Читать книгу: «Karma auflösen»

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Das Buch

Willst Du ein völlig neues Leben mit unbegrenzten Möglichkeiten? Willst Du Dich vom Karma vergangener Leben und von gegenwärtigen Verstrickungen befreien?

Hier gibt Dir Joanna Cherry praktische Hinweise in Form von Selbst-Initationen zur Auflösung Deines Karmas und Deiner bewussten oder unbewussten Verhaltensweisen.

 Auflösung überkommener Gedankenstrukturen

 Kontakt zu Deiner eigenen Göttlichkeit

 Glück in Beziehungen

 Erfüllung Deines Daseinszweckes

 Bewältigung von Furcht

 Wege zur Verjüngung

 Wege zur Unsterblichkeit und Aufstieg zur Meisterschaft

Durch die Anregungen und Übungen in diesem Buch wird es Dir gelingen, die Illusion Deiner Begrenzungen zu überwinden und wirklich frei zu werden.

Die Autorin

Joanna Cherry ist die Gründerin des AMI Ascension Mastery International und gibt seit 1980 weltweit Seminare und Workshops. Sie ist aufgeführt im World Who's Who of Women. "Karma auflösen" ist ihr zweites Buch im deutschsprachigem Raum.

Joanna Cherry

KARMA AUFLÖSEN


Inhaltsverzeichnis

Umschlag

Das Buch / Die Autorin

Titel

Inhaltsverzeichnis

Danksagung

Vorwort

1. Kapitel Die Kraft der Initiation

Was versteht man unter Initiation?

Über die Initiationen

Nutzen der Initiationen

2. Kapitel Kontakt zur Seele

Wie ist deine Beziehung zu Gott?

Initiation

Den Empfang klären

Die Kontakt-Initiation

Einen inneren Namen hören

Das Zeichen empfangen

Führung durch die Seele

Antworten auf Fragen

Gefühl, Seele, Du

Andere Wege, Botschaften zu bekommen

Kommt die Botschaft von der Seele?

Was steht heute an?

Möchtest du channeln?

Kosmischer Kontakt

Kraftort

Einheit

3. Kapitel Das Karma klären

Das Göttliche tief in unserem Bauch

Veränderung akzeptieren

Die Initiation

Liebes Ego, verlass die Kälte

Das Karma klären

Die Kraft der violetten Flamme

Die Atem-Initiation des Rebirthing

Die Kraft der Vergebung

Wir sind Mitschöpfer

Die Klärung von angstbesetzter Energie

Die Initiation

Die eigene Geburt klären

Gefühle, die Umarmung

Das Ungesagte

Das Ziel erreichen

Das magische Kind

Elementale

Klärung von Traumata und vergangener Leben

Eine Übung eigens für spirituelle Lehrer

Sucht

Verlässlicher Schutz

Lichtarbeiter-Syndrom

Initiation

Eine Situation entstören

Konditionierungen auflösen

Eine neue Tagesordnung

4. Kapitel Der Höhepunkt der Gesundheit

Der göttliche Körper

Krankheitsursachen

Die rosa Farbe

Fastenkuren

Gewichtsprobleme

Fort mit dem Gewicht

Bewegung

Die genetische Kette sprengen

Unfall-Karma klären

„Unheilbare“ Krankheiten loslassen

Die Ursache klären

Heilung durch Visualisieren

Visualisieren

Heilung durch Handauflegen

Augen haben für das Vollkommene

Der Genesungsprozess

Vollkommene Gesundheit

5. Kapitel Die eigene Macht annehmen

Soziale Konditionierung und Macht

Das eigene Leben erschaffen

Die Angst vor Macht loslassen

Macht, Liebe, Geborgenheit

Sich behaupten

Die richtige Entscheidung

Klarheit, Präsenz, Erdung

Die Macht der Gedanken

Ich bin der/die Ich Bin

Die Macht des gesprochenen Wortes

Handeln

Richtiges Handeln in der Gruppe

Wirklich da sein

Der aufrechte Gang

Lachen

Der 40-Tage-Prozess

Ausgelassenheit

Singen und Trommeln

6. Kapitel Beziehungen harmonisieren

Vermählung zwischen innerem weiblichen und männlichen Aspekt

Verschmelzung der rechten und linken Gehirnhälfte

Göttliche Freundschaftserklärung

Angst vor Nähe

Paarbeziehung oder Alleinsein?

Kommunikation

Dem Spiel einen Namen geben

Ins Reine kommen

Psychische Bindung lösen

Partnerschaftsheilung

Tantrischer Sex

Die Sexualität segnen

Eltern-Kind-Beziehung

Affirmationen für Beziehungen

Zum Tod eines geliebten Menschen

Die Kameradschaft wilder Tiere

Initiation

Natur

Orte

Dein neues Zuhause

7. Kapitel Die Lebensaufgaben erfüllen

Absichtserklärung

Dem eigenen Leitstern folgen

Manifestierte Liebe

Tu, was dir Spaß macht, und lass es dir gut gehen

Die Arbeit wechseln

Erklärung der eigenen Aufgaben

Aufgaben erfüllt!

8. Kapitel Ein Leben im Überfluss

Den Überfluss ins Leben lassen

Meditation für den Überfluss

Kräfte des Überflusses

Das leidenschaftliche Wort

Möglichkeiten der Manifestationen

Das Gewünschte empfangen

Ich bin göttlicher Überfluss

9. Kapitel Die Göttin erwecken

Starke Frauen

Was muss absterben? Was will weiterleben?

Die Integrität der Gefühle

Göttin der Schönheit

Bewusste Mutterschaft

Der heilige Uterus: Würdigung und Fruchtbarkeitsregelung

Göttin des Kommerz

Als Göttin/Gott handeln

Ich bin die Göttin

10. Kapitel Dem Einen dienen

Dem Einen dienen

Gebete für die Erde

Ein Netz aus Licht

Gebet für die Heilung

Der sanfte Übergang ins Zeitalter des Lichts

Gebet für einen Menschen

Astralheilung

Gedankenformen

Wesenheiten

Im Schlaf

Gruppendienst

Mit reinem Herzen dienen

11. Kapitel Verjüngung und Unsterblichkeit

Ist Verjüngung/Unsterblichkeit etwas für mich?

Das Unbewusste klären

Den Tod loslassen

Das Leben wählen

Hindernisse überwinden

Den Körper umprogrammieren

Die Todeshormone in der Hypophyse umkehren

Die Sprache der Unsterblichkeit und Verjüngung

Die Liebe zum Körper

Der Lichtkörper

Verjüngungsprogramm

Ein Zeitplan für die Verjüngung

Verjüngung unmittelbar durch das Göttliche

Die Tibetischen Riten

Forschung und Verjüngung

12. Kapitel Aufstieg ins Licht

Das Lichtzeitalter

Aufstieg ins Licht

Aktivierung

Initiation für den Aufstieg ins Licht

Sich dem göttlichen Selbst ausliefern

Bilokation

Göttliche Eigenschaften

Überall gegenwärtig

Chanten

Sonnengruß

Dein Heimatstern

Das letzte Leben auf der Erde

Initiation

Das Leben als Meister

Fußnoten

Impressum

Danksagung

Ich danke aus tiefstem Herzen meiner Seele. Mit ihrer Führung konnte ich mich von Begrenzungen lösen, an denen ich so lange festgehalten hatte. Ich danke Babaji, dem unsterblichen Meister des Himalaya für seine Liebe und tatkräftige Unterstützung. Ich danke der göttlichen Mutter dafür, dass sie so großartig ist und mir dabei half, ihr näher zu kommen. Ich danke meinen geliebten Meister-Freunden für ihre einzigartigen Geschenke.

Auf physischer Ebene danke ich wieder einmal Tony Stubbs für seine fachmännische Unterstützung beim Redigieren und Formatieren. Dank an Shahan Jon, der mir dabei half, besser zu schreiben. Und Dank an Gertraud Reichel vom Reichel Verlag, die sich bereit erklärte, „Schlüssel zum Göttlichen Selbst“ und „Karma Auflösen“ auf Deutsch zu veröffentlichen.

Dunkel und Licht!


Liebe in allem das Göttliche


Auf deinem Weg.

Vorwort

Was sagt mir meine Intuition, meine Seele? Was will mein Herz? Was macht mir Freude?

In diesen kleinen Fragen spiegeln sich die großen Veränderungen wider, die sich gegenwärtig in unserem Denken vollziehen. Viele Jahrhunderte lang hingen die Entscheidungen der Menschen an ganz anderen Fragen: Wird meine Familie das akzeptieren? Was wird der Pfarrer sagen? Wo bekomme ich Nahrung und Unterkunft? Wie kann ich das meiste Geld verdienen? Damals suchten wir draußen nach Antworten; heute schauen wir immer mehr nach innen und folgen unserem Herzen.

Allmählich kommt uns die Erinnerung zurück, dass wir Teil des Göttlichen sind, und dadurch erhält unser spirituelles Leben neue Dimensionen. Wie und wie schnell sich dieser Prozess vollzieht, entscheidet jeder von uns ganz individuell.

Initiationen verwandeln unseren Geist und unser Herz und lassen uns das Göttliche tiefer erfahren. Sie unterstützen die Auflösung von Karma, die Heilung von Beziehungen und Verhaltensmustern und die Transformation von Bestehendem. Initiationen wurden und werden im Rahmen bestimmter Lehren von einem Meister oder Guru durchgeführt, und dies war in der Vergangenheit sehr hilfreich.

Gegenwärtig wachen viele von uns aus ihren Illusionen auf und sind nun bereit, mit der eigenen inneren Weisheit in Berührung zu kommen und sich unmittelbar von ihr initiieren zu lassen. Wir wollen unseren eigenen Weg gehen und entdecken, wie unser göttliches Selbst die Dinge handhabt; wir wollen die Individualität von Gott/Göttin ausdrücken, der/die wir sind. Wir brauchen genau diese Erfahrung, denn ob wir nun unseres Weges ziehen, schlendern, gleiten oder fliegen: Wir tun es im Rhythmus unserer Seele. Das verleiht uns Macht und erfüllt unser Leben mit Glück.

Wenn die Initiation von innen diktiert wird, ist keine bestimmte Reihenfolge der Ereignisse zu beachten. Zwar folgt die Entwicklung meistens einer bestimmten Logik, aber es ist besser, sie nicht zu kennen, denn Offenheit und Spontanität können zu überraschenden Ergebnissen führen.

Eine Initiation kann ein großer Sprung nach vorn sein, ein Ereignis, das das ganze Leben verändert. Vielleicht ist sie aber auch nur ein ganz kleiner Schritt, den wir gar nicht als solchen erkennen. Doch viele kleine Schritte führen uns schließlich zur wahren Größe unseres Seins und zur Auflösung unseres Karmas. Wir können Initiationen häufig erfahren, und an den wichtigen Wendepunkten in unserem Leben für eine Zeitlang sogar täglich.

Wie kann dir ein Buch über die Initiationen eines anderen Menschen in einer Zeit behilflich sein, in der du deinen eigenen Weg findest und deine Initiationen von deiner Seele erhältst?

Initiationen, die zur Erfahrung des Göttlichen führen, sind für jeden von uns gleichermaßen unerlässlich. Zu den Dingen, die wir alle lernen müssen, gehören das Gefühl, geborgen zu sein und geliebt zu werden, das Gefühl, Wert zu haben und mächtig zu sein; zu vergeben und die Vergangenheit zu entlassen, uns der Liebe in uns zu öffnen und sie auszudrücken, Gott/Göttin und dem Leben zu vertrauen; das eigene Leben aus der Leidenschaft unseres Herzens zu erschaffen, in der zeitlosen, unbeschreibbaren Realität präsent zu sein. Während wir diese Stufen nehmen, haben wir auch etwas zu geben. Wir sind keine einsamen Wölfe. Wir sind aufeinander angewiesen und helfen uns gegenseitig. Wer den Weg schon vor uns gegangen ist, reicht uns die Hand, und wir stehen denen bei, die nach uns kommen. Hilfe kann, muss aber nicht praktischer Natur sein. Da wir alle Teil einer großen Einheit sind, findet Hilfe auch auf der Bewusstseinsebene statt.

Jeder Heiler braucht einen Heiler, sagt ein Freund. Wer wir auch sind und wie weit wir uns auch realisiert haben mögen: Manchmal müssen wir das Leben mit fremden Augen sehen, uns mit fremder Weisheit und fremden Gaben verbinden. Unsere Seele ist grenzenlos, doch solange wir ihre Unermesslichkeit nicht erfahren haben, wird unsere Sicht des Lebens beschränkt bleiben. Wir lernen voneinander.

Alle Initiationen in diesem Buch kommen aus der Seele und fast alle aus meiner eigenen Göttlichkeit. Sie haben mir und den Menschen gedient, mit denen ich seit zwei Jahrzehnten in Seminaren und Workshops gearbeitet habe. Sie werden auch dir nützlich sein, wenn

 du für eine bestimmte Initiation bereit bist

 dir diese Arbeitsmethode liegt

 du sie auch tatsächlich anwendest

Ich vertraue darauf, dass diese Initiationen für dich genauso gut und wirksam sind, wie sie es für mich und andere waren.

1. Kapitel
Die Kraft der Initiation

Mein verlangendes Herz sucht die Essenz meiner Seele.

Meine Seele versucht, mich immerfort wissen zu lassen,

dass ich seit jeher eins mit ihr bin.


Leben ist ein Hologramm des Bewusstseins. Das Außen spiegelt das Innen auf vollkommene Weise wider. Wir entscheiden - bewusst oder unbewusst - in jedem Augenblick, was mit unserem Körper geschieht. Jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Beziehung, jede Situation, alles Geschehen wird von uns beeinflusst und gestaltet die Zukunft. Es ist ein fast unglaubliches Spiel, ein Tanz der Einheit, in dem alles, was geschieht, vollkommen für uns ist.1

Da alles Widerspiegelung ist, werden uns in allem unsere eigenen Überzeugungen und Erwartungen ans Leben und an die Mitmenschen vor Augen geführt, so dass wir sie erkennen können. Wir können dieses Wissen für unsere eigene Entwicklung nutzen, um Karma aufzulösen und eine glücklichere Realität zu schaffen. Daher ist es richtig zu sagen: „Alles ist gut, wie es ist.“

Wenn wir alles, was uns widerfährt, ins Positive wenden können, wachsen wir wissend und zielbewusst. Dabei zu helfen, ist der Zweck dieses Buches.

In dieser Übergangsphase ins Zeitalter des Lichts gibt es jede Menge Gelegenheiten zur Selbsterkenntnis. Die Frequenz von allem beschleunigt sich. (Frequenz ist die messbare Geschwindigkeit, mit der etwas vibriert. Alles hat eine Schwingungsrate oder Frequenz, nicht nur Objekte, sondern auch Gedanken und Emotionen. Je schneller oder höher die Frequenz, desto mehr schwingt sie mit dem Göttlichen.) Die Erde selbst erhöht ihre Schwingung, genauso wie die ganze Natur, die Menschheit und alles vom Menschen Geschaffene. Damit beschleunigen sich alle Veränderungen, die jetzt stattfinden, ganz gewaltig - eine große Herausforderung für uns alle! Zahl und Intensität der Initiationen haben sich so sehr verstärkt, dass wir jetzt in einem einzigen Leben erreichen können, was früher fünf oder mehr Leben in Anspruch nahm.

Was versteht man unter Initiation?

