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Die Kirche Sankt Veit mit dem Treppenturm für den Fürsten ist eine Besonderheit (TOUR 7).

Rainer D. Kröll

Wandergenuss

OBERFRANKEN UND FRÄNKISCHE SCHWEIZ

34 spannende Natur- und Kulturerlebnisse auf aussichtsreichen Wegen

Exklusiv für Sie als Leser:

MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD

unter: gps.bruckmann.de


Inhalt

Mit Genuss unterwegs in Oberfranken und der Fränkischen Schweiz

Praktische Informationen

GENUSS AUF SCHRITT UND TRITT

Obermain-Jura

1Rodach und Henneberger Warte2:30 Std.

Wanderlust, Biergarten und Aussichtsturm

2Seßlach, Perle an der Rodach2:00 Std.

Wege in die fränkische Fachwerk-Idylle

3Coburger Sehenswürdigkeiten2:20 Std.

Berühmte Bratwürste und Kultur

4Grünes Band am Froschgrundsee2:30 Std.

Eine Perlenschnur an Lebensräumen

5Kronach und Lucas-Cranach-Turm3:10 Std.

Dreiflüssestadt in historischem Ambiente

6Von Weismain auf den Kordigast2:50 Std.

Aussicht vom geologischen Zeugenberg

7Schloss Wernstein und Veitlahm2:10 Std.

Zum Aussichtsturm »Schau dich um«

Frankenwald und Fichtelgebirge

8Im Höllental bei Lichtenberg3:20 Std.

Aussichten über eine wilde Schlucht

9Auf dem Geopfad Steinachtal3:10 Std.

Naturdenkmal Klamm und Wandereinkehr

10Auf den Kulmbacher Höhen2:00 Std.

Plassenburg und Rehturm-Panoramen

11Auf den Großen Waldstein2:30 Std.

Aussicht vom Dach über Franken

12Auf den Epprechtstein4:00 Std.

Aussicht über das Sechsämterland

13Aussichtsturm Schönburgwarte2:40 Std.

Blick auf Frankenwald und Fichtelgebirge

14Kösseine und Felsenlabyrinth3:00 Std.

Mystischer Luisenburg-Felsengarten

15Fichtelsee und Ochsenkopf3:40 Std.

Bezaubernder See und bizarre Felsen

16Auf die Theta über Bayreuth3:40 Std.

Panoramablick über die Festspielstadt

Fränkische Schweiz

17Aussicht vom Staffelberg3:20 Std.

Im Gottesgarten der Fränkischen Toskana

18Bamberger Sehenswürdigkeiten2:20 Std.

UNESCO-Weltkulturerbe in der Bierstadt

19Strullendorfer Bierseligkeit3:30 Std.

Von Bierkeller zu Bierkeller

20Idylle Kleinziegenfelder Tal2:00 Std.

In der Welt der Felsen des Apollofalters

21Auf den Burgstall Plankenstein2:30 Std.

Runde an der Wiesent und auf den Höhen

22Kellerwanderung am Kreuzberg1:50 Std.

Bierkeller und Aischgründer Karpfen

23Panoramen über Streitberg2:30 Std.

Zwei Burgruinen, eine Höhle und Fernblicke

24Im »Muggendorfer Gebürg«3:30 Std.

Wanderung zwischen Wiesent und Aufseß

25Ailsbachtal und Weiße Marter2:00 Std.

Wanderung im Tal und auf dem Plateau

26Burg Rabenstein im Ahorntal2:10 Std.

Zwischen Felstürmen und Höhlen

27Tüchersfeld im Püttlachtal2:30 Std.

Ein Felsendorf als Wahrzeichen

28Im Püttlachtal bei Pottenstein2:30 Std.

Idyllisches Tal und Aussichtsturm

29Wanderung über Ebermannstadt2:30 Std.

Tolle Aussichten und Bierkellerstimmung

30Viel geliebtes Walberla2:30 Std.

Glanzstück der Geologie und Geschichte

31Zur Burg Egloffstein2:50 Std.

Aussichtsplätze über dem Trubachtal

32Zur Burgruine Leienfels2:30 Std.

Waldeinsamkeit bei Obertrubach

33Rund um Markt Hiltpoltstein2:00 Std.

Panorama, Burg und Geologie

34Um das hübsche Betzenstein2:20 Std.

Fachwerk, Felsen und alte Buchenwälder

Bruckmanns Tourenfinder

PS: Net nur Seidla und Broudwärschd

Register

Impressum


Blick vom Stadthaus zum Coburger Rathaus (TOUR 3)


Blick durch das Obere Tor in die Fachwerkstadt Weismain (TOUR 6)


Im Hof vor dem Schloss Wernstein steht eine riesige Tanzlinde (TOUR 7).


Die Lamitzquelle ist ein markantes Wanderziel (TOUR 12).


Wanderer genießen die Aussicht vom Staffelberg (TOUR 17).


Der Wohnturm der Burg Neideck ist zugleich Aussichtsturm (TOUR 23).


Aussicht vom Wanderweg zur Burg Rabenstein (TOUR 26)


Am Marktplatz im Fachwerkort Pottenstein (TOUR 28)


Die Burg wacht seit dem 14. Jahrhundert über den Ort Egloffstein (TOUR 31).

PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK

leicht

mittel

schwer

Gehzeit

Höhenunterschied

Weglänge

ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN


Wandertour
Tourenvariante
Richtungspfeil
Ausgangs-/ Endpunkt der tour
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Autofähre
Peronenfäre
Flugplatz
Kirche
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswüdigkeit
Ausgrabung
kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste

Die Touren im Überblick


Aussicht

1Rodach und Henneberger Warte

3Coburger Sehenswürdigkeiten

8Im Höllental bei Lichtenberg

13 Aussichtsturm Schönburgwarte

17 Aussicht vom Staffelberg

29 Wanderung über Ebermannstadt

32 Zur Burgruine Leienfels


Kultur am Wegrand

5Kronach und Lucas-Cranach-Turm

6Von Weismain auf den Kordigast

7Schloss Wernstein und Veitlahm

16 Auf die Theta über Bayreuth

21 Auf den Burgstall Plankenstein

24 Im »Muggendorfer Gebürg«

25 Ailsbachtal und Weiße Marter

26 Burg Rabenstein im Ahorntal

27 Tüchersfeld im Püttlachtal

30 Viel geliebtes Walberla

33 Rund um Markt Hiltpoltstein

34 Um das hübsche Betzenstein


Ruhe und Natur

4Grünes Band am Froschgrundsee

9Auf dem Geopfad Steinachtal

11 Auf den Großen Waldstein

12 Auf den Epprechtstein

14 Kösseine und Felsenlabyrinth

15 Fichtelsee und Ochsenkopf

20 Idylle Kleinziegenfelder Tal

23 Panoramen über Streitberg

28 Im Püttlachtal bei Pottenstein

31 Zur Burg Egloffstein


Einkehr

2Seßlach, Perle an der Rodach

10 Auf den Kulmbacher Höhen

18 Bamberger Sehenswürdigkeiten

19 Strullendorfer Bierseligkeit

22 Kellerwanderung am Kreuzberg

Mit Genuss unterwegs in Oberfranken und der Fränkischen Schweiz

Die Fränkische Schweiz und auch ganz Oberfranken zählen zu den beliebtesten Tourismusregionen in Bayern. Kulturelle und geologische Eigenheiten haben eine charakteristische Hügellandschaft mit markanten Felsformationen und Höhlen und eine hohe Dichte an Burgen und Ruinen hervorgebracht. In einem der ersten Reiseführer über die Fränkische Schweiz war schon 1829 zu lesen: »Hier lässt sich die hehre Natur mehr zum Menschen herab, sie lächelt ihm bald freundlich in anmutigen Gebirgslinien, untermischt mit üppigen Laub- und Nadelholz-Partien, bald zeigt sie sich in ihrer ernsten Größe in mächtigen Felstürmen. Üppige Wiesen, fruchtbare Felder, malerisch unter Bäumen halb versteckte Dörfer, kristallhelle Berggewässer, lustig und frisch über und durch Felsen dahin strudelnd, fröhlicher Gesang der Vögel in den Lüften, und der derbes, verständiges, in seinen Sitten noch einfaches, arbeitsames Völkchen, findet hier der harmlose Reisende zum fröhlichen Genuss der Gegenwart einladend.« Joseph Victor von Scheffel, Dichter und Schöpfer des Frankenlieds »Wohlauf, die Luft geht frisch und rein..…«, benannte die Fränkische Schweiz Mitte des 19. Jahrhunderts als »Schlupfwinkel des deutschen Gemüts«.


