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Der Herausgeber


Prof. Dr. med. Christian G. Bien ist Facharzt für Neurologie und Direktor der Universitätsklinik für Epileptologie, Krankenhaus Mara, am Epilepsie-Zentrum Bethel in Bielefeld sowie W3-Professor für Epileptologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld.

Er erfuhr seine neurologische und epileptologische Weiterbildung am Nervenzentrum des Universitätsklinikums Bonn, wo er sich auch habilitierte. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen bei den Autoimmun-Enzephalitiden, der prächirurgischen Epilepsiediagnostik und chirurgischen Epilepsietherapie sowie der kognitiven Neurowissenschaft im Kontext der Epileptologie.

Christian G. Bien (Hrsg.)

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1. Auflage 2021

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-035074-8

E-Book-Formate:

pdf: ISBN 978-3-17-035075-5

epub: ISBN 978-3-17-035076-2

mobi: ISBN 978-3-17-035077-9

Autorenverzeichnis

Prof. Dr. med. Christian G. Bien

Direktor

Krankenhaus Mara

Maraweg 17–21

33617 Bielefeld

christian.bien@mara.de

Dr. med. Christian Brandt

Leitender Abteilungsarzt

Krankenhaus Mara

Maraweg 17–21

33617 Bielefeld

christian.brandt@mara.de

Ingrid Coban, M.A.

Dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, Klinische Sozialarbeiterin

Leiterin der Sozialtherapeutischen Dienste

Krankenhaus Mara

Maraweg 17–21

33617 Bielefeld

ingrid.coban@mara.de

PD Dr. med. Susanne Fauser

Oberärztin, Leiterin der prächirurgischen Diagnostik für Erwachsene

Krankenhaus Mara

Maraweg 17–21

33617 Bielefeld

susanne.fauser@mara.de

Dr. med. Matthias Hoppe

Leitender Abteilungsarzt

Krankenhaus Mara

Maraweg 17–21

33617 Bielefeld

matthias.hoppe@mara.de

Dr. Kirsten Labudda, Dipl-Psych.

Leitende Psychotherapeutin

Klinik für Seelische Gesundheit und Präventivmedizin

Evangelische Klinken Gelsenkirchen

Munckelstraße 27

45879 Gelsenkirchen

labudda@evk-ge.de

Dr. med. Birgitt Müffelmann

Leitende Oberärztin

Krankenhaus Mara

Maraweg 17–21

33617 Bielefeld

birgitt.mueffelmann@mara.de

Dr. med. Reinhard Schulz

ehem. Leitender Oberarzt

Bethelweg 56

33617 Bielefeld

rsh@netic.de

Dr. med. Ulrich Specht

Leitender Arzt

Krankenhaus Mara

Maraweg 17–21

33617 Bielefeld.

ulrich.specht@mara.de

Nadine Vietmeier, M. Sc.

Psychologische Psychotherapeutin

Artur-Ladebeck-Str. 4 (Hinterhaus)

33602 Bielefeld

nadine.vietmeier@uni-bielefeld.de

Dr. med. Friedrich G. Wörmann

Leitender Abteilungsarzt

Krankenhaus Mara

Maraweg 17-21

33617 Bielefeld

friedrich.woermann@mara.de

Inhalt

1  Autorenverzeichnis

2  Vorwort

3 Christian G. Bien

4  1 Erster unprovozierter epileptischer Anfall

5 Christian G. Bien und Ulrich Specht

6  1.1 Diagnostisches Vorgehen nach dem ersten Anfall

7  1.2 Entscheidung über antikonvulsive Pharmakotherapie

8  1.2.1 Gespräch mit dem Patienten

9  1.2.2 Auswahl des ersten Antiepileptikums

10  1.3 Sozialmedizinische und rehabilitative Aspekte

11  1.3.1 Rehabilitation nach erstem Anfall

12  1.4 Weiterführende ambulante neurologische Betreuung

13  1.5 Zusammenfassung

14  2 Status epilepticus

15 Christian Brandt und Birgitt Müffelmann

16  2.1 Diagnose

17  2.2 Differenzialdiagnose

18  2.3 Allgemeine Maßnahmen

19  2.4 Therapie des konvulsiven Status epilepticus (CSE, synonym: tonisch-klonischer Status)