Es ist nicht leicht, das Wort Initiation zu definieren oder zu analysieren. Initiation ist das höchste Mysterium. Die Essenz unseres Lebens ist das Göttliche - das alles Sein Umfassende, das größte Mysterium. Es ist das Tao, das Universelle Sein, Gott oder die Kraft - wie immer man es nennen mag. Von Leben zu Leben schwingen wir uns auf zu immer höheren Ebenen und handeln dementsprechend. Solange wir uns vorgaukeln, nicht göttlich - nicht Teil des Ganzen - zu sein, werden uns unsere Initiationen Stufe um Stufe zu diesem Wissen führen. Da sich das Leben immerfort entfaltet, erleben auch die größten Meister wie Jesus oder Buddha Initiationen.

Initiationen sind Erweiterungen des Bewusstseins, die aus innerer Erfahrung entstehen. Sie können unbedeutend sein, sie können unser Leben aber auch völlig verändern. Das kann auf tausenderlei Art geschehen: durch ein Aha-Erlebnis, wenn du die Straße überquerst oder die Küche aufräumst. Du vergibst jemandem, der dir weh getan hat. Zaghaft erwacht das Vertrauen. Aus einer lebensbedrohlichen Krankheit kann ein neuer Lebenssinn entstehen. Große Initiationen erschüttern uns, verändern Beziehungen, heilen Vergangenheit, vermitteln uns neue Arbeit, führen uns zu einem Lehrer oder von ihm weg oder bringen uns dazu, selbst zu lehren.

Es muss nicht sein, dass eine Initiation mit der jeweiligen Umgebung oder dem jeweiligen Augenblick in Beziehung steht. Als meine Mutter sechs Jahre alt war und wie üblich in der Schule an ihrem Pult saß, vergoldete sich plötzlich die Welt um sie herum und sie befand sich im Paradies. Jemand wurde von der Erleuchtung wie vom Blitz getroffen, als er über die „Golden Gate Brücke“ in San Francisco fuhr. Andere wurden plötzlich und unerklärlich von dem Glücksgefühl übermannt, mit allem eins zu sein. Unser gewohnter Horizont kann sich jederzeit zu neuen Ebenen öffnen.

Initiationen können aber auch aus dem entstehen, was um uns herum geschieht. Ein Erdbeben oder eine Überschwemmung können buchstäblich unserem Leben eine neue Richtung geben. (Es spielt keine Rolle, wie viele Menschen von einer „Naturkatastrophe“ betroffen sind. Von einer höheren Warte aus gesehen hat sich jeder von ihnen diese Erfahrung ausgesucht, um daraus zu lernen und daran zu wachsen. Es gibt keine Zufälle. Am Tag vor dem großen Erdbeben in Mexiko sagte eine Frau zu ihrem Freund: „Ich weiß nicht warum, aber ich muss heute nach Mexico City fliegen.“ Natürlich kann es sein, dass sie dort helfen wollte.) Unsere Beziehungen zu Hause und bei der Arbeit, unsere Aktivitäten, alles kann uns zu Initiationen führen.

Initiationen sind oftmals ungeordnet und unbequem. Wir fühlen uns im Würgegriff, landen im Wasser, schlagen um uns und versuchen verzweifelt, das ferne Ufer zu erreichen. So etwas passiert, wenn wir uns wissentlich verschließen oder uns weigern, tiefer nach der inneren Wahrheit zu suchen. Eine lange Beziehung endet unerwartet, unser Zuhause löst sich auf, wir werden entlassen oder eine verheerende Krankheit befällt uns - hier greift das Leben drastisch ein, damit wir die richtige Richtung einschlagen. Je bewusster wir mit dem Leben kooperieren, also unserer Bestes geben, um unsere Wahrheit zu leben, desto leichter werden die Initiationen sein und desto mehr Freude werden wir dabei erfahren.

Viele mächtige Initiationen erfolgen durch Rituale. Bei schamanischen Einweihungen dient das rätselhafte Element dazu, das logische, lineare Funktionieren des Geistes zu verwirren. Dieses orientiert sich an der menschlichen Konditionierung und an der Zeit, die beide der Transformation nicht förderlich sind. Geister können beschwört werden. Die Dunkelheit, eine fremdartige Umgebung, Feuer, Objekte, die berührt oder getragen werden, Körperbemalung, Gesänge und Trommeln, Tänze - alle diese Hilfsmittel öffnen bereitwillige Herzen. Die Wandlung selbst erfolgt meist durch eine innere Reise, die von der Seele geführt wird.

Das Rätselhafte ist jedoch nicht unbedingt notwendig; Initiationen können ganz einfach sein. Dein Wunsch und deine Absicht, dich zu wandeln, die Bereitschaft, dich hinzusetzen und dich dem Geist zu öffnen, genügen. Dann befindest du dich nicht nur inmitten des Rätselhaften - sondern du selbst bist das Rätselhafte, und die Dinge nehmen ihren Lauf! Der Wunsch, deine bisherigen Grenzen zu überschreiten - die „Hülle“ durchzureißen - ist das Öl, das das alchemistische Feuer am Brennen hält. Selbst wenn dir dieser Wunsch nicht voll bewusst ist, öffnet er dich für die Veränderung, für ein neues Denken und Fühlen. Wenn du dir die Veränderung leidenschaftlich genug wünschst, kann dies allein schon die Initiation herbei führen. Du hast deine Göttlichkeit eingeladen, das Begrenzte durch das Unbegrenzte zu ersetzen, Hass durch Liebe, Abhängigkeit durch Freiheit - und sie hat deine Einladung angenommen.

Die Veränderung bedeutet ein neues und tieferes Einssein mit der Seele. Das kann sich in Freude, Glückseligkeit, Freiheit, Hingabe ausdrücken - ohne Gedanken, ohne Worte. Die Wandlung geschieht jenseits des Verstandes, magisch, zeitlos, schöpferisch. „Du“ - deine Persönlichkeit, deine nach außen gerichteten Gedanken und Gefühle - führen diese Veränderung nicht herbei. Es ist das Göttliche in dir, das wirkt. Du fühlst dich neu belebt, was zu - großen oder kleinen - Veränderungen in deinem Leben führt.

Wir im Westen müssen normalerweise etwas mehr mit unserem Verstand arbeiten, um zu erkennen, wie einengend unsere Gedanken sind. Auch müssen wir uns bewusst machen, dass unseren Gedanken keine Grenzen gesetzt sind. Aus diesem Grunde arbeiten die meisten Initiationen mit dem Verstand. Aber der Verstand ist selbst eine Art Gefängnis. Indem wir mit ihm arbeiten, zeigt er uns eine größere und tiefere Wahrheit, aber er führt uns nicht dorthin. „Ein Finger, der auf den Mond zeigt“, sagen die Zen-Buddhisten. Das, was wir sind, das Universelle Ich-Bin, liegt jenseits von Ego und Verstand. Daher ist es das Ziel aller Initiationen, tiefer und tiefer in das Unergründliche, Unbeschreibliche zu gelangen.

Über die Initiationen

Jedes Kapitel dieses Buches entspricht einem Kapitel aus „Schlüssel zum Göttlichen Selbst - Der aufgestiegene Meister in Dir“, dem ersten Band dieser Reihe. „Schlüssel zum Göttlichen Selbst“ vertieft jedes behandelte Thema und schildert persönliche Erlebnisse. Wenn du dir unsicher bist, wird es dir gut tun, den entsprechenden Abschnitt im „Schlüssel zum Göttlichen Selbst“ zu lesen.

Die Kapitel sind bewusst nur lose geordnet und enthalten Initiationen, deren Spektrum vom unbedingt Notwendigen bis hin zum Transzendenten reicht. Sie sind sozusagen eine gedeckte Tafel, von der du dir das nimmst, was für dich richtig ist - zu manchem wirst du dich hingezogen fühlen, zu anderem nicht. Wir alle besitzen in bestimmten Bereichen Weisheit, und in anderen benötigen wir Unterstützung. Während du weiterliest, stellst du vielleicht fest, dass du nun für eine Initiation bereit bist, die dich früher gar nicht interessiert hat.

Wenn es dir Mühe macht herauszufinden, welche Initiationen richtig für dich sind, dann erinnere dich daran, dass du deine Seele durch dein Herz, deine Gefühle spüren kannst. Das Gefühl, auf dem richtigen Wege zu sein, oder ein „Aha“-Erlebnis zeigen dir, dass deine Seele dich führt. Wenn du dir eine klarere Führung von Deiner Seele (deinem höherem oder inneren Selbst, Gott, Meister, Guru, inneren Führer oder wie immer du deine Göttlichkeit auch bezeichnen magst) wünschst, dann lies am besten zuerst das Kapitel „Kontakt zur Seele“.

Nutzen der Initiationen

Initiationen sind Entwicklungsmöglichkeiten, auf die deine Seele aufbauen kann. Vielleicht hast du die Eingebung, Veränderungen daran vorzunehmen, etwas hinzuzufügen oder wegzulassen. Es mag sein, dass deine persönliche Initiation nur ganz am Anfang diesem Buch folgt und deine innere Führung dann eine völlig neue Richtung einschlägt. Gehe immer nach deinem Gefühl, wenn ein bestimmtes Vorgehen vorgeschlagen wird. Anstatt einer Visualisierung kannst du auch Worte oder Gefühle benutzen, wenn du besser damit zurecht kommst. Die beste Methode ist immer die, die dir am leichtesten fällt.

Einige Abschnitte, besonders die gesprochenen Affirmationen, enthalten keine Initiationen im eigentlichen Sinn, sondern Katalysatoren für Initiationen. Wenn du ein Muster durchbrechen möchtest, kannst du mehrere Tage oder auch Wochen lang zunächst einmal die befreienden Sätze laut aussprechen. Das bringt dir automatisch deine Überzeugungen und Gefühle ins Bewusstsein, die sich dieser Veränderung widersetzen. Dann kannst du daran gehen, sie zu transformieren. Die gesprochenen Sätze helfen auch, den neuen Standpunkt zu verankern.

Wann ist die beste Zeit für eine Initiation? Während dir dein Leben klarer wird, bemerkst du, wo du hängen bleibst - wo etwas nicht funktioniert. Hier bieten sich viele Gelegenheiten, Entdeckungen zu machen und an die Arbeit zu gehen. Suche dir im Inhaltsverzeichnis die Kapitelüberschrift heraus, die deiner gewünschten Veränderung am meisten entspricht.

Ein perfekter Zeitpunkt für eine Initiation ist gekommen, wenn wir uns in einer Sackgasse befinden, wenn wir nicht weiter wissen oder verzweifelt sind und glauben, am Ende unserer Kraft zu sein. Diese Dynamik ist den Anonymen Alkoholikern bekannt. Ein Gruppenleiter sagte mir einmal, dass die dramatischen Erfolgserlebnisse bei denen stattfinden, die völlig am Boden zerstört sind. Die Chinesen benutzen ein und dasselbe Schriftzeichen für „Krise“ und „Gelegenheit“. Eine ausweglose Situation kann die Tür zur Veränderung aufstoßen und ein mächtiges Potential enthalten.

Am besten eignet sich für die Initiation ein Ort, an dem du ganz für dich bist, wo du laut (ja, laut!) reden kannst oder auch weinen, lachen und schreien. Ein idealer Rahmen ist die Natur, da es in ihr nicht so viele beschränkte Gedankenformen (d.h. Energien von Gedanken und Gefühlen, die an Orte gebunden sind) wie in Gebäuden gibt. Außerdem kann sich dir gerade dann eine Tür zur Veränderung öffnen, wenn du deiner gewohnten Umgebung fern bist. Die Natur nimmt dich an, wie du bist und unterstützt dich in deiner Befreiung und Entwicklung.

Verbinde dich mit der Liebe und Weisheit deiner Seele und mit den inneren Führern, Meistern oder Engeln, die du liebst, und bitte sie um Unterstützung, bevor du mit der Initiation beginnst. Das ist ein wichtiger Schlüssel. Konzentriere dich während der ganzen Zeit auf deine Seele. Hör auf deine innere Weisheit, hör ihr zu und folge ihr, wohin sie dich führt.

Du kannst mit Schmerz, Wut, Trauer oder anderen starken Gefühlen in Berührung kommen. Deine Seele kann dich auf sie stoßen, damit du sie auflöst und deinen Weg weitergehst. Aber verstricke dich nicht im Drama! Lass die alten Gefühle hinter dir und vergib; erfahre Freude und Liebe! Wenn es dir Spaß macht, kannst du ruhig ein Weilchen im Drama schwelgen. Du kannst weinen oder toben, wenn dir danach ist. Aber das Ziel heißt Loslassen. Wenn das Loslassen längere Zeit erfordert, ist es wichtig, dass du im Gleichgewicht bleibst; vielleicht genügt es, wenn du jeden zweiten Tag weinst.

Sei dir bewusst, was du tust. Alte, ans Tageslicht geförderte Gefühle, können in einen Kreislauf einmünden. Dem wütendsten Menschen, dem ich je begegnet bin, war ein Urschrei-Therapeut, der anderen half, sich von aufgestauter Wut zu befreien. Wenn du eine tiefe Quelle von Schmerz aufgedeckt hast, dann identifiziere dich nicht mit dem Schmerz, sonst wirst du in dreißig Jahren vielleicht immer noch daran zu knacken haben! Entschließe dich, durch ihn hindurch an den Punkt zu gelangen, wo er nicht existiert und niemals existiert hat. Mehr darüber im Kapitel „Den Empfang klären“, Abschnitt „Den Teufelskreis sprengen “.

Versuche nicht, deine Initiation zu kontrollieren, denn das hält dich in deinem Verstand gefangen. Veränderungen sind nicht immer einfach. Die Initiation ist ein Sprung - ein großer oder kleiner Sprung, der vom Vertrauen, von der Seele getragen ist. Es lässt sich nur schwer in Worte fassen, aber du wirst es verstehen, wenn es geschieht.

Denk daran, dass Veränderung durch dein Verlangen danach, durch das ständige Anfachen der Energie, durch Absicht, Entschlossenheit, Geduld und Beharrlichkeit zustande kommt. Und vergiss nicht die Seele. Sie ist das Geheimnis, die Gnade; sie ist Aufschwung, Freude, Licht, das Neue. Du bist die Seele.

Eine Initiation kann mehr als eine Sitzung in Anspruch nehmen, vielleicht mehrere Stunden konzentrierter Tiefenarbeit, die über einige Tage verteilt ist. Manche Vorhaben sind gewaltig. Um dir selbst und allen und allem vollkommen zu vergeben, wird sicherlich viele Sitzungen über Jahre hinweg erfordern. Die Dauer ist unwichtig. Wichtig ist, dass du dich mit ganzem Herzen und voller Entschlossenheit auf die Initiation einlässt.

Du kannst Dir eine Frist setzen, in der du die Initiation vollständig empfangen und zum Abschluss bringen willst. Vierzig Tage oder sechs Wochen scheinen bei einer wichtigen Veränderung eine realistische Zeitspanne zu sein. Du kannst dir auch deinen eigenen Zeitrahmen stecken - drei, sechs, neun, zwölf oder vierundzwanzig Monate - und jede Woche oder jeden Monat einen bestimmten Teil der Initiation schaffen. Ein Tagebuch, in dem du deine Erfahrungen aufschreibst, kann recht hilfreich sein. Wenn du dein Ziel nicht rechtzeitig erreichst, dann vergiss nicht, dass du dir die Frist selbst gesetzt hast, und passe den Zeitrahmen deinen Bedürfnissen an. Glaub nie, dass du gescheitert bist. Du warst dir einfach nicht ganz im klaren darüber, wie viel Zeit du brauchst - und jetzt weißt du es besser. Ermutige dich immer und gestehe dir ruhig Zeit zu, bevor du von Neuem beginnst.