Blick vom Kloster Sankt Michael zum Bamberger Dom (TOUR 18)

Ein Glück, wer unter fränkischer Sonne leben oder Urlaub machen darf. Ein noch größeres Glück, wer über eine fränkische Region wieder ein Buch schreiben darf – dachte ich mir, auf dem Walberla stehend. So meinte ich auch auf den schönen Aussichtspunkten über Kulmbach, auf dem Ochsenkopf, Staffelberg usw. So dachte ich auch zwischen den herrlichen Felstürmen der Fränkischen Schweiz. Ich war nicht das erste Mal hier, denn ich wohne nicht weit entfernt. Im Jahr 2018 durfte ich begeistert mit der Recherche zu dem Buch Wandergenuss Mainfranken monatelang in Franken unterwegs sein. Nun konnte ich mit diesem Buch Wandergenuss Oberfranken und Fränkische Schweiz Bekanntes aus einem anderen Blickwinkel sehen oder Neues entdecken. Natürlich gibt es in solch einem schönen Urlaubsgebiet in der Hauptsaison auch überlaufene Orte und Naturschönheiten. Es gibt auch animierte Bereiche wie Vergnügungsmeilen mit verschiedenen Angeboten. Unter den Urlaubern gibt es auch dafür Interessenten, besonders, wenn Kinder dabei sind. Für den Inhalt dieses Buchs war es mir aber wichtig, hauptsächlich Wege zu entdecken, die nicht unter Menschenmassen leiden, aber doch Schönes zeigen. Das bezieht sich nicht nur auf die Berge, Täler und Felsformationen, sondern auch auf die empfohlenen Wirtshäuser und auf die Naturbeobachtungen am Wegesrand. Einblick in die Natur, Kultur, Geschichte und regionale Küche gehören zu meinen persönlichen Interessen. Zum bewussten Erfassen der Urlaubsregion möchte ich neben den Wanderungen genau das vermitteln. Genießen Sie die wunderschöne und unberührte Natur und lassen Sie sich auch von der Kultur und Gastronomie mit ihren Schmankerln verwöhnen.


Aussicht von der Streitburg über Streitberg in das untere Wiesenttal (TOUR 23)

Rainer D. Kröll, Windischeschenbach, Frühjahr 2021


Blick von der Klaaruh auf dem Walberla über Kirchehrenbach zur Vexierkapelle (TOUR 30)

Praktische Informationen

In kaum einer anderen deutschen Ferienregion gibt es so viel zu sehen wie in der Fränkischen Schweiz und Oberfranken – zum Beispiel 170 mittelalterliche Burgen, über 1000 Höhlen, romantische Mühlen und eine historische Dampfbahn im Stil der 1960er-Jahre. Auch regionales Brauchtum wird hier gepflegt und erfreut die Urlaubsgäste.


Aussicht
Kultur am Wegrand
Ruhe und Natur
Einkehr

Reisen in Oberfranken

Alle Wanderungen in diesem Buch enthalten in der Infospalte Hinweise für die Anreise. Mit dem eigenen Auto kommt man am besten überall hin. Die Fahrt durch die Landschaften Oberfrankens und der Fränkischen Schweiz mit der Bahn ist ein bequemes und umweltfreundliches Erlebnis. Gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln bieten die Orte, die mit der Bahn oder mit dem Bus erreichbar sind (www.bahn.de, www.vgn.de). Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) erschließt die gesamte Fränkische Schweiz und erstreckt sich im Norden weit über Lichtenfels und Bayreuth hinaus. Die VGN-Tickets als Einzelfahrkarte, 4er-Ticket, TagesTicket, Streifenkarte, 7-Tage-Ticket und Wochenend-Bonus-Ticket bieten für Einzelpersonen oder Kleingruppen verschiedene Optionen. Die VGN-Freizeitlinien fahren nur Samstag, Sonntag und an Feiertagen zwischen Mai und Oktober (www.vgn.de). Schließlich gibt es noch die praktischen Anrufsammeltaxis (AST), die allerdings am Vortag telefonisch bestellt werden müssen (zum Beispiel im Bereich der VGN: www.vgn.de).


An der Weißmainquelle auf dem Ochsenkopf (TOUR 15)

Die Touren

Die Wandergebiete sind in drei Gruppen gefasst und in einer Reihenfolge nummeriert, wie eines der Gebiete in etwa im Zusammenhang bereist werden kann. Die Unterteilung ist Obermain-Jura, Frankenwald mit Fichtelgebirge und Fränkische Schweiz. Die Touren um Kulmbach und Bayreuth, obwohl im Obermainland, sind wegen der flächigen Verteilung dem Frankenwald und Fichtelgebirge zugeordnet.

Beste Jahreszeit und Wetter

Natürlich ist ein Urlaub in den Sommermonaten am besten, wobei es für Wanderungen auch mal zu heiß sein kann. Herrlich ist aber auch der Herbst mit seinen unvergleichlichen Farben und das Wetter kann stabiler sein als im Sommer. Wer Blumen liebt, wird sich am zeitigen Frühling und Frühsommer orientieren. Eine frühe Startzeit bringt oftmals eine ruhige Tour, stilles Wanderglück und die schönsten Fotos. Etwas Besonderes ist an den Aussichtspunkten auch der Sonnenuntergang. Die Machbarkeit der Touren ist eigenverantwortlich in Erfahrung zu bringen. Für die Wetteraussichten benutzen Sie am besten einen der Wetterbericht-Anbieter oder örtliche Webcams im Internet. Zum Beispiel: www.wetter.de, www.wetteronline.de/wetterfilm, www.br.de/wetter/action/bayernwetter/bayern. do oder, noch besser, die örtlichen Wetterstationen. Unter www.kornberg.de sind Bilder der Webcam und Wetterdaten einsehbar (siehe Tour 13).

Ausrüstung

Feste Schuhe mit griffiger Sohle sind wohl einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände. Turnschuhe sind ungeeignet. Sonnen- und Regenschutz, wobei ein stabiler Regenschirm gute Dienste leistet, solange kein Wind mit im Spiel ist. Eine Regenjacke ist unverzichtbar, führt selbst in modernster Ausführung jedoch im Gegensatz zum Regenschirm bei entsprechender Wärme zum Schwitzen. Schnell trocknende Wanderfunktionshose, Rucksack mit Lüftungsabstand am Rücken, Notproviant, ausreichend Flüssigkeit, Wechselshirt, Notfallapotheke und Mobiltelefon für einen Notruf. Oft wird ein Kälteschutz vernachlässigt, besonders, wenn schönes Wetter am Himmel steht. Was aber, wenn sich einer verletzt und am Boden gelagert werden muss? Wenn dann noch Nässe dazukommt, kann es gefährlich werden.

Anforderungen

Leicht: einfache Wanderung auf guten Wegen und Pfaden ohne ausgesetzte Stellen, die aber auch ohne Markierung sein können. Orientierungssinn und Trittsicherheit wird benötigt.

Mittel: mittelschwere Wanderung, die gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Orientierungssinn erfordert. Ausgesetzte Passagen auch mit Seilversicherungen möglich. Alpine Erfahrung ist nötig.

Schwer: anspruchsvolle Bergtour mit hoher Anforderung an die Kondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Enthält ausgesetzte Passagen und leichtere Klettereien am Fels. Ein gutes Orientierungsvermögen ist unbedingt geboten. Ausgeprägte alpine Erfahrung wird vorausgesetzt. (Schwere Touren mit der Kennzeichnung »schwarz« sind in diesem Buch nicht vorhanden.)

Anforderungen

Der Tourencharakter ist in der Infospalte jeder Wanderung beschrieben und nach der Einstufung des Deutschen Alpenvereins in Leicht, Mittel und Schwer eingeordnet. Touren, zu denen Trittsicherheit empfohlen wird, sind mit Vorsicht zu genießen. Mit Trittsicherheit ist die Fähigkeit gemeint, sich beim Wandern in unwegsamem Gelände sicher bewegen zu können. Erfahrung führt zu besserer Trittsicherheit. In seltenen Fällen können neuere Wege mit Asphaltbelag leider nicht umgangen werden. Die Einschätzung der Touren für ihre Kindertauglichkeit im Tourenfinder in diesem Buch wird ganz einfach mit 300 Höhenmeter Aufstieg begrenzt. Dies ist aber nicht absolut zu verstehen, denn die Leistungsfähigkeit der Kinder ist abhängig vom Alter, von der Kondition und von ihrem Willen.


In der Einsturzhöhle Riesenburg bei Muggendorf (TOUR 24)

Gefahren im Gelände

Wichtigste allgemeine Gefahren in freiem Gelände sind Wetterwechsel und je nach Gelände auch Steinschlag. Erfahrene Wanderer beobachten an jedem sich bietenden Fixpunkt ihren Höhenmesser und justieren ihn erneut. Denn steigt die Angabe des Höhenmessers von einem Fixpunkt zum nächsten erheblich an, bedeutet dies einen Luftdruckabfall und lässt eine schnelle Wetterverschlechterung voraussehen. Umkehren ist kein Zeichen von Schwachheit, sondern Klugheit.

Notrufe

112: Einsatzzentrale für Polizei, Notarzt, Feuerwehr und Bergwacht Optisches oder akustisches Notrufsignal: 6 Signale hintereinander mit 10 Sekunden Abstand


Viele Möglichkeiten im Ochsenkopfgebiet (TOUR 15)

Gehzeiten, Höhenmeter und Richtungsangaben

Die Gehzeiten sind reine Zeiten unterwegs ohne Pausen. Sie wurden in eigener Erfahrung subjektiv ermittelt, denn manche Zeiten auf den Wegweisern sind sehr unterschiedlich erhoben. Auf orografische Bezeichnungen wurde zugunsten der Allgemeinverständlichkeit verzichtet. Abzweige und Richtungswechsel sind im Text trotz Wegweisern beschrieben, denn die können ja mal fehlen. Wird kein Richtungshinweis gegeben, bedeutet dies in jedem Fall geradeaus.

