man achtzehn ist?“
„Gewiß! Vorher kann die Polizei einen zurückholen!“ „Ach, ich wollte, ich wär’ schon achtzehn!“ stöhnte Vera. Unweit ihrer Straße stand das Wartehäuschen der Bushaltestelle, und sie zog Frank dort hinein. Drin war es dunkel, und sie hatten die ganze Sitzbank für sich.
Frank öffnete Veras Bluse und küßte ihre nackten Mädchenbrüste so lange, bis ihr ganz schwach wurde vor Glück und süßer Erregung. Dann meinte er:
„Weißt du, ich hätte dich ja schon längst ausgeführt, ich dachte nur immer, du würdest ablehnen.“
„Wie bist du denn auf den Gedanken gekommen?“
„Du wirktest immer so gleichgültig und kühl.“
„Ich hab’ mich nur gleichgültig gestellt, um meine Gefühle zu verbergen!“
„Ist das die Möglichkeit?“ lachte Frank.
„Ich dachte immer, daß du auf Gitta scharf bist,“ fuhr Vera fort.
„Wie kommst du denn darauf?“
„Weil sie hübsch ist!“
„Hübsch“, nörgelte Frank. „Du bist schön!“
„Ach, Frank, das bin ich gewiß nicht!“ „Und ob. Du bist was Besonderes. Deine Brüste machen mich ganz schwach“, und er küßte sie für heute ein letztes Mal. Dann knöpfte er ihre Bluse zu, nahm in jede Hand eine dicke, seidige Strähne von ihrem offenen, blonden Haar und band sie ihr wie ein Kopftuch unterm Kinn zusammen. „Liebste, ich wünschte, du müßtest deine Mutter nicht über uns belügen. Ein solcher Unsinn, verdammt noch mal! Du tust doch nichts Schlechtes, außer eben dieser Lügerei.“
„Ich weiß, aber was kann ich machen? Sie zwingt mich dazu. Ich hab’ ihr immer was vorlügen müssen, so lange ich denken kann!“
„Scheußlich für dich, mein Kleines!“
Vera sah zu ihm auf und versuchte zu lächeln. „Ach, soll sie doch machen, was sie will, mir ist’s jetzt egal!“ Aber es war ihr nicht egal, und sie konnte ein Zittern in der Stimme nicht unterdrücken.
Er knotete ihr Haar wieder auf. In diesem Augenblick näherte sich ein Bus der Haltestelle, und die Scheinwerfer tauchten das Wartehäuschen in grelles Licht.
Vera erhob sich hastig. „Ich sollte jetzt gehen. Wir sehen uns morgen im Club, wenn ich bis dahin noch lebe!“
„Hals und Beinbruch!“ rief Frank aufmunternd.
„Leb wohl, Frank!“ gab Vera zurück. „Ich danke dir so sehr!“ Seine Kehle war Frank wie zugeschnürt, und er mußte sich räuspern. „Kopf hoch, Veralein, hörst du?“ „Ich will’s versuchen, ich versprech’s dir!“ Mit einem letzten, innigen Blick nahmen sie Abschied, und Vera bemühte sich um ein tapferes Lächeln, als sie Frank draußen ein letztes Mal zuwinkte, bevor sie davonging, obwohl sie das heiße Gefühl hatte, ein Stück von sich zurückzulassen.
Vera würgte an Tränen, doch sie bezwang sich, nicht zu weinen und wieder verschwollene Augen zu bekommen, sie mußte handeln! Sie schaltete das Licht ein, zerrte abermals ihren Matchsack vom Schrank, dann warf sie zum zweiten Mal ihre nötigsten Siebensachen hinein. Diesmal wollte sie ernst machen mit der Flucht! Den roten Schlitzrock packte sie sorgfältig obenauf, den würde sie in der Freiheit anziehen, jeden Tag! Diesmal wußte sie, wohin sie gegen würde: zu Frank! Seine Mutter mußte einfach einen Platz für sie finden in ihrem Haus, und wenn es nur eine Luftmatratze auf dem Dachboden war. Ihren Unterhalt konnte sie vom Lohn bezahlen, und wenn nötig, noch nebenbei etwas verdienen, durch Hausputz zum Beispiel oder Zeitungen austragen.
Als Vera ihr Fluchtgepäck fertig hatte, schrieb sie folgenden Brief: „Lieber Vater! Ich halte es nicht länger aus daheim! Mach dir keine Sorgen um mich. Franks Mutter hat eine Fremdenpension, da kann ich wohnen. Bitte verrate niemandem, wo ich bin. Wenn du mich sehen willst, kannst du mich besuchen. Es hat dich sehr lieb
Deine Vera!“
Es war fast Mitternacht, als Vera fertig wurde, doch ihre Eltern schliefen noch nicht. Sie konnte ihre Stimmen von unten her aus dem offenen Schlafzimmerfenster hören, sie schienen zu streiten. Vera erspähte atemlos durchs Fenster, wie ihre Mutter sich auf die Bettkante setzte und gelassen die Bluse auszog. Sie öffnete den BH, ihre fleischigen Brüste fuhren heraus und wippten bei jeder Bewegung. Dann streifte sie auch noch ihren Rock ab und stand im Schlüpfer vor dem Spiegel. Ihr Vater murmelte etwas, aber Vera konnte es nicht verstehen. Da stieg ihre Mutter aus dem Schlüpfer, erst das eine, dann das andere Bein, und plötzlich verlor sie das Gleichgewicht, fiel nach hinten und landete der Länge nach auf dem Boden. Vera preßte die Hand vor den Mund, doch es geschah nichts weiter, als daß ihre Mutter eine Schimpfkanonade losließ, während der Vater ihr beim Aufstehen half. Dabei trat er von hinten an sie heran, umspannte ihre Brüste mit je einer Hand, doch ihre Mutter schüttelte abweisend den Kopf, sie schob seine Hände von sich.