Die Integration der Energien einer Initiation ist ebenso wichtig wie die Zeit, in der du die Initiation empfängst. Sei nicht verbissen, gönne dir Ruhe und Vergnügen, nimm dir Zeit zum Atmen und zum Entspannen und finde deinen eigenen Rhythmus. „Langsamkeit ist Heiligkeit“, sagte Baba Herakhan einmal. Meistens ist es am besten, wenn du bei der Initiation allein bist. Wenn ein Freund/eine Freundin für die gleiche Arbeit bereit ist wie du und ihr euch gegenseitig unterstützen wollt und wenn ihr beide ausgeglichen und weise genug dafür seid, dann kann Zusammenarbeit sehr fruchtbar sein. Ihr könnt eine Anleitung aus dem Buch lesen und euch dann genug Zeit für die Ausführung lassen. Ihr könnt auch zusammen die Kassette hören (s. u.) oder euch etwas anderes einfallen lassen.

Die Kraft des gesprochenen Wortes ist nicht zu unterschätzen. In vielen Initiation gibt es Affirmationen, die Wahrheiten enthalten. Wenn du sie aussprichst, empfiehlt es sich, dass du eine Körperhaltung einnimmst, die dir Kraft gibt: Füße hüftbreit auseinander, gelockerte Knie, gerader Rücken, erhobener Kopf, weder vor- noch zurück geneigt, sondern völlig aufrecht, Blick nach vorn. Sprich die Worte klar und energisch - laut oder leise, je nachdem, was sich am besten anfühlt. Verändere sie so, dass sie dir Kraft geben.

Sei gesegnet!

2. Kapitel
Kontakt zur Seele

Verbinde Dich mit Dir.

Werde, was Du bist.

Sei was Du bist - ein göttliches Wesen!

Was ist deine Göttlichkeit? Es gibt viele Worte dafür: das Meister-Selbst, Göttlichkeit oder göttliches Selbst, der innere Vater, das höhere Selbst, Ich-Bin-Gegenwart, der innere Christus, dein wahres Selbst. Deine Göttlichkeit ist völlig eins mit Gott - dem Göttlichen, dem Tao, der Seele oder universellen Lebenskraft, Alles-was-ist - und des Einsseins vollkommen bewusst. Sie ist ein individualisierter Ausdruck von Gott/Göttin.

Es gibt viele Aspekte der individuellen Göttlichkeit. Verschiedene Lehren geben ihr unterschiedliche Namen. Der Kontakt geschieht immer mit der richtigen Lehre und zur rechten Zeit. Ein Aspekt, der oft als Christus bezeichnet wird, verbindet das rein Göttliche - das keine begrenzte menschliche Erfahrung kennt - mit dem Menschlichen. Gegenwärtig nehmen viele Menschen Kontakt mit der Christusebene auf. über dieser existiert das große Meister-Selbst oder die Ich-bin-Gegenwart, und jenseits davon gibt es wieder andere ‚Gegenwarten‘ der kosmischen Ebene. Jeder Aspekt hat eine eigene Frequenz und einen eigenen Ton oder Namen.

Ein geistiger Führer, wie viele jetzt einen haben, kann ein Aspekt der eigenen Göttlichkeit sein, ein Meister oder Freund aus vergangenen oder dem gegenwärtigen Leben oder etwas ganz anderes. Er kann einer Sphäre entstammen, die den Menschen nahe ist - z. B. die verstorbene Großmutter -, aber auch aus den höchsten Sphären.

Es gibt keine natürliche Trennung zwischen dem, was wir „Ich“ nennen, und unserer Göttlichkeit. Die Trennung besteht nur in unserem Kopf, in unseren Überzeugungen. Durch unsere uralte Entscheidung, der Materie mehr zu vertrauen als der Seele, die die Materie schuf und mit Leben erfüllte, verloren wir das Bewusstsein, dass wir göttlich sind.

Die Tage der Trennung neigen sich dem Ende zu und wir kehren - nach langer Zeit endlich - zur Erfahrung unserer Göttlichkeit zurück. Wir sagen das so ruhig, aber in Wirklichkeit ist es ein bewusstseins- und lebensverändernder, glaubenszerstörender, manchmal haarsträubender Prozess. Es ist die Auferstehung vom Tod und die Rückkehr ins Leben.

Die Initiationen in diesem Kapitel schlagen eine Brücke über die Schlucht des Abgetrenntseins und führen uns ins Paradies auf der anderen Seite.

Ich danke der ‚Lehre des Inneren Christus‘ (TIC), für einige wichtige Techniken, die ich in diesem Buch verwende. (Ich arbeitete bei dieser Kirche als geistliche Rätin. Meine Arbeit schlug später eine andere Richtung ein, doch habe ich einige unschätzbare Methoden aus dem TIC beibehalten.)

Wie ist deine Beziehung zu Gott?

Bevor wir mit den Kontakt-Initiationen beginnen, solltest du dir klar machen, wie du über Gott und deine eigene Göttlichkeit denkst, die eins ist mit Gott. Die meisten projizieren ihre Eltern und Großeltern in Gott, aber nur wenige haben in der Kindheit gottähnliche Liebe erfahren. Menschliche Liebe ist meist an Bedingungen geknüpft: Ich liebe dich, wenn ...... Und wenn ein Elternteil liebevoll war, aber auch hart bestrafte, dann verstehen wir unter Liebe etwas, was Bestrafung mit einschließt.

Das Vertrauen in die göttliche Liebe wächst ruhig, sanft und mit der Zeit. Unseren Eltern und Großeltern ihre Unzulänglichkeiten zu vergeben und unsere Beziehung zu ihnen zu heilen, ist ein wichtiger Schritt.

Die Liebe des Göttlichen zu sich selbst in uns ist unendlich groß, ewig und bedingungslos, doch aus menschlicher Sicht erhaschen wir nur einen schwachen Schimmer von ihr. Je mehr wir mit unserem göttlichen Selbst verschmelzen, desto mehr Liebe können wir fühlen. Wir selbst sind göttliche Liebe. Der göttlichen Liebe vertrauen heißt, uns selbst zu vertrauen. Wir sind Liebe, Liebende und Geliebte zugleich.

Initiation

Suche einen ruhigen Ort auf und rufe dein göttliches Selbst. Wenn du es wünscht, rufe auch einen geliebten Meister herbei oder ein anderes Wesen der Liebe Gottes und des Lichts.

öffne dich für die Liebe: Geh in die Meditation oder denk an einen Augenblick voller Liebe und Glück oder an einen geliebten Meister oder etwas anderes, was in deinem Herzen Liebe erweckt.

Wenn du bereit bist, bitte darum, göttliche Liebe fühlen und empfangen zu können - sie ist da. öffne dich ihr. Sei offen wie ein kleines Kind und lass so viel Liebe einströmen wie möglich.

Wenn Schmerz, Leid, Angst, Wut, Skeptizismus, Härte in dir auftauchen, dann liebe sie und bitte darum, dass sie von dir genommen werden, wenn du bereit bist. Bitte die goldene Flamme deiner Göttlichkeit, jede Ebene deines Wesens zu durchdringen: Unbewusstes und Bewusstsein, Gefühle, Körper und Aura. Atme tief. Streiche beim Einatmen mit den Händen an deinem Körper entlang und führe sie beim Ausatmen über deinen Kopf hinaus. Trenne dich von den alten Gefühlen. Lass sie los, so gut du kannst.

Meist löst sich bei dieser Arbeit eine ganze Schicht. Das erfordert Zeit, und deine Arbeit kann noch mehr zum Vorschein bringen, was zu verzeihen und zu lösen ist. Aber du wirst es schaffen.

öffne dich jetzt wieder der Liebe. Je mehr du empfängst, desto intensiver wird deine Arbeit. Auch wenn du keine oder nur wenig Liebe spürst, kannst du sicher sein, dass deine Bemühung tausendfach auf dich zurückkommen wird. Für jeden Schritt, den wir unternehmen, macht unsere Göttlichkeit zehn.

Hier einige Feststellungen, die du dir laut oder leise vorsagen kannst:

Ich bin eins mit Gott. Ich bin göttliche Liebe. Das Göttliche liebt sich in mir. Ich bin geschützt, die göttliche Liebe zu empfangen und von ihr eingehüllt zu werden. Ich vertraue ihr und ihrer Führung. Göttliche Liebe ist meine Liebe für mich selbst. Mit der Unschuld eines Kindes öffne ich mich der Liebe wie eine schöne Rose. Die Rose wird von Sonnenschein, Regen und Erde genährt. Wie könnte es sein, dass ich, Ebenbild des Göttlichen, weniger genährt werde? Ich werde unendlich und ewig geliebt. Ich bin Liebe, Liebende(r) und Geliebte(r).

Den Empfang klären

Wenn du mit der Seele kommunizierst, musst du zuerst deinen „Empfang“ überprüfen. Ist er geklärt? Damit ist gemeint, dass sich keine andere Energie in deiner Aura befindet als deine eigene und dass deine Energie klar genug ist, um mit deiner Seele zu kommunizieren. Natürlich können wir von anderen Energien beeinflusst sein, und wir alle kennen dieses Phänomen, auch wenn wir es nie benannt haben. Selbst der Aufrichtigste und Erfahrenste muss dem Empfang die größte Aufmerksamkeit widmen.

Dies ist sehr einfach. Sprich mit Überzeugung - laut oder leise - folgende Worte:

Meine Aura besteht jetzt ausschließlich aus der Liebe und dem Licht meiner göttlichen Ich-Bin-Präsenz.

Erinnere dich daran, du kannst auch Christus, Gott oder einen anderen Begriff verwenden.

Jetzt genügt deine einfache Absicht, dich tief mit der Seele zu verbinden.

Wenn du unklar bist, können unerlöste Überzeugungen und Gefühle deinen Kanal verstopfen, vielleicht duldest du auch andere Energien in deiner Nähe. Wenn es psychische Verstrickungen mit einer anderen Person aufzulösen gibt, kannst du im Kapitel über Beziehungen nachschlagen. Zur Heilung von Denken und Gefühl sieh im Klärungskapitel nach. Um Gedankenformen oder eine Wesenheit loszulassen (eine Person, deren Geist anwesend ist), siehe das Kapitel „Dienen“. Mach dir keine Sorgen, alles geschieht zur rechten Zeit. Gib jetzt einfach dein Bestes.

Die Kontakt-Initiation
Meditation

Schaffe dir Raum in der alltäglichen Betriebsamkeit, um die Tür zu deinem wahren Wesen zu öffnen, und lade das Höhere Selbst ein, einzutreten. Zumindest am Anfang brauchst du wahrscheinlich die Meditation, um dich mit deiner göttlichen Gegenwart zu verbinden und mit ihr zu verschmelzen. Meditation ist der Raum, in dem du innere Führung erhältst.

Folgende Schlüsselmeditation führt zur Tiefenentspannung von Körper, Geist und Gefühl. Wenn wir ganz entspannt sind, sind wir mehr wir selbst und können besser Kontakt aufnehmen.

Setze dich bequem und in aufrechter Haltung hin. Schließe die Augen und atme tief und sanft. Spüre, wie du durch das Wurzelchakra (das Energiezentrum am Steißbein) und die Füße tief mit dem Zentrum der Erde verankert bist. Spüre den Halt, den dir Mutter Erde gibt, dein Einssein mit ihr. Atme tief und entspanne dich.

Lade die Liebesenergie unserer Göttlichen Mutter ein (oder von Maria, Quan Yin, Saraswati, deiner eigenen inneren Göttin oder einem anderen Aspekt der Göttin), damit sie vom Erdzentrum aus in deine Füße fließt und jede Zelle und jedes Atom mit Liebe füllt. Diese wundervolle fließende, rosa-goldene Liebeslicht-Energie ist die Essenz der Liebe Gottes oder des Universums. Lass deine Füße diese Liebe spüren. Sorge dich nicht, wenn du gar nichts fühlst, sondern fahre einfach fort. Diese Energie fließt jetzt nach oben in deine Knöchel, Waden, Knie und Oberschenkel. Nimm zwei tiefe Atemzüge dieser Liebe und entspanne deine Beine und Füße.

Nun strömt die göttliche Liebesenergie in deinen Unterkörper, in die Genitalien, steigt langsam hinauf in den Solarplexus und in den mittleren Rücken, in den Brustkorb, oberen Rücken und in die Schultern. Versuche wieder, diese Liebe zu spüren. Nimm drei tiefe Atemzüge von dieser Energie und entspanne den Rumpf.

Lass jetzt die Liebe in deine Arme und Hände fließen, dann hinauf in den Hals, ins Gesicht, in den Kopf. Lockere Kinn und Kiefer und lass sie entspannen; schüttle deine gesellschaftliche Rolle von dir ab. Lass Mund und Wangen einsinken, entspanne Augen und Stirn. Spüre die Liebe und atme zweimal tief durch.

Wenn du es möchtest, kannst du die Lichtenergie des Göttlichen Vaters einladen, durch deinen Scheitel in deinen Körper zu fließen und sich mit der Energie der Göttin zu vereinen.

Fahre fort, tief zu atmen, während du die Spannung in allen Teilen deines Körpers auflöst und dich immer mehr entspannst. Segne deinen Körper und sage leise oder laut:

Ich segne diesen geliebten göttlichen Körper. Dieser Körper bildet und nährt sich aus göttlicher Liebe und Intelligenz, göttlichem Licht und Willen.

Stimme dich tiefer ein ins Bewusstsein von Seele und Gefühl. Gedanken und Emotionen sind wie Kinder: Wir erschaffen sie, und sie benötigen unsere Liebe und unser Verständnis, um sich in der göttlichen Freiheit entfalten zu können. Bewertungen oder Ängste kannst du in einen höheren Zustand überführen, indem du sie liebevoll annimmst und sich selbst dafür liebst, dass du diese Gefühle hast.

Wähle jetzt ein altes Muster, das du auflösen möchtest. Liebe und segne es. Umarme es! Liebe dich aus ganzem Herzen dafür, dass du es ausgesucht hast. Sprich folgendes:

Ich liebe mich für diesen Gedanken und dieses Gefühl. Ich umarme beide in Liebe. Ich segne alle meine Gedanken und Gefühle. Sie verwandeln sich jetzt in meinen natürlichen Ausdruck von Liebe, Freude, Licht, Weisheit, Wissen, Einssein und Kraft. So sei es.

Stimme dich jetzt noch tiefer in die Bewusstheit deiner Seele ein. Rufe sie herbei. Wenn du einen geistigen Führer oder einen Meister hast, mit dem du gern arbeitest, kannst du ihn jetzt rufen. Du kannst dich auf einen Meister oder Engel konzentrieren, über die du etwas weißt oder von denen du ein Bild hast. Sie können dich tiefer mit der Seele verbinden. Oder bitte einfach Gott oder dein Inneres Selbst, bei dir zu sein, du zu sein.

Du kannst nun die folgenden Affirmationen führen und aussprechen:

Ich bin die Liebe Gottes. Ich bin Gottes Licht. Ich bin ein göttlicher Meister und erinnere mich daran, wer ich wirklich bin. Ich bin schön. Als Teil des Göttlichen bin ich ewig unschuldig und gut. Ich werde unendlich geliebt, unterstützt und versorgt. Ich bin das Wissen und die Weisheit von Gott/Göttin. Ich bin Freiheit und Kraft. Ich bin Freude. Ich bin die göttliche, unendliche Fülle. Ich bin eins mit allem.

Werde jetzt zum empfangenden Gefäß, sei bereit, von der Seele zu empfangen. Du kannst hören, fühlen und sehen, was dir die Seele gibt. Wenn du abgelenkt wirst, beobachte, wie dies kommt und geht, ohne ihm Aufmerksamkeit zu widmen. Verweile zwanzig bis dreißig Minuten in diesem Zustand.