20  2.4.1 Verlauf des Status in 4 Phasen

21  2.4.2 Stufe 1: Initialphase

22  2.4.3 Stufe 2: etablierter Status

23  2.4.4 Stufe 3: refraktärer Status

24  2.4.5 Stufe 4: superrefraktärer Status

25  2.4.6 Notfallbehandlung nach klinikinternem Algorithmus

26  2.5 Therapie anderer Statusformen

27  2.6 Besondere Konstellationen

28  2.6.1 Epilepsiebeginn mit einem Status epilepticus

29  2.6.2 Antiepileptika-induzierter Status epilepticus

30  2.6.3 Ringchromosom 20-Syndrom

31  2.7 Anfallsserien in Abgrenzung zum Status epilepticus

32  3 Anfälle im Rahmen von Autoimmun-Enzephalitiden und Autoimmun-Epilepsien

33 Christian G. Bien

34  3.1 Einleitung

35  3.2 Bei welchen Patienten soll man den Verdacht auf immunvermittelte Anfälle stellen?

36  3.3 Welche Untersuchungen?

37  3.4 Diagnosestellung

38  3.5 Therapie

39  3.6 Outcomebeurteilung

40  4 Der therapieschwierige Patient

41 Christian Brandt

42  4.1 Einleitung, Definitionen

43  4.2 Auswahl eines geeigneten Medikaments

44  4.3 Mono- versus Kombinationstherapie

45  4.4 Retardpräparate in der Epilepsiebehandlung

46  4.5 Die therapieschwierige generalisierte Epilepsie

47  4.6 Benzodiazepine in der Behandlung einer schwierigen Epilepsie

48  4.7 Verträglichkeit und Nebenwirkungen von Antiepileptika

49  4.8 Berücksichtigung der Komorbidität

50  4.9 Therapiekontrolle und Therapeutisches Drug-Monitoring

51  4.10 Sind pharmakogenetische Untersuchungen bei der Therapieplanung hilfreich?

52  4.11 Interaktionen zwischen Antiepileptika untereinander sowie zwischen Antiepileptika und Begleitmedikamenten

53  4.12 Schulung und Patientenselbstmanagement

54  4.13 Nichtmedikamentöse und alternative Therapieformen

55  4.14 Morbidität und Mortalität der therapieschwierigen Epilepsie

56  4.15 Zusammenfassung

57  5 Fahreignung, berufliche Eignung, Rehabilitation

58 Ingrid Coban und Ulrich Specht

59  5.1 Fahreignung

60  5.1.1 Regelungen

61  5.1.2 Kompensationsmöglichkeiten

62  5.2 Rehabilitationsmedizin/Medizinische Rehabilitation

63  5.2.1 Rehabilitationsmedizin

64  5.3 Medizinische Rehabilitation

65  5.4 Berufliche Eignung, Ausbildung, Beruf und Arbeit

66  5.4.1 Beurteilung von Gefährdungsaspekten bei Berufsgruppen und einzelner Tätigkeit

67  5.4.2 Berufliche Rehabilitation und Teilhabe

68  6 Management des anfallsfreien Patienten

69 Christian G. Bien und Ulrich Specht

70  6.1 Thema des Kapitels

71  6.2 Häufigkeit von Anfallsfreiheit

72  6.3 Anfallsfreiheit als Herausforderung für den Neurologen

73  6.4 Überwachung und Sicherung der Wirksamkeit der Behandlung

74  6.4.1 Aussagen des Patienten

75  6.4.2 Schwangerschaft

76  6.4.3 Adhärenz

77  6.4.4 Therapeutisches Drug-Monitoring

78  6.4.5 Wechsel vom Original auf ein Generikum oder zwischen Generika

79  6.5 Überwachung der Verträglichkeit der Behandlung und Berücksichtigung interkurrenter Erkrankungen

80  6.5.1 Unerwünschte Wirkungen

81  6.5.2 Zusatzuntersuchungen

82  6.5.3 Vor einer geplanten Schwangerschaft

83  6.5.4 Komorbiditäten

84  6.6 Absetzen der Medikation

85  7 Indikation für prächirurgische Epilepsiediagnostik und Epilepsiechirurgie

86 Reinhard Schulz

87  7.1 Welche Patienten sollen zugewiesen werden?

