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Frank Röder
Cross-Skating Magazin Jahrbuch 2016
Das Beste aus dem Cross-Skating Sport
Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis
Titel
Einleitung
Artikelliste Cross-Skating Jahrbuch 2016
Cross-Skating im Vergleich zu anderen Sportarten Teil 2
Experiment: Cross-Skating Viertel-Wasa nachts
Neue Cross-Skating Videos in Profi Qualitat
Cross-Skating im Winter mit warmen und trockenen Füßen
Trainingslager - 3. Folge
Wenn Cross-Skater einen Hals schieben
Skitire - der Leicht-Cross-Skate aus Polen
Welcher Cross-Skate für welchen Stil - Teil 2
Irrtümer und Missverständnisse über Cross-Skating - Folge 1
Trainings-Service Moderner Biathlon I und Marathon I
Cross-Skating und Cross-Skate jetzt geschützte Markenzeichen
Projekt: 60 km und Marathon für alle
Tour im Frankfurter Nordosten
Cross-Skater Seminar in Heusenstamm 2016
Trainings-Service Moderner Biathlon II und Marathon II
Jakubokwsi Mechanika - der Hersteller der Skitires
Cross-Skating Projekt: 4 x 40 km
„Unboxing Skitires“ oder erster Fahreindruck nach dem Kauf
Moderner Biathlon Mai 2016 in Köln
Outdoor-Sport ist toll, aber... (Erlebnisbericht vom Cross-Skaten)
5 Jahre Cross-Skating Magazin
Welcher Cross-Skate für welchen Stil, Teil 3
Sleep - Eat - Skate – Repeat!
Gesichter des Cross-Skating III - 24 Stunden Weltrekordler Klaus-Dieter Schulz
Vom Winde verweht oder einfach die Hitze wegchillen
Babylon VIII Fachbegriffe des Cross-Skating Sports
Ideen für die Cross-Skating Szene 2.0
Frankfurter Grüngürtelrunde - jetzt endlich bewältigt -auf Cross-Skates
4000 km auf dem SRB XRS06
Cross-Skating in der Bretagne II
1500 km mit dem Skitire
Gut durch Herbst und Winter kommen - Teil 1
Babylon IX - Fachbegriffe des Cross-Skating Sports
Cross-Skate Werkstattfragen - Folge 2
Cross-Skating in Argentinien – Balcon del Gutierrez
Warum Cross-Skater auch Laufen sollten
Brain Skating
Cross-Skating Fakten: Kälte bremst
Cross-Skating Videos des Jahres 2016
Impressum neobooks
Einleitung