Es ist gut, zweimal am Tag zu meditieren.

Einen inneren Namen hören

Möchtest du einen inneren Namen für einen Aspekt deiner göttlichen Natur erhalten, dann kannst du ihn jetzt erfragen.

Der Name kann zum Beispiel der eines Meisters und dir schon bekannt sein; es kann aber auch ein dir völlig neuer Name sein. Du kannst ihn entweder als Ganzes oder in Bruchstücken übermittelt bekommen.

Versuche, ihn zu hören. Sei entspannt, geduldig, offen und konzentriere dich auf die Liebe. Lass dir Zeit. Wenn du Schwierigkeiten damit hast, erbitte Buchstabe um Buchstabe. Wir machen uns hier leicht etwas vor und hören dann Namen, die uns der Verstand eingibt. Nur wenn dir das Empfangene im tiefsten Herzen richtig erscheint, stammt es wahrscheinlich aus der Seele. Sei offen, aber gleichzeitig auch kritisch. Und nimm dir alle Zeit, die du benötigst.

Ein Name kann etwas Schönes sein, aber du brauchst keinen, um dich auf deine Seele einzustimmen. Du kannst auch einen der folgenden Begriffe benutzen: Gott, meine Ich-Bin-Gegenwart, mein inneres Selbst, meine Göttlichkeit, meine inneren Führer, mein Rat der Zwölf oder des Lichts. Am besten ist, was für dich am natürlichsten ist.

Das Zeichen empfangen

Unabhängig davon, ob du mit einem Namen arbeitest, kannst du um ein „Zeichen“ durch deinen physischen Körper bitten. Du kannst spontan ein Zeichen bekommen - ein sanftes Hin- und Herschwingen in der Meditation oder einen Schauer durch den Körper -, wenn du die Wahrheit hörst. Der Vorteil eines solchen Zeichens ist, dass du die Seele unmittelbar durch und als deinen Körper empfängst. Dies hilft dir - und deinem Körper - eine Botschaft klarer zu verstehen!

Fast alles kann zum Zeichen werden: ein Licht in deinem Dritten Auge (dem sechsten Chakra, das sich zwischen den Augenbrauen befindet), Farben, eine Vision, oder der Duft von Blumen. Es kann auch eine Bewegung in einem Teil deines Körpers sein - im Kopf, im Daumen, im Arm -, ein Gefühl der Liebe, ein Wohlgefühl im Herzen, ein Kribbeln, eine Veränderung beim Atmen. Es wird oft von einem tiefen Gefühl der Freude und der Liebe begleitet.

Wenn du möchtest, dann bitte um ein Zeichen. Sei geduldig, entspannt und konzentriere dich auf die Liebe. Wenn du etwas empfängst, dann prüfe es. Bitte darum, dass sich das Zeichen verstärkt, dass es verschwindet und wiederkommt. Ein Zeichen, das wirklich aus der Seele kommt, besteht diese Tests. Falls du kein Zeichen erhältst, denk daran, dass die Seele nichts zurückhält; es liegt dann an deiner fehlenden Bereitschaft, meistens am mangelnden Vertrauen in Gott. Wenn du dein Vertrauen und deine Offenheit entwickelst, kann ein Zeichen kommen. Dein vertrauensvolles Bitten öffnet die Tür.

Eine Bewegung ist ein definitives und klares Zeichen, und du kannst darum bitten, wenn du es wünschst. Bei mir ist es eine Drehung des Kopfes - und neuerdings stellt sich auch ein freudiges Lächeln ein. Die Kehrseite eines körperlichen Zeichen ist, dass dein Verstand hier leichter als bei subtilen Zeichen intervenieren kann und deinen Körper bewegt. Wenn du von der Seele empfängst, ist weiter nichts wichtig, als dass du in der Liebe bleibst.

Unabhängig davon, ob du einen Namen bzw. ein Zeichen bekommst, kannst du von deinem Höheren Selbst Botschaften und Antworten auf deine Fragen erhalten.

Führung durch die Seele
Botschaften:

Jetzt bist du bereit, um eine Botschaft, eine Antwort auf eine Frage oder eine Führung zu bitten.

Botschaften aus der Seele werden normalerweise in Abstraktionen vermittelt, selten in Worten oder Bildern. Wir übersetzen diese Abstraktionen in die Form, in der wir sie am besten verstehen. Daher drücken zwei Menschen die gleiche Botschaft unterschiedlich aus.

Folgende Ausdrucksformen sind gängige Übersetzungen der Abstraktionen der Seele in eine uns verständliche Sprache:

Worte: Du kannst in deinem Geist Worte „hören“ - so als spräche jemand tatsächlich zu dir. Oder du kannst auch nur Schlüsselworte hören, die zusammengefügt einen Sinn ergeben. Nehmen wir einmal an, die ganze Botschaft lautet: „Diese Beziehung ist gut für dich. Ihr habt so lange gewartet, bis ihr beide dafür bereit ward. Ihr seid alte Seelengefährten.“ Du könntest dann etwa folgende Worte empfangen: „Beziehung....gut....gewartet... Seelengefährten“ und die Bedeutung fühlen, die dahintersteckt.

Bilder, eine Vision: Hier siehst du vor deinem geistigen Auge ein Bild, das dir eine Botschaft vermittelt. Natürlich kann es sein, dass du seine Bedeutung nicht verstehst. Dann frage nach ihr, verschaff dir Klarheit.

Fühlen und Wissen: Wenn du die Botschaft spürst, brauchst du keine Worte. Etwas unmittelbar aus der Seele zu wissen oder zu fühlen ist intuitives Erleben, und damit deutlicher, als Bilder und Worte sein können. Manchen ist dieses intuitive Erleben zu unspezifisch, aber es ist eine wunderbare Möglichkeit, Botschaften aus der Seele zu empfangen.

Eine Kombination mehrerer oder aller dieser Elemente: Dies ist häufig der Fall und vertieft und bestätigt das Empfangene.

Wenn du um eine Botschaft bittest, kann es hilfreich sein, tief in die Augen eines geliebten Meisters zu schauen. Schau dir ein Bild von ihm an oder stelle ihn dir in deinem Geist vor. (Sei nicht überrascht, wenn sich der Ausdruck auf dem Bild verändert!)

Wenn du um eine Botschaft bittest, erhältst du wahrscheinlich eine Botschaft der Liebe für dich; es wird dir übermittelt, wie wundervoll du bist oder dass du dich mehr lieben sollst.

Antworten auf Fragen

Wenn deine Beziehung zu deiner Seele liebevoll und echt ist, weißt du, welche Fragen du stellen sollst. Richtig sind die Fragen, die dir am Herzen liegen und mit dem großen Plan deines Lebens zu tun haben. Nebensächliches ist normalerweise nicht das Beste. Wenn ich etwas verloren und überall danach gesucht habe, rufe ich manchmal frustriert: „Wo ist es nur, Gott?“ Meistens ist es dann innerhalb von Sekunden in meinen Händen. Du kannst nach allem fragen, was du wirklich wissen möchtest, auch wenn es unbedeutend erscheint: nach einem Erlebnis, das du nicht verstehst, nach der Gesundheit deiner Katze, nach Geldquellen. Alles ist richtig, keine Frage wird beurteilt. Doch sollte die Anwesenheit einer so liebevollen, machtvollen Energie stets geehrt und zum größten Nutzen eingesetzt werden.

Die Form deine Bitte reflektiert die Natur Gottes/des Universums. Du bist keine Marionette, an deren Fäden Gott zieht. Wie du das Leben erfährst, wird von deinen bewussten und unbewussten Gedanken und Gefühlen bestimmt. Wenn du fragst, ob du etwas tun sollst oder ob du bald eine Beziehung haben wirst, lässt du etwas mit dir geschehen, und das ist nicht deine höchste Wahrheit. Auch wenn du beispielsweise fragst, ob es bald ein großes Erdbeben geben wird, leugnest du die eigene Schaffenskraft.

Hier einige mögliche Fragen, die aus einem tieferen Verständnis gestellt werden. Ich bin Mitschöpfer von Gott/dem Universum, eins mit allem und allen. Das, was für mich wahrhaft am besten ist, ist auch für alle das Beste.

 Ist es tatsächlich mein Wunsch, (dies zu tun); kommt dieser Wunsch aus meinem Herzen, entspricht er mir jetzt in diesem Augenblick wirklich?

 Ist es das Beste, was ich jetzt tun kann, eine Beziehung in mein Leben einzuladen? (Wenn ja:) Wie soll ich es anstellen?

 Ist es wahrscheinlich, dass es hier in diesem Jahr zu einem Erdbeben kommt? (Wenn ja:) Ist es möglich, diese Energie abzulenken? Wäre das weise? Was ist zu tun?

Wenn du den Wunsch hast, Meistern und Gott zu dienen, kann es gut sein zu fragen: „Was kann ich jetzt tun?“ Aber auch dann ehrt der Geist der Mitschöpfung dein menschliches Selbst und erlaubt dir, wenn nötig „nein“ zu sagen. Das ist gesund und ausgewogen.

Wenn es um die Beantwortung von Fragen oder um eine bestimmte Führung geht, solltest du wissen, dass dir deine Seele manchmal etwas sagt, was dann aber nicht so eintrifft. Ich plante einmal einen Tagesbesuch bei Bekannten an der Oregon-Küste, die etwa acht Autostunden entfernt in einem kleinen, abgelegenen Ort wohnten. Da ich nicht gern an einem Tag so weit fahre, hätte der Kurzbesuch vier Tage meiner Zeit beansprucht, die mir jedoch immer kostbarer wurde. Da kam mir die Idee, ein Privatflugzeug zu mieten. Ich fragte meine Seele: „Wird es helfen, wenn ich einen Aushang am örtlichen Flugplatz mache?“ „Ja“, war die feste Antwort.

Ich fuhr die 30 Kilometer zum kleinen Flughafen und hängte meinen Zettel aus, so dass er nicht übersehen werden konnte. Später am Tag erwähnte ich dies einer Freundin gegenüber. „Richard ist doch Pilot“, antwortete sie. „Frag ihn einfach: er arbeitet bei Truck Village.“

Ich rief Richard an, aber meine Reisetermine kamen ihm ungelegen. Er empfahl einen anderen Piloten, der mich fliegen konnte. Die Seele wusste - sie weiß alles -, dass mein Aushang mir nicht auf direktem Wege den Flug verschaffen, mir aber letztendlich zum Erfolg verhelfen würde.

Eine Botschaft oder eine Idee, auf die du reagierst, kann eine Facette in einem ganzen Mandala von Führungen sein. James Twymans Idee, ein Friedenskonzert in Bosnien zu geben, war eine solche Botschaft.

Nicht jede Führung bringt uns erbauliche oder freudige Erfahrungen. Ein Freund, der Indien bereiste, wurde einmal angeleitet, allein eine Nacht in einem Tempel in Benares zu verbringen. Am frühen Morgen wurde ihm alles, aber auch alles geraubt. Er war völlig nackt, als er um Hilfe rief.

Als er mir später diese Geschichte erzählte, sagte er, ihm sei bewusst, dass ihm die Seele half, etwas Wichtiges zu lernen: dass er selbst dann noch heil und ganz war, als ihm nichts mehr blieb.

Führung kann also ganz anders aussehen als erwartet - völlig anders und scheinbar bezugslos. Mit der Zeit vertrauen wir völlig dem Fluss des Lebens, und wir brauchen nicht zu wissen, warum wir zu bestimmten Handlungen angeregt werden. Wir folgen unserem Herzen, und das ist immer richtig.

Gefühl, Seele, Du

Das Gefühl in der Tiefe deines Herzens ist eins mit der Seele. Es ist leicht, sich mit der Seele verbunden zu fühlen und zu wissen, dass die Führung richtig ist. Was wünschst du dir leidenschaftlich in deinem Herzen? Was möchtest du nicht mehr? Deine Herzenswünsche kommen aus deiner Seele. Sehnst du dich vielleicht danach, am Meer zu wohnen, an einem Massagekurs teilzunehmen oder deinen Job gegen einen kreativeren einzutauschen? Dann ist es deine Seele, die zu dir sagt: „Ja, tu das“, und du brauchst nur noch zu fragen, wie du es anstellen sollst.

Dein Körper reagiert ebenfalls auf deine Entscheidungen. Wenn sich etwas in deinem Körper zusammenzieht, deutet das auf eine negative Antwort hin. (Geh aber den Dingen immer auf den Grund! Auch ein solches Szenario ist möglich: die Angst fühlen und es trotzdem tun!) Ein Gefühl der Freude und der Ausdehnung sagt dir, dass du richtig liegst.

Andere Wege, Botschaften zu bekommen

Du musst nicht unbedingt in der Meditation sein, um Botschaften von deiner Seele zu empfangen. Alles ist Teil des großen Ganzen, und Botschaften kommen in vielen Formen.

Hast du eine wunderbare Idee? Dann kommt sie aus der Seele! Wenn du offen bist, werden dir hilfreiche Ideen für alle Lebensbereiche kommen - so viele, dass du sie nicht alle nutzen kannst. Die Seele ist unendliche Kreativität!

Du kannst jederzeit, Tag und Nacht, Botschaften, Ideen und Erkenntnisse empfangen. Vielleicht gehst du abends mit einem Problem schlafen und wachst am Morgen mit der Antwort auf. Deine Träume können dir Botschaften übermitteln, aber auch andere Menschen können zu Botschaftern werden und deine Wahrheit für dich aussprechen. Du kannst Runen, Tarotkarten, das I-Ging, Medizin-, Engel- oder Kurs-in-Wundern-Karten legen oder jedes andere Hilfsmittel benutzen. Alles wird funktionieren, wenn du dich ihm mit aufrichtigem Herzen näherst. Du magst deine Antwort in einem Buch finden, das du durchblätterst, oder von einem Vogel oder einem anderen Tier erfahren. Die Möglichkeiten sind endlos; sei einfach offen und bewusst.

Kommt die Botschaft von der Seele?

Die Seele fördert deine Emanzipation - und das heißt Freiheit, Erkenntnis, Freude, Kreativität, Spiel, Reichtum, Frieden, Kraft, Göttlichkeit. Klingen in deiner Botschaft diese Elemente an? Kommt sie aus der Liebe? Unverkennbar aus der Liebe? Schwingt dein Herz mit? Inspiriert sie dich? Bringt sie dir Freude? Versetzt sie dich in deine eigene Macht? öffnet sie dich für neue Möglichkeiten? Erweckt sie deine Kreativität? Fühlt sie sich richtig an - selbst tief im Bauch? Ist sie völlig frei von Beurteilung dir oder anderen gegenüber? Dann stammt sie höchstwahrscheinlich von deinem wahren Selbst. Eine Botschaft kann aber auch einen Einhalt gebietenden Ton annehmen - liebevoll und gleichzeitig knallhart sein; doch selbst dann wirst du die Wahrheit darin erkennen.

Es ist einfach, Botschaften des Verstandes mit Botschaften der Seele zu verwechseln. Sogar erfahrene Menschen sind nicht dagegen gefeit. Erhöhte Wachsamkeit ist angebracht, wenn du eine Frage stellst und die Antwort so ausfällt, wie du es dir vorgestellt hast. Sei entschlossen, die Wahrheit herauszufinden. Lass dich bewusster auf deine Seele ein. Fühle die Liebe, das Licht, die Klarheit, und stelle deine Frage noch einmal. Es kann helfen, ein paar Tage zu warten, bevor du nachfragst. Stelle sicher, dass die Antwort aus dieser Klarheit stammt. Botschaften können auch aus dem ‚höheren Selbst‘ kommen, das der Seele näher steht, aber nicht die Seele ist. Der Unterschied ist schwer festzustellen. Viele Menschen channeln aus dem ‚höheren Selbst‘. Sei achtsam, denn auch eine fremde Energie kann sich einschalten und dir eine falsche Botschaft bringen. Sei fest entschlossen, nur Botschaften der Seele anzunehmen, dann wirst du Erfolg haben.