Die Höhenangaben entstammen zuallererst den Karten, denn die haben Geografen vermessen und gezeichnet, dann erst dem ständig justierten Höhenmesser und dann den Beschilderungen in der Natur. Bei den Angaben des Höhenmessers sind aber immer Ungenauigkeiten möglich, weil diese wegen der Veränderung des Luftdrucks durch Wetterwechsel variabel sind.

Wegmarkierungen und Wegweiser

Alle Wege in der Wanderregion sind mit Wegweisern, Markierungen und Picknickplätzen sehr gut erschlossen. Örtliche Rundwege haben ihre eigenen Markierungen. Wenn nötig, sind in den Wegbeschreibungen die Markierungen der Wanderwege angegeben. Verschiedenartig geschriebene Ortsnamen sind vorrangig den Karten entnommen, dann erst der Beschilderung in der Landschaft.

Geologie

Kaum sonst wo in Europa finden sich so viele und so unterschiedliche Gesteinsformationen auf so kleinem Raum wie im Fichtelgebirge und Frankenwald (siehe Tour 9: Auf dem Geopfad Steinachtal). Das geologisch vielfältige Fichtelgebirge setzt sich aus Tiefengesteinen wie Granit, Basalt, Diabas und anderen Gesteinen zusammen. Der geologisch verwandte Frankenwald wird noch durch Schiefer bereichert. Die Fränkische Schweiz ist der nördliche Ausläufer der Frankenalb und somit auf geschichteten Kalksedimenten mariner Ablagerungen oder kristallinem Dolomit und Resten mächtiger Schwammriffe aufgebaut. Typisch sind die Kalkscherbenäcker auf den Höhen der Alb.


Der Hohle Lerchensporn liebt lichte Waldränder (TOUR 31).

Flora und Fauna

Die Fränkische Schweiz besitzt eine einzigartige Flora und Fauna. Von den insgesamt 42 endemischen Pflanzen Deutschlands befinden sich 15 Arten ausschließlich in diesem Bereich. Außerdem gibt es hier rund 40 Orchideenarten. Eine Besonderheit sind die Standorte der Trocken- oder Kalkmagerrasen, die angepassten Arten der Pflanzen- und Tierwelt Lebensraum bieten. Die Wacholderhänge entstanden durch die intensive Beweidung mit Schafen. Auf diesen Flächen wachsen niedrige Kraut- und Halbstrauchpflanzen. Typisch sind Arten der Steppenvegetation. Es kommen Akelei, Bergaster, einige Enzianarten, Golddistel, Küchenschelle, Ausdauernder Lein, verschiedene Orchideen, Pfingstnelke, Weißes und Rotes Waldvöglein vor. Kalkmagerrasen gehören zu den Lebensräumen mit den meisten Tagfalterarten. Besonders Bläulinge sind vielfach vertreten. Die offenen, unverbuschten Kalkfelsen bilden auch das natürliche Biotop des seltenen Apollofalters, das letzte Vorkommen in Franken. Die Raupen des Apollofalters sind auf die Weiße Fetthenne (Sedum album), die in den felsigen Bereichen der Hänge wächst, als Futterpflanze angewiesen (siehe Tour 20). In den Lüften sind immer wieder seltene Greifvögel zu sehen und an den Flüssen ist die Arbeit des Bibers zu beobachten. Die Höhlen bieten allen europäischen Fledermausarten Unterschlupf und Kinderstube.

Fremdenverkehrsämter

Die örtlich passenden Touristinformationen zu den Wanderungen sind in der Infospalte der Touren angegeben. Zudem haben jede Stadt und fast jeder Ort einen eigenen Internetauftritt. Überörtliche Fremdenverkehrsämter sind:

Tourismuszentrale Fränkische Schweiz Oberes Tor 1, 91320 Ebermannstadt, Tel. 09191/86 10 54, www.fraenkische-schweiz.com

Tourismuszentrale Fichtelgebirge Gablonzer Straße 11, 95686 Fichtelberg, Tel.09272/969030, www.tz-fichtelgebirge.de

Frankenwald Tourismus Adolf-Kolping-Straße 1, 96317 Kronach, Tel.09261/60 15 17, www.frankenwald-tourismus.de

Naturschutz

Geschützte Pflanzen sind in allen ihren Teilen geschützt und sollten auch nicht zertreten werden. Wir müssen daher auf den Wegen bleiben und dürfen keine »Abkürzer« benutzen und keine weglose Wildnis betreten. Gibt es auch an einigen Stellen zum Beispiel eine geschützte Pflanze in großen Mengen, bleibt dies insgesamt doch eine bedrohte Art. Nichts berechtigt dazu, eine der geschützten Blumen wegzunehmen, weil doch so viele an einem Platz sind. Wildtiere benötigen besonders in den Bergen ihre Ruhezonen. Aus meiner berufsbezogenen forstlichen Fachkenntnis wurden bei allen Wanderungen keine Wildeinstandsgebiete und weglose Wildnis durchquert.

Einkehrmöglichkeiten

Eine Auswahl an Einkehrmöglichkeiten in Restaurants, Wirtshäusern und Brotzeitstuben ist bei den Wanderungen angeführt. Die Öffnungszeiten sind jedoch für die Folgejahre nicht verlässlich anzugeben. Erkundigen Sie sich daher selbst anhand der angegebenen Telefonnummern oder Internatadressen.

Interessante Internetadressen

www.frankentourismus.de Übersicht aller fränkischen Urlaubsgebiete mit Städten, Kultur, Natur, Kulinarik, Wandern, Radfahren, Bootstourismus und Unterkünften.

www.infranken.de Freizeit und Tourismus in fränkischen Regionen

www.frankenlandler.com Wanderungen und Ausflugsziele

www.franken-bierland.de Biergärten, Brauereigasthöfe, Bierfeste und Brauereiführungen

www.frankenjura.com Wetter, Wandervorschläge und Naturschutz

www.fraenkische-schweiz.com Prospekte, Karten und Broschüren

www.tz-fichtelgebirge.de Wandern, Kultur, Kulinarik und Unterkünfte

www.frankenwald-tourismus.de Interaktive Karte zu touristischen Höhepunkten

Regionale Küche

Die eigenständige regionale Küche besteht aus herzhaften, traditionellen Gerichten. In der Regel handelt es sich um regionale Schmankerl, naturtrübe, ungefilterte Biere und fränkische Weine, die auch Feinschmecker zufriedenstellen. Jedes Jahr kommen Tausende Gäste in die fränkischen Gastwirtschaften, um zur gegebenen Zeit Karpfen oder Spargel zu genießen. Fränkische Schäuferla gibt es immer und überall. Fränkische Bratwürste aus untereinander konkurrierenden Orten sind eine Berühmtheit für sich. Daneben gibt es Genussspezialitäten, die sich durch ihre Namensgebung nicht gleich erschließen. Die Erforschung von Zwetschgenbaames, Drei im Weggla, Baggersla oder Bauchstechala erfordern tieferen Einsatz (siehe Seite 154: net nur Seidla und Broudwärschd).


Idylle am Fichtelsee (TOUR 15)

Karten

Die zur Recherche verwendeten Wanderkarten sind in der Infospalte jeder Tour angegeben. Eine Übersicht der Blattschnitte der notwendigen Karten ist unter www.lvg.bayern.de, www.fritsch-landkartenverlag.de und www.kompass.de/blattschnitte zu finden. Manchmal sind in den Touristinformationen kleinräumigere Wanderkarten gratis erhältlich. Wer sich kostenlos selbst eine Wanderkarte der geplanten Gegend ausdrucken möchte, wird unter geoportal.bayern.de/bayernatlas fündig.


Blick von der Theta über die Hochfläche bis Bayreuth (TOUR 16)

Obermain-Jura


Am barocken Vortor der Veste Coburg (TOUR 3).


An der mittelalterlichen Bogenbrücke vor Seßlach (TOUR 2).


Aussicht von der Festung über Kronach (TOUR 5).


Haupttor zum Vorhof von Schloss Wernstein (TOUR 7).

1 Rodach und Henneberger Warte
Wanderlust, Biergarten und Aussichtsturm

Die versteckten Winkel im historischen Bad Rodach verzaubern die Besucher. Auf der bayerischen Halbinsel, umgeben vom Thüringer Wald, sind Entdeckungen zu machen. Die fränkische Lebenslust zeigt sich auch im Biergarten auf dem Georgenberg.


Besonderer Genuss: Aussicht

Tourencharakter

Leichte, meist sonnige Tour auf befestigten Wegen durch Wälder und Wiesen. Im Ortsgebiet auf Straßen

Ausgangs/Endpunkt

Parkplatz am Bahnhof Bad Rodach, GPS N50°20‘13.1“ E10°46‘38.3“, Höhe 305 m ü. NN

Anfahrt

Auto Von Coburg auf der Rodacher Straße (St 2205) bis Rodach, dort Werner-von-Siemens-Straße und Heldburger Straße zum Bahnhof

Bahn Von Coburg nach Rodach (www.bahn.de)

Gehzeiten

Parkplatz Bahnhof Bad Rodach – Kurparksee 0:15 Std. – Henneberger Warte 0:35 Std. – Kurallee 0:25 Std. – Marktbrunnen 0:30 Std. – Johanniskirche 0:15 Std. – Marktbrunnen 0:20 Std. – Parkplatz Bahnhof Bad Rodach 0:10 Std.