Der Cross-Skating Sport wies spätestens 2016 die ersten „Erd-Umrunder“ unter den Cross-Skatern auf, solche also, die mit ihren Cross-Skates 40.000 Kilometer zurückgelegt hatten. Wer so lange überzeugt war, wird den Sport nicht mehr so schnell aufgeben. Cross-Skating überzeugt mit guten Gründen ihn zu beginnen und dann weiter zu betreiben. Das Wissen um diesen Sport ist enorm angewachsen. Überzeugte Cross-Skater wunderten sich aber immer noch, warum diese Sportart noch keinen unaufhaltsamen Wachstumskurs aufgenommen hat. Die Zahl seiner Anhänger hätte schon längst in der Größenordnung zwischen den Joggern und die den Inline-Skatern liegen müssen. Auch der Wintersport wäre schon längst in seiner Beliebtheit vom Ganzjahres-Sport Cross-Skating weit abgeschlagen. Doch das ist nicht passiert.
2016 war es für fast jeden, der es vorher versucht hatte, unwirtschaftlich geworden mit der Cross-Skating Branche Geld zu verdienen. Einige reagierten panisch oder resignierend auf den schrumpfenden Cross-Skate Markt. Das große Geld war mit Cross-Skates nicht mehr zu machen. Mancher versuchte es mit höheren Preisen. Andere wollen Cross-Skates interessanter machen indem ihnen erneut sensationelle Eigenschaften angedichtet wurden, die sie nie hatten. Insider verdrehen die Augen, wenn sie immer wieder den Spruch der „unbegrenzten Geländtauglichkeit“ lasen oder Schlimmeres. Wiederum andere verbesserten tatsächlich etwas an den Cross-Skates. Teilweise ging dies sogar in die richtige Richtung, leider aber nicht immer.
Zweifel kamen daher auf, ob sich der Sport wirklich weiter verbreiten konnte oder nur noch Werbezugpferd für ein veraltetes Trendproduktes sein solle. Angesichts der drei- bis sechsjährigen Dauer von Markttrends wäre das Ende des Sport schon lange überfällig gewesen. Die Produkthersteller sahen die Cross-Skates entweder als Inline-Skates für den Wald (Powerslide), als Imitation des Skilaufens (Skike) oder als eine Version von Skirollern (SRB) an. Das alles ist der Cross-Skating Sport aber nicht. Cross-Skating ist Cross-Skating. Der Sport ist autonom und eigenständig. Es wurde immer müßiger, nach gut einem Jahrzehnt an Erfahrungen in der Cross-Skating Praxis, diese Erkenntnisse den Produktherstellen zu vermitteln. Nur ein kleiner polnischer Hersteller, griff die Ansprüche des Cross-Skating Sports im Jahr 2016 auf, war aber leider nicht in der Lage dieses Nebenprodukt in seinem Sortiment langfristig weiter zu produzieren. Mit attraktiven Preisen für Einsteiger und einem auf konsequenten Leichtbau getrimmten Produkt, wäre der europäische Hersteller so etwas wie ein Rettungsring der Szene gewesen, für manchen, der die Beratungsresistenz der größeren Hersteller erlebt hatte, sogar so etwas wie eine letzte Hoffnung. So begann es, spätestens gegen Mitte des Jahres 2016, im Hardwarebereich des Cross-Skating Sports spürbar zu kriseln. Preiserhöhungen, besonders auch bei Ersatz-und Verschleißteilen, mochten zwar noch kurzfristig die Gewinne der Hersteller konservieren, würden aber mittelfristig den Markt für neue Cross-Skates ersticken.
Ebenso unklug war der Versuch vieler Kurs-Anbieter den nachlassenden Geschäftserfolg, durch steigende Preise auszugleichen. Zumal auch die Ausbildungsqualität, durch die eben immer noch schlechte Ausbildung leider der meisten Kursanbieter, nicht besser wurde. Viele Effekte verstärkten sich gegenseitig. Ob es gelingen würde, mit fairen Preisen und mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen, diese Krise abzufangen, stand noch in den Sternen. Doch der Sport wurde von einem harten Kern überzeugter Cross-Skater weiter betrieben.
Auf der anderen Seite standen nämlich die fulminant positiven Wirkungen des Cross-Skating Sports, die von den Aktiven immer wieder festgestellt wurden.Quereinsteiger ergänzten ihre Hauptsportart mit den wirksamen Trainingseinheiten des Cross-Skatings. Andere erholten sich beim Cross-Skaten von ihrer, oft sehr fordernden Lieblingssportart und steigen mitunter mit verbesserter Leistungsfähigkeit wieder ein. Wiederum andere hatten sich kaum noch Hoffnung gemacht überhaupt noch schmerzfrei einem Sport nachgehen zu können und erfreuten sich inzwischen fast beschwerdefrei an ihrer wieder zunehmenden körperlichen Leistung. Der Sport an sich war und blieb genial, nur die Rahmenbedingungen wurden im Jahr 2016 nochmals etwas schwerer als in den fünf Jahren davor.
Der Erfolg einer aufkeimenden Gegenbewegung für mehr Qualität im Cross-Skating Sport konnte in diesem Jahr erst sehr undeutlich gesehen werden. Ziel war es, den minderwertigeren Produkten und Angeboten, tatsächliche Qualität entgegen zu setzen. Doch aus hier wurden einige geschäftstüchtige Trittbrettfahrer der Szene hellhörig und wollten mitmischen. So wurden besonders im Jahr 2016 einige belanglose Treffen von Personen, gleich als „Fortbildung“ oder sogar als „Trainingslager“ bezeichnet. Definitionen wer von welchem Bildungs- oder Trainingslevel auf ein höheres Niveau verbessert werden sollte, gab es nicht. Jeder war willkommen seinen Obolus zu zahlen ohne Unterschied zwischen Anfänger und Könner. Personen vor den Kopf zustoßen, sie womöglich mit ihren Nicht-können zu konfrontieren, ist im weniger qualitätsorientierten Teil der Szene verpönt, da auch sie ein zahlendes Publikum darstellen. Den Mut „Fortbildungsveranstaltungen“ zu differenzieren, zeigte kaum jemand. Jeder Teilnehmer solcher Veranstaltungen durfte immer wieder in der ersten Klasse beginnen und sie beliebig oft wiederholen – es gab ja nur diese eine, manchmal rechtfertigend als „Familie“ bezeichnet. Bewährte Lernmethodik funktioniert jedoch anders. So kam die Weiterbildung größerer Teile der Szene praktisch zum Stillstand.
Nichts gegen technische Grundlagen, diese wichtigen Basics wurden aber auch 2016 nur selten spezifisch für Cross-Skating unterrichtet. Überwiegend wurde immer noch aus Skilehrbüchern abgekupfert. Wenn dies dazu auch noch Ausbilder unterrichten, die selbst weder richtig Skilaufen noch Cross-Skaten konnten, erklärt das den Stillstand gewisser Teile der Szene. Unerklärlich, warum einige Personen die Beiträge von Akademikern und hochkompetenten Nicht-Akademikern zum Wissens-Pool der Cross-Skating Szene regelrecht bekämpften. Geadelt haben sich jene dadurch nicht. Das taten sie dafür untereinander mit selbstgemachten oder von Produktherstellern verliehenen „Zertifikaten“. Ein regelrechter Anti-Handwerker, stellte sogar einem Händler, gegen Bezahlung, ein Werkstatt-Fortbildungs-Zeritfikat für die gesamte Belegschaft aus. An einem Tag von einem Untalentierten lernen, wozu man sonst einige Jahre an Erfahrung bräuchte? Das konnte nur schief gehen. Die Gegenbewegung, die sich Cross-Skating Szene 2.0 nannte, konnte solchen Billig-Bedarf natürlich nicht decken, da sie es mit Qualität versuchte.
Eine ganz langsam wachsende Wettkampf-Szene von Cross-Skatern schien, von einer anderen Seite her, den Sport ab 2016 für die Öffentlichkeit attraktiver zu machen. Leider zog sich der Hauptsponsor dieser Wettkampf-Bewegung, nach wiederholten Anschlägen auf sein Umfeld und auf seine Person, aus der Öffentlichkeitsarbeit zurück. Mit ihm verschwanden, auch rückwirkend, die Berichte und Belege dieser Veranstaltungen aus den Medien, so dass diese Anschläge, auch die gesamte Werbewirkung sabotierten. Erkennbar ist dies teilweise der der gewachsenen Zahl gelöschter Beiträge im Magazin. Eine Wettkampf-Szene gab es danach praktisch nicht mehr (Stand 2020). Doch nicht jeder wollte und brauchte Wettkämpfe, um Cross-Skating zu betreiben.
Die „einsamen Wölfe“ unter den Cross-Skatern, die den Sport ohnehin überwiegend allein betrieben, konnten diese ganzen Entwicklungen nur kopfschüttelnd, aber zum Glück und ziemlich unbeeindruckt, beobachten. Diese Einstellung ist vielleicht die klügste sein, um den Sport dauerhaft weiter zu betreiben. Mochte die Qualität der Produkte und mancher Ausbildungen auch auf eine Talsohle zusteuern, das Wissen über Cross-Skating konnte man nicht mehr aus den Köpfen zu bekommen. Und das macht einen Sport aus.
2016 bin ich zu einem erheblichen Teil nur Herausgeber des Jahrbuchs, weil ein deutlicher Anteil von Gast-Autoren und anderen Radakteuren des Magazins geschrieben wurde.
Viel Spaß im Cross-Skating Jahr 2016!
Frank Röder
Artikelliste Cross-Skating Jahrbuch 2016
Die Artikelliste am Anfang jedes Jahrbuchs gibt die Historie aller Artikel des Magazins wieder, die jeweils ausgewählten Artikel die daraus für dieses Jahrbuch ausgewählt wurden, sind in der Liste fett hervorgehoben. Die Artikelnummern vor den Kapitelüberschriften sind im Jahrbuch also nicht automatisch fortlaufend, weil unwichtige Artikel des Magazins in den Jahrbüchern nicht veröffentlicht werden. Alle Artikel, auch die hier nicht veröffentlicht sind, können aber online im Cross-Skating Magazin nachgelesen werden. Diese sind allerdings manchmal regional oder termingebunden und nicht mehr aktuell. Im Magazin gekürzte Artikel sind dafür in den Jahrbüchern in voller Länge zu lesen.
Januar 2016 (4 Artikel) 375) Cross-Skating im Vergleich zu anderen Sportarten Teil 2 376) Experiment: Cross-Skating Viertel-Wasa nachts 377) Neue Cross-Skating Videos in Profi Qualitat 378) Cross-Skating im Winter mit warmen und trockenen Füßen Februar 2016 (6 Artikel) 379) Trainingslager - 3. Folge 380) Wenn Cross-Skater einen Hals schieben 381) Gut in und durch die Cross-Skating Saison starten (Preview) 382) Skitire - der Leicht-Cross-Skate aus Polen 383) Langlauf-Skatingwochenende in Klingenthal vom 11. bis 13. März (Preview) 384) Cross-Skating Fortbildung am 9. und 10. April in Heusenstamm (Preview) März 2016 (6 Artikel) 385) Süd-Deutschland-Cup Laser-Biathlon (Preview) 386) Süd-Deutschland-Cup Laser-Biathlon - 2016 - mit fünf Veranstaltungen (Preview) 387) 2. Moderner Biathlon in Herten (Preview) 388) Welcher Cross-Skate für welchen Stil - Teil 2389) Irrtümer und Missverständnisse über Cross-Skating - Folge 1390) Trainings-Service Moderner Biathlon I und Marathon I
April 2016 (6 Artikel)391) Cross-Skating und Cross-Skate jetzt geschützte Markenzeichen392) Projekt: 60 km und Marathon für alle393) Tour im Frankfurter Nordosten394) Cross-Skater Seminar in Heusenstamm 2016395) Trainings-Service Moderner Biathlon II und Marathon II396) Jakubokwsi Mechanika - der Hersteller der SkitiresMai 2016 (5 Artikel)397) Cross-Skating Projekt: 4 x 40 km398) 2. Hertener Copa-Biathlon im Backumer Tal am 7. Mai 2016399) „Unboxing Skitires“ oder erster Fahreindruck nach dem Kauf400) Moderner Biathlon Mai 2016 in Köln401) (Dieser Beitrag wurde gelöscht)Juni 2016 (3 Artikel)402) Outdoor-Sport ist toll, aber... (Erlebnisbericht vom Cross-Skaten)403) Touren, Wettkämpfe und Moderner Biathlon von Juni bis Oktober 2016404) 5. Groß Gerauer Freiheitsfahrt am 1. Juli Juli 2016 (6 Artikel)405) 5 Jahre Cross-Skating Magazin406) Welcher Cross-Skate für welchen Stil, Teil 3407) Sleep - Eat - Skate - Repeat!408) Gesichter des Cross-Skating III - 24 Stunden Weltrekordler Klaus-Dieter Schulz409) Vom Winde verweht oder einfach die Hitze wegchillen410) Wieder professionelle Skiroller- und Cross-Skating-Trainingscamps in Klingenthal August 2016 (5 Artikel) 411) Einladung zur ersten Cross-Skater Convention 412) Heißer Cross-Skater Herbst 2016 413) Babylon VIII Fachbegriffe des Cross-Skating Sports 414) Ideen für die Cross-Skating Szene 2.0415) (Dieser Beitrag wurde gelöscht) September 2016 (5 Artikel) 416) Einladung zur Tour de Rur 2016 417) Frankfurter Grüngürtelrunde - jetzt endlich bewältigt -auf Cross-Skates418) 4000 km auf dem SRB XRS06 419) Dieser Veranstaltungshinweis wurde gelöscht! 420) Cross-Skating in der Bretagne II Oktober 2016 (7 Artikel)421) (Dieser Beitrag wurde gelöscht) 422) Schnell noch anmelden Herbstbiathlon 2016 und Bergrennen423) 1500 km mit dem Skitire424) Bilder, Videos und Cross-Skate des Jahres 2016425) Berglauf mit Skirollern oder-Cross-Skates auf den hessischen Feldberg426) Gut durch Herbst und Winter kommen - Teil 1 427) Babylon IX - Fachbegriffe des Cross-Skating Sports November 2016 (4 Artikel) 428) Cross-Skate Werkstattfragen - Folge 2429) Cross-Skating in Argentinien – Balcon del Gutierrez430) Warum Cross-Skater auch Laufen sollten431) Touren im Dezember in Rhein-Main Dezember 2016 (4 Artikel) [61 Artikel in 2016] 432) Brain Skating 433) Cross-Skating Fakten: Kälte bremst 434) Cross-Skating Videos des Jahres 2016 435) (Dieser Beitrag wurde gelöscht)
Cross-Skating im Vergleich zu anderen Sportarten Teil 2
Artikel 375 von Frank Röder am 6. Januar 2016. Fortsetzung von Artikel 239.
Laufen : Laufen ist nun wirklich ganz anders als Cross-Skating, aber in einem Punkt ähnelt es dem Cross-Skating sehr, nämlich in der gesamten organischen Belastung. Den Puls beim Laufen in die Höhe zu treiben ist beim Laufen kein Problem, oft ist er schneller in hohen Bereichen, als beabsichtigt. Das macht es Läufern oft so schwer, andere Sportarten mit wirklicher Begeisterung zu betreiben, weil dabei der Puls in „langweilig“ niedrigen Regionen sich hin dümpelt. Läufer suchen als auch besonders hohe Belastungen, die ihre Belastbarkeit fordern. Cross-Skating ist in dieser Hinsicht noch ausgeprägter und wird so manchen Läufer begeistern. Cross-Skater, die etwa ebenso leistungsstark im Laufen sind, berichten, dass der Puls beim Cross-Skating im Vergleich viel leichter in größere Höhen schießen kann, aber dort auch für längere Zeit gehalten werden kann, als beim Laufen. Hier eröffnen sich neue Trainingsreize für Läufer, ohne dass das Lauftraining unverantwortlich hohe Intensitäten erreichen muss. Die Muskelbelastung ist komplett anders als beim Cross-Skating allerdings, werden bei einem guten und dynamischen Laufstil 70 bis 80 % der Muskeln beansprucht, weil auch hier die Rumpfmuskulatur ein wichtiger Leistungsüberträger ist. Wer als ambitionierter Läufer also bisher jede Woche zwei mal 45 Minuten „Rumpf-Stabi-Training“ als Pflichtprogramm absolviert hat, kann davon locker eine Einheit durch Cross-Skating ersetzen. Besonders der Permanent-Schub bringt Läufern einen sehr interessanten „Drive“ bei höherem Lauftempo. Aber auch Laufen ist für Cross-Skater eine gute Alternative, denn eine hohe Kreislaufbelastbarkeit bringen Cross-Skater ja mit. Muskelkater ist aber anfangs kaum zu vermeiden, weil sich die Belastungen doch erheblich unterscheiden. Aber ein „Ass im Ärmel zu haben“, falls das Cross-Skate Training, wegen schlechten Wetters, wenig Spaß verspricht, ist ja auch viel Wert, denn Laufen geht fast immer.
Nordic Skating / Nordic Blading: Noch einmal, um die Begriffe richtig zu verstehen und zu verwenden: Nordic Skating ist Skating mit Schittschuhlaufen und mit Stöcken. Nordic Blading ist Skating mit Inlinern und mit Stöcken. Hier bewegen sich die Sportler wiederum rückenfreundlicher aufrecht. Wer aber mit normalen Inline-Skates mit schnellen Rollen fährt, wird den Oberkörper trotzdem nicht sehr intensiv einsetzen können. Dafür sind die Fahrtwiderstände auf Inliners zu gering. Routiniers bewegen sich bequem in Geschwindigkeitsbereichen über 25 km/h, wo es zunehmend schwierig wird die Stöcke überhaupt noch auf den Boden zu bekommen. Die Idee des Nordic Skating /Nordic Blading ist zwar gut, aber der Sport nicht so trainingswirksam, wie mit Cross-Skates und auch nicht so sicher. Außerdem gilt das zuvor gesagte, was die unvermeidbare „Wegrutschen“ betrifft. Wer allerdings sehr übergewichtig ist und schon sicher seine Inline-Skates beherrscht, kann möglicherweise mit Inlinern und Stöcken schnellere Ganzkörper-Trainingserfolge erzielen als auch Cross-Skates, die am Anfang einfach nur anstrengend zu bewegen sind. Nach einigen Monaten lohnt sich dann der Umstieg auch Cross-Skates.
Radfahren : Radfahrer, die den Vergleich nicht gespürt haben, werden es kaum glauben, aber Cross-Skating scheint das wirksamere Radtraining zu sein! Ein plausibler Beweis dafür ist bisher noch nicht erbracht worden, aber jeder, der Radfahren und Cross-Skating etwa gleich gern tut, sollte einmal am Tag nach einem Cross-Skating Training darauf achten, welchen Druck er beim Radfahren auf’s Pedal bringt. Bisher hat das fast jeder bestätigt, der dies einmal vergleichen hat. Der „Pedaldruck“ wird größer! Mancher beschreibt das Gefühl so als hätte er ein kurzes Radtrainingslager absolviert und das nach nur einer Cross-Skating-Trainingseinheit. Wer darüber wissenschaftliche Untersuchungen anstellen möchte, findet gern die Unterstützung des Cross-Skating Magazins. Wahrscheinlich bahnt sich dann bald eine kleine Sensation im Radsport an, die in Worte gefasst lauten könnte „Cross-Skating statt EPO“.
Schwimmen: Hier gab es bereits 2012 den Artikel 59 und zwei folgende, auf die hier hingewiesen sei.
Triathlon : Auf den Vergleich zum Triathlon haben wir hier im Magazin schon häufiger gezogen. Dazu unser umfassender Vierteiler mit den Artikeln 89, 103, 120 und 122 . Wer sich mit Cross-Skates ein vollwertiges Stilarten-Repertoire angeeignet hat, betreibt allerdings eine vielseitigere Sportart als es die bekannte Ausdauer-Dreikampf-Sportart bieten kann. Orthopädisch hat ein Cross-Skater die besseren Karten und spart auch noch durch die rund 30 bis 40 % höhere Trainingswirksamkeit viel Zeit ohne ein Übertraining zu riskieren. Dies nur als dezenter Wink mit dem Zaunpfahl an manchen Triathleten, der seine 5000 € Ausrüstung jedes Jahr zu Wettkämpfen mit zusammen 1000 € Startgebühren bewegt, ganz abgesehen von den Reisekosten. Es geht auch billiger und effizienter! Statt dem üblichen Triathlon-Trainingslager einmal Cross-Skating erlernen und ins Training einbauen, kann beim Triathlon ein echter Bringer sein. Ein „kompletter“ Cross-Skater lässt es sich allerdings nicht nehmen auch einmal einen kleinen Triathlon zu absolvieren, um seine „komplette“ Fitness unter Beweis zu stellen. Daher sollten sich Cross-Skater auch in den Triathlon-Disziplinen ausreichend fit halten.
Experiment: Cross-Skating Viertel-Wasa nachts
Artikel 376 von Frank Röder am 13. Januar 2016.
Nun ist die Distanz von 22,5 km, die einem viertel Wasa-Lauf entspricht, keine besondere Distanz, für Cross-Skater, aber für dieses Experiment waren die Bedingungen schon ein wenig „besonders“. Kern des Selbstversuches war die Frage, „Macht mir Cross-Skating so richtig Spaß?“. Meine spotante Antworte hätte „ja“ gelautet. Was gibt es Schöneres für Cross-Skater als bei sonnigem Wetter eine entspannte Runde zu drehen? Da fallen echten Cross-Skatern nur wenige Dinge ein. Deswegen habe ich die Rahmenbedingungen für diesen Versuch auch etwas anders gewählt, als sie angenehm sind…
Gestartet wurde im Dunklen an einem Sonntagabend, es gibt wirklich bessere Optionen, ein Wochenende zu abzuschließen. Das zu erwartende Landschaftserlebnis war gleich null.
Das Datum war der 10. Januar, also theoretisch „Hochwinter“, allerdings war es mit 7 °C über null nicht wirklich kalt.
Es regnete seit zwei Stunden mittelstark, auf den Wegen stand schon etwas das Wasser.
Die Cross-Skates hatten keine Schutzbleche.
Die Kleidung wurde bewusst nur mit mäßigem Regenschutz gewählt.
Die Bereifung waren spezielle „extralangsame“ Trainingsreifen, die zusätzlich nur mit 4,5 bar gefahren wurden.
Das waren mehr als genug Faktoren, die als Spaßbremsen bekannt sind. Zu meinem Vorteil kam ich gerade aus einem Kurz-Trainingslager von einer Woche Dauer mit den Schwerpunkten Ausdauer und Kraftausdauer und war gesund, so dass ich auch kein Erkältungsrisiko einging. Also hinein ins nasse Vergnügen!
Bis km 3 rollte ich eine kleine „Aufwärmrunde“ um den Ort und freute mit über den geringen Verkehr und die Ruhe. Nass war es aber schon und danach ging es außerorts auf einen beleuchteten Radweg. Gegenwind! Zusammen mit den langsamen „Bremsreifen“ war es kaum noch möglich ein Tempo von 13 km/h zu halten, die knapp 2 km nach Wallerstädten zogen sich hin…und das sollte noch länger als eine Stunde gut gehen? Ab km 4 war die Kleidung schon komplett durchnässt, in den Schuhen stand das Wasser. Im Gegenwind flogen mir, im Lichtkegel meiner Stirnlampe, die hell erleuchteten, Regentropen, viel bedrohlicher als zuvor, um die Ohren.
Dann in Wallerstädten etwas Entspannung im Windschatten der Häuser, hier konnte ich in einem ruhigen Wohngebiet, praktisch ohne weiteren Verkehr noch einige Kilometer absolvieren. Ich fuhr ein „Heizkörper-Muster“ eine mehrfach verschlungene Acht, die durch ständige Richtungswechsel in diesem kleinen Gebiet für Abwechslung sorgte. Doch Wohlfühl-Training fühlt sich eigentlich anders an, die Nässe, Dunkelheit und mäßige Kälte waren es nicht allein, auch die schweren Reifen sagten mir, dass ich nach knapp 5 Sekunden stehen würde, sobald ich nur aufhörte zu schieben. So fuhr ich den gesamtem Vietel-Wasa im Eintakter durch, denn das war etwa wie eine ständige 2 %-Steigung.
Kilometer 8 über das Äppelwoi-Päädsche, hob meine Stimmung etwas, obwohl von der Landschaft nichts zu sehen war – doch, ich sah Kamillen, Gänseblümchen und Haselnusssträucher auf dem Grünstreifen im Lichtkegel blühen. Es könnte also schlimmer sein.
Nur das Weiterrollen kostete etwas Motivation, die Kräfte ließen trotz des rund 30 % erhöhten Kraftaufwandes durch die Reifen nicht nach. Das kostete rund 25 % an Tempo, ein eigentlich vom mir erwünschter Effekt, ich durfte eben nur nicht auf das Tempo schauen, das sich jetzt zwischen 13 und 14 km/h einpendelte. In Richtung Dornheim wieder Gegenwind und nur mit etwas Überwindung 13 km/h Tempo. Der lange gerade Radweg vor mir erforderte nun etwas mentale Härte, denn ich hätte gerade eben abbiegen und damit die Runde um 8 km abkürzen können, ich habe mich für die unangenehme Variante entschieden. Jetzt nur nicht zu „positiv denken“, diesen Selbstbetrug bemerkt jeder in solchen Situationen und macht es damit nur schlimmer. Nur auf sich selbst konzentrieren hilft wirklich, ich war da, ich war unterwegs, ich lebte . Jetzt fühlte ich die Kälte jetzt stärker, aber ich fühlte sie und musste unwillkürlich an alle früheren Freunde und Bekannten denken, die dazu jetzt nicht mehr in der Lage waren. Sofort ging es mir besser, so sehr, dass ich fast ein schlechtes Gewissen bekam, dass er mir so gut ging. Nach einer schönen Runde um Dornheim ging es den gleichen Radweg zurück, mit leichtem Rückenwind und dadurch mit 15 bis 16 km/h. Es fühlte sich leicht an, obwohl dies das Tempo ist, das ich sonst mit normalen Reifen bei Gegenwind rolle. Körper und Geist passten sich also schon an.
Kilometer 19 bergauf über eine Bahnüberführung, das Tempo war wirklich langsam. Kurz darauf ging es durch einen der wenigen unbeleuchteten Abschnitte der Runde, gut 20 km von fast 23 waren aber durchgehend beleuchtet. Der nasse Asphalt schluckte das Licht meiner Lampe, die ich jetzt auf die hellste Stufe eingestellt hatte. Eigentlich sah man alles, nur eben nicht ganz so gut. Wusch! Eine tiefe und im Lampenlicht unsichtbare Pfütze durchnässte beim Durchrollen meinen rechten Schuh – egal, ich registriere es, aber bleibe, leicht erheitert, in meinem Rhythmus. Danach ging es durch ein Gewerbegebiet, das Tempo betrug jetzt etwa 15 km/h. Die Reifen drückten mein Tempo um gute 4 km/h nach unten. Macht das denn so überhaupt Spaß?
Das Wetter? Nein! Das Landschaftserlebnis? Nein! Die Tatsache, dass meine Kleidung und Ausrüstung mit einer nassen, schmutzigen Sandschicht beschichtet war? Nein! Die schwer laufenden Cross-Skates? Eigentlich…doch ja, schon. Und das Fahren selbst! Das Cross-Skaten macht nach wie vor so richtig Spaß, die Bewegung, die Konzentration, auch die Anstrengung und letzten Endes die Tatsache, dass ich trotzdem, ohne einen Wackler, die fast 23 km überstanden hatte. Huch, ich war ja schon fast zum Hause. Beinahe mit Bedauern, dass die 100-Minuten schon vorbei waren, rollte ich die letzten Meter zu meiner Garage. Es war anstrengender gewesen als ich dachte, die Bedingungen auch etwas ungünstiger, als vorher vermutet, aber hat es erheblich mehr Spaß gemacht, als ich es für möglich gehalten hätte. Kopfsache eben, aber nicht alles. Wer bei so etwas nicht fit ist, dürfte es unterwegs ziemlich merken und ob es dann noch Spaß macht, weiß ich nicht. Deswegen spricht aber nichts gegen eine kleine 40-Minuten-Runde auch einmal bei schlechten Wetter, man übersteht es schon und es tut einem wirklich gut.
Neue Cross-Skating Videos in Profi Qualitat
Artikel 377 von Frank Röder am 22. Januar 2016.
Neue Videos in herausragender Qualität präsentiert uns Jörg Schmiel. So kann man wirklich gut zeigen, wie sehr Cross-Skating als Wintersport geeignet ist. Danke Jörg!
http://www.youtube.com/watch?v=fTbrPXGltS8&
http://www.youtube.com/watch?v=ry6mC2JEFS0&feature=em-upload_owner
Cross-Skating im Winter mit warmen und trockenen Füßen
Artikel 378 veröffentlicht von Frank Röder (Autor „Peter Skater) am 26. Januar 2016.
Hier ein sehr hilfreicher Artikel von unserem Gastautor Peter Skater. Vielen Dank für die Tipps!

