Цитаты из книги «Измеряя мир», страница 11
Гумбольдт запротестовал. На самом деле он ничего не знает, но он посвятил всю свою жизнь тому, чтобы изменить это обстоятельство.
Нет никакого предначертания, сказал Гумбольдт. Просто некоторые люди берут на себя смелость инсценировать его перед другими, а потом сами начинают в него верить. И при этом столько несовпадений и несоответствия, что приходится прилагать неимоверные усилия и насиловать себя!
Man denke, man bestimme sein Dasein selbst. Man erschaffe und entdecke, erwerbe Güter, finde Menschen, die man mehr liebe als sein Leben, zeuge Kinder, vielleicht kluge, vielleicht auch idiotische, sehe den Menschen, den man liebe, sterben, werde alt und dumm, erkranke und gehe unter die Erde. Man meine, man habe alles selbst entschieden. Erst die Mathematik zeige einem, dass man immer die breiten Pfade genommen habe. Despotie, wenn er das schon höre! Fürsten seinen auch nur arme Schweine, die lebten, litten und stürben wie alle anderen. Die wahren Tyranen seien die Naturgesetze.
Nichts sei peinlicher als ein Abschiedsbrief, dessen Verfasser noch lebe.
Wer weit reise, efahre viele Dinge. Ein paar davon über sich selbst.
Lieber einen Monat in der Hölle, sagte Bonpland, als das!
Er werde beides bekommen, versprach Pater Zea. Die Hölle und das Boot.
Der Fluß, sagte Julio, dulde keine Menschen. Bevor Aguirre sich hierhin aufgemacht habe, sei er bei Verstand gewesen. Erst hier sei es ihm eingefallen, sich zum Imperator zu erklären.
Ein verrückter Mörder, sagte Bonpland, der erste Erforscher des Orinoko! Das ergebe Sinn.
Dieser traurige Mann habe gar nichts erforscht, sagte Humboldt. Ebensowenig erforsche ein Vogel die Luft oder ein Fisch das Wasser.
Oder ein Deutscher den Humor, sagte Bonpland.
Die Natur spreche überall in derselben Sprache.
Humboldt forderte ihn auf, an seine Verlobte zu denken.
Habe er nicht, sagte Bonpland und stieg in seine Hose. Er habe niemanden!
Der Mensch sei kein Tier, sagte Humboldt.
Manchmal doch, sagte Bonpland.
Humboldt fragte, ob er nie Kant gelesen habe.
Ein Franzose lese keine Ausländer.
Das sei nötig, erklärte Kunth, die Begegnung mit dem Dunkel sei Teil des Heranwachsens, wer metaphysische Angst nicht kenne, werde nie ein deutscher Mann.