88  7.2 Wann ist der optimale Zeitpunkt der Zuweisung zur Epilepsiechirurgie?

89  7.3 Sozialmedizinische Aspekte

90  8 Frauen und Epilepsie: Beratung bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und zu Verhütungsfragen

91 Birgitt Müffelmann

92  8.1 Beratung bei Kinderwunsch

93  8.1.1 Präkonzeptionelle Beratung

94  8.1.2 Das Problem Valproinsäure

95  8.1.3 Folsäureprophylaxe

96  8.2 Beratung in der Schwangerschaft

97  8.2.1 Frühschwangerschaft

98  8.2.2 Weiterer Verlauf der Schwangerschaft

99  8.2.3 Entbindung und postpartale Phase

100  8.3 Beratung zu Verhütungsfragen

101  8.3.1 Interaktionen zwischen oralen Kontrazeptiva und AED

102  8.3.2 Verhütung mit der Hormonspirale

103  9 Epilepsie und geistige Behinderung

104 Christian Brandt und Birgitt Müffelmann

105  9.1 Allgemeine Voraussetzungen der Epilepsiebehandlung bei Menschen mit geistiger Behinderung

106  9.2 Diagnostische Aspekte

107  9.3 Medikamentöse Behandlung

108  9.4 Therapieziele und Therapiekontrolle

109  9.5 Sicherheit und Verträglichkeit der antiepileptischen Medikation

110  9.6 Spezielle Syndrome

111  9.6.1 Tuberöse-Sklerose-Komplex (TSC)

112  9.6.2 Dravet-Syndrom (DS)

113  9.6.3 Lennox-Gastaut-Syndrom

114  9.7 Nichtmedikamentöse Therapien und institutionelle Aspekte

115  9.8 Psychogene nichtepileptische Anfälle

116  10 Psychische Störungen bei Epilepsiepatienten

117 Kirsten Labudda, Christian Brandt und Nadine Vietmeier

118  10.1 Diagnostisches Vorgehen

119  10.1.1 Screening auf psychiatrische Komorbiditäten

120  10.1.2 Weiterführende klinisch-psychologische Diagnostik

121  10.2 Differenzialdiagnostik

122  10.2.1 Epileptische versus psychogene nichtepileptische Anfälle

123  10.2.2 Anfallsassoziierte psychopathologische Symptome – iktuale Angst, iktuale und postiktuale Psychosen

124  10.2.3 Epilepsieassoziierte psychotische Symptome

125  10.3 Psychische Nebenwirkungen antiepileptischer Medikation

126  10.4 Behandlung psychischer Störungen bei Epilepsiepatienten

127  10.4.1 Psychotherapeutische Interventionen bei Epilepsien

128  10.4.2 Psychopharmakologische Behandlung

129  10.5 Zusammenfassung

130  11 Besondere Patientengruppen, insbesondere ältere Menschen

131 Christian Brandt

132  11.1 Ältere Menschen mit Epilepsie

133  11.1.1 Differenzialdiagnose

134  11.1.2 Auswahl eines geeigneten Antiepileptikums für die Ersttherapie

135  11.1.3 Status epilepticus bei älteren Menschen mit Epilepsie

136  11.1.4 Erstmanifestation einer generalisierten Epilepsie im höheren Lebensalter