Besonders am Anfang stellen sich oft gleichzeitig Botschaften aus der Seele und aus dem Verstand ein. Ich arbeitete mit einer Frau, deren größter Wunsch es war, Kunst zu studieren. Sie erhielt folgende Botschaft: „Ja, du bist eine Künstlerin, solltest aber zuerst noch Jura studieren, um deine Eltern zufrieden zu stellen.“ Sie war sich nicht im klaren darüber, dass der „Jura“-Teil der Botschaft aus ihrem Verstand stammte, aus einem Gefühl der Verpflichtung. Für die Seele gibt es kein „du solltest“. Sie weiß, dass elterliche oder gesellschaftliche Erwartungen gewöhnlich nicht deine Wahrheit sind. (Manchmal allerdings geht kein Weg an einem ‚Muss‘ vorbei.)

Erhältst du eine unerwartete, verwirrende oder spektakuläre Botschaft oder Antwort, dann schenke ihr im Moment keine Aufmerksamkeit, sondern frage später noch einmal nach. Die Wahrheit wird herauskommen. 1988 lebte ich in San Francisco und glaubte, ich würde dort längere Zeit bleiben. Im selben Sommer zeltete ich eine Woche auf dem Berg Mt. Shasta in Squaw Meadow, einem herrlichen Flecken in 2500 m Höhe. Als ich nach Hause zurückkehrte, fühlte ich mich ganz durcheinander. Schließlich rief ich entnervt aus: „Was soll das?“, und im selben Augenblick sah ich mich am Mt. Shasta leben.

„Nein“, dachte ich, „das kann nicht sein. Schließlich hat mich die Seele gerade erst nach San Francisco geführt!“ Während der nächsten Tagen vertiefte ich mich immer wieder in diesen Gedanken, und jedes mal hatte ich die gleiche Vision. Ich wusste, dass ich entgegen aller Erwartungen Recht hatte. So zog ich zum Mt. Shasta. öffne dich also für das Neue. Die Freiheit von heute ist das Gefängnis von morgen. Deine Seele weiß, was am besten für dich ist.

Was steht heute an?

Frage deine Seele, was für heute ansteht: Gibt es einen neuen Gedanken? Ist das, was ich gegenwärtig plane, wirklich zum Besten aller? Was ist der Grund für ....? Wie soll ich eine Beziehung weiterführen? Mit einer täglichen Überprüfung fällt es uns leichter, unser Leben und unsere Aufgaben zu bewältigen.

Echte Offenheit ist wichtig. Eine bestimmte Führung mag unlogisch erscheinen, aber die Seele sieht und weiß alles, wir als Person dagegen nicht immer.

In seinem leidenschaftlichen Wunsch Indien zu befreien, plante Mahatma Gandhi einmal eine große Parade. Kurz bevor sie stattfinden sollte, blies er sie ab. Den Leuten, die heftig dagegen protestierten, sagte er: „Es geht nicht darum, eine Parade abzuhalten, sondern den Willen Gottes zu erfüllen.“

Möchtest du channeln?

Wenn wir uns mit unserer eigenen Seele oder mit einem anderen Wesen verbinden, können wir Botschaften durchgeben. Dies wird Channeling genannt. Jeder kann es lernen. Für einige ist Channeln Teil ihrer wahren Aufgabe. Durch engagierte Channels haben große Wesen das Kommen des Licht-Zeitalters beschleunigt.

Wenn du channelst oder von jemandem ein Channeling erhältst, musst du gut unterscheiden. Auch wenn dir einige Channelings von dieser Person gefallen haben, musst du jede Botschaft für sich ansehen: Vielleicht stimmt sie für dich, vielleicht auch nicht.

Ich habe 1980 während meines Trainings bei der Kirche des Inneren Christus (TIC) Channeln gelernt. Es fiel mir leicht und machte mir viel Freude. Babaji und andere Meister überbrachten durch mich Botschaften des Lichts und der Liebe, die sich im Herzen richtig anfühlten. Ich gewann bald an Sicherheit.

Dann sollte ich eine Arbeit über das Channeln schreiben. Damals war ich viel damit beschäftigt, Seelen von Verstorbenen zu helfen, in Lichtsphären einzutreten, und beschloss, meine Arbeit darüber zu schreiben. Es kamen auch wundervolle Informationen durch - wie ich Seelen aus Russland herbeirufen konnte und mehr. Ich schickte diese Arbeit an das TIC-Hauptbüro.

Eine Woche später erhielt ich einen Brief. „Wir verstehen diese Arbeit als mentales Channeling“ schrieben die TIC Vorgesetzten. „Versuchs noch mal.“

Ich war niedergeschmettert. Ich hatte auf alles, was ich geschrieben hatte, nur Bestätigungen bekommen. Die „Tatsachen“ erschienen mir so stimmig, so aufregend! Wie könnte mir da ein Fehler unterlaufen sein?

Ich setzte mich und meditierte über dieses Dilemma. Meine Seele belehrte mich, dass man auf ein ganzes Gebilde konzentriert sein kann, das nicht aus der Seele stammt. Es ist begrenzt oder auch einfach nur falsch, doch das erkennt man nicht, weil es in sich völlig logisch ist. Ich erfuhr den eigentlichen Schlüssel zum Channeling, ohne den nichts geht: Das Gesagte kommt aus der Liebe der Seele, und du kannst diese Liebe fühlen, während du channelst. Andere Wesen oder dein eigener Verstand können dir Fehlinformationen geben, aber sie können keine Liebe vortäuschen. Diese Lehre habe ich niemals vergessen.

Danach lernte ich, dass kein Wesen Durchgaben machen kann, die der Überzeugung des Channels widersprechen, auch wenn wirklich eine Verbindung mit der Seele besteht. So channelte beispielsweise Guy Ballard in den „Grünen Büchern“ der St. Germain Press, dass man die unteren Chakren völlig vergessen und einfach abschneiden sollte. In den letzten Jahren hat er anderen und mir die Botschaft übermittelt, dass seine damalige Aussage auf einem Vorurteil beruhte und er sie deshalb hörte. Sie kam nicht aus der Seele.

Ein Channel kann bei ein und derselben Durchgabe abwechselnd mit der Seele und mit anderen psychischen Ebenen verbunden sein, ohne es zu bemerken. Deshalb kann ein einzelner Satz plötzlich von den anderen abgekoppelt sein. Es ist daher völlig legitim, wenn wir nur bestimmte Teile eines Channelings akzeptieren.

Selbst wenn wir davon ausgehen, dass das ganze Channeling aus der Seele kommt, ist es für uns manchmal nur teilweise oder auch gar nicht stimmig. Wir sind göttliche Wesen, schaffen unsere Realität nach unseren Wünschen und empfangen die Seele auf unsere eigene Weise. Der Schlüssel ist: Gib niemals deine Autorität ab!

Ich bin besonders vorsichtig bei Channelings, die Furcht hervorrufen können. Wenn wir meinen, dass eine Botschaft korrekt ist, aber etwas enthält, was wir nicht zulassen möchten, dann lässt es sich möglicherweise verändern. Die meisten Propheten, die Erdveränderungen vorhersagen, stellen dies klar: Ihre Aufgabe ist es, uns wissen zu lassen, wohin wir steuern, damit wir es ändern und - z.B. ein Erdbeben - abwenden können. Daher strafen sich die besten Propheten selbst „Lügen“ - und verdienen dafür besonderen Dank!

Selbst das aufrichtigste Channel kann sich unbewusst einem Wesen aus einer niedrigen Sphäre oder einer mentalen Botschaft öffnen. Es muss objektiv auswerten, was empfangen wurde und dies mit der eigenen Seele überprüfen. Und derjenige, für den die Durchsage bestimmt ist, muss sie mit seiner eigenen Seele überprüfen und darf nur das annehmen, was sich in seinem Inneren richtig anfühlt. Hier einige Punkte für das Channel und für den Empfangenden, die überprüft werden sollten. Sie gelten ebenfalls für die Botschaften:

 Fühle ich die unendliche Liebe und Ehrfurcht vor allem Leben; ist die Seele in diesem Channeling?

 Fühlt sich die Durchsage in meinem Herzen und meinem ganzen Wesen richtig an?

 Werde ich in meine eigene Macht versetzt, wenn ich dieses Channeling annehme? Erhöht es meine Integrität? Ebnet es mir den Lebensweg? Vermittelt es mir langfristig gesehen Freude und Aufschwung?

Wenn du ein starkes Verlangen nach etwas hast oder sehr emotional bist, dann hat dein Channeling eine 50prozentige Chance, korrekt zu sein. Ich hielt mich jahrelang zum Narren, als ich einmal unbedingt einen Mann haben wollte. Ich glaubte, die Seele hätte zugestimmt. Im Bereich der Gefühle kann sich auch ein sorgfältiges Channel leicht irren. Ich fand zum Beispiel heraus, dass die Botschaft wenig Aussicht auf Erfolg hat, wenn es um eine Beziehung geht, die sich jemand sehnsüchtig wünscht. Bin ich schwanger? Habe ich eine schwere Krankheit? Solche Fragen sollten jemanden gestellt werden, der klar und objektiv ist. Und auch dann solltest du dich nicht auf die Antwort verlassen, sondern lieber herausfinden, was auf der dreidimensionalen Ebene vor sich geht - in unserem Beispiel einen Arzt aufsuchen.

Wenn wir channeln, dann geschieht das immer von einer bestimmten Lebensgrundlage aus, auch wenn diese recht erleuchtet sein kann. In dem Maße, in dem sich unser Leben ausdehnt, dehnt sich auch unsere Wahrnehmung aus. Wenn sich unsere Lebensgrundlage erweitert, muss die alte Form des Channelns vielleicht angepasst und integriert werden. Die neue Grundlage kann neue und andere Informationen auftun und damit die alte Grundlage völlig überholen. Die großen Wahrheiten - z.B. dass alles göttlich ist - sind dem jedoch nicht so sehr unterworfen wie beispielsweise ein Channeling über die Aktivitäten im Leben.

Eine Anmerkung für alle, die sich selbst als Gebende oder Dienende sehen. Viele dienen seit viele Leben und reagieren in gewisser Weise automatisch, wenn es um Helfen oder Geben geht. Die Idee, geben zu wollen, kann durchaus aus der Seele stammen - es ist wirklich eine Freude zu geben, was uns gehört. Allerdings besteht hier die Gefahr, Situationen zu missinterpretieren. Dazu ein Beispiel:

Kathryne erhielt eine kostbare Bernsteinkette geschenkt - und war ganz vernarrt in sie. Am gleichen Abend trug sie die Kette auf einem Seminar und erntete dafür Komplimente und begehrliche Blicke von der Seminarleiterin.

„Schenke sie ihr“, flüsterte eine Stimme Kathryne ins Ohr. „Gib sie ihr.“ Kathryne hatte noch gar keine Gelegenheit gehabt, das schöne Geschenk zu genießen, und widerstand deshalb der Einflüsterung. Aber bevor sie nach Hause ging, nahm sie in allerletzter Sekunde die Kette ab und legte sie der Frau um den Hals. Kathryne weinte auf dem ganzen Nachhauseweg.

Diese Eingebung war ein mentales Channeling, eine „Du-sollst-Botschaft“, die mit Kathrynes vorgezeichneter Rolle als „Geberin“ zusammenhing. In einer ähnlichen Situation könnte eine solche Botschaft richtig sein. Aber wir haben ein Anrecht auf die Dinge, die wir schätzen - eben aus dem Grunde, weil wir sie schätzen, und daran ist nichts Unrechtes.

Wir können daraus lernen, dass auch das umsichtigste Channel die Führung der Seele missverstehen kann, wenn es sich als Dienende (oder als etwas anderes) identifiziert und in dieser Vorstellung gefangen ist. Es kann dann Botschaften erhalten, die nicht stimmig sind, und sie trotzdem befolgen. Ein verbreitetes Muster besteht darin, für andere hierhin und dorthin zu flitzen, obwohl man eigentlich schon längst ruhebedürftig wäre und zu Hause bleiben sollte. Flexibilität, Humor, sich selbst und die eigene Aufgabe nicht allzu wichtig zunehmen, ausgewogene Energie und Aktivität - das alles macht ein wirklich gutes Channel aus.

Das Channeln für eine andere Person bedarf äußerster Sorgfalt, auch wenn man darum gebeten wird. Es ist nicht unsere Aufgabe, anderen zu sagen, was sie zu tun haben.

Ein weiser Lehrer verglich einmal die Wahrheit mit einem riesigen Blumenstrauß. Jeder sieht ihn aus einem anderen Winkel: Ineinander übergehende Farben und Umrisse vermitteln uns unser jeweils ureigenes Bild. Doch obwohl die einzelnen Bilder einander manchmal widersprechen, vernetzen sich unsere verschiedenen Sichtweisen zu einem Kaleidoskop von unglaublichem Reichtum. Je klarer wir werden, desto weniger färbt unsere Persönlichkeit unsere Sicht, und unsere Bilder gleichen sich einander an - jedoch niemals völlig. Daher können wir die Wahrheit eines anderen nicht so klar sehen, wie dessen eigene Seele dies kann.

Das Göttliche erteilt niemanden Befehle. Unser Höheres Selbst und alle wahren Meister achten immer unsere individuelle Perspektive und unseren freien Willen. Man kann uns eine bestimmte Handlungsabfolge vorschlagen, doch ob wir uns dafür oder dagegen entscheiden, liegt bei uns. Wenn wir auf Anfrage channeln oder eine spontane Botschaft für jemanden erhalten, geben wir diese immer nur als Anregung weiter - niemals als Anweisung, auch wenn die Botschaft wichtig ist. Jedes Mehr wäre hier weniger.

Eine letzte, aber wichtige Anmerkung zum Channeln. Aus unserer beschränkten Perspektive kann es uns leicht vorkommen, als sei ein hohes Wesen etwas Besseres als wir. Nichts könnte der Wahrheit ferner sein. Wir sind alle gleich, wir sind geliebte(r) göttliche(r) Göttin/Gott. Im Moment ist es hilfreich, von denen zu hören, die ihre Göttlichkeit erreicht haben und uns helfen, das Gleiche zu tun. Aber wir streben unsere eigene Weisheit an, unsere eigene Autorität, das Channeln unseres eigenen Meister-Selbst“. Und auch das führt uns nur dazu, unsere Göttlichkeit tatsächlich zu leben und sie hier in dieser Welt vollkommen auszudrücken.

Kosmischer Kontakt

Es folgt eine Initiation, die mir kam, als ich sie brauchte. Wie immer kannst du sie verändern, wenn du möchtest.

Versetze dich in deiner Vorstellung auf die Hochebene des Grand Canyon oder an einen anderen schönen Ort in der Natur. Es ist ein herrlicher Tag. Die Sonne scheint warm, der Himmel ist tiefblau, und eine kühlende Brise streichelt dein Gesicht. Du bist entspannt und glücklich. Hörst du die Stimmen der Natur?

So weit dein Auge reicht, nichts als Natur. Du schaust um dich - nach hinten, nach rechts und links, nach oben. Außer dir ist niemand da.

In dir ist Frieden, und du beginnst, langsam nach oben zu schweben. Der Abstand zur Erde vergrößert sich. Du schwebst höher und höher und kannst bald kilometerweit sehen. Jetzt erkennst du die Rundung der Erde und den Kontinent, den du verlässt, umgeben von Ozeanen.