Um trotz Nässe und niedrigen Temperaturen warme und trockene Füße beim Cross Skating zu haben, kann man verschiedenes machen. Im Folgenden sollen beispielhaft ein paar selbst erprobte Möglichkeiten, mit den erlebten und so empfundenen Vor-und Nachteilen geschildert werden.
Natürlich könnte man fragen, muss man überhaupt Cross-skaten, wenn die Wege nass sind und die Temperaturen niedrig?
Diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten und die Antwort wird sicher unterschiedlich ausfallen. Aber ich will auf diesen Sport nicht einfach verzichten, nur weil … es ein Argument dazu geben könnte.
Als erstes und sehr wichtiges Element sind Schutzbleche notwendig. Der schützende Effekt lässt sich ganz einfach dadurch beurteilen, in dem man eine Fahrt mit und eine Fahrt ohne Schutzbleche macht und das bei annähernd gleichen (feuchten) Wetterbedingungen. Der Unterschied wird deutlich sein.
Schutzbleche alleine reichen aber nicht immer aus. Bei Cross-Skates ohne Schuh könnten warme und trockene(re) Füße, trotz Nässe und Kälte, am einfachsten dadurch erreicht werden, dass die leichten Sommer-Sneakers durch solide Outdoor-Schuhe, die wind- und wasserdicht sind, ersetzt werden. Wenn man also die Schuhe angezogen hat und die Skates neu eingestellt sind, da die Ausmaße der Outdoor-Schuhe sich sicher deutlich von den Sneakers unterscheiden, dann wird man sehr schnell feststellen, dass einem die Stöcke auf einmal ungewöhnlich kurz vorkommen. Die Standhöhe in den Outdoor-Schuhen kann leicht 3 – 5 cm höher sein, als in den Sommer-Sneakers. Das Gewicht ist natürlich auch deutlich höher. Wer jetzt kein neues Paar Stöcke kaufen, oder eine durchaus mögliche Stockverlängerung in Betracht ziehen möchte, der sucht nach Alternativen.