Einkehr in Bad Rodach

Gasthaus Sankt Georgenberg, Tel. 09564/5250028 Stadtcafé Bad Rodach, Heldburger Straße 1, Tel. 09564/8058786, www.stadtcafe-bad-rodach.de Imbiss City Grill am Marktplatz

Karten

Coburger Land, UK 50 3, 1:50000 (www.lvg.bayern.de)

Oberes Maintal-Coburg, Nr. 50, 1:50 000 (www.fritsch-landkartenverlag.de)

Touristinformation

Schloßplatz 5, 96476 Bad Rodach, Tel. 09564/194 33, www.bad-rodach.de


Zum Kurparksee Vom Parkplatz am Bahnhof Bad Rodach starten wir am Ende der Schienen auf der Heldburger Straße links nach Süden stadtauswärts und gehen nach 90 Metern rechts in die Gerbergasse in Richtung Thermalbad. Nach 50 Metern biegen wir links in die Straße ein, die am Minigolfplatz vorbeiführt. An einer Weggabelung am Waldrand geht es auf dem Weg mit Straßenlampen links. An einer T-Kreuzung laufen wir links auf der Brücke über die Rodach und entlang der Weidenallee. Auf dem Zebrastreifen gehen wir über die Thermalbadstraße auf dem Lutherweg in den Kurpark über die Brücke am Kurparksee. Bad Rodach ist seit 1999 als Heilbad mit der wärmsten Thermalquelle (34 °C) Nordbayerns anerkannt.


Im Kurpark von Bad Rodach

Zur Henneberger Warte An einer Weggabelung wandern wir rechts zur Thermalbadstraße und folgen ihr nach links an der Therme vorbei. Am Kreisverkehr vor dem Kurhotel bleiben wir geradeaus und am Umkehrplatz gehen wir wieder geradeaus auf einen Feldweg in Richtung Gaststätte Sankt Georgenberg hinaus entlang einer Lindenallee. Zwischen Großem Georgenberg und Kleinem Georgenberg steigt der Weg durch den Wald hinauf. Am Ende des Wegs müssen wir auf dem Forstweg links in Richtung Henneberger Warte. An der gleich folgenden Gabelung geht es rechts hinauf und über eine Treppe zur Gaststätte Sankt Georgenberg mit herrlichem Biergarten. Namenspatron des Gasthauses und des Bergs ist der heilige Georg, der Schutzpatron des Klosters Georgenberg, das einst im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Das Kloster war ein kleiner Ableger des Klosters Veßra in Thüringen. Mauerreste sind am Spielplatz hinter dem Biergarten zu sehen. Über den Parkplatz nach dem Biergarten kommen wir zum Aussichtsturm Henneberger Warte. Der Turm ist 30 Meter hoch und von oben ergibt sich ein Rundblick zu Landmarken in Bayern und Thüringen (siehe Infokasten).


Der Aussichtsturm Henneberger Warte auf dem Georgenberg

Zur Kurallee Wer glatte und markierte Wege liebt, geht den gleichen Weg nach Bad Rodach zurück. Ein etwas abenteuerlicher, aber abwechslungsreicher und romantischer Weg geht vom Aussichtsturm über den Parkplatz und auf der Zufahrtstraße rechts hinunter. In der Linkskurve führt auf der linken Seite in spitzem Winkel vom Busumkehrplatz ein kleiner Pfad abwärts. Der Pfad wird zu einem romantischen Hohlweg. An einer Weggabel bleiben wir in dem Hohlweg, der rechts hinabführt. Weiter unten gehen wir auf einer Fahrspur über artenreiche naturnahe Klappertopf-Wiesen an einem Gartenhäuschen vorbei. Auf dem Wiesenweg kommen wir rechts am großen Medical Park vorbei und laufen auf dem Gehweg entlang der Kurallee.


Am Kupfersturm in Bad Rodach

Zum Marktbrunnen An einer Straßengabelung nehmen wir geradeaus den Kurring und biegen nach der Linkskurve rechts in den Gehweg Richtung Stadt ein. An einer Gabelung im Kurpark gehen wir rechts und am Ende des Wegs neben der Thermalbadstraße rechts. Am Parkplatz mit dem Storchennest auf dem alten Fabrikschlot geht es links auf der Heldburger Straße jetzt am Bahnhof und am Kaiserlichen Postamt vorbei zur Stadt hinauf. Am Marktbrunnen mit der Löwenfigur vor dem Rathaus ist das Zentrum von Bad Rodach und auch ein Stand mit herrlichen fränkischen Bratwürsten. Die Anfänge des Orts reichen bis in das 8. Jahrhundert zurück. 1362 erhielt Rodach die Stadtrechte und wurde 1386 mit einer Stadtmauer umgeben, deren Steine zum Teil aus dem abgebrochenen Kloster Sankt Georgenberg stammen. Einst gab es drei Stadttore und sieben Türme. Das schmucke Rathaus geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Die Fassade wurde jedoch im 19. Jahrhundert umgestaltet. Die schönen Winkel Bad Rodachs erschließen sich erst durch Erkundungsgänge.


Blick von der Henneberger Warte

Bad Rodach steht auf einer bayerischen Halbinsel, die im Norden, Westen und Süden von Thüringen umgeben ist. In Richtung Nordosten schauen wir zunächst auf die Stadt Bad Rodach. Im Südosten ist in 17 Kilometer Luftlinie die Veste Coburg zu erkennen (Tour 3). Etwas weiter rechts ist der Staffelberg zu sehen (Tour 17). In fünf Kilometer Entfernung steht im Südwesten die Veste Heldburg in Thüringen auf einem Vulkankegel. Die Burg aus dem 12. Jahrhundert wurde im 16. Jahrhundert als Schloss im Stil der Renaissance umgebaut. In der Veste befindet sich das Deutsche Burgenmuseum. In vier Kilometern Entfernung ist im Nordwesten die Burgruine Straufhain auf einem Vulkanberg in Thüringen zu sehen. Da die benachbarten Siedlungen im Jahr 800 in einer Urkunde genannt wurden, könnte auch die Burg zu dieser Zeit schon existiert haben. Die Burg Straufhain war im 13. Jahrhundert das größte Machtzentrum der Region und umfasste auch Coburg. Ab dem 14. Jahrhundert verlor die Straufhain ihre Bedeutung und wurde 1525 im Bauernkrieg zerstört.

Zur Johanniskirche Wir gehen in einem Abstecher geradeaus links neben der alten Marktapotheke am Rittergut Erffenhaus vorbei zum Schlossplatz. Im Jagdschloss mit dem Dianabrunnen davor, 1749 im Ansbacher Markgrafen-Barock erbaut, ist heute das Haus des Gastes mit Heimatmuseum untergebracht. Wieder am Marktplatz gehen wir links am Rathaus vorbei, wiederum links in der Kirchgasse am Glockenspiel und an der über 300 Jahre alten Rodacher Lateinschule vorbei zur Johanniskirche, deren Wurzeln bis in das 8. Jahrhundert zurückreichen. Der Kirchturm wurde 1471 erbaut. Der übrige Bau entstand im 19. Jahrhundert. Neben der Kirche steht das prächtige Fachwerkhaus der Alten Schule aus dem 17. Jahrhundert. Hinter der Kirche sind noch bedeutende Reste der Stadtmauer und zwei Mauertürme zu sehen.


Das Jagdschloss am Schlossplatz in Bad Rodach


Bad Rodach besitzt noch Teile der Stadtmauer.

Zum Marktbrunnen Neben der Alten Schule gehen wir in der Schulgasse nach Süden und auf der Coburger Straße links. Gleich folgt links die Rückertstraße, die zu einem die Stadtmauer umfassenden Gehweg wird. Nach einem Halbkreis kommen wir zum Kupfersturm, der einst Teil der Stadtbefestigung war. Vom Turm aus sehen wir schon wieder den Marktbrunnen.


Der Löwe auf dem Marktbrunnen erinnert an die Stadterhebung.

Zum Bahnhof Bad Rodach Vom Marktbrunnen geht es geradeaus auf der Heldburger Straße zum Parkplatz am Bahnhof Bad Rodach hinunter.

2 Seßlach, Perle an der Rodach
Wege in die fränkische Fachwerkidylle

In der lieblichen Landschaft des Rodachtals liegt der romantische 680-jährige Ort Seßlach. Das Fachwerkstädtchen strahlt durch ein ausgezeichnet erhaltenes mittelalterliches Stadtbild mit Bogenbrücke aus dem 16. Jahrhundert.


Besonderer Genuss: Einkehr

Tourencharakter

Leichte, meist sonnige Tour auf befestigten Wegen durch Wiesen und Felder. Im Ortsgebiet auf Straßen

Ausgangs-/Endpunkt

Parkplatz am Unteren Ring in Heilgersdorf, GPS N50°09‘54.8“ E10°49‘47.5“, Höhe 270 m ü. NN

Anfahrt

Auto Von Bamberg auf der B 4 und auf der St 2278 nach Heilgersdorf

Bus Mit der Linie 8301 von Coburg nach Seßlach (www.bahn.de)

Gehzeiten

Parkplatz Rodachaue – Brücke 0:30 Std. – Aumühle 0:20 Std. – Heilig-Kreuz-Kapelle 0:40 Std. – Maximiliansplatz 0:10 Std. – Parkplatz Rodachaue 0:20 Std.