Du steigst weiter und verlässt die Erdatmosphäre. Die Erde ist auf die Größe eines Fußballs geschrumpft, dann hat sie nur noch die Größe eines Baseballs. Jetzt ist die Erde eine winzige Murmel - und verschwindet. Du schwebst weiter.

Du hast das Zentrum des Universums erreicht. Friedvoll sitzt du im All und schaust dir die nahen Sterne und Galaxien an. Da bewegt sich ein strahlendes Licht auf dich zu. Wie es sich nähert und gleißender wird, erkennst du ein wundervolles göttliches Wesen, strahlend wie eine Sonne. Du erkennst in ihm deine eigene göttliche Präsenz!

Du umarmst es mit großer Freude. Wortlos teilst du ihm mit, was du möchtest. Du erhältst Gaben oder Botschaften, du schwebst durch das Universum, du lässt dich treiben. Schließlich bemerkst du, dass dein Körper im gleichen Licht zu strahlen beginnt.

Wenn du Fragen oder Probleme hast und Hilfe brauchst, nenne sie jetzt und warte auf die Antwort.

Gibt es noch andere Geschenke, die du erhalten möchtest?

Verschmelze jetzt mit deiner Gottheit, wenn du es wünscht.

Sobald du bis zum Bersten angefüllt bist, schwebe zur Erde zurück. Du erblickst sie als Nadelkopf in der Ferne, langsam wird sie größer und größer in deiner Vision. Du entdeckst den Ort, an dem du aufstiegst und schwebst hinab.

Wenn du zurückgekommen bist, betrachte dich und dein Leben ausgiebig. Stehen Veränderungen an? Neue Wege, die du gehen solltest? Bleibe bei dir, bis alles geklärt ist.

Du kannst jederzeit dorthin zurückgehen.

Kraftort

Wenn du dich verwirrt fühlst, klein, allzu menschlich, dann ist diese(s) Kontakt/Einssein besonders hilfreich.

Werde dir während der Meditation des erdenden Bandes bewusst, das von deinem Wurzelchakra ausgehend bis in das Erdzentrum hinabreicht. Gleite an diesem Band hinunter in den schützenden, nährenden Leib der Mutter Erde. Passe dich dieser Umgebung in behaglicher Weise an. Möchtest du es noch gemütlicher haben, dann versetze dich an einen wundervollen Ort in der Natur und verändere den Rest des Prozesses dementsprechend.

In der Ferne taucht ein Licht auf. Du bewegst dich leicht darauf zu. Als du dich ihm näherst, erkennst du einen wundervollen Kraftort, der nur für dich geschaffen wurde - ganz so, wie du es wünschtest. Sieh dich um und bemerke die Einzelheiten. Unterirdisch kann der Ort voller Licht sein mit Fenstern. Ist es eine Höhle? Ein palastähnlicher Raum? Eine Kuppel oder ein Zelt? Ist er mit gemütlichem Mobiliar, Kissen, Düften, Kerzen, Pflanzen, Musik ausgestattet? Möchtest du etwas verändern, dann tue es durch deine Gedankenkraft.

Niemand kann hier ohne deine Erlaubnis eintreten. Dein göttliches Selbst oder ein bevorzugter Meister deiner Wahl würden gern hereinkommen, sobald du bereit bist. Bist du es, rufe dieses Wesen. Und da ist es! Mit einem breiten Willkommenslächeln schreitet es mit ausgestreckten Armen auf dich zu.

Ihr umarmt euch in freudiger Vereinigung. Teile ihm alles mit, was dich bewegt.

Setze dich nun auf den Schoß deines göttlichen Freundes, der dich liebevoll umfängt, dich wiegt, streichelt und dir wundervolle Wahrheiten sagt: Du bist schön, Gott liebt dich, du bist ein göttlicher Aspekt Gottes. Du bist gut und unschuldig, du bist des Göttlichen wert. Du wirst unendlich und ewig geliebt. Welche liebevollen Worte hörst du noch?

Während du das erlebst, findet eine Veränderung statt. Im Schoß dieser göttlichen Gegenwart beginnt dein Körper zu strahlen und du erkennst, dass du gleichzeitig der Meister und dein altes Selbst bist, die dich halten, lieben, streicheln und zu dir sprechen.

Plötzlich bist du der Meister und es gibt kein „du“ auf deinem Schoß. Du bist das Göttliche. Nimm dir Zeit und fühle dies mit tiefer Klarheit.

Jetzt dürfen mit deiner Erlaubnis deine alten Freunde - andere Meister - eintreten. Vielleicht erkennst du einige, andere mögen dir unbekannt sein. Wieder findet eine freudige Vereinigung statt.

Du kannst dich mit diesen Meistern genauso austauschen, wie du es willst.

Dieser Kraftort ist immer für dich erreichbar.

Einheit

Auch wenn man schon seit längerem Botschaften empfängt, mag es manchmal schwer sein, eine zu erhalten. Eine seltsame Entwicklung! Mir wurde klar: Meine Seele will, dass ich eins mit ihr bin und dass ich alles Wissen unmittelbar aus meiner eigenen Göttlichkeit heraus bekomme. Dieses Verschmelzen, das Einssein mit unserem göttlichen Meister-Selbst, ist unser Ziel.

Mögen die Liebe und das Licht der Seele, die du bist, dich erfüllen und unendlich segnen.

3. Kapitel
Das Karma klären

Kläre, was Du nicht bist.

Das, was du wirklich bist,

durchstrahlt mit seinem unendlichen Licht das ganze Universum.

Was gibt es zu klären? Seele/Gott ist alles. All-liebend, allmächtig und allwissend. Wir sind das vollkommene Ebenbild Gottes. Wie kann es dann scheinen, das wir so ganz anders sind?

Die Antwort liegt in unserer Annahme, dass wir von Gott und den anderen getrennt sind. Wir glauben, dass wir unser Körper sind, ein Staubkorn im Universum. Wir glauben, wir hätten nicht genügend Geld, Zeit oder Energie zur Verfügung. Wir fühlen uns machtlos angesichts des Alterns und des Todes. Doch gerade weil wir göttlich sind, manifestieren sich diese einschränkenden Überzeugungen mit so großer Macht im Leben. Und dann geben wir ihnen noch mehr Macht.

Die Erfahrung der Trennung hat unser schweres „Karma“ geschaffen, die Energien aller gelebten Leben, die im Umlauf sind und zu uns zurückkehren. In diesem Kapitel werden wir „schwieriges Karma klären“. Unser Ego - das Fragment unseres Bewusstseins, das wir „ich“ nennen - glaubt an die Trennung. Seine Existenz und Identität hängen an dieser Überzeugung.

Unser wahres Wesen ist ein herrlicher Diamant, der mit dem Licht von Millionen Sonnen das Universum durchdringt. Unser Licht ist eins mit dem Licht aller anderen Diamanten. Doch über diesen wunderbaren, strahlenden, ewigen Diamanten haben sich unsere einengenden Überzeugungen und Erfahrungen wie eine Schmutzkruste gelegt. Deshalb ist es so schwer zu erkennen, wer wir wirklich sind.

Wenn wir uns auf unser göttliches Juwel einlassen oder einfach an Weisheit gewinnen, wird der Schmutz allmählich abgewaschen. Unsere Wahrheit scheint immer stärker durch, und unser Verstand, Herz und Körper spiegeln die unbegrenzten Möglichkeiten des Göttlichen wider.

Das Leben selbst zeigt uns, wo die Ursachen für unser eingeschränktes menschliches Denken zu suchen sind. Gibt es Menschen, denen wir nicht verziehen haben? Sehnt sich unser Herz nach mehr Liebe und Freude? Wenn wir nicht völlig glücklich, gesund, unsterblich in unserer Gestalt sind, wenn unsere Beziehungen nicht wirklich gut sind und wir unser Leben nicht leidenschaftlich leben können, dann gibt es Punkte, an denen wir steckengeblieben sind, und die wir klären müssen. Es sind die Punkte, wo wir jemandem nicht vergeben haben. Klären heißt, solche Punkte auf allen Ebenen unseres Wesens loszulassen. Dies kann rasch oder auch nach und nach geschehen.

Hier ein paar Punkte, die möglicherweise zu klären sind. Sie sind dem ersten Band dieser Reihe, „Schlüssel zum Göttlichen Selbst“, entnommen.

 übermächtige, furchterregende Gefühle (Trauma)

 langanhaltende Lebensumstände, z.B. Aufwachsen in Armut

 die momentane Lebenssituation

 Überzeugungen, besonders der Glaube an Begrenzungen

 Beziehungen

Die Bereitschaft zu klären, entwickelt sich organisch und lässt sich nicht überstürzen. Die Verbundenheit mit unserem inneren Selbst gibt uns Kraft, die Punkte, an denen wir steckengeblieben sind, anzuschauen und zu lieben.

Klären wird zu einem Prozess bewusster Entfaltung. Ungelöste Probleme aus der Vergangenheit tauchen in neuen Lebenssituationen wieder auf, oft auch in unerklärlichen Gefühlen, damit schließlich alles geklärt werden kann.

Und dies unterstützt den Prozess der Klärung:

 dein starker Wunsch

 deine Bereitschaft

 deine Bereitschaft, alles zu lieben, was du herausfindest

 deine Bereitschaft, die Vergangenheit loszulassen (zu vergeben)

 deine Bereitschaft, eine schnelle Veränderung der Lebensumstände zu akzeptieren

 deine Konzentration auf die Seele

 das leidenschaftliche Loslassen und Bekräftigen des Neuen

 deine Bereitschaft, dich neu und positiv zu definieren

 das Auffüllen der Leere, die durch Loslassen entsteht, durch deine neue Wahrheit

 Geduld, Disziplin und Ausdauer beim Erschaffen des Neuen, für das du dich immer wieder von neuem entscheidest

 Zurücklassen -Transzendieren - des Alten, Betreten des Raumes in dir, wo das Alte nie existiert hat

Und vor allem: Liebe dich selbst, nähre dich, sei geduldig und freundlich mit dir und folge deinem eigenen Weg. Lass auch den Perfektionismus und die Hast los.

Das Göttliche tief in unserem Bauch

Die Gegenwart eines Meisters - ob persönlich oder auf einem Bild - strahlt eine heitere Gelassenheit aus, die das ganze Wesen umgibt.

Die meisten von uns - ich z.B. auch - fühlen sich vom Brustkorb aufwärts recht gelassen. Schmerz, Furcht, Trauer, Wut und Verwirrung in unseren unteren drei Chakren haben wir dagegen weitgehend unterdrückt oder verleugnet. Wir lassen diese Gefühle nicht zu, weil wir sie als nicht spirituell und unwürdig abtun.

Früher fürchtete ich mich unterschwellig davor, in meine Trauer und Hoffnungslosigkeit hineinzufallen und mich für immer in ihnen zu verlieren, wenn ich mir erlaubte, sie wirklich zu spüren. Als ich dann aber ganz in diese Abgründe eintauchte, sie einatmete und mir ihrer bewusst war, wurde mir klar, dass es nichts gab, in dem ich mich verlieren könnte. Meine Angst war unbegründet.

Die Beziehung zwischen den verschiedenen Aspekten des Selbst lassen sich so betrachten:

Der Kopf ist der Vater, der Verstand, das Licht, der Himmel. Das Herz ist der Christus in uns, unsere eigene Individuation des/der eingeborenen Sohnes/Tochter von Gott/Göttin. Unsere unteren Chakren sind Mutter, Erde, Gefühl, Dunkelheit. Dunkelheit bedeutet hier nicht Schwierigkeit oder Schmerz, sondern der heilige Schoß der Schöpfung, die Leere, der alles entspringt. Die unteren drei Chakren können auch unser menschliches Selbst genannt werden, das auf der Erde ist und voller Gefühle ist.

Vater und Mutter, Verstand und Gefühl, Dunkelheit und Licht, Himmel und Erde sind nötig, damit Schöpfung entsteht und Leben existieren kann. Wir brauchen beide für unsere Existenz.

Das Herz, der Christus in uns, ist der Retter unseres menschlichen Selbst. Es ist da, um unsere Sünden zu heilen. Sünde bedeutet hier Trennung. Sie besteht in dem irrtümlichen Glauben, wir seien vom Göttlichen getrennt.

Wenn wir uns oder unsere Gedanken, Gefühle, unser Tun und Nichttun beurteilen, dann geschieht etwas Außergewöhnliches. Wir ersetzen den all-liebenden Christus mit Jehovah, dem zornigen, urteilenden Gott. Jehovah ist Ego. Wir verraten uns selbst, spalten uns in verschiedene Aspekte auf. Dieser Selbstverrat manifestiert sich im Leben durch Situationen oder Menschen, die uns im Stich lassen oder „verraten“.

Der Christus liebt bedingungslos alles an uns. Er fürchtet und verleugnet nichts. Wenn sich beispielsweise unser Zorn geliebt und akzeptiert fühlt, dann verpufft seine Energie. Er verwandelt sich in Liebe und wird damit zum verwirklichten Teil des Göttlichen.

Es ist Zeit zu erkennen, dass alle Urteile, die wir über uns selbst fällen, Teil des Problems sind und nicht die Lösung. Es wird uns nicht gelingen, ins Licht zu gehen - aufzusteigen -, wenn wir versuchen, die Bereiche hinter uns zu lassen, die wir verurteilt haben. Wir haben einen Körper auf der Erde angenommen, damit wir alles als göttlich erfahren und lieben können. Das Göttliche umfasst nicht nur alle unsere Gefühle, sondern auch unseren Körper. Die Integration von Dunkelheit und Licht in uns ist Teil unseres Aufstiegs. Sie ist unser Aufstieg.

Wir besitzen alles, um die Göttlichkeit unseres ganzen Wesens erkennen zu können. Der Christus, der wir sind, ist furchtlos und liebt vollkommen. Er liebt bereits alles, was wir sind. Wenn wir uns auf unsere Liebe einlassen, auf diese größte Wahrheit unseres Wesens, und dem Göttlichen in unserem Bauch Liebe hinunterschicken, dann sind wir auf dem Weg zur Meisterschaft.

Die unten beschriebenen Initiationen zeigen Möglichkeiten auf, wie und was zu klären ist. Bestimmte Elemente, wie Vergebung und das Bejahen der eigenen Macht, sind vielen Initiationen gemeinsam. Ich gehe hier bewusst ins Detail, weil jede Initiation eine einzigartige Richtung für eine bestimmte Klärung verfolgt.

Mach auch hier, was für dich stimmig ist; folge immer deiner eigenen Weisheit.

Veränderung akzeptieren

Wenn du mit Hilfe dieser Initiationen eine entscheidende innere Kehrtwendung machst, dann leitest du damit wahrscheinlich große Veränderungen in deinem Leben ein. Vielleicht lässt du eine Beziehung hinter dir und ziehst dich für eine Weile zurück, vielleicht verändert sich aber auch das Leben um dich herum. Das erfuhr eine Frau, die eines Abends einen riesigen Bewusstseinssprung machte und am nächsten Morgen ins Büro kam und - entlassen wurde.

Dummerweise fordern uns Veränderungen oft bis zum äußersten. Auch wenn wir einen eingefahrenen Weg oder eine unerträgliche Situation schon lange satt haben und uns bereits für eine Veränderung entschieden und Schritte unternommen haben, können wir die haarsträubende Entdeckung machen, dass sich etwas in uns noch immer wie ein Ertrinkender an das Alte klammert.

Die Angst vor der Veränderung ist in der Menschheit tief verwurzelt und drückt sich meist als Überlebens- oder Todesangst aus. Um ein erfülltes Leben leben zu können, müssen wir diese Angst überwinden.