Also habe ich mich wieder meinen Sommer-Sneakers zugewendet. Zunächst habe ich natürlich ein zweites Paar Socken angezogen und zum besseren Schutz gegen die Kälte von „unten“ habe ich zusätzliche, isolierende Sohlen in die dünnen Schuhe gelegt. Gegen die Nässe habe ich Neopren-Überschuhe über die Sneakers gezogen. Die Standhöhe war damit weiterhin „tief“. Kurze Strecken (bis zu 10 km) und mäßige Feuchtigkeit lassen sich so gut fahren.
Die Neopren-Überschuhe kenne ich in zwei Varianten. Die eine kenne ich eher vom Radfahren und ist mit Klettverschluss und die andere ist etwas „kompakter“, liegt enger an und hat einen Reißverschluss. Die „Schwachstelle“ an beiden ist die Ferse. Durch den Einsatz in den Cross-Skates scheuert sich das Material früher oder später an der Ferse durch. Ich habe mich entschlossen, die Überzieher als „Verschleißmaterial“ einzustufen und rechne pro (Herbst-Winter-) Saison mit einem Paar als Investition in warme und trockene Füße.

Da es aber trotz allem nur die dünnen Stoffschuhe sind und bleiben, dringt die Feuchtigkeit/Nässe nach einer Weile dann doch (am schnellsten von unten) durch und bei Strecken bis zu 25 km wird es dann schon mit der Zeit kalt und eher unangenehm. Längere Strecken mochte ich damit dann nicht mehr fahren.
Also habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, die (noch) mehr Schutz gegen Feuchtigkeit bietet, aber die Standhöhe auch nicht so stark verändert. Daraufhin habe ich mir ein Paar „Winter-Sneakers“ zugelegt. An sich sind sie schon wasserabweisend und innen auch gefüttert. Die Standhöhe ist gerade mal ein Zentimeter höher, als mit den Sommer-Sneakers. Zusätzlich mit dem zweiten Paar Socken und den Neopren-Überschuhen bieten sie einen ausreichend Schutz. Mit dieser Kombination bin ich bei ca. 2 Grad auch mal wieder eine 40 km Runde gefahren und die Füße waren trotz nasser Straßen am Schluss gerade mal „kühl“ aber nicht kalt. Selbst bei einer Tour von 15 km bei -5 Grad hatte ich nachher warme Füße.
Zurzeit ist die Kombination aus zusätzlichen Strümpfen, Winter-Sneakers und Neopren-Überschuhen meine bevorzugte Variante für Cross-Skate Touren von unterschiedlicher Länge zu der jeweiligen Wetterlage.
Trainingslager - 3. Folge
Artikel 379 von Andrew Jones am 5. Februar 2016. Fortsetzung von Artikel 240.