137  11.2 Leber- und Niereninsuffizienz

138  12 Semiologie

139 Susanne Fauser und Matthias Hoppe

140  12.1 Einleitung

141  12.2 Fokale Anfälle

142  12.2.1 Motorische Anfälle

143  12.2.2 Auren

144  12.2.3 Kognitive Anfälle

145  12.2.4 Fokale emotionale Anfälle

146  12.2.5 Fokale autonome Anfälle

147  12.3 Anfälle mit generalisiertem Beginn

148  12.3.1 Anfälle mit motorischen Symptomen

149  12.3.2 Anfälle mit nichtmotorischen Symptomen

150  12.4 Anfälle mit unbekanntem Ursprung

151  12.5 Unklassifizierbarer Anfallsursprung

152  12.6 Gliederung der Semiologie anhand anatomischer Lage des vermuteten Anfallsbeginns

153  12.6.1 Frontallappenanfälle

154  12.6.2 Temporallappenanfälle

155  12.6.3 Parietallappenanfälle

156  12.6.4 Occipitallappenanfälle

157  12.7 Klinische Lateralisationshinweise

158  12.8 Schwierigkeiten bei der Abgrenzung fokal versus generalisiert

159  12.9 Schwierigkeiten bei der Abgrenzung von Anfällen aus dem Temporallappen gegenüber solchen aus dem Frontallappen

160  12.10 Epileptischer Anfall versus psychogener, nichtepileptischer (dissoziativer) Anfall (PNEA)

161  13 Klassifikation

162 Susanne Fauser und Christian G. Bien

163  13.1 Klassifikation der Anfälle

164  13.1.1 Fokaler, generalisierter, unbekannter oder nicht klassifizierter Beginn

165  13.1.2 Bewusstsein

166  13.1.3 Fokaler zu bilateralem tonisch-klonischem Anfall

167  13.1.4 Deskriptoren

168  13.2 Klassifikation der Epilepsien

169  13.2.1 Anfallsformen (Beginn) und Epilepsie-Arten

170  13.2.2 Epilepsie-Syndrom

171  13.2.3 Ätiologie

172  13.3 Fallgruben

173  13.4 Welche Klassifikation soll angewendet werden?

174  14 EEG

175 Matthias Hoppe

176  14.1 Einleitung

177  14.2 Physiologische Grundlagen des EEG

178  14.3 Normales EEG des Erwachsenen

179  14.4 Pathologische Befunde

180  14.4.1 Sogenannte unspezifische pathologische EEG Veränderungen

181  14.4.2 Interiktuale epilepsietypische Potentiale (ETP)/epilepsietypische Aktivität (ETA)

182  14.4.3 Iktuales EEG

183  14.5 Rolle des EEG bei der Diagnose des Epilepsie-Syndroms

184  15 MRT

185 Friedrich G. Wörmann

186  15.1 Bildgebung bei einem akut-symptomatischen epileptischen Anfall

187  15.2 Bedeutung einer Läsion bei einem ersten unprovozierten Anfall

188  15.3 Bedeutung einer epileptogenen Läsion bei pharmakoresistenter Epilepsie

189  15.4 Die Indikation zur Durchführung einer MRT und die klinische Hypothese zum Anfallsursprung

190  15.5 Der MRT-Nachweis einer epileptogenen Läsion bei chronischer Epilepsie

191  15.6 Quantifizierende Bildnachbearbeitung zum Nachweis struktureller Läsionen