Einkehr in Seßlach

Landgasthof Roter Ochse, Flenderstraße 95, Tel. 09569/12 20, www.roter-ochse-sesslach.de Marktcafé Seßlach, Flenderstraße 42, Tel. 09569/20 90 01 Altstadthof, Flenderstraße 39, Tel. 09569/14 32, www.altstadt-hof.de Gasthof Reinwand, Maximiliansplatz 99, Tel. 09569/304, www.gasthof-reinwand.de

Karten

Coburger Land, UK 50 3, 1:50 000 (www.lvg.bayern.de)

Oberes Maintal-Coburg, Nr. 50, 1:50 000 (www.fritsch-landkartenverlag.de)

Touristinformation

An der Kirche, 96145 Seßlach, Tel. 09569/92 25 40, www.sesslach.de


Zur Brücke vor Hattersdorf Schon vom Parkplatz Rodachaue haben wir eine sehr schöne Ansicht der mittelalterlichen Stadt Seßlach mit Rothenberger Stadttor, Stadtpfarrkirche Sankt Johannes Baptista und dem Hattersdorfer Stadttor im Hintergrund. Die vierbogige Rodachbrücke stammt aus dem Jahr 1574. Sie trägt eine Statue des Heiligen Nepomuk und eine Bildsäule mit der Darstellung der Kreuzigung. Die äußere Brücke über den Froschgraben auf der linken Seite wurde erst 1819 nach dem Vorbild der Rodachbrücke gebaut. Vom Parkplatz überqueren wir die Straße zwischen den zwei Brücken, gehen vorbei an einem kleineren Parkplatz und unter der Straße St 2204 hindurch. An der T-Kreuzung nach dem Sportplatz müssen wir rechts und an der Kreuzung nach dem Vereinsheim links entlang der Rodach flussaufwärts. An der Rodach wurde in den letzten Jahren an einem sanften Rückbau in ökologischem Sinne gearbeitet. Das Flüsschen zeigt sich heute als Idylle. Vor Hattersdorf überqueren wir auf einer Brücke den hier abzweigenden Froschgraben und gehen vor der Brücke über die Rodach links nach Hattersdorf hinein.


An der Brücke über den Froschgraben vor Hattersdorf


An der nördlichen Stadtmauer mit Blick zum Schloss Geyersberg

Zur Aumühle Im hübschen Hattersdorf müssen wir am Brunnen rechts nach Norden aus dem Dorf hinaus. An zwei Weggabelungen wählen wir jeweils den rechten Feldweg. An einer Kreuzung geht es rechts zur Aumühle, die leider nicht mehr existiert, weil sie abbrannte. Sie war ein typisch fränkisches Fachwerkgebäude mit Wasserrad, das schon 1623 erstmals erwähnt wurde. Auf dem Gelände steht heute das Vereinsheim des Sport-Fischerei-Vereins Seßlach.

Zur Heilig-Kreuz-Kapelle Kurz vor der Straße St 2204 benutzen wir nach rechts den Geh- und Radweg entlang der Rodach auf der ehemaligen Bahntrasse in Richtung Seßlach. Wir bleiben auf diesem Weg bis hinein nach Seßlach und gehen vor dem Friedhof links hinauf und auf der Bahnhofstraße rechts an der barocken Heilig-Kreuz-Kapelle vorbei.

Zum Maximiliansplatz 20 Meter vor dem Hattersdorfer Torturm schreiten wir links hinauf und rechts auf dem Dr.-Müller-Zwinger entlang der Stadtmauer, die mit drei Tortürmen nahezu vollständig erhalten ist. Die Befestigungsanlagen entstanden ab dem 14. Jahrhundert und wurden noch bis zum 17. Jahrhundert ausgebaut. Eine Besonderheit sind die losen Rollsteine auf der Mauerkrone, die zur Verteidigung verwendet werden konnten. Der Blick nach Südosten entlang der Stadtmauer zeigt weiter oben auch das Schloss Geyersberg der Lichtensteiner aus dem 17. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg auf dem Geiersberg, wie auch die Ansiedlungen auf dem Kirchhügel des jetzigen Seßlach, geht auf das Jahr 800 n. Chr. zurück. Vor einem Spielplatz können wir rechts hinunter und durch die Stadtmauer schlüpfen. Wir stehen auf der Luitpoldstraße vor dem Heimatmuseum mit Touristinformation und vor der Stadtpfarrkirche Sankt Johannes Baptista. Die spätgotische, dreischiffige Hallenkirche mit viergeschossigem Turm aus dem 15. Jahrhundert wurde im 18. Jahrhundert innen barockisiert. Kunsthistorisch interessant sind die Renaissance-Epitaphien (Grabplatten) der Familie von Lichtenstein und ein spätgotischer Flügelaltar. Hinter der Kirche kommen wir vom Kirchplatz neben der alten Schule durch die schmale Husemanngasse auf den Maximiliansplatz, der vom Brunnen und zwei Gasthäusern dominiert wird. Auf der rechten Seite steht im Hintergrund das Kommun-Brauhaus aus dem Jahr 1892. Das Braurecht für das städtische Brauhaus besteht seit 1335. Hier wird braunes Landbier und saisonal auch Bockbier hergestellt. Das leckere Hausbräu-Bier kann in Gasthäusern verkostet werden. Berühmt ist das Seßlacher Bierfest im April. Wohn- und Wirtschaftsbauten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert prägen die Altstadt. Einige Häuser mit Jugendstilelementen im Heimatstil des frühen 20. Jahrhunderts entstanden nach dem großen Stadtbrand von 1905. Das malerische Stadtbild zählt zu den schönsten in Oberfranken. 1987 bekam Seßlach die Titel Landes- und Bundessieger für beispielhafte Stadtsanierung. Kein Wunder, dass in der Altstadt Teile einiger Kinofilme gedreht wurden wie »Luther« und »Räuber Hotzenplotz«.


Auf dem einladenden Maximiliansplatz in Seßlach


In der Luitpoldstraße mit Blick zur Kirche Sankt Johannes Baptista


Genuss in fränkischen Gasthäusern

In Seßlach stehen typische fränkische Wirtshäuser wie aus dem Bilderbuch. Die Familienbetriebe produzieren aus frischen und regionalen Produkten bodenständige fränkische Gaumenfreuden zu moderaten Preisen und bieten meist auch Gästezimmer an. In den Biergärten sind sonnige und auch schattige Plätze zu finden. Erwähnenswert ist das untergärige, braune Seßlacher Hausbräu-Bier, das in der Kommun-Brauerei der Stadt gebraut wird (gibt es auch in frisch abgefüllten Flaschen zum Mitnehmen). Das Eckhaus mit Fachwerk Zum Roten Ochsen wurde bereits im Jahr 1620 urkundlich erwähnt und ist somit das älteste Gasthaus in Seßlach. Aber schon 1489 wird an dieser Stelle eine Schankstätte genannt. Eine Besonderheit im Roten Ochsen ist die Speisekarte. Der Umschlag wird jedes Jahr von einem Künstler neu gestaltet und ist daher ein jährliches Unikat. Die Gasthäuser in Seßlach sind sehr beliebt und machen damit eine Reservierung zumindest an Wochenenden empfehlenswert.


An der mittelalterlichen Bogenbrücke vor Seßlach


In der Luitpoldstraße mit Blick zum Geiersberger Torturm

Zum Parkplatz Rodachaue An der offenen Südostseite des Maximilianplatzes ist der Marktplatz, auf dem wir links wieder zur Luitpoldstraße gehen. Nach rechts kommen wir zum Geiersberger Torturm und schlendern nach dem Stadttor rechts entlang der Stadtmauer zum Rothenberger Torturm. Rechts können wir noch durch das Tor die Fenderstraße bis zum Marktplatz hinaufschauen. Links vor dem Tor sind die mittelalterliche Bogenbrücke und der Parkplatz Rodachaue.

3 Coburger Sehenswürdigkeiten
Berühmte Bratwürste und Kultur

Coburgs wunderbarer Marktplatz, Kultur- und Kunstschätze, stilvoll restaurierte Fachwerkhäuser und mittelalterliche Gassen regen zu einem Genussspaziergang an. Die Wanderung tangiert die Veste Coburg und weitere Aussichtspunkte der Stadt.


Besonderer Genuss: Aussicht

Tourencharakter

Leichte, meist sonnige Tour auf befestigten Wegen und Straßen durch Wiesen, Parks und Stadtgebiet

Ausgangs/Endpunkt

Parkplatz Brandensteinsebene, GPS N50°15‘48.3“ E10°59‘26.4“, Höhe 450 m ü. NN

Anfahrt

Auto Auf der A 73 Ausfahrt 10 Ebersdorf und auf der B 303 und B 4 zum Parkplatz Brandensteinsebene

Bahn Nach Coburg (www.bahn.de)

Gehzeiten

Parkplatz Brandensteinsebene – Turm Eckardtsberg 0:30 Std. – Sintflutbrunnen 0:35 Std. – Stadtkirche Sankt Moriz 0:20 Std. – Schlossplatz 0:10 Std. – Veste Coburg 0:30 Std. – Parkplatz Brandensteinsebene 0:15 Std.