In den vorherigen Folgen wurden Elemente eines Trainingslagers und einige Grundlagen des Trainings angesprochen. Hier soll noch einmal das Was und Wann besprochen werden, bevor die nächste Folge konkret auf die Durchführung von Trainingslagern eingeht. Sehr häufig hört man von Sportlern über ihre Teilnahme an Trainingslagern die Auskunft, „wir haben Grundlagen trainiert“. Ausdauersportler verstehen aber unter „Grundlagen“ leider oft nur das Grundlagen-Ausdauertraining. Bei manchen Ausdauersportarten ist die Grundlagenausdauer in der Tat der mit Vorsprung alles entscheidende Faktor. Doch gerade im Cross-Skating Sport tragen die Bereiche Technik und Kraftausdauer in etwa eben so viel zur Basis der späteren Ausdauerleistung bei. Die bedauerlicherweise oft schon fast religiöse Verehrung der „langen langsamen Einheiten (LSD = long slow distances) ist aber ein Störfaktor für eine breitere sportliche Weiterentwicklung.
Was sollte man also also Cross-Skater trainieren und wann?
Ich gehe hier auf das erste Trainingslager der Saison ein. In welcher Jahreszeit dies genau liegt, hängt häufig davon ab, wie ernsthaft man den Sport betreibt. Spätstarter, beginnen etwa um Ostern herum wieder mit dem Cross-Skating als Halbjahres-Sport. Ernsthafte Wintersportler, die im Hochwinter schwerpunktmäßig Ski laufen, aber auch Nicht-Skiläufer, welche, die dunkle durch die Jahreszeit etwas vom regelmäßigen Training abgehalten werden, also die Dreivierteljahres-Cross-Skater, beginnen entweder fast übergangslos nach dem Skiurlaub oder wenn die Tage wieder etwas länger werden, oft Mitte Februar. Die Ganzjahres-Cross-Skater, fangen pünktlich mit jedem Neujahr eine neue Saison an, kommen dadurch zwar nie ganz „raus“, aber brauchen doch oft einen kleinen Anschub im Training zu ihrem Saisonbeginn. Wann das erste aufbauende Trainingslager stattfindet und auch, was enthalten sein soll, hängt eben vom jenem Typus der Cross-Skater ab.
Den Halbjahres Cross-Skatern empfehle ich, ganz auf ein Trainingslager zu verzichten, denn was man ein halbes Jahr vernachlässigt hat, kann man erst in zweiter Konsequenz mit saisonalem Trainingsaufwand sinnvoll verbessern. Verbessern kann man sich zwar immer, aber effizienter wäre es, statt einem Monat Vorbereitung für das Trainingslager, das dann frühestens in der ersten Maiwoche stattfinden dürfte, diese „Vorbereitung“ noch weitere zwei Monate durchzuhalten, um dadurch das letzte Quartal der kurzen Saison besser zu überstehen. Somit gibt es für diesen Typus Cross-Skates keine Fragestellung nach dem Wann eines Trainingslagers (besser nie), vielmehr nach dem Wann des eigenen Trainings, nämlich am Besten länger über das ganze Jahr verteilt.
Wie schon erwähnt, müssen wichtige Grundlagen einer Sportart vor einem Trainingslager erlangt werden, beim Cross-Skating sind aber die Bedeutung der Fahrtechnik und der Kraftausdauer etwa eben so wichtig wie die reine Ausdauer-Grundlage. In der Frage nach dem Wann des ersten Trainingslagers, unterscheiden sich die Ganzjahres-Cross-Skater etwas von den Dreivierteljahres-Cross-Skatern. Die Dauerskater bauen ihre benötigten Grundlagen bereits ab dem Saisonbeginn am 1. Januar aus, sie können daher durchaus schon im Februar ihr erstes Trainingslager durchführen. Die Dreivierteljahres-Cross-Skater bauen dann zwar mit ebenfalls ähnlichen Inhalten ihr erstes Trainingslager auf, gleich mehr darüber, aber die tatsächlich pausierenden Dreivierteljahres-Cross-Skater müssen etwas länger vor dem Trainingslager aufbauen als die Dreivierteljahres-Cross-Skater, die konsequente Ski-Langläufer sind und durch ihren guten Trainingszustand viel schneller wieder in das Cross-Skating einsteigen können. Der passende Zeitpunkt für das erste Trainingslager ist im Mittel oft Anfang März für die Ski-Läufer und Ende März für die „Quartals-Pausierer“.
Das Was ist im Cross-Skating-Trainingslager ist bereits ziemlich bekannt, nämlich…
Fahrtechnische Grundlagen: Technik-Training kann und soll bei jeder Gelegenheit in das Training eingeflochten werden. Massiv natürlich vor einer Steigerung der Trainingsumfänge und -intensitäten. Das Erste, was man zum oder noch vor dem Saisonbeginn tut, ist immer technische Fehler beseitigen, die Fahrtechnik wiederaufbauen und festigen, aber auch neue Stile erlernen. Damit kann man bereits sehr sinnvoll im Winter beginnen, wenn die Gelegenheiten zum Training seltener sind und noch keine großen Umfänge trainiert werden können. Fahrtechnische Grundlagen kann man also immer verbessern, sofern man aber eine intensive Wettkampfsaison mit deutliche höheren Belastungen hat, wird man dann dieses Element leider in dieser Phase etwas vernachlässigen müssen
Grundlagen-Ausdauer: Diese erlangt man eben mit den erwähnten langen und langsamen Trainingseinheiten, die als reines Ausdauertraining durchgeführt werden. Das ist das bekannte „Kilometer fressen“, das teilweise auch in anderen Sportarten durchgeführt werden kann. Der Schwerpunkt dafür liegt in den vier bis sechs Wochen vor dem Trainingslager.
Kraftausdauer-Grundlagentraining: Auch damit kann man schon früh beginnen, zum Beispiel in dem man im Winter mit schwerer rollenden „Winterreifen“ trainiert oder grundsätzlich ein bis zwei bar weniger Luftdruck in den Reifen fährt. Auch Studio-Training ist möglich, lässt sich aber nur teilweise auf das Cross-Skating übertragen und muss später durch spezifischeres Kraftausdauertraining ersetzt werden. Das Training mit den „schweren“ Reifen ist zwar eine simple, aber wirksame Methode eine spezifische Kraftausdauer-Grundlage für Cross-Skating aufzubauen. Wer etwas mehr tun will, kann die Trainingswirkung mit etwas intensiveren Belastungsblöcken, wie Bergauf-Abschnitten oder Cross-Passagen, verstärken. Dabei sollte aber noch keine intensives Kraftausdauer-Intervalltraining durchgeführt werden. Das spezifische Kraftausdauer-Training ist durchaus eine gute Basis für das Techniktraining, besonders für die kraftaufwändigeren Stilarten, und wird die korrekte Ausführung der Bewegungen verbessern. Der Schwerpunkt für das Kraftausdauer-Grundlagentraining liegt in den zwei bis vier Wochen vor dem Trainingslager.
Ich wünsche viel Erfolg beim Aufbautraining für das erste Trainingslager!
Fortsetzung in Artikel 493.
Wenn Cross-Skater einen Hals schieben
Artikel 380 von Andrew Jones 12. am Februar 2016.
Cross-Skating kann ein sinnvolles Training bei Halswirbelsäulen-Problemen sein, dazu sollte man aber einige Hintergründe kennen.

Das Halswirbelsäulensyndrom Mancher kennt es vom morgendlichen aufwachen, der Eine hat es nach einem stressigen Arbeitstag, wieder andere nach einer plötzlichen Kopfbewegung oder einfach auch ohne erkennbare Ursache: Die Nackenmuskulatur ist verspannt, es knirscht in den Halswirbeln, manche Kopfbewegungen sind schmerzhaft oder man spürt wie der Hals-Nacken Bereich in andere Körperregionen unangenehm „ausstrahlt“. Etwa ein Drittel aller Schmerzen rund um die Wirbelsäule treten im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) auf.

Bild: Vorsicht bei vorgebeugter Haltung, dabei den Kopf nicht hängen lassen!
Wie es dazu kommen kann Die charakteristischen Schmerzen in diesem Bereich sind als HWS-Syndrom bekannt. Eine relativ häufige Ursache ist die Unterkühlung der Hals/Schulter/Nacken-Region. Das kann beim Rad fahren passieren, beim Auto fahren durch Zugluft oder durch übertriebene Verwendung von Klimaanlagen. Dadurch kontrahiert die Muskulatur in diesen Bereichen schmerzhaft, was zu Funktionsstörungen und zu weiteren Nebenwirkungen, wie Fehlhaltungen, führen kann, die wiederum verstärkend wirken können. Aber auch dauerhafte leichte Fehlhaltungen oder zu wenig Erholungspausen von bestimmten Haltungen können Auslöser sein. Ein ständig nach vorn gebeugter Kopf, dauerhafte Verdrehung des Kopfs in eine Richtung, völliges Stillhalten des Kopfes oder ein Überstrecken der HWS, kommen dafür in Frage. Typische Berufe dafür sind Schreibtischberufe, Installateure, Schweißer, Kraftfahrzeugschlosser, Zahnärzte oder Chirurgen. Die Bandscheiben in der HWS sind sehr klein und müssen je Quadratzentimeter Fläche einen enormen Druck aushalten, da der Mensch sehr "kopflastig" gebaut ist. Die genannten Probleme, bis hin zum Verschleiß der Bandscheiben, können die Folge dieser menschlichen "Konstruktion" sein. Auch entspanntes Liegen bringt nicht immer Linderung. Beim Schlafen knicken viele Menschen sogar in der Halswirbelsäule unvorteilhaft ab und verschlimmern das Ganze noch. Auch dort sollte man also seine persönliche Ursachenforschung betreiben. Die oft beliebten Nackenrollen (das Kissen, nicht die Gymnastikübung) mögen im Wachzustand noch ganz angenehm sein, wenn sie beim Schlafen aber verrutschen und zu einer unerwünschten Überstreckung der HWS führen, sollte man sie nicht verwenden.
Arten des HSW-Syndroms Wenn die Beschwerden vorrangig im Nacken auftreten, spricht man vom lokalen Zervikalsysdrom. Dieses kann sogar Kopfschmerzen verursachen (zervikale Migräne), was aber nicht mit einer klassischen Migräne verwechselt werden sollte, die oft andere Ursachen haben kann. Wenn die Schmerzen bis in den Arm ausstrahlen liegt ein Zerviko-Brachial-Syndrom vor.

Bild: Rund um die Halswirbelsäule nur sehr behutsam dehnen. Wenn isometrisches Krafttraining voran gegangen ist, kann man auch aus dieser Position den Kopf gegen einen mäßigen Widerstand aufrichten.
Präventionsmaßnahmen Erste Maßnahme ist die Lokalisierung der Ursachen und deren Verminderung oder wenigstens Verminderung. Oft ist es auch notwendig sich von Orthopäden, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten oder anderen Personen, die Fachkenntnisse im Bewegungsapparat besitzen, über korrekte Haltungen und Bewegungen aufklären zu lassen. Nächster Schritt ist eine angemessene Kräftigung der Hals-Nackenmuskulatur, zunächst vorzugsweise in Form von isometrischen Übungen. Dabei wird der Kopf gegen einen unbeweglichen Widerstand gedrückt, nach vorn, hinten oder zur Seite, ohne seine relativ gerade Halshaltung zu verändern. Als Widerstand genügt die eigene Hand oder eine Wand. Später kann man aus einer leichten Halsbeugung das Aufrichten des Halses in die gerade Position gegen einen mäßigen Widerstand trainieren (siehe Bild), am Besten auch nur gegen die eigene Hand. Dazu gehören immer auch Dehnübungen der Hals- und Nackenmuskulatur, wobei ich an dieser Stelle vor allem vor Bewegungen die zu einen Überstreckung (= nach hinten beugen) des Halses warnen möchte. In diese Richtung sollte der Hals höchstens widerstandslos gebeugt werden (dann nur zur Funktionskontrolle), aber nicht unter Widerständen gearbeitet oder gedehnt werden. Auch die verbreitete Gymnastikübung Nackenrollen (die Übung, nicht das Kissen) sollte im hinteren Bereich ausgelassen werden. Auch manche Yoga-Übungen enthalten HWS-Belastung die absolutes Gift für die HWS sind und einem HWS-Syndrom und sogar Verschleiß Vorschub leisten können. Der gesamte Bewegungsapparat rund um den Hals, also auch Schultern und Nacken sollten bestmöglich gedehnt und gekräftigt werden. Besonders im Nackenbereich neigt der Kapuzenmuskel (auch Trapezmuskel genannt) dazu Beschwerden zu verursachen, wenn er schlecht trainiert und gepflegt wird.