So lange du einen Schritt vorwärts und zwei zurückgehst oder zögerlich bist, wenn du das Eine sagst und das Andere tust, wenn trotz all deiner Anstrengungen nur wenig passiert, dann hast du höchstwahrscheinlich Angst vor der Veränderung. Folgende Initiation hilft dir, diese Angst loszulassen.

Die Initiation

Setz dich bequem hin und stimme dich auf deine Seele ein. Denke an die Veränderung, die du dir wünschst und die noch auf sich warten lässt. Mach sie dir zum Geschenk. Tauche in ihr ein. Genieße sie voll und ganz und sei dir dessen bewusst.

Spürst du Angst dabei? Wo sitzt sie? Frag, was geschehen wird, wenn du die Veränderung zulässt. Worin liegt die Gefahr?

Lausche aufmerksam in dich hinein. Es können Bilder, Worte oder andere Gefühle auftauchen. Werde dir der Hürden so klar wie möglich. Lass dich auf die Liebe in deinem Herzen ein, spüre die Gefühle und bleib bei ihnen, wenn du kannst. Atme mit ihnen. Verfange dich nicht in Gedanken und Reaktionen auf sie, sei einfach bei ihnen. Wenn du weinen oder toben musst, lass es geschehen. Sei Zuschauer. Zuschauer sind ruhig und losgelöst. Wenn es dir möglich ist, dann liebe auch die schwierigen Gedanken und Gefühle. Du wirst vielleicht öfter daran arbeiten müssen. Aber irgendwann klingen die Gefühle von allein ab, und du wirst ruhig und ganz und im Frieden mit dir sein.

Hier einige Affirmationen, die bei diesem Prozess helfen können.

Ich bin immer geschützt, wenn ich mein Leben erweitere. Meine Seele und meine wahren Freunde unterstützen meine Wandlung. Ich ziehe Menschen an, die ähnliche Veränderungen erlebten wie ich; ich ermächtige mich, das gleiche zu tun wie sie, und genieße es. Ich werde geliebt, während ich eine neue Richtung einschlage und die alten Wege hinter mir lasse. Mein Leben ist harmonisch. Ich weiß, dass das, was ich loslasse, durch etwas Besseres ersetzt wird. So sei es.

Du kannst während deines Initiationsprozesses immer wieder auf diese Worte zurückgreifen.

Liebes Ego, verlass die Kälte

Wenn du auf andere Personen herabschaust oder dich ihnen unterlegen fühlst, wenn du urteilst, kämpfst, in Konkurrenz stehst, es anderen recht machen möchtest, dich fürchtest, arrogant oder hartherzig bist, dich verpflichtet oder als Opfer fühlst, ist immer das Ego in Aktion. Auch hinter allen Urteilen, Schuldgefühlen und dem Gefühl, nichts wert zu sein, steckt das Ego.

Das Ego glaubt an unser Abgetrenntsein von Gott und den anderen Menschen und fördert dadurch die Illusion in uns. Es würde sich nicht wiedererkennen, wenn wir eins mit allem wären. Eine so tiefe Wandlung wäre sein „Tod“.

Viele von uns haben das Ego zum Feind erklärt und bekämpfen es. In Wirklichkeit erstarkt es aber durch diese Taktik, die wieder nur auf Trennung ausgerichtet ist. Es hat in seinem begrenzten Verständnis sein Bestes gegeben; es hat uns gut gedient und verdient unsere Liebe. Nur so wird es sich in erleuchtete Energie verwandeln können.

Sprich freundlich mit deinem Ego, wenn es dich behindert:

Mein liebes Ego, ich liebe dich.

Lange Zeit glaubte ich, von Gott getrennt zu sein. Ich glaubte, ich müsste mich vor anderen verteidigen. Danke, dass du mich verteidigen wolltest.

Jetzt habe ich erkannt, dass ich Teil des Göttlichen bin, eins mit der Seele, mit allem und allen. Die Seele ist wundervoll! Sie ist all-liebend, allmächtig und allwissend. Sie tut mir und allen anderen Gutes.

Die Seele ist unser Ursprung, unser Sein. Ohne sie hätten wir keinen Körper, kein Bewusstsein, könnten weder denken, noch fühlen, sehen oder hören. Es ist die Seele, die in jeder Sekunde die Trillionen von Wechselwirkungen zwischen unseren Körperzellen steuert und unseren Körper am Leben erhält. Ohne sie gäbe es keine Schöpfung - keine Erde, keine Menschen, keine Bäume, Pflanzen und Tiere. Sie ist das Wesen allen Seins.

Die Seele ist Freude, Fülle, Licht, Leichtigkeit, Freiheit. Sie ist in allem gegenwärtig. Es ist wundervoll, mit ihr eins zu sein.

Gleichzeitig sind wir aber auch einzigartig, und das Göttliche offenbart sich in der Schöpfung immer im Einzigartigen. Im Gefühl des Einsseins mit der Seele werden wir niemals unsere Individualität verlieren. Sie wird sich vielmehr verstärken, wenn wir unsere Göttlichkeit ausdrücken. Wir brauchen uns vor der göttlichen Kraft nicht zu fürchten, denn wir sind diese Kraft, wir sind Teil von ihr. Macht und Liebe, Liebe und Macht sind eins. Ich lade dich ein, aus der Kälte zu kommen. Wir sind beschützt und haben unsere Verteidigungsmechanismen nicht mehr nötig. Das Einssein ist unsere wahre Zuflucht, denn es ist die Wahrheit. Wir werden von der Seele vollkommen geliebt, beschützt und genährt. Du kannst dich jetzt entspannen und Freude empfinden. Deine Aufgabe ist beendet. Fühle dich wohl, glücklich und geliebt. Du kannst dich vergnügen! Ich liebe dich. Komm und nimm teil!

Beobachte, wie dein Ego reagiert. Lässt es sich auf deine Bitte ein? Besonders am Anfang begegnet es ihr vielleicht mit Misstrauen. Dann liebe es so, wie es ist. Aber sei beharrlich. Irgendwann wird es die Kälte verlassen.

Das Karma klären

Das gesamte Kapitel befasst sich mit der Klärung von schwierigem Karma - den steckengebliebenen, unglücklichen Energien der Vergangenheit. Karma, das wir loslassen und verändern möchten, lässt sich durch einen entsprechenden Befehl klären.

Mach es dir an einem ungestörten Ort bequem und rufe dein Höheres Selbst, einen Meister oder einen anderen inneren Führer. Mach dir deinen Wunsch und deine Absicht bewusst, alles loszulassen, was dir nicht länger nützlich ist und nicht mehr zu „dir“ gehört. Sprich mit Kraft und Überzeugung:

Ich ordne an, dass jetzt alles Karma von mir genommen wird, das ich loslassen und transformieren möchte. (Atme tief und frei und schicke dieses Karma beim Ausatmen zur Seele hinauf.) Für Karma, das ich noch nicht bereit bin loszulassen, erbitte ich Beistand, damit dies rasch und harmonisch geschehen kann. Ich wünsche mir, völlig frei von Karma zu sein. So sei es!

Denke in den nächsten Wochen daran. Nimm dir Zeit, ihm nachzuspüren und es dir zueignen zu machen.

Die Kraft der violetten Flamme

Die violette Flamme ist vergebende und reinigende geistige Energie. Mit ihrer Hilfe kannst du jedes Problem erhellen und alles klären, was ansteht. Sie ist besonders wirksam, wenn du den leidenschaftlichen Wunsch zur Klärung verspürst. Ich rufe auch andere Flammen herbei: die blaue Flamme des Erzengels Michael, die rosa Flamme der göttlichen Mutter, die goldene Flamme meiner eigenen Göttlichkeit und die diamantene Flamme der Muttergöttin/des Vatergotts.

Nimm dir ein Problem vor, das du klären möchtest, oder mache eine Gesamtklärung von allem, was dir nicht länger dient. Beabsichtige, aus deinem ganzen Wesen heraus zu klären, aus deinem Unbewussten, in dem alle vergangenen Leben und die verschütteten Gedanken gespeichert sind; kläre deine Gefühle, den Verstand, den physischen Körper und die Aura. Nimm dir vor, alles noch am gleichen Tag zu tun.

Wenn du möchtest, kannst du den Erzengel Zadekiel (der uns die violette Flamme gab) rufen oder den aufgestiegenen Meister St. Germain (den wirksamsten Auslöser der violetten Flamme), oder bring die violette Flamme einfach aus deinem eigenen Herzen und deiner Seele hervor.

Beobachte, wie die Flamme kraftvoll und zielgerichtet aus der Erdmitte aufsteigt. Lass sie jede Ebene deines Bewusstseins durchdringen. Atme. Betrachte, fühle sie. Sieh, wie sie sich kilometerweit in den Himmel erhebt. Lass deine Begrenzungen bewusst los, damit sie sich in der Flamme auflösen. Forme aus ihnen mit deinen Händen eine Energiekugel, hebe sie hoch über deinen Kopf und schleudere sie von dir, indem du tief ausatmest. Nimm dir vor, frei zu sein! Wenn du ein Muster klärst, sprich folgende Worte und lass sie auf dich wirken:

Ich lasse jetzt alle Ursachen los, die zu diesem Muster führten. Ich lasse alle Erinnerungen aus diesem und aus vergangenen Leben los, die mit diesem Muster zusammenhängen. Ich löse mich von dem begrenzten Denken, das dieses Muster umgibt. Ich lasse die alten Gefühle los. Das Muster verschwindet aus meinen Körperzellen. Ich entlasse es aus meiner Aura. Ich habe alles losgelassen, was mir im Augenblick möglich ist.

Ich vergebe mir. Ich vergebe allen. Ich bin frei! Ich bin geklärt!

Schau jetzt hin. Kannst du noch mehr tun? Die erste Klärung ist vielleicht noch nicht vollständig oder hat die Notwendigkeit für eine weitere gezeigt. Arbeite daran, wenn du bereit bist.

Entscheide dich, was du jetzt willst. Sieh es, fühle es, sei es. Deine neue Realität ist wie ein kleines Samenkorn, das wachsen möchte. Wenn du in deine alten Gedanken zurückfällst, wird es zugrunde gehen. Es braucht Nahrung, Wasser, das Licht deiner Liebe und Aufmerksamkeit. Sei geduldig - vielleicht ist es angebracht, die alten Muster behutsam und Schritt für Schritt aufzulösen. Erlaube dir, dich zu entfalten.

Damit die Klärung nachhaltig ist, ist es sehr nützlich, die violette Flamme häufig, ja sogar täglich, anzurufen.

Die Atem-Initiation des Rebirthing

Die Rebirther-Bewegung wurde von Herakhan Babaji inspiriert und in den 70er Jahren von Leonard Orr, dem Begründer dieser Bewegung, entdeckt. Eine bessere Bezeichnung für das Rebirthing wäre „bewusstes Atmen“. Es war zwar anfänglich als Klärung von Geburtstraumen gedacht (siehe unten), ist aber auch ein höchst wirksames Mittel für die allgemeine Klärung. Auf geheimnisvolle Art schlägt der Rebirthing-Atem eine Brücke zwischen Verstand, Körper und Geist, die so stark ist, dass du dich in deiner Ganzheit erfährst.

Rebirthing ist eine Atemtechnik, die das Einatmen mit dem Ausatmen und das Ausatmen mit dem Einatmen so koordiniert, dass zwischen den Atemzügen keine Pausen eintreten. Du atmest durch die Nase, weil dies deinem Nervensystem und damit deinem ganzen Wesen guttut. Die Atmung ist kräftig, aber nicht übertrieben tief; besondere Aufmerksamkeit erhält das entspannte Ausatmen. Es scheint wesentlich zu sein, in die Brust hinein zu atmen, da wir uns im Herzbereich gegen schmerzliche Gefühle wappnen. Es kann auch helfen, in andere Chakren-Zentren zu atmen.

Es geht einfach darum, einzuatmen und alles anzunehmen, was kommt. Verfange dich nicht in schwierige Gefühle. Atme durch sie hindurch, wenn sie auftauchen. Wenn dich starke Gefühle überkommen, atme eine Zeitlang durch den Mund. Weine, wenn das etwas löst. Atme dann durch die Nase weiter. Wenn deine Nase verstopft ist, kannst du durch den Mund atmen.

Ein Rebirthing ist ein Energiezyklus, der etwa 45 Minuten, vielleicht auch eine Stunde oder etwas länger dauert. Am Ende der Sitzung ist man fast immer von tiefer Freude erfüllt, manchmal sogar von einem intensiven Glücksgefühl.

„Rebirthers“ sind geschult, das Rebirthing zu erleichtern, indem sie den „Raum freihalten“ für Klärung und Transformation (und, wenn nötig, den Atmenden wach halten). Atmender und Rebirther schaffen zusammen mit Sicherheit eine exponentielle Kraft und eine Absicht. Aber nach einigen Sitzungen - oder auch gleich von Anfang an - kann es gut für dich sein, diese Technik selbstständig anzuwenden.

Schon bei meinen ersten Rebirthing-Sitzungen unter Leonards Anleitung wurden meine „massiven“ Probleme auf einmal transparent. Auch fing ich eines Tages plötzlich an, Äther auszuatmen. Ich hatte davon gehört, dass im Körper festgehaltene Anästhetika durch Rebirthing aktiviert werden, und dachte nicht weiter darüber nach. Doch da kam Äther, es war nicht zu leugnen! Er musste von meiner Mandeloperation zurückgeblieben sein, als ich sechs Jahre alt war.

Rebirthing kann auch eine mächtige Kraft im physischen Heilungsprozess sein. Ich leitete Gruppen-Rebirthing-Sitzungen in meinen Workshops. Einmal kam eine Frau mit einem verstauchten Bein auf Krücken herein und ging ohne sie wieder hinaus. Eine andere litt an einer Missbildung des Nackenwirbels. Am Abend nach dem Rebirthing traf sie ihren Chiropraktiker auf einer Party. Er erinnerte sie daran, dass wieder einmal eine Nackenbehandlung fällig war. „Fühl mal“, sagte sie. Zu seiner Überraschung hatte sich das Gesundheitsproblem aufgelöst.

Es gibt mittlerweile viele Varianten von Rebirthing - z.B. das Holotrope Atmen, das von Musik begleitet wird -, und wahrscheinlich sind alle gut. Nur bei strikten Regeln würde ich vorsichtig sein, denn es gibt keine Regeln dafür, was für den jeweiligen Anwender das Beste ist.

Es gibt viel Literatur über Rebirthing, in der du mehr Information darüber finden kannst.

Die Kraft der Vergebung
Unschuld

Denk an eine Begebenheit, als du etwas tatest oder sagtest, was du nachher bereut oder dir vorgeworfen hast. Mache es dir an einem ungestörten Ort bequem und rufe deine Seele. Denk an die Zeit, die zu diesem Zwischenfall führte und ihn auslöste; vielleicht waren es Jahre, Wochen oder auch nur Momente. Was dachtest du? Welche Gefühle hattest du?

Versetz dich jetzt in die Augenblicke vor diesem Vorfall. Was geschah? Was hast du gedacht und gefühlt? Folge deiner Erinnerung bis zu dem Vorfall selbst. Kannst du erkennen, dass du damals eigentlich keine andere Wahl hattest? Du hast dein Bestes getan. Auch wenn dein Verhalten das Ergebnis einer überlegten Entscheidung war, konntest du damals nichts Besseres tun. Fühle das wirklich, werde dir dessen bewusst. Nimm dir Zeit dafür.