Einkehr in Coburg

Biergarten Prinzengarten, Theaterplatz 13, Tel. 0170/446 48 65, www.prinzengarten-coburg.de Burgschenke, Veste Coburg 1, Tel. 09561/234 31 94, www.burgschaenke-veste-coburg.de

Karten

Coburger Land, UK 50 3, 1:50 000 (www.lvg.bayern.de)

Oberes Maintal-Coburg, Nr. 50, 1:50 000 (www.fritsch-landkartenverlag.de)

Touristinformation

Herrngasse 4, 96450 Coburg, Tel. 09561/89 80 00, www.coburg-tourist.de

Hinweis

Coburger Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag


Zum Turm auf dem Eckardtsberg Am südöstlichen Ende des Parkplatzes Brandensteinsebene beginnt ein Weg über die Felder nach Süden in Richtung etwas links von der Sendeantenne des Bayerischen Rundfunks auf dem Eckardtsberg. An einer Kreuzung gehen wir geradeaus auf dem jetzt asphaltierten Wirtschaftsweg weiter. In einer Linkskurve nehmen wir den Treppenweg mit der Markierung »C« rechts hinunter, der gleich nach links am Zaun entlang abbiegt. An einer Straßenkreuzung bleiben wir geradeaus auf der Löbelsteiner Straße. Nach 70 Metern wandern wir an der Bushaltestelle am Kreisverkehr links auf der Straße Pilgramsroth aufwärts. Weiter oben laufen wir auf einer schönen Kastanienallee entlang. An einer Bank besteht gute Aussicht zur Veste Coburg. Dann sind wir am Aussichtsturm auf dem 432 Meter hohen Eckardtsberg. Der Turm ist baufällig und leider nicht mehr geöffnet. Trotzdem können wir zur Veste Coburg und auf Teile der Stadt schauen.

Zum Sintflutbrunnen Vom Turm führt nach Südwesten ein Treppenweg hinab. Eine Privatstraße wird über die Treppe nach links hinunter umgangen. Der Gehweg endet an der Straße Eckardtsberg, wir gehen rechts und folgen dann der Straße nach links hinab. Am Ende der Straße folgen wir der Seidmannsdorfer Straße nach links und laufen nach 170 Metern rechts auf dem Gustav-Hirschfeld-Ring hinunter. Am Ende der Straße biegen wir rechts in die Ketschendorfer Straße ein. Nach 500 Metern zweigt rechts die Sackgasse Alexandrinenstraße ab, an der wir geradeaus auf dem Gehweg in den wunderschönen Rosengarten gelangen. Der Sintflutbrunnen stellt die Dramatik der biblischen Sintflut dar. Daneben steht das Palmenhaus. Im und um das Palmenhaus im Rosengarten gibt es Orchideen mit bizarren Blüten, eine Dschungellandschaft mit Palmen und Gummibäumen, ein Alpinum, Sukkulenten und Kakteen zu bestaunen.


Der Aussichtsturm auf dem Eckardtsberg


Aussicht vom Eckardtsberg zur Veste Coburg

Zur Stadtkirche Sankt Moriz Wir bleiben im Rosengarten und halten uns am Ende der Gartenanlage am großen Kongresshaus rechts vorbei und gehen am Berliner Platz über den Zebrastreifen auf den Gehweg in die Untere Anlage, die einst den Stadtgraben bildete. An den früheren Mauertürmen Lichtensteinturm und Bärenturm bleiben wir geradeaus im Stadtgraben. An einem Denkmal können wir links zwischen den Häusern zur Stadtkirche Sankt Moriz, die auf das 14. Jahrhundert gründet und in der Martin Luther predigte.


Am Sintflutbrunnen im Rosengarten von Coburg


Das schmucke Stadthaus am Marktplatz

Zum Schlossplatz Vor der Hauptfassade der Kirche bleiben wir geradeaus auf der Neugasse und biegen nach dem Torbogen am Münzmeisterhaus aus dem Jahr 1350 rechts in die Ketschengasse ein. Der wunderschöne Coburger Marktplatz wird vom Rathaus und Stadthaus eingerahmt. Hier herrscht mittwochs und samstags auf dem Wochenmarkt reges Treiben. Im Zentrum des Platzes steht das Prinz-Albert-Denkmal, in dessen Blickrichtung auf dem Uhrengiebel des Rathauses der Schutzpatron von Coburg, der Heilige Mauritius, zu sehen ist. Die wichtigste kulinarische Institution am Marktplatz ist der immer rauchende Bratwurststand. Die berühmten Coburger Bratwürste werden auf Buchenholz und Kiefernzapfen gebraten und sind unwiderstehlich. Vom Marktplatz laufen wir auf der Herrengasse nach Osten weiter, vorbei an der Touristinformation und dann halb links zum Schlossplatz. In der Mitte des repräsentativen Platzes steht das Denkmal von Herzog Ernst I. Umgeben wird der Platz von dem großen Schloss Ehrenburg, dem Marstall, der Reithalle, dem Palais Edinburgh, dem klassizistischen Landestheater und von den Arkaden mit Treppen in den Hofgarten. Das Schloss Ehrenburg entstand ab 1543, erhielt aber im 19. Jahrhundert nach den Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel eine gotisierende Fassade sowie im französischen Empirestil gestaltete Räume.


Aussichtsrechteck über Coburg

Der Eckardtsturm formt mit der Veste Coburg, dem Schloss Callenberg und dem Bismarckturm ein Aussichtsrechteck auf den Hügeln um Coburg mit gegenseitiger Sichtverbindung. Der neugotische, 21 Meter hohe Eckardtsturm aus Sandsteinquader-Mauerwerk entstand 1873 und zeigt das Panorama über Coburg von Osten. Das Schloss Callenberg, im Westen der Stadt, zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Coburger Lands. Der befestigte Standort ist seit 1122 urkundlich dokumentiert. Ende des 16. Jahrhunderts nutzte Herzog Johann Casimir das Anwesen mit bezauberndem Rosengarten und Damwildgehege als Sommerresidenz. Die Fernsicht ist traumhaft. Der 1901 errichtete, 16 Meter hohe Bismarckturm aus Sandstein im Westen Coburgs ist in Luftlinie der nächstgelegene Aussichtsturm von der Altstadt, von dem sich die wunderschöne Aussicht genießen lässt. Auf der Veste Coburg ist einer der westlichen Türme als Aussichtsturm geöffnet.

Zur Veste Coburg Vom Schlossplatz geht es auf der östlichen Seite weiter auf den Treppen der Arkaden hinauf in den Hofgarten und am Reiterdenkmal Herzog Ernst II. vorbei. An der linken Seite der Gartenanlage haltend kommen wir zum romantischen Herzog-Alfred-Brunnen. Rechts vom Brunnen steigen wir zum Ostpavillon auf, von dem der Lutherweg genau nach Norden in Richtung Veste Coburg hinaufführt. Nach dem Naturkundemuseum nehmen wir den linken Treppenweg aufwärts. Weiter oben geht es links auf einer langen Treppe hinauf zum barocken Vortor der Veste Coburg. Die Veste Coburg geht auf das 13. Jahrhundert zurück und wird wegen ihrer Schönheit und ihrer beherrschenden Lage auch »Fränkische Krone« genannt. Sie zählt zu den größten und zu den am besten erhaltenen Burganlagen Deutschlands. Außergewöhnliche Sammlungen von Rüstungen und Kriegswaffen, kostbares Kunsthandwerk, die ältesten erhaltenen Kutschen der Welt, Gemälde von Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä. und Matthias Grünewald machen den Besuch der Veste Coburg zu einem einmaligen Erlebnis.


In dieser Kirche ist die Grablege der Coburger Herzöge.


Am Marktplatz steht auch das Rathaus von Coburg.


Blick von den Arkaden auf Schloss Ehrenburg

Zum Parkplatz auf der Brandensteinsebene Vom Vortor der Burg laufen wir links auf der gepflasterten Straße am Parkplatz vorbei nach unten zur Bushaltestelle. Auf dem Gehweg neben der Straße mit dem Namen Festungshof wandern wir vorbei am Hotel Festungshof zurück zum Parkplatz auf der Brandensteinsebene.

4 Grünes Band am Froschgrundsee
Eine Perlenschnur an Lebensräumen

Am einstigen Todesstreifen sind Stacheldraht und Minen verschwunden. Einzigartige Busch- und Waldlandschaften, Sümpfe und Heiden haben die Oberhand gewonnen. Das grüne Band hat auf 1400 Kilometer Länge große Biodiversität hervorgebracht.


Besonderer Genuss: Ruhe und Natur

Tourencharakter

Leichte, meist schattige Tour auf Forststraßen, Kolonnenwegen und Pfaden durch Wälder und Wiesen. Im Ortsgebiet auf Straßen

Ausgangs/Endpunkt

Wanderparkplatz Restaurant Froschgrundsee, GPS N50°20‘55.7“ E11°01‘51.2“, Höhe 355 m ü. NN

Anfahrt

Auto Auf der A 73 Ausfahrt 8 Neustadt bei Coburg und auf der B 4 und St 2206 zum Froschgrundsee

Bahn Nach Rödental und mit dem

Bus Linie 2 zum Froschgrundsee (www.bahn.de)

Gehzeiten

Restaurant Froschgrundsee – Grenze 0:20 Std. – Kreuzung 0:20 Std. – Stromleitung 0:15 Std. – Brücke 0:15 Std. – Grenzbank 0:40 Std. – Restaurant Froschgrundsee 0:40 Std.