Bild: Mit Zug nach innen kann man so den Trapezius funktional dehnen.
Vorteile für Cross-Skater Cross-Skating wirkt sich fast immer günstig auf die beschriebenen Beschwerden aus und ist in großen Teilen als Präventionsmaßnahme geeignet. Wer akute Beschwerden hat, sollte aber nicht gerade mit einer schweren Helmkamera auf Tour gehen und dann besser einen leichten Kopfschutz bevorzugen. Wichtig ist es den Kopf auch unter Anstrengung oder Ermüdung nicht nach vorn oder zur Seite fallen zu lassen. Leider führen uns die Ski-Profis bei Ihrem "Überlebenskampf" auf Skiern dies nicht sehr vorbildlich vor Augen. Als nächste Maßnahme, sollte man die Schultern nach unten ziehen und auch dort lassen, wenn man mit dem Armen nach vorn geht. Oft spürt man dabei eine leichte Dehnspannung in der oberen Nackenmuskulatur, die aber schnell vergeht. Bei fast allen anderen Haltungen oder Bewegungen müsste man jetzt die Anweisung geben, die Schultern nach hinten zu ziehen, so dass sich die Schulterblattspitzen mehr annähern. Beim Cross-Skating erledigt sich diese Anweisung aber meist durch einen korrekt nach hinten ausgeführten Stockschub, der ja die Schultern fast automatisch in diese Position zieht. Falls nicht, bitte darauf achten. Sollte es dennoch schwer fallen, die Schultern nach hinten zu ziehen, sollte man zusätzlich seine Brustmuskulatur regelmäßig dehnen. Sehr gut an dem typischen Stockeinsatz beim Cross-Skating ist, dass es den Kapuzenmuskel (zwischen und oberhalb der Schulterblätter) in hervorragender Weise kräftigt. Kaum ein Gerätetraining wird dies in so funktioneller Weise und in so vielen Wiederholungen erreichen können. Cross-Skating bietet also, wie kaum eine andere Sportart, hervorragende Voraussetzungen, den HWS-Bereich und die angrenzenden Regionen funktional gut in Schuss zu halten. Trotzdem sollte man sich der gesamten HWS-Problematik deutlich bewusst sein und sofort angemessene Maßnahmen ergreifen, wenn man Beschwerden bekommt.
Bildquellen: CD-ROM eBook "Cross-Skating Trainer"
Skitire - der Leicht-Cross-Skate aus Polen
Artikel 382 von Frank Röder am 21. Februar 2016.

Bild: Schlicht und funktionell kommt der SKITIRE daher, doch die Zahlenwerte und das Fahrgefühl überzeugen.
Pünktlich zum Jahresbeginn stand er in unserem Testfuhrpark, der leichte Skitire des renommierten polnischen Metallverarbeitungsbetriebes Jakubowski in Łódź. Das geringe Gewicht, das der Hersteller bescheiden mit 1,8 kg angibt, unterbietet die Waage sogar noch um weitere 100 Gramm und zeigt ziemlich exakt 1,7 kg pro Skate an. Das ist absoluter Rekord bei serienmäßigen 6-Zoll Cross-Skates, für dieses Gewichtsziel musste so mancher Hobbyschrauber schon mit der Feile gefährlichen Pfusch auf die Räder stellen. Deswegen erschrickt man beinahe, wenn man den ultraleichten Cross-Skate in die Hand nimmt: Die Erfahrung mit der Dauerhaltbarkeit anderer Cross-Skates sitzt vielen von uns noch in der Erinnerung und es sind in den letzten elf Jahren in der Szene schon wesentlich schwere Produkte in die Brüche gegangen egal, wo sie auf der Welt hergestellt wurden.

Bild: Erst testen, dann beurteilen. Als Produkttester ist man bei so günstigen Angeboten besonders kritisch, aber in der Preisklasse überbietet der Skitire alles in der unteren Preisklasse bis 300 € und sogar in der mittleren bis 400 €.
Doch gerade in den Jahren 2004 bis 2010 erblickten schon einige leichte Prototypen das Licht der Welt, die bewiesen, dass stabiler Leichtbau kein Hexenwerk ist. In Serie gingen diese freilich aus Kostengründen oder aus Gründen der Firmenpolitik leider nicht. Eine interessante mittelfristige Option ist für überwiegende Straßenfahrer unter den Skitire Benutzern, ein späterer Wechsel auf noch leichtere, bewährte Bereifung, die das Gewicht fast auf 1,6 kg drücken würde. Das sind unglaubliche Zahlenwerte, von denen, denen besonders die erfahreneren Cross-Skater kaum noch zu träumen wagten. Doch die längs gerillten serienmäßigen 6-Zollreifen gaben uns besonders auf dem feuchten Winterboden, auf dem wir die Skitires gut 300 Kilometer getestet haben, einen erstaunlichen Seitenhalt und einen wirklich guten Grip beim Abstoß. Die Radlager mussten wie etwas länger einfahren bis sie leichter liefen und auch die Reifen sind keine wirklichen Leichtläufer, wir haben sie dann einfach mit recht hohem Luftdruck von etwas über 8 bar schneller gemacht. Das Fahrverhalten der Skitires ist sehr handlich, aber der kurze Radstand nicht ganz so kritisch, wie bei anderen Cross-Skates mit einem Radstand von 50 oder weniger Zentimetern, weil die Schuhe, sehr sinnvoll, so knapp wie möglich am Hinterrad stehen. Das geringe Gewicht an den Füßen, lässt den Fahrstil auch viel leichter in Richtung Frequenzerhöhung tendieren, was besonders, die ski-orientierten Cross-Skater erfreuen wird, denn gerade das ist mit schweren Cross-Skates und noch schwereren Klappschienen-Systeme gerade kaum noch möglich (von wegen „ski-ähnlich“, mit überrüsteten Schwergewichten).

Bild: Wer schwere Cross-Skates gewohnt ist oder vorher mit schwer laufenden Reifen trainiert hat, hebt auch schon mal ab mit den Skitires. Martin Foucard lässt grüßen...
Der Skitire liefert zahlreiche weitere gute Argumente für die immer beliebteren „schuhlosen“ Cross-Skates, also Rollsportgeräte, die man mit eigenem Schuhwerk benutzt und daher unterwegs jederzeit verlassen kann. Normalerweise quittiert man Anerkennung mit Nicken, wir steigen jedoch viel mehr mit einem begeisterten Kopfschütteln von den Skitires, was so viel bedeutet wie: „Wer hätte das gedacht in der 250 €-Spar-Klasse und warum können das andere nicht, die in China produzieren lassen?“. Besonders, wer schon viele Vergleiche gezogen hat und wir haben in den letzten 11 Jahren fast 50 Modelle gefahren, ist von dem Konzept begeistert. Nicht, weil es High-Tec ist oder scheinbar jeder erklärungsbedürftige bis überflüssige Komfort eingebaut ist, sondern weil es genügt und trotz (oder wegen?) der Einfachheit funktioniert. Fachleute nennen eine solche Entwicklung einen Geniestreich.

Bild: Fachleute erkennen hier sofort konsequenten Leichtbau und solide Verarbeitungsqualität. Teure „Zertifikate“ wären nur überflüssige Preisdrücker. Der Hersteller gab uns trotzdem sehr offenen Einblick in interessante Statik-Berechnungen.
Beim genauen Hinsehen erkennt man die europäische Wertarbeit, des Maschinenbaufachbetriebes. Sowohl in der Ausführung, als auch in der Konstruktion, bemerken fachkundige Augen schnell, dass es sich hier um einen wahren Leckerbissen des Cross-Skate Baus handelt. Solide gelegte Schweißnähte, nur so viel Material wie nötig, Verstärkungen dort, wo sie auch anderen Produkten gut zu Gesicht gestanden hätten.

Bild: Polster satt! Absolut keine Polsterungsprobleme gibt es mit dem reichlich vorhandenen Wadenpolster. Wir haben das überschüssige Material, das sonst das Bein völlig umschließt, verwendet, um den Bremsdruckpunkt, durch Abpolstern, noch früher zu legen. Die symmetrische Form der Wadenschale ist den asymmetrischen Wadenschalen der Skikes weit voraus. Wer dann noch eine „X-O-Bein-Verstellung“ bräuchte (unwahrscheinlich!), kann das auch mit den Polstern erledigen.
Den allerersten Eindruck, wenn man den Skitire auf Bildern sieht, „der schaut ja aus, wie ein alter Skike“, wird man also schnell korrigieren, wenn man ihn erst einmal in die Hand genommen hat, denn konstruktiv ist der Skirtire mindestens zwei Generationen weiter als der einst beliebte alte Skike V07. Der Skitire ähnelt im Detail sogar viel mehr den Fleet Skates, aber auch diesen ist der Skitire etwas voraus, denn der Materialeinsatz und das Gesamtkonzept erscheinen durchdachter und auf das Wesentliche beschränkt.
Sehr großzügige Polster umschmeicheln die Waden, eine sehr flexibel einstellbare Vorderfußfixierung sorgt für genaue Anpassung, eine konische Fersenschale zentriert den Schuh sogar besser als bei den SRB Cross-Skates. Die Bremse bremst mit Edelstahlbremsbelägen und weist eine simple, aber wirksame Verstellmöglichkeit auf, die aber, nach unserem Geschmack einen größeren Verstellbereich haben sollte. Sie dürfte aber die mit Abstand leichteste Bremse an Cross-Skates sein. Von unten betrachtet fällt sofort die mit großen Viereck-Öffungen unterbrochene Schiene auf, ein „Kühlergrill“, könnte man meinen, aber in der Praxis erledigen diese Öffnungen einen guten Teil der unbeliebten Reinigungsarbeiten. Größere Dreckansammlungen im Rahmen können, im Unterschied zu geschlossen Konstruktionen, hier kaum zu Stande kommen, der Dreck fällt einfach unten heraus. Ob der Cross-Skate nun 120 oder 140 kg aushält ist uns unbekannt, aber betrifft viel weniger, als viele meinen, denn nur 9 % der Deutschen wiegen über 120 kg und weniger als 3 % über 140 kg.