„Laß mich in Ruhe!“ sagte sie. „Schau lieber, was für Schmutz du wieder aus deiner Bastelbude reingeschleppt hast, Holzspäne und Sägemehl auf dem Teppich! Ich muß das wieder aufkehren, bevor ich Schlafengehen kann!“ Sie schritt davon und kam mit Kehrschaufel und Handbesen zurück.
Inzwischen hatte auch Veras Vater sich ausgekleidet und reckte ihr mit bittender Miene seinen grau umhaarten Penis entgegen, doch seine Frau kehrte zuerst den Schlafzimmerboden auf.
Nachdem sie Besen und Schaufel fortgebracht hatte, kehrte sie zurück und sagte mißmutig: „Also meinetwegen, aber mach bitte schnell, ich bin müde!“ Damit stellte sie sich vor ihn hin, drehte ihm den Rücken zu, bückte sich und spreizte ihre Beine. Es gab keine weiteren Vorbereitungen. Veras Vater umfaßte die Hinterbacken seiner Frau und schob ihr von dort her sein Glied in die Scheide. Vera sah genau, wie es eindrang und bald ganz verschwunden war.
Dann begann ihr Vater mit immer rascheren Stößen, als wolle er sich tatsächlich beeilen, während ihre Mutter unbeweglich gebückt blieb und sich lediglich am Bett festhielt.
Nach einer Weile richtete sie sich plötzlich auf und gab ihrem Mann einen Klaps aufs Hinterteil. „Nicht so!“ sagte sie mürrisch, worauf sein Penis herausglitt und ihm naß und glänzend abstand. Dann schob sie ihn aufs Bett, wo ihr Vater sich sogleich folgsam auf den Rücken legte, so als wisse er längst, was nun kommen sollte.
Sein kleines Glied wies prall nach oben, die schmale Spitze leicht gekrümmt, und seine Frau ließ sich, mit gespreizten Schenkeln darauf nieder. Fast wie eine Reiterin im Pferdesattel. Und richtig hoppelte sie, zuerst eher unlustig, dann mit erwachender Leidenschaft, munter wie auf einem Pferd.
Vera traute ihren Augen nicht. Ihre eben noch so streitsüchtig abweisende Mutter, bei deren Anblick man nicht mal im Traum auf so etwas wie Sex kommen konnte, gebärdete sich nun immer aktiver, während ihr Vater still, ja ergeben unter ihr lag und die Augen geschlossen hielt.
Nach kurzer Zeit jedoch wurde auch er aktiv. Seine rechte Hand setzte sich in Richtung des Kitzlers seiner Frau in Bewegung. Zielsicher fand er ihn, zupfte daran und rieb schließlich immer rascher darüber hin und her, was Übung, ja, Gewohnheit verriet.
Von da an sahen ihre Eltern wie ein einziges zusammengewachsenes Lebewesen aus, so sehr paßten sie ihre Bewegungen einander an, fuhren gleichzeitig nach oben, unten, links und rechts wie in einem gut einstudierten Tanz.
Endlich zuckte ihr Vater zwei, drei Mal zusammen. Offenbar hatte er seinen Höhepunkt erreicht. Ihre Mutter blickte nur kurz unter sich, und Vera konnte erkennen, daß ihres Vaters Glied sie verlassen hatte. Dann sah sie, wie die Mutter mit beiden Händen den Kopf ihres Vaters umfaßte und ihn zwischen ihre Beine zog, worauf ihr Vater die Zunge herausstreckte und den Schlitz seiner Frau auf eine Art zu lecken begann, die lange Gewohnheit verriet. Ihre Mutter warf sich nach links und rechts, krümmte sich seitwärts und zuckte endlich drei, vier Mal, wobei die Zunge ihres Mannes folgte und nicht von ihr abließ. Schließlich sank Veras Mutter zuckend nach vorn in sich zusammen, bis sie auf dem unter ihr liegenden Mann ruhte. Noch immer schob sie sich sachte hin und her, um ihre Befriedigung bis zum letzten auszukosten. Endlich richtete sie sich seufzend auf und fragte: „Zufrieden, Quälgeist?“ Er nickte, und ihre Gesichtszüge, eben noch verkrampft und aggressiv, schienen nun entspannt, aber auch gelangweilt.
Бесплатный фрагмент закончился.