Einkehr

Restaurant Froschgrundsee, Schönstädt 14, 96472 Rödental, Tel. 09563/80 13, www.restaurant-froschgrundsee.de Gaststätte Zum Weißen Roß, 96472 Weißenbrunn vorm Wald, Tel. 09563/50 98 90

Karten

Coburger Land, UK 50 3, 1:50 000 (www.lvg.bayern.de)

Oberes Maintal-Coburg, Nr. 50, 1:50 000 (www.fritsch-landkartenverlag.de)

Touristinformation

Bürgerplatz 1, 96472 Rödental, Tel. 09563/960, www.roedental.de


Naturparadies Froschgrundsee Vom Wanderparkplatz am Südende des Froschgrundsees können wir über die weite Fläche des Sees schauen. Am nördlichen Ende des Sees überspannt eine 800 Meter lange Brücke der ICE-Strecke Nürnberg–Erfurt den See und bestimmt das Landschaftsbild. Mit einem 270 Meter weiten Bogen ist die Brücke eine der am weitesten gespannten Eisenbahnbetonbrücken in Europa. Der Froschgrundsee ist ein Hochwasserrückhaltebecken zum Schutz der Stadt Coburg vor dem Hochwasser aus diesem Einzugsgebiet. Im schlimmsten Fall können sieben Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden, wobei sich der See dann bis nach Thüringen zurückstaut. Die Itz und die Effelder sind die Hauptzuflüsse des Sees. Die beiden Bäche mäandern in einem natürlichen Lauf durch Naturschutzgebiete mit strukturreichen Weichholz-Auwäldern, in denen sich die Wasseramsel und der Eisvogel wohlfühlen. Der See ist zu einem hervorragenden Karpfen- und Raubfischgewässer geworden, in dem sich Zander, Waller, Schleien, Barsche und Weißfische tummeln. Im Sommer ist der Froschgrundsee ein Paradies für Schwimmer und Wassersportler. Am See gibt es Liegewiesen, Rad- und Wanderwege.


Im Froschgrundsee liegen einige Kunstfiguren.


Die lange Brücke der ICE-Strecke überspannt den Froschgrundsee.

Zur ehemaligen Grenze Wir starten vom Wanderparkplatz am Restaurant Froschgrundsee nach Norden entlang des landschaftlich schön gelegenen Sees am Ostufer auf dem Rundwanderweg in Richtung Panoramaweg Schaumburger Land. 300 Meter nach dem Parkplatz gehen wir rechts in das Effeldertal hoch. Die Weiher und Feuchtgebiete im Effeldertal wurden zum Teil als Ausgleich zu den Baumaßnahmen des Stausees angelegt und sind durch ein Naturschutzgebiet behütet. Das Gebiet umfasst Talbereiche mit naturnahen Fließgewässern, gut ausgebildeten Säumen aus Ufergehölzen, Bachröhricht, Feuchtwiesen, Großseggensümpfe und Hochstaudenfluren. Ein Paradies für Amphibien und Wasservögel. Das typische Schild für ein Naturschutzgebiet, wie es in den neuen Bundesländern verwendet wird, zeigt die ehemalige Grenze zwischen der DDR und der BRD an. Der Grenzverlauf mit den Grenzsteinen ist heute die Grenze zwischen Bayern und Thüringen.


Wiesenlandschaft im Effeldertal

Zur Kreuzung Auf dem weiteren Weg liegt die Grenze links von uns weiter unten an der Effelder. An der Stelle, an der sich der Wald lichtet und den Blick über weite Wiesen freigibt, verläuft die Grenze nach links über die Effelder. Dann erreichen wir eine Kreuzung mit einer asphaltierten Straße und erhaschen einen Blick zu den ersten Häusern von Döhlau.

Zur Stromleitung An der Kreuzung gehen wir links auf der Fahrspur über die Wiese hinunter und unten auf einer Brücke über die Effelder. Auf dem typischen DDR-Kolonnenweg mit den Betonplatten steigen wir sehr steil den Hang hinauf. Oben erreichen wir eine Forststraße vor einer großen Stromleitung.

Zur Brücke 20 Meter nach rechts würde links der Kolonnenweg weitergehen, aber die ICE-Strecke hat ihn durchschnitten. Also bleiben wir auf der Forststraße, biegen an der T-Kreuzung nach links ab und überschreiten auf einer Brücke die Trasse der ICE-Strecke Nürnberg–Erfurt.


Auf dem Kolonnenweg im Grünen Band unterwegs

Zur Grenzbank 300 Meter nach der Brücke kommen wir über die Wiesen und Felder zu den ersten Häusern von Roth. An der Hauptstraße wandern wir links in Richtung Almerswind. Weiter unten bleiben wir mit dem Wegweiser zum Froschgrundsee geradeaus. Nach einem kleinen Weiher müssen wir auf dem Bodenweg links in Richtung Froschgrundsee. 30 Meter vor der ICE-Trasse gehen wir rechts am Waldrand auf dem Grenzweg weiter. Bald sehen wir auch die Markierung grüner Punkt. Im Wald knickt der Grenzweg nach rechts und am Feldrand mit Blick auf Roth nach links. Der Weg am Feldrand ist teilweise von Wildschweinen aufgewühlt und daher schlecht. An einer Kreuzung steht an einem Picknickplatz die Grenzbank an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen.


Stille Landschaft beim Dorf Roth

Zum Wanderparkplatz am Restaurant Froschgrundsee Von der Grenzbank gehen wir rechts und nach nur 20 Metern links auf dem kleinen Pfad weiter. Am Ende des Walds steht wieder eine Picknickbank, von der wir auf die große ICE-Brücke über den Froschgrundsee schauen. Wir folgen dem Feldweg unter der Brücke durch und laufen an der Kreuzung rechts hinunter. Noch einmal geht es unter der Brücke durch und wir erreichen schließlich die Straße St 2206, der wir nach links folgen. Geradeaus am See entlang kommen wir an einem Badestrand vorbei genau zum Wanderparkplatz am Restaurant Froschgrundsee zurück. Alternativ kann der See gegen den Uhrzeigersinn und über den Staudamm umwandert werden. Der Weg ist fast immer in Straßennähe, denn im Naturschutzgebiet der Mündung der Itz besteht Betretungsverbot und der See ist selten zu sehen.


Naturschutzgebiet Effeldertal und Itzaue

Viele Gebiete entlang des Grünen Bands sind als Fauna-Flora-Habitat-Gebiete Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000, wie auch das Effeldertal und die Itzaue. Das Gebiet wurde als »Magerrasen bei Emstadt und Itzaue« zum Naturschutzgebiet erklärt. Im Effeldertal und in der Itzaue gibt es Auwaldbereiche und feuchte Hochstaudenfluren mit Feuchtwiesen. Dort finden sich unter anderem Breitblättriges Knabenkraut, Trollblume und Straußfarn. Die Kalk-Halbtrockenrasen auf den Hängen bieten Wärme liebenden Tierarten wie der Zauneidechse einen Lebensraum. Hier wachsen auch botanische Besonderheiten wie Kreuz-, Fransen- und Deutscher Enzian, Acker-Wachtelweizen oder das Stattliche Knabenkraut. Die Pflege der Landschaft im Sinne der Offenhaltung der Magerrasen wird durch Wanderschäferei erzielt.

5 Kronach und Lucas-Cranach-Turm
Dreiflüssestadt in historischem Ambiente

Bis ins 19. Jahrhundert war Kronach durch die Lage an drei Flüssen Flößerstadt. Heute ist die Kreisstadt als einer von 100 Genussorten in Bayern bekannt. Die hübsche Oberstadt mit Stadtmauer und die Festung Rosenberg sind weithin sichtbare Schmuckstücke.


Besonderer Genuss: Kultur am Wegrand

Tourencharakter

Leichte, meist schattige Tour, größtenteils auf Forststraßen und Pfaden durch Wälder. Im Ortsgebiet auf Straßen

Ausgangs/Endpunkt

Parkplatz Tennisplätze Am Sand in Kronach, GPS N50°13‘53.2“E11°19‘39.4“, Höhe 305 m ü. NN

Anfahrt

Auto Auf der B 85 oder B 303 nach Kronach

Bahn Nach Kronach (www.bahn.de)

Gehzeiten

Parkplatz Tennisplätze – Lucas-Cranach-Turm 1:00 Std. – Fröschbrunn 0:40 Std. – Tennisplätze 0:25 Std. – Bamberger Tor 0:20 Std. – Festung Rosenberg 0:15 Std. – Lucas-Cranach-Statue 0:10 Std. – Parkplatz Tennisplätze 0:20 Std.