Bild: Hält und spart Gewicht. Einfach gesteckte Gurte am Skitire.
Nach dem ersten „Schrecken“ über das extrem leichte Gewicht dieser Cross-Skates und bei spürbar guter Stabilität, kommt noch der nächste Schock, der einen den Kopf schütteln lässt, nämlich der Preis. Der Skitire kommt jetzt im Februar 2016 zum Vorstellungspreis von deutlich unter 250 Euro auf den deutschen Markt. Er soll exklusiv vertrieben werden, damit keine inflationäre Serviceausdünnung stattfinden kann, wie sie leider zu oft in der Cross-Skating Szene aufgetreten ist. Der polnische Hersteller denkt kundenorientiert, ihm genügt ein zentraler Vertriebspunkt in Deutschland, damit sich Erfahrungen und Kundeninteressen zunächst bündeln, statt verdünnen. Kenner der Szene werden diese Einstellung bestätigen, denn, um alle bisher rund 50.000 verkauften Cross-Skates auf der Welt zu warten sind natürlich keine 1000 Händler notwendig, zumal von den 50.000 Cross-Skates langfristig nur rund 1000 bis 2000 regelmäßig genutzt werden. Dafür genügt eine einzige gut organisierte Werkstatt – der Vergleich mit Autowerkstätten sollte dabei durchaus gezogen werden.
Vergleich mit den Cross-Skates auf dem Markt
Skike V07/V7: Der Skitire ist günstiger als die billigsten Skikes, bei besserer Verarbeitung und geringerem Gewicht. Skikes haben einen höherer Stand als Skitires und einen deutlich schlechteren seitlichen Fersenhalt. Gewicht Skike: 2,1 bis 2,2 kg, Radstand ca. 47,5 cm (plusminus 2,5 cm), maximale Schuhgröße nur ca. 46,5.
Fleet Skates: Ähnlich hochwertige Verarbeitung, etwa gleichviele Detaillösungen aber Skitires gibt es zum halben Preis der Fleet Skates. Ähnliche Rahmengeometrie und Fahrstabilität, aber Skitires sind 0,8 kg leichter. Gewicht Fleet Skates ca. 2,5 kg, Radstand ca. 48,5 cm (plusminus 2,5 cm)
Powerslide Skeleton II: Trotz kürzerem Radstand des Skitire, ist sein Chassis konsequenter ausgelegt (tieferer Stand des Skitire), trotzdem leichter und günstiger. Beim Skeleton muss die zweite Bremse für ca. 60 € nachgerüstet werden. Gewicht Skeleton II 2,2 bis 2,6 kg, Radstand 51,2 bis 57,2 cm
SRB XRS03: Ähnliche Abmessungen, trotzdem ist der Skitire leichter und günstiger. Der SRB ist aber kippstabiler (Stand ist noch tiefer als beim Skitire), spurstabiler und hat die bessere Bremswirkung, besonders bei Nässe. Radstand SRB XRS03 52,5 cm, Gewicht 2,3 kg bzw. 2,1 kg (Sport-Version).
Bewusst haben wir hier nur vergleichbare Modelle der anderen Hersteller heran gezogen.
Resumée: Der Skitire ist als leichtester Serien-Cross-Skater auf dem Markt mit einer Bremse an jedem Cross-Skate komplett ausgestattet und damit ein gutes Einsteigermodell für Sparsame. Doch auch als Zweit-Skate für erfahrene und fortgeschrittene Cross-Skaters ist der Skitire nicht zu verachten. Das geniale gesteckte Gurt-System zeigt, dass weniger auch mehr sein kann und technische Verspieltheiten oft gespart werden können. Aber auch Kinder ab 8 bis 9 Jahren haben jetzt wieder eine Perspektive, Cross-Skating auf leichten Cross-Skates kennenzulernen. Die 6-Zoll-Räder lassen sie nicht, wie die 5-Zoll-Räder anderer Kinder-Skates, im Waldboden versinken.
Vor und Nachteile: + Geringes Gewicht + Zwei Bremsen serienmäßig + Günstiger Preis, knapp 240 € bis 20. März, danach 20 € mehr. + Gute Verarbeitung + Durchdachtes Konzept + Made in EU! + gute Seitenführung der Ferse +/o Ziemlich tiefer Stand (65 mm, mit sehr flachen Absätzen 80 mm) +/o Bis ca. Schuhgröße 48,5 nutzbar o Um den Verstellbereich der Bremse zu erweitern, benötigt man den anderen Bremsausleger der „German-Edition“ o Radstand ist mit 50 cm Länge nicht ganz auf dem Stand der Zeit, 52 bis 63 cm sind heute üblich o/- Bremswirkung bei Nässe etwas schwach (gut bei Trockenheit)
Video auf YouTube: http://youtu.be/hySBfYz4ejA

Bild: Zu leichten Skates passen leichte Schuhe. Wer tief in die Trickkiste greift kann, noch leichtere Reifen und sehr leichte Schuhe verwenden und kann auf 1,8 kg für Skates mit Schuhen kommen!
Welcher Cross-Skate für welchen Stil - Teil 2
Artikel 388 von Frank Röder am 10. März 2016. Fortsetzung von Artikel 330

1 zu 2 Skating oder besser Zweitakter in Dreipunkttechnik Vorteile: In geländetechnisch anspruchsvollen Situationen noch gut durchführbar (stabiler Stand, beliebig langsame Bewegungszyklen). Variables Timing zwischen allen eingesetzten Antriebsextremitäten möglich. Ausreichend kontinuierlicher Vortrieb. Hohes Tempo auch auf schweren Böden erreichbar, ermöglicht ausdauerndes cross-skaten auch auf sonst „unmöglichem“ Untergrund. Nachteile: Regelmäßiger Seitenwechsel zur Vermeidung von Dysbalancen unbedingt notwendig. Vortrieb als “Dreiviertel-Takt”-Antriebsvariante nicht optimal effizient, besonders im schwierigen Situationen kann die kurze “Antriebslücke” störend sein. Dreipunkttechnik muss mit einem gewissen Mindestaufwand (mehrere konzentrierte Minuten üben) erlernt werden, wird nicht von jedem „verstanden“.
1 zu 2 Skating oder Zweitakter im Halb-Triple-Push mit Doppelstockschub Vorteile: Der gleiche Stil wie zuvor beschreiben, der Bodenkontakt des dritten Rades kann jedoch variabel aufgehoben werden, von lediglich leichter Stüzarbeit, kaum länger bis das Vorderrad vom Boden abgehoben wird, bis hin zum Anheben des dritten Rades lediglich zum schnelleren Umsetzen des Cross-Skates kurz vor dem maximalen Beinschluss. Schnelle Variation in der Bewegungsfrequenz ist möglich. Nachteile: Angemessene Anwendung erfordert Erfahrung und gutes Vorstellungsvermögen.
1 zu 1 Skating oder Eintakter in Dreipunkttechnik Vorteile: Diese sind die Gleichen wie beim 1 zu 2 Skating oder Zweitakter in der Dreipunkttechnik, jedoch wir die Antriebslücke fast völlig vermieden. Die Geländetauglichkeit ist nochmals größer. Nachteile: Der Körper muss ich an den möglichen höheren Leistungseinsatz gewöhnen, was aber nach rund 100 km abgeschlossen ist, wenn man dazwischen nicht zu lange pausiert.
1 zu 1 Skating oder Eintakter im Triple-Push mit Doppelstockschub Vorteile: Die zusätzliche Zugphase beim Skating-Schritt ermöglicht einen noch höheren Leistungseinsatz. Auf rutschigen Böden sehr sicher zu fahren. Sportlich betrachtet ist dieser Stil die Königsdisziplin unter den Cross-Skating Stilarten, weil sie die größte Muskelmasse anspricht, die größte Leistungsentfaltung bringt, fast immer das höchste Tempo ermöglicht (auch unter schwierigen Streckenbedingungen) und den stärksten Trainingsreiz für Muskulatur, Stoffwechsel und Herz-Kreislaufsystem mit sich bringt. Nach Eingewöhnung und mit guter Kraftausdauer sehr ökonomisch auch auf Langstrecken, da der Triple-Push wie der „runde Tritt“ der Radsportlers verstanden werden muss. Nachteil: Der Körper muss ich an den möglichen höheren Leistungseinsatz, besonders den ständigen Krafteinsatz gewöhnen, was aber nach rund 100 km abgeschlossen ist, wenn man dazwischen nicht zu lange pausiert. Permanentschub-Skating in Dreipunkttechnik Vorteile: Stilistisch der zweieiige Zwilling des vorgenannten Stils, teilweise leichten Vorteilen bei höherem Tempo. Im Wechsel mit dem Eintakter-Triple-Push mit Doppelstockschub die optimale sportliche Ergänzung beim Ganzkörpertraining. Abwechslung auf langen Strecken und im Wettkampf. Nachteil: Schwierigeres Timing als mit Doppelstockschub.
Permanentschub-Skating im Halb-Triple-Push mit Wechselstockschub Vorteile: Fühlt sich in der Bewegungsausführung leichter an als die vorgenannte Stil. Variabler in der Bewegungsfrequenz. Nachteil: Durch weniger Bodenkontakt, wieder weniger stabil.