Und jetzt vergib dir. Frag dich, was du dich damals lehren wolltest. Hast du es gelernt? Kannst du es jetzt noch tiefer verstehen? Denk darüber nach, sei ehrlich mit dir. Auf jeden Fall hast du gelernt, dass es nichts Gutes bringt, wenn du über dich oder andere urteilst. Was noch?

Wenn du anderen vergeben musst oder dem Vorfall oder der Situation, dann tu es jetzt, so gut du kannst.

Nun bist du bereit für Arbeit, die noch in der Tiefe auf dich wartet.

Wenn du die folgenden (oder ähnliche) Worte sprichst, halte öfters inne, um bestimmte Dinge, die du dir vorwirfst, zu fühlen, zu atmen, loszulassen und zu vergeben. Denk daran: Vergebung kommt aus dem Herzen und ist ein emotionales Loslassen. Atme da hindurch.

Völlige Vergebung geschieht allmählich. Wenn es dir guttut, dann wiederhole diesen Prozess ein paarmal im Jahr - einmal im Monat, einmal die Woche -, wie du es für richtig empfindest.

Hier die Affirmationen:

Ich bin geschaffen als die wahre Essenz von Gott/Göttin. Ich bin schuldlos und frei von Sünde, unschuldig auf immer und ewig. (Fühle, atme! Lass beim Ausatmen los!) Durch nichts, was ich je tat, sagte, fühlte oder scheinbar versäumte, wurde meine grundlegende Unschuld in Frage gestellt. Ich habe in jedem Augenblick nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und werde es weiterhin tun. Ich habe nie das innere Wesen eines anderen verletzt, denn es ist unantastbar.

Wenn ich weiß, dass ich unschuldig bin, kann ich mich nicht anklagen. Wenn ich mir völlig vergeben habe, habe ich allem vergeben.

Ich vergebe mir, dass ich an Gott/Göttin und an mir gezweifelt habe.

Ich vergebe mir, dass ich meiner Mutter Kummer verursachte, als ich ein Kind war. (Wenn deine Mutter oder andere Familienmitglieder krank waren oder gestorben sind oder deine Eltern sich scheiden ließen, dann vergib dir; normalerweise machen wir uns nämlich für solche Vorfälle verantwortlich). Ich vergebe mir für ....

Ich vergebe mir für alles, womit ich die Gefühle, den Körper und das Leben anderer verletzte. (Denk an die Betreffenden. Fühle, atme und lass los) Ich vergebe mir für die Worte, die ich im Zorn gesprochen habe. Ich vergebe mir für unwahre Worte. Ich vergebe mir, urteilend und nachtragend gewesen zu sein. Ich vergebe mir für alle meine Ängste. Ich vergebe mir für meine Verhaftungen, die mir den Zugang zu meiner Seele verdunkelt haben. Ich vergebe mir für die Zeiten, wo ich meinem Ego erlaubte, die Führung zu übernehmen. Ich vergebe mir, dass ich mir, meinem Leben und denen um mich herum nicht 100prozentig verpflichtet gewesen bin. Ich vergebe mir jetzt, so tief und vollkommen, wie ich kann. (Sag jetzt alles, was dir am Herzen liegt.)

Ich beginne, mich im Licht der Liebe, Unschuld und Göttlichkeit zu sehen. Ich beginne, alle anderen im gleichen Licht zu sehen. Alle und alles, worauf mein Blick fällt, ist gesegnet und segnet mich. Ich lebe in einer Welt, in der alles vergeben wurde und in der alles gut ist. Es gibt nichts zu befürchten. Ich liebe dieses Einssein. Die Welt ist in Frieden, weil in meinem Herzen Frieden ist. Ich lebe im Himmel auf Erden. So sei es.

Wenn du deine Unschuld „testen“ möchtest, dann sieh, ob du die Einheit dieser Zweiheiten im Herzen fühlen kannst:

Unschuld und ich

Unschuld und Reichtum ; Unschuld und Geld

Unschuld und Kraft; Unschuld und Macht

Unschuld und Sex

Unschuld und freudige Freiheit; Unschuld und Behagen

Unschuld und Schönheit

Unschuld und Ruhm

Bei den folgenden Gegenüberstellungen sprechen wir nicht von den Opfern. Wer das Leben anderer zerstören will, muss selbstverständlich daran gehindert werden. Hier geht es um das Wesen einer Person. Willst du dich der Herausforderung stellen? Denk an die betreffenden Menschen. Vergegenwärtige dir die unschuldige Kleinkindzeit eines Buben. Stell dir vor, was ihn veranlasst haben kann, später solche Handlungen zu begehen!

Verbrecher und Unschuld

Mörder und Unschuld

Drogendealer und Unschuld

eigennütziger Politiker und Unschuld

korrupter Polizist und Unschuld

Nazi und Unschuld; Hitler und Unschuld

Vergewaltiger und Unschuld

Sei gesegnet, wenn du deine essentielle Unschuld erkennst und dir und anderen vergibst.

Wir sind Mitschöpfer

Diese Affirmationen wirken, wenn du dich in einer verwirrenden Situation befindest oder jemandem oder einer Sache Schuld zuweist. Rufe deine Seele und konzentriere dich innerlich auf die betreffende Person oder Situation. Wenn du ganz konzentriert bist, sprich folgende Worte und nimm dir Zeit, sie zu fühlen:

Du und ich sind eins. Ich und diese Situation sind eins. Wir haben sie gemeinsam zur Selbsterkenntnis geschaffen. Ich werde mir der Liebe bewusst und dessen, was Liebe benötigt. Ich danke dir, dass du mich in meinem Wachstum unterstützt. Ich bin bereit zu wachsen. Ich nehme dich an, wie du bist und vergebe dir. Ich segne diese Situation. Ich lerne von ihr. Sie hilft mir, in ein neues Bewusstsein hineinzuwachsen.

Die Klärung von angstbesetzter Energie
Den Kreislauf durchbrechen

Es ist immer gut, wenn wir herausfinden, was geklärt werden möchte, und wenn wir es in Angriff nehmen. Aber daran tatsächlich zu arbeiten, ist eine ganz andere Sache.

Wenn wir klären, lauert immer die Gefahr, dass wir uns von der Erinnerung an ein bestimmtes traumatisches Erlebnis oder an eine Reihe solcher Erlebnisse so hypnotisieren lassen - wie das Kaninchen vor der Schlange! -, dass wir uns schließlich nur noch im Kreis drehen. Solche Erlebnisse können Belästigung, Missbrauch oder Gewalt gewesen sein, die uns angetan wurden. Daraus machen wir dann unsere Geschichte. Wir konzentrieren uns darauf, sprechen ständig darüber, kauen es immer wieder durch und definieren uns sogar dann noch damit, wenn wir daran „arbeiten, es aufzulösen“. Hast du schon einmal jemanden getroffen, der dir in den ersten fünf Minuten alles über sein Trauma erzählte?

Natürlich ist das Klären eine ernste Angelegenheit und sollte gewürdigt werden. Aber manchmal nimmt unsere Ernsthaftigkeit überhand, und dann passiert es, dass wir nur noch im Kreis herumlaufen. Oh, meine eigenen Fußstapfen - ich habe schon wieder eine Runde gedreht!

Ich leitete einmal eine Sitzung für eine Frau, die sich große Sorgen machte wegen giftiger Rückstände im Brunnenwasser, das sie vor Jahren getrunken hatte. Wir entdeckten, dass sie das Gift in ihrem Körper selbst produziert hatte. Unser Geist hat die Kraft, alles zu erschaffen, worauf wir uns konzentrieren, und in diesem Fall hatte er den Chemiker in ihrem Körper angewiesen, das Gift herzustellen. Die Überzeugung der Frau, dass Gift in ihrem Körper zurückgeblieben war, diente dabei als Befehl, dem der Körper gehorchte.

Warum tun wir so etwas? Oft glauben wir, dass uns ein altes Erlebnis verfolgt und Leid zufügt. Und so ist es dann auch. Oder wir fürchten, dass es sich wiederholt, und benehmen uns, als sei es eine Schlange, die wir in Schach halten können, solange wir sie anstarren. In beiden Fällen ist uns das Geschehen gegenwärtig, obwohl es längst der Vergangenheit angehört, und wird dadurch Teil unserer Energie.

Ein anderer Grund, warum wir uns an einem alten Trauma festhalten, ist die Tatsache, dass wir damit Eindruck machen können. Es kann ganz gelegen kommen, soviel Aufmerksamkeit zu erhalten oder das Mitgefühl anderer auszunutzen.

Wie können wir etwas loslassen, wenn wir fortwährend darüber brüten, reden und uns damit unbehaglich fühlen? Das hilft genauso wenig wie Lady MacBeths Ausruf: „Hinweg, verdammter Fleck!“

Um ein Leben voller Freude zu schaffen, müssen wir unserer Vergangenheit vergeben und sie vergessen und uns auf unsere Herzenswünsche konzentrieren. Hier liegt der Schlüssel für ein volles, kreatives, glückliches und kraftvolles Leben.

Das Im-Kreis-Gehen, das auf spezielle Schwierigkeiten zurückgeht, werden wir den „spezifischen Kreislauf“ nennen.

Der schlimmste, gefährlichste Im-Kreis-Laufen, das es gibt und das am schwierigsten zu erkennen ist, ist unsere unbewusste Negativität. Die Erwartung, dass das Leben schwierig sein muss, macht das Leben schwierig, und dabei ist uns nicht bewusst, das wir selbst dahinter stecken. Die negative Einstellung wird uns häufig von Klein auf in der Familie und durch gesellschaftliche Konditionierung eingetrichtert, kann aber auch von Schwierigkeiten herrühren, die bewusst oder verschüttet sind. Diesen Kreislauf nennen wir einen „allgemeinen Kreislauf“.

Diese Initiation soll den Kreislauf durchbrechen und uns aus der Selbsthypnose aufwecken, damit wir Schwierigkeiten klären, die gewohnheitsmäßige Negativität loslassen und unseren Weg weitergehen können.

Wenn dir bereits klar ist, dass du dich im Kreis drehst und fest entschlossen bist, dich daraus zu befreien, dann überspringe die folgende Initiation.

Wenn du nicht sicher bist, ob du in einem Kreislauf feststeckst, dann denke an die Gespräche, die du in letzter Zeit geführt hast. (Du könntest ein paar Gespräche mit einem Diktiergerät aufnehmen). Worüber hast du gesprochen? über eine gute Entwicklung in deinem Leben, über etwas, auf das du dich freust? Oder hast du dich darüber beschwert, wie schlimm alles ist?

Wenn letzteres überwiegt, dann schau es dir jetzt an. Was genau hast du gesagt? Mach dir ein paar Notizen. Vielleicht nimmst du dir dafür einige Tage oder Wochen Zeit. Mach dir deine Gedanken- und Sprechgewohnheiten wirklich bewusst.

Wie empfindest du die Muster, die du erkennst? Möchtest du sie verändern? Wenn nicht, dann ist es gut und du kannst die nachfolgende Initiation überspringen. Wenn der alte Trott aber Verzweiflung oder Langeweile bei dir auslöst, lass diese Emotionen ruhig aufkommen. Sie können dir helfen, dich für eine Veränderung zu entscheiden.

Du bist wirklich entschlossen, etwas zu verändern? Dann geht es hier weiter:

Die Initiation

Mach es dir an einem ungestörten Ort bequem und rufe die Seele. Atme eine Zeitlang tief und befreit. Spüre deine Entschlossenheit und deine Entscheidung für das Neue. Bitte deine Seele um Hilfe. Sei offen für eine Botschaft, ein Gefühl, eine Gewissheit oder innere Bilder.

Wenn du im „allgemeinen Kreislauf“ steckengeblieben bist, kannst du den folgenden Teil überspringen und bei den Worten: „Jetzt durchbreche ich den Kreislauf der Negativität“ beginnen. Du kannst sie laut oder still für dich sprechen. Für einen „spezifischen Kreislauf“ folgen Affirmationen, die du übernehmen oder verändern kannst, wie du willst. Nimm dir Zeit, jede Affirmation zu spüren, und vergiss das Atmen nicht.

Als das geschah, war ich machtlos. Ich liebe mich dafür, dass ich mich dadurch so verloren fühlte. Ich liebe mich dafür, dass ich dachte, ich sei verletzt, und dass ich versuchte, mich zu schützen und Wiederholungen auszuschalten, indem ich mich darauf konzentrierte. Ich liebe mich dafür, dass ich das Drama, die Aufmerksamkeit oder Manipulation liebte.

Ich erkenne, dass ich jetzt anders bin. Ich bin nicht länger machtlos, ich habe Macht. Nichts kann mir meine Macht wieder nehmen. über diese Situation bin ich hinausgewachsen. Es gibt keinen Grund für eine Wiederholung. Es ist Vergangenheit, und ich lebe in der Gegenwart. Sollte es sich tatsächlich wiederholen, dann kann ich damit umgehen.

Ich habe mich entschlossen, den Kreislauf zu durchbrechen! Ich durchtrenne jetzt den Knoten in diesem Erlebnis, der Reihe von Erlebnissen, dieser Situation. Ich nehme davon Abstand. Ich definiere mich nicht mehr darüber. Es ist vorbei, und ich erschaffe es nicht mehr neu. Ich gebe der Erinnerung daran keine Macht. Ich bringe meine Energie jetzt zurück in die Gegenwart. So sei es.

(Wenn du in einem ‚allgemeinen Kreislauf‘ steckst, dann beginne hier:)

Jetzt durchbreche ich den ‚allgemeinen Kreislauf‘ der Negativität. Ich bin kein Opfer und bin nie Opfer gewesen. Ich habe mein Leben durch meine Überzeugungen geschaffen. Ich entschließe mich, zu vergeben und zu vergessen.

Ich wähle ein positives, frohes, kreatives und effektives Leben. Ich werde mich in Einheit mit der Göttlichkeit, die ich bin, auf das Gute im Leben konzentrieren und das Gute erwarten,. Ich beschließe, positiv über mein Leben und das Leben anderer zu sprechen. Ich ermutige mich dazu, zu wissen, dass ich alles tun, sein und haben kann, was mein Herz begehrt. Ich beschließe, mich und andere darin zu unterstützen.

Bei dieser Veränderung habe ich Geduld mit mir und anderen. Ich tue jeden Tag mein Bestes und weiß, dass ich mein Leben ausdehne und eins werde mit der Seele.

Wenn große Veränderungen in meinem Leben stattfinden, werde ich sie willkommen heißen, denn das zeigt mir, dass ich mich wirklich in meinem Inneren verändere. Ich weiß, dass alles, was aus meinem Leben geht, ersetzt wird durch etwas Besseres für mich und für alle. So sei es.

Jetzt wirst du wahrscheinlich beschließen, etwas Bestimmtes an deiner Sprech- oder Denkweise, deiner Einstellung dir selbst gegenüber oder an deinen Beziehungen zu verändern. Es ist hilfreich, alles zu notieren. Vielleicht setzt du dir einen Zeitrahmen von vierzig Tagen (s. Kapitel „Die eigene Macht annehmen“), dir bestimmte Ziele stecken und diese verwirklichen.

Vielleicht zeigt dir deine Seele jetzt auch eine Veränderung, die in deinem Leben anliegt, oder etwas anderes, was sich auf deine Entscheidung bezieht.

Wenn du ein traumatisches Erlebnis hattest, beschäftige dich mit folgender Klärung von Traumata oder vergangenen Leben, um es noch tiefer aufzulösen. Aber auf jeden Fall hast du den Kreislauf durchbrochen! Herzlichen Glückwunsch!

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Возрастное ограничение:
0+
Дата выхода на Литрес:
23 декабря 2023
Объем:
331 стр. 2 иллюстрации
ISBN:
9783945574836
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