192  15.7 Zusammenfassung

193  Stichwortregister

Vorwort
Christian G. Bien

Dieses Epilepsie-Praxisbuch stammt aus Bethel. Bethel, eine diakonische Stiftung, wurde 1867 durch die Innere Mission der Evangelischen Kirche als »Heil- und Pfleganstalt für Epileptische« vor den Toren Bielefelds gegründet. Längst sind die von Bodelschwinghschen Stiftungen ein prägender Teil dieser Stadt geworden, und »Bethel« bezeichnet sowohl die Stiftung als auch die Ortschaft, quasi einen Stadtteil Bielefelds. Die Stiftung hat sich inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus ausgedehnt und ist in acht Bundesländern für Menschen tätig, die auf Hilfe, Unterstützung oder Assistenz angewiesen sind. Die Betreuung epilepsiekranker Menschen war der Gründungsgedanke Bethels, und sie ist bis heute ein Schwerpunkt seiner Arbeit. Anfangs folgte man einem theologisch-rehabilitativem Ansatz, später traten die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Medizin hinzu. Die Errichtung des Epilepsie-Krankenhauses »Mara« in den Jahren 1931/32 trug dieser Entwicklung Rechnung. Heute sprechen wir vom Epilepsie-Zentrum Bethel, das die klinische Epileptologie, aber auch die Rehabilitation, Ausbildung und Seelsorge für epilepsiekranke Menschen umfasst. Viele sehen das Krankenhaus Mara, die Klinik für Epileptologie, als ein Gravitationszentrum der Epilepsiearbeit in Bethel. Hier betreuen verschiedene Berufsgruppen auf Augenhöhe und mit ihren spezifischen Kompetenzen die Patienten. Mara bietet die klinische Epileptologie in ihrer ganzen Breite aus einer Hand: die konservative Epileptologie, die prächirurgische Diagnostik und Epilepsiechirurgie (seit 1991), die Kinderepileptologie (seit 1978 als eigener Bereich), die Behandlung junger Erwachsener (seit 1985), die Psychotherapie für Anfallskranke (seit 1990), die Behandlung mehrfach behinderter Menschen mit Epilepsie sowie die medizinische und berufliche Rehabilitation (seit 1997). Das Krankenhaus Mara ist seit 2020 Universitätsklinik für Epileptologie im Universitätsklinikum Ostwestfalen-Lippe der Universität Bielefeld. In Mara sind ein einzigartiges Erfahrungswissen und ein besonderes Gespür für Epilepsien entstanden. »Epilepsie verstehen« ist kein bloßer Werbeslogan, sondern echter Anspruch: Er drückt unser Bestreben aus, die Bedeutung der Epilepsie für den einzelnen Patienten zu erfassen und zugleich die Ursachen und Bedingungen ihrer Entstehung zu begreifen. In diesem Buch wollen wir den Versuch machen, unsere Erfahrungen und unsere Kenntnisse auf dem Gebiet der »Allgemeinen Epileptologie« weiterzugeben. Gemeint ist der nichtchirurgische Teil der Erwachsenen-Epileptologie. Das Buch ist von Angehörigen verschiedener Berufsgruppen verfasst, die aktuell oder bis vor kurzem in Mara in Medizin, Psychologie oder Sozialdienst tätig waren. Es will eine Lücke zwischen Lehrbüchern und Leitlinien schließen. Lehrbücher bieten gesicherte Fakten, aber keine Handlungsempfehlung. Leitlinien liefern durch Daten abgesicherte Handlungsempfehlungen, sind aber lückenhaft, da es nicht für alle klinischen Situationen Studiendaten gibt. Auch gelten Leitlinien oft nicht für besondere Patientengruppen (z. B. alte oder behinderte Menschen, obwohl in beiden Gruppen Epilepsien besonders häufig vorkommen). Manche Themen entziehen sich weithin üblichen wissenschaftlichen Studienansätzen und sind doch im Alltag relevant (z. B. die Nutzung der Medikamentenspiegel). Viele nützliche Standards entstehen – wie in anderen Fachgebieten der Medizin auch – durch Erfahrung und häufige Übung, ohne dass sie in »PubMed«, einem Lehrbuch oder einer Leitliniensammlung zu finden wären. Anderes wiederum erschließt sich erst bei einer breiten Kenntnis der Literatur aus mehreren Jahrzehnten (z. B. beim Thema »erster Anfall«). Solche Einsichten und Handlungsempfehlungen aus unserer täglichen Arbeit wollen wir in diesem ersten »Bethel-Praxisbuch« vorlegen.

5 325,44 ₽

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Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
25 июля 2025
Объем:
445 стр. 92 иллюстрации
ISBN:
9783170350762
Издатель:
Редактор:
Правообладатель:
Bookwire
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