Einkehr in Kronach

Wirtshaus Fröschbrunna, Fröschbrunn 3, Tel. 09261/42 82, www.froeschbrunna.de Burgschenke Bastion Marie, Festung 1, Tel. 09261/50 07 00, www.bastion-marie.de Brauereigasthof s‘Antla, Amtsgerichtsstraße 21, Tel. 09261/ 504 59 50, www.antla.de

Karten

Frankenwald, UK 50 4, 1:50 000 (www.lvg.bayern.de)

Fränkische Schweiz Nord, Nr. 65, 1:50 000 (www.fritsch-landkartenverlag.de)

Touristinformation

Marktplatz 5, 96317 Kronach, Tel. 09261/972 36, www.kronach.de


Zum Lucas-Cranach-Turm Vom Parkplatz an den Tennisplätzen in der Straße Am Sand starten wir nach Südosten und wandern nach dem Wohnmobilstellplatz auf der zweiten Straße rechts in Richtung Friedrichsburg hinauf. Weiter oben finden wir die Markierung 61 des Lucas-Cranach-Wegs und laufen über weite Felder und dann im Wald immer geradeaus aufwärts. An einer Wegkreuzung, an einem kleinen Parkplatz mit Bank vor der Rodungsinsel Kaltbuch gehen wir mit der Markierung 61 links in Richtung Lucas-Cranach-Turm. An Abzweigen bleiben wir stets nahe an der Rodungsinsel auf dem Weg mit den alten Grenzsteinen aus dem 18. Jahrhundert. Fast am Ende der Rodungsinsel steigen wir an einer Weggabelung an einem Jagdansitz und einer Bank auf dem durchwurzelten Weg mit der Markierung 61 links steil hinauf und erreichen bald den Lucas-Cranach-Turm. Der Aussichtsturm ist 22 Meter hoch und bietet nach Norden Aussicht zur Festung Rosenberg über Kronach. Im Osten können wir bis zum Schneeberg und Ochsenkopf im Fichtelgebirge schauen. Im Süden geht die Sicht über Kulmbach bis zum Kordigast. Im Westen reicht der Blick über Theisenort im Tal bis Kloster Banz und zum Staffelberg bei Bad Staffelstein.


Blick über die Haßlach zur Oberstadt und Festung Rosenberg


Der Lucas-Cranach-Turm bietet eine weite Aussicht.

Nach Fröschbrunn Von der Nordostseite des Lucas-Cranach-Turms wandern wir den gleichen Weg mit der Markierung 61 wieder hinunter und entlang der Rodungsinsel Kaltbuch bis zur Kreuzung am kleinen Parkplatz mit Bank. Jetzt bleiben wir aber geradeaus auf dem Kaltenecker Weg mit der Markierung KC 12 abwärts. An einer T-Kreuzung müssen wir in spitzem Winkel auf der Forststraße rechts und bleiben an einer Weggabel geradeaus abwärts. Am Biergarten des Wirtshauses Fröschbrunna in Fröschbrunn kehren wir gemütlich ein und die Kinder vergnügen sich auf der Sommerrodelbahn.

Zum Parkplatz an den Tennisplätzen Vom Gasthaus laufen wir auf der Straße hinunter und queren unten die B 85. Nach dem Großmarkt folgen wir dem Weg nach rechts durch die Anlagen und kommen an die Rodach. Mit dem Fluss schwenken wir flussaufwärts nach rechts in Richtung Osten. Der Weg führt an Sportplätzen vorbei zur Straße Am Sand, zu dem Parkplatz an den Tennisplätzen.

Zum Bamberger Tor Der zweite Teil der Wanderung zeigt die historische Oberstadt und die Festung Rosenberg über Kronach. Vom Parkplatz an den Tennisplätzen überqueren wir auf der Brücke die Rodach nach Norden. An der Straßengabelung gehen wir rechts und an der Ampel über die B 173 in die Sackgasse, die zu einem Gehweg in die Innenstadt wird. An der Volkshochschule gehen wir auf der Rodacher Straße links und auf der Spitalbrücke über die Kronach. Links nach der Brücke stehen die Spitalkirche Sankt Anna und das Spital aus dem 18. Jahrhundert. Am Hussitenplatz geht es links zum Marienplatz mit dem romantischen Rosenturm aus dem 16. Jahrhundert. Er war Bestandteil der ehemaligen Stadtmauer. Am Rosenturm gehen wir rechts und auf der linken Seite auf der Treppe hinauf. Oben stehen rechts die gotische Annakapelle und links die gotische Stadtpfarrkirche Sankt Johannes. Beachtenswert ist das wohl schönste fränkische Kirchenportal an der Nordseite mit der herrlichen Figur des Johannes aus dem Jahr 1498. An der Kirche stehen wir an der Südspitze der aufgrund ihrer erhöhten Lage auch als Obere Stadt bezeichneten Kronacher Altstadt. Die beiden ehemaligen Schulgebäude spiegeln den neugotischen Stil wider. Der Sandsteinbau mit der Nr. 10 wurde 1861 im neugotischen Tudorstil erbaut. Nördlich der Kirche stehen wir schon auf dem Melchior-Otto-Platz mit Johannesbrunnen, Ehrensäule und bedeutenden Häusern aus verschiedenen Jahrhunderten. Nach links gewandt gehen wir durch das romantische Bamberger Tor aus dem 15. Jahrhundert hinunter, das erst im Rückblick seine Schauseite zeigt.


Am Rosenturm beginnt die Oberstadt.


Das Portal der Festung wurde in mainfränkischem Barock erbaut.

Zur Festung Rosenberg Vorerst verlassen wir am Bamberger Tor die Obere Stadt und laufen auf der Schwedenstraße unterhalb der hohen Stadtmauer nach Norden. Gegenüber der Brücke über die Haßlach können wir rechts auf der Treppe hoch und gleich Am Pförtchen links auf dem Weg mit dem Namen Wolfsschlucht weiter hinaufsteigen. Am Haus mit der Nummer drei bleiben wir geradeaus und überqueren nach rechts versetzt die Haingasse und kommen auf der Treppe hinauf an das herrliche barocke Portal der Festung, das eines der schönsten Festungstore in Deutschland ist. Die Festung Rosenberg ist eine der herrlichsten und größten Befestigungsanlagen im Land. Die erstmals im Jahr 1249 urkundlich erwähnte Bambergische Bischofsburg wurde nie eingenommen. Die Baugeschichte umfasst den mittelalterlichen Bergfried, Türme und Mauern aus dem 15. und 16. Jahrhundert und die pentagonalen Bastionen des Spätbarocks. Die Festung Rosenberg bietet einen guten Aussichtsplatz. Von Interesse ist die Fränkische Galerie mit Werken von Lucas Cranach und Tilman Riemenschneider. Unterirdische Gangsysteme können im Rahmen einer Führung besichtigt werden.


Die Schauseite des romantischen Bamberger Tors

Zur Lucas-Cranach-Statue Von der Festung laufen wir auf der Festungsstraße hinunter, vorbei an der Justizvollzugsanstalt Kronach, die einst der bischöfliche Kasten (Lagerhaus) war. Nach dem Stadtturm sind wir wieder in der historischen Oberstadt, die durch liebevoll restaurierte Häuser, Brunnen, Wappen, Statuen und verträumte Gassen und Plätze glänzt. Am Martinsplatz bleiben wir geradeaus und achten auf der rechten Seite auf die Steinerne Kemenate aus dem 13. Jahrhundert, die auch als Feuerwehrhaus genutzt wurde. Am gegenüberliegenden Marktplatz steht das moderne Kronacher Rathaus mit Touristinformation. Vor dem Rathaus versteckt sich unter dem Eschenahorn die Lucas-Cranach-Statue. Östlich vom Rathaus steht der Hexenturm mit langem Wehrgang aus dem 15. Jahrhundert. Neben dem Turm können wir über die Mauer schauen.


In der Festung Rosenberg

Zum Parkplatz an den Tennisplätzen Am südlichsten Punkt des Marktplatzes gehen wir am Michaelsbrunnen vorbei auf der Lucas-Cranach-Straße weiter abwärts. Gleich rechts steht das historische Rathaus aus dem Jahr 1583 mit reich gegliederter Sandsteinfassade. Auf der Rückseite ist die Alte Markthalle und ihr gegenüber der schöne Brauereigasthof s'Antla. Hier können wir auch die Amtsgerichtsstraße rauf- und runterschauen. Wir gehen zurück zur Lucas-Cranach-Straße und auf ihr nach rechts, achten aber gegenüber auf das Pottugäßchen, das wohl der engste Durchgang in Kronach ist. Nach dem Haus Nr. 2 schauen wir noch ein Stück nach links in den Strauer Torweg. Fachwerkhäuser und der Blick über die Stadtmauer lohnen den Abstecher. Am Ende der Lucas-Cranach-Straße sind wir wieder auf dem Melchior-Otto-Platz. Über die Treppe an der Annakapelle und am Rosenturm auf dem Marienplatz laufen wir links auf dem Hussitenplatz hinunter und am Ende auf der Spitalstraße rechts auf der Spitalbrücke über die Kronach. Nach der Brücke bleiben wir geradeaus auf der Rodacher Straße, wandern an der Volkshochschule rechts auf dem Gehweg Langer Steig weiter. Dann geht es wieder über die B 173 und geradeaus auf der Straße Am Sand zum Parkplatz an den Tennisplätzen.


Lucas Cranach der Ältere

In Kronach kam um das Jahr 1475 Lucas Cranach zur Welt, der in der heutigen Kunstwelt als Lucas Cranach der Ältere bekannt ist. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissance. Er war Hofmaleram kursächsischen Hof. Neben Altarwerken und allegorischen Gemälden fertigte er vor allem auch eine große Zahl an Porträts seiner Dienstherren sowie der Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon, die auch seine Freunde waren. Ebenso machte er Bekanntschaft mit seinen Zeitgenossen Albrecht Dürer und Tizian. Seine Werke hängen in Museen auf der ganzen Welt. In der Fränkischen Galerie auf der Festung Rosenberg befinden sich mehrere Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, wie »Christus und die Ehebrecherin«, »Lot und seine Töchter«, »Ein Schmerzensmann«, »Venus und Amor als Honigdieb«.

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09 ноября 2024
Объем:
390 стр. 367 иллюстраций
ISBN:
9783734323898
Издатель:
Правообладатель:
Bookwire
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