Bild: Damit man beim „Skilaufen im Sommer“ nicht beim nächsten Schlagloch stüzt, sollte man die spezielle Cross-Skating Technik erlernen, damit man stattdessen „cross-skatet“ und auch seine Cross-Skates gut auswählen.
Cross-Skating ist sicher und vielseitig. Das wirklich heikle an der Sportart Cross-Skating ist, wenn sie, durch falsche Vorstellungen oder einen falschen Unterrichtsansatz unkorrekt erlernt wird. Wer versucht, auf Cross-Skates skizulaufen oder zu inlinern, macht bereits grundsätzliche Fehler. Die besonderen Anforderungen durch den Boden erfordern einen besonderen Umgang mit den Gegebenheiten. Inzwischen wurden vom Deutschen Cross-Skating Verband gut 40 sinnvolle Stil-Varianten dokumentiert. Darunter sind zahleiche Stil-Varianten, die vor allem „off-road“ Sinn ergeben und dem links zu sehenden, gestürzten Sportler sicher weiter geholfen hätten. Wir konnten seinen Sturz auf Video analysieren und er war eindeutig auf „Skitechnik“ zurückzuführen. Die Fahrtechnik entscheidet zu rund 70 % über Vorankommen und Durchkommen im Gelände. Ebenso gibt es viele Variablen, was die Ausstattung des Cross-Skates betrifft, worauf ich im folgenden Abschnitt eingehen möchte.
Allgemeine Anforderungen an die Cross-Skates
Luftreifen haften enorm im Vergleich zu Polyurethan- oder Vollgummirädern. Der Geradeauslauf auch von kurzen Cross-Skates ist daher sogar „sturer“ als der von Skilanglaufskiern. Trotzdem wirkt sich ein relativ langer Radstand beim Cross-Skating als günstig aus. Relativ, muss man ein wenig im Verhältnis zur Körpergröße betrachten, allerdings unbedingt ohne eine feste Empfehlung, wie „Radstand X für Körpergröße Y“ zu geben. Das eigene Fahrkönnen und der beabsichtigte Einsatzzweck spielen letztendlich die größere Rolle, bei der Wahl des Radstandes.
Die Radlastverteilung kann und soll zwar von Fahrer aktiv beeinflusst werden, ist aber durch die Lage des Schuhs aus dem Skate auch teilweise konstruktiv festgelegt. Hier sollte den Schuh so weit wie möglich hinten auf dem Skate fixiert sein und nicht umgekehrt, wie manchmal behauptet. So kann man geschmeidiger und gefahrloser rollen, besonders, wenn er Boden rauer wird. Leider verschlechtert die Tendenz zu größeren Rädern bei Cross-Skates, teilweise eine optimal hohe Hinterradlast, weil größere Hinterräder den Schuh zwangsläufig nach vorn drängen.
Die Baubreite der Skates entscheidet, ob man die Cross-Skates einige Zentimeter enger zusammenführen kann oder nicht. Zu breite und wuchtige Cross-Skates würden einen ökonomischen Stil erschweren. Unnötig abstehende Teile, wie Flügelmuttern (hat es alles schon gegeben) stellen in besonderen Fällen eine zusätzliche Erschwernis oder Gefährdung bei bestimmten Stilarten dar.
Das Gewicht des Skates (zuzüglich Schuhe), aber auch die Gewichtsverteilung der Skates am Fuß, entscheiden über die Agilität oder Reaktionsgeschwindigkeit in besonderen Situationen. Das Gewicht ist entscheidender, aber leider ein Faktor, der von den Herstellern der Cross-Skates in den letzten Jahren etwa vernachlässigt wurde. Man kann mit schweren Cross-Skates fahren und man gewöhnt sich daran, Tatsache ist aber, dass man mit leichteren Cross-Skates Vorteile ha. Die Gewichtsverteilung der Skates am Fuß wird als angenehmer empfunden, wenn des Schwerpunkt der Cross-Skates unmittelbar am Mittelfuß hängt. Das widerspricht der Forderung einer Hinterrad lastigen Radlastverteilung, denn bei solchen Cross-Skates „hängt“ das Vorderrad zwangsläufig etwas mehr. Bei neutral ausbalancierten Cross-Skates (das klingt besser als es ist), merkt man das Gewicht der Skates weniger und kann das Vorderrad leichter anheben, hat aber oft zu viel Last auf dem Vorderrad.
Die Bodenfreiheit ist ein häufiges genanntes Verkaufsargument, das aber überschätzt wird. Man kann mit mehr als 4 cm Bodenfreiheit nicht wirklich viel anfangen. Wie oft überfährt man Hindernisse dieser Höhe? Günstig ist es nur so viel Bodenfreiheit wie nötig zu haben, da kann ein Kompromiss von 3 cm Bodenfreiheit zusammen mit dem nächsten Punkt vielleicht sogar der beste Kompromiss sein.
Ganz wichtig für die Kontrolle und die Ermüdung auf den Cross-Skates ist die Standhöhe der nackten Ferse über dem Boden. Zwischen Fuß und Boden sind die Bodenfreiheit plus die Bauhöhe des Chassis/Schiene/Holm plus die Dicke der Schuhsohle. Hier wirkt sich eine übertrieben große Bodenfreiheit ebenso ungünstig aus, wie ein Relikt aus Inliner-Zeiten, dass manchmal die Schuhabsätze für eine nach vorn über gebeugte Körperhaltung hinten überhöht angebracht sind (sog. Fersensprengung). Wer auf Cross-Skates für eigene Schuhe auch noch Schuhe mit dicken Sohlen trägt, tut sich keine Gefallen.
Die seitliche Fixierung des Füße und insbesondere der Ferse ist auch wichtig. Man kann bei Cross-Skates, die einen gewissen Spielraum für Schuhe zulassen (z.B. von SRB) mit so genannten Heel-Pads die Schuhe hervorragend seitlich fixieren – ohne Ein- und Ausstieg wesentlich zu erschweren – und erschließt sich damit ein weiteres Repertoire an Techniken und Stilarten. Besonders die im Cross-Skating wichtige Dreipunkt-Stilvarianten erfordern eine derartige Fixierung. Ohne ausreichende seitliche Fixierung wird die Fahrt unbequem und unsicher und man wird seine Bewegungsvielfalt viel weniger durch andere Stilarten variieren. Es gibt Cross-Skates, bei denen die Ferse lediglich mit Plastikbändern fixiert wird, bzw. dies wird kaum erfolgreich versucht. Die großen Nachteile dieser Befestigungsmethoden sind, dass der Schuhabsatz seitlich erheblich bewegt werden kann und auch mehrere Millimeter unkontrolliert von der Standbasis abgehoben werden kann. Solche Systeme verleiten leider dazu, auch ungeeignete Schuhe zu verwenden, zum Beispiel Laufschuhe, die grundsätzlich schlecht geeignet sind, aber an diesen Plastikbändern sehr leicht mit ihrem Fersendämpfungskeil einhaken, was außerdem auch noch den Schuh beschädigt. Cross-Skates mit seitlichem Spiel am Schuhabsatz sind grundsätzlich unsicherer und für die breite Palette der Dreipunkttechniken so gut wie ungeeignet.
Als Erkennungsmerkmal des Cross-Skate wurde die Höhenfixierung, als die fixierte Ferse am Cross-Skate als ein Unterscheidungsmerkmal schon recht früh festgelegt. Damit ist gemeint, dass Skiroller eine Klappbindung haben, damit die Ferse abgehoben werden kann, Cross-Skates dort aber keinen Spielraum haben. Sportgeräte, die cross-skate-ähnlich sind, aber ein Abheben der Ferse ermöglichen sind entweder Cross-Skiroller oder etwas schwer definierbares zwischen alle diesen Sportgeräten. Es macht jedoch nur das Eine oder das Andere richtig Sinn, entweder will ich Skilaufen simulieren und gehe das Risiko eines gewissen Kontrollverlusts bei abgehobener Ferse ein oder ich will maximale Sicherheit und fixiere sie dann konsequent so gut wie möglich. Dies ermöglicht dann auch weitere cross-skating-typische Stilarten, die auf Skiern gar nicht möglich sind. Von den im vorherigen Absatz erwähnten Fersenfixierungsbändern ungeeigneten Fixierungssystemen, gibt es auch noch Systeme, die grundsätzlich gut geeignet sind, aber bei falscher Einstellung Probleme bereiten können. Es gibt Schuhfixierungsschalen aus Blech in denen die Schuhabsätze in jede Richtung guten Halt finden, sofern sie eng genug eingestellt sind. Wenn sie so locker eingestellt sind, dass der Schuh auch leicht nach oben herausrutschen kann, ist keine ausreichende Höhenfixierung gewährleistet.
Die Zentrifugalkräfte der Räder, wurden bisher nirgends erwähnt, wirken sich aber bei schwereren 8-Zoll-Rädern bereits ab etwa 20 km/h Fahrtempo auf den Bewegungsablauf aus. Das Ausweichen der Sportgeräte auf die Kreisel-Kräfte im rechten Winkel der Kreiselachse kann Störungen im Bewegungsablauf hervorrufen, kann aber mit einer ganz ausgeklügelten Fahrtechnik zum Verlängern der Rollphase genutzt werden. 8-Zoll-Räder sollten daher unbedingt leicht sein und größere Räder als ca. 23 cm disqualifizieren sich wohl aus eben diesen Gründen für den Cross-Skating Sport.
Direktheit der Kraftübertragung, das ist ein sehr abstrakter Begriff, weil er sehr subjektiv überlagert wird von einem mehr oder weniger starken Bedürfnis nach Fahrkomfort. Grundsätzlich vermitteln ein harter Skate und harte Reifen, das direkteste Gefühl zum Skate und die direkteste Korrekturmöglichkeit für den Fahrer. Der Skate sollte aber auch gewisse Stoß absorbierende Eigenschaften besitzen, ohne schwammig zu wirken. Einen großen Einfluss kann hier auch die Symmetrie der Bauweise oder zumindest eine anatomisch sinnvolle Bauweise haben. Asymmetrische oder zu flach gebaute Wadenschalen oder schlecht platzierte Schuhe lassen den Skate zu leicht oder vorzugsweise in eine Richtung weg kippen, was eine direkte Kraftübertragung natürlich erschwert oder sogar eine X-Bein Haltung provoziert, die man sonst nicht hätte.
Diese Variationen und höheren Stilarten machen den Sport ja erst so vielseitig. Ein spezielles Seminar in der Praxis zu erfahren findet in Kürze in Heusenstamm statt.
Weiter geht es in Artikel 406 mit der Vergleichs-Matrix der verschiedenen Cross-Skates